Autor: RamonaXX
Reviews 1 bis 7 (von 7 insgesamt):
15.09.2017 | 17:49 Uhr
zu Kapitel 1
Hallo meine liebe Ramona!

Nachdem ich irgendwie schon lange nichts mehr von dir zu lesen bekommen hab und ich mich auch noch bis übermorgen gedulden muss (hah der 17.!) hab ich heut mal wieder in deinen älteren Sachen gestöbert und puhhhhh das war heftig.

Esrtmal Hut ab, das war extrem emotional und wirklich sehr sehr eindringlich geschrieben, dazu erstklassig gereimt und es dringt einem bis in Mark und Knochen. Die Dinge, die das Kind (hab am Ende ordentlich geschluckt) da aufzählt sind so wahr. Triumph??? Solche Bilder, unschuldige totote Frauen und Kinder gehen nie verloren in der eigenen Seele und brennen dort für immer und ewig, egal, wie gern man sich davon lossagen will. Fand es sehr gut, dass du hier die andere Seite des Vietnamkrieges beleuchtest und wie ... hab Gänsehaut.

So wahr, leider und dazu sehr tiefgründig und nachdenklich.
Das ist mehr als nur einen Stern wert, leider ....

Vielen dank fürs Teilen!
Ganz ganz liebe Grüße Susann

PS Hoffe, du bist gut in deiner Ausbildung angekommen und findest dich ein, hab schon dich gedacht. Wünsch dir ganz viel Glück!!!

Antwort von RamonaXX am 16.09.2017 | 09:13:06 Uhr
Guten Morgen liebe Susann,

hui, da hast Du dir aber auch einen echten Brocken rausgesucht! Inzwischen habe ich so häufig das Feedback bekommen, dass meine Texte (und gerade die Kriegsgedicht) sehr intensiv sind, dass ich die selber ganz anders wahrnehme. Ich will mit meinen Worten niemanden verletzten oder verstören. Auch bin ich nicht darauf fixiert die Wahrheit um jeden Preis zu erzählen. Ich will Stimme der Opfer sein. Und "Opfer" im Krieg sind alle die drin "mitspielen" - ob nun freiwillig oder nicht.

Aber wahrscheinlich ist es genau das, was die Texte so intensiv werden lässt(?) Sie bewegen sich alle auf der Emotionalen Achse. Insofern kann ich voll und ganz verstehen, dass Du das Gedicht als heftig empfunden hast, gerade mit dem Schluss. Der kleine Twist, dass die vorherige Erzählung auf eine Kind zu projizieren, bzw. die Verbindung herzustellen, dass es die ganze Zeit über ein Kind war, das gesprochen hat, war mir besonders wichtig. Ich weiß, da kriegt man einen Kloß im Hals. Andersherum wollte ich halt auch zeigen, was das Elend der Soldaten bedeutet. >>Wir alle haben geweint, es ist das, was uns in diesem Krieg eint<<

Ich freu mich, dass Du den Mut gefunden hast, diese Text anzugehen.
Lieben Dank für dein tolles Feedback! Du bist die Beste! :-)
Deine Ramona
22.12.2016 | 15:37 Uhr
zu Kapitel 1
Hei Ramona,

ein sehr bewegendes Gedicht - gut geschrieben, tiefsinnig.
Ich finde es gut gewählt, dass du aus der Sicht eines Kindes geschrieben hast, da diese oft den besten Blick auf die Dinge haben. Sie können die Sachen einfach, klar und ehrlich ausdrücken - ohne zu werten. Einfach die Tatsachen aufzeigen, so wie sie sind; beschreiben was sie sehen, erleben, fühlen, die schonungslose Wahrheit, die Erwachsene oft vertuschen - oder nicht wahrhaben - wollen. Und deren Sinn hinterfragen.

"Wir alle sind Opfer in diesem Krieg,
für niemanden gibt es hier einen Sieg."
Das ist meine Lieblingsstelle, da sie wohl den Kern des ganzen trifft. In einem Krieg wird nie jemand als Sieger herausgehen - das gab es in der Vergangenheit nicht und das wird es auch nicht in Zukunft geben.

Ich mache hier einen Punkt. Und kann nur noch mal sagen, dass ich das Gedicht gut geschrieben finde.

