Autor: RamonaXX
Reviews 1 bis 25 (von 67 insgesamt):
01.03.2018 | 19:28 Uhr
zu Kapitel 15
liebe Ramona,

ich gebe zu, ich habe mir nicht alles durchgelesen, was du über die vielen jungen Männer geschrieben hast, denen du diesen Kalender gewidmet hast. Doch allein der Tatsache geschuldet, dass du es getan hast, gebührt meine Bewunderung. Sie haben alle wirklich gelebt, oder leben noch. Was sie verbindet, ist dieses schreckliche Ereignis, was du uns in deinem Kalender vor Augen gehalten hast.
Ich glaube, wenn sie es wüssten, was du hier für sie getan hast, wären sie sprachlos, da du ja eigentlich eine völlig unbeteiligte bist. Aber sie wären froh zu lesen, dass es Menschen gibt, denen ihr Schicksal nicht egal ist.
Ich möchte dir noch einmal danken, dass du diesen Kalender zusammengestellt hast und wir ihn mit dir teilen durften. Das war eine außerordentlich gelungene Serie, die uns ein ganzes Jahr hindurch begleitet hat.

liebste Grüße deine Maggie

Antwort von RamonaXX am 01.03.2018 | 21:43:10 Uhr
Liebe Maggie,

schön dich wieder auf dem Schirm zu haben. Mir war die letzten Wochen so, als seist Du etwas abgetaucht?
Nun reviewst Du wieder fleißig und ich freu mich wieder sehr zu den glücklich Beschenken zu gehören! Deine Reviews sind echt wunderbare Geschenke...

2017, das war Vietnam - für mich ganz eindeutig. (So wie 2018 Holocaust ist/wird.) Ich habe viel Energie und Zeit in dieses Projekt investiert, aber dass muss ich dir wohl kaum erklären, da dein Review ganz klar aussagt, welchen großen Respekt Du vor dieser, meiner Leistung hast. Dafür danke ich dir. Denn deine Worte haben mich sehr bewegt. >>wenn sie es wüssten, was du hier für sie getan hast<< Ja, dass wäre wirklich ein interessanter Gedankengang. Wobei ein bisschen wissen "sie" es ja. Zumindest einer. Ich habe Kontakt zu einem Veteran in den USA, dem ich zwei meiner Gedichte ins Englische übersetzt habe. Und er sagt, ich komme verdammt nah an die Wahrheit, die er selbst vor 50 Jahren in Vietnam erlebt hat...

Wenn das Jahr gut läuft, dann wird es im Sommer oder Herbst diesen Vietnam-Kalender als Hörbuch/Podfic auf youtube geben. Ich träume schon sehr lange davon diese Texte zu vertonen und noch mehr Gefühl mit meiner eigenen Stimme reinzulegen. Wenn's soweit ist, schicke ich gerne einen Link rum...

Liebe Grüße an ein meiner treuesten Leserinnen
Ramona
31.12.2017 | 10:52 Uhr
zu Kapitel 15
Liebe Ramona!
Danke für diesen Jahreskalender, der wirklich gut geschrieben war und emotional berührend.
Die Fotos waren so toll, ich hätte sie sonst niemals gesehen.

Wenn man die Welt anschaut, dann ist der 3. Weltkrieg schon längst in Gange.
Denn die ganze Welt war ja nie im Krieg.
Die EU ist längst im Krieg, England, Frankreich, auch D ist in Kriegshandlungen in anderen Kontinenten verwickelt, USA und NATO sowieso.

Ö ist noch neutral, wir werden das aber leider durch die EU demnächst verlieren.
Was besonders bitter ist, weil bei uns noch allgemeine Wehrpflicht ist, ein Milizheer, kein Berufsheer.
D.h., jeder ab 16 muss nach dem Schulabschluss aber noch vor dem Studium zu Bundesheer oder Zivildienst, im Kriegsfalle werden alle  Männer unter 50 eingezogen.

Darum wünsche ich mir Frieden im Neuen Jahr.
Damit nicht noch mehr Männer das erleben müssen, was du hier schilderst immer wieder.

Ich brauche nichts vom neuen Jahr, außer Gesundheit,
aber ich will nicht noch mehr Menschen verlieren...

Ich wünsche dir all das, was du dir selbst wünscht, und noch mehr.
Fühl dich umarmt.
Deine R Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ

Antwort von RamonaXX am 01.01.2018 | 11:55:23 Uhr
Liebe Net Sparrow,

ich wünsche dir ein frohes Neujahr.
Im letzten Jahr habe ich es nicht mehr geschafft dir zu antworten. ;-)
Aber auf einen Tag kommt es ja auch nicht so genau an.

Nun sind wir also alle in 2018 (mehr oder weniger) angekommen.
Und bevor ich später meinen neuen Kalender starte,
möchte ich mich ganz herzlich für dein Abschluss-Review bedanken.

Soldaten, Krieg und Militär sind eben doch ganz klar meine Themen.
Und ich werde meine Leidenschaft, anderen Menschen
ein Fenster in diese Welt zu zeigen, ganz klar 2018 fortsetzen!
Diese Dinge sind zu wichtig, als wir sie einfach ausblenden können.

Viele Grüße und danke für die Umarmung
Ramona
02.01.2018 | 13:48 Uhr
zu Kapitel 14
So, schon Januar, aber ich komme leider erst jetzt zu Lesen, und besser spät als nie ^^
"Was jetzt kam, war das, was viele immer unterschätzten – das Aufräumen. Es war das, was nie in heldenhaften Geschichten oder Berichten über den Krieg und seine Soldaten thematisiert wurde." <- Ich liebe diesen Satz. Vielleicht nicht mein Lieblingssatz im ganzen Kapitel, aber es ist genau das, was mir jedes Mal in Filmen oder Bücher auch auffällt. Übers Aufräumen redet irgendwie immer keiner. Es gibt "nur" eine Schlacht, und dann ist oft (in fiktiven Welten zumindest) alles gut, aber vom Aufräumen ist nie die Rede. Deshalb finde ich es auch so gut, dass du hier darauf eingegangen bist.
Mein Lieblingssatz war allerdings "Alle Schwüre und Sprüche sich nicht anschießen zu lassen, und sich nach dem Gefecht wiederzusehen, waren manchmal vergebens." Ja, es ist ein trauriger Satz, aber auch hier steckt wieder sehr viel Wahrheit dahinter, und auch wenn es ein sehr hoffnungsloser Satz ist, ist er irgendwie doch auch sehr ... ich weiß nicht "schön" geschrieben. (Auch wenn das natürlich im Zusammenhang mit dem Thema vielleicht nicht gerade der beste Satz ist.) Aber auch "Nichts, außer dem Krieg, der sie zu allen Überfluss auch zusammengebracht hatte." und "Und wenn es hart auf hart kommt, geschieht all das auch in weniger als einer Stunde." war wirklich gut, und genauso eigentlich jeder andere Satz. Du hast die emotionalen Auswirkungen sehr gut beschreiben und das Gefühl auch gut dem Leser näherbringen können.
Und auch wenn es meiner Meinung nach vielleicht kein ganz so guter Abschluss ist, wie der Dezember (den fand ich wie gesagt als Abschluss echt gut) so finde ich war es doch auch wieder ein sehr schöner, gefühlvoller Text, der (soweit ich das sagen kann) sehr schön eine der Situationen dargestellt hat, die man ja normalerweise, wie der Text auch sagt, als "Ziviler" gar nicht richtig mitbekommt.
Und außerdem muss ich dir auch für dein Nachwort gratulieren. Es ist keines diese doch eher langweiligen (die ich auch schreibe), sondern noch einmal viele Informationen und Fakten zu dem Text/den Texten, den/die du geschrieben hast, und daher bleibt es auch interessant zu lesen. Finde ich jedes Mal aufs neue schön, wenn du uns noch einmal ein paar Fakten näherbringst.
Ich wünsche dir noch einen wundervollen Tag, hoffe du bist gut ins neue Jahr gestartet, und wir lesen uns demnächst bei deinem neuen Kalender,
Riri

Antwort von RamonaXX am 08.01.2018 | 19:05:33 Uhr
Liebe Riri,

diesmal hat’s bei mir etwas länger mit der Antwort gedauert. (Bin eben doch noch nicht wieder fit mit meinem Rücken. So gesehen, hat das Jahr echt blöd angefangen…) Für mich ist der Vietnam-Kalender irgendwie schon seit Weihnachten innerlich abgeschlossen. Liegt sicherlich auch daran, dass ich mich voller Eifer auf den nächsten Kalender gestürzt habe. Du weißt ja schon worum es geht… also bin ich mal sehr gespannt auf deine Meidung.

Aber machen wir nochmal einen Abstecher nach Vietnam, bzw. im „Polember“ nach Korea. *Ramona an sich selbst: Wieso hat mich eigentlich keiner für diese brillante Wortschöpfung gelobt, hä?* Dass Du den ersten Satz liebst kann ich gut nachvollziehen. Es fiel mir auch nicht leicht, so provokant zu schreiben. Aber es ist nun Mal das, was mir tatsächlich aufgefallen ist. Viele Kriegsfilme und Kriegsfilmszenen enden mit oder nach einer Schlacht. Aber niemand „filmt“ die Gesichter der Überlebenden. Niemand, außer manchen Kriegsberichterstatter. So kam dieses Bild im meine wertvolle Sammlung.

Den Satz über das nicht-anschießen-lassen darfst Du ruhig „schön“ nennen. Ich weiß, wie Du das meinst. Und auch ich finde ihn in seiner Tragweite und Dramatik schön. Er bringt zum Ausdruck, worüber zu sprechen doch so schwer fällt. Mein ganz persönlicher Lieblingssatz ist übrigens >>Es war das, was die Leute nicht verstanden, die niemals einen Kampfeinsatz miterlebt hatten.<< Ich mag diesen Satz deshalb so gerne, weil ich mich damit so weit aus dem Fenster gelehnt habe. Denn obwohl ICH das geschrieben habe, gehöre ich genau – oder eben vielleicht aufgrund meines Interesses an dem Thema, doch nicht sooo genau – zu der Gruppe, an die sich der Satz richtet.

