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Autor: Antruso
Reviews 1 bis 4 (von 4 insgesamt):
22.04.2018 | 14:54 Uhr
Auch von mir gibt es ein kleines review. Doch da ich sowohl das schwarze Auge als auch die Welt nicht allzu gut kenne, bleibt es auch hier beim Eindruck, den die Geschichte auf mich hat.
Dein Schreibstil und deine Rechtschreibung sind gut, so daß sich die Geschichte flüssig und gut liest.
Der Inhalt ist spannend und kurzweilig umgesetzt und auch die einzelnen Charaktere der Geschichte kommen authentisch und lebendig rüber. Was, auch wenn du es in einzelnen Passagen angedeutet hast, etwas zu kurz kommt, ist die Andersartigkeit der Menschen und ihrer Lebensweise. Die junge Elfe hat erstaunlich wenig Probleme in dieser neuen Umgebung.
Insgesamt ist dir aber bis hierhin eine tolle, spannende Geschichte gelungen, ich freue mich auf weitere Kapitel.
Vielen Dank dafür.

Antwort von Antruso am 22.04.2018 | 22:37 Uhr
Hi jacqueaux,

vielen lieben Dank für die Rückmeldung und die netten Worte.

@Andersartigkeit. Guter Einwand, aber ich habe es aus verschiedenen Gründen nicht öfter erwähnt.
Zum Einen bekommt Leloé gar nicht mal so viel von dem tatsächlichen Leben der Menschen mit. Größtenteils ist sie eine Gefangene, entfernte Beobachterin oder eine wild Trainierende. Zum anderen ticken Elfen in der DSA Lore etwas anders. Sie nehmen irgendwie die Stimmung/ Atmosphäre von Orten war (die ominöse Melodie, die sie immer hört) und stimmen sich auf dieser ein, um eine Harmonie zu erreichen. Dies geschieht nicht immer bewusst und ist wohl auch der Grund, dass sich die Elfen so sehr von der Welt abschotten, da sie teilweise berechtigte Angst haben ihre eigene Melodie zu verlieren, wenn sie beispielsweise unter Menschen gehen. Wenn sie sich aber auf die Melodie von einem Ort eingestimmt haben "schwimmen" sie quasi mit der Atmosphäre mit. Viele unbekannte Dinge erscheinen plötzlich nicht mehr unbekannt oder fremdartig, da sie in der Melodie mitschwingen. Außerdem (und dazu wird es noch im 5. Akt mehr geben) ist es zutiefst unelfisch, kritisch zu sein und die Welt zu hinterfragen. Nichts ist elfischer, als Dinge einfach hinzunehmen.
Der dritte Grund ist aber der Hauptgrund: ich habe da tatsächlich nicht immer drüber nachgedacht, dass sie im Grunde nur wenige Wochen in einer ganz fremden Welt ist. Du hast mich also ertappt. Irgendwann werde ich diese Geschichte auch von vorne an überarbeiten. Dann werde ich auch verstärkt darauf achten, diese Aspekte besser herauszustellen.

Danke nochmal und liebe Grüße
Antruso
11.03.2018 | 21:43 Uhr
Nach einem Jahr bin auch ich mal wieder dazu gekommen zu lesen und ich muss sagen...
begeistert wie am ersten Tag.
Rechtschreib und Grammatik technisch ist mir - abgesehen von vereinzelten Fehlern - ziemlich wenig aufgefallen, alles liest sich sehr flüssig und auch bestehende Fehler sind nicht wirklich störend.

