Autor: Rejanja
Reviews 1 bis 25 (von 136 insgesamt):
01.11.2019 | 15:48 Uhr
zu Kapitel 50
Hallo Rejanja,

es ist, glaube ich, das erste Mal das ich dir ein Rewiev schreibe lange nach dem ich das aktuellste deiner Kapitel gelesen habe. Mit Absicht, denn würde ich es jetzt, auf die schnelle noch mal lesen, hätte ich wieder keine Zeit zum Tippen.
Also diesmal nur aus de schon etwas entfernteren Erinnerung heraus:
Die Beschreibung des langen Stegs der zu Stadt im Wasser führt, ist absolut authentisch geworden. Auch wenn du eigentlich nur die objektiv zu beschreibende Beschaffenheit beschreibst, löst diese in mir noch sehr viel mehr erinnerte Gefühle aus. Für mich knrascht es auch, jeder Tritt eines Pferdehufs klingt ein wenig hohl, es riecht etwas muffig, nach Algen, nach abgestandenen Wassern, ein wenig scheint der Untergrund zu wanken. Schon diese von dir in mir hervorgerufene Erinnerung gefällt mir, sie fördert einen leichten Ekel und zugleich etwas Vertrautes in mir hervor. (Nein ich habe meine Kindheit nicht in einem Sumpf verbracht, auch wenn ich oft in einem Moor unterwegs war) Dann ändert sich der bisher ebene Boden, die Dielen sind nicht mehr glatt, sie sind in der Siedlung selbst nun halbrund. Eine sehr zweckmäßige Idee sie dort so zu gestallten, kann dann das Wasser, der feuchte Schmutz doch so viel leichter ablaufen. Die Pferdehufe können kaum einen sicheren Halt finden, wie auch? Aber einfach herrlich, dies kleine Detail zu erwähnen, schon ist die ganze Umgebung noch plastischer. Dann schreibst du über die Menschen die Côleredh begegnen, besser gesagt, die er beobachtet und das Gefühl dieser halben Verwahrlosung wird noch dominanter. Ich kann den halbverrottenden Fisch, den Schmutz, das Elend der dort schuftenden Menschen fast wieder mit jedem Sinn erfühlen. Für die Einleitung der neuen Szenerie meinen größten Respekt,

mit freundlichen Grüßen und hochachtungsvoll
der Gurkensalat

Ne das war`s natürlich noch nicht.
Ich hab ja noch nichts zu den zwischenelbischen Geschehen getippt. Das kommt dann jetzt.
Elrohir, mit dem muss ich wohl beginnen, schließlich ist er auch der Erste der in Aktion tritt. Aber ganz ehrlich ich habe echte Probleme mit dem was er sagt, oder wieder er sich verhält. Einerseits find ich es gut? nett? aufmerksam? fürsorglich? loyial? das er Côleredh sehr deutlich zu verstehen gibt, das er sich um ihn sorgt, weil der Sinda für ihn mehr als offensichtlich am Ende seiner Kräfte angelangt ist. Das er dem Mordorelb zudem zu verstehen gibt das auch die übrigen Heiler ihres Zugs, Côleredhs Zustand natürlich längst bemerkt haben und auch das er ihm deutlich zu verstehen gibt das nicht einer mit der Strafe seines Vaters einverstanden gewesen zu sei. Jedoch liegt für mich genau darin der Knackpunkt. Elrond ist derjenige der zu entscheiden hat und die Gruppe muss Elrond vertrauen, mit allem was der tut oder entscheidet. Aber das tun sie nicht mehr, nicht mehr so uneingeschränkt wie zu vor. Ich weiß nicht ob Côleredh im Augenblick dazu fähig ist diese Veränderung innerhalb der Heiler aus Imladris zu realisieren. Vermutlich nicht bewusst, dafür ist er zu erschöpft, aber es wird ihn vermutlich sehr aus seiner bisherigen Bahn werfen sobald er dazu kommt sich über diese neue Entwicklung Gedanken zu machen. Ich hoffe sehr, das er sich dafür nicht selbst die Schuld gibt, allerdings schätze ich ihn genau dafür ein. Er wird Elrond für sein Tun verteidigen, was ja nicht mal verkehrt ist, aber so wird er die anderen böse vor den Kopf stoßen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Imladris Elben, ihn und sein Verhalten dann noch irgendwie verstehen können.
In diesem Kapitel ist es tatsächlich Ûlvelui, der das in meinen Augen einzig richtige tut. Denn er behandelt Côleredh, nicht anders als vorher. Er geht nämlich nicht auf die Nöte des Mordorelben ein, sondern hält banalen Smaltalk. Fragt Côleredh wohin wohl der ganze gammlige Fisch gebracht werden soll und wartet nicht einmal eine Antwort ab, Mehr hätte er früher auch nicht getan. Irgendwo kann in so einem altbekannten Desinteresse an der eigenen Person tatsächlich auch Trost verborgen sein. Der Trost dass sich nichts verändert hat. Auch Amarth verhält sich nicht wirklich anders als zuvor. Er ist als Krieger dabei, hat dafür zu sorgen dass alle zusammenbleiben und genau das erledigt er. Kein Wort mehr als nötig ist, doch vor allem nichts, keine Geste, keine Mine, das er Côleredh nun besser, sorgsamer behandeln würde als vorher. Daher bekommen diese beiden Elben diesmal tatsächlich einen „Daumenhoch Emoji“ von mir aufs Auge gedrückt.
Ûlvelui und Côleredh sind nun also tatsächlich dazu verdonnert worden zusammen zu arbeiten. : ) Ein wirklich geschickter Schachzug von Mr Elrond. Vor allem weil die beiden sich tatsächlich ergänzen. Einer kümmert sich darum genügend helfende Hände zusammen zutreiben, der andere sorgt dafür das diese Hände auch tun wofür sie benötigt werden. Wirklich ein Licht in all dem Dunkel dieser zwischenelbischen Beziehungskiste. Funktionieren können die beiden also immer noch, und sogar ausgesprochen gut, wenn sie tatsächlich mal zusammenarbeiten. Womöglich werden sie es auch selbst irgendwann einmal begreifen. Würde mich sehr freuen.
Und dann taucht da plötzlich, wie aus heiterem Himmel Heledir auf. Ich hab ja irgendwo den Vorteil das mir dieser junge Elb schon aus deiner Geschichte, Die Gabe der Heilerin, ziemlich vertraut ist, andere Leser werden ihn allerdings noch nicht kennen aber auch das ist ein nicht zu verachtender Vorteil. Nun es ist auch erst einmal egal das du erneut seine Figur gewählt hast um als `Mittelsmann´ zwischen den unterschiedlichen Kulturen zu fungieren. Denn er macht seine Sache überaus gut. Einfach weil er sich absolut reu bleibt. Er kann nur agieren und sich (dem Straftäter) Côleredh gegenüber verhalten wie er erzogen wurde und genau das tut er auch. Für ihn ist die üble Geschichte innerhalb der Heilerschaft in Thal mit Vollstreckung der Strafen abgeschlossen. Und das er nun von seinem eigenen Vorgesetzten dazu ausersehen wurde den beiden, Delinquenten. vorrangig Côleredh, zur Hand zu gehen, und dieser seine Unterstützung nicht übermäßig erfreut annimmt ist für ihn, als Elb des Düsterwaldes völlig normal. Erst als Heledir erklärt, das auch Elrond es befürwortet, das Côleredh Unterstützung bekommt willigt der Mordorelb ein die Hilfe auch anzunehmen. Eine nicht komplett erfüllte Sünde gilt für Heledir genau wie für Côleredh als nicht ganz getilgt. Das es nun anderes sein soll, nimmt Heledir aber natürlich auch hin ohne nachzufragen, vermutlich auch ohne darüber nachzudenken, denn er ist und fühlt sich nur als das ausführende Organ, ihm steht es einfach nicht zu, sich Gedanken über die Entscheidungen ihm höhergestellter Personen zu machen. Eine Einstellung die Côleredhs sehr ähnlich ist, nur das Heledir vermutlich nie mit Gewalt dazu gezwungen wurde sich für Lebenseinstellung zu entscheiden. ( Ich gehe allerdings davon aus, das auch Heledir kaum eine andere Wahl hatte, schließlich kennt er vermutlich seit Elblingsbeinen nichts anderes)
So und nun endlich, kommt Côleredh zur Ruhe!
Irgendwie freue ich mich für ihn. Er wird schlafen, nein er schläft!
Das es allerdings erst soweit kommen musste, das er sich einfach nicht mehr auf den Beinen halten konnte, schon gelbe Flecken vor den Augen tanzten, der Schwindel übermächtig wird, ist gruslig zu lesen. Hast du schon mal durchgearbeitet, so mehr als ….. Stunden hintereinander ohne Pause, nicht mal die Gelegenheit gehabt aufs stille Örtchen zu gehen, geschweige denn etwas zu Trinken? Deiner Beschreibung nach gehe ich schwer davon aus, denn genauso ist es. Man fühlt irgendwann einfach nichts mehr, funktioniert so eben noch, gerade soviel wie im Moment erforderlich, aber die Fähigkeit nach links oder rechts zu sehen, die eigenen Bedürfnisse noch wahrzunehmen erlischt völlig. Zweimal hatte ich die Gelegenheit in so eine Situation zu geraten. Im Nachhinein bin ich nur froh dass nichts Außergewöhnliches während dieser Zeit geschehen ist, denn ich bin mir sicher ich hätte nichts mehr aus die reihe bekommen was nur ein wenig von der gewohnten Norm abgewichen währe. Der klassische Tunnelblick ist nichts dagegen. (Ich gestehe, ich bin noch in der Schichtübergabe, mitten im Gespräch eingeschlafen. Wie ich danach nach Haus gekommen bin? Keine Ahnung, nur als ich dann irgendwann wirklich erwachte, zwischendurch immer wieder kurz, ohne wirklich zu begreifen das ich geschlafen habe, hatte ich einfach nur noch Kopfschmerzen. Mir war eiskalt und naja, ich fühlte mich schlapper als während der ganzen Zeit in der ich notgedrungen funktionieren musste.
Für Côleredh wünsche ich mir jetzt, dass er, da er sich in dieser Ecke im provisorischen Stall, einfach lange Zeit nicht entdeckt wird. Denn ansonsten würde er natürlich zur rede gestellt werden und kaum erholt, wie er dann sein würde, wird er sich nicht nur furchtbar schämen, sondern sich nur wieder selbst schlecht machen.
Ach so, nur ganz kurz. Als das kurze Gespräch, zwischen Elrohir und Côleredh, bezüglich der Würdigkeit aufkam, da musste ich einfach nur noch schmunzeln. Wie typisch das verlief! Der eine, ein selbstbewusster junger Mann, der andere das genaue Gegenteil davon. Die zwei können beim besten Willen nicht auf einen gemeinsamen Nenner kommen. Kein Wunder das Elrohir letztendlich abwinkt und geht und ebenfalls kein Wunder das Côleredh enttäuscht über sich selbst den Kopf hängen lässt. Denn er versucht ja alles um dem gerecht zu werden was von ihm erwartet wird, nur fehlt ihm einfach das entscheidende Detail, seine Einstellung sich selbst gegenüber ist eine gänzlich andere. Ich bin echt gespannt wann und wie er das ändern kann, bin mir aber relativ sicher das er dafür eine sehr gute, kompetente Unterstützung benötigt. (Achtung Spoilergefahr: Da gab es mal so eine kleine Elbin….taucht sie irgendwann auch noch auf? Ich würde mich sehr freuen zu erfahren wie dieses erste Zusammentreffen ausgefallen ist)

Liebe Grüße dir
der Gurkensalat

und ja, mein Kapitel ist auch inzwischen soweit fertig getippt, fehlt nur noch die Arbeit meiner fleißigen Lektoren, falls ich die irgendwann einmal erreichen kann
21.10.2019 | 02:16 Uhr
zu Kapitel 50
Sowas musste ja kommen. Argh! Allen daran Beteiligten eins hinter die Ohren geb, Elrond gleich zwei.
16.10.2019 | 17:26 Uhr
zu Kapitel 50
Liebe Rejanja,

es ist immer schön, wenn ein neues Kapitel deiner Geschichte erscheint. Du glaubst gar nicht, wie sehr ich mich jedes Mal über die Alert-Nachricht freue :-D.

Bei diesem Kapitel würde ich am liebsten zu Côleredh gehen und ihn einfach in den Arm nehmen und alle von ihm fern halten bis er sich vollständig ausgeruht hat... aber vermutlich würde ihn zumindest ersteres erstmal etwas abschrecken.
Ich hoffe, dass es etwas verändert, wenn er merkt, dass sogar Elben aus Elronds Haus mit einer Entscheidung unzufrieden sein können, ohne dass das direkt ihre Loyalität zu ihrem Herrn außer Kraft setzt. Teil einer Gemeinschaft und eines großen Ganzen zu sein, tut gut. Und wenn Côleredh merkt, dass er das sein kann, dass Elben sich um ihn sorgen, mit ihm mitfühlen und sich mit ihm solidarisieren, dann hilft ihm das vielleicht ja dabei, sich diesem Geborgen-sein-Gefühl zu öffnen, dass eine Gemeinschaft geben kann.
Auch wenn er wohl immer aus der Menge herausstechen wird und die Dinge, die ihm bisher geprägt haben höchstens angenommen und verarbeitet, aber ja nicht ungeschehen gemacht werden können.
Ich bin sehr gespannt, wie es mit ihm weiter geht!

Ich bin immer wieder beeindruckt davon, wie vielschichtig und authentisch deine Charaktere sind. Sogar dann, wenn sie ihre Meinungen ändern. Bitte hör nicht mit dem Schreiben auf, (ich gebe zu, dass das in dem Fall ein etwas egoistisch motivierter Wunsch ist^^)!

Liebe Grüße,

Ismira
14.10.2019 | 21:38 Uhr
zu Kapitel 50
Hi Rejanja,

oh Mann, dieses Kapitel passt gerade sehr gut zu meinem Leben ;-) Ich komme gerade von einem Camp, wo ich Mitarbeiterin war. Neun Tage, 45 Kinder, zwei Konzerte... Und dann natürlich, wie das bei nem Camp so ist, kam ich oft erst früh morgens ins Bett... Zwischendurch war ich einfach nur extrem fertig und bin rumgerannt wie ein seelenloser Zombie, sobald das letzte Kind im Bett verschwunden war ;-P Nicht, dass es mir in der Zeit mal so schlecht ging wie Côleredh jetzt, aber zumindest ein bisschen kann ich seine Lage glaub ich nachvollziehen ;-D
Ich geb zu, ich hab die ganze Zeit fast nur noch gewartet, dass der Arme zusammenklappt. Schon bei der rutschigen Brücke nach Caras Edain dachte ich, es ist vorbei. Hab mich schon mit einem ziemlich mulmigen Gefühl in der Magengegend gefragt, ob er denn schwimmen kann... Und hoffe jetzt sehr, dass ihm seine erzwungene Ruhepause nicht irgendwo schlecht angerechnet wird...

Aber wenn er nicht bald die Möglichkeit bekommt, sich ordentlich auszuruhen, mache ich mir echt noch mehr Sorgen... Wenn dann was passiert, das er verschuldet, heißt es wieder, er hätte darauf aufmerksam machen müssen, dass er so am Ende ist... Aber so... Schlafmangel, Schmerzen, Alpträume tags und nachts, Strafarbeiten, der psychische Stress... nich gut, gar nich gut...

