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Autor: Ramana
Reviews 1 bis 25 (von 51 insgesamt):
07.11.2021 | 10:47 Uhr
Moi :)
Hui, da war ja eine ganze Menge los in dem Kapitel.
Aber first of all vielleicht the obvious: Danke für die neue Einteilung. Ich kann das ja als jemand sagen, die relativ spät zu der Geschichte dazugeestoßen ist und die die "Ursprungsgeschichte" damals auch "nur" gelesen hat, weil sie auf einer 8h-Zugfahrt war und unendlich viel Zeit hatte. DAs hier macht das auf jeden Fall übersichtlicher und ich muss nicht ei jedem Alert ständig neu gucken, wo das jetzt war und was ich schon gelesen habe. Ich unterstütze die Entscheidung also total und werde natürlich auch alle anderen Bücher etc. lesen. Soviel dazu ;)

Nundenn, weiter im Text. Summer hat also ihren Ex wieder getroffen. Uff. Ich find's erstmal gut, dass es dieses Treffen gab, ich meine mich zu erinnern, dass ich es in der alten Version irgendwie seltsam fand, wie die miteinander umgingen und ähnlich wie bei Pride das Gefühl hatte, mir würden Infos fehlen. Dass es jetzt so rauskommt, ist natürlich nicht schön. Ich war mir zwischenzeitlich nicht so ganz sicher, ob Summer ihn jetzt mit Absicht gesucht hat, weil sie ihm von dem Kind erzählen wollte, oder ob das eher Zufall war, dass sie jetzt genau in ihn reinrennt. Anyway, die Katze ist aus dem Sack. Ich weiß schon, dass ich mich jetzt hier wahrscheinlich Amber.mäßig wahnsinnig aufregen müsste, dass Matt Summer hier so viele nicht nette Sachen unterstellt. Aber ich fand schon Ambers Reaktion damals mittelmäßig übertrieben (und unglaublich entlarvend, aber das ist ne andere Geschichte), also gibt's hier keine Anti-Matt-schimpf-Tirade, sondern ich finde seine Zweifel eher nachvollziehbar .- dass er dann gleich ne Abtreibung vorschlägt, ist taktlos, keine Diskussion, aber Summer selber hatte solche Gedanken bestimmt auch schon. Dass er ganz am Anfang sagt, dass er nix mit dem Kind zu tun haben will, ist zwar auch nicht sonderlich nett, aber hier gilt wohl ähnliches: Warum sollt er, in dieser Welt wo ja schon jeder auch immer ein bisschen schauen muss, wo er selbst bleibt, bei einem Kind, von dem er nicht weiß, ob es sein's ist und für ein Mädel, von dem wir - oder zumindest ich - imm noch nicht genau wissen, wie er eigentlich zu ihr steht.

Das führt mich auch schon ein bisschen zur Kritik, die ich an dem Kapitel habe: Ich fand Summer und Matteo hier beide extrem sprunghaft. Bei Summer ist mir das ja schonmal aufgefallen und hier war das für mich stellenweise auch wieder so, dass ich das Gefühl hatte, sie tut in einem Moment das und sagt und denkt im nächsten aber das komplett andere. Hier und da so ein, zwei Sätze, die vielleicht erklären, wo so ein Umschwung in ihrer Gefühlswelt (und ja, mir ist natürlich bewusst, dass hochschwangere Teenager jetzt nicht der Gipfel der elaborierten Gefühlsänderungen sind ;) ) herkommt, wäre vielleicht ganz schön gewesen. So war mir das hin und wieder ein bisschen zu anstrengend.

Kurzer Exkurs: Ich hatte hier tatsächlich so einen kleinen "Aha"-Moment, was den Canon anging :D Ich war bis jetzt eigentlich der Meinung, dass Jaffa denen diese ganze "Zoot liebt alle Kinder"-Kiste nur vorgegaukelt hat, um halt Schwangere von sich und den Chosen abhängig zu machen und im Idealfall gleich die nächste Generation Gläubiger herauszuzüchten. Aber nach allem, was wir aus dem Canon wissen, wäre Zoot ja tatsächlich bereit gewesen, sich um Brady zu kümmern, hätte man ihn denn gelassen. Und Danny James hat ja seinerzeit im Podcast auch was ähnliches gesagt, dass er davon ausgeht, dass das mit Martin und Brady wirklich hätte funktionieren und vielleicht den Verlauf des Ganzen wirklich nochmal ändern können. Also ist diese ganze Parole, die Jaffa da sicherlich mit anderem Hintergedanken ausgegeben hat, vielleicht doch gar nicht so abwegig. Ich fand's nett, dass ich hier nochmal nen Grund hatte, das durchzudenken :)

Nundenn, Exkurs vorbei, weiter im Text. Matteo wird also von Chosen verprügelt. Tja. Nun. Das ist auch schon anderen passiert. Ich schätze ihn ja eher als jemanden ein, der sich den Chosen angeschlossen hat, weil er sich davon Stabilität und Sicherheit erhofft hat, liege ich damit richtig? Well, das mag funktionieren, solange einem Lex, Bray, Ebony und Co nicht dazwischen funken. Ich fand's richtig schön, dass wir hier die Canon-Referenz zu der Sache mit dem Treibstofflager hatten. Auch das hilft nochmal, die zeitlichen Geschehnissen einzuordnen. Und ich finde es immer wieder richtig großartig, wie du die Dinge dann mit deiner Rahmenhandlung ergänzt und sie entsprechend Konsequenzen haben lässt.

Ich bin etwas drüber gestolpert, dass die in die Mall abhauen wollten. Das ist doch zu der Zeit das Chosen-HQ, oder bin ich grade vollkommen falsch? Wäre das nicht irgendwie...dumm, jetzt da hin abzuhauen, plus, dass das doch bestimmt der erste Ort ist, der nach sowas wieder mehr gesichert wird, weil der Guardian da ist? Wäre doch also irgendwie sehr wahrscheinlich, dass sie da gar nicht reinkommen, oder? Aber ok, vielleicht hat Dan in der Situation auch einfach nicht so weit gedacht, wäre ja auch irgendwo verständlich.

Nundenn, Summer ist also in Panik, weil um sie her alles in die Luft fliegt. Das fand ich schön. Also nicht, weil Summer Panik hat, aber weil ich zum ersten Mal das Gefühl hatte, ich kann grade so wirklich nachvollziehen, warum sie sich aufregt. Sonst ging mir das oft so, dass ich dachte: Ja, ich verstehe das aus ihrer Wahrnehmung einerseits und andererseits ist es auch ein bisschen übertrieben. Das fand ich hier nicht, denn natürlich ist da seine furchtbare Situation (und, um den Exkurs nochmal zu machen, eine die Martin himself sicher absolut geil gefunden hätte. Die halbe Stadt in Panik, Rauch, Feuer, Chaos überall, dass muss die Erfüllung seiner kühnsten Träume sein - und dann ist ausgerechnet Bray mit dran schuld, das ist aber auch immer anstrengend :D). Ich fand's sehr rührend zu sehen, wie man das ganze Kapitel über merkte, wie sie versucht hat, Eve und später dann auch ihr Baby zu beschützen. Da passiert also doch mal noch ein bisschen was bei Summer, der doch andere Menschen sonst immer nur auf den Keks gehen (Ben mal ausgenommen) und die doch die ganze Verantwortung nicht haben will und überhaupt. Das finde ich sehr schön zu sehen.

Oh und wo wir gerade von Ben sprechen: Bekommen wir zu Sandy jetzt etwa doch mal noch was anderes als nur ihren Namen und die Auskunft, dass Summer sie hasst? Ich wäre entzückt! Ich fand vorher schon immer, dass ie ja doch gerade für die Beziehung zwischen Summer und Ben irgendwie wichtig war und fand's da immer etwas schade, wie sehr sie auf nur eben diese eine Ebene reduziert wurde. Wenn sich das jetzt ändert, fände ich das auf alle Fälle sehr toll :)

Noniin. Ich bin ja mal geschafft ob die 4 (5?) es wieder heil zurück auf ihre Farm schaffen und wie Summer jetzt mit der ganzen Situation rund um Matt umgeht. Und dann ist da Aja auch noch offener Kriegszustand in der Stadt, der für die Rooks ja auch irgendwie noch Auswirkungen haben dürfte. Ich bin gespannt, was du draus machst.

(Merci für die lieben Worte am Schluss, ich fühle mich geehrt <3)
Nähdään
Lumentyttö

Antwort von Ramana am 13.11.2021 | 14:11 Uhr
Liebe Lumentyttoe,

es tut mir so leid, dass meine Antwort so spät kommt! Ich glaube, so lange habe ich noch nie für die Beantwortung eines Reviews gebraucht. Aber momentan ist im RL einfach sehr viel los ... Die zwei neuen Kapitel bei „Unexpected“ konnte ich bereits lesen, aber kommentieren war unmöglich. Schon mal soviel: Das letzte Kapitel hat mir sehr gut gefallen!

Jetzt aber mal zu deinem Review zu „This Is War“! Am meisten gefreut habe ich mich tatsächlich über deine Bemerkung, dass du in diesem Kapitel nicht nur Summer, sondern auch Matt extrem sprunghaft fandest. Was das angeht, wollte ich, dass Summer und Matt wirklich sehr ähnlich sind. Die Zwei sind sehr leidenschaftliche Menschen und waren von Anfang an eine explosive Mischung. Als Fazit zu dem Rosenkrieg würde ich sagen: Tja, da haben sich echt zwei gefunden! Die Kernaussage zwischen Summer und Matt war vermutlich Summers Gedanke: „Und so endet es jedes Mal mit uns.“ Erst Streit. Dann Versöhnungssex. Und dann wieder Streit.

Ich finde es auch gut, das Matt in deinen Augen nicht einfach nur „der böse Mann“ ist, der Summer Unvorstellbares vorwirft und noch Unvorstellbares verlangt. Irgendetwas muss Summer schließlich ja an ihm gefunden haben. ;-)
Ich finde es gut, dass du seine Sichtweise und seine Motive nachvollziehen kannst. Und richtig: Matt ist absolut kein überzeugter Chosen. Er hat sich einfach angepasst. Vielleicht könnte man in seinem Fall sogar von einer Unterwerfung sprechen.

Trotzdem möchte ich an dieser Stelle schreiben, dass ein Schwangerschaftsabbruch nicht gleich Schwangerschaftsabbruch ist. Was Matt hier vorschlägt, ist eine Spätabtreibung mithilfe einer Engelmacherin. Soetwas ist ethisch fragwürdig und für die Schwangere lebensgefährlich.
Aber okay, Matt steht unter enormen Stress und hat erst vor wenigen Minuten erfahren, dass er bald Vater wird. Also will ich einen impulsiven, unpassenden Vorschlag nicht überbewerten ...

Matt wird übrigens nicht von Chosen zusammengeschlagen, sondern von Rebellen. Ich wollte die Rebellen hier auch böse sein lassen – nicht immer bloß die Chosen. ;-)

Was die geplante Flucht in Mall betrifft (die ja leider sowieso nicht gelang) habe ich mir das so vorgestellt: Matt und Daniel können nicht wissen, wie nah die Chosen davor stehen, besiegt zu werden. Das wissen nur wir. Und Daniel und Matt würden – sogar, wenn man es ihnen erzählen würde – es nicht glauben. Sie glauben zwar, dass die Rebellen den Chosen lästig sind, aber nicht, dass sie kurz vor einem Sieg stehen.
Deswegen halten sie die Mall – im Zentrum des Chosen-Reichs – noch immer der „Bergfried“ in den Matt mit seiner (Ex-)Freundin fliehen kann.
Ich denke nicht, dass Daniel wirklich glaubt, dass er sich auch in die Mall schmuggeln kann – ich denke, er hat das nur gesagt, damit Summer und Eve mit Matt gehen.

Sandy wird auf jeden Fall im nächsten Kapitel eine große Rolle haben. Ja, wir werden mehr über sie erfahren. Und ich hoffe, dass auch Bens Charakter durch die Wahl seiner Herzdame nochmal mehr Tiefgang bekommen wird. Vielleicht, dass er sogar ein paar Sympathiepunkte einbüßt, und auch ein Mensch wird, der Fehler hat. Und Ben nicht immer bloß „der, der zu gut für Summer ist“ ist. :-P

Vielen lieben Dank nochmal für dein Review.
Ich habe es wirklich oft gelesen und werde mich wiedermal bemühen, deine Kritik an Summer im mir summer-möglichen Rahmen zu berücksichtigen. Ich hoffe, ich komme bald dazu, weiterzuschreiben. Ich habe noch nicht mal mit dem nächsten Kapitel angefangen, dabei habe ich mich so drauf gefreut gehabt ...

Liebe Grüße
Ramana
10.10.2021 | 13:48 Uhr
Moi liebe Ramana,
Entschuldige bitte, dass das so lange gedauert hat. Ich war die letzten Wochen echt hart am Anschlag und hab so Sachen wie lesen oder (leider nicht nur Reviews) schreiben überhaupt nicht hinbekommen. Aaaaber jetzt sitze ich am Flughafen, bekomme so langsam den Kopf frei und dachte mir,dass sei ein guter Moment, um mich hier doch mal wieder zu melden. Nundenn. Steigen wir ein. (Wieder parallel zum lesen, also keine Garantie für Länge oder sonderlich zusammenhängende Gedankengänge)

Summer hat also nicht damit gerechnet, dass die Chosen, DIE Verfechter eines sektenhaft-faschistischen Unterdrückungssystems, die paranoid Angst vor Verrätern haben, kontrollieren wollen, wer zu ihnen in die Stadt kommt? Ich frage mich, ob den Rooks generell und ihr im Speziellen eigentlich bewusst ist, in was für ne priviligierten Situation die sich eigentlich befinden. Einerseits, weil sie das nicht wussten (heißt ja auch, dass es für sie nie ein Problem war), andererseits, weil sie überhaupt aktiv entscheiden können, ob sie Teil eines Widerstands sein wollen. Noch ist keiner von denen verhaftet worden und die persönlichen Nachteile, die sie durch die Chosen haben, sind relativ gering. Ich fand das schon bei den Ecos immer sehr lustig, als Amber damals so einen riesen Aufstand drum gemacht hat, ob sie sich Lex und Konsorten anschließen oder nicht, weil ich mir dachte: Wow, schon alleine, das ihr ne Wahl habt, macht euch extrem privilegiert gegenüber allen anderen. Bin mir allerdings ziemlich sicher, dass Summer mir hier hart widersprechen würde.

Ich will deine Reviews jetzt nicht für einen Essay über die ganze imanennte Widersprüchlichkeit dieses Chosen-Kults missbrauchen, deshalb die Kurzversion: Es hat mich schon in der Serie immer wahnsinnig gemacht, wie die Chosen so versessen auf Regeln und Regulierungen sein konnten(obwohl sie die ja auch immer zu ihrem eigenen Vorteil angepasst haben) wo dass doch so vollkommen gegen das lief, was Martin eigentlich wollte :D DerK erl hat sich manisch gegen Regeln, Vorschriften, Ordnung gewehrt und dann kommt Jaffa und legt quasi so ne Art 10 Gebote mit Ikonenfiguren für seinen Kult fest. Ich bin mir 100% sicher, dass Mr.-Power-und-Chaos das alles andere als gut gefunden hätte - eben weil es das ganze ja auch extrem anfällig für Manipulation macht, wie man hier wieder sieht. Wenn niemand, außer dem Guardian und theoretisch der aktuellen verehrten Mutter, eigentlich weiß, was Zoots Wille ist, kann halt jeder behaupten, dass der ihn gerade ereilt hätte. Ich bin mir ziemlich sicher, wenn Martin sich seinerzeit noch um seinen eigenen Kult gekümmert hätte, wäre das vollkommen anders gelaufen :D Der Punkt ist, ich fand für diese ganze Dilemma diese Szene, in der Summer nur einmal sagen muss, dass sie jetzt auch voll auf dem Zoot-Trip ist, sehr passend und halt auch nachvollziehbar, dass sie damit durchkommen.

Mit fällt grade auf, dass ich mit Peter nichts anfangen kann. Ist das mein katastrophales Kurzzeitgedächntnis oder soll das so?

Den Einwurf mit Summers Großmutter fand ich im ersten Moment irritierend - weniger, weil sei halt tot ist, sondern weil Summer ja sonst nie nimmer gar überhaupt nicht auch nur Anflüge davon zeigt, dass sie wirklich Menschen aus ihrem alten Leben vermisst und nicht nur Annehmlichkeiten. Der letzte Satz hat’s dann irgendwie wieder rausgerissen, aber anfangs fand ich das komisch. Nicht auf eine schlechte Art, ist ja süß und wir haben ja wahrscheinlich alle so Orte, die man immer mit Eltern/Großeltern verbindet, aber….ja. Irgendwie bin ich da drüber gestolpert.

Die Beschreibung vom Schwarzmarkt gefällt mir. Und nachvollziehbar, dass Summer da am liebsten gekotzt hätte, wenn man in so eine Miefe auch noch mit geschärftem Geruchssinn reinkommt, ist das sicher alles andere als angenehm.

Das Summer bereit ist, mit einem wertvollen Armreifen für ein Buch zu bezahlen, von dem ich ihr unterstelle, dass sie es nicht nur aus purer Selbstlosigkeit für den Tag gekauft hat, an dem Tinga aus dem Fenster fällt, ist ja doch fast sowas wie Charakterentwicklung! Um Himmels Willen, ist da jemand etwa doch bereit, sich mal aktiv mit dem Thema “was passiert eigentlich, wenn ich ein Kind kriege” auseinanderzusetzen und nicht nur melodramatisch auf den eigenen Tod zu warten? Ich glaub’s ja nicht! (*hust* entschuldige. Ich versuche, meinen Zynismus jetzt wieder etwas im Zaum zu halten)

Ich mag Mary. Ich glaube, das hab ich beim ersten Mal auch schon gesagt, bin mir aber nicht so ganz sicher. Interessanterweise finde ich ihren Sarkasmus weniger anstrengend, als den von Summer, könnte allerdings auch massiv was damit zu tun haben, dass ich von ihr nun mal weniger mitkriege, als von ersterer. Uuuund ich find’s mega spannend, dass wir zu Summer jetzt nen Nachnamen haben. Prä-Tribe-Geschichte! Charaktertiefe! Wheee!! Ich mag das.

Dementsprechend wirst du dir denken können, dass ich auch die Eve-Vorgeschichte mochte. Ich fand’s sehr logisch und fand’s im Canon auch immer so ein bisschen schade, dass dieser ganze Aspekt, dass es ja mal wirklich Lager etc. gegeben haben müsste, eigentlich nur über diesen super strange Lex-Ryan-Flashback, dessen Sinn sich mir noch weniger erschloss, als der des anderen Flashbacks, erklärt wurde. Von dem her find ich’s absolut logisch, dass Summer Eve da aufgelesen hat. Was ich tatsächlich spannend fände wäre zu wissen, ob Summer zu dem Zeitpunkt schon wusste, dass sie schwanger war und das vielleicht so ein bisschen Bens Zurückhaltung in der Sache erklärt. Sonst wirkte der ja eigentlich immer recht gastfreundlich.

Ich mochte das Gespräch zwischen Mary und Summer. Das hatte so ein bisschen dieses “Nachmittagscafé in der Fußgängerzone-Feeling” (ist es nicht, aber du verstehst, was ich meine) und grade bei Summer finde ich tut sowas “normales” auch ab und an ganz gut. Das gefiel mir sehr. Und ich hab das Gefühl, dass ich mir unter Mary jetzt auch viel viel mehr vorstellen kann und sie und vor allem ihre Beziehung zu Summer nicht mehr so “Kai aus der Kiste”-mäßig kam, wie ich noch beim ersten Mal, als ich über sie laß, den Eindruck hatte. Das gefällt mir.

Dass Summer davon ausgeht, dass sie ausschließlich “lüstern” oder “mitleidig” angeschaut wird, ist wohl das summerigste Ding,das ich bis her gelesen habe. Chapeau, Madame, damit hätte ich wirklich nicht gerechnet. Um Himmels Willen. (Dass ihre erste Reaktion darauf, ihren Ex wieder zu sehen, gleich mal provisorisch ist, es so aussehen zu lassen, als würde sie mit nem anderen Typen rummachen ist auch was, über das ich mich wahnsinnig aufregen könnte, aber dazu bin ich aktuell zu müde, also hat Summer hier Glück gehabt :D)

Den Schluss hab ich nicht so ganz gerafft, aber vielleicht kann ich gerade auch nicht klar denken. Ich geh mal nicht davon aus, dass Summer das Baby einfach mitgenommen hat, das würde irgendwie keinen Sinn machen. Was will sie dann? Aus nem Lager von den Chosen was klauen? Anyway, sonderlich weit scheint sie ja nicht zu kommen, wenn sie von Chosen verfolgt wird. Jetzt frage ich mich natürlich, wer das sein könnte. Vielleicht noch mehr ehemalige Schulfreund:innen von Summer? Oder sonst jemand aus dem Canon, den man kennt? (Ich versuche grade, im Kopf ne Liste zu machen. Welche MR zu der Zeit bei den Chosen waren, aber mir fallen nur Ryan, May, Salene und Patsy ein - und Trudy und Brady. Mein Gefühl sagt mir aber, dass das eine etwas unvollständige Liste ist.) Anyway, das ist auf jeden Fall ein toller Cliffhanger und ich hoffe, dass ich nicht zu lange damit vorlieb nehmen muss ;)

Soooo, siehst du, so sehr eskaliert ist das diesmal gar nicht. Liegt wohl wirklich einfach an meiner Verfassung. Antwort auf deine liebe PN bekommst du auch noch, ganz fest versprochen, nur wahrscheinlich nicht mehr heute. Die nächsten Tage kann ich meinen Zeitplan nicht so richtig abschätzen, aber ich verspreche dir, dass ich mich noch bei dir melde. Ganz bald.

Nädään

Lumentyttö

PS: Gratuliere zur 50 ;)
PPS: Ich bin großer Fan von den neuen Kapitelkennzeichnungen, bei denen sogar ich nicht immer ewig in meinen eigenen Reviews suchen muss um zu checken, was da jetzt neu ist und was nicht. Behalt das bitte unbedingt bei.

Antwort von Ramana am 11.10.2021 | 13:13 Uhr
Liebe Lumentyttö,

es freut mich sehr, wieder von dir zu lesen. Herzlichen Dank für das 50. Kommentar!
Ich habe es bestimmt zehn Mal gelesen – und werde es sicher noch öfter tun.
Es freut mich, dass dir das Kapitel gefallen hat. Du hast dir ja gewünscht, dass Summer mal raus kommt, sie andere Leute trifft, es mal was anderes als „nur Arbeit“ zu lesen gibt ... und, was die Schwangerschaft angeht, auch etwas Persönlichkeitsentwicklung kommt.

