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Autor: Goldschmied
Reviews 1 bis 25 (von 33 insgesamt):
04.06.2019 | 15:41 Uhr
Ein sehr interessanter Kapitel, das vor die Geschichte springt. Ob Ragi in irgendeiner Weise mit Stari,Buri und Jari verwandt ist. :D Das i könnte der Schlüssel sein. Bin gespannt was mit den fünf Ringen passiert und warte schon gespannt auf das nächste Kapitel.

Antwort von Goldschmied am 05.06.2019 | 19:05 Uhr
Nu, du wolltest doch was über die Ringe wissen. Jetzt weist du was ;-) Ist aber noch nicht alles. Da kommt noch mehr.
23.05.2019 | 08:59 Uhr
Ah endlich geht es weiter. Habe es mit Spannung erwartet. Ein klein bisschen Wehmut ist dabei, dass der Kampf im Dunkeln Off-Screen abgehandelt wurde, aber sei es drum. Das es jetzt noch fünf weitere, ungebunde Ringe gibt, finde ich schon mehr als spannend. Hoffe wir erfahren schnell, was es damit auf sich hat.

PS: Ich liebe die Interaktion zwischen Grogbúkh und Taerplinn! Hat ein wenig was von eine ungleichen Duo, das zusammen auf Streife geht :D

Antwort von Goldschmied am 24.05.2019 | 08:32 Uhr
Dank, dass Du -- trotz der endlos langen Pause - dabeigeblieben bist :-) Beim Kampf im Dunkeln habe ich zwar einen Cliffhanger benutzt, aber danach wäre nicht mehr viel Action zu zeigen gewesen: Der Drache erstarrt, Taerplinn versorgt die Verletzten und Stari erkennt die Wahrheit über den Hort. Alles eher antiklimaktisch.
Turin Turambar (anonymer Benutzer)
15.11.2017 | 22:36 Uhr
Nachdem, ich jetzt bis zum vorläufigen Ende gelesen hab, möchte ich einfach einmal Danke sagen für die schöne Geschichte. Ich habe schon lange nach einer Geschichte, die im Osten Mittelerdes spielt, gesucht. Ich bin zwar selbst immer wieder am überlegen, aber eine aufgeschrieben wird es wohl nie werden.
Von all den Fanfictions, die ich bis jetzt gelesen habe, ist deine eine der schönsten, aber vor allem ausgefeiltesten Geschichten. Sprachlich gesehen, da sie gut und flüssig zu lesen ist, ohne dass mir große Fehler aufgefallen wären.
Und auch inhaltlich, unter anderem da dich auch mit Fragen beschäftigst, auf die nicht all zu oft eingegangen wird, wie zum Beispiel mit den Handelswegen. Von den Figuren her ist irgendwie für jeden was dabei, wobei ich Gangja am liebsten mag. Ich würde aber wirklich hoffen, dass Andulf und Gädy noch einmal vorkommen( Vielleicht weil sie wegen ihrem KInd fliehen müssen und durch Zufall auf die Gemeinschaft trifft, wahrscheinlich dann östlich der Berge). Vor allem freut mich, dass du dir dich mit Tolkiens Werken gut auszukennen scheinst und viele Punkte, wie zum Beispiel warum die Bergelben/Avari nicht nach Westen gehen, so bisschen hinterfragst.
Wobei ich bei den Zwergen eher glaube, dass die vier östlichen Clans weitgehend Intakt, waren, zumindest klang dass in den Büchern bei der Erwähnung von Azanulbizar so. Und geographisch hab ich mir die roten Berge eher als direkt am östlichen Meer gesehen vorgestellt, da ich dass auch auf einer Karte so gesehen hatte, aber ich weiß nicht, ob Tolkien die östlichen Länder jemals selbst aufgezeichnet hat. Und schließlich war ich etwas verwirrt, dass der See von Rhun Salzig sein soll, da es ja doch ein Binnenmeer, so ähnlich wie dass Kaspische Meer ist.
Dass war es fürs erste. Bin schon gespannt, wie es weitergeht, vor allem ob die Entfrauen irgendwann gefunden werden, aber lass dir Ruhig Zeit denn wie heißt es so schön: Gut Ding will Weile haben. :)

Antwort von Goldschmied am 16.11.2017 | 22:26 Uhr
Es tut mir wirklich Leid, dass es mit der Geschichte so langsam vorangeht, aber die Grundzüge der Geschichte stehen bis zum Ende fest. Die Verzögerung hat andere Gründe, nicht, dass ich nicht wüsste, wie es weitergehen soll. Der erstaunliche Zuspruch, den die Geschichte bisher erhalten hat, ist mir auch Ansporn, sie fortzusetzen. Andulf soll noch eine Rolle spielen, die Entfrauen sowieso. Da jetzt schon mehrfach auch Interesse an Gädys weiterem Schicksal geäußert wurde, werde ich mal kucken, was ich da machen kann.

LG Goldschmied

P.S.: Das Kaspische Meer ist übrigens sehr wohl salzig. Selbst das Mittelmeer hat als Binnenmeer schon einen höheren Salzgehalt, als der Atlantik, und der Aralsee wird, nachdem er in absehbarerer Zeit ausgetrocknet sein wird, zur Salzwüste.
19.07.2017 | 09:02 Uhr
Na ja, das kann ich nach meiner Erfahrung nur bedingt bestätigen. Künstlerische Berufe werden tendenziell eher belächelt und von der Allgemeinheit nicht wirklich als "Arbeit" ernstgenommen. Es ist eine Arbeit, die sehr schön ist, aber hart verdientes Brot. Die meisten Künstler enden über kurz oder lang in einer Werbeagentur und designen Logos. Oder wechseln den Beruf und zeichnen nur noch nebenbei.
18.07.2017 | 21:46 Uhr
Ja, künstlich hat es selbstredend auf mich gewirkt, da es ja auch künstlich erschaffen wurde, aber nicht im negativen Sinne. Mir hätte dieser Ort vermutlich sehr gefallen, wäre ich dort zugegen gewesen, allerdings mag ich eben auch buntes Glas und klimpernde Windspiele aus allen möglichen Materialien ohne Ende und würd mir am liebsten die ganze Bude mit solchem Kram vollramschen, wenn er nicht dauernd verstauben würde. Welche Wirkung genau hast du dir denn erhofft, beziehungsweise was wolltest du ausdrücken?

Antwort von Goldschmied am 18.07.2017 | 22:21 Uhr
Vielleicht habe ich die beabsichtigte Wirkung in deinem Fall ja durchaus erzielt. Ich finde es einfach nur seltsam, dass "Künstler" in unserem Kulturkreis durchgängig positiv konnotiert ist, "künstlich" hingegen meist negativ. Das war eigentlich schon alles.
18.07.2017 | 08:35 Uhr
Guten Moregn Goldschmied,

meine Antwort kommt recht spät, doch hier ist sie nun. Von meinem irgendwie immer weiter schwindenden Zeitkontingent habe ich dir ja schon gejammert, ich bin aber nach wie vor als Leser dabei und folge gespannt der schönen und wahrlich zauberhaften Geschichte. Es dauert nur manchmal ein wenig, ehe ich dazu komme, etwas dazu zu schreiben.

Die Hallen des Lichts sind ein Ort, den ich auch gern besuchen würde. So viel Schönheit muss man sich erstmal ausdenken können, aber ich bin wohl eher geschaffen, um mich der Hässlichkeit zu widmen.

Hier rechts durch diesen Korridor gelangen wir jedenfalls zur ebenfalls zurecht so genannten Endlosen Treppe, Zelegbinnat.
--> Ich bin über die kurz hintereinander folgenden Worte 'jedenffalls' und 'ebenfalls' gestolpert. 'Jedenfalls' würde ich einfach weglassen.

Bolos bekam fast etwas Mitleid mit dem Ork. Jetzt, wo er nicht mehr völlig unzugänglich für die Schönheit der Welt war, musste er ja auch seiner eigenen Hässlichkeit gewahr werden.
--> Die (ja im Falle der Orks berechtigten) Vorurteile bekommt er wegen seines Äußeren ja bereits zu spüren, wohl allerdings eher wegen dem Stempel des Dieners des Bösen, den er im Gesicht trägt. Ich bin gespannt, wie es mit ihm endet und hoffe, es wird ein gutes Ende oder zumindest ein würdiges.

Stotternd fuhr der König fort: „Das mit dem Hort ist eine lange Geschichte… das würde jetzt den Rahmen sprengen. Außerdem… Jetzt lasst uns gehen.“
---> Mir würde es besser gefallen, wenn er trotz der offensichtlichen Lüge ruhig bleiben würde als Staatsoberhaupt, aber das ist Geschmackssache.

„Aber sicher brennt Ihr doch schon vor Ungeduld, die Endlose Treppe zu sehen, nicht wahr?“
„Nun, ich habe sie schon mehrmals gesehen“, entgegnete der Zauberer trocken.
--> Haha! :-D

Falls wir uns vor Eurer Abreise nicht mehr sehen sollten: Mögen Eure Bärte immer steifer werden!“.
--> Witziger Gruß. *g* Da ist am Ende ein Punkt, wo keiner sein sollte, der scheinbar einzige Fehler im Text.

Das Kapitel gefällt mir ausgesprochen gut. Sie gefallen mir alle, aber das ist wieder eines, was besonders herausragt. Die Dialoge sind spannend geschrieben, es macht Spaß, den regen Diskussionen zu folgen. Und wie immer freue ich mich sehr darauf zu erfahren, wie es weitergeht mit der unterhaltsamen Truppe. Natürlich will ich jetzt auch so wie sie wissen, was der König verbirgt und warum.

