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Autor: Smaraya
Reviews 1 bis 10 (von 10 insgesamt):
03.04.2020 | 11:31 Uhr
Hey Du,

Eine klasse Geschichte, die Du da zusammengestellt hast. Da ich Guilty Crown erst vor wenigen Tagen beendet habe, und es mich einfach nicht los ließ, bin ich richtig froh, auf Deine Geschichte gestoßen zu sein. Die Charaktere sind super gelungen (besonders Tsugumi hast Du klasse getroffen!), Die Hintergründe der einzelnen passen perfekt ... Alles in Allem echt eine Super Lücken-Füller- Story!

Ganz liebe Grüße
FrozenChocolate ;)

Antwort von Smaraya am 04.04.2020 | 08:07 Uhr
Huhu!

Vielen lieben Dank für dein Review! Es freut mich immer wieder zu lesen, wenn jemand Guilty Crown gesehen hat (es ist und bleibt ja doch eher ein Geheimtipp - leider). Bester Anime aller Zeiten! Schön, dass dir meine FF gefallen hat <3

Lieber Gruß
~ Smara ~
22.10.2019 | 01:35 Uhr
Deine Geschichte war absolut genial! Sowohl die Idee als auch dein Schreibstil. Ist wirklich toll endlich mal die ganzen "vermissten" Szenen vor sich zu haben, besonders ein richtiges Treffen zwischen Haruka und Gai hätte ich mir ehrlich im Anime gewünscht... aber umso schöner war es jetzt diese Geschichte gefunden zu haben, vielen Dank dafür :) Wäre zu schön wenn diese Szenen exakt so im Anime vorkommen würden, das würde diesen Anime 1000 Prozent besser machen *-* (nichts gegen Guilty Crown, ich liebe diesen Anime)

Mal zurück zu deiner Geschichte xD Du hast die Charaktere wirklich perfekt getroffen, es war sehr einfach sich die Charaktere bildlich vorzustellen während des Lesens^^ Liegt natürlich auch an deinem guten Schreibstil, der hat mir sehr sehr gut gefallen :D Sowohl vom abwechslungsreichem Satzbsu als auch zu den Beschreibungen der Gefühle, usw.

Ohne noch lange rumzureden, deine Geschichte ist wirklich toll, bin grade sehr glücklich sie gefunden zu haben^^
Mach weiter so und ich wünsch dir noch eine gute Nacht,

Sienna

Antwort von Smaraya am 30.10.2019 | 20:24 Uhr
Liebe Sienna,

vielen Dank für dein wundervolles Feedback! Ich bin ganz gerührt und freue mich über dein begeistertes Lob und dass du meine Geschichte so aufmerksam gelesen hast <3 Wegen dir habe ich sie mir jetzt auch nochmal durchgelesen und hab mich in die Welt von GC zurückversetzt. Hach, ich vermisse sie ... Vielleicht mache ich aus meiner FF doch mal einen Roman, mal gucken ^^

Also nochmals vielen Dank, dass du mir den Abend versüßt hast, und ich hoffe, du findest bald eine neue wundervolle Geschichte, in der du versinken kannst! :-)
Liebe Grüße
~ Smara ~
Spades (anonymer Benutzer)
29.05.2016 | 20:58 Uhr
"Ey, noch ein Wort und du inhalierst meine Faust!" -> Hätte auch ein passender Spruch sein können, wenn Gai eine solche Sprechweise zueigen wäre. Aber so passt es auch, das waren ja immerhin seine Worte aus dem Anime. Und eine meiner Lieblingsszenen in der ganzen Serie, wie ich zugeben muss ;-) Wie er diese vier Typen einfach mal allesamt wegpfeffert, ohne auch nur mit der Wimper zu zucken, ich finds megageil!

Ach ja, bevor ichs vergesse: Ich habe beschlossen, dir den Kommentar zum sozusgen letzten Kapitel zu Guilty Past hierhin zu posten, auch, wenn der Text bei deinem Projekt Guilty Melody steht - nicht, dass du dich wunderst. Das war immerhin die erste Geschichte von dir, die ich verfolgt habe und ich freue mich, dass sie nun endlich zu einem (würdigen) Abschluss kommt. Also fange ich jetzt auch endlich an, auf die übliche Weise zu reviewen^^:

Wirklich super:
- Die Atmosphäre: Gais Anspannung, seine Sorge darüber, was mit Inori ist, wo sie ist, warum sie nicht kommt, was eigentlich passiert ist etc. Dann überhaupt dieser verlassene Hinterhof, an dem sie sich stationiert haben, die zwielichtigen Gestalten und Tsugumis Drängen - überhaupt der ganze Stress, der in der Luft liegt. Der dann natürlich noch intensiviert wird, als Shu dazukommt und einfach mal genau das Gegenteil von dem ist, was Gai von ihm kennt. Es passt zu Gai, dass er sich so schnell wieder fängt. Ich würde fast sagen, Schwein gehabt, dass er das kann.
- Shus Auftauchen, Gais Reaktion auf sein Verhalten, die Diskrepanz zwischen dem, was Gai von ihm kannte und wie er sich jetzt verhält, Gais Wut, aber eben, dass er es wirklich verhältnismäßig schnell schafft, sich wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren. Das zeichnet ihn als fähigen und verantwortungsvollen Anführer aus, schreibt ihm die nötigen Führungsqualitäten zu, die es für so einen immens schweren Job nun mal braucht. Auch, wenn er hier sehr deutlich zeigt, wie schnell er eben genau dadurch Gefühle falsch kanalisiert (Enttäuschung wird zu Wut), aber mal im Ernst, ist das nicht allem voran menschlich? Übrigens musste ich breit grinsen an der Stelle, als Gai uns erzählt, dass Shu seinem Angreifer "sehr höflich mitteilt", dass er Fyu-Neru nicht hergeben will. Ja ja, spielen wir doch alle eine Runde Sarcasta-Ball =D

eher nicht so toll:
- Warum ist die Prügelszene nicht mit drin?! Ich weiß, dass das schwierig ist und nein, das wertet auf keinen Fall das ganze Kapitel bzw. den ganzen OS ab, dass sie nicht dabei ist. Aber so ein epischer, wenn auch kurzer Kampf von Gai mit den vier Kontrahenten, kurz nachdem er für uns diese wunderbare Rede von Zusammenhalt und daraus resultierender Unbesiegbarkeit gehalten hat, hätte zumindest mein Leserherz um einiges höher schlagen lassen.
- Gai möchte Mana wieder in den Armen halten. Jap, das wissen wir, das macht er bei Großvater Kuhouin mehr als deutlich. Allerdings dachte ich, bevor er, wie wir's mal so schön festgelegt haben, zu "Böser Gai" wird, ist ihm absolut klar, dass das nicht geht, weil dafür Inori ihren Kopf hinhalten müsste. Oder nicht? Ich meine, das wird im Anime nicht deutlich, zumindest für mich nicht, deshalb hat darüber bestimmt so ziemlich jeder ne eigene Ansicht. Aber am Anfang von Guilty Past, als Inori fragt: "Wer bin ich?", sagt dein Gai ganz deutlich zu sich selbst: "Nicht Mana!" Wie passt das damit zusammen, dass er Mana wieder in den Armen halten will? Also versteh mich nicht falsch, dass das so nebulös ist, ist nicht deine Schuld, sondern die der Autoren, aber wenn du dich schon damit beschäftigst, dann hätte ich mir doch zumindest dafür eine plausible Erklärung gewünscht. Sollte jenselbige vorhanden sein und ich nur wieder mal auf dem Schlauch stehen, sag mir gerne, wo ich sie finden kann und ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil.

Alles in allem kann ich dir sagen, dass Guilty Past ein gelungenes Projekt war und es mich sehr gefreut hat, eine Erklärung für all die Löcher in der Handlung zu finden, die nun mal offensichtlich vorhanden sind. Da machen wir uns nichts vor, selbst als eingefleischte GC-Fans nicht. Umso besser, dass sich jemand eingehend damit befasst, was es denn mit den unbeantworteten Fragen auf sich hat und sie auf eine Weise beantwortet, die in vielerlei Hinsicht mehr als zufriedenstellend ist.

Dein letztes Kapitel hätte gut und gerne noch genügend Stoff mitgebracht, um über einen solchen Song-OS hinauszugehen. Du hättest z. B. beschreiben können, wie die Mission geplant wurde, was Gai dazu denkt, dass sie jetzt zum vernichtenden Schlag ausholen, indem sie das Genom stehlen, was Inori (die ja weiß, dass sie ein Klon ist), denkt, was denn nun aus ihr wird, wenn Gai die Fähigkeit hat, Mana zurückzuholen... ja, und natürlich, wie denn Gai gedenkt, das Inori-Mana-Problem zu lösen. Klar, vielleicht hat er mittlerweile seine Meinung geändert, im Sinne von, wenn Inori erstmal nicht mehr da ist, kann es ihr ja eh egal sein und Mana ohne Virus wird garantiert wieder die Alte werden. Aber das hätte ich, ganz davon abgesehen, dass ich ihm eine solche Denkweise nicht zutraue, dann schon noch gerne gewusst.

So, jetzt habe ich das Gefühl, mehr gemeckert zu haben, als eigentlich aus meiner Sicht nötig. Falls ich mich irgendwie im Ton vergriffen haben sollte, nicht sachbezogen war oder sonst irgendwas nicht gepasst hat, sag's mir bitte und sorry im Voraus, denn das möchte ich nicht. Ich freue mich, dass Guilty Past abgeschlossen wurde und bin gespannt auf den weiteren Verlauf von Guilty Fate und alle sonstigen weiteren Ideen von dir.

LG, Black

Antwort von Smaraya am 29.05.2016 | 22:03 Uhr
Ein letztes Hallo! in diesem Bereich ^^

"Hey, ihr Todgeweihten" sagt Gai wortwörtlich in der deutschen Synchro ^^ Ich übersetzte ja eigentlich immer die Englischen Subs, aber ich hab einfach keine Übersetzung für "deceased fellows" gefunden, die genau das ausdrückte, was Gai meiner Meinung nach meinte. Da kommt "Todgeweihte" einfach noch am nächsten hin. Aber falls dir was einfällt, immer her damit =D

Eher-nicht-so-toll:

- Ich hab die Prügelszene aus mehreren Gründen weggelassen (auch wenn sie mir total Spaß gemacht hätte zu schreiben *-*):
1. Es wäre eine reine Nacherzählung/Beschreibung geworden. Kein eigener Inhalt, keine weitere Handlung, einfach nur das, was die Leser eh schon kennen. Mal davon abgesehen, dass es auf ff.de gar nicht erlaubt ist, hätte es mir so auch nicht zugesagt.
2. Der Schluss wäre dann irgendwie ausgelaufen ... ohne Höhepunkt, ohne grandiose/epische Gedanken o.ä., das wollte ich unbedingt verhindern. Ich hätte Gais (zornig/enttäuschten/missbilligenden) Blick auf Shu am Ende des Kampfes dafür verwenden können, aber dazwischen plappert ja Tsugumi noch mit Shu und entreißt ihm Fyu-Neru und das hätte ich kaum auslassen können. Und eine Erwähnung dessen hätte die epische Szene schon wieder zerstört >_<
3. Ich wollte unbedingt mit Gais ersten Worten (des Animes) aufhören =D A la DER PERFEKTE ANSCHLUSS ^^ Und nach diesem Satz wusste einfach jeder Fan, was jetzt kommen würde.

- Ach je, da is mir glatt ein Anschlussfehler zu meiner eigenen, innergeschichtlichen Logik passiert, wie's aussieht o_ô Richtig, wir hatten uns da lange über die Gai-Mana-Beziehung unterhalten und kamen - korrigier mich, wenn ich mich irre - zu dem Schluss, dass der Anime diesbezüglich in sich unlogisch ist. Hab mir ja das Japanische extra wortwörtlich übersetzen lassen damals, um sicherzugehen, dass Gai wirklich "in den Armen halten" verwendet =D =D =D Aber du hast recht, es passt nicht ganz mit meinem ersten Kapitel zusammen, das ich schon gar nicht mehr so präsent hatte xD Ich überleg mir, ob ich das Problem irgendwie lösen kann, aber wrs. entscheide ich mich für die simple Form der Überarbeitung und hau diesen Mana-Satz einfach raus / schreibe ihn so um, dass er neutral und unverfänglich wird ^^ Ich schlaf mal ne Nacht drüber.

Wirklich-super:

- Haha, freut mich sehr, dass dir der Hinterhof und Shu und und und gefallen, aber das ist nicht auf meinem Mist gewachsen, ich hab das nur so übernommen xD Allerdings die Kreation der Anspannung ist mein Verdienst - zumindest aus Sicht von Funeral Parlor, die im Anime ja gar nicht gezeigt wird *stolz in die brust werfe* xD Mir war besonders wichtig, zu zeigen, dass Gai wirklich wütend auf Shu und sein Verhalten ist und nicht nur einfach der ernste, coole Anführer. Immerhin geht er ja ziemlich grob mit Shu um in den folgenden Minuten bzw. am Anfang der zweiten Folge, nachdem Shu sich das Genom gekrallt hat (natürlich aus Versehen ... und so ... xD Aber der wahre König kommt immer irgendwie zu seiner Krone ;-) (Hör grad die ganze Zeit Basileus und hab lauter Königs-Metaphern und -Vergleiche im Kopf, schrecklich xD Aber so ein episches Lied *-*)).

- Loooooool - "sehr höflich mitteilt" - da hab ich mich auch weggeschmissen und tu es noch xD Aber genau das tut Shu und genau so sieht es Gai xD Eigentlich wollte ich irgendwo noch den Halbsatz unterbringen, dass Gai es ihm hoch anrechnet, dass er Fyu-Neru so sehr verteidigt, aber ... Die Enttäuschung über ihn hätte v.a. in dieser Situation und nach den ganzen Ereignissen einfach sicherlich überwogen, weshalb ich es dann rausgelassen habe. Der Leser/Zuschauer weiß ja aus dem Anime, dass Shu für seine Verhältnisse *hust* sehr uneigennützig handelt, da man alles aus seiner Perspektive wahrnimmt, das muss genügen.

Du hast recht, solche Dinge hätte ich im letzten Kapitel noch unterbringen können. Geplant war, auch etwas früher anzufangen (Gai erfährt von dem Genom und sie planen, es zu stehlen und für ihre (bzw. seine natürlich ;D) Zwecke zu nutzen. Inori will dann unbedingt diejenige sein, die sich reinschleicht, weil sie die ganzen Dinge erst ins Rollen gebracht hat. Und falls sie erwischt/getötet wird, ist die ganzen Mana-Auferstehungssache eh erstmal vom Tisch, also wäre das fast die perfekte Lösung, wenn auch extrem riskant ... Alles auf eine Karte gesetzt sozusagen. Und dann wäre die ganze Stehlen-Sache geskippt worden (ich erzähl ja aus Gais Sicht, der kann also nicht wissen, was in der GHQ vor sich ging) uuund dann käme der Oneshot.) Also noch ziemlich viel Blabla, ich glaub, es ist nicht allzuviel verloren gegangen.

Dann danke für dein ausführliches Review (*hüpf, quietsch, freu*) und bis wohl bald wieder bei Guilty Fate! ^^
Liebe Grüße
~ Smara ~
Spades (anonymer Benutzer)
24.11.2015 | 21:14 Uhr
Schönen guten Abend!

Bevor ich zu den beiden neuen Kapiteln komme, wollte ich mich noch mal zu deinen Antworten auf die vorigen Reviews äußern. Soweit die Dinge, die da stehen, noch aktuell sind. Also:

Hihi, wenn ich so darüber nachdenke, kann ich mir das bestens vorstellen, dass es viele gute Überschriften gegeben hätte. Auch, wenn mir jetzt spontan nichts einfällt, was du vielleicht genommen hättest. Ganz egal, du hast dich für die richtige entschieden, das kann ich dir sagen.
Wie gesagt, allein schon der Titel, wie auch das Ende, lassen Spannung aufkommen, selbst, wenn man den Ausgang des Ganzen eigentlich kennt. Aber wie schon gesagt, dafür hast du Lob verdient

FP ist in Ordnung als Abkürzung, passt. Ja natürlich bin ich mir dieser Utopie bewusst, ich dachte, ich hätte klar gemacht, dass das eine rhetorische Frage war, da ich ja noch dahinter geschrieben habe: „Weil das ja alles nicht geht etc.“
Deine Gedanken dazu finde ich aber trotzdem schön, besonders, weil du damit auch Ayase und Tsugumi als Charaktere darstellst, denen Gai durchaus soweit vertrauen würde, dass er ihnen auch das Schlimmste von sich offenbaren würde. Denn für mich sah es so aus, als wollten die Autoren gerade Ayase als glänzendes Beispiel für diejenigen darstellen, die von Gai veblendet sind und denen später die Augen aufgehen. Wobei ich das auch nicht so sehe, das weißt du ja. Ich war niemals bereit auf diesen Böser-Gai-der-alle-manipuliert-und-nur-auf-seinen-eigenen-Vorteil-bedacht-ist-Zug aufzuspringen und ich bin jedes Mal wieder froh, wenn sich dazu jemand in ähnlicher Weise äußert bzw. das in seinen FFs kundtut.

Aha, da haben wir ja das Problem mit dem Impfstoff. Ich bin mir nicht mehr sicher, ich glaube, in der deutschen Synchro ist das komplett verloren gegangen, was natürlich wieder mal der Oberhammer ist. Hm, ja, „vaccine“ ist normalerweise Impfstoff, vielleicht ist da auch schon bei den Untertiteln was falsch gelaufen.
Ich hätte jetzt ne Idee: Es gibt doch gegen das Ebola-Virus eine Art Medikament, das man bekommen kann und dass dann mal wirkt und mal nicht, je nachdem, wie stark die eigene Immunabwehr ist und wie viel Zellmaterial schon befallen ist. Vielleicht gibt’s das auch fürs Apocalypse-Virus?
Dann müsste man sich nur irgendeinen kreativen Namen dafür ausdenken, den Shibungi dann gleich an Stelle des Wortes „Impfstoff“ nennen kann und dann kann die Erzählstimme kurz erläutern, was gemeint ist. Denn die beiden reden a) selbst nicht viel und b) wäre es unnötig, nochmal zu sagen, was für ein Zeug das denn sei, da sie es ja schließlich beide wissen.