Schon krass, was da gerade abgeht in der Story. Fand in diesem Kapitel gerade die Stelle mit Elrohir interessant. Dass alle Elben aus Elronds Gefolge die Strafe als zu hart empfanden, Côleredh selbst sie aber (vor ein paar Kapiteln) als zu gering empfunden hatte. Da merkt man einfach, dass er aus seinen alten Mustern noch lange nicht rauskommt... Ich frag mich, ob Elrond seinen Fortschritt manchmal überschätzt? Mmm... ganz schwer einzuschätzen... Und gleichzeitig, am Ende des Kaptels, sah es für mich wie ein kleiner Fortschritt aus. Hätte der Nazar aus Mordor sich in eine Ecke verkrochen, um zu ruhen, wenn er komplett am Ende war? Ich könnte mir eher vorstellen, er hätte weitergemacht, bis er tot zusammenbricht. Also ein kleiner Lichtblick, wenn auch aus einer schlimmen Situation heraus...

Und dann ist noch Heledir aufgetaucht! Zum ersten mal in „Nazar“, oder? Ich liebe das, ein bisschen Vorgeschichte zu einem Charakter zu hören, den ich bereits kenne, wie er später ist <3

Und dann schreibst du auch immer noch so furchtbar spannend... Bin sehr froh, dass in letzter Zeit wieder ein paar mehr Kapitel kamen <3 :-D

Gaaanz liebe Grüße von einer Ichtys, der du eine lange Zufahrt heute versüßt hast :-D
04.10.2019 | 23:46 Uhr
zu Kapitel 49
Hi Rejanja,

und schon geht es weiter mit meinen Überlegungen zu deiner herrlichen Geschichte.
Zu erst einmal dies, eigentlich kann ich mir ja denken was Theredel in seinen Brief an Mr Thranduil geschrieben hat. Hauptsächlich wird wohl drin stehen dass die Heiler inzwischen gute, bis sogar hervorragende Fortschritte in der Behandlung der erkranken Bevölkerung zu verzeichnen haben. Die Seuche ist im Rückzug begriffen, die Hilfe der Elben wird in absehbarer Zeit nicht mehr von Nöten sein, in so und so vielen Tagen werden die Elben zurück in den Waldpalast kommen. Er wird erwähnt haben das einige noch weiterhin in Caras Edain gebraucht werden und hernach auf direktem Weg nach Imladris reisen werden u.s.w. Er wird also einen einfachen Bericht verfasst haben. Ohne Emotion, ohne zu sehr ins Detail zu gehen und vor allem ohne von den Schwierigkeiten zu schreiben mit denen sie sich herumzuschlagen hatten. So wie ich ihn einschätze wird er mit keiner Silbe von den „zwischenelbischen“ Problemen innerhalb der Heilerschaft berichtet haben. Einmal weil das Thema inzwischen durch ist, weil er seinen Herrn mit solchen Dingen vermutlich nicht mal belästigen würde, selbst wenn sie noch nicht aus der Welt geschafft wären und vermutlich auch deshalb nicht, weil er sich selbst einen Teil der Schuld an diesen leidigen Entwicklungen gibt. Die ganze Sache ist und war einfach nur peinlich. Zumindest aus dem Nachhinein betrachtet. Ich könnte mir allerdings vorstellen das er in einem kurzen Nebensatz erwähnt hat das Côleredh nicht zurück in den Waldpalast kommen wird. Was mich jetzt natürlich sehr interessiert ist Thranduils Reaktion darauf. Wird der Blondschopf erleichtert darüber sein, diesen seltsamen Gast los zu sein, oder wird er sich auch weiterhin dazu gezwungen fühlen sich für diesen Elb zu interessieren, allein aus Pflichtgefühl ihm oder besser gesagt dessen verstorbenen Vater gegenüber. Hmm, und es würde mich interessieren wie er auf die Information reagieren das Côleredh noch weiterhin als Heiler in Edain Caras gebraucht wird und das er danach nach Imladris wandern wird, ohne Abstecher im Waldlandreich.
Nun, vielleicht sehe ich auch zu viel Gewichtung in dieser Entwicklung. Egal, ich werd ja merken ob überhaupt und wenn, in wie weit Thranduils mögliche Reaktionen ausfallen werden.
Anderes Thema:
Du oder Elrond habt euch auch um Ûlvelui gekümmert. Danke für die ausgleichende Gerechtigkeit! Und man! Ich bin ziemlich sprachlos mit welch einschneidender Konsequenz dass für den Heiler ausgegangen ist. Strafe muss sein heißt es so schön. Nun der Elb hat seine Strafe bekommen. Und was für eine! Hatte ich mich schon darüber aufgeregt welch hohe Strafe Côleredh einstecken musste, die dann ja, Iluvatar sei Dank, „schon“ nach dreißig Schlägen als abgegolten angesehen wurde, so fühlt sich die Strafe Ûlveluis, obschon nicht körperlich zu spüren, für meinen Geschmack nicht weniger hart an. Ich kann so einige von Elronds Sanktionen sehr gut nachvollziehen. Aber echt jetzt, dieser begabte Heiler darf überhaupt nicht mehr praktizieren?! Nur noch wenn er die ausdrückliche Erlaubnis bekommt? unter Aufsicht?! Und das Ganze voraussichtlich für die kommenden Jahrhunderte! Ok als Elb wird er so eine immens lange Zeit vermutlich lebend hinter sich bringen. Ein zur mehrfachen lebenlänglichen Strafe Verurteilter in den USA hat da weitaus weniger Chancen. Aber dennoch. Das war kein Fingerzeig und auch kein Winken mehr mit dem hoch gelobten Zaunpfahl mehr, auch kein kleiner Dämpfer, das war ein Prellbock vor den Ûlvelui ungebremst gedonnert ist. Die Arroganz und Überheblichkeit die er zuvor und immer wieder an den Tag gelegt hat waren wirklich ätzend, und ja er brauchte dringend eine Reaktion darauf, aber das, das war schon heftig. Ich bin gespannt ob er es schafft seine Demütige Haltung über so lange Zeit tatsächlich aufrecht zu erhalten. Momentan ist er tatsächlich einfach nur noch völlig am Ende. Und natürlich zeigt er sich auch Côleredh gegenüber zerknirscht, entschuldigt sich für sein Verhalten, gerade ihm gegenüber entschuldigt er sich fast schon ein wenig zu geknickt als das ich glauben kann, das er sein Verhalten, besser gesagt seine Einstellung, dem Mordorelb gegenüber nicht doch wieder wandeln wird. Dummerweise fühlen sich sehr hart Bestrafte häufig zu hart bestraft und lassen ihren Frust darüber dann gern auch mal an schwächeren Mitgliedern der Gesellschaft aus. Vielleicht nicht sofort, aber wenn ich mir wieder diesen ewig langen Zeitraum vor Augen halte…Ich bin echt gespannt wie viel elbisches Durchhaltevermögen und Disziplin in Ûlvelui besitzt. Aber das reicht dir offensichtlich noch nicht um den ExHeiler an seine Grenzen zu bringen. Wäre ja auch zu freundlich gewesen!
Jetzt werden die beiden auch noch dazu verdonnert gemeinsam in diese ominöse Siedlung Caras Edain ziehen! Puhhh. Elrond kann echt gut den harten unnachgiebigen Richter mimen. Nein er schauspielert ja nicht, er steht ja zu dem was er sagt. Er hat seine Gründe vor Augen, vermutlich rein erzieherische oft bewährte Maßnahmen, (hoffentlich wird der gute alte Elrond diesmal nicht enttäuscht von der Langzeit-Wirkung solcher Sanktionen) Ich bin nur froh dass er nicht über meine immer wieder auftauchenden Fehler zu richten hat. Denn ich kenne mich leider viel zu gut. Ich bekäme den Posten des Laufburschen wohl nie wieder los.

Wie immer, ein tolles Kapitel!
Und entschuldige die lange Zeit die es brauchte bis ich dir einen Review hinterlassen hab.
Ich freu mich auf mehr

Liebe Grüße dir
der Gurkensalat

Antwort von Rejanja am 05.10.2019 | 01:23:59 Uhr
Huhu Gurke,

den Inhalt des Briefes hast du schön geschildert^^ In etwa so hat er ihn formuliert^^ Und natürlich hat er nichts darüber verlauten lassen, was ihm persönlich wiederfahren ist. Allerdings ist die Begründung eine andere: Er will keine Verwerfung mit Imladris und zusätzlich büßen die Elben schließlich. Außerdem, ja, es ist ihm unangenehm. Einfach weil es um seine Person geht. Aber er wird nicht erwähnen, dass Côleredh nicht in den Palast zurückkommt. Er weiß es nämlich nicht. Er weiß nur von den Schlägen, das exakte Urteil ist ihm nicht mitgeteilt worden und was Imladris-Elben so miteinander tuscheln bekommt er ja auch nicht mit.
Zu Thranduils Reaktion kann ich nix sagen: Ich würde spoilern, und das tue ich nicht^^
Elrond hat eine ziemlich harte Strafe an Ûlvelui ausgesprochen. Das stimmt. Aber man muss auch verstehen, was Ûlvelui getan hat, Er hat seine Vorgesetztenposition missbraucht, um den obersten Heiler des Waldlandreichs zu demütigen. Das ist auch eine ziemlich harte Nummer. Er hat keine Rücksicht auf die Belange seines Hauses (Imladris) genommen. Elrond ist immer an einer guten Beziehung interessiert. Und Ûlvelui kennt die Gesetzte im Waldlandreich, schließlich lebt seine Schwester dort. Es hätte andere Möglichkeiten gegeben, seinen Ärger Luft zu machen, Er hätte sich Elrond anvertrauen können-ja müssen. Es darf nicht sein, dass er mit so einer Wut im Bauch rumläuft und Elben benutzt, um diplomatische Konflikte gegen das Waldlandreich heraufzubeschwören. Es ist hart, was Elrond als Strafe vorgesehen hat, Aber es zeigt auch deutlich, dass die Geduld Elronds hier überstrapaziert wurde. Und es wird Signalwirkung haben. Zum einen in Hinblick auf Thranduil aber auch in Imladris wird die Strafe Wirkung zeigen. Elrond mag ein wirklich liebevoller Elb sein, aber er lässt sich auch nicht zum Narren halten. Man sollte nie vergessen, wen man vor sich hat, wenn man an Elrond denkt. Er ist der rechtmäßige Erbe des Titels „Hochkönig zu Noldor“. Nur weil er diesen Titel nicht angenommen hat, bedeutet das noch lange nicht, dass er nicht weiß, wer er ist. Er weiß es genau. Wir aber – und auch sein Stab –vergessen es ab und an.
Was Ûlvelui angeht: Einfach abwarten. Er ist eigentlich ein ziemlich sensibler Elb und ein ausgezeichneter Heiler. Elrond verzichtet sehr ungern auf ihn. Das wird er ihm auch gesagt haben.

Ich hoffe, Dir geht es inzwischen wieder besser? Ich glaube nicht, dass du der Laufbursche sein wirst bei Elrond.^^ Es geht da ja auch viel darum, ob etwas aus niederträchtiger Motivation erfolgt ist. Elrond ist ja ziemlich menschenfreundlich – ich denke, wir hätten es bei ihm nicht ganz so schwer. ^^

Liebe Grüße
Rejanja
30.09.2019 | 13:11 Uhr
zu Kapitel 48
Hallo Rejanja,

endlich, nach langen Monaten, kommt dann auch mein Kommentar zu deinem Kapitel 48.
Hatte ich nicht erwähnt dass sich bei mir die Lage etwas beruhigt, nun das muss ich revidieren. Denn nun bin ich dann mal selbst dran mit gepflegt werden. Und du glaubst nicht wie sehr ich daran zu knabbern hab nicht ohne weiteres tun zu können, was mir unter den Nägeln brennt. Ich ahnte nicht einmal was für ein ungeduldiger Mensch ich in Wirklichkeit bin.
Egal, es wird auch wieder andere Zeiten geben und langsam gewöhne ich mich ans auf dem Sofa herumlungern.
So los geht es und diesmal wird der Kommentar definitiv kürzer ausfallen als gewöhnlich. Ich bin halt etwas eingeschränkt was meine Tippereien am PC angeht.
Zunächst einmal ich finde diese unfreiwillige Fügung, das Theredel und Côleredh zusammenarbeiten müssen, obwohl der Heiler des Düsterwaldes es mit allen Mitteln zu umgehen versuchte stattfindet, sehr lebensnah und absolut realistisch. Wünschenswert empfinde ich, als Außenstehender, es ebenfalls, auch wenn sich beide Elben sicher etwas anderes gewünscht hätten. Aber nur dadurch das sie sich gegenübertreten müssen, den anderen akzeptieren müssen, trotz aller Widrigkeit, erhalten sie auch die Chance sich gegenseitig anzunehmen. In diesem Kapitel zeigst du wider einmal den Willen zu dieser unglaubliche Aufgeschlossenheit anderen gegenüber, die Theredel zu Eigen ist. Wirklich dieser Kerl ist für diese Art von Größe nur zu bewundern. Nicht nur das er sich tatsächlich fast dafür schämt, das Côleredh diese nur teils für sein Waldelbempfinden gerechtfertige Körperstrafe erhalten hat, er versucht sich wirklich daran ein möglichst harmonisches Verhältnis zu diesem, mit so vielen grausamen Gedanken und Erinnerungen behafteten Mordorelb aufzubauen. Theredel ist jedoch in der Lage zu unterscheiden was berechtigte Vorwürfe und was allein seinem unguten Gefühlen gegenüber diesem Sinda entsprungen ist. Die Chance für Côleredh sich zu beweisen, falls der denn überhaupt in der Lage ist sie als solche zu erkennen und vor allem zu nutzen. Bisher verhält er sich wie für ihn typisch, er funktioniert halt und überspielt seine eigenen Bedürfnisse so gut er nur kann. Ich an seiner Stelle, würde mich vermutlich am liebsten in eine ruhige Ecke verkriechen und darauf hoffen das die Schmerzen der erlittenen Misshandlung wenigstens soweit verklungen sind, das sie mich nicht ständig beim arbeiten beeinträchtigen. Das tun sie nicht? Ich denke schon das sie das tun, sonst würde Theredel nicht bemerken das sie ihn noch quälen. Und dieses ständig darauf bedacht sein zu müssen, das niemanden auffällt das man selbst leidet kostet eine ganze Menge Kraft und Konzentrationsfähigkeit. Das sind allerdings wichtige Attribute um eine wirklich gute Arbeit leisten zu können. Nun ja, Côleredh ist Profi im Verdrängen, sonst würde er sicher nicht immer wieder auf Anhieb selbst schwierig zu ertastende Venen erfühlen können und so treffsicher punktieren wie er es macht. Bei Theredel sieht das tatsächlich ganz anders aus. Der Waldlandelb ist mit sich selbst nicht im Reinen und schon wirkt sich das auf seine Leistungen aus. Theredel bemerkt das auch und versucht sich daher um ein ausgeglichenes Arbeitsverhältnis zu diesem seltsamen merkwürdigen Mitarbeiter, nur bezweifle ich das es dem Heiler auch so bewusst ist wie ich es aus deinen Zeilen herauslese. Theredel wirkt in diesem Kapitel wie jemand der mehr aus dem Bauch heraus handelt als je zuvor und man, das macht ihn so schön menschlich. Ich liebe das ; ) und hoffe er erreicht sein Ziel, mit diesem Elb unvoreingenommen umgehen zu können möglichst bald. Zu beiderseitigem Wohl!