Viele Grüße
Wolkenleopard

Antwort von Goldschmied am 18.07.2017 | 17:20 Uhr
Mach dir keinen Kopf über "späte" Rezensionen. Ich lade meine Kapitel ja auch in immer größeren Abständen hoch... Ob früh oder spät, deine Rezensionen sind immer willkommen, weil hilfreich. Um die Tippfehler werde ich mich kümmern. Der Ort des Lichts ist vielleicht schön, aber ich hatte gehofft, du hättest die Schönheit vielleicht als ein bisschen künstlich empfunden (mit unechten Pflanzen und automatischen Vögeln). Die Zwerge sind zweifellos Künstler, aber sie lieben das Werk ihrer Hände, meiner Meinung nach, ein bisschen zu sehr, verglichen mit dem organischen Leben. Der zwergische Abschiedsgruß soll eine Variante des (kanonischen?) Grußes der Langbärte sein: "Möge dein Bart immer länger werden". Ich bemühe mich tatsächlich, die Steifbärte als recht eigenständigen, selbstbewussten und zweitwichtigsten Zwergenstamm neben den Langbärten zu etablieren, denn es hat mich immer ein bisschen geärgert, dass Tolkien erst den ganzen Hintergrund mit den 7 Stämmen aufbaut, um dann so zu tun, als ob alle Zwerge Langbärte wären.
11.06.2017 | 17:56 Uhr
Hallo Goldschmied,
ich habe deine Geschichte hier vor einer Weile entdeckt und sie gefällt mit echt gut. Vor allem ist sie unglaublich interessant.
Ich lese generell gerne Geschichten über weniger bekannte Orte, Völker und Charaktere aus dem Tolkien-Universum, da ich mir zum einen selbst gerne Gedanken darüber mache, wer oder was sich wohl in den, von Tolkien nur spärlich beschriebenen Gebieten Mittelerdes verbirgt. Zum anderen weil ich eine ziemlich niedrige Toleranzgrenze habe, was charakterliche Entartungen der bekannteren Figuren angeht.
Gut finde ich bei dir vor allem, dass du den Ork nicht als die Personifikation des abgrundtief Bösen darstellst, wie es sonst häufig der Fall ist. Grogbúkh ist für mich fast so eine Art Anti-Held des Ensembles, der gerade aufgrund seiner schroffen, etwas tölpelhaften Art sympathisch wirkt. Ich traue mich ja kaum das zu schreiben, aber irgendwie finde ich ihn manchmal echt drollig. Ich hoffe sehr, dass er von diesen orkischen Charakterzügen im weiteren Verlauf der Geschichte nicht gänzlich "geheilt" wird, sondern dass sie weitgehend erhalten bleiben. Auch weil ich finde, dass eine Figur sich nicht den menschlichen oder auch elbischen Verhaltensstandards anpassen muss, um als gleichwertiges Mitglied der Gemeinschaft anerkannt zu werden oder als "Held" akzeptabel zu sein.
Dass Gädy und Andulf nun nicht mehr vorkommen werden ist wirklich schade. Ich hatte eigentlich fest damit gerechnet, dass es nach der Trennung der Gemeinschaft verschiedene Handlungsstränge geben würde und du Gädys und Andulfs Heimreise schilderst, auf der den beiden dann noch das ein oder andere Abenteuer widerfährt.
Gerade Gädy bietet meiner Meinung nach viel Potenzial auch mal die Binnenperspektive der Menschen aus Khand aufzuzeigen. Bis lang erfährt der Leser ja alles aus Bolos Sicht und der kann die Völker des Ostens eben nur aus der distanzierten Perspektive eines Fremden betrachten. Zudem fand ich Gädy auch als Person einfach sehr angenehm, da sie sehr emanzipiert ist, ohne dass sie dabei in irgendeiner Weise aggressiv-feministisch rüberkommt.
Jedenfalls bin ich sehr gespannt, wie es weitergeht und wohin die Reise noch führen wird. Besonders die Geschichte von dem Hochkönig im Osten hat meine Neugier geweckt. Ich hoffe du greifst diese Sache nochmal auf.

Schöne Grüße
LadyStardust

Antwort von Goldschmied am 11.06.2017 | 20:21 Uhr
Ja, das mit Andulf und Gädy habe ich verbockt. Der ursprüngliche Plan ging so: Die Gefährten starten mit ganz gegensätzlichen Zielsetzungen, raufen sich aber im Laufe verschiedener Abenteuer zusammen. Was ich nicht bedacht hatte, war, dass man in Mittelerde nicht einfach so die Seiten wechselt. Bei Grogbúkh bedurfte es ja massivster Maßnahmen, um ihn wenigstens ein bisschen "umzudrehen" und dafür ist er jetzt heimatlos. Andulf und Gädy sind ihren Königen aber viel zu ergeben, als dass sie ihren Auftrag verraten hätten, nur weil sie Gangja und Bolos plötzlich sympathisch finden, oder so. Da mir kein guter Grund eingefallen ist, warum sie bleiben sollten, mussten sie gehen, was im Falle Gädys doppelt schade ist, weil es in Tolkiens Welt auch so schon einen eklatanten Frauenmangel gibt. Ich kann nur hoffen, dass die Geschichte auch ohne die beiden interessant genug ist, um ihr weiter zu folgen...

Liebe Grüße
10.06.2017 | 02:52 Uhr
Hallo Goldschmied

Nachdem ich die Geschichte jetzt komplett durchgelesen habe, will ich mich auch mal zu Wort melden.
Die Kurzbeschreibung deiner Geschichte ist mir ziemlich schnell ins Auge gefallen, da das Thema der Reise in den fernen Osten Mittelerdes und die Geschichte der Blauen Zauberer nur selten aufgegriffen wird. Was mich dann aber tatsächlich hat draufklicken lassen, waren die Helden der Quest. Zwei Zauberer, ein Winzerjunge, ein Dorwinianer, eine Khand und ein Ork - das hörte sich nach einer wirklich interessanten "Reisegruppe" an und versprach eine spannende und unterhaltsame Geschichte.
Und ich wurde nicht enttäuscht.
Die Geschichte ist spannend, dein Schreibstil ausgereift und schön flüssig zu lesen, und deine Landschaftsbeschreibungen warten immer wieder mit schönen geologischen Details auf. Die verschiedenen Kulturen der Ostvölker sind gut dargestellt, und mir gefällt die unterschiedliche Einstellung von Arbogast und Gangja gegenüber den Völkern des Ostens.
Besonders gelungen finde ich die Zwerge – der Brauch, eigenes Geschirr zum Essen mitzubringen ist eine tolle Idee (hast du dafür eigentlich ein reales ethnologisches Vorbild gehabt?), ebenso wie die endlose Treppe als Pilgerstätte darzustellen. Und auch die von der Tätigkeit als Glasbläser beeinflusste Architektur fand ich sehr gut – das sind alles einfach wunderbar kreative Details zur Zwergenkultur, die ich so noch nicht gelesen habe.
Du machst dir auch Gedanken über Handelsbeziehungen und die Versorgung der Bevölkerungen vor Ort, und inwieweit sich diese limitierenden Faktoren in den kulturellen Eigenheiten eines Volkes niederschlagen - auch das ist etwas, was meist viel zu kurz kommt. Dadurch wirken deine Beschreibungen einfach realistisch.
Was ich auch absolut gelungen finde, sind die Diskussionen über die Mythologie Tolkiens - da habe ich den Eindruck, dass dies auch die Dialoge sind, die dir besonders viel Spaß machen. (Mit am Besten gefiel mir übrigens Qingadans Argumentation, warum die Dunkelelben nicht nach Aman gehen, denn salopp gesprochen sagt er doch: "Da kommen wir nach dem Tod eh hin, warum also sollen wir vorher einmal quer durch Mittelerde latschen mit der Option unterwegs erschlagen zu werden?" - Jupp, das ist Logik – ob Tolkien daran jemals gedacht hat? ;) )
Die partielle "Rückverwandlung" von Grogbukh in sein elbisches Selbst hat mich dagegen nicht wirklich überzeugt; da hätte mir der Aufbau einer langsamen "Freundschaft" zwischen dem Ork und den Anderen als Grund für einen teilweisen Sinneswandel besser gefallen.
Aber das ist eine ganz persönliche Präferenz von mir – in Hinblick auf Tolkiens Mythologie ist deine Lösung sicherlich die korrektere. :)
Und noch zwei Assoziationen, die mir während des Lesens gekommen sind – bei der Episode mit den Pilzen und bei der Erkundung der Gewölbe in der Vergessenen Festung kam bei mir ein leichter Anflug von "lovecraftschem feeling" auf - sehr schön - und die Borametze erinnerten mich spontan an die Goronzie (ein Tier, das eine Pflanze ist) aus Karen Duves "Die entführte Prinzessin".

Von den Charakteren her gefallen mir Gangja und Bolos am besten, die sind beide passend und nachvollziehbar in ihrer Art und in ihren Handlungen. Und besonders Gangja mag ich aufgrund seiner schrulligen Art.
Arbogast finde ich manchmal etwas zu tumbe in seinen Äußerungen - ein Zauberer, der schon dermaßen lange in Mittelerde unterwegs ist, sollte schon etwas mehr diplomatisches Geschick und Weitsicht haben.
Gädy und Andulf blieben in meinen Augen leider etwas blass – vielleicht hätten ein paar Dialoge zwischen den beiden ihnen mehr Tiefe verliehen.
Gute Ansätze sehe ich bei Taerplinn und Stari - ich hoffe, die beiden bleiben uns noch etwas erhalten und bekommen noch ein paar schöne Szenen (die Spiegelszene mit Taerplinn und Grogbukh fand ich sehr gelungen).
Der Ork gefällt mir von allen Charakteren am wenigsten, das aber nicht, weil er ein Ork ist (ich habe tatsächlich einen gewissen Faible für die HdR-Orks). Aber Grogbukhs Charakter ist mir einfach zu karikaturesk – ich habe bei ihm ständig den „großen, bösen Grunz-Ork mit der Keule (bzw. dem Krummschwert) vor Augen (und beim Pilzbefall musste ich mich unwillkürlich fragen, ob da nicht grad der Pilz intelligenter als sein Wirt ist).
Eine normaler sprachlicher Ausdruck (wie im Dialog zwischen Gorbag und Shagrat im HdR) und etwas weniger Gegrunze hätten Grogbukhs Charakter in meinen Augen "realistischer" wirken lassen.
Aber trotz der kleinen (subjektiven) Schwächen gefällt mir die Geschichte sehr gut - so gut, dass ich sie auf jeden Fall weiterverfolge und mich schon auf das nächste Update freue.

