Autor: Emares
Review 1 bis 1 (von 1 insgesamt):
02.06.2016 | 17:28 Uhr
Uuund noch ein Review! :D

Kapitel 1:
Ich mag diesen halluzinellen Argus! Er lockert die Situation mit seinen Kommentaren auf und ist gleichzeitig ein Hinweis darauf, wie schlecht es um Toni steht.
Ist die Enttäuschung von Argus eigentlich eine Andeutung darauf, wie du dir Elysium erst vorgestellt hast? Sie wurde ja als weiße Stadt beschrieben und sah in den ersten Zeichnungen mehr nach Glas und Marmor aus als nach..tja...quietschbunten Wänden, Säulen und Pflanzen und Spielzeug...
War das Attentat auf Donna ernst gemeint? Zeigt Toni hier ihre skupellose Seite (mal davon abgesehen, dass sie Rufus gegenüber wahrscheinlich dauernd skupellos ist xD)? Mir ist nicht ganz klar, wie es bei der Verhandlung nützen soll, wenn Donna angegriffen wird. Bricht sie damit nicht eher den Waffenstillstand?

Kapitel 2:
Die kleinen Streitereien mit Argus sind klasse! Wie ein altes Ehepaar! xD
Ist der Wissenschaftler, der gleichzeitig Arzt ist, eine Anspielung auf Gizmo?
"Keine Zigaretten!" Das musste sein! :D

Kapitel 3:
Dieses Kapitel fand ich insgesamt sehr gefühlvoll. Es ist einerseits wieder komisch, wie Toni den Organon vermöbelt, aber andererseits steht es dafür, dass der Organon noch nicht bereit ist. Hier zeigt sich Argus mal von der sympathischen Seite. Toni finde ich sowieso sympathisch.^^

Kapitel 4:
Hier spitzt sich doch alles zu: Toni bekommt erst ihren sexy Auftritt, wird dann vom netteren Argus irritiert, während der kältere schon Rachegelüste bekommt und dann kommt auch noch Wenzel dazu, der nur noch resigniert und traurig ist.
Hätte der nettere Argus seine Gefühle zu Toni nicht verstecken können? Der kältere hatte ihn zwar schon im Verdacht, aber einen Beweis hatte er noch nicht, oder?
Schön, dass du Tonis und Wenzels Beziehung noch ein bisschen beschrieben hast. So hatte sich am Ende wieder "der Kreis geschlossen".^^

Kapitel 5:
Oh, Gott, Cleta!! xD Aber du hast sie/ihn sehr gut getroffen. Es hätte auch seinen Reiz gehabt, ihn in seiner wahren Gestalt zu sehen, dann hätte sich Toni vielleicht weniger von ihm distanzieren können (weil er mehr wie Rufus ausgesehen hätte). Aber ich verstehe es auch, wenn sie keine weiteren Klone mehr sehen will.

Kapitel 6:
Also da geht es ja wirklich mal brutal zu. Aber es passt, es ist spannend und am Ende bekommt man sein Happy End (also zumindest finde ich, dass es happy ist). Es gibt Hoffnung für die neue Welt, da der nettere Argus übrig geblieben ist, Toni kann von Wenzel wieder aufgepäppelt werden und alles wird gut.^^

Epilog:
Wenn da nicht der Epilog wäre! xD Heißt das, Toni wird immernoch von Argus heimgesucht und erblindet deswegen?

Antwort von Emares am 02.06.2016 | 22:12 Uhr
Hey,

wie immer sind deine Reviews gerne gesehen! ^^

Ohne Umwege will ich gleich auf deine Anmerkungen eingehen:

Zu Kapitel 1:
Schön, dass dir Original-Argus neue Rolle gefällt. In der vorherigen Episode war er ja noch fragmentarischer Natur. Außerdem wollte ich auch mal seine Kindliche Seite zeigen, die ja allen Klonen gewissermaßen eigen ist, sich bei ihm aber nur in Bösartigkeiten oder Triumph zeigen kann. Ich finde es auch gut, dass ich die eigentlich krankhafte Natur seiner Erscheinungen darüber nicht verloren ging.
Auch wenn ich natürlich die eine oder andere Aussage eingebaut habe, dass er womöglich gar keine Halluzination ist...

Ich glaube außerdem, dass du recht hast: ein bisschen schwang da meine Enttäuschung darüber mit, dass die Situation der fliegenden Stadt sich so extrem gewandelt hat, während der Entwicklung des Spiels.
Von einer Art Elfenstadt zu einem Traumschiff mit Hippies als Kommune. Das hatte ich so nach den ersten zwei Teilen definitiv nicht erwartet! Aber ich, bzw. ein Teil von mir, fand es natürlich auch einfach nur komisch, seine anderen Erwartungen mit der Wirklichkeit kollidieren zu lassen! ;D

Das Attentat war definitiv ernst gemeint, auch wenn Goals Selbstvertrauen und ihre Selbstsicherheit fast komplett geblufft waren:
ohne Donna würde der kleine Widerstand jemandem in die Hände fallen, der nicht mehr unberechenbar ist, sondern rein rational handelt.
Oppenmeier würde sich nicht dafür rächen, dass Donna tot ist. Selbst wenn es so offensichtlich wäre, wie der General das gerne gemacht hätte.
Er würde nur Maßnahmen ergreifen, dass ihm das nicht passiert. (Außerdem könnte er gar nichts tun, mit seinem Winz-Widerstand...)
Etwas später wird vielleicht klar, dass er dabei erfolgreich war, auch wenn Donna nicht tot ist, hat sie doch ihr Bewusstsein verloren.
Skrupellos ist Toni allerdings nicht, ich halte sie zumindest für jemanden, der eine solche Entscheidung nicht leichtfertig trifft;
auch wenn das in dem kurzen Moment der Verkündung ebendieser so scheint.

