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Autor: RamonaXX
Reviews 1 bis 4 (von 4 insgesamt) für Kapitel 1:
Floki (anonymer Benutzer)
13.01.2017 | 19:58 Uhr
Liebe Ramona,

vielleicht sollte ich der Chronologie halber bei deinen alten Geschichten anfangen, da aus dem vorherigen Review hervorgeht, dass es bereits eine Vorgeschichte zu Elias und Chris gibt? Und ja, ich muss an dieser Stelle zugeben, dass ich Platoon bis dato noch nicht gesehen habe. Aber auch ohne dieses Wissen zu seiner Vorgeschichte, allein durch seine Gedanken und Gefühle, war ich mitgenommen. Ein sensibles Thema - wie du bereits erwähnt hast - mit dem du, meiner Meinung nach, feinfühlig umgegangen bist. Deine Geschichte hat noch einmal gezeigt, dass der Schrecken des Krieges noch lange nicht mit dem Ende des Krieges vorbei ist. Und obgleich ich nie den Krieg miterlebt habe, wurde ich sogleich in die Szene mit hinein gezogen und konnte es - nicht nachvollziehen - mitfühlen?
Ich finde es immer sehr schwierig etwas zu schreiben, wenn ich noch in der Stimmung gefangen bin, die beim Lesen erzeugt wurde. Seh das als Kompliment für deinen mitreißenden Schreibstil - und der Stern den ich diesem Text gegeben habe, soll für all das was ich schreiben wollte, aber nicht recht konnte, stehen.

Liebe Grüße
Floki

Antwort von RamonaXX am 15.01.2017 | 12:47 Uhr
Hallo Floki,

vielen Dank für dein Review. Hm, das mit der Chronologie halte ich nicht für sooo wichtig. Wobei es mich natürlich ehrt, dass Du dir die Zeit nimmst, die anderen Reviews und Kommentare so aufmerksam durchzulesen, dass dir so etwas auffällt! Am Ende ist es eine der Sachen, die mir besonders am Schreiben von Fanfiktion gefallen. Man kann/darf einen Charakter in der einen Geschichte "töten" und ihn in einer anderen wieder zum Leben zu erwecken.

Wenn dich die Vorgeschichte zu diesem OS interessiert und Du was mit (Soft)-Slash anfangen kannst, dann würde zuerst "Ich bin für dich da" kommen und dann die Fortsetzung "Ich bin immer für dich da". An dem dritten Teil der Trilogie schreibe ich gerade. "Ich werd' dich nie vergessen" reiht sich dann zwischen den zweiten Teil und "Lights Out" ein. Ansonsten versuche ich immer so zu schreiben, dass man die Geschichten auch ohne den größeren Zusammenhang versteh kann und dass sie vor allem SINN ergeben. (Spoiler zu Platoon sind übrigens in keiner der Geschichte über Chris und Elias enthalten! :-) Und der Film ist allemal sehenswert!! Ein absolut ernstgemeinter Tipp!

Aber zurück zum Review: Aus deinen lobenden Zeilen entnehme ich, dass Du sehr genau erkannt und gespürt hast, worauf es mir ankam und wohin ich mit diesem Text gezielt habe. Soldaten sind eben auch Opfer des Krieges, selbst wenn sie körperlich unversehrt irgendwann zurück nach Hause kommen. Da kann seelisch viel mehr kaputt gehen, als man sich vorstellen mag...

Das mit der Stimmung nach dem Lesen und dem direkten Review schreiben kann ich verstehen. Es ist vollkommen in Ordnung, was Du geschrieben hast. Ich freu mich sehr über den Kommentar. Danke auch für den Stern!

Bis bald
Ramona
04.01.2017 | 19:52 Uhr
liebe Ramona,

jetzt hatte ich die Beiden gerade lieb gewonnen und mich darauf gefreut, vielleicht noch einiges über sie zu lesen, dann finde ich diese Geschichte. Sie ist wunderbar anrührend geschrieben, aber sie macht mich sehr traurig. Die Beiden waren noch so jung, sie wollten doch gerade erst beginnen zu leben. Es ist schrecklich, was der Krieg aus Menschen macht und deine Zahlen, die du zum Schluss geschrieben hast, haben mich schockiert. so viele zerbrochene Seelen - für nichts.
Doch auch diese Geschichte ist ein Teil des Lebens. Lass uns nie vergessen, was Frieden bedeutet und wie wertvoll er ist.