LG
Meine Katze

Antwort von Goldschmied am 10.06.2017 | 19:03 Uhr
Ein sehr umfassendes und sehr hilfreiches Review! Schönen Dank! In der Tat habe ich mir allerlei Gedanken über die Tolkiensche Mythologie (und ihre inneren Widersprüche) gemacht. Sicher wirst Du auch bemerkt haben, dass die Dunkelelben nicht so wild auf die Reise in den Westen sind, weil sie die Valar vor allem in ihrem (sinnlosen?) Zorn erlebt haben. Die Borametze habe ich aus mittelalterlichen Bestiarien und ich vermute mal, dass auch Karen Duve (die ich nicht kenne) ihre Inspiration daher bezogen haben wird. Und natürlich kenne und liebe ich Lovecraft!

Dass Du von Andulf und Gädy enttäuscht bist, kann ich verstehen. Als ich die Geschichte konzipiert habe, sollten die tatsächlich länger dabei bleiben, aber schon nach den gescheiterten Verhandlungen bei den Bergelben hatten sie im Grunde nicht wirklich mehr etwas zu tun. Sie hätten höchstens noch weitere Verhandlungen bei den Zwergen führen können, die aber natürlich ebenfalls gescheitert wären. Das hätte die Geschichte nur unnötig in die Länge gezogen. Außerdem stehen die beiden (wenn auch nur mittelbar) im Dienste Saurons, und von dem, was ich im Weiteren noch schildern will, sollte Sauron unter keinen Umständen etwas erfahren! Also habe ich sie, nach reiflicher Überlegung, aber schweren Herzens, schon bei der Vergessenen Festung wieder nach Hause geschickt. (Andulf soll gegen Ende der Geschichte aber nochmal wieder auftauchen.) Arbogasts tumbe Art ist eher ein Charakterding. Er ist nun mal ein Hitzkopf. Daran kann auch der Gang der Zeitalter nichts ändern. Zu Grogbúkh: Schade, dass er Dir nicht gefällt. (Andere Leser scheinen gerade das Karikatureske an seiner Darstellung zu mögen, aber es recht zu machen jedermann, ist eine Kunst, die keiner kann ;-) Ich lese gerade Dein "Zwergenkochbuch" und finde es sehr lustig, gerade weil der Ork-Koch (zumindest trägt er einen sehr orkischen Namen) so einen eleganten und eloquenten Schreibstil pflegt. Das erzeugt humoristische Fallhöhe, wirkt aber nun hinwiederum auf mich sehr unrealistisch. Wo hat er es gelernt, sich ohne Grunzen auszudrücken? Ich denke allerdings, dass auch Grogbúkh nach seiner "Behandlung" etwas weniger grunzen wird...
Das ethnologische Vorbild für die Zwergenparty habe ich übrigens aus meiner eigenen Heimat. Noch im 19. Jahrhundert haben da die reichen Bauern gerne das ganze Dorf zur Hochzeit eingeladen und die Hochzeitssuppe wurde in großen Waschkesseln gekocht. Da aber niemand Besteck für Hunderte von Gästen im Haus vorrätig halten kann, mussten eben alle ihr eigenes Essgeschirr mitbringen.
16.05.2017 | 15:34 Uhr
Ich muss ein ganz großes Lob aussprechen.
Diese Geschichte hat mich jedes Kapitel richtig gefesselt. Die Idee, eine Geschichte über die beiden unbekannten Zauberer zu schreiben fand ich total interessant und ist hier richtig gut umgesetzt. Die Details der Hauptfiguren sind richtig schön ausgearbeitet. Die Brücke zwischen den östlichen Ländern Mittelerdes und Ostasien ist perfekt geschlagen und man hat sofort ein Bild vor Augen.
Ich liebe die beiden unterschiedlichen Charaktere der beiden Zauberer. Und grade der Ork trägt einiges dazu bei, dass ich hier und da echt schmunzeln musste. Apropos schmunzel: die Zwerge in den letzten beiden Kapiteln sind großartig.
Ich hoffe es geht schnell weiter, sitze wirklich auf glühenden Kohlen.
Von mir ein Daumen nach Oben. :)

Scarcrow

Antwort von Goldschmied am 17.05.2017 | 07:53 Uhr
Schön, dass du meinen Text bis hierher durchgestanden hast ;-) Das nächste Kapitel ist schon in Mache, wird aber noch ein paar Tage dauern, da es etwas länger wird, als üblich (oder mir zumindest so vorkommt).
30.03.2017 | 18:26 Uhr
So, endlich bin ich mal wieder dazu gekommen, mir die neuen Kapitel deiner Geschichte zu Gemüte zu führen. Sie liest sich unverändert gut und man darf gespannt sein, welche kulturellen Besonderheiten die Truppe noch lüften wird. Der gläserne Speisesaal hat mir ausgesprochen gut gefallen. Als die Zwerge sich so tolerant gegenüber Grogi verhielten, vermutete ich zunächst eine Falle, aber offenbar ist es wohl wirklich so, wie vermutet: Zum Osten hin verschwimmen Gut und Böse. Der Ork ist nach wie vor mein Held. Es macht einfach Spaß, über die alte Gurke zu lesen. :)

Bis zum nächsten Mal
Wolkenleopard

Antwort von Goldschmied am 01.04.2017 | 08:39 Uhr
Schön, dass Du wieder Zeit hast, meine Geschichte weiterzuverfolgen. Leider geht sie sehr langsam voran, aber nicht, weil ich nicht wüsste, wie es weitergehen soll, sondern wegen mangelnder Zeit! Von Grogbúkh sollst Du noch mehr zu lesen bekommen. Der hat noch eine Rolle zu spielen.
Morwin (anonymer Benutzer)
15.02.2017 | 18:41 Uhr
Tja wie kam auf deine Geschichte? Ich spiele Hobbit KoM und dort gab es ein Item namens Tauriels yearning zu gewinnen. Das googlen brachte mich u.a. auf eine englische Fanfiction Seite, da hab ich ein bisschen gestöbert und mich dann erinnert, dass es eine deutsche Seite fanfiktion.de gibt.

Da Tolkien eingegeben, Mittelerde,.wurde neugierig auf Sonstiges und habe einige quergelesen. Deine Geschichte war eben anders, deshalb hab ich sie ganz gelesen. Fing ja auch gleich sehr actionlastig an und hat so überhaupt nichts mit dem Tauriel-Kili-Firlefanz zu tun, den ich vorher gelesen hatte :-)

Ich selber hab noch nie eigene Geschichten verfasst, daher wird es leider von mir nichts geben, sorry. LG Morwin
Morwin (anonymer Benutzer)
15.02.2017 | 17:44 Uhr
Hallo Goldschmied, ich bin Morwen, hab mich jetzt hier als Morwin angemeldet. Freut mich sehr, dass die Geschichte weitergeht und du so fix auf mein Review reagiert hast :-)

Ich muss gestehen, dass ich sie zu fasziniert gelesen hab, um konstruktive Kritik zu üben, dafür müsste ich es halt nochmals lesen, mit eher analytisch eingestellten Augen. Aber als langjähriger Tolkien Fan hab ich immer mal auch Fanfiction (meist auf englisch) gelesen und vieles ist noch sehr ... sagen wir ... unausgegoren. Hängt möglicherweise auch vom Alter der Schreiber ab. Und bei dir ist einiges an Action zu lesen. Die Charaktere sind nicht unbedingt eindimensional, selbst dem Ork hast du etwas mehr Farbe geben können. Also gerne weiter so ;-)

Antwort von Goldschmied am 15.02.2017 | 18:20 Uhr
Na gut. Lass Deine Eindrücke ruhig erst ein bisschen sacken. Dann aber ein paar andere Fragen: Wie bist Du überhaupt auf meine Geschichte gestoßen? Diese besondere Ecke von Fanfiction.de scheint mir eher wenig frequentiert zu sein und den Teaser für meine Geschichte halte ich selbst für eher lahm. Und last but not least: Werden wir hier auch was von Dir zu lesen bekommen?
Morwen (anonymer Benutzer)
14.02.2017 | 15:04 Uhr
Hallo Goldschmied, deine Geschichte habe ich geradezu verschlungen, sie ist sehr spannend und farbig geschrieben und ich finde es toll, wie du den Osten mit Leben erfüllst. Wann ist denn mit einer Fortsetzung zu rechnen? Lg Morwen

Antwort von Goldschmied am 14.02.2017 | 19:59 Uhr
*Erröt* So viel Lob! Das ist mir ja schon fast peinlich! Das nächste Kapitel ist schon in Arbeit, aber ich mache keine Schnellschüsse. Übrigens interessiert mich auch weniger freundliche Kritik. Ist die Handlung zu vorhersehbar oder zu verworren? Zu umständliche Formulierungen oder zu viele Allgemeinplätze? Reden die Leute zu viel und handeln zu wenig? Das sind die Sachen, um die ich mir Sorgen mache.
14.12.2016 | 19:35 Uhr
Es geht weiter!

"Wenn die Heilung von Orks möglich ist, dann ist vielleicht irgendwann einmal auch ein Frieden mit ihnen denkbar." Interessanter Gedanke.

Dass Ganja selbst womöglich vom blauen Öl beeinflusst wird, bietet spannende Ansätze für die Zukunft. Mal sehen, was du daraus noch stricken magst. Insbesondere mit dem Wissen, dass es wohl noch einen freien Ring der Macht gibt.