Ich hab’s schon vorhergesehen. Aus dem Grund, dass gerade in Actionfilmen und auch Animes mit Actionelementen – wie eben GC ohne Frage einer ist – genau diese Wortwahl immer getroffen wird, wenn es um jemanden geht, dem man mit gemischten Gefühlen gegenübersteht. Weil man ihn länger nicht gesehen hat, weil man mit ihm vielleicht mal im Clinch lag, weil man aber doch weiß, dass man sich auf ihn verlassen kann. Aus welchem Grund auch immer, letztlich kann das auch daran liegen, dass Person XY erpressbar ist.
So und nachdem ich das schnell durchgerattert hatte, fiel mir nur Haruka als mögliche „alte Freundin“ ein.
Damit hätten wir auch den Punkt abgearbeitet, ob ich denn daran gedacht hätte, dass Gai und Haruka sich schon länger kennen. So viele Wissenslücken ich bzgl. GC auch habe, wenn ich das übersehen würde, wäre das schon ziemlich schwach.

Das kann ich mir vorstellen, dass der Bericht lange gedauert hat. An so was verzweifel ich auch regelmäßig und könnte mir dann jedes Mal in den Hintern treten, dass ich mir das überhaupt aufhalse.
Aber am Ende ist man dann doch erleichtert, wenn’s gut geworden ist, stimmt’s? Jedenfalls ist, soweit ich das beurteilen kann, alles richtig geworden. Hatte Genetik ja in der Schule und auch kurz noch mal im Studium, deswegen denke ich, kann ich das beurteilen. Wie schon mal gesagt, bei einer GC-Fanfiction kann man auch so vieles pseudowissenschaftlich erklären, das macht es in mancher Hinsicht leichter.
Wie gesagt, ich fand ihn gut. Besonders, nachdem Haruka den letzten Satz wieder gelöscht hat.
Und deshalb schließe ich gnädig die Fluchttür hinter dir und lächle den beiden GHQ-Soldaten, die mir da gegenüberstehen und nach dir suchen, freundlich mit gezogener Waffe entgegen^^
Nein, kein Ding, ich fand das völlig in Ordnung, Shuichiro wäre an dieser Stelle gar nicht nötig gewesen. Selbst, wenn es natürlich realistisch wäre, dass sie auch darüber nachdenkt, man kann auch sämtliche Themen totreden (bzw. totschreiben). Wie ihre Beziehung zu Kurosu beschrieben wurde, war gefühlvoll und schmerzlich und genau richtig.

Hm, ich musste gerade darüber nachdenken. Sorgen um Harukas Loyaliät… na gut, eigentlich allein schon deswegen nicht, weil sie, sofern alle Stricke reißen, zumindest noch erpressbar wäre. Schließlich stellt sie sich gegen die GHQ. Also können wir das ad acta legen, das passt.
Hihi, Sidekick-Gags liebe ich, gerade wenn die Sidekicks versuchen, sich doch noch einen Teil ihrer nicht vorhandenen Beachtung im Schatten des Superhelden zurückzuholen. Hab das jetzt gerade eben erst wieder gelesen, da muss ich noch mal drüber gucken über die geänderte Stelle. Bitte, gern geschehen, das mit der Idee.

Hmmmmm, ich fürchte, du hast mich überzeugt. Wahrscheinlich hab ich in diesem Moment einfach nicht geradlinig genug gedacht. Ich habe mir eben überlegt, was es denn für jemanden wie Tsugumi zu bedeuten haben könnte, wenn sie liest, dass Gai sich mit so jemandem in einem Café VERABREDEN möchte!
Da würde sie vielleicht fragen, ob etwas Bestimmtes dahintersteht und Gai müsste entweder schweigen oder sich eine ziemlich gute Ausrede einfallen lassen. Wahrscheinlich eher letzteres, da doch Tsugumi, wie im späteren Kapitel gelesen, selbst gegen ihn sämtliche Wortgefechte gewinnt. Andererseits hast du recht und er besitzt genügend Authorität, um so was direkt zu unterbinden.
Schöner wäre für mich noch die Vorstellung, dass er sie noch bittet, ihm auf seinem Messenger einen Proxy einzurichten (sofern das nicht längst passiert ist) und er die Zeilen dann selbst schreibt. Dann gibt’s eh keine Probleme mehr.

Ahhhh ja, meine Interpretationen wieder. Ich weiß es auch nicht, beides wäre in Ordnung. Gai ist in deiner Vorstellung offenbar ein Genießer, hm? Gut, würde ihm auch stehen. Überhaupt finde ich die Art, wie du ihn darstellst, sehr erfrischend, weil er hier eben so ungeheuer menschlich und doch authoritär gegenüber seinen Leuten auftritt, aber eben trotz aller Probleme, die er immer noch hat, irgendwie losgelöst von dem ganzen Apokalypsen-Gedöns.
Dass Haruka da wie versteinert sitzt und er völlig locker ist, das erkenne ich auch. Aber ich hab’s so verstanden, dass er erst nach ihrem Kuchen greift, nachdem sie ihn „mit dem Stock gereizt“ hat, also im übertragenen Sinne. Als ob das irgendwie die Retourkutsche gewesen wäre, was natürlich lächerlich ist.
Ist ja egal, die Szene ist auf jeden Fall gelungen.

Nee, um die Rasse geht’s nicht, ich kann Gai einfach nicht mit nem Hund gleichsetzen. Das mit dem Reizen ist wieder zu verstehen, das würde auch mit keinem anderen Tier funktionieren. Und ich finds jetzt auch in Ordnung, dass du es so gelassen hast. Ich hätte es wahrscheinlich anders geschrieben, für mich hat ein Hund eben nicht dieses Majestätische, das Gai schon immer hatte, deswegen finde ich’s nicht so ganz passend. Egal, es fügt sich gut in den Fluss der Geschichte ein.

Ich bin gespannt auf deine Erklärung, woher Gai alles weiß. Habe im Anime vergeblich auf eine solche gewartet *grummel*.
Okay, dann keine Ursache bzgl. des Lobs, das hab ich dir gern gegeben, weil ich es auch wirklich so empfinde. Und schön, wenn man damit jemandem eine Freude machen kann. Das freut einen selbst doch gleich sehr.

Dann jetzt noch zur nächsten Review-Antwort:

Keine Ursache, gern geschehen. Ich hab auch so meine Lieblingswörter, hast du bestimmt schon gemerkt.
Für mich hat Gai jede Menge Humor. Und ich glaube, es könnte ihm ziemlich Spaß machen, jemanden mal so richtig auflaufen zu lassen (à la: Hey Neuling, hol mir mal die Wasserstrahlbiegezange aus dem Keller!)
Allerdings schätze ich ihn so ein, dass er das nur machen würde, wenn sich jemand zuvor als der Größte aufgespielt hat, um den mal wieder ein bisschen auf den Teppich zu holen. Was meinst du?
Ihn laut lachen zu lassen sollte trotzdem eine Ausnahme bleiben, da hast du recht. Ihm steht auch nicht jede Art von Witzen, da muss man echt vorsichtig sein. Ist eine Gratwanderung, wie so manches bei ihm (wenn man ihn beschreibt, meine ich), aber gerade das macht es ja auch spannend.

Ähm, wann begutachtet er den Infusionsbeutel? Kommt das in der ersten Bluttransfussionsszene und wurde im Deutschen weggelassen oder irgendwann später? Egal, diesmal hab ich also nicht zu wild ruminterpretiert, das ist doch was^^
Und selbst wenn, dazu sind Geschichten ja da, dass man viele verschiedene Dinge in ihnen sehen kann. Aber wenn du dir wirklich nichts dabei gedacht hättest, dann hättest du nichts von einem Blutstropfen schreiben dürfen, der sich aus der Einstichstelle QUÄLT! Das ist ein eindeutig motivierendes Verb, das etwas zusätzlich dazu ausdrückt, dass da etwas Blut mit rauskommt, weil er offensichtlich die Nadel zu schnell rausgezogen hat (normalerweise darf das nämlich nicht passieren).
Deswegen finde ich jetzt die Interpretation gar nicht mal soweit hergeholt. Klar ist jedenfalls, dass alles genutzt wurde bzw. genutzt werden sollte, das war ganz richtig so.

Das macht Sinn, ich frage mich eben trotzdem noch, warum Gais Infusion so lange dauert. Vielleicht, weil das Stück für Stück gegeben werden muss, schließlich hätte Gai eigentlich genug Blut im Körper. Direkte Transfusion geht ja, wenn jemand hohen Blutverlust hat und deswegen sofort Volumen nachgegeben werden muss. Nur ist das bei Gai ja nicht der Fall.
Dann ist das wohl des Rätsels Lösung. Wenn da wirklich noch Medikamente beigemischt wurden, würde ich das einfügen. Ich kann es mir schwer vorstellen, um ehrlich zu sein, die hätten sie doch sonst auch vorher schon ausprobieren können.

Also hab ichs richtig verstanden. Na gut, wenn du das so begründest, dann kann es gehen. Ich hätt’s an ihrer Stelle trotzdem gleich nachts gemacht, aber das können sie ja, wie schon gesagt, immer noch. Decke über den Ständer, das war mir klar. Ich dachte nur, sie könnten die Tür auch dann abschließen, wenn sie rausgehen, da könnte man sich das sparen. Wer nämlich besonders aufmerksam ist, der wundert sich über eine Decke überm Kleiderständer genauso. Egal, das ist jetzt wirklich pipifax, das würde ich nicht mehr ändern.

Ach ja und der (nicht) gute Yuu:
Okay, das erklärt alles. Das sind diese versteckten Szenen, an die ich mich NATÜRLICH nicht mehr erinnere (mein armer Hintern wird heute ganz schön von eigenen Tritten massiert)!
Richtig, das hab ich jetzt neulich beim Recherchieren auch wieder rausgefunden. „Endlich zeigst du dich“ – das ist sehr eindeutig. Erklärt natürlich umso mehr, wieso Gai bescheid weiß. Und der arme Shu ist der Einzige, der völlig im Dunkeln tappt, ich würde mir da ehrlich gesagt ein bisschen sehr verarscht vorkommen.

Na, ich würde fast sagen, so grundlegend sind diese Ansichten gar nicht. Ich hab’s so verstanden, dass Mana der Schatz, das Juwel der Da’ath, also von Yuu ist. Aber dass der notfalls trotzdem über sie bestimmen kann. Jetzt ist die Frage: Wenn er doch fast gottgleich ist, warum ernennt er sich dann nicht einfach selbst zum König?
Das würde ich ihm ohne weiteres zutrauen, ergo muss er trotz allem irgendein Defizit haben, das ihn wieder auf die Stufe mit den Menschen stellt. Und deshalb ist es eine Art Wechselwirkung, er verehrt Mana und akzeptiert sie als Königin der Menschen, wie du schon richtig sagst. Andererseits muss er ihre Entscheidungen akzeptieren, weil er auf sie angewiesen ist. Würde sie nicht mitspielen, hätte er ein Problem. Also muss er sie bei Laune halten/sie manipulieren/was auch immer. Ist so ein bisschen forced compliance (erzwungene freiwillige Zustimmung), allerdings auf keinen Fall ausschließlich.
Yuu ist für mich der oberste Drahtzieher des Ganzen, aber er braucht eben ganz unbedingt Mana für seine Pläne, also hat auch er nicht alle Freiheiten dieser Welt.

Ich denke auch, dass „Gai“ gewissermaßen sein „bürgerlicher Name“ ist, habe es mir selbst aber so zusammengedacht, dass sie ihn alle gerne Triton genannt haben. Einerseits, weil das schön klang und sie Mana eine Freude machen wollten, andererseits, weil das vielleicht auch vereitelt hat, dass Shuichiro ihnen draufgekommen ist, wo Gai jetzt ist. Schließlich war der bestimmt nicht begeistert davon, dass einer seiner Jungs ausgebrochen ist, warum wohl sollte er nie versucht haben, ihn zurückzuholen? Nicht jetzt unbedingt deswegen, weil er ihn auf Biegen und Brechen zu Adam machen wollte – sondern weil’s doch ziemlich geschäftsschädigend gewesen wäre, hätte Gai über seine Erlebnisse im Versuchslabor ausgepackt oder nicht? Gegenüber anderen Kindern, die das dann an ihre Eltern weitertratschen. Sie waren jetzt ja wohl nicht die einzigen Bewohner von Oshima.
Warum wohl hat Haruka das nicht gemeldet, sie wusste ja wohl, woher Gai kam. Ich sag dir, warum: Sie hat plötzlich Skrupel bekommen, deswegen unterwandert sie doch die GHQ (oder hab ich da wieder was übersehen?). Wahrscheinlich hat der kleine Gai damals einen Ausweis besessen (weil nun mal jeder einen Ausweis besitzen muss), in dem dieser Name auch stand, aber genannt wurde er von allen Seiten Triton. Ob als Spitzname oder um etwas zu verschleiern, das kann sich denke ich jeder selbst überlegen.

Ich bin gespannt auf deine Yuu-Geschichte. Finde das nämlich ebenfalls und hab deshalb mit Yuu die größten Probleme. Ich hätte mich gefreut, hätte ich ihn einfach ausklammern können, was aber nicht geht, da er nun mal der Superböse in dieser Geschichte ist – zumindest für mich stellt sich das so dar.
Das weiß ich alles, dass du das so machst. Na und? Du hangelst dich an Fakten entlang. Du achtest sehr genau auf die Fakten. Das ist gut so, nichts anderes sollte man tun bei einer FF, die sich nah an der Handlung orientiert. Sonst kommt am Ende Quatsch mit Soße dabei raus. Das war ein Kompliment an dich und das kannst du gerne so annehmen.

Ja, das mit FP ist wirklich Auslegungssache. Weiß man denn, was Shibungi eigentlich in Afrika zu suchen hatte, wenn er doch selbst Japaner war? Wenn er dort Soldat war, wie hatte er dann die Zeit, sich einfach mal eben einen Kindersoldaten unter den Arm zu klemmen und ihn fertig auszubilden? Auch wieder so eine Sache, die man sich zusammenfantasieren muss. Vielleicht hatte Shibungi das vor und es ist nicht alles glatt gelaufen, so, wie er sich das gedacht hat. Ist immer so ne Sache, selbst tätig zu werden. Wo kriegt man seine Leute her? Wem kann man vertrauen? Aber ist ja egal, ich finde es gut, wie du es gelöst hat, aber ich bin mit meiner Lösung auch zufrieden. Passt doch.

Das Problem mit Ayase hast du jetzt ja sehr galant gelöst ;-)
Oh wow, ich fühle mich geschmeichelt, dass du mich nach meiner Meinung fragst. Also ausgeschmückte Texte finde ich persönlich sehr schön, selbst, wenn die gerne mal Gefahr laufen, zu ausführlich zu werden, sodass in ihnen keine Handlung mehr stattfindet. Das nervt. Da muss ich auch immer aufpassen.
Trotzdem ist es einfach mein Markenzeichen und ganz verlieren werde/möchte ich das auch nie.

Was deine Schreibart angeht: Du musst dir eben überlegen, was genau du in deine Kapitel reinhaben möchtest. Was fühlen deine Charaktere, was denken sie, was passiert? Was ist wichtig, um die Handlung voranzubringen und was macht es dem Leser leichter, sich in die Charaktere hineinzudenken, würde ihn vielleicht schocken, zum Lachen bringen, ihn traurig machen oder vor Wut mit beiden Fäusten auf den Tisch hauen lassen.
Deine knackigen Kapitel lesen sich sehr angenehm, trotzdem glaube ich, dass du sehr schön beschreiben könntest, wie jemanden z. B. vor Angst die Pumpe geht oder wie jemand so dermaßen erleichtert ist, dass er nicht mehr weiß, ob er lachen oder weinen soll.
Wenn du das Gefühl hast, das sei an dieser oder jener Stelle vielleicht angebracht, dann bringe es rein, aber mach es nicht zu häufig. Ich glaube, du hast deinen Stil schon gefunden, den durch so was zu crashen, weil man denkt, es müsste sein, geht meistens nach hinten los. Was bei mir immer gut funktioniert ist, dass ich meinen eigenen Text noch mal lese und dabei darauf achte, ob sich bei mir gefühlsmäßig irgendwas regt.
Ist natürlich verzerrt, weil man den eigenen Text ja kennt. Aber wenn man zumindest so tut, als kenne man ihn nicht, funktioniert das meist recht gut.
Kommt ja auch immer drauf an, was für eine Art Geschichte/Kapitel das ist. In einer actiongeladenen Szene kommt es nicht sonderlich gut, ständig das Aussehen sämtlicher Angreifer zu beschreiben oder sie daran denken zu lassen, dass sie jetzt eigentlich alle lieber beim Schachtelwirt wären. Da ist Handlung und kurzes, knackiges Beschreiben nötig.
In einer sehr gefühlsbetonten Szene wie z. B. der mit Ayase, die versucht, ihr beklopptes Foto da oben umzudrehen, kommt eine ausführliche Beschreibung sehr gut, da sich hier alles auf die eine Szene konzentriert und die Handlung auch gerne mal stillstehen darf.

Also kurz und gut: Wenn du so etwas ab und zu einflechtest, würde das bestimmt ein schönes Gesamtbild abgeben. Aber sei sparsam damit. Denn eigentlich ist das Kurze und Knackige dein Ding, also solltest auch hauptsächlich damit arbeiten.

So und weil dieses Review übertrieben lang ist, werde ich zu den beiden neuen Kapiteln noch mal gesondert was schreiben. Sorry wegen der Zutexterei.