Liebe Grüße dir
Der Gurkensalat

Antwort von Rejanja am 05.10.2019 | 00:31:15 Uhr
Huhu Gurke,

na – auch wieder Nachtmensch? Bin gerade am Review beantworten, da flattert der nächste von Dir ins Haus^^ Superschön^^. Aber erstmal beantworte ich diesen hier:
Was war los? Du warst krank? Ja – kann ich mir vorstellen, dass gerade du es nicht magst, so „stillgelegt“ zu werden ^^. Aber was muss, das muss, ich hoffe, du bist bald wieder auf dem Damm.
Ja- das Szenario musste ja so kommen. Theredel fand es jedenfalls doof, aber du hast natürlich recht: Er hat so die Möglichkeit, Côleredh auch mal anders kennenzulernen und auch seine Begabungen zu sehen,. Und Theredel ist ein gerechter Elb, der auch seine Gefühle mal hinten anstellen kann. Er ist ja kein Narzisst, der nur sich sieht. Theredel ist tatsächlich ein ziemlich „heiler“ Elb mit einem enorm sensiblen Gewissen.
Ja, Côleredh kennt es nicht anders, beziehungsweise ist da ziemlich lernresistent. Er ist einfach sehr durch Mordor geprägt und alles, was Elrond ihm die Laufe der Jahre hat an Gutem angedeihen lassen, perlt einfach an ihm ab. Zumindest das meiste. Er KANN es einfach nicht. Und ja- er verwendet viel Kraft in seine Selbstbeherrschung. Manchmal denke ich, dass ihm Kinder guttun würden ^^ mir tut mein kleiner Sohn auf jeden Fall gut, der seine Gefühle ganz offen und unverfälscht äußert und dann halt auch mal weint, wenn ihm was nicht passt. Seien wir ehrlich, wir Erwachsenen können das auch nicht mehr. Was irgendwie schade ist, weil es tatsächlich eigentlich sehr gut tut.
Ja. Zum einen wirkt sich bei Theredel die Tatsache, dass er nicht mit sich im Reinen ist, auf seine Leistung aus, das stimmt. Zum anderen besitzt er aber nicht diese Fingerfertigkeit, die Côleredh zu Eigen ist. Es ist eben eine Gabe Côleredhs. Ja - Theredel reagiert und wirkt ein wenig aus dem Bauch heraus – er ist sich ja auch noch nicht wirklich klar, was da in ihm eigentlich abgeht^^

Liebe Grüße
Rejanja

PS: Diese Kekse, die man für alles, was man hier auf ff.de tut, neuerdings bekommt. Hast du die schon mal sinnvoll eingesetzt? Ich hab echt zu viele davon, ob es dafür einen Schwarzmarkt gibt?? ^^
18.09.2019 | 04:12 Uhr
zu Kapitel 49
Hallo,

Tut mir leid, dass ich so lange nicht mehr geschrieben habe, aber manchmal kommt eben einfach das Leben dazwischen.

Ich bin ja sowieso gegen Körperstrafen, deswegen finde ich auch absolut nicht gut, wie Elrond gehandelt hat. Und dass der andere Heiler ( Name grad entfallen ) seines Amtes enthoben wurde, ist auch ziemlich heftig. Ich weis, dass das in Thranduils Reich anders läuft. Ich würde wahrscheinlich auch aus den Kärkern gar nicht mehr heraus kommen XD Ich bekäme eine Dauerzelle zugewiesen. Für Coleredh tut es mir leid! Weder in Imladris noch im Düsterwald wird er vollständig genesen können. Ich bin ja durch die Gabe der Heilerin schon etwas gespoilert und kann nur hoffen, dass er irgendwann soweit ist nach Lorien reisen zu können und dass er dort weiter heilen kann. Es gibt da bestimmt eine kleine Elbin, die ihm gerne beim Einleben hilft.

Celleth und ich teilen übrigens die gleiche geringe Körpergröße und die braunen Locken miteinander. Wenn ich wüsste, wie sich die Elben in deiner Fanfiktion kleiden, würde ich sie glatt cosplayen :-) Zu wissen, dass alles gut endet hilft die Kapitel zu lesen.
Im übrigen mag ich deine Erklärungen zu den im Kapitel verwendeten Heilmethoden sehr! Diese Mühe machen sich nicht viele Autoren. Mein Respekt dafür, wie gut du dir Dinge überlegst und recherchierst! Vom Schreibstil brauchen wir gar nicht zu reden. Da habe ich glaube ich schonmal eine Komplimentflut über dich ergossen. Ich schau auch immer mal wieder in die "Heilerin" rein. Das mach ich nur bei den wenigsten Büchern!

Ich wünsche dir eine tolle Woche und hoffe auf ein neues Kapitel!

YumYum

Antwort von Rejanja am 05.10.2019 | 00:13:51 Uhr
Huhu YumYum!

Oh, mach Dir mal keinen Kopf. Ich kenne das mit dem „Leben“, das einem dazwischen rauscht nur allzu gut. Diese Geschichte war für maximal ein Jahr geplant …. Du siehst ja, wie lange sie dauert. So ist das Leben, es fordert einfach immer wieder Aufmerksamkeit ^^
Elronds Entschluss ist tatsächlich heftig. Aber Ûlvelui hat eben auch seine Vorgesetztenfunktion missbraucht. Er kennt die Verbindung zum Waldlandreich und weiß, wie schwierig es wird, wenn der oberste Heiler brüskiert wird. Ich würde mir an Elronds Stelle auch überlegen, ob ich so einen Elben noch in meinem Stab ertragen kann. Elronds Entscheidung hat aber auch Signalwirkung (so hofft er zumindest), sodass andere Heiler vielleicht davon absehen, aufgrund ihrer eigenen Gefühlslage Schwierigkeiten mit dem Waldlandreich zu riskieren.
Das mit Celleth finde ich ja großartig! Eine große Ehre für mich, dass du sie cosplayn willst! Du kannst dich da gerne an die Gewänder in Herr der Ringe orientieren, insbesondere an das, was Celeborn und Galadriel tragen. Celleth trägt am liebsten weiß und Silber, allerdings nicht so prunkvoll, wie Galadriel. Sie liebt es da bedeutend schlichter. Aber auch da muss man aufpassen: sie ist schließlich ziemlich verspielt, also darf es gar nicht zu schlicht sein. Ihr Äußeres muss einige Spielereien enthalten, das kann man mit Kopfschmuck oder auch mit einer leichten silbernen Einwebung im Gewand realisieren. Aber keinesfalls darf es prunkvoll oder überzogen wirken. Man kann auch mit grautönen arbeiten, das Grundgewand ist bei ihr aber in der Regel weiß. Und sie liebt es barfuß zu gehen, weshalb sie anfangs auf Kamaris in der Heilerin auch so extrem unterwürfig rüberkam. Aber das hat einfach nur was mit ihrer Liebe zu der Natur zu tun. Übrigens ist ihre Lieblinsgfarbe (neben weiß und silber) „grün“. Ein sattes, volles Grün, oder aber auch das typische grasgrün des Frlühlings – das kommt auf die Jahreszeit drauf an. ^^
Neues Kapitel kommt bald! (Und mir macht es ja Spaß, naturwissenschaftliche und/oder medizinische Details in eine Geschichte zu weben. Ohne das wäre es für mich ja alles nur halb so schön.^^ Da freut es mich, dass es dir auch gefällt!)

Liebe Grüße
Rejanja
03.09.2019 | 18:45 Uhr
zu Kapitel 12
Der Elb aus Mordor, wie er so oft genannt wird, ist einfach nur bekloppt.

Die Geschichte jedenfalls gefällt mir sehr gut

Antwort von Rejanja am 04.10.2019 | 23:38:34 Uhr
Hallo Tobias,

Du hast Recht, finde ich! Côleredh hat tatsächlich mächtig einen an der Pfanne. ^^^
Danke für deinen Kommentar!

Liebe Grüße
Rejanja
02.09.2019 | 19:22 Uhr
zu Kapitel 49
Hallo Rejanja,

es ist so schön, wieder etwas von Dir zu lesen! Vor lauter Sehnsucht nach Deinen Texten habe ich immer mal wieder in "die Gabe der Heilerin" reingeschaut und meine Lieblingskapitel gelesen. Ach ja, Dein Schreibstil ist nach wie vor unsagbar schön zu lesen!

Aber kommen wir mal zu Nazar. Die letzten beiden Kapitel waren schon irgendwie ganz schön hart. Ich hätte echt nicht erwartet, dass Elrond so reagieren würde, aber andererseits sind sie ja auch in Thranduils Reich und er hat den obersten Heiler und Freund des Königs ziemlich brüskiert. Trotzdem, das verändert mein Bild von Elrond schon ziemlich. Ich bin ja mal gespannt, wie Thranduil darauf reagiert, immerhin hat er Nazar eine sehr hohe Stellung in seinen Hallen eingeräumt.
Ich kann mir ehrlich gesagt auch nicht vorstellen, dass das für die Beziehung von Nazar zu seinem Herrn so gut war und Elrond weiß das vermutlich auch. Puh ist schon nicht so einfach zwischen den beiden, aber das war es ja auch nie so wirklich. Da finde ich, dass Theredel schon ein besseres Gefühl für Nazar hat, so zumindest nehme ich das wahr. Mal gucken was da noch so kommt.

Die Strafe von Ûlvelui hat mich ehrlich gesagt auch sehr überrascht. Mhh oder auch nicht, ich weiß gar nicht so recht. Vielleicht bin ich auch einfach nur ein bisschen ernüchtert darüber, dass auch Elrond sehr streng und konsequent bestraft. Aber er tut mir schon ein bisschen leid, immerhin macht jeder mal Fehler und für diese Strafe erschien mir die Verfehlung nicht groß genug. Aber die Elben sehen das vermutlich anders. Na ja, sie sind eben doch speziell ;-)

So viel also von meiner Seite. Ich würde mich total freuen, wenn wir wieder öfter mal was von Dir zu lesen bekommen würden auch wenn es nur ein winzig kleines Kapitel ist. Aber ich versteh selbstverständlich auch, wenn andere Dinge wichtiger sind im Leben.
Ich wünsche Dir eine schöne Woche
Ganz liebe Grüße
Engine

Antwort von Rejanja am 04.10.2019 | 23:36:49 Uhr
Hallo MsEngine,

ich freue mich, dass Du mir als Leser erhalten geblieben bist! Danke für dein Lob!

Ich weiß gar nicht, ob Elrond selbst erwartet hat, dass er so reagieren würde. In jedem Fall merkt man ja schon, dass er auf diese Art des Umgangs einfach keine Lust hat. Es ist nicht seins – aber er wird für einen einzigen Elben auch nicht die Beziehung mit dem Waldlandreich riskieren. Ich denke nicht, dass es einen Einfluss auf die Beziehung zwischen Elrond und Nazar hat, und genau das weiß Elrond eigentlich auch. Nazar (oder eigentlich ja Côleredh) selbst findet die Strafe ja noch zu lasch. Ja,- du hast recht, Theredel hat ein besseres Gefühl für den Elben. Das liegt aber auch an der Nähe zu Mordor und der Strenge im Waldlandreich.
Ich denke auch, dass es ein wenig ernüchternd ist, dass auch Elrond streng und konsequent sein kann. Wenn wir aber ehrlich sind, klingt das auch bei Herr der Ringe an. Er ist einfach ein ziemlich hochwohlgeborener (Halb-)Elb, auch wenn er das nicht unbedingt rauskehren lässt. Und auch er ist ein Kämpfer und er kennt eben die Politik Ardas sehr gut. Naja, Ûlvelui hat seine Stellung als Vorgesetzter missbraucht. Ich persönlich finde das ja (da kommt der Elrond bei mir zum Vorschein) schlimmer als das, was Côleredh gemacht hat. Ûlvelui hat einen anderen Elben einfach aufgrund seiner persönlichen Gefühle gegen den obersten Heiler des Waldlandvolks benutzt. Das ist schon ganz schön heftig.
Ich werde mich redlich bemühen, öfters zu schreiben. Ich fand die Pause ja auch nicht schön!

Liebe Grüße
Rejanja
11.08.2019 | 16:05 Uhr
zu Kapitel 48
Sei gegrüßt Rejanja :)
Ich freue mich riesig das es weiter geht, hatte schon Angst du würdest abbrechen.
Die beiden letzten Kapitel waren harter Tobac und wirklich lehrreich im Bezug auf elbische Gepflogenheiten und Gesetze.
Eine kurze Unerrichtsstunde in Sachen Politik gab es auch.
Dir gilt mein ganzer Respekt. Was da aus deiner Feder kommt ist unglaublich.
Spannend, einfühlsam und sehr ergreifend.
Ich kann alle Parteien in dieser verzwickten Situation mehr als gut verstehen und nachvollziehen.
Besonders gut hat mir gefallen, wie du Theredels Meinungsänderung Colereth gegenüber beschrieben hast.
Ich bin so gespannt wie es mit unseren Elben weitergeht, vor allem wie Aran Thranduils Einschätzung dieses Vorfalls ausfallen wird.
Ein großes Dankeschön an dieser Stelle für deine wundervolle Arbeit :)
Ganz liebe Grüße, Sirii

Antwort von Rejanja am 01.09.2019 | 01:01:37 Uhr
Hallo Sirii,

ich freue mich, dass du mir als Leser erhalten geblieben bist. So eine lange Pause ist ja tatsächlich auch nicht gerade leserfreundlich, demzufolge wundere ich mich nicht, dass die Rückmeldungen wenige sind. Umso mehr freut mich deine und natürlich auch dein Lob!
Ja - es gibt bald tatsächlich die Option, die Geschichte zu beenden und endlich bei meiner lang vermissten Heilerin weiterzuschreiben. diesbezüglich gibt es schon Ideen von mir, allerdings sind diese wenig ausgereift, sodass ich mich ungern festlegen will.

Bis dahin bin ich ab und an einfach mal froh, noch ein wenig schreiben zu können, denn der Alltag nimmt mich doch zunehmend mehr in Beschlag. Doch ich bemühe mich, versprochen!

Liebe Grüße!
Rejanja
24.02.2019 | 15:27 Uhr
zu Kapitel 47
Hallo liebe Rejanja,

hach...dieses Kapitel macht mich traurig. Da ich persönlich kein großer Freund von Befehlen und Anweisungen bin, kann ich verstehen, wie sich unser Coleredh zwischen den verschiedenen Gewalten fühlen muss. Man wünscht sich nur, dass sich jemand um seine Gefühle kümmert und ihn nicht allein in seinem Kopf lässt.

Ich freue mich, wieder von dir gelesen zu haben.

Liebe Grüße
fatum

Antwort von Rejanja am 11.08.2019 | 00:07:30 Uhr
Huhu fatum,

Naja, Côleredh ist eigentlich ein großer Anhänger von Befehlen und Anweisungen. Er kennt es ja nicht anders. Um seine Gefühle sollte sich wirklich mal jemand kümmern. Das geht aber nicht, solange er sie nicht teilt. Das Teilen aber hat er vor langen Jahren als kleines Kind schlicht und ergreifend verlernt. Der arme Kerl.

