Autor: Rune
Reviews 1 bis 5 (von 5 insgesamt):
14.04.2019 | 00:01 Uhr
zur Geschichte
Hallo Rune,

ich habe vor kurzem "Broken Homes" beendet und das Ende hat mich sprachlos und total baff hinterlassen. Dein Oneshot ist eine wundervolle Überleitung und hat mich bemüßigt, sofort mit "Foxglove Summer" weiter zu machen, das zwar schon bei mir eingezogen ist, aber in den letzten Wochen dank anderer Bücher irgendwie unterging. Jetzt aber bin ich, durch deine stimmungsvollen Oneshot, in dem du, wie ich finde, sowohl die Charaktere als auch die Atmosphäre der Reihe wundervoll aufgegriffen hast, wieder emotional höchst verwickelt und möchte sofort lesen, wie es denn eigentlich weiter geht - wie/ob sich Peter wieder fängt, wie sich ein erneuter Kontakt mit Lesley (den Ben Aaronovitch mir hoffentlich gönnt :D) gestaltet ...

Dein Stil ist äußerst angenehm - sehr ruhig, doch nicht langweilig, einfach stimmungsvoll und mit dem leichten Witz, den man auch aus den Büchern kennt. So kleine Details, wie dass Molly Nightingale zu später Stunde vorwurfsvoll ins Bett schicken möchte, oder dass Thomas mit dem Gedanken spielt, sich popkulturelles Wissen anzurecherchieren, um die Referenzen seiner Lehrlinge zu verstehen, machen die ganze Szenerie sehr lebendig. Insgesamt finde ich sein Innenleben glaubhaft und dreidimensional dargestellt, und mich rührt und überzeugt der Gedanke, dass er sich wünscht, Peters Schmerz für ihn fühlen zu können.
Überzeugend war auch, dass Lesley Peter mit einer Harry-Potter-Anspielung zeigt, dass sie ihn durchschaut hat. Lustigerweise habe ich genau diese Stelle im Buch immer absolut nicht gemocht! :D Ich glaube, ich hätte es einfach lieber, wenn Harry sich überzeugt zu _Werten_ wie Gleichheit und Gerechtigkeit etc. bekennen würde als zu der Treue zu einer _Person_, aber ich bin wahrscheinlich einfach ein ziemlich abstrakt denkender und fühlender Mensch und kann gleiches ja nicht von Harry und Peter erwarten, so lange am Ende doch das Gleiche bei rauskommt. ;-)

Ein wenig herausgerissen wurde ich aus dem Lese-Erlebnis in der Szene mit Seawoll - ich hatte ihn mir immer eher als verängstigt und daher bitter und grumpy vorgestellt, nicht ganz so als rassistisches homophobes A****loch, aber da hat wohl der Alkohol das wahre Wesen deutlich gemacht ...

Liebe Grüße
Jubilee
10.06.2018 | 10:24 Uhr
zu Kapitel 1
Liebe Rune,

vielen Dank für diesen absolut gelungenen Text!

Nightingales Hilflosigkeit im Umgang mit Peters Schmerz beschreibst du so treffend und transportierst du so tadellos, dass man das Gefühl hat, man selbst würde Peter vom Pub aus nach Hause begleiten.

Ob ich eine Geschichte zuende lese entscheidet sich recht unbewusst meist schon während der ersten 2-3 Absätze. In deiner Geschichte war es diese Stelle, die mich begeistert weiterlesen ließ:
"Es war still im Folly.
Es war dieselbe Stille, an die er sich in den vergangenen Jahrzehnten gewöhnt hatte, doch gleichzeitig war sie es nicht. Sie hatte sich verändert, war ihm fremd geworden wie ein altes Kleidungsstück, das nach falschem Waschen nicht mehr bequem saß. Wie ganz zu Beginn, wie damals vor 70 Jahren, als er zurückgekehrt war, vermochte sie ihn wundzuscheuern."

Dein Schreibstil ist hervorragend. Selten habe ich hier eine Geschichte so gern gelesen. Besonders gefallen hat mir auch die Szene, in der Nightingale Peters Lieblingsstelle im Halbblutprinzen nachliest. Es ist nämlich auch eine meiner Lieblingsstellen aus der Harry Potter-Reihe ;)

Favoriteneintrag und Empfehlung sind gesetzt.

