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Autor: Dolette
Review 1 bis 1 (von 1 insgesamt) für Kapitel 8:
05.01.2016 | 20:10 Uhr
Einen wundervollen guten Abend Dolette, hoffentlich lebt deine Schreibsucht weiter.

erstmal muss ich einiges vorweg loswerden, bevor ich ein Ansatzweise anständiges Review zu stande bringe. (Sorry für den langen Text xD)
Eigentlich wollte ich mich mindestens bis Kapitel 10 durchlesen, bis ich ein erstes Review schreibe, aber ich lege doch jetzt schon los, weil ich witzigerweise durch das Lesen deiner FF unglaublich Lust bekommen habe auch selbst wieder weiter zu schreiben. Etwas, was ich vor Frühling ehrlicherweise nicht erwartet hätte. Keine Bange - ich werde natürlich weiter lesen und auch weiter Kommentieren, wenn mir etwas auffällt ;) nur halt nicht ganz so schnell.

Hier komme ich dann zu den Abschweifungen meinerseits, was ich loswerden muss, damit du meine Kommentare nicht als all zu böse auffasst. Was ich schreibe ist wirklich nicht böse gemeint, nur eben meine persönliche Meinung.
Sie beläuft sich auf den Todesritter, du stellst allgemein Untote anders da als ich es tun würde. Anfangs hatte ich echte Probleme mich auf die Untoten einzulassen, so wie du sie ausschrebst und das bezieht sich hier rein auf die Lore. Auch wenn du am Anfang erwähntest, dass du von der Lore abschweifst und es sich im RP so nie ausspielen lassen würde (jetzt weiß ich auch warum) möchte ich es mal verdeutlichen:

Meines Erachtens sind Todesritter brutale Tötungsmaschinen, rein erschaffen um dem Lichkönig bedingungslos zu gehorchen. (Grund für keine Gefühle, etc.) Und so werden sie auch von allen Völkern - bis auf u.U. die Verlassenen - angesehen. Wer möchte gerne mit einem Killer zu Abend essen? Ich denke mal keiner so wirklich. Die bildliche Vorstellung wie ein Todesritter nach Süderstade geht um nach einer Überfahrt zu fragen, war... nennen wir es unglaubwürdig.
Ebenso fand ich es amüsant dass Plagg von Bewohnern gesichtet wurde und ihm gerade mal argwöhnische Blicke zugeworfen worden sind. Wäre ich einer dieser Bewohner gewesen, hätte ich etweder nach einer Fackel oder Heugabel gegriffen, oder wäre panisch schreiend davongelaufen um nach einer Wache zu rufen. xD
Auch das mit dem bedingungslosem Gehorsam und der Gefühlskälte ist dem Prozess der Wiedererweckung und dem Einfluss des Lichkönigs zuzuschreiben. Die einzigen Gefühle die sie meiner persönlichen Ansicht nach tatsächlich - oder vielmehr noch zulassen können - wären Schadenfreude, Sadismus und Rache. Natürlich möchte ich jetzt nicht behaupten, dass ein Todesritter sich nie an seine Vergangenheit erinnern würde, und unter Umständen noch ein Gefühl ausgraben kann, aber ich denke, sie würden sich nach der Lichkönig-Gehirnwäsche verdammt schwer tun. Sieht man z.B. auch im Startgebiet bei der Quest bei der man einen von seiner Fraktion lünchen muss. "The Show must go on" als wäre nie etwas gewesen.
Auch gefällt mir nicht so richtig, dass sowohl Todesritter als auch Untoter (sprich Plagg) sehr menschlich wirken. Als hätten sie eine verrottete Hülle und ansonsten Mensch. Ich denke es ist wichtig sich vor Augen zu halten, dass der Organismus von Untoten nicht mehr funktioniert. Sie bluten nicht, sie müssen nicht Atmen - und speziell Untoten macht es glaube ich auch recht wenig aus, wenn man z.B. Säure über ein Bein schütten würde. Im ersten Kapitel fand ich Plagg recht gut gelungen, (auch wenn er lächerlicherweise vor der Bansheekönigin seinen Arm wie einen Propeller rotiert hat xD). Später schien es als hätte man vergessen, dass er untot ist und die Lungenflügel sind gequetscht. (bestimmt hat er nur geschauspielert um Dole noch ein Gefühl rauszukitzeln)

