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Autor: Silberfrost
Review 1 bis 1 (von 1 insgesamt) für Kapitel 30:
28.05.2016 | 00:19 Uhr
Oh je, oh je, ohje...

Zu Beginn hab ich ja noch gelacht, bei der Diskussion im Hause Inu... Kagome hat offenbar von Sango gelernt, was die... schlagkräftigen disziplinarmethoden anbelangt. Inu dagegen ist genauso stur und vorlaut, wie früher xD
Aber damit ging es ja erst richtig los. Holla, die Waldfee, das ist ein wirklich handfester Streit, der ja teilweise schon ziemlich unter die Gürtellinie getroffen hat, wie mir scheint. Wenn Rin, die ja eigentlich freiwillig zu Besuch kommen wollte, schon beschließt außerhalb zu übernachten... herrje.
Da schwelte wohl einiges im Hintergrund, konnte dank Inu nachtragender Feindschaft gegenüber Sess nicht erlöschen und ist jetzt dank der angespannten Situation und Kaitos ebensowenig nachgiebigem Verhalten neu entflammt. Als ob es nicht ganz andere Probleme gäbe...
Aber einen Lichtblick gabs immerhin: Minoru hat offenbar eine Art Grundvertrauen in Rin gelernt, so schnell wie er für sich entscheidet, dass sie den Streit vergleichsweise im Griff hat.

Aber hey, ich hatte Recht, dass Tenseiga die Schlacht entscheiden wird! xD
Durchaus nachvollziehbar - und dennoch nur beiläufig angerissen, bzw. im Nachhinein rekapituliert, als sei dieses einmalige Schwert mal wieder überhaupt nichts Besonderes. Bei dem Theater, was im Dorf gerade um Tessaigas Geschichte gemacht wird, sticht die eher geringe, offensichtliche Wertschätzung Tenseigas prima raus.
Derweil Sess aber nicht so ganz zufrieden mit der Situation ist, aber seinen Chûyo und alten Freund hoffentlich gerettet hat - so der nicht seinen Verletzungen erliegen oder gar nachher Harakiri begehen sollte. Zuzutrauen wäre es dir, aber es wär auch schade, um den guten Ryouichi.
Immerhin sorgt Sess sich um Minoru, bzw. ist zumindest insgeheim, bereit, Zugeständnisse zu machen, wenn sein Sohnemann dafür in Sicherheit ist.
Und... hoppala! Ryouichis besonderer Drachenfreund ist Ryoukotsusseis Bruder? Na der hat uns gerade noch gefehlt.
Diese Erkenntnis und die Verbandelung dessen mit Ryouichis Vergangenheit... scheint auch den freundschaftlichen Anklang zwischen ihm und Sess getilgt zu haben. Ich bin immer gespannter darauf, wie du auflösen wirst, was den Kommandanten so sehr gezeichnet hat.

Zurück im Dorf ist die Stimmung nicht minder angespannt. Herrje, da hast du ja wirklich eine Situation gesponnen, die alles andere als Friede-Freude-Eierkuchen ist. Nicht einmal die alte Clique bildet mehr einen Hort des Verständnisses, sondern lädt die Spannung eher noch mehr auf.
Ich finde es spannend und mutig von dir, wie sehr du die üblich harmonische Situation in Musashi feinsäuberlich zerlegt und die Illusion der heilen Welt beiseite geschoben hast und ich befürchte, das wird auch noch Konsequenzen haben, oder?

Allemal hat deine Geschichte hier längst hochwertigen Roman-Charakter erreicht und ich bezweifle, dass ich da noch mithalten könnte. Qualitativ, meine ich.
Weiterlesen werde ich garantiert. Und die nächsten Reviews kommen auch wieder schneller^^