Grogbúkh ist ja herzallerliebst in diesem Kapitel. Sehr drollig, wie er sich des Schädels "entledigt" und verzweifelt versucht, die Folgen seiner alchimistischen Befreiung zu überspielen. Jetzt mag ich ihn noch mehr, als ich ihn ohnehin schon mochte. Ich finde es gut, dass er keine vollständige Blitzheilung durchlebt, sondern unter der Veränderung leidet und sich dagegen sträubt. Wäre er von einem Tag zum anderen ein Elb, gefangen im Körper eines Orks, hätte ich das unrealistisch gefunden. Äußere Umstände, alles, was er bisher erlebt hat, dürften ja auch noch ein Wörtchen in seiner Psyche mitzureden haben. Das hast du gut dargestellt.

Dass tote Orks in die Hallen von Mandos eingehen, war für mich eigentlich auch immer selbstverständlich. Jedoch frage ich mich, ob sie dann wirklich alle ins Gefängnis von Melkor (die äußere Leere meinst du vermutlich) geworfen werden. Wenn Ilùvatar gerecht wäre, dann ist dies eher nicht anzunehmen, man kann sich ja nicht aussuchen, wo man geboren wird und eine wirkliche Wahl haben die Orks ja nicht, ihrem Herrn zu dienen. Andererseits habe ich Ilùvatar immer eher als rachsüchtig und pauschalisierend empfunden (siehe den Untergang Nùmenors, als alle starben, auch Leute, die mit dem Frevel gar nichts zu tun hatten). So kann es durchaus möglich sein, dass die Orks tatsächlich einfach alle vor die Tore der Nacht gesetzt werden und dort in Ewigkeit vergammeln dürfen unter der fragwürdigen Gesellschaft des Herrn ihres Herrn.

Grüße
Wolkenleopard

Antwort von Goldschmied am 15.12.2016 | 09:28 Uhr
Schön, dass Du nach so langer Zeit noch dabei bist :-) Hätte ich kaum erwartet. Bei deiner Einschätzung Ilúvatars hast Du natürlich nicht ganz Unrecht. Wegen seiner Rachsucht und Unerbittlichkeit stehen ihm ja sogar meine Elben eher reserviert gegenüber. In einer manichäischen Welt, wo sich Gut und Böse unversöhnlich gegenüberstehen, stellen sich natürlich Fragen nach der Rechtfertigung des Schöpfers. Ich treibe das sogar noch auf die Spitze, indem man bei mir die Bosheit quasi in Flaschen abfüllen kann. Daraus ergeben sich sicher noch einige seltsame Konsequenzen. Wo genau der jenseitige Strafort für tote Orks liegt, ist mir eigentlich egal (das mit Melkors Gefängnis, nebenan der Halle von Mandos, habe ich, glaub ich, aus der Ardapedia, oder so). Warum sie überhaupt so hart bestraft werden müssen, wenn so doch nur tun, was sie müssen, weil sie so geschaffen wurden, ist interessanter. Aber darauf hab ich wohl auch keine befriedigende Antwort.
17.09.2016 | 15:19 Uhr
Hallo Goldschmied,

was für ein spannendes Kapitel! Die Erklärungen Gangjas sind interessant, nicht nur die alchimistischen, sondern auch die geologischen vom Salz. Ich bibbere um Grogbúkh! Bin aber gleichzeitig sehr gespannt, was nun aus ihm wird oder nicht - und was er dazu sagt. Auch die mythologischen Ausführungen vom Sterben in Tolkiens Welt war bis ins letzte Detail durchdacht.

Gehorsam holte Bolos den Wassereimer, den er besorgt hatte.“
--> Hier ist ein Ausführungszeichen zu viel.

Arbogast nahm einen großen Schluck aus seinem Becher und verzog das Gesicht, als er bemerkte, dass es sich nicht um Wein handelte, sondern nur um Wasser.
--> Haha! :-D

Momentan scheinen sich tatsächlich, wie der Titel der Geschichte es ja auch andeutet, die beiden Zauberer zu den Helden des Abenteuers zu mausern. Mir gefällt ihre Gegensätzlichkeit. Gangja ist natürlich besonders sympathisch, aber auch Arbogast in seinem fanatischen Zorn ist unterhaltsam zu lesen. Ein schönes Duo, das sich gut ergänzt.

Ich freu mich auf die Fortsetzung!

Wolkenleopard

Antwort von Goldschmied am 18.09.2016 | 20:05 Uhr
Fein. In der Tat soll die Geschichte vor allem um die Gegensätze und Gemeinsamkeiten der beiden Zauberer kreisen. Ich muss nur aufpassen, dass die anderen (besonders Bolos, Andulf und Gädy) nicht zu bloßen Komparsen werden, die den beiden nur hinterherlaufen. Ob dir gefallen wird, was mit Grogbúkh passiert, kann ich nur hoffen. Jedenfalls Danke erstmal, dass Du mir als Reviewer so treu die Stange hältst.
13.08.2016 | 22:21 Uhr
Dass du Fantasy eigentlich gar nicht magst und dann so ein Mammutprojekt in dem Genre schreibst, ist ja witzig. Für mich gibt es eigentlich nur Fantasy und Science Fantasy, ich bin da einseitig. Ach ja und Erfahrungsberichte von Extremsituationen, um als Autor die Psyche in solchen Situationen besser zu verstehen zu können.

Was macht die Elben besser als die Menschen? Gute Frage. :-D

Gemäß einer geläufigen Interpretation von Tolkiens Werken stellen die Elben eine Art perfekte Menscheit dar - das, was wir aus religiöser Sicht hätten sein können, wenn wir nicht der Sünde anheim gefallen wären. Dieser Interpretation stimme ich nur zum Teil zu. Dagegen spricht beispielsweise die Geschichte der Noldor, die ja sehr eigensinnig agierten und letztlich Tod und Verderben über ihr Volk brachten und somit auch die Situation nach dem Sündenfall repräsentieren würden (was inkonsistent wäre, wenn als Negativbeispiel eigentlich die Menschen dienen sollten). Eigentlich sind Elben in Tolkiens Werken nichts anderes als besonders "schöne", unsterbliche und magiebegabte Menschen, die alles besser können, sich aber ansonsten genauso verhalten. Ich finde seine Elben aus weltenbastlerischer Sicht nicht gut durchdacht und eher langweilig, auch wenn ich die Geschichte von Feanor mochte. Ich mag Elben allgemeinnicht, auch weil mich dieser unwahrscheinliche Hype um sie nervt, der sich scheinbar nur darauf beschränkt, dass sie dem heute propagierten Schönheitsideal möglichst nahe kommen (Legolas wird, glaube ich, nur von pubertierenden Mädels gemocht). Es sind halt "schöne", perfekte Langweiler. Nix für mich, ich brauche Figuren mit Ecken und Kanten, Figuren, die leben.

Nichtsdestotrotz habe ich selbst mich auch bereits am Entwurf eines Elfenvolkes versucht und mir dabei viele Gedanken gemacht, was sie vom Menschen unterscheidet, so wie auch mein unten erwähntes Beispiel von den Orks. Mir ist Logik immer wichtig, ebenso wie eine ordentliche Ausdifferenzierung. In der Welt, die ich mit ein paar Online-Kumpels gebastelt habe, ist es so, dass die unterschiedlichen Volksgruppen jeweils unterschiedlich entstanden sind. Die Elfenvölker haben eine andere Schöpfungsgeschichte als die Menschenvölker und die Orks etc., da sie von anderen Göttern erschaffen wurden (wir haben dort ein polytheistisches Pantheon). Sie unterscheiden sich von diesen daher zum einen anatomisch (spitze Ohren, filigraner gebaut), aber haben aufgrund der anderen Schirmgottheiten auch andere magische Fähigkeiten und zudem eine andere Mentalität. Auch ihr Stoffwechsel funktioniert anders, sie vertragen Fleisch und Milchprodukte nicht gut, leben daher fast oder gänzlich vegan (und nicht etwa darum, weil sie so eine edle Moral haben). Sie sind bei uns keine besseren Menschen, denn sie sind einfach nicht besser. Sie sind anders, mit würdigen Schwächen, die ihre Stärken, wie die hohe Lebenserwartung, wieder ausgleichen. Und genau das fehlt mir bei anderen Elfen/Elben. Ich finde, Tolkien war da etwas einseitig.

Auf deine Idee zur Orkwerdung durch Alchimie freue ich mich, das ist mal eine andere Idee, habe ich so noch nie gelesen. Mal sehen, was du daraus machst.

Harry Potter fand ich im Übrigen auch grauenhaft und habe das Lesen abgebrochen. Als Kinderliteratur mag es taugen. Ich kenne deinen Geschmack nicht, aber wenn du gerne das Außergewöhnliche liest, würde ich dir Jack Vance ans Herz legen, Drachenbrut ist z. B. eine sehr gute Anthologie von ihm: https://www.amazon.de/Drachenbrut-Jack-Vance/dp/3404232127/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1471120686&sr=8-1&keywords=jack+vance+drachenbrut Er schrieb Science Fantasy und ging sehr eigenwillige Wege dabei. Keine seiner Geschichten folgt einem klassischen Schema und einer klassischen Besetzung. Beim Weltenbau hat er extreme Kreativität bewiesen.

Antwort von Goldschmied am 15.08.2016 | 21:59 Uhr
Ja, witzig. Eigentlich bin ich eher der dröge Sachbuch- und Klassikerleser. Ich habe allerdings enormen Respekt vor Tolkiens literarischer Leistung. Nach 3000 Jahren Literaturgeschichte ist es sehr, sehr schwer eine wirklich neue Geschichte zu erzählen, die vor dir noch niemand erzählt hat. Ein neues Genre zu schaffen ist praktisch unmöglich. Tolkien ist das Unmögliche aber gelungen und alle Fantasy nach ihm hat etwas epigonales. Auch mein Geschreibsel hier ist damit eher als eine Hommage gedacht und nicht als etwas Originelles. Deshalb versuche ich mich auch so weit wie möglich innerhalb von Tolkiens Gedankenwelt zu bewegen, auch wenn mir da persönlich allerlei allzu prüde, katholisch und blass erscheint. Den anderen Weg, nur die Namen von Tolkiens Figuren, und sonst nichts, für eigenen Firlefanz zu benutzen, werde ich nicht gehen. (Erst neulich habe ich übrigens eine nette Parodie gelesen, wo, der ob all der grauseligen, sinnentstellenden Fanfic im Grab rotierende, Tolkien wie eine Turbine zur Energiegewinnung genutzt wird ;-) Ansonsten macht mir die Recherche fast noch mehr Spaß, als die Niederschrift selbst und Tolkiens Welt ist groß genug, dass man darin nach Herzenslust stöbern kann.
10.08.2016 | 09:47 Uhr
Da sagst du was!