Nun aber zu wesentlich interessanteren Teil, dem tatsächlichem Inhalt.
Auch hier muss ich sagen, es ist einfach klasse.
Die Charaktere handeln allesamt glaubhaft und natürlich, keiner fühlt sich irgendwie störend an und niemand wirkt zweidimensional.
Es fällt generell leicht sich in die wichtigen Figuren hineinzuversetzen, was besonders bei Leloé ja schon einfach weil sie eine Elfe ist eine große Hausnummer ist.
Insgesamt finde ich ihre Entwicklung, der Kontrast vom Elfendasein zur Menschenstadt und der langsame Wandel zum badoc sehr gut gelungen, man merkt richtig wie sie sich langsam an das Leben unter und mit Menschen gewöhnt, aber auch wie sie sich teilweise gegen diesen Wandel wehrt z.B. dass sie nicht in dem Bett schläft, sondern sich lieber in der Decke einwickelt und sich gegen das Gestell lehnt.
Gut gefallen mir auch die Szenen in denen Leloés "dämonische" Seite zum Vorschein kommt und der sonst fröhlich, verspielten Erzählweise einem dunklem, distanzierten und kaltem Stil weicht.
Auch Nax' "Neugierde" ist sehr schön rübergebracht und fühlt sich natürlich an, die Unsicherheit in seinem Verhalten bildet einen schönen Kontrast zum Rest seines Charakters, der durch die Zeit unter Meridin abgestumpft ist aber sich dennoch - gerade wenn er direkt darauf angesprochen wird - verhaspelt und um Kopf und Kragen redet.

Alles in allem ist die Geschichte bisher sehr gut gelungen und ich freue mich auf die Weiterführung und besonders auf einige Antworten.

LG Pitschu

Antwort von Antruso am 17.03.2018 | 18:22 Uhr
Hi Pitschu,

vielen, vielen Dank für das Review und für die lieben Worte.

Ich sage es so, wie es ist: du hast die Geschichte gerettet. Eigentlich hatte ich vor gehabt, das Ende kurz zusammengefasst als letztes Kapitel zu veröffentlichen. Aber daraus wird jetzt nichts mehr, denn es wird bald (tm) weiter gehen.

Liebe Grüße
Antruso
11.03.2017 | 15:09 Uhr
Soo ja hier noch ein Review

Auch ich muss sagen das mir deine Geschichte echt gut gefällt.
Da die liebe Meviiy schon gut auf Schreibstil, Inhalt etc. eingegangen ist - und ich einige dieser Dinge entweder überlesen habe oder du sie gut korrigiert hast - werde ich mich wohl nur auf die "DSA Artigkeit" deiner Charaktere beziehen.

Zuerst der Zwerg.
Da ich von ihm noch nicht so viel gelesen hab kann ich hier noch nicht so viel zu sagen außer dass er mir bisher sehr gut gefällt. Die Hintergrundgeschichte ist glaubwürdig, der Charakter ohne Selbstswidersprüche und auch sehr Zwergentypisch.
Was mir aufgefallen ist, ist dass er den selben zwergischen Fluch immer wieder benutz, was ohne Abänderung sehr monoton wird. Wenn du es suf Rogolan/Zwergisch nicht anders kennst ist das ja nicht schlimm, aber ich würde dir empfehlen das dann auf "Garethi" zu schreiben und vielleicht immer leicht abzuändern - wie zum Beispiel mit der Unterhose.
Was mir noch aufgefallen ist, ist der Witz mit dem Zwerg und dem Ork. Wenn wirklich ein Zwerg auf einen Ork trifft ist einer von beiden sehr bald tot. Da du den Witz (leider) nicht ganz aufgeschrieben hast kann ich darüber jetzt auch nur mutmaßen aber falls das unberechtige Kritik war nimm es als Tipp am Rande für eventuelle Orks ;)
Sonst gefällt mir der Zwerg dessen Namen ich mir nicht merken kann sehr gut.
Auch dass er von Leloés Luchsform überrascht war fand ich eingearbeitet.

Wo wir gerade beim Thema sind kommen wir zu deiner kleinen Elfe.
Zuerst muss ich sagen dass ich an Leloés Sprache nichts auszusetzen habe. Sie könnte zwar stellenweise etwas blumiger sein, aber sie ist trotzdem meiner Meinung nach kein Kritikpunkt.
Was ich aber leider kritisieren muss ist dass Leloé ohne Grund versucht hat einen "Menschen" vor Ogern zu retten. Natürlich war es von Nöten um den Zwerg einzuführen, aber es passt nicht in die elfische Weltsicht, denn auch ein Oger verdient etwas zu Essen, auch wenn dieses Essen zwei Beine hat.
Ansonsten kann ich zu ihr nur sagen dass du - trotz der wenigen Erfahrung die du nach eigenen Aussagen hast (Ich glaub dir nicht das ist viel zu gut) - sowohl die elfische Sippe, als auch die Weltsicht eines Elfen sehr gut beschreibst.
Nur leider sind weder die Augenfarbe amethystviolett, noch blauschwarze Haare bei Elfen abnormal. Nur die Pupillenform ist - wie beabsichtigt - nicht normal

Trotz allem eine echt gute Geschichte und ich freu mich drauf mich weiter zum Meer zu lesen
MfG Pitschu

PS: Meviiys Kritik an der Sprache von Leloé ist wohl mir geschuldet da sie mit meinem Elfen zsm in einer Gruppe war und dieser selbst für einen Elfen sehr blumig und naturverbunden war.

