Autor: Rejanja
Reviews 1 bis 25 (von 126 insgesamt):
24.02.2019 | 15:27 Uhr
zu Kapitel 47
Hallo liebe Rejanja,

hach...dieses Kapitel macht mich traurig. Da ich persönlich kein großer Freund von Befehlen und Anweisungen bin, kann ich verstehen, wie sich unser Coleredh zwischen den verschiedenen Gewalten fühlen muss. Man wünscht sich nur, dass sich jemand um seine Gefühle kümmert und ihn nicht allein in seinem Kopf lässt.

Ich freue mich, wieder von dir gelesen zu haben.

Liebe Grüße
fatum
10.02.2019 | 15:38 Uhr
zu Kapitel 47
Hallo Rejanja,

wow, dieses Kapitel geht mal wieder richtig unter die Haut. Obwohl es die ganze Zeit in einem kleinen Raum spielt, was jetzt nicht nach der spannendsten Location klingt, ist das Kapitel wahnsinnig spannend. Andere brauchen eine Schlacht oder ähnliches, um dieses Gefühl zu erzeugen, du nicht.
Ich als Leser spüre Elronds Zorn beinahe greifbar und ebenso die erdrückende Gefühlsmischung in Côleredh, aber auch in Theredel. Du hast sehr eingehend beschrieben, wie das Gespräch, oder eher die Anhörung abläuft. Und du lässt am Ende des Kapitels den Leser mit einer einzigen Frage zurück, eine Frage, bei der ich persönlich nie gedacht hätte, sie mir stellen zu müssen. Damals, als Elrond bei der Ankunft im Grünwald Côleredh schlug, weil der Thîrdas angegriffen hatte, konnte ich mir schon nicht vorstellen, dass er Ähnliches noch einmal tun würde. Und dieses Mal scheint er es sogar von sich aus zu wollen! Wird Elrond die Strafe also wirklich vollziehen? Oh Mann, ohne Frage, du verstehst es, deine armen Leser bei der Stange zu halten! ;-P

Besonders gut geschrieben fand ich die Stelle, in der Côleredh nicht anders kann, als zu Boden zu sinken, anstatt stehen zu bleiben. Und die Stellen, wenn er gezwungenermaßen Blickkontakt zu Theredel aufnimmt.

Vielen Dank für dieses Kapitel, ich warte schon gebannt auf das nächste Kapitel.

Liebe Grüße,
Ichtys :-)
06.02.2019 | 13:49 Uhr
zu Kapitel 47
Hi Rejanja,

Das es Ärger geben würde war ja schon länger klar. Das der aber solche Auswirkungen haben würde…Na ja. Wenn alles was übel aufstößt immer nur unter den Teppich gekehrt wird, dann knallt es irgendwann halt richtig.
Klar tut es mir um Côleredh und dessen Rückseite leid. Aber ich denke, er wird damit klar kommen, irgendwie. Ich bin mir allerdings ziemlich sicher, dass er durch diese verhängte Strafe, wenn sie denn tatsächlich so ausgeführt wird wie verhängt, einen gewaltigen Rückschritt Richtung Mordor machen wird. So eine grausame Prozedur, sie passt einfach zu gut zu dem was er über Jahrhunderte erlebt hat. Womöglich wird dieser verrückte Elb sogar erleichtert sein, die Schläge zu bekommen. Schließlich bedeutet eine Strafe für ihn auch, dass die Sache damit aus der Welt geschafft ist. Falls er diese 75 Peitschenhiebe denn überlebt, wird er auch weiter leben dürfen. Doch genau da steckt für mich auch der Wurm drin. Klar er ist ein Elb, hart im Nehmen ist er sowieso, er ist demütig genug um auch so eine Strafe auch annehmen zu können. Aber ich hab auch mal irgendwo gelesen dass so viele fest ausgeführte Schläge mit einer Peitsche, (kommt auf das Ding selbst natürlich auch an und auf denjenigen der die Strafe ausführt und natürlich auch auf die Konstitution des Delinquenten) wenigstens für einen normalen erwachsenen Menschen, fast immer tödlich enden. Entweder stirbt der Typ schon während er die Schläge einstecken muss, oder aber später an den Folgen dieser Verletzungen. Schließlich birgt jede Art von Verletzung die Gefahr einer Entzündung in sich. Auch ein „einfaches“ Kollabieren kann mitunter ausreichen, wenn nichts dagegen getan wird. Irgendwo bei 40-50 Schlägen mit einer „normalen“ Peitsche liegt wohl die Grenze. Sind aber noch Knoten in den oder die Riemen eingeflochten, Knochenfragmente oder gar spitze Metallstücke, hört der „Spaß“ schon sehr viel eher auf.
Aber gut, du wirst ihn nicht sterben lassen, schließlich ist Côleredh derjenige um des es in dieser rein fiktiven Geschichte geht. (Gott sei Dank, es ist nur Fiktion und wir lesen nicht einen Bericht aus Saudi-Arabien, Singapur ….und wo sonst noch, wo solche Strafen an der Tagesordnung stehen und die Verurteilten sich darauf einstellen müssen, diese Grausamkeiten in kleinen Häppchen schlucken zu müssen. So lange bis dann irgendwann, in ferner Zukunft, die Anzahl der festgelegten Schläge auch erreicht sein wird. 1000 und mehr Schläge! Wer denkt sich so einen Wahnsinn nur aus! Schlimmer noch, wer ist so irre das auch noch auf biegen und brechen hinbekommen zu wollen. Denn sterben sollen die Verurteilten ja gar nicht! Sie sollen erzogen werden!
Genug gegruselt! Ich will mal ein Bisschen über Theredel senieren.
Auch für ihn verspüre ich echtes Mitleid. Obwohl ich ihm immer noch nicht so recht verzeihen will, das er nicht schon am Anfang, bei diesem Vorkommnis mit seiner leidigen Tasche den Mund aufgemacht hat. Grrrr. Dabei versteh ich auch noch, warum er nix dazu gesagt hat. Um des lieben Friedens Willen. Aber währet der Anfänge!
(Ich hätte in dieser Situation vermutlich auch den Mund gehalten, zumindest Elrond gegenüber.)
Aber wenn mich etwas so richtig fuchst, dann sprech ich gemeinhin denjenigen der mich mit seinem Verhalten so sehr auf die Palme bringt, direkt an. Ok, ich mach es nicht immer sofort, (kommt auf den Zwischenfall an) Eine nicht augenblicklich angereichte Tasche, das hätte ich auch ignoriert. Nicht jedoch, dieses offensichtliche Verweigern meiner Bitte) Gemeinhin versuche ich mich erst mal wieder selbst zu beruhigen, und erst dann knöpf ich mir den Typ vor. Sachlich und möglichst auf Augenhöhe. Wenn das dann allerdings nichts bringt, geh ich direkt einen Schritt weiter, mit vorheriger Ankündigung. Ich schätze übrigens Theredels übliches Vorgehen ziemlich ähnlich ein. Und man, wie oft muss ich es noch erwähnen, ich versteh ja warum er, diesen leidigen Vorfall auf sich beruhen ließ! Weil dieser Mist bei dem was um sie alle herum geschieht, einfach nur eine Nichtigkeit ist. Dieses viele Sterben, die Verzweiflung, das Hoffen und die ständigen Rückschläge, die permanente Erschöpfung aller, das muss bezwungen werden, nicht eine subtile Beleidigung seiner Person gegenüber.
Aber jetzt soll der Angeklagte auch noch für etwas büßen müssen, wofür nach Theredels Rechtsauffassung jemand anderes den Kopf hinhalten müsste. Ich bin echt gespannt, ob der Heiler diesen Umstand, jetzt, wo Elrond, der ja als Richter fungiert und sich dazu entschlossen hat nach den Gesetzten des Düsterwaldes zu urteilen, auch diesen Umstand in Betracht ziehen wird, falls Theredel den hohen Herrn denn überhaupt darauf hinweißt. Für Côleredh würd es mich freuen, einige Schläge weniger und der jenige der ihm diesen ganzen Schlamassel wegen dieser verfluchten Heilertasche überhaupt erst eingebrockt hat, bekommt auch sein Fett weg. Für Elrond würd es mich aber gar nicht freuen!
Derjenige Elb, der mit diesem ganzen Gedöse nun wirklich am wenigsten zu tun hatten, der muss letztendlich auch noch mit seiner Entscheidung vor Mr Thranduils Augen bestehen können.
So kann`s echt kommen! Endlich scheint es mal glatt zu laufen, der Tag beginnt entspannt. Unglaublich, alles ist geregelt! Die Pläne gehen auf, die ganze Arbeit zahlt sich aus. Und dann …! Tja und dann kommt es ganz anders als man denkt. Etwas ist geschehen womit niemand, man selbst am allerwenigsten, rechnen konnte. Auch noch von einer Seite schlägt das Grauen zu, von der man glaubte alles liefe reibungslos. Wie naiv man doch sein kann! Und warum hat man nur diese düsteren Gewitterwolken nicht aufziehen sehen? Weil man vor lauter Arbeit so eingespannt war, das man nicht mehr nach links und rechts sehen konnte, nur noch funktionierte. Und schon ist sie wieder aus, die Maus. Der gerade noch so schöne Tag mausert sich zu einem Supergau. The worst-case schlägt unbarmherzig zu.
Aber schlimmer geht ja bekanntlich immer!
Armer Elrond. So schlimm es sich letztendlich für Nazar/ Côleredh auch auswirken mag, Elrond tut mir in dieser Situation tatsächlich weitaus mehr leid. Ich möchte wirklich nicht in seiner Haut stecken. Er weiß genau er darf jetzt nicht einfach nichts tun. Er muss handeln und es wird ein Fehler sein was auch immer er entscheidet zu tun. Ich hoffe er findet unter all seinen beschränkten Möglichkeiten, die eine die am wenigsten Schaden anrichtet. Und ganz ehrlich ist bin mir nicht sicher ob die alleinige Bestrafung Côleredh der richtige Weg ist. Für Theredel und auch Thranduil ist es ganz sicher nicht so. In ihrer Vorstellung trägt derjenige die Verantwortung dem die Befehlsgewalt obliegt. Ok auch auf diesen Punkt ist Elrond bei seiner Befragung eingegangen und hat letztendlich und auch ziemlich unmissverständlich festgestellt, das Côleredh nicht Ûlveluis hätte gehorchen dürfen, weil dieser dem Rang nach halt hinter Theredels Stellung steht. Dennoch, in dieser vertrackten Situation, unter dem enormen Druck, der ohnehin ständig an Côleredh nagt… Aber egal, nur weil Côleredh in dieser, für ihn schrecklichen Situation, falsch entschieden hat Ûlveluis gänzlich außen vor zu lassen, ist für mein und vermutlich das Empfinden der meisten Leser völlig daneben. Ich glaube aber auch, das Elrond diese Sache nicht ohne ein Wort mit diesem Elb zu wechseln auf sich beruhen lassen wird. Nur Vertritt der Herr über Imladis die Auffassung, dass jeder der handelt auch für die Folgen seiner Handlung gerade zu stehen hat. Elrond unterstellt seinen Leuten die Kompetenz selbst Denken zu können. Toll ne! Aber damit nimmt er sie zugleich in die Pflicht das auch zu tun und nach ihrem Gewissen entscheiden zu müssen. Befehle/ Anweisungen dürfen und müssen demzufolge, wenn sie denn nicht als gerechtfertigt betrachtet werden können, auch verweigert werden. So ein Schlamassel aber auch. Niemand darf sich darauf ausruhen nur Befehlsempfänger gewesen zu sein. Dabei könnte es doch alles so einfach sein, so einfach wie im Düsterwald. Du machst was dir befohlen worden ist, und kommt dabei nur Käse heraus, dann bist du aus dem Schneider, weil du ja nicht entscheiden durftest.
Ich bin echt gespannt wie Thranduil die Sache sieht. Und ich bin wenigstens genauso gespannt zu erfahren ob diese Strafe tatsächlich so vollzogen wird, wie sie bestimmt wurde, und noch mehr interessiert es mich wann sie denn überhaupt vollstreckt werden soll.
Hier in dieser Stadt voller Menschen, vermutlich nicht. Einmal weil keine Hand vermisst werden darf um das zu schaffen wofür die elben herkamen, auch wenn Côleredh Infusionssystem grandios funktioniert. Doch was würde das für einen Eindruck bei den Menschen hinterlassen. Hochkultivierte Elben die sich gegenseitig das Fell von den Rippen schlagen, neee ne, das geht ja mal gar nicht.
Zu diesem Vorfall auf dem Marktplatz bin ich übrigens mit Absicht nicht eingegangen. Denn hier liegt die Sache um die „Schuld“ sehr viel klarer. Und auch wenn gutes aus Côleredhs „Vergehen“ hervorgegangen ist, er hat gepatzt. Vielleicht wird Elrond oder sonst ein Richter dem Mordorelb aufgrund dieser Tatsache ja ein paar Schläge erlassen? Ich würde es Côleredh wünschen, auch wenn der vermutlich nicht mal im Ansatz begreifen wird, warum dieses Vergehen dann plötzlich doch mit einer milderen Strafe geahndet werden soll.

