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Autor: Lady Sonea
Reviews 1 bis 25 (von 62 insgesamt):
12.09.2019 | 16:09 Uhr
Vielen Dank für den tollen Adventskalender (auch wenn ich ihn erst sehr verspätet lese). Ich hab mir ihn aber brav rationiert und nur ein Kapitel pro Tag gelesen (auch wenn es manchmal schwer war nicht alles auf einmal zu lesen).
Ich fand es super interessant Akkarins und Lorlens Perspektiven zu verfolgen und auch wenn das Ende bekanntlicherweise sehr traurig war habe ich die kleinen Stories sehr gerne gelesen und mich mitreißen lassen.

Allgemein möchte ich dir sehr danken, ich habe erst dieses Jahr das Vergnügen gehabt die Dunkle Magiergilde zu lesen und habe die Bücher verschlungen, war aber genau wie du mit dem Ende nicht glücklich (obwohl ich generell nicht abgeneigt bin wenn eine Geschichte nicht mit perfektem Ende ausgeht), aber dass war einfach unbefriedigend und die eigentliche Beziehung zwischen Sonea und Akkarin wurde viiiiel zu wenig beschrieben.
Deswegen war ich umso glücklicher auf deine Geschichte zu stoßen und bin diese gerade am mit Freuden am Lesen. Ich bin erst beim letzten Drittel von "Der Spion" und freue mich das ich noch soviel vor mir habe.

Deshalb nochmal Danke Danke Danke, ich würde deine Geschichten sofort als Buch kaufen wenn es sie geben würde (normalerweise lese ich lieber analog) aber hierfür lese ich dann sogar auf dem Tablet. Du schaffst es wirklich unglaublich gut den Geist der originalen Bücher einzufangen und eine spannende Geschichte zu erzählen.

Bitte hör nicht auf zu schreiben, du bist eine mega gute Autorin.

Antwort von Lady Sonea am 14.09.2019 | 07:59 Uhr
Hallöchen :)

Ich freue mich gerade riesig, dass dieser Adventskalender nach so langer Zeit noch begeisterte Leser findet. Die Freundschaft von Akkarin und Lorlen finde ich ein wichtiges Thema, das in den Büchern für meinen Geschmack leider nicht genug ausgeleuchtet wird. Falls dich das interessiert, habe ich auch eine Trilogie, die sich zwar hauptsächlich mit Akkarin befasst, in der ich jedoch näher auf seine Freundschaft zu Lorlen eingehe (nur als Angebot).

In den Büchern fand ich auch, dass die Beziehung zwischen Sonea und Akkarin viel zu kurz kam und als sie dann zusammen waren, ging alles viel zu schnell. Insofern solltest du in meiner Fortsetzung auf deine Kosten kommen und ich hoffe, dass dir auch die weitere Entwicklung zusagt. Auf jeden Fall haben Akkarin und Sonea mehr Szenen als die anderen Charaktere und zumindest mir ist beim Schreiben ihrer Dynamik noch nicht langweilig geworden.

Ich wünsche dir ganz viel Spaß beim Weiterlesen!

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende,
Lady Sonea
Wind (anonymer Benutzer)
12.05.2018 | 19:30 Uhr
I somehow do not care how someone's name. But in this case it's even interesting what kind of reaction the other mages have. Especially the elderly. Yes, and the reaction of the child. It's better than the name from the sequel. The feeling, as if in the name of Larkin one letter was replaced. Strange feelings.
18.08.2017 | 12:15 Uhr
Hallo Lady Sonea,
Ich glaube, du hältst mich für viel böser, als ich bin... (was recht lustig ist, denn normalerweise schmunzeln Leute, wenn ich versuche, diesen Ruf zu erhalten)

Jetzt habe ich auch den 2016 Adventskalender gelesen und das insbesondere gegen Ende nicht mehr trockenen Auges. Schön& einfühlsam beschrieben, und noch immer so traurig, wie die Freundschaft der beiden gleich mehrfach enden musste - aber ohne diesen düsteren Brocken würde ein großes Stück Tiefe fehlen... schade, dass Therapeuten und Gesprächsmoderatoren in Kyralia nicht so in sind, aber andererseits wäre es auch langweilig, wenn Akkarin nie als der Böse da gestanden hätte und die weitere Handlung losgetreten hätte *hach*
Ich mochte wieder einmal die "flausigen" Momente der beiden und würde mich freuen, wenn es auch 2017 wieder einen Adventskalender gäbe.

Es grüßt,
Der Rudelrest

Antwort von Lady Sonea am 18.08.2017 | 19:06 Uhr
Hallo Nameka,

Hm, der Eindruck, der im Internet entsteht, unterscheidet sich ja noch einmal von dem im echten Leben, weil Gestik/Mimik etc. fehlen. Daher kann ich das schlecht beurteilen. Ich habe nur in meinem Autorenleben auch schon so das eine oder andere starke Stück erlebt, daher bin ich in dieser Hinsicht vielleicht ein wenig vorgeschädigt.

Auf jeden Fall freue ich mich, dass dir der Adventskalender so gut gefallen hat. Mich macht die ganze Geschichte auch immer wieder traurig und es ist einfach schade, was für ein schlechter Freund Lorlen dadurch eigentlich ist. Ich bin jedenfalls der Meinung, dass wenn man so lange so eng befreundet ist, man dieses fürchterliche Wissen mehr hinterfragen müsste und seinen Freund nicht gleich komplett verurteilen würde. Aber vielleicht liegt es auch an der Umsetzung, die dazu dienen soll, Akkarin möglichst als Antagonisten hinzustellen.

Ob es dieses Jahr wieder einen Adventskalender gibt, weiß ich noch nicht. Mir fehlt eine originelle Idee und ich weiß nicht, ob ich das bis Ende Oktober schaffe. 24x100 Wörter sieht zwar nach wenig aus, ist aber im Fall von Drabbles noch anstrengender als eine Kurzgeschichte. Falls das nichts wird, dann gibt es vielleicht eine Kurzgeschichte zu Weihnachten. Aber versprechen kann ich momentan nichts.

Viele Grüße,
Lady Sonea
15.01.2017 | 03:34 Uhr
Hey, hier bin ich nochmal.

Die Outtakes! Hab ich völlig vergessen, Entschuldigung, bin immer ein Kapitel weiter und dann zu meinem Word Dokument gehüpft und hab dann bei 24 aufgehört, aber ich hol es jetzt nach : )
Die sind mir aber auch im Dezember leider völlig durch die Lappen gegangen.

Kapitel 25: Das macht die letzten zwei Kapitel wieder gut ^^ Ich könnte mir keinen anderen Namen für den Kleinen vorstellen, und irgendwie macht es das Baby noch süßer als Babys so schon sind ^^

Outtakes: Die Outtakes waren super! Vor allem "Abschließen und gehen lassen Pt 2" und "Mein Freund das herzlose Monster" fand ich toll von der Thematik her. Der arme Lorlen, hat die ganzen Jahre wo Akkarin fort war nur in Ungewissheit gelebt.

PS: Ja, ich kenne die Bücher und befinde mich seit Blood Mirror auf Entzug ^^ Wenn du magst gerne ;)

Ganz liebe Grüße

Horizon

Antwort von Lady Sonea am 15.01.2017 | 10:44 Uhr
Hallo Horizon,

Ach so wichtig sind die Outtakes nicht, ich fand es nur nett, sie als Bonus hinzuzunehmen, weil sie auch ein wenig Einblick in meine Arbeitsweise geben und das vielleicht mal interessant zu sehen ist. Ich dachte zuerst, du hättest am 24. aufgehört mitzulesen. Jedenfalls will ich nicht wissen, wie viele das tatsächlich gemacht haben, weil sie meine Ankündigung überlesen haben (ich weiß, dass es Leser gibt, die so etwas überspringen) und davon ausgegangen sind, dass es nur 24 Türchen gibt, was ja für einen Adventskalender auch eigentlich normal ist. Gerade an Weihnachten hat man ja auch meistens ganz andere Dinge im Kopf. Aber gerade Türchen Nr. 25 ist mir persönlich sehr wichtig.

Freut mich jedenfalls, dass dir die Outtakes und insbesondere das letzte Türchen gefallen haben. Denn zumindest Nr. 25 stellt einen wichtigen Abschluss dar und untermauert noch einmal ie Bedeutung der Freundschaft für Akkarin. Was mich betrifft, so hätte es wirklich keinen besseren Namen geben können, obwohl ich sonst strikt dagegen bin, wenn Charaktere ihr Baby nach einem anderen toten Charakter benennen.
Was "Mein Freund das herzlose Monster" betrifft, so gibt es mehr davon in "Schwärzer als die Nacht" ;)


Vielen Dank für deine Rückmeldung und liebe Grüße,
Lady Sonea

PS: Dann schreibe ich dir eine PN. Ich bin gerade am Anfang von Broken Eye und es ist echt schmerzhaft zu lesen ..
13.01.2017 | 23:23 Uhr
So Hallo,
hier bin ich noch mal =)
Hab die Triologie tatsächlich nochmal gelesen und bemerkt, dass ich mich wirklich an das wenigste erinnern konnte. Einzig bei der beobachteten Kellerszene und der Straße der Diebe, war ein deutlicher Wiedererkennungswert da... und das unterschwellige Gefühl, dass Akkarin bzw. schwarze Magie letztlich nicht das ist, wie es zunächst dargestellt wird.
Nun konnte ich natürlich wesentlich mehr mit deiner "Zusammenfassung der Freundschaft" anfangen. Besonders süß, die Novizen-Lausbuben-Zeit.
Du hast mich auf jeden Fall neugierig auf deine anderen Werke aus Akkarins Sicht gemacht, in die ich bei Gelegenheit mal reinschauen werde.
Interessant, wie du die kleinen Andeutungen aus den Büchern zusammengesammelt hast. Einzig das "Frauenheldentum", wie du es darstellst, hab ich jetzt nicht so herausgelesen.
Liebe Grüße
Nine

Antwort von Lady Sonea am 14.01.2017 | 01:06 Uhr
Hallo Nine,

Freut mich, dass du mit dem Adventskalender jetzt mehr anfangen konntest. Das "Frauenheldentum" wird in "The Novice" angesprochen, als Akkarin und Lorlen auf dem Dach der Universität sind.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Lesen meiner anderen Geschichten aus Akkarins Sicht. So viele gibt es da leider nicht, eigentlich nur die Schwarze-Sonnen-Trilogie, von der Teil 1 gerade mal fertig hochgeladen ist. Aber vielleicht sind auch meine anderen Geschichten etwas für dich.

Liebe Grüße,
Lady Sonea
13.01.2017 | 18:41 Uhr
Hey,

lang ist’s her, aber ich schaff es doch noch hier mehr als eine Review zu hinterlassen ^^
Ehrlich gesagt hab ich das schon fast vergessen, bin aber gerade am rumschnüffeln, weil mir eingefallen ist, dass Schwärzer als die Nacht jetzt bald anfängt und hab jetzt doch endlich mal die Zeit gefunden endlich eine Review zum ganzen Projekt dazulassen : )
Apropo rumschnüffeln, du liest Lightbringer? *-*

Hab mir gedacht, ich lasse zu allen Drabbles, bei denen mir etwas einfällt ein paar Gedanken da : )

Türchen 2: Könnte mir sehr gut vorstellen, dass Lorlen mal die ein oder andere Strafe für Akkarin aufgenommen hat, armer Kerl : )

Türchen 3: Süß wie Lorlen bei Akkarin im Tagebuch rumschnüffelt, um sich ein paar Tipps zu holen, kann verstehen warum ihn das etwas peinlich war…

Türchen 4: Oh, das Mädchen wo ich nicht wusste, ob sie in den Büchern vorkam oder nur hier ^^ Und auch hier kann ich gut nachvollziehen warum Lorlen so handelt wie er das tut, ist bestimmt nicht leicht Akkarin zum Freund zu haben.

Türchen 5: Armer Lorlen ist gezwungen auf Konfrontation zu gehen : )

Türchen 6: Ich liebe die Novizengeschichten der beiden, da sieht man nochmal eine andere Facette von den beiden. Lorlen ist hier auch wieder richtig niedlich, dass zwei so unterschiedliche Charaktere so ein gutes Gespann abgeben ^^

Türchen 7: Kommt mir tatsächlich ziemlich bekannt vor, irgendwie ist das alles ziemlich traurig, wenn man bedenkt wie die Freundschaft der beiden endet.

Türchen 8: Die armen Lehrer, die hatten sicher viel Spaß mit Akkarin ^^

Türchen 9: Kaum vorstellbar, dass die beiden Magier sind :D Aber jetzt wo die beiden keine Novizen mehr sind stehen ihnen natürlich noch ganz andere Türen offen ^^

Türchen 10: Oh Mann, hier beginnt der Anfang vom Ende…Wahrscheinlich besser, dass Lorlen nicht mitgekommen ist, vielleicht hätte er es verhindert nach Sachaka zu gehen, aber wer weiß, wäre er mit dorthin gegangen wäre das für ihn nicht gut ausgegangen fürchte ich.

Türchen 11: Da ahnt Lorlen sicher schon, dass nicht alles ganz Koscha ist, tut mir wirklich Leid für ihn, dass er jetzt feststellen muss wie sehr sich sein bester Freund verändert hat.

Türchen 12: Ich bin froh, dass Lorlen Verständnis dafür aufbringen kann und nicht versucht tiefer auf das Thema einzugehen, weil er merkt, dass das kein Thema ist worüber Akkarin sprechen möchte.

Türchen 13: Warum musste gerade Lorlen Soneas Gedanken lesen? Gut für Akkarin aber Lorlen tut mir auch da leid. Der arme Kerl tut mir einfach die ganze Zeit leid ^^

Türchen 14: Kann verstehen, dass er sich Sorgen macht, da er ja eigentlich nichts Schlimmes getan hat, und mit so einem Geheimnis begleitet einen bestimmt auch die Paranoia.

Türchen 15: Ich war schon in den Büchern sehr froh, dass Lorlen Akkarin nicht direkt für alle Morde verantwortlich gemacht hat, weil er doch noch irgendwie an das Gute in ihn glauben möchte. Aber es ist trotzdem Schade wie sich das Vertrauen der beiden zu Misstrauen entwickelt hat.

Türchen 16: Ich glaub ich wäre auch verletzt, wenn man mich nicht fragen würde bevor man anfängt Maßnahmen gegen mich zu treffen, gerade wenn es sich um den besten Freund handelt…

Türchen 17: Schon wieder tut mir Lorlen leid! ^^ Aber auch Akkarin der die Gefühle von ihm spürt…

Türchen 18: Es muss schrecklich sein solchen Hass zu spüren, wenn man eigentlich doch nur alle beschützen möchte und noch nicht mal die Möglichkeit hat sich zu erklären.