Kapitel 2:
Eieiei was seh ich da, ein gar altes Ehepaar! ^^
Wenn dir die Dialoge gefallen, habe ich die Beiden offensichtlich gut getroffen!

Der Wissenschaftler ist bewusst keine Anspielung auf Gizmo, er sollte mehr eine Art Fehlbesetzung charakterisieren.
Es kann natürlich sein, dass mein Unterbewusstsein ein Gegenstück zu Gizmo erschaffen wollte, aber das hat es dann nicht mit mir abgesprochen... ;-)

Dass sie nicht mehr rauchen darf, sollte mir übrigens die Arbeit erleichtern: im Teil zuvor gab es einen Grund, warum sie nicht ständig paffen durfte; weil sie nicht an Sargnägel kam.
Im ersten Teil dagegen waren sie ihr einfach ausgegangen. Rauchen ist in meinen Kurzgeschichten so eine Sache: ich muss etwas schreiben, das ich selbst nie gemacht habe.
Wenn auch gesehen.
So muss ich sonst immer darüber nachdenken, ob es eine passende Situation ist, ob es nicht stört, wie es aussähe, wenn sie wieder qualmt, wie viele Zigaretten sie noch hat, wann sie ihr ausgehen, wo sie welche herbekommt etc..
Und unter den Rebellen hätte sie ständig welche bekommen.
Fast so schlimm, wie die ständige Fresserei in meinen Geschichten, oder die Schlaferei! ^^
Da habe ich es mir wohl einfach gemacht! ;D

Kapitel 3:
Danke für die Lobenden Worte; auch wenn ich durchaus versuche, gefühlvoll zu schreiben, bin ich mir nie so recht sicher, ob es mir auch gelingt - bin halt ein Mann! ^^
Tja, Toni ist halt eine strenge Mutter (der Kompanie). Die Organon sind auch mehr Bürokraten als Krieger und da haben sie es schwer, wenn man nicht stets welche reproduzieren kann.
Die Ambivalenz, dass Argus kein Problem damit hat, einen Organon vom Turm zu werfen, sie aber gleichwohl als seine Brüder bezeichnet... darauf wird im Spiel eher kaum eingegangen!

Und Toni ist natürlich stets ein Sympathieträger! XD

Kapitel 4:
Wie lustig du das beschreibst: irritiert! ^^
In dem Moment jedoch hat der Kältere jedoch nicht unbedingt Rachegelüste, es ist eher eine Mischung aus Verachtung und peinlicher Berührtheit. Rachegelüste sind aber sowas wie seine zweite Natur, insofern hast du schon Recht. ;D

Ob der Nettere seine Gefühle hätte verstecken können, das weiß ich nicht.
Er wollte es aber auch gar nicht!
Für ihn ist diese Besitznahme so, als würde er einen Pokal hochhalten.
Wie Rufus, als er Lady-Goals Hintern tätschelt, um Seagull zu provozieren.
Ganz so nett ist er dann auch wieder nicht. ;-)

Der Kältere wirft ihm auch nicht vor, dass Toni mit ihm zusammen ist;
er verachtet, dass er sich dadurch beeinflussen lässt bzw. glaubt Argus das.

Den Kreis etwas kreisiger zu schließen, gut dass es mir offensichtlich gelungen ist! ^^

Zu Kapitel 5:
Es war einfach zu komisch, Cletus so zu ärgern. Zudem symbolisiert es, geschickt wie ich finde, dass Toni ihn eigentlich nie richtig kennen gelernt hat. Schön zu hören, dass ich ihn gut getroffen habe.

Schlimm, wenn es so viele Klone gibt, da hat Hermes echt Mist gebaut, nicht?

Kapitel 6:
Ja, jetzt wird es wieder ernst.
Ich war mir zunächst nicht sicher, ob die Szene passt, weil sie doch sehr abweicht, ähnlich wie Argus Tod im ersten und Tonis Verwundung, sowie emotionale Probleme im zweiten Teil.
Dennoch fand ich sie sehr kraftvoll und ließ es dann so enden.
Naja, deswegen halt die 16er Klassifizierung.
Es entspannt mich folglich ungemein, dass du es passend findest und das Ende, trotz Tonis Bürde für ein Happy-End hältst, wie ich das auch tue!

Und dann kam nachträglich noch der (bababaaaa) Epilog:
Das hast du ganz richtig erkannt; kaum hat Toni Argus losgelassen, kommt ein neuer Argus - die Frau ist wie ein Seelenstein! ^^
Und ja, Original-Argus hatte recht - sie muss loslassen, wenn sie gesunden will.
Nur klammert der Kalte...


Schöne Grüße und wenn noch Fragen bestehen/aufkommen...
beantworte ich sie gerne
Markus