Ein Hammerkapitel hast du hier abgeliefert
wirklich Klasse!
Und ich freu mich schon sehr auf das Nächste

Liebe Grüße dir
Der Gurkensalat
15.01.2019 | 11:21 Uhr
zu Kapitel 47
Liebe Rejanja,

ich hätte heulen können bei diesem Kapitel! Am liebsten wäre ich in den Raum gestürmt, hätte Elrond eine Ohrfeige verpasst und Theredel gesagt, er solle gefälligst den Mund auf machen und seine Ansicht der Dinge mal klar kommunizieren.
Auch wenn ich Elronds Gedanken total nachvollziehen kann und sie absolut logisch und sicher nicht blöd sind, wäre das nicht meine Art, soetwas zu klären. Ich würde dabei vermutlich einen politischen Skandal heraufbeschwören, aber ich hätte mich am liebsten hingesetzt und das mit den dreien ausdiskutiert. Aber Coleredh, um den es mir ja geht, wäre damit vermutlich vollkommen überfordert gewesen... und ich hätte es trotzdem getan!!!

Leider kann ich alle drei Pateien in ihrer jeweiligen Sichtweise verstehen, da sie ja quasi alle drei verschiedene Aspekte vertreten, die (wenn auch oft nicht in so klarer Form und nicht immer alleinstehend) alle in unserem menschlichen Denken vorkommen.
Es ist super, wie du parallel drei konträre Sichtweisen so passend darstellen kannst!
Jetzt würde ich am liebsten direkt weiter lesen und Theredel einen Schlag auf den Hinterkopf verpassen, wenn er nicht doch noch den Mund auf macht und die Sache zumindest im ersten Punkt gerade rückt. (Denn wenn er selbst von einer Unschuld Coleredhs in der Taschen-Angelegenheit ausgeht, gibt es ja keinen politisch wichtigen Grund, Coleredh so zu bestrafen). Ich glaube, dass ein so sensibler Elb wie Coleredh den Sachverhalt mit den übergreifenden Rangordnungen verstehen kann, wenn man es ihm erklärt und ihm aufzeigt, wie er sich in solchen Situationen verhalten soll.
Vielleicht kann man ihn ja immer und immer wieder ermutigen, (oder ihm befehlen), im Falle eines Konflikts zwischen Gehorsam und dem "gefühlten Richtigen" diesen Zwiespalt noch in der Situation selbst zu benennen.
Und Ulvelui sollte natürlich darüber in Kenntnis gesetzt werden, dass er Coleredh mit seinem störrischen Verhalten in eine Zwangslage gebracht hat. ER ist derjenige, durch den Theredel sich beschämt fühlen könnte!

Wie auch immer; es ist schön, wieder von dir zu lesen und die Geschichte von Coleredh weiter miterleben zu können!! ch freue mich unglaublich auf das nächste Kapitel!!!!

Liebe Grüße und ein etwas verspätetes frohes und gesegnetes neues Jahr!
Ismira
12.01.2019 | 13:17 Uhr
zu Kapitel 47
Äh ... nein. Ich verstehe hier weder Elrond noch den Heiler. So ein Bohei um nichts ... Sorry. ich hab's nicht so mit Rangordnungen. Wenn Verbeugungen und Gesten und Geschwafel höher eingeschätzt werden als eine Tat zur rechten Zeit, wenn es um Heilung von Leben geht, dann verteile ich die große Pfanne für beide Chefs und haue sie ihnen einmal gehörig um die Spitzohren. Notfalls auch mehrfach. ;-)
12.01.2019 | 02:59 Uhr
zu Kapitel 47
Okay
Hey,
Erstes Review zu einer deiner Geschichten.. Die waren immer so.. unnahbar trifft es wohl am besten..
Aber ich bin zuversichtlich weder gebissen noch ausgepeitscht zu werden. .. bitte

Die Sache mit der Tasche ist ja schon echt schief gelaufen, aber ab der Aktion auf dem Markt war dann doch klar, dass es Folgen haben würde.. Aber so weitreichende..

Elrond hat sich wie ein gütiger Herr verhalten und Nazar sich erklärt lassen. Soweit das als freiwillige Handlung angesehen werden kann.

Es ist faszinierend zu sehen wie schnell der Stolz Elronds in Enttäuschung umschlägt. Er war doch wenige Stunden zuvor noch zufrieden mit allem.

Es bleibt lediglich zu hoffen, dass diese Masregelung nicht den Fortschrit von Jahrzehnten Völlig zu Nichte macht.

Aber, in dieser vermischten Gesetzesform erscheint die Strafe gerecht, wobei Sie nach Waldelbenrecht wohl zu hart wäre, da Nazar für die Sache mit der Tasche wenig kann.

(Deine Geschichten sind alle toll, bin nur zu schüchtern, du schreibst so, dass man die Zeit und die Umgebung vergisst und die Geschichte miterlebt. Du hast ea auch mit dieswm Kapitel geschafft mich zum weinen zu bringen.

Lunanara
12.12.2018 | 22:42 Uhr
zu Kapitel 46
Hallo Rejanja,

kurz vor Weihnachten will ich dir noch schreiben.
Einmal um dir eine schöne Vorweihnachtszeit zu wünschen und später dann ein wunderschönes Fest mit deinen Lieben, aber auch um dir einen Kommentar zu Kapitel 46 zu hinterlassen.

Da lag ich wohl mal wieder mit meinen heimlichen, wenn auch öffentlich geäußerten Wünschen und Gedanken ziemlich daneben. ; (
Wenn ich nicht wüsste, dass du deine Kapitel nicht extra frisierst um meine Vorstellungen des weiteren Werdegangs der Geschichte über den Haufen zu werfen, dann könnte ich mich fast darüber ärgern, dass ich so auf dem Holzweg war.
Aber Schlimmer geht ja bekanntlich immer. ; )
Denn genau so fühlte es sich für mich an dieses Kapitel zu lesen. Erst wirkt tatsächlich alles recht harmonisch. Côleredh hat einen Karren besorgt, sogar ein Pferdchen auftreiben können um diesen zu ziehen. (er muss also, entgegen meiner Befürchtungen nicht selbst das Zugtier spielen! Was ich tatsächlich schon vor Augen hatte)
Seltsam ist dann natürlich das Theredel sich verspätet. Doch während der junge Mensch sich darüber ärgert, bleibt der Elb gewohnt gelassen, unnahbar, demütig, Er weiß halt, Theredel wird sicherlich seine Gründe für diese Verspätung haben, denn der Heiler Thranduils reist sich ja wirklich den Ar.. auf um allen Anforderungen gerecht zu werden. Und wenn nicht, na dann, du meine Güte, der Mann ist halt auch nur ein Elb aus Fleisch und Blut. Selbst wenn er nur verschlafen haben sollte, kann man ihm das doch wohl kaum vorwerfen, oder? Außerdem hat Côleredh nicht das Recht dazu, sich über einen ihm vorstellten Heiler zu beschweren, oder um sich um dessen Gründe für eine kleine Verspätung Gedanken zu machen. (So wird er zumindest selbst darüber denken)
Wie auch immer, sie traben also los und, wer hätte das gedacht, Theredel nimmt Côleredh wirklich bewusst und sogar wohlwollend wahr! Fast entschuldigt er sich dafür, dass der Mordorelb auf der Ladefläche ihres Vehikels Platz nehmen muss und dann bringt, neben einer Erklärung für seine Verspätung, sogar noch ein aufrichtiges Lob an. Ich denke Côleredh müsste eigentlich, bei diesem Lob für einen kurzen Augenblick auf Wolke sieben geschwebt sein, falls er denn schon dazu in der Lage währe sich über ein Lob dieser Art tatsächlich freuen zu können. (Aber genau das, bezweifle ich leider wieder. Es werden wohl noch einige Jahrhunderte vergehen, bis Côleredh/Narza sich wirklich von sich heraus und offen über etwas ihn betreffendes freuen kann.)
Auf dem Marktplatz angekommen entwickelt sich die ganze Sache dann aber leider nicht so rund wie ich es mir gewünscht hätte. Und für meinen Geschmack trägt nun tatsächlich ihr Zugtier die Schuld daran. Denn natürlich begleitet Braian Theredel zu den entsprechenden Händlern, der kennt sie ja auch und es stellt sich schnell heraus das es eine gute Idee war, ihn die ersten Worte spricht um Therdel mit den Händlern bekannt zu machen. Und natürlich muss jemand während der Verhandlungen auf Pferd und Wagen Acht geben. Sie befinden sich schließlich in einer Stadt der Menschen! Auf einem belebten Marktplatz! Wer da nicht auf sein Hab und Gut Acht gibt …der hat dann plötzlich zwei Karren und nen` ganzen Stall voller Pferde die er mit nach Hause nehmen muss. Oder so ähnlich.
Nur wäre halt dieses Zugpferd nicht, hätten sie nur einen kleinen Handkarren dabei, dann wäre der Mordorelb nicht allein geblieben, hätte sich nicht für einen Augenblick von ihrem eigentlichen Vorhaben, mit den entsprechenden Händlern zu sprechen abbringen lassen. Er hätte sich nicht plötzlich und unerwartet an eine längst vergangene Begebenheit erinnert…und sich ganz in dieser Erinnerung verstrickt, erdreistet, diesem Händler aus dem Süden auf eigene Faust und ohne Absprache mit Theredel, das Heil-Bier und ein paar Säckchen Hirse abgekauft.
Hätte, hätte, Fahrradkette!
Und schon haben wir den Salat. Côleredh ist jetzt erstmal bei Theredel ganz unten durch. Überaus verständlich und überaus tragisch für den Mordorelb. Wirklich, er tut mir gerade sehr leid. Denn eigentlich hatte er gar nicht anders handeln können als wie er es tat. Seine durchlebte und durchlittene Vergangenheit hat ihn gelehrt wie wichtig es ist dieses Gebräu des Händlers zu ergattern. Auch für ihn selbst! Denn es hilft seiner Herrin bei Kräften zu bleiben und was wird aus ihm werden wenn sie verstirbt? Ich denke Côleredh hätte die damalige Bestrafung sicher als ungerecht empfunden, wenn er denn gewusst hätte was Ungerechtigkeit wirklich bedeutet. Du schreibst zwar in dem Text, Côleredh versteht die Wut seiner Herrin, die sich wegen der geringen Ausbeute seiner Verhandlungsbemühungen gegen ihn richtet, aber dennoch. Côleredh, hatte vermutlich nur eine begrenzte Menge Geld bei sich, zugeteilt von seiner Herrin. Und nicht er ist für die horrenden Preise dieses Heilbiers verantwortlich sondern die südländischen Sklaven, die es möglichst gewinnbringend verhökern müssen um wiederum ihren Herren zu gefallen. Je mehr Gewinn diese mit ihrem Verkauf machen, desto besser stehen sie da und die zum Kauf ausgesandten Sklaven, die halt nicht genügend Geld bei sich tragen um mit bieten zu können, denen bleibt eben nichts anderes übrig als wenigstens das wenige zu nehmen, was sie bekommen können. Ob nun unbewusst oder bewusst wahrgenommen, ungerechte Strafen, doch noch mehr hilfloses Ausgeliefert sein, ob einer Situation oder einem Anderen gegenüber, prägen sich sehr viel tief und nachhaltiger ein, als gerechtfertigter Tadel oder auch das Gefühl etwas aus eigenem Antrieb erreicht zu haben. Selbst wenn Côleredh weiß, das er nicht mehr Sklave eines Menschen ist, nicht mit schmerzhaften Bestrafungen, oder gar dem Tod zu rechnen hat wenn er einen Fehler macht, so bleiben diese dunklen Erfahrungen immer ein Teil von ihm. Die Furcht die er nun empfindet, weil er nicht nur Theredel sondern auch noch seinen Herrn Elrond enttäuscht hat muss wirklich schlimm sein. Die Sorge, was wird aus mir werden, wenn sie mich ablehnen, ist für Côleredh vermutlich ähnlich schwer zu tragen wie die damalige Sorge darum was aus ihm werden wird, falls seine Herrin verstirbt. Für ihn fühlt sich diese ganze vertrackte Situation vermutlich essenziell bedrohlich an. Was aber noch gruseliger ist, so wie ich Côleredh inzwischen einschätze werden ihn seine Erinnerungen vermutlich immer mal wieder, zu Handlungen provozieren, die auf Außenstehende befremdlich, womöglich auch beängstigend wirken.
Das es gerade Theredel ist, den er mit seiner Art ständig vor den Kopf stößt, das ist wirklich …!
Aber es macht die ganze Sache um seinen weiteren Werdegang auch noch interessanter als sie es ohne hin schon ist. : )

Also vielen lieben Dank für dieses wunderbare Kapitel

Der Gurkensalat

Antwort von Rejanja am 07.01.2019 | 23:42:39 Uhr
Huhu Gurke!

Und Dir ein frohes neues Jahr!