Liebe Grüße
Rejanja
10.02.2019 | 15:38 Uhr
zu Kapitel 47
Hallo Rejanja,

wow, dieses Kapitel geht mal wieder richtig unter die Haut. Obwohl es die ganze Zeit in einem kleinen Raum spielt, was jetzt nicht nach der spannendsten Location klingt, ist das Kapitel wahnsinnig spannend. Andere brauchen eine Schlacht oder ähnliches, um dieses Gefühl zu erzeugen, du nicht.
Ich als Leser spüre Elronds Zorn beinahe greifbar und ebenso die erdrückende Gefühlsmischung in Côleredh, aber auch in Theredel. Du hast sehr eingehend beschrieben, wie das Gespräch, oder eher die Anhörung abläuft. Und du lässt am Ende des Kapitels den Leser mit einer einzigen Frage zurück, eine Frage, bei der ich persönlich nie gedacht hätte, sie mir stellen zu müssen. Damals, als Elrond bei der Ankunft im Grünwald Côleredh schlug, weil der Thîrdas angegriffen hatte, konnte ich mir schon nicht vorstellen, dass er Ähnliches noch einmal tun würde. Und dieses Mal scheint er es sogar von sich aus zu wollen! Wird Elrond die Strafe also wirklich vollziehen? Oh Mann, ohne Frage, du verstehst es, deine armen Leser bei der Stange zu halten! ;-P

Besonders gut geschrieben fand ich die Stelle, in der Côleredh nicht anders kann, als zu Boden zu sinken, anstatt stehen zu bleiben. Und die Stellen, wenn er gezwungenermaßen Blickkontakt zu Theredel aufnimmt.

Vielen Dank für dieses Kapitel, ich warte schon gebannt auf das nächste Kapitel.

Liebe Grüße,
Ichtys :-)

Antwort von Rejanja am 11.08.2019 | 00:13:01 Uhr
Huhu Ichtys

Danke für dein Lob! Ich lasse mein Protagonisten ja gerne in einfache Räume eintreten und versuche dann,, durch Gespräche, Gedanken und Gefühle Spannung zu erzeugen. Wenn es funktioniert, dann freut mich das immer ziemlich!
Ich habe euch nun ein halbes Jahr „zappeln“ lassen. Ein wenig Einblick gibt es im nächsten Kapitel, aufgelöst wird im darauffolgenden Kapitel. Das wird auch die nächsten Wochen on gehen – also keine halbjährige Wartezeit, versprochen!

Liebe Grüße
Rejanja
06.02.2019 | 13:49 Uhr
zu Kapitel 47
Hi Rejanja,

Das es Ärger geben würde war ja schon länger klar. Das der aber solche Auswirkungen haben würde…Na ja. Wenn alles was übel aufstößt immer nur unter den Teppich gekehrt wird, dann knallt es irgendwann halt richtig.
Klar tut es mir um Côleredh und dessen Rückseite leid. Aber ich denke, er wird damit klar kommen, irgendwie. Ich bin mir allerdings ziemlich sicher, dass er durch diese verhängte Strafe, wenn sie denn tatsächlich so ausgeführt wird wie verhängt, einen gewaltigen Rückschritt Richtung Mordor machen wird. So eine grausame Prozedur, sie passt einfach zu gut zu dem was er über Jahrhunderte erlebt hat. Womöglich wird dieser verrückte Elb sogar erleichtert sein, die Schläge zu bekommen. Schließlich bedeutet eine Strafe für ihn auch, dass die Sache damit aus der Welt geschafft ist. Falls er diese 75 Peitschenhiebe denn überlebt, wird er auch weiter leben dürfen. Doch genau da steckt für mich auch der Wurm drin. Klar er ist ein Elb, hart im Nehmen ist er sowieso, er ist demütig genug um auch so eine Strafe auch annehmen zu können. Aber ich hab auch mal irgendwo gelesen dass so viele fest ausgeführte Schläge mit einer Peitsche, (kommt auf das Ding selbst natürlich auch an und auf denjenigen der die Strafe ausführt und natürlich auch auf die Konstitution des Delinquenten) wenigstens für einen normalen erwachsenen Menschen, fast immer tödlich enden. Entweder stirbt der Typ schon während er die Schläge einstecken muss, oder aber später an den Folgen dieser Verletzungen. Schließlich birgt jede Art von Verletzung die Gefahr einer Entzündung in sich. Auch ein „einfaches“ Kollabieren kann mitunter ausreichen, wenn nichts dagegen getan wird. Irgendwo bei 40-50 Schlägen mit einer „normalen“ Peitsche liegt wohl die Grenze. Sind aber noch Knoten in den oder die Riemen eingeflochten, Knochenfragmente oder gar spitze Metallstücke, hört der „Spaß“ schon sehr viel eher auf.
Aber gut, du wirst ihn nicht sterben lassen, schließlich ist Côleredh derjenige um des es in dieser rein fiktiven Geschichte geht. (Gott sei Dank, es ist nur Fiktion und wir lesen nicht einen Bericht aus Saudi-Arabien, Singapur ….und wo sonst noch, wo solche Strafen an der Tagesordnung stehen und die Verurteilten sich darauf einstellen müssen, diese Grausamkeiten in kleinen Häppchen schlucken zu müssen. So lange bis dann irgendwann, in ferner Zukunft, die Anzahl der festgelegten Schläge auch erreicht sein wird. 1000 und mehr Schläge! Wer denkt sich so einen Wahnsinn nur aus! Schlimmer noch, wer ist so irre das auch noch auf biegen und brechen hinbekommen zu wollen. Denn sterben sollen die Verurteilten ja gar nicht! Sie sollen erzogen werden!
Genug gegruselt! Ich will mal ein Bisschen über Theredel senieren.
Auch für ihn verspüre ich echtes Mitleid. Obwohl ich ihm immer noch nicht so recht verzeihen will, das er nicht schon am Anfang, bei diesem Vorkommnis mit seiner leidigen Tasche den Mund aufgemacht hat. Grrrr. Dabei versteh ich auch noch, warum er nix dazu gesagt hat. Um des lieben Friedens Willen. Aber währet der Anfänge!
(Ich hätte in dieser Situation vermutlich auch den Mund gehalten, zumindest Elrond gegenüber.)
Aber wenn mich etwas so richtig fuchst, dann sprech ich gemeinhin denjenigen der mich mit seinem Verhalten so sehr auf die Palme bringt, direkt an. Ok, ich mach es nicht immer sofort, (kommt auf den Zwischenfall an) Eine nicht augenblicklich angereichte Tasche, das hätte ich auch ignoriert. Nicht jedoch, dieses offensichtliche Verweigern meiner Bitte) Gemeinhin versuche ich mich erst mal wieder selbst zu beruhigen, und erst dann knöpf ich mir den Typ vor. Sachlich und möglichst auf Augenhöhe. Wenn das dann allerdings nichts bringt, geh ich direkt einen Schritt weiter, mit vorheriger Ankündigung. Ich schätze übrigens Theredels übliches Vorgehen ziemlich ähnlich ein. Und man, wie oft muss ich es noch erwähnen, ich versteh ja warum er, diesen leidigen Vorfall auf sich beruhen ließ! Weil dieser Mist bei dem was um sie alle herum geschieht, einfach nur eine Nichtigkeit ist. Dieses viele Sterben, die Verzweiflung, das Hoffen und die ständigen Rückschläge, die permanente Erschöpfung aller, das muss bezwungen werden, nicht eine subtile Beleidigung seiner Person gegenüber.
Aber jetzt soll der Angeklagte auch noch für etwas büßen müssen, wofür nach Theredels Rechtsauffassung jemand anderes den Kopf hinhalten müsste. Ich bin echt gespannt, ob der Heiler diesen Umstand, jetzt, wo Elrond, der ja als Richter fungiert und sich dazu entschlossen hat nach den Gesetzten des Düsterwaldes zu urteilen, auch diesen Umstand in Betracht ziehen wird, falls Theredel den hohen Herrn denn überhaupt darauf hinweißt. Für Côleredh würd es mich freuen, einige Schläge weniger und der jenige der ihm diesen ganzen Schlamassel wegen dieser verfluchten Heilertasche überhaupt erst eingebrockt hat, bekommt auch sein Fett weg. Für Elrond würd es mich aber gar nicht freuen!
Derjenige Elb, der mit diesem ganzen Gedöse nun wirklich am wenigsten zu tun hatten, der muss letztendlich auch noch mit seiner Entscheidung vor Mr Thranduils Augen bestehen können.
So kann`s echt kommen! Endlich scheint es mal glatt zu laufen, der Tag beginnt entspannt. Unglaublich, alles ist geregelt! Die Pläne gehen auf, die ganze Arbeit zahlt sich aus. Und dann …! Tja und dann kommt es ganz anders als man denkt. Etwas ist geschehen womit niemand, man selbst am allerwenigsten, rechnen konnte. Auch noch von einer Seite schlägt das Grauen zu, von der man glaubte alles liefe reibungslos. Wie naiv man doch sein kann! Und warum hat man nur diese düsteren Gewitterwolken nicht aufziehen sehen? Weil man vor lauter Arbeit so eingespannt war, das man nicht mehr nach links und rechts sehen konnte, nur noch funktionierte. Und schon ist sie wieder aus, die Maus. Der gerade noch so schöne Tag mausert sich zu einem Supergau. The worst-case schlägt unbarmherzig zu.
Aber schlimmer geht ja bekanntlich immer!
Armer Elrond. So schlimm es sich letztendlich für Nazar/ Côleredh auch auswirken mag, Elrond tut mir in dieser Situation tatsächlich weitaus mehr leid. Ich möchte wirklich nicht in seiner Haut stecken. Er weiß genau er darf jetzt nicht einfach nichts tun. Er muss handeln und es wird ein Fehler sein was auch immer er entscheidet zu tun. Ich hoffe er findet unter all seinen beschränkten Möglichkeiten, die eine die am wenigsten Schaden anrichtet. Und ganz ehrlich ist bin mir nicht sicher ob die alleinige Bestrafung Côleredh der richtige Weg ist. Für Theredel und auch Thranduil ist es ganz sicher nicht so. In ihrer Vorstellung trägt derjenige die Verantwortung dem die Befehlsgewalt obliegt. Ok auch auf diesen Punkt ist Elrond bei seiner Befragung eingegangen und hat letztendlich und auch ziemlich unmissverständlich festgestellt, das Côleredh nicht Ûlveluis hätte gehorchen dürfen, weil dieser dem Rang nach halt hinter Theredels Stellung steht. Dennoch, in dieser vertrackten Situation, unter dem enormen Druck, der ohnehin ständig an Côleredh nagt… Aber egal, nur weil Côleredh in dieser, für ihn schrecklichen Situation, falsch entschieden hat Ûlveluis gänzlich außen vor zu lassen, ist für mein und vermutlich das Empfinden der meisten Leser völlig daneben. Ich glaube aber auch, das Elrond diese Sache nicht ohne ein Wort mit diesem Elb zu wechseln auf sich beruhen lassen wird. Nur Vertritt der Herr über Imladis die Auffassung, dass jeder der handelt auch für die Folgen seiner Handlung gerade zu stehen hat. Elrond unterstellt seinen Leuten die Kompetenz selbst Denken zu können. Toll ne! Aber damit nimmt er sie zugleich in die Pflicht das auch zu tun und nach ihrem Gewissen entscheiden zu müssen. Befehle/ Anweisungen dürfen und müssen demzufolge, wenn sie denn nicht als gerechtfertigt betrachtet werden können, auch verweigert werden. So ein Schlamassel aber auch. Niemand darf sich darauf ausruhen nur Befehlsempfänger gewesen zu sein. Dabei könnte es doch alles so einfach sein, so einfach wie im Düsterwald. Du machst was dir befohlen worden ist, und kommt dabei nur Käse heraus, dann bist du aus dem Schneider, weil du ja nicht entscheiden durftest.
Ich bin echt gespannt wie Thranduil die Sache sieht. Und ich bin wenigstens genauso gespannt zu erfahren ob diese Strafe tatsächlich so vollzogen wird, wie sie bestimmt wurde, und noch mehr interessiert es mich wann sie denn überhaupt vollstreckt werden soll.
Hier in dieser Stadt voller Menschen, vermutlich nicht. Einmal weil keine Hand vermisst werden darf um das zu schaffen wofür die elben herkamen, auch wenn Côleredh Infusionssystem grandios funktioniert. Doch was würde das für einen Eindruck bei den Menschen hinterlassen. Hochkultivierte Elben die sich gegenseitig das Fell von den Rippen schlagen, neee ne, das geht ja mal gar nicht.
Zu diesem Vorfall auf dem Marktplatz bin ich übrigens mit Absicht nicht eingegangen. Denn hier liegt die Sache um die „Schuld“ sehr viel klarer. Und auch wenn gutes aus Côleredhs „Vergehen“ hervorgegangen ist, er hat gepatzt. Vielleicht wird Elrond oder sonst ein Richter dem Mordorelb aufgrund dieser Tatsache ja ein paar Schläge erlassen? Ich würde es Côleredh wünschen, auch wenn der vermutlich nicht mal im Ansatz begreifen wird, warum dieses Vergehen dann plötzlich doch mit einer milderen Strafe geahndet werden soll.

Ein Hammerkapitel hast du hier abgeliefert
wirklich Klasse!
Und ich freu mich schon sehr auf das Nächste

Liebe Grüße dir
Der Gurkensalat

Antwort von Rejanja am 11.08.2019 | 00:17:34 Uhr
Huhu meine liebe Gurke,

solltest du jemals wieder ins Internet kommen – es warten Facebook-nachrichten, Pns und nun auch beantwortete Kommentare auf dich. Alles von mir. Ich suche dich!
Ich werde diesen sehr langen und sehr schönen Review beantworten, wenn du wieder da bist. Das heißt, in deinem nächsten Review, der hoffentlich bald kommt!

Liebe Grüße
Rejanja
15.01.2019 | 11:21 Uhr
zu Kapitel 47
Liebe Rejanja,

ich hätte heulen können bei diesem Kapitel! Am liebsten wäre ich in den Raum gestürmt, hätte Elrond eine Ohrfeige verpasst und Theredel gesagt, er solle gefälligst den Mund auf machen und seine Ansicht der Dinge mal klar kommunizieren.
Auch wenn ich Elronds Gedanken total nachvollziehen kann und sie absolut logisch und sicher nicht blöd sind, wäre das nicht meine Art, soetwas zu klären. Ich würde dabei vermutlich einen politischen Skandal heraufbeschwören, aber ich hätte mich am liebsten hingesetzt und das mit den dreien ausdiskutiert. Aber Coleredh, um den es mir ja geht, wäre damit vermutlich vollkommen überfordert gewesen... und ich hätte es trotzdem getan!!!

Leider kann ich alle drei Pateien in ihrer jeweiligen Sichtweise verstehen, da sie ja quasi alle drei verschiedene Aspekte vertreten, die (wenn auch oft nicht in so klarer Form und nicht immer alleinstehend) alle in unserem menschlichen Denken vorkommen.
Es ist super, wie du parallel drei konträre Sichtweisen so passend darstellen kannst!
Jetzt würde ich am liebsten direkt weiter lesen und Theredel einen Schlag auf den Hinterkopf verpassen, wenn er nicht doch noch den Mund auf macht und die Sache zumindest im ersten Punkt gerade rückt. (Denn wenn er selbst von einer Unschuld Coleredhs in der Taschen-Angelegenheit ausgeht, gibt es ja keinen politisch wichtigen Grund, Coleredh so zu bestrafen). Ich glaube, dass ein so sensibler Elb wie Coleredh den Sachverhalt mit den übergreifenden Rangordnungen verstehen kann, wenn man es ihm erklärt und ihm aufzeigt, wie er sich in solchen Situationen verhalten soll.
Vielleicht kann man ihn ja immer und immer wieder ermutigen, (oder ihm befehlen), im Falle eines Konflikts zwischen Gehorsam und dem "gefühlten Richtigen" diesen Zwiespalt noch in der Situation selbst zu benennen.
Und Ulvelui sollte natürlich darüber in Kenntnis gesetzt werden, dass er Coleredh mit seinem störrischen Verhalten in eine Zwangslage gebracht hat. ER ist derjenige, durch den Theredel sich beschämt fühlen könnte!