Schwarz-Weiß-Malerei ist eines DER Genremerkmale klassischer High-Fantasy. Sie übernimmt damit (und mit einigen anderen Dingen) die Merkmale von Märchen. Fantasybücher sind nichts anderes als moderne Märchen. Die klare Trennung in Gut und Böse dient als Kontrast zu unserer heutigen, wirren Welt, in der die Bösen nicht mehr so einfach auszumachen sind. Sie macht es dem Leser einfachund fällt das Urteil für ihn. Er braucht sich nur zurücklehnen und genießen.

Ich für meinen Teil bin kein Freund davon, es sich als Autor so einfach zu machen oder meinen Lesern das Denken abzunehmen. Umgekehrt kann ich es allerdings auch nicht leiden, wenn die großen Fieslinge plötzlich agieren wie die Engel (ich sag nur: Sauronfanfics ...)

Ich bin ein Freund des Mittelweges. Es gibt in meinen Geschichten zwar durchaus Figuren, die dem guten beziehungsweise dem bösen Ende des Spektrums zuzuorden sind - aber keiner ist nur böse oder nur gut. Jeder Gute hat auch seine Schattenseiten oder jeder Fiesling hat einen Funken Gutes in sich schlummern, wenn auch nicht unbedingt in seiner Persönlichkeit, so doch in seinen Taten. Derzeit arbeite ich an einem großen Romanprojekt, in dem sich alle Hauptfiguren nur in der grauen Mitte des Spektrums bewegen. Zu sagen: 'Das ist der Böse!' oder 'Das ist der Gute!' ist dort nicht möglich. Als Ersatz dient Folgendes: Jeder von ihnen hat eine eigene Motivation und eigene Ansichten, die dem Leser helfen, sich eher mit dem einen oder anderen zu identifizieren. Aber letztlich haben sie alle Dreck am Stecken. Ein weiterer Punkt ist natürlich auch persönliche Sympathie - die Protagonisten haben alle unterschiedliche Charaktermerkmale, aus denen ihre Weltsicht gründet. Ob das Experiment letztendlich funktionieren wird, kann ich noch nicht abschließend sagen. Da muss ich auf die Leser warten. :-D

Ein was noch zu den Orkbabys:

Es gab dereinst ein grausames Experiment, nach dem ich jetzt gar nicht googlen will, weil es mich depressiv macht, so was zu lesen. Hängen geblieben ist, dass ein europäischer König die 'Ursprache' ergründen wollte, von der man damals ausging, dass sie angeboren sein müsse. Zu diesem Zweck kaufte er etliche Säuglinge, ließ sie in ein Bettchen legen und von Ammen versorgen. Diese durften die Babys stillen und säubern, sich aber ansonsten nicht um sie kümmern, nicht mit ihnen reden und ihnen keine Liebe geben. Viele traurige Ergebnisse hätte ich erwartet im Rahmen des Hospitalismussyndroms, aber nicht das: Alle Säuglinge sind innerhalb kurzer Zeit gestorben. Alle. Obwohl ihnen an nichts mangelte, außer an Liebe und Zuwendung.

Für deine Interpretation stelle ich mir darum die Frage, ob die orkischen Säuglinge ohne ein Mindestmaß an mütterlicher oder ersatzmütterlicher Zuwendung überhaupt lebensfähig wären und wenn ja, ob sie nicht geistig dermaßen degenerieren, dass sie zum Kämpfen nicht mehr taugen. Hospitalismus in seiner schweren Form endet ja in geistiger Behinderung, die später nie wieder ausgeglichen werden kann. Vielleicht wäre eine Art brutale, missbräuchliche Zuwendung darum passend (vielleicht hast du dir das auch so gedacht, ich warte einfach mal auf dein nächstes Kapitel).

Meine Orks aus der zitierten Volksbeschreibung sind in der Tat wildlebende Orks außerhalb des Tolkienuniversums. Unter Saurons Kontrolle sieht das Dasein als Ork sicher anders aus.

Allgemein frage ich mich: Was unterscheidet die Orks überhaupt vom Menschen, abgesehen vom Äußeren? Auch Menschen sind herzlos und brutal und das nicht gerade selten. Ich habe früher mit Kindern gearbeitet, was man da an Eltern erlebt hat, lässt einen mitunter daran zweifeln, ob man selber überhaupt zur menschlichen Spezies gehören will. Viele Leute würden zweifelsohne als typische Orks durchgehen, wenn man sie anmalt. Was das für die Fantasy bedeutet und wie ich persönlich schreiben will, um meine Orks eindeutig von rohen Menschen zu unterscheidet, da bin ich noch nicht zu einem endgültigen Ergebnis gekommen. Dumm und brutal allein reicht mir nicht, denn das sind Menschen auch.

Ich habe mich für meine Orks teilweise an sozial primitiven Exemplaren von Hunden orientiert:

- Neigung, Konflikte körperlich auszutragen
- stark ausgeprägtes hierarchisches Denken, Mobbing von Schwächeren bis hin zum Mord
- Einfordern von Unterwürfigkeitsbekundungen durch Ranghöhere, häufige öffentliche Demütigungen
- einen Rang zu verleihen ist sinnlos, wenn derjenige ihn nicht selbst erkämpft hat, wird er eh bald getötet oder verjagt
- Ränge müssen daher selbst erkämpft werden anstelle von Beförderungen
- trotz allem ausgeprägtes Bedürfnis nach Gesellschaft und Nähe
- den wenigen Freunden gegenüber treu und kumpelhaft, allen anderen gegenüber bösartig
- es gibt nur wenige, denen gegenüber sie neutral eingestellt sind, meist heißt es entweder Freund oder Feind und sie urteilen sehr schnell
- unliebsamen Rivalen gegenüber gnadenlos
- ausgeprägtes Eigentums- und Revierdenken
- andersgeschlechtlichen Orks gegenüber nachsichtiger als gegenüber Geschlechtsgenossen
- ...

Keine Ahnung, ob ich damit auf einem richtigen Weg bin. Aber mir hilft es, Orks von menschlichen Grobianen zu unterscheiden.

Antwort von Goldschmied am 13.08.2016 | 10:10 Uhr
Ja, das mit der Schwarz-Weiß-Malerei in der Fantasy ist ein Problem. Ich weiß auch nicht, was mich geritten hat, mich ausgerechnet an einer Fantasy-Geschichte zu versuchen. Eigentlich mag ich Fantasy (gerade wegen diesem Punkt) gar nicht so besonders und habe seit Tolkien auch fast keine mehr gelesen, selbst von Harry Potter nur den zweiten Band, und das auch nur, weil mir Bekannte das Buch quasi auf den Nachttisch gelegt hatten... Aber jetzt muss ich da durch.

Was Du da mit deinem Roman-Projekt vorhast, klingt interessant, wie so ein französischer "Film Noir"-Plot, wo die Gangster eigentlich die besten Kumpels sind, sich am Ende aber wegen der Beute und der Frauen alle gegenseitig umbringen, oder so. Das ist interessanter als Schwarz-Weiß-Malerei, aber auch nicht einfach. Wenigstens weiß ich aus eigener Erfahrung, dass auch Leute, die schon wirklich schlimme Dinge in ihrem Leben gemacht haben, trotzdem noch ihre sympathischen Seiten haben können. Wünsche dir also viel Glück bei deinem Vorhaben!

Deine Gedanken, was Orks eigentlich von "nur" dummen und brutalen Menschen unterscheidet, finde ich interessant, besonders die Idee von der "hündischen" Treue zu ihren Kumpels. Jedenfalls halte ich eine frühkindliche Trennung von Orkmüttern und Kindern ebenfalls für unmöglich. (Die Experimente von isolierten Kindern, von denen Du gehört hast, haben übrigens in dieser Form höchstwahrscheinlich nie stattgefunden (gottlob!). Waren wohl nur Gerüchte, um einen bestimmten Kaiser (Friedrich II.) schlecht dastehen zu lassen.) Bei mir soll die "Einimpfung" des Bösen mehr über (alchemistische) Substanzen laufen und weniger über Konditionierung.

Außerdem zerbreche ich mir gerade den Kopf, was die Elben eigentlich so viel besser und edler macht, als Menschen. Das hohe Alter allein kann es ja nicht sein.
09.08.2016 | 10:15 Uhr
SO, JETZT ABER! :-D

Deine Theorie von den Orks unterschreibe ich. Lustiger Weise habe ich vor einiger Zeit für ein Fantasy-rpg eine Volksbeschreibung für dieses Völkchen erstellt, in der es fast genau so gehandhabt wird, nur ohne die Experimente. Ich zitiere mich mal kurz selbst:

"Frauen und Kinder leben allein, gut versteckt in Höhlensystemen, so dass mancher Chronist gar der Meinung war, es gäbe nur männliche Orks, die künstlich vermehrt werden würden. Die Frauen versorgen sich und die Kinder größtenteils selbst mithilfe ihrer älteren Söhne, die an der Schwelle zum Mannesalter stehen, aber noch nicht alt genug sind, um zu den Kriegern zu dürfen. Durch lange Jagdausflüge werden diese auf das harte Leben im Lager vorbereitet."