Ich die Sekte der Chosen – ihrem anarchistischen Vorbilds zum Trotz – von den Serienmachern eigentlich ziemlich gut gewählt. Meiner Meinung nach beantwortet die Serie an dieser Stelle die Frage „Wie entsteht eine Religion?“. Ich könnte mir vorstellen, dass die historische Person Jesus auch baff gewesen wäre, was aus seiner „Idee“ über die Jahrhunderte geworden ist ...
Was Summers „Naivität“ angeht: Ich glaube, dass oft die Menschen in Führungspositionen landen, die zu Selbstüberschätzung neigen, oder eine gewisse Ignoranz gegenüber dem Problem besitzen. Im Gegensatz zu Summer wissen Daniel und Nick sehr wohl, wie in der Stadt der Hase läuft, und wie gefährlich die Aktion ist. Vorsicht kann aber auch blockieren. Es ist Summers „Ich mach das jetzt einfach Mal so!“, was den Stein ins Rollen bringt. Ob es ein gutes Ende haben wird – wir werden sehen. Ohne Nicks aufkreuzen wäre Summer wahrscheinlich schon am Eingang verhaftet worden ...

Du hast Recht, für die Rooks waren die Chosen nie dasselbe Problem, wie für einen Stadt-Tribe. Wie Daniel mal formulierte: „Eine funktionierende Diktatur hält für uns den Markt stabil.“ Allerdings geht das nur so lange gut, solange die Chosen ihr Einflussgebiet nicht ausweiten, und die Rooks ihnen nicht auf die Zehen treten. In einer Diktatur kann aber leider jeder potenzielles Opfer werden ...
Aber das ist Zukunftsmusik. Aktuell ist die größte Gefahr für die Rooks das instabile Regierungssystem. Nick hatte das ziemlich gut erkannt: Wenn die Chosen fallen, werden ihre Unterstützer bluten müssen. Eigentlich hatte er die ja Rebellen bloß inoffiziell unterstützen wollen, aber nun, das konnten die Rooks leider nicht unterm Deckel halten und nun können sie nicht mehr zurückrudern. Tja, Rebellen wider Willen. Ich denke, eigentlich lacht sich darüber bloß Jen, die Idealistin, ins Fäustchen ...

Peter war tatsächlich bloß irgendein Name, bei dem ich aber auch unsicher war, ob der Chosen überhaupt namentlich erwähnt werden muss. Ich habe den Namen jetzt gekürzt. Nun gibt es als erwähnte Nebencharaktere bloß Dirk, Kandy, Goose und Jezza. Und die stammen tatsächlich aus der Original-Serie. :-D
Dirk ist ein Zuhälter aus S1, an den sich Salene noch ziemlich gut erinnern dürfte. Jezza wurde auch in der Serie als Anführerin der Modes genannt. Und mit Kandy und Goose hatte Lex in S5 seine Liebeleien ...
Ich habe den Text aber extra so gebaut, dass es egal ist, ob man die Namen wiederkennt, oder nicht.

Was die Medizinbücher angeht: Ich glaube, hauptsächlich wollte Summer sie tatsächlich haben, weil sie sich mit Daniels schwerer Krankheit so überfordert gefühlt hatte. Und weil Summer nunmal die Rolle der Hausfrau abgekommen hat, zu der alle laufen, wenn sie ein Pflaster oder sonst was brauchen.
Die Situation wird für die Kids einfach nicht besser, sie müssen sich selbst helfen. Aber vielleicht hat Summer ja auch an sich und das Baby gedacht?
Jedenfalls gönnt sie sich selbst einen Nackenbeißerroman. Mit einem Ritter. Irgendwie muss frau ihre unterdrückten Wünsche ja kanalisieren ...

Ich habe mir vorgestellt, dass Summer noch nicht schwanger war, als sie Eve aufgabelte. Ben konnte ich mir da nur in der Rolle des Jungen vorstellen, der (noch) glaubt, dass Eve vermisst gemeldet wird, die Polizei sie suche und Summer wegen Kindesentführung angezeigt wird.

Eigentlich hatte ich befürchtet, dass es zu offensichtlich ist, wo Summer hin will. Aber ich habe es nun noch nachgetragen. Summer will natürlich zum Mütterhaus. „Nur mal gucken.“ Ich denke, einen konkreteren Plan hat sie wirklich nicht, was sie denn bitte tun will, falls es ihr dort gefällt. Da bleiben? Das Baby nach der Geburt abgeben?
Ich denke, sie weiß es wirklich nicht.

Aber wie du schreibst, sie wird sowieso nicht dort ankommen.
Ich hatte auch befürchtet, dass zu offensichtlich ist, wer die Chosen sein könnten. Aber das verrate ich nun nicht. :-)

Vielen lieben Dank nochmal für dein Review. Ich hoffe, ich konnte alle Unklarheiten beseitigen – bis auf die letzte Frage. ;-)

Bis bald,
Ramana

P.S.: Schön, dass du dich jetzt in den Kapiteln zurechtfindest. Allerdings ufert die Überarbeitung wirklich aus und jetzt überlege ich wiedermal, die Geschichte zu teilen. Ehrlich gesagt schrecken mich persönlich FFs weit über 100.000 Wörter sowieso immer ab ...
Nach der Geburt einen Cut zu machen und die folgenden Kapitel in einem neuen Buch hochzuladen, fände ich passend. Ich glaube, insgesamt könnte man die Geschichte gut als Triologie gliedern ...
Das ist jetzt natürlich doof für die Leser, die schon alles gelesen haben und bei jedem Alert darauf warten, dass es „am letzten“ Kapitel endlich weiter geht ... aber dort tut sich ja gerade eh nichts, weil ich die Überarbeitung erst fertig machen möchte. Ich fürchte, momentan bin ich als Autorin gerade herrlich unzuverlässig ...
05.09.2021 | 11:17 Uhr
Moi :)

Ich bin grade noch etwas ratlos, was ich zu diesem Kapitel sagen soll, aaaaaber ich tue mein Bestes, um hier trotzdem ein halbwegs anständiges Review auf die Reihe zu bekommen. Noniin. Let’s do this.

Es ging in dem Kapitel ja gefühlt für mich zumindest sehr viel um Klamotten und um Aussehen und ich hab mich tatsächlich mal kurz dabei erwischt, wie ich sehr intensiv drüber nachdachte, dass Blau als Kuttenfarbe für die Chosen eigentlich gar nicht so viel Sinn macht. Ebony und Zoot hatten den Locos ja zu ihrer Zeit eher so Schwarz/Rot als Erkennungsfarben gegeben, wenn überhaupt, auf jeden Fal alles, was irgendwie ein bisschen durchgeknallt, ein bisschen gefährlich und trotz allem mehr nach Polizei/Militär aussah, als bei den Demon Dogz. Also klar, macht das Sinn, dass die sich als Sekte für was sehr einheitliches (was die Locos ja so nicht hatten) entscheiden, aber irgendwie hatte mich das gewundert, jetzt, wo ich wegen Dan nochmal über die Uniform der Chosen nachdenken musste.

Ich hatte bei Summers Gespräch mit Dan am Anfang etwas die Befürchtung, dass mir das ein bisschen zu reptititiv vom Aufbau her ist, fand das dann über die Wendung mit Tinga doch ganz spannend. Diesen Aspekt mit dem Altersunterschied fand ich tatsächlich interessant, wäre für mich aber eher einer der Punkte gewesen, bei denen ich gefühlt für mich jetzt gesagt hätte, dass das in so einer Situation, wie die, in der die sich da jetzt alle befinden, nicht so wahnsinnig die Rolle spielt. Und Summer sagt das ja auch, das hat’s davor auch schon gegeben, scheint mir nur irgendwie logisch, dass das dann nochmal wieder kommt - gerade unter diesen Umständen.

Generell mochte ich es, dass wir hier sowohl zu Dan, als auch zu Ben und Summer nochmal Hintergrundinfos gekriegt haben, das hat mir gut gefallen. Die Story, wie Ben und Summer sich eigentlich kennengelernt haben, fand ich auf schräge Art irgendwie passend, das mochte ich.

Was ich in dem Kapitel irgendwie anstrengend fand, war die nächste Wiederholung von Summers Ambivalenz was ihre ganze Mutterrolle angeht. Mir ist dieser ständige Konflikt “schwangere Tribe-Mama, die das eigentlich nicht sein möchte und auf der anderen Seite aber nen massiven Kontrollzwang hat” grade irgendwie ein bisschen zu viel. Ich hab das schonmal gesagt, ich finde das total nachvollziehbar, dass Summer Angst vor der Geburt ihres Kindes hat und alles andere wäre ja auch nicht realistisch. Aber mir fehlt da grade irgendwie etwas die Entwicklung. Ich habe das Gefühl, dass ich, was das angeht, so seit 3, 4 Kapiteln immer das Gleiche erzählt bekomme, nämlich, dass Summer Angst hat und insgeheim sowieso damit rechnet, dass sie stirbt.

Vor dem Hintergrund finde ich sie, was das angeht, wirklich extrem passiv. Wenn sie sich damit abgefunden hat, dass sie die Geburt von ihrem Baby eh nicht überlebt, warum tut sie dann - in meinen Augen, vielleicht stimmt da meine Wahrnehmung nicht - zumindest nicht irgendwas dafür um zu klären, wie und von wem ihr Kind versorgt werden soll, wenn sie nicht mehr a ist? Und wenn sie doch nicht ganz so fest damit rechnet, warum unternimmt sie dann überhaupt nichts “dagegen”? Ja, medizinische Versorgung und so ist alles Mist (wobei doch gerade die Chosen auch mal dieses seltsame “Mütter Programm” hatten, vielleicht könnte man ja bei denen was klauen?) und ich bin voll bei ihr, dass das gefährlich ist, aber man könnte sich ja mal ein bisschen drüber informieren, was für Möglichkeiten es gäbe, das Risiko bei einer Geburt für Mutter und Kind zumindest einzudämmen. Zum Beispiel bei anderen Menschen, die sowas schon hinter sich gebracht haben und auch noch am Leben sind. Aber gut, ich wiederhole mich ;)

(Klammer auf, Klammer zu, die Tatsache, dass Dan eine angefangene Polizeiausbildung hat, qualifiziert ihn in meinen Augen sehr als Anführer und hat auf einer Ebene Dinge mit mir gemacht, die ich nicht erwartet hatte…)

Ich mochte die nur am Rande beschriebene Szene mit Eve im Auto sehr gerne. Davon hätte ich mir noch viel, viel mehr Details gewünscht, aber ich hatte schon so Bilder im Kopf, wie sie da sitzt und vielleicht Ausflüge nachspielt, die sie früher mit ihrer Familie gemacht hat oder so. Das fand ich unglaublich süß, das hat mir total gut gefallen. Ich finde, bei dem ganzen Landleben der Rooks, was ja immer so beschrieben wird und was gefühlt - und realistischerweise, dagegen sage ich überhaupt nichts - ja zu 90% aus Arbeit besteht, ist das eine schöne Auflockerung und gibt dem Ganzen natürlich auch nochmal eine andere Perspektive. Ich fand diesen Gedankengang, was diese ganze Sache eigentlich so mit der Generation, die in TT ja hauptsächlich durch Patsy, Chloe, Paul und später dann - leider - Tally und Andy dargestellt wurde, macht, schon immer ziemlich spannend und find so Ansätze dafür eigentlich immer ganz schön.

Ich weiß, dass du jetzt von mir erwartest, dass ich wahrscheinlich noch super viel zu diesem Summer-Dan-Gespräch sage, ich weiß nur leider nicht so ganz, was ich sagen soll :D Das, was mir am krassesten aufgefallen ist war, dass ich Summer unterstelle, dass sie zu dem Zeitpunkt, was Ben angeht, ein bisschen Amber-Tendenzen hat. Die neigt ja auch dazu, sich Männer, die sie mag, etwas an der langen Leine zu halten, ohne denen was versprechen oder sich mal wirklich damit auseinandersetzen zu müssen, was sie eigentlich will. Bei Pride endet das ja dann damit, dass er quasi für sie entscheidet (aber ja auch extrem inkonsequent ist, was das angeht aber…nunja. Anderes Thema :D) und bei Jay hat sie ja dann das “Glück”, dass der Plot das für sie erledigt. Sonst hätte ich das tatsächlich spannend gefunden, aber das haben die Autoren sich und uns und vor allem ihr ja irgendwie nicht zugetraut, dass sie da eine “unpopuläre” Entscheidung hätte treffen müssen. Ganz großer Balkon, was ich eigentlich meine ist: Ja, natürlich ist es eine Seite, ständig zu sagen, dass Summer sich nicht eingestehen will, dass sie Ben wirklich liebt und es nur nicht auf die Reihe kriegt, sich ihrer Gefühle bewusst zu sein und sie zu artikulieren. On the other hand: Summer ist ja sonst nicht so ganz wählerisch, was die Wahl ihrer Partner - wenn auch auf anderer Ebene - angeht. Und nein, nicht nur die Typen,denen sie Avancen macht oder mit denen sie ins Bett geht, sondern bei ihremTribe war das ja gefühlt auch eher Zufall und bei vielen nicht die Art von Leuten, mit denen sie sich sonst umgeben hätte.

Der Punkt ist: Ich glaube es der Geschichte nicht, dass sie mir ständig nur erzählt, dass das mit Summer und Ben schon längst geklärt sein könnte, wenn Summer sich nur mal eingestehen könnte, was sie fühlt und weniger Angst hätte. Ich glaube, dass Summer damit trotz allem auch immer ne sehr bewusste Entscheidung für die eine und gegen die andere Sache trifft. Und “die andere Sache” ist hier halt Ben. Und ich muss sagen - und jetzt haust du mich sicher gleich, ist mir aber egal - dass ich diesen Ansatz tatsächlich den spannenderen fände.Also: Summer hat schon Gefühle für Ben, die gehen aber am Ende nicht weit genug, als dass sie sich wirklich in soweit ändern könnte, dass sie ihre ständige Selbstsabotage loswird oder mal was an ihrem Verhalten ändern. Weil, let’s face it: Das ist ja das, was IRL ganz oft passiert. Dass man jemanden mag reicht halt dann doch ganz oft nicht dazu, dass man aus seinen alten Verhaltensmustern ausbrechen kann. Ich finde diesen Ansatz tatsächlich den spannenderen, als diese “klassische” Liebesgeschichte. Aber nunja. Ich bin hier ja auch nicht die Autorin ;)

Noniin. Ich geh jetzt nochmal über mein Kapitel drüber und schaue Mal, wie sehr ich *diese Szene* (Ja, es gibt sie und ich liebe und hasse sie jetzt schon gleichermaßen) nochmal entschärfen oder zuspitzen könnte und was davon ich überhaupt möchte und dann schaff ich’s ja vielleicht doch noch, deine PN zu beantworten. Ich kann dir zwar nichts versprechen, aber da ich morgen doch tatsächlich frei habe, meld ich mich sonst da vielleicht nochmal.

Noniin.
So long
Lumentyttö

Antwort von Ramana am 06.09.2021 | 22:24 Uhr
Liebe Lumentyttoe,

ja, ich bin immer noch beeindruckt, wie lang deine Reviews sind, auch wenn du nicht weißt, was du zu dem Kapitel schreiben sollst. Ich denke, das wird sich auch nicht mehr ändern. *g*
Mir gefiel dein Review. Und nein, ich bin keineswegs in der Stimmung, dir eine zu klatschen. Ich fand deine Gedankengänge tatsächlich sehr gut und sie haben mir den Tag versüßt.

Zu allererst das Wichtigste: die Kleidung der Chosen! ;-)
In Zusammenhang mit den Locos ergibt die Farbe blau wirklich keinen Sinn. Vielleicht hat Jaffa an Religionsgeschichte angeknüpft und die sakrale Farbe gewählt? Vielleicht auch aufgrund von Herstellungsmöglichkeit / Kosten?
Nein, jetzt ernsthaft, dein wichtigster Gedankengang ist für mich natürlich zu Ben und Summer.
Ich habe bei der Fanfiction sehr bewusst das Genre „Liebesgeschichte“ gewählt und nicht „Romance“. Denn bei Letzterem ist der Ausgang vorherbestimmt: Sie kriegen sich.
Vielleicht ist es ja Ben und Summers Schicksal, das sie immer wieder voneinander wegdriften? Vielleicht wird es kein Happy End für sie geben? Obwohl ihre Gefühle füreinander durchaus echt sind?

Auf mich persönlich wirkt es oft so, als würden Summer und Daniel in ihren Partnern etwas sehen, was sie selbst verloren haben. Ihre Unschuld? Ihre Verbindung zur Vergangenheit? Etwas von beidem?

Ich finde es für Daniel trotzdem realistisch, dass ihm der Altersunterschied zu Tinga Bauchschmerzen bereitet. Klar, wo kein Richter, da kein Henker. Aber Daniel wurde in einer Welt sozialisiert, in der es ein Tabu ist, als erwachsener Mann etwas mit einer Vierzehnjährigen anzufangen.
... Und er hätte sich wirklich eine Freundin suchen können, wo der Altersunterschied wenigstens ein bisschen kleiner ist. ;-)
Aber man steckt halt nicht drin, wo die Liebe hinfällt.

Mir hat auch sehr gefallen, dass du Ben und Summers Kennenlernen strange aber passend findest. Ihre Eltern sind auf jeden Fall sehr interessante Charaktere – schade, dass wir sie nie kennenlernen konnten.
Ich habe bewusst unerwähnt gelassen, dass Lili – rein theoretisch – nicht nur Summers Halbschwester sein könnte, sondern auch Bens. Ben und Lili haben jedenfalls beide blaue Augen. ;-)
Bisher habe ich trotzdem geplant, Ben und Lili nicht verwandt sein zu lassen. Trotzdem denke ich, dass es etwas mit den Gefühlen der Kinder gemacht hat (positiv als auch negativ), dass sie um ein Haar eine Patchwork-Familie hätten sein können.

(Tally und Andy konnte ich in der Serie übrigens auch nicht leiden. Ich fand sie sehr anstrengend überzeichnet.)

Ich finde es lustig, dass du das „Mütter-Programm“ der Chosen angesprochen hast. Es wird im nächsten Kapitel definitiv erwähnt werden.
Und wie du habe ich auch manchmal die pure Hoffnung, dass die Leser eingestreute Details rausfiltern können. Zum Beispiel, woher Summer die Jackals- Namen für Eve und sich selbst hat.

Ich habe dich gehört, dass dir Summers Ambivalenz zu ihrer Mutterrolle zu viel Raum einnimmt und gleichzeitig zu wenig Entwicklung da ist.
Ich werde zumindest ersteres Beherzigen. Was die Entwicklung angeht ... ich weiß noch nicht. Manchmal ist es einfach, wie es ist, und letztendlich bleibt es oft bei „Augen zu und durch“.

Ich bin sehr froh, dass ich dir heute noch auf dein Review antworten konnte.
Deine Mail werde ich aber leider erst morgen beantworten können.

Ich hoffe, du konntest deinen freien Tag genießen!

Ich wünsche dir noch einen schönen Abend,
Ramana
20.08.2021 | 18:51 Uhr
Moi Ramana,
Ich werde jetzt wieder was ganz gefährliches tun und hier kommentieren, während ich (zum zweiten Mal) lese, einfach, weil ich gerade nicht die Konzentration für ein alles zusammenfassendes End-Review habe. Ich denke nicht, dass das so krass eskaliert, wie letztes Mal, aber schauen wir mal.

Ich fand die Szene mit Dan tatsächlich irgendwie sehr cool, weil sie nochmal ein gutes Beispiel dafür war, wie weit es mit Summer und ihren Prinzipien her ist. Immer ganz gut, um sich mal kurzzeitig über was aufzuregen, aber wenn‘s hart auf hart kommt auch nicht so wirklich für was zu gebrauchen. Versteh mich nicht falsch, absolut nachvollziehbar, dass sie‘s am Ende tut, nur…sagt in meinen Augen eben doch auch was über ihren Charakter aus ;)

Dass Summer die Stille erst bemerkt, als Ben auftaucht fand ich als Bild tatsächlich sehr schön und - es sei hiermit aus Gründen sehr lobend erwähnt - auch total angemessen und überhaupt nicht drüber. Das sagte meiner Meinung nach viel mehr über die Situation und deren aktuellen Beziehungsstatus als der ganze Dialog, der danach kam. Das hat mir gefallen, das mochte ich.

Aber schon alleine die Tatsache, dass die ewig drüber diskutieren müssen, wer jetzt wen geküsst hat (was doch eigentlich eh nur eine Rolle spielen würde, wenn‘s dazu wirklich eine größere Bedeutung gebe, oder irre ich?) war schon wieder so…uff…die halten sich immer an so Kleinigkeiten auf, weil sie über die Sachen, um die‘s wirklich geht, nicht so richtig reden können, das wird alles gedanklich immer ewig durchexerziert und am Ende sagen (und tun!) sie das Gegenteil. Und ich frag mich immer mehr, ob sie nicht zumindest dieses Muster irgendwie mal erkennen müssten. Aber ok, vielleicht hab ich da auch einfach zu hohe Ansprüche.

Summers ganzer Absatz (!) darüber, wie toll sie den Kuss fand war auch wieder so, dass ich mir dachte, dass sie sich bei jedem anderem, von dem sie wüsste, dass er so denkt, unfassbar lustig darüber machen würde.Ich finde das tatsächlich auch immer ganz witzig aber eher, weil‘s der Figur so eine gewisse Ambivalenz gibt. Das mag ich.
Wobei das dann an dem Punkt, an dem sie drüber philosophiert, dass es ja nur Ben sei, der da jetzt mehr reininterpretiert, als da ist, schon fast wieder Richtung Hybris kippt. Aber well. Auch das ist wohl Summer.

Klammer auf, Klammer zu: Viel Liebe für das Schaf. Aus Gründen.
Mir ist allerdings tatsächlich nicht so ganz klar, warum ausgerechnet das Schaf dafür sorgt, dass Summer auf einmal schnallt, dass Dan - in ihren Augen! - als Anführer nur so semi-gut geeignet ist und warum Ben - in ihren Augen! - ganz sicher ganz unsterblich verliebt in sie sein muss. Bei Ben halte ich das tatsächlich auch für einen ganzen Haufen Projektion, denn dass er ihr nicht egal ist, sieht ja jeder, der sich die letzten 9 Kapitel mit denen beschäftigt hat. Aber nein, in Summers seltsamem Selsbtbild, in dem sie sich selbst für unwiderstehlich und gleichzeitig unfassbar abstoßend hält, muss ja Ben in sie verliebt sein. Oder so. War das die Aussage? Argh, ich möchte die Gute schon wieder schütteln!

„„Scheiße“, murmele ich - und meine nicht die Schafköttel auf der Veranda.“ —> Der war mir zu plump, viel zu gewollt witzig. I know you can do better. Hätte mir hier vollkommen gereicht, wenn sie‘s sagt und dann beschrieben wird, dass sie sich irgendwo zwischen den Mist auf den Boden fallen lässt oder von mir aus nochmal reintritt (wobei, dann wäre sie wohl wahrscheinlich wieder ausgerastet und…well…)

Ich finde Nicks Überlegungen zu einem möglichen Nutzen des Schafes übrigens wesentlich weniger absurd, als Summer. Es scheint mir auf jeden Fall geeigneter zu sein, um in Notfall noch mehr Leute zu versorgen, als die gute Bluebell ihrerzeit ;)

Auch bei Summers Wut über die Sache mit dem Essen wieder: Im einen Moment findet sie‘s dann doch total schlimm, dass Ben bei Sandy ist bzw. Sein könnte und im nächsten stört sie aber was anderes viel mehr. Die ist da wirklich extrem Sprunghaft, die Gute :D Prioritäten kann Summer eindeutig nicht :D

Und jetzt will Summer das also kurzerhand selbst machen. Tja. Nun. Bleibt ihr ja auch wirklich schlecht was anderes übrig. Und hey, sie hat doch letztens erst bewiesen, dass sie Kontakte hat, dann kann sie die ja wieder aufleben lassen ;) Nein, ich wünsche ihr völlig unironisch, dass sie was zu Essen findet. Ich werde ja auch immer ganz pissig, wenn ich nix zu Essen bekomme. Und wer weiß, vielleicht haben sich die Verhältnisse in ihrem Zuhause ja wieder ein wenig beruhigt, bis sie wieder da ist.