Nene, ich frisiere nichts. Bevor ich ein Kapitel fertig habe, aber ich die Grundzüge zumindest des nächsten Kapitels, manchmal auch mehrere bereits im Kopf. Eine wirkliche Beeinflussung findet so gar nicht statt – ich schreibe einfach, was ich sehe. Das ist leider nicht immer das, was ich den Elben wünsche, aber manchmal muss sogar ich stöhnen. Denn manchmal lässt ein Charakter einfach gewisse Verhaltensweisen nicht zu – dann muss ich Umwege gehen, um an mein Ziel zu kommen, kennst du das?
So wäre es zum Beispiel mit Côleredh und dem Zugtier … denkst du wirklich, Theredel würde das zulassen, oder Thranduil oder Elrond? Immerhin würde dann ein Elb vor Menschen gedemütigt! Egal, wie sehr die leben sich intern kabbeln – extern würden sie so etwas niemals zulassen! Das stimmt für Thranduil, bei den anderen steckt auch noch eine Portion Herz und Empathie dahinter. Nein, kein Elb in der Position der drei würde so eine Demütigung gutheißen. Wenn ich also so ein Szenario erschaffen wollen würde (will ich aber eigentlich nicht), wäre ich gezwungen einige Umwege zu gehen, um das Bild zu schaffen, dass Côleredh in Thal als Zugtier missbraucht wird – mit allen Konsequenzen, denen Thal sich dann ausgesetzt hätte …
Jo, und nu gibst du dem armen Zugtier die Schuld ^^ Naja, aber wie solche Situationen so sind. Irgendwie haben alle Schuld (Außer Barain, der kann nu nix dafür). Die Situation ist einfach ziemlich dumm gelaufen, denn wie du schon richtig erkannt hast, Côleredh stand da innerlich irgendwie unter Zwang. Allerdings steckt hinter der Anmerkung, dass Côleredh seine Herrin versteht, eine doch etwas komplexere Angelegenheit, die auch bei uns Menschen bei Geiselnahmen auftritt. Ich deute hier das sog. Stockholm-Syndrom. Letztendlich ging es Côleredh da ähnlich. Er sympathisiert mit seinen dunklen Herren (als Form des Überlebens), heißt ihre Urteile gut – ja fordert sie sogar. „Verständis“ empfinden ist nur einer der vielen Empfindungen, die er gegenüber diesen Ungeheuern aus Mordor hat – diese Herrin hat er sogar heiß geliebt, was man so als Liebe bezeichnen kann bei einem Elben in so einer misslichen Lage …
Was Côleredhs Furcht angeht, ist diese tatsächlich noch intensiver, denn es geht hier gar nicht darum, was aus ihm wird. So, wie dieser Elb noch drauf ist, würde er es sogar begrüßen, wenn er eine fürchterlich schmerzhafte Strafe bekäme, denn so eine Strafe birgt ja auch die Möglichkeit der Vergebung. Ihm brennt das eigene Versagen und damit den möglichen Verlust der Achtung und Zuwendung seines Herrn viel mehr, immerhin bedeutete diese jahrhundertelang sein Überleben und auch Leben. Kurz gesagt: Er hat sich mit dem Täter gemein gemacht, empfindet Sympathie für ihn, hat die schrecklichen Taten an ihm positiv umgedeutet (ist ne Überlebensstrategie). Côleredh nimmt seine eigenen Bedürfnisse nur rudimentär wahr (aber immerhin tut er es, und zwar immer mehr – das war am Anfang ja fast gar nicht gegeben), die seiner Herren oder übergestellter Elben nimmt er noch viel mehr wahr. Dieser Elb bemerkt gar nicht, dass es in der Tiefe eine reine Überlebensstrategie ist, die ihm so fühlen lässt, dazu ist er emotional immer noch viel zu taub. Er ist von echter Heilung weit entfernt, trotz des wirklich guten Umfeldes.

Dass es gerade Theredel ist …den Valar sei Dank ist es niemand anders, würde ich eher sagen …

Liebe Grüße
Rejanja
10.11.2018 | 22:43 Uhr
zu Kapitel 46
Meine Güte, meine Güte ... was haben denn diese und jene Elben denn immer für ein tierisches Problem mit Col? (mir ist sein neuer Name noch nicht so geläufig :-D )
Ich muss gestehen, ich habe von Deiner Geschichte einige der ersten Kapitel gelesen, dann erst wieder ein paar in der Mitte und dann ein paar am Ende. ;-) Col ist ja so sehr in seinem Verhalten in seinem vergangenen Leben gefangen, das fand ich schon etwas anstrengend mitzuverfolgen, daher bin ich ein bisschen gesprungen, um zu schauen, ob er Fortschritte macht. Tut er ja, wie ich sehe (dafür gabs auch ein Sternchen) - aber ernsthaft? Nach 200 Jahren steckt er da immer noch so tief drin?
Die Elben haben bei Dir aber auch so ihre Eigenarten - ein ganz schönes höfisches, höfliches, eigenartiges Getue um Floskeln und Gesten und Rangordnung und so weiter. Wer soll denn da durchsehen? (Auch nach 200 Jahren ... ;-) ) Sie könnten ihr Leben aber auch ein bisschen einfacher und stressfreier haben, die Spitzohren.

Antwort von Rejanja am 05.01.2019 | 00:08:26 Uhr
Huhu SilviaK,

erst einmal danke für das Sternchen!

Ja, die Story ist langatmig geschrieben. Das ist ein Stil, der nicht jedem gefällt und den ich beizeiten auch nochmal überdenken muss. Immerhin sollen die Leser ja bei der Stange bleiben und nicht genervt Kapitel scrollen. Kann ich aber gut nachvollziehen, auch wenn viele gute und sinnige Details dabei verloren gehen.
Die Elben Mittelerdes leben sehr lange. Wer 800 Jahre mit einem gewissen Verhalten leben musste und auch so aufgewachsen ist, der ist für sein Leben geprägt, das kenne wir auch von uns Menschen. Im Vergleich dazu sind 200 Jahre gar nicht, denn Imladris ist dermaßen anders in all seinen Wertigkeiten als Mordor, sodass jegliche Überlebensstrategien richtiggehend umgekrempelt werden müssen. Im ersten Teil, vor dem 200 Jahre Sprung aber ist deutlich zu erkennen, dass Côleredh den Weg der Wegdrängung geht. Außer seinem namen hat er anfangs gar nichts gelernt – seine Strategie der Unterdrückung und des bedingungslosen Gehorsams führt er immer weiter fort. Wenn 800 Jahre unseren menschlichen 25-30 Jahren entsprechen (und das ist gut gerechnet), dann wären 200 Jahre ca. 6-7,5 Jahre. Also ist dieser Elb (bei einem umgerechneten Alter von 30 Jahren, erst mit 22,5 Jahren zu Elrond gekommen. Und da ist der Hauptteil der Entwicklung bei uns allen bereits abgeschlossen und wir alle sind in unserem Verhalten noch mindestens weitere 7 Jahre gefangen – nur eine Idee.
Jaaa, meine Elben sind Charaktere, die selten stromlinienförmig sind! Stromlinienförmig ist allenfalls das Aussehen, wenn nicht Elben wie Theredel immer das Bild stören würden^^. Mainstream-Elben gibt es natürlich auch, nur über die gibt es wenig zu erzählen. Auch wenn immer mal wieder jemand durch die Story huscht ^^ .Du kannst dich ja mal auf die Suche nach denen machen! Sie sind da- versprochen^^

Liebe Grüße!
Rejanja
01.11.2018 | 15:27 Uhr
zu Kapitel 46
Hallo meine liebe Rejanja,

ja, ich weiß, lang ist her... Ich habe gerade nachgeschaut... Kann es wirklich sein, dass ich mein letztes Review hier vor über zwei Jahren geschrieben habe? Oder dass diese Geschichte auch genau so alt ist? Du meine Güte. Aber ja, ich lebe noch.

Eine recht unruhige Stute, die die Heiler da ausgewählt haben scheint mir. Ich hätte fast erwartet, dass sie im weiteren Verlauf irgendwann noch scheut und dabei fast einen Unfall verursacht, aber Côleredh scheint ganz gut mit Pferden zu können. Oder sie beruhigt sich allgemein durch die Gegenwart gleich zweier Elben.
Es imponiert mir, und es ist ein Stück weit auch lehrreich für mich zu lesen, wie Côleredh mit seinen Gefühlen umgeht. Die Art wie er seine Gefühle beobachtet wirkt extrem achtsam und aufmerksam, aber nicht mehr ablehnend wie noch am Anfang der Geschichte sondern tatsächlich hauptsächlich interessiert. Ich bin gespannt wie sich das noch weiterentwickelt - und ob er irgendwann auch den zweiten Schritt, nämlich das Äußern eben jener auch noch lernt.
Ich muss sagen, ein wenig irritiert bin ich schon. Es liegt nicht gerade in Theredels Natur sich zu verspäten, ich gehe also davon aus, dass es etwas unaufschiebbares war, was ihn davon abgehalten hat pünktlich zu sein. Ich bin gespannt, ob du darauf noch einmal eingehst. Aber etwas negatives scheint es ja zum Glück nicht zu sein, immerhin benimmt er sich Côleredh gegenüber nach der subtilen, aber deutlichen Maßregelung Elronds im letzten Kapitel durchaus höflich. Dass er ihn dann noch für seine Erfindung lobt kann man wohl schon fast als Überwindung betrachten, wenn man bedenkt wie sehr er Côleredh zu verabscheuen scheint. Allerdings stelle ich mir auch hier immer wieder die Frage, warum dem so ist. Es scheint, als würde Côleredh seine Herkunft auch nach Jahrhunderten noch anhängen, denn diese Abneigung ist mit einer simplen Respektlosigkeit, die Côleredh nicht einmal wirklich zu verschulden hatte kaum zu erklären. Sehr hilfreich wäre es, wenn Theredel diesen leidigen vergangenen Vorfall endlich einmal ansprechen würde, am besten noch bei dem Elben selbst. Ich habe den Verdacht, dass hier auch ein wenig ein gekränkter Stolz mit reinspielt und Theredel sich durch Côleredh in seiner Stellung herabgesetzt fühlt - auch hier wäre ein Gespräch sinnvoll. Warum nur reden die beiden Elben nicht miteinander?
Dass Côleredh einmal mehr von einer Erinnerung übermannt wird ist nicht sonderlich überraschend, vor allem wenn man die Situation bedenkt und sich daran erinnert, dass er kaum ausreichend ruht. Dass sie so heftig ist kam für mich ein wenig überraschend - ebenso wie sein plötzlicher Entschluss das Bier zu kaufen. Eine Kurzschlussreaktion, nicht nur von ihm, sondern auch danach von Theredel. Ja, sich unerlaubt zu entfernen war unhöflich und mit Sicherheit hätte er erst um Erlaubnis bitten sollen, doch in diesem Fall schien ihm das psychisch einfach nicht möglich gewesen zu sein, was in Anbetracht seiner Vergangenheit durchaus verständlich ist. Und so sehr ich Theredel auch zugeneigt bin: Dass er wieder einmal jeglichen Erklärungsversuch abweist ist ebenso unhöflich wie Côleredhs Verhalten. Wir werden sehen, wie sich das entwickelt - ich denke, auch Elrond wird der Meinung sein, dass Theredel hier über reagiert hat, zumindest wenn Theredel die Geschichte wahrheitsgetreu erzählt. Allerdings gehe ich davon kaum aus, wenn man bedenkt wie wütend der oberste Heiler Thranduils gerade ist.
Ich muss sagen, auch wenn Theredel sich bloßgestellt und beschämt fühlt, sein eigenes Verhalten trägt gerade nicht dazu bei, diesen Umstand zu lindern. Ich muss gestehen, als Außenstehende würde ich mich gerade neben diesem Elben aufgrund seiner Art sehr unwohl fühlen und ihm ob seines Verhaltens wohl doch den ein oder anderen irritierten Blick zuwerfen.

Na ja. Wir werden sehen, wie sich das alles entwickelt und ich bin sehr gespannt, wie Elrond auf die neuesten Ereignisse reagiert. Wäre ich an seiner Stelle, ich würde die beiden wahrscheinlich zusammen in einen Raum stecken und sie erst wieder rauslassen, sobald sie das unter sich ausgemacht haben, immerhin kann das gesamte Unternehmen darunter leiden, wenn sie nicht zusammen arbeiten können. Wie konnte sich aus dieser Wut im Moment nur die Hochachtung entwickeln, die Theredel Côleredh gegenüber in der Gabe der Heilerin zeigt? Ich glaube, da wird noch etwas größeres auf uns zukommen.

Eine Frage brennt mir schon seit längerem auf der Zunge: Wenn auch wahrscheinlich in etwas abgewandelter Form, existiert die beschriebene Krankheit auch bei uns? Und wenn ja, hat Hirse in diesem Falle tatsächlich eine heilende Wirkung, oder ist das nur etwas, was auf der verzweifelten Suche nach einem Heilmittel erfunden wurde, um die Massen zu beruhigen?

Zu guter Letzt noch ein Rat für alle: Kommunikation, Leute. Ist nicht so schwer und macht das Zusammenleben wesentlich einfacher - natürlich nur wenn beiden Parteien gewillt sind an der aktuellen Situation was zu ändern. Und das scheint hier nun wirklich nicht der Fall zu sein.

Liebe Grüße und bis bald!

Antwort von Rejanja am 05.01.2019 | 01:18:28 Uhr
Huhu Elenwe,

ein Review von dir ist immer gut, egal, wie lange er her ist. Also kümmere dich nicht darum, mir macht es nichts aus. Ich weiß ja, wie kurz der Tag für jeden von uns ist und wenig wenig Zeit (und wenn Zeit, dann oft wenig Muße) zur Verfügung steht.