Hihi, ja der „Going Home“ wäre ein schöner Abschluss gewesen. Sehr harmonisch und ausklingend. Aber Kriege und Kampfhandlungen klingen nicht harmonisch aus. Insofern stand hinter dem bitteren Beigeschmack des Bonuskapitels schon eine gewisse Absicht. Ich wollte noch einmal die seelische Belastung auf den Tisch bringen und gleichzeitig zeigen, dass Trost kein unerfüllter Wunsch ist.

Ich danke dir für die Gratulation zum Nachwort. Die Fakten zusammenzutragen und zu überprüfen, hat eine Weile gedauert. Aber ich hatte einfach das Gefühl, dass es als Hintergrund wichtig ist. Zumal ich mich ja wirklich lange mit diesen Menschen befasst habe. Ich will mich kein bisschen an ihrem Schaffen bereichern, ich möchte einfach nur ihrer Geschichten weitererzählen, damit sie nicht gleich nach ihrem Tod vergessen werden...

Danke, dass Du diesen Kalender mit so viel Eifer gefolgt bist.
Du bist eine wunderbare Stammleserin! *Ramona knuddelt Riri*
deine Ramona
27.12.2017 | 23:03 Uhr
zu Kapitel 14
Ich las mal den Satz, dass Männer nicht weinen.
Falsch, Männer ergreift die tiefste Trauer, wenn sie einen großen Verlust erleiden.
Es wird auch behauptet, dass einen das Leben abhärten würde.
Nein, es ist ein dummer und abwegiger Gedanke.

Alles ist falsch. Das Leben reißt einem nur stückchenweise die Lebensfreude aus den Gliedern.
Ich selbst kenne es. Freitag, aus einem Manöver kommend wurde mir mitgeteilt, dass ich
am Dienstag zur Hochzeit von Uffz Müller fahren sollte. Montag erfuhr ich, dass ich am Mittwoch
zu seiner Beerdigung fahren würde.

In solchen Momenten zerreist es einen, weil alles so ungerecht erscheint.
Noch schlimmer war die Nachricht, dass man mir diese Bürde auslastete das Ehrengeleit
anzuführen und der Braut kondolieren zu müssen.

Ich hatte keinen Kameraden, der meine Gefühle auffing.
Ja, Männer kann die Sentimentalität auch die Beine unter dem Achtersteven weghauen.
Ich finde Du hast es sehr treffend beschrieben.

Gruß Christian

Antwort von RamonaXX am 31.12.2017 | 09:28:31 Uhr
Auch hier hast Du wieder selbst Erlebtes mit eingebracht. Dafür danke ich dir.
Was ich über Krieg schreibe, bleibt doch zum größten Teil "erfundene Erinnerung".
Erinnerung - weil es eben doch meist die Geschichten von anderen sind.
Und erfunden - weil ich mir die übergeordneten Zusammenhänge im Rahmen einer Geschichte ausgedacht habe.

>>Das Leben reißt einem nur stückchenweise die Lebensfreude aus den Gliedern.<<
Wobei "stückchenweise" hier wohl das schlimme daran ist....

Wie schon im Vorwort erwähnt, war das Bild einfach zu bewegend, es nicht mit reinzunhemen.
Am Ende ist es auch ein klein bisschen egal ob Korea, Vietnam, WW2 oder WW1.
Ich habe auf meiner "Reise" festgestellt, dass in jedem Krieg die gleichen, schrecklichen Dinge passieren.
Oder wie von Clausewitz gesagt hat: "Krieg ist ein Akt der Gewalt und in der Anwendung derselbigen gibt es keine Grenzen."

Es ehrt mich zu hören, dass ich auch dieses besondere Bild mit meinen Worten glaubhaft nachgezeichnet habe.
Es für den Leser erlebbar gemacht habe.

Viele Grüße
Ramona
25.12.2017 | 20:09 Uhr
zu Kapitel 14
Liebe Ramona!
Also ich hätte auch nichts gegen ein 2. Jahr mit Kalenderfotos.
Was für ein berührendes Bild. Absolut kein Slash, nur Hurt/Comfort.

Manchmal ist besser, nichts zu sagen.
sondern sich einfach still dazuzusetzen. Jemanden in den Arm nehmen.
Denn für manchen Schmerz gibt es keine Worte.

Ich hab die Fotos immer ganz toll gefunden,
und wie du sie umgesetzt hast, war beeindruckend.

Ich wünsche dir wunderbare Festtage mit Menschen, die dein Herz berühren.
Icb wünsche dir für 2018 Glück, Liebe, Gesundheit, schöne Augenblicke,
und dir und uns allen ein Jahr, das wir gut bewältigen können.
Ich wünsche dir und uns allen Frieden, persönlichen und den in der Welt.
R இ

Antwort von RamonaXX am 27.12.2017 | 11:32:01 Uhr
Liebe Net Sparrow,

ich hoffe Du hattest schöne Weihnachtstage mit der Familie?
Bei mir lief es glatt, nur dass ich mir vor Weihnachten beim Umräumen meines Zimmers
den Rücken an einer zu schweren Bücherkiste verhoben habe, nervt.
Aber dafür gibt es zur Ablenkung ja schöne fanfiction zu lesen und zu schreiben...

Selbstverständlich wird es auch 2018 einen Kalender von mir geben.
Aber ohne Bild und mit einem anderen Krieg(sthema)...

>>Absolut kein Slash<< Genau darauf wollte ich hinaus.
Und genau das gibt das Bild auch für mich her.
Wie gesagt, die Aufnahme gehört nicht nach Vietnam.
Aber ich fand sie viel zu stark, als das ich sie hätte weglassen wollen.

Ich freu mich riesig, dass Du diesem Kalender mit seinen aufwühlenden Geschichten so intensiv verfolgt hast.
Am 31.12. wird das Projekt dann mit einem letzten Nachwort auch definitiv abgeschlossen...

Herzliche Grüße und wir lesen uns!
Ramona
18.01.2018 | 19:13 Uhr
zu Kapitel 13
liebe Ramona,

dieses Kalenderblatt ist eindeutig das beste. Endlich dürfen die Jungs nach Hause. Was für eine Erleichterung müssen sie verspüren, was für eine Euphorie, noch gepaart mit Ungläubigkeit, ob das alles kein Traum ist, ob das jetzt wirklich passiert. Es ist ein glückliches Kalenderblatt und schließt das Jahr ab, genauso wie für die Jungs hier den Krieg. Trotzdem - ein Nachgeschmack wird bleiben, ein Gefühl im Magen, das man nicht wegbekommt, nicht wenn man an die zurückliegenden Monate denkt, die Bilder dieser Zeit wieder im Kopf hat. Doch im Moment herrscht das Glücksgefühl vor, das Gefühl, es geschafft zu haben, am Leben zu sein. Ich wünsche den Jungs einen guten Heimflug.

herzlichst deine Maggie

Antwort von RamonaXX am 22.01.2018 | 20:06:15 Uhr
Hihi....

Ja, Maggie. Der Dezember ist wirklich ein schönes Kalenderblatt. Mit deiner Meinung reihst Du dich bei diversen Vorrendner ein und ich kann das gut verstehen. Wir Menschen lieben Geschichten die glimpflich ausgehen - und wer von uns kennt nicht das schöne Gefühl nach Hause zu kommen? (Egal wo "Zuhause" ist.) Aber die Wahrheit - gerade die Wahrheit von Soldaten und anderen Menschen, die mit Krieg in Berührung gekommen sind - sieht häufig anders aus. Viele tragen das was sie getan und was sie gesehen haben ein Leben lang mit sich herum. Krieg hat nie ein Happy End. So sehr wir uns das auch wünschen. Deshalb ist das hier auch nicht das Ende des Kalenders. Für mich endete die wirklich letzte Geschichte mit einem ganz wesentlichen Element - das ich nebenbei für viel realisierbare halte, als ein glückliches Ende für alle - die letzte Geschichte endete mit Trost. Wer das anderen Menschen geben kann, hat die Kraft viel zu bewegen...

Ich bin gespannt, wie deine Meinung zu dem Bonus-Kapitel ausfällt.

Liebste Grüße
deine Ramona
27.12.2017 | 02:09 Uhr
zu Kapitel 13
Entweder sie kamen hier raus oder sie verreckten hier. Etwas dazwischen gab es für sie nicht.
Bitte das erste hier streichen.
Die zweite kleine Anmerkung. Die Bell UH machte sich immer durch ihr tuckerndes Geräusch bemerkbar, welche für Zweiblattrotoren kennzeichnend ist.
Es ist ein unverkennbares Kennzeichen, so das es viele viele Bezeichnungen für dieses Fluggerät gibt.

Genau bei der Landung müssten zwei Sachen passieren. Der Sergeant oder Leutnant müsste die Soldaten zur Rundumsicherung aufrufen. Es ist ein schwacher Moment.
Zudem müssten Befehle gegebene werden. Die Verwundeten zuerst. Baxter, sie den 2. Heli usw.

Der Zugführer beobachtete die Umgebung in solchen Momenten immer mit Argusaugen.

Ja, das Gefühl der Erleichterung ist übermächtig, es muss heraus. Das ist alles soweit stimmig und trifft es. Eine grenzenlose Erleichterung. Jetzt springe ich dem Verrecken von der......

Viel mehr kann ich nicht beitragen, weil der Rest von Dir verarbeitet wurde.
Gruß Christian

Antwort von RamonaXX am 30.12.2017 | 17:01:35 Uhr
Hallo Christian,

vielleicht hab ich doch zu viele der heldenhaften Kriegsfilme gesehen?
Ohne Frage rutsche ich hier in Richtung "falscher Mythos" ab.
Aber es ist ein bewusstes "gleiten lassen."