Was mir auf jeden Fall aufgefallen ist, war Summers Dauer-Ragemode für den größten Teil des Kapitels. Nicht, dass ich das nicht nachvollziehbar fand, ich kann sie sehr gut verstehen und sie hat wohl allen Grund, von der Allgemeinsituation etwas angepisst zu sein. Nur war auch hier wieder irgendwann der Punkt erreicht, wo ich mir dachte: Ja, ist gut, ich hab‘s verstanden! Summer ist unfassbar wütend auf alle anderen und die Welt und überhaupt. Vielleicht, habe ich mir so gedacht, hätte es den entsprechenden Absätzen ein bisschen gut getan, wenn nicht in absolut jedem Satz quasi nochmal wiederholt worden wäre, wie unfassbar wütend Summer jetzt gerade ist. Weil ja, natürlich ist das doof, dass der Laden verlottert, natürlich ist Nicks Verhalten daneben (on the other hand: Wenn‘s zu ihrem Vorteil gewesen wäre, hätte sie ja bereitwillig mitgemacht) wenn sie sich nicht kümmert und natürlich sind das Hormone und alles, aber - für meine Begriffe - ist jetzt auch nichts passiert, dass es gerechtfertigt hätte, dass sie sich zwischendurch nicht zumindest ein bisschen beruhigen kann. Oder ich als Leserin zumindest mal ganz kurz eine Pause davon bekomme, mir die ganze Zeit anhören zu dürfen wie unfassbar sauer sie gerade ist.

Was mir auch mal wieder auffiel: Eigentlich kann Summer echt froh sein, dass die alle so geduldig mit ihr sind :D So, wie sie die alle ständig anschreit und allen - außer Ben - regelmäßig erklärt, wie unfähig sie sind, ich glaube, ich hätte ihr schon viel länger mal gesagt, dass sie sich gefälligst ein bisschen am Riemen reißen soll. Und die ertragen dass alle so :D Aber naja, Summer und ich müssen ja auch keine Freundinnen mehr werden.

Ansonsten ist das ja inhaltlich natürlich super spannend, wo Summer jetzt was zu Essen herkriegen will - und was auf dem Weg dahin noch so passiert. Vielleicht läuft sie ja auch Ben über den Weg und beruhigt sich wieder ein bisschen .Wer weiß…
Abschließend: Mir hat Nick in diesem Kapitel sehr leid getan. Ich glaube, ich hatte für ihn auch mal nen FC. *wedelt mit Fähnchen*

Noniin. Ich glaube, bevor ich jetzt komplett den Faden verliere, mach ich hier Schluss.
Nähdään
Lumentyttö

Antwort von Ramana am 24.08.2021 | 11:12 Uhr
Liebe Lumentyttoe,

vielen lieben Dank für dein ausführliches Review.
Bitte entschuldige, dass ich so lange nicht geantwortet habe. Aber früher habe ich es einfach nicht geschafft.

Ich hatte erwartet, dass dein Feedback zu diesem Kapitel deutlich schlechter ausfällt. Es ist ja wirklich sehr Teenie-Summer-lastig – und ihr Zwei seid ja sowieso nicht die besten Freundinnen.
Also vielen Dank, dass du es nicht ganz schrecklich fandest!

Umso mehr freut mich, dass dir aufgefallen ist, wie ambivalent Summer ist und dass sie ihre Gefühle auf Ben projeziert! Sie kann nur zugeben, dass Ben in sie verliebt ist, aber sie selbst – nein, sie doch nicht! ;-)
Auch sonst kann sie natürlich nur den Frust über die Gesamtsituation raus schreien. Dass die Sache mit Ben sie genauso aus der Bahn wirft wie die Aussicht, wieder zu hungern, das kann Summer sich nicht einmal selbst eingestehen.

Ich persönlich finde, dass in diesem Kapitel kein Charakter besonders gut wegkommt. Von daher finde ich es irgendwie süß, dass du Mitleid mit Nick hast. Er war irgendwie immer der Charakter, dem die Sympathien nur so zuflogen.
In der Urversion hatte Nick eine Affaire und ich überlege ernsthaft, ob er die wieder bekommen soll, damit er nicht zu gut dasteht. *lol*

Dagegen wurde Summer oft kritisch beäugt. Eine Leserin schrieb mal, sie möge Summers „schnodderige Art“. Bei der Beschreibung muss ich heute noch schmunzeln.
Ich hätte in diesem Kapitel ja Jen mal gerne gesagt, dass sie sich zusammenreißen solle. Tatsächlich ist sie die Einzige, auf die Summer nicht losging. Es passte nicht zu Summers Beziehung zu Jen.
Ich finde schon, dass Summer in diesem Kapitel von Nick und Daniel contra bekommt.
Aber ich verstehe, was du dir hier mehr gewünscht hättest.
Psychologisch will ich aber nicht vergessen, dass Summer Jen und Daniel gesund pflegte. Ich glaube, nach sowas drückt man über die Macken eines Menschen eher ein Auge zu ...

Ach ja, Summer und das Schaf... Ein totaler Schock für Summer, ihm gegenüberzustehen. Summer sollte ihre Erkenntnisse quasi „im Angesicht des Todes“ haben. ;-)
Ich denke, es ist offensichtlich, dass Summer keine Tiere mag. Man könnte sogar so weit gehen, zu sagen, dass Summer Angst vor Tieren hat. Ich bin aber noch nicht sicher, in wie weit es nötig ist, das auszubauen ...

Was mich echt immer nachdenklich stimmt, ist deine Kritik an den Gesprächen zwischen Summer und Ben.
Was alles nicht gesagt wurde.
(BTW: Objektiv macht es natürlich keinen Unterschied, wer wen zuerst geküsst hat. Subjektiv aber schon – wenn (mindestens) einer von beiden so tut, als habe er das nicht gewollt.)
Ich frage mich wirklich, was für Sätze du gerne von Summer und Ben hören wollen würdest.
„Ich liebe dich, aber für mehr als Freundschaft fehlt mir der Mut“, wäre wahrscheinlich das Wahrhaftigste. Hätte ich in dem Kapitel aber unrealistisch gefunden, oder?

Du kannst mir ja gerne einfach mal schreiben, was du dir wünschen würdest, und dann schaue ich, was ich machen kann.

Liebe Lumentyttoe, nochmal vielen vielen Dank und bis hoffentlich ganz bald!
Ramana
22.07.2021 | 13:06 Uhr
Moi :)
Bevor ich mich nun also daran mache, meine 8.000 Wörter irgendwie klein zu kriegen, bist erstmal du drann. Bzw. Ben und Summer sind es, bevor ich mich dann den Rest vom Tag mit meinem Rewatch und dem Geschreibsel aus der Realität auszoome.

Ich hab bei dem Kapitel irgendwie ein bisschen gebraucht, bis ich mich eingefühlt hatte. In die Situation und in das, was da zwischenmenschlich gerade alles los ist. Fangen wir also vielleicht mal mit dem Offensichtlichen an: Ben und Summer haben also endlich beide das Maul aufbekommen, Summer natürlich nur ironisch, weil das geht ja echt nicht, dass sie jemandem gegenüber zugibt, dass sie Gefühle hat, die über die Frustration mit der Allgemeinsituation und Lust auf Sex hinausgehen. Ähem. Entschuldigung. Nein, es ist ja schonmal ein erster, guter Schritt, dass sie wohl über sowas reden können. Auch, wenn oberflächlich betrachtet ja eigentlich "nur" Ben über "was redet", denn Summer hat ja eigentlich was anderes gemeint. Ich frage mich grade ein bisschen, ob du damit so das ultimative "Seelenverwandtschaftsding" rausstellen wolltest ("Er erkennt, was sie eigentlich sagen will, bevor sie es gesagt hat"). Das ist mir gerade aber auch erst so beim dritten Mal drauf rumdenken eingefallen. Aber irgendwie passt das zu den beiden und der Allgemeinsituation: Sogar in dieser Situation, die ja eigentlich eine Art Aussprache wäre, neigen sie dazu, irgendwie massiv aneinander vorbeizureden. Und klar, natürlich hat Ben als der ultimative Summer-Versteher, der er ist, jetzt überhaupt nicht damit gerechnet, dass sie noch einmal was dazu sagt oder so (der Junge ist einfach viel zu gut für sie, ich bleib dabei) und so, wie er das über das "auch" angetextet hat, war schon klar, dass es hier eher um die Meta-Ebene geht, aber irgendwie…ach, ich weiß auch nicht.

Das war alles so Silbertablett-mäßig aufgebaut, ja jetzt schon über mehrere Kapitel mit den super deepen Gesprächen, die die beiden immer wieder hatten, Summers allgemeiner mieser psychischer Verfassung (nein, dass sie im letzten Kapitel noch kurz davor war, mit Billy Boy rumzumachen, zählt nicht als Gegenargument, im Summers Weltanschauung ist das ja vollkommen normal und ok) und Bens wachsender Entscheidungsfreude und dann kriegen die es immer noch nicht hin. Sogar jetzt, in so einer "friss oder stirb"-Situation. Und ja, ich weiß, jetzt wirst du mir gleich erzählen, dass Ben doch dieser super tolle, verständnisvolle, Summer-kennende Typ ist und gar nicht damit gerechnet hat, dass sie jetzt was dazu sagt und überhaupt. Ja. Ich weiß. Aber das steht da ja jetzt trotzdem so rum, er hat's nunmal gesagt. Und weil ich dem Jungen jetzt nicht unterstellen möchte, damit sonderlich leichtfertig umzugehen, müssten sie sich ja eigentlich perspektivisch mal damit auseinandersetzen. Und ach jeh. Ich ahne irgendwie nichts Gutes. Aber vielleicht ist das auch nur mein Pessimismus und die beiden überraschen mich noch. Wer weiß… (Du. Du weißt es. Aber du wirst es mir nicht erzählen.)

Auch auf die Gefahr hin, dass Summer und du mir gleich beide den Hals umdrehen wollt: Ich fand, dass sie in dem Kapitel so Trudy-Vibes hatte. Gar nicht so sehr wegen der Baby-Geschichte an sich, sondern wegen dieser "Es ist eh alles vorbei und ich werde sterben"-Grundhaltung. Trudy hat die ja ganz am Anfang auch - bzw. eigentlich schon relativ lange, bevor die Erwachsenen tot sind, es ist ja literally ihre Begründung dafür, mit Martin ins Bett zu gehen. Aber so die ersten zehn Folgen der S1 lang ist sie ja auch hochgradig depressiv und hart an der Grenze (und drüber) zu suizidal. So diese komplette innerliche Kapitulation vor den Umständen hat mich hier so vom Gefühl her irgendwie stark an sie erinnert. Das ist keine Kritik in dem Sinne, ich finde das in Anbetracht der Umstände und gerade von Summers Situation auch total nachvollziehbar. Es ist mir nur irgendwie aufgefallen. Und dann habe ich - was ich ja im späteren Verlauf auch öfter schon angemerkt habe - mich mal wieder gefragt, ob es Summer nicht wirklich gut täte, mal noch jemanden außerhalb ihres Tribe zu haben, mit dem sie über solche Dinge reden kann. Klar ist es gut, dass sie ihren Tribe hat und Ben und co und dass die sie alle verstehen, aber ich hatte irgendwie gerade hier den Eindruck, es könnte wirklich Sinn für sie machen, sich mal noch wen zu suchen, der halt außerhalb ihrer Bubble ist. Ja, ich weiß natürlich, dass die Rooks sich so abgeschottet haben etc. p.p. , aber das bricht mit ihrem Einmischen in den Krieg ja jetzt auch so ein bisschen auf. Und vielleicht könnte es Summer helfen, irgendwie mal noch wen zum Reden zu haben, der nicht Ben ist. Muss ja nicht direkt Trudy sein, ich glaube nicht, dass die klarkämen, aber einfach noch wen anders, der vielleicht nachvollziehen kann, wie's ihr geht und trotzdem nochmal ne andere Perspektive einbringt. Versteht man, was ich meine?

Ansonsten hat mir so dieses ganze "Verräter und Vertrauen"-Thema irgendwie sehr gut gefallen. Also, dass das hier nochmal so durchgezogen wurde. Macht schon Sinn, dass das Summer jetzt noch durch den Kopf geht, nach dem, was da gerade passiert ist. Aber irgendwie war bei mir die ganze Zeit so das Gefühl da, dass das was ist, was den Rooks nicht passieren würde. Da halte ich es tatsächlich für wahrscheinlicher, dass eine:r eines schönen Morgens einfach weg ist und sein/ihr eigenes Ding macht, aber so richtig mit Verrat, das traue ich da irgendwie keinem zu. Wäre natürlich auch die Frage, wer da in diesem sehr engen, familiären Geflecht was an wen verraten will ;) Stand jetzt gibt's ja keine größeren Rooks-Geheimnisse, von denen nicht eh die meisten wissen, oder?

Noniin. Irgendwie ist mein Faden gerade weg, also beende ich das hier. Ich bin auf jeden Fall gespannt, was die Rooks aus ihrer neuen Rolle als Widerstandskämpfer machen - und wie Summer und Ben jetzt mit der für sie neuen Situation, in der ja jetzt nicht mehr "nur" ein Kind, sondern, *le gasp* auch noch ein "Ich liebe dich" im Raum steht, umgehen ;). Ich hoffe, das hier ist nicht allzu wirr, ich fürchte, ich bin noch nicht so ganz wach. Aber falls doch wirst du dich ja mit Sicherheit beschweren ;)

Nähdään
Lumentyttö

Antwort von Ramana am 22.07.2021 | 22:46 Uhr
Guten Abend liebe Lumentyttoe,

schade, dass du etwas brauchtest, bis du in das Kapitel „rein“ gekommen bist. Sind es gerade zu viele Beziehungsgeflechte?
Dass du alles um Ben und Summer Silbertablett-mäßig aufgebaut fandest, klingt eher negativ. Irgendwie war ich am Ende doch etwas erstaunt, dass dir das Kapitel alles in allem gefallen hat mit dem „wer ist Freund und wer ist Feind“-Thema.

Dass Summer und Trudy sich ähneln könnten, darüber habe ich tatsächlich gar nicht mehr nachgedacht. Aber es ist ja auch schon etwas her, dass ich die erste Staffel von TT gesehen habe.
Aber naja, beides sind schwangere Teenager in einer Extremsituation. Finde ich jetzt auch nicht unrealistisch, dass ihre Weltanschauung vergleichbar ist.

Ich bin ja ein bisschen erschrocken, dass sich dein Review so liest, als würde ich dir den Kopf abreißen, wenn du anderer Meinung bist. Prinzipiell hat der Leser bei mir immer Recht.

Ich persönlich fand Jen in diesem Kapitel ziemlich anstrengend. Aber die hat ja wirklich gerade ein Problemchen ...
Ich hatte allerdings Sorge, ob sie zu gemein sein könnte (auch gegenüber Nick).
Ich hätte auch erwartet, dass du dich aufregst, dass Summer mit einer Pistole spielt.
Aber dann ist Summers Sarkasmus und ihr Verhalten gegenüber Ben doch wieder das größte Ärgernis. Ach, das ist wirklich eine Hassliebe zwischen euch beiden ...!

Ich stelle mir Summer als so eine Art Löwin vor. Wenn sie jemanden liebt, dann liebt sie kompromisslos. Aber sie ist halt auch ziemlich kontrollsüchtig und komplexbeladen ...
Ich denke, Sex kann EINE Möglichkeit sein, Nähe zu einem anderen Menschen herzustellen. Und sich wahrgenommen zu fühlen. Und wenn man eigentlich unter Beziehungsangst leidet, ist es schon einfacher, diesen Kontakt zu jemandem herzustellen, der einem nicht ganz so viel bedeutet ...
Das ist zumindest meine Interpertation von Summer.

Ich musste tatsächlich schmunzeln, als ich las, dass du findest, dass Ben zu gut für Summer sei. Denn Summer würde dir da sogar recht geben.
Ich persönlich fand Ben in diesem Kapitel etwas arschig. Denn Summer ist Single. Ben ist derjenige, der gerade seine Freundin betrogen hat.
Aber zumindest sind wir uns beide in einem Punkt einig: Der Junge sagt ein „Ich liebe dich“ nicht einfach so dahin.
Trotzdem fand ich die Kussszene zwischen den Beiden ziemlich schön (ich hoffe, das darf man auch mal schreiben, und dass es nicht nach Eigenlob klingt).

Deinem Wunsch nach einem Ausflug für Summer kann ich bereits im nächsten Kapitel entsprechen. Das ist doch endlich mal was! ;-)
Ansonsten spoiler ich nicht und hoffe, dass Summer und Ben dich tatsächlich positiv überraschen können. Obwohl du das Ende der Geschichte ja eigentlich sowieso schon kennst. ;-)

Vielleicht kannst du mir zu manchem ja noch per Mail antworten.

Viel Spaß beim Rewatch und dem Eindampfen deiner Kapitel,
Ramana
11.07.2021 | 19:37 Uhr
Moi Ramana,
Ich glaube, wenn ich das hier durchhabe muss ich mal nachzählen, auf wie viele Wörter ich des heute gebracht habe :D Ich bin mir ziemlich sicher, dass das alles in allem (PN, Kapitel, Review) sicher straight auf die 2-3k zugeht :D Aber nundenn. Sagen wir einfach, ich hätte einen Flow und da soll natürlich auch deine Story von profitieren. Noniin…here we go.

Ich hab beschlossen, dieses Review in zwei Teile zu teilen. Einen, über den du dich freuen kannst und einen, über den ich mich freuen kann, sozusagen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das so ein Fall wäre, wo du ne PN schreiben würdest, aber ich mach das jetzt anders und du musst damit leben ;)

Dann steigen wir mal mit „deinem“ Teil ein.
Ich mochte Dan in dem Kapitel sehr gerne und überlege jetzt, ob ich ihn nicht doch so langsam mit in meinen Nick-Fanclub mit aufnehmen soll. Ich fand’s extrem cool, wie du’s grade am Anfang geschafft hast, ihn so pessimistisch-genervt sein zu lassen, aber nicht so dieses Teenie-mäßige oder das, was Summer manchmal hat, was immer an „ich bin mit der Allgemeinsituation unzufrieden!“ grenzt, sondern er hatte einen sehr guten Grund: Die Rebellen haben da ein riesen Fass auf gemacht und dann offensichtlich ihren Laden nicht im Griff. (Für welche zwei sehr amüsanten Headcanons das bei mir gesorgt hat, dazu kommen wir dann im zweiten Teil noch :D) Ich finde das einen sehr guten Grund, um zumindest ein bisschen angepisst zu sein - plus, dass es für ihn ja sicherlich auch keine allzu einfache Situation ist zu wissen, dass er Summer jetzt in dieses Chaos reingeschleppt hat und hauptverantwortlich dafür ist, dass sie da alle drei auch wieder heil rauskommen.

Vor dem Hintergrund find ich’s auch total nachvollziehbar, dass er dann letztlich lieber gehen will, bevor die Situation total eskaliert - auch wenn’s vielleicht taktisch nicht so die allerbeste Entscheidung ist und Summer ja dann letztlich auch eine andere trifft. Im Gegensatz zu Summer finde ich übrigens nicht, dass Daniel seine Sache hier schlecht macht. Das auf so nem Anführertreffen (und das sind Stammestreffen ja auch immer) letztlich irgendwie alle ein bisschen mehr als sonst dazu neigen, raushängen zu lassen, wer sie sind und was sie können, ist ja jetzt kein Problem, das Dan exklusiv hat ;) Ich fand, dass er seine Sache gut macht.

Bei dem Teil, wo Summer Larissa als „unwichtige Person“ bezeichnet, war ich kurz versucht, zu fragen: „Summer und Schulfreunde? Bitte…“ aber gut, dass sie die ja durchaus hat, sieht man ja dann im weiteren Verlauf.
Ihren plötzlichen Wechsel von Untergebenen-Schleimerei zum Befehlston bei Dan fand ich ausnahmsweise auch mal witzig. Mein Gott, hier passieren Dinge mit mir :D

(Ich hab mich mal kurz gefragt, ob man Blut an sich riechen kann oder ob das nicht geruchlos ist und es immer andere Sachen drumrum sind, die riechen, wüsste das jetzt aber so spontan aus dem Stegreif glaube ich auch nicht.)

Ich hatte hier irgendwie so ein paar Momente, wo ich mir nicht ganz sicher war, ob ich Sachen einfach schon nicht mehr weiß, oder ob mir irgendwie Hintergrundwissen fehlt. Die Story mit Summers Opa, falls sie denn stimmt, war mir total neu, aber gut, mein Kurzzeitgedächtnis ist auch ein Sieb, kann also immer locker auch daran liegen.

Die kleine Szene zwischen Gavin und Nick fand ich süß, falls sie das denn sein sollte. Manchmal ist ja so Kleinscheiß wesentlich vielsagender, als die ganz großen, ganz ausschweifenden Dinger.

Ich sollte vielleicht nochmal sagen (weil ich mir nicht sicher bin, ob ich das schonmal getan habe), dass ich an Billy Boy überhaupt keine Erinnerung habe. Also absolut null. In meinem Kopf ist er unter einem Bild von Tophat abgespeichert, aber das macht mal vorne und hinten überhaupt keinen Sinn. Weil hier aber im Zusammenhang mit ihm so auffällig viele Ägypten-Metaphern fielen, hab ich jetzt glaube ich komische Bilder im Kopf.

Prinzipiell fand ich den Jahrmarkt als Setting wunderschön und ich fand’s total toll, dass du ihn eben nicht nur als einmal erwähntes Setting genutzt hast, sondern die beiden dann auch zu verschiedenen, alten Fahrgestellen schickst. Ich hab das auch mal gemacht, weil ich so diese Kombination aus diesen Kids, die alle quasi von heute auf morgen erwachsen - oder zumindest sowas ähnliches - werden mussten und so Sachen, die Kindheitserinnerungen triggern wie Jahrmärkte oder Schaukeln oder so, total schön fand. Ich hab mich also schon alleine über dieses Setting extrem gefreut. Generell wollte ich noch sagen, bevor ich das nachher vergeße, dass das glaube ich bisher von allen Kapiteln das war, was ich mir so am plastischsten vorstellen konnte. Ich hab am meisten Bilder gesehen und konnte mich am besten in alles einfühlen - und wie du ja mittlerweile weißt, ist mir das sehr wichtig :) Vielleicht auch deshalb hab ich das super gern gelesen.

Nundenn, kommen wir mal zum Punkt. (Ich merke schon, das ist gefährlich, wenn ich das mit dem Review-schreiben mache, während ich das Kapitel nochmal lese, weil ich dann dazu neige, zu wirklich jedem Absatz was sagen zu wollen, aber wenn ich das mache, sitzen wir morgen noch hier und das willst du ja sicherlich auch nicht.)