Nein, du hast Recht – Côleredh kann gut mit Pferden. Generell kann er gut mit Tieren, denn sie spüren auch seine hellen Seiten viel intensiver, die oft von seinen dunklen Seiten so verdrängt werden. Nun- ja, Côleredh ist hier schon gewachsen. Ehe man Gefühle äußern kann, sollte man sie definieren können und ehe das geht, muss man sie ein stückweit beobachten. Genau an diesem Punkt ist er jetzt. Er beobachtet und definiert innerlich. Aber er hinterfragt sehr wenig – noch zumindest. Viele Gefühle entspringen ja anerzogenen Wertmaßstäben, die man gerne hinterfragen darf – die meisten tun es nur nicht, sondern lassen diese ihr Handeln bestimmen. Das tut Côleredh übrigens auch noch viel zu oft.
Nein, ich sage gleich. Es ist der Stress, den Theredel zu spät kommen lässt, die ungewohnte Umgebung und die Tatsache, dass er hier einen Tag nicht besonders entspannt planen kann. Es ist weder Unachtsamkeit oder Nachlässigkeit, sondern tatsächlich Stress, der ihn unpünktlich sein lässt. Da fällt mir grad ein sehr gutes Zitat ein ^^: „…Unpünktlichkeit ist keine Bosheit, vielmehr ist es Nachlässigkeit und mangelnde Achtsamkeit und damit eine Frage der Wertschätzung …“

Ein zweites Mal nein: Theredel muss sich nicht überwinden, Côleredh zu loben. Das ist Professionalität. Er ist alt und vor allen Dingen emotional reif genug, um die Leistung einer Person unabhängig von seiner Sym- oder Antipathie zu würdigen. Arbeitstechnisch würde man sagen: Er ist in der Lage auch mit Personen zusammenzuarbeiten, die er nicht mag oder mit denen er ein Problem hat – eine gute Eigenschaft, die es bei den Menschen längst nicht immer gibt, aber die für Führungskräfte in bestimmten Rängen obligatorisch ist. Schaffen viele Vorgesetzte nicht immer, die meisten aber zu 90-99 %. Die die es nicht schaffen, sind dann die Horror-Chefs, für die keiner arbeiten will …
Übrigens ist diese Respektlosigkeit nicht simpel gewesen: immerhin hat es der gesamte Stab Theredels mitbekommen und der Heiler hat absolut ein Recht darauf, sauer zu sein. Wenn es hinter verschlossener Tür gewesen wäre … war es aber nicht. Bedenke Theredels Rang als königlicher Heiler (steile Hierarchien), und die Gesetzte von Befehl und Gehorsam (autoritäres Staatsform)im Waldlandreich …

Natürlich wäre es hilfreich, wenn Theredel das einfach mal ansprechen würde. Allerdings nicht bei Côleredh, das steht ihm nach seinem Verständnis nicht zu. Es wäre der Herr Côleredhs, den er ansprechen müsste, Meister Elrond … aber du kannst Dir sicherlich vorstellen, dass so etwas dann nicht mit einem freundlichen „Reden wir mal drüber“  abgehandelt wird. In allem anderen stimme ich Dir zu: Theredel ist sehr brüsk zu Côleredh und lässt eine Bitte um Erklärung nicht zu. Das ist extrem unhöflich, ja schroff, und wäre es ein Elb seines Stabs übrigens sogar fast rechtswidrig, zumindest, wenn er eine Strafe verhängt, ohne dass sich Côleredh zuerst äußert darf und sein Verhalten erklären darf. Nur ist Côleredh kein Elb seines Stabs und Theredel ist nicht in der Verantwortung, für sein Wohl zu sorgen. Trotzdem hätte er sich beherrschen können und es professioneller angehen können … eigentlich kann er das!

Naja, du würdest so reagieren, wie ein Kind deiner Zeit in Deutschland reagiert. Ich würde es übrigens ähnlich machen und die beiden auch zusammen in einen Raum einsperren^^. Aber Elrond ist ein Elb seiner Zeit und wenn er nicht ernsthafte Konflikte mit Thranduil heraufbeschwören will … und das will er nicht, wird er sich nicht erdreisten, Côleredh erziehen zu wollen … soweit verrate ich schon mal^^

Zu deiner Frage, was die Krankheit angeht. Ja, sie existiert selbstverständlich auch bei uns! Und jegliche Heilung, die ich anführe ebenfalls … sonst würde mir das Geschreibe ja gar keine Spaß machen! Krankheiten erfinden kann jedenfalls jeder. Eine Krankheit unserer Welt mit entsprechenden Heilungsmethoden in Tolkiens Mittelerde zu transferieren-und zwar fachgerecht, das ist der Spaß! Ja-diese besondere Hirse (die es auf dieser Welt natürlich auch gibt) kann bei dieser Erkrankung auch in unserer Welt ihre heilende Wirkung entfalten … es würde mir kein Spaß machen, so etwas einfach zu erfinden.

Du hast Recht: Kommunikation ist der Schlüssel zu fast allem. Auf jeden Fall aber zu Beziehungschwierigkeiten.

Liebe Grüße!
Rejanja
28.10.2018 | 13:48 Uhr
zu Kapitel 46
Liebe Rejanja,

ich wollte mich nur mal wieder melden und Dir liebe Grüße senden! Ich folge deiner Geschichte und leide mit unserem armen Côleredh. Der Arme muss sich immer wieder merkwürdigsten Vorwürfen aussetzen, obwohl er seine guten Absichten immer und immer wieder unter Beweis stellt. Ich frage mich, wann die Heilerschaft des Königs dies endlich begreift und sich hoffentlich bei ihm entschuldigt. Man möcht ihn einfach einen Tee kochen, in eine Decke einrollen und ihn in eine Ecke zum Schlafen packen.

Liebe Grüße
fatum

Antwort von Rejanja am 05.01.2019 | 00:24:11 Uhr
Huhu fatum!

Ich grüße (nach Monaten) zurück, gestehe aber, dass ich deinen Review schon viel früher gelesen habe. Aber eines ist in der letzten Zeit ja schon klar geworden: Beantworte ich Reviews, kommt demnächst das neue Kapitel ^^

Ich weiß gar nicht, ob die Vorwürfe so merkwürdig sind, wie es den Anschein macht. Immerhin hat Côleredh Theredel zweimal ziemlich brüskiert, wieso sollte der oberste Heiler da nicht sauer sein? Er hatte Anweisung zu warten und hat es nicht getan. Du kennst doch die Waldlandelben: bedingungsloser Gehorsam und so. Außerdem ist Côleredh von seiner Art her auch nicht leicht zu ertragen, wenn man ihn gar nicht so richtig kennt … immer diese starre Haltung, dann das extrem unterwürfige Gehabe, das zurzeit nicht unbedingt durch Leistung gedeckt ist. Und dann hat Theredel da ja offensichtloch noch ein anderes Problem…
Außerdem: Gut gemeint ist nicht gut gemacht. Was nützen die besten Absichten, wenn da nur Mist bei rauskommt?
Aber ich kann dien Ansinnen nachvollziehen. Innerlich habe ich schon gleich nach diesem Kapitel nach einer Decke gegriffen und Tee für unseren armen Elben aus Mordor bereitgestellt. Nur traut er sich nicht, all das anzunehmen ^^ Bin ja auch nur ein Mensch …^^

Liebe Grüße!
Rejanja
21.10.2018 | 23:33 Uhr
zu Kapitel 4
Das ist ja mal eine interessante und ungewöhnliche Geschichte! Ich finde die Charaktere bisher alle sehr schlüssig und bei Nazar gruselt es mich schon ein bisschen. Gütiger Himmel, in seiner Welt möchte ich nicht leben müssen. Ich hoffe, er lernt mit der Zeit, was es heißt, ein freier Elb zu sein.

Antwort von Rejanja am 04.01.2019 | 23:59:40 Uhr
Hallo SilviaK,

oh ich auch nicht! Aber das macht diese Story ja aus - über etwas zu schreiben, was mal selber wohl nie erleben wird und auch nicht will.

Danke für dein Lob!

Liebe Grüße!
Rejanja
03.10.2018 | 12:34 Uhr
zu Kapitel 45
Hi Rejanja,

ich hab endlich wieder aufgeschlossen! Du glaubst nicht wie mich das erleichtert. Wenn du dein nächstes Kapitel einstellst, werde ich einfach entspannt lesen können, ohne diesen leidigen Druck in mir zu spüren, dass ich mich doch nun endlich mal aufraffen sollte um dir meine längst überfälligen Kommentare zu hinterlassen.
Irgendwie endete das letzte Kapitel ja auch zu harmonisch. Herr Elrond ist zwar immer noch hundmüde aber offenbar zufrieden und Côleredh, ebenfalls kurz davor im Stehen einzuschlafen, fühlt sich wieder etwas wohler in seiner Haut. Es hätte ja so schön sein können. Doch nein, schon baselt Theredel herein und macht diesen kurzen innigen Moment wieder zu Nichte! Ausgerechnet dieser Elb, (nicht falsch verstehen, ich liebe ihn immer noch) aber hätte Thranduils oberster Heiler nicht jemand anderen schicken können um Elrond von den unerwartet schnell zusammengeschrumpften Vorräten zu berichten? Mmh, vermutlich nicht, denn wen hätte Theredel auch schicken sollen, einen der Noldoheiler, die ihm ja schon mehrmals die kalte Schulter gezeigt haben und die er vermutlich auch nicht gerade in sein großes Herz geschlossen hat? Oder einen der Menschen, die vermutlich nicht einmal wüssten von welcher Substanz überhaupt die Rede ist und die schon auf dem Weg zu Elronds Arbeitszimmer vor lauter Müdigkeit eingeschlafen wären? Musste er eben selbst kommen und dabei auch noch bei einer Unterredung stören und schlimmer noch, auf diesen leidigen Mordorelb treffen! (Wo es ihm in der letzten Zeit doch so gut gelungen ist dem Kerl aus dem Weg zu gehen. ; ) Armer Theredel)
Das der übermüdete Elrond sofort bemerkt das da etwas zwischen diesen beiden ist, das nicht als Liebe bezeichnet werden kann, macht nur zu deutlich wie sehr Theredel den Sinda verabscheut. Der Herr über Imladies ist ja nicht dumm, er weiß mit Sicherheit das Côleredh nicht gerade den Platz eins unter den beliebtesten Elben Bruchtals inne hat, aber das Theredel so abweisend auf seinen Schützling reagiert, versteht er dennoch nicht und es ärgert ihn. Wie wunderbar beschützend er sich vor Nazar stellt, als er Theredel darauf hinweist das nicht nur dieser sich anständig zu verhalten hat, sondern auch der Waldlandheiler sich zusammen nehmen sollte ist wirklich wunderbar von dir beschrieben worden. Denn es kommt so subtil über Elronds Lippen, das Theredel es einfach nicht missverstehen kann, selbst wenn er das gewollt hätte. Auch wenn Theredel mehrfach erwähnte, das er den Sinda nicht demütigen wollte, als er ihn nicht direkt von seinem Kniefall erlöste, ich bezweifle das Elrond ihm das das in diesem Augenblick abgenommen hätte, dafür hat sich Theredel einfach zu ungeschickt angestellt, als er Côleredh auch noch, unbewusst, den Rücken zugewand hat. Tja, hätte Theredel nur etwas ehe den Mund aufgemacht und Elrond auf dieses Vorkommnis bei ihrer Ankunft angesprochen … Hat er aber nicht und er macht es auch jetzt nicht. (Ich hätte es, zugegeben, gerade an diesem Abend, in dieser Nacht, auch nicht getan, der Zeitpunkt, die ganze Situation hätte falscher nicht sein können)
Nun bin ich aber mal gespannt wie der geplante Einkaufsbummel von statten gehen wird. Ich denke allerdings, dabei wird es wohl kaum Probleme geben. Côleredh wird sich vorbildlich betragen, Theredel gegenüber zumindest. Wie er sich allerdings bei Verhandlungen mit den Händlern beträgt. Ehrlich gesagt, davor graut es mir schon jetzt. Ich bin mir fast sicher, dieser Marktbesuch wird damit enden, das Barain, die beiden Elben den entsprechenden Händlern vorstellt, Theredel die Verhandlungen führt und Côleredh letztendlich dazu verdammt wird, wie ein unnahbarer Leibwächter, die Menschen durch seine gerade, straffe Haltung die unterkühlte Miene an ihre Manieren zu erinnern sie auf akzeptable Distanz zu halten und letztendlich den Karren hinter sich her zu schleppen. Aber vielleicht überraschen mich unsere Einkäufer ja auch noch und womöglich wird Theredel ein wenig mehr Sympathie für den seltsamen Typ aufbringen. Allein wenn er ihm nicht mehr mit kochender Wut im Bauch begegnen würde wäre das doch schon sehr mehr als das was da jetzt ist.