Über die Zeit hat sich meine Einstellung zur heroisch/heldenhaften Darstellung von Krieg sehr gewandelt.
Ich weiß, dass es nicht der Wahrheit entspricht, aber dennoch habe ich nach einer Daseinsberechtigung dieser Form gesucht.
Inzwischen denke ich, dass ein mögliche Motivation dazu sein kann, etwas reparieren zu wollen. Zumindest im Fiktiven.
Man denke nur mal Chuck Norris, der 1970 einen Bruder in Vietnam verlor.
Was hätte als Schauspieler mehr Sinn ergeben, als dieses Schicksal mit einem Heldenkriegsfilm zu flicken/verarbeiten?

Mit dem "Huey" habe ich mich mal ein Weilchen beschäftigt.
Dazu ist auch ein eigener Text entstanden: "Das Märchen der Luftkavallerie"
Ist einer der wenigen Texte, wo ich es mal mit der humorvollen Seite versucht habe...

Viele Grüße
Ramona
06.12.2017 | 22:18 Uhr
zu Kapitel 13
Was denn, sehe ich das gerade richtig? Der zwölfte Kalendermonat und die Textsammlung ist noch nicht beendet? Da kommt noch was? Der Tag wird ja immer besser! Okay, es bahnt sich bei mir eine Krankheit an, aber ansonsten? Ich habe endlich wieder etwas Zeit, und kann deine Texte genießen, und dann muss ich mich von diesem Kalender noch nicht einmal endgültig verabschieden. Das ist echt großartig! :D
Aber gut, kommen wir zu dem Kapitel (endlich ^^) und diesmal habe ich versehentlich zuerst das Bild gesehen, leider, aber das macht den Text nicht weniger gut. Es hat mir allerdings noch einmal sehr viel deutlicher vor Augen geführt, dass es eigentlich egal ist, ob man nun das Bild kennt oder ncith, denn deine Worte schaffen es auch ganz von selbst, dass man sich das ganze vorstellen kann, und zumindest ich habe es wie einen Film vor Augen ablaufen. Das gelingt dir wirklich gut. Etwas, was sich ja eigentlich jeder Autor nur wünschen kann, denn natürlich kann nicht jeder nur mit Worten ein Bild malen oder einen Film drehen ^^
Und auch mich überkam regelrecht die Erleichterung, und ich konnte richtig fühlen, wie ich bessere Laune bekam, als David so erleichtert von zuhause gedacht hat. Da wurde mir gleich ganz warm ums Herz.
Und wenn es jetzt nicht noch weitergehen würde, dann hätte ich bereits jetzt gesagt, das ist der perfekte Abschluss für einen Kalender. Denn das Kapitel zeigt, dass man schwierigkeiten überwinden kann, und wenn ich diesen Kalender zuhause hätte (was ich ja irgendwie auch habe, vielleicht sollte ich mir das mal alles ausdrucken, und richtig zusammenbasteln, dann behalte ich den für immer, und kann mich jährlich aufs neue daran erfreuen :D), dann würde ich jetzt mit neu geschöpfter Kraft und Hoffnung ins neue Jahr starten. Denn genau das zeigt dieser Text für mich: vielleicht ist es schwierig, und schrecklich, und an manchen Stellen scheint es unmöglich, aber es gibt doch immer einen Lichtblick. Und wie könnte man ein Jahr besser beenden, als so? ... denke ich zumindest jetzt, aber wenn da noch was kommt, vielleicht belehrst du mich dann ja auch eines besseren, wer weiß das schon. es würde mich zumindest nicht wundern ^^ Und ich muss nun meine Entscheidung ändern. Dieses hier wird definitiv mein neues Lieblingskalenderblatt. Oktober war großartig, sicher, und der Rest auch, aber aus irgendeinem Grund finde ich diese fünfhundert Dezember-Worte noch einmal sehr viel ... "kraftvoller". Also ja, ich habe einen neuen Lieblingsmonat :D
Ich nehme an, wir lesen uns demnächst, und ich wünsche dir noch einen wundervollen Abend und beste Grüße,
Riri

PS: Fehlerfee. Und zwar steht im zweiten Absatz: "Entweder sie kamen hier rau oder sie verreckten hier." Und meintest du nicht vielleicht "raus"? Und im vierten Absatz steht einmal "Und dass nicht nur [...]" Da ist bei dem das ein s zu viel. ^^ Aber nun gute Nacht! :)

Antwort von RamonaXX am 09.12.2017 | 21:07:24 Uhr
Liebe Riri,

deine Reviews hauen mich immer wieder um. Es beeindruckt mich jedes Mal, wie Du zu einem so kurzen Geschichtstext so viel Gedanken und Worten entwickeln und festhalten kannst. Alle Achtung!

Du hast übrigens ganz richtig gesehen, der Kalender ist noch nicht zu Ende. Es wird noch zwei Updates geben, eine Geschichte und ein Nachwort. Du darfst also gespannt sein! Den 13. Geschichtstext habe ich nebenbei heute erst verfasst, bin sehr stolz auf mein Werk und schon echt gespannt, wie es ankommt. Mein Bruder hat es heute durch Zufall gelesen und als ich ihn gefragt habe, ob er mir eine Stelle als Highlight nennen könnte, sagte er bloß der ganze Text sei ein Highlight. :-) Jetzt bin ich natürlich auf die anderen Leserstimmen gespannt – wenngleich ich sagen muss, dass es nicht ganz so positiv endet, wie dieser Text hier.

Ja, nach all den emotionalen Tiefflügen wollte ich auch mal zeigen, dass es Situation gibt die gut ausgehen, wo sich das Hoffen und Bangen ausbezahlt und man am Ende erleichtert aufatmen kann. Das ist ganz klar bei David und den anderen der Fall. Sie kommen nach Hause und auch für mich wäre das der perfekte Abschluss für einen solchen Kalender. Aber wie gesagt, da kommt noch was. Wobei, wenn ich es so betrachte, dann darf man dieses Kapitel doch als Schluss werten – das 13. Bild gehört nämlich nicht in den Vietnamkrieg… Aber jetzt habe ich schon viel zu viel verraten. ;-) Du wirst dich bis Weihnachten gedulden müssen. (Und dann wird es natürlich pünktlich zum 1. Januar mit dem neuen Kalender losgehen.)

>>[Es] kann nicht jeder nur mit Worten ein Bild malen oder einen Film drehen<< Da sagst Du etwas sehr wahres. Mein Leitspruch dazu lautet: „Fanfiction? Das sind die Bilder im Kopf, die rauschen…“ Eine gute Fanfiction ist eben halt doch wie Film. Man sieht die Charaktere vor sich, hat ihre Stimmen im Ohr und hört sie neue Sätze in den Mund nehmen, sieht sie in ihrer zum Teil bekannten Umgebung sich neu bewegen – und blickt doch in Wahrheit die ganze Zeit nur auf Text. Das ist Magie!

Ich freu mich, dass Du deinen eigenen „Liebling“ gefunden hast. Daraus Hoffnung zu schöpfen, ist eine gute Sache, denke ich. Und mein besonderer Dank gilt natürlich deinen Fähigkeiten als Fehlerfee! Unterm Strich waren ja alle Buchstaben da, nur nicht am richtigen Platz, das habe ich gleich mal korrigiert und das „S“ von A nach B verschoben :D (Du verstehst schon, wie ich das mein, nicht wahr?)

Liebe Grüße und bis ganz bald
deine Ramona
01.12.2017 | 22:17 Uhr
zu Kapitel 13
Liebe Ramona!
Interessant, wie du das Foto und das Kapitel genannt hast.
ich hätte es diesmal ganz anders interpretiert, aber es passt fürs Jahresende.
Und das, was du beschrieben hast, das war sehr stimmig.

Danke für ein Happy End in diesem Monatskalender 2017,
etwas, das vielen Soldaten ja nicht vergönnt war.
Ein wirklich schöner Abschluss, danke!

Das war ein sehr schöner Kalender mit außergewöhnlichem Bildmaterial.
Ich werde ihn vermissen.
Ich mag den Krieg ja nicht, aber du hast wirklich sehr feinfühlig geschrieben.
Ich hätte da gerne für jedes Kapitel ein Sternchen vergeben :)
Es gäbe doch noch viele gelungene Fotos, nicht wahr? *hüstel*

In Wien hat es schon geschneit,
und ich wünsche dir noch einen schönen Dezember mit Weihnachtsstimmung.
Lieben Gruß.
R ஜ

Antwort von RamonaXX am 02.12.2017 | 22:42:16 Uhr
Lieber Spatz,

danke für dein Review.
Es ist wirklich schön, dass Du diesem Projekt so treu bleibst.
Und ja, ich hab mich irgendwie nach einem positiven Abschluss gesehnt.
Wobei "Abschluss" ja eigentlich zu weit gegriffen ist.
(Zwei Updates wird es noch geben.)

Dieses Bild war eines von denen, wo ich nicht sofort wusste was ich dazu schreiben soll.
Aber der Gedanken, dass sie am Ende nach Hause kehren, hat mir gefallen.
So ist dann "Going Home" daraus geworden.

Natürlich trifft das nicht auf jeden Soldaten zu.
Viele sind im Krieg geblieben.
Nicht nur die Toten, sondern auch jene deren Seele dort "gestorben" ist.
Um dem Ganzen eine Untermalung zu geben, habe ich im letzten Satz "alle" kursiv geschrieben.
Denn es waren eben nicht ALLE...

Ich schätze Mal wir lesen uns noch beim Bonus-Kapitel. ;-)
Viele, liebe Grüße
Ramona
25.12.2017 | 21:18 Uhr
zu Kapitel 12
Der Tod ist eine schleichende Katze, die einen unverhofft anspringt.
Mein Vater ist selbst mit der Sikorsky S 58 abgestürzt.
Die Folgen trafen die gesamte Familie, weil zwei Ärsche meinem Vater danach das Leben zur Hölle machten.