Tolkien selbst sprach ja auch von Bilwißmenschen, die aus der natürlichen Vereinigung von Menschenfrauen mit Orks hervorgegangen waren. Ich bin darum der Überzeugung, dass auch die Orks untereinander sich natürlich vermehren oder zumindest dazu biologisch in der Lage wären, wenn es Frauen gäbe (sofern Tolkien wirklich davon ausgeht, dass sie keine Frauen haben und durch Zauberei vermehrt werden). Vielmehr glaube ich, hat Tolkien bewusst den Aspekt der Familiengründung bei Orks ausgeklammert, um das moralische Dilemma auszuschließen, in das der Leser gerät, wenn er daran denkt, dass jeder getötete Ork eine weinende Frau, eine weinende Mutter, die ihren Sohn verlohr, weinende Kinder, die ihren Papa vermissen und weinende Geschwister nach sich zieht. Darum hat er meiner Meinung nach die Existenz von Orkfamilien einfach nicht erwähnt. Er wollte sich vielleicht selbst nicht damit auseinandersetzen müssen, sondern eine klare Trennung in Gut und Böse erreichen, die unter Berücksichtigung dieser Punkte nicht möglich wäre.

Der Werwurm gefällt mir, ist ein sehr lebendig gelungener Zeitgenosse und definitiv furchteinflößend. Ich hoffe, er taucht noch einmal auf.

„Was war das?“
Arbogast erhob seinen Stab und bereitete das Zauberfeuer vor. „Ein Signal natürlich, dummer Junge!“
--> Haha! :-D

„Genauer gesagt, eine Glocke oder ein Gong“, ergänzte Gangja mit erhobenem Zeigefinger. An Arbogast gewandt fuhr er fort: „Lass deinen Stab. Verhalte dich ruhig und sie werden uns in Frieden lassen.“
„Aber wer denn?“, fragte Bolos dümmlich.
--> Hier mag ich ihn sehr. Er wirkt wie ein unbedarfte Junge, der noch nichts vom Leben und der Welt weiß (was ja auch der Fall ist).

Einer von ihnen antwortete Gangja und wies dann auf Grogbúkh, allerdings nicht direkt mit der Hand, sondern nur beiläufig mit einem Ende seines Bogens.
--> Schönes Detail.

„Den Namen des Orks brauche ich nicht zu wissen, solange nicht über sein Schicksal entschieden ist. So, oder so wird er sicher einen abscheulichen Namen tragen."
--> Oh Mann, dieses Kapitel ist einfach göttlich. xD

"Entrückung von Mittelerde ist so gut, wie Tod."
--> Den Satz hier verstehe ich nicht. Was meint der Sprecher damit?

Fazit:

Zwei sehr, sehr schöne Kapitel, das erste von beiden unsagbar traurig (Gibt es etwas Schlimmeres als tote Kinder?), das zweite gleicht dies durch die lockeren und spitzzüngigen Dialoge der Protagonisten wieder aus. Fehler sind mir keine Aufgefallen, nur den genannten Satz kann ich nicht ganz erfassen. Ich freue mich schon darauf, wenn die Reise des ungleichen Grüppchens weitergeht und was sie noch alles erleben werden, welche Kulturen und Orte Mittelerdes sie erforschen. Du hast dir wirklich unwahrscheinlich viele Gedanken gemacht und es macht Freude, ihnen zu folgen. Nicht zuletzt frage ich mich, was Gangja mit dem armen Ork vorhat und hoffe, dieser bleibt uns noch eine Weile erhalten. Wenn ihm was zustößt, bin ich zumindest traurig, aber lass dich davon nicht aufhalten.

Darf ich fragen, ob du abgesehen von dieser Geschichte bereits geschrieben hast und wenn ja, ob man an irgendeinem Orte in diese Werke hineinstöbern kann? Gern auch per PN.

Viele Grüße
Wolkenleopard

Antwort von Goldschmied am 09.08.2016 | 11:28 Uhr
Danke für die Blumen! In der Tat ist Tolkiens Darstellung der Orks einer der problematischsten Punkte in seinem ganzen Werk: eine Rasse von Untermenschen, die jeder ungestraft töten darf, ja geradezu töten soll, zum Wohle der restlichen Welt. Da sollten nicht nur bei mir (als Deutschem) sehr ungute Assoziationen aufkommen und deshalb sehe ich auch die Gemetzel, die z.B. der ach! so edle Legolas in den Verfilmungen so beiläufig unter den Orks anrichtet, mit gemischten Gefühlen. Andererseits ist Tolkiens Welt (und die meisten anderen Fantasy-Universen) nun mal manichäisch: gut/böse, schwarz/weiß. Darüber kann und will ich mich nicht hinwegsetzen. Orks sind von Natur aus erstmal richtig üble Burschen. Deine Beschreibung von Orks würden bei mir auf sozusagen "wild" lebende Orks passen, die irgendwo versteckt in den Bergen hausen, aber nicht unter dem direkten Einfluss Saurons. Auch bei Bilwismenschen oder Halborks sollte man bedenken, dass dadurch die Menschen nicht nur orkischer werden, sondern die Orks auch menschlicher. Zumindest bei den Großen Orks denke ich aber, dass Sauron ihnen auch so elementare Gefühle wie Mutterliebe größtenteils ausgetrieben hat (und dafür brauche ich auch die Experimente), aber im nächsten Kapitel mehr dazu. Da sollst Du auch erfahren, was Gangja mit Grogbúkh vorhat und warum er ihn so weit mit sich herumschleppt. Mit dem Werwurm soll es auch noch ein Wiedersehen geben. Der hat noch eine nicht ganz unwichtige Rolle zu spielen.
07.07.2016 | 07:28 Uhr
Nur ein kurzes Hallo von mir,

ich stehe momentan ziemlich unter Stress, da mir zwei Deadlines im Nacken sitzen, es wird darum noch ein wenig dauern, ehe ich dir ein ausführliches Review dalassen kann. Ich will das nicht zwischen Tür und Angel schreiben, deine Geschichte hat anderes verdient.

Gruß
Wolkenleopard

Antwort von Goldschmied am 07.07.2016 | 08:35 Uhr
Lass Dir so viel Zeit, wie Du brauchst. Bei mir wird es voraussichtlich auch ein bisschen länger dauern, bis das nächste Kapitel fertig ist.
04.06.2016 | 17:51 Uhr
Juhuu es geht weiter :3

Ich finde die Vorstellung eines reitenden Orks immer wieder amüsant, ist bestimmt ein merkwürdiger Anblick, so ein Ork auf einem Pferd. Aber was tut Ork nicht alles. Und klar, dass er bei dem Gedanken an einen Kampf wieder sofort dabei ist und sich darauf freut. Du bringst die Charaktere so authentisch rüber und das gefällt mir so gut an deiner Geschichte.
Ich muss hier auch wieder anmerken, dass die Geschichte generell so schön geschrieben ist und ich mag deinen Schreibstil, du bringst sehr viele Details ein und als Leser hab ich jedes Mal ein wunderschönes Bild vor Augen.
Oh wow was ein spannendes Kapitel und dann der Cliffhanger am Schluss. Die Idee mit der Falle war wirklich gut ausgeklügelt, nur leider scheinen die Balchoth doch nicht ganz so blind zu sein, wie erhofft.
„Die Fallensteller waren selbst in eine Falle getappt.“
Schöner letzter Satz!
Ich bin schon sehr gespannt wie es nun weitergeht und freu mich schon auf ein neues Kapitel.

LG faijal
27.05.2016 | 19:26 Uhr
Hallo Goldschmied,

freut mich, wieder von dir zu lesen! Und das, obwohl ich zur Zeit ein ziemlicher Lesemuffel bin.
Hier wieder ein paar Gedanken zum aktuellen Kapitel.

--> Bzgl. des Rätselns, warum die Balchoth auch bei Nacht ihre Spuren verfolgen können - kommt da niemand auf die Idee, dass diese Hunde eingesetzt haben könnten? Die Fährte vor einem Hund zu verbergen ist nahezu unmöglich, wenn man nicht über eine lange Strecke einem Bachlauf folgt oder sich von Baum zu Baum schwingt.

Beim Gedanken an ein kleines Gemetzel begannen Grogbúkhs Augen zum ersten Mal seit langer Zeit wieder zu leuchten.
--> Das ist mein Junge! :-D

Nicht weit entfernt hatte ein kleines Rinnsal eine tiefe Klamm in ein Plateau aus rotem Sandstein geschnitten. Der Talboden war mit Gestrüpp und ein paar Kiefern bewachsen.
--> Keine Ahnung, ob es daran liegt, dass ich in den Ausläufern des Elbsandsteingebirges wohne oder ob du es einfach so prägnant geschrieben hast, aber bei diesen zwei Sätzen hatte ich alles genau vor Augen, habe den Sandstein und den süßlichen Duft der Kiefern gerochen. Jetzt habe ich Bock, wandern zu gehen.

Er konnte kaum sprechen, als er endlich bei Gädy ankam. So schnell sie konnten stiegen die beiden in die Schlucht hinab und benachrichtigten die Zauberer.
--> "die beiden" holpert nach meinem Empfinden. Es klingt ein wenig, als wären zwei andere Personen gemeint, weil es so betont wird. Ich würde hier einfach "sie" schreiben. Wenn du die Formulierung beibehalten möchtest, würde es eventuell eleganter klingen, das erste "sie" dadurch zu ersetzen:
Er konnte kaum sprechen, als er endlich bei Gädy ankam. So schnell die beiden konnten stiegen sie in die Schlucht hinab und benachrichtigten die Zauberer.
Aber ganz ohne fände ich am besten.

Gleicher Satz: Hinter "konnten" fehlt ein Komma. Hab extra noch mal den Duden befragt. :-)

Während ihnen die Pfeile um die Ohren sirrten KOMMA entzündeten die Zauberer die Flammen an ihren Stäben.
--> Pfeile sirren nicht, sie sind nahezu lautlos. Nur die Sehne sirrt/brummt/knallt beim Abschuss (ich schieße selber Bogen). Wenn überhaupt, dann ist vom Pfeil ein leises Zischen zu hören. Aber der Einschlag ist dafür ziemlich laut. Das klingt, als würde man volle Wucht mit einem Hammer auf die entsprechende Unterlage schlagen.

