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Autor: Phaemonae
Reviews 1 bis 2 (von 2 insgesamt) für Kapitel 4:
19.02.2016 | 19:15 Uhr
So - es ist ein Übergangskapitel. Aber wieder sehr flüssig zu lesen.

Was mir bei dir des öfteren auffällt ist, dass du deine Sätze scheinbar oft überarbeitest und nacharbeitest. In der Regel ist das gut.
Der Nachteil ist, man wird betriebsblind. Öfters finde ich in zwei direkt aufeinanderfolgenden Sätzen Wortwiederholungen. Ab und zu ist in einem Satz auch ein Wort doppelt oder fehlt ein Wort.

Entweder würde ich jemanden darauf ansetzen, für mich diese Kleinigkeiten herauszuklamüsern - oder es nach ein paar Wochen, nachdem ich es geschrieben habe, noch einmal lesen.

Aber wie gesagt, es sind Kleinigkeiten und es artet nicht aus, insofern ist es ganz ok.

Was ich jetzt aber mal sehr positiv loswerden will ist, dass du eine sehr gute Art hast, die Charaktere ins Spiel zu bringen. Es wirkt wenig aufdringlich, wie du ihre Namen benennst etc. ohne dass es wirkt als würdest du Wortwiederholungen wieder und wieder durchführen.
Das ist tatsächlich eine große Kunst... gerade in FF Bereichen beherrschen viele das nicht wirklich gut.

Antwort von Phaemonae am 19.02.2016 | 19:33 Uhr
Es kommt darauf an, ob ich meine Sätze oft überarbeite. Insgesamt muss man zu dieser Geschichte sagen, dass ich sie eigentlich nicht für Leser geschrieben hatte, weshalb ich öfter nachbearbeitet habe, als es bei mir die Regel ist. Meist lese ich die Geschichte, wenn sie fertig ist, noch einmal und bessere da die Fehler aus oder schreibe Passagen um. Aber danke, dass du mich darauf aufmerksam machst! Ich werde beim Korrekturlesen mehr darauf achten!

Danke für dein Lob hinsichtlich der Namen! Auch das ist ein Punkt, bei dem ich mir unglaubliche Mühe gebe, eben aus den von dir genannten Gründen. Man muss sehr aufpassen, dass alles in sich harmonisch ist.
11.01.2016 | 17:07 Uhr
Dann bin ich mal stolzerweise die Erste!

Deine Story ‚Erwachen‘ ist ein wunderbarer Auftakt – ich habe sie schon vor einigen Wochen sehr gerne gelesen und lasse mich jetzt gern von der überarbeiteten Version verzaubern. Wie kreativ und weitsichtig du für die Ausarbeitung einer solch komplexen Handlung sein musst, kenne ich aus eigener Erfahrung. Du gehst – nach meinem Empfingen – aber gerne einen Schritt weiter als ich, gerade was Action angeht, das Brechen von Tabus und den Nagel-auf-den-Kopf-hauen, was Formulierungen angeht. Ich bewundere das sehr, wirkt es doch so erfrischend im Vergleich zu meiner Comfort-Zone.

Dein Stil ist flüssig, baut die Szenen logisch auf und gibt ein gutes Maß aus der Situationsreaktions-, Gedanken- und Emotionswelt der Charaktere. Besonders gut gefällt mir Obilee. Sie dient als Mittler sowohl zwischen Leser und Tiranu, als auch zwischen Yulivee und Tiranu. Dabei stellt sie stets klar, dass Tiranu kein liebenswerter Charakter, wohl aber ein interessantes Gerüst der Verderbtheit darstellt. Dabei ist er in seinem Trotz, Stolz, Überheblichkeit beinahe menschlich (was er nie erfahren darf). Ich glaube deshalb mögen die Leser ihn so sehr, aber auch für seinen präzisen Blick der Dinge.

Ich habe auch ein gutes Bild von Yulivee über deine Story bekommen. Die Szene in dem Arbeitszimmer von Tiranu, unmittelbar nach dessen Verschwinden war besonders herausragend, was das angeht. Sie ist stur, rechtschaffend … und manchmal blind.

Du verflechtest die Charaktere sehr schön in einem kompakten Netz der Intrigen. Natürlich will Tiranu auch dann nichts sagen, als die Entführer Obilee mit dem Tode drohen. Gemein, aber logisch und richtig.

Ich mag auch den Verlauf der Story, möchte nun aber nichts vorwegnehmen. Die Leser dürfen aber gespannt sein auf das Ende – und die geniale Fortsetzung :)
Die Verbindung zwischen Tiranu und Nodon wird endlich ans Licht gebracht. Durch die Träume schlägst du eine sehr glaubhafte Brücke und man wird durch Emerelle noch einmal bequem ans Thema herangeführt.

Dass Yulivee das Parkett erst richtig aufmischt, ist beinahe zu erwarten und Tiranus Reaktionen auf ihr unorthodoxes Verhalten sind schlicht und einfach köstlich!
Was nur manches Mal etwas stört, bzw. was man noch verbessern könnte:

* Im Elfenzyklus wird eigentlich ständig geduzt. Nur die Alten Drachen verwenden ‚Ihr/Euch/Euer‘ etc.

* Der schnelle Szenenwechsel. Manchmal wirkt es etwas abgehakt, insgesamt wird aber ein schnelles Erzähltempo dadurch deutlich, was die Spannung hebt.