Wie auch immer; es ist schön, wieder von dir zu lesen und die Geschichte von Coleredh weiter miterleben zu können!! ch freue mich unglaublich auf das nächste Kapitel!!!!

Liebe Grüße und ein etwas verspätetes frohes und gesegnetes neues Jahr!
Ismira

Antwort von Rejanja am 11.08.2019 | 00:03:38 Uhr
Huhu Ismira,

Ja- ich kann die Parteien in ihrer Sichtweise auch sehr gut nachvollziehen. Trotzdem bin auch ich froh, nicht in dieser Welt zu leben. Bin aber ja auch nur ein Mensch und kein Elb, was weiß ich also schon.
Côleredh versteht viel, nur leider ist der Kerl wegen anderer Dinge komplett überfordert. Er lebt in einer neuen Welt, der er sich noch nicht angepasst hat, folglich fällt ihm vieles sehr schwer, was er eigentlich schon könne müsst. In ihm gibt es sehr stark widerstreitende Gefühle, die er nur unterdrückt aber nicht klar reflektiert, damit an die Oberfläche bringt und zur Heilung bringen kann. Er braucht noch Zeit!
Ûlvelui wird schon noch zur Rechenschaft gezogen werden – das kommt, keine Sorge!
Ich hoffe, Du wirst trotz der stark verspäteten Antwort dennoch weiterlesen! Mich würde es freuen!

Liebe Grüße
Rejanja
12.01.2019 | 13:17 Uhr
zu Kapitel 47
Äh ... nein. Ich verstehe hier weder Elrond noch den Heiler. So ein Bohei um nichts ... Sorry. ich hab's nicht so mit Rangordnungen. Wenn Verbeugungen und Gesten und Geschwafel höher eingeschätzt werden als eine Tat zur rechten Zeit, wenn es um Heilung von Leben geht, dann verteile ich die große Pfanne für beide Chefs und haue sie ihnen einmal gehörig um die Spitzohren. Notfalls auch mehrfach. ;-)

Antwort von Rejanja am 10.08.2019 | 23:58:26 Uhr
Huhu SilviaK

Ich gebe dir absolut Recht. Es ist echtes Bohei – und von unserer Perspektive auch ein Bohei um Nichts.
Die Pfanne kannst du echt gerne austeilen ^^ Ich wäre an deiner Seite! Aber die beiden Chefs würden uns wohl aus Mittelerde jagen ^^
Seis drum – ich finde es auch ziemliches Geschwafel – aber so sind sie halt, die Elben ^^

Liebe Grüße
Rejanja
12.01.2019 | 02:59 Uhr
zu Kapitel 47
Okay
Hey,
Erstes Review zu einer deiner Geschichten.. Die waren immer so.. unnahbar trifft es wohl am besten..
Aber ich bin zuversichtlich weder gebissen noch ausgepeitscht zu werden. .. bitte

Die Sache mit der Tasche ist ja schon echt schief gelaufen, aber ab der Aktion auf dem Markt war dann doch klar, dass es Folgen haben würde.. Aber so weitreichende..

Elrond hat sich wie ein gütiger Herr verhalten und Nazar sich erklärt lassen. Soweit das als freiwillige Handlung angesehen werden kann.

Es ist faszinierend zu sehen wie schnell der Stolz Elronds in Enttäuschung umschlägt. Er war doch wenige Stunden zuvor noch zufrieden mit allem.

Es bleibt lediglich zu hoffen, dass diese Masregelung nicht den Fortschrit von Jahrzehnten Völlig zu Nichte macht.

Aber, in dieser vermischten Gesetzesform erscheint die Strafe gerecht, wobei Sie nach Waldelbenrecht wohl zu hart wäre, da Nazar für die Sache mit der Tasche wenig kann.

(Deine Geschichten sind alle toll, bin nur zu schüchtern, du schreibst so, dass man die Zeit und die Umgebung vergisst und die Geschichte miterlebt. Du hast ea auch mit dieswm Kapitel geschafft mich zum weinen zu bringen.

Lunanara

Antwort von Rejanja am 10.08.2019 | 23:56:18 Uhr
Huhu

Echt? Die Geschichten waren unnahbar? Vielleicht die Charaktere, denn die sind manchmal wirklich unnahbar – aber ich bemühe mich, den Leser schon mit einzubinden. Das ist nicht so leicht, immerhin umfasst die Leserschaft eine große Bandbreite. Es finden sich sowohl junge als auch alte, männliche und weibliche Leser, die dies Storys nachfragen.
Ich hoffe, du liest weiter, auch wenn ich nun eine größere Pause eingelegt habe!

Liebe Grüße
Rejanja
12.12.2018 | 22:42 Uhr
zu Kapitel 46
Hallo Rejanja,

kurz vor Weihnachten will ich dir noch schreiben.
Einmal um dir eine schöne Vorweihnachtszeit zu wünschen und später dann ein wunderschönes Fest mit deinen Lieben, aber auch um dir einen Kommentar zu Kapitel 46 zu hinterlassen.

Da lag ich wohl mal wieder mit meinen heimlichen, wenn auch öffentlich geäußerten Wünschen und Gedanken ziemlich daneben. ; (
Wenn ich nicht wüsste, dass du deine Kapitel nicht extra frisierst um meine Vorstellungen des weiteren Werdegangs der Geschichte über den Haufen zu werfen, dann könnte ich mich fast darüber ärgern, dass ich so auf dem Holzweg war.
Aber Schlimmer geht ja bekanntlich immer. ; )
Denn genau so fühlte es sich für mich an dieses Kapitel zu lesen. Erst wirkt tatsächlich alles recht harmonisch. Côleredh hat einen Karren besorgt, sogar ein Pferdchen auftreiben können um diesen zu ziehen. (er muss also, entgegen meiner Befürchtungen nicht selbst das Zugtier spielen! Was ich tatsächlich schon vor Augen hatte)
Seltsam ist dann natürlich das Theredel sich verspätet. Doch während der junge Mensch sich darüber ärgert, bleibt der Elb gewohnt gelassen, unnahbar, demütig, Er weiß halt, Theredel wird sicherlich seine Gründe für diese Verspätung haben, denn der Heiler Thranduils reist sich ja wirklich den Ar.. auf um allen Anforderungen gerecht zu werden. Und wenn nicht, na dann, du meine Güte, der Mann ist halt auch nur ein Elb aus Fleisch und Blut. Selbst wenn er nur verschlafen haben sollte, kann man ihm das doch wohl kaum vorwerfen, oder? Außerdem hat Côleredh nicht das Recht dazu, sich über einen ihm vorstellten Heiler zu beschweren, oder um sich um dessen Gründe für eine kleine Verspätung Gedanken zu machen. (So wird er zumindest selbst darüber denken)
Wie auch immer, sie traben also los und, wer hätte das gedacht, Theredel nimmt Côleredh wirklich bewusst und sogar wohlwollend wahr! Fast entschuldigt er sich dafür, dass der Mordorelb auf der Ladefläche ihres Vehikels Platz nehmen muss und dann bringt, neben einer Erklärung für seine Verspätung, sogar noch ein aufrichtiges Lob an. Ich denke Côleredh müsste eigentlich, bei diesem Lob für einen kurzen Augenblick auf Wolke sieben geschwebt sein, falls er denn schon dazu in der Lage währe sich über ein Lob dieser Art tatsächlich freuen zu können. (Aber genau das, bezweifle ich leider wieder. Es werden wohl noch einige Jahrhunderte vergehen, bis Côleredh/Narza sich wirklich von sich heraus und offen über etwas ihn betreffendes freuen kann.)
Auf dem Marktplatz angekommen entwickelt sich die ganze Sache dann aber leider nicht so rund wie ich es mir gewünscht hätte. Und für meinen Geschmack trägt nun tatsächlich ihr Zugtier die Schuld daran. Denn natürlich begleitet Braian Theredel zu den entsprechenden Händlern, der kennt sie ja auch und es stellt sich schnell heraus das es eine gute Idee war, ihn die ersten Worte spricht um Therdel mit den Händlern bekannt zu machen. Und natürlich muss jemand während der Verhandlungen auf Pferd und Wagen Acht geben. Sie befinden sich schließlich in einer Stadt der Menschen! Auf einem belebten Marktplatz! Wer da nicht auf sein Hab und Gut Acht gibt …der hat dann plötzlich zwei Karren und nen` ganzen Stall voller Pferde die er mit nach Hause nehmen muss. Oder so ähnlich.
Nur wäre halt dieses Zugpferd nicht, hätten sie nur einen kleinen Handkarren dabei, dann wäre der Mordorelb nicht allein geblieben, hätte sich nicht für einen Augenblick von ihrem eigentlichen Vorhaben, mit den entsprechenden Händlern zu sprechen abbringen lassen. Er hätte sich nicht plötzlich und unerwartet an eine längst vergangene Begebenheit erinnert…und sich ganz in dieser Erinnerung verstrickt, erdreistet, diesem Händler aus dem Süden auf eigene Faust und ohne Absprache mit Theredel, das Heil-Bier und ein paar Säckchen Hirse abgekauft.
Hätte, hätte, Fahrradkette!
Und schon haben wir den Salat. Côleredh ist jetzt erstmal bei Theredel ganz unten durch. Überaus verständlich und überaus tragisch für den Mordorelb. Wirklich, er tut mir gerade sehr leid. Denn eigentlich hatte er gar nicht anders handeln können als wie er es tat. Seine durchlebte und durchlittene Vergangenheit hat ihn gelehrt wie wichtig es ist dieses Gebräu des Händlers zu ergattern. Auch für ihn selbst! Denn es hilft seiner Herrin bei Kräften zu bleiben und was wird aus ihm werden wenn sie verstirbt? Ich denke Côleredh hätte die damalige Bestrafung sicher als ungerecht empfunden, wenn er denn gewusst hätte was Ungerechtigkeit wirklich bedeutet. Du schreibst zwar in dem Text, Côleredh versteht die Wut seiner Herrin, die sich wegen der geringen Ausbeute seiner Verhandlungsbemühungen gegen ihn richtet, aber dennoch. Côleredh, hatte vermutlich nur eine begrenzte Menge Geld bei sich, zugeteilt von seiner Herrin. Und nicht er ist für die horrenden Preise dieses Heilbiers verantwortlich sondern die südländischen Sklaven, die es möglichst gewinnbringend verhökern müssen um wiederum ihren Herren zu gefallen. Je mehr Gewinn diese mit ihrem Verkauf machen, desto besser stehen sie da und die zum Kauf ausgesandten Sklaven, die halt nicht genügend Geld bei sich tragen um mit bieten zu können, denen bleibt eben nichts anderes übrig als wenigstens das wenige zu nehmen, was sie bekommen können. Ob nun unbewusst oder bewusst wahrgenommen, ungerechte Strafen, doch noch mehr hilfloses Ausgeliefert sein, ob einer Situation oder einem Anderen gegenüber, prägen sich sehr viel tief und nachhaltiger ein, als gerechtfertigter Tadel oder auch das Gefühl etwas aus eigenem Antrieb erreicht zu haben. Selbst wenn Côleredh weiß, das er nicht mehr Sklave eines Menschen ist, nicht mit schmerzhaften Bestrafungen, oder gar dem Tod zu rechnen hat wenn er einen Fehler macht, so bleiben diese dunklen Erfahrungen immer ein Teil von ihm. Die Furcht die er nun empfindet, weil er nicht nur Theredel sondern auch noch seinen Herrn Elrond enttäuscht hat muss wirklich schlimm sein. Die Sorge, was wird aus mir werden, wenn sie mich ablehnen, ist für Côleredh vermutlich ähnlich schwer zu tragen wie die damalige Sorge darum was aus ihm werden wird, falls seine Herrin verstirbt. Für ihn fühlt sich diese ganze vertrackte Situation vermutlich essenziell bedrohlich an. Was aber noch gruseliger ist, so wie ich Côleredh inzwischen einschätze werden ihn seine Erinnerungen vermutlich immer mal wieder, zu Handlungen provozieren, die auf Außenstehende befremdlich, womöglich auch beängstigend wirken.
Das es gerade Theredel ist, den er mit seiner Art ständig vor den Kopf stößt, das ist wirklich …!
Aber es macht die ganze Sache um seinen weiteren Werdegang auch noch interessanter als sie es ohne hin schon ist. : )

Also vielen lieben Dank für dieses wunderbare Kapitel

Der Gurkensalat

Antwort von Rejanja am 07.01.2019 | 23:42:39 Uhr
Huhu Gurke!

Und Dir ein frohes neues Jahr!

Nene, ich frisiere nichts. Bevor ich ein Kapitel fertig habe, aber ich die Grundzüge zumindest des nächsten Kapitels, manchmal auch mehrere bereits im Kopf. Eine wirkliche Beeinflussung findet so gar nicht statt – ich schreibe einfach, was ich sehe. Das ist leider nicht immer das, was ich den Elben wünsche, aber manchmal muss sogar ich stöhnen. Denn manchmal lässt ein Charakter einfach gewisse Verhaltensweisen nicht zu – dann muss ich Umwege gehen, um an mein Ziel zu kommen, kennst du das?
So wäre es zum Beispiel mit Côleredh und dem Zugtier … denkst du wirklich, Theredel würde das zulassen, oder Thranduil oder Elrond? Immerhin würde dann ein Elb vor Menschen gedemütigt! Egal, wie sehr die leben sich intern kabbeln – extern würden sie so etwas niemals zulassen! Das stimmt für Thranduil, bei den anderen steckt auch noch eine Portion Herz und Empathie dahinter. Nein, kein Elb in der Position der drei würde so eine Demütigung gutheißen. Wenn ich also so ein Szenario erschaffen wollen würde (will ich aber eigentlich nicht), wäre ich gezwungen einige Umwege zu gehen, um das Bild zu schaffen, dass Côleredh in Thal als Zugtier missbraucht wird – mit allen Konsequenzen, denen Thal sich dann ausgesetzt hätte …
Jo, und nu gibst du dem armen Zugtier die Schuld ^^ Naja, aber wie solche Situationen so sind. Irgendwie haben alle Schuld (Außer Barain, der kann nu nix dafür). Die Situation ist einfach ziemlich dumm gelaufen, denn wie du schon richtig erkannt hast, Côleredh stand da innerlich irgendwie unter Zwang. Allerdings steckt hinter der Anmerkung, dass Côleredh seine Herrin versteht, eine doch etwas komplexere Angelegenheit, die auch bei uns Menschen bei Geiselnahmen auftritt. Ich deute hier das sog. Stockholm-Syndrom. Letztendlich ging es Côleredh da ähnlich. Er sympathisiert mit seinen dunklen Herren (als Form des Überlebens), heißt ihre Urteile gut – ja fordert sie sogar. „Verständis“ empfinden ist nur einer der vielen Empfindungen, die er gegenüber diesen Ungeheuern aus Mordor hat – diese Herrin hat er sogar heiß geliebt, was man so als Liebe bezeichnen kann bei einem Elben in so einer misslichen Lage …
Was Côleredhs Furcht angeht, ist diese tatsächlich noch intensiver, denn es geht hier gar nicht darum, was aus ihm wird. So, wie dieser Elb noch drauf ist, würde er es sogar begrüßen, wenn er eine fürchterlich schmerzhafte Strafe bekäme, denn so eine Strafe birgt ja auch die Möglichkeit der Vergebung. Ihm brennt das eigene Versagen und damit den möglichen Verlust der Achtung und Zuwendung seines Herrn viel mehr, immerhin bedeutete diese jahrhundertelang sein Überleben und auch Leben. Kurz gesagt: Er hat sich mit dem Täter gemein gemacht, empfindet Sympathie für ihn, hat die schrecklichen Taten an ihm positiv umgedeutet (ist ne Überlebensstrategie). Côleredh nimmt seine eigenen Bedürfnisse nur rudimentär wahr (aber immerhin tut er es, und zwar immer mehr – das war am Anfang ja fast gar nicht gegeben), die seiner Herren oder übergestellter Elben nimmt er noch viel mehr wahr. Dieser Elb bemerkt gar nicht, dass es in der Tiefe eine reine Überlebensstrategie ist, die ihm so fühlen lässt, dazu ist er emotional immer noch viel zu taub. Er ist von echter Heilung weit entfernt, trotz des wirklich guten Umfeldes.