Beste Grüße
Floki

Antwort von RamonaXX am 25.12.2016 | 12:43:27 Uhr
Hallo Floki,

jetzt bin ich ja echt mal begeistert! Ein so analytisches Review bekommt man nicht alle Tage!! Das weiß ich wirklich sehr zu schätzen und freu mich auch tierisch darüber, dass Du so ausführlich und genau deine persönliche Meinung geäußert hast. (Oft bekommt man als Autor von seinen Leser nur ein "Danke, war super toll. Schreib weiter.") Schön das es hier noch Menschen wie dich gibt, die sich Gedanken um die Texte und ihre Wirkung machen.
Aus der Sicht eines Kindes zu schreiben habe ich aus genau den Gründen gewählt, die Du so explizit aufgeführt hast. Und deswegen kommt die Auflösung DAS es ein Kind ist auch erst ganz zum Schluss. Es gibt dem ganzen Gedicht eine intensivere Wirkung. Was deine Lieblingsstelle betrifft (vielen Dank für die Erwähnung!), so gefällt mir die nachfolgende Zeile noch etwas besser. >>Wir alle haben geweint, es ist das was uns in diesem Krieg eint<< Zivilisten in Kriegsgebieten beweinen ihre Familienangehörigen und Soldaten beweinen ihre Kameraden. Da kommt - finde ich - noch deutlicher heraus, dass es keinen Sieger gibt...

Nochmals danke für deine Review.
Ich werde mich bei Gelegenheit revanchieren.

Viele Grüße
Ramona
08.08.2016 | 12:21 Uhr
zu Kapitel 1
Liebe Ramona,

das ist ein unglaublich aussagekräftiges Gedicht und regt einem wirklich zum Nachdenken an.
Anfangs dachte ich, es würde aus der Sicht eines Soldaten sein, doch als am Ende herauskam, dass es ein siebenjähriges Kind ist, war ich doch sehr erschrocken.
Man schiebt das alles immer weg von sich, den Krieg, die Toten.

Auch die Form des Gedichts hat mir sehr gefallen. Es ließ sich flüssig lesen und dem Rhythmus innerhalb der Strophen bist du treu geblieben.

Ein wirklich trauriges und trotzdem schönes Gedicht!

Liebe Grüße
Maria

Antwort von RamonaXX am 08.08.2016 | 19:21:06 Uhr
Hallo Maria,

schön wieder von dir zu lesen. Das freut mich sehr und fürs Review möchte ich mich natürlich auch bedanken. Schön, dass es bei dir so einen starken Eindruck hinterlassen hat, auch wenn das Thema so bitter ernst ist. Was die erzählende Person angeht, so hab ich das am Anfang bewusst neutral gestaltete, bzw. verschleiert. Ich gebe allerdings zu, das das Gedicht durch die letzte Strophe einen sehr tragischen Beigeschmack bekommt. Ohne diese letzten Zeilen würde es aber auch nur hab so erschütternd wirken....

Viele Grüße
Ramona
02.08.2016 | 22:22 Uhr
zu Kapitel 1
Wow, da gibt es nicht viel zu sagen.
Sehr bewegend, sehr ehrlich.
Es regt wirklich zum nachdenken an.
Hut ab.

LG,
Michelle.

Antwort von RamonaXX am 03.08.2016 | 08:51:14 Uhr
Hallo Michelle,

wie unglaublich schön wieder was von dir zu hören.
Es freut mit echt total wieder ein Review von dir zu kriegen.
Auch wenn der inhaltliche Anlass etwas bedrückend ist...
In jedem Fall danke ich dir für dein Lob!

bis bald
Ramona
01.08.2016 | 16:20 Uhr
zu Kapitel 1
Hallo Ramona,

erst sieben Jahre alt und schon so viel Leid gesehen, bevor sich auch seine Augen für immer schließen. :-(
Ein trauriges, nachdenklich machendes Gedicht.
Gerade in dieser Zeit, wo so viele sinnlose Kriege, wie in München, Nizza ... überall auf der Welt passieren, geht es einem unter die Haut. :-(
Du hast es gut in Reime verpackt.

Liebe Grüße
John´s Chaya

Antwort von RamonaXX am 02.08.2016 | 20:02:40 Uhr
Hallo John´s Chaya,

vielen Dank für dein Review.
Ja, es stimmt die Auflösung in der letzten Strophe hat es in sich.
Aber das war so beabsichtigt. Ich hab auch nicht umsonst P18 gewählt.
Ich selbst hatte eigentlich immer das Gefühl, dass ich nicht so das Händchen für reimen habe.
Zugegeben mit Kreuzreimen und so weiter - das ist auch nichts für mich.
Aber Geschichten in Gedichten erzählen, dass kann offensichtlich ganz gut...