* In Bezug auf den oberen Punkt ist die Ausführlichkeit etwas … knapp bemessen. Das Thema hatten wir schon einmal. Aber ein zwei Details mehr pro Abschnitt/Kapitel wären eine schöne Ergänzung, welche aber nicht zwingend notwendig wäre – zum Beispiel eine genauere Ausführung der Zelle, in der sich Tiranu und Obilee befinden, eine Ausführung von Emerelles Motiven … das ist aber alles erlässlich.

* Kommata! :D

Sonst gibt es von meiner Seite nichts zu meckern. Ganz im Gegenteil schätze ich manche deiner Formulierungen sehr, zum Beispiel:

# Selbst die Tränke, die angeblich die Wahrheit von den Lippen stehlen sollten, verfehlten ihre Wirkung. (Von den Lippen stehlen … herrlich. Ich kann mir quasi bildlich ausmalen, wie die Hexe diesen Trank zubereitet und dabei um ihr Feuerchen humpelt)

#Tiranu schenkte sich schon eine Tasse ein, damit er sich seine Korrespondenz etwas versüßen konnte. (Für mich schreit das nach einer Verbindung von Langollion und England, welche ich lange schon mal verpacken wollte. Ob dies von dir impliziert war oder nicht, dieser Satz ist herrlich und passend zu Tiranu)

#Zwar florierte der Handel noch immer, durch ihre wertvollen und weithin geschätzten Rosenöle (Handel ‚floriert‘ durch ‚Rosenöle‘ -> wundervolle, blütenhafte Verbindung. Ich kann mir das mit den Rosenölen sehr gut vorstellen, so wie die Türkei es auch vertreibt mit ihren riesigen Beständen.)
#Yulivee bedachte sie mit einem bedeutungsschweren Blick und Obilee konnte ihn nur erwidern. (Man erahnt das Chaos bereits hier :D)

#„Was wird hier gespielt?“, fragte Obilee argwöhnisch.
„Politik“, entgegnete der Elf, der trotz seines Aussehens möglichst lässig an der Wand lehnte. „Größtenteils.“ (Düdüüm, da hast du’s, Obilee!)

#“Selbstverständlich“, entgegnete der Elf mit kaum verhohlenem Zorn. „Alathaias Sohn kennt natürlich einen Ausweg. Wie könnte es auch anders sein?“ (Ja, wie denn auch anders? Bis jetzt hat er es noch immer geschafft, das Unmögliche zu erreichen)

#Ritterlichkeit sah anders aus. Aber was konnte man auch von dieser Sippe erwarten? Sie war verderbt durch und durch. (Das bringt wohl alles auf den Punkt, was die Albenkinder über Tiranu denken und was er nicht akzeptieren kann)

#“Wer könnte dahinterstecken?“
„Fast ganz Albenmark“ (Das kommt hin!)

Ich freue mich sehr, dass die Story nun auf FF.de ist und du sie mit anderen teilst. Zwar ist die Fangemeinde hier recht klein, aber ich hoffe doch, dass einige deine Story finden und genauso genießen können, wie ich es auch tue.
Also poste fleißig weiter!

Liebste Grüße
Riniell

Antwort von Phaemonae am 11.01.2016 | 19:08 Uhr
Ich habe mich sehr über deine schöne und ehrliche Kritik gefreut. Vielen Dank dafür.

Es ist interessant, dass du gerade Obilee magst, aber sie ist auch ein schöner Charakter. Ja, in seinen Charakterschwächen ähnelt er durchaus oft den Menschen, die er so verachtet. Möglich, dass dies wirklich der Grund ist, weshalb viele ihn so mögen. Und er wirkt dadurch in dieser Hinsicht für mich fast schon kindisch, was er natürlich nie so sehen würde. Wo er Yulivee für ihre Unreife tadelt, obwohl er selbst sie auch zeigt.

Nun, Tiranu wird von der Logik beherrscht. Ein großer Teil ist sicher auch der Erziehung seiner Mutter geschuldet. Zumindest denke ich das. Aber das weißt du ja auch schon.


Verdammt, ich habe nachgeschaut, ich habe manchmal einfach vergessen das klein zu schreiben, beim Überarbeiten. Danke, dass du mich darauf aufmerksam gemacht hast! Ich versuche in Zukunft das nicht zu überlesen, falls doch: Bitte einfach melden!
Der Szenenwechsel ist einfach der Sache geschuldet, dass diese Geschichte eigentlich nie für Leser geschrieben worden ist. Da aber die Folgegeschichte durchaus mit (mindestens) einem anderen Leser im Hinterkopf entstanden ist, und sie auf dieser aufbaut, habe ich mich trotz der ungünstigen Vorgeschichte entschieden sie doch zu veröffentlichen. An manchen Stellen später habe ich aber einige Szenen für den Lesefluss eingebaut, es wird also manchmal etwas ausführlicher werden.
Kommas, mein ewiges Problem, wenn es nicht um die 08/25 Kommaregeln geht. Ich gestehe es!

Es freut mich sehr, dass dir einige meiner Formulierungen gefallen haben. Bei der Teeszene wollte ich Langollion nicht wirklich direkt mit England vergleichen, aber ich wollte ihn damit eine gewisse adlige Eleganz verleihen, die einfach passt. Da das bei mir doch recht durch die englische Teelebensart geprägt ist, ist es also vielleicht gar nicht so falsch. Wein um diese Tageszeit fand' ich einfach unpassend. Und ich hatte natürlich auch einen gewissen anderen Charakter am Rande seiner Art im Kopf. *hust* *Calarnenne of Solanace* *hust*

Keine Sorge, ich poste weiter, nur vermutlich relativ schnell, um rascher zur qualitativ weitaus besseren Folgegeschichte zu kommen. Die auch weitaus länger ist.

Liebe Grüße
Phae
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