Autor: RamonaXX
Reviews 1 bis 3 (von 3 insgesamt):
21.07.2016 | 21:00 Uhr
zu Kapitel 1
Liebe Ramona!
Der letzte Soldat war wohl nicht nur körperlich knochentief erschöpft sondern auch mental.
Du hast sehr gut reflektiert, was das Soldatensein für die Seele mit sich bringt.
Und dass es auch daheim die gibt, die vor Angst vergehen müssen.

Das war ein sehr interessanter Text in einer Poesie-Version.
Die sich wiederholenden Zeilen mit dem müden Krieger fand ich stilistisch sehr gut.
Liebe Grüße.
R ☆

Antwort von RamonaXX am 22.07.2016 | 20:43:40 Uhr
Guten Abend Net Sparrow,

mensch Du schreibst so schnell Review, da komm ich gar nicht mit antworten hinterher... :(
Aber auch hier möchte ich dir natürlich meinen Dank ausdrücken, dass Du einen Kommentar hinterlassen hast.
Vielen Dank auch für die Offenlegung deiner Meinung.
Ist immer schön ein Lob zu bekommen, aber noch schöner ist es wenn die Leser sagen was ihnen so gut gefallen hat.

Viele Grüße
Ramona
11.06.2016 | 13:41 Uhr
zu Kapitel 1
Hey, und hiermit hörst du auch mal wieder von mir :)
Und Gedichte sind zwar noch immer nicht meine Lieblingsschriftstücke, aber ich denke ich könnte mich sogar daran gewöhnen, öfter welche zu lesen, wenn sie denn alle so wie deine wären.
Es hat mir auf jeden Fall unglaublich gut gefallen, wie du in diesem Gedicht die Geschichte erzählt hast, und es steckte auch so viel Wahrheit dahinter, und die Gefühle und Gedanken konntest du wirklich einwandfrei vermitteln. Ich kenne ja viel Gutes von dir, aber ich bin fast gewillt zu behaupten, dass das hier bis jetzt das Beste war. Nur ein ganz klein wenig besser als der Rest zwar, aber dennoch besser. Und am Ende kamen mir echt die Tränen. Ich weiß nicht mal warum, und ich bin auch nicht wirklich der Mensch der oft weint, aber beim letzten Satz bin ich einfach in Tränen ausgebrochen.
Und irgendwie finde ich gerade keine weiteren Worte, darum belasse ich es nun einfach dabei.
Alles Gute und Grüße,
Riri

PS: Ich spiele aber kurz noch Fehlerteufelchen. Und zwar denke ich, dass in Zeile zwei bei "und doch fang ich manchmal zu weinen." zwischen "manchmal" und "zu" ein "an" fehlt. Kann das sein? Oder war das Absicht?

Antwort von RamonaXX am 12.06.2016 | 20:31:03 Uhr
Liebe Riri,

jetzt bin ich wirklich mal platt. Und weiß selbst nicht so recht was ich auf so eine Review antworten soll. Vielleicht sollte ich dir als ersten einen ganz, ganz feste Umarmung schenken, damit Du wieder aufhörst zu weinen. *Ramona drückt Riri in Gedanken gaaaanz fest* Und dann muss ich dir sagen, dass es mich unheimlich freut wieder von dir zu hören!! Schön das sich unser Kontakt so konstant hält. Von sich zu behaupten, dass man Stammleser hat, ist wirklich etwas besonderes.
Und dann kommt - wie sollte es auch anders sein - schon der Dank für das unfassbar große Lob. >>Nur ein ganz klein wenig besser als der Rest zwar, aber dennoch besser.<< Mir war es zu erst nicht so klar, aber Du hast wahrscheinlich recht. Es ist wirklich verdammt gut und authentisch geworden. Beängstigend authentisch, wie es meine Mutter betitelt hat. (Die hat mir den Beta gemacht.) Und natürlich auch der andere Satz hat mir sehr geschmeichelt. >>...wenn sie denn alle so wie deine wären.<< Das Du mein Werk auf so eine höhe Stufe stellt ehrt mich sehr.