Liebe Grüße dir
der Gurkensalat

Antwort von Rejanja am 21.10.2018 | 22:28:02 Uhr
Huhu Gurke,

Nur ganz kurz: Er geplante Stadtbummel ist online und angesichts deiner Überlegungen, wie er wohl vonstattengeht, bin ich mega gespannt, was du letztendlich dazu sagst! :)

Liebe Grüße!
03.10.2018 | 10:33 Uhr
zu Kapitel 44
Hi Rejanja,

und noch so ein schönes Kapitel!
Naja, schön ist hier wohl Ansichtsache. Es ist eigentlich recht schwere Kost. Dafür um so besser geschrieben. Die beiden Heiler sind an (also endlich) ihre Grenzen geraten (ok, Elben sind schon robuster und andauernden Belastungen halten sie länger aus als wir schwachen Menschen. Aber trotzdem, ist es erstaunlich wie lange sie in der Lage sind ihre eigenen Bedürfnisse hinten an zu stellen. Hast du schon mal Doppelschichten gefahren? Bei mir ist nach ein paar Stunden einfach der Ofen aus. Die Konzentrationsfähigkeit geht gegen Null, Gähnen wird zur Normalität, Kopfschmerzen hin und wieder Schwindel stellen sich ein. Funktionieren, einfach Routinen auszuführen geht noch, einigermaßen, aber bin ich gezwungen dann auch noch nachzudenken, fühlt es sich für mich an als müsse ich mich erst durch Watte vorarbeiten. Ich werde ungeduldig, sogar aggressiv und selbst normales Sprechen fällt mir unendlich schwer und ich mache Fehler!) und wenigstens teilweise auch darüber hinaus geschritten.
Ich kann Herrn Elronds untypisches Verhalten also sehr gut nachvollziehen, bewundere ihn aber auch zugleich das er sich immer noch so gut im Griff hat. Seine imaginäre Liste der noch zwingend zu erledigenden Dinge gefällt mir überaus gut. Denn ja genauso fühlt es sich an, ich muss noch dies machen und das, dann kommt noch das und das und dann, dann, endlich, mein Bett!
Das Côleredh ebenfalls völlig übermüdet ist macht es nicht besser. Womöglich hätte er in ausgeruhterem Zustand schneller realisiert was mit seinem Herrn los ist, warum der ihn so behandelt. Aber ganz sicher kann man sich bei diesem Elb halt auch nicht sein. Dafür steckt noch zu viel mordorische Erfahrung und Lebenseinstellung in ihm. Er hält sich für einen Versager. Gibt sich selbst die Schuld dafür und hiermit hat er teilweise auch Recht, wäre seine Art eine andere, hätte er höchstwahrscheinlich einen Zugang zu den Menschen finden können. Denn die müssen nach einer Woche, in denen die elbischen Heiler sich um sie kümmern, erkannt haben, das diese Leute ihnen besser helfen können als es die menschlichen Heiler allein können. Wer schlägt schon einem die Tür vor der Nase zu, wenn man in diesem seine Chance auf Heilung erhofft? Du hast geschrieben das Côleredh sich darum bemühte seine Art zu verändern, um etwas Anklang zu finden, hat nicht funktioniert, obwohl er Erfolge zu verbuchen hat, das heißt für mich, das er, seine Art, echt übel aufgestoßen ist. Das heißt in so einer Situation schon einiges. Aber wenn ich mich daran erinnere, wie er mit diesem Jungen in Imladries umgesprungen ist, der mit dem Bauchweh, wundert mich es nicht besonders, dass ihn keiner ins Haus lassen will. Die Leute hoffen vermutlich auf eine Alternative, einen Elben der nicht so kalt und Starr herüberkommt, mit dem man vielleicht auch ein paar Worte sprechen kann, der persönlicher rüberkommt, als dieser vermutlich allein auf das Gelingen seiner Arbeit fixierte Typ. So stell ich mir seine Hausbesuche jedenfalls vor. Fast stumm, und wenn dann mal ein Wort gesprochen wird, sind es Anweisungen/ Befehle die ohne Emotion erteilt werden. Der Patient wird womöglich, mehr oder minder, behandelt wie ein Ding und dessen Angehörige, deren Sorgen und Nöte, sind nebensächlich. ich glaube nicht das Côleredh absichtlich so arbeitet, (falls es so sein sollte) ich denke er kann einfach nicht anders. Was sehr schade ist, aber trotz seiner Mühe es zu ändern, wirkt ein wohlwollendes tröstendes Wort von ihm vermutlich aufgesetzt, nicht echt. Und so was merken wir Menschen halt, und gehen dieser Art von Leuten lieber aus dem Weg.
Was mich wirklich begeistert hat, hier doch auch schon im letzten Kapitel. Côleredh kann über sich selbst nachdenken, er hat seine Unzulänglichkeiten erkannt und da er aber auch erkannt hat, das er nicht aus seiner Haut heraus kann, versucht er auf anderem Wege zu helfen. Na, wenn das mal nicht ein riesen schritt in die richtige Richtung ist.
Mich freut es sehr dass seine Basteleien Anklang finden, wenn sie nun auch noch funktionieren sollten, wäre das großartig.
Aber noch etwas hat sich an seinem Verhalten verändert. Côleredh versucht sich und seine Ideen zu erklären. Natürlich ist da kein Stolz über diese Leistung in ihm zu spüren, aber er steht zu dem was er gemacht hat. Selbst wenn Elrond ihm nun den Vogel gezeigt hätte, er hat hiermit ein Selbstbewusstsein bewiesen, das er zuvor nicht hatte. Also ein richtig schönes Kapitel.

Liebe Grüße dir
der Gurkensalat

Antwort von Rejanja am 21.10.2018 | 22:26:37 Uhr
Huhu Gurke,

Mir gefällt es, wie du die kleinen Nuancen bemerkst, die sich bei Côleredh verändern. Côleredh reflektiert (das hat er aber schon immer getan) und sucht nach Lösungen, um sich nutzbar zu machen (altes Verhalten, da Angst vor Wertlosigkeit). Aber er hat EIGENE Ideen, die er auch tatsächlich umsetzt und präsentiert. In dem Glauben, das sein Herr ein Ohr dafür hat – was auch ein Grund für sein Selbstwertgefühl ist, dass ihn letztendlich dazu bringt, seine Ideen zu erklären und damit ein Stück weit zu verteidigen.

Liebe Grüße!
02.10.2018 | 20:19 Uhr
zu Kapitel 43
Hi Rejanja,

Kapitel 43! Der Anfang klingt für mich wie Hygieneunterricht der ersten Stunde. (Nur ohne Desinfektionsmittel) Gründliches Hände waschen, jeder Finger wird bedacht, anschließend die Seife mit frischem sauberen Wasser fortspülen lassen, dann ein sauberes Handtuch zum Abtrocknen. Herrlich, ich fühle mich zu Hause. Aber auch was dann kommt, ist eine wirklich nicht zu verachtende Hygienemaßnahme. Elrond lässt sich von dem angebotenen Leckereien nicht dazu verführen, zuzugreifen. Und das, obwohl er sich wohl kaum durch mögliche Verunreinigungen infizieren würde. Er macht es aus Kollegialität seinem menschlichen Kollegen gegenüber, um diesen vor einer möglichen Ansteckung zu schützen. Ob er auch im Sinn hatte, die folgenden Patienten vor einer weiteren Infektion zu bewahren, glaub ich eher nicht. Denn bei so einer Epidemie, sind sich die Keime doch sehr ähnlich, wenn nicht gar identisch. Ob er das ahnte? Keine Ahnung, ist aber auch irrelevant. Na ja, ich persönlich finde dieses Abkommen der Heilerschaft jedenfalls sehr begrüßenswert, denn so stellen sich die Elben auf eine Stufe mit den menschlichen Kollegen.
Und natürlich, diese versnopten Noldos müssen mal wieder herummäkeln! Wenn Theredel allein mit seinen Waldlandheiler angereist wäre, würde so eine Regel wohl ohne gerümpfte Nasen akzeptiert werden. (zumindest würden sich die Tarawaith-Heiler mit Sicherheit davor hüten, ihren Unwillen vor Zeugen kundzutun)
Aber so sind sie halt, diese hochgebildeten, oder waren es eingebildeten, Herren. ; )
Was ich Elrond ebenfalls hoch anrechne ist, das er sich darum bemüht auch den menschlichen Kollegen zu erklären, was sich in seinem Zauberwasser befindet und das diese Flüssigkeit eben kein Zauberwasser ist. Verstehen werden es die Menschen sicher nicht, aber auch das ist nicht wichtig, er bemüht sich darum sein Wissen zu teilen und das schafft Vertrauen. Als er dann auf die Infundierung der Flüssigkeit kommt überfordert er allerdings unter Garantie auch den letzten der menschlichen Heiler. Aber auch das ist nicht wichtig. Denn allein dadurch das er den Ablauf zuvor beschreibt, können sich die Leute wenigstens ein ungefähres Bild von dem machen, was auf sie zukommen wird. Und nun kommt das eigentliche Problem. Den Menschenheilern bleibt allein ihrer Konstitution wegen verwehrt, diese entscheidenden Handlungen auszuführen. Wie frustrierend muss das für diese Männer sein! Vor dem Eintreffen der Elben hatten sie das Zepter in der Hand, sie entschieden wie ein Kranker zu behandeln ist. Und jetzt wird ihnen erst verboten ihren heiß geliebten Blutwurztee zu verwenden, Leinsambrei ist auch nicht mehr erlaubt und nun sollen sie sich mit (vermutlich, Wadenwickeln und so weiter beschäftigen) Tätigkeiten abfinden, für die gewöhnlich die Familienangehörigen der Erkrankten zuständig sind. Doch offenbar sind die Heiler Esgoraths sehr viel verständiger als ihre Kollegen aus Bruchtal, oder sie sind einfach nur noch froh überhaupt noch zu etwas befähigt zu sein, sonst hätte es sicher mehr Einwände ihrerseits gegeben. Ich finde es übrigens sehr menschlich, das zumindest einer der esgorather Heiler dennoch sein Glück versucht. Zum Glück ist der von ihm Behandelte nur kollabiert! Da kann auch durchaus mehr passieren, gerade wenn man nicht wirklich weiß was man tut.

Und dann kommt auch schon der zweite Teil dieses Kapitels. Côleredh hat es wirklich nicht leicht. Da versucht er sein Bestes zu geben, zu helfen und wird immer wieder abgewiesen, weil er so komisch ist! Als dann auch noch sein menschlicher Begleiter darum bittet einem anderen elben zugeteilt zu werden, muss er sich einfach nur furchtbar gefühlt haben. Da helfen ihm sicher auch seine Erfolge bei der Versorgung der Kranken nicht. Absolut beeindruckend ist allerdings das er sich darüber Gedanken macht, wie er dennoch von Nutzen sein kann. Seine Idee, ist grandios und wenn sie funktioniert und angenommen wird … unglaublich. Das er sich zur Umsetzung seiner Gedanken seine freie Zeit und auch die Nächte um die Ohren schlägt, ist nur typisch für ihn. Denn, „ein Elb der seine Arbeit nicht erfüllen kann, der ist es nicht wert zu leben.“ Wo hat er das noch mal gelernt? War es Mordor? Ich glaube, dieses alte Leben ist schon so lange her. Wie auch immer, hier hat diese Indoktrination tatsächlich mal einen Nutzen. Wenn auch nicht für ihn persönlich. Denn er reibt sich dabei auf. Aber womöglich wird er später einmal etwas davon haben. Ich würde es ihm wirklich gönnen, selbst wenn er mit einem Lob vermutlich nicht wirklich umgehen kann. Für Nazar/Côleredh ist das was er tut einfach normal. Seine Aufgabe ist momentan diesen Menschen zu helfen, und wenn er es nicht persönlich tun kann, so wie die anderen, dann sucht er einen anderen Weg. Er will, er darf nicht unnütz sein, denn dann hätte er kein Recht mehr zu Leben. Was für ein grausamer Druck lastet immer noch auf ihm. Ich bin echt gespannt zu erfahren, ob er jemals lernt dass allein die Tatsache, dass er ein Leben geschenkt bekam ausreicht um es auch leben zu dürfen.
Ah noch was. Ich habe mich schon sehr oft gefragt, seit wann es überhaupt Infusionsbestecke gibt. Ich weiß nur, das die Ärzte ab etwa Mitte des 15ten Jahrhunderts mit Hilfe von Handpumpen ( Spritzen) infundierten, des es zudem metallene Röhren gab, die auch in Venen eingeschoben wurden. Doch seit wann gibt es Schläuche? Und woraus bestanden sie, Latex vom Gummibaum, oder tatsächlich sehr fein miteinander verwebtes Garn. Da stürzen so viele Fragen auf mich ein, und ich finde selbst im Internet keine Antwort. Garn gefällt mir als Material tatsächlich am besten, doch wie bekam man das Gewebe dann dicht, mit Wachs? mit Öl? Mit….?
Wenn du eine Ahnung hast, oder womöglich echtes Wissen, so würde ich mich freuen wenn du es mir verräts.