LG

Antwort von Smaraya am 25.11.2015 | 13:15 Uhr
Guten Mittag! ^^

Ich sehe es schon so, dass es von den Autoren GEWOLLT ist, dass Ayase sich getäuscht fühlt und ihr später die Augen aufgehen. Es kommt meines Wissens auch nicht vor, dass sie nochmal irgendwann Mitleid für Gai empfände. So fragt sie z.B. ja Shu, ob er es schaffen würde, Gai zu töten, wenn er ihm gegenüberstünde, und er bejaht. Aber nur, weil Gai diesen "Bösewicht" verkörpern und andere damit täuschen MÖCHTE, heißt das ja noch lange nicht, dass er einer ist ;-)
Ich werd mir mal die deutsche Synchro antun und gucken, wie die "vaccine" übersetzen. Ansonsten denk ich mir was aus, wie du vorgeschlagen hast. Danke für die Idee!
"Damit hätten wir auch den Punkt abgearbeitet, ob ich denn daran gedacht hätte, dass Gai und Haruka sich schon länger kennen. " --> Das war von mir unglücklich formuliert. Natürlich kennen sie sich schon, als Mana und Shu ihren Triton bei ihr angeschleppt haben und dir zu unterstellen, dass du das nicht mehr wüsstest, war nicht meine Absicht. Ich meinte damit, dass sie sich zwischen dem Lost Christmas und dem "wir zeigen uns jetzt als FP in der Öffentlichkeit" schonmal getroffen und sozuwagen kooperiert haben. Das ist nämlich meine freie Erfindung und wird im Anime nicht gezeigt/erwähnt. Hab mir natürlich trotzdem ein paar Hinweise, die so gedeutet werden könnten, rausgepickt ^^
"Und deshalb schließe ich gnädig die Fluchttür hinter dir und lächle den beiden GHQ-Soldaten, die mir da gegenüberstehen und nach dir suchen, freundlich mit gezogener Waffe entgegen^^ " Hahaha, vielen lieben Dank!! =D
Bzgl. des Gai-Hund-Vergleichs ... Ich hab mir da jetzt schon mehrmals den Kopf darüber zerbrochen und man kann echt für beide Seiten gute Argumente finden. Majestätisch ist der Vergleich nicht, stimmt, und ein Löwe würde zu Gais blonder Mähne und majestätischer Autorität sicher am besten passen (v.a. da sie als Anführer die Arbeit von anderen machen lassen ;-) ~ fieser Sidekick gegen Böser-Gai ~). Aber genau in der Szene verliert er ja die Fassung und ist wild und nicht mehr majestätisch und zusammen mit dem Gereizt-Werden find ich den Hund dann doch ok. Also ich lass es so.

"Hey Neuling, hol mir mal die Wasserstrahlbiegezange aus dem Keller!" --> LOOOOOOL xD Aber nein, ich glaube nicht, dass Gai das machen würde ^^ Denn Neulingen gegenüber wäre er sicher nicht "fies" gegenüber, sondern eher ... kurz angebunden und autoritär in einem anführerischen Sinne. So wie er es mit Shu gemacht hat: "Lern diese 105 Pläne in 3 Tagen auswendig so wie alle anderen auch", "besteh diese Prüfung, sonst kannst du kein Mitglied sein", "Jetzt bist du tot, Ouma Shu. Trete mir nie wieder unter die Augen."). Deine Art von Gai würde eher auf ... Tsugumi passen, wenn sie ein Helferchen hätte, glaub ich =D Woah das wär lustig, vllt lässt sich damit noch was machen *im hinterkopf behalte*
Gai beobachtet nie im Anime den Infusionsbeutel. Genauso wie die erste Infusion nie gezeigt wird. Darum hab ich ja das Kapitel geschrieben, um zu erklären, wie es dazu kam o_ô
Wie genau das mit der Bluttransfusion vonstatten geht, hätte ich komplett weggelassen. Dafür kenne ich mich erstens zu wenig damit aus, zweitens ist es mir die Recherchearbeit nicht wert und drittens ist es sicher nicht sehr interessant für den Leser, wenn ich ihm eine Erklärung für etwas gebe, über das er sich wrs. eh keine Gedanken gemacht hätte.
Jep, ich werd die Stelle noch irgendwie und irgendwann ändern, dass sie es wrs. nachts machen. Die Decke finde ich trotzdem logisch, da sicher jemand mal reinkommt, während Gai im Zimmer sitzt und arbeitet.
"Wenn er doch fast gottgleich ist, warum ernennt er sich dann nicht einfach selbst zum König? " Oh ja, die Fragen aller Fragen ... Aber darauf hab ich schon ne halbe Antwort xD
"Sie hat plötzlich Skrupel bekommen, deswegen unterwandert sie doch die GHQ (oder hab ich da wieder was übersehen?). " Dass Haruka die GHQ unterwandert, ist wieder alles meinen Hirnwindungen entsprungen. Aufbauend auf den Tatsachen, dass sie Shu beschützen möchte, ihrem verstorbenen Gatten zuliebe, und sie genug Verstand und Seele hat, um zu erkennen, dass die GHQ grausam und unmenschlich ist. Außerdem hilft sie ohne größem Zögern am Ende der ersten Staffel Inori (und Gai), ihren Gesang mittels des Turms über ganz Tokyo zu verbreiten. Da sie das nie erklärt bekommen hat, muss das fast schon geplant gewesen sein auf irgendeine Art und Weise. Damit setz ich mich in meinem nächsten/letzten Kapitel grob auseinander. Vielleicht. Wahrscheinlich. Wenn es passt. xD
Was Shibungi in Afrika zu suchen hatte, ist leider nicht bekannt. Ich finde, wenn man solchen Satz schon in den Anime packt, hätte man wenigstens noch ein paar erklärende Sätze drumrum drapieren könne, aber neeeein ... -_-

Wie wäre es, wenn du mir Stellen aufzeigst, die ich noch ausschmückten könnte, und ich dir Stellen, die du kürzen kannst? xD
Ich hab knackige Kapitel - du bringst es auf den Punkt, das Adjektiv ist echt gut. Viel Handlung in wenigen Worten. Kurz und knackig. Das ist mein Ding xD Aber ich seh natürlich auch die Schwachpunkte dahinter, die du schön erkannt hast. Ich versuch, gerade starke Gefühle noch mehr zu beschreiben, das ist ein guter Hinweis, danke!! Es bricht einfach immer wieder die Kurzgeschichten-Autorin aus mir durch, die am Ende jedes Wort zusammenkürzt, was nicht von grundlegender Bedeutung für den Text ist. Das ist in längeren Geschichten eher unpraktisch x)

Danke für die ausführliche Antwort =) V.a. deine Schreibtipps am Ende waren grandios, ich werde sie beherzigen.
Grüße
~ Smara ~
Spades (anonymer Benutzer)
20.11.2015 | 22:40 Uhr
Und gleich mal weiter, weil’s so schön war. Diesmal habe ich das Review zweigeteilt, einmal in Anmerkungen zu Textstellen, die mir beim Lesen aufgefallen sind und dann noch mal in allgemeinen Text dazu. Also hier einmal:

Gai begann nun am ganzen Körper zu zittern. Er sehnte sich mit jeder Faser seines Körpers danach, dass diese Person verschwand. -> Wortwiederholung bei „Körper“. Das kannst du aber anders lösen, da gibt’s viele Möglichkeiten.

Er umschlang mit den Armen seinen Oberkörper, als ob er sich an etwas festhalten müsste, um nicht in den Strudel der Erinnerungen eingesogen zu werden. Er war aus dem Labor geflohen, aber nicht der Hölle entkommen. -> Schöne und treffende Formulierung, super! Deutet sowohl auf das Trauma hin, das Gai davon zurückbehalten hat, als auch auf das drohende Unheil, das ihm, Mana und Shu noch widerfahren wird. Und natürlich die Virusinfektion. Alles Dinge, die ihm noch nachhängen.

Gai warf eine Decke über den Kleiderständer, an dem sie die Infusion befestigt hatten, dann folgte er ihr nach. -> „An dem sie den Infusionsbeutel befestigt hatten“ fände ich hier treffender. Die Infusion ist schließlich vor allem der Vorgang bzw. das, was in den Körper reinkommt.

Er hatte vor nun bald fünf Jahren versucht, Shibungi während des Krieges in Afrika zu töten, und war kläglich daran gescheitert. Doch statt den jungen Kindersoldaten einfach zu töten… -> Wortwiederholung. Entweder du schreibst das ein bisschen anders, oder du ersetzt das eine „töten“ durch „umbringen“. Oder du schreibst: Doch statt den Kindersoldaten seinerseits zu töten/umzubringen…
Übrigens, dass ein Kindersoldat jung ist, versteht sich von selbst. Wenn du hier ein Adjektiv reinhaben möchtest, würde ich ein anderes nehmen, da gibt’s einige, die auch auf Gai passen würden.

Shibungis Void hätte sicher die Form eines Schachbretts. -> In der Tat, das wäre möglich. Schöne Idee;-)

„Hast du ihnen das mit exakt diesen Worten angeboten?“, hakte Gai mit hochgezogenen Augenbrauen nach und konnte sich beim Anblick ihres perplexen Gesichtsausdrucks ein lautes Lachen nicht verkneifen. -> Du lässt Gai laut lachen, DANKE! Ich hatte immer Schwierigkeiten damit, weil ich Angst hatte, das wäre out of character. Doch ich selbst finde es nicht und ich bin sehr wohl der Meinung, dass Gai eine Menge Spaß haben und Freude empfinden kann. Das alles ist nur sehr tief in ihm vergraben und wann immer es zum Vorschein kommt, ist es ein kostbarer Moment.

und zweimal:

Das ist ja nun mehr oder minder ein Hinhaltekapitel, in dem nicht so viel passiert, man aber trotzdem viel erfährt. Ein einzelner Blutstropfen quälte sich aus der Einstichstelle – das hast du absichtlich so geschrieben oder? Um noch mal zu untermalen, dass die Situation qualvoll ist, nicht wahr. So hab ich es zumindest verstanden.
Zu der Sache mit der Bluttransfusion hab ich mich bereits geäußert, es ist schön zu sehen, dass sie offensichtlich wirkt und dass Inori sich so rührend um Gai kümmert, die ganze Zeit über bei ihm bleibt. Habe ich das also richtig verstanden, dass sie ihr das Blut vorher abgezapft haben?

Ist selbstverständlich, also braucht man es eigentlich auch nicht mehr reinschreiben. Ich dachte nur, wenn ich schon die Möglichkeit habe, frag ich noch mal ganz dumm. Im Anime bin ich davon ausgegangen, dass sie das auf direktem Wege machen, also Inori und Gai beide nen Zugang gelegt bekommen und dann ihr Blut darüber rüber fließt in seinen Körper. Was dagegen spricht, ist, dass nur seine Körperfunktionen überwacht werden, er im Bett liegt und sie ganz gechillt auf dem Stuhl daneben sitzt. Nee, das wäre ziemlich riskant und irgendwie auch ungerecht. Machen wir nicht. Also hat sie das Blut vorher abgezapft bekommen.

Wieso eigentlich dauert das mehrere Stunden? Er bekommt doch einfach nur das Blut von ihr in seine Adern und soweit ich weiß, darf man einem Menschen allerhöchstens einen halben Liter Blut auf einmal abnehmen, damit er keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen davon trägt. Ich war noch nie beim Blutspenden (schlechtes Gewissen meldet sich, ich sollte mal hingehen), habe aber mitbekommen, dass das so lange nicht dauert. Dauert es dann dagegen über Stunden, jemandem Spenderblut zu verabreichen, ehrlich?

Dass eine normale Dialyse über Stunden dauert, das ist mir bewusst. Aber danach ist man keinesfalls gleich wieder so fit, dass man fröhlich in der Weltgeschichte rumspringen kann. Wenn man das vergleichen würde, hätte Gai erstmal liegen bleiben und pennen müssen. Ob er gewollt hätte oder nicht.
Und noch was: Ich dachte, die machen das mit der Blutwäsche immer nachts? Damit’s nicht auffällt, so kann es doch ganz leicht mal passieren, dass jemand ins Zimmer platzt (deswegen ja auch die Decke über dem Kleiderständer, so, wie ichs verstanden hab).
Gut, wenn du’s jetzt so gemeint hast, dass es hier auch nachts ist und Oogomo eben gerade einen Stützpunkt sichert, dann kann ich mir das durchaus vorstellen. Aber was ansonsten alles los ist: Inori geht zum Schießtraining, Tsugumi bastelt am Endlave rum – das sieht mir sehr nach Tag aus und das wundert mich jetzt doch.
Wäre nicht schwer zu ändern, da kann man einfach einen Zeitsprung einbauen und Inori meinetwegen noch zum Schießtraining gehen lassen, weil sie nicht schlafen kann o. ä.
Aber das Gespräch mit Tsugumi wäre dann am nächsten Tag. Würde ich treffender finden, außer, du sagst, es soll so sein, dass sie das über Tag machen. Dann halt ich mich geschlossen;-)

Ach ja, ist übrigens wieder mal der Hammer, dass Inori in so eine Sache gleich einwilligt. Nein, auch ich hätte nicht mit ihrer Ablehnung gerechnet und trotzdem ist es super, wie sie bereit ist, sich für Gai aufzuopfern und er das zu schätzen weiß.
Das ist eben einfach rührend an Inori.

Die Szene mit Tsugumi ist einfach süß, daran hab ich nichts auszusetzen. Alles wunderbar treffend beschrieben, der Charakter Tsugumi scheint dir sehr leicht zu fallen und ist somit derjenige, der hier den meisten Sonnenschein in die Geschichte bringt. Weiterhin. Super Sache, das gefällt mir. Und wie gesagt, die Vorstellung, Gai schallend lachen zu sehen und zu hören, erfreut mich. Schön, dass wir beide davon überzeugt sind, dass er das kann und zuweilen auch tut.

So und jetzt kommt das Wichtigste eigentlich zum Schluss:
Die Rückblende mit Yuu. Ooooha! Das liefert eine wunderbare Erklärung dafür, warum Mana, abgesehen von ihrer Veränderung durch die Infektion, schon so viel wusste und warum vor allem Gai schon so viel wusste. Ich hab mich damals so aufgeregt, ich dachte mir: „Alter! Alle wissen bescheid, nur Shu nicht, ich glaub, es geht los!“
Aber vor allem konnte ich mir das nicht erklären. Mit dieser Erklärung hier allerdings kann ich mich bestens zufrieden geben, danke dafür.
Ich wäre allerdings davon überzeugt, dass Yuu ihn Triton nimmt. Mana hat ihm schließlich diesen Namen gegeben und so hieß er damals für alle. Da’ath (sowohl ihr Anführer, als auch die Gruppe selbst) erachten Mana als ihre Königin, selbst, wenn uns als Zuschauern/Lesern klar ist, dass Yuu eigentlich die Fäden in der Hand hält. Trotzdem ist er von ihr fasziniert genug, um sich auf sie und ihre Wünsche teilweise einzulassen. Er und seine Gruppe würden also auch ihrem Beispiel folgen und Gai Triton nennen, wenn sie das möchte.
Selbst, wenn Yuu Gai eigentlich aus dem Weg haben möchte.

Ist das übrigens deine Erklärung dafür, wie Gai zu seinem eigentlichen Namen kam? Ich habe mir das so erklärt, dass er den eigentlich wusste, irgendwie aus dem Versuchslabor aufgeschnappt hat. Kann ja passiert sein.
Das war vielleicht sogar der Anstoß: „Ich habe einen Namen, jetzt kann ich fliehen!“
Als ob ein Name einen erst zu einer Person machen würde – im Prinzip macht das Sinn. Jeder braucht einen Namen, denn der Name unterscheidet uns in der Bezeichnung von anderen. Ohne ihn wären wir nur irgendein Mensch. Namen sind im Grunde wie Voids.
Gut, aber dann hatte ja Gai zunächst mal nen Blackout und konnte nicht sagen, wer er ist, weswegen Mana ihm ihrerseits einen Namen gegeben hat. Den er dann auch gerne behalten hat, weil er sie ja so gern hatte. Selbst, als dann alle Erinnerungen wieder hochkamen, ich glaube kaum, dass er die mit Mana und Shu geteilt hat. Das hätte einen zu großen Schatten auf ihr kleines, perfektes Leben geworfen.
Also so denke ich mir das. Aber da hat glaube ich jeder eine andere Interpretation, mal wieder.

Gai ist hier als Kind super beschrieben, man kann sich richtig schön reindenken und er hat diese typischen Kinderallüren (vor Aufregung nicht schlafen können, verborgene, verlassene Orte aufsuchen wollen und die ganz spannend finden). Auch, wie seine Angst beschrieben wird… buuaahhh, man möchte einfach nur in die Situation springen und ihm helfen! Und denkt sich genau wie er: Wo zum Geier bleibt denn Shu, wo ist er, wenn man ihn braucht?
Auch für Shu wäre es wahrscheinlich sehr hilfreich gewesen, Yuu in diesem Moment anzutreffen. Und für Gai noch mehr, weil Shu ihm nämlich den Marsch geblasen hätte.

Yuu ist beängstigend, absolut, das kann man nicht anders sagen. Das ist hier richtig gut dargestellt. Auch, wenn man so etwas nicht sagt, er ist derjenige Charakter, von dem ich wirklich WIRKLICH GEWÜNSCHT HÄTTE, dass er am Ende der Serie stirbt! Oder passiert das doch, ich hab’s jedenfalls nicht mitbekommen. Irgendwie erfährt man gar nicht, wie’s mit ihm weitergeht.

Und jetzt mach ich schon wieder was in der Chronologie falsch, tut mir leid: Wunderschön, wie die Zusammenarbeit und der Zusammenhalt zwischen Shibungi und Gai herausgestellt wird. Wirklich klasse!
Sie haben zusammen Funeral Parlor gegründet – das kam auch nicht so wirklich raus, oder? Das mit dem Kindersoldat wusste ich, aber dass sie die Organisation wirklich bewusst ins Leben gerufen haben?
Nun gut, bestimmt kommt das irgendwo raus. Du arbeitest sehr gründlich, also wirst du das irgendwo her haben.

Auch an dieser Stelle wollte ich schon einmal anmerken, dass das bei mir in der Geschichte nicht so ist. Da ist Undertaker (bei mir heißen sie ja so) nach und nach durch kleine Rebellengruppen entstanden und Gai dazugekommen. Vorher war es dann noch ein recht unorganisierter Haufen, bis Gai, der ständig aufgemuckt hat, zum Anführer erklärt wurde. Eigentlich nur, um ihn loszuwerden, damit er eben bei seiner Aufgabe gründlich versagt und sie ihn stürzen können. Dass er stattdessen die ganze Bande neu strukturieren und ihr wirklich zum Erfolg verhelfen würde, konnte zu dem Zeitpunkt natürlich keiner ahnen. Shibungi hat Gai zwar aus Afrika befreit, aber danach haben sie sich durch unglückliche Umstände… sagen wir… aus den Augen verloren.
Er kommt dann später aber dazu, als er selbst in Not ist und Gai erkennt ihn natürlich wieder, weshalb er sofort aufgenommen und zu seiner rechten Hand ernannt wird.