Beides angeblich bedeutende Politiker, wollten nicht wahrhaben, dass man mit einem Beckenbruch nicht mehr dienstfähig ist.

Als Zweites fällt mir ein, es gibt keine einfachen Aufträge im Krieg. Selbst der Gang zum Donnerbalken kann gefährlich sein.
Neben den Toten an der Front gab es viele, die an Krankheiten starben oder anders verunglückten.
Ich rate jedem jungen Menschen einmal auf einen Soldatenfriedhof zu gehen und die Namen samt dem Alter zu lesen.
Erst dann begreift man, dass man Glück hatte.

Heute ist es notwendiger als je zuvor an die Schrecken des Krieges zu erinnern. Wenn ich nur denke, was meine Mutter durchleben musste,
dann reicht es für Generationen und meinem Vater erging es kaum besser.

Krieg ist ein gefräßiges Monster, welches planlos, zufällig Leben zerstört.

Gruß Christian

Antwort von RamonaXX am 30.12.2017 | 16:50:09 Uhr
Hallo Christian,

Danke für das Beistreuen deiner persönlichen Erfahrungen. Ich finde so was sehr bewegend zu lesen.

>>Ich rate jedem jungen Menschen einmal auf einen Soldatenfriedhof zu gehen [...] Erst dann begreift man, dass man Glück hatte.<<
Was glaubst Du wie es mir geht? Jetzt mit 26, wo ich von den jungen Amerikanern in Vietnam lese und schreibe.
Und nachrechne, dass ich eigentlich laut Altersstatistik schon längst tot sein müsste, wäre ich mit ihnen in den Krieg gezogen.

Zum Thema >>einfachen Aufträge im Krieg<< ja, da kann man nachpfeilen.
Zumindest an der Formulierung, was ich auch getan habe. Routine gibt es durchaus schon....

>>Krieg ist ein gefräßiges Monster, welches planlos, zufällig Leben zerstört.<<
Dem kann ich kein vollendendes Wort mehr hinzufügen.

Viele Grüße
Ramona
16.11.2017 | 00:07 Uhr
zu Kapitel 12
So, hey, nach 15 Tagen schaffe ich es auch mal wieder ^^
Zwar schon spät, aber ich finde jetzt gerade zum ersten Mal wieder richtig Zeit *seufz*
Okay, wow. Und du sagst vielleicht, dass in diesem Text nicht viel Eigenleistung war, aber wie meine Eltern immer sagen: nur weil man eine gute Idee hat, heißt das noch lange nicht, dass man sie auch gut umsetzten kann, und entsprechend hast du vermutlich doch den Großteil der Arbeit gemacht, denn du hast das ganze ja in den kleinen kompakten Text gepackt und die Sätze ausformuliert und das ganze dann auch noch so gestaltet, dass man (ich) es wirklich sofort durch hatte, ohne es überhaupt zu bemerken. Ich war total überrascht, als die 500 Worte plötzlich vorbei waren. Das fühlte sich so wenig an. Also, im Sinne von, hier hätte ich gerne noch viel lieber mehr gelesen, als bei allem bisherigen.
Der "Es hatte lange gedauert [...]"-Absatz, war glaube ich meine Lieblingsstelle. Denn bis dahin war es wie eine leicht verschwommene Erinnerung, und dann in diesem Moment kam die Erkenntnis, dass es eben wirklich vorbei war. Das ist dir echt gut gelungen. Aber vielleicht war es auch der Absatz, in dem es darum ging, wie hilflos Clark sich gefühlt hat, denn ... wow, ist der mir unter die Haut gegangen. Der Rest war natürlich auch wirklich fantastisch zu lesen, aber die beiden Stellen waren für mich am Eindrucksvollsten, auch wenn ich auch Clarks ... "Panikattacke"(ich weiß nicht, ob es wirklich eine war, aber ich könnte es mir gut vorstellen, und ein wenig las es sich so) auch sehr eindrucksvoll geschrieben fand, besonders weil ich selbst solche Szenen meist überhaupt nicht hinbekomme.

... ich habe irgendwie das Gefühl, mein Review sei diesmal kürzer ausgefallen, aber ich fürchte ich bin wirklich ein wenig müde. Tut mir leid, eigentlich versuche ich darum immer, deine Texte dann zu lesen, wenn ich wirklich gut drauf bin, aber ich weiß nicht, wann ich wieder Zeit finde, darum ... nun ja ^^
Ich wünsche dir eine wundervolle gute Nacht und glg,
Riri

Antwort von RamonaXX am 24.11.2017 | 20:48:57 Uhr
Liebe Riri,

bei mir war es die letzten Tage sehr voll und so hat sich diese Review-Antwort immer weiter nach hinten verschoben… Aber nun ist Freitagabend und ich hole alles nach. ;-)

Was die guten Ideen und die Umsetzung betrifft, so haben deine Eltern wohl Recht (Grüße an dieser Stelle an die zwei). Dennoch hatte ich das Gefühl, dass die Geschichten zu den anderen Bildern „freie“ entwickelt sind. In diesem Fall habe ich andauernd gemerkt, dass sich beim Schreiben zu der Original-Fotostory zurückkehre und mir keine andere Geschichte – die das Bild mit Clark herleitet – einfallen will.

Ja, ja… 500 Worte sind verdammt kurz. Das fällt mir auch auf, aber erst wenn die Texte fertig sind. Beim Schreiben kommt es mir reichlich vor. Und ich hab nie Probleme all das, was ich zu erzählen habe, in den Worten unterzubringen. Aber wahrscheinlich gibt genau diese Wortbegrenzung und die damit verbundene Reduzierung auf das Wichtige den Texten ihre Wirkungskraft?

„Helpless“ – Es war das erste Wort, was mir zu dem Bild eingefallen ist, als ich es angesehen habe. Gerade deshalb, weil „Clark“ auch ganz alleine darauf abgebildet ist. Für mich ist der Absatz mit der Hilflosigkeit der Höhepunkt.

>> besonders weil ich selbst solche Szenen meist überhaupt nicht hinbekomme<< Huhi… *Ramona staunt und fühlt sich geschmeichelt* Da werd ich mir ein Ei drauf backen! :D

Kann schon sein, dass dieses Review etwas kürzer geworden ist. (Kommt mir auch so vor.) Aber sei unbesorgt, ich zähle keine Worte… also zumindest nicht bei Reviews. ;-) Du bist auch so einer meiner Stammleser auf dessen Meinung und Einschätzung ich mich immer sehr freu, wenn ich etwas Neues poste… Ich freu mich, dass Du in diesem Fall deiner Müdigkeit getrotzt hast und mir wieder einmal deine offene und ehrliche Meinung dagelassen hast. Du bist die Beste! *Ramona knuddelt Riri*

Wir lesen uns!
deine Ramona
01.11.2017 | 19:38 Uhr
zu Kapitel 12
Liebe Ramona,

dieses Bild geht einem schon ohne Worte ans Herz und beschreibt mehr, als Worte es jemals vermögen könnten. Man fühlt sich beim Betrachten selbst hilflos. Gern würde man diesen erschütterten und tief traurigen Soldaten trösten, doch auch dafür gibt es keine Worte, keine, die den Schmerz lindern könnten.
Umso beeindruckender ist also die Geschichte rund um dieses November-Bild. Es erzählt ein ganz persönliches Schicksal und zeigt, dass man nicht immer helfen kann, dass man nicht immer zur rechten Zeit am rechten Ort sein kann, dass man Unheil nicht immer abwenden kann. Tiefe und schmerzliche Gefühle erschüttern sein Inneres und selbst sein Körper beugt sich unter der erdrückenden Last der Hilflosigkeit.
Dieses Kalenderblatt war eines der emotionalsten und zeigt wieder - Krieg ist Sch.....!!!!

hab vielen Dank für deine Betrachtung, wie immer sehr gelungen.

herzliche Grüße
deine Maggie

Antwort von RamonaXX am 01.11.2017 | 21:19:11 Uhr
Guten Abend Maggie,

nun, was soll ich sagen.... Als ich diesen Text vor zwei Wochen geschrieben habe und er fertig war, war ich selbst etwas erschüttert, wie tief er geht. Wie zum Schluss erwähnt, stützt er sich ja sehr stark auf die gesamte Fotoserie, aber offensichtlich ist es genau das, was dem Text so viel zu geben scheint. Es kommt mir so vor, als hätte ich die Emotionen der anderen Bilder hier mit hinein "geschrieben". (Hast Du dir die Fotostory angesehen?)
>>Gern würde man diesen erschütterten und tief traurigen Soldaten trösten<< Genau das ist es, was ich auch gefühlt habe und was mich dazu bewogen hat, dieses Bild mit in meinem Kalender aufzunehmen. (Waren ja nur rund 1200 Stück, die zur Auswahl standen. *Sarkasmus off*) Ohne mich selbst Loben zu wollen, möchte ich sagen, dass dies einer der besten Texte ist. >>Es erzählt ein ganz persönliches Schicksal<< Das ist wohl etwas, was, so denke ich, alle Texte gemeinsam haben. Sie bilden unterschiedliche Schicksale ab und nehmen unterschiedliche Blickwinkel in Bezug auf den Krieg ein. Ich freu mich, dass dich dieser Blickwinkel mitgenommen hat.