An der Engstelle stürzten sich wieder Andulf und der Ork auf die Reiter und erschlugen zwei weitere. Doch der letzte von ihnen glitt zwischen ihnen hindurch.
--> "weitere" und "letzte" wird in dem Fall jeweils groß geschrieben. "von ihnen" würde ich weglassen, dann wird der Satz noch schneller und knackiger, was den Inhalt unterstreicht.

Kein einziger von ihnen darf entkommen.
- "einziger" groß

Fieser Cliffhanger am Ende. :-D Das kam für mich als Leser unerwartet.

Fazit:

Wieder sehr schön geschrieben! Deine Geschichte ist wahrlich unterhaltsames Lesevergnügen. Was mir auffällt - deine Sprache wird immer melodiöser. Die Sätze haben eine sehr angenehme Melodie, dadurch lesen sie sich besonders flüssig. Achtest du gezielt darauf oder geschieht das unterbewusst? Ich hoffe, du nimmst mir meine Erbsenzählerei oben nicht übel, das ist wirklich Meckern auf einem sehr hohen Niveau und nichts davon ist der Rede wert. Es ist nur das, was ich ändern würde, hätte ich selbst den Text geschrieben und würde den allerletzten Feinschliff vornehmen. Den Meisten dürfte so etwas beim Lesen nicht einmal auffallen.

Bist du überhaupt an Schlechtschreibkontrolle und Hinweisen zur Zeichensetzung interessiert oder nervt dich das eher, wenn ich da auch noch rummäkel? Sonst lasse ich es und konzentriere mich auf die anderen Dinge.

Gruß
Wolkenleopard

Antwort von Goldschmied am 28.05.2016 | 09:11 Uhr
Tut mir Leid, dass das so lange gedauert hat, aber ich bin fest entschlossen die Geschichte irgendwann auch mal zu Ende zu bringen. Hab also noch etwas Geduld! Auf die Idee mit den Spürhunden bin ich seltsamerweise nicht gekommen. In meiner Vorstellung züchten die Balchoth nur sowas wie Spitze oder Mopse (zum essen), keine Jagdhunde. Da sie aber über Hellseher verfügen (und das hier eine Fantasy-Geschichte ist) habe ich ihnen stattdessen einen "Geistertrommler" hinterhergeschickt. Es freut mich, dass Du meine Landschaftsbeschreibungen anschaulich findest. Alles andere wäre auch schlecht, denn im richtigen Leben bin ich Geologe (und deshalb weiß auch Gangja so allerlei über Steine und Minerale). Das mit den nicht sirrenden Pfeilen ist ein wichtiger Hinweis! Das werde ich sofort ändern. Gerade solche Ungenauigkeiten (Revolver mit Schalldämpfer, etc.) ärgern mich, wenn ich sie anderswo sehe. Auch Deine Rechtschreibkorrekturen sind willkommen. Ich weiß selbst, dass gerade meine Kommasetzung oft noch überraschend unsicher ist. Dass ich auch noch so viele Groß- und Kleinschreibfehler mache, hätte ich nicht gedacht. Zum Satzbau: In diesem Kapitel habe ich viele kurze Sätze gemacht, denn es soll ja alles Schlag auf Schlag gehen. Wenn die Sätze dadurch melodiöser geworden sind, umso besser!
09.04.2016 | 15:35 Uhr
Huhu^^

Jetzt hab ich auch die Zeit gefunden und die letzten Kapitel gelesen und ich bin immer noch hellauf begeistert.

11.Kapitel
Nun kommen sie also ins Land der Balchoth. Die Idee mit den Vogelscheuchen und die Klippe mit den zahlreichen Skeletten ist wirklich gruselig aber es passt sehr gut zu dem Volk, wo sie doch so grausam sind. Lustig, wie alle angewidert und schockiert sind und nur der Ork scheint sich zu amüsieren und der Meinung zu sein, Gefangene hinzurichten sei keineswegs abscheulich. Aber Ork ist Ork.
Rhûnisch… schön! Ist auch irgendwie logisch, dass die Menschen hier nicht unbedingt Westron sprechen bzw. ihre eigene Sprache vorziehen.
Aber dass sie hier noch nie von Sauron gehört haben? Die leben ja wirklich abgeschieden, selbst im hintersten Winkel kennt man zumindest den Namen. Könnte interessant werden, wo Sauron doch so mächtig ist. Den muss man doch kennen :D
„Und Euch halten sie, wegen Eurer bunten Kleidung, übrigens für den reisenden Gaukler, der seine Kreatur zur Schau stellt.“
Hahahaha ok xD
Aber lieber so, als dass sie ihn für einen Spion oder sonst wen halten.
Ghûrzachan, die Stadt der Gärten, wow wirklich wunderschön beschrieben. Eine fruchtbare Oase in der trockenen Landschaft. Und auch hier muss ich nochmal sagen, dass du wirklich wunderschön schreibst.
Ich kann nicht beschreiben wie du das machst, aber in deinen Worten liegt eine Ruhe und zugleich merkt man auch die Anspannung der Reisenden darin, einfach nur ein toller Schreibstil. Hab selten eine so schöne, ausgeklügelte Geschichte gelesen.

12.Kapitel
Hmm, ich weiß jetzt nicht ob ich das gut finden soll, dass der Shûhan kein Interesse an einem Bündnis hat, egal mit wem. Aber ok, lieber gar kein Bündnis als ein Bündnis mit Mordor.
Und da werden sie auch schon gefangen genommen. Wie Arbogast so schön sagt, der Weg zu den Balchoth führt in die Gefangenschaft.
Wow das wird ja jetzt wieder wirklich spannend.

13.Kapitel
Hoffentlich gelingt ihr Fluchtplan, das könnte sonst noch böse enden.
Grogbúkh war noch nie allein… ist es komisch, wenn ich hier ein wenig Mitleid mit einem Ork habe? Hmmm
Aus der Stadt sind sie schon mal raus, aber wie geht es jetzt weiter? Bin schon sehr gespannt und freu mich auf die kommenden Kapitel.

LG faijal

Antwort von Goldschmied am 09.04.2016 | 20:16 Uhr
Doch, die Ostlinge kennen Sauron, allerdings unter einem anderen Namen. Dazu kommt noch was. Dass Du jetzt schon ein kleines bisschen Mitleid mit dem Ork hast, freut mich. Mit dem habe ich noch mehr vor :-)
06.04.2016 | 22:51 Uhr
So und weiter geht’s :D

7.Kapitel
Jetzt reist also Bolos mit Gangja, da bin ich ja mal gespannt. Und es werden immer mehr! Interessant zu sehen, dass der König ihnen trotzdem noch Geleitschutz gibt, wobei man meinen müsste, so ein Zauberer könne sich selbst ganz gut zur Wehr setzen. Aber ein Ork? Ok an der Stelle war ich wirklich erst ein wenig stutzig aber es ist durchaus logisch, dass sie von ihren “Gefährten“ mehr überwacht als beschützt werden sollen. Da schickt wohl jeder seinen eigenen Späher mit… könnte interessant werden, allein die Kombination aus Mensch, Ork und Zauberer. Ich muss sagen, die Idee gefällt mir.
Wieder beschreibst du die Landschaft so wunderschön und du schaffst es einfach dem Leser ein so tolles Bild vor Augen zu führen. Dein Schreibstil ist echt unglaublich! So schön :3
„Man geht nicht einfach so in den Totenwald“, erwiderte Andulf.
„Warum nicht?“, fragte Gangja.
Och schön, ein herrliches Gespräch! :D
Oh und Arbogast taucht auch noch auf? Das hätte ich nicht erwartet aber gut, noch einer mehr. Die Gruppe wird immer größer und skurriler.

8.Kapitel
Ihhhhh… also ich esse Fische ja echt gerne, aber als sie den riesigen Wels angeln, da kann es einem echt vergehen. Klar, dass der Ork von dem Inhalt richtig begeistert ist, na dann guten Appetit!
Das Kapitel hier begeistert mich richtig, vor allem da es ein wenig düsterer ist. Der dunkle Wald und der fast lebendig wirkende Fluss, das alles strahlt eine eigenartige, beinahe magische Atmosphäre aus und das bringst du prima rüber. Dann auch noch diese eigenartigen Eier und die Pilze… gut dass ich hier sicher vor meinem Laptop sitze und nicht auf dem Floß.
Du hast hier durchgehend spannend geschrieben und irgendwie schwingt in deinen Worten ein drohendes Unheil mit, eine Ruhe, die viel zu falsch scheint, durch das ganze Kapitel hindurch.
Und dann die Szenerie mit den Spinnen, wirklich unheimlich, überall die toten Körper und die eigenartigen Pilze. Natürlich muss der dumme Ork einen davon zertreten. Dabei sieht doch selbst ein Blinder, dass die Pilze zumindest giftig sind, wenn nicht sogar weitaus mehr dahinter steckt.
Wow, ein echt gruseliges Kapitel.

9.Kapitel
Whaaa das mit den Pilzen ist echt widerlich! Unschön… aber irgendwie hatte ich schon so eine leise Vorahnung, dass es genauso kommen würde. Da tut mir sogar der Ork ein wenig leid, das muss echt grässlich sein wenn da auf einmal Pilze aus einem herauswachsen. Na hoffentlich kann ich da heute Nacht ruhig schlafen ;D
Oh nein, nicht die Entfrauen! Das ist ein richtiger Schock für mich! War dann alles umsonst? Die letzte Entfrau in Mittelerde ist gegangen… Nein wie traurig, da bin ich gerade echt ein wenig ergriffen.
Diese Schafe, was auch immer das ist, sind mir unheimlich. Der ganze Wald ist mir unheimlich und du bringst es so schön rüber. Richtig schöne Gruselatmosphäre, gefällt mir sehr sehr gut.