Ich wollte dich warnen, bevor du drüber stolperst, aber das ist hier jetzt nicht Thema. Die seltsame und doch äußerst innige Beziehung zwischen Gai und Shibungi ist, wie gesagt, toll herausgestellt und irgendwie fast auch schon rührend. Das macht eben noch mal einiges deutlich und hilft beim Verständnis. Freut mich sehr, dass die beiden sich die Hand geben. Das passt, ist nicht übertrieben, sondern ein deutliches Indiz für ihre Freundschaft.
Der Hinweis auf den neuen Endlave-Piloten ist nun aber auch wieder spannend. Ich bin gespannt, wo in deiner Version Gai Ayase her hat.

So, jetzt hab ich aber wirklich alles. Hat mir natürlich auch gefallen, aber bislang bleibt Kapitel 4 mein Favorit. Was für das Gesamtbild der Story nichts heißt, sie ist sehr dicht, bringt viele Facetten mit ein, die Handlung schreitet gut voran, es wird beim Lesen nicht langweilig. Auch die Kapitel haben eine gute Länge.
Ich bin wirklich gespannt, wohin das am Ende führen wird (oder ob es ein Ende geben wird und die Story nicht doch an einer bestimmten Stelle offen bleibt). Wir werden sehen.

Ich freue mich auf weitere Kapitel^^

Antwort von Smaraya am 21.11.2015 | 00:51 Uhr
And hello again!

Die sprachlichen Verbesserungshinweise werden so übernommen / berücksichtigt, danke dir dafür! ("Körper" ist wohl mein Lieblingswort ... xD)
Also Gai laut lachen zu lassen hat mich auch ein bisschen Überwindung gekostet, aber er ist niemand, der keinen Humor hat o_o V.a. in den Szenen mit Arisa lächelt er wahnsinnig viel (ja, lächeln ist nicht gleich lachen, aber trotzdem ^^) und wer weiß, wie Gai früher mal drauf war? ^^ Ist immer meine größte Ausrede bei sowas *gnihihi* Lautes Lachen wird trotzdem bei Gai eine große Ausnahme bleiben.
"Ein einzelner Blutstropfen quälte sich aus der Einstichstelle – das hast du absichtlich so geschrieben oder? Um noch mal zu untermalen, dass die Situation qualvoll ist, nicht wahr. " --> Und da, schon wieder! Eine Interpretation sondergleichen =D Aber ja, diesmal hab ich mir das wirklich absichtlich dabei gedacht. Und auch, dass bis zum letzten Tropfen alles genutzt wurde, auch wenn das nicht richtig rüberkommt, da ich die Szene weggelassen hab, in der er den Infusionsbeutel begutachtet.
Meiner Vorstellung nach hat sie es vorher abgezapft bekommen, da das ja nicht sehr lange dauert. Und Gai's Infusion dauert halt riiiiichtig lange, daher wäre das gleichzeige Austauschen unpraktisch (auch wenn Inori immer bei Gai bleibt <3 Bzw. fast immer, einmal wissen wir ja, geht sie zu Shu). Also ich hab gelesen, dass es lange dauern kann, je nach Infektion. Und vllt mischen sie ja trotzdem noch Medikamente oder sonstwas unter, was auch nochmal länger braucht ... Ich wusste keine andere Erklärung dafür, warum Inori die ganze Nacht bei Gai bleibt / bleiben muss, wie es im Anime auch gesagt wird. Vllt geht es auch schneller und er muss sich danach nur davon erholen? Keine Ahnung, wirklich ^^
"Ich dachte, die machen das mit der Blutwäsche immer nachts?" --> Döm döm döööööm. Erwischt. Bei mir ist es definitv Tag, eben weil so viel los ist in FP. Ich wollte es eigtl. damit begründen, dass Gai es ja so nötig hat und sie es daher umgehend versuchen, aaaaaber ich hab ja selbst geschrieben, dass er GESTERN mit Haruka darüber geredet hat, warum haben sie es also nicht schon gestern gemacht? Ich werd mir was dafür überlegen. Es ist zwar nicht total unsinnig, denn wenn Gai sterben würde, wär's eh egal, wann sie's machen (xD). Wenn nicht, können sie's die nächsten Male ja in die Nacht verschieben, eben aus deinen angeführten Gründen. Decke über den Ständer war nur, damit den niemand sieht, wenn er reinkommt. Wenn aber Gai und Inori im Zimmer sind, ist das Zimmer natürlich abgeschlossen, daher können sie's auch am Tag machen. Nur allzu oft wird das halt auffällig, jup. Aber für den ersten Versuch ...

Nun zu Yuu:
Mana wusste schon so viel, da sie wirklich mit Yuu in Kontakt stand o_o Fiel mir auch erst auf, als ich mal nach gemeinsamen Szenen von den zweien recherchiert habe. Vllt erinnerst du dich noch an die Szene, in der Mana auf nem Hausdach sitzt, die böse Melodie summt und dabei kleine Kristalle über ihren Händen umherschweben. Da steht Yuu hinter ihr! Das kann man aber nur aus der ersten Perspektive sehen, wenn sie noch weit weg ist. Beim Ranzoomen sieht man nur noch sein Bein (oder ihn gar nicht mehr? JEdenfalls unidentifizierbar). Richtig fies versteckte kleine Puzzleteile ^^
Außerdem hatte ich mir gedacht, dass Gai Yuu fast kennen musste. Als Yuu Shu mit Inoris Void töten will Ende der ersten Staffel und Gai sich dazwischenwirft, weiß Gai ja sofort, wer Yuu ist und was er mit Inori vor hat. Woher? Außerdem sagt er zu Yuu: "Endlich zeigst du dich." Das is ziemlich eindeutig für mich o_ô Und überrascht ist er auch nicht, dass er Voids benutzen kann und Portale erschaffen etc etc. Und als Gai wiedergeboren wird, hockt Yuu daneben und labert ihn zu, als würden sie sich schon ewig kennen. Ich glaub, es gibt noch ein paar Stellen, die mich zu der Vermutung verleitet haben, das hier sind nur ein paar. ABER (fettes ABER): Es gibt keine eindeutigen Beweise im Anime darauf, ist also alles aus meiner Feder entstanden.
"Da’ath (sowohl ihr Anführer, als auch die Gruppe selbst) erachten Mana als ihre Königin," --> Okay, wait. Wir haben anscheinend grundlegend verschiedene Ansichten von Yuus/Daaths Verhältnis zu Mana. Für mich ist Yuu schon fast gottgleich, jedenfalls steht er meilenweit ÜBER Mana. Er benutzt sie als Werkzeug, um seine ideale Welt zu erschaffen, sie ist die Königin der Menschen / der Welt, aber nicht von ihm bzw. seinem Clan! Ja, aber berücksichtigt, dass sie Shu auserwählt hat, aber das ist für mich so, als wenn du einer Katze einen Ball hinwirfst, damit sie endlich aufhört zu mauzen, weil sie spielen will (omg, Mana will doch auch dauernd mit Shu spielen! Was für ein creepy Vergleich und Zufall xD xD). Ich hab auch überlegt, ob Yuu ihn Triton oder Gai nennt, aber ich hatte nen guten Grund für Gai, nämlich: Yuu steckte mit Keido unter einer Decke. Und zwar schon seit damals, als dieser und Kurosu das Void-Genom erforscht haben bzw. den Virus. Und Keido war es auch, den Gai als Vater bezeichnet, da er ihn ja zu Adam machen wollte. Daher kannte Yuu wohl auch Gai. (<-- noch so eine Hinweiskette, warum ich es also so interpretiere ^^). Meiner Vorstellung nach hieß Gai schon immer Gai. Als Keido ihn gefunden hat, nannte er ihn schon Gai. Und als er geflohen ist und Mana ihn gefunden hat, konnte er sich erstmal nicht mehr dran erinner, aber die Erinnerung kam wieder. Darum kennt ihn auch Haruka z.B. unter diesem Namen. DAGEGEN spricht, dass Shu Gai vllt erkannt hätte, als er ihn das erste Mal seit Lost Christmas wiedersah. Ok, sein Aussehen hat sich verändert. Ok, es sind viele Jahre vergangen. Ok, er hat seine Erinnerungen tief in sich verschlossen. ABER wenn er Typ auch noch so heißt .. Naja andererseits erinnert er sich ja nichtmal mehr an Mana (obwohl ein Bild von ihr in seinem Wohnzimmer steht, aber hey xD xD xD). Da das, glaube ich, nie im Anime geklärt ist, darf das wohl jeder handhaben, wie er will. Bei mir ist Triton nur der vorübergehende Spitzname für Gai.
Btw: " „Ich habe einen Namen, jetzt kann ich fliehen!“ " --> Genialer Gedanke, das kann natürlich auch sein!
Jep, für mich war es sehr wichtig, dass rüberkommt, dass Gai als Kind einfach viel schüchterner war und sich Shu untergeordnet hat. Hoffe, das ist mir - ohne zu viele Klischees - gelungen.
Mhm, die Sache mit Yuu/Daath ist der einzige Erzählstrang, der von allen Seiten einvernehmlich als Plothole bezeichnet wird. Ich kann's mir nur soweit erklären, dass vllt eine dritte Staffel geplant war, die dann eben nicht kam, weswegen dieses Alienwesen einfach mal total deplaziert im gesamten Handlungsverlauf gewirkt hat. Ich meine, er hat krasse Fähigkeiten, die er einfach so ohne Erklärung hat, und die nutzt er für Ziele, die auch einfach so da sind, und das schafft er mit Mitteln, die einfach so vom Himmel fallen ... Also da ist so gut wie nichts erklärt, sehr schade ja. Aber das wird meine nächste Geschichte *-* Denn wo nicht viel ist, kann viel mehr werden! =D Und wenn du meine Erklärungen zu Daath kennst, wirst du hoffentlich nicht mehr wünschen, dass er besser gestorben wäre ^^
"Du arbeitest sehr gründlich, also wirst du das irgendwo her haben." (bzgl. der Gründung von FP) Woaaahhh Moooment! :O Ich hangle mich an Fakten entlang ja. Aber da, wo die faktische Grundlage fehlt, bastle ich mir was aus Andeutungen zusammen. Und da, wo es nichtmal Andeutungen gibt, denk ich mir selbst was aus, was zumindest keinen Fakten und Andeutungen widerspricht (z.B. Misaki aus dem zweiten Kapitel). Die einzige Stelle (die ich gefunden habe), die mal von Gais Zeit zwischen Lost Christma's "Ich will stärker werden. Auf Wiedersehen" (zu Shu) und "Wo ist das Mädchen, das mit dem Roboter war?" (wieder zu Shu xD Erster Satz an ihn in der ersten Folge) ist die, in der Shibungi mit Gai reden darf, nachdem er Segai im Schach besiegt hat. Ich zitiere Shibungi: "Fünf Jahre zuvor, in der Hölle des Afrikanischen Krieges, sah ich ein Naturtalent im Kindersoldaten, der versuchte, mich zu töten. Seitdem habe ich versucht, dich zum König zu machen. Aber nicht zu so einem hässlichen wie du jetzt bist, oder?" Das hab ich so interpretiert, dass sie gemeinsam FP gegründet haben. Aber da gibts auch zig andere Möglichkeiten, eben dass er irgendwo beigetreten ist und dann aufgestiegen oder noch ganz andere Dinge. Ich denke mir, dass Shibungi ihn während/nach dem Krieg dann fertig ausgebildet hat und als sie zurückkamen, war er soweit, der König zu sein. Da würde er niemandem beitreten, sondern gleich selbst tätig werden. Aber je nach Auslegung =)
"Ich bin gespannt, wo in deiner Version Gai Ayase her hat. " Mhm, schon wieder so ein Cliffhanger, der gar keiner ist *gruml* Ich hab das nächste Kapitel schon fast inhaltlich zusammen, mir fehlt nur noch ein Baustein am Ende ... Aber ich krieg ihn einfach nicht aus dem Logik-Felsen gehauen -.- Daher folgt das nächste Kapitel auch erst in einigen Tagen, Ayase macht mir echt Probleme! xD

"Was für das Gesamtbild der Story nichts heißt, sie ist sehr dicht, bringt viele Facetten mit ein, die Handlung schreitet gut voran, es wird beim Lesen nicht langweilig. Auch die Kapitel haben eine gute Länge.
Ich bin wirklich gespannt, wohin das am Ende führen wird (oder ob es ein Ende geben wird und die Story nicht doch an einer bestimmten Stelle offen bleibt). Wir werden sehen. "
--> Ich überlege die letzten Tage schon, ob die Story vllt nicht etwas ZU dicht ist. Man könnte noch so viel ausschmücken .... Gerade wenn ich deine Kapitel lese, die um ein Vielfaches länger sind als meine, aber nur einen Bruchtteil an Handlung abdecken ... Ganz so krass könnte ich das nie ausformulieren, ich bin einfach ein knackiger-Dialog-Schreibe-Typ, aber so ein bisschen weniger Handlung bzw. besser aufteilen bzw. gleiche Handlung mit mehr Wortfülle ... Was meinst du?
Offene Story? Das tu ich der GC-Gemeinde nicht schon wieder an! =D Ich überlege derzeit nur fieberhaft, an welcher Stelle ich genau aufhöre. Hab schon mehrere zur Auswahl, aber kann mich noch nicht recht entscheiden. Vllt wähle ich einfach die baldmöglichste (das wäre schon ziemlich bald ...) und schieb dann erstmal die Daath-Arc dazwischen, mal gucken.

Also danke vielmals für dieses tolle Review! Es war wie immer eine Freude, es zu lesen =)

über Ayase verzweifelnde Grüße
~ Smara ~
Spades (anonymer Benutzer)
20.11.2015 | 21:44 Uhr
Kapitel 4:

50:50, das verspricht ja schon, spannend zu werden. Und hält sein Versprechen, indem das Kapitel mal gleich mit einem ganz großen Knaller startet. Gai kommt nicht zur Lagebesprechung – na klar, da muss was passiert sein.
Das denkt sich in dem Augenblick mit Sicherheit nicht nur Shibungi, ich fidne, auch dem Leser wird das sehr deutlich gemacht. Und er fiebert schon mit, während Shibungi nach Gai sieht.
Finde ich übrigens super, einen der Kameraden noch einwerfen zu lassen, man solle Gai schlafen lassen, so er denn am Schlafen sei. Woran lag das wohl, dass er in letzter Zeit so blass war? An seinen Symptomen oder genereller Überarbeitung und Überanstrengung? Schließlich will ich nicht wissen, was bei einem wie ihm in der Psyche los ist, wenn selbst wir in unserer gewohnten Arbeitsumgebung schon Burn-out kriegen.
Wahrscheinlich möchtest du es so darstellen, dass es vorwiegend, wenn nicht sogar ausschließlich, an den Symptomen liegt. Aber dem Leser bleibt die Möglichkeit dennoch offen, bzw. er kann sie sich hinzudenken und das finde ich sehr schön.

Oh Manno, armer Gai, da fühlt man richtig mit! Schön beschrieben, wie er da liegt und sich krümmt und Shibungi erstmal die Tür verschließt, damit keiner was merkt.
Dass das nicht sein darf, ist wohl zu verstehen und andererseits doch wieder unheimlich traurig. Sie alle sind seine Verbündeten, warum bürden sie ihm diese Last auf? Warum glaubt er, nur etwas wert zu sein, wenn er diese Verantwortung auf sich nimmt?
Warum dürfen sie nicht wissen, wie es wirklich um ihn bestellt ist, warum kann es denn nicht so sein, dass sie dann allesamt umso mehr für ihn da sein könnten, wodurch dann noch umso mehr eine Gleichwertigkeit zwischen ihnen und ihrem Anführer entstehen könnte?

Die Antwort liegt klar auf der Hand: So denkt der Mensch nicht. Otto Normalverbraucher ist so designed, dass er sich jemandem anschließt, der es angeblich besser weiß, als er und der ihn notfalls retten kann, wenn er in der Tinte sitzt. Da aber niemand unfehlbar ist, tut der andere, der es angeblich besser weiß, gut daran, seine eigenen Schwächen zu verbergen. Würde er sie schließlich zeigen, würde sein Schützling erkennen, dass sie auf einer Stufe stehen und hätte keinen Grund mehr, ihm zu folgen.
Bei Freundschaften ist das normal, da ist es sogar gut, wenn beide die Schwächen voneinander kennen, damit eben keine Schieflage zustande kommt, wie sie bei einem Anführer-Untergebener-Verhältnis zwangsläufig vorliegt.
Für Funeral Parlor aber wäre das oben Beschriebene fatal und da nun einmal die meisten Kameraden noch sehr jung und nicht reif genug sind, um Dinge wie diese zu begreifen, kann Gai es ihnen nicht sagen.

Sondern muss weiter dagegen ankämpfen, muss stolz und aufrecht stehen, wie er es hier tut. Ja und auch ich kann nichts als stolz auf ihn sein. Selbst Shibungi ist beeindruckt, obwohl er sämtliche Hintergründe kennt. Selbst Shibungi hat ein weiteres Mal die Bestätigung bekommen, sich bei Gai sicher fühlen zu können.
Wenn das doch nur auch bei den anderen funktionieren würde. Dann wäre Funeral Parlor trotz Ehrlichkeit nicht nur nicht dem Untergang geweiht, sondern würde womöglich noch ein klein wenig besser funktionieren. Wer weiß.
Aber das sind wieder Idealvorstellungen von mir, die verdammt schwer umzusetzen sind, die Realität sieht nun einmal anders aus.

„Wir können es nochmal mit dem Impfstoff versuchen.“
Gai schüttelte den Kopf. „Das bringt nichts, er wirkt nicht.“ -> Äh, ja, Kunstück, wenn man schon krank ist, bringt der beste Impfstoff der Welt nichts!
Oder hab ich da was übersehen? Warst du schon jemals bei ner Grippeimpfung, als du die Grippe bereits hattest? Wenn das so einfach wäre, müssten wir uns doch mit den meisten Viren nicht mehr so sehr herumplagen, alle Welt rauft sich doch genau aus dem Grund die Haare, weil es gegen Virusinfektionen kein brauchbares Heilmittel gibt, sobald man erstmal infiziert ist. Impfstoff ist doch dazu da, um Antikörper zu entwickeln, wenn das Virus aber schon im Körper ist, hat der Mensch eh gelitten. Dann versucht der Körper es war auch mit Antikörpern, kriegt aber keine brauchbaren zustande und scheitert kläglich.
Das ist ja auch der Grund, wieso Impfstoff verabreicht wird: Damit der Körper LERNEN kann, sich gegen ein Virus zu verteidigen. Das sollte er aber tun, bevor das Virus überhaupt ankommt, ansonsten ist es zu spät.