Liebste Grüße
deine Ramona

P.S. >>Krieg ist Sch.....!!!!<< Stimmt. Und ich zähle mich zu jenen, die anderen erzählen wie sehr er "stinkt"! ;-)
01.11.2017 | 12:23 Uhr
zu Kapitel 12
Liebe Ramona!
Ahh, der November ist da - und mit ihm dein neuestes Kalenderblatt :)
Das Jahr ist fast um, dein Experiment ein voller Erfolg.
Ich mag diese freie Kolumne sehr,
vielleicht sogar am meisten von deinen Fanfiction-Kriegsstories,
sie ist auch schreiberisch sehr gut gelungen.
Nur mehr 1 Kapitel? Wo es doch noch so viele Bilder gibt... Hmmm? *dich stups*

Vermutlich hat nichts Männer je stärker zusammengeschweißt als Kriegseinsätze.
Ich hab mir auch die ganze Bilderserie angeschaut.
Der Fotograph ist mit 44 J. dann auch während einer Kriegsberichterstattung erschossen worden.

Ich kann das ja akzeptieren, dass es eine Bedeutung hat, das Grauen des Krieges damals zu dokumentieren, daraus erwuchs auch die Friedensbewegung.
Aber ich könnte kein Reporter sein, der Menschen im größten Schock oder Schmerz das Mikro unter die Nase hält oder fotografiert. Nein, dazu bin ich nicht gemacht.
Also ja, ich verstehe den Beruf des Kriegsberichterstatters, überhaupt früher, als es noch kein Internet gab.
Ich verstehe die Menschen nicht, die freiwillig in diese Gegenden fahren ohne Soldat zu sein. Adrenalinjunkies?

Und ich verstehe nicht, wieso Phil verbluten musste, wenn da jemand im Flugzeug war, der nicht beide Hände voll zu tun hatte.
Ich hätte meine Hände auf die Wunde gepresst statt auf den Kameraauslöser.

Du erfüllst Fotos mit Emotionen, mit Leben!
Ganz liebe Grüße.
R ⌘

Antwort von RamonaXX am 01.11.2017 | 19:52:06 Uhr
Liebe Net Sparrow,

ja, in diesem Monat war ich mal wieder pünktlich. ;-)
Ist der angenehmen Tatsache geschuldet, dass ich heute Vormittag nicht arbeiten musste. *freu*
Und es stimmt, wenn ich mir meine Statistik anschaue, dann ist mein "kleiner" Kalender tatsächlich mein "größter" Erfolg.
Oft sind es die langen, umfangreichen Geschichten, die die Leser anziehen und vielfach reviewt werden.
Aber hier zeigt sich: auch mit Minimaleismus kann man etwas bewegen. *stolz bin*

Wie nah es zwei Menschen zusammenbringen kann, die gemeinsam "dem Tod von der Schippe springen", weiß ich nicht.
Aber ich versuche es immer wieder auszuloten und mich dem auf verschiedenen Wegen zu nähern.
Der "Weg" von Clark ist einer davon.

Was Larry Burrows und die anderen Fotografen betrifft, so werde ich wohl ein Bonus-Kapitel mit ihren Kurz-Bios anhängen, denke ich.

Nein, ich kann mir das auch nicht vorstellen mit einem Kriegsberichterstatter den Job zu tauschen.
Dass müssen schon Menschen von einem ganz besonderen Schlag sein.
Andersherum bewundere ich ihre Arbeit!
Hätten sie diese Bilder nicht gemacht, gäbe es keine Erinnerung an den Vietnamkrieg.
Natürlich ist Krieg etwas schlimmes und die Leute erinnern sich lieber an schöne Dinge.
Aber die Auseinandersetzung damit halte ich dennoch für wichtig.

>> ich verstehe nicht, wieso Phil verbluten musste<< Sehr gute Frage!
>>Ich hätte meine Hände auf die Wunde gepresst statt auf den Kameraauslöser.<<
Zu meiner eigenen Schande muss ich gestehen, dass mir dieser Gedanke noch kein einziges Mal gekommen ist.
Obwohl ich schon so viel Zeit mit diesem Foto (und der Serie) verbracht habe. *schäm*
Danke für den tiefsinnigen Anstoß!

Viele Grüße
Ramona

P.S. An dieses Review werde ich mich noch lange erinnern. Es ist mein 400-tes!
23.12.2017 | 01:42 Uhr
zu Kapitel 11
Danke, es fehlte noch. Dieser Zwiespalt zwischen den Familienmitgliedern und der Gesellschaft.
Die Frauen Daheim und die Familien litten jeden Tag, jede Stunde und immer wieder.

Kriege sind Seelenfresser, die einem langsam die Kraft zum Leben nehmen. Die Frauen litten immer, denn
zwischen Hoffen und bangen zu leben zermürbt genauso wie der Dreck und das klima, dem die Soldaten ausgesetzt waren.

Dieses Kapitel hast Du mit der Sanftmütigkeit einer Dampframme klar herauskristallisiert.

Gruß Christian

Antwort von RamonaXX am 26.12.2017 | 17:33:15 Uhr
Oh, das Bild von "Marcus" - definitiv in meinen TOP 3 in diesem Kalender.
Man kann so unglaublich viel in diesen tiefen Blick und dieses feine Lächeln rein interpretieren.
Und da es mich bei jedem Bild gereizt hat einen neuen Ausschnitt zu zeigen, ist es hier der Blick nach Hause geworden.
Bzw. der Blick von der Heimatfront in den Krieg - verschwommen, undurchsichtig, von den Medien verschleiert und geschönt.
Da sind die Brief, die nach Hause gehen wohl noch am nächsten an der Wahrheit - wobei da ja auch Zensur eine Rolle spielt.

Die >>Sanftmütigkeit einer Dampframme<<, das gefällt mir! Danke für dein Review.

Viele Grüße
Ramona
27.10.2017 | 16:55 Uhr
zu Kapitel 11
So, hi,
ich komme jetzt auch endlich mal zum Lesen. Zwar ebenfalls mit Verspätung, aber Der Monat hat ja immer noch vier Tage übrig, also habe auch ich noch etwas Zeit, um mir den Kalendereintrag anzusehen …
… der wieder einmal wirklich interessant war. Und meintest du nicht, der Oktober sei dein Lieblingsbild? Denn ich glaube, der Meinung könnte ich mich in Bezug auf die Texte (bisher) anschließen. Es war ja der erste Monat, der aus Sicht eines Außenstehenden geschrieben war. Oder, na ja, eines nicht-Soldaten, denn Kate ist ja durchaus auch betroffen, und entsprechend war es echt spannend, zu lesen, was du so daraus gemacht hast.
Schon den ersten Absatz fand ich sehr gelungen. Ich konnte mich unglaublich gut in Kate hineinversetzen, und ihre Sorge nachvollziehen, was aber ganz vielleicht auch daran liegt, dass ich einen kleinen Bruder habe, und wenn ich mir vorstelle, dass das käme, und dann Funkstille? Schrecklich. Und die drei kurzen Sätze da in dem Absatz (Danach nichts mehr. Funkstille. Seit über drei Wochen.) klangen auch noch einmal (fand ich) sehr endgültig, was der Situation irgendwie noch einmal mehr ... Nachdruck verliehen hat.
Bei dem "Briefe [...]"-Absatz, lief mir echt ein kalter Schauer über den Rücken. Das wirkte auf mich wie wandernde Gedanken, die aber immer wieder zu dem gleichen Punkt zurückkehrten. Sicher, es waren nur vier Sätze, aber darin steckte wirklich viel Gefühl.
Und dann am Ende wäre doch tatsächlich fast mein Herz stehen geblieben. Ich liebe es, wie du diese Widersprüche aufzählst, die sie in dem Bild sieht, und die sie aus ihrer Erinnerung kennt. Das Gefühl kenne ich super. Vielleicht bei mir nicht mit Bildern, aber bei meinem Bruder habe ich eben manchmal immer noch den kleinen Knirps von vor Jahren im Sinn, und wenn ich ihn dann jetzt manchmal sehe, dann ... na ja, ist er ja fast schon erwachsen geworden. Und natürlich ist es nicht ganz das gleiche, und bei Marcus sind die Umstände ganz andere, aber ... wow. Ja. Ich weiß definitiv (zumindest halbwegs) wie sie sich fühlt, und ich fühle mit ihr. Ich hoffe wirklich, dass Marcus heil zurückkommt, und dass es "nicht die letzte Aufnahme [von ihm] sein [wird]." (was für ein letzter Satz, ehrlich)
Okay, und dann will ich mir jetzt auch mal das inspirierende Bild ansehen ... wie? Wie machst du das? Also, ich habe mir ja schon gedacht, dass das auf dem Bild sein würde, aber ... daraus auf diese ganzen Ideen kommen? Wow. Ich bin sprachlos ... ich würde das nie schaffen ...
So, aber jetzt ziehe ich auch mal wieder weiter *noch immer die Daumen drück, dass Marcus zurück kommt* und wünsche dir noch einen schönen Nachmittag und ein schönes (langes?) Wochenende.

Liebste Grüße,
Riri

Antwort von RamonaXX am 08.11.2017 | 22:21:59 Uhr
Hallo liebe Riri,

ja, ja… Die Zeit vergeht echt schnell. Ich bin selbst etwas erschrocken, dass das Jahr schon fast rum ist. Andererseits hat das stetige Fortschreiten ja auch etwas Gutes – ich kann viele eindrucksvolle Kapitel zu meinem Vietnam-Kalender posten. *freu*

Und Du hast vollkommen recht, der Oktober ist mein Lieblingsmonat; auf verschiedene Weise. Das hat ersten etwas damit zu tun, dass ich Mitte Oktober Geburtstag habe. Und zweites, dass der Oktober immer – also ich meine wirklich IMMER – von allen Motiven das hässlichste Kalenderblatt hat! Kein Scherz, wann immer ich mir einen Kalender anschaue (egal ob da „wilde Tiere“ oder „nackte Frauen“ drauf sind), gefällt mir das Oktoberbild am aller wenigsten. Also habe ich das für meinen eigenen Kalender selbstredend besser gemacht und mir für den Oktober das schönste Bild rausgesucht. So viel zu dem Monat an sich…

Zu dem Motiv kann ich sagen, dass sich sehr, sehr an dem Bild hänge. Das Foto wurde von Horst Faas aufgenommen, einen deutschen Fotografen. Es war das allererste Bild, das ich für diesen Kalender ausgewählt habe und für mich sticht es bis heute aus den 12 hervor. Über das Jahr hinweg habe ich mich so sehr in diese Bild „verliebt“, dass ich mir einen Fotoabzug davon gekauft habe und ihn hab rahmen lassen… Zurzeit steht das Porträt von „Marcus“ in meinem Zimmer, da an den Wänden kein Platz mehr zum Aufhängen ist. Aber er schaut mich jeden Tag an, wenn ich zu meinem Schreibtisch gehe!