Antwort von Antruso am 13.03.2017 | 13:31 Uhr
Hi Pitschu!

Ein zweites Review. Yay! Danke für die lieben Worte und für deine Anmerkungen.

@Zwerg (Aromgât):
Ich muss gestehen, dass ich es mir bei Aromgât einfach gemacht habe. Er ist der Bruder von meinem Hauptcharakter unserer DSA-Runden. Ursprünglich war für Aromgât eine wichtigere Rolle/ mehr Handlung eingeplant. Aber ich musste mir eingestehen, dass das zu sehr von der Haupthandlung ablenken würde. Deshalb wird es sich bei Aromgât um einen (längeren) Cameo-Aurtritt handeln. Evtl. wird es in ferner Zukunft eine eigene Geschichte über Aromgât geben.
Zu dem Zwergenwitz: Bei diesem Witz handelt es sich um eine kleine Verbeugung gegenüber einer der coolsten Fantasy Buchreihe, die ich kenne und in der Zwerge die Hauptrolle spielen. Der genaue Wortlaut dieses Witzes bleibt über mehrere Bücher hinweg unbekannt. Dass Zwerge und Orks nicht miteinander auskommen, dürfte aber das Fundament des Witzes sein ;)


@Leloé:
Die Sache mit den Ogern und Menschen.
Da muss ich dir recht geben. Nicht jeder Elf hätte rettend eingegriffen, oder überhaupt einen Grund dafür gesehen. Andererseits kann man auch argumentieren, dass die Oger bereits mehrere Kokons ausgeschlürft haben und den Mensch/ Zwerg nicht zwingend benötigen. Außerdem haben sie der Spinne das erjagte Essen weggenommen und durch diesen Einbruch für ein Ungleichgewicht im System gesorgt, das korrigiert werden müsste.

Elfische Weltsicht.
Das Problem, das ich mit der „elfischen Weltsicht“ habe, ist, dass dieser Begriff immer wieder mehr oder weniger abstrakt über den ganzen Beschreibungen und Quellen, die ich gefunden habe, „herumwabert“ und je nach Bedarf mal das eine oder das andere meint. Deshalb habe ich mir – wie eingangs erwähnt – meine eigene elfische Weltsicht zusammengebastelt.

Aussehen.
Wirklich abnormal sind die Haar-/ Augenfarbe tatsächlich nicht. Sie sind jedoch, vor allem in Kombination miteinander, äußerst selten (den Start-/ Generierungswerte der Elfen nach DSA 4 zufolge). Was es damit auf sich hat, wird allerdings nicht unbeantwortet bleiben...


Bei der Bemerkung, dass du mir meine Unerfahrenheit nicht abnimmst, musste ich schmunzeln. Ich fasse das als Lob auf ^^. Tatsächlich handelt es sich hierbei aber ungelogen um meine erste selbsterdachte Geschichte und meine erste Darstellung eines Elfen.
Abschließend noch einmal vielen Dank für das Review. Ich hoffe, dass die Geschichte weiterhin spannend bleibt :)

Liebe Grüße

Antruso
31.01.2017 | 11:51 Uhr
Hallo Antruso,

Eigentlich hatte ich ja gar nicht vor, heute so viel rumzustöbern, aber als ich beiläufig in die DSA-Ecke schaute, entdeckte ich deine Geschichte. Sieben Kapitel, vor ein paar Tagen das letzte Mal aktualisiert - klingt ja ganz danach, als wäre diese Geschichte tatsächlich aktuell und als würde da noch etwas kommen. Trotz der sieben Kapitel allerdings noch keine Reviews. Also habe ich mir gedacht, ich schaue mal in deine Geschichte rein, und wenn sie mir gefällt, dann kann ich dir ja einen kleinen Kommentar da lassen.