Also, falls du jetzt nicht mit irgendwelchen mir unbekannten medizinischen Fakten (samt Quelle am besten) um die Ecke kommst, wieso das doch gehen sollte, würde ich dir raten, das umzuändern. Immerhin hast du es jetzt schon so gedeichselt, dass der Impfstoff so oder so nicht helfen würde und deshalb nicht in Frage kommt. Ist natürlich blöd, dass auch Haruka fragt, ob Gai Impfstoff brauchen würde. Wie gesagt, nach meiner Information wirkt so ein Zeug nicht mehr, wenn man schon krank ist. Diesbezüglich könntest du dir irgendein Serum, eien Art Ableger des Void-Genoms (sowie das NormaGene, die Droge) ausdenken, das bei einer schwachen Infektion hilft. Das könnte dann eben bei Gai nicht mehr helfen, weil er schon mit aggressiveren Viren infiziert ist.

„Ich denke, es wird Zeit, eine alte Freundin zu kontaktieren.“ -> Oha und irgendwie dachte ich mir schon, dass er Haruka meint. Das kommt hier ziemlich plötzlich, ich habe ehrlich gesagt nie daran gedacht, dass Gai vor seiner ersten Wiederbelebung einmal Kontakt mit ihr gehabt haben könnte. Weiß jetzt nicht, ob das im Anime mal angedeutet wird. Aber im Grunde ist das ja ganz egal, es wirkt sehr passend an dieser Stelle und man merkt Gai bereits an, dass es seine letzte Hoffnung ist.
Haruka unterwandert die GHQ, wie er richtig erkannt hat und sie hat ihn geliebt wie ihren eigenen Sohn. Sie wird ihm wohl helfen, selbst, wenn sie sich damit in Gefahr bringt.
Super Idee;-)

Die Situation mit Haruka ist sehr dicht und spricht für sich. Es passiert eigentlich gar nichts, außer, dass sie am PC sitzt und einen Bericht tippt, während sie eine Nachricht auf ihrem Handy/Messenger/was immer auch erhält.
Und doch sagt es so unglaublich viel, die Erinnerungen an Kurosu, über den sie nur Gutes verlautbaren lassen kann, den sie schmerzlich vermisst. Ihre Zweifel wegen Shu, wegen der vielen gescheiterten Versuche, um ein Heilmittel gegen das Apocalypse-Virus zu finden, ich glaube, auch Mitleid für den Probanden rausgehört zu haben, der damals auf so qualvolle Weise umgekommen ist. Und Wut auf diejenigen, die es nicht hören wollen, die es nicht die Bohne interessiert und denen die Leben der anderen sowieso egal sind.
Wobei ich Gai bei seinen späteren Worten zustimmen muss: „Da redet die Richtige.“ Ist sie doch schließlich nicht besser, wenn sie von Inori als Gefäß spricht. Wenn sie zugibt, dass es als Wissenschaftler leichter fällt, Menschen nicht als Lebewesen, sondern als Objekte zu betrachten, gerade, wenn man an ihnen Experimente durchführt.
Im Grunde passt die Situation später im Café sehr gut. Gai und Haruka können sich die Hand reichen, sie sind beide grau, Haruka meiner Meinung nach noch mehr, als Gai. Schließlich hatte Gai von Anfang an gute Absichten, während Haruka erst noch auf den Trichter kommen musste, dass das, was sie da treibt, vielleicht doch ein bisschen menschenunwürdig sein könnte.

Gut, immerhin wird sie hier sehr gut dargestellt und ich freue mich, dass sie zweifelt. Das soll sie ruhig und ich finde, für sie gilt, wie für kaum einen anderen in der Serie der Grundsatz: „Zweifel sind der Weisheit Anfang.“

Haha, ja von wem kommt denn da die Nachricht. Triton, yeah! Glückwunsch, finde ich super, dass du das reingebracht hast! Sie hätte sicher auch gewusst, wer mit Gai gemeint ist, aber so hatte das doch echt Stil.
Wie kam er an die Nummer ihres Messengers. Ja, wie wohl. Ich hätte ihn allerdings nicht den Namen der Hackerin verraten lassen. Gut, unter dem kennt sie vielleicht keiner, trotzdem hätte ich das an seiner Stelle zu riskant gefunden, hätte vielleicht noch nicht mal gesagt, dass es eine Frau ist. Aber gut, was soll’s, darüber kann man hinwegsehen, was mich eher stört: Was hat denn Gai seinen Leuten erzählt, wen er da treffen will und warum? Wenn Tsugumi nach Harukas Nummer sucht, muss sie auch einen Namen gehabt haben, wenn sie nämlich nach Harukas Messenger in einem Netzwerk sucht, in dem die entsprechenden Daten offensichtlich gespeichert sind, dann braucht sie irgendeine Referenz. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Gai sich hierzu plötzlich irgendwelche Daten aus dem Ärmel schüttelt und trotzdem, Tsugumi würde wahrscheinlich früher oder später sowieso bei ihren Nachforschungen drauf kommen.
Also, was sagt Gai seinen Kameraden, wieso er mit der GHQ in Kontakt treten will? Nicht, dass ich es für abwegig halte, dass er ihnen eine besonders gelungene Ausrede auftischt, aber das hätte ich vielleicht noch mit reingebracht.

Gut, okay, das würde jetzt bedeuten, dass du das noch als Szene in dein Kapitel einbauen musst, ich würde sagen, so tragisch ist es dann doch nicht. Ich möchte es nur anmerken, sowas sind genau die Plotholes, die auch der Serie unterlaufen und die einen verwirren. Einerseits darf niemand was von Gais Symptomen wissen (damit kein Verdacht geschöpft wird), andererseits darf Tsugumi erfahren, dass Gai sich mit einem GHQ-Mitglied trifft und zwar ganz normal im Café (was sehr wohl Verdacht erregt).
Das passt nicht ganz zusammen, wenn so was vermieden werden könnte, würde ich mich freuen.

Die Szene im Café fand ich mega gelungen.
„Du bist es wirklich!“
„Ich bin es wirklich.“
„Ich dachte, du wärst tot!“
„Wir hätten uns ohnehin nicht sehen können. Wir haben uns… nun, sagen wir… unterschiedlichen Interessensbereichen zugewandt, die nicht miteinander harmonieren.“
Und so weiter, ahhhhhh, ist das der Hammer oder was! So ne geile Gai-Darstellung hab ich länger nicht gelesen, das ist einfach Wahnsinn!
In dem Moment, in dem er einfach ein Stück von ihrem Kuchen auffuttert, musste ich laut lachen. Das passte aber auch wieder wie Arsch auf Eimer: „Sieh her, wir nehmen uns nichts!“
Das sollte diese Geste heißen, oder?

Und natürlich der Höhepunkt, dass er Inori verteidigt. Dass er, als Haruka von ihr als Gefäß spricht (brrr, in mir windet sich alles!), schon beinahe aufbraust und ihr entgegenhält: Nein, sie ist ein Mensch, sie ist eine Person. Ihr Name ist Inori und sie lebt!
Wunderschön!
Aber bitte nimm den Vergleich mit dem Hund raus, ganz ehrlich, das passt nicht. Nimm ne Raubkatze (Löwe, Tiger, irgendsowas), meinetwegen auch nen Drachen oder nen Stier, aber bitte keinen Hund, das wird Gai nicht gerecht und macht die ganze schöne Situation zunichte.
Auch, wenn ich verstehe, wie du das meinst, aber da gibt es andere Möglichkeiten. Zumal ich da eher darauf eingehen würde, dass in sein Revier eingedrungen wurde, weil ja jemand, der ihm am Herzen liegt, bedroht wurde (wenn auch nur mit Worten. Jemanden durch Worte wie diese in seiner Menschenwürde zu verletzen, zählt im weitesten Sinne auch als Bedrohung).

Für den Rest gibt’s dasselbe Lob, wie oben, wahnsinnig mitreißend, Gänsehaut etc. pp., habe nichts auszusetzen. Besonders das am Schluss.
50 : 50, entweder Tod oder Leben. So stehen die Chancen. Und Gai weiß, er hat keine andere Wahl. So und wir Leser erfahren dankbarerweise, wofür die Bluttransfusionen eigentlich gut sind. Das wird nämlich im Anime auch nicht erklärt, ich hab mir die Szene gestern angeguckt, aber da gab es keinen Hinweis darauf, was eigentlich der Grund des Ganzen war. Selbst im GC-Wiki steht dazu nur „for an unkonwn reason“, einige Fans wissen’s also auch nicht besser.

Also sehr, sehr schön, dass du uns dafür einen Grund lieferst und wir Leser das daher umso besser verstehen können. Und wie spannend das wieder am Ende wird, uwaaaahhh!
Ich meine, gut, wir können uns denken, dass Gai die Sache überlebt, sonst wäre der weitere Verlauf der Geschichte ziemlich langweilig. Doch gerade deswegen das Lob an dich: Wenn jemand es schafft, trotz so einer Tatsache, bei seinem Leser ein Schaudern der Spannung und des Mitfieberns zu erzeugen, dann hat er seinen Job echt gut gemacht.

Gleiches an dich zurück, was du neulich gesagt hast: Das war bisher dein bestes Kapitel bzw. das, was mir am besten gefallen hat. Nicht, dass die anderen schlecht gewesen wären, nur keine Sorge. Das hier war es bislang, was mich am meisten in Atem gehalten hat.

Gut gemacht;-)

Antwort von Smaraya am 21.11.2015 | 00:00 Uhr
Hey ho! =D

Hui, gleich zwei Reviews von dir heute, das freut mich sehr *-* Da mach ich mich doch gleich ans Antworten!

Ich hatte viele gute Ideen für eine Überschrift zu diesem Kapitel, muss ich zugeben. Sehr schade, dass ich nur eine wählen konnte :( Luxusprobleme xD Und ich muss auch sagen, dass ich den Anfang sehr gelungen finde, sogar ich hatte Mitleid mit Gai xD Also schön, dass er dir auch gefällt <3
"Warum dürfen sie nicht wissen, wie es wirklich um ihn bestellt ist" --> Ich weiß, diese Frage meinst du nur rhetorisch und du bist dir deiner Utopie selbst bewusst, aber ich würd trotzdem gern noch eine Sache dazu loswerden: Wenn FP (Funeral Parlor, werd ich ab jetzt so abkürzen, ok? ^^) nur aus Ayase, Tsugumi, Shibungi etc. bestehen würde, hätte er es ihnen sicher nicht verheimlicht. Aber in einer so großen Organisation sind alle möglichen Arten von Charakteren drin, von denen die meisten sicher keinem nachlaufen, der mit einem Bein schon im Grab steht. Denn solche Leute machen ja auch gerne mal unüberlegte Dinge (a la "die Konsequenzen können mir doch egal sein, ich lebe eh nicht mehr lange") und/oder bewerten Dinge auch ganz anders (a la "Du hast Angst, an vorderster Front zu sterben? Jammerlappen, ich sterbe mit Gewissheit bald und jammere nicht!"). Daher finde ich Gais Verhalten völlig nachvollziehbar und denke, das würde jeder andere in seiner Lage genauso machen.
Bzgl. des Impfstoffes: Jep, ich hab mich selbst darüber aufgeregt xD Hatte genau dieselben Gedanken wie du und hab recherchiert ohne Ende, aber ich kam auf keinen grünen Zweig. Ich hatte erst "Heilmittel" bzw. "Medikament" dort stehen, aber das trifft auch nicht zu. Denn die englische Übersetzung spricht von "vaccine" und das ist relativ eindeutig in meinen Augen. Allerdings ist das ja auch nur eine Übersetzung ... Es kann kein Impfstoff sein eben aus den Gründen, die du angeführt hast. Es kann aber auch kein Medikament sein, denn es wird ja großflächig an alle Japaner verteilt, damit der Virus nicht erst bei ihnen ausbricht. Das ist eine der Leistungen der GHQ, wofür sie u.a. gebildet wurde. Das Ding ist also irgendwas dazwischen und um kein neues Wort erfinden zu müssen oder mir weiter Nächte das Hirn zu zermatern, hab ich mich für Impfstoff entschieden, Asche auf mein Haupt ._. Wenn dir eine bessere Bezeichnung einfällt, bitte schnellstmöglich raus damit! ^^
"Oha und irgendwie dachte ich mir schon, dass er Haruka meint. Das kommt hier ziemlich plötzlich, " Öh was jetzt, hast du's schon vorhergesehen oder noch nie daran gedacht, dass Haruka und Gai sich schon länger kennen? xD Also ich glaub, ich hätte nicht sofort an Haruka gedacht, v.a weil der Ausdruck "Freundin" einfach nicht wirklich passt. "Ziehmutter" oder "Tante" oder "Bekannte" oder iwas ... aber naja, alte Freundin ist halt so ne Floskel, nä? ^^ Ich hab jedenfalls an Haruka denken müssen, da im Anime eine Stelle vorkommt, in der Haruka das Bild von sich, Mana, Shu und Gai ansieht (die Kamera zeigt NICHT Gai!) und laut zu sich selbst sagt: "Yeah, I know. We have to protect Shu’s future.“ " Meiner Meinung nach kann sie mit "we" nicht Mana meinen (warum auch, die is jung und tot), also bleiben nur Gai oder ihr verstorbener Mann übrig. Wrs. meint sie den, aber da man Gai nicht sah, hab ich mir das anders zusammeninterpretiert.
Auf mehr Basis hab ich den Gedanken in der Geschichte nicht aufgebaut.
Woah, der Bericht hat so lange gedauert ... xD Die ganze Recherchearbeit dahinter war übel. Ich hoffe, ich hab alles richtig und auch nichts Wichtiges vergessen. Ich hab lange überlegt, ob sie nen Kommentar zu ihrem Bruder macht, aber ich konnte mich nicht entscheiden, ob sie ihn zu dem Zeitpunkt noch mag oder schon weiß, dass er Kurosu umgebracht hat oder zumindest an ihm zweifelt oder keine Ahnung .... War mir dann zu kompliziert, also hab ich's rausgelassen. Da du auch nicht drauf eingegangen bist, geh ich mal davon aus, dass die kleine Fluchttür niemandem aufgefallen ist, durch die ich an der Stelle spaziert bin *dumdidum*
Hm, ich wäre gar nicht auf die Idee gekommen, dass Gai Bedenken hat, Haruka gegenüber Tsugumis Namen zu nennen o_ô Ich denke nicht, dass er sich Sorgen über Harukas "Loyalität" machen muss, außerdem ist Tsugumi (sogar ohne Nachname xD) ja schon seit Jahren untergetaucht und sicher nicht auffindbar, selbst wenn nach ihr gesucht werden würde. Aaaaaber du hast mich auf eine Idee gebracht, noch einen weiteren Sidekick-Gag einzubauen, danke! =D Werd's nachher noch ändern, a la "Sie nennt sich inzwischen Schwarzer Schwan, man darf sie nur noch mit Codenamen anreden und Oogumo hätte sich schon fünfmal ohrfeigen können, sie auf diesen Gedanken gebracht zu haben" ^^
Deine Bedenken darüber, was Gai seinen Leuten erzählt, warum er mit der GHQ spricht, kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Aber vielleicht denke ich zu geradlinig o_ô In meiner Vorstellung geht Gai zu Tsugumi ("Hey Tsugumi, such mir bitte die Nummer von Haruka Oumo raus" "Alles klar, Chef!" - 5 min später- "Hier ist sie." "Super, dann schreib ihr doch bitte folgende Zeilen.") Ende xD Sicher wird das neugierige Mädl nachfragen, was er denn mit der GHQ zu schaffen hat, aber das wird Gai sicher DAUERND iwie, also ... Sie wird sich nicht großartig darüber wundern, meiner Meinung nach. Und der ganze Rest weiß gleich gar nichts davon (Shibungi ausgenommen natürlich). Hältst du das für zu naiv von mir gedacht? ^^
"„Sieh her, wir nehmen uns nichts!“ Das sollte diese Geste heißen, oder? " --> Ich find's echt herrlich, was du in manche Szenen reininterpretierst! Und beim Lesen denk ich mir dann immer, ob ich das unterbewusst damit ausdrücken wollte oder es einfach nur ein fetter Zufall ist xD Eigentlich wollte ich mit dem ganzen Kuchen-Hin-und-Her ausdrücken, wie locker Gai die ganze Sache nimmt. Sie sitzt wie versteinert auf ihrem Stuhl und rührt ihr Essen/Trinken nicht an, während er sich gemütlich hinsetzt und was trinkt. Und wenn er sieht, dass sie den guten Kuchen verkommen lässt, schnappt er sich den, hehe. Darum trinkt/isst Haruka auch erst ziemlich spät am Ende der Szene, wenn sie sich mit der neuen Situation abgefunden hat und aufgetaut ist. Aber deine Interpretation passt total gut! Die nehm ich auch dazu! =D =D
Was stört dich denn an "Hund"? Wrs. stell ich mir ne andere Rasse vor als du xD Aber ok, ich werd's zu was noch gefährlicherem umändern, wrs. Löwe oder Tiger.
Ich quietsch grad vor Freude, dass dir die Café-Szene so gut gefallen hat und der Cliffhanger am Ende \(^_^)/ Auch wenn's eigtl kein Cliffhanger ist, denn jeder, der den Anime gesehen hat, weiß, dass Gai das regelmäßig macht (bzw. überhaupt im Anime LEBT und da meine Geschichte bisher noch ein Prequel dazu ist ...) ^^ Das war das einzige, was mich ein bisschen gestört hat, weil die Spannung nicht wirklich aufkommt, aber ... Kann man nicht ändern, ist nunmal die Last eine Vorgeschichte ^^
Ich versuch ja - falls es dir noch nicht aufgefallen ist xD - so viele angebliche "Plot-Holes" des Animes auszufüllen und eine Erklärung dafür zu finden. Das mit Inoris Blut hat mich auch verrückt gemacht vor Neugierde, daher musste ich mir unbedingt eine Erklärung dazu einfallen lassen. Genauso auch z.B. dazu, warum/woher Gai weiß, was das Void-Genom ist, was es bewirkt, wie man es einsetzen kann etc. etc. Die Erklärung hab ich auch noch nicht ganz zusammen (und ich war schon ein paar Mal daran, aufzugeben mit der Begründung, dass einfach im Anime zu viele Fehler gemacht wurden -.-), aaaaaber ich bleibe dran xD

Also Fazit zu deinem Fazit: Freut mich sehr, dass das Kapitel zu deinem Number One Hit aufgestiegen ist! Ich hatte genau das Gegenteil befürchtet wegen des langen Berichts und der verhältnismäßig kurzen Handlung. Aber wohooo, dem war nicht so ^^

Jubelnde Grüße
~ Smara ~

Edit: Wollte eben den "Hund" ersetzen, aber hab dann gesehen, was ich mir dabei gedacht hab xD Die Metapher beruht ja auch darauf, dass sie ihn gereizt hatte und er deshalb wütend ist. Sie kann keinen Tiger mit einem Stock reizen xD Daher würde ich es so lassen, außer du gibst mir eine weitere schöne Metapher an die Hand ^^
Spades (anonymer Benutzer)
19.11.2015 | 15:21 Uhr
Feedback zu Kapitel 3, die Zweite^^

Hallöchen!