>> Okay, und dann will ich mir jetzt auch mal das inspirierende Bild ansehen ... wie? Wie machst du das?<< Das waren wieder solche Worte, wo ich beim Lesen so laut zu kreischen angefangen habe, dass mein Bruder mich später beim Essen gefragt hat, ob ich noch alle Tassen im Schrank hätte? *Ramona erinnert sich an ihren Lachflash und fängt schon wieder an zu kichern* Tja, wie mach ich das? Eigentlich ganz einfach. Ich setze mich hin und starre auf das Bild, bis mir was einfällt. Und wenn ich die erste Idee habe, dann stehe ich meistens auf, laufe durchs Zimmer und spreche mir die Gedanken laut vor. Ich tauche ein. Trete in Kontakt mit dem Menschen auf dem Bild. Stelle Fragen an ihn. (Wo bist Du gewesen? Was hast Du gemacht? Wie geht es dir? Was empfindest Du jetzt in diesem Augenblick?) Und wenn ich das so zwei, drei Stunden gemacht habe, dann kommen da eben solche Texte bei raus. *Schulterzucken* SO mach ich das. ;-)

Was Kate übrigens in dem Bild von Marcus sieht, ist genau das was ICH in Marcus sehe. Der Widerspruch ist 1:1 das, was mich an dieser Aufnahme so unfassbar fasziniert. Und solange wie dieser Widerspruch zwischen Blick und Lächeln für mich nicht geklärt ist, wird mich „Marcus“ wohl begleiten und mich täglich an meinen kreativen Arbeitsplatz, meinen Schreibtisch, empfangen. :-) Vielleicht schaue ich eines Tages auf das Bild und erkenne die Antwort…?

Liebste Grüße und tausend Dank für dein tolles Review.
deine Ramona

P.S. Nein, ich hatte leider kein langes Wochenende. Aber macht ja nix.
03.10.2017 | 19:37 Uhr
zu Kapitel 11
Liebe Ramona,

das ist ja wirklich ein Sonnenscheinen, den du dir da rausgesucht hast. Nicht zu glauben, dass er erst 17 ist. Seiner Jugend ist es wohl geschuldet, dass er den Krieg als Abenteuer sieht, oder zumindest gesehen hat, bevor er nach Vietnam kam. Wie er, werden wohl viele gedacht haben, doch alle wurden recht schnell eines besseren belehrt. So hieß es von gleich auf jetzt nur noch überleben. Dem Vaterland dienen? Wer hatte dort schon noch Zeit, darüber nachzudenken?
Seine kleine Schwester macht sich zu Recht Sorgen um ihren Bruder. So viele sind schon nicht mehr zurückgekehrt. Was für ein furchtbares bohrendes Gefühl muss das sein, jeden Tag auf Post zu warten und immer zu hoffen, dass ihre schlimmsten Befürchtungen sich nicht bewahrheiten mögen.

liebe Grüße
Maggie

Antwort von RamonaXX am 06.10.2017 | 19:13:45 Uhr
Liebe Maggie,

vielen Dank für dein Review. Ich habe mich sehr gefreut auch auf diesem Kanal wieder etwas von dir zu hören, bzw. zu lesen. Dass ist echt immer das Schönste, wenn man als Autor sieht, dass die Leser dranbleiben, eine Geschichte konstant verfolgen und schon beinah wie eine Katze auf die Updates lauern...
Müsste ich aus den 12 Bilder ein Lieblingsbild auswählen, wäre es wohl der Oktober. Auf Platz 2. käme der Mai mit Richard und auf Platz 3. Peter und Kyle im April.
Wie alt der Junge auf dem Bild tatsächlich war, kann ich gar nicht mehr sagen. (Müsste ich erst nachgucken.) Was ich aber noch weiß, ist, dass er nicht in Vietnam gestorben ist, sondern in den 80ziger in den USA. Immer noch ziemlich jung, wenn man bedeckt, dass die meisten der Vietnam-Vets in den 40ziegern geboren wurden... :-(
Ich mag es möglichst viel Blickwinkel in Bezug auf den Krieg "abzugrasen". Hier war es jetzt die Sicht, der Familie, die Zuhause sitzen und bangen müssen. Wollen wir mal hoffen, dass die nächsten Kapitel auch noch ein paar neue Perspektiven bereithalten. ;-)

Liebe Grüße
Ramona
03.10.2017 | 17:50 Uhr
zu Kapitel 11
Liebe Ramona!
Das Kapitel war sehr gut,
spielt es einmal nicht in Vietnam sondern bei der Familie der vielen jungen Burschen da drüben.

Auch mir ist sofort beim Anklicken des betreffenden Fotos aufgefallen,
dass diese 3 Sachen nicht zueinander passen.
Der Gesichtsausdruck ist ein ganz eigener.
Sonnigen Gruß.
R ☀

Antwort von RamonaXX am 03.10.2017 | 19:25:42 Uhr
Hallo Net Sparrow,

ich meine mich zu erinnern, dass Du mich mal gefragt hast, wer sich solche Bilder an die Wand hängt...
(Weil man ja die meisten der hier verarbeiteten Werke als Poster käuflich erwerben kann.)
Nun, die Antwort ist ganz einfach: Ich.

Das Bild von "Marcus" hängt, bzw. steht (aus Platzmangel) tatsächlich bei mir im Zimmer.
Was Kate beschreibt, sind haargenau meine Gedanken zu dem Bild.
Und weil auch ich das Rätsel nicht lösen konnte, wollte ich dieses Bild unbedingt habe.
(Mit 80 x 60 cm ist meine gerahmte Ausgabe nicht gerade klein.)

Viele Grüße
Ramona
23.12.2017 | 01:20 Uhr
zu Kapitel 10
Hallo Sergeant Ramona,
fein beschrieben. da gibt es Gegner und die Natur, beides stellte sich gegen die Soldaten.
im Militär haben sich für solche Aufgaben nette Begriffe eingeschlichen.
Führen heißt Verantwortung tragen und das Bild hast Du richtig und militärisch
klar vermittelt. Ein Feldwebel ist alles zugleich, ein Teufel, ein Engel, der Antreiber, der
Feldgeistliche, und dann noch der Prügelknabe, wenn etwas schief läuft.

ich glaube ich muss Dich befördern, zum schweren Raketenstuffz. Bei general muss ich aufhören.

Leider.

Gruß Christian

Antwort von RamonaXX am 26.12.2017 | 17:26:49 Uhr
Oh, Beförderung? Na da freu ich mich aber!
Erinnerst Du dich, dass Du mir schon vor einer ganzen Weile gesagt hast, dass ich mehr weiß als die meisten Mannschaftssoldaten?
Jetzt bin ich schon Unteroffiziere, und lass dir gesagt sein, ich werde die imaginären Streifen mit Stolz tragen.
Denn stolz bin ich ganz gewiss auf meine Arbeit.

Die Rolle der NCOs - wie sie im Englischen heißen und dessen Begriff mir geläufiger ist - hat mich schon früh interessiert.
"Schlechte" noncoms können einem das Leben zur Hölle machen und "gute" das Überleben ggf. sichern.
Ihre Funktion als Bindeglied zwischen der Mannschaft und den Offizieren ist nicht zu unterschätzen.
Deshalb hier der Mittelpunkt auf den Feldwebel/Sergeant.

Viele Grüße
Ramona
03.09.2017 | 21:16 Uhr
zu Kapitel 10
Liebe Ramona,

wieder eine zu Herzen gehende Betrachtung zu einem zu Herzen gehenden Bild. Nein, ich bin eigentlich nicht mitgerissen von diesem Thema, aber wenn du darüber schreibst, berührt es mich irgendwie. Man fühlt mit, mit den Männern, die da in ihrer schweren Ausrüstung durch den stinkenden Sumpf waten. Was mag ihnen dabei durch den Kopf gehen? Wie verkraftet das so ein "Frischling", wenn er um sich herum seine Kameraden sterben sieht? Es ist paradox, doch man würde es nicht mal merken, wenn sich einer von ihnen vor Angst in die Hose macht. Die ist ja sowieso nass. Was gibt ihnen nur die Kraft, weiter zu gehen? Das frage ich mich bei diesem Bild.
Umso schwieriger die Aufgabe von Sergeant Jones. Er muss die Truppe nicht nur zusammenhalten, sondern möglichst auch motivieren und den Jungs irgendwie die Angst nehmen. Und bei all dem auch noch auf der Hut sein vor dem unsichtbaren Feind, der überall lauern könnte, sogar unter Wasser.

meine herzlichsten Grüße
deine Maggie

Antwort von RamonaXX am 04.09.2017 | 13:00:59 Uhr
Liebe Maggie,

wie schön, dass Du wieder Zeit zum Lesen und Reviewen findest. Dass gönne ich dir von Herzen und dass es dann auch noch meine Geschichten sind, die dich anziehen, erfreut mich sehr. Der Vietnam-Kalender ist sicher nicht das, was man entspannend nennen kann. Aber weil er mit viel Herzblut geschrieben ist und eben doch auf feinfühlige Art unter die Haut geht, hat er wohl eine so große Anhängerschaft.
>>Wie verkraftet das so ein "Frischling", wenn er um sich herum seine Kameraden sterben sieht?<< Oh! Da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Das zu Verallgemeinern würden den Menschen, die so was erlebt haben aber nicht gerecht werden. Insofern würde ich mich verleiten lassen, zu sagen, es kommt drauf an, wie psychisch stabil derjenige ist und - ganz wichtig - wie gut er sich selbst und die Dinge kennt, die ihm Sicherheit geben können. Für manchen ist es schon hilfreich sich nah bei der Gruppe aufzuhalten. Andere brauchen realen, physischen Kontakt, um von so was wieder "runter zu kommen". Aber ich schweife ab...
Als Sergeant gehört Jones zu dem, was wir im Deutschen "Unteroffiziere" nennen. Ich hab verschiedene Quellen angezapft und auch mit zwei echten Soldaten darüber besprochen. Fazit: Nichts kann eine Truppe besser zusammenhalten als ein guter und erfahrener Unteroffizier. Wenn diese Leute gut sind, fungieren sie als perfektes Bindeglied, zwischen den höher gestellten Offizieren und den untergeordneten Mannschaftssoldaten. So einer ist wohl Jones.