Zuerst möchte ich allerdings festhalten, dass ich erst bei zwei DSA-Runden dabei war und dementsprechend kein Experte bin, was die Völker etc. angeht. Demnach kann ich nichts zu der fachlichen Richtigkeit sagen - wohl aber zu Inhalt, Form und Schreibstil. Und das möchte ich jetzt auch tun. Denn eine geschriebene Geschichte verlangt nach einem Feedback.

Ich habe bisher nur Vorwort, Biografie und die beiden Teile des Prologes gelesen. Wenden wir uns also zunächst der Biografie zu. Ich persönlich halte es für eine gut gegliederte Zusammenfassung, die auch der gängigen Norm entspricht, was den sehr neutralen Erzähler belangt. Man erhält einen Eindruck dessen, was die Struktur in Leloés Entwicklung ausmacht. Insofern macht das sicherlich Sinn - auch wenn man es ebenfalls gut in Form einer Erzählung hätte unterbringen können. Was allerdings Geschmacksache ist.
Mir persönlich gefällt die Nummerierung der einzelnen Teile der Biografie nicht. Ja, die Überschriften sind nett, allerdings nicht zwangsläufig notwendig. Gliedern lässt sich ein solcher Text besser durch Absätze. Und wenn dir die Überschriften sehr viel bedeuten, magst du vielleicht trotzdem die Nummern davor entfernen. Dass der zweite Absatz der zweite Teil ist, dürfte jedem Leser bewusst sein.
Im Großen und Ganzen ist die Biografie ob des nüchternen Schreibstils authentisch und glaubhaft, wobei du eins bedenken solltest: Wenn dein Leser kein großes Vorwissen hat, dann wird die Flut an Informationen über Leloé, aber vor allem auch die Welt, in der sie lebt, ihn erschlagen. Er wird sich kaum etwas davon merken können, und kaum jemand hat Lust, jedes Mal eine Biografie zurate zu ziehen, wenn ihm gerade ein Detail entfallen ist. Dementsprechend ist es sicherlich sinnvoll, die Informationen der Biografie nicht als gewusst vorauszusetzen. Füttere lieber den Leser später mit weiteren kleinen Erklärungen, damit er dir gut folgen kann.
Ansonsten gut gelungen.

Kommen wir also zu deinem Prolog. Hier möchte ich meinen Kommentar in zwei Teile gliedern. Diese sind erst einmal Inhalt, dann aber auch Schreibstil.
Zum Inhalt: Leloé ist definitiv ein ungewöhnlicher Charakter. Zunächst einmal ist es gut, dass du für sie auch Schwächen eingeplant hast. Sie kann nicht mit dem Bogen umgehen, und sie hat das Tier ihrer Seele noch nicht gefunden, obwohl sie es eigentlich schon kennen sollte. Trotzdem ist sie authentisch, insofern als dass sie auch Stärken hat, wie man es von einer Elfe erwarten würde. Gut ist auch, dass sie zwei Personen hat, denen sie vertrauen und an die sie sich wenden kann.
Aber was wäre ein konstruktives Review ohne Kritik? Also möchte ich hier erwähnen, dass sie als Person nicht direkt der Sympathieträger der Geschichte ist. Zumindest ist das meine Meinung bisher. Denn sie erscheint doch einigermaßen eingebildet, und an einer Stelle führt sich auf wie ein trotziges kleines Kind, und das sind keine sonderlich positiven Eigenschaften. Dennoch kann es sich noch ändern, was die Sympathie angeht – schließlich ist das bisher nur der Prolog.
Worüber ich gestolpert bin, ist ihre Liebe gegenüber ihren Waffen, daneben aber ihre offensichtliche Gleichgültigkeit Tieren gegenüber. Ja, sie gibt dem Wolf den Gnadenstoß und bedankt sich bei dem Kaninchen, dass es ihr hilft - aber dennoch verschwindet sie keinen Gedanken daran, dass sie ein Leben ausgelöscht hat. Das ist ein Punkt, den man bei Elfen nicht direkt vermuten würde.
Ein zweiter Widerspruch findet sich in ihrer Beschreibung. Sowohl die Augen, als auch die Haare wirken nicht sonderlich glaubhaft, aber was soll's. Damit kann man leben. Was den Leser allerdings stört, ist die Beschreibung ihres Körpers.
Zierlich und athletisch sind starke Gegensätze. Dementsprechend kann sie nicht beides gleichzeitig sein. Athletisch gebaut Menschen haben in der Regel eher breitere Schultern und sind muskulös. Zierliche Frauen dagegen sind in der Regel klein, dünn und haben keinerlei Muskeln. Sie sind schutzbedürftig, im Gegensatz zu athletischen Menschen. Also würde ich es abändern in klein, da das besser passen dürfte. Dazu noch - Schlitzaugen? Echt jetzt? Dieses Wort passt absolut gar nicht zu deinem sonstigen Schreibstil. Wie wäre es stattdessen mit mandelförmigen oder schmal zulaufenden Augen?
Am Ende jedoch findet sie ihr Seelentier, und dieses ist an sich gut gewählt, wie ich finde. Sie selbst erinnert an einen Luchs, die beiden passen zusammen. Es ist eine schöne Stelle, um den Prolog zu beenden.
Inhaltlich - einige wenige Punkte vorbehalten - gefällt es mir bis jetzt gut.