So, das war jetzt erst einmal meine Meinung etwas zur Darstellung. Beim weiteren Lesen ist mir aufgefallen, dass die Geschichte (lt. meinen Ansichten) nie funktioniert hätte, also sehe ich über all das drüber, auch weil du ja am Anfang darauf hingewiesen hast. Und nun komme ich zum eigentlichen Review (xD)

Dein Schreibstil gefällt mir wirklich sehr. Auch wenn er manchmal etwas unübersichtlich wirkt - möglicherweise wegen extrem vielen Sichtwechseln (z.B. die Überfahrt zurück nach Süderstade) Da kam es mir teilweise so vor jeden Satz von jeweils Marialle und Dolette kommentiert wurde. Aber wenn man einmal den Dreh raus hat, läuft das ganz gut. Das ein oder andere Mal unterlaufen dir kleine Fehlerchen, aber ich bin die letzte die sich über Rechtschreibfehler beklagt, da ich wirklich selbst genug produziere. Nur als Hinweis, wenn du darauf in der Zukunft mehr drauf achten möchtest.
Was mir auch aufgefallen ist, waren einige Tempusbrüche - sind aber sehr selten vorgekommen. Also, dass man innerhalb eines Satzes in den Zeiten wechselt. Da habe ich dann zwei Mal den Satz gelesen, innerlich genickt, mir gedacht 'das seh ich auch nur, weil ich selbst darauf achten muss' und habe weiter gelesen. xD
Manchmal findet man keinen Anfang - oder das Ende - von einem Aussagesatz. Da fehlen dann einfach die Anführungszeichen, aber sowas passiert auch im Schreibefluss. Was mich pesönlich vielmehr verwirrt hat war die Beschreibung, bzw. wer was macht. Sehr oft kam da nur "Sie"; "die Frau" und sehr oft einfach das "sie hat". Gerade wenn man mit mehreren Charakteren arbeitet ist es günstiger immer den Namen zu nennen. Warum auch nicht? Deswegen haben sie ja auch Namen und man kann den Namen nie oft genug nennen. Gut im Gespräch sollte er nicht so oft fallen, das wird auf dauer nervig, aber gerade wenn man mit einer Gruppe von Leuten arbeitet wird es ansonsten unübersichtlich.

Ich finde deine kleinen Ideen unglaublich klasse die du einbaust aber teilweise habe ich das Gefühl du verlierst das Interesse und verwirfst sie. Das finde ich schade. Stark aufgefallen ist mir das, als Plagg von dem Bären weggeschliffen wurde. Im nächsten Moment - Plagg wird gerettet; "Mach ein Lager" - und Szenenwechsel. Einerseits witzig, andererseits - es wäre sicher ne coole Rettungsaktion geworden in der Dolette total oft geschnauft und 100 mal gesagt hätte 'wenn er nicht tot ist, bring ich ihn selbst um!' xD Aber gut, kann ich auch verstehen, es hätte die Geschichte vermutlich unnötig in die Länge gezogen, aber das hat es dann allein schon mit dem Auftauchen des Bären auch schon.

Deine Charaktere die du als Hauptcharaktere erkoren hast (sorry wenn ich es so formuliere) sind gut durchdacht, auch wenn sie bis jetzt (Kapitel 8) teilweise auch noch sehr gesichtslos erscheinen. Terez hatte z.B. einen bescheidenen Auftritt und einen ebenso unspektakulären Abgang. Auch wenn es vermutlich viel dramatischer hätte rüberkommen sollen, als ihr die Kehle aufgeschlitzt wurde, hat es mich nicht so ganz überzeugt. Grund ist wohl, dass sie keine wirkliche - oder überzeugende - Rolle als Priesterinanwärterin hatte. Dass Marialla einen anderen Bezug zu Dolette hat - gut. Aber Terez müsste in der Theorie absolut kein Verständnis für den Untod oder Todesritter haben. Und dann holt Plagg noch seine Sukkubus raus! Die hätte durchdrehen müssen xD Und wenn nicht, dann hätte sie sich in einem Gespräch z.B. mit Plagg erklären können, warum sie so ruhig bleibt (sogar normal mit einem Verlassenen plaudern kann, obwohl sie ja auch gerade entführt wurde)
In dieser Hinsicht war Terez etwas gesichtslos. Vielleicht fand ich deswegen ihren Tod nicht dramatisch, sondern einfach nur Mittel zum Zweck.
Schöner wäre es gewesen, wenn sie tatsächlich auch einen Charakter bekommen hätte. Ich denke, dass die anderen Charaktere im laufe der Geschichte auch noch besser ausgefeilt werden, schließlich passiert das ja ziemlich oft. Die Geschichten prägen.