(Klammer auf, Klammer zu: Jaffa, das kleine Mobbingoopfer. Hab ich noch nie so richtig so gesehen, macht aber schon Sinn - also auch, dass er dann als einer der ersten Zoot so hinterhergerannt ist. Und dann witterte er irgendwann seine große Chance und nutzt das eigentlich alles nur als riesengroße Racheaktion. Oh weh. Oh weh oh weh oh weh. Aber ja, mach Sinn. Leider.)

Ich „mochte“ (wiedermal das falsche Wort, aber du weißt, wie ich das meine) diese Szene, als Summer und er über Kinder sprechen - hauptsächlich tatsächlich deswegen, weil ich hier bei Summer doch mal wieder sowas wie Selbstreflexion gesehen habe. Sie merkt, dass sie was gemacht hat, was dem Gegenüber unangenehm sein könnte und entschuldigt sich. Ich meine, dass ich das in der „alten Version“ nicht so häufig bei ihr gesehen habe, vielleicht irre ich mich aber auch. Aber ich finde das sehr gute s macht sie etwas weniger zu diesem dauersarkastischen Teenie und gibt ihr nochmal mehr Tiefe, das gefällt mir. Ich fand es auch schön in dem Gespräch immer wieder zu merken, wie konsequent du das durchziehst, dass die zwei sich halt kennen. Durch Namen, Orte. Das ist alles nicht so Behauptung, das hat Hand und Fuß, das gefällt mir sehr gut.

Die Zuckerstangen-Szene hab ich irgendwie nicht so richtig kapiert, falls da mehr drin war, als dass es nochmal die Vertrautheit der beiden zeigen sollte.

Dass Pride Summer erst gar nicht erkennt fand ich gerade vor dem Hintergrund witzig, dass ich mich zu erinnern meinte, dass die beim ersten Mal, als ich von ihnen beiden zusammen gelesen habe, super vertraut miteinander gewirkt haben und ich gar nicht schnallte, wo das herkam. Aber ja, klar, ich glaube, da haben einfach eine Menge Leute einen Haufen Sachen verdrängt, nachdem der Virus ausbrach. War ja für viele bestimmt auch eine gute Gelegenheit, mal mit ein paar Sachen abzuschließen. Und sagen wir mal so, wer sich danach dafür entscheidet, mit einem Haufen Leute mehr oder weniger isoliert im Wald zu leben, war so wahnsinnig scharf auf sein altes Leben jetzt sicher nicht ;)

Dass Pride Summer auch dann noch, als er quasi mit nem halben Bein aus der Tür ist (weil Amber einmal gepfiffen hat. Ach ach ach. Aber ok gut, da, komme ich gleich nochmal drauf), auf die Sache mit dem Regen hinweist fand ich sehr, sehr schön, weil’s so total IC für ihn war. Ich mag das, wenn ich merke, dass ich die Figuren wiederkenne und das hab ich hier auf alle Fälle. Ich fand insgesamt das Treffen zwischen Pride und ihr irgendwie ein bisschen „kurz“, gar nicht so sehr von der Länge her ,sondern eher vom Inhalt. Im Prinzip passiert ja nicht mehr, als dass er sich (nicht) an sie erinnert und dann ist er gefühlt auch schon wieder weg. Ich hätte mich an sich ein bisschen nach dem Sinn der Szene gefragt - noch dazu in einem so langen Kapitel, wo ja eh schon gefühlt eine ganze Menge passiert - aber ich denke, dass das einfach die Vorbereitung für diesen Spaziergang später zwischen den beiden war, oder? Dann fand ich’s total gut, weil eben schon auch nochmal rumkommt, dass die sich halt irgendwie kannten. Und auf ner Meta-Ebene fand ich’s interessant, dass dich von Summers Beschreibung über ihn her eigentlich den Eindruck hatte, dass die sich wesentlich besser gekannt hätten - zumindest besser als ihm fällt nichtmal ihr Name ein :D (Aber ok, vielleicht war der auch wegen den Dingen, die nicht passiert sind, aber zu denen ich gleich komme nicht so ganz bei der Sache :D)

(Klammer auf, Klammer zu: Es ist so schön, das Wort „Spleen“ mal in einem Text zu lesen. Ich dachte immer, dass nur ich es benutze und das quasi mein - nunja - Spleen sei ;) )

Ich fand die Verabschiedung von William und Summer irgendwie sehr stimmig. Nicht zu intim, nicht zu unterkühlt, irgendwie hat das für mich gepasst und sich sehr logisch aus dem, was vorher passiert ist, ergeben. Darüber, dass er sie gleich küsst, hätte ich mich bei jede*m anderen wohl aufgeregt, aber nuja jetzt da. Ist halt Summer, da läuft das gefühlt eben irgendwie immer so.

Und dann das Ende. Bäm. Ich war etwas…schockiert. Einerseits natürlich vom Inhalt, andererseits, weil ich mir nicht ganz sicher war, ob ich das mit Summers Verrat an Jaffa (an wen denn eigentlich?) irgendwie vergeßen hatte. Aber gut, es mag an meinem Kurzzeitgedächtnis liegen, wiedermal, ich hoffe, du vergibst mir. Aber das ist natürlich ne Sache…hui. Wir bekommen doch mal wirklich noch Handlung (Das klingt jetzt so böse, soll es nicht, natürlich ist vorher auch schon Handlung da. Aber so dieses klassische, spannungsgeladene, hatte ich jetzt hier das Gefühl, passiert so konkret das erste Mal). Und es gefällt mir so so so so so gut!! Also nicht, dass ich jetzt übermäßige Angst um Summer an sich hätte (immerhin weiß ich ja, dass sie’s noch ne ganze Weile lebend schafft) aber so generell diese Aussicht auf diesen Subplot macht mich gerade ganz happy. Ich mag diese Idee, sie gefällt mir total gut und ich bin super gespannt, was du daraus machst.

Noniin. Du wolltest ja wissen, was ich von Summer und dem Treffen mit ihrer personifizierten Vergangenheit in dem Kapitel hatte. Ich fand’s a) sehr schön, dass wir doch mal wieder noch was vom Rest der Welt mitgekriegt haben. Ja, ich weiß, dass das sonst nicht so ist, weil die Rooks sich halt für diese Leben in der Abgeschiedenheit entschieden haben und das dann für die Geschichte so sein muss, a aber ich hab’s ja schonmal gesagt: Da das halt hier als FF steht, find ich Anknüpfungspunkte an den Canon immer sehr, sehr schön. Und das hast du hier total gut und bravourös gelöst. Es hat alles Sinn gemacht, war schön ineinander verwoben und wirkte nicht aufgesetzt oder sonst irgendwas. Ab und an waren mir die Hanldugnsstrangs- bzw. Ortswechsel etwas zu viel hintereinander, aber das kann auch wieder an meinem Bedürfnis, Szenen gerne länger erzählt zu haben, liegen, das weiß ich nicht so genau. Aber ich fand Summers Treffen mit den (Ex-)Jungs ihres Lebens doch sehr passend und sehr schön - und hey, eigentlich ist das für sie ja recht glimpflich ausgegangen, wenn man mal davon absieht, dass sie jetzt um ihr Leben fürchten muss. Ich fand das Kapitel das spannendste und „beste“ der ganzen Geschichte bisher, es hat mir sehr gut gefallen. Lob Lob Lob Lob where it’s due.

Noniin. Weiter im Text, dann kommen wir zu dem Teil des Reviews, der eher „für mich“ ist, den ich dir aber trotzdem sagen wollte. Ich bin furchtbar schlecht darin, mir Timelines zu merken und das ständige hin und herspringen hier zwischen „alten“ und „neuen“ Kapiteln macht das nicht wirklich besser. Es mag daran liegen, dass ich hier kurz ein bisschen verwirrt war, als Amber plötzlich auftauchte - und mir bis dahin aber schon einen Headcanon gebildet hatte, der mir extrem gut gefallen hat. Und zwar war es bei mir im Kopf so, dass das alles quasi passiert, bevor der Guardian versucht, Bray anzuzünden. In meinem Kopf hingen also Pride und Amber damals noch als gemeinschaftliche Anführer des Eco-Tribe da auf der Veranstaltung rum und in meinem Kopf wäre das dann tatsächlich das erste Mal seit dem Eagle Mountain gewesen, dass Amber Bray wieder sieht - und für Pride das erste Mal, dass er ihn überhaupt sieht.

Und ich hab mich spontan so ein bisschen gefragt, was das mit denen machen würde und bin zu folgendem Schluss gekommen: Ich glaube tatsächlich, dass Amber ziemlich überrascht davon wäre, wie Bray sich entwickelt hat. Dass sie stolz darauf wäre, dass er (*hust* Dank Danni, aber das weiß sie ja nicht) inzwischen wirklich in der Lage dazu ist, Verantwortung zu übernehmen und sich nicht immer nur hinter großen Worten versteckt. Ich bin mir tatsächlich nicht so ganz sicher, ob das gereicht hätte, dass sie ihm verzeiht (Ich glaube eher nicht, dafür war wohl der Schaden, den Ebony angerichtet hatte, zu groß), aber ich glaube, dass es ihr Bild von ihm auf jeden Fall ins Positive verschoben hätte. Vielleicht noch nicht ganz so weit, dass sie da vorgetreten wäre und sich zu erkennen gegeben hätte, aber auf jeden Fall soweit, dass sie drüber nachgedacht hätte, ob diese ganze „ich stelle mich tot“-Nummer, so die allerbeste Idee war. Und irgendwie gefällt mir das als Ausgangspunkt für alles, was danach noch so passiert und als Basis für die beiden grade unheimlich gut. Und ich glaube auch, dass das unter der Prämisse der Moment gewesen wäre, in dem Pride geschnallt hätte, dass das das Gesicht zu dem Grund ist, aus dem Amber ihn seit Monaten um Geduld bittet und innerlich etwas angefangen hätte, mit den Zähnen zu knirschen (auch, wenn er das natürlich nie zugegeben und sich, ihr und allen anderen immer eingeredet hätte, dass er ja nur will, dass es ihr gut geht.)
Und als kleines Postskriptum hintendrann: Der schönste Headcanon, den ich hatte, war, wie Zoot dort auftaucht und den ganzen Laden mit einer einzigen Handbewegung zum Schweigen bringt. Mit einer. Einzigen.

Noniin. Uff. Ich glaube, jetzt bin ich leergeschrieben für ein paar Tage. Aber das macht ja nichts. Ich hoffe, meine Rückmeldung zu Summer war ausführlich genug, falls nicht oder falls du zu nem bestimmten Aspekt nochmal Feedback brauchst, kannst du dich gerne melden. Noniin. Nähdään
Lumentyttö

Antwort von Ramana am 12.07.2021 | 22:30 Uhr
Liebe Lumentyttoe,

vielen, vielen lieben Dank für dein ausführliches Review!
Es ist wirklich toll, was dir alles aufgefallen ist, und wie viel Zeit du dir genommen hast.
Und welche Adelung, dass du dieses Kapitel zu deinem Lieblingskapitel erklärt hast!
Dieses Kapitel war wirklich aufwändig zu schreiben und zwischendurch brauchte ich tatsächlich einen kleinen TT-Rewatch, um bei Brays Rede seine Wortwahl zu treffen.
Inzwischen gefällt das Kapitel mir aber auch gut.

Ich habe mich bei der Unterteilung zwischen „meinem Teil“ und „dem Teil, den ich als Mail geschickt hätte“, die ganze Zeit gewartet, dass letzterer Teil Kritikpunkte enthält. Ich habe mich dann erstmal gewundert, dass keine Kritik kam, bis ich dann begriff.

Es freut mich sehr, dass du Daniel in dem Kapitel mochtest. Ich finde auch, dass er seinen Job hier gut gemacht hat. Summer ist wütend, weil Daniel ihren Freunden vor den Kopf stößt. Summer vertraut Billy und Gavin – und Daniel traut niemandem.
Dass Daniel nichts Persönliches verraten will und schon gar nicht, welche Manpower sein Tribe (nicht) hat, ist definitiv klug gewesen.

In der Origial-Serie ist Billy Boy sogar relativ oft als Nebencharakter aufgetreten. Gibt auch einige Fotos von ihm im Internet. ;-)
Lex hat ihn natürlich gehasst. Aber ich fand ihn einen interessanten Charakter.
(Frisches Blut riecht übrigens wenig und nach Kupfer. Ja, es sind Bakterien etc., die den Geruch verändern. Ich überlasse der Interpretation des Lesers, ob Summer sich den Geruch einbildet, der Geruch von dem Ausweiden der Kaninchen ist ... oder vielleicht noch vom Feindkontakt.)

Es stört nicht, wenn die Zuckerstangen-Szene zu subtil für dich war. So bleibt die Geschichte noch P16. ;-) Man könnte glauben, dass angedeutet wird, dass Summer Billy mal in der Geisterbahn einen geblasen hatte. Könnte man glauben. Aber wer weiß, ob sie das wirklich getan hat.
Auf der Metaebene finde ich persönlich viel bedeutungsschwerer, dass Summer „Billys Männlichkeit abbeißt“, damit sie etwas Leckeres für Ben aufheben kann.

Ich habe lange überlegt, ob ich das Gespräch mit Pride in diesem Kapitel vorkommen lassen soll. Wie du schreibst: Es ist kurz, es ist bloß Small Talk und das Kapitel war schon lang genug.
Ich habe mich dann entschieden, die Szene drin zu lassen, weil ich finde, dass Larissa und Pride hier wichtige Charaktere sind. Sie beweisen, dass Summer nicht einfach Everybodys Darling ist. Summer muss „arbeiten“, um Kontakt zu wichtigen Leuten zu haben. Und das Gespräch mit Pride beweist, dass sie dabei auch mal scheitert. Oder ungelegen kommt.
Eine von Summers Stärken ist ihre Beharrlichkeit. Für einen tollen Jungen investiert sie auch mal was; sie weiß, dass es so einen nicht geschenkt gibt. ;-)
Letztendlich habe ich mich dann entschieden, den Small Talk zwischen Pride und Summer zu nutzen, um den Charakter Mary einzuführen.
Ich kann mir vorstellen, dass Pride und jemand wie Mary vor dem Virus gute Freunde waren – und man sich dann in leicht unterschiedliche Richtungen entwickelte.

Zur Timeline, wann dieses Treffen in der Serie hätte stattfinden können: Mein persönliches Zeitfenster habe ich damit gesetzt, dass Trudy auftritt und (in Summers Abwesenheit) die Menge beruhigt. Außerdem ist der Original Silver Demon bereits tot – und der wurde in der Serie zusammen mit Danni hingerichtet.
Es spielt also in der Zeit, als Bray, Pride und Trudy miteinander gearbeitet haben.
Ich hatte lange überlegt, ob ich Amber vorkommen lassen soll. Ich fand, dass schon genug Rebellen dort auftauchten und Amber ist mir eigentlich ein Charakter zu viel.
Aber wie du schreibst: Für wen wäre Pride sonst sofort gesprungen?
Ich überlege aber noch, ob und wie ich Amber wieder rauskürzen kann. Vielleicht hast du ja eine Idee?
Auch, wie eng ich Summers und Prides Verbindung in der Neuauflage werden lasse, bin ich noch kritisch. Ich finde, für Summer und Ben gibt es mit Sandy und Matteo schon genug Konfliktpotenzial. Und Summer und Dans Beziehung ist ja auch schon – nennen wir es mal „seltsam“ genug.

Was ich nicht so stehen lassen konnte, ist, wie du „Summers Verrat“ an Jaffa interpretiert hast. Ich habe das Gespräch zwischen Summer und Billy nochmal etwas angepasst.
Summer hat Jaffa nicht in der Vergangenheit verraten – sondern jetzt, in diesem Kapitel. Gavin wird den Chosen berichten, dass die Rooks auf einem Treffen der Rebellen waren. Und damit gelten die Rooks als Überläufer. Die Ausrede „Ich war bloß zum Zugucken da!“ ist lächerlich.
Daniel wird es nicht passen, aber die Rooks sind in diesem Kapitel offiziell dem Widerstand beigetreten. ;-)

Bis zum nächsten Mal,
Ramana

P.S. : Ich hadere noch schwer, ob das nächste Update ein neues Kapitel oder ein überarbeitetes wird. Um dir noch mehr Zeitsprünge zu ersparen, tendiere ich beinah zu letzterem. ;-)
31.05.2021 | 15:46 Uhr
Moi,
das letzte „neue“ Kapitel. Ha! Das ging schneller als erwartet. (Ich bin ja wirklich gespannt, ob ich das gleich einfach so posten kann, oder ob ich eine Sperre reingehauen bekomme. Hihi.)

Hihi, die Beschreibung von Summers Outfit erinnert mich tatsächlich an das von meiner Mama gebastelte Amber-Kostüm, mit dem ich in der vierten Klasse an Fasnacht war, das sah wahrscheinlich am Ende so ähnlich aus.
Summers geheimer Konkurrenzkampf mit Tinga ist eigentlich schon deshalb witzig, weil er halt so vollkommen einseitig abläuft. Die Gute sollte echt mal ein bisschen an ihren Komplexen arbeiten. Aber: Ich find’s so in der Entwicklung interssant, dass ich das Gefühl habe, dass summer inwzsichen wesentlich besser zugeben kann, wenn andere in etwas Talent haben. Beim ersten Mal lesen wirkte das auf mich irgendwie häufig eher so, als ob sie einfach nur kratzbüristig wäre. Inzwischen habe ich das Gefühl, sie kann das, gerade was Tinga angeht, auch ziemlich gut anerkennen, anstatt immer nur pubertär darüber rumzumotzen, wie doof das ist, dass da in einem gewissen Punkt jemand anderes besser ist, als sie. Das gefällt mir viel, viel besser, als ich das vom ersten Mal in Erinnerung habe.

Tinga hat für mich jetzt beim nochmal-lesen manchmal so Tai-San-Vibes, am Anfang. So diese vordergründige Bemühtheit um Harmonie, dieses Ausstrahlen von Ruhe…ich hab mich da sehr an sie erinnert gefühlt, nicht nur wegen dem Aisatinnen-Ding.
Summers zunehmende Angst vor dem Ende ihrer Schwangerschaft ifnde ich auch sehr realistisch dargestellt und immer wieder so einfließen gelassen, dass es nicht over-the-top war. Das hat mir sehr gut gefallen.
(Klammer auf, Klammer zu: Ich weiß, dass die das in den Canonbüchern auch machen, aber: Ich bin einfach kein Fan von Sternchen im Fließtext. Ich hab noch keinen Fall gesehen, in dem die irgendwie wirklich notwendig waren. Wenn ein Ortswechsel passiert ist, erkenne ich das ja meist am Text – und wenn nicht, ist das Aufgabe des Textes, mir das zu erklären und nicht von irgendwelchen Sternchen)

Küchendikator!Daniel halte ich für eine amüsante Vorstellung – aber ich mag es ,dass er zumindest was Tinga angeht, offenbar reflektiert genug ist, um einzusehen, dass er da vielleicht nicht alles richtig gemacht hat.
Nicks Kommentar in Richtung Dan ist auch alles andere als nett. Aber Tja. Nun. Wahrscheinlich hat er recht. Und wenn man sich halt so abkapselt von allem, was in der Stadt passiert, wie die Rooks es tun, braucht man sich wohl auch nicht zu wundern, wenn einen dann niemanden kennt.

Nundenn. Das war das letzte, was ich noch aufzuholen hatte. Zeit also für’s zwischenzeitliche Gesamtfazit:
Ich find’s gut, dass du die Überarbeitung machst. Ichi habe das Gefühl, dass ich jetzt viel besser in die Geschichte hineinkomme und finde sie auch noch einmal besser im Canon verankert, als vorher. Ich fühle mich von Summers „Überpräsenz“ auch nicht mehr so erschlagen, wie beim ersten Mal und finde, dass die anderen Figuren auch wirklcih noch einmal besser zur Geltung kommen. Und das gefällt mir sehr gut, denn die sind mindestens genau so toll wie Summer – wenn nicht sogar noch ein bisschen toller. An den Grundkonflikten an sich dürfte sich ja nicht allzuviel ändern, von dem her bin ich umso gespannter auf die Handlung, die sich da jetzt im Detial weiter entwicklen wird. Ich finde es gut, dass Summers Rückkehr auf den Markt und auch ihre Verbindung zu ihren alten Lovern jetzt nocheinmal ein größeres Thema ist und bin gespannt, was da jetzt im weiteren Verlauf so passieren wird.

Vom Stil her mag ich es, dass ich das Gefühl habe, das jetzt alles ein bischen mehr Raum hat. Ich sagte glaube ich im aller ersten Review, dass ich es mochte, dass die Kapitel nicht zu lang waren, aber jetzt, hier, so gefällt mir die Länge ganz gut – eben weil sie den anderen Figuren noch einmal mehr Platz und Raum gibt. Das finde ich sehr schön. Ich mag deinen Mix zwischen witzigen Dialogen und Gefühls-/Situationsbeschreibungen sehr gernen und habe das Gefühl, dass so dieses „teeniebuchmäßige“, „pseudolustige“, was ich am Anfang mal kritisiert hatte, jetzt nicht mehr so krass da ist. Das tut der Geschichte sehr gut und macht es mir auch ein bisschen einfacher, mich mit Summer zu arrangieren, wenn ich das Gefühl habe, das die Geschichte mir jetzt nicht mehr permanent ins Gesicht brüllt, dass ich sie liebehaben muss, weil sie ja „so cool und so edgy“ ist, obwohl ich das eigentlich nur anstrengend finde.
Tinga mag ich immer noch sehr gerne, auch, wenn wir bis jetzt ja noch gar nicht so viel von ihr mitbekommen haben. Ich finde aber, dass auch ihre Figur ein bisschen mehr aus der reinen Behauptung von Summer über sie rauskommt – das gillt für so ungefähr alle und tut allen Beteiligten und der Geschichte für mein Empfinden sehr gut.
Ich finde immer noch, dass sich das sehr flüßig lesen lässt, was du da machst. Über die angemessene Länge von Situationsbeschreibungen und Innenleben der Figuren ahben wir ja in den letzten Wochen ausführlich gesprochen, das ist aber ein Geschmacksding. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie sich das ganze jetzt – sowohl in der Überarbeitung, als auch in der weiterne Handlung – weiter entwickelt. Was mich in dem Kontext tatsächlich interessieren würde wäre, ob die Geschichte eigentlich fertig ist bzw. ob du weißt, wie das ausgeht. So, wie es jetzt ist, gibt’s ja keinen ganz offensichtlichen Punkt, auf den das alles irgendwann rausläuft und ich frage mich ein bisschen, ob das so ein „Harry Potter Ende“ wird, bei dem es dann einfach irgendwann aufhört und noch gesagt wird, dass alle bis an ihr Lebensende glücklcih waren – oder ob da noch wirklich was passiert. Hast du da einen Plan?

Noniin. Ich kann dir nicht versprechen, wie ich es unter „normalen“ Umständen schaffe, hier so regelmäßig zu reviewen, aber da ich auch dieses Jahr keine fünf Monate mehr durcharbeiten werde, werde ich wohl zwischendrinn immer wieder Zeit finden, um ich auch zu den überarbeiteten Kapiteln zu melden.
Abschließend sollte ich wohl noch sagen, dass ich mich ja schon auch ein bisschen geehrt fühle, dass ich dich mit meinen Anmerkungen dazu bringen konnte, die Geschichte doch noch einmal größer zu überarbeiten. Ich bin der Meinung, dass die Story selbst und die Charaktere bis jetzt nur davon profitiert haben.