Türchen 20: So eine Szene hätte ich mir auch im Buch gewünscht. Die Beziehung und Szenen der beiden wurden im dritten Band doch leider etwas kurz gehalten, umso schöner dass du einen mit diesem Drabble daran teilhaben lässt : )

Türchen 21: Diese Szene bricht mir doch immer wieder ein bisschen das Herz : (

Türchen 22: Akkarin war sicher etwas bitter zumute, als er zurück nach Sachaka musste, da ist dieser Moment der Wut auch nur verständlich.

Türchen 23: Komm schon, warum mussten am Ende beide sterben? : ( Der letzte Satz trifft einen ganz schön in die Gefühle…

Türchen 24: Und das letzte Drabble! Da gilt eigentlich das gleiche wie oben, herzzereißend.

Zum Abschluss möchte ich dir nochmal für den tollen Adventskalender danken, der mich alle 24 Tage begleitet hat und es tut mir Leid, dass ich erst so Verspätet zum reviewen komme.
Beim nächsten Mal bin ich pünktlicher ^^

Ganz liebe Grüße

Horizon

Antwort von Lady Sonea am 14.01.2017 | 01:36 Uhr
Hallo Horizon,

Freut mich, dass du noch die Zeit gefunden hast, ein paar Worte zum Adventskalender zu sagen. „Schwärzer als die Nacht“ geht morgen, oder besser gesagt, heute los. Das Warten hat also ein Ende :)

Ja, ich lese gerade Lightbringer. Kennst du die Bücher? Vielleicht sollten wir uns darüber mal austauschen ;)

Ich werde nicht auf alle Türchen eingehen, sondern nur dort, wo mir etwas Geistreiches zu einfällt, da die Weihnachtszeit schon wieder eine Weile zurückliegt und ich nicht mehr jedes Detail parat habe.

Türchen 3: Dass Lorlen in Akkarins Tagebüchern geschnüffelt hat, ist sogar canon. So betrachtet ist es verständlich, dass Akkarin später wütend wird, als er erfährt, dass Lorlen in seiner Vergangenheit geschnüffelt hat.

Türchen 4+5: Akkarin hat Lorlen die Freundin ausgespannt, danach würde ich auch nicht mehr mit ihm befreundet sein wollen, aber das Ungeheuer sorgt dafür ungewollt, indem es die beiden zur Zusammenarbeit zwingt. Sollte eigentlich seine private Rache an den Unruhestiftern sein ...

Türchen 7: Die Szene kommt in ähnlicher Form auch in einer meiner Kurzgeschichten vor. Allerdings in einem etwas anderen Kontext …

Türchen 8: Ihr glaube eher, dass Akkarin das Grauen aller Lehrer war :D

Türchen 9: Und das scheint zunächst nicht so gut, denn zumindest Akkarin entdeckt hier eine neue Spielwiese :D

Türchen 10: Sagen wir, Lorlen hätte versucht es zu verhindern. Ich glaube nicht, dass es ihm gelungen wäre. Und wären sie beide in Dakovas Arme gelaufen und ich bezweifle, dass beide das überlebt hätten ...

Türchen 11: Diese Szene kommt ja auch in U1000sS vor und da sieht Lorlen zumindest wie erschöpft und mitgenommen Akkarin aussieht. Also ja, wahrscheinlich ahnt er etwas, doch die Wahrheit wird er sich in seinen kühnsten Träumen nicht ausmalen.

Türchen 12: Hier kommt der Heiler in Lorlen durch. Er ahnt, dass etwas passiert ist, was Akkarin sehr mitgenommen hat und weiß, dass es keinen Sinn macht, ihn zum Reden zu bringen, wenn er nicht bereit ist.

Türchen 13: Wäre es besser, wenn Akkarin Soneas Gedanken gelesen hätte? :P Lorlen kann einem wirklich leid tun, weil er so eine gefährliche Teilwahrheit erfährt. Und Akkarin tut einem leid, weil Lorlen ihm damit unrecht tut. Also irgendwie können einem wohl beide leidtun ...

Türchen 14: Das stimmt, wobei Akkarin hier noch gar nicht daran denkt, dass Lorlen etwas herausgefunden hat. Kurz nach seiner Rückkehr wird diese Angst präsenter gewesen sein. Jetzt dagegen wiegt er sich in Sicherheit und glaubt gar nicht an eine solche Möglichkeit, zumal seine Gedanken um andere Dinge kreisen, wie seine Arbeit mit König und Häusern oder die Jagd nach Sachakanern.

Türchen 15: Da muss ich auch sagen, dass mir hier Lorlens Entwicklung in den Büchern nicht konsequent dargestellt wird. Canavan benutzt ihn, um den Leser glauben zu lassen, dass Akkarin der Antagonist ist, und vergisst darüber den gesunden Menschenverstand, so dass man sich zusammenreimen muss, Lorlen würde noch an das Gute in Akkarin glauben.

Türchen 16: Siehe Türchen 3 ;)

Türchen 20: Ja, das fand ich auch schade, dass da nicht mehr kam. Vor allem, wenn man bedenkt, wie die Geschichte ausgeht, wäre das wünschenswert gewesen. Es hätte außerdem geholfen, Lorlens Verhalten nachzuvollziehen.

Türchen 21: Hat sie mir beim Schreiben auch …

Türchen 22: Das stimmt, wobei diese Wut mehrere Gründe hat und vor allem auf den Kontrollverlust zurückzuführen ist, den er durch die Entscheidung der Gilde erleidet. Und dann kommt auch noch Sonea, ruiniert seine Pläne komplett und Lorlen denkt, er habe ihm mit der Verbannung einen Gefallen getan. Da ist es vermutlich besser, sich tot zu stellen, um nicht bei ihm den ganzen Zorn abzuladen.

Türchen 23: Ich weiß gerade nicht, ob ich mich dafür entschuldigen, oder bedanken soll^^


Es freut mich, dass dir der Adventskalender gefallen hat und dir die Zeit bis Weihnachten versüßt hat. Schade nur, dass du bei Nr. 24 aufgehört hast zu lesen. Die Outtakes sind zwar kein Muss, aber zumindest das 25. Türchen sollte man gelesen haben, weil es der eigentliche Abschluss ist.

Liebe Grüße,
Lady Sonea
08.01.2017 | 18:11 Uhr
Hallo. :-)

Mein Review kommt "etwas" spät, ... :-/
Die letzten Drabbles haben mir doch am meisten gefallen, auch wenn sie traurig und dramatisch waren. Ich habe zwar die Bücher zum ersten Mal vor ungefähr acht Jahren gelesen und liebe sie seitdem, aber das Ende... ist für meinen Geschmack einfach nicht akzeptabel. Du hast Dinge beschrieben, die ich mir im Buch gewünscht hätte.
Danke dafür.

LG, Mandara
31.12.2016 | 16:12 Uhr
Liebe Sonea,

endlich schaffe ich es mein komplettes Review zu deinem Adventskalender zu schreiben. Aber vorher möchte ich mich schon einmal für das Projekt bedanken! Ich habe mich jeden Tag unglaublich gefreut, wenn das Kapitel hochgeladen wurde und meist konnte ich es direkt vor Arbeitsbeginn lesen, was den Tag definitiv schon einmal besser machte.
Die Freundschaft von Akkarin und Lorlen ist ein Thema, das mich schon immer begeistert und interessiert hat, nicht zuletzt, weil ich glaube, dass es für beide Entwicklungen waren, die sie auch verändert haben. In den Büchern ist dafür leider nur wenig Platz, umso mehr freue ich mich, dass es jetzt ein paar mehr Szenen zu den beiden gibt!
Ich gehe einfach mal chronologisch vor, damit das nicht zu chaotisch wird.

Ich finde es interessant zu sehen, dass Lorlen, auch wenn er für die Position des Administrators wie geschaffen scheint, am Anfang auch ein wenig skeptisch war. Ich vergesse bei ihm oftmals, dass er auch mal als Novize angefangen hat und sich eben erst zu dem Menschen entwickelt hat, der er in den Büchern ist. Aber ich kann seine Zweifel verstehen. Plötzlich von zu Hause weg und dann zur Begrüßung ein unfreundlicher Magier – kaum das, was man einen perfekten Start nennt. Umso mehr gefällt mir die erste Begegnung zwischen Akkarin und Lorlen. Sie ist so unbeschwert und einfach aus dem Moment heraus entstanden – es passt zu den beiden. Vor allem aber hat es mir geholfen mir die beiden realistisch als Novizen vorzustellen und eben alles aus den Büchern erst einmal auszublenden und nur zu sehen: zwei Novizen im ersten Jahr, die noch niemanden kennen.

Das Ungeheuer – Lord Margen :D Über sein Auftauchen habe ich mich sehr gefreut! Zwar wird er in den Büchern nur erwähnt, aber dennoch war es immer eine Person, die ich gerne mal „erlebt“ hätte, um zu sehen, ob die Erzählungen stimmen. Und sie stimmen, wobei nicht zum Unterricht erscheinen natürlich auch nicht lobenswert ist. Irgendwie musste ich an dieser Stelle an die Stelle aus „The High Lord“ denken, wo Sonea nicht zum Unterricht geht und Akkarin später meint, dass die Novizin des Hohen Lords keinen Unterricht schwänzt. Da sieht man einmal mehr, wie sehr er sich verändert hat. Aber wirklich berührt hat mich der letzte Satz! Da kann ich mich mit Akkarin zusammen tun. Ein Freund, der einen noch vor den anderen verteidigt, weil ihm die Freundschaft etwas wert ist, ist die Situation doch definitiv wird. Egal, ob Dienst in der Magierbibliothek oder nicht.

Oh nein! Das waren meine ersten Gedanken, als ich diese Szene las und ich kann Akkarin verstehen. In fremden Tagebüchern lesen ist und bleibt absolut verboten, egal wie gut befreundet. Da kommt Lorlen sogar noch relativ gut weg, wenn man bedenkt, wie schnell Akkarin sich wieder beruhigt. Wobei ich Lorlen zumindest soweit verstehe, dass er nicht fragen wollte. Logisch, dass ihm das peinlich ist. Wobei das gut zu seinem damaligen Ich passt, weil er da noch nicht das Selbstbewusstsein hat, das man von ihm kennt.

Es war vermutlich nur eine Frage der Zeit bis die beiden, wegen einer Novizin aneinandergeraten würden und doch würde ich als Leser gerne in die Szene hüpfen und ihnen beiden sagen, dass sie sich absolut daneben benehmen. Geht leider nicht…an dieser Stelle war ich froh, dass ich die Bücher kenne, denn wenn ich damit leben müsste, dass diese Situation das Ende ihrer Freundschaft war, wäre es sehr traurig. Und doch hat mir der Drabble super gefallen, weil er einmal mehr zeigt, dass die beiden früher auch nicht mehr, als „normale“ Novizen waren. Ohne wichtige Positionen zu bekleiden und ohne Probleme, die gleiche die Gilde auseinanderbrechen lassen.

Das mit dem Teamwork üben die beiden aber bitte nochmal. Da würde ich an Lord Margens Stelle die Krise bekommen, da er doch einer der Lehrer zu sein scheint, die ihrem Fach große Bedeutung beimessen und da sind solche „Kleinkriege“ sicherlich sein Albtraum. Wobei ich ein wenig Panik bekam, als ich die Worte „gefährliche Chemikalien“ hörte. Nicht, dass ich dachte die beiden würden damit um sich schmeißen. Dazu sind sie zu verantwortungsbewusst, aber dennoch: zwei streitende Novizen und gefährliche Substanzen ist keine gute Kombi. Ob Lorlen da wirklich mit seiner guten Noten rechnen kann? Andererseits sind sie so gezwungen einmal mehr zusammenzuarbeiten und zumindest in diesem Punkt aufeinander zuzugehen. Das wiederum gefällt meinem Fanherz :)

Der arme Lorlen! Ich würde an seiner Stelle im Erdboden versinken und hoffen, dass ich nie wieder auftauche. Sicherlich meint Akkarin es gut und möchte Lorlen einfach nur zu einer Verabredung verhelfen, aber so? Da habe ich mich umso mehr für Lorlen gefreut, dass er Erfolg hatte, denn sonst hätte er mir erst richtig leid getan. Allerdings frage ich mich, ob Akkarin weiß, dass er Lorlen damit im direkten Sinne keinen Gefallen tut, oder nicht? Denn hätte er zu dem Zeitpunkt seine Einschätzungsgabe, Situation einzuschätzen, schon so wie früher hätte er es nicht getan, oder? Ich bin mir da, seit dem 06. Dezember unsicher :D

Zwei Novizen, die feiern und dabei ein bisschen zu viel trinken :D Schön, dass es einen solchen Alltag wieder zwischen den beiden gibt. Da war mein Fanherz mit den beiden glücklich. Es scheint, als hätte Akkarin zu dieser Zeit seinen Lieblingswein noch nicht entdeckt, wobei Wein zum Kochen nicht wirklich schmackhaft klingt. Nicht, dass ich Weinexpertin bin, aber da gibt es vermutlich nicht umsonst eine Trennung. Und hier war es wieder einmal der letzte Satz, der mich gefreut hat und mich gleichzeitig traurig gemacht hat. Es ist toll zu lesen, dass endlich niemand mehr zwischen ihnen steht und doch ist es gleichzeitig schrecklich zu wissen, dass es irgendwann so viel mehr sein würde als ein Mädchen.

Noch ein bisschen mehr Alltag zwischen den beiden – einfach schön! :) Wobei es schon ziemlich dreist ist einfach den Unterrichtsplan auf den Kopf zu stellen, weil man selbst leider ein wenig zu tief in die Flasche mit dem Kochwein geguckt hat. Und doch passt es perfekt zu Akkarin. Einfach mal sehen, wohin es führt. Ein bisschen freche Unbeschwertheit, wobei mir der Vindo schon leid tut.

First time im Abendsaal. Eine schöne Szene! Nicht nur, weil ich mir Akkarin und Lorlen da perfekt vorstellen kann, sondern auch, weil es spannend ist die Reaktionen der anderen Magier – die man ja aus den Büchern auch kennt – zu sehen. In den Büchern vergesse ich oftmals, dass sie eigentlich älter als die beiden sind, weil die Positionen in der Gilde machtmäßig anderes vermuten lassen. Aber die Szene macht es einmal mehr bewusst und zeigt, wie sehr sich die Meinung über die beiden, aber auch die Einstellung zu ihnen verändern wird.

Ich mag keine Abschiede…und doch ist es schön zu lesen, dass sie beide, auch wenn sie traurig sind, dennoch darüber spaßen können. Sie versuchen es beide irgendwie mit ein bisschen Humor zu überspielen und das passt sehr viel besser zu ihnen, als sämtliche hochemotionalen Abschiede. Ich frage mich, ob Akkarin später oftmals froh ist, dass Lorlen nicht mitgekommen ist, weil ihm dadurch viel erspart geblieben ist, auch wenn es ihm in dieser Situation nicht gefällt. Und was muss es für Lorlen bedeuten, als er die Wahrheit erfährt? Für beide unglaublich schwierig.