Ich freu mich darauf (vielleicht) bald wieder einen deiner tollen Briefe zu lesen!?
Liebe Grüße
Ramona

P.S. Fehlerteufel würde ich dich nicht nennen, ehr Fehlerfee. :) Ich danke dir für deinen scharfsinnigen Blick. Da ist mir tatsächlich ein Mini-Wörtchen durch die Lappen gegangen. War genau die Zeile, die ich "noch mal eben schnell" umgeschrieben habe. Selbstverständlich ist der Fehler nun berichtigt. ;)
11.06.2016 | 10:49 Uhr
zu Kapitel 1
Liebe Ramona,

das ist ein sehr tiefgründiges, nachdenklich machendes Gedicht.
Ich habe nie verstanden, warum man Kriege führt, Menschen dafür tötet, nur um seinen Willen durchzusetzen, Macht zu demonstrieren.
Krieg ist etwas sehr grausames, bei dem viel zu viele unschuldige Menschen ihr Leben verlieren. Dazu ist er absolut unnütz.
Reines Machtgehabe irgendwelcher Schreibtischhengste, die im warmen und trockenen sitzen und andere für sich kämpfen lassen.
So viele, viel zu viele, haben in irgendwelchen Kriegen überall auf der Welt ihr Leben verloren, völlig umsonst.
Gerade jetzt, in diesem Moment, verlieren irgendwo auf der Welt unschuldige Menschen durch Krieg ihr Leben.
Kriege werden nie etwas zum Positiven verändern. Gewalt fördert nur neue Gewalt, ein Fass ohne Boden.
Trauriger Weise wird es Kriege immer geben, weil irgendwelche Machthungrige ihre Macht demonstrieren müssen und/oder weil sie sich mal wieder über ein Fleckchen Erde streiten, weil sie glauben, ein Anspruch darauf zu haben. Niemand denkt dabei an die Menschen, die das alles gar nicht wollen. Es geht einfach nur um Machtdemonstration.
Man glaubt nur, dass man dadurch etwas erreicht hat, was vielleicht für kurze Zeit oberflächlich gelten mag, aber über kurz oder lang, erreicht man genau das Gegenteil.
Himmel, jetzt bin ich wirklich sehr nachdenklich geworden und bin von dem, was ich eigentlich schreiben wollte, abgekommen. Was ich eigentlich sagen wollte ist, dass mir dein Gedicht aus der Sicht des einen Soldaten gut gefallen hat. Du hast seine Gefühle, Gedanken, sein Erlebtes, gut eingefangen. Wirklich gut geschrieben!
Danke, dass du uns an den Gedankengänge des Soldaten hast Anteil nehmen lassen.
Hoffentlich bist du mir nicht böse, dass ich dich mit meinen Gedanken dazu überrollt habe.
Ich wollte erst alles wieder löschen, aber dein Gedicht hat dieses hervorgerufen, also habe ich es doch stehen lassen.

Liebe Grüße
John´s Chaya

Antwort von RamonaXX am 12.06.2016 | 20:20:43 Uhr
Hallo John´s Chaya,

nein, bitte nicht! Auf keinen Fall löschen. Es interessiert mich sehr was Du geschrieben hast! Und noch Mal nein, Du brauchst deswegen kein schlechtes Gewissen zu haben. Manchmal - und gerade in diesem Fall - ist es unglaublich schön, zu hören bzw. zu lesen, was der Text in den Lesern bewegt. Und bei dir hat er offensichtlich sehr, sehr viel bewegt. Das freut mich und macht mich auch ein kleines bisschen stolz. :) Über den großzügiges Lob habe ich mich ebenso sehr gefreut. Das die Geschichte das Potential hat so sehr zu Herzen zu gehen, hatte ich wirklich nicht gedacht. Ich freu mich, dass es dich so mitgerissen hat.
Und was Du an Gedanken schreibst, dem kann ich mich in vielen Punkten anschließen. So oft ist Krieg der Ursprung von Krieg das >>Machtgehabe irgendwelcher Schreibtischhengste, die im warmen und trockenen sitzen<< und auch dem anderen Punkt muss ich dir recht geben >>Gerade jetzt, in diesem Moment, verlieren irgendwo auf der Welt unschuldige Menschen durch Krieg ihr Leben.<< Zu den Opfern des Krieges gehören meiner Meinung nach vielfach auch die Soldaten. Nicht nur jene, die ihr Leben lassen, sondern auch solche, die überleben, aber innerlich tot sind. So der "Letzte Soldat von Khe Sanh."

Ich freue mich sehr über diesen regen und offenen Austausch und danke dir noch mal für den Review.
Liebe Grüße
Ramona