Autor: Tatjana
Review 1 bis 1 (von 1 insgesamt):
02.07.2017 | 18:43 Uhr
zu Kapitel 1
Hallo Tatjana,

schade dass bisher niemand ein Review geschrieben hat! Dabei sind deine Kurzgeschichten alles andere als schlecht (das darfst du dir nicht einreden, nur weil sie bisher niemand kommentiert hat ;)).
Und wie versprochen bekommst du natürlich ein Review von mir, wenn ich mich schon von diesem Text inspirieren lasse.

01. Die erste Geschichte fand ich gut geschrieben, leider lieferte sie mir nicht so viel Neues in Bezug auf das Fandom. Diese Gedankengänge kommen mir in ähnlicher Form aus dem Manga bekannt vor. Es wäre toll gewesen, noch ein bisschen mehr Einsicht in Yuui zu erhalten oder ein bisschen mehr aktive Handlung (also nicht nur Hochschauen udn Nachdenken) in der Geschichte unterzubringen. Aber zum Titel von Reamonn passt es natürlich sehr gut.

02. Auch diese Kurzgeschichte passt sehr gut zum Song, immerhin gibt es schon wieder unschuldige Opfer und Fye fühlt sich schon wieder machtlos. Die Machtlosigkeit und Fyes Drang aufzubegehren, den er aus Respekt vor dem König unterdrückt, kommen gut zur Geltung, das hast du gut eingefangen. Das Ende verstehe ich aber nicht so ganz – also warum Ashura-ou diesen Vorschlag macht, auch wenn er ihn nicht ernst meint. Wir wissen ja, dass Ashura-ou eigentlich das Biest ist, daher verwundert mich das. Ich würde mich freuen, wenn du deine Intention dahinter noch mal kurz erklären könntest :)

03. Eine traurige Kurzgeschichte mit meinem Lieblingspairing KuroFai, die mich berührt hat. Na ja, Pairing ist ja nicht ganz richtig, aber offenbar empfinden beide dasselbe, versagen es sich aber aus verschiedenen Gründen. Auch wenn Kurogane einen Schritt auf Fye zugeht, weißt ihn der Magier ab und entschuldigt sich sogar. Ich würde Fye am liebsten sagen, dass er die falsche Entscheidung getroffen hat und einfach auch einen Schritt auf Kurogane zugehen sollte, aber das ist ja nicht möglich. Im zweiten Satz bin ich ob der Konstruktion ein bisschen gestolpert, aber eigentlich ist er richtig aufgebaut. Vielleicht könntest du dort noch einmal in einer Nachbearbeitung etwas umstellen oder den Satz teilen, damit er klarer wird.

04. Ich gehe mal davon aus, dass dies in einem alternativen Universum bzw. einer alternativen Dimension spielt? Immerhin scheint der "echte" Fye ja normale Eltern und einen normalen Bruder zu haben, die in einer nichtmagischen Welt leben. Und der "unechte" Fye ist aus einer fremden Dimension gekommen und der eigentliche Fye aus Tsubasa? So interpretiere ich das zumindest. Deine Beschreibung des Liedes hat mir sehr gut gefallen und die Metapher mit den Vögeln ... Eine schöne Parallele zu Lugia. Gut finde ich, dass auch in dieser Dimension Fye seinen Bruder verloren hat, auch wenn seine Eltern noch zu leben scheinen. Es ist ihnen wohl einfach nicht vergönnt, zu leben, während der andere überlebt ...

05. Bisher mein Liebling. Ich liebe es – ganz abgesehen von Fye – wenn Vampire mit sich hadern, das hat mir auch im Originalmanga schon gefallen und ich schreibe auch selbst gern so etwas (oder lese es in anderen Romanen). Du hast Fyes Gewissensbisse und seine Abneigung dagegen, dass jemand sein Leben rettet, sehr gut dargestellt. Die Geschichte ist stilistisch bisher die beste, wie ich finde, und ich hätte am liebsten weitergelesen :) Toll gemacht!

06. Auch eine wunderbare Geschichte. Ich denke auch, dass Fye im Original eine große Zuneigung zu Sakura empfindet, auch wenn sie sicherlich eher freundschaftlicher Natur ist. Aber er ist es ja auch, den sie nach der Abreise aus Tokyo noch an sich heran lässt. Vielleicht weil sie beide Geheimniskrämer sind. Vielleicht weil sei beide ein schlimmes Schicksal erwartet und Sakura ihr Möglichstes tun will, um zu verhindern, dass Fye noch unglücklicher wird. Ich denke, diese Zuneigung basiert auf Gegenseitigkeit. Und genau das zeigst du auch in deiner Kurzgeschichte. Eine wirklich rührende kleine Geschichte, die du wunderbar geschrieben hast. Gefällt mir sehr gut!