liebe Grüße
Maggie

Antwort von RamonaXX am 04.01.2017 | 21:52 Uhr
Guten Abend Maggie,

herzlichen Dank für dein Review. Tja, das Elias hier nun auf einmal ohne Chris auftaucht, ist mehr dem Zufall geschludert. Meine Ideen und die Zeit, wann ich sie aufschreibe, kommen bei mir leider nicht chronologisch. Also lass dich beruhigen, es wird noch ein schöne und einfühlsame Fortsetzung mit Elias UND Chris geben - keine Sorgen. Ich habe Anfang der Woche das Schreiben wieder aufgenommen...
Hier war es mir jetzt das Bedürfnis mich mit dem Thema Suizid unter Soldaten zu beschäftigen. Und beim "Griff in meine Charakterkiste" habe Elias "gezogen". (So muss er also diesmal ohne Chris auskommen.) Dass man bei den Zahlen ein schlechtes Gefühl bekommt, kann ich verstehen. So ging mir das auch. Aber wie Du selbst sagst, es ist ein Teil des Leben. Auch wenn es ein sehr trauriger und düstere Teil ist. Ich danke dir fürs Lesen und natürlich fürs Review.

bis ganz bald
Ramona
03.01.2017 | 07:41 Uhr
Hallo liebe Ramona,

durch Net Sparrow (irgendwie wühlt sie sich zu Geschichten, zu denen ich sonst wohl von allein nicht stoßen würde) ich auf deinen OS gestoßen und es war genau das Thema, das mich am Ende hat dran hängen lassen. Elias Gefühle waren wirklich sehr gut rübergebracht, sehr einfühlsam beschrieben. Es ist ja doch bekannt, wieviele Suizid es gerade unter Soldaten gibt, die den Schrecken und die Erfahrung eines vielleicht langjährigen Krieges nie verwunden haben. Es gibt ja einige Filme, die sich gerade mit diesem Thema, das ja in Amerika viele Jahre gern totgeschwiegen wurde, beschäftigt. Wer will schon gefallene Seelen sehen, anstatt Helden, mit denen man die eigenen Kriegsgepflogenheiten auch weiterhin rechtfertigen kann.

Niemand, der es nicht selbst erlebt hat, kann sich wohl ansatzweise vorstellen, was dieses töten oder getötet werden für Spuren auf der Seele hinterlässt, die Frage, warum man über lebt hat, während andere (Freunde, Kameraden, die einzigen, die verstehen würden) gestorben sind.

Ich finde es gut, das Thema Suizid aufzugreifen, wobei es natürlich wesentlich mehr Facetten hat. Leider musste ich persönlich schon dreimal miterleben, wie Freunde (zwei davon nicht so eng, aber der andere war der Patenonkel meines Sohnes und ein geliebter, sehr vermisster Freund) keinen anderen Ausweg sahen. Das Thema Depressionen ist ja sehr komplex, die Ursachen so verschieden, dass man es als Nicht Betroffener kaum überblicken kann und das im allgemeinen zwar seit ein paar Jahren aufmerksamer "registriert" wird, aber dennoch oft viel zu schnell "abgetan" wird, leider aber auch zu oft missbraucht.

Jetzt hab ich ewig ausgeholt.
Dein Nachwort war deutlich genug, vielen Dank fü diesen einfühlsamen OS, ist definitiv ein Stern wert, liebe Grüsse Susann

Antwort von RamonaXX am 03.01.2017 | 17:58 Uhr
Hallo Susann,

dein Review gibt mir gleich dreimal einen Grund zur Freude!

1. (Ein wenig belanglos, aber doch nicht ganz unwichtig.) Es ist mein 200. Review das ich seit meiner Zeit hier auf FF.de bekommen habe! Kleines rundes Jubiläum sozusagen. Für etwas mehr als zwei Jahre, die ich jetzt hier angemeldet bin, ist das eine ganze Menge, finde ich. Und mir liegt jedes davon am Herzen. (Nicht nur das 200. Review!)

2. Freue ich mich das Du dich in diese Ecke der Plattform verirrt - oder doch vielleicht gezielt hier her gefunden - hast. Die liebe Net Sparrow ist ja so bekannt wie ein bunter Hund. :-) (Kein Wunder, wer so viele Reviews schreibt, der kommt viel rum...) Mich hat sie auch schon mit ein paar netten Leuten "verkuppelt". Zum Beispiel mit John's Chaya, mit der ich mittlerweile regelmäßigen Kontakt pflege und die ja sehr aktiv in der Stargate Ecke ist. Sie war es auch, die mich mit Atlantis angefixt hat. Außerdem hat sich mich aufs Stargateforum aufmerksam gemacht, wo ich inzwischen gelegentlich als Leser unterwegs bin...