„Wirklich und leibhaftig“ – das ist wirklich akkarin. Das als Worte der Begrüßung nach einer Ewigkeit der Funkstille passt einfach nur perfekt. Ich finde die Emotionen zwischen den beiden kommen super rüber. Einerseits die Freude und die Erleichterung, dass Akkarin noch lebt und wieder da ist. Gleichzeitig aber auch die Ungläubigkeit und die Wut, die sicherlich aus den Sorgen, die Lorlen sich gemacht hat resultieren. Ich glaube in diesem Moment meint Akkarin seine Worte wirklich ernst. Er würde es Lorlen gerne erzählen können, nur verpasst er die Gelegenheit bevor die Dinge noch komplizierter werden…

…und später möchte er es nicht mehr, wie der nächste Drabble gut zeigt. Wobei ich ihn verstehen kann. Er möchte vergessen, verdrängen. Irgendwie damit leben lernen und da ist für ihn „reden“ scheinbar der falsche Weg. Ich finde es dennoch schön zu sehen, dass Akkarin zumindest versucht es zu erklären. Er würde es gerne können und scheitert daran. Aber er zeigt auch, dass er Lorlen damit nicht verletzen möchte, sondern einfach nicht anders kann.

Der 13. Drabble hat es in sich und ich habe kurz darüber nachgedacht, ob du dieser Szene mit Absicht diese Nummer gegeben hast. Es ist eine so wichtige Szene und doch zerreißt es einem das Herz zu sehen, wie Lorlen von einem Moment auf den anderen feststellt, dass die Wahrheit nicht mehr als eine Lüge war. Ich kann verstehen, dass er in diesem Moment alles in Frage stellt und sich natürlich überlegt, wer Akkarin eigentlich ist und ob er ihn jemals kannte. Wirklich kannte. Ich kann es nachvollziehen und dennoch tut es mir für Akkarin leid, der Lorlen niemals so hintergehen hatte wollen.

Noch eine Szene, wo ich als Außenstehende so gerne helfen würde und gleichzeitig weiß, dass ich es nicht einmal könnte. Dass Lorlen sich zurückzieht und versucht in Arbeit zu verschwinden, um Akkarin nicht zu begegnen passt zu ihm. Ich denke da ist auch wieder ein bisschen seiner Unsicherheit von ganz früher zu sehen. Mit dem Unterschied, dass er jetzt abwägt und überlegt, wie er am Besten handeln kann ohne jemandem zu schaden. Gleichzeitig merkt man aber auch, dass die Stimmung zwischen den beiden merklich abgekühlt ist und Lorlen auch da versucht auf Abstand zu gehen. Da ist Akkarins Sorge nur allzu berechtigt.

Es ist schön so viele Szenen aus Lorlens Gedankensicht zu erleben. Er bleibt in den Büchern oftmals so bedeckt und kaum etwas von dem, was er wirklich denkt, wird kommuniziert. Daher gefällt mir der Drabble sehr gut! Und auch, dass er immer noch – irgendwie – versuchen möchte Akkarin zu verteidigen. Zu zeigen, dass er zwar einen Fehler gemacht hat, aber einen guten Grund dafür hatte. Diese Hoffnung passt zu Lorlen und zeigt nicht zuletzt, wie wichtig die Freundschaft der beiden eigentlich war. Was würde Lorlen wohl sagen, wenn er jetzt schon die wahren Gründe erfahren würde? Wäre es ihm genug?

Eine der Szenen, wo ich tatsächlich einmal wütend auf Akkarin war. Natürlich hat Lorlen ihn mit den Nachforschungen hintergangen, aber ich finde es schade, dass er nicht versucht zu verstehen. Auch wenn es passt, dass er es nicht tut. Es zeigt nur einmal mehr, wie wichtig es ihm ist, dass sein Geheimnis eines bleibt und das er sehr viel dafür tun würde. Nicht zuletzt, weil die Wahrheit die Gilde gefährden würde. Es ist bewundernswert und erschreckend zu gleich, dass er in dieser Situation einen so kühlen Kopf behält.

Verraten – ich kann Lorlen verstehen. Für ihn muss es seine schlimmsten Befürchtungen noch übertroffen haben und es ist nur allzu verständlich, dass er Akkarin kein Stück mehr trauen kann und will. Die Enttäuschung ist zu groß. Vor allem der Satz: „Er begriff nicht, wie das passiert war.“ gefällt mir sehr gut, zeigt er doch, dass Lorlen noch immer nicht ganz versteht. Dass er noch immer im Dunkeln tappt, was die Wahrheit betrifft und es zeigt auch, wie schwer das für ihn sein muss.

Akkarins Sicht. Keineswegs einfacher zu ertragen als Lorlens. Seinen besten Freund so zu hintergehen war sicher auch nichts, was er gerne einfach mal so gemacht hat. Nun zu sehen, wie sehr Lorlen ihn dafür verachtete, hasste und auch fürchtete, muss extrem schwierig sein. Und auch wenn ich der Meinung bin, dass Akkarin mit dieser Aktion viel zu weit gegangen ist, macht mir der Gedanke, den er in seinem letzten Satz denkt, Angst, weil er sich selbst damit so sehr in den Abgrund schiebt. Wieder einmal eine Szene die zeigt, dass dieser Ring für die beiden weit aus mehr bedeutet als „nur“ eine beendete Freundschaft.

Dass Lorlen nicht glauben kann, dass Akkarin wirklich jemanden ermordet hat, zeigt einmal mehr, dass Lorlen noch immer an die vergangene Freundschaft denkt. Dass er noch immer nicht glauben möchte, dass Akkarin einfach so „böse“ ist. Grundlos. Ich finde es schön, dass du hier das Versprechen wieder aufgreifst. Es zeigt, dass Lorlen nicht vergessen hat und nicht vergessen möchte. Im gleichen Moment wird aber auch klar, dass Akkarin es noch immer nicht gehalten hat. Leider!

Lorlen versucht auf Akkarin zuzugehen und dieser lässt ihn, aus Lorlens Sicht, eiskalt abblitzen. Es muss ein weiterer Schlag ins Gesicht für Lorlen sein, während Lorlens Bitterkeit Akkarin nur einmal mehr zeigt, wie viel zerstört ist. Er hat recht, dass es die ganze Gilde etwas angeht, aber dennoch muss es für Lorlen wirken, als würde er einmal mehr nicht die Wahrheit erfahren. Und nachdem er es war, der aus Freundschaftsgründen auf Akkarin zuging, muss er nun glauben, dass diese Akkarin gar nichts mehr bedeutet. Nicht die besten Bedingungen um eine Anhörung zu starten.

Herzzerreißend. Da hast du es ganz gut beschrieben. Es zerreißt einen zu sehen, wie beide an der Situation scheitern und doch nichts tun zu können, während man es doch gerne schaffen würde. Ich weiß nicht, ob ich Lorlens Stärke in diesem Moment gehabt hätte. Es muss so unglaublich schwer sein Akkarin auf diesem Wege einmal mehr zu verstoßen. Seinen ehemals besten Freund von dem er nun glaubt, dass er ihn niemals kannte. Ich bewunderte Akkarin und Lorlen in diesem Moment für ihre Stärke. Überhaupt zeigst du in den Drabbles immer wieder wie stark Lorlen eigentlich ist und wie viel er aushält. Das gefällt mir gut!

Es ist spannend ein paar Szenen aus Akkarins Sicht zu lesen. Auf dem Weg ins Exil bleiben seine Gedanken in den Büchern sehr wenig erwähnt und sein Verhalten scheint nicht unlogisch, aber dennoch fehlt ein bisschen die Erklärung. Mir gefällt es, dass es an dem liegt, was Lorlens Rufe in ihm auslösen. Ich habe mir niemals wirklich Gedanken darüber gemacht, aber für ihn muss es schwierig sein. Auf der einen Seite weiß er, dass Lorlen die Gilde schützen möchte und auf der anderen Seite fühlt er sich verraten, weil Lorlen nicht geholfen hat. Während Lorlen eigentlich helfen wollte, in der Arena, und damals Akkarin abgelehnt hat. Unglaublich schwer für beide!

Da brauchte ich die Taschentücher definitiv, auch wenn ich wusste, dass die Szene kommen würde. Ich finde es faszinierend, dass du es einerseits schaffst im Vordergrund Lorlens Gedanken zu beschreiben. Seine Schuldgefühle. Die Reue. Die Tatsache, dass er die Wahrheit endlich erkennt und gleichzeitig wird durch die kurze Erwähnung Akkarins klar, dass es auch seine Gedanken sein könnten. Auch er hat sich von Lorlen verletzt gefühlt, wenn auch anders. Ich mag die Idee, die in dem letzten Satz steckt. Das Positive. Lorlen wird durchhalten bis Akkarin kommt. Irgendwie wird es noch ein besseres Ende für die Freundschaft der beiden geben. Das hat, gerade in dieser Situation, etwas sehr Tröstliches.

Die 24 lass ich hier jetzt mal weg, aber ich mag das Türchen noch immer!

Diesmal waren es Tränen des Glücks. Nach all dem, was Akkarin und Lorlen in ihrer Freundschaft an auf und abs erlebt haben, ist es so schön zu lesen, wie wichtig die Freundschaft dennoch war. Wie viel Bedeutung sie eigentlich für den jeweils anderen hatten. So könnte der Name des Kindes für mich nicht besser gewählt sein. Sicher hat es der kleine Lorlen nicht einfach, indem er diesen Namen trägt, aber andererseits denke ich, dass er – wenn er irgendwann alt genug ist die Wahrheit zu verstehen – sich nicht daran stören würde.

Wenn man die Outtakes so liest, ist es fast schade, dass die Adventszeit zu kurz für alle Drabbles war. Sie hätten gut in die Geschichte hineingepasst!
Lorlens Sorge. Nur allzu verständlich, vor allem, wenn Akkarin sich auch dann nicht meldet, wenn sein Vater gestorben ist. Da kann ich Lorlens Dringlichkeit verstehen. Und wie muss es für Akkarin gewesen sein? Zu wissen, dass Lorlen ihn verzweifelt ruft und dann doch nicht antworten zu können?
Die Frage ist gleich in dem nächsten Drabble beantwortet :D
Die Verzweiflung ist mehr als nur offensichtlich und Akkarin tut mir in dieser Szene einfach nur unglaublich leid. Er weiß nicht, dass es um seinen Vater geht, aber er weiß, dass es wichtig ist und doch kann er nichts machen. Traut sich nicht, weil es verboten ist und möchte es auch nicht mehr. Ihn, den einst so starken selbstbewussten Magier resignieren zu sehen, fand ich extrem hart. Es zeigt, wie schlimm die Situation für ihn wirklich ist!

„Trotzdem weigerte er sich zu glauben, dass sein bester Freund tot sein sollte.“ – Das kann ich verstehen. Mir würde es genauso gehen und ich finde es schön zu sehen, dass Lorlen nicht aufgeben möchte. Nicht aufgeben kann, weil Akkarin für sein Leben zu wichtig war. Schade, dass Akkarin niemals etwas davon erfährt. Es gibt so viel, was die beiden eigentlich besprechen könnten, wenn er zurückkehrt und doch gibt es nicht die Chance dazu.

Eine schöne Szene zwischen den beiden und gleichzeitig erinnert sie mich an den 6. Drabble. Akkarin möchte helfen und doch ist Lorlen damit nicht ganz glücklich. Auch wenn es ja schön ist zu wissen, dass Akkarin seinen Freund derart schätzt. Ein Drabble, der ein bisschen von dem zeigt, wie ihre Freundschaft einst war und auch zeigt, dass das Verschwinden nicht alles zerstört hat.

Ich kann Lorlens Vorwurf, dass alles nur ein Spiel ist, verstehen und doch denke ich nicht, dass es das für Akkarin ist. Er weiß, was Sonea kann und ist sich sicher, dass sie gewinnt. Aber doch wird in der Szene klar, dass das unbeschwerte Verhältnis der beiden Freunde vorbei ist. Hinter jeder Tat wird etwas vermutet, was vielleicht nicht der Wahrheit entspricht. Akkarin redet von einer Wette und sofort reagiert Lorlen über. Am schlimmsten aber ist der Satz „Das, was du für die Wahrheit hältst.“ Er stimmt aus Akkarins Sicht, aber für Lorlen muss es doch so wirken, als würde Akkarin sich über ihn lustig machen. Dafür, dass sie sich eigentlich nicht verletzen wollen, tun sie es verdammt oft…unbewusst.

Oh, schön! :) Ein bisschen Normalität zwischen den beiden. Diese Szenen sind viel zu selten. Aber sie gefällt mir sehr, sehr gut. Eine Diskussion darüber, ob eine Wetterstation oder Tierheiler besser sind, erinnert so sehr an die Novizenzeit der beiden. An die Unbeschwertheit.

Wieder einmal schön, dass Akkarins Versprechen noch einmal aufgegriffen wird und er sich daran erinnert. Der Drabble zeigt ganz genau, wie es Lorlen mit der ganzen Situation geht und auch, wie viele Gedanken er sich darüber macht. Es ist eben doch nicht einfach so, dass er seinen Freund einfach abhakt und damit fertig. Er möchte verstehen und scheitert gleichzeitig doch daran, dass er es nicht kann. Ich finde es interessant, dass du Sonea hier mit dazu nimmst. Auch über sie macht Lorlen sich sicherlich seine Gedanken und auch welche Rolle sie in all dem später spielt? Wie viel ihres Verhaltens ist echt und was tut sie, weil Akkarin es möchte. Ich finde das zeigt gut, wie weit die Probleme mit Akkarin eigentlich führen. Es sind nicht mehr nur Lorlen und Akkarin. Die anderen kommen dazu und machen es noch komplizierter.

Einmal mehr haben Lorlen und Akkarin letzte Worte zu finden. Ich finde es interessant den Unterschied zu dem anderen Abschied zu sehen. Wie viel schwerer es geworden ist. Wie viel sich verändert hat. Zwischen ihnen und beide für sich. Ich kann verstehen, dass Lorlen in diesem Moment die richtigen Worte nicht finden kann. Zumal er ja auch nicht alleine ist. Akkarin hingegen versteckt sich hinter seinen Worten, die zwar sicherlich stimmen, aber doch bewusst machen, dass auch für ihn die Situation alles andere als einfach ist.