Hab’s mir noch mal durchgelesen und so viel ist ja im Prinzip gar nicht anders. Ich denke trotzdem, die Erzieherin im Heim passt besser, das ist jetzt in Ordnung so (war’s vorher auch, aber es war eben ein Verbesserungsvorschlag von mir und ich freue mich, dass du ihn gerne angenommen hast). Das stimmt schon, dass Kinderheime auch oft von Nonnenorden betrieben werden, aber das müsste dann eben dastehen, denke ich. Zumal ich mir nicht vorstellen kann, dass in einem autokratischen Japan Religion eine so große Rolle spielt/spielen darf, das wäre dazu noch mein Einwand. Egal, jetzt ist es so, wie es ist.

Dass du Tsugumis Gerechtigkeitssinn rausnehmen sollst, hab ich auch gar nicht gesagt, ganz im Gegenteil. Der ist wahnsinnig passend und genau da, wo er hingehört. Gut so also ;-)

Hmmm, von viel Geld war nicht die Rede? Habe ich so verstanden, weil Tsugumi gleich so einen Wirbel darum gemacht hat. Deshalb kam ich überhaupt darauf, schließlich meinte Oogomo: „Hier hast du ETWAS Geld.“ Das ist ja wohl ein Unterschied. Kann sein, dass es für Tsugumi viel ist – oder sie hatte einfach nur Sorge, weil Inori überhaupt Geld verschenkt.
Nö, das ist schon in Ordnung so mit Oogomo. Deine Argumente sind treffend und schlüssig und Oogomos Zweifel trotzdem berechtigt. Es ging auch nicht darum, dass Inori einfach abhaut, da sie eben so folgsam ist, wie man sie ja kennt. Sondern es ging mir viel mehr darum, dass ebenso etwas passieren könnte, wie jetzt mit Tsugumi.
Aber egal, nein, es stört überhaupt nicht, mir ist es nur aufgefallen.

Dazu nur kurz eine Anmerkung: Ich sehe, dass du meinen Text sehr genau unter die Lupe nimmst und gehe deshalb davon aus, dass du das von anderen genauso erwartest. Viele sind ja schnell damit bei der Hand, es persönlich zu nehmen, wenn viel am Text gedreht und gewendet und entsprechend auch einiges kritisiert wird. Ich bin nicht so, sondern ich wünsche mir, dass man das mit meinen Texten tut, weil ich dann auch wirklich sicher sein kann, dass ein „Wow, das war super!!!“ unumwunden zutrifft. Allerdings bin ich mir bewusst, dass man das nicht von jedem erwarten kann.

So denke ich auch, dass manche das bei sich ebenfalls nicht wollen und grundsätzlich bin ich gerade bei Hobbyautoren bereit, eine Menge zu verzeihen. Gerade bei jüngeren Autoren (in den Teens), tue ich das meistens, weil ich denke, es macht auch keinen Sinn, ihnen jetzt sämtliche ihrer stilistischen Fehler um die Ohren zu hauen. Schließlich schreiben sie, um Spaß zu haben und anderen Leuten Spaß zu bereiten. Wenn also ihr Text das vermittelt, was er vermitteln soll und mich fesselt, stört mich so was auch nicht.
Sofern es mich sehr stört, kehre ich der Geschichte wortlos den Rücken.

Wenn mir eine Geschichte wichtig ist und ich auch merke, dass es dem Autor wichtig ist, suche ich bewusst nach Schwachstellen, um sie herausustellen, damit der Autor sie verbessern kann. Genauso stelle ich dann aber auch die Stärken heraus, um klarzumachen, dass mir die Geschichte sehr gefällt. Würde sie das nicht tun, würde ich mir die Mühe auch nicht machen.

So, weiter im Text:
Ja, das mit Misaki hatte ich wirklich falsch verstanden. Ach so, Gai hat ihr das längst gesagt und deshalb war sie so sauer! Oh Mann und ich dachte schon, was hat die denn jetzt gestochen?
Okay, ich habe gerade noch mal nachgelesen. Da war ein kurzer Satz noch in Gais wörtlicher Rede, den ich überlesen habe und zwar: „Ich habe sie bereits über den Virus informiert und dass die GHQ sie…“
Und dann war Ende im Gelände, dann hat Misaki verstanden, dass Gai bereits längst das getan hat, wovon sie ihn eigentlich abhalten wollte und da war sie sauer. Jetzt hab ich’s, tut mir leid.
Bitte glaub jetzt nicht, dass ich deine Geschichte unaufmerksam lesen würde. Dieser Satz ist mir einfach durchgerutscht. Kommt nicht wieder vor.

Bevor wir jetzt dazu kommen, ob und woher denn Inori weiß, wer sie ist oder auch nicht, nochmal das MediaMarkt-Problem:
Also ich hab mich auch schier gekringelt vor Lachen, als ich mir vorgestellt habe, wie Gai versucht, sich im MediaMarkt zurechtzufinden. Das könnte interessant werden :D
Das mit dem Zusammenklauen ist natürlich auch logisch, aber da ist eben auch die Frage, wie gut das nach dem Klauen und Transportieren noch funktioniert. Einige dieser Schaltvorrichtungen sind ja fest montiert, die können sie ja nicht einfach aus der Wand reißen. Und einfach mal die ganzen Schaltpulte abzuschrauben würde ein bisschen viel Aufmerksamkeit erregen, denke ich mir.

Wobei ich gerade daran denken muss, dass nahe meines Wohnortes vor einigen Jahren unter den Augen vieler Beobachter Bahnschienen gestohlen wurden, ohne, dass jemand Verdacht geschöpft hätte.
Die Diebe haben sich als Bauarbeiter ausgegeben, die etwas hätten reparieren wollen und haben dann letztlich einfach die Schienen weggetragen und alle haben sich gewundert.
Das nur mal als kleine Anekdote am Rande ;-) Sowas können sich Funeral Parlor natürlich nicht leisten, würde ich mal sagen.

Aber gut, gehen wir davon aus, sie hätten sich ihre Technik zusammengeklaut, das würde natürlich weit mehr Sinn machen. Und dann wohl Glück gehabt, dass es das Richtige war, so, wie ich das jetzt rauslese, denn der Teil ist ja drin geblieben. Gut, dann eben so, dass Tsugumi sich das alles aneignet, daran habe ich nicht den geringsten Zweifel.

So und nun zu Inori:
Danke noch mal für die Stelle, so in etwa hatte ich die auch in Erinnerung. Eigentlich gehört sie zu den Szenen, die mir noch am genausten in Erinnerung sind, weil mein Freund und ich nämlich damals noch gerätselt haben, was es mit Inori auf sich hat. Dass sie und Gai ein Paar sind, das haben wir irgendwie beide nicht glauben können und wie Gai dann sagte: „Du siehst ihr jeden Tag ähnlicher“, da guckte ich meinen Freund an und sagte: „Am Ende ist sie seine Tochter!“
Hätte ja Sinn gemacht, dann hätte er mit der Person, der Inori immer ähnlicher sieht, Inoris Mutter gemeint, die wahrscheinlich auf natürliche Weise umgelegt wurde. Ist ja nun deren Situation nicht allzu abwegig.

Jetzt wissen wir, wie es wirklich ist.
Aber bist du dir so sicher, dass Gai ihr die Wahrheit sagt? Nicht, dass ich ihm eine böse Absicht unterstellen möchte. Vielleicht würde er ihr gegenüber schweigen, um sie zu schützen?
Es ist ja auch die Frage, wie sie entstanden ist. Ich habe auch eine Interpretation mit ihr gelesen, wo sie sehr wohl Eltern hatte, die eben mit ihr im Veruschslabor aufgewachsen sind. Da ist dann eben ihrer Mutter eine befruchtete Eizelle mit den entsprechenden Genen eingepflanzt worden, sodass Inori als Gefäß für Mana dienen kann und sie ist als ganz normaler Mensch aufgewachsen.
Bei dir war es jetzt so, dass Gai sie wirklich „erweckt“ hat und sie das Menschsein überhaupt erst richtig lernen muss. Was irgendwo sehr passend ist, wenn man bedenkt, wie viele Schwierigkeiten sie mit den natürlichsten Dingen des Zusammenlebens oftmals hat.

Gesetzt dem Fall, Gai sagt ihr die Wahrheit: Dann wären sie sozusagen stille Verbündete. Mein anderer Reviewer (ich nenne ihn ab jetzt KHM, wie er sich auch auf FF.de nennt) ist der Meinung, bis Episode 12 wusste Inori nichts von ihrem Dasein als Gefäß und Gai sagt ihr auch nichts davon. Im Grunde benutzt er sie nur, so, wie er überhaupt alle um sich herum benutzt. Und eigentlich hat er von Anfang an vor, Mana durch sie zu erwecken und Shu kommt ihm in die Quere. Das heißt, Inori ist nichts weiter, als ein Werkzeug, ein Opfergegenstand in seinen Händen.
Sehe ich nicht so, keine Sorge! Und ich würde es schade finden, hätten die Autoren sich das wirklich so gedacht, aber da kann ich dir nur zustimmen, dafür gibt es zu viele Gegenbeweise. Ich dachte mir nur, als er mir das so darlegte: Ich habe es leider versäumt, mein Wissen über GC aufzubessern, sodass ich nicht entsprechend dagegen argumentieren konnte. Du wirst es auch bei mir noch merken, meine Story ist voller Canon-Fehler, weil ich es zu dem Zeitpunkt, als ich sie begonnen habe, zu schreiben, einfach noch zu wenig wusste. Und zugegeben, ich war ziemlich geschockt, als KHM mir das alles so darlegte und darauf bestand, dass Gai einfach „böse“ sei und Inori in jeder Hinsicht Opfer seiner egoistischen Pläne. Das ist sehr schwarzweiß gedacht (was ich ihm auch noch selbst sagen werde) und eine Ansicht, die ich nicht teilen kann. Aber bevor ich dazu richtig treffend argumentieren kann, muss ich die Serie noch mal gucken und mich auch ansonsten schlau machen.
Wie gut, dass wir jetzt untereinander so sehr den Austausch betreiben. Aufgrund dessen habe ich Lust, mich wieder stärker in die Materie reinzugraben. Meine Geschichte, so lang sie mittlerweile auch ist, steht zur Zeit still, auch das könnte dann durchaus anders werden.

Hier gefällt mir die Idee von Gai und Inori als Verbündete sehr gut. Auch eine Inori, die Gai am Ende verzeiht, dass er sie opfert, die das sogar versteht und irgendwo stilles Einverständnis leistet. Das ist sehr tragisch, aber irgendwo auch passend. Aber dazu per PM mehr. Dazu habe ich übrigens ebenfalls noch eine Geschichtenidee, die gerade in der Mache ist. Würde dir bestimmt gefallen.

Und zu guter Letzt: Yeah, die Idee mit dem Fadenspiel ist einfach grandios, dafür kann man dich wirklich loben. Gut gemacht :-)

Antwort von Smaraya am 19.11.2015 | 18:54 Uhr
Vielen lieben Dank, dass du nochmal über die Änderungen gesehen hast, das hat mich wirklich wahnsinnig gefreut. Und dann nochmal so ein langes Feedback dazu, ich bin hin und weg =)

Stimmt, viel hab ich nicht geändert. Aber da sieht man mal, wie stark sich Inhalte verändern, wenn man nur ein bisschen was am Text schraubt ^^ Autokratisches Japan, da hast du recht. Ich hatte nur die ganze Zeit die Szene im Kopf, in der Segai eine Nonne bedroht, damit sie ihm den Weg zu Jun zeigt, den Yahiro im ersten Stock versteckt. Es war also nicht ausgeschlossen, dass es solche Schwestern waren, aber ich find's jetzt gut so, wie es ist.
Für Tsugumi ist sicher jedes Geld viel Geld, da sie ja als 14-Jährige Ausreißerin total auf sich gestellt ist und sicher nicht viel hat außer ihre kleine Hacker-Geschäfte, die ihr ihre Technik finanzieren. So stell ich es mir zumindest vor ^^

Ich erwarte nicht von jedem Leser, sich wahnsinnig viel Zeit für meine Geschichten oder gar ein ausführliches Review zu nehmen, dazu kommt man bei den vielen fanfics auch gar nicht immer. Aber es freut mich umso mehr, wenn es dann doch jemand tut. Grundsätzliches Feedback hingegen fände ich schon von jedem Leser schön, auch wenn nur ein "Sehr schön, gefiel mir" oder ein "Total Mist, hör bitte auf" da steht. Man kann zwar als Autorin nicht viel damit anfangen, aber immerhin merkt man, dass die Geschichte gelesen wurde ^^ Wenn sich aber doch jemand Zeit nimmt, mir aufrichtig helfen zu wollen, werd ich natürlich die Verbesserungsvorschläge so weit wie möglich umsetzen (nachdem man über das Für und Wider diskutiert hat, wie wir es hier immer so schön tun =D), das bin ich meinem Text und dem Leser schuldig.
Und ja, ich nehme Texte grundsätzlich sehr genau unter die Lupe. Zwar fast nur inhaltlich, da ich beim Sprachlichen hinten und vorne nicht mehr fertig werden würde (da merkt man eben die jungen Hobbyautoren, wie du auch schon sagtest ... ^^), aber ich hebe besonders (stilistisch) gelungene Passagen so oft wie möglich hervor. Ich achte auch auf das Alter des Autors, eben weil die Kritik am Text dann einfach milder oder auch strenger ausfallen darf ^^ Und falls ein Autor dann kundtut, dass er keine konstruktive Kritik haben WILL, ist das völlig ok für mich und ich halte mich zurück. Wenn er das aber nicht tut und einfach nicht damit klar kommt, ist das definitiv sein Problem xD Also schön, dass wir beide mit Kritik umgehen können und sie uns wünschen, um uns zu verbessern. Auf gute Zusammenarbeit! =D
Also klar, ich suche auch gezielt die Schwachstellen. Wenn man über Schwächen drüberstolpert, sind sie nämlich schon keine Schwächen mehr, sondern üble Fehler und das passiert bei guten Geschichten eigentlich (hoffentlich) selten. Also such! Und finde! Und kritisiere! =D

Bzgl. Misaki: Ich hatte die Stelle auch nochmal rausgesucht, eben um noch einen Satz zu ergänzen, und dann gesehen, dass der Satz ja schon da steht xD Also kein Ding, man überliest schnell mal was.
Inori soll Gais Tochter sein? Das wäre spooky, wenn doch bei 17 Jahre alt sind ... ^^
Die Idee, dass Inori eine echte Mutter hatte, hat mich sehr fasziniert. Leider (leider? xD) hat Gai sie wirklich "erweckt", was er in seiner Entschuldigung an Inori in Folge 21 kundtut: "Wenn ich dich damals nicht erweckt hätte, hätte nichts begonnen, aber auch nichts jemals geendet." An Stelle 10:57 min sieht man dann auch, wie er sie aus ihrem Kristallgefängnis befreit, was ich zum Aufhänger für mein erstes Kapitel gemacht habe. Ich kann mir zwar trotzdem gut vorstellen, dass eine Frau sie ausgetragen hat, aber ... Sie hat auf jeden Fall "geschlafen". Ob die GHQ dann über sie regelmäßig telepatisch Kontakt mit Mana aufgenommen hat oder ob sie weiterhin "geschlafen" hat bis der Zeitpunkt gekommen war, sie aufzuwecken für Manas Wiedergeburt, ist dann wohl der Fantasie des Lesers überlassen. Ich hab mich für zweiteres entschieden ^^
Also ich weiche definitiv von der Meinung deines Reviewers ab und hätte gern seine Argumente für seine These gehört, da ich finde, dass die Aussagen und Szenen aus dem Anime wirklich nicht missgedeutet werden können (hier jetzt auf die Beziehung zwischen Gai und Inori bezogen). Er hat sie natürlich als Werkzeug benutzt, was man schon in der ersten Folge sieht. Er schickt sie alleine los, um das Void-Genom zu besorgen und als sie (schwer-)verletzt und nur unter großen Anstrengungen wieder zu ihm kommt, wirft er ihr nur vor, versagt und alles vermasselt zu haben. Das ist schon sehr grob. Aber er öffnet sich ihr auch bei ihren gemeinsamen "Sitzungen" bei der Blutwäsche wie sonst keinem. Und er entschuldigt sich am Ende bei ihr für alles, so wie ich es oben zitiert habe und du es ja auch schon sehr schön ausgeführt hast.
Also lange Rede, kurzer Sinn: Ich glaube schon daran, dass in Funeral Parlor alle Verbündete von Gai sind. Er sagt ihnen natürlich nicht alles, was ja auch einen guten Anführer ausmacht, denn die Strategie erfordert es nunmal ab und an, nicht alles jedem preiszugeben. Er sieht sie sicher nicht als seine engen Freunde an, aber als bloßes Werkzeug auch niemals, er hat Gefühle wie jeder andere, der sie einfach gut hintenanzustellen weiß.

So, fertig =D Nochmal danke fürs Feedback!
Spades (anonymer Benutzer)
18.11.2015 | 15:19 Uhr
Soooo, dann wollen wir mal zu Kapitel 3 kommen.