10.Kapitel
Der Wald scheint ihnen allen ja einiges abzuverlangen… und sogar die Zauberer fangen sich die grässlichen Pilze ein. Langsam mach ich mir da echt Sorgen, aber vielleicht hilft das Sonnenlicht ja doch. Oder ihnen fällt etwas anderes ein, da muss es ja ein Heilmittel geben. Und schließlich sind zwei Zauberer dabei. Hoffentlich wird das wieder.
Natürlich! Die Worte der Entfrau! Rettung in letzter Sekunde sollte man meinen. Zum Glück erreichen sie das heilende Meer und endlich geht’s raus aus dem gruseligen Wald, wobei ich sagen muss, die Kapitel haben mir echt sehr gut gefallen. So düster und komplett anders, als die vorherigen. So mystisch.

Also ich kann dich wieder nur loben. Eine wunderbare Geschichte, du tobst dich da kreativ richtig aus. Ich werde morgen sofort weiterlesen.
Gute Nacht^^

LG faijal
05.04.2016 | 17:04 Uhr
Huhu^^

So, endlich bin ich auch mal dazu gekommen, deine Geschichte hier zu lesen, ich hatte sie schon lange aufm Schirm aber bin irgendwie nie dazu gekommen, sie zu lesen :(
Ich finde deine Idee schön, vor allem weil mich wirklich mal interessieren würde, was aus den blauen Zauberern geworden ist. Man weiß ja fast gar nichts über sie und ihren Verbleib, was sie im Osten alles erlebt und gesehen haben. Umso schöner finde ich es, dass du dir genau darüber mal Gedanken gemacht hast.

1.Kapitel
Du findest hier einen wunderschönen Einstieg in die Geschichte, eine kurze Beschreibung über die Gesamtsituation und den Handel zwischen den Ländern, damit der Leser weiß, worum es ungefähr geht. Dann tauchen auf einmal auf mysteriöse Art und Weise Orks wieder auf. Sehr spannend geschrieben und man ahnt quasi schon, dass das ankernde Boot angegriffen wird, du arbeitest sehr schön darauf hin und man spürt die lauernde Gefahr. Auch interessant, wie du die Orks beschreibst, dass sie ihre Köpfe und Gesichter tagsüber mit Masken bedecken und sogar die Männer am Leben lassen. Hätte ich ehrlich gesagt nicht erwartet, wo man die Orks doch in den meisten Geschichten eher als mordlustige Schlächter kennt, aber interessant zu sehen, dass hinter ihrem Handeln mehr zu stecken scheint.
Hier spürt man dann auch sehr gut die Verzweiflung Bolos‘, wie er den Orks als Sklave folgen muss mit kaum Wasser und wenig zu essen, wie er körperlich am Ende ist.
Und dann kommt die Rettungsaktion. Da kann ich wirklich nur sagen wow, hat mir super gefallen. Allein wie du den Auftritt des Zauberers beschreibst, toll. Man spürt förmlich seine Macht und den Schrecken, der die Orks überkommt.
„Nur durch Fragen erlangt man Kenntnisse. Nur durch Kenntnisse erlangt man Weisheit. Nur durch Weisheit erlangt man wirkliche Macht.“
Hahah die paar Zeilen erinnern mich irgendwie ein kleines bisschen an den Sith-Kodex, also von der Aufmache her. Aber find ich super! :D

2.Kapitel
Hier beschreibst du wieder wunderschön die Landschaft und ich hatte direkt das Gefühl, als würde ich selber durch diese Länder reisen.
An der Stelle mit der Katze musste ich schmunzeln. Irgendwie lustig, dass Arbogast keine Katzen mag. Süße Vorstellung, wie Bolos gerade die schwarze Katze streicheln will, aber der Zauberer ihn dann zurück hält. Es gibt wohl auch in Mittelerde das Gerücht, dass schwarze Katzen Unglück bringen.
Das war jetzt ein eher ruhigeres Kapitel, aber nach so viel Aufregung muss das auch mal sein.

3.Kapitel
Arbogast scheint das Versprechen von Bolos‘ Onkel ja wirklich ernst zu nehmen und natürlich wählt er auch nur die teuersten Weine aus. Typisch Zauberer aber Geschmack hat er. :D
Ich finds schön, dass man hier erste Hintergrundinformationen über die Menschen bekommt, die hier leben, einen tollen Eindruck vermittelst du dem Leser. Und ich kann wieder nur sagen, super geschrieben.
Wow, dann die Unterhaltung zwischen dem Zauberer und dem König, bin da gerade ein wenig sprachlos. Echt toll geschrieben, eine gewisse Anspannung liegt in der Luft und man merkt, dass der König dem Zauberer irgendwie auch ein wenig misstraut bzw. dem, was er über Sauron und die Orks erzählt. Schade nur, dass er dann doch die Worte von Saurons Mund hören will, hoffentlich geht das mal gut.
Tolles Kapitel muss ich sagen, wieder sehr spannend und schön geschrieben und ich kann gar nicht mit lesen aufhören, bin richtig neugierig!

4.Kapitel
Bolos scheint ja echt hartnäckig zu sein wie er Arbogast folgt und er legt ja sehr großes Vertrauen in den Zauberer. Ich hätte da an seiner Stelle schon ein wenig Angst, denn es wird immer jemanden geben, der auch mal stärker sein kann als der Zauberer. Aber der Junge scheint wirklich mutig zu sein.
An der Stelle, als die Orks aus Mordor auftauchen, musste ich doch lachen. Erst glaubt der König nicht, dass die Orks keine Feinde von Sauron sind, aber dann stehen sie direkt vor ihm, schön, ein wenig schadenfroh darf man ja sein hihi ;)
Uhhh Saurons Mund hats ja mal voll drauf! Ich hatte richtig Gänsehaut. Aber seinen Worten kann man nicht trauen, so schön sie auch klingen, alles leere Versprechen.

5.Kapitel
Yay der zweite Zauberer taucht auf. Aber Ratten? Naja jedem das seine..
Interessant, dass Gangja an Saruman zweifelt, da ist er wohl einer der Ersten, der ahnt, was der Weiße Zauberer wirklich vorhat.
„Nein, Arbogast, du bist noch nicht da gewesen. Die Städte von Khand stehen den Zitadellen von Gondor in Alter und Schönheit nichts nach. In den Grotten von Kar-Khamûl habe ich uralte Zauber gelernt, von denen selbst die Fürsten der Hochelben nichts wissen. Ich habe drei der Kammern gefunden, in denen die Väter der Zwerge erwacht sind. Zwei von ihnen sind verlassen und Orte des Bösen, aber nicht die dritte. Ganz im Gegenteil: Sie ist das Herz eines großen Königreichs der Zwerge und sie wird gehütet und bewacht, als ihr größtes Heiligtum. Ich stand auf dem Boden des Meers von Helcar, an dessen Ufern die ersten Elben das Licht der Sterne erblickten. Heute sind die Sande dieses Meeres zu Stein geworden und seit dem Sturz Melkors, bei dem die Welt zerbrach, ragen sie als weiße Klippen in den Himmel. Ich habe die Fundamente der Leuchte Illuin gesehen, die von Aulë geschmiedet wurden, in Zeiten als die Valar noch auf Arda wandelten! Aber auch dort leben noch Elben, die in den Abgrund der Zeit geschaut haben und die von der Geschichte dieser Felsen wissen.“
Ich LIEBE diese Stelle! Einfach nur wunderschön! Gänsehautfeeling :O
Also ich bin mehr als nur begeistert von diesem Kapitel! Weiter so.

6.Kapitel
Oh man! Warum kommt Bolos nur auf so eine dumme Idee und schleicht an den schwarzen Reisewagen? Das kann doch nur schief gehen! Und es war so klar, dass man ihn erwischt, der arme Junge.
Woah was eine dramatische Szene! So schnell kann sich alles ändern und das nur weil Bolos so neugierig sein musste. Ach Junge! Ich fieber gerade richtig mit den Menschen mit. Was geschieht jetzt? War alles umsonst und die Königreiche folgen den falschen Worten von Saurons Mund? Uiuiui Spannung pur.

So, das war jetzt erst mal eine “kleine“ Zwischenmeldung von mir xD
Wow ich bin richtig begeistert und würde am liebsten sofort weiterlesen, geht nur leider nicht, da ich jetzt los muss :(
Deine Geschichte ist super spannend und deinen Schreibstil kann ich einfach nur loben, ich hab selten so eine wunderschöne Geschichte gelesen und ich werde natürlich bald weiterlesen!

LG faijal

Antwort von Goldschmied am 06.04.2016 | 10:17 Uhr
Freu! Lass Dir ruhig Zeit mit der Lektüre. So wie Du gespannt bist, wie die Geschichte weitergeht, warte ich gespannt auf Dein Review. 8-D
04.04.2016 | 20:14 Uhr
Hallo Goldschmied,

da zeigt sich wieder einmal, dass gute Fanfictions, insbesondere von komplexen Werken wie jenen Tolkiens, sehr viel Arbeit machen, die weit über das eigentliche Schreiben hinausgeht. Kritiker von Fanficitons generell kehren diese Mühe ja gern unter den Teppich. Das erklärt, warum deine Geschichte eine solche Tiefenwirkung hat. Dass es solche Wagen tatsächlich gegeben hat, zumindest Zeichnungen von solchen, war eine Bildungslücke meinerseits. An Sprachspielereien habe ich selbst mich bisher nicht herangewagt, von einzelnen Vokabeln abgesehen. Deine Wortschöpfungen /Übersetzungen finde ich klanglich und inhaltlich sehr passend.

Dass Grogbùkh früher oder später auf die eine oder andere Weise fällig wird, ist wohl das Schicksal der Orks. Ich bin gespannt und drücke die Daumen, dass er sich noch irgendwie aus der Patsche ziehen kann, selbst wenn ein paar Gliedmaßen auf der Strecke bleiben sollten. :-D
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