Dass es gerade Theredel ist …den Valar sei Dank ist es niemand anders, würde ich eher sagen …

Liebe Grüße
Rejanja
10.11.2018 | 22:43 Uhr
zu Kapitel 46
Meine Güte, meine Güte ... was haben denn diese und jene Elben denn immer für ein tierisches Problem mit Col? (mir ist sein neuer Name noch nicht so geläufig :-D )
Ich muss gestehen, ich habe von Deiner Geschichte einige der ersten Kapitel gelesen, dann erst wieder ein paar in der Mitte und dann ein paar am Ende. ;-) Col ist ja so sehr in seinem Verhalten in seinem vergangenen Leben gefangen, das fand ich schon etwas anstrengend mitzuverfolgen, daher bin ich ein bisschen gesprungen, um zu schauen, ob er Fortschritte macht. Tut er ja, wie ich sehe (dafür gabs auch ein Sternchen) - aber ernsthaft? Nach 200 Jahren steckt er da immer noch so tief drin?
Die Elben haben bei Dir aber auch so ihre Eigenarten - ein ganz schönes höfisches, höfliches, eigenartiges Getue um Floskeln und Gesten und Rangordnung und so weiter. Wer soll denn da durchsehen? (Auch nach 200 Jahren ... ;-) ) Sie könnten ihr Leben aber auch ein bisschen einfacher und stressfreier haben, die Spitzohren.

Antwort von Rejanja am 05.01.2019 | 00:08:26 Uhr
Huhu SilviaK,

erst einmal danke für das Sternchen!

Ja, die Story ist langatmig geschrieben. Das ist ein Stil, der nicht jedem gefällt und den ich beizeiten auch nochmal überdenken muss. Immerhin sollen die Leser ja bei der Stange bleiben und nicht genervt Kapitel scrollen. Kann ich aber gut nachvollziehen, auch wenn viele gute und sinnige Details dabei verloren gehen.
Die Elben Mittelerdes leben sehr lange. Wer 800 Jahre mit einem gewissen Verhalten leben musste und auch so aufgewachsen ist, der ist für sein Leben geprägt, das kenne wir auch von uns Menschen. Im Vergleich dazu sind 200 Jahre gar nicht, denn Imladris ist dermaßen anders in all seinen Wertigkeiten als Mordor, sodass jegliche Überlebensstrategien richtiggehend umgekrempelt werden müssen. Im ersten Teil, vor dem 200 Jahre Sprung aber ist deutlich zu erkennen, dass Côleredh den Weg der Wegdrängung geht. Außer seinem namen hat er anfangs gar nichts gelernt – seine Strategie der Unterdrückung und des bedingungslosen Gehorsams führt er immer weiter fort. Wenn 800 Jahre unseren menschlichen 25-30 Jahren entsprechen (und das ist gut gerechnet), dann wären 200 Jahre ca. 6-7,5 Jahre. Also ist dieser Elb (bei einem umgerechneten Alter von 30 Jahren, erst mit 22,5 Jahren zu Elrond gekommen. Und da ist der Hauptteil der Entwicklung bei uns allen bereits abgeschlossen und wir alle sind in unserem Verhalten noch mindestens weitere 7 Jahre gefangen – nur eine Idee.
Jaaa, meine Elben sind Charaktere, die selten stromlinienförmig sind! Stromlinienförmig ist allenfalls das Aussehen, wenn nicht Elben wie Theredel immer das Bild stören würden^^. Mainstream-Elben gibt es natürlich auch, nur über die gibt es wenig zu erzählen. Auch wenn immer mal wieder jemand durch die Story huscht ^^ .Du kannst dich ja mal auf die Suche nach denen machen! Sie sind da- versprochen^^

Liebe Grüße!
Rejanja
01.11.2018 | 15:27 Uhr
zu Kapitel 46
Hallo meine liebe Rejanja,

ja, ich weiß, lang ist her... Ich habe gerade nachgeschaut... Kann es wirklich sein, dass ich mein letztes Review hier vor über zwei Jahren geschrieben habe? Oder dass diese Geschichte auch genau so alt ist? Du meine Güte. Aber ja, ich lebe noch.

Eine recht unruhige Stute, die die Heiler da ausgewählt haben scheint mir. Ich hätte fast erwartet, dass sie im weiteren Verlauf irgendwann noch scheut und dabei fast einen Unfall verursacht, aber Côleredh scheint ganz gut mit Pferden zu können. Oder sie beruhigt sich allgemein durch die Gegenwart gleich zweier Elben.
Es imponiert mir, und es ist ein Stück weit auch lehrreich für mich zu lesen, wie Côleredh mit seinen Gefühlen umgeht. Die Art wie er seine Gefühle beobachtet wirkt extrem achtsam und aufmerksam, aber nicht mehr ablehnend wie noch am Anfang der Geschichte sondern tatsächlich hauptsächlich interessiert. Ich bin gespannt wie sich das noch weiterentwickelt - und ob er irgendwann auch den zweiten Schritt, nämlich das Äußern eben jener auch noch lernt.
Ich muss sagen, ein wenig irritiert bin ich schon. Es liegt nicht gerade in Theredels Natur sich zu verspäten, ich gehe also davon aus, dass es etwas unaufschiebbares war, was ihn davon abgehalten hat pünktlich zu sein. Ich bin gespannt, ob du darauf noch einmal eingehst. Aber etwas negatives scheint es ja zum Glück nicht zu sein, immerhin benimmt er sich Côleredh gegenüber nach der subtilen, aber deutlichen Maßregelung Elronds im letzten Kapitel durchaus höflich. Dass er ihn dann noch für seine Erfindung lobt kann man wohl schon fast als Überwindung betrachten, wenn man bedenkt wie sehr er Côleredh zu verabscheuen scheint. Allerdings stelle ich mir auch hier immer wieder die Frage, warum dem so ist. Es scheint, als würde Côleredh seine Herkunft auch nach Jahrhunderten noch anhängen, denn diese Abneigung ist mit einer simplen Respektlosigkeit, die Côleredh nicht einmal wirklich zu verschulden hatte kaum zu erklären. Sehr hilfreich wäre es, wenn Theredel diesen leidigen vergangenen Vorfall endlich einmal ansprechen würde, am besten noch bei dem Elben selbst. Ich habe den Verdacht, dass hier auch ein wenig ein gekränkter Stolz mit reinspielt und Theredel sich durch Côleredh in seiner Stellung herabgesetzt fühlt - auch hier wäre ein Gespräch sinnvoll. Warum nur reden die beiden Elben nicht miteinander?
Dass Côleredh einmal mehr von einer Erinnerung übermannt wird ist nicht sonderlich überraschend, vor allem wenn man die Situation bedenkt und sich daran erinnert, dass er kaum ausreichend ruht. Dass sie so heftig ist kam für mich ein wenig überraschend - ebenso wie sein plötzlicher Entschluss das Bier zu kaufen. Eine Kurzschlussreaktion, nicht nur von ihm, sondern auch danach von Theredel. Ja, sich unerlaubt zu entfernen war unhöflich und mit Sicherheit hätte er erst um Erlaubnis bitten sollen, doch in diesem Fall schien ihm das psychisch einfach nicht möglich gewesen zu sein, was in Anbetracht seiner Vergangenheit durchaus verständlich ist. Und so sehr ich Theredel auch zugeneigt bin: Dass er wieder einmal jeglichen Erklärungsversuch abweist ist ebenso unhöflich wie Côleredhs Verhalten. Wir werden sehen, wie sich das entwickelt - ich denke, auch Elrond wird der Meinung sein, dass Theredel hier über reagiert hat, zumindest wenn Theredel die Geschichte wahrheitsgetreu erzählt. Allerdings gehe ich davon kaum aus, wenn man bedenkt wie wütend der oberste Heiler Thranduils gerade ist.
Ich muss sagen, auch wenn Theredel sich bloßgestellt und beschämt fühlt, sein eigenes Verhalten trägt gerade nicht dazu bei, diesen Umstand zu lindern. Ich muss gestehen, als Außenstehende würde ich mich gerade neben diesem Elben aufgrund seiner Art sehr unwohl fühlen und ihm ob seines Verhaltens wohl doch den ein oder anderen irritierten Blick zuwerfen.

Na ja. Wir werden sehen, wie sich das alles entwickelt und ich bin sehr gespannt, wie Elrond auf die neuesten Ereignisse reagiert. Wäre ich an seiner Stelle, ich würde die beiden wahrscheinlich zusammen in einen Raum stecken und sie erst wieder rauslassen, sobald sie das unter sich ausgemacht haben, immerhin kann das gesamte Unternehmen darunter leiden, wenn sie nicht zusammen arbeiten können. Wie konnte sich aus dieser Wut im Moment nur die Hochachtung entwickeln, die Theredel Côleredh gegenüber in der Gabe der Heilerin zeigt? Ich glaube, da wird noch etwas größeres auf uns zukommen.

Eine Frage brennt mir schon seit längerem auf der Zunge: Wenn auch wahrscheinlich in etwas abgewandelter Form, existiert die beschriebene Krankheit auch bei uns? Und wenn ja, hat Hirse in diesem Falle tatsächlich eine heilende Wirkung, oder ist das nur etwas, was auf der verzweifelten Suche nach einem Heilmittel erfunden wurde, um die Massen zu beruhigen?

Zu guter Letzt noch ein Rat für alle: Kommunikation, Leute. Ist nicht so schwer und macht das Zusammenleben wesentlich einfacher - natürlich nur wenn beiden Parteien gewillt sind an der aktuellen Situation was zu ändern. Und das scheint hier nun wirklich nicht der Fall zu sein.

Liebe Grüße und bis bald!

Antwort von Rejanja am 05.01.2019 | 01:18:28 Uhr
Huhu Elenwe,

ein Review von dir ist immer gut, egal, wie lange er her ist. Also kümmere dich nicht darum, mir macht es nichts aus. Ich weiß ja, wie kurz der Tag für jeden von uns ist und wenig wenig Zeit (und wenn Zeit, dann oft wenig Muße) zur Verfügung steht.

Nein, du hast Recht – Côleredh kann gut mit Pferden. Generell kann er gut mit Tieren, denn sie spüren auch seine hellen Seiten viel intensiver, die oft von seinen dunklen Seiten so verdrängt werden. Nun- ja, Côleredh ist hier schon gewachsen. Ehe man Gefühle äußern kann, sollte man sie definieren können und ehe das geht, muss man sie ein stückweit beobachten. Genau an diesem Punkt ist er jetzt. Er beobachtet und definiert innerlich. Aber er hinterfragt sehr wenig – noch zumindest. Viele Gefühle entspringen ja anerzogenen Wertmaßstäben, die man gerne hinterfragen darf – die meisten tun es nur nicht, sondern lassen diese ihr Handeln bestimmen. Das tut Côleredh übrigens auch noch viel zu oft.
Nein, ich sage gleich. Es ist der Stress, den Theredel zu spät kommen lässt, die ungewohnte Umgebung und die Tatsache, dass er hier einen Tag nicht besonders entspannt planen kann. Es ist weder Unachtsamkeit oder Nachlässigkeit, sondern tatsächlich Stress, der ihn unpünktlich sein lässt. Da fällt mir grad ein sehr gutes Zitat ein ^^: „…Unpünktlichkeit ist keine Bosheit, vielmehr ist es Nachlässigkeit und mangelnde Achtsamkeit und damit eine Frage der Wertschätzung …“

Ein zweites Mal nein: Theredel muss sich nicht überwinden, Côleredh zu loben. Das ist Professionalität. Er ist alt und vor allen Dingen emotional reif genug, um die Leistung einer Person unabhängig von seiner Sym- oder Antipathie zu würdigen. Arbeitstechnisch würde man sagen: Er ist in der Lage auch mit Personen zusammenzuarbeiten, die er nicht mag oder mit denen er ein Problem hat – eine gute Eigenschaft, die es bei den Menschen längst nicht immer gibt, aber die für Führungskräfte in bestimmten Rängen obligatorisch ist. Schaffen viele Vorgesetzte nicht immer, die meisten aber zu 90-99 %. Die die es nicht schaffen, sind dann die Horror-Chefs, für die keiner arbeiten will …
Übrigens ist diese Respektlosigkeit nicht simpel gewesen: immerhin hat es der gesamte Stab Theredels mitbekommen und der Heiler hat absolut ein Recht darauf, sauer zu sein. Wenn es hinter verschlossener Tür gewesen wäre … war es aber nicht. Bedenke Theredels Rang als königlicher Heiler (steile Hierarchien), und die Gesetzte von Befehl und Gehorsam (autoritäres Staatsform)im Waldlandreich …

Natürlich wäre es hilfreich, wenn Theredel das einfach mal ansprechen würde. Allerdings nicht bei Côleredh, das steht ihm nach seinem Verständnis nicht zu. Es wäre der Herr Côleredhs, den er ansprechen müsste, Meister Elrond … aber du kannst Dir sicherlich vorstellen, dass so etwas dann nicht mit einem freundlichen „Reden wir mal drüber“  abgehandelt wird. In allem anderen stimme ich Dir zu: Theredel ist sehr brüsk zu Côleredh und lässt eine Bitte um Erklärung nicht zu. Das ist extrem unhöflich, ja schroff, und wäre es ein Elb seines Stabs übrigens sogar fast rechtswidrig, zumindest, wenn er eine Strafe verhängt, ohne dass sich Côleredh zuerst äußert darf und sein Verhalten erklären darf. Nur ist Côleredh kein Elb seines Stabs und Theredel ist nicht in der Verantwortung, für sein Wohl zu sorgen. Trotzdem hätte er sich beherrschen können und es professioneller angehen können … eigentlich kann er das!