Noniin.
Wir hören voneinander, nehme ich an.

Nähdään
Lumentyttö

Antwort von Ramana am 01.06.2021 | 13:11 Uhr
Und leider bin ich schon bei deinem letzten Review angekommen.
Andererseits kann ich gleich mal gucken, was ich für die ganzen Cookies Neues im Bücherregal-Shop kaufen kann. *lol*

Ich musste gerade echt schmunzeln, als ich las, dass du bei der Ausstrahlung von TT in der vierten Klasse warst. Und du schreibst in deinem Profil, du seist ein Methusalem?! Das ist echt niedlich! :-P

Tinga war ursprünglich nicht „nur“ eine Asiatin, sondern eine Maori. Weil die Geschichte aber raumloser werden sollte, fasste ich ihre ethnische Herkunft etwas grober.
Du hast Recht, anfangs hat Tinga was von Tai-San. Ich finde, mit der Zeit löst sie sich aber sehr davon und geht in eine andere Richtung (zum Glück).

Ich finde es gerade total süß, dass du (genau wie Summer!) felsenfest überzeugt scheinst, dass Daniel in der Küche mit Tinga geschimpft hatte.
Jaah...
Konzentrieren wir uns auf das, worüber wir uns alle einig sind: Der große böse Wolf hat das kleine unschuldige Mädchen nicht aufgefressen. ;-)

(Was die drei *** bei Ortswechseln angeht: Sehr süß, dass die TT-Bücher auch so gesetzt sind. Ich glaube, ich habe schon mal erwähnt, dass ich keines davon gelesen habe. Ich würde von den *** in einem Buch oder eBook absehen, weil man dort nochmal ganz andere Möglichkeiten hat, Text zu setzen, als hier.
Aber hier, wo man nur die Möglichkeit hat, einen Absatz zu setzen oder einen Absatz zu setzen, finde ich es doch etwas „gefälliger“.
Ich habe gesehen, das manche FF-Autoren statt der Sternchen noch schönere Grafikelemente nutzen; solange es nicht inflationär gebraucht wird, finde ich es irgendwie ganz hübsch.)

Zusammenfassend will ich noch einmal schreiben: Vielen lieben Dank für dein Lob!
Es bedeutet mir wirklich viel, dass dir die FF gefällt. Und das trotz Summers Macken, das will was heißen. Andere Rooks haben aber tatsächlich dankbarere Rollen. Jen und Nick zum Beispiel: Ich glaube, die Zwei können für die Leserinnen überhaupt nichts falsch machen. Zumindest haben sie nie etwas getan, wo ich eine Leserin nachtragend erlebt hätte. Obwohl es schon Gründe gegeben hätte ...

Nun, SidL ist eine abgeschlossene FF und hatte ein Ende. Ob ich dieses Ende nochmal genau so umsetze, bezweifle ich inzwischen. Trotzdem: das Ende steht eigentlich „fest“.

Ich wünsche dir bei diesem Bombenwetter viel Zeit und Spaß zum Schreiben.
Falls du auf irgendeine Antwort von mir nochmal eingehen möchtest, freue ich mich natürlich über eine Mail.

Liebe Grüße
Ramana

P.S.: Und ich finde es total amüsant zu beobachten, wie die Klicks bei den Rooks so nach oben schießen, als hätte ich ein neues Kapitel hochgeladen.
Als würden User denken: Wuah, so viele neue Reviews an einem Tag, was ist bei der Geschichte plötzlich los?!
31.05.2021 | 15:43 Uhr
Moi,
Ich mag es, dass du mit den Rooks so ein bisschen das Gegenmodell zu den Eccos aufmachst. Während die ja so ein bisschen diese klischeehafte „Baumkuschler“-Schine fahren und sich alle sehr bewusst für ein Leben in und im Einklang mit der Natur entschieden haben, ist das bei Summers Tribe wirklich nur convenience und ich finde es sehr schön, dass auch immer wieder gesagt wird, dass das eben nicht nur für sie so ist. Das macht das ganze auch nochmal plastischer, denn wie realistisch wäre s denn, dass nach so etwas großem, wie einer weltweiten Pandemie am Ende jeder plötzlich genau DAS Leben lebt, von dem er/sie schon immer geträumt hat?

Summers Bedenken vor ihrem Ausflug in die Stadt finde ich realistisch – sie ist halt einfach wirklich nicht der Typ, der sich nach dem Ende einer Beziehung so wahnsinnig darum bemüht, mit dem Verflossenen noch irgendwas zu retten. Und klar, natürlich muss Summer das sofort wieder auf die „könnte er sich noch für mich interessieren“-Ebene reduzieren. Ach, ich find sie ja mitunter doch immer noch ein bisschen sehr anstrengend. Aber das macht ja nichts.

Ich find’s schön, dass wir viele Hintergrundinformationen so häppchenweise bekommen wie z.B. die dass die Villa Bens Vater gehört hat. War für ihn anfangs bestimmt auch nicht einfach, jetzt permanent an einem Ort zu leben, mit dem er bestimmt einen Haufen Erinnerungen von vor dem Virus verbindet.

Summers Lüge über den Grund für ihr Auftauchen passt natürlich zu ihr – sonderlich nett ist es trotzdem nicht. Das sind schon auch ein bisschen diese Tendenzen, die sie ja später auch hat, Bens Sorge um sie und sein Interesse an dem Kind schon auch ein Stückweit auszunutzen, damit sie persönlich dann einen Vorteil davon hat. Das ist kein sonderlich netter Charakterzug und ich würde mir so perspektivisch schonmal wünschen, dass sie das auch mal noch heftiger gespiegelt bekommt, als das bisher so der Fall war. Aber nuja. We’ll see… Passt auch wieder sehr gut zu Summer, die hier eigentlich gerade eindeutig eine Grenze überschreitet, dass sie in ihrem Kopf Sandy zum Problem macht, obwohl die wohl alles Recht hätte, sich über sowas aufzuregen, wenn Ben und sie wirklich schon so sehr „ein Ding“ sind. Und Grund ja sowieso, aber well. Dazu kommen wir ja später noch. Wäre tatsächlich so auf ner Meta-Ebene mal interessant zu wissen, ob Summer eigentlich wirklich Beziehung kann, oder ob sie aus irgendwelchen Gründen (Eltern?) so (selbst)destruktiv ist, dass das persée eigentlich schon fast gar nicht geht.

Ich find’s aus stilistischer Sicht spannend dass Summer, die ja ganz oft, wenn es um delikate Themen geht doch zu einer eher derberen Sprache neigt, dann plötzlich in den entscheidenden Momenten doch fast schon kitschig in ihrer Wortwahl werden kann. Dieses „Ben war schon immer ein Anker in meinem Leben“, wäre glaube ich nichts, was ich einfach so denken würde, ohne mich dafür selber ein bisschen auszulachen. Aber für Summer scheint’s ja irgendwie zu passen.
In dem Kapitel ist ja inhaltlich nicht ganz so viel passiert, aber ich fand’s trotzdem schön und auch sehr wichtig, dass wir mal so ein paar Hintergrundinformationen zur Allgemeinsituation bekommen haben. Ich mag sowas immer sehr gerne, weil das einen Text auch nochmal besser verortet und mir als Leserin noch mehr die Möglichkeit zum mitfühlen gibt. Also: Immer gerne mehr Hintergrundinfos

Noniiin.
Nähdään

Antwort von Ramana am 01.06.2021 | 12:23 Uhr
Und schon bin ich beim vorletzten Review angekommen. Wie Schade ...

Ich bin unsicher, ob es deutlich genug geworden ist (beziehungsweise, ob es überhaupt notwendig ist, es so deutlich zu sagen): Summer und Billy Boy hatten nie eine klassische Beziehung. Heute würde man es wohl eher Fickfreundschaft oder friends with benefits nennen.
Der Vorteil: Es gab nie eine dramatische Trennung.
Der Nachteil: Hat sie Billy Boy genug bedeutet, dass er jetzt noch Zeit und Aufmerksamkeit für sie opfert?

Du hast Recht: Wie Summer Gründe erfindet, um Ben nah zu sein – und vor allem welche – ist wirklich nicht fein.
Andererseits frage ich mich auch, ob Ben seine älteste Freundin nicht gut genug kennt, um zumindest etwas zu ahnen.
Zu so einer komplizierten Beziehung gehören ja doch immer Zwei. ;-)

Zu Summers Hintergrund: Nun, bisher habe ich verraten, dass Summer und ihre Stiefschwester bei ihrer Großmutter aufwuchsen. Sie haben ihre Großmutter sehr geliebt und sie bot ihnen Stabilität. Und Kinder-Hobbys wie Ballett und Reiten kosten Geld und Management, was zeigt, dass für die Beiden gut gesorgt wurde.
Aber Summer stammt aus keinem klassischen Vater-Mutter-Kind-Haushalt, wo tagtäglich ein Vorbild vorgelebt wurde.
Ich möchte aber keinen platten Konflikt a la „Meine Eltern sind getrennt und deswegen scheue ich Beziehungen.“
Ich finde, da ist jeder Mensch selbst in der Verantwortung, auch wenn in der Kindheit nicht immer alles rosarot war.

Es freut mich total, dass dir aufgefallen ist, dass Summer mit einer derberen Sprache auffällt. Aber bei Ben plötzlich in eine zärtliche ich geradezu romantisch verklärte Wortwahl wechseln. Es ist wirklich herzerwärmend, dass es jemand bemerkt hat. Und mir persönlich fallen solche „ehrlichen“ Szenen tatsächlich schwerer zu schreiben, als so saloppe Doktorspielchen wie zwischen Dan und Summer ...

Auch die „wenigen“ Hintergrund-Infos zu Ben sind dir aufgefallen; was für ein Lob!

Und „Baumkuschler“ ist wirklich ein sehr schönes Wort. Nein, dass sind die Rooks definitiv nicht! :-D
31.05.2021 | 15:40 Uhr
Here we go again.
Ich war am Anfang etwas überrascht, weil ich irgendwie im Kopf hatte, dass Summer schon schwanger war, als das mit dem Virus so richtig krass losging. Aber wahrscheinlich habe ich mich getäuscht oder es war in der „alten Version“ nicht so genau erwähnt. Ich fand die Geschichte, wie es dazu kam aber auf jeden Fall spannend, auch, dass du so diesen Mittelweg findest, der schön darstellt, dass Matteo jetzt nicht diese klischeehafte „Liebe ihres Lebens“ für Summer war, aber schon jemand, den sie mochte und – was für sie ja auch ein Ding ist – mit dem sie halt nicht einfach nur ins Bett ist und wo es dann schiefging. Ich finde, dass gibt ihr und vor allem der Beziehung zum Kind dann auch nochmal einen anderen Boden. Das gefällt mir.

Ich fand diese Mischung aus angedeutetem Sexspielchen und „echter“ Untersuchung am Anfang irgendwie etwas strange. Passt aber zu Summer (Nein, du ahnst es, die ganz dicken Freundinnen werden sie und ich wohl auch in der neuen Version nicht. Aber, das kann ich schonmal als Zwischenfazit sagen: Ich verstehe sie wesentlich besser, als ich es in der ersten Version, die ich gelesen habe, getan habe.)

Ich hatte dir ja glaube ich im aller, aller ersten Review schon gesagt, dass ich es mag, dass du deine Charaktere so schön ausdifferenzierst und ich finde, dass das, seit sie alle noch ein bisschen mehr Raum haben, noch viel, viel besser ist. Gerade in dem Kapitel konnte ich mir Daniel noch einmal wesentlich besser vorstellen und ich finde auch seine Angst vor dem Virus sehr realistisch rübergebracht – well, spätestens seit letztem Jahr können wir uns ja alle in diese Situation noch ein bisschen besser reinfühlen, als wir es uns je hätten träumen lassen. Und ich mag’s auch, dass Daniel ja doch eigentlich ein ziemlich fähiger Anführer sein kann. Die sind in TT ja gar nicht so häufig, dafür, dass das Thema dort ja auch immer sehr groß gespielt wird. Ich find’s sehr schön, wie man merkt, welche Sorgen er sich um Jen macht, weil er sich eben doch irgendwie für den ganzen Haufen verantwortlich fühlt. Das war ein sehr schöner „Show don’t tell“-Moment.

Summers Definition von „nackt“ ist in dem Kontext auch spannend. Mich würde ja nach wie vor brennend interessieren – ich hab das im aller, aller, aller ersten Review schonmal gesagt – wo ihre Überfixiertheit auf ihr Aussehen herkommt. Ja, Teenies, ich weiß schon, aber bei ihr hat das schon Ausmaße, die ich jetzt nicht mehr unter „normal“ verbucht hätte.

Ich mochte den Abschluss vom Kapitel sehr gerne, das war alles sehr rund und als „Abschied“ der beiden von dieser Zeit, von der ja angedeutet wird, dass sie auch irgendwie sehr wichtig war, sehr stimmig. Ich mochte auch dieses Bild, dass sie quasi „ihr Zimmer“ haben, das fand ich sehr schön. Und man merkte am Schluss sehr schön, dass Daniel gleichzeitig erleichtert und ein bisschen wehmütig ist, dass er das jetzt „abbrechen muss“. Das kam sehr schön rüber, hat mir sehr gut gefallen.
Noniin. Two to go. Bis gleich.

Antwort von Ramana am 01.06.2021 | 11:06 Uhr
Und weiter geht‘s:

Du erinnerst dich richtig: In der alten Version wurde Summer schon schwanger, als der Virus noch wütete. Ich habe mich aber inzwischen dagegen entschieden. Erstens, um näher im Serien-Canon zu sein (Brady ist schon lange geboren und Summer noch schwanger? War von Anfang an ein Logikfehler). Zweitens finde ich wie du, dass so, wie Summer nun schwanger wurde, es einfach besser zu ihr passt:
Es war eine spontane, leidenschaftliche Nacht mit ihrem Ex – und wer hält sich schon mit der Suche nach Verhütungsmitteln auf, wenn er überzeugt ist, den Sonnenaufgang sowieso nicht mehr zu erleben?

Ich stelle mir Summer so vor, dass sie sich gerne hinter einer kessen Lippe versteckt. Deswegen der etwas „eigenartige Humor“ bei Daniels Untersuchung. Ich stelle mir aber auch vor, dass das etwas ist, wo es zwischen Daniel und Summer „gut passt“.

Ich finde es schön, dass du dir Daniel jetzt nochmal etwas besser vorstellen kannst. Ja, er sorgt sich wirklich um seine „Schützlinge“ und bringt – aufgrund seines Alters – schon ein bisschen mehr Lebenserfahrung mit als die anderen. Definitiv ein Punkt, weswegen er auf seinen Standpunkt zu Jens Alkoholkonsum beharrt.

Summers Überfixiertheit auf ihr Aussehen: Ja, schon oft Thema in deinen Reviews gewesen.
Ja, Summer ist ein Teenager, aber klar, es hat neurotische Züge. Ich hoffe, ich kann „ihren Tick“ zufriedenstellend auflösen. Bald ... ;-)
31.05.2021 | 15:37 Uhr
Moi
Ich mochte den Einstieg in das Kapitel, wie du es schaffst, so diese klassisch-romantische Stimmung aufzubauen (Summer, Ben, der Fluss, ALLEINE) und das dann in so etwas profanem wie einer Läsuekur endet. Das ist wieder dieser Realismus, der mir so gut gefällt und der das alles so viel plastischer macht, wie wenn die da jetzt einfach zusammen rumgehangen und die Natur genossen hätten. Die haben einen Grund, warum sie genau jetzt da sind und das macht die Szene a) notwendig für das Kapitel und b) nochmal plastischer, wie wenn das nur so „aus Gründen“ ist.

Ich fand’s interessant, wie Summer so gefühlt innerhalb von zwei Minuten von der besorgten Tribe-Mama zur eifersüchtigen vielleicht-Verliebten wechselt, als es um Bens Kuss mit wem auch immer in der Stadt geht. Und dass sie ihm das natürlich nicht sagt. Well. So für den Anfang ist das ja ganz süß, so auf Dauer finde ich bis zur Erschöpfung auserzählte Kommunikationsprobleme immer etwas anstrengend (lel, sagt die Frau, die sich defacto mit nix anderem als bis zur Erschöpfung auserzählten Kommunikationsproblemen beschäftigt). Aber nuja, wir haben es ja hier auch noch mit Teenies zu tun, warum sollen die was hinkriegen, was die meisten Erwachsenen nicht schaffen? Also gut. Von mir aus. Bens Zurückhaltung fand ich in dem Zusammenhang etwas…seltsam. Wenn ich das bisher richtig verstandne habe sind die beiden ja in dem Moment nicht zusammen, sondern gut befreundet. Und wenn sie ihn schon aktiv danach fragt, warum sollte er dann nicht darüber reden wollen? Das wurde für mich im ersten Moment nicht so richtig klar und las sich für mich etwas nach „Er möchte Summer vor irgendetwas beschützen, vor dem man sie a) nicht beschützen muss und vor dem sie b) gar nicht beschützt werden möchte“. Das konnte ich irgendwie nicht so richtig nachvollziehen.

Den Abschnitt, wo Summer über Jens Unfall nachdenkt, hätte ich schwierig gefunden, wenn er noch länger gewesen wäre. Hat auch nur minimal was mit meiner Problem mit Unfallbehinderten zu tun Nein, ging eher darum, dass das schon sehr in die Richtung Inspiration-Porn ging und das ist immer so…uff. Aber klar, für Summer, dier ja so Dinge wie Aussehen etc. doch sehr wichtig sind, ist das schon stimmig, dass sie soetwas als total schlimm empfindet. Und wie gesagt, dadurch, dass es nicht endlos in die Länge gezogen war, fand ich’s sehr angemessen.

Dass Summer Ballett gemacht hat fand ich…witzig. Hauptsächlich weil ich sie eher als jemanden eingschätz hätte, der dafür „zu cool“ ist und sich von den „Püppchen“, die das so klischeemäßig machen, absetzen will. Aber naja, passt ja dann in sofern, als dass sie lieber lügt, als das zuzugeben. Und abgesehen von der Frage, dass ich nicht so genau weiß, ob’s das in Neuseeland in der Form überhaupt Cheerleading gibt (aber ok, wenn die Basketballteams haben, wird’s schon auch Cheerleading geben) fand ich die Vorstellung, dass Ebony da mitmacht irgendwie sehr passend. Natürlich hat sie. Sie war neu an der Schule und was gibt’s denn für eine bessere Gelegenheit, gleich mal das Revier zu markieren, als sich in diese (glaubt man dem Klischee) immer sehr toxischen und sehr populären In-Cliquen reinzuschmuggeln? Ja, ich kann mir das sehr gut vorstellen :D (Für Trudy z.B. gar nicht. Aber seit der Canon mir verkaufen wollte, dass Nerd!Martin mal ernsthaft Sport gemacht hat, bis er genervt von Bray aufgegeben hat, trau ich denen was das angeht, alles zu, also warum nicht?)

Das kleine Martin-Fangirl in mir appreciatet natürlich diese neuen Entwicklungen was Summer und ihn angeht sehr (ich weiß nicht, ob sie wirklich neu sind, aber ich kann mich nicht drann erinnern, dass sie in der alten Version so detailliert waren). Auch wenn ich jetzt natürlich die Frage habe was sie, wenn sie denn mit Martin in einer Klasse war, von dem ganzen Drei-(Vier-)Ecks-Drama mit Trudy, Bray und Ebony mitbekommen hat. Aber so wie ich Summer einschätze wahrscheinlich nichts, weil sie sich von allen anderen Beteiligten wohl eher ferngehalten hat. Aber so als Gedankenspiel finde ich das ganz spannend.
Und das Nick dass dann so leichtfertig wegwirft. Hah, Junge. Aber passt auch irgendwie – und wenn sie ehrlich ist, ist Summer ihm insgeheim wahrscheinlich dankbar, weil sie so um einen Ausflug in die Stadt rumkommt – erstmal.
Ich hatte das Gefühl, dass das ein sehr Info-lastiges Kapitel war. Es wurde sehr viel Handlung erzählt, die halt so gerade nicht stattfindet. Fand ich jetzt für ein Kapteil nicht schlimm, müsste man sich inZukunft vielleicht überlegen, ob man das ggf. Nicht irgendwie anders lösen kann – und wenn man’s nur über (noch mehr) indirekte Rede macht. Ansonsten fand ich Summer auch hier wieder erschreckend wenig anstrengend und ihre Fixierung auf die Körper andrer Menschen sehr stringent erzählt, auch, wenn ich das generell ein bisschen anstrengend finde. Aber gut, dass ist was absolut persönliches und somit natürlich keine valide Kritik an deiner Geschichte.
Noniin. Bis gleich

Antwort von Ramana am 01.06.2021 | 10:09 Uhr
Liebe Lumentyttoe,

wie versprochen kommt hier die Antwort auf dein nächstes Review:

Zuallererst finde ich es sehr spannend, dass du Bens Zurückhaltung nicht wirklich einschätzen kannst. Aber schlecht finde ich es nicht.
Nun, Ben ist ein schüchterner, empathischer und wohlerzogener Junge. Also sind deine Punkte
a) er versucht Summer zu schützen
b) obwohl sie nicht geschützt werden will
möglich. Ich erweitere das Spektrum noch um
c) er ist wirklich unbeholfen, was man(n) so über seine erste Freundin erzählen darf, ohne, dass es bei einem Treffen zwischen Summer und Sandy peinlich wird
oder
d) Jen hat mit ihrer gemeinen Unterstellung eine Zweckbeziehung Recht.
oder
e) JUNGS HALT!

Wer weiß! ;-)

Mit der Offenbarung von Summers Ballettstunden habe ich bei dir genau das erreicht, was ich erreichen wollte. Ja, Summer ist eine ganz Coole – und nur ihre besten Freunde dürfen wissen, dass sie insgeheim gerne Prinzessin wäre.
Wahrscheinlich würde sie sich rechtfertigen, dass Ballett ausgesprochen wichtig für eine gute Körperhaltung sei. ;-)

Ich plante schon länger, eine Rook „kriegsversehrt“ sein zu lassen. Auch hier wieder: dass alle Charaktere den Weltuntergang unbeschadet überstanden haben, finde ich unrealistisch.
Meine Wahl ist ziemlich schnell auf Jen gefallen. Ich finde, dass dieses Handicap ihrem Charakter nochmal eine „Macke“ gibt, die aber bei Jen nicht groß thematisiert werden muss. Selbstverständlich leidet sie unter ihrem Verlust – jeder Mensch täte das – aber ja, sie kann es nüchterner ertragen als z.B. Summer es könnte. Auch wenn Jen darauf vielleicht gerne mal einen Schnaps trinkt.
Ich persönlich finde es ja ganz süß, wie Nick damit umgeht. Nur mal so am Rande ...