Liebe Grüße
der Gurkensalat

Antwort von Rejanja am 21.10.2018 | 22:21:48 Uhr
Huhu Gurke,

Es ist Hygienestunde ;) Allerdings nicht in Esgaroth – wie du oftmals schreibst (esgarother Heiler, Heiler Esgaroths) – wir sind in Thal. Sie sind nicht wirklich verständiger, sie haben nur ziemlichen Respekt vor den Elben (die ja so ewig lange leben) und große Not und offenbar funktioniert das, was die Elben sagen.
Schläuche? Also schon die Bibel redet von „Alter Wein in neuen Schläuchen“ – Schläuche gibt es schon sehr lange. Sie haben wohl aber erst Eingang in die Medizin erhalten, als sie Sinn machten – also erst, seit es Infusionen gibt. Würde ich vermuten. Obwohl – zum Aderlass wurden sie auch schon benutzt. Nun musst du also nur schauen, wie lange es den Aderlass schon gibt …

Liebe Grüße!
02.10.2018 | 18:23 Uhr
zu Kapitel 42
Hi Rejanja,
weiter geht`s mit Kapitel 42.
Wie du es anstellst alles so genau und plausibel darzustellen ist mir oft ein Rätsel. Gerade dieses Zwischenmenschliche/ Zwischenelbische zeichnest du immer wieder hervorragend plastisch. Ich finde wirklich nichts das irgendwie merkwürdig wirken würde.
Tatsächlich hätte es mich auch sehr gewundert wenn die menschliche Bevölkerung sofort freudestrahlend diese ganze Horde Elben willkommen gehießen hätte. Nicht nur weil der Herr Thranduil, die Handelsbeziehungen offenbar abgebrochen hat, als er von der Krankheit erfuhr. Schließlich sind das Fremde, nicht mal Menschen und dann auch noch welche die die größtenteils nicht aus dem Waldlandreich kommen. Mir ging dabei so im Kopf herum wie es unseren europäischen Entwicklungshelfern heutzutage wohl geht, wenn sie plötzlich in Regionen unserer Erde auftauchen in denen es kaum mal hellhäutige Leute unterwegs sind. Wechseln die einheimischen womöglich auch die Straßenseite, aus Furcht, aus Frust? oder starren sie den Fremden nur hinterher? Schlimmer noch, vermutlich müssen diese neuzeitlichen Helfer sich auch noch mit gewaltigen Sprachproblemen auseinandersetzten und sicherlich über viele kulturelle Eigenarten hinwegsehen, die diesen arrangierten Leuten vermutlich völlig fremd und sicherlich auch oft fasch erscheinen. Vertrauen muss sich immer erst entwickeln, natürlich, und ok, je größer die Not ist, desto leichter findet man einen Ansatzpunkt, sobald die angebotene Hilfe zu wirken beginnt, aber erst mal muss man soweit kommen. Die Heilerschaft aus Imladries, hat jedenfalls einen schweren Start, und durch ihr arrogantes Gehabe Theredel gegenüber machen sie es sich auch nicht eben leichter. Ich versteh sie schon, vermutlich würde ich auch maulen, wenn ich stundenlang, ohne eine Erklärung, im Regen stehen müsste. Das alles auch noch nach einer anstrengenden Reise und allein zu dem Zweck, diesen seltsamen, abweisenden Menschen zu helfen. Was mich allerdings wirklich ärgert ist das diese Noldo-Typen ihren Frust an Theredel auslassen, der ja nix dafür kann wie mit ihnen umgesprungen wird. Für Côleredh ist diese ganze Situation einfach nur sehr dumm gelaufen. Ausgerechnet derjenige unter ihnen mit dem geringsten Selbstvertrauen, der gerade erst beginnt darüber nachzudenken was richtig und was falsch ist, muss hier als Prallkörper für seine Kollegen dienen, und einem Elb die Stirn bieten der ihm seiner eigenen Ansicht nach um längen überlegen ist, nur um einem anderen ebenfalls hochrangigen Elb nicht in den Rücken zu fallen. Tolle Wurst! Kein Wunder das er sich später darum sorgt in naher Zukunft wieder von Albträumen geplagt zu werden. (Es hätte ja auch mal alles glatt laufen können, ne? Aber ne, ne, nicht wenn die Rejanja schreibt! : ) )
So und wieder zurück zu meinen Favotrite-Elb aus deinen Geschichten.
Theredel! Ok, erst mal mein großes Lob an dich, Herr Elb, das du es schaffst, den angesammelten Frust erst einmal hinunter zu schlucken, damit schnell mit der Arbeit begonnen werden kann. Lange Diskussionen in einer „Notfallsituation“ sind absolut kontraproduktiv und Leidtragende sind immer diejenigen denen eigentlich geholfen werden soll. Das hast du vermutlich schon mit der Muttermilch aufgesogen und du hast dieses Wissen beibehalten und verinnerlich, trotz des bitteren Beigeschmacks, denn so wirst du immer wieder auch einmal dazu gezwungen, einfach nur zu funktionieren, ohne Rücksicht auf die eigene Gefühlswelt. Allerdings ist es ebenso wichtig, Knackpunkte in der Zusammenarbeit möglichst zeitnah auszumerzen, sonst läuft der Karren irgendwann gegen die Wand. Und mein lieber Elb, ich denke du wartest zu lange bis du mal den Mund aufmachst. Besser gesagt worauf wartest du eigentlich? Das es irgendwann ruhiger wird? Willst du deinen Frust tatsächlich auf Dauer unter den Teppich kehren, hoffst du darauf ihn einfach irgendwann zu vergessen? Wie ich aus leidlicher Erfahrung weiß möchte ich dir sagen, das wird nix. Irgendwo bleibt dieser Stachel immer und er wird an dir herumpieken und wenn es dann mal hart auf hart kommt, dann wird er dich zum explodieren bringen.
Aber gut, ist erst mal entschuldigt, denn für gewöhnlich schafft es wohl kaum jemand, der vor lauter Arbeit einfach keine Zeit und Muße zum Nachdenken findet, sich für eine womöglich drohende noch weit entfernte Zukunft zu sorgen.
Und Zeit zum Lamentieren haben deine Elben wirklich nicht.
Mir gefällt es ausgesprochen gut, wie dieses Mädchen mit ihrem energischen Auftreten Schwung in die Sache bringt.
Was mich ein wenig Schmunzeln lies ist deine kurze Erwähnung, das ein Durchfall dem Betroffenem eher hilft als schadet. Wer sich mal ein bisschen mit dieser Materien beschäftigt hat weiß das, doch bis heute, mit in unserer modernen Medizin im Rücken, versuchen immer wieder Leidende ihre Notdurft mit Mitteln zu unterbinden, die oft mehr Schaden anrichten als sie im nachhinein Nutzen zu bringen. Mich erstaunt es jedoch etwas, dass die Elben, die ja nun selbst vermutlich nur höchst selten unter solcherlei Beschwerden leiden, sich diese Tatsache erschlossen hat. Dass die Menschen es nicht besser wissen wundert mich hingegen überhaupt nicht. Denn will sollten sie auch den enormen Flüssigkeitsverlust ausgleichen, wenn zu den Durchfällen auch noch ständiges Erbrechen kommt? Ich denke in der damaligen Zeit gab es schlicht weg keine Alternaive, als gravierende Durchfälle mit allen zur Verfügung Mitteln Einhalt zu gebieten und zu hoffen, das die Konstitution der Betroffenen stark genug war, die nun länger im Körper verbliebenen Gifte der Bakterien auszuhalten.
Was mich sehr interessieren würde ist welche Krankheit du bei dieser Seuche eigentlich vor Augen hattest. Denn sicher bin ich mir im Gegensatz zu Herrn Elrond überhaupt nicht. Ich schwanke immerzu zwischen einer schweren Form der Ruhr und der Cholera hin und her, wobei meine Tendenz in Richtung Cholera geht. Da passen die Symptome einfach besser.
(Ist schon erstaunlich wie lange man sich über auffällige Fäkalien Gedanken machen kann. ; ))

Liebe Grüße dir
der Gurkensalat

Antwort von Rejanja am 21.10.2018 | 22:16:26 Uhr
Huhu Gurke,
es freut mich tierisch, von dir zu lesen und ich habe auch schon jeden deiner Reviews durchgearbeitet. Da es aber jetzt ziemlich viel auf einmal ist und mir die Zeit fehlt, werde ich nur immer eine kleine Antwort dazu schreiben. Nimm mir das bitte nicht krumm, das bedeutet nicht, dass ich es nicht zu schätzen weiß, was du schreibst! Mir fehlt nur schlicht die Zeit!

Also, los geht’s:
Ja- die Elben haben wirklich kennen Durchfall – kenne sie so nicht. Sie kennen es aber von ihren Tieren und Elrond kennt es von den Menschen. Das Waldlandvolk wiederrum weiß es durch die Verbindung zu Imladris. Zwar kennen sie nicht alles, was Imladris kennt, und wissen auch nicht alles, aber „basics“ sind schon durchgedrungen.
Ich sage nicht, welche Krankheit – nö! Schon alleine das Wissen, dass du darüber nachdenkst zaubert mir ein Lächeln auf die Lippen, und ein bisschen Spaß muss ich doch auch haben, oder?

Liebe Grüße!
27.09.2018 | 22:34 Uhr
zu Kapitel 41
Hi Rejanja,
doch wirklich ich lebe noch und selbst mein PC tut noch seine Dienste, allein die Ruhe fehlt um dir zu schreiben.
Oh man, mein letztes Review an dich habe ich Sylvester 2017 abgeschickt!
Schon allein deshalb bekommst du nun eine Zusammenfassung gleich über 4 Kapitel.
Denn ich werde es nicht hinbekommen zu jedem etwas dazulassen.
Wo hatte ich nur aufgehört?
Ich glaub das war bei Kapitel 41. Klar doch, jetzt sehe ich es wieder klar vor Augen. Der große Fürst hatte sich mit einem überschwänglichen Geschenk bei seinem obersten Heiler entschuldigt, der kommt daraufhin zu spät zum Mahl … und so weiter und so fort. Klein Legolas taucht kurz auf. Deiner Beschreibung nach entspricht sein Verhalten in etwa dem eines vierjährigen Menschenkindes und diese Altersklasse sind mir persönlich sehr ans Herz gewachsen. Denn diese Kinder haben inzwischen gelernt, dass sie auch selbst eine Meinung zum Lauf der Dinge haben, und wenn ihnen etwas gegen die Strich geht, dann vertreten sie ihren Standpunkt um sich auch Erwachsenen gegenüber zu behaupten. Klar ist das oft anstrengend, für die Erwachsenen sowie auch für die Kinder, aber es ist eine sehr wichtige Phase zum Selbständig werden, denn nun können sie auch begreifen das ihre Handlungen nicht nur für sie selbst Auswirkungen haben, sondern auch andere betreffen. Ich mochte diese Szene in der Thranduil Lúthamâl für Legolas so offensichtlich mit einer Strafe bedroht echt gern. Ich weiß das ich damit vermutlich gegen die gängige Meinung verstoße, denn das arme Kindermädchen hat ja eigentlich kaum eine Chance aus dieser misslichen Lage wieder herauszukommen. Zumindest nicht, ohne den Rückhalt der Eltern dieses kleinen Bengels. Und oh je, ich befürchte, andere Eltern hätten sie wo möglich tatsächlich bestraft, weil sie sich gegen das vorlaute Kind nicht durchsetzten konnte, obwohl ihr vermutlich untersagt worden ist, mit dem Kind auch mal ein ernstes Wörtchen zu reden. Aber dein Thranduil wäre nicht dein Thranduil, hätte er nicht sofort erkannt wo der Knackpunkt im Denken seines Zöglings liegt. Als geradezu klassisch empfinde ich seine Reaktion auf diese unerwünschte Unterbrechung durch den hochwohlgeborenen Hosenmatz. Thranduil zeigt sehr deutlich seine Enttäuschung, ohne zu schimpfen, er stellt klar wer in seinem Haushalt das sagen hat und vor allen Dingen, er lässt dem Kind genügend Zeit um zu begreifen, welche Konsequenzen dessen Handeln mit sich bringen wird. So lehrt er ihn die ersten Schritte Verantwortung für sich selbst doch auch für andere zu tragen. Und das alles Kindgerecht verpackt, liebevoll und dann auch noch vor Publikum! Also, mein größtes Lob, Herr Thranduil und hey, das du irgendwann trotzdem keine Geduld mehr für den kleinen Störenfried aufbringen kannst, du hast schließlich hochrangige Gäste zu Besuch und willst dich sicher nicht nur über Belanglosigkeiten mit ihnen austauschen, kein Problem. Hier kommt dir allerdings echt zu Gute, das da gerade ein Freund der Familie anwesend ist, der sich des Kindes annimmt. Du hast echt treue Freunde, sie fechten tatsächlich jeden Kampf für dich aus.
So viel wollte ich gar nicht schreiben, dies sollte doch ne Zusammenfassung für gleich mehrere Kapitel werden! und ich hab nicht eins geschafft.
Geht wohl einfach nicht, du schreibst viel zu gehaltvoll um etwas einfach unbeachtet zu lassen. Also weiter geht’s!
Was kam noch vor in diesem Kapitel?
Ach klar, Herr Elrond klärt den anderen Fürsten am Tisch auch noch über die Besonderheiten seines blonden Heilers auf. Oh man, und er macht das herrlich diplomatisch. Ich könnte mir vorstellen das Thranduil nach dieser Enthüllung von kaum zu begreifenden Tatsachen am liebsten ganz in Ruhe ein Fläschchen seines roten Wein verschmakuliert hätte um diese Tatsachen erst mal angemessen sacken zu lassen. Allein ist er nun nicht gerade, der Herr Fürst aber wenigstens den Wein trinkt er ja schon. Etwas flott sacken zu lassen, unumstößliche Tatsachen auch zu akzeptieren, das hat er vermutlich im Laufe der Jahrhunderten gelernt und man, er ist immer noch der erfahrene Fürst dieser heimeligen Gegend. Also wird der etwas eigentümlich geratene Sohn, dieser ehrbaren alten Familie sich noch ein wenig mit dem Luxus der seiner Familie zusteht, arrangieren müssen. Schon damit der Tradition und dem ansehen des verstorbenen Vaters, dieses seltsamen Vogels genüge getan ist, und dann kann Côleredh auch gern im Kuhstall schlafen, wenn es ihn dahin ziehen sollte. Oder so ähnlich, jedenfalls ist Mr Thranduil damit aus dem Schneider, oder nich? ; )

