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Autor: Texasgirl86
Review 1 bis 1 (von 1 insgesamt):
suede (anonymer Benutzer)
01.02.2016 | 13:59 Uhr
Hallo,

es werden hier ja nicht so viele Western geschrieben, deshalb freue ich mich immer, wenn sich jemand in diesem Genre versucht.
Zu deiner Geschichte kann ich dir folgendes sagen: Sie braucht dringend Absätze!
Auch wenn der Text noch nicht mal 600 Wörter hat, wirkt er wie eine Textwand. Dadurch wird das Lesen extrem erschwert, weil keine Sinneinheiten herausgearbeitet sind. Beim Lesen fühlt man sich durch den Text gehetzt, weiß zeitweise nicht genau, wer jetzt gerade wie, wo, was sagt, tut oder denkt. Alles steht auf einem Haufen, ist unstrukturiert.

Je nachdem, wann deine Geschichte spielt, ist es gar nicht ungewöhnlich, dass in Texas Spanisch gesprochen wird. Bis Mitte der 30er-Jahre des 19. Jahrhunderts gehörte Texas zu Mexiko. Erst in den 40er-Jahren des 19. Jahrhunderts (als aus der kurzzeitig unabhängigen Republik ein Bundesstaat der USA wurde) ließ Mexiko alle Ansprüche an Texas fallen. Viele Ortsnamen sind heute immer noch Spanisch. Manche sind auch deutsch. Bis heute spricht man in Texas mancherorts eine seltsame englisch-deutsche Mischsprache. Auch Spanisch hört man heute noch in Texas recht häufig - eben weil es eine lange Grenze zu Mexiko gibt und im Grenzgebiet viele Latinos leben.
Das heißt, wir befinden uns in einem Gebiet, wo Spanisch eine der meistgesprochenen Sprachen ist und ein Typ gibt seiner Ranch einen spanischen Namen mit einem Grammatikfehler und niemand lacht ihn dafür aus oder sagt es ihm? Unwahrscheinlich...

Um die Geschichte einordnen zu können, hättest du zumindest ein ungefähres Jahr angeben können, wann sie denn nun spielt. Man möchte sie ja schon in den historischen Kontext einordnen. Wenn du sagst, wir befinden uns in Texas, dann möchte ich wissen, ob es nun Mexiko, die Republik Texas, der Bundesstaat Texas in der Union oder in der Konföderation ist.

Die kleine Szene, die du im ersten Kapitel ausbreitest, scheint mir nur ein kurzer Prolog zu sein. So richtig erfährt man noch nichts über die handelnden Personen und die Handlung wird höchstens kurz angerissen. Dieses Vorgehen ist an sich in Ordnung, wenn es nicht durch die schreckliche Formatierung so verwirrend wäre, zu verstehen, was du eigentlich erzählst. Außerdem geht mir hier alles ein wenig zu schnell. 600 Wörter für einen Einbruch in das Haus einen ziemlich gefährlichen Viehdiebs? Das wäre doch noch ausbaufähig!
Du wirfst den Leser mitten hinein in eine spannungsreiche Szene. Das ist gut. Dabei kann man seine Protagonisten gleich an Hand ihrer Aktionen und Reaktionen charakterisieren. Um das zu bewerkstelligen ist dein Text aber viel zu kurz. Ich habe kein Bild vor Augen. Ich kann mir deine Figuren nicht vorstellen, weil sie noch nicht individuell dargestellt wurden, sondern lediglich als "ausführende Kraft" innerhalb der Plots agieren.
Ich gehe davon aus, dass in den folgenden Kapiteln auf die Charaktere näher eingegangen wird und betrachte deshalb dieses erste Kapitel nur als kleine Einführung... einen Opener.

Dennoch ein Tipp: Strukturiert deinen Text! Mach sinnvolle Absätze und überlege dir genau, was du wann erzählen willst und warum. Was willst du ausdrücken und wie bringst du das beim Leser rüber? Denk dran: Die Leser kennen deine Figuren noch nicht so wie du, du musst sie ihnen vorstellen und sie so zeigen, bis die Leser davon überzeugt sind, sie zu kennen!

Grüße
suede

Antwort von Texasgirl86 am 01.02.2016 | 20:41 Uhr
Danke für deine ausführliche Erklärung :)
Ich werde die Tipps beim nächsten Kapitel berücksichtigen.
VG Texasgirl86
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