Tsugumis Vergangenheit also. Zuerst dachte ich, sie befinde sich in einem Krankenhaus, weil von einer „Schwester“ die Rede war. Gut, dass es ein Kinderheim ist, macht natürlich auch Sinn, in diesem Fall würde man allerdings eher von einer Betreuerin oder Erzieherin sprechen. Obwohl letzteres der Heimangestellten nicht im Geringsten gerecht wird, die Frau ist ja wohl wirklich ein Ekel vor dem Herrn.

Tsugumi tut mir leid. Offenbar hat sie als kleines Kind bereits ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden entwickelt, was in einer Umgebung wie dieser erstaunlich ist. Und trotzdem realistisch, wie ich denke. Gerade bei Kindern, die ohne Eltern und ohne direkte Bezugsperson aufgewachsen sind, ist die Entwicklung meist sehr gegensätzlich. Die einen werden ich-bezogen und nehmen keine Rücksicht auf ihre Mitmenschen, die anderen wissen jede noch so kleine Zuwendung zu schätzen und erkennen instinktiv, dass es anderen genauso geht.
Sie wollen nicht, dass ihren Mitmenschen dasselbe Leid zuteil wird, wie ihnen selbst und versuchen deshalb, sie mit aller Macht zu beschützen. Werden auch leicht wütend, wenn ihnen das nicht gelingt. Ich weiß das, denn mein Freund ist so und ich finde das ebenso faszinierend wie ehrenvoll.

Deshalb mag ich deine Tsugumi, in der Situation im Kinderheim, wie auch später mit ihrem Roboter, mit Inori und wie sie Oogomo gegenübertritt.
Oogomo nimmt Inori mit in die Stadt… uwaahhh, finde ich sehr riskant, um nicht zu sagen, das ist wieder mal eine von Gais Schnapsideen, die eigentlich nur schiefgehen können! Zudem, sie noch alleine loszuschicken mit so ner Menge Geld und zu sagen: „Kauf dir was.“ Wer sagt denn, dass sie da nicht an der Kasse beschissen wird, wenn sie nicht weiß, wie sich die Preise unterscheiden. Mag ja sein, dass das alles viel Aufwand ist, aber das hätte ich ihr doch zumindest vorher beigebracht, bevor ich sie in die Stadt mitnehme.
Gai mag zwar viel zu tun haben, aber wenn er doch so intelligent ist, wird er doch mal auf die Idee gekommen sein, jemanden abzustellen, der sich mit Inori hinsetzt und ihr wenigstens die Zahlen beibringt. Lesen ist noch mal ein anderes Kaliber, dazu muss man entweder ausgebildet sein oder Talent haben oder beides. Dass das von Funeral Parlor keiner leisten kann, kann man ihnen nicht verübeln.

Gut, immerhin weiß jetzt Inori mal darüber bescheid, wer sie ist. Denkst du übrigens, dass das im Anime genauso ist? Denn da habe ich eher den Eindruck, dass sie keine Ahnung hat, wer sie ist.
Gai sagt zwar während einer ihrer gemeinsamen Nächte (in der sie eben nicht miteinander ins Bett gehen, wie von Ayase angenommen) zu ihr: „Du siehst ihr immer ähnlicher.“
Aber das kann ja sonst was heißen. Kann ja auch einfach sein, dass Gai vor langer Zeit eine gute Freundin verloren hat. Ich finde, das ist sehr dehnbar, demnach ist es eine gute Idee, zu sagen: Ja, sie weiß bescheid, Gai und die Kameraden haben ihr alles erzählt (Misakis Einwänden zum Trotz, die würde sich wahrscheinlich im Grabe umdrehen).
Spannend wäre auch, es dabei zu belassen, dass sie keine Ahnung hat und das erst schmerzvoll erfahren muss, wenn Manas Eigenschaften immer mehr bei ihr durchbrechen.

Das übrigens hast du sehr schön angekündigt, indem dann Inori sich dieses Buch über Fadenspiele gekauft hat. Ooooha, ich kann mir richtig vorstellen, wie Gai da erstmal die Arschflatter gegangen ist, als er das gesehen hat. Ganz so einfach wird es dann eben doch nicht. Aber ganz ehrlich, wenn ich jetzt so bei deiner Story rauslese, was er eigentlich mit Inoris „Entführung“ und Aufnahme bei Funeral Parlor bezwecken wollte, kann man ihm wirklich nicht verübeln, dass er damit nicht gerechnet hat. Wenn er auch ansonsten erschreckend wenig mitdenkt, das hätte man nicht vorhersehen können – meiner Meinung nach.

Dazu möchte ich übrigens noch sagen: Vieles bei Guilty Crown ist Auslegungssache. Einer meiner Reviewer (der mit dem langen Kommentar) ist der Meinung, Inori wusste auf keinen Fall was von ihrem Dasein als Manas Gefäß wusste. Und er behauptet zumindest von sich, jede Menge Ahnung von Guilty Crown zu haben, ich denke auch, das ist, wenn, dann nicht nur Hochstapelei. Deshalb ist wohl vieles eine Frage der Auslegung, ich tu mich da in manchen Punkten auch noch schwer. Alledings bietet das eben wiederum eine Vielfalt an Möglichkeiten, wie eben für z. B. solche Geschichten, wie deine hier.

Über die Schreibweise des Namens von Tsugumis Roboter scheint sich die Fangemeinte auch uneins zu sein. Viele schreiben ihn „Funell“, du schreibst „Fyu-Neru“, was ja im Grunde deckungslgeich ist, du bist eben näher am Japanischen dran, was auch nicht schlecht ist. Nur aus Interesse: Woher weißt du den Namen und die genaue Schreibweise und bedeutet auch er irgendwas?
Bestimmt, ich meine, ganz Guilty Crown ist voller telling names (Shu z. B. ja auch: Shu Ouma = Gruppe).

Wie schon gesagt: Tsugumis Beschreibung, wie sie sich mit Inori anfreundet und wie sie Oogomo gegenüber ihre Position vertritt, weil sie glaubt, er käme von der falschen Seite, ist sehr gelungen und glaubhaft, das gefällt mir gut.
Allerdings:
Wie jetzt, Funeral Parlor sind bestens technisch ausgestattet, aber keine Sau kennt sich mit dem Kram aus? What the fuck???!!!
Wieso geben die jede Menge Geld für Zeug aus, mit dem sie nichts anfangen können, gehen dafür noch gigantische Risiken ein und sind trotzdem größtenteils ungeschützt, sodass sie reintheoretisch jeder Amateur-Hacker finden könnte! Ganz ehrlich, so blöd ist noch nicht mal Gai (Entschuldigung, ich wollte ihn nicht beleidigen). Aber, wenn ich mir es recht überlege, ist das das Einzige, was mir an diesem Kapitel unrealistisch erscheint. Es ist eine Sache, keinen guten Informatiker bei einer Rebellenorganisation zu haben. Wo kriegt man so jemanden schließlich einfach mal eben her, man kann ja schließlich keine Stellenausschreibung in die Zeitung setzen.
Aber wenn man schon niemanden hat, der sich damit auskennt, dann legt man sich doch nicht teure Profi-Technik zu, die dann für alle Mann ein Buch mit sieben Siegeln ist.
Klar, ich könnte mir jetzt vorstellen, dass es so gemeint ist, dass sich einige der Kameraden wenigstens ein bisschen mit der Sache auskennen. Bzw., dass sie sich, von wem auch immer, einfach irgendwas zugelegt haben, von dem sie gedacht haben, dass es passen könnte (schließlich können die auch nicht mal so einfach in MediaMarkt reinspazieren – bzw. irgendein japanisches Pendant dazu, du weißt, denke ich, wie ich’s meine). Aber dann wäre es realistischer gewesen, dass ihnen für teuer Geld der letzte Schrott angedreht werden würde. Zudem weiß ja offensichtlich Gai (und auch Oogomo), dass sie gut ausgestattet sind, heißt also, soviel wusste er zumindest über die Technik, dass er passend von nicht passend unterscheiden konnte.
Aber wie schon gesagt, was nützt ihnen das, wenn’s keiner bedienen kann?

Ist jetzt auch bei mir nur meine persönliche Meinung. Aber ich an deiner Stelle würde das so umschreiben, dass Funeral Parlor allerhöchstens mäßig ausgestattet sind und dann eben Tsugumi um ihre Hilfe bitten, weil sie nicht wissen, was ihnen helfen wird und was nur rausgeschmissenes Geld sein wird.
Wenn sie rein vom Sehen her sagen kann, was dieses und jenes für ein Gerät ist und was es kann, dann kann sie auch ohne das benennen, was die Kameraden womöglich an technischer Ausstattung gebrauchen können und das können sie sich dann anschaffen. Fände ich von der Kausalkette her realistischer, muss ich sagen.

So und weil man einen Kommentar nicht mit Kritik beenden sollte, sofern man nicht alles am Kapitel schlecht fand, was nicht der Fall ist: Tsugumi ist bis jetzt der sympathischste Charakter deiner Geschichte, was vor allem daher kommt, dass Inori als Charakter bisher noch kaum zur Geltung kommt. Kein Wunder, noch kann sie nicht wirklich Verhalten zeigen, sie muss es ja überhaupt erst lernen. Und Tsugumi ist so schön unbefangen und natürlich, dass sie frischen Wind in die Sache bringt und den Leser auch irgendwie in all den festgefahrenen und schweren Situationen aufatmen lässt. Sehr schön.
Und wie gesagt, ganz tolles foreshadowing am Ende des Kapitels mit dem Buch über Fadenspiele.
Uwaaaahhh, wenn das mal gut geht… ja, ich weiß, das ist hinfällig. Wir wissen, dass es nicht gut geht.

Weiter so;-)

Antwort von Smaraya am 18.11.2015 | 17:42 Uhr
Hello again!

Danke für dein Feedback, ich habe einiges geändert und neu hochgeladen. Ist lustig, dass du gerade die Schwachstellen auch als solche erkennt hast, bei denen ich schon überlegt habe, ob das wirklich so geht ... xD
"Schwester" fand ich eigtl. ganz passend (die Verwechslung mit einem Krankenhaus war mir sogar bewusst), da Kinderheime ja auch oft von Nonnen betrieben werden, die dort als Erzieherinnen tätig sind. Aber ich hab's geändert. Tsugumis ausgeprägten Gerechtigkeitssinn hab ich drin gelassen, das finde ich passt einfach zu ihr. Evtl. lass ich den Jungen nicht "neu" sein, sondern schon ein altbekanntes Ekelpaket, mit dem sie sich schon öfter angelegt hat, das überleg ich mir noch.

Jaaa... Das Inori-Problem war eins meiner zwei "Oh je, ob das so geht ..."-Probleme =D Von "viel Geld" war allerdings nicht die Rede, er würde ihr sicher nicht viel Geld anvertrauen. Und zählen kann sie ja vllt schon (aber muss man das denn wirklich fürs Einkaufen? Sie würde der Kassiererin die Scheine entgegenhalten und die nimmt es sich schon passend). Da sie ja ziemlich gehorsam ist, würde sie auch nicht weglaufen o.ä., d.h. sie in einem Geschäft für eine Stunde "abzustellen" und sie dann wieder abzuholen ist eigtl. gar nicht riskant, wenn man mal darüber nachdenkt. Das hab ich mir zumindest gedacht. Aber Oogumos Zweifel mussten trotzdem rein, da er sich dasselbe denkt wie der Leser xD Also ich hoffe einfach, es stört nicht zu sehr. Es könnte natürlich noch ein Aufpasser mit, der dann so vertieft ins Stöbern ist, dass er Inori aus den Augen verliert, aber naja, warum komplizierter machen als nötig.

Bei einem deiner früheren Reviews dachte ich noch, ich hätte mich vllt verlesen, aber jetzt bin ich mir sicher: Du hast da was bzgl. Misaki falsch verstanden. Sie meinte ja, Gai solle Inori ja nicht ins Gesicht sagen, dass sie kein normaler Mensch wäre. Gai meinte daraufhin, je früher sie es weiß, desto besser. Damit meinte ich, dass er es ihr SCHON GESAGT HAT (!). Darum geht Misaki zu Inori, um sie zu trösten und abzulenken. Das sollte ich ggf. nochmal in einem Halbsatz erwähnen, wie es aussieht ...
Daher ja, ich bin mir ziemlich sicher, dass sie weiß, was sie ist. Eben genau wegen der Stelle, die du zitiert hast ("Du siehst ihr immer ähnlicher", sagte Gai zu Inori). Wenn sie es nicht wüsste, hätte sie nachgefragt, hundertprozentig. Bzw. Gai hätte damit rechnen müssen, dass sie nachfrägt, und dann hätte er es ihr erklären müssen oder lügen. Oder sagen, er sagt es ihr nicht, aber das wär auch seltsam. Und ob dann Inori noch so mitspielt, wenn sie weiß, was Gai ihr alles verheimlicht hat ... Außerdem: Was denkt sich denn Inori bitte, wo sie herkommt? Sie kann sich an lange Jahre ihres Lebens nicht erinnern, sie hat keine Familie, ging nie zur Schule ... Das wird sie spätestens dann stutzig machen, wenn sie sieht, wie es in Funeral Parlor so zugeht und wie sich "normale Menschen" verhalten. Sie könnte natürlich gesagt bekommen haben, dass Experimente an ihr durchgeführt wurden o.ä., also ohne konkreten Bezug zu Mana, aber ... Nein, ich denke, so offen wie Gai mit Inori spricht (eben gerade während dieser Bluttransfusionen, in der er ihr sogar seine tiefsten Gefühle und Gedanken mitteilt), weiß sie es sicher. Was spricht denn dafür, dass sie es nicht weiß? Ich werde meine Zusammenfassungen nochmal dahingehend durchforsten ^^

Bzgl. Fyu-Neru: Ich muss mich auch nochmal schlaumachen, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass nur Tsugumi ihn "Fyu-Neru" nennt und Inori hingegen "Funell" (was ein Wortspiel ist mit Funeral Parlor, hab ich mal gelesen, naja ^^). Wenn das wirklich stimmt, werd ich das im nächsten Kapitel einbauen, das find ich nämlich süß ^^ So als ob Inori den Namen nicht so richtig aussprechen kann ... Oder als ob sie ihm als neues Mitglied in der Organisation auch nen passenden Namen spendieren will, hihi. Hab übrigens nichts dazu gefunden, ob / welche Bedeutung der Name hätte.

Und den zweiten "Oh je, ob das so geht ..."-Moment hast du auch herausgepickt, yeay ;D Nämlich bzgl. der modernen Technik, die niemand bedienen kann. Das kam mir schon beim Schreiben komisch vor, aber erst jetzt hab ich die Worte dazu gefunden, das zu dem umzuformulieren, was ich eigtl damit ausdrücken will. Vllt willst du nochmal drüberlesen, ob es jetzt besser passt. Grob gesagt, hatten sie Sicherheitsmaßnahmen, aber keine guten (Tsugumi brauchte ein paar Tage, aber hat es trotzdem geschafft). Und Oogumo kennt sich überhaupt gar nicht mit Technik aus (hab deswegen nen kleinen Gag eingebaut), sodass man keine Ahnung hat, ob die Technik modern ist oder nicht. Außerdem gibt er zu, dass sie keinen Spezialisten hätten.
Was ich aber witzig an deinem Kommentar fand, war, dass du davon ausgehst, sie haben Unsummen an Geld dafür ausgegeben. Und dann kann's nichtmal jemand bedienen xD Ich hab mir das eher so vorgestellt, dass sie das einerseits zusammengeklaut haben (bzw. "aus den Händen der GHQ befreit" ;-)) und andererseits von ihren Geldgebern spendiert bekommen haben. Ausrangierte Technik billig loswerden, so in der Art. Aber Gai im MediaMarkt ... Das wäre mal was xD

Schön, dass es dir gefallen hat (das mit dem Fadenspiel fand ich auch gelungen, muss ich zugeben) und danke für die Verbesserungsvorschläge!
Viel Spaß weiterhin =)

~ Smara ~

Zusatz:
Ich hab mich jetzt erkundigt: Sie sagen alle "Fyu-Neru" im Anime, aber es hört sich oft wie Funell an und übersetzt wird es auch manchmal so, manchmal so. Daher bleib ich auch beim "Originaleren" Fyu-Neru und Funeral Parlor =)
Außerdem die Szene mit Inor und Gai bei der Bluttransfusion. Wortwörtliche Übersetzung:
Gai: "Du siehst ihr jeden Tag ein bisschen ähnlicher."
Inori: "Stört es dich?"
Gai: "Ich weiß es nicht."
Das is für mich sehr eindeutig, dass Inori weiß, über wen er spricht. Also weiß sie, wie sie mit Mana zusammenhängt, außer Gai hat sie angelogen und davon gehe ich nicht aus.
Spades (anonymer Benutzer)
15.11.2015 | 23:02 Uhr
Und wieder ein wunderschönes und diesmal gleichermaßen schmerzvolles Kapitel, das auch mir tief ins Herz geht, wie ich zugeben muss. Gai wird hier sehr ambivalent dargestellt. Teilweise möchte man denken: "Jetzt krieg dich mal ein, du Trampel und denk ein bisschen daran, was es für Inori bedeuten wird, wenn sie erfährt, dass sie eigentlich jemand anders ist!" und andererseits kann man ihn verstehen und finde ich sein Verhalten absolut logisch.
Muss ehrlich sagen, ich hätte es genauso gemacht - außer vielleicht am Ende, als er ihr ihr Essen gebracht hat. Da wäre es meiner Meinung nach wirklich angebracht gewesen, sich zu ihr zu setzen und mit ihr zu sprechen. Aber dafür ist wohl Gai einfach nicht der Typ, das kann sich bei ihm noch entwickeln, eventuell, aber im Moment kann ich mir auch kaum vorstellen, dass er dazu in der Lage ist. Oder vielleicht auch auf die Idee kommt, dass es wichtig sein könnte, wobei ich da meine Zweifel habe.
Anders, als von Misaki angenommen, bin ich sehr wohl der Meinung, dass Gai Einfühlungsvermögen besitzt. Nur, dass er eben das Allgemeinwohl über das des Einzelnen stellt, zumindest in mancher Hinsicht. Wie genau siehst du das eigentlich?