Naja, du würdest so reagieren, wie ein Kind deiner Zeit in Deutschland reagiert. Ich würde es übrigens ähnlich machen und die beiden auch zusammen in einen Raum einsperren^^. Aber Elrond ist ein Elb seiner Zeit und wenn er nicht ernsthafte Konflikte mit Thranduil heraufbeschwören will … und das will er nicht, wird er sich nicht erdreisten, Côleredh erziehen zu wollen … soweit verrate ich schon mal^^

Zu deiner Frage, was die Krankheit angeht. Ja, sie existiert selbstverständlich auch bei uns! Und jegliche Heilung, die ich anführe ebenfalls … sonst würde mir das Geschreibe ja gar keine Spaß machen! Krankheiten erfinden kann jedenfalls jeder. Eine Krankheit unserer Welt mit entsprechenden Heilungsmethoden in Tolkiens Mittelerde zu transferieren-und zwar fachgerecht, das ist der Spaß! Ja-diese besondere Hirse (die es auf dieser Welt natürlich auch gibt) kann bei dieser Erkrankung auch in unserer Welt ihre heilende Wirkung entfalten … es würde mir kein Spaß machen, so etwas einfach zu erfinden.

Du hast Recht: Kommunikation ist der Schlüssel zu fast allem. Auf jeden Fall aber zu Beziehungschwierigkeiten.

Liebe Grüße!
Rejanja
28.10.2018 | 13:48 Uhr
zu Kapitel 46
Liebe Rejanja,

ich wollte mich nur mal wieder melden und Dir liebe Grüße senden! Ich folge deiner Geschichte und leide mit unserem armen Côleredh. Der Arme muss sich immer wieder merkwürdigsten Vorwürfen aussetzen, obwohl er seine guten Absichten immer und immer wieder unter Beweis stellt. Ich frage mich, wann die Heilerschaft des Königs dies endlich begreift und sich hoffentlich bei ihm entschuldigt. Man möcht ihn einfach einen Tee kochen, in eine Decke einrollen und ihn in eine Ecke zum Schlafen packen.

Liebe Grüße
fatum

Antwort von Rejanja am 05.01.2019 | 00:24:11 Uhr
Huhu fatum!

Ich grüße (nach Monaten) zurück, gestehe aber, dass ich deinen Review schon viel früher gelesen habe. Aber eines ist in der letzten Zeit ja schon klar geworden: Beantworte ich Reviews, kommt demnächst das neue Kapitel ^^

Ich weiß gar nicht, ob die Vorwürfe so merkwürdig sind, wie es den Anschein macht. Immerhin hat Côleredh Theredel zweimal ziemlich brüskiert, wieso sollte der oberste Heiler da nicht sauer sein? Er hatte Anweisung zu warten und hat es nicht getan. Du kennst doch die Waldlandelben: bedingungsloser Gehorsam und so. Außerdem ist Côleredh von seiner Art her auch nicht leicht zu ertragen, wenn man ihn gar nicht so richtig kennt … immer diese starre Haltung, dann das extrem unterwürfige Gehabe, das zurzeit nicht unbedingt durch Leistung gedeckt ist. Und dann hat Theredel da ja offensichtloch noch ein anderes Problem…
Außerdem: Gut gemeint ist nicht gut gemacht. Was nützen die besten Absichten, wenn da nur Mist bei rauskommt?
Aber ich kann dien Ansinnen nachvollziehen. Innerlich habe ich schon gleich nach diesem Kapitel nach einer Decke gegriffen und Tee für unseren armen Elben aus Mordor bereitgestellt. Nur traut er sich nicht, all das anzunehmen ^^ Bin ja auch nur ein Mensch …^^

Liebe Grüße!
Rejanja
21.10.2018 | 23:33 Uhr
zu Kapitel 4
Das ist ja mal eine interessante und ungewöhnliche Geschichte! Ich finde die Charaktere bisher alle sehr schlüssig und bei Nazar gruselt es mich schon ein bisschen. Gütiger Himmel, in seiner Welt möchte ich nicht leben müssen. Ich hoffe, er lernt mit der Zeit, was es heißt, ein freier Elb zu sein.

Antwort von Rejanja am 04.01.2019 | 23:59:40 Uhr
Hallo SilviaK,

oh ich auch nicht! Aber das macht diese Story ja aus - über etwas zu schreiben, was mal selber wohl nie erleben wird und auch nicht will.

Danke für dein Lob!

Liebe Grüße!
Rejanja
03.10.2018 | 12:34 Uhr
zu Kapitel 45
Hi Rejanja,

ich hab endlich wieder aufgeschlossen! Du glaubst nicht wie mich das erleichtert. Wenn du dein nächstes Kapitel einstellst, werde ich einfach entspannt lesen können, ohne diesen leidigen Druck in mir zu spüren, dass ich mich doch nun endlich mal aufraffen sollte um dir meine längst überfälligen Kommentare zu hinterlassen.
Irgendwie endete das letzte Kapitel ja auch zu harmonisch. Herr Elrond ist zwar immer noch hundmüde aber offenbar zufrieden und Côleredh, ebenfalls kurz davor im Stehen einzuschlafen, fühlt sich wieder etwas wohler in seiner Haut. Es hätte ja so schön sein können. Doch nein, schon baselt Theredel herein und macht diesen kurzen innigen Moment wieder zu Nichte! Ausgerechnet dieser Elb, (nicht falsch verstehen, ich liebe ihn immer noch) aber hätte Thranduils oberster Heiler nicht jemand anderen schicken können um Elrond von den unerwartet schnell zusammengeschrumpften Vorräten zu berichten? Mmh, vermutlich nicht, denn wen hätte Theredel auch schicken sollen, einen der Noldoheiler, die ihm ja schon mehrmals die kalte Schulter gezeigt haben und die er vermutlich auch nicht gerade in sein großes Herz geschlossen hat? Oder einen der Menschen, die vermutlich nicht einmal wüssten von welcher Substanz überhaupt die Rede ist und die schon auf dem Weg zu Elronds Arbeitszimmer vor lauter Müdigkeit eingeschlafen wären? Musste er eben selbst kommen und dabei auch noch bei einer Unterredung stören und schlimmer noch, auf diesen leidigen Mordorelb treffen! (Wo es ihm in der letzten Zeit doch so gut gelungen ist dem Kerl aus dem Weg zu gehen. ; ) Armer Theredel)
Das der übermüdete Elrond sofort bemerkt das da etwas zwischen diesen beiden ist, das nicht als Liebe bezeichnet werden kann, macht nur zu deutlich wie sehr Theredel den Sinda verabscheut. Der Herr über Imladies ist ja nicht dumm, er weiß mit Sicherheit das Côleredh nicht gerade den Platz eins unter den beliebtesten Elben Bruchtals inne hat, aber das Theredel so abweisend auf seinen Schützling reagiert, versteht er dennoch nicht und es ärgert ihn. Wie wunderbar beschützend er sich vor Nazar stellt, als er Theredel darauf hinweist das nicht nur dieser sich anständig zu verhalten hat, sondern auch der Waldlandheiler sich zusammen nehmen sollte ist wirklich wunderbar von dir beschrieben worden. Denn es kommt so subtil über Elronds Lippen, das Theredel es einfach nicht missverstehen kann, selbst wenn er das gewollt hätte. Auch wenn Theredel mehrfach erwähnte, das er den Sinda nicht demütigen wollte, als er ihn nicht direkt von seinem Kniefall erlöste, ich bezweifle das Elrond ihm das das in diesem Augenblick abgenommen hätte, dafür hat sich Theredel einfach zu ungeschickt angestellt, als er Côleredh auch noch, unbewusst, den Rücken zugewand hat. Tja, hätte Theredel nur etwas ehe den Mund aufgemacht und Elrond auf dieses Vorkommnis bei ihrer Ankunft angesprochen … Hat er aber nicht und er macht es auch jetzt nicht. (Ich hätte es, zugegeben, gerade an diesem Abend, in dieser Nacht, auch nicht getan, der Zeitpunkt, die ganze Situation hätte falscher nicht sein können)
Nun bin ich aber mal gespannt wie der geplante Einkaufsbummel von statten gehen wird. Ich denke allerdings, dabei wird es wohl kaum Probleme geben. Côleredh wird sich vorbildlich betragen, Theredel gegenüber zumindest. Wie er sich allerdings bei Verhandlungen mit den Händlern beträgt. Ehrlich gesagt, davor graut es mir schon jetzt. Ich bin mir fast sicher, dieser Marktbesuch wird damit enden, das Barain, die beiden Elben den entsprechenden Händlern vorstellt, Theredel die Verhandlungen führt und Côleredh letztendlich dazu verdammt wird, wie ein unnahbarer Leibwächter, die Menschen durch seine gerade, straffe Haltung die unterkühlte Miene an ihre Manieren zu erinnern sie auf akzeptable Distanz zu halten und letztendlich den Karren hinter sich her zu schleppen. Aber vielleicht überraschen mich unsere Einkäufer ja auch noch und womöglich wird Theredel ein wenig mehr Sympathie für den seltsamen Typ aufbringen. Allein wenn er ihm nicht mehr mit kochender Wut im Bauch begegnen würde wäre das doch schon sehr mehr als das was da jetzt ist.

Liebe Grüße dir
der Gurkensalat

Antwort von Rejanja am 21.10.2018 | 22:28:02 Uhr
Huhu Gurke,

Nur ganz kurz: Er geplante Stadtbummel ist online und angesichts deiner Überlegungen, wie er wohl vonstattengeht, bin ich mega gespannt, was du letztendlich dazu sagst! :)

Liebe Grüße!
03.10.2018 | 10:33 Uhr
zu Kapitel 44
Hi Rejanja,

und noch so ein schönes Kapitel!
Naja, schön ist hier wohl Ansichtsache. Es ist eigentlich recht schwere Kost. Dafür um so besser geschrieben. Die beiden Heiler sind an (also endlich) ihre Grenzen geraten (ok, Elben sind schon robuster und andauernden Belastungen halten sie länger aus als wir schwachen Menschen. Aber trotzdem, ist es erstaunlich wie lange sie in der Lage sind ihre eigenen Bedürfnisse hinten an zu stellen. Hast du schon mal Doppelschichten gefahren? Bei mir ist nach ein paar Stunden einfach der Ofen aus. Die Konzentrationsfähigkeit geht gegen Null, Gähnen wird zur Normalität, Kopfschmerzen hin und wieder Schwindel stellen sich ein. Funktionieren, einfach Routinen auszuführen geht noch, einigermaßen, aber bin ich gezwungen dann auch noch nachzudenken, fühlt es sich für mich an als müsse ich mich erst durch Watte vorarbeiten. Ich werde ungeduldig, sogar aggressiv und selbst normales Sprechen fällt mir unendlich schwer und ich mache Fehler!) und wenigstens teilweise auch darüber hinaus geschritten.
Ich kann Herrn Elronds untypisches Verhalten also sehr gut nachvollziehen, bewundere ihn aber auch zugleich das er sich immer noch so gut im Griff hat. Seine imaginäre Liste der noch zwingend zu erledigenden Dinge gefällt mir überaus gut. Denn ja genauso fühlt es sich an, ich muss noch dies machen und das, dann kommt noch das und das und dann, dann, endlich, mein Bett!
Das Côleredh ebenfalls völlig übermüdet ist macht es nicht besser. Womöglich hätte er in ausgeruhterem Zustand schneller realisiert was mit seinem Herrn los ist, warum der ihn so behandelt. Aber ganz sicher kann man sich bei diesem Elb halt auch nicht sein. Dafür steckt noch zu viel mordorische Erfahrung und Lebenseinstellung in ihm. Er hält sich für einen Versager. Gibt sich selbst die Schuld dafür und hiermit hat er teilweise auch Recht, wäre seine Art eine andere, hätte er höchstwahrscheinlich einen Zugang zu den Menschen finden können. Denn die müssen nach einer Woche, in denen die elbischen Heiler sich um sie kümmern, erkannt haben, das diese Leute ihnen besser helfen können als es die menschlichen Heiler allein können. Wer schlägt schon einem die Tür vor der Nase zu, wenn man in diesem seine Chance auf Heilung erhofft? Du hast geschrieben das Côleredh sich darum bemühte seine Art zu verändern, um etwas Anklang zu finden, hat nicht funktioniert, obwohl er Erfolge zu verbuchen hat, das heißt für mich, das er, seine Art, echt übel aufgestoßen ist. Das heißt in so einer Situation schon einiges. Aber wenn ich mich daran erinnere, wie er mit diesem Jungen in Imladries umgesprungen ist, der mit dem Bauchweh, wundert mich es nicht besonders, dass ihn keiner ins Haus lassen will. Die Leute hoffen vermutlich auf eine Alternative, einen Elben der nicht so kalt und Starr herüberkommt, mit dem man vielleicht auch ein paar Worte sprechen kann, der persönlicher rüberkommt, als dieser vermutlich allein auf das Gelingen seiner Arbeit fixierte Typ. So stell ich mir seine Hausbesuche jedenfalls vor. Fast stumm, und wenn dann mal ein Wort gesprochen wird, sind es Anweisungen/ Befehle die ohne Emotion erteilt werden. Der Patient wird womöglich, mehr oder minder, behandelt wie ein Ding und dessen Angehörige, deren Sorgen und Nöte, sind nebensächlich. ich glaube nicht das Côleredh absichtlich so arbeitet, (falls es so sein sollte) ich denke er kann einfach nicht anders. Was sehr schade ist, aber trotz seiner Mühe es zu ändern, wirkt ein wohlwollendes tröstendes Wort von ihm vermutlich aufgesetzt, nicht echt. Und so was merken wir Menschen halt, und gehen dieser Art von Leuten lieber aus dem Weg.
Was mich wirklich begeistert hat, hier doch auch schon im letzten Kapitel. Côleredh kann über sich selbst nachdenken, er hat seine Unzulänglichkeiten erkannt und da er aber auch erkannt hat, das er nicht aus seiner Haut heraus kann, versucht er auf anderem Wege zu helfen. Na, wenn das mal nicht ein riesen schritt in die richtige Richtung ist.
Mich freut es sehr dass seine Basteleien Anklang finden, wenn sie nun auch noch funktionieren sollten, wäre das großartig.
Aber noch etwas hat sich an seinem Verhalten verändert. Côleredh versucht sich und seine Ideen zu erklären. Natürlich ist da kein Stolz über diese Leistung in ihm zu spüren, aber er steht zu dem was er gemacht hat. Selbst wenn Elrond ihm nun den Vogel gezeigt hätte, er hat hiermit ein Selbstbewusstsein bewiesen, das er zuvor nicht hatte. Also ein richtig schönes Kapitel.

Liebe Grüße dir
der Gurkensalat

Antwort von Rejanja am 21.10.2018 | 22:26:37 Uhr
Huhu Gurke,

Mir gefällt es, wie du die kleinen Nuancen bemerkst, die sich bei Côleredh verändern. Côleredh reflektiert (das hat er aber schon immer getan) und sucht nach Lösungen, um sich nutzbar zu machen (altes Verhalten, da Angst vor Wertlosigkeit). Aber er hat EIGENE Ideen, die er auch tatsächlich umsetzt und präsentiert. In dem Glauben, das sein Herr ein Ohr dafür hat – was auch ein Grund für sein Selbstwertgefühl ist, dass ihn letztendlich dazu bringt, seine Ideen zu erklären und damit ein Stück weit zu verteidigen.