Liebe Grüße an dich
Ramona
03.09.2017 | 00:26 Uhr
zu Kapitel 10
Hey,
wie ich sehe bist du gut zuhause angekommen, das freut mich sehr. Und tatsächlich hast du also auch heute noch das Kapitel hochladen können - das freut mich gleich noch viel mehr ;)
Dann habe ich ja noch ein klein wenig was zu lesen, bevor ich gleich ins Bett gehe. Und auch wenn es vielleicht keine wirklich gute Gutenachtgeschichte war, so muss ich dennoch sagen, dass mir dein OS wieder einmal gut gefallen hat.
Die Gefühle/Gedanken kamen super rüber, und ich habe mich ja beim Lesen die ganze Zeit gefragt, was für ein Bild es wohl war, das dich darauf gebracht hat, etwas derartiges zu schreiben, denn mir kamen beim Lesen so viele Bilder und Anblicke in den Sinn, und ich konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, was für ein Bild es gewesen sein musste, um auf eine solche Geschichte zu kommen. Denn das ist es irgendwie, auch wenn es nur 500 Worte sind: eine Geschichte. Ich hatte so richtig einen Film vor meinem inneren Auge laufen, und tatsächlich hatte ich auch bei jedem Wort mehr das Gefühl, eigentlich eher eine Art ganzes Buch zu lesen, weil ich aus irgendeinem Grund das Gefühl hatte, wie in einem Buch mit jeder weiteren Seite sehr viel neues über den Charakter zu lernen. Und natürlich habe ich auch ein bisschen was über Jones gelernt, aber vom Gefühl her kommt es mir vor, als hätte ich ihn auf einer richtigen Reise begleitet, und nicht "nur" auf einen 500 Worte langen Ausflug, falls du verstehst was ich meine.
In dieser Hinsicht finde ich dieses Kapitel vielleicht sogar etwas besser, als die vorherigen, denn bei denen war ich zwar gefühlt auch "live mit dabei", aber hier kam es mir eben einfach wie viel mehr vor. Vielleicht, weil du auch Erfahrungen mit eingebracht hast, die er schon von früheren Erlebnissen hatte, und dann das, was zuvor mit der Falle passiert ist, und überhaupt was er tut/was seine Aufgaben sind.
Und tatsächlich ist es auch so, dass sich meiner Meinung nach in diesem Monat die ganzen Worte so gut gegenseitig ergänzen, dass ich mir nicht einmal dann eine Lieblingsstelle raussuchen könnte, wenn ich müsste. Es baut einfach alles zu gut aufeinander auf, wie ich finde, um auch nur ein einziges Wort rauszunehmen.
Also ja, fand ich auf jeden Fall unglaublich gut gelungen.
Und dass das Bild, das ich mir dann am Ende angesehen habe, vergleichsweise doch sehr friedlich aussieht, hätte ich hier gar nicht gedacht. (Wobei der OS ja an sich ja eigentlich auch sehr friedlich ist, nur die Erinnerungen sind ziemlich blutig.)
Nun gut, ich wünsche jetzt eine gute Nacht, wir lesen uns, und ganz liebe Grüße,
Riri

Antwort von RamonaXX am 04.09.2017 | 12:47:58 Uhr
Hallo Riri,

ja, ich bin gut und pünktlich wieder zu hause angekommen. Die Rückfahrt ging echt schnell und so war dann auch die Zeit da, wie geplant das Update nachzuholen.
Gelesen sind diese Mini-Geschichte mit ihren 500 Worten ja doch recht schnell. Da dauert das Schreiben doch schon erheblich länger. Und ob man sie vor dem zu-Bett-gehen lesen sollte, nun ja, dass ist wohl ein Frage, ob man weiß worauf an sich da einlässt. Du, als geübter Leser meiner Texte, hast ja eine Erwartung und weiß ja, dass es hier nicht um Fluff geht. Also denke ich mal, dass es in deinem Fall nichts macht, sich vor dem Schlafen noch ein wenig Input zu geben.
Wie Geschichte und Bild zusammenfinden, erstaunt mich auch hin und wieder noch. Vor allem wenn ich die begeisterten Reviews der Leser sehe. Dabei fange ich eigentlich immer gleich an. Ich drucke mir das Bild aus und schau immer wieder drauf, um zu sehen wo meine Augen am häufigsten landen. Dann habe ich den Fixpunkt und (er)kenne irgendwann die Hauptfigur und das Thema. Als nächstes bekommen die Figuren Namen und dann einwickelt sich der Plot. Ich nutze das Bild aus Momentaufnahme, als Ausschnitt. Es gibt Dinge, die davor passiert sind, und Dinge, die danach passieren werden. Beides fließt in den Plot mit ein und so entsteht wohl das Gefühl ein Geschichte mit einem größeren Handlungsbogen zu lesen, auch wenn der Text "nur" 500 Worte umfasst.
Die Figur von Jones war hier für mich der Magnet in diesem Bild, also ist die Handlung um ihn herum entstanden. Ich finde er wirkt in seiner Körperhaltung sehr beherrscht und gewissenhaft. Es weiß einfach was er da tut, folglich muss er Erfahrung habe. Und so bin ich auf die Vergangenheit von Jones gekommen. Es hat nicht mehr sooo viel mit der Szene zu tun, in der er sich jetzt befindet. Aber seine Erinnerungen wirken in den Augenblick eben doch sehr lebendig. Es ist wieder ein Wasserloch, es ist wieder eine Kolonne, die dadurch watet. Und es ist wieder dieses ungute Gefühl, das etwas schief gehen kann.
Ich danke dir für deine vieles Lob. *mich sehr freu* Dass das Kapitel so gut ist, dass Du es nicht versuchen magst eine Lieblingstelle zu benennen, ist ja auch eine große Form der Anerkennung. Vielen Dank! Ich hoffe sehr, die restlichen Monate können auch so gut Punkten. Und wer weiß, vielleicht hast Du ja nach allen Geschichten, die Du dann gelesen hast sogar einen Lieblingsmonat?
Ja, das Bild an sich erzeugt keine Aufregung beim Betrachten. Der Nervenkitzle kommt durch Jones' Erinnerungen und Gedanken. Bilder zu Interpretieren ist eben ein ganz individuelle Sache. ;-)

Ich freu mich auf dein nächsten Review!
Viele Liebe Grüße zurück
Ramona
02.09.2017 | 21:32 Uhr
zu Kapitel 10
Liebe Ramona!
Als ich das Foto anklickte, dachte ich nur:
Wie eklig.
Dreckiges, bakterienverseuchtes, brunzwarmes Wasser vermutlich mit Blutegeln drin.
Eh schon unerträglich hohe Luftfeuchtigkeit und dann noch in den pitschnassen Klamotten (und Schuhen) marschieren,
das gibt entweder Pilzinfektionen oder aufgeriebene Haut.
Sie müssen froh sein, dass kein Feind auf Lauer liegt,
aber ich schätze mal, der Dschungel zermürbt sie alleine genug.

Du hast ein Händchen bei der Bildauswahl.
Danke fürs neue, gelungene Kapitel
und noch ein schönes Wochenende!
R ❀

Antwort von RamonaXX am 03.09.2017 | 13:55:27 Uhr
Liebe Net Sparrow,

wie immer ist der flinke Spatz, der erste mit einem Review.
Das Foto war eines der letzten, dass es in die Auswahl geschafft hat.
Ich fand es verhältnismäßig friedlich, das es keine Kampfszene
und auch keine müden und erschöpften Gesichter zeigt.
Es ist einfach ein Stückchen Alltag aus Vietnam.
Genau das, was ich einfangen wollte.

Und ja, wenn man Berichte sucht und ließt,
erfährt man oft, dass der Kampf gegen den Dschungel schlimmer war,
als gegen den eigentlichen Feind.
Deine Gedanken dazu sind absolut zutreffend.
Das nächste Bild wird wieder etwas tiefgründiger...

bis zum nächsten Mal!
Ramona
23.12.2017 | 01:10 Uhr
zu Kapitel 9
Hier steht der Mensch scheinbar im Vordergrund.
Aber wieder diese bohrende Zweifel. gefühle und Ungewissenheit können einen innerlich zerreißen.
Dazu die militärischen Drogen, die anderen Drogen, der Suff. Für viele junge Kerle eine zu große Last.

Mir fällt auf, Du spielst geschickt mit den Gefühlen. Offensichtliches ist da, aber dann auf den Ring zu kommen und direkt darauf af die Politik, das ist genial.

Ich ziehe meinen Hut, ein prima Setting.

Gruß Christian

Antwort von RamonaXX am 25.12.2017 | 18:19:42 Uhr
Hallo Christian,

zu "John" ist es mir wieder deutlich schwere gefallen etwas zu schreiben.
Aber offensichtlich konnte ich das auch hier gut verstecken. ;-)

Ich denke ist etwas, dass alle Text gemeinsam haben.
Sie beschäftigen sich mit dem Innenleben der Figuren,
sie beziehen das Äußere mit ein und enden aber bei menschlichen Kerngefühlen.