So... wenn ich so jetzt zurückblicke fällt mir auf, dass das Review ziemlich negativ klingt, soll es aber wirklich nicht. Ich schreibe halt einfach die Sachen die mir aufgefallen sind und weiter oben, wie meine persönliche Meinung zu bestimmten sachen ist. Ich hoffe, dass ich dich damit nicht vergraule oder dir die Lust am Schreiben nehme - das ist absolut nicht meine Absicht! Die Geschichte gefällt mir, ansonsten würde ich einfach weiter lesen und nicht selbst den Drang verspüren selbst auch schreiben zu wollen.
Und alleine dafür danke ich dir wirklich vom Herzen. Ich werde die Geschichte auf jeden Fall weiter verfolgen und ich hoffe, dass dir meine Kommentare - bis jetzt - ein Stückchen weiter helfen können. Auch wenn ich weiß, dass es unglaublich schwer ist ein Kommentar anzunehmen, wenn man eigentlich schon 40 Kapitel weiter ist. xD

Glg Skampi

Antwort von Dolette am 06.01.2016 | 12:58 Uhr
Huhu Skampi,

erstmal vielen Dank für die Zeit die du dir genommen hast, um einen so umfangreichen Kommentar da zu lassen. Das ehrt mich.
Es freut mich ganz doll, dass ich deine Synapsen ein bischen angezwickt habe und du jetzt weiterschreibst. Super.

Ehrlich gesagt läuft mir ein Schauer nach dem anderen über den Rücken wenn ich bedenke, dass du und auch vor dir schon Shay, so viel zu bemängeln habt und noch nicht mal an dem großen Flashback angekommen seid. xD Der wird auch dich aus der Story rausreißen und das ist ein Negativpunkt über den ich mir im klaren bin, da gusL aber mein Erstlingswerk ist, wird es so bleiben.

Ich kann ja jeden verstehen, dem es schwer fällt sich auf meine Story einzulassen, deshalb ja auch das Vorwort, dass sich auf die Schwierigkeit bezieht, die Story in die Lore einzubinden. In vielen Dingen ist die Lore ja auch Auslegungssache und man sollte auch andere Ansichten zulassen können. Also ich sags mal so, das hier ist eine Fanfic und ich sehe es als meine künstlerische Freiheit an, das so zu schreiben wie ich möchte. Ja meine Untoten atmen (auch wenns komisch ist, sehe ich ja auch ein) und ja in Süderstade rennt kein wilder Bauernmob zur Stadtwache. Man muss sich auf meine Sicht der Dinge schon einlassen und hier und da wohl auch mal ein Loreanhängerauge zukneifen.
Sein wir mal ehrlich, eine Todesritterin die liebt und dann auch noch eine Frau, das geht nun mal sowieso schon nicht! Also einfach mal die Prinzipien über Bord werfen, sonst ärgert man sich fenke ich nur.
In erster Linie ist es eine Liebesgeschichte. Ich werde das Vorwort mal verdeutlichen, damit man besser weiß worauf man sich einlässt.
Man stelle sich die Bewohner zB vielleicht auch mal nur verwirrt vor, da Horde und Allianz in einem Bündnis sind und keiner weiß, ob es nicht immer gleich wieder Krieg bedeutet, wenn sich so ein Bauer (oder in dem Fall die Stadtwache) mit dem Verlassenen kloppen würde. Das war zumindest mein Gedanke dabei.
Dass Dole einfach in Süderstade reinläuft und sich um die Überfahrt kümmert, mag loretechnisch natürlich dementsprechend auch total unglaubwürdig erscheinen. Grundsätzlich würde ich dazu auch sagen, dass ich Fackel und Heugabel-Klishees nicht gerne bediene.
Es wird für dich sicherlich auch befremdlich werden, das Marialles Familie die lesbischen Gefühle für Dolette einfach hinnehmen und sogar bekräftigen wird. Ohne dass das abwertend klingen soll, aber Intoleranz ist einfach nichts womit ich mich aufhalten will. :3
Insgesamt kommt bei diesem Thema, aber natürlich auch dazu, dass ich recht ungeduldig schreibe und mich daher grade am Anfang, nicht so lange mit solchen Dingen aufhalten wollte die die Geschichte ausbremsen. Daran arbeite ich fieberhaft!
Das kann man auch gut auf das Ding mit dem Bären beziehen, deine Kritik ist ja nicht unangebracht und ich nehme sie auch an! Also nix falschverstehen. :)