Wenden wir uns also der Form zu. In der Biografie habe ich bereits etwas zu deinem Schreibstil gesagt. Mir persönlich gefällt er sehr. Dennoch ist mir eine Unstimmigkeit aufgefallen. In der Biografie schreibst du sehr neutral, an manchen Stellen klingt die Beschreibung schon fast ätherisch. Diesen Schreibstil übernimmst du auch in den Beschreibungen der Natur um deine Protagonistin herum. Dann aber kannst du dich nicht entscheiden, ob du einen neutralen oder personalen Erzähler verwenden möchtest. Dies solltest du aber tun, da es deiner Hauptfigur ihre Authenzität nimmt. Es ist unwahrscheinlich, dass sie die Natur so ausführlich und detailliert beschreibt, ihre eigenen Gedanken aber an die Sprache eine Jugendlichen erinnern.
Auch finde ich hier einige ihrer Gedanken zu umgangssprachlich. Ja, die Sprache eines Charakters sollte sich von der des Erzählers unterscheiden, aber es ist höchst unwahrscheinlich und klingt einfach nur doof, wenn eine Elfe auf der Suche nach ihrem Seelentier sagt, sie habe "keinen Bock" auf etwas. Auch an der "Regel Nummer eins" störe ich mich. Vielleicht verwendest du hier andere Ausdrücke, die etwas neutraler klingen - zum Beispiel "die oberste Regel".
Wenn du auf diese Vorschläge eingehst, sehe ich aber ansonsten nicht viel, was ich noch kritisieren könnte. Ja, es haben sich ein paar Fehlerteufelchen eingeschlichen, aber die sind schnell gefunden und beseitigt. Schließlich ist deine Rechtschreibung und auch Wortwahl sonst erste Sahne.

Letztendlich noch ein kurzes Feedback: Mir persönlich gefällt das, was ich bis jetzt gelesen habe, und ich finde es schade, dass du bisher noch kein Feedback bekommen hast. Aber vielleicht freust du dich dafür umso mehr über meins :-)
Leloé klingt nach einem vielversprechenden Charakter, ihre Geschichte bietet in jedem Fall eine gute Grundlage. Weiter so!

Ich jedenfalls werde mir deine Geschichte mal merken. Freue mich auf deine Antwort.

Meviiy

Antwort von Antruso am 31.01.2017 | 17:19 Uhr
Hi Meviiy,

zuerst einmal: wow! Mit so einem ausführlichen und langem Review habe ich nicht gerechnet. Vielen Dank dafür und für die netten Worte vorweg!