Liebe Grüße!
02.10.2018 | 20:19 Uhr
zu Kapitel 43
Hi Rejanja,

Kapitel 43! Der Anfang klingt für mich wie Hygieneunterricht der ersten Stunde. (Nur ohne Desinfektionsmittel) Gründliches Hände waschen, jeder Finger wird bedacht, anschließend die Seife mit frischem sauberen Wasser fortspülen lassen, dann ein sauberes Handtuch zum Abtrocknen. Herrlich, ich fühle mich zu Hause. Aber auch was dann kommt, ist eine wirklich nicht zu verachtende Hygienemaßnahme. Elrond lässt sich von dem angebotenen Leckereien nicht dazu verführen, zuzugreifen. Und das, obwohl er sich wohl kaum durch mögliche Verunreinigungen infizieren würde. Er macht es aus Kollegialität seinem menschlichen Kollegen gegenüber, um diesen vor einer möglichen Ansteckung zu schützen. Ob er auch im Sinn hatte, die folgenden Patienten vor einer weiteren Infektion zu bewahren, glaub ich eher nicht. Denn bei so einer Epidemie, sind sich die Keime doch sehr ähnlich, wenn nicht gar identisch. Ob er das ahnte? Keine Ahnung, ist aber auch irrelevant. Na ja, ich persönlich finde dieses Abkommen der Heilerschaft jedenfalls sehr begrüßenswert, denn so stellen sich die Elben auf eine Stufe mit den menschlichen Kollegen.
Und natürlich, diese versnopten Noldos müssen mal wieder herummäkeln! Wenn Theredel allein mit seinen Waldlandheiler angereist wäre, würde so eine Regel wohl ohne gerümpfte Nasen akzeptiert werden. (zumindest würden sich die Tarawaith-Heiler mit Sicherheit davor hüten, ihren Unwillen vor Zeugen kundzutun)
Aber so sind sie halt, diese hochgebildeten, oder waren es eingebildeten, Herren. ; )
Was ich Elrond ebenfalls hoch anrechne ist, das er sich darum bemüht auch den menschlichen Kollegen zu erklären, was sich in seinem Zauberwasser befindet und das diese Flüssigkeit eben kein Zauberwasser ist. Verstehen werden es die Menschen sicher nicht, aber auch das ist nicht wichtig, er bemüht sich darum sein Wissen zu teilen und das schafft Vertrauen. Als er dann auf die Infundierung der Flüssigkeit kommt überfordert er allerdings unter Garantie auch den letzten der menschlichen Heiler. Aber auch das ist nicht wichtig. Denn allein dadurch das er den Ablauf zuvor beschreibt, können sich die Leute wenigstens ein ungefähres Bild von dem machen, was auf sie zukommen wird. Und nun kommt das eigentliche Problem. Den Menschenheilern bleibt allein ihrer Konstitution wegen verwehrt, diese entscheidenden Handlungen auszuführen. Wie frustrierend muss das für diese Männer sein! Vor dem Eintreffen der Elben hatten sie das Zepter in der Hand, sie entschieden wie ein Kranker zu behandeln ist. Und jetzt wird ihnen erst verboten ihren heiß geliebten Blutwurztee zu verwenden, Leinsambrei ist auch nicht mehr erlaubt und nun sollen sie sich mit (vermutlich, Wadenwickeln und so weiter beschäftigen) Tätigkeiten abfinden, für die gewöhnlich die Familienangehörigen der Erkrankten zuständig sind. Doch offenbar sind die Heiler Esgoraths sehr viel verständiger als ihre Kollegen aus Bruchtal, oder sie sind einfach nur noch froh überhaupt noch zu etwas befähigt zu sein, sonst hätte es sicher mehr Einwände ihrerseits gegeben. Ich finde es übrigens sehr menschlich, das zumindest einer der esgorather Heiler dennoch sein Glück versucht. Zum Glück ist der von ihm Behandelte nur kollabiert! Da kann auch durchaus mehr passieren, gerade wenn man nicht wirklich weiß was man tut.

Und dann kommt auch schon der zweite Teil dieses Kapitels. Côleredh hat es wirklich nicht leicht. Da versucht er sein Bestes zu geben, zu helfen und wird immer wieder abgewiesen, weil er so komisch ist! Als dann auch noch sein menschlicher Begleiter darum bittet einem anderen elben zugeteilt zu werden, muss er sich einfach nur furchtbar gefühlt haben. Da helfen ihm sicher auch seine Erfolge bei der Versorgung der Kranken nicht. Absolut beeindruckend ist allerdings das er sich darüber Gedanken macht, wie er dennoch von Nutzen sein kann. Seine Idee, ist grandios und wenn sie funktioniert und angenommen wird … unglaublich. Das er sich zur Umsetzung seiner Gedanken seine freie Zeit und auch die Nächte um die Ohren schlägt, ist nur typisch für ihn. Denn, „ein Elb der seine Arbeit nicht erfüllen kann, der ist es nicht wert zu leben.“ Wo hat er das noch mal gelernt? War es Mordor? Ich glaube, dieses alte Leben ist schon so lange her. Wie auch immer, hier hat diese Indoktrination tatsächlich mal einen Nutzen. Wenn auch nicht für ihn persönlich. Denn er reibt sich dabei auf. Aber womöglich wird er später einmal etwas davon haben. Ich würde es ihm wirklich gönnen, selbst wenn er mit einem Lob vermutlich nicht wirklich umgehen kann. Für Nazar/Côleredh ist das was er tut einfach normal. Seine Aufgabe ist momentan diesen Menschen zu helfen, und wenn er es nicht persönlich tun kann, so wie die anderen, dann sucht er einen anderen Weg. Er will, er darf nicht unnütz sein, denn dann hätte er kein Recht mehr zu Leben. Was für ein grausamer Druck lastet immer noch auf ihm. Ich bin echt gespannt zu erfahren, ob er jemals lernt dass allein die Tatsache, dass er ein Leben geschenkt bekam ausreicht um es auch leben zu dürfen.
Ah noch was. Ich habe mich schon sehr oft gefragt, seit wann es überhaupt Infusionsbestecke gibt. Ich weiß nur, das die Ärzte ab etwa Mitte des 15ten Jahrhunderts mit Hilfe von Handpumpen ( Spritzen) infundierten, des es zudem metallene Röhren gab, die auch in Venen eingeschoben wurden. Doch seit wann gibt es Schläuche? Und woraus bestanden sie, Latex vom Gummibaum, oder tatsächlich sehr fein miteinander verwebtes Garn. Da stürzen so viele Fragen auf mich ein, und ich finde selbst im Internet keine Antwort. Garn gefällt mir als Material tatsächlich am besten, doch wie bekam man das Gewebe dann dicht, mit Wachs? mit Öl? Mit….?
Wenn du eine Ahnung hast, oder womöglich echtes Wissen, so würde ich mich freuen wenn du es mir verräts.

Liebe Grüße
der Gurkensalat

Antwort von Rejanja am 21.10.2018 | 22:21:48 Uhr
Huhu Gurke,

Es ist Hygienestunde ;) Allerdings nicht in Esgaroth – wie du oftmals schreibst (esgarother Heiler, Heiler Esgaroths) – wir sind in Thal. Sie sind nicht wirklich verständiger, sie haben nur ziemlichen Respekt vor den Elben (die ja so ewig lange leben) und große Not und offenbar funktioniert das, was die Elben sagen.
Schläuche? Also schon die Bibel redet von „Alter Wein in neuen Schläuchen“ – Schläuche gibt es schon sehr lange. Sie haben wohl aber erst Eingang in die Medizin erhalten, als sie Sinn machten – also erst, seit es Infusionen gibt. Würde ich vermuten. Obwohl – zum Aderlass wurden sie auch schon benutzt. Nun musst du also nur schauen, wie lange es den Aderlass schon gibt …

Liebe Grüße!
02.10.2018 | 18:23 Uhr
zu Kapitel 42
Hi Rejanja,
weiter geht`s mit Kapitel 42.
Wie du es anstellst alles so genau und plausibel darzustellen ist mir oft ein Rätsel. Gerade dieses Zwischenmenschliche/ Zwischenelbische zeichnest du immer wieder hervorragend plastisch. Ich finde wirklich nichts das irgendwie merkwürdig wirken würde.
Tatsächlich hätte es mich auch sehr gewundert wenn die menschliche Bevölkerung sofort freudestrahlend diese ganze Horde Elben willkommen gehießen hätte. Nicht nur weil der Herr Thranduil, die Handelsbeziehungen offenbar abgebrochen hat, als er von der Krankheit erfuhr. Schließlich sind das Fremde, nicht mal Menschen und dann auch noch welche die die größtenteils nicht aus dem Waldlandreich kommen. Mir ging dabei so im Kopf herum wie es unseren europäischen Entwicklungshelfern heutzutage wohl geht, wenn sie plötzlich in Regionen unserer Erde auftauchen in denen es kaum mal hellhäutige Leute unterwegs sind. Wechseln die einheimischen womöglich auch die Straßenseite, aus Furcht, aus Frust? oder starren sie den Fremden nur hinterher? Schlimmer noch, vermutlich müssen diese neuzeitlichen Helfer sich auch noch mit gewaltigen Sprachproblemen auseinandersetzten und sicherlich über viele kulturelle Eigenarten hinwegsehen, die diesen arrangierten Leuten vermutlich völlig fremd und sicherlich auch oft fasch erscheinen. Vertrauen muss sich immer erst entwickeln, natürlich, und ok, je größer die Not ist, desto leichter findet man einen Ansatzpunkt, sobald die angebotene Hilfe zu wirken beginnt, aber erst mal muss man soweit kommen. Die Heilerschaft aus Imladries, hat jedenfalls einen schweren Start, und durch ihr arrogantes Gehabe Theredel gegenüber machen sie es sich auch nicht eben leichter. Ich versteh sie schon, vermutlich würde ich auch maulen, wenn ich stundenlang, ohne eine Erklärung, im Regen stehen müsste. Das alles auch noch nach einer anstrengenden Reise und allein zu dem Zweck, diesen seltsamen, abweisenden Menschen zu helfen. Was mich allerdings wirklich ärgert ist das diese Noldo-Typen ihren Frust an Theredel auslassen, der ja nix dafür kann wie mit ihnen umgesprungen wird. Für Côleredh ist diese ganze Situation einfach nur sehr dumm gelaufen. Ausgerechnet derjenige unter ihnen mit dem geringsten Selbstvertrauen, der gerade erst beginnt darüber nachzudenken was richtig und was falsch ist, muss hier als Prallkörper für seine Kollegen dienen, und einem Elb die Stirn bieten der ihm seiner eigenen Ansicht nach um längen überlegen ist, nur um einem anderen ebenfalls hochrangigen Elb nicht in den Rücken zu fallen. Tolle Wurst! Kein Wunder das er sich später darum sorgt in naher Zukunft wieder von Albträumen geplagt zu werden. (Es hätte ja auch mal alles glatt laufen können, ne? Aber ne, ne, nicht wenn die Rejanja schreibt! : ) )
So und wieder zurück zu meinen Favotrite-Elb aus deinen Geschichten.
Theredel! Ok, erst mal mein großes Lob an dich, Herr Elb, das du es schaffst, den angesammelten Frust erst einmal hinunter zu schlucken, damit schnell mit der Arbeit begonnen werden kann. Lange Diskussionen in einer „Notfallsituation“ sind absolut kontraproduktiv und Leidtragende sind immer diejenigen denen eigentlich geholfen werden soll. Das hast du vermutlich schon mit der Muttermilch aufgesogen und du hast dieses Wissen beibehalten und verinnerlich, trotz des bitteren Beigeschmacks, denn so wirst du immer wieder auch einmal dazu gezwungen, einfach nur zu funktionieren, ohne Rücksicht auf die eigene Gefühlswelt. Allerdings ist es ebenso wichtig, Knackpunkte in der Zusammenarbeit möglichst zeitnah auszumerzen, sonst läuft der Karren irgendwann gegen die Wand. Und mein lieber Elb, ich denke du wartest zu lange bis du mal den Mund aufmachst. Besser gesagt worauf wartest du eigentlich? Das es irgendwann ruhiger wird? Willst du deinen Frust tatsächlich auf Dauer unter den Teppich kehren, hoffst du darauf ihn einfach irgendwann zu vergessen? Wie ich aus leidlicher Erfahrung weiß möchte ich dir sagen, das wird nix. Irgendwo bleibt dieser Stachel immer und er wird an dir herumpieken und wenn es dann mal hart auf hart kommt, dann wird er dich zum explodieren bringen.
Aber gut, ist erst mal entschuldigt, denn für gewöhnlich schafft es wohl kaum jemand, der vor lauter Arbeit einfach keine Zeit und Muße zum Nachdenken findet, sich für eine womöglich drohende noch weit entfernte Zukunft zu sorgen.
Und Zeit zum Lamentieren haben deine Elben wirklich nicht.
Mir gefällt es ausgesprochen gut, wie dieses Mädchen mit ihrem energischen Auftreten Schwung in die Sache bringt.
Was mich ein wenig Schmunzeln lies ist deine kurze Erwähnung, das ein Durchfall dem Betroffenem eher hilft als schadet. Wer sich mal ein bisschen mit dieser Materien beschäftigt hat weiß das, doch bis heute, mit in unserer modernen Medizin im Rücken, versuchen immer wieder Leidende ihre Notdurft mit Mitteln zu unterbinden, die oft mehr Schaden anrichten als sie im nachhinein Nutzen zu bringen. Mich erstaunt es jedoch etwas, dass die Elben, die ja nun selbst vermutlich nur höchst selten unter solcherlei Beschwerden leiden, sich diese Tatsache erschlossen hat. Dass die Menschen es nicht besser wissen wundert mich hingegen überhaupt nicht. Denn will sollten sie auch den enormen Flüssigkeitsverlust ausgleichen, wenn zu den Durchfällen auch noch ständiges Erbrechen kommt? Ich denke in der damaligen Zeit gab es schlicht weg keine Alternaive, als gravierende Durchfälle mit allen zur Verfügung Mitteln Einhalt zu gebieten und zu hoffen, das die Konstitution der Betroffenen stark genug war, die nun länger im Körper verbliebenen Gifte der Bakterien auszuhalten.
Was mich sehr interessieren würde ist welche Krankheit du bei dieser Seuche eigentlich vor Augen hattest. Denn sicher bin ich mir im Gegensatz zu Herrn Elrond überhaupt nicht. Ich schwanke immerzu zwischen einer schweren Form der Ruhr und der Cholera hin und her, wobei meine Tendenz in Richtung Cholera geht. Da passen die Symptome einfach besser.
(Ist schon erstaunlich wie lange man sich über auffällige Fäkalien Gedanken machen kann. ; ))

Liebe Grüße dir
der Gurkensalat

Antwort von Rejanja am 21.10.2018 | 22:16:26 Uhr
Huhu Gurke,
es freut mich tierisch, von dir zu lesen und ich habe auch schon jeden deiner Reviews durchgearbeitet. Da es aber jetzt ziemlich viel auf einmal ist und mir die Zeit fehlt, werde ich nur immer eine kleine Antwort dazu schreiben. Nimm mir das bitte nicht krumm, das bedeutet nicht, dass ich es nicht zu schätzen weiß, was du schreibst! Mir fehlt nur schlicht die Zeit!

Also, los geht’s:
Ja- die Elben haben wirklich kennen Durchfall – kenne sie so nicht. Sie kennen es aber von ihren Tieren und Elrond kennt es von den Menschen. Das Waldlandvolk wiederrum weiß es durch die Verbindung zu Imladris. Zwar kennen sie nicht alles, was Imladris kennt, und wissen auch nicht alles, aber „basics“ sind schon durchgedrungen.
Ich sage nicht, welche Krankheit – nö! Schon alleine das Wissen, dass du darüber nachdenkst zaubert mir ein Lächeln auf die Lippen, und ein bisschen Spaß muss ich doch auch haben, oder?

Liebe Grüße!