Danke für diesen wunderbaren Adventskalender <3
Little Snowfall

Antwort von Lady Sonea am 05.01.2017 | 18:23 Uhr
Liebe Little Snowfall,

Dankeschön! Es freut mich, dass dir der Adventskalender die Zeit vor Weihnachten verschönern konnte! Für mich ist diese Freundschaft auch ein unglaublich wichtiges Thema, nur dass es in den Büchern sehr stiefmütterlich behandelt und in Lorlens Fall sehr unglaubwürdig umgesetzt ist. Unglaubwürdig deswegen, weil er sich für jemanden, der sein halbes Leben der beste Freund war, zu harsch gegenüber Akkarin verhält, als er dessen Geheimnis erfährt. Sein ganzes Denken ist nur noch darauf ausgerichtet, wie die Gilde ihn möglichst ohne einen Konflikt absetzen kann. Er hinterfragt sowohl Akkarins Verhalten als auch sein Tun zu wenig und bedauert nicht einmal, was er durch dieses Wissen ’verloren’ glaubt. Dass er doch noch einen Rest von Freundschaft für ihn übrig hat, kann man nur erahnen, als er dafür sorgt, dass Akkarin ins Exil geschickt wird und an einigen Stellen danach.

Nr. 1: Ich glaube, dieser Wechsel vom behüteten Elternhaus in die Gilde ist für viele Kinder schwer. Die wenigsten werden froh sein, ihr Zuhause zu verlassen. Im Vergleich zu Akkarin stelle ich mir Lorlen als den zurückhaltenderen vor, was man z.B. auch später daran merkt, dass Akkarin immer derjenige ist, der sich die Regeln zurechtbiegt. Akkarin ist generell der forschere von beiden.

Nr. 2: Um ehrlich zu sein, bin ich mir nicht sicher, ob Margen wirklich so furchtbar war. Streng, mit Sicherheit, das ist auch Canon, aber vielleicht war er auch nur zu Lorlen und Akkarin so, weil sie als Novizen wirklich viel Unsinn getrieben haben. Andererseits: Wieso sollte Akkarin so tun, als wäre Margen schlimmer, als er war, aber zugleich freimütig zugeben, seinen Unterricht geschwänzt zu haben?
Hm, ich glaube nicht, dass er an dieser Stelle in „The High Lord“ wirklich missbilligt, dass Sonea geschwänzt hat, weil er es versteht. Allerdings muss er sie als ihr Mentor dafür bestrafen, weil sich sonst jeder wundern würde. Denn ich glaube er weiß, dass Sonea zu gewissenhaft ist, um ernsthaft zu schwänzen.

Nr. 3: In Tagebüchern zu schnüffeln gehört leider zu den Dingen, die Lorlen als Novize mit Vorliebe getan hat. So betrachtet finde ich es sehr nachvollziehbar, dass Akkarin später so wütend ist, als er herausfindet, dass Lorlen in seiner Vergangenheit geschnüffelt hat. Und hier hängt sogar noch viel mehr davon ab, als sein Männerego. Wenn ich so darüber nachdenke, dann fällt mir auf, dass Lorlen sowohl damals als auch später in den Büchern nicht fragt und es lieber hinter Akkarins Rücken versucht.

Nr. 4: Hm, bei mir ist es Headcanon, dass sie sich wegen dieses Mädchens bis aufs Blut in der Arena duelliert haben und das fast das Ende ihrer Freundschaft war. In den Büchern heißt es nur, dass sie sich gerne bis zur magischen Erschöpfung getrieben haben, wodurch ihr magisches Potential rasch stärker wurde, und das Lorlen immer die Nummer Zwei war. Daher steckt in diesem Drabble auch ein guter Teil meiner eigenen Phantasie. Generell denke ich jedoch, dass solche Streitigkeiten zwischen Jungs in dem Alter nichts Ungewöhnliches sind und dazu führen können, dass ihre Freundschaft letztendlich gestärkt wird.

Nr. 5: Das Ungeheuer hat die beiden natürlich zusammengesteckt, weil es ganz genau weiß, dass sie sich momentan nicht leiden können. So als kleine Rache für zahlreiche Streiche. Man kann jedoch davon ausgehen, dass sie die Gelegenheit nicht nutzen, um sich weiter zu bekriegen. Sie gehen einander aus dem Weg, Lorlen schmollt und Akkarin tut gleichgültig. Wenn überhaupt ist Lorlen wütend, aber er würde niemals mit den Chemikalien Unsinn anstellen. Ich traue Akkarin zwar zu, dass er anderen auch auf diese Weise Streiche spielt, jedoch denke ich, dass Lorlen ihm dafür momentan zu gleichgültig ist bzw. er ihn letztendlich immer noch irgendwo als Freund betrachtet. Aus Sicht des Siegers hat er es in dieser Hinsicht auch leichter.

Nr. 6: Ich denke auch, dass diese Erfahrung für Lorlen eher peinlich war. Aber es ist besser, wenn Akkarin nicht mitkommt. Denn sonst richten die Mädchen ihre Aufmerksamkeit auf ihn und am Ende hat Akkarin gleich drei Verabredungen und Lorlen geht leer aus. Auch würden die Mädchen es bemerken, wenn Akkarin mitkommt und nachhilft und das würde Lorlen nicht für sie attraktiver machen. Wenn Lorlen Eindruck machen will, muss er das alleine angehen. Ich denke nicht, dass Lorlen die Situation gut einschätzen kann, schließlich ist er noch ziemlich unerfahren.

Nr. 7: Die meisten Novizen betrinken sich irgendwann während ihres Studiums vermutlich einmal. Und zumindest bei Akkarin kann ich mir vorstellen, dass er früher eher feierfreudig war. Anurischer Dunkelwein ist ein sehr exquisiter Wein, so etwas verwendet man nicht zum Kochen. Da nimmt man eher übermäßig sauren oder süßen Fusel, der schön billig ist. Akkarin ist in die Küche der Universität eingebrochen und hat geklaut, was er finden konnte. Das wird in dem Drabble nicht erwähnt, dafür jedoch in der Kurzgeschichte, an die es angelehnt ist.
Stimmt, später wird sehr viel mehr zwischen ihnen stehen. Allerdings wird dies jedoch auch durch ein Mädchen initiiert - eine Ironie, die mir persönlich sehr zusagt.

Nr. 8: Ja, das ist Akkarin, wie ich ihn mir als Novizen vorstelle. Für seine Lehrer war er vermutlich der fleischgewordene Albtraum, während seine Klassenkameraden ihn für solche Aktionen wohl eher gefeiert haben :D

Nr. 9: Ich glaube ja, dass es für manche Novizen etwas Großes ist, nach dem Abschluss endlich in den Abendsaal zu den anderen Magiern zu dürfen. Immerhin gibt es jede Menge exquisiten Wein und man kann Fachgespräche führen und sich austauschen. Für jemanden wie Akkarin ist es vermutlich auch eine neue Spielwiese, was einige Magier entsprechend quittieren. Insofern ist es wirklich bemerkenswert, dass sie so jung später Führungsposten innehaben, was vor allem an Akkarins Veränderung nach Sachaka liegt, während Lorlen schon immer eher der vernünftigere von beiden war.

Nr. 10: Als emotional empfinde ich die beiden auch nicht. Gerade bei Akkarin sehr ich zu viel Männerego für emotionale Begegnungen. Ich habe mich auch gefragt, was passiert wäre, hätte Lorlen ihn begleitet. Mittlerweile glaube ich nicht mehr, dass er Akkarin davon hätte abhalten können, nach Sachaka zu gehen. Entweder Dakova hätte einen von ihnen getötet oder Lorlen wäre danach ähnlich gezeichnet gewesen wie Akkarin. Hätten sie das beide überlebt, wäre das jedoch das für mich einzige Szenario, in dem Lorlen Akkarin nicht für die schwarze Magie verurteilen würde. Allerdings bezweifle ich, dass sie beide überlebt hätten.

Nr. 11: Danke, das freut mich! Die Szene kommt ausführlich auch in U1000sS vor und ich hatte so meine Schwierigkeiten, sie auf das Wesentliche zu reduzieren. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass Akkarin überwältigt von dem Augenblick mit dem Gedanken spielt, sich Lorlen anzuvertrauen. Aber letztendlich werden seine Hemmungen und die Furcht vor einer Verurteilung zu groß sein. Nicht nur gegenüber Lorlen, sondern auch weil jeder Mitwisser eine Gefahr darstellt, die Akkarin zu diesem Zeitpunkt nicht kontrollieren kann. Dennoch glaube ich, dass er es Lorlen auch nicht einfach sagen konnte, weil es umso schwerer ist, persönliche Dinge gegenüber jemandem auszusprechen, der einem so nahesteht.

Nr. 12: Dieses Drabble ist sozusagen die Fortsetzung vom letzten, die Akkarins Perspektive erläutert. Ich merke gerade, dass die Aussage anscheinend nicht sehr eindeutig ist, was vielleicht daran liegt, dass ich zu viel voraussetze, weil ich diesen kompletten Teil in „Schwärzer als die Nacht“ beschrieben habe. Er speist Lorlen hier mit einer typischen Akkarin-Erklärung ab: Er sagt ihm die Wahrheit, drückt sich dabei jedoch so aus, dass Lorlen diese eigentlich gar nicht erfährt. Es ist nicht einmal eine Lüge, man könnte sie jedoch als solche auffassen, solange man nicht die komplette Wahrheit kennt.

Nr. 13: Auch wenn das eine schöne Ironie wäre, dass dieses Drabble ausgerechnet die Nummer 13 hat, ist reiner Zufall. Oder besser gesagt: Seine Position wurde nur durch die übrigen Drabbles beeinflusst :) Lorlen hält Akkarins Erklärung von damals nun für eine Lüge. Weil er die volle Wahrheit nicht kennt. Vielleicht macht es das so leicht, seinen Freund und alles, was mit ihm zu tun hat, in Frage zu stellen. Ich bin zwar immer noch der Meinung, dass Lorlen sich auf seinen gesunden Menschenverstand verlassen sollte, weil er Akkarin sein halbes Leben kennt. Aber ich weiß auch, wie schnell man einen anderen Menschen verurteilen kann, wenn man nur einen Teil der Wahrheit kennt, und wie sehr man ihm damit unrecht tun kann.

Nr. 14: Ich glaube, dass Lorlen auch ein klein wenig konfliktscheu ist. Vielleicht nicht immer, aber hier kann er nicht abschätzen, wie Akkarin reagieren würde, wenn er mitbekommt, was Lorlen weiß. Da ist es einfacher, ihm aus dem Weg zu gehen, bis er sicher ist, die Konfrontation (ob mit oder ohne die Gilde) zu gewinnen. Und Arbeit kann man als Administrator immer gut vorschieben. Akkarin hat von alldem überhaupt keine Ahnung, er kommt nicht einmal auf die Idee, dass Lorlen etwas weiß, zumal seine Gedanken sich vermutlich die meiste Zeit um seine Aufgaben als Hoher Lord und die Sachakaner in der Stadt drehen.

Nr. 15: Ja, das war auch einer der Gründe, warum ich dieses Thema gewählt habe. Canavan unterschlägt in den Büchern zu viel, was ihn als Charakter glaubwürdiger machen könnte. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass Lorlen nicht an eine solche Möglichkeit denkt. Er ist Akkarins Freund, er kennt ihn sein halbes Leben. Allein der gesunde Menschenverstand gibt vor, dass er nach so langer Zeit kein vorschnelles Urteil über seinen Freund fällen will. In den Büchern wird das leider komplett ignoriert, so dass der Eindruck entsteht, dass sie eigentlich gar keine Freunde sind.
Was Lorlen denken würde, würde er hier die Wahrheit erfahren, ist eine gute Frage. Ich denke nicht, dass er Akkarin einfach so geglaubt hätte. Vielleicht hätte es funktioniert, wenn Akkarin es wie mit Sonea gemacht und ihn zu einem Spion mitgenommen hätte. Aber auch da hätte er nur einen Teil der Wahrheit erfahren und ich bin mir bei Lorlen nicht sicher, ob er anschließend Akkarins Geschichte geglaubt hätte. Ich schiebe es auf Lorlens schlechte Charakterausarbeitung, dass es mir schwerfällt, hier zu einem Schluss zu kommen.

Nr. 16: Für Akkarin hängt eben sehr viel daran, dass niemand in seinen Angelegenheiten schnüffelt. Er hat ein Geheimnis zu wahren. Und wahrscheinlich wird er auch wütend, weil Lorlen erneut das tut, was er als Novize getan hat: Er schnüffelt in Dingen herum, die ihn nichts angehen. Er ist in diesem Moment zu außer sich, um Verständnis zu zeigen und muss zunächst Schadensbegrenzung betreiben, bevor er sich darüber Gedanken machen kann.

Nr. 17+18: Nach einer solchen Aktion wäre mein Vertrauen in den besten Freund vermutlich auch hinüber, wo ich zuvor vielleicht noch auf eine gute Erklärung gehofft habe. So und ohne die Wahrheit zu kennen, das muss ziemlich hart sein. Aus seiner Sicht wüsste ich auch nicht, ob ich Verständnis für Akkarins Handlung hätte, wenn ich dann irgendwann die Wahrheit erfahre und verstehe. Andererseits sehe ich auch nicht, wie Akkarin anders hätte handeln können. Er hat genug in Lorlens Gedanken gesehen, um zu wissen, dass er nicht verstehen würde und dass er bereit ist, ihm zu schaden. Und das kann er nicht riskieren. So ist die Freundschaft durch denkbar ungünstige Umstände zu Ende gegangen, weil sie beide nur innerhalb ihrer eigenen Parameter agieren können. Dennoch glaube ich nicht, dass Akkarin diese Aktion leicht gefallen ist und er muss sich deswegen sehr schlecht fühlen. Vielleicht stellt er sich damit ein bisschen auf eine Stufe mit Dakova.

Nr. 19: Akkarin hat sein Versprechen aber auch nicht gebrochen. Vielleicht ergab sich in der Zwischenzeit keine Möglichkeit, es Lorlen zu sagen. Vielleicht hat er darüber nachgedacht und wusste dann nicht, wie. Vielleicht kam er zwischendurch auf die Idee, dass seine Novizin die bessere Kandidatin für ein solches Geheimnis ist. Wie Lorlen über Lord Jolens Tod denkt, wird im Buch nicht näher ausgeführt. Man kann nur erahnen, dass er die Glaubwürdigkeit der Beweise anzweifelt und davon, seinen Freund mit einem magischen Ring zum Schweigen zu bringen, ist es immer noch ein riesengroßer Schritt zum Mord.

Nr. 20: Akkarins Antwort in diesem Drabble ist wieder einmal typisch für ihn und Lorlen gegenüber überhaupt nicht fair. Aber er denkt hier gewiss schon darüber nach, wie seine Geschichte auf die Gilde wirken könnte und da ist es besser, bis zur Anhörung zu schweigen. Denn Lorlen wird das Thema zweifelsohne mit den höheren Magiern diskutieren und das kann sich sowohl zum Positiven als auch zum Negativen auswirken. Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr glaube ich, dass die Freundschaft auch an Akkarins Berechnung scheitert.