Alles Liebe,
Gwenny
24.05.2017 | 17:59 Uhr
zu Kapitel 1
Hallöchen :)

Ich bin nachdem ich die ganze Buchreihe beendet habe, nun endlich dazu gekommen mich mal nach den zugehörigen Fanfiktions umzusehen und bin dabei auf deine kleine Sammlung gestoßen! :)
Bisher habe ich "nur" diesen Oneshot gelesen, aber es hat mir so sehr gefallen - ich werde in nächster Zeit auch alles andere in diesem Fandom von dir lesen ;)

Und damit komme ich zu dem jetzigen Objekt der Begierde: Deinem unglaublich guten Oneshot!
Ich finde du hast einen wirklich schönen, klaren und detaillierten Schreibstil. Es passt wie Arsch auf Eimer zu Thomas und ich finde du hast wirklich Talent, Fehler habe ich nicht wirklich welche finden können ;)
Das Thema, welches du aufgegriffe hast, finde ich sehr logisch und gut umgesetzt: Diese Wut und Trauer von Peter und die Hilflosigkeit von Nighingale.
Ich finde es sehr realistisch, traurig und gut wie du das rüber gebracht hast.
Genau so stelle ich mir die Reaktionen vor und ich mag es, dass du dabei die Beziehung zwischen Peter und Nighingale so in den Fokus gelegt hast. :)
Es ist traurig und schön zugleich und du hast die beiden toll getroffen, sehr nahe den "Originalen"!
Das Zitat mit Dumbledore hat mein Herz ein bisschen schmelzen lassen und ich glaube das von Nighingale auch :D ;)

Mein einziger Kritikpunkt ist, dass ich es nicht ganz so logisch finde, dass Seawoll so ausrastet.
Klar ist er sehr aufbrausend und kann ein Arsch sein, und du hast ja erwähnt das er betrunken zu Hyde wird - aber diesen ganzen langen Monolog über diese Schwulenkiste fand ich ein wenig zu viel. Das würde auch er nicht mache, denke ich. Er hat ja schon einen gewissen Respekt gegenüber Nighingale...
Aber das ist ja auch eine Sache der Interpretation! ;)

Ansonsten finde ich den Oneshot unglaublich gut, einer der besten die ich gelesen haben!
Du hast einen wundervollen Schreibstil und die gewählte Sutuation ist einfach toll! :)
Freue mich darauf mehr von dir zu lesen!

Liebe Grüße, Limonetta :)
07.08.2016 | 22:33 Uhr
zur Geschichte
*seufz* Es ist spät und ich sollte nur noch ein wenig Fluff lesen, aber stattdessen bin ich mal wieder hier gelandet...

Du lässt hier den Alkohol das "erledigen", was eigentlich längst hätte geschehen müssen: Eine Aussprache zwischen Nightingale und Peter, zumindest so etwas in der Art. Es ist irgendwie traurig, dass das nicht von selbst passieren konnte, aber es passt doch sehr gut in den Canon, in die Steifheit des Umgangs, in die Distanz, die zwischen den beiden seit Lesleys Weggang herrscht.
Natürlich freue ich mich über den HP-Querverweis, nicht zuletzt weil mir immer noch das Prädikat "Harry Potter für Erwachsene" vor Augen steht.

Insgesamt gut gelungen - und ich bin zu müde, um noch irgendwelche Fehlerchen zu bemerken ;-)

lg, k-h
Wetterleuchten (anonymer Benutzer)
08.04.2016 | 19:52 Uhr
zu Kapitel 1
Hi Rune,

zu diesem Zwischenspiel gibt es eigentlich nur eines zu sagen: wie passend!
Es greift nahtlos in die Handlung der Bücher Aaronovichs ein und führt sie logisch konsequent weiter.

Einen kleinen Fehler habe ich entdeckt: " Er zitterte vor all dem unverbrauchten Adrenalin, murmelte etwa auf Kreol. Immer wieder ein und dasselbe Wort, dessen Natur sich Nightingale auch ohne Übersetzung denken konnte. "
Du hast ein s vergessen: "Er murmelte etwas auf Kreol..."

Ansonsten alles in allem eine wirklich gelungene Szene, auch wenn genau dieses Ereignis (dass Lesley sich dem Bösen angeschlossen hat) nicht gerade zu denen zählt, die ich besonders an den "Flüssen von London" schätze. Peter tut mir schrecklich Leid.