Viele Grüße
Ramona
01.08.2016 | 11:52 Uhr
zu Kapitel 1
Wow, wirklich, irgendwie wundervoll. Ich weiß, ich sollte das nicht sagen, angesichts dieses Themas, aber das Gedicht an sich war wirklich gut. Und es stimmt, es kann wirklich niemand verstehen, wie diese Leute sich fühlen, und auch wenn das extrem egoistisch ist, ich bin irgendwie auch froh darüber ... und trotz meiner Unfähigkeit zu verstehen, wie die ganzen Opfer des Krieges sich fühlen, muss ich doch sagen, dass dein Gedicht mir zumindest ein wenig die Situation "verdeutlicht" hat, wenn man so will, und ich mich wirklich gut in das Kind, oder die Situation im allgemeinen, hineinversetzen konnte.
Ich glaube am meisten mag ich an dem Gedicht diese Verdeutlichung davon, dass ein Krieg nicht gewonnen werden kann. Egal wie es ausgeht, im Endeffekt ist es doch immer ein Verlust und eine Niederlage.
Und auch auf die Gefahr hin, dass das jetzt wieder so etwas ist, das man eigentlich nicht sagen sollte: Das Gedicht hat mir wirklich unglaublich gut gefallen, gerade/trotz des sehr ernsten Themas.
Liebe Grüße und bis irgendwann,
Riri

Antwort von RamonaXX am 02.08.2016 | 20:13:17 Uhr
Hallo Riri,

tja, ich bin noch nicht verschwunden. Irgendwo tief in mir schlummern auch wieder Idee zu House und Cameron... Mal sehen wann der Wecker dieser "schlafenden Hunde" klingt. Eventuell wieder zu Weihnachten mal sehen... Aber hier loss ja eigentlich um meine Gedicht gehen. Also zurück zum Thema. Ich kann verstehen, dass das Gedicht einen in gewisser Weise zerreißt. Und so kann auch ich nicht anderes als positive Worte für etwas so schreckliches zu benutzen. Ich "freut" mich total, dass Du dir Wirkung der Zeilen auf dich so ausführlich wiedergegeben hast. Ich hätte echt nicht erwartete, dass es so "gut" ankommt. Auch das die Kernaussage klar und deutlich durch den Text hindurchscheint, macht mit "glücklich". Ich habe mich mal kurz Kriegsverbrechen (speziell in Vietnam) beschäftigt. Der kurz Einblick war intensiv genug, um dieses Gedicht zu schreiben. Die Auseinandersetzung mit dem Thema hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass es einen Standpunkt gibt, von dem Zivilisten und Soldaten im Krieg gleichermaßen leiden... Genua das, steckt in diesem Gedicht. Ich danke dir noch mal für deinen vielen, offenen Zeilen.

Herzliche Grüße und bis bald
Ramona
01.08.2016 | 11:36 Uhr
zu Kapitel 1
Liebe Ramona!
Du hast ein Faible für den Vietnamkrieg ;)
Ich kann nicht sagen, dass mir dieses gereimte Gedicht "gefiel",
denn es zeigte eine der schmutzigsten Seiten des Krieges.
Aber ich gebe dem Gedicht ein Sternchen.

Du fragst nach dem Grund des Hasses - auf beiden Seiten.
Zuerst indoktriniert und staatlich verordnet,
dann angefeuert durch den Verlust der Kameraden, die in solch Extremsituationen Familie sind.
Und ein Teil ist einfach Angst,
auf alles zu schießen, was sich bewegt, nur um vielleicht selbst nicht getroffen zu werden.

Der Vietnamkrieg ist vorbei, aber Krieg gibt es überall auf der Welt immer noch,
und vielleicht ist er schon in Europa angekommen, ohne dass wir es wissen...
Liebe Grüße.
R ✎

Antwort von RamonaXX am 02.08.2016 | 20:23:40 Uhr
Hallo Net Sparrow,

ich? Ein Faible für Vietnam?
....Niiiiieeemals. :D
Ja, es stimmt. Es ist ein Thema, dass mich nicht los lässt.
Campohermoso ist das auch schon aufgefallen und er hat danach gefragt.
Wenn's dich interessiert, schreib ich dir dazu auch noch mal ne PN.
Da ist ehe noch was, dass ich dich fragen wollte...

Ansonsten bedanke ich mich natürlich recht herzlich für das Sternchen!
Es its genau so, wie Du es schreibst.
Wir war es ein ernsten Anliegen BEIDE Seiten zu zeigen und zu "erfühlen".
Offensichtlich ist mir das geglückt.

Mit der Aussage, "der Vietnamkrieg sei seit fast 50 Jahren vorbei" habe ich gelernt vorsichtig zu sein.
Ich habe mittlerweile von zu vielen Menschen gehört, die diesen Krieg immer noch erleben, jede Nacht wenn sie sich schlafen legen.
Stichwort: Posttraumatische Belastungsstörung. (Auch dazu habe ich gerade eine Text in Arbeit...)

Danke für dein Feedback und bis zum nächsten Mal
Ramona