Nr. 21: Ich muss gestehen, das ist eines meiner Lieblingsdrabbles. Beim Schreiben hat es mich selbst innerlich zerrissen. Wenn der Ring die Freundschaft schon beendet hat, dann ist die Stelle, an der Lorlen Akkarins Robe zerreißt und die rituellen Worte spricht, die Stelle, an der sie wirklich zu Ende geht. Zumindest könnte man das meinen. So ganz voneinander lassen können die beiden nicht, was dadurch gezeigt wird, dass Lorlen sich dafür einsetzt, Akkarin ins Exil zu schicken. So auch durch ihr Gespräch nach der Anhörung oder die Tatsache, dass Lorlen ihn immer wieder durch den Ring ruft. Aber ich bin auch sicher, dass dieser Moment für die beiden ein ganz besonders bitterer Tiefpunkt war und dass dieser die beiden sehr viel Kraft gekostet hat.

Nr. 22: Ich bin ja der Ansicht, dass Akkarins Verhalten auf dem Weg nach Sachaka und auch in den ersten Tagen dort aus vielen Gründen resultiert. Lorlen ist da vermutlich nicht einmal das größte Übel, aber es ist leichter seinen Zorn auf Menschen zu richten, wie hier auf Lorlen (und Sonea). Der eigentliche Grund ist Akkarins Kontrollverlust. Für einen Menschen, der es gewohnt ist, über alles die Kontrolle zu haben, ist das eine totale Katastrophe. Die Gilde hat dafür gesorgt, dass er sich nicht mehr um ihren Schutz kümmern kann, das was er all die Jahre heimlich getan hat. Die Gilde hat sogar dafür gesorgt, dass die Sachakaner auf diese Entwicklung aufmerksam werden. Und sowohl Sonea hat ihm das bisschen Kontrolle, das er noch hatte, genommen, indem sie seine Pläne durchkreuzt hat und ihn begleitet. Und Lorlen denkt, er hätte Akkarin mit der Verbannung einen Gefallen getan, was er aber aus dessen Sicht nicht hat, weil Akkarin nun statt mit dem Schutz der Gilde mit dem Kampf ums Überleben beschäftigt ist.

Nr. 23: Danke für das Lob! Bei diesem Drabble musste ich ordentlich kürzen und hatte so meine Schwierigkeiten, alles in 100 Wörtern unterzubringen. Ich finde eigentlich gar nicht mal Lorlens Tod so traurig, wie die Tatsache, dass sie keine echte Gelegenheit mehr hatten, sich auszusprechen und ihre Freundschaft wieder aufleben zu lassen. Das hätte den beiden echt gutgetan. Aber so bleibt nur, dass Lorlen in Frieden sterben konnte und Akkarin weiß, dass Lorlen ihm verziehen hat.

Nr. 24: Ja, darüber brauchen wir nicht noch einmal reden :D

Nr. 25: In meinen Augen gibt es auch keinen besseren Namen für dieses Kind. Normalerweise störe ich mich an derartigen Namensgebungen, aber ich sehe keinen besseren Weg, um die Freundschaft im Nachhinein zu ehren. Und ich denke, dass die anderen Magier sehr bald bemerken werden, dass der kleine Lorlen nicht wie sein Namensgeber ist. Ich meine, was erwartet man von einem Kind, das die Eigenschaften von Akkarin und Sonea in sich vereint hat? :D


Die Outtakes

Gepasst hätten die Outtakes auf jeden Fall auch. Aber auf sie konnte ich am leichtesten verzichten, weil sie vom Hauptthema abweichen oder einen bestimmten Aspekt nur wiederholt aufgreifen.

Diese Szene, in der Lorlen Akkarin ruft, wird auch in U1000sS thematisiert. Dort quält es Akkarin nicht antworten zu können (Dakova verbietet es ihm und er würde damit Lorlen Dinge wissen lassen, die dieser nicht wissen soll) und es hindert ihn daran, mit seiner Vergangenheit abzuschließen. Ihm geht es damit sehr schlecht. Und da er wiederholt nicht auf die Rufe reagiert, muss die Gilde ihn schließlich für tot erklären. Dass Lorlen an diese Möglichkeit nicht glauben will, ist irgendwie auch verständlich, weil es in den Verbündeten Ländern so gut wie nichts gibt, was einen so starken und talentierten Magier töten könnte.

Dass Akkarin nachgeholfen hat, damit Lorlen die Stelle als Assistent des damaligen Administrators bekommt, ist entweder Canon oder so gut wie. Ich bin mir da nicht ganz sicher, manchmal bringe ich das mit meinem eigenen Headcanon durcheinander. Ich kann mir jedoch sehr gut vorstellen, dass Akkarin da auf subtile Weise nachgeholfen hat. Lorlen mag nicht ganz glücklich damit sein, aber letztendlich ist es seine Entscheidung, ob er die Wahl annimmt und es bringt die beiden einander wieder näher, nachdem sich das Machtgefälle zwischen ihnen durch Akkarins Position vergrößert hat.

Nein, ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das für Akkarin ein Spiel ist. Er fühlt sich wahrscheinlich selbst nicht gut damit, Sonea den anderen Novizen ausliefern zu müssen, damit sie lernt sich zu behaupten. Aber er versteckt es gut und dadurch, dass er so tut, als würde ihn das alles amüsieren, entsteht dieser Eindruck. Wobei er sich vermutlich weniger wegen Sonea amüsiert, als darüber, dass Regin bekommt, was er verdient, und über seine Feindschaft mit Garrel. Lorlen weiß das alles natürlich nicht und sieht in Akkarin nur das unbarmherzige Monster, das überhaupt erst schuld daran ist, dass Sonea in dieser Situation ist. Wahrscheinlich kann Akkarin hier nur, wie auch anderen Stellen, nur Dinge sagen, die Lorlens schlechte Meinung von ihm vergrößern, weil die Alternative bedeuten würde, dass er Dinge preisgibt, die Lorlen nicht wissen darf oder seine Furcht vor ihm verringern. Verständlich, aber auch traurig.

Dieses Drabble mit den Tierheilern und dem Ausguck ist entstanden, weil ich mir gut vorstellen kann, dass sie nach einer Weile doch irgendwie wieder zum Alltag übergehen und sich so verhalten, wie sie es gewohnt sind. Zumindest, solange es keine neuen Morde gibt und Akkarin nicht wieder etwas sagt oder tut, was Lorlen gegen ihn aufbringt. Denn trotz allem können sie auch nicht so richtig ohne einander. Nicht, nach so langer Zeit.

Ich habe mich in diesem Drabble auf Sonea bezogen, weil ich mich irgendwann gefragt habe, ob Lorlen verletzt oder eifersüchtig reagiert, als er bei der Anhörung erfährt, dass Sonea die ganze Wahrheit erfahren hat. Ob er denkt, dass Akkarin ihr nur diese Geschichte erzählt hat, um sie zu manipulieren oder ob es wirklich die Wahrheit ist und warum er es dann nicht seinem Freund gesagt hat. An Lorlens Stelle wäre ich hier vermutlich sehr verletzt und würde mir auch einreden wollen, dass Akkarin Sonea nur manipuliert hat.

Dieses letzte Drabble musste dem weichen, in dem Lorlen Akkarin ausstößt. Ich finde diese Passage zwar wichtig, aber sie enthält zu viele Buchzitate, um die herum es schwierig ist, 100 Wörter zu bauen. Im Vergleich zu der anderen Abschiedsszene fand ich es sehr interessant, allerdings sagt es nicht so viel aus, wie das Drabble, in dem Lorlen seine Robe zerreißt. Wahrscheinlich war diese Szene ebenfalls alles andere als leicht, aber vielleicht hat sie auch ein bisschen von dem gutgemacht, was Lorlen mit dem Ritual zuvor zerstört hat.


Vielen Dank für dieses wundervolle Review und sorry, dass die Antwort so lange gedauert hat.

Liebe Grüße,
Sonea

PS: Ich hoffe, was ich geschrieben habe, war alles nachvollziehbar. Vieles davon ist durch die Schwarze-Sonnen-Trilogie für mich Headcanon :)
29.12.2016 | 10:34 Uhr
Guten Morgen liebe Sonea,

vielen Dank für diesen schönen Adventskalender. Ich gebe zu, nicht alle Türchen direkt zeitlich eingeordnet bekommen zu haben, aber das kann eigentlich nur daran liegen, dass meine letzte Lektüre der Bücher so lange her ist. Trotzdem hab ich mich jedes Mal gefreut, wenn da ein Alert auftauchte - übrigens toll, dass du so verlässlich hochgeladen hast, das hält hier ja nicht jeder durch, aber so wie ich dich bisher kennengelernt habe, kam etwas anderes für dich gar nicht in Frage. ^^
Bezüglich des Themas: Gerade so etwas finde ich mal eine willkommene Abwechslung. Klar, an Weihnachten ist meistens alles rosarot, aber mir gefällt es, wenn es ein wenig "düster und dramatisch" ist. Rosarot nervt mich eher. Auch wenn ich nachvollziehen kann, dass das nicht für jeden etwas ist.

Stilistisch waren die Drabbles auf jeden Fall immer einwandfrei! ;-)

Liebe Grüße und noch ein schönes Restjahr,
Amaineko

Antwort von Lady Sonea am 29.12.2016 | 19:24 Uhr
Hallo liebe Amaineko,

Freut mich, dass dir der Adventskalender gefallen hat! :) Wie gut man die Türchen einordnen kann, wenn man die Bücher längere Zeit nicht gelesen hat, kann ich schlecht beurteilen, da ich sie jedes Jahr einmal lese :D Ungefähr die erste Hälfte spielte allerdings auch vor den Büchern.
Dankeschön! Für mich ist es selbstverständlich, zu festen Terminen hochzuladen, alles andere finde ich gegenüber den Lesern nicht sehr toll, zumal ich nur fertige und überarbeitete Geschichten hochlade.
Gerade zu Weihnachten habe ich auch lieber ein wenig Kontrastprogramm. Ein wenig Kitsch ist ok, aber aucuh nur an Weihnachten :D Ich kann mich aber auch noch gut daran erinnern, wie bei meinem Adventskalender vom letzten Jahr einige bei den letzten Türchen sehr gelitten haben ...

Liebe Grüße und schon einmal einen guten Rutsch,
Sonea
AniRid (anonymer Benutzer)
26.12.2016 | 07:25 Uhr
Liebevoll und wunderschön ausgesuchte Passagen, die Lust auf "mehr" machen <3

Danke, dass du ein Teil meiner Vorweihnachtszeit warst!

Antwort von Lady Sonea am 26.12.2016 | 09:07 Uhr
Dankeschön! Ich freue mich, dass ich dir mit dem Adventskalender die Vorweihnachtszeit versüßen konnte. Und ich danke dir fürs Lesen und Teilen von Herzen <3

Liebe Grüße,
Lady Sonea
25.12.2016 | 23:39 Uhr
Ohh man jetzt hab ich wirklich richtig Gänsehaut bekomme!
Die Szene ist ja so putzig und rührend und ich find es mega toll dass das Baby Lorlen genannt wurde :)
Passt einfach!
Und es ist irgendwie ein Abschluss einer langen Freundschaft aber irgendwo auch eine kleiner Neustart..
So wird Lorlen nie in Vergessenheit geraten <3
LG
Sabrina Snape

Antwort von Lady Sonea am 26.12.2016 | 09:04 Uhr
Hallo Sabrina,

24 Türchen und dann kommt das Baby und du bekommst Gänsehaut? :D Freut mich aber, dass dich das Türchen so berührt hat! Ich habe es sicher schon gesagt: normalerweise bin ich kein Fan davon, dass Charaktere ihre Kinder nach anderen toten Charakteren nennen, aber in diesem Fall fand ich es einfach nur angemessen. Es ist eine Hommage an die Freundschaft, die viel zu früh zu tragisch endete und ohne eine Möglichkeit, Vergangenes wiedergutzumachen. Es ist die letzte Ehre, die Akkarin seinem Freund erweisen kann, und es zeigt auch, wie sehr das Baby geliebt wird. (Lustig wird es nur, wenn Lorlen irgendwann anfängt, Unsinn zu machen und Akkarin ihn schelten muss xD).

Liebe Grüße und noch einen schönen 2. Weihnachtstag,
Lady Sonea
24.12.2016 | 22:54 Uhr
Bei der Szene hab ich etwas Gänsehaut bekommen, könnte aber auch daran liegen dass mir kalt ist... :D
Es ist sehr schön dass die beiden sich kurz vor Lorlens Tod doch wieder "versöhnt" haben, auch wenn sie nicht genug Zeit hatten alles zu klären.
Aber beide wissen im Herzen dass der anderen ihm verziehen hat... Was in einer Weiße ja sehr gut zu Weihnachten passt :) auch wenn es sehr traurig ist wussten wir alle dass es irgendwann so enden muss.
In diesem Sinne wünsch ich schon mal wunderschöne Weihnachten und Freu mich auf das letzte Türchen :)
LG
Sabrina Snape

Antwort von Lady Sonea am 26.12.2016 | 08:54 Uhr
Hallo Sabrina,

Es hätte beiden sicher gutgetan, mehr Zeit zu haben, um sich auszusprechen. Aber dazu hätten beide vermutlich die Schlacht überleben müssen. Trotzdem interpretiere ich das Buch an dieser Stelle so, dass Lorlen Akkarin seine Taten wirklich verzeiht. Nur dann kann er in Frieden sterben und er weiß hier längst, dass Akkarin die Wahrheit gesagt hat und versteht seine Beweggründe. Es ist dennoch tragisch, dass es so lange bis dahin gedauert hat.
Im Sinne von Vergebung passt das Thema sehr gut zu Weihnachten, das stimmt. Dennoch ist es traurig, wobei die Tragik zumindest meinen Geschmack besser trifft, als wenn es eine rührselige Versöhnung wäre mit kitschigem Happy End :D

Liebe Grüße,
Lady Sonea
24.12.2016 | 14:01 Uhr
Hallöchen Sonea :)

mein eigentliches Review kommt irgendwann in den nächsten Tagen, aber schon einmal jetzt möchte ich etwas zu dem 24. Türchen schreiben.
Es mag stimmen, dass diese Szene nicht das Erste ist, das man mit Weihnachten verbindet, aber dennoch ist das Thema "Vergebung" doch mehr als passend! Und in dem Moment, den du in diesem Drabble beschreibst, geschieht doch genau das. Lorlen versteht endlich warum sein bester Freund so gehandelt hat und schafft es sogar noch ihm das zu verzeihen, was sicherlich nicht selbstverständlich ist. Und das wiederum passt doch nur zu gut zum Fest der Liebe. Akkarin mag in diesem Moment alles andere als glücklich sein, aber dennoch muss es auch für ihn von unschätzbarem Wert sein zu wissen, dass Lorlen ihn am Ende nicht gehasst hat, sondern verstanden hat. Es macht die Vergangenheit für ihn nicht anders, wie du wirklich schön durch den Ring zeigst, aber es verändert vielleicht seine Sicht ein wenig.
Insgesamt finde ich das Türchen, trotz Tränen, wunderschön, weil es so viel von dem zeigt, was zwischen den beiden passiert ist und auch, wie viel sie sich trotz allem bedeuten!