3. Deine sehr ausführlicher Kommentar zu dieser Geschichte gibt ebenso Anlass zur Freude. Es hat mir nochmal eine ganze andere Perspektive auf meinen eigenen Text gegeben, weil ich doch zugeben muss, dass ich beim Schreiben sehr auf Soldaten fixiert gewesen bin. Das sich auch "normale" Menschen in Folge von Krankheit und Depressionen umbringen, hab ich beim Schreiben von Elias gar nicht berücksichtigt. Es lag einfach außerhalb des Fokus. Danke für den Hinweis. Was die Filme betrifft, so hab ich wohl die "gängigen" Werke zum größten Teil alle gesehen. Aber Du hast vollkommen Recht, ein Film - selbst ein Dokumentarfilm - ist am Ende eben doch nur ein Film. Anders wird es, wenn man den persönlichen Kontakt zu Soldaten sucht (was ich schon mehrmals gemacht habe) und sie nach ihren Erfahrungen fragt. Da wird das Ganze auf einer ganz anderen Ebene "greifbar". Gut möglich, dass von diesen "interviews" die ich geführt habe, was in den Text mit reingerutscht ist und dass sich daraus das Einfühlungsvermögen speist, was bei den Lesern ankommt.

Zum Schluss danke ich dir herzlich für deine (zum Teil auch sehr persönlichen) Worte. Und nein, ich finde nicht, dass Du zu weit ausgeholt hast! Eigentlich ist es ja genau das, was das Schreiben, Posten und Reviewen hier so interessant macht - der tiefere Gedankenaustausch! Ich hoffe man liest sich bald mal wieder... Angefixt durch John's Chaya habe ich mit meiner ersten Stargate SG-1 Geschichte begonnen, die ab Mitte Januar gepostet wird. Vielleicht ist das ja was für dich. Ich würde mich jedenfalls freuen, dich dort wiederzusehen. :-)

Viele Grüße
Ramona
02.01.2017 | 14:46 Uhr
Liebe Ramona!
Was ein Soldat da alles erlebt hat, wie es ihn in kurzer Zeit und jungen Jahren verändert hat,
wie kann der noch erwarten, dass ihn die Menschen daheim noch verstehen?

Zudem: Die Schuld der Überlebenden.
Wenn Überlebende nach Katastrophen, Terror oder Soldaten nicht verstehen können,
warum gerade sie überlebt haben und sie ihre Familie oer Freunde, Kameraden nicht retten konnten.

Du beschreibst auch die Trigger,
und da wird es auch ganz verständlich, wieso er sich nicht erschießen will.

Das ist die ganze Tragik jedes Krieges:
Er hatte geschossen, weil man auf ihn geschossen hatte. Ich vermute mal, das ist auch das Schlimme.
Weil die gegnerischen Soldaten keine Bösewichte sind, sondern genauso nur deswegen schießen, um nicht erschossen zu werden - und natürlich auch wegen Befehl.
Aber im Grunde haben sie genauso Angst. Und Familie, Hinterbliebene,
und sie sind wahrscheinlich zum Teil genauso traumatisiert.

Dein Nachwort war sehr berührend - und schockierend. So in Zahlen wusste ich das nicht.
Ich schick für das schwere Thema, das du einfühlsam abgehandelt hast, weil es dir am Herzen lag, ein Sternchen mit.
Sei herzlichst gegrüßt.
R ♥

Antwort von RamonaXX am 03.01.2017 | 17:29 Uhr
Hallo Net Sparrow,

dafür, dass Du so viele Alerts bekommst, bist Du immer sehr fix beim Lesen UND auch beim Reviewen. Vielen lieben Dank, dass Du dir dafür die Zeit nimmst. Ich freu mich immer tierisch wenn das Glöckchen "klingelt" und ich lesen darf, was für Gedanken Du (und natürlich die anderen Leser) zu meinen Texten haben. Auch hier habe ich mir ja wieder ein "Spezialthema" rausgesucht, das nicht so leicht zu verarbeiten ist. Insofern schätze ich dein Lob sehr, dass ich gefühlvoll damit umgegangen bin und für meinen Einsatz ein Sternchen bekommen habe. *freu* Das empfinde ich gerade bei so "schwierigen" Texten als großes Lob.

Zum Inhalt: Klar, man kann das Thema noch viel weiter aufspannen. Aber mein Gefühl hat mir gesagt, dass ich mit etwas mehr als 900 Worten ein in sich geschlossenes Werk geschaffen habe. Was die Trigger angeht, so hab ich halt nur die "gewöhnlichen" aufgezählt. Da gibt es noch eine Menge mehr. Und dann war für mich noch ein wichtiger Punkt die Schuldgefühle, genauso wie diese Ausweglosigkeit, dass es eben keinen Anfang und irgendwie auch kein Ende gibt. All diese Sachen habe ich in deinem Review wiedergefunden. Es war schön deine Gedanken dazu lesen zu dürfen.

Liebe Grüße
Ramona
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