Zunächst zu den unterschiedlichen Schreibstilen in Biografie/ Prolog (/ den darauffolgenden Kapiteln):
Wie im Vorwort erwähnt, war Leloé ursprünglich als ein echter DSA Charakter mitsamt Eigenschaften/ Vor- und Nachteilen/ usw. entworfen worden. In diesem Kontext ist auch die Biografie entstanden: als eine Art Gedankenstütze für mich und meine Mitspieler. Insofern hast du recht: ein Leser, der die Welt nicht kennt, wird dabei ins kalte Wasser geworfen. Tatsächlich habe ich überlegt, dass ich die Biografie nicht reinstelle und stattdessen direkt mit dem Prolog anfange, habe mich aber dann dagegen entschieden. In den weiteren Kapiteln wird weniger, bis gar kein Vorwissen voraus gesetzt: die Elfe weiß genau so wenig über die Welt wie der Leser.
Der Prolog ist ein bisschen aus Verzweiflung und als Experiment entstanden. Mir gefiel die Elfe, die ich entworfen hatte, allerdings zeigte sich, dass ein Einbringen in unsere Spielrunden nicht vernünftig funktionieren würde (zu sehr hänge ich an meinem Hauptcharakter). Ich wollte Leloé aber auch nicht in Vergessenheit geraten lassen und habe mich einfach ans Schreiben gesetzt – auch um mir folgende Fragen zu beantworten: Kann ich mich in die Welt als Geschichtenschreiber hineinversetzen? Kommt dabei was Brauchbares zustande? Monate später habe ich mich schließlich überwunden und angefangen das erste Kapitel zu schreiben und erste Entwürfe über einen größeren Handlungsbogen zu machen.
Um jetzt endlich wieder zurück auf den Punkt zu kommen: die Biografie unterscheidet sich derart stark von dem Prolog, da ich anfangs keine Geschichte schreiben wollte. Außerdem sind Prolog/ Biografie/ Geschichte in zeitlich großen Abständen entstanden. Hoffentlich bleibt mein Schreibstil die restliche Geschichte über konstanter – zumindest habe ich dank Dir jetzt ein paar mehr Hinweise, worauf ich beim Korrekturlesen achten sollte. Außerdem ist der Prolog bis jetzt der Teil, mit dem ich vom Schreibstil her am wenigsten zufrieden bin, die Probleme für mich aber nie genau packen/ beschreiben konnte. Die Sache mit dem Erzähler ist zum Beispiel etwas, worüber ich mir nie groß Gedanken gemacht habe – blauäugig wie ich mich einfach ans Schreiben gesetzt habe.

Zur Umgangssprache: Das ist etwas, was mir gerade am Anfang zu stark passiert ist. Dafür habe ich schon Rüffel kassiert und sehr viel, was den Ausdruck angeht, zurück geschraubt – aber wohl nicht alles gefunden. Werde es dann dementsprechend noch einmal überarbeiten (die Blindheit des Autors und später die des Korrekturlesers...).
Die Sprache einer Jugendlichen. Das ist sogar Absicht. Leloé ist eine junge Elfe und nach elfischen Standards genau das, dabei aber auch schon voll ausgebildet und selbstständig. Diesen Widerspruch aus detaillierter Wahrnehmung (aus einer elfischen Weltsicht heraus) und kindlichen/ evtl. schon albernen Gedanken, wird es wohl noch häufiger geben. Allerdings hoffe ich, dass mir das in den folgenden Kapiteln (die auch schon fertig sind) eleganter gelungen ist. Werde da wohl noch einmal genauer drüberlesen müssen. Auch wollte ich damit eines verdeutlichen: Leloé ist kein Mensch. Also denkt und verhält sie sich auch anders. Was elegant zu dem Punkt „Sympathieträger“ führt. Das werde ich jetzt einfach so hinnehmen und auf die weitere Geschichte verweisen. Eine Anmerkung jedoch: mir persönlich gefallen die Geschichten mit Charakteren in den Hauptrollen, bei denen man sich nie sicher sein kann, ob man sie leiden kann oder nicht, am besten ;-).
Blieben da noch die „Schlitzaugen“. Hmm. Doof formuliert, missverständlich und änderungsbedürftig. Ich meine dabei keine mandelförmigen Augen sondern die Pupillen: Schlitzartige Pupillen.

Abschließend noch einmal Danke für Deine Rückmeldungen und das Interesse. Habe mich sehr gefreut, als ich die Benachrichtigung gesehen habe. Bleibt zu hoffen, dass die weiteren Kapitel ebenfalls gefallen :-).

Antruso
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