Ich wünsche dir frohe Weihnachten und hoffe, dass du die Ruhe ein wenig genießen kannst <3
Little Snowfall

Antwort von Lady Sonea am 26.12.2016 | 08:49 Uhr
Hallo Little Snowfall,

Ich habe mich richtig gefreut, als ich dein Review am Heiligabend gelesen habe. Mit dem Antworten habe ich mir trotzdem ein wenig Zeit gelassen, weil ich einfach mal zwei Tage gebraucht habe, an denen ich nicht immer sofort auf jedes Review antworte und etwas weniger Zeit im Internet verbringe.

Aus dieser Sicht habe ich das noch gar nicht betrachtet, aber ich gebe dir absolut recht, dass das ein sehr weihnachtliches Thema ist! Ich erinnere mich nur noch allzu gut an den letzten Adventskalender, wo es gegen Ende auch um Lorlens und Akkarins Tod ging und das hatte damals einige Leser so bedrückt, dass sie nicht weiterlesen konnten. Bei dem diesjährigen Thema ließ sich das leder zum Ende nicht hin nicht vermeiden (wobei es paradox ist, weil ich den Eindruck hatte, dass die heitere Novizenzeit von vielen Lesern ebenfalls nicht sonderlich gemocht wurde.) Aber ich fürchte, das liegt auch am Thema der Bücher. Egal, welche Charakterkonstellationen man sich ansieht, sie nehmen alle einen eher tragischen Verlauf oder haben Glück und dürfen dieses nicht öffentlich leben.

Aber zurück zum Drabble: Ich denke, dass diese Vergebung für beide sehr wichtig ist. Lorlen hat zu diesem Zeitpunkt schon längst begriffen, dass Akkarin die Wahrheit gesagt hat und versteht die Gründe für seine Taten. Und das muss er Akkarin mitteilen, weil er sonst nicht in Frieden sterben kann. Sie haben zwar nicht viel Gelegenheit zu sprechen, aber so wie ich das Buch an dieser Stelle interpretiere, wird zwischen den Zeilen noch viel mehr gesagt, so dass der jeweils andere zumindest weiß, was sein Freund ihm sagen will und ihn versteht. Trotzdem bleibt es traurig, weil es ihnen beiden sicher gutgetan hätte, wenn mehr Zeit geblieben wäre, um sich auszusprechen.

Es freut mich, dass dir das Türchen trotz des traurigen Themas gefallen hat! :)

Liebe Grüße und noch einen schönen 2. Weihnachtstag,
Sonea
24.12.2016 | 00:51 Uhr
Ich finde es sehr gut dass du nicht von der Geschichte abweichst auch wenn dass vlt sehr traurig ist... keiner will dass Lorlen stirbt, aber das können wir leider nicht verhindern :(
Es ist trotzdem "schön" zu wissen dass Lorlen nun weiß dass er falsch lag und er Akkarin teilweiße unrecht getan hat, und dass sie in seinen letzten Lebensmomenten wieder Freunde waren, eine kurze, tragische wieder aufgeflammte alte Bromance ;)
Und nun bin ich auf das letzte Türchen gespannt :)
LG Sabrina Snape

Antwort von Lady Sonea am 24.12.2016 | 08:23 Uhr
Hallo Sabrina,

Dankeschön, das beruhigt mich jetzt doch ein wenig. Ich hatte schon die Befürchtung, dass das die Leser so kurz vor Weihnachten komplett abschreckt, aber die Novizenzeit war ja irgendwie auch nicht richtig?
Auf jeden Fall freut es mich, dass du weiterhin dabei bist und mitliest! Im Buch wird ja auch angedeutet, dass Lorlen seinen Irrtum einsieht und Akkarin verzeiht. Ich glaube, wenn man weiß, dass man stirbt, dann will man solche Dinge auch nicht unerledigt stehen lassen, weil man sonst nicht in Frieden sterben kann.

Liebe Grüße und viel Spaß mit dem letzten Türchen,
Lady Sonea
23.12.2016 | 21:42 Uhr
Hey,
Mir gefällt der Kalender total gut und da habe ich so kurz vor dem Finale beschlossen meine Meinung abzugeben.

Erstens gefallen mir die Drabbels sehr gut und fassen, meiner Meinung nach, die Beziehung zwischen Lorlen und Akkarin toll zusammen.

Und Zweitens ist dein Schreibstil wie immer wunderschön.

Ich würde anmerken, dass (obwohl ich mir nicht sicher bin, ob es so gedacht ist und ich es vielleicht auch falsch verstanden haben könnte) die zeitliche Reihenfolge einmal oder zweimal nicht passt.

Zu guter Letzt möchte ich sagen, dass du mir mit dem 23. Türchen erneut das Herz gebrochen hast. :'(

Lg
Eine besinnliche Weihnacht und schöne Feiertage
AndoraEngel

Antwort von Lady Sonea am 23.12.2016 | 22:25 Uhr
Hallo AndoraEngel,

Vielen lieben Dank für dein Review! Es freut mich, dass dir der Adventskalender so gut gefällt! :) Und es tut mir leid, dass dich das heutige Türchen so mitgenommen hat. Ich hoffe, die nächsten beiden machen ein wenig davon wieder gut.

Bei welchen Drabbles glaubst du denn, dass die zeitliche Reihenfolge nicht korrekt ist?

Ich wünsche dir auch ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest mit den Menschen, die dir wichtig sind :)

Liebe Grüße,
Lady Sonea
20.12.2016 | 15:25 Uhr
Zu dem gestrigen und heutigen Türchen...
Schwierig dazu was zu sagen.
Lorlen hat glaub ich trotz allem noch nicht ganz aufgegeben, dass Akkarin immernoch der selbe ist, er glaubt daran dass Akkarin kein Mörder ist. Er ist aber einfach sehr frustriert darüber, dass Akkarin ihm nicht die Wahrheit sagt, dann könnte er ihm vlt helfen, was er tief in seinem Herzen auch will.
Und Akkarin kann nicht aus seiner Haut und will dafür bestraft werden was er getan hat, möchte aber auch seinen Freund nicht vor den Kopf stoßen...
Eine vertrackte Situation.
Mal sehn was noch so kommt.
LG Sabrina Snape

Antwort von Lady Sonea am 20.12.2016 | 18:48 Uhr
Hallo Sabrina,

... ist ja auch kein Thema, was sich leicht in Worte fallen ließe ;)

Ich war schon immer der Überzeugung, dass ein Teil von Lorlen nie ganz aufhört, an das Gute in Akkarin zu glauben, und selbst wenn es nur aus einer Nostalgie heraus ist, weil er sich nicht ganz von dieser Freundschaft lösen kann. Nichtsdestotrotz hoffe ich, dass bei sein gesunder Menschenverstand noch nicht ganz weg ist.
Und sicher ist er auch verletzt, weil Akkarin ihm nicht die Wahrheit erzählt, obwohl er ihn als seinen besten Freund betrachtet. Da wäre es sicher auch interessant zu wissen, wie es Lorlen damit geht, dass er sich stattdessen Sonea anvertraut hat.

Liebe Grüße,
Lady Sonea
19.12.2016 | 20:20 Uhr
Zur Vermeidung eines weiteren Review-Marathons heute gleich mal wieder eine Review :)

Wieder ein sehr düsteres Drabble, aber irgendwie haben die auch so etwas an sich - Auch das Grauen übt eben eine gewisse Faszination aus, man kann einfach nicht wegsehen.
Das war wirklich wieder ein großer Zeitsprung, daher freue ich mich wirklich auf die Outtakes, bin gespannt, was du da noch alles so geschrieben hast :)
Ich verstehe, was du meinst, wenn du sagst, du würdest die beiden am liebsten schütteln, aber als Leser finde ich schon auch, dass sie Mitleid verdient haben, allerdings würde ich meine eigenen Charaktere auch viel lieber schütteln, wenn sie sich mal wieder blöd verhalten, egal wie nachvollziehbar die ganze Situation ist...
Lorlen hat hier auf jeden Fall eine ganze Menge Mitleid verdient, auch wenn er irgendwie selbst Schuld an der Situation trägt. Natürlich macht er sich Gedanken über die Situation und fühlt sich hintergangen, vielleicht ist es auch noch schlimmer, weil er sich eben bis hierhin noch einreden konnte, dass sein bester Freund doch kein Mörder ist, er jetzt aber ganz genau weiß, dass Akkarin mit schwarzer Magie getötet hat.
Diese Traurigkeit und Hilflosigkeit beim Gedanken daran, dass sein einstiger bester Freund hingerichtet werden könnte, ist wohl alles, was an diesem Punkt noch von ihrer ehemals starken und unbeschwerten Zukunft übrig geblieben ist, ein Relikt aus längst vergangenen Zeiten - da hast du es doch glatt schon wieder geschafft eine Melanchonie über diesen Abend zu legen...

Naja, ich weiß nicht, wie das gestrige Drabble in der vorherigen Fassung aussah, aber die hier veröffentlichte war sicher jeden Gedanken wert, an dieser Stelle noch mal ein riesen Kompliment dafür, dass du das alles in 100 Worten schaffst, sicher ist das auch eine Übungssache, aber für mich wäre das wohl ein Ding der Unmöglichkeit...

Einen ruhigen Abend,
Shieldmaiden

P.s. So ein Adventskalender mit vielen emotional aufwühlenden und düsteren Szenen hat doch auch etwas, ein schöner Kontrast zu den vielen Adventskalendern, die immer belangloser und unrealistisch kitschig geschrieben werden, wenn die Zeit fortschreitet. Was man da so manchmal lesen muss...
Dieses Jahr hab ich mir das dann offen gestanden gar nicht mehr angetan...

Antwort von Lady Sonea am 20.12.2016 | 17:46 Uhr
Hallo Shieldmaiden,

Ein Marathon wäre auch gegangen, ich weiß nicht, wie das für dich ist, einzelne Reviews zu beantworten finde ich persönlich bequemer. Aber so kurz vor Weihnachten relativiert sich das wahrscheinlich sowieso.

Die Faszination des Grauens sozusagen? Ich muss sagen, diese Art von Grauen ist mir lieber, als wenn ich z.B. eine sehr schlechte Fanfiction lese und aus selbigem Grund nicht davon loskomme.

Der Zeitsprung musste leider sein, um zumindest das Hauptthema in 24 Drabbles unterzubringen, sonst hätte ich bei der Novizenzeit gekürzt, wie ich angeboten hatte, aber so wirklich wollte das niemand. Und eigentlich reichen 24 Drabbles nicht, um alles zu erzählen, was erzählt werden will.
Wahrscheinlich ist es auch eine Frage, wie intensiv und häufig man sich mit den Figuren beschäftigt. Irgendwann ist die Geduld zumindest bei mir am Ende und dann würde ich sie lieber schütteln als bemitleiden :D

Zumindest glaubt Lorlen hier, dass Akkarin der Mörder von Lord Jolen ist. Später stellt sich ja zum Glück heraus, dass Akkarin das nicht ist, wenn auch zugleich herauskommt, dass er sehr häufig mit schwarzer Magie getötet hat. Trotzdem steckt noch ein Rest gesunden Menschenverstand in Lorlen, der das alles anzweifelt (was ich in den Büchern auch wiederum vermisst habe, jedoch glaube ich, dass er Akkarin deswegen deckt und auch dazu beiträgt, dass Akkarin ’nur’ verbannt wird). Insofern muss eine gewisse Restfreundschaft noch vorhanden sein. Aber diese ganze Situation, Lord Jolens Tod und die Entdeckungen in der Residenz – das ist schon ein ziemlicher Schock und sicher schmerzhaft zu erfahren.

Dankeschön <3 Vom Inhalt her war das Drabble nicht viel anders, einige Sätze hatten mir nicht mehr gefallen und die mussten umformuliert werden, um das Thema auf die Spitze zu bringen. Bei der Wortbegrenzung kann das ein ziemlicher Kampf sein :D


Liebe Grüße und bis zum nächsten Drabble,
Lady Sonea

PS: Das stimmt. Ich bin selbst kein Fan von Kitschgeschichten und Romantik und dann noch in geballter Form zu Weihnachten schon gar nicht. Um diese Zeit wird man damit schon genug zugeschmissen, da empfinde ich düstere Themen als angenehmes Kontrastprogramm. Generell stehe ich Adventskalendern mit Geschichten auch immer skeptisch gegenüber, weil die häufig während der Weihnachtszeit geschrieben und dann abgebrochen werden, weil man mit Schreiben nicht nachkommt. Davon abgesehen, dass mir im Dezember schlichtweg die Zeit dafür fehlt ...
Rincewind (anonymer Benutzer)
19.12.2016 | 15:03 Uhr
Hallo Lady Sonea,

ja, Du hast recht, diese und auch die nächste Tür enthalten sehr düstere Momente.

Bei diesem Türchen hast Du allerdings das dargestellt, was ich mir auch irgendwie immer so vorgestellt hatte: Akkarin empfindet das Ende zu Lorlens Freundschaft und das Ertragenmüssen der Gedanken und Gefühle seines besten Freundes als "gerechte" Stafe für seine Fehler.

Obwohl man ja weiß, was kommt, gruselt es doch vor den nächsten Türchen...

Liebe Grüße
Rincewind

Antwort von Lady Sonea am 19.12.2016 | 18:32 Uhr
Hallo Rincewind,

Und diese düsteren Momente werden auch nicht abreißen. Besonders die nächsten beiden (Nr. 20 und Nr. 21) sind in diesem Kalender zwei meiner absoluten Lieblinge in Bezug auf Drama.

Ja, das stelle ich mir bei Akkarin auch so vor. Dieses Thema hatte ich auch letztes Jahr im Adventskalender an einer oder zwei Stellen und hier darf es natürlich auch nicht fehlen. In "Schwärzer als die Nacht" wird das ebenfalls und noch deutlicher thematisiert. Das einzige, was mich ein wenig tröstet, ist dass Akkarin nicht permanent Lorlens Gedanken lauschen wird. Aber er wird oft genug zusehen, um von dessen Gedanken verletzt zu sein.

Ich weiß, was du meinst, mir geht es seltsamerweise ähnlich. Das fühlt sich ein wenig an, als würde ich "The High Lord" lesen oder eine abgespeckte Version davon, die nur eine Storyline hat, da ich jedes Drabble vor dem Hochladen ja auch noch einmal lese. Es ist so ein bisschen wie ein Tod auf Raten ...

Liebe Grüße,
Lady Sonea
18.12.2016 | 18:42 Uhr
Gerade dachte ich es geht nicht schlimmer,
ich sollte es mittlerweile besser wissen...