Jedenfalls ist Misakis Reaktion, wenn auch ein wenig überzogen in dem Moment, ebenfalls absolut verständlich. Man möchte sich erst fragen, wie sie zu Gai steht, aber ich glaube, sie respektiert und schätzt ihn, auch, wenn sie nicht mit jeder seiner Entscheidungen 100%ig zufrieden ist. Aber wer kann das schon sein? Ambivalenz, das sagte ich bereits.
Die Situation mit ihr und Inori ist wunderschön beschrieben, auch wieder sehr realistisch und man erfährt, wie Inori zu ihrem ersten Song gekommen ist, der ja auch glaube ich der Song im Ending der ersten Staffel ist, oder? Auf jeden Fall der, den man häufig hört, das Opening ist ja immer ein wenig schneller und fröhlicher.
Freut mich auch zu erfahren, wie Inori zu ihrem Wissen über Gefühle gekommen ist. Dass es ihr jemand beigebracht haben muss, das war irgendwo klar, dann wissen wir jetzt auch, wer.

Hm und Gai weiß das natürlich nicht, dass Misaki das für sie getan hat, wundert es ihn deshalb, dass Inori um sie trauert? Oder besitzt er hier wirklich kein Einfühlungsvermögen, würde mich ein bisschen wundern, um ehrlich zu sein.
Was mit Misaki da passiert ist furchtbar schrecklich und tut mir unfassbar leid. Vor allem, dass Inori das mit ansehen musste und dass sich Misaki als ihre neue Freundin sozusagen für sie geopfert hat, das ist so grausam und sinnlos, das hat keine von beiden verdient. Misaki hat mir übrigens als Charakter gut gefallen. Oft ist ja bei OCs das Problem, dass sie zu perfekt geraten und dann alles in die Hand nehmen und plötzlich die eigentlichen Charaktere der Story ziemlich arbeitslos daneben stehen.
Aber das ist hier nicht der Fall. Misaki ist eine gute Schützin und sie ist warmherzig und einfühlsam, hat einen riesigen Beschützerinstinkt, der nicht von ungefähr kommt. Aber sie ist eben auch ungeheuer tolpatschig und kann nicht an sich halten, hätte fast noch ihrem Anführer eine gescheuert, wenn sie sich nicht doch im Zaum gehalten hätte.
Keine typische Mary Sue, wie wir sie hier ja leider ebenfalls schon anzutreffen ist, grrrrr. Eigentlich gar nicht so schlimm, dass die Geschichte nicht fortgeführt wird, wenn ich das mal so sagen darf (ich meinte jetzt die mit der Mary Sue). Tja, aber dann war Misaki ja doch nur eine kleine Randerscheinung in Inoris Leben, die sie aber doch beträchtlich weiter gebracht hat.
Und noch was zum Schluss dieses Teils:
Es freut mich ungemein für Gai, dass er seit langem mal wieder weinen konnte. Das kann wirklich belastend sein, wenn man das nicht schafft und wenn Inoris Gesang bei ihm die Blockaden gelöst hat, dann hat er mit Sicherheit auch erkannt, wie wertvoll das war. Von wegen Gefühlskrüppel.

Jetzt aber noch kurz zu dem, was du vorher geschrieben hast:
Keine Ursache und gern geschehen! Ich weiß, was du meinst und kenne das Problem ja selbst. Guck dir die Bescherung an, meine Geschichte hat 40 Kapitel und 15 Reviews, in denen sich gerade mal einer getraut hat, ehrliche Kritik zu äußern und bei denen viele andere leider nur aus einem Satz bestehen. Ich will mich nicht beschweren, denn ich freue mich, wenn die Geschichte überhaupt gesehen wird (ich habe nämlich dasselbe befürchtet, wie du), aber hin und wieder ist es doch ordentlich demotivierend. Du darfst also, wenn du sie liest, auch gerne mal zwischendurch reviewen, vor allem, weil du mir sicher hin und wieder mal ein paar Dinge aufzeigen kannst, die ich in Bezug auf den Canon falsch gemacht habe und umschreiben müsste. Ich habe sowieso vor, die Story noch mal zu überarbeiten, aber wirklich nur dann, wenn ich das Gefühl habe, dass sie entsprechend gewürdigt wird, ansonsten fehlt mir dazu auch wirklich die Motivation, wenn ich ehrlich bin.

Dass das dein Lieblingsanime ist, dachte ich mir schon und das merkt man auch. Schön, noch jemanden gefunden zu haben, dem es so geht, auch, wenn ich noch manches an Wissen nachzuholen habe. Und die Idee von dir ist super, da auch hin und wieder mal um ein paar kleine Zitate herumzuschreiben und mal die Leute raten zu lassen, was worauf anspielt. Dass Inori Gebet heißt wusste ich nicht, aber ich erinnere mich sehr deutlich daran, dass Inori zu Shu gesagt hat, bevor Gai sie gefunden habe, sei sie nichts gewesen. Als er sie ja fragt, was sie so toll an ihm findet, weil er ja berechtigterweise davon ausgehen muss, dass sie und Gai miteinander in die Kiste steigen. Was ja nicht der Fall ist, wie man kurz darauf erfährt, hätte mich doch auch sehr gewundert, irgendwie hätte das nicht gepasst.
Eine schöne Geste, dass Gai ihr diesen Namen gegeben hat.
Ich hab mich auch gefragt, wie Inori zu Undertaker kam (ich benutze jetzt den Namen, Schande über mich) und hatte dafür bislang eine ziemlich plumpe Erklärung. Vielleicht ist deine Geschichte daran schuld, dass ich es mir anders überlege, mal sehen. Will schließlich auch nicht plagiieren, das wäre noch schöner.

Oho, ich unterschätze Gai? Darüber können wir uns sehr gerne unterhalten, meine Liebe:-) Denn wenn ich eins gerne tue, dann mich mit Leuten über GuiltyCrown und vor allem Shu oder Gai auszulassen. Wir können uns also gerne private Nachrichten schreiben, wenn du möchtest. Du musst dabei leider wissen, dass ich oftmals mehr als eine Woche brauche, um zu antworten, weil ich immer ziemlich ausgebucht bin mit Uni und co. und außerdem ein Faulpelz vor dem Herrn. Das hat dann aber nichts mit dir zu tun, das nur schon mal vorweg.
Ich bin gespannt, was du dazu zu sagen hast. Aber lass mich schon mal vermuten: Du bist der Meinung, Gai hat das von Anfang an alles geplant und sein "Wandel" war eigentlich nichts weiter als Illusion? Solltest du das so aufgefasst haben, wärst du damit beileibe nicht allein. Allerdings nicht mit mir einer Meinung, aber das ist ja überhaupt nicht schlimm. Liefert umso mehr Stoff zum Diskutieren.

Gut, dann nochmal bis bald und viel Spaß beim Lesen meiner Geschichte;-) Wie gesagt, wenn du was findest, was irgendwie nicht stimmen kann, dann gerne bescheid sagen. Ansonsten können wir beide auch gerne weiter per Mail reden, wie du möchtest.
Bis bald,
Bakura

Antwort von Smaraya am 16.11.2015 | 01:08 Uhr
Schön, dass Gais ambivalenter Charakter gut erkennbar ist! Freut mich sehr =) Bei dem Satz "Es wunderte ihn, dass Misakis Tod jemandem wie ihr so zusetzte." hätt ich ihn am liebsten geschlagen (bzw. mich, weil ich sowas schreibe ... Du weiß, wie ich es meine xD) (ò_ó). Er ist natürlich nicht gefühlskalt (das war von Misaki nur so dahingesagt, da hätte genauso gut ein verächtliches "pah, Männer ..." stehen können), aber er sieht Inori trotzdem zum großen Teil als "Gefäß für Mana" an. Das merkt man im Anime auch immer wieder mal, finde ich. Das soll natürlich im weiteren Verlauf nicht überhand nehmen, aber es wird in meiner Geschichte auch nie ganz verschwinden. Gai wäre nicht auf die Idee gekommen, sich zu Inori zu setzen. Daher auch der zitierte Satz oben, ihr Verhalten wundert ihn, aber er sieht sie (noch) nicht als normalen Menschen an.
ich stimme dir zu, Gai setzt auf jeden Fall das Gemeinwohl über das Einzelwohl, was er als Anführer ja auch muss.
Ja genau, Inoris Song ("Euterpe") kommt oft vor, u.a. dort im Ending. Spielt dann ja auch eine sehr wichtige Rolle im gesamten Anime. Sie singt es, als sie Shu zum ersten Mal begegnet, sie singt es, als sie sich von Shu zum letzten Mal verabschiedet ...

"Freut mich auch zu erfahren, wie Inori zu ihrem Wissen über Gefühle gekommen ist. Dass es ihr jemand beigebracht haben muss, das war irgendwo klar, dann wissen wir jetzt auch, wer. " Der Satz freut mich sehr! Ich hätte am liebsten einen schon bestehenden Charakter aus der Organisation genommen, aber an weiblichen mangelt es extrem -__- Allerdings widerspricht Misaki auch nicht dem Anime, da sie ja schon vor dessen Beginn gestorben ist. Ich habe mich beim Schreiben oft gefragt, warum Inori sich nicht die ganze Zeit eigentlich einsam fühlt bzw. nicht weiß, was Einsamkeit ist, da sie es ja offensichtlich oft IST. Aber als Tsugumi sie danach fragt, meinte sie, sie sei erst einmal einsam gewesen und das war, als ihr kalt war, da Shu nicht in ihrer Nähe war. Da wurde mir klar, dass man ja erst einsam sein kann, wenn man vorher sowas wie Nähe oder Freundschaft oder Liebe kennt und das war vor Shu bei Inori dann einfach noch nicht der Fall. Einsicht pur :O Vllt kann ich das irgendwo einbauen xD

Gai weiß schon, dass Misaki sich um Inori gekümmert hat, Details wird ihm Inori sicher nicht gesagt haben. Aber ihn wundert eben am meisten, dass ein "Gefäß" sowas wie "Emotionen" haben/entwickeln kann. Das muss Gai einfach erst noch begreifen, lass ihm etwas Zeit ;-)
Schön, dass Misaki authentisch rüberkommt und dir ihr Charakter gefallen hat =) Innerhalb von 3-4 Seiten einen neuen authentischen Charakter zu erschaffen ist echt komplex.
Das Ende hat mir auch gefallen. Ich habe lange überlegt, ob es nicht zu extrem für Gai ist, aber wenn ich an meine Lieblingsstelle denke (Shu weint, als Inori eben dieses Lied singt, und sie ihm daraufhin schwört, immer seine Verbündete zu sein), dann glaube ich, löst dieses Lied zusammen mit Inoris Stimmung, die sie da reinbringt, einfach bei jedem noch so abgebrühten Kerl diese Reaktion aus. Und Gai is ja nur halb so hart wie er tut ^-^

Der Rest kommt per PM! :D Danke fürs Feedback =)
Spades (anonymer Benutzer)
15.11.2015 | 16:42 Uhr
Zunächst zwei Dinge:
1. DANKE, dass du diese Geschichte begonnen hast.
2. Bitte brich sie nicht ab!

Im deutschen Fandom ist es so schwer, eine gute GuiltyCrown-Geschichte zu finden. Und zu diesen zähle ich auch meine eigene beileibe nicht. Dies hier ist selbstredend nur ein Anfang. Aber es ist der gelungene Anfang eines offensichtlich gut durchdachten Plots und treffend und realistisch dargestellten Charakteren.
Die Motive aller handelnden Personen kennenzulernen finde ich unfassbar spannend, über genau das habe auch ich mir Gedanken gemacht, seit ich den Anime zum ersten Mal gesehen habe. Um ehrlich zu sein, habe ich ihn nur ein einziges Mal ganz zu Ende geschaut.

Mit Inori zu beginnen ist eine gute Idee, weil schließlich damit der "aktuellere" Teil der Geschichte beginnt. Inori wird befreit und zum Leben erweckt, Gai erkennt, dass sie Mana ist und wer weiß, wahrscheinlich hätte er sie gerne zurück. Aber hier stellst du es ganz deutlich so dar, dass er WEISS, dass sie nicht Mana werden darf, weil sonst alles verloren ist. Und das gefällt mir sehr gut. Das ist der Gai, wie ich ihn kennengelernt habe, bevor er das Scheusal wurde, das am Ende die ganze Welt zerstören wollte. Das ist zudem Gai, wie er in der Serie nun mal einfach dargestellt ist und weswegen er so viele Fans hat.
Er entwickelt gute Pläne, viele Alternativmöglichkeiten, hält sich niemals nur an eine, weil er ganz genau weiß, dass immer etwas schiefgehen kann - wie hier ja gesehen. Dennoch überrennen ihn in entscheidenden Momenten seine Emotionen und sein logisches Denken setzt aus, was die Gruppe dann wertvolle Sekunden kostet.
Und das kriegt er von seinen Kameraden natürlich auch zurück. Was eben auch immer so schön war an Undertaker (oder Funeral Parlor, je nachdem, welche Sprache du nehmen willst): Selbst, wenn sie einen Anführer haben, der erstmal das Kommando hat, ist das im Grunde ne Demokratie. Gai würde nie irgendwas tun, gegen das alle anderen sind, die Meinung seiner Leute ist ihm stets wichtig und sie liegen ihm allesamt am Herzen.

Auch schön realistisch beschrieben finde ich Inoris Verhalten, als sie endlich aus diesem Kristall befreit wird. Klar wird natürlich nicht, wie sie in diesem Ding mit Sauerstoff versorgt worden ist und, falls das zuvor gar nicht nötig war, woher sie dann plötzlich weiß, wie man atmet. Aber ich würde mal behaupten, das sind Dinge, die man bei GuiltyCrown getrost außer Acht lassen kann. Sprechen kann sie offenbar, doch mir kommt es so vor, als würde sie nicht ganz verstehen, was die Worte eigentlich bedeuten, die sie da einfach wiederholt. Gut, dass Gai als allererstes seinen Namen gesagt hat - so wird sie ihn damit in Verbindung bringen können. Und Stück für Stück alles lernen, was in dieser Welt zusammenhängt.
Wunderschön, wie Gai über sie denkt und im Stillen über sie spricht. Nicht Mana. Ganz genau. Ich konnte zwar nie so wahnsinnig viel mit Inori anfangen, aber mögen tue ich sie dennoch und ich finde es ungeheuer mutig, wie sie am Ende gehandelt hat.

Nun dürfen wir alle gespannt sein, ob das Ganze hier eine reine Nacherzählung der Ereignisse wird, nur eben aus Sicht der verschiedenen Charaktere, oder ob es tatsächlich noch irgendwann eine ungeahnte Wendung geben wird. Letzteres würde mir sehr gefallen, um es nur mal anzumerken. Aber mit dem Beleuchten der Motive bin ich auch einverstanden.
Ach ja, bevor ich es vergesse: Dein Schreibstil ist sehr flüssig und gut zu lesen und es gefällt mir, wie du die Charaktere sprechen lässt, gerade diese kurzen Botschaften während der Mission. Wirklich gelungen.

Ja, genug der Bauchpinseleien, negative Kritik hab ich bis jetzt nicht, außer das mit dem Kristall und dass der Leser leider keine Ahnung hat, wie Inori darin atmen konnte, aber wie schon gesagt, das ist im Grunde nicht weiter tragisch. Ich würde mich sehr freuen, bald wieder etwas von dir zu lesen, bleibe auf jeden Fall am Ball und wünsche dir viel Erfolg beim Fortführen deiner Geschichte.
Auf hoffentlich bald.

Bakura-Moon

Antwort von Smaraya am 15.11.2015 | 20:28 Uhr
Hey Bakura-Moon!

Erstmal vielen Dank für deine ausführliche und fantastische Rückmeldung! Hat mich sehr gefreut! Und das so schnell! =D Ich habe mich auch schon darauf eingestellt, dass meine Geschichte vielleicht nie gelesen wird, da Guilty Crown jetzt nicht sooooooo bekannt ist (aber mein absoluter Lieblings-Anime) und deutsche Fanfics ja allgemein nicht so viel Aufmerksamkeit kriegen wie z.B. englische. Daher freut's mich doppelt =)

Ich hatte mir ernsthaft überlegt, mit Gai anzufangen, aber hier gibt es schon eine Geschichte dazu und daher wurde es Inori, da ich mich immer gefragt hatte, wie genau Inori zu Gai kam (oder andersrum ;D). Im Anime gibt es leider nur 3 Bilder dazu und 2 Sätze x__x
Ich hatte mir sogar wirklich schon Gedanken darüber gemacht, wie Inori dort am Leben gehalten wird (atmen ist weniger das Problem, da der Kristall ja nicht luftdicht verschlossen sein muss (und sicher nicht ist), aber was ist mit essen ...?). Ich bin dann einfach nicht näher drauf eingeganen, da es einfach nicht wichtig für die Handlung ist. Ich hoffe, das stört nicht weiter.
"Das ist der Gai, wie ich ihn kennengelernt habe, bevor er das Scheusal wurde, das am Ende die ganze Welt zerstören wollte." <-- MOMENT, darüber müssen wir uns nochmal unterhalten, mein Lieber! =D Du unterschätzt Gai gewaltig! Ich hatte die ganze zweite Staffel anders aufgefasst (als die meisten, zugegeben) und kann meine Ansicht auch durch diverse Stellen belegen. Kann ich dir gern mal bei Bedarf ausführen, aber das würde hier zu weit führen ^^

Eine "reine Nacherzählung aus verschiedenen Perspektiven" wird es nicht werden, das wäre viel zu langweilig (und auch nicht erlaubt, soweit ich die Regeln hier richtig gelesen habe). Ich werde stattdessen einzelne Zitate oder Verhaltensweisen oder Ereignisse aus den Anime aufgreifen und diese dann ausschmücken. Ich denke, im zweiten Kapitel wird das etwas deutlicher =) Außerdem versuche ich, so viele Andeutungen für aufmerksame GC-Suchtler wie möglich in die Geschichten zu packen. Hier z.B., dass Inori einmal meinte, Gai habe ihr ihren Namen gegeben (deshalb kann sie nicht mit Shu fliehen). Und der Name Inori bedeutet "Gebet", was wrs. auch die wenigsten wissen, das hab ich als kleinen Twist am Ende genommen ^^ Uuuund noch viele Dinge, das darf jeder selbst rausfinden, wenn er mag ^^

Danke nochmal für deine motivierende Rückmeldung und bin auch schon auf deine Geschichte gespannt! Das wird eine Weile dauern bei so vielen Kapiteln, aber ich freu mich drauf! =D

Viele Grüße
Smara
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