Das kleine Martin-Fangirl in dir muss ich leider enttäuschen: Mehr Pre-Tribe wird es zu Martin und Trudy nicht geben. Denn wie du richtig erkannt hast: Summer hing nicht mit ihnen rum und wird daher wenig über sie wissen.
Und Ebony und Summer – nun, da stelle ich mir vor, dass Summers Beschreibung „Die Stimmung war frostig!“ noch diplomatisch ausgedrückt war. Die Zwei sind typische Konkurrentinnen.
Am ehesten hätte Summer also tatsächlich Kontakt zu Bray gehabt (Beuteschema, wie Jen es nennt). Aber als sie ihn kennenlernte, war sie schon mit Billy Boy „befreundet“ – tja, und dann kam Matteo.
Die Zufälle des Lebens!

Du hast Recht: Wenn die anderen neu aufgelegten Kapitel fertig gestellt sind, könnte ich nochmal prüfen, welche Infodumps ich aus diesem Kapitel herausnehmen kann, weil sie später sowieso erklärt werden.

Soviel zu diesem Kapitel.
Bis hoffentlich gleich,
Ramana
31.05.2021 | 15:34 Uhr
Moi
Ich hab Urlaub und wie angedroht jetzt auch Kapazitäten, um mich deiner Überarbeitung angemessen zu widmen. Wenn ich schon mit Schuld bin, dass es dazu gekommen ist, schulde ich dir das ja irgendwie. Damit du dich heute den ganzen Tag lang immer wieder über Reviews freuen kannst, werde ich zu jedem Kapitel eins schreiben. Wenn du dir schon die Mühe so einer umfangreichen Überarbeitung machst, verdienst du das wohl auch. Was ich tatsächlich nicht leisten kann, ist einen direkten Vergleich mit der „alten Version“, was tatsächlich daran liegt, dass ich dsa so genau nicht mehr weiß. Nun denn, Vorwort beendet, steigen wir ein!

Ich finde dieses erste Kapitel als Einstieg sehr gelungen. Ich fühle mich als Leserin gut in die Geschichte mit hineingenommen, erfahre, was schon alles an Handlung passiert ist, bekomme Konflikte und Geheimnisse hingelegt, ohne dass ich aber das Gefühl habe, bis herwas so entscheidendes verpasst zu haben, dass ich irgendwie nicht mitkäme. Ich habe das Gefühl, dass die anderen Rooks ein bisschen mehr Screenzeit bekommen, als ich das vom ersten Mal so in Erinnerung habe und das gefüllt mir sehr gut. Einfach, weil es ihnen trotz der Perspektive noch einmal die Chance gibt, anders zu wachsen, eigenständigere Persönlichkeiten zu werden, wie wenn alles nur Summer-zentriert ist. Ich finde auch, dass dadurch ihre hyperironische Art weniger anstrengend ist, als ich das vom ersten Mal in Erinnerung hatte. Ja, ok, aus ihr wird kein gutgelaunter Sonnenschein mehr, aber das wäre in ihrer Stiaution mit all den Ängsten und Sorgen, die sie ht, wohl auch nicht realistisch. Ich finde das gut. Ich finde auch die anderen wie gesagt gut charakterisiert – und Summer wiederum durch sie. Ich hatte gerade bei ihrer Tinga-Beschreibung wirklcih das Gefühl, dass der Text mir hier erlaubt, dass ich nicht mit Summer d’accord gehen muss, das finde ich etwas sehr wichtiges, sehr schönes. Auch, dass sich zumindest im Moment der ganze Tribe mehr Sorgen um Summers Baby macht, als die werdende Mama selbst, finde ich einen sehr schönen Kniff, der einerseits zu Summer passt, andererseits auch zu den Jüngeren und zu Ben und Tinga.

Vielleicht wirst du mich gleich schlagen, aber ich fand’s auch richtig schön, dass hier die Canon-Verbindungen viel früher und gefühlt viel mehr da sind, und sei es nur durch Namedropping. Ja, ich weiß schon, du sagst immer, dass das auch komplett ohne den FF-Part funktioniert, aber das hier ist nun mal eine FF-Plattform und du hast es nicht als FA hochgeladen Deswegen find ich’s total schön, dass wir diesmal schon so früh die ersten Canonreferenzen kriegen, die über die reine Ausgangslage hinausgehen. Summer kennt als Billy Boy (von dem ich gerade nur noch weiß, dass irgendwie alle Angst vor ihm hatten…?) und Pride. Hihi. Ich find das gut, das sollte dann auch andere Dinge, die im weiteren Verlauf passieren, vielleicht ein bisschen besser erklären. Und da ich ja immer sehr großer Fan von prä-Seriengeschehen-Storys bin, freut es mich natürlich, wenn ich so vielleicht noch das ein oder andere über mir bekannte Figuren erfahre, das ich vorher noch nicht so richtig wusste.

Ich mag’s auch nach wie vor, dass man bei dir eben gleich merkt, dass hier Alltagsprobleme wirklich diskutiert und Konflikte ausgelebt werden und das nicht nur alles so „weggelächelt“ wird. Ich hab das letztens schonmal gesagt, das macht die Geschichte düsterer, aber halt auch plastischer. Und das gefällt mir sehr gut und ich bin natürlich gespannt darauf, ob das im weiteren Verlauf mit der Überarbeitung so weitergeht.

Noniin. Je nachdem, ob mein Internet jetzt tut, was ich möchte, gibt’s dieses Review gleich und die nächsten dann hinterher. Falls nicht muss ich wohl oder übel ausprobieren, ob es die sog. „Flooding-Sperre“ noch gibt, die ich aus meiner Anfangszeit hier kenne.

Bis gleich!

Antwort von Ramana am 31.05.2021 | 21:10 Uhr
Liebe Lumentyttoe,

da war ich gerade echt platt, dass meine Geschichte plötzlich fünf neue Reviews hat. Vielen, vielen Dank, dass du dir so viel Mühe machst, jedes neu aufgelegte Kapitel zu kommentieren! Herzliches Dankeschön!

Ich hätte mich sehr gewundert, wenn deine schnellen Reviews gesperrt worden wären. Dann hätte ich nämlich keine Ahnung, wie manche „Tatkräftigsten Reviewschreiber“ auf ihre wöchentlichen Zahlen kommen ...
Übrigens gab es für deine fünf Reviews trotzdem nur einen Alert. Fand ich irgendwie witzig.

Ich werde mich bemühen, auf jedes deiner Reviews einzugehen, und um die Übersicht zu behalten, antworte ich auch auf jedes einzeln.
Mal sehen, ob ich heute Abend noch schaffe, alle zu beantworten.

Aber ja, du warst ausschlaggebend, die alten Kapitel noch einmal anzupacken.
Auch wenn ich vollstes Verständnis dafür habe, dass alte Leserlis, die schon mehr wie eine Überarbeitung miterleben mussten, sich nicht mehr dazu melden. Irgendwann wurde alles schon einmal gesagt. ;-)
Trotzdem: Ich habe in die Überarbeitung der Überarbeitung nochmal viel Zeit und Mühe investiert und bin natürlich sehr glücklich zu lesen, wie sie ankommt.

Schade, dass du nichts zum Prolog geschrieben hast. Ich bin nicht sicher, wie gut ich ihn finde, oder ob er noch wirklich notwendig ist. Vielleicht messe ich ihm aber auch viel zu viel Bedeutung bei ...

Es freut mich total, dass dir die frühen Canon-Verbindungen gefallen. Die sind neu eingeflochten. Ich finde nach wie vor, dass die Kern-Geschichte komplett ohne TT funktioniert, aber wie du schreibst: Wir sind hier im FF-Bereich und da habe ich mich entschieden, die Original-Charaktere zumindest namentlich vorkommen zu lassen.

Zu meinen Neben-Charakteren muss ich ja zugeben, dass ich mächtig stolz bin auf die Idee, dass Max eine Chosen war. *g* Die Idee ist schon etwas älter, aber ich finde, es passt super zu ihr. Max trat den Chosen bei, weil sie Essen hatten, aber irgendwie war der Verein dann doch uncool und sie lief lieber davon ...

Es freut mich jedenfalls, dass du jetzt mit Summer besser klarkommst. Auch wenn sie klar ein Anti-Held bleibt, mit einer Menge Fehlern und – nennen wir es mal – politisch nicht sonderlich interessiert. Sie ist eine Opportunistin. Und vor allem – wie du auch schriebst – immer noch ein Teenie.
Allerdings stellt sich mir schon die Frage, ob es irgendeinen Menschen gibt, der gut dabei wegkäme, wenn seine Gedanken mit einer Kamera aufgezeichnet würden (was bei der Ich-Perspektive ja leider der Fall ist).
Ich bin sehr froh, dass niemand meine Gedanken lesen kann! ;-)

Ich merke gerade, dass ich deine restlichen Reviews morgen beantworten muss.
Aber vorab nochmal: vielen, vielen Dank! Ich habe jedes deiner Reviews tatsächlich mehr wie einmal gelesen. Auch mehr wie zweimal ... Und werde sie wahrscheinlich noch öfter lesen.

Ich wünsche dir einen schönen Abend,
Ramana
Lili (anonymer Benutzer)
15.12.2018 | 19:27 Uhr
Guten Abend,

Dieses Kapitel hat mich vollständig in die gewohnte Atmosphäre der "Rooks" eintauchen lassen. Es ist eindeutig als Kompliment gemeint, wenn ich an dieser Stelle sage: auch nach einem Jahrzehnt muss ich die Namen der Charaktere nicht wirklich lesen, um ihre jeweiligen Sprüche einordnen zu können. Jede deiner Figuren hat eine sehr eigene Art, sich auszudrücken, und ich denke das hier auch die Stärke deiner Dialoge liegt. Außerdem liebe ich Summers schnodderige Art den anderen gegenüber.

Ich kann mich erinnern, das es in der "neuen alten Version", die ich vor einigen Jahren gelesen habe, durchaus ein Wiedersehen zwischen Summer und dem Vater ihres Kindes gab. Ich bin gespannt, ob es in dieser Version ebenfalls dazu kommen wird und falls ja, wie ihre Reaktion ausfallen wird. Immerhin wurde sie in der denkbar schwierigsten Situation ihres Lebens im Stich gelassen und ist wohl verständlicherweise nicht gut auf ihn zu sprechen. Wobei, was Letzteres betrifft: für ihr Alter klingt Summer recht reflektiert, was die Gedanken an den "Kindsvater" betreffen. Aber nach allem, was sie als Protagonistin dieses Abenteuers zu dem Zeitpunkt wohl schon erlebt hat, ist das einleuchtend - sie hatte wahrlich andere Probleme, als ihm nach zu grollen. Trotzdem finde ich es spannend, was aus dieser Ausgangsposition noch entsteht.

Ansonsten gibt das Kapitel den ein oder anderen Hinweis auf Summers derzeitigen Status: sie betrachtet sich als Teil eines Stammes, hat also Halt gefunden, Menschen, an die sie sich wenden kann; zudem wird gleich in der ersten Szene beschrieben, wie ihre Tribe-Mitglieder sich gespannt um sie versammeln, um mögliche Bewegungen des Kindes auszumachen. Wieder ein Vertrauensbeweis, der zeigt, wie viel ihr die Menschen, mit denen sie lebt, inzwischen bedeuten. Ich würde mich freuen, wenn wir noch ein paar Rückblenden erhalten sollten, die uns als Leser zeigen, wie der Stamm sich gefunden hat und wie sie es dorthin geschafft haben, wo sie jetzt gemeinsam sind.

Gleichzeitig dürfte es auch spannend sein, ihren aktuellen Werdegang zu verfolgen: es gibt genügend Auswahl an unterschiedlichen Charakteren und ihren Beziehungskonstellationen. Kurzum: ich bleibe dran :)

Antwort von Ramana am 16.12.2018 | 20:28 Uhr
Liebe Rebecca,

vielen Dank für deine ausführlichen Reviews. Ich bin nicht dazu gekommen, dir direkt zu antworten. Wir renovieren immer noch unser Haus und möchten vor Weihnachten alles fertig haben.
Ich bin bei den ersten Kapiteln von Sidl immer etwas ziegespalten. Einerseits ist es nostalgisch, diese sehr alten Texte zu lesen, andererseits könnte ich gerade aus den ersten Kapiteln noch mehr heraus holen. :-) Vielleicht, wenn ich eines Tages mal viel Zeit habe...
Und du hast Recht, gerade in dieser "Ur-Version" fand ich das alte "wer mit wem" Spiel mit am interessantesten.
Ich wünsche dir viel Spaß beim weiter lesen!

Bis bald!
Trine (anonymer Benutzer)
02.10.2019 | 23:23 Uhr
Hallo, ich hab heut im Radio 'like a virgin' gehört und musste an Sidl und sie Szene mit Eve denken und habe dann spontan heut Abend gegoogelt. Einfach nur "Solange ich dich liebe". Ich bin grade ganz aus dem Häuschen, das du sie hier wieder hochlädst! :D
Damals gabs noch das The Tribe Forum.. hach... morgen werd ich mich durch alle Kapitel, die hier sind, durch schmöckern. Ich freu mich!! :D
Danke fürs wieder öffentlich machen!

Antwort von Ramana am 03.10.2019 | 19:26 Uhr
Hallo Trine,
es freut mich, dass du hergefunden hast und wünsche dir viel Spaß beim "nochmal lesen". Ich finde es immer wieder toll, wenn ein altes Leserli hierher zurück findet. Genau so soll es sein. :-)
Leider war ich die vergangenen Wochen ziemlich eingebunden und bin nicht dazu gekommen, neue Kapitel hochzuladen. Das soll sich nun aber wieder ändern!
Ich hoffe, ich lese nochmal von dir, wie dir die Kapitel gefallen haben.
Alles Gute,
Ramana
18.03.2019 | 08:52 Uhr
Bin durch Zufall am Donnerstag auf deine Geschichte gestoßen, und konnte mir ein erfreutes Quietschen nicht verkneifen.
Hab dann bis Samstag zu jeder sich bietenden Gelegenheit alle bisherigen Kapitel gelesen und mich unglaublich gefreut,
rauszufinden, wie es mit den Rooks weitergeht.
Hat mir eine ansonsten total bescheuerte Woche gerettet, vielen Dank dafür, und bitte poste schnell mehr (-;

Grüße, Harrys Liebling

Antwort von Ramana am 19.03.2019 | 09:41 Uhr
Liebe Harrys Liebling,
ich freue mich sehr, dass du wieder hergefunden hast. Für Leserinnen wie dich poste ich die FF wieder. :-)
Wow, dass du in so kurzer Zeit alle Kapitel aufgeholt hast bedeutet echt etwas. Freut mich, dass ich dir deine Woche retten konnte. Das ist wohl das größte Lob für jeden Autor.
Ich würde mich freuen, wieder von dir zu lesen. Was dir besonders gut gefallen hat oder vielleicht gar nicht. Ich bin gespannt. :-)
Liebe Grüße
Ramana
Lili (anonymer Benutzer)
07.12.2018 | 19:04 Uhr
Hallo Ramana,

Jetzt habe ich endlich wieder Zeit für eine gepflegte Runde Feedback gefunden. Ich werde versuchen, ab jetzt im 1-2 Wochen Takt Reviews zu verfassen, bis ich mit der Geschichte hier komplett durch bin. Zunächst einmal freue ich mich, das du die Texte nicht in die Schublade gesperrt, sondern uns hier zur Verfügung gestellt hast. Wir wissen alle, das sich Autoren (und mit ihnen auch ihre Texte) verändern und es gibt nichts, was dir peinlich sein muss. Im Gegenteil: für mich als langjähriger Leserin deiner Rooks-Geschichte ist es eine Freude, die Originalgeschichte nachvollziehen zu können.

Zunächst einmal zur Handlung: der Aufbau ist, für einen Prolog wahrscheinlich nicht unüblich, simpel gehalten - zu der Erzählerin selbst erfährt man nur die "Basics" (junges Alter, unvorhergesehene Schwangerschaft, grobes Setting im Zusammenhang mit Virus etc.), was grundsätzlich die Neugierde weckt, wie sich ihre Geschichte (und die ihres Kindes) noch entwickeln kann. Offensichtlich gibt es hier viel Potential für eventuelle Handlungen.
Interessant finde ich, was du in punkto "Zukunft" angesprochen hast - eben, das man in unserer aktuellen Gesellschaft oft verurteilt wird, wenn man bereits im Teenager-Alter Elternpflichten hat und sich auf einen recht langen Weg in ein selbstständiges Leben vorbereiten muss. Indessen stellt ein Neugeborenes in einer Welt, in der "alte" Regeln nicht mehr gelten (wie nicht selten schon in der Originalserie angesprochen) tendenziell ein Symbol der Hoffnung dar. Hier wird etwas wichtiges angesprochen: nämlich, das unser Wertesystem sehr eng an äußere Bedingungen geknüpft ist und sich auch unsere inneren Einstellungen und Werte schnell ändern können, wenn diese Bedingungen sich radikal ändern. Ein interessanter Punkt, der wohl noch häufiger zur Sprache kommen wird.

Der Stil: die Sprache ist, was ich für die Protagonistin angemessen finde, erst einmal einfach, aber nicht langweilig. Da recht viel Information auf recht wenig Raum zusammen gefasst wird, wirkt es zT etwas nüchtern, aber Summer war in meiner Erinnerung ein pragmatischer Charakter - dementsprechend passt das so weit für mich. Abgesehen davon: Jemand, der gerade ein Massensterben überlebt hat, verspürt wahrscheinlich eher wenig das Verlangen, in lyrischen Balladen zu rezitieren, sondern fasst sich eben eher kurz. Die Begegnung mit Jen gegen Ende ist etwas abrupt, unterstreicht aber die "Aktualität" der Erzählperspektive - ich persönlich mag diese Einschübe aus dem Hier und Jetzt. Schön fand ich die Metapher mit dem "Stern", was mich wieder daran erinnert, wie sehr sich Summers Einstellung zu ihrem Kind im Verlauf der Geschichte endet.

Alles in allem freue ich mich, die weiteren Kapitel zu lesen und bin gespannt ,wie viel ich von der (fortgeschrittenen) Version, die ich kennen gelernt habe, bereits in diesem Text wieder finden werde.

Gruß,
Lili
07.01.2018 | 15:02 Uhr
Awwww, Sidl!!! <3 Ich hab irgendwie gar nicht mitgekriegt, dass du es wieder postest!! Das erste Kapitel hab ich grad gelesen und ich mag es immer noch. Auch wenn ich mich grad echt alt fühl. ;)

Antwort von Ramana am 12.01.2018 | 21:33 Uhr
Ist ja auch echt lange her!
Aber über Reviews freue ich mich immer noch. Erst recht von dir. ;-)
01.01.2017 | 22:51 Uhr
Hi :-)

Oh man, da hätt ich doch fast die FF nimmer erkannt, als ich nur den Titel überflog, und daher fast nicht mitbekommen, dass es sie hier nun wieder zu lesen gibt. Ist dann gleich mal vermerkt, dass ich sie ja nicht wieder aus den Augen verliere. (Und das bisherige wird dann lieber gleich noch auf den reader gepackt, bevor mein PC endgültig den Geist aufgibt.)

Hach ja... beim Lesen des Prologs kamen gleich die Erinnerungen wieder, obwohls schon recht lang her ist. So oder so, die Geschichte "muß" ich einfach mal wieder lesen.

lg Gaya

Antwort von Ramana am 02.01.2017 | 20:58 Uhr
Liebe Gaya,

schön, dass du (wieder) hergefunden hast.
Ja, eigentlich wollte ich Sidl ja unter Verschluss halten. Aber im letzten Jahr sind ein paar Dinge passiert, dass ich nun anders darüber denke.
Warum soll die Fanfiction in einer Schublade verrotten, wenn sie doch meinen alten Leserlis eine Freude machen kann.

Viel Spaß beim Lesen und schwelgen in der "guten alten Zeit". :-)

Rami
16.06.2021 | 18:53 Uhr
Moi,
(diesmal gefüttert und nur latent müde, schlechte Laune kann man mir heute also nur bedingt vorwerfen. *Eisessend vom Balkon in der Abendsonne gesendet*).
Huiuiuiuiui, da ist aber ganz schön was los in dem Kapitel. Ich kam ja stellenweise fast nicht mehr hinterher damit, zu schnallen, an welchen Schauplätzen gerade eigentlich überall gekämpft wird - teilweise literally speaking. Vielleicht hätte ich mir vor dem Hintergrund das ein oder andere Mal gewünscht, dass manche Sachen ein bisschen verteilt worden wären, damit das weniger geballt wirkte. So war das irgendwie brutal viel auf einmal: Die Sache mit ihrer Schminke, die Mini-Aussprache mit Dan, die keine war, die Mini-Versöhnung mit Tinga, die man als solche nicht gebraucht hätte (die hatten doch nie Krach, oder?), wieder die Sache mit der Schminke und dann noch der Schluss mit Ben. Nope, Handlungsarmut braucht man dem Kapitel definitiv nicht vorwerfen - wohl eher im Gegenteil.

Aber nun denn, steigen wir mal ein. Dass Summer Luna mit einer (mutmaßlich kaputten??) Fernbedienung spielen lässt, in einer Phase, in der evtl zu befürchten wäre, dass die alles in den Mund nimmt, was ihr zwischen die Finger kommt, fand ich etwas fahrlässig aber naja. Ging ja gut - und Summer hatte wohl auch andere Dinge im Kopf. Nämlich die Tatsache, dass sie nicht geschminkt ist. *Le gasp* Nein, Verzeihung, ich bemühe mich um weniger Sarkasmus, ich erkenne ja schon an, dass das für sie wirklich ein großer Schritt war.

Ich fand’s in dem Zusammenhang auch irgendwie schön, dass man mal zumindest den Ansatz einer Erklärung dafür bekommt, dass das doch diverse Dinge in ihrer Kindheit geben muss, die dafür verantwortlich sind, dass sie bei dem ganzen Aussehen-Körper-Attraktivitätsthema so drauf ist, wie sie drauf ist. Ich hab mal kurz überlegt, ob ich „schminken mit elf“ nicht ein wenig drüber finde (also nicht mehr so „krass!“ sondern wirklich drüber) und dann fiel mir ein, dass ich mir ziemlich sicher bin, dass ich damals in der 4. Klasse auch ein Mädchen als Klassenkameradin hatte, das sich geschminkt hat - in dem Jahr, in dem ich als Tai-San zur Schulfasnacht kam. Aber well. Jeder wie er meint. Also gut, von mir aus.

Ich fand’s schön, dass du Dan da so ein bisschen den Klischeetypen sein lässt, der so mega geschockt davon ist, wie sie jetzt ohne Schminke aussieht. Fand ich für ihn an sich sehr stimmig - auch, dass er fragt, ob ihr ganzer Körper voller Sommersprossen ist. Müsste der das nicht irgendwie…wissen?

Vielleicht fand ich’s, weil eben diese Sequenz, in der er so sehr auf Summers verändertes Aussehen eingeht schon relativ lang war, ein bisschen unnötig, dass anschließend jeder, der in diese Küche kommt, noch seinen Kommentar dazu abgibt. Ja, ich hatte verstanden, dass das für Summer jetzt was ganz furchtbar besonderes it, ich hätte das glaube ich in dieser Detailliertheit gar nicht mehr gebraucht, eben weil das ja auch in der Szene mit Dan vorher schon sehr im Kleinklein durchexerziert wurde. Vielleicht hätte es bei Lili auch gereicht, sie geschockt gucken zu lassen (aber auch sehr bezeichnend, irgendwie, dass Summer auch bei ihr gleich wieder das Aussehen auffällt).