Weil ich zu sehr unter Einfluss des morbus fangirlus stehe, als dass ich die Kraft hätte einen weiteren Neologismus zu verzapfen, bleibe ich bei meiner vorherigen Aussage, dass Lorlens Verhalten nachvollziehbar ist, aber ich es trotzdem unerträglich finde.
Es passt schon zu Akkarin, dass er sich so selbst bestraft, auf irgendeine nur für ihn verständliche Art gibt sein Verhalten Sinn, aber es ist und bleibt einer dieser Momente, in denen man ihn in den Arm nehmen will um ihm zu versichern, dass alles gut werden wird. Was es ja auch tut. Zumindest in deiner Fortsetzung :)
Aber er quält sich natürlich dadurch, dass er jeden Tag dem offenen Misstrauen, vielleicht ist es sogar eine Art Hass, das Lorlen ihm gegenüber aufbringt, begegnet. Dass er trotz all dem noch immer so emotionslos und kühl auftreten kann, wie er es in den Büchern tut, beweist wie eisern er sich im Griff hat und wie sehr diese Kaltherzigkeit, die ja seine Maske ist, zu einem Teil seiner Persönlichkeit geworden ist.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass er jemals wieder ein Mann werden könnte, der seine Emotionen offen zeigt bzw. der sich allgemein anderen Menschen öffnet. Nach seinen Erlebnissen in Sachaka sowieso nicht und auch die Vorstellung einer engen Freundschaft oder die Möglichkeit eine solche zu haben, sind wohl mit Lorlen gestorben.

Da hast du es doch glatt wieder geschafft, dass dieses Gefühl von Elend und der Trauer um das, was hätte sein können im Auge hängt und sämtliche unerwünschte Emotionen aufgestoben sind...
(Kein Vorwurf natürlich, sieh es als ein Kompliment an, denn sonst wäre bei diesen Drabbles ja irgendetwas schief gelaufen)

Hoffentlich schaffe ich es diese Woche öfter dir gleich eine Review zu hinterlassen und nicht wieder alles so geballt, aber man wird sehen :)
Einen besinnlichen Rest-Advent,
Shieldmaiden

Antwort von Lady Sonea am 18.12.2016 | 21:43 Uhr
Schlimmer geht immer, fürchte ich.

Also ich will die beiden momentan eher schütteln. Auch Akkarin für seine verdrehten Ansichten, die nur in seinem Kopf Sinn ergeben. Allerdings habe ich das auch schon in einem viel größeren Ausmaß mitbekommen, weil ich dieses ganze Drama aus seiner Sicht geschrieben habe, und da kommt dann mit der Zeit ein wenig Unmut auf :D
Trotzdem bleibt es nachvollziehbar. Er hat Lorlen schlimme Dinge angetan und muss es weiterhin tun. Dass er es für ein höheres Wohl tut oder dass er ihm sein Geheimnis nie anvertrauen konnte, rückt dabei gänzlich in den Hintergrund. Vielleicht ist es für ihn sogar einfacher, sich durch Lorlens Augen zu sehen, weil er sich auf diese Weise verurteilen kann. Auf diese Weise kann er sich sagen, dass er zu dem Monster geworden ist, das er in Sachaka getötet hat.
Ich frage mich auch, wie viel Selbstbeherrschung dazu gehört, so kühl und distanziert aufzutreten. Vielleicht flüchtet er sich in diesen Zustand, um Begegnungen mit Lorlen oder anderen Magier ertragen zu können. Mit der Zeit wird das ein Teil von ihm geworden sein, aber gerade in so kritischen Situationen wie hier, ist es bemerkenswert, dass seine Fassade nicht bröckelt. (Und irgendwie fangirle ich ihn dafür gerade mehr als ich sollte <3)
Nein, das kann ich mir auch nicht vorstellen. Er öffnet sich zwar später Sonea, aber auch bei ihr wird er viel zurückhalten, weil er nicht darüber reden kann oder sie nicht erschrecken möchte. Einen Freund wie Lorlen wird er auch niemals wieder finden, er wird niemanden mehr genug dafür an sich heranlassen und das was ihn und Lorlen noch aus der Zeit vor Sachaka verbindet, kann auch niemand ersetzen.

Danke, dass dir die neusten Türchen so gut gefallen habe, wenn auch sie so emotional aufwühlend waren :) An dem heutigen habe ich sogar noch bis mittags gesessen, weil es mir heute morgen plötzlich nicht mehr gefallen hat. Das sollte mir bei den nächsten jedoch nicht mehr passieren.

So, jetzt habe ich es doch noch geschafft, auf alles zu antworten. Vielen Dank für deine Reviews und noch einen schönen Abend,
Lady Sonea
18.12.2016 | 18:28 Uhr
Immernoch ich,

Herzzerreißend trifft es nicht so ganz, eher "Herz-aus-der-Brust-reißen-darauf-herumtrampeln-und-dann-einen-langsamen-und-schmerzvollen-Tod-einleiten"
Das war doch mal ein schöner Neologismus, aber tatsächlch fehlt mir hierzu ein Wort, warum gibt es für diese wirklich wichtigen Dinge immer keine Worte?

Egal, also wie bereits gesagt ein furchtbares Türchen, dass aber in sich wieder schön geschrieben war (Ästhetik des Schrecklichen vielleicht?). Als ich gerade zum vorherigen Türchen schrieb, dass sich auch Lorlen verraten fühlt, dachte ich nicht an einen solchen Gefühlsausbruch, aber er passt, so schrecklich er auch ist und so falsch er auch rückblickend gewesen sein mag, in diesem Moment ist Lorlens Reaktion völlig nachvollziehbar - aber sie tut weh. Sehr - Ob Fangirl-Syndrome wohl ein Grund für eine Krankmeldung sind...?

Bis zum heutigen Türchen,
Shieldmaiden

Antwort von Lady Sonea am 18.12.2016 | 21:23 Uhr
Es stimmt, dafür sollte es ein Wort geben, besser hätte ich es nicht beschreiben können :)

Tut mir leid, dass dieses Türchen so furchtbar war, falls ich nächstes Jahr wieder einen Kalender schreibe, hat der irgendein schönes Thema ohne Drama und Tod (oder wenn Tod, dann mit Wiederbelebung^^) Lorlens Reaktion und seine Gedanken zu Akkarin zu lesen, tun mir auch jedes Mal in der Seele weh, weil sie so ungerechtfertigt sind, aber aus seiner Sicht eben nachvollziehbar. Hier ist das Ganze noch einmal auf die Spitze getrieben, weil Akkarin diese Freundschaft zerstört hat (was irgendwie paradox ist, weil aus Akkarins Sicht Lorlen diese gerade zerstört hat).
Ich fürchte nein, aber Fangirlen in der Uni oder im Büro machen den Tag erträglicher ;) *spricht da aus Erfahrung*

Liebe Grüße,
Lady Sonea
18.12.2016 | 18:20 Uhr
Und das nächste Drabble:

Eine Szene, die schon irgendwie ins Buch gehört hätte und die Überschrift summiert es eigentlich schon perfekt.
Akkarin fühlt sich hier betrogen und sein unermüdlilches Vertrauen in seinen Freund ist fort. Er wurde hintergangen und muss jetzt versuchen Schadensbegrenzuung zu betreiben, obwohl er das alles eigentlich zu vermeiden versucht hat. Er kann einem schon Leid tun, aber andererseits trifft das natürlich auch auf Lorlen zu.
Beide fühlen sich hintergangen und verraten - selbst die stärkste Freundschaft würde unter einer solchen Last wohl in die Brüche gehen und diejenige der beiden war ja seit Sachaka vorbelastet.
Was jetzt folgt ist ja nicht mehr wirklich das, was man sich so unter einer Freundschaft vorstellt, beide begegnen einander mit Misstrauen und die ganze Situation ist schon etwas unübersichtlich - trotzdem eine super Darstellung, die schwerste Anfälle von Fangirl-Gefühlen hervorruft :)

Bis zum nächsten Drabble,
Shieldmaiden

Antwort von Lady Sonea am 18.12.2016 | 21:17 Uhr
Einigen wir uns einfach darauf, dass sie beide zu bemitleiden sind :)

Akkarin hat gar nicht damit gerechnet, dass Lorlen bescheid weiß, weil er gar nicht auf diese Idee gekommen ist. Vielleicht hatte er anfangs Angst, Lorlen könnte etwas herausfinden, aber das wird sich mit der Zeit gelegt haben. Zudem ist Lorlen immer überarbeitet und man kann sein Verhalten leicht darauf schieben. Herauszufinden, dass Lorlen ihn schon seit Monaten hintergeht und das auf eine Weise, weswegen sie schon als Novizen gestritten haben und dann noch wegen etwas so Bedeutendem, muss schlimm sein.
So wirklich ist von Freundschaft jetzt nicht mehr die Rede, das stimmt. Allerdings scheint es auch so, als würden sie weiterhin daran festhalten, was sich am Ende dann ja auch zeigt.

Danke für das Lob und das mit dem Fangirlen kann ich sehr gut nachvollziehen ;)

Liebe Grüße,
Lady Sonea
18.12.2016 | 18:06 Uhr
Einen schönen Abend dir,
nach einigen Tagen ohne Zeit also heute wieder gesammelte Reviews meinerseits.

Zunächst zum 15. Drabble:
Diese Art von Szene habe ich tatsächlich irgendwo vermisst, es schien mir doch zu absurd, dass Lorlen in den Büchern plötzlich überzeugt zu sein scheint, dass sein bester Freund in Wahrheit ein kaltblütiger Mörder ist - es schien ja zeitweise fast so, als hätte er all die Jahre der Freundschaft aus dem Fenster geworfen und für nichtig erklärt, als er von Akkarins Geheimnis erfuhr - das war meiner Ansicht nach so vom Gefühl her nicht richtig.

Zu deiner letzten Frage: Ich meinte nur, dass Lorlen vielleicht verstanden hat, warum Akkarin ihm nichts von der schwarzen Magie erzählt hat, dass er zwar enttäuscht war und soch verraten gefühlt hat, aber dass er an irgendeinem Punkt vielleicht auch verstanden hat, dass sein Freund ihn nicht eingeweiht hat. Ich könnte mir auch vorstellen, dass Akkarin seinen Freund in gewisser Weise auch davor bewahren wollte sich zwischen seiner Freundschaft und seiner Pflicht zu entscheiden und vielleicht hat Lorlen das am Ende auch so verstanden. Ist allerdings nur eine recht weit hergeholte Theorie meinerseits :)

Bis zum nächsten Türchen,
Shieldmaiden

Antwort von Lady Sonea am 18.12.2016 | 21:04 Uhr
Hallo Shieldmaiden,

Uff, das wird ja dann ein ganzer Review-Marathon! Mal sehen, ob ich das heute noch alles schaffe. Ich freue mich auf jeden Fall, wieder von dir zu lesen! :)

Genau das Problem habe ich auch immer mit Lorlen. Daher war es mir wichtig, hier auch seine Zweifel einzubringen, denn so passt es auch besser zu seinem später oft ambivalenten Verhalten. Dass Canavan sich darüber nicht genug Gedanken gemacht hat, stört mich wirklich extrem.

Danke für deine Erklärung. Das ergibt für mich Sinn. Und gerade bei Akkarin, mit dem ich mich ja viel mehr beschäftigt habe, kann ich mir gut vorstellen, dass er Lorlen vor einer solchen Entscheidung bewahren wollte. Es würde zu ihm passen und könnte einer der Gründe gewesen sein, warum er es ihm nie erzählt hat, wenn auch ich glaube, dass andere Gründe schwerwiegender waren.

Liebe Grüße,
Lady Sonea
18.12.2016 | 13:49 Uhr
Wenn man die beiden erlebt blutet einem das Herz :`(
Sie sind beide zu sehr mit ihren eigenen Porblemen verstrickt, als dass sie auf den anderen achten und merken wie schlecht sich der andere fühlt und wie sehr er darunter leidet...
Akkarin hat natürlih noch die Schwierigkeit, dass er mitbekommt was Lorlen über ihn denkt und dass verletzt ihn Tag für Tag zu tiefst, zumal Lorlen wirklich der Überzeugung ist dass Akkarin der Mörder ist.
Wogegen Lorlen nur das hat was er beobachtet, über Akkarin herus gefunden hat und wie er sich ihm gegenüber verhält...
Lorlen ist natürlich auch bis ins tiefste verletzt, weil Akkarin ihn diesen Ring aufgezwungen hat, was in seinen Augen vermutlich ein kleines Schuldgeständnis ist...
Es ztut einem in der Seele whr dass diese alte Verbundenheit der beiden nicht mehr da ist, zusammen wäre es bestimmt leichter... für beide.
Leider wissen wir ja wie die Geschichte ausgeht, aber ich bin trotzdem gespannt was die beiden noch so machen, was in den Büchern nicht heraus kam.
LG
Sabrina Snape

Antwort von Lady Sonea am 18.12.2016 | 20:03 Uhr
Hallo liebe Sabrina,

So ergeht es mir auch die meiste Zeit, die Tragik ihrer Situation ist einfach nur herzzerreißend und leider nicht so leicht aufzulösen, weil sie abgesehen von ihren Positionen und Möglichkeiten nicht aus ihrer Haut können. Besonders Akkarin kann das nicht. Ich mag gar nicht darüber nachdenken, wie es sein muss, andauernd Lorlens Gedanken zu hören, wobei ich glaube, dass Akkarin diese häufig auch ausblendet und Lorlen nur glauben lässt, er würde ihn permanent beobachten. Aber das, was er sieht, wird ausreichen, um ihn zu verletzen und glauben zu lassen, dass Lorlen recht hat und er wirklich ein Monster ist.

Dann hoffe ich, dass dir die weiteren Enthüllungen gefallen. Zum morgigen Türchen gibt es wieder einen Zeitsprung, aber in den Outtakes kommt noch das eine oder andere weitere Drabble aus dieser Zeit.

