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Autor: Avarantis
Reviews 1 bis 2 (von 2 insgesamt):
Carambola (anonymer Benutzer)
16.02.2016 | 13:02 Uhr
Da ich denn schon mal hier bin - ich gestehe, ich hab dein Quadrupel-Drabble schon mal gelesen und einfach kein Feedback hinterlassen. Schande auf mein Haupt.
Dabei fand ich deine Version der verrückten Teegesellschaft (daran erinnert mich das auf sehr entzückende Art und Weise) gar bezauberlich! Solche Spielereien bringen deine sprachlichen Talente immer besonders gut zur Geltung, auch wenn ich gleichzeitig das Gefühl habe in einen Zerrspiegel zu gucken, der mir nicht recht verraten mag, was zur Hölle hier eigentlich los ist. Zusammen mit dem Stil rückt die Rätselhaftigkeit das Ganze in einen Zwischenbereich zwischen Lyrik und Prophezeiung - bester Stoff für hingerissenes Interpretieren! Kudosissmo! :D
01.02.2016 | 18:20 Uhr
Guten Tag

Vorab vielen herzlichen Dank für dieses durchaus interessante Wichtelgeschenk.
Über psychische Krankheiten hatte ich noch nie eine Wichtelgeschichte bekommen, bin dem Thema auch nicht abgeneigt. Vielmehr überrascht und erfreut.

Eventuell ein Freund von mittelalterlicher Musik? Des Titels wegen – ich weiß, in der Mail stand etwas anderes. Nur musste ich trotzdem an diverse Songs mittelalterlicher Bands denken.

Ich hätte auch nichts gegen Monster****** im Kloster etwas gehabt. Wer weiß, vielleicht lese ich das eines Tages einmal – irgendwo.
Die Vorstellung allerdings blieb beim Lesen. *g*

Mir gefällt es immer, wenn es ein fast Quad-Drabble geworden ist. Nicht nur, weil man so viel mehr zu lesen hat, man kann auch ausufernder schreiben.
Die Herausforderung liegt natürlich immer darin, mit möglichst wenig Worten viel zu beschreiben, es wäre aber vermutlich ziemlich schwer geworden, den Text auf etwa ein Double-Drabble zu reduzieren.
Hier muss ich auch direkt auf das fast zu sprechen kommen, welches ich zuvor erwähnt hatte: Es sind leider zwei Worte zu viel vorhanden, die durch die direkte Anknüpfung an zwei . zustande kamen.
Einmal hier:
[...]Kartenfächer hervor.Die Reaktion kam[...]
und dann hier noch einmal:
[...]die Lippen.Draußen rauften[...]
Aber auch mit diesen Fehlern, gefällt mir der Text nach wie vor sehr gut.

Zum einen liegt es an dem Schreibstil.
Er ist „gehobener“ um es einfach auszudrücken. Nicht schwer zu lesen, sondern „gehoben“. Einfach passend zum Hintergrund, zur Situation des Charakters.

Was mir hier durchgängig gefallen hat, war die Persönlichkeiten an Schachfiguren anzulehnen. Das hat sich durchgängig gehalten und man hätte das Gefühl haben können, der Charakter würde mit seinen anderen Persönlichkeiten tatsächlich Schach spielen.
Anstatt dass diese sich tatsächlich um die Vorherrschaft, das Schachmatt, prügeln.

Besonders hervorheben möchte ich Textstellen, die mir sehr gut gefallen haben. Nicht nur der Beschreibung wegen, auch von den Persönlichkeiten her.
Als da wären:

Draußen rauften sich die weißen Sturmkittel mit maliziöser Freude und pochten gegen die dicke Glaswand.

„Monsieur Chat, Ihr seid eine heftigere Naturgewalt als jene, die hinter meinem Fensterspiegel tobt!“
---> Hier ist es besonders die Wortwahl nach dem zweiten Kommata, die mir sehr gefällt.

Dann brach der Schemen mit unverhohlenem Einsatz strengster Gewalt durch die Tür, die krachend brach und Schneeflockenzauber am unteren Rand der Schwelle verteilte.
---> Eindeutig mein Lieblingssatz. Und nicht nur, weil da das Wort Schnee enthalten ist. *grinst*

Malträtierte Lippen ploppten mit Verblüffung und die schwarze Hand des Spielemachers würgte mit einer Faust voll kristallenem Schnee dem Stimmchen die Luft ab.
---> Eigentlich ist es nicht der ganze Satz, sondern lediglich alles, was nach dem und kommt. Dieser Satz hat etwas endgültiges, beendetes. Als wäre nun alles vorbei.

Ich könnte noch eine ganze Weile erneut von vorne zu lesen beginnen und wäre immer noch begeistert. Und meine Lieblingssätze würde ich am liebsten ununterbrochen lesen.
Ehrlich.

Falls man sich noch einmal liest, dann ruhig mit Monster****** im Kloster. Unabhängig davon, was ich in meinem Wichtelschema für ein Rating angebe (P6 grundsätzlich, da ich finde, dass sich da die besten Texte bislang für mich finden lassen und ich es selbst bevorzugt schreibe).

Vielen, vielen herzlichen Dank nochmals für dieses super Wichtelgeschenk.


Ganondorf Dragmiere
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