Wobei auch ich endlich bei dem Leidtragenden dieser Entscheidung angekommen bin.
Oh Mensch, nein Elb, oh Menno Côleredh! Da haben wir den Salat, jetzt kannst du nicht pennen, weil das Bett zu weich, das Zimmer zu groß und luxuriös ist und dieser Diener auch noch da ist. Und wie gemein, da gibt es tatsächlich noch diese kleine Nische in der Siute die wie zum Schlafen gemacht ist, und er darf sie nicht nutzen, weil er sich ja sonst zum Affen machen würde! ( Das war echt gemein von dir Rejanja, Hattest du wenigstens deine Freude daran ihn auch noch mit dieser kleinen Nische zu quälen? Ich hätte sie beim Schreiben gehabt, bin halt ein wenig bösartig veranlagt ; ) )
So gemein wie ich bist du aber dann doch nicht, was auch wirklich gut ist, ich hätte ihn sich die nächsten zwei Nächte nicht schlafen lassen, aber du nicht! Du stellst Côleredh einen Diener zur Seite der empathischer wohl kaum sein kann. Elendîr ist ein echtes Goldstück. Wie wunderbar subtiel er auf diesen verschrobenen Zeitgenossen eingeht, das ist wirklich herrlich zu lesen.
So und da ich endlich eingesehen habe, das ich es nicht schaffe dir einen Kurzreview zu gleich mehreren Kapiteln dazulassen geb ich mich hiermit geschlagen. So wirst du halt warten müssen, bis ich mich irgendwann einmal bis zum aktuellen Kapitel vorgearbeitet habe. Denn die Alternative, den Rest einfach unkommentiert zu lassen, bring ich nicht übers Herz.

ganz liebe Grüße dir
Der Gurkensalat

Antwort von Rejanja am 07.01.2019 | 23:11:59 Uhr
Hallo Gurke,

So, nun bemühe ich mich mal, deine Reviews abzuarbeiten.

Ich will ehrlich sein: ich mochte die Szene, in der Thranduil Lúthamâl wegen Legolas so offensichtlich mit einer Strafe bedroht überhaupt nicht. Ich finde es widerlich, wenn eine andere Person für irgendwelche Erziehungsstrategien eines Königs herhalten muss, denn man hat ja gesehen, dass Lúthamâl echt Angst hatte. Thranduil benimmt sich ganz, wie er ist und wird von einer seiner wenig emphatischen und egoistischen Seite gezeigt, auch wenn es pädagogisch vielleicht gar nicht so schlecht war. In jedem Fall war die zweite Szene, von der du sprachst tatsächlich gut, Legolas ist aber-typisch Kleinkind, dann ab einem gewissen Punkt einfach auch wieder verständig.
Ich musste lachen. Die Motivation Thranduils, warum er Côleredh ein so gutes Quartier gibt, hast du gut zusammengefasst.^^ Genauso ist es. Hier geht es nicht um Côleredh, hier geht es ausschließlich um Traditionen ^^
Ich gestehe, ich hatte keine bösartige Freude daran, Côleredh in eine Nische zu zwängen. Vielmehr ist die Nische als Ausweg für Côleredh gedacht, damit er überhaupt zur Ruhe findet. Außerdem soll sie verdeutlichen, mit welchen Zwängen au s der Vergangenheit der Elb, trotz seiner 200 Jahre bei Elrond, noch zu kämpfen hat.
Elendîr ist tatsächlich ein echtes Goldstück. Er hat die Eigenschaften, die alle Diener haben, die in der gehobenen Klasse des Waldlandreichs dienen. Neben den dienern aus der Gabe der Heilerin gehört auch er zu einem engeren stab rund um Thranduil, dient also ab und an auch mal beim König. Kurz gefasst: Er kann Diener ^^

Liebe Grüße
Rejanja
19.08.2018 | 18:00 Uhr
zu Kapitel 45
Liebe Rejanja,
es ist wirklich schön, wieder etwas von Dir zu lesen. Wie ich Dir das bestimmt schon mehrmals geschrieben habe, genieße ich es sehr, Deine Texte zu lesen. Es ist ja nun schon länger her gewesen (verständlicherweise) , aber umso erfreulicher war es dann, als ich dann in meinen Alerts Deine Geschichte aufleuchten sah.

Das neue Kapitel zu Nazar gefällt mir wirklich gut. Ich finde es schön, dass Theredel und Nazar hier nochmal aufeinander treffen, nachdem sie ja doch einen eher, sagen wir, holprigen Start zusammen hatten.
Elrond ist verständlicherweise inzwischen von der Arbeit müde und das merkt man dann auch, als er den Heiler dann doch etwas rabiater angeht. Immerhin ist das ja sonst so gar nicht seine Art und Weise. Aber ich gehe davon aus, dass Theredel ihm das kein bisschen übel genommen hat. Sie hatten ja alle anstrengende Tage hinter sich.
Ich finde es gar nicht schlecht, dass Elrond will dass Nazar Theredel begleitet, ich hofffe mal, dass sich ihre Beziehung da dann etwas verbessert. Denn auch die Situation im Zelt von Elrond kann man ja nicht wirklich als gelungen betrachten. Es war einfach etwas ungeschickt vom obersten Heiler nicht aufzupassen und Nazar zu zeigen, dass er sich wieder erheben kann. Ich meine, Nazar wird ihm das kein Stück weit übel genommen haben, aber für Theredel war es ja doch eine unangenheme Situation, vor allem auch weil Herr Elrond ja zugegen war und sie zuvor dieses Gespräch über Nazar geführt haben. Das ist dann wieder ein negatives Gefühl, dass er mit dem Nazar in Verbindung bringt. Hoffentlich schafft er es, im ausgeruhten Zustand professioneller mit ihm umzugehen.

Spannend finde ich allerdings, wie intensiv Côleredh auf die Handlungen von Theredel reagiert, da ist er ja irgenwie ziemlich sensibel für. Ich meine, wir kennen ja auch die Zukunft, die den beiden bevor steht, aber dass sich das so früh schon zeigt ist ziemlich geschickt gewählt von Dir, finde ich.
„Er scheint nicht alle Gesten zu kennen, Elrond.“ - netter Versuch Theredel :D Da musste ich echt lachen, fand ich super schön gelungen.

So viel erstmal von meiner Seite. Ich bin sehr gespannt auf das nächste Kapitel
Ich hoffe Dir und Deiner Familie geht es soweit gut
Beste Grüße
Engine

Antwort von Rejanja am 13.10.2018 | 23:37:51 Uhr
Huhu Engine,
Ja, das tut mir immer ziemlich Leid, dass ich meine Leser warten lassen muss. Aber es geht einfach nicht anders, der Alltag ist zu voll. Zumindest breche ich nicht ab – das werdet ihr bei keiner meiner Geschichte erleben (es sei denn, ich sterbe vorher, aber das habe ich so schnell nicht vor :)). Es gibt also eine „Beendigungsgarantie“ – Nichts ist bekloppter, als eine Geschichte zu lesen, die dann einfach von dem Autor abgebrochen wird … so meine Erfahrung.
Oh – ob sich die Beziehung zwischen den Beiden aufgrund des Ausflugs verbessern wird, nun es wäre ihnen zu wünschen, aber sicher bin ich mir da nicht.
Hihi – jo, Theredel versucht sich rauszureden :) Ich fand den Versuch auch nett – naja, ehrlicherweise eher niedlich :)

Liebe Grüße
Rejanja
17.08.2018 | 16:32 Uhr
zu Kapitel 45
Ahem, Elrond? Wolltest du dich nicht endlich einmal ins Bett packen?!? Immer diese Elben... Warten darauf, dass sie vor Erschöpfung von selbst in die Waagerechte kommen...
Aber ich fange mal lieber von vorne an...

Hallo Rejanja!

Uiui, ein sehr gutes Kapitel setzt du uns da vor, mit meiner Meinung nach einigen neuen Infos. Zumindest war mir bisher nicht klar, dass Theredel in Imladris ausgebildet wurde. Wie war das nochmal? Bis zu dem Überfall, bei dem er seinen Sohn verlor, lebte er irgendwo im Grünwald/Düsterwald. Dann wurde er zum Glück im Wald gefunden eine elleth schaffte es, dass er sich nicht einfach aufgab, sondern weiterleben wollte und Heiler werden wollte. Und irgendwann ist er auf Thranduil getroffen. Mm, also war er in Imladris, nachdem er auf Thranduil traf oder vorher oder währenddessen? Das würde mich interessieren!
Da wird er in einen spannenden Zwispalt gestoßen. Die Unterschiede zwischen Thranduils und Elronds Art, zu regieren, unterscheiden sich enorm. Und jetzt war er es so lange gewohnt, im Waldlandreich in nächster Nähe des Königs zu leben, dass er sich in der "Imladris-Art" des Umgangs miteinander nicht mehr richtig zurechtfindet.

Sogar noch ein bisschen spannender ist seine Ablehnung gegenüber Côleredh. Viele Elben haben ihn schon kennengelernt und viele sind nicht sonderlich begeistert, zumindest im ersten Moment, von dem Elb aus Mordor. Aber bei Theredel geht das irgendwie tiefer und ich grübele die ganze Zeit, ob ich irgendetwas überlesen habe oder ob da etwas dahinter steckt, das du als Autorin uns Lesern noch vorenthältst. Das kann ja heiter werden, wenn die zwei jetzt zusammen arbeiten müssen...

Und das mit dem Bergsalz ist irgendwie auffällig merkwürdig. Frage mich, wer einen Nutzen davon hätte, es im großen Stil zu entwenden... Will da jemand den Erfolg der Heiler verlangsamen? Oder Zwietracht säen? Mm...

So, zurück zum Anfang dieses kurzen Kommentars: Elrond, geh ins Bett, sonst passiert das irgendwann von ganz alleine!
Ich mein einerseits versteh ich ihn ja, aber andererseits... Wenn er als Kopf der ganzen Aktion so todmüde ist und dadurch mal irgendetwas passiert, keine Ahnung, ein Streit mit den Menschen entsteht oder ein Patient stirbt, dann Gnade Eru diesem armen Halbelben...

Vielen Dank für dieses schöne Kapitel, konnte kaum glauben, als ich reinklickte und die "45" als Kapitelanzahl las :-D

Liebe Grüße,
Ichtys :-)

Antwort von Rejanja am 13.10.2018 | 23:32:12 Uhr
Huhu Ichtys
Ich musste schmunzeln ;) Ja – Elrond sollte sich dringend is Bettchen packen. Aber das wird so schnell nix …
Ja - Theredel war in Imladris, nachdem er auf Thranduil gestoßen war. Er war ja nicht immer oberster Heiler und der König hat ihn ja auch nicht sofort dazu gemacht. Einige Zeit (ich glaube so ungefähr 50 Jahre) war er bei Elrond sozusagen „in der Lehre“, was übrigens der Grund ist, warum er dem Halbelben so zugetan ist. Eigentlich passt Imladris auch fasst besser zu Theredels Charakter - wenn da nicht Thranduil wäre, der König, in den sich unser Heiler sozusagen „verliebt“ hat. Er würde also Thranduils Hallen niemals freiwillig verlassen, immerhin lebt dort sein Traumkönig. Warum auch immer – ich kanns ja auch nicht nachvollziehen ;)
Ja – die Abneigung Theredels gegenüber Côleredh geht schon tiefer. Warum, das kann und will cih jetzt aber nicht sagen, es ist aber gewollt, und kein Zufall, das ich das so schreibe, Ihr werdet beizeiten den Grund erfahren.
Ich stimme Dir vorbehaltlos zu -Elrond muss unbedingt ins Bett gehen (und ich übrigens auch. Ich bin schon wieder totmüde – das geht schon seit einiger Zeit so ^^

Danke für deinen Kommentar! Ich wiß, ist schon länger her, aber gelesen habe ich ihn schon im August, ich komme nur einfach zu selten dazu, zu antworten!

Liebe Grüße
Rejanja
14.08.2018 | 00:14 Uhr
zu Kapitel 8
Ich Grüße dich : )

Bezugnehmend auf deine Antwort möchte ich dir sagen, das deine Geschichte bei mir sehr großen Anklang findet. Auch das die elben bei dir Emotionen wie Wut und Hass ( nicht nur auf dunkle geschöpfe) zulassen finde ich sehr schön.

Nur hab ich eine kleine Frage: du sagtest es ist das Jahr 1805 DZ in deiner Geschichte ist doch feiern nazar und seine Freunde den 200. Jahrestag seiner Ankunft in Bruchtal. Die große Pest war aber 1636 bis 1637 DZ und das wären 169 Jahre bis 1805 DZ.