Liebe Grüße,
Lady Sonea
16.12.2016 | 17:39 Uhr
Und wieder bin ich an dem Punkt dass ich Mitleid mit Akkarin habe...
Erst die Ablehnung von Lorlen und dann findet er auch noch heraus dass er ihm auch hinterher geschnüffelt hat...
Ein extremer Freundschaftsbruch...
Dass bringt ihn in eine missliche Lage, einerseits muss er darauf achten dass sein Geheimnis nicht gelüftet wird, da er natürlich auch nicht mehr weiß in wie weit er Lorlen noch vertrauen kann und dieser ihn vlt schützen würde, aber auch möchte er Lorlen auch nichts böses tun, weil sie ja immer noch Freunde sind...
Wir werden sehen wie es morgen weiter geht, was wir ja eigentlich schon wissen...
LG
Sabrina Snape

Antwort von Lady Sonea am 16.12.2016 | 21:03 Uhr
Hallo Sabrina,

Je mehr ich mich selbst mit der Situation der beiden beschäftige, desto mehr glaube ich, dass sie beide Mitleid verdient haben.
Für Akkarin ist das, was Lorlen hinter seinem Rücken getan hat, ein riesengroßer Vertrauensbruch. Nicht nur, dass Lorlen wie als Novize in seinen Angelegenheiten herumschnüffelt, sondern auch weil so viel auf dem Spiel steht. In der Szene, in der er später Lorlens Gedanken liest, bewundere ich ihn daher schon fast für seine Selbstbeherrschung, ich wäre an seiner Stelle vermutlich völlig ausgerastet. Nach einer solchen Aktion würde ich meinem Freund vermutlich nicht mehr vertrauen. Denn abgesehen davon, dass Lorlens Reaktion für die gesamte Gilde fatale Folgen haben kann, wäre sonst hier die Gelegenheit, die ganze Sache aufzuklären. Doch ich denke, nachdem Akkarin seine Gedanken gelesen hat, ist auch sein Vertrauen hinüber.

Der Lauf der Geschichte ist leider schon bekannt. Ich hoffe jedoch, dass die nächsten Türchen noch einige Einblicke in Akkarin und Lorlen geben, die die Bücher nicht liefern.

Liebe Grüße,
Lady Sonea
16.12.2016 | 12:33 Uhr
Hallo Lady Sonea,

so, jetzt finde ich wieder ein wenig Zeit, die letzten Türchen zu reviewen. :)

Zum elften: Das Wiedersehen! Die Szene ist ja schon sehr bekannt aus U1000sS, aber dennoch wieder sehr emotional, ich versuche mir jedes Mal vorzustellen, was das für ein Gefühl sein muss - für beide - sich nach so langer Zeit und all dem, was passiert ist, wiederzusehen. Sie waren beste Freunde und Akkarin wurde für tot geglaubt. Das muss ein riesen Schock für Lorlen gewesen sein und natürlich eine große Erleichterung und Freude, die verständlicherweise aber auch in Wut umschlägt, weil Akkarin hat nichts von sich hören lassen. Und über Akkarins Gefühle muss man wahrscheinlich gar nicht reden, wir wissen ja ungefähr, was in ihm vorsichgeht und können glaube ich seine Gefühle nur erahnen, das muss ja so krass emotional gewesen sein. Und Lorlens Gefühl hat sich ja leider bestätigt, dass er lange und eigentlich nie aus freien Stücken zu hören bekommt, was der Grund war. Akkarin erzählt seine Geschichte ja erst, als er keine Wahl mehr hat. :( Aber schön, jetzt sind sie wieder vereint, auch wenn nicht wie früher.. :)

Das zwölfte: Das zerbricht einem doch gleich wieder das Herz! Lorlen kennt Akkarin zu gut, um ihm seine "Story" zu glauben, er weiß, da steckt mehr dahinter, aber dennoch kann Akkarin es ihm nicht sagen, es zerbricht mir das Herz! Und ich frage mich wieder und wieder: war das die richtige Entscheidung? Hätte er Lorlen ins Vertrauen ziehen sollen, hätte Lorlen Verständnis gezeigt und ihn nicht verraten? So viele Fragen, aber es wird nie eine Antwort geben. :( Das macht mich echt immer ein wenig fertig, es hätte meiner Meinung nach in beide Richtungen gehen können, dass Lorlen ihm - sicher nach vielen Erklärungen und Entsetzten - glaubt und verzeiht und helfen will, oder, dass er ihm nicht glaubt, weil das alles ja doch ne krasse Geschichte ist und Akkarin ihm ja seine Gedanken wahrscheinlich nicht zeigen kann und er sehr pflichtbewusst ist und vielleicht denkt, Akkarin nicht mehr zu kennen. Diese Ungewissheit ist echt heftig, aber so ist das Leben manchmal nunmal. Aber diese Szene hat das wirklich schön und traurig thematisiert. Etwas, was in den Büchern ja immer unterschlagen wurde, obwohl es doch eine große zentrale Problematik ist. Daher danke dafür.

Zum 13.: Und jetzt ist es soweit, jetzt zerbricht die Freundschaft eigentlich völlig. Weil Lorlen von Akkarins Geheimnis erfährt, aber nicht von Akkarin, sondern aus den Gedanken einer ihm damals noch Fremden. Und jetzt hat er genug Zeit, aus den wenigen Infos, die er hat, aus Akkarins langer Abwesenheit und seinem danach so verändertem Verhalten, falsche Schlüsse zu ziehen. Natürlich ist er entsetzt. Und Akkarin kann nichts dagegen machen, das Übel nimmt seinen Lauf und mein Herz zerbricht ein weiteres Mal. :'(

Das 14.: Und weiter geht es mit der Qual, man, du machst es einem wirklich nicht einfach! Aber diese Szenen sind so so wichtig für die gesamte Story und deren Freundschaft. Aber es macht mich wirklich so traurig. Lorlen zieht sich zurück, Akkarin ist mehr denn je allein, er braucht seinen besten Freund, hat ihn aber nicht mehr. So leiden beide allein, nicht wissend, dass sie nicht mehr viel Zeit zusammen haben werden. :(

Und zum 15.: Und endlich sehen sie sich mal. Aber Lorlens Gefühle sind total verwirrt, was ich verstehe. Akkarin weiß ja noch nichts von Lorlens Mitwissen und sieht in ihm weiter seinen besten Freund und wir wissen ja auch, dass das ernst gemeint ist und er nicht "böse" ist. Aber Lorlen weiß das ja nicht. Er weiß von dem dunklen Geheimnis und hält es verständlicherweise für schlimm und natürlich bringt er Akkarin in Zusammenhang mit den Morden (was ja auch irgendwie stimmt, nur zieht er die falschen Schlüsse). Aber man sieht auch weiterhin, dass er seinen Freund noch nicht aufgegeben hat, er hofft weiterhin auf einen guten Grund für Akkarins Tat - den es ja auch gibt! Aber Akkarin hat ihm nie davon erzählt (was ich verstehe) und Lorlen anders davon erfahren und jetzt nimmt das Unheil seinen Lauf. :'(

Das 16.: Und jetzt ist es raus, Akkarin weiß bescheid, dass Lorlen bescheid weiß. Und er ist enttäuscht und sauer - total verständlich. Sein Freund hat ihn ja hintergangen, auch, wenn wir natürlich wissen, was Lorlens Beweggründe waren. Wirklich, man will hier ne Seite beziehen und sagen, einer hat es falsch gemacht und einer richtig, aber das kann man nicht. Das ist ne Situation, da waren beide glaube ich einfach machtlos. Akkarin hätte zu viel aufs Spiel gesetzt, wenn er Lorlen eingeweiht hätte und dann kommt es zufällig raus, aber nicht so, wie es sollte und beide haben Geheimnisse voreinander und hintergehen einander aufgrund dessen und so wird es immer schlimmer, ach, ich will einfach nur die Zeit zurückdrehen und ihre Freundschaft retten und will, dass beide zusammen als beste Freunde alt werden können! :( Und jetzt muss Akkarin Konsequenzen ziehen, ich freue mich schon riesig auf die nächsten Türchen, das wird sehr interessant (und weiterhin quälend für die Seele).

Vielen Dank für diese tollen Drabbles, wie du siehst, leide ich ordentlich mit, aber genießen tue ich sie trotzdem. Die Freundschaft der beiden ist so unterbewertet, ich finde, sie sollte viel mehr Aufmerksamkeit bekommen und die gibst du ihr, daher danke! Man liest viel zu selten von tollen engen Freundschaften in Büchern und die beiden hatten so viel Potenzial, was in den Büchern nicht ausgeschöpft wurde, aber bei dir bekommt man es, was mich sehr freut. So eine tolle, von Unglück heimgesuchte, Freundschaft, das ist echt schön (und traurig!) zu lesen. <3

Viele liebe Grüße und ein schönes Wochenende! :)
Lady Alanna

Antwort von Lady Sonea am 16.12.2016 | 17:10 Uhr
Hallo Lady Alanna,

Danke, das ist toll <3

Nr. 11: Diese Szene kam in U1000sS aus Akkarins Sicht und auch sehr viel ausführlicher. Für jemanden, der so gerne schwafelt wie ich, sind 100 Wörter immer echt hart. Wenn die Szene in ähnlicher Form in der Schwarze-Sonnen-Trilogie auftaucht (weil es ja alles Headcanon ist), versuche ich die Perspektive zu wechseln, sofern das aus dramaturgischen Gründen Sinn macht. Und ich denke, gerade hier ist Lorlens Perspektive auch sehr interessant. Ich denke auch, dass Lorlens anfängliche Erleichterung in Zorn umschlägt. Er hat Akkarin für tot gehalten, wie sehr muss er sich auf den Arm genommen fühlen! Für Lorlen muss das wirklich schlimm sein, seinen Freund so mitgenommen zu sehen und keine Erklärung geliefert zu bekommen, die seine Fragen beantwortet. Das ist traurig, aber natürlich kommt Lorlen auch nicht darauf, dass es um schwarze Magie und traumatische Erlebnisse in Sachaka geht. Er denkt als Heiler allenfalls an eine Tragödie oder eine seelische Erkrankung und da weiß er aus Berufserfahrung, dass es kontraproduktiv ist, den Betroffenen zu bedrängen. Und mit der Zeit wird ihm dann wohl auch klar, das es nie mehr so wird wie früher.

Nr. 12: Zu dem Thema, was Lorlen vermuten könnte oder was Akkarin zumindest versucht, ihn glauben zu lassen, habe ich jetzt schon zu Türchen 11 etwas geschrieben. Auf deine Fragen weiß ich leider auch keine Antwort, obwohl mich dieses Thema schon lange beschäftigt. Ich sehe einfach nicht, wo einer von beiden aus seiner Haut gekonnt hätte, dass es anders gelaufen wäre. Hätte Akkarin seine Scham überwinden und seine Gedanken mit Lorlen teilen können, dann hätte er ihm vermutlich sofort geglaubt und ihn nicht verurteilt. Aber diese Möglichkeit verbietet sich von selbst, weil Lorlen dann möglicherweise das Geheimnis schwarzer Magie lernt. Daher sehe ich keinen Weg, wie es anders hätte laufen können, ohne dass es in irgendeiner Weise nach hinten losgeht oder die Charaktere aufhören, sich selbst treu zu sein.

Nr. 13: So eine entsetzliche Wahrheit über den besten Freund von einer völlig fremden Person zu erfahren, ist sehr schmerzhaft. Normalerweise würde man solche Informationen zunächst anzweifeln, aber hier kann es keinen Zweifel geben, weil Lorlen es in Soneas Gedanken sieht. Und natürlich glaubt er jetzt zu wissen, warum Akkarin nicht mit ihm über die fünf Jahre reden wollte und fühlt sich hintergangen. Aus dieser Perspektive kann ich verstehen, warum er glaubt, Akkarin gar nicht zu kennen. Es ist nur meiner Meinung nach unlogisch, dass er das alles nicht zu hinterfragen beginnt, nachdem der erste Schock vergangen ist. Er hat ja mitbekommen, wie sehr Akkarin bei seiner Rückkehr am Ende war. Zudem würde sich ein echter Bösewicht anders verhalten, als Akkarin das tut. Um dem Ganzen eine gewisse Logik zu geben, muss Lorlen an irgendeiner Stelle das alles hinterfragen, zugleich aber auch spießig genug sein, um Akkarin dennoch zu verurteilen, weil er mit finsteren Mächten spielt.

Nr. 14: Das ist so ein Thema, von dem man in den Büchern überhaupt nichts mitbekommt, das ich mir anders jedoch nicht vorstellen kann. Akkarin weiß nicht, dass Lorlen sein Geheimnis kennt, kommt wahrscheinlich nicht einmal auf diese Idee. Seine Gedanken drehen sich eher um seine Aufgaben als Hoher Lord, die ihn von der Gilde wegführen und seine nächtliche Jagd. Er bekommt nur mit, dass sich sein Freund zurückzieht. Und so gestresst wie Lorlen immer ist, gibt er der Arbeit die Schuld, sieht sich dem jedoch auch weitgehend hilflos gegenüber, da er keinen Zugang zu Lorlen findet (so wie dieser bei Akkarins Rückkehr zu ihm). Je mehr ich mich mit diesem ganzen Thema beschäftige, desto mehr bewundere ich die Tragödie, die Canavan da geschaffen hat, wenn auch ich ihr Lorlens schlampige Umsetzung nicht verzeihen kann. Doch in dieser ganzen Geschichte steckt so viel Tragik, dass es mich einfach nur traurig macht.

Nr. 15: Diese Verwirrung war im Buch überhaupt nicht ersichtlich. Eben weil Canavan Lorlen nicht hinterfragen lässt. Dabei würde das jeder tun, der sich schon seit Monaten mit dieser Frage beschäftigt. An Lorlens Stelle fände ich es jedoch auch naheliegend, zu denken, dass Akkarin etwas mit den Morden zu tun hat und sich vielleicht an diesen Leuten stärkt. Vielleicht ist das der Punkt, an dem er Akkarin für böser hält, als bevor er von den Morden erfuhr. Er hat gar keine Chance, die wahren Gründe herauszufinden und so wirkt es, als ginge es nur um Macht, was wiederum nicht zu Akkarins übrigem Verhalten passt. Hier ist Lorlen im Buch zu eindimensional entwickelt, was wirklich schade ist. Daher braucht es solche Drabbles, um auch diese Seite darzustellen, damit es schlüssig wird.

Nr. 16: Was jetzt folgt, kennen wir alle aus den Büchern und doch liebe ich diese Stelle, weil sie so intensiv ist. Diese Stelle kommt auch (weil es ja Headcanon ist) in aller Ausführlichkeit in „Schwärzer als die Nacht“ und ihr folgen mehrere Kapitel, die ich beim Schreiben und Überarbeiten als wahnsinnig intensiv empfunden habe. Daher möchte ich an dieser Stelle auch nicht weiter darauf eingehen. Aber auch hier wird die Tragik der ganzen Situation wieder einmal sehr deutlich.

Mit den Freundschaften geht es dir wie mir und gerade hier wurde das Potential nicht einmal annähernd ausgeschöpft. Oder es wird gleich eine Liebesgeschichte draus gemacht, wo eine Bromance doch auch so wundervoll ist. Das meint jetzt nicht Dannyl, er und Tayend sind perfekt, wie sie sind. Das ist eher so ein Thema, was mich massiv an Fanfictions stört, dass eine Männerfreundschaft immer gleich verslasht werden muss.

Vielen Dank für dieses wundervolle Review. Ich finde es toll, dass du so viel Freude an dem Kalender hast, auch wenn du leidest. Aber es ist ja nicht so, als wäre das etwas Neues :P


Liebe Grüße,
Lady Sonea
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