Was ich tatsächlich wesentlich interessanter fand, war der kurze Ausflug in Bens Vergangenheit - auch, wenn ich irgendwie Mitleid mit ihm hatte. Er scheint mir wie jemand, der eher Wert darauf legt, dass das nicht so viele Leute wissen (vielleicht ja auch, weil das für ihn nur schmerzhafte Erinnerungen sind, wäre ja vollkommen legitim) und dann erzählt Summer das einfach so. Ich hätte es ihm gewünscht, dass er zu sowas mal selber irgendwie Stellung nehmen darf - und ich finde gerade bei so Hintergrundsachen das wörtliche erzählen auch echt immer ein bisschen schwierig. Aber nungut, das ist nunmal ein Ding der Perspektive, für die du dich entschieden hast, das hatten wir ja alles schon.

Weiter im Text. Dan und Ben wollen also raus um sich zu prügeln? Hach…Menners… Wobei ich noch nicht so ganz kapiert habe, ob das wirklich darauf rauslaufen sollte, oder ob Summer das nur vermutet hat (und, so unterstelle ich ihr, in den Untiefen ihres Herzens, die mal eben vergeßen, wie unvernünftig und pubertär das ist, vielleicht doch ein kleines bisschen heiß fand.)? Naja, ist ja irgendwo auch egal, sie haben es letztlich nicht gemacht, sondern…ja, was eigentlich? Ich fand’s hier tatsächlich schade, dass wir so in der Summer-Perspektive gefangen sind. Ich hätte dieses was-auch-immer jetzt gar nicht detailliert als Szene gebraucht, aber die Möglichkeit, danach mal in Bens Kopf gucken zu können und herauszufinden, wie’s ihm gerade geht und warum eigentlich, die hätte mir schon gefallen. Aber naja. Solange Summer keine telepathischen Fähigkeiten entwickeln - was Gott und der Plot bitte verhindern mögen - wird es dazu wohl erstmal nicht kommen. (Wo wir gerade bei Einblicken sind: Für meinen Geschmack hätte Dan es auch einfach dabei belassen können, dass er angepisst ist, weil sie ihm in dem Moment alle auf den Sack gehen und hätte gar nicht erklären müssen, dass er vorher nen beschissenen Morgen gehabt hat.)

So auf der Meta-Ebene fand ich’s interessant, dass die gute Summer ja jetzt schon das zweite, für sie recht unagenehme Gespräch in relativ kurzer Zeit führen muss. Und für Summer-Verhältnisse reagiert sie eigentlich immer noch recht rational. Es gibt also doch noch sowas wie Charakterentwicklung bei ihr, das gefällt mir sehr gut. Auch diesen Satz „Ich wollte nichts besonderes sein, ich wollte dazu gehören“ kennt man wohl dann besonders gut, wenn man mit was aufwächst, was ein bisschen was „besonderes“ ist. Ich hatte meinen ersten Feel-you-Moment mit Summer, das macht mir mehr Angst, als es sollte ;)

Max und Sunny haben mir irgendwie leid getan. Ich hatte das Gefühl, die geraten da zwischen die Fronten von etwas, mit dem sie so primär eigentlich gar nix zu tun haben.

Und dann Tinga. My guuuurrrl!! Hach! Ja, natürlich ist das so ein bisschen „heilige Johanna der Schlachthöfe“-mäßig, dass sie dann in dieser Situation, in der Summer eigentlich als „die Geschlagene“ zu ihr kommt (denn nichts anderes zeigt sie ja am Ende damit, dass sie zum ersten Mal ihr Gesicht nicht versteckt), auch noch die Größe hat um ihr zu sagen, dass sie natürlich wunderschön aussieht, auch, wenn Summer das gerade nicht hören will - und Tinga ja eigentlich auch genug andere Dinge hätte, um die sie sich Sorgen machen könnt/sollte als Summers Selbstbewusstsein. Aber hach, es passte so schön zu Tinga und ich wünsche ihr, dass es ihr möglichst bald wieder richtig gut geht und sie endlich mal aus diesem Zimmer rauskann. Denn auch, wenn wir davon ja gerade nicht allzuviel mitbekommen, habe ich den Verdacht, dass ihr diese Mini-Isolation da nicht gut tut - auch wenn ihr Mann sie mit dem Besten versorgt, was er so zusammen kochen kann. (Klammer auf, Klammer zu, ich sehe aus Gründen langsam einen direkten Zusammenhang zwischen Hochleistungssport und Kochkünsten ;) )

Noniin. Jetzt hab ich das Gefühl, ich habe irgendwas vergeßen. Achso. Ben. Ja. Mhm. Ich weiß gerade auch nicht. Ich werde momentan nicht so richtig schlau aus dem Jungen, aber ich gehe mal stark davon aus, dass du genau das beabsichtigt hast, weil Summer es halt aktuell auch nicht wird. Ich würde ihm nach wie vor etwas mehr Screenzeit wünschen, damit man als Leserlein vielleicht doch mal noch ein bisschen eine besser Chance hat, sich einen Reim auf ihn zu machen. Aber nuja, ich weiß schon. Aber Wünsch wird man ja noch haben dürfen.

Ansonsten bleibt jetzt natürlich abzuwarten, wie sich das Ganze weiter entwickelt. Ob was-auch-immer da zwischen Ben und Dan stattgefunden hat, noch weitreichendere Konsequenzen hat, von denen momentan noch keiner was ahnt - und auf welche Beziehungen sich das auswirkt. Und dann ist da natürlich noch Tinga, bei der ja irgendwie gefühlt immer noch nicht so 100% klar ist, warum genau dieser Fenster-nicht-Sturz passiert ist und es wäre natürlich interessant zu sehen was bzw. Ob sich da was weiterentwickelt.

Abgesehen davon frage ich mich grade manchmal ein bisschen, wo du handlungstechnisch gerade hinwillst. Ja, wir haben unendlich viel Beziehungsdrama an allen Fronten, das sehe ich, aber so ganz ab und zu fände ich so ein bisschen Rahmenhandlung ganz schön. Ich hab das neulich schonmal gesagt, so irgendetwas, bei dem ich das Gefühl hätte, dass es darauf hinausläuft. Und ich ahne, dass du mir jetzt mit dem Argument kommst, dass doch die Frage, ob es letztlich auf Summer und Ben rauslaufen wird, nicht Handlung genug ist und wahrscheinlich hätte ich bei jeder anderen Geschichte ja gesagt. Aber du hast hier so viele so tolle diverse Figuren, dass mir das glaube ich irgendwie zu wenig ist.

Ich bin also weiterhin gespannt auf die Dinge, die da kommen werden.

Nonen. Ich hoffe, meine Laune war diesmal angemessen ;)

Nähdään
Lumentyttö

PS: Ich weiß, als Südstaatengewächs, dass das nur sehr schwer vorstellbar ist, aber Vergleiche finden meistens mit „als“ statt - mir fällt gerade keine Regel dazu ein, aber bei diesem Satz „Ich stelle fest, dass ich den Witz alles in allem besser verkrafte, wie damals als Kind.“ Bin ich mir ziemlich sicher, dass da ein „als“ stehen müsste ;)

Antwort von Ramana am 17.06.2021 | 09:49 Uhr
Guten Morgen liebe Lumentyttoe,

du hast Recht, in diesem Kapitel sind einige Handlungsfäden ineinander gelaufen.

Tatsächlich hatte ich Sorge, ob du dieses Kapitel zerreißen würdest. Aus zwei Gründen:
1. Du magst Summer nicht. Und Summers Problem mit ihrem Aussehen basiert zum großen Teil auf so einer Kleinigkeit wie Sommersprossen. Sommersprossen! Das ist für einen sonst attraktiven Menschen ein lächerlicher Schönheitsfehler. Ich finde allerdings, dass uns unsere Erfahrungen in unserer Kindheit so prägen, dass selbst aus Kleinigkeiten große Komplexe entstehen können.
2. Du hattest im letzten Review geschrieben, dass du kein Vorankommen der Handlung mehr möglich siehst, es sei denn, die Protas würden sich verbiegen.
Ich finde, dass Summer und Ben hier in ihrer persönlichen Entwicklung beide große Fortschritte machen: Summer, die sich „so wie sie ist“ ihrem Tribe stellt, und Ben, der seinen Anführer zur Rede stellt.
Aber letztendlich ist das hier eine coming of Age-Geschichte – es geht darum, dass die Charaktere wachsen.
Insofern schön, dass du die Veränderungen nicht zu extrem fandest.

Stellenweise musste ich bei deinem Review echt schmunzeln. Ich habe immer öfter den Eindruck, dass wir beide das Verhalten von Menschen grundsätzlich unterschiedlich bewerten würden.
Zum Beispiel Tinga: Während du ihr Verhalten nur nett und großzügig einschätzt (was sie ja sein kann), wäre ich inzwischen nur misstrauisch, ob sie verdammt kalkuliert und durchtrieben ist (was ja auch sein kann). Man kann einem Menschen nie in den Kopf gucken.
Oder zu Max: Jah, ist unschick, dass die Kinder Daniels Wutausbruch mit erleben – aber Max hatte es verdient! Ich fand den Spruch echt hart, besonders für jemanden, den ich mir als Zwölfjährige vorstelle und der davon noch gar keine Ahnung haben sollte.
Hätte ich das mitbekommen, hätte ich mir gedacht, dass Max ein totales Arschlochkind ist und es offenbar braucht, ziemlich schroff eingenordet zu werden.
Und Luna und die Fernbedienung: Ohje... Wenn du bei mir zu Besuch wärst, ich glaube, du würdest mir das Jugendamt auf den Hals hetzen! *lol*

Aber ich finde es positiv, dass du die Geschichte stellenweise so anders liest, als ich es würde. Ich denke nach wie vor, dass das einen guten Roman ausmacht.

Es hat mich jedenfalls sehr gefreut, dass du dich Summer zum ersten Mal „nah“ gefühlt hast. Genau wie du fand ja auch Daniel, dass schminken mit elf Jahren „einfach drüber“ ist. Ich hoffe, das ist deutlich genug geworden. Vielleicht muss ich ihm die Worte aber noch in den Mund legen?
Für Daniel waren die Sommersprossen ja ein ziemlicher Schock, weil er findet, dass er hätte wissen müssen, wo sie sind. Ich wiederhole nur: „Ich dachte, du hättest die nur auf deinem ...“ ;-) Die Stelle hatte Nick übrigens auch schon mal angesprochen.

Eigentlich denke ich sogar, dass Summers Mutter Summers Problem mit ihrem Aussehen nicht besser gemacht hat, sondern schlimmer. Auch, wenn sie ihrem Kind helfen wollte. Aber gut gemeint ist nicht immer gut gemacht.

War die Szene mit Tinga überflüssig? Stimmt, Summer und Tinga hatten nie Krach.
Aber hat Tinga ein Problem mit Summer? Keine Ahnung! Aber defintiv hat Tinga EIN Problem.
Vielleicht kommt da ja noch etwas Licht ins Dunkel. ;-)

Ich fand es auch schade, dass man nicht mitbekommen konnte, worüber die Jungs gesprochen haben. Da wäre ich auch gerne Mäuschen gewesen.
Ich kann dir aber versprechen, dass Ben sich in den nächsten Kapiteln endlich wieder mehr äußern darf.
Ich verstehe, dass du dir eine „übergeordnete Handlung“ wünscht, die nicht nur mit dem Beziehungsgeflecht zutun hat. Auch die sollte in drei Kapiteln wieder durchschimmern.

Danke für den Hinweis mit dem Vergleich. Da habe ich tatsächlich lange hin und her überlegt.

Vielen Dank nochmal für das ausführliche Review!
Ich wünsche dir heute noch ganz viel Eis und ganz viel Zeit im Schatten!

Liebe Grüße
Ramana
07.06.2021 | 22:01 Uhr
Moi,
ich find's grade auf ne ungute Art lustig, dass die zwei so ziemlich alles Konterkarrieren, was man selbst sich und dem engeren Umfeld schon an Beziehungstips gegeben hat. "Versucht, miteinander zu reden", "sprecht über eure Gefühle", "seid ehrlich zueinander". Und hier hat man irgendwie das Gefühl, dass es das für die beiden nur noch schlimmer macht. Ich bin IRL und in fiction eine ganz, ganz große Verfechterin von "miteinander reden" und mich nervt fast nichts so sehr, wie eine unendlich in die Länge gezogene Storyline, die innerhalb eines Drittels der Zeit beendet sein könnte, wenn Person A und Person B nur mal rechtzeitig das Maul aufmachen würden.

Aber trotzdem fand ich das hier irgendwie...unbefriedigend. Vielleicht war genau das das, was du erreichen wolltest, dann hat es bei mir auf jeden Fall funktioniert. Aber ich fand sie irgendwie beide relativ sprunghaft, es wurden so selbstkasteiungsmäßig die eigenen Fehler nochmal runtergebetet und irgendwie nicht wirklich Lösungswege aufgezeigt. Versteh mich nicht falsch, natürlich ist sich auszusprechen ein guter, wichtiger erster Schritt, vor allem, wenn die Situation so dermaßen verfahren ist, wie hier. Aber ich hatte trotzdem irgendwie nicht das Gefühl, dass die zwei sich ausgesprochen haben. Es hat jeder im Prinzip gesagt, was er falsch gemacht hat und versucht, das zu erklären. Und es ging aber irgendwie immer noch wenig um den jeweils anderen oder gar um die Beziehung der beiden bzw. wie sie gedenken, das in Zukunft zu lösen, um dann nicht früher oder später wieder an dem Punkt zu laden.

Ich weiß, dass Summer und du das beide überhaupt nicht gerne hören wollt, aber ich hab mic nach dem Kapitel echt gefragt, ob Ben und sie eigentlich überhaupt zusammen passen. Nicht nur wegen des offensichtlichen Kommunikationsproblems, ich hab auch das Gefühl, dass die vollkommen unterschiedliche Bedürfnisse und irgendwie auch Vorstellungen vom Leben haben. Mir fehlt da momentan so echt ein bisschen die gemeinsame Basis, das, was die beiden als Paar ausmacht (bzw. ausmachen würde). Ich finde sowas ja eh generell immer viel wichtiger als große "romantische Gesten" oder völlig ausufernder Sex, dass ich merke, was zwei Figuren aneinander finden. Und bei Ben und Summer hab ich gerade das Gefühl, dass die ziemlich weit entfernt voneinander sind. Und das ist traurig (und wäre wohl noch viel trauriger, wenn ich was Summer angeht, etwas emphatischer wäre ;) ) aber irgendwie halt auch die logische Konsequenz aus vielem, was bisher passiert ist. Von dem her finde ich's einerseits total gut, wie stringent du das erzählst und das jetzt halt eben nicht "alles einfach wieder gut ist", weil die beiden mal zwei grade Sätze miteinander geredet haben.
Andererseits unterstelle ich dir aber halt "aus Gründen", dass das hier auf ein klassisches Happy End für das Hauptliebespaar rauslaufen wird. Und ich sehe momentan nicht, wie das ohne extremes Verbiegen der Protas und des Plots funktionieren soll. Aber das macht mir ein bisschen Sorgen.

Nundenn, das klingt jetzt alles so negativ, das war nicht so gedacht, das tut mir leid. Was ich sehr schön fand war, das Tempo, dasd du hier gewählt hast. Du hast dich nirgendwo zu lange aufgehalten oder bist der Versuchung erlegen, das Dramalama hier allzusehr zu füttern. Das hat mir sehr gut gefallen. Und ich fand's ja entwicklungstechnisch auch irgendwie schön, dass Summer ihre Tochter inzwischen wirklich als "Hilfe" empfindet und sei's nur in so emotionalen Situationen und nicht (mehr) nur als Last und Verantwortung und Gott weiß was.

Ich mochte die kurz angerissene Szene mit dem Spiegel, wäre aber fast der Meinung, dass die noch ein wenig stärker geworden wäre, wenn du das "wahre" vor dem "Gesicht" weggelassen hättest. Das war wieder was, wo ich fand, dass es auch in sich einfach schon genug gewirkt hat, ohne dass ich jetzt mit dem (ha ha) Gesicht voran in die Metapher gedrückt werden muss.

Nundenn. Was das alles jetzt wirklich für diese seltsame-drei-vier-weiß-gott-wieviel-Ecks-Konstellation in diesem Tribe heißt, bleibt wohl abzuwarten. Ist aber wohl davon auszugehen, dass es sich alle Beteiligten damit nicht gerade einfacher gemacht haben.

Weil ich jetzt doch wieder relativ viel gemotzt habe (vielleicht bin ich auch einfach grade nicht in der richtigen Stimmung): Ich fand's inhaltlich prinzipiell gut, dass es diese Gespräch gegeben hat. Ich glaube so viel länger eherausgezögert hätten das weder die Figuren, noch die Leser:innen ertragen. Von dem her trotz allem, was ich jetzt gesagt habe: Danke dafür!

Noniin. Ich bin folglich gespannt, wie es weitergeht.

Nähdään
Lumentyttö

Antwort von Ramana am 08.06.2021 | 12:09 Uhr
Guten Morgen liebe Lumentyttoe,

vielen Dank für dein ausgesprochen interessantes Review!

Ich war echt überrascht, wie schnell ein Review-Alert kam. Gefühlt erst eine Dreiviertelstunde nach dem Upload des Kapitels.
Und ich muss sagen, dass dein Frust echt bis zu mir spürbar war. Wäre in dem Zusammenhang echt interessant gewesen zu wissen, wie das Review ausgefallen wäre, wenn du eine Nacht drüber geschlafen hättes. Und du – wie du schreibst – vielleicht in besserer Stimmung gewesen wärst.
Das Wort „Konterkarrieren“ musste ich übrigens erstmal im Duden nachschlagen. *lol*
Aber deine heftige Reaktion motiviert mich irgendwie total, schnell weiterzuschreiben. Und nein, das ist nicht sarkastisch gemeint. Eines der wichtigsten Dinge ist doch, dass der Leser beim Lesen mitschwingt.

Ich finde sehr spannend, wie „unbefriedigt“ du bist. Jetzt ist nach all den quälenden Kapiteln endlich der Tag da, an dem Summer über ihren Schatten springt – und es ist immer noch kacke.
Es ist nicht so, dass ich deine Frustration bezwecken wollte – ich habe natürlich kein Interesse daran, meine Leserinnen zu vergraulen. Ich habe Summer und Bens erstes Gespräch „nach der Schlacht“ so gelöst, wie ich es realistisch empfand. Aber immerhin lobst du meine Konsequenz. ;-)

Im Gegensatz zu dir bin ich beim Thema „miteinander reden“ tatsächlich pragmatisch. Wahrscheinlich hätte ich Summer dasselbe geraten, wie Nick: „Wenn es eine einmalige Sache war, säe kein Misstrauen.“
Aber Summer hat diesen Weg gewählt. Ob und was daraus entsteht, will ich nicht Spoilern.
Besitzen Summer und Ben überhaupt eine gemeinsame Basis? Eine gute Frage!
Auf jeden Fall bin ich sehr auf deine Meinung zu den nächsten zwei Kapiteln gespannt.

Auch ich fand, dass es in diesem Kapitel noch zu früh war, für echte Lösungswege.
Aber ich finde „Keine Lügen mehr“ eine große Ansage. Kann man das wirklich durchhalten?

Ich finde es gut, dass dir Summers Sprunghaftigkeit aufgefallen ist. Bei Ben empfinde ich es persönlich nicht so – oder höchstens sehr schwach. Bens Art, auf Summer zuzugehen, und seine Wortwahl hätte ich mir schon vor zehn Kapiteln so vorstellen können. Summer nicht.
Ich finde Summer hier ziemlich mutig. „Ich hatte Angst, dass du mir das Herz brichst“, ist eine Aussage, die mir nach zig Jahren Ehe wahrscheinlich immer noch nicht über die Lippen kommen würde.
Irgendwie hätte ich erwartet, dass du Summer unehrenhafte Absichten unterstellst. Ich meine, hey: Nick hat Öl ins Feuer gegossen (wie bewusst, will ich ihm nun mal nicht unterstellen). Und kaum wittert Summer Konkurrenz, bekommt sie ihren Hintern hoch?
Naja... Vielleicht brauchen wir alle mal einen Arschtritt.

Aber ich finde es manchmal schade, wie schlecht Summer bei dir als Mutter wegkommt. Besonders, weil du dich selbst oft sorgst, deine Interpretation von Amber könne als gefühlskalt wahrgenommen werden.
Trotzdem ergibt es für mich Sinn. Gesellschaftlich empfinde ich unser aller Erwartungen an „Muttergefühle“ sehr hoch.

Was die Schlussformulierung „wahres Gesicht“ angeht, habe auch ich gehadert, ob das Adjektiv notwendig ist. Nach deinem Kommentar habe ich es gelöscht. Das ist doch mal ein Wunsch, den ich dir sehr schnell erfüllen kann!

In einer Sache sind wir uns uneinig: Ich finde ausufernden Versöhnungssex total toll! :-P Sehr schade, dass er hier nicht gepasst hat. ;-)

Bis hoffentlich bald,
Ramana
27.05.2021 | 20:45 Uhr
Moi zu Teil 1 des heutigen Abends, wobei ich mir nicht ganz sicher bin, ob ich Teil 2 noch schaffe. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Nundenn.

Ich meine mich dunkel zu erinnern, dass ich mal einen Nick-FC gegründet hatte…also…*packt Fähnchen aus* Nick! Ha! Oh ich mag den Jungen. Ich mag es, dass er Summer auf ne Art Kontra gibt, dass sogar sie einsehen muss, dass vielleicht jemand anders Recht haben könnte. Und ich mag seinen Pragmatismus. Das Bild vom Tampon-Baum hat mir sehr gut gefallen, aber ist aus sicherheitstechnischen Gründen wahrscheinlich wirklich besser, dass Summer ihn davon abbringen konnte ;) Ich find‘s immer wieder schön, dass man merkt, dass du dir auch um die Dinge Gedanken machst, um die sich die Serienmacher ja doch etwas galant herumgeschummelt haben. Das gibt deiner ganzen Welt - die es trotz des TT Bezugs ja massiv ist - nochmal eine ganz neue Tiefe und das gefällt mir sehr gut.

Bei der Sache mit den Liebesbriefen musste ich kurz lachen. Aber dieser latente Anflug von Selbstüberschätzung („Ich könnte sie alle haben, wenn ich wollte, aber ich will ja nicht“), hatte durchaus was sympathisches. Und auch irgendwie süß zu sehen, dass sowas wie Liebesbriefe noch irgendwo ein Ding sind, gefühlt sind die heutzutage ja fast ausgestorben. Die Szene fand ich sehr süß - aber klar, auch irgendwo logisch, dass er nicht will, dass Jen davon Wind bekommt. Sollte sie das wirklich stören - ich merke gerade, dass ich das nicht einschätzen kann - wäre ich auch schwer dagegen, dass sie die Dinger findet. Ich finde, eine harmonische Beziehung kann dem Tribe ruhig auch erhalten bleiben.