Bitte korrigiere mich wenn ich etwas falsch verstanden habe ( hoffe ich klinge nicht zu besserwisserisch : ) )

Schöne Grüße Konditor

Antwort von Rejanja am 14.08.2018 | 01:56:03 Uhr
Huhu

Ah- der große Break wurde missverstanden. Mal sehen, ob ich auflösen kann:

Nazar wird von Elrond 1805 DZ in der Nähe von Ithilien gefunden - also ca. 170 Jahre nach der großen Pest.
Er findet sich ein wenig in Bruchtal ein - und dann gibt es einen 200 Jahre Break.
Daa ist Absicht, denn die gesamte Story wird mindestens 400 Jahre umspannen. Irgendwo musste ich da einen Bruch einführen und ich habe mich entschlossen, es an der Stelle zu tun, denn die Entwicklung Nazars schreitet in diesen 200 Jahren nicht mehr nennenswert voran.
Aber dann geschehen Dinge, die ihn wieder wachsen lassen und ihn letzten Endes dort hinbringen werden, wo er seiner Bestimmung weiter folgen kann.

Liebe Grüße!
Rejanja

PS: Tolkien hat Elben eigentlich nicht als gefühlsarm beschrieben, zumindest zeugen deren Taten bestimmt nicht von Gefühlskälte. Man denke da nur an Feanor
11.08.2018 | 02:12 Uhr
zu Kapitel 1
Hallo, finde deine Geschichte sehr interessant. Vor allem gefällt mir das der Protagonist mal männlich ist ( meistens sind es Frauen und ich finde das es mit Frauen schon ziemlich abgedroschen wirkt. Auf jeden Fall ist es sehr erfrischend ). Mich würde mal interessieren in welchem Jahr sich die Handlung momentan befindet. Hab schon durch die Handlung versucht auf ein Datum zu kommen doch es ist mir leider nicht gelungen. : ) mach weiter so : )

Antwort von Rejanja am 13.08.2018 | 23:48:20 Uhr
Huhu Konditor,
da musste ich jetzt schmunzeln, denn in meiner großen Story, von der diese hier ja nur eine Nebenstory ist, ist der Hauptprotagonist tatsächlich auch - abgedroschenerweise - eine Frau. Und hier in „Nazar“ muss man doch ziemlich lange lesen, um überhaupt mal eine Frau in der Nebenrolle zu lesen ;) Die kommen alle viel, viel später – und sind auch tatsächlich nicht so wichtig ;)

Weißt Du, ich glaube der Grund für die heutige Überbetonung der Frauen liegt darin, dass einfach viele Frauen hier schreiben, aber sehe es uns allen nach: Als die Fantasy entstand - und das Hauptwerk ist Tolkiens Herr der Ringe - gab es so gut wie gar keine Frauen als Helden. Sie waren entweder gar nicht vorhanden, oder aber bekleideten doch ziemlich langweilige Nebenrollen. Erst unter anderem durch Marion-Zimmer-Bradleys Romane, wie Nebel von Avalon, Feuer von Troja oder die ganze Darkoverreihe bekamen dann immer mehr Frauen eine Hauptrolle, insofern gleicht sich in diesen Jahren die ewige Überbetonung der Männer vielleicht  gerade langsam aus.

Zu Deiner Frage: Genau genommen schreiben wir das Jahr 1805 DZ (also 169 Jahre nach der großen Pest). Telumehtar ist König von Gondor, und vor knapp 50 Jahren sind die Nazgûl  wieder nach Mordor zurückgekehrt. Aber das mit den Nazgûl wissen natürlich nur die Herren von Mordor – naja – und Tolkien, der hat es ja schließlich so festgelegt.

Ich hoffe, die Story findet Anklang bei Dir!


Liebe Grüße
Rejanja
15.07.2018 | 14:46 Uhr
zu Kapitel 44
Liebe Rejanja,

wundervolles Kapitel, vielen Dank dafür! Die Feinhieten der Beziehung zwischen zwei Elben sind sehr gelungen und verständlich. Man fühlt sich manchmal geradezu plump, wenn man die Motive deiner Elben verfolgt und diese mit den eigenen vergleicht :D

Liebe, sommerliche Grüße
fatum

Antwort von Rejanja am 13.08.2018 | 23:25:35 Uhr
Huhu fatum,

ja, so plump sind unsere motive aber manchmal gar nicht, finde ich. Nur nicht immer ganz so edel, aber ehrlicherweise gibt unsere Zeit und unser Land auch nicht so viel her, um edle Motive wachsen zu lassen. Wir sind einfach satt - was wohl auch ziemlich gut ist, aber solche Herausforderungen, wie die, deen sich Elrond und Coleredh gegenüberstehen, haben wir hier halt nicht.

Liebe Grüße
Rejanja
merile (anonymer Benutzer)
26.06.2018 | 06:42 Uhr
zu Kapitel 44
Da sitzen sich nun zwei Elben gegenüber . beide total übermüdet, klar , dass es.. durch die verschiedenen Herkünfte.. zu diesem Ausfall kommen kann.
Elrond muss sich nicht selbst kasteien, das tut Coleredh selber schon genug.
Aber der gepeinigte Elb aus Mordor ist schon einen weiteren Schritt auf seinem Weg gegangen.
Elrond erkennt es und ist neugierig auf das Infusionsgerät.
Bin gespannt, was er ausgeschlafen darüber denkt...

Antwort von Rejanja am 13.08.2018 | 23:23:26 Uhr
Huhu

na - wenn er sich mal ausruhen darf, der arme Elrond. irgendwie ist das gerade nicht so sein Tag/seine Nacht. Aber ich spoilere - nächstes Kapitel kommt bald

Bis denni
Rejanja
10.06.2018 | 20:36 Uhr
zu Kapitel 43
Hallihallo, jetzt meld ich mich auch mal wieder kurz :-)

Es ist immer wieder eine Augenweide, wie du durch scheinbare "Nebensächlichkeiten" die Geschichte so lebendig machst. Zum Beispiel die Sache mit dem Annehmen von Essen von dankbaren Patienten-Angehörigen. Dass die Elben aus Solidarität - wenn auch teils nur mäßig glücklich darüber - die Speisen, die ihnen angeboten werden, nicht annehmen. Und Elrond Bedenken hat, ob dieser Bruch mit der Gastfreundschaft ihnen nicht irgendwann zum Nachteil gereichen wird. Schönes Detail.

Und wie schon erfolgreich bei der "Gabe der Heilerin" flechtest du die Entstehung eines Heilmittels, bzw in diesem Fall eher eines Hilfsmittels in deine Geschichte ein. Oder irre ich mich, wenn ich Côleredhs Bemühungen mit einem heute üblichen Gerät namens "Tropf" in Verbindung bringe?
Ich frag mich nur, wie um alles in der Welt man aus Hithlain Schläuche herstellen kann. Also aus etwas fadenartigem einen wasserdichten Schlauch? Geht das?
Côleredh hat mit seiner Situation arg zu kämpfen. War er es in Imladris noch gewöhnt, dass er gerade bei den Menschen ein trotz scheinbarer Gefühlskälte ganz normal angesehener Heilerelb war, wird ihm hier nun arg misstraut. So sehr, dass er scheinbar keine Hilfe mehr sein kann, was für den ehemaligen Sklaven ein Horror sein muss. Sein sklavisches Denken steckt noch immer in ihm und was man in seiner "Heimat" Mordor mit einem unnützen Sklaven gemacht hat, hat er sicherlich nicht vergessen. Klar weiß er, dass dort, wo er nun lebt, vieles anders ist, andere Regeln gelten, aber ich glaube diese ureigenen Ängste brauchen sehr viel länger um zu verschwinden - wenn sie es überhaupt jemals tun. Also sucht er sich eine andere Aufgabe. Und wenn daraus das entsteht, was ich vermute, kann damit vielen Erkrankten geholfen werden!

Aber, mein lieber Elb, dein Erfindergeist in allen Ehren, den Satz <was ihn jede freie Zeit der letzten Tage gekostet hatte. > habe ich nicht übersehen! Überarbeite dich nicht, Côleredh. Vor ein paar Kapiteln hast du dir noch selbst eingestanden, dass du den Schlaf brauchst, um nicht unaufmerksam zu sein oder Fehler zu machen. Und beides macht sich immer schlecht, wenn man versucht, einem Menschen das Leben zu retten.

Ein schönes Kapitel, Rejanja, das uns außerdem einen guten Einblick in das Leben der Menschen von Thal gibt, vielen Dank dafür!

Liebe Grüße.
Ichtys

Antwort von Rejanja am 25.06.2018 | 21:20:44 Uhr
Hallo Ichtys,

danke für das Lob -aber ehrlicherweise schreibe ich immer so vor mich hin, naja und dann, dan kommen so viele Fragen, wie eben jene nach dem Schutz vor der Erkrankung und, wie die Elben denn damit umgehen, dass die Menschen sich schützen müssen. Es kommt einfach in meinen Sinn, ich kann da gar nix für ;)
du hast Recht, es ist die Infusion, die Côleredh hier gerade erfindet. Zumindest die Anfänge desjenigen. Müssen ja nun nicht immer die Zwerge sein, die irgendwelche technischen Dinge in Mittelerde erfinden 
Was die Schlauchherstellung angeht. Ja, im Prinzip geht das. Schläuche können geflochten werden, viele sind es sogar (ich meine, mein Gartenschlauch auch). Die Wasserlöslichkeit ergibt sich aus dem Material, und Hithlain ist ja nun ein ziemlich ominöses Material, wenn man bedenkt, wie spielend es sich bei Frodo und Sam von dem Felsvorsprung gelöst hat. Ich sage diesem Material einfach nach, dass es Wasserabweisend ist, wenn der Elb, der es benutzt das so wünscht und wenn es ausreichend dicht geflochten wird. Und ich sage den Elben einfach eine ganz ausgezeichnete Fingerfertigkeit nach, die es ermöglicht, so feine Schläuche per Hand zu flechten. Möglicherweise hat Côleredh auch noch eine Gerte zur Hilfe genommen, um das Hithlain darum zu wickeln, das weiß ich aber nicht genau, ich habe ihn nur rudimentär bei der Herstellung der Schläuche beobachtet …
Du hast Recht, Côleredh leidet hier ziemlich. Sein Selbstwert ist noch sehr an seine Nutzbarkeit gekoppelt, auch wenn er sich bemüht, sich dieses Denken abzugewöhnen. Aber natürlich muss er auf sich aufpassen, damit er wenigstens noch ein wenig zur Ruhe kommt. Doch die Angst, nicht nutzbar zu sein, sitzt einfach zu tief in ihm, und lässt ihn wenig ermüden … ist wie Adrenalin pur, wenn du unnütz bist und jahrhundertelang dies den sicheren Tod bedeutet hätte …

Liebe Grüße
Rejanja
Merile (anonymer Benutzer)
08.05.2018 | 19:33 Uhr
zu Kapitel 43
Oh Coleredh, Du bist ein Wunder, aber ein gutes !
Bin ja gespannt was die anderen Heiler über sein Infusionsgerät sagen,
ob Sie die Neuerung anerkennen können.
Es wäre zu wünschen..

Danke und ich freue mich aufs nächste Kapi.
Grüssle
Merile

Antwort von Rejanja am 25.06.2018 | 21:03:41 Uhr
Ja, er ist ein kleines Wunder, der Côleredh. Er ist ein Logistiker und ein Planer. Anders als Kamaris ist er handwerklich ziemlich geschickt, was auch erklärt, warum er für ihre Aufbereitungsanlagen so viel übrig hat.

Wir werden sehen, was die anderen elben mit seiner kleinen Neuerung anfangen werden. :)

Liebe Grüße
Rejanja
01.05.2018 | 16:28 Uhr
zu Kapitel 42
Hallo Rejanja,

es ist eine Freude, wieder von Côleredh zu lesen! Die Geschehnisse werden immer komplexer und verworrener - aber das hat ja auch schon deine "Heilerin" ausgemacht.

Es ist spannend, dass sich Côleredh mit Scham auseinander setzen muss und einen echten Konflikt durchmachen muss, weil er den Regeln folgt. Dieses Hin- und Hergerissensein kennt man gut. Tun was richtig ist, oder tun, was einfach ist.

Ich bin gespannt, wie Côleredh aus der Sache "raus kommen" wird.

Liebe Grüße
fatum

Antwort von Rejanja am 07.05.2018 | 21:17:39 Uhr
Huhu fatum,

ja- eigentlich hatte ich mich bemüht es nicht ganz so komplex werden zu lassen. Ich will die Heilerin ja noch fortführen. Aber irgendwie bekomme ich das nicht hin. Das Leben ist irgendwie komplex, und da führt eins zum anderen. Irgendwie fällt es mir schwer, das alles einfach zuhalten, und ehrlicherweise finde ich Geschichten, die alles sehr einfach halten auch oft ziemlich öde, zumindest, wenn er Hauptcharakter so kompliziert gewählt wurde, wie der von Nazar.

Hihi- du wirst erfahren, wie Côleredh aus der Geschichte rauskommt, versprochen ^^

Liebe Grüße
Rejanja