07. Eine mitreißende Geschichte, auch wenn ich Tomoyos Worten sofort geglaubt habe (liegt einfach an ihrem Charakter im Original) und daher für mich klar war, dass Kurogane überleben würde. Dennoch konnte ich mit Fye mitfühlen und habe mir gewünscht, dass alles gut wird. Ich kann nachvollziehen, wie schwer es gewesen sein muss, Kuroganes Hand loszulassen und dann zu warten, ohne etwas tun zu können. Und es zeigt wieder einmal, wie viel Kurogane Fye bedeutet, auch wenn er es nicht zugeben will.

08. Die Fortsetzung von der siebten Geschichte, nicht wahr? Fyes Gedankengänge hast du toll geschildert, ich finde, du hast ihn auch gut getroffen. Ich wünsche ihm, dass er Kuroganes Nähe und seine Fürsorge annehmen und erwidern kann. Der Ninja strampelt sich echt ganz schön ab, aber es hat erst dieses Ereignis gebraucht, um diese Erkenntnis in Fye keimen zu lassen. Eine schöne Geschichte, auch wenn mir die davor ein winziges Bisschen besser gefallen hat. Aber die Daumen gedrückt habe ich trotzdem für die beiden :)

09. Ja, diese uralte Frage ... der Glaube an Gott ... und warum er nicht hilft, wenn man ihn braucht. Sicherlich hat Yuui/Fye sich tausende Male gefragt, warum ihm und seinem Bruder nicht geholfen wird, was sie verbrochen haben, warum sie all das erleiden müssen, wenn es doch einen allmächtigen Gott gibt, der die Macht hätte, all das zu ändern. In der Geschichte finde ich Fye ein bisschen zu aufbrausend, aber Kurogane hast du sehr gut getroffen. Das Lächeln am Ende finde ich schön gewählt als Abschluss, immerhin ist Kurogane ja meistens mürrisch. Ich denke, wen Fye ruhiger gewesen wäre in der Situation, ein bisschen ernster und in sich gekehrter (immerhin lässt er den schlimmsten Teil seiner Vergangenheit gerade Revue passieren in seinem Kopf), dann hätte ich ihn mehr IC empfunden. Alles in allem aber eine gute Geschichte.

10. Bei dieser Geschichte hab ich so meine Probleme. Auch wenn ich Kurogane mit seinem Spott gut getroffen finde, glaube ich nicht, dass Fye ihm a.) einfach erzählen würde, dass er verliebt ist in jemanden und b.) dass Kurogane sagen würde "schon wieder" ... zumindest in den Originalwerken gab es keine Situation, in der Fye mal in jemandem verliebt gewesen wäre. Er hat seine Scherze getrieben und die Wahrheit verbogen, er hat offensichtlich eine Zuneigung zu Sakura (die Frage von Kurogane finde ich übrigens berechtigt :D), aber ansonsten hat er sich ja eher aus allen Gefühlssachen rausgehalten. Dass Kurogane auf diesem Auge blind ist, finde ich passend, aber Eifersucht und die Eingangsfrage möchten in meinen Augen nicht ganz zu ihm passen. Auch Fyes Art ... ich weiß nicht so recht. So süß ich den Kuss am Ende finde, dieses "das weißt du" kann ich irgendwie nicht fühlen. Vielleicht ist das alles einfach der Kürze der Zeit geschuldet und könnte sich in einem längeren Werk besser und weit mehr IC entfalten. Zumindest kann ich mir das vorstellen :) Ansonsten hätte ich Fye Kurogane necken lassen, ohne dass dieser mitbekommt, wie ernst es dem Magier ist. Ich glaube, das würde ziemlich gut funktionieren. Nichtsdestotrotz ein süßer Text :)

Hat jedenfalls Spaß gemacht, die Geschichten zu lesen! Danke sehr fürs Onlinestellen ^_^
Und jetzt taucht ich noch mal kurz ab und gleich bei Iktsuarpok noch mal auf :D (in der Hoffnung, dass dich dieses Review nicht abgeschreckt hat)

LG
minokami