Dolette als Todesritter ist ja schon einzigartig, selbst in meiner Story, ich dachte das wäre schon so rüber gekommen? Die Geschichte beschäftigt sich aktuell (stand Kapi 53 bzw einige Kapis davor mit dem DK Koltira Todesweber) mit dem, was ein richtiger Todesritter wohl eher ist. Aber dennoch ist es meine persönliche Auffassung. Also muss man sich wohl dennoch darauf einlassen können.

Ja der Perspektivenwechsel ist anfangs noch etwas holprig ich denke, das hat sich schon deutlich gebessert. Musst du lesen . :P
Das mit den Zeitbrüchen kann anfangs durchaus sein, ist mir bisher nach mehrfachem Nachlesen, aber noch nicht aufgefallen. Ich hoffe, dass ich irgendwann nochmal jemanden finde der es mit Gramma usw richtig drauf hat und dann die ganze Story mal aufarbeitet. Ich bin da leider schon an meinem Zynit, obwohl ich natürlich auch beim Schreiben meine Fähigkeiten ausbaue. Perfekt wie ich es gern hätte wird es aber aus eigener Kraft schwierig. ^^
ALLES ist aber noch immer in Überarbeitung und wird es bleiben bis ich sage, so das wars. Fertig. xD

Manchmal verzichte ich darauf, den Namen oder eine klare Beschreibung eines Charakters zu nutzen wenn ich denke, dass man aus der Aussage erkennt wer es gesagt hat.
ZB: <"Dole, du siehst gut aus.", sagte sie.> Ich denke es ist nicht zu viel von einem Leser erwartet, zu erkennen dass das Marialle gesagt hat, in einer Szene in der nur die beiden da sind oder nur sie sich grade unterhalten. Ansonsten habe ich mir zumindest bis hier hin eingebildet immer sehr aufmerksam darauf zu achten, dass man weiß von welchem Char grade die Rede ist, aber darüber werde ich nun noch mal nachdenken müssen. xD ich habe aus diesem Grund ganz speziell mir einen "richtigen Roman" zur Hand genommen und da mal bei den Dialogen geguckt und war überrascht wie oft nur 'sagte sie' dahinter stand. Ein Satz auf den ich bis dato penibel versuchte zu verzichten. Ich kam zu dem Schluss, dass man es vielleicht auch nicht zu kompliziert machen sollte. :)

Ach ja Therez........
Allgemein sind die Nebencharaktere schwach und blass. Ich bin viel zu besessen von meinen Protagonistinnen. Prinzipiell nicht so schlimm aber Therez tut mir echt leid. Ich denke, dass da eine Veränderung in meiner Geschichte zu bemerken ist, aber das ist noch immer ein Kritikpunkt für mich. :)

Leider siehst du das Zusammenspiel der Gruppe (Dole, Plagg, Mari, Therez und auch Susi) hier wieder zu sehr mit Loreaugen. Was natürlich nicht heißen soll, dass du unrecht hast.

Ja abschließend kann ich natürlich nur sagen, dass ich mir diesen Kommentar wirklich schon 40 Kapis vorher gewünscht hätte, da ich denke, dass er mich weiter gebracht hätte. Ich ziehe aber auch jetzt noch meine Schlüsse und werde die frischen Erkenntnisse in die Geschichte einfließen lassen. Also vielen lieben Dank dafür :)

Winke winke Dolli
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