Danke für den Kompliment zum Setting.
Die Kombination aus Gefühlen - Ring - und Politik ist einfach so aus mir hinaus geflossen.
Keine große Kunst, in meinen Augen.

Viele Grüße
Ramona
01.08.2017 | 22:28 Uhr
zu Kapitel 9
liebe Ramona,

als hätten es die Soldaten im Krieg nicht schon schwer genug. Die Trennung von zu Hause, die ungewohnte Umgebung, das ewig feucht-warme Klima und der Feind, zu dem man eigentlich gar keine Beziehung hat. Man war hier um dem Vaterland zu dienen, um zu überleben und das Ganze irgendwann hinter sich lassen zu können. Die ganze Aufmerksamkeit sollte diesem Ziel dienen, doch da waren da noch die Gedanken, die sich ganz zwangsläufig aufdrängten. Was ist, wenn ich nach Hause komme? Wird alles so sein, wie früher? Wird sie noch da sein und wird sie mich noch lieben? Wird sie mich noch lieben können, wenn ich mich durch meine Erlebnisse hier im Feindesland verändert habe? Armer John - er ist nur ein Beispiel für die vielen jungen Männer, deren bisheriges Leben der Krieg völlig aus der Bahn geworfen hat.
Ich wünsche ihm, dass er heil wieder zurückkehrt zu seiner Melissa und dass ihre Liebe stärker ist, als der Krieg.

ganz liebe Grüße
deine Maggie

Antwort von RamonaXX am 03.08.2017 | 19:35:38 Uhr
Guten Abend Maggie,

wenn ich so dein Review durchlese, muss ich trotz des bedrückenden Themas schmunzeln. Du stellst genau die richtigen Fragen. Die Fragen, die ich mir auch gestellt habe, bzw., die die mir beim Betrachten von Johns Bild in den Sinn gekommen sind. Es ist tatsächlich so, dass ich mich optisch recht schnell auf den Ring fixiert habe und so ist nach und nach dieser One Shot entstanden.

Wenn gleich alle Fragen ihre Berechtigung haben, so geht mir doch eine besonders nah: >>Wird sie mich noch lieben können, wenn ich mich durch meine Erlebnisse hier im Feindesland verändert habe?<< Da steckt viel drin. Nicht nur die Angst von einem geliebten Menschen nicht wiedererkannt zu werden, sondern auch die Gewissheit sich selbst verändert zu habe. Das ist wohl auch eine dieser besonders schlimmen Sachen am Krieg. Menschen, die damit in Berührung gekommen sind - egal auf welche Weise - sind danach nicht mehr so wie davor...

Ich danke dir ganz herzlich für dein Review! Und bin immer noch der Meinung, dass Du mit deinen ersten Gedanken zu "John" auf der richtigen Spur gewesen bist. ;-)

Viele Grüße
Ramona
01.08.2017 | 22:16 Uhr
zu Kapitel 9
Hey, ich mal wieder,
und wir immer habe ich zwar bemerkt, dass der Monat um ist, aber wirklich mitbekommen hat mein Gehirn es erst, als ich den Alert gesehen habe. Immer wieder eine schöne Sache ^^
Ich finde auf jeden Fall wieder einmal wirklich interessant, was du aus diesem Bild gemacht hast. Immer wieder interessant zu sehen, was du in solch kurze ... "Momentaufnahmen" hineinschreibst.
Und ich konnte Johns Gefühle/Gedanken hier wirklich gut nachvollziehen. Natürlich bin ich nicht verheiratet, aber diese Unsicherheit, wenn man plötzlich nicht mehr ganz weiß, welche Augenfarbe jemand hat, oder ob man wirklich noch das richtige Bild dieser Person im Kopf hat, die kenne ich. Auch, dass man sich vielleicht nur noch an ein einzelnes Detail erinnert. Ich habe dann oft das Glück, dass ich irgendwo noch ein Foto finde, und dann immer, wenn mich so ein Gefühl überkommt, ich schnell einen Blick auf das echte Bild werfen kann. Das hilft oft zumindest ein wenig.
Und selbstverständlich kann ich auch seine Sorge verstehen, dass Melissa ihn vielleicht im Stich lässt. Damals ja sicher keine Seltenheit. Bzw. denke ich das, denn das ist ja eigentlich in jedem Krieg so, nicht wahr? Aber stimmt es wirklich, dass das deshalb verboten wurde? Nicht, dass ich dir da nicht trauen würde, aber das kommt mir gerade wirklich absurd vor (größtenteils auch aus den bereits in dem Text erwähnten Gründen).
Bleibt wohl nur, für John zu hoffen, dass er sich vielleicht doch noch täuscht, und Melissa auf ihn wartet. Aber vermutlich hat er ja leider nicht so viel Glück ... Wirklich schade. Genau wie auch bei so vielen anderen Soldaten. Besonders weil gerade die doch eigentlich auch so viel schönes verdient hätten, nach all dem schlechten, was sie durchlebt haben.
Aber da kann man wohl leider nicht wirklich etwas tun ... *seufz*
Ich freue mich schon auf den nächsten Monat mit einem neuen Kapitel.
Beste Grüße und bis dann,
Riri

Antwort von RamonaXX am 03.08.2017 | 20:40:37 Uhr
Hey Riri,

ja, mir kommt das auch immer noch komisch vor. "Gestern" hatte ich noch zwei neue Kapitel fertig und "heute" sind schon wieder zwei Monate um? Aber hey, vier tolle Bilder warten noch darauf in eine Geschichte umgesetzt zu werden. Bin selbst gespannt was mir dazu noch einfallen wird. Das nächste Bild finde ich wieder sehr schwer... Oktober wird dann wieder richtig toll und leicht! (Da kommt mein Lieblingsbild der gesamten Serie!!)

Aber ich will nicht von Über-über-übermorgen sprechen. Lass uns noch einen Moment im hier und jetzt bleiben. Ich bin echt überrascht, wie viele Gedanken dir zu dem Bild von John und meinem Text gekommen sind! Wirklich, das ist echt bemerkenswert. Fotos sind sicher gut um eine Erinnerung zu bewahren. Nur blöd, wenn man das Foto (so wie John) verliert. Wobei ich auch denke, dass die Eindrücke auf Johns Seele so schwer lasten, dass er sich selbst mit einem Foto nur schwer würde an Melissa erinnern können...

Scheidungsraten steigen im Krieg definitiv sprunghaft an. Zahlen habe ich dazu keine recherchiert. Aber es wird in diversen Filmen und Geschichten thematisiert, also habe ich mich auch mal daran versucht. Was das angesprochenen Gesetz betrifft, so läuft es auf das Gleiche hinaus. Ich hab nichts konkretes dazu in der Hand, aber auch da kann ich mich zwei Textstellen in zwei Kriegsromanen erinnern, wo ein solches Gesetz erwähnt wurde. Und so hat sich das dann in die Geschichte von John eingeschlichen. Bei dem vielen Input den ich aufnehme, weiß ich manchmal auch nicht mehr mit Sicherheit was ich gelesen, gesehen, gehört und was ich mir ausgedacht habe. *leich schäm* Folglich ist es gut, wenn Du noch mal nachfragst! Ich freu mich über solche Fragen. ;-)

Viele Grüße
Ramona
01.08.2017 | 19:11 Uhr
zu Kapitel 9
Liebe Ramona!
Passt jetzt hier nicht wirklich, eher zu deinen Platoon-Stories (Chris & Elias),
aber ich fand es einen sehr interessanten Artikel:
http://www.news.at/a/-soldaten-drogenrausch-8180743
Obwohl ich schon so alt bin, war ich beim Beginn des Vietnamkriegs noch gar nicht auf der Welt und dann ja noch ein Kind,
und hab da mich jetzt nicht so drum gekümmert.

Die Idee, was du zu diesem Bild geschrieben hast, war wieder sehr gut.
Dass Ehen in dieser Zeit zerbrochen sind, war sicher eine zusätzliche Belastung für die Soldaten.
Nicht nur wegen der langen Zeit der Trennung,
sicher auch, weil die Frauen das nie nachvollziehen konnten, was ihre Männer erlebt haben,
weil sie sich dran gewöhnt haben, die gemeinsamen Kinder eh schon allein aufzuziehen in dieser Zeit.
Viele Kinder haben die Väter auch kaum mehr gekannt - oder hatten schon eine andere männliche Bezugsperson.
Und weil die Männer nach ihrer Heimkehr nicht mehr dieselben waren.

Hast das wieder sehr gut geschrieben.
Einen ganz lieben Gruß - hier bis zum 1. September wieder.
R (✿◠‿◠)

Antwort von RamonaXX am 01.08.2017 | 21:38:49 Uhr
Liebe R.,

wie so oft danke ich dir für dein liebes und blitzartiges Review.
Dies Kapitel war das wohl bisher "sanfteste".
Keine Gewalt - zumindest nicht in den Gedanken, des Protagonisten - Keine Verzweiflung. Keine Lebensgefahr.

Aber wie Du richtig schreibst, gab es auch hier ein zentrales Thema, das angeschnitten werden sollte.
Scheidungsrate von Soldatenehen. Ist ein schwiriges Thema.
Aber ich habe versucht mein Bestes daraus zu machen und in die Gedanken von John zu kopieren.
Offensichtlich ist mir das gelungen - zumindest hat es bei dir viel Gedanken dazu angestoßen.

Der Artikel passt wohl wirklich besser zu Chris und Elias.
ABER, ich habe ihn mit großem Interesse gelesen.
Vielen Dank fürs Teilen! Der Link ist direkt in meinen Recherche-Ordner gewandert.

Noch mal Danke für all die Kommentare und Komplimente!
Wir lesen uns an dieser Stelle wieder. ;-)
Ich freu mich schon.

Viele Grüße
Ramona