Wo wir grade von harmonischen Beziehungen sprechen…Ben kriegt also auch Liebesbriefe? Vielleicht sogar mehr als das? Ich merke, wie ich anfange, es immer mehr schade zu finden, dass wir gerade so wenig von ihm mitbekommen. Klar, bedingt durch die Perspektive und solange Summer und er sich nicht zusammenraufen, wird sich dadurch wohl nichts ändern, aber irgendwie würde ich schon gerne mal wieder wissen, wie‘s ihm eigentlich so geht und was er gerade so macht. Ich habe das Gefühl, ich habe schon ganz lange nicht mehr wirklich etwas von ihm gehört. (Aber ich gestehe natürlich ein, dass das auch problemlos einfach an meinem furchtbar schlechten Kurzzeitgedächtnis liegen kann.)

Nun, abgesehen von der Frage, wie es jetzt in Sachen Tampon-Baum weitergeht (Ich fänd‘s ja wirklich interessant, wenn sie diese Idee irgendwie weiterentwickeln würden bzw. man später mal erfährt, ob sie dafür dann ggf. Noch eine andere Lösung gefunden haben), steht natürlich die Tinga-Sache weiter im Raum. „Absichtlicher“ Selbstmordversuch (ich weiß, dass es das unabsichtlich nicht gibt, aber…du verstehst, was ich meine, oder? :D) wird ja gerade vom Herrn Anführer und der Frau Oberärztin ausgeschlossen. Aber für einen Unfall war‘s mir irgendwie zu random - und dann würde ihr seltsamer Umgang damit in Bezug auf Dan auch irgendwie nicht so viel Sinn machen. Warum sollte sie jetzt noch so sehr zu ihm auf Abstand gehen und das nicht vielleicht als Chance begreifen, dass sie sich wieder annähern können? Von dem her bin ich…ein bisschen unsicher, welcher Theorie ich anhängen möchte. Ich bin ja mal gespannt, ob das noch aufgeklärt wird.

Ich mag‘s übrigens, dass die Kapitel (für mein Gefühl zumindest) inzwischen ein bisschen länger sind, als am Anfang. Das gibt der Figur und auch der Handlung nochmal mehr Raum, das gefällt mir.
Zwischendrin hatte ich ein bisschen das Gefühl, dass mir die Beschreibung der Gefühlzustände wieder etwas drüber war bzw. Sich doppelte. Die Stelle mit Summer und Dan, als sie das mit dem Spiegel ausspricht (bzw. Hier ja denkt) war mir irgendwie zu Holzhammer-mäßig. Kann dran liegen, dass du es in deiner letzten Review-Antwort erwähnt hattest, aber ich fand, dass das auch so ganz schön rauskam und ich das jetzt nicht nochmal so auf die zwölf gebraucht hätte. Das sind so die Momente, wo ich innerlich die Augen verdrehe und den Text anseufze „Ja, ist gut, ich hab es verstanden!“ Vielleicht wäre ein Satz weniger da ab und an mehr.

Ansonsten…bin ich wie gesagt gespannt, wie‘s weitergeht und schaue mal, ob ich doch noch die Antwort auf deine PN zustandebekomme :)

Nähdään
Lumentyttö

Antwort von Ramana am 28.05.2021 | 14:09 Uhr
Liebe Lumentyttoe,

vielen lieben Dank für dein langes Review. Ich habe mich noch den ganzen Abend darüber gefreut.

Ich finde es schön, dass dir auffällt, dass ich Lebensprobleme aufgreife, die in der Serie unerwähnt blieben. Allerdings macht das schon die ganze Stimmung etwas düsterer als in TT. Aber, was soll!
Soll ja sowieso nicht für immer eine FF bleiben (sagte sie schon vor zehn Jahren *hust*).

Dass Briefe nach der Apokalypse ein Revival bekämen, fände ich auch eine ganz süße Vorstellung. Aber wie will man ohne digitale Medien auch sonst noch Nachrichten austauschen.
Ich bin mir nur sehr unsicher, ob ich dein Review falsch verstanden habe, oder Nicks Standpunkt zu seiner Post nicht eindeutig genug heraus kam. Ich habe den Text nun noch einmal überarbeitet.
Also: Jen BEHAUPTET, es würde sie nicht stören, dass Nick von den Mädchen Zettel zugesteckt bekommt. Und solange Jen nichts anderes sagt, lässt Nick die Zettel absichtlich offen rum liegen. Er provoziert sie.
Ich finde es gut, dass du nicht einschätzen kannst, ob Jen eifersüchtig ist oder nicht. Aber wenn sie es wäre, würde sie es nicht zugeben. ;-)

Zu Ben Spoiler ich nicht, aber schön, dass du neugierig bist.

Was Tingas Unfall betrifft – da können wir uns gerne per Mail tiefergehend drüber austauschen.
Prinzipiell sollte es im Text aber nicht so rüberkommen, als ob Daniel oder Summer etwas absolut ausschließen – sie sprechen nicht drüber. Vielleicht muss ich den Text nochmal nacharbeiten?

Du hast Recht: Dass Daniel und Summer einander spiegeln, hatte ich in der letzten Antwort geschrieben und in diesem Kapitel. Ich hatte schon erwartet, dass dir das wieder zu viel „Summer-Selbstmitleid“ ist.
Wenn ich etwas mehr Abstand zu den Kapiteln habe, werde ich nochmal prüfen, welche Sätze ich alle entfallen lassen kann (die nächste Korrekturrunde kommt bestimmt).

Ich finde 2.500 Wörter eine schöne Länge für ein Kapitel.
1.700 ist etwas kurz, über 3.000 Wörter finde ich persönlich zu lang. Aber manchmal gibt es (leider) Ausreißer nach oben und unten.

Ich finde es immer sehr interessant, was Leserinnen am meisten aus einem Kapitel mitnehmen, bzw. ihnen so lange im Gedächtnis bleibt, dass sie es im Review schreiben.
Der Tampon-Baum ist für dich so präsent, dass du ihn gleich zwei Mal erwähnst. Hat ja auch seine Berechtigung; für den Tribe muss der Rubel rollen. ;-)

Was dieses Kapitel mir als Leserin wahrscheinlich am meisten zu grübeln gegeben hätte, wäre wieder die Zwickmühle, in der Summer nun steckt: Sollte sie zu Ben ehrlich sein oder (wie Nick rät) den Mund halten?
Ich finde, es ist eine Grauzone – und eigentlich sind beide Varianten scheiße.
Wahrscheinlich ist das aber ein persönlicher Tick von mir, mir darüber den Kopf zu zerbrechen, was der richtige und was der falsche Weg ist.

Vielen Dank nochmal.
Ich bin schon sehr gespannt, wie dir die nächsten Kapitel gefallen werden.

Liebe Grüße
Ramana
Lily (anonymer Benutzer)
22.05.2021 | 18:21 Uhr
Hey,

Danke für das neue Kapitel. Wieder ist alles enthalten, was deine Geschichten für mich so lesenswert macht: Lebendige Dialoge & sich angenehm "echt" anfühlende Beschreibungen der Umgebung (dabei hilft mir persönlich übrigens sehr, dass du sowohl aus der Ich-Perspektive als auch aus dem Präsens berichtest - einen Kniff, den ich beim Lesen generell schätze). Nicht zuletzt schaffst du es immer, deinen beschriebenen Szenen einen Hauch Unberechenbarkeit hinzu zu fügen.

Auch, wenn ich es nicht unbedingt für wahrscheinlich halte, dass wir unsere Frohnatur durch einen Haushaltsunfall verlieren - das vergangene Kapitel legt diese Möglichkeit zumindest vorübergehend nahe. Zu den voranschreitenden Entwicklungen zwischen Ben und Summer wurde sich hier ja schon ausreichend geäußert. Es sei dir gesagt, dass auch mein Herz schneller schlägt, wenn wir Summer und Ben wieder auf diese Weise erleben dürfen ;-)

Das Kapitel ist - zusammengefasst - eine hervorragende Mischung aus Summers rotzigem Sarkasmus, einem Schuss Dramatik und einem echten Angstgefühl um Tinga. Merci beaucoup und bitte her mit dem nächsten Kapitel.

Liebe Grüße,
Lili

Antwort von Ramana am 23.05.2021 | 12:21 Uhr
Liebe Rebecca,

vielen lieben Dank für dein Review!
Es schmeichelt mir schon sehr, dass du nach all den Jahren, Pausen und Umschreibversuchen immer noch mitliest.

Ich glaube, wir hatten uns schonmal darüber ausgetauscht, dass ich die Ich-Perspektive mit Präsens nicht noch einmal wählen würde. Früher gefiel sie mir unheimlich gut, und ja, sie passt zur Geschichte – aber diese Erzählform engt auch sehr ein. Manchmal würde ich einen Ausflug in den Kopf eines anderen Charakter genießen oder den Leser etwas sehen lassen, was Summer nicht wissen kann.
Aber solange es dir gefällt, will ich mich nicht daran stoßen. ;-)

Natürlich freut es mich auch sehr, dass der Plot für dich unberechenbar bzw. spannend bleibt. Aber du hast Recht: zu schaffen, dass Leser sich ernsthafte „Sorgen“ um einen Hauptcharakter machen, ist knifflig. Es sei denn, man ist in der Mitte von Game of Thrones oder The Walking Dead angekommen und inzwischen sicher, dass sowieso niemand überleben wird.
Einerseits darf ein Hauptcharakter nicht „nur“ bei einem Unfall sterben. Andererseits soll er auch nicht alles überleben. Er soll aber auch nicht zu dramatisch sterben!
Sehr schwierig, da einen guten Mittelweg zu finden ...

Ich war auch froh, dass Summer und Ben in diesem Kapitel endlich mal wieder etwas Zeit allein verbrachten – auch wenn der Grund nicht schön war.

Es macht mir schon ein bisschen Angst, dass du Summer sogar in diesem Kapitel sarkastisch fandest. Das ist in so einer Situation wirklich kein sympathischer Wesenszug ... :-D

Das nächste Kapitel ist bereits in Arbeit.

Liebe Grüße und bis hoffenlich bald,
Christine
19.05.2021 | 18:29 Uhr
Einen wunderschönen Guten Abend,

jetz dachte ich schon, es gibt so schnell schon was neues... schade (.;
Aber da Fallin`(Part II) eh so ein handlungsreiches und langes Kapitel war,
bin ich vorerst ganz zufrieden. Endlich kommt in das komplizierte Beziehungsgeflecht
wieder ein bisschen Bewegung - Ben eilt Summer zu Hilfe, sehr gut!
Hoffe auf eine baldige Fortsetzung

Lg Harrys Liebling

Antwort von Ramana am 19.05.2021 | 21:30 Uhr
Liebe Harrys Liebling,

vielen lieben Dank für dein Review. Es ist für mich immer schön zu lesen, wie du mitfieberst.
Ich finde auch, dass in "Fallin II" nochmal deutlich wurde, wie sehr Ben Summers Fels in der Brandung ist.

Ich hoffe, dass du dich mit dem jüngsten Alert zumindest ein bisschen am Re-Post erfreuen konntest, auch wenn es für dich in der Geschichte nicht weiter ging.

Auf deinen besonderen Wunsch hin wird der nächste Upload auch wieder ein "neu neues" Kapitel werden.
Ich hoffe, es wird dir gefallen.

Dir auch noch einen schönen Abend und bis bald,
Ramana
14.05.2021 | 21:13 Uhr
Moi,
(Bin ja jedes Mal ein bisschen stolz auf mich, wenn ich checke, dass es wirklich ein neu neues Kapitel gab und keine Überarbeitung. Manchmal bin ich mir ja gar nicht so sicher)

Ach ach ach, das ist aber auch ein Drama, da drin. Aber ich muss sagen, dass mir diese Art von Drama wesentlich besser gefällt, als Summers 500. Selbstmitleids-Tour.

Aber ach jeh, meine arme, kleine Tinga. Jetzt werden ihr also auch noch Selbstmordabsichten unterstellt, wenn ich das richtig lese? Ach ach...das wäre natürlich so gar überhaupt nicht gut, würde aber wahrscheinlich irgendwo Sinn machen, habe ich die Vermutung. Wobei ich dazu, wenn dem denn so ist, irgendwie auch noch gerne ihre Sicht der Dinge hören würde.

Ich fand‘s sehr schön, wie eindrücklich du Tingas Leiden beschreibst, ohne ständig zu schreiben, dass sie Schmerzen hat und - nun ja - leidet. Diese kleinen Anmerkungen, diese Kleinkind-Vergleiche, das hat mir sehr gut gefallen und hat das alles auch noch einmal eindrücklicher beschrieben, als wenn du „nur“ ihre Schmerzen geschildert hättest, für mein Empfinden. Ich hoffe natürlich, dass es ihr schnell wieder besser geht. Ehe(?)Brecherin hin oder her, aber das hat sie wirklich nicht verdient. Nein nein.

Psycho!Dan hat mir stellenweise etwas Angst gemacht. Aber ich fand, dass er die ganze Zeit über sehr logisch irrational gehandelt hat. Also nachvollziehbar irrational. Dass er Summer überredet, dass sie Tinga Schmerzmittel gibt, fand ich vollkommen stimmig und man merkte in seiner ganzen Reaktion, wie nah ihm das alles geht - und daran eben auch, wie sehr er Tinga immer noch liebt. Ach jeh. Mein kleines Romantikerinnen-Herzchen musste irgendwie sehr stark sein in dem Kapitel.

Und dann Summer. Mhm. Sie scheint ja auch so ein bisschen das Bray-Phänomen zu haben: (Besonders gut) als Krisenmanager*in zu gebrauchen. Aber umso besser, wenn es dann auch wirklich funktioniert. Ich fand, dass sie sehr kompetent (Bis ungefähr zur Hälfte habe ich mich gefragt, woher zur Hölle sie das alles weiß, aber das wurde ja dann erklärt) und stellenweise wirklich selbstlos gewirkt hat, das hab ich so bis jetzt von ihr noch eher selten gesehen. Das ist auf jeden Fall eine spannende, neue Seite an ihr. Auch, wenn ich nach wie vor relativ wenig Mitleid mit ihr habe, denn daran, dass die Situation für sie jetzt so unangenehm ist, wie sie ist, daran ist sie auch zu einem guten Teil selbst Schuld mit ihrem Verhalten. Nunja.
(Aber ach jeh, die Stelle mit dem Sweatshirt war ja schon ein bisschen sehr herzzerreißend und sagt halt auch was über sie, dass sie Matteo doch noch nicht so vergeßen hat, wie sie es vielleicht gerne würde. Aber wahrscheinlich ist das auch schwieriger, wenn man ein Kind mit jemandem hat.)

Ich möchte noch einmal sagen, dass es mir sehr gefällt, dass ich die letzten zwei Kapitel wieder mehr das Gefühl hatte, dass da wirklich eine Handlung voran ging und nicht nur die Zelebrierung des Summer‘schen Selbstmitleides. Das tut der Story und den handelnden Figuren sehr gut. Dementsprechend bin ich natürlich gespannt, wie‘s weitergeht.

Nähdään
Lumentyttö

Antwort von Ramana am 15.05.2021 | 20:57 Uhr
Liebe Lumentyttoe,

endlich habe ich Zeit, dir zu antworten.
Vielen lieben Dank für dein Review. Wie immer habe ich mich sehr gefreut. Es freut mich wirklich sehr, dass es dir gefallen hat. Sowohl Summer als auch Tingas Darstellung, und wie die Handlung wieder Fahrt aufnimmt.

Manchmal muss ich bei deinen Reviews echt schmunzeln. Sie scheinen oft so einen zynischen Unterton zu haben.

Bei den Rooks ist wirklich gerade verwirrend, ob ein Alert durch ein neues Kapitel oder durch ein überarbeitetes Kapitel ausgelöst wird. Aktuell arbeite ich so an der Geschichte, wie ich Lust habe. Zumindest für mich ist das ganz praktisch. Wenn ich beim Re-Post einen Hänger habe, kann ich ein „ganz neues“ Kapitel schreiben, und umgekehrt.
Andere Autoren haben für genau solche Fälle mehrere Geschichten am Start, da ist es dann weniger verwirrend ...

Mit Summers Fähigkeiten als Ersthelfer versuche ich tatsächlich, sehr vorsichtig zu sein, und ihre Kompetenz nicht zu unrealistisch werden zu lassen. Allerdings war die Krankenpflege von Anfang an ihr „Job“ im Tribe. Ich stelle mir vor, dass sie sich viel angelesen hat und eigentlich learning by doing betreibt. Oder in Summers Worten: „Fake it, till you make it.“

Zu Daniel: Dankeschön, er sollte in diesem Kapitel tatsächlich furchteinflößend und irrational wirken. ;-) Er ist ein Hitzkopf – etwas, das Summer und er gemeinsam haben.
Sie wissen beide, wie ähnlich sie ticken, und ein Nachteil davon ist, dass Daniel seine eigenen negativen Gefühle auf Summer projiziert. Das versuchte ich ihn – mehr oder weniger unverblümt – sagen zu lassen, weiß aber nicht, wie deutlich das beim Leser ankommt.
Ich habe es schon in einem früheren Kapitel anklingen lassen: als es zwischen Summer und ihm zur Sache ging und er ihr unterstellte, sie sei rachsüchtig. Ich weiß aber nicht, wie deutlich man es herausliest. Er nutzt Summer als Spiegel; das er manchmal ein Trugbild sieht, checkt er nur langsam.
Bei seinem Ego kann Daniel sich natürlich auch vorstellen, dass Summer eifersüchtig ist auf Tinga. Auch das lässt ihm Interpretationsspielraum ...
Aber keine Ahnung, was man als Leser interpretiert und was man unwichtig findet. Deswegen freue ich mich immer über Feedback. ;-)

Ich würde mir zum Beispiel auch wünschen, dass manche Leser Summers Weigerung, das Betäubungsmittel herauszurücken, zu streng finden.
Ich finde, das Thema ist eine ethische Grauzone. Daniel und Summer sollten beide recht haben. Bloß konnte sich Daniel (dieses Mal) durchsetzen.

Ach ja, und Summers Grübeleien zu Tinga hast du genau richtig gedeutet. ;-)

Liebe Grüße und vielen Dank nochmal,
Ramana
Lily (anonymer Benutzer)
28.04.2021 | 19:37 Uhr
Hey,

Danke für das neue Kapitel. Ich habe den Dialog zwischen Jen und Summer sehr genossen - auch wenn er nur sehr kurz war. Es ist schön, dass es langsam mit Summers innerer Entwicklung ein Stück weiter geht - damit meine ich, spezifisch auf die "Ben-Situation" bezogen, weg von ihrem Selbstmitleid - und wir wieder andere Facetten von Summer erleben. Ein wenig Optimismus sei ihr gegönnt - wobei die jüngsten Ereignisse natürlich nicht dazu verleiten.

Ich war ehrlich überrascht von diesem Vorfall. Da ich die "ganz alten" Fassungen deiner Geschichte nicht kenne und sozusagen immer "nur" Leserli der erneuerten Version war, weiß ich natürlich gerade nicht, ob der Unfall sozusagen Teil des "allgemeinen Kanon" von Rooks oder eher ein neuer Einfall ist. So oder so habe ich ihn nicht kommen sehen und bin ehrlich gespannt, was du nun daraus machen wirst.

Gespannte Grüße,
Lily

Antwort von Ramana am 29.04.2021 | 22:02 Uhr
Hallo liebe Lily, ;-)

vielen Dank für dein nettes Review. Es freut mich, dass dir das Kapitel gefällt und du dich etwas entspannen konntest.

Tatsächlich ist mir die Idee zu Tingas Unfall erst vor Kurzem gekommen. Die Konflikte waren in der alten Version bereits da - aber der Unfall wird alles nochmal auf die Spitze treiben. Doch ich will nicht zu viel verraten.
Stand heute finde ich es gut, dass du den Vorfall nicht hast kommen sehen. Aber ich warte mal ab, was du ein paar Kapitel später zu allem sagen wirst. ;-)

Liebe Grüße,
Ramana
10.04.2021 | 16:32 Uhr
Moi,
ui. Summer bekommt doch mal tatsächlich nen Grund, aus ihrem Selbstmitleid raus zu müssen. Gefällt mir. Gefällt mir sehr gut. Und ich bin sehr froh, dass sie auf mich gehört und sich mal ein bisschen Urlaub von ihrem Tribe gegönnt hat. Auch wenn sie jetzt sicher argumentieren wird, was für gruselige Sachen ja offensichtlich passieren, wenn sie nicht da ist, aber ich bleibe trotzdem dabei. Es tut ihr gut. Sie wirkte trotz allem ruhiger, entspannter und mal ein bisschen weniger in ihrer Selbstmitleids-Blase. War auch für mich als Leserin sehr angenehm, sie mal wieder so zu erleben. Ich fand's auch schön, dass du erwähnt hast, dass ihr der Austausch mit den anderen Müttern da gut tut und sie sich dann ein bisschen weniger überfordert fühlt. Auch das ist was, von dem sie als Figur meiner Meinung nach nur profitieren kann.

Und dann kommt sie zurück und da galoppiert ein mittelgroßes Dramalama durch den Garten. Ach jeh, ach jeh, ausgerechnet Tinga, die mag ich doch eigentlich gerne. Was haben die denn für gefährliche Fenster, dass man da einfach so beim putzen rausfallen kann? Also wirklich... Erstmal natürlich gut, dass sie halbwegs ansprechbar ist und anscheinend auch diverse Gliedmaßen bewegen kann. Aber so richtig gut sieht das ja alles trotzdem nicht aus. Ich drücke ihr auf jeden Fall ganz fest die Daumen, dass es nicht allzu schlimm ist (auch, wenn ein Teil von mir es irgendwie amüsant fände, den Rooks dabei zuzusehen, wie sie ihre Farm barrierefrei machen. Aber ich war auch schon immer etwas figurensaddistisch veranlagt. Und ich mag es, wenn solche Sachen dann auch Konsequenzen haben und nicht nur so "for the drama" und das Schockmoment sind.).

On a sidenote wäre es ja fast ein wenig süß, wie sich Summer Sorgen macht, dass Ben was passiert ist, aber wenn ich diesen Ausdruck benutze, schlägt sie mich bestimmt und darauf habe ich keine Lust, also lasse ich das und sage lieber, dass ich jetzt natürlich gespannt bin, wie es mit Tinga weitergeht.

Nähdään
Lumentyttö

Antwort von Ramana am 10.04.2021 | 21:27 Uhr
Liebe Lumentyttoe,

ich muss immer aufpassen, dass ich deinen Namen richtig schreibe. :-D

Es freut mich natürlich, dass dir dieses Kapitel wieder besser gefallen hat. Was Summers Selbstmitleid angeht, finde ich, dass man auch nicht unterschätzen sollte, ob der vermasselte Trostsex erst 12 Stunden her ist, oder - wie jetzt - etwas länger.
Ich finde es sehr interessant, dass du keine Meinung zu Jen oder Lili hast. Ich habe ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, dass du Tinga magst. :-D

Bevor Summer argumentiert, dass Zuhause alles drunter und drüber geht, wenn sie einmal nicht aufpasst, würde sie wahrscheinlich erstmal klarstellen, dass der "Urlaub" ein notwendiger Staatsbesuch war, weil der Chef es vermasselt hat. ;-)

Zum Unfallhergang und eventuellen Spätfolgen kann ich natürlich nichts schreiben, ohne zu Spoilern.

Ansonsten hoffe ich, dich freut es, dass du mich motiviert hast noch etwas mehr Liebe in den Anfang der Geschichte zu stecken.

Liebe Grüße und einen schönen Abend dir,
Ramana
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