Antwort von Silberfrost am 29.05.2016 | 23:07 Uhr
Huhu!
Nun... ja, der Streit war etwas sehr deutlich. Hier treffen einfach gewisse Vorstellungen aufeinander, die sich sehr beißen.
Inuyasha wollte noch nie etwas mit Familie zu schaffen haben. Er hat bisher jedes Gespräch über Toga abgelehnt, vorgegeben sich dafür nicht zu interessieren und dauerhaft geblockt. Ich kann mir gut vorstellen, dass es ihn in Wahrheit nicht so kalt lässt, wie er tut - insbesondere nicht, wenn er nun selbst dreifacher Vater ist. Aber wir kennen Inuyasha: Stur und das mit vehementer Beständigkeit. Er lebt jetzt in seinem kleinen, heilen Dorf hat ein geregeltes Einkommen (sofern man das so nennen darf, wenn Miroku für Exorzismus wuchert) und eine nun recht große, glückliche Familie unter Freunden. Warum sollte er nun anfangen sich um seine eigentliche Familie zu scheren, mit der er nie etwas zu tun haben wollte/nie wirlichen Frieden hatte?
Nun, Rin und Myôga haben aber nicht unbedingt Unrecht: Es wird niemanden kümmern, ob er seine Familie leiden kann oder nicht, er und seine Kinder sind Teil des Westens. Ob er nun will oder nicht. Auch das ist er gewohnt (wie viele wollten ihn nochmal umbringen, nur weil er Togas Sohn ist? Richtig, genug). Und wie Kagome schon sagte: wenn sie sich zusammengeschlossen hätten, wäre Naraku sehr schnell Geschichte gewesen. Sess hat zumindest weitere Feindseligkeiten vermeiden wollen, als er ihm seine Kinder zurückgebracht hat - aber wird Inuyasha das auch einsehen? ;)
Kaito scheint derweil viel von seinem Vater aufgeschnappt zu haben, aber so viel sei gesagt: Kaito ist nicht so einfach gestrickt, wie er scheint. Er hat gewisse Prinzipien, auch wenn er erst einmal wie ein oberflächlicher, verbohrter Dickschädel wirkt. Dass er das eben nicht ist zeigt sich allein schon daran, dass er nicht vor seinen Eltern dazu steht, seiner Schwester von Anfang an gesagt zu haben, dass der Westen keine Lösung sei.
Was hier aber die meisten in der Situation verkennen ist das, was du sagst: Es gibt ganz andere Probleme als die persönlichen Diskrepanzen untereinander.
Minoru ist fast goldig, als er mit Rin kooperiert, finde ich (aber das sagen wir ihm nicht!). Wenigstens einer, der versteht, dass man im "Feindesland" zusammenhält - wenn auch Musashi kaum die Bedrohung darstellt, die andere Orte bieten.

Tenseiga vor, sage ich da nur! Das arme Schwert.. ich bin sicher, es hat einen sehr geduldigen, belehrenden Charakter, dass es diese Schmähung auf Dauer aushalten kann. Und man darf auch davon ausgehen, dass Tenseiga im ersten Kampf gegen die untoten Drachen erst sehr spät gezogen worden ist - nachdem Bakusaiga nicht den gewünschten Effekt hatte. Ich wiederhole: Armes Schwert. Aber immerhin darf es immer mitreisen. Im Gegensatz zu Tokijin. Aber Sesshomaru ist auch keine laufende Waffenkammer. Punkt.
Zufrieden wird der Fürst sicherlich nie sein, wenn ihm etwas so herbes dazwischenkommt, dass er seinem Bruder fast dankbar sein muss, dass der seinen Sohn gerettet hat. Betonung auf fast. Was mit Ryouichi wird... hmm ich schweige =D.
Ich finde, auch Ryukotsusei hat einen Anspruch auf Familie - und wenn es nur Shisuna ist. Allein die verwandtschaftliche Beziehung sollte aber genug über Shisuna aussagen. Wobei, wollten wir nicht davon absehen, Leute wegen ihrer familiären Abstammung zu beurteilen? Ach was, als bewährtes Prinzip.
Deine Theorie bezüglich der Auflösung des freundschaftlichen Anklanges ist interessant. Ich glaube, das wird alles ein schwer verdaubarer Happen, wenn ich es so anrollen sehe... hmm, aber da freut sich der kleine, böse Fleck im Herzen diebisch.

Musashi ist tatsächlich hart entmystifiziert worden. Wobei man dabei Minorus Gedankengänge wieder einmal nicht objektiv betrachten darf. Er ist eben nicht objektiv, was Menschen und ihre Dörfer angeht, aber er hat eine ziemlich genaue Vorstellung davon, wie schnell Angst in Aggression umschlagen kann und wie er bei Gegenwehr positioniert werden würde. Er hat bisher viele Dinge sehr vorbildlich über sich ergehen lassen und möglichst weit von sich gehalten. Nicht jeder würde gern hören, wie jemand anderes so über die Eltern spricht, wie es am Abend bei Inuyasha der Fall war. Aber Minoru ist gut darin, Dinge an sich vorbei ziehen zu lassen. Warum sollte er für seinen Vater Streit mit jemandem vom Zaun brechen, der ihm mit einem monströsen Schwert filitieren kann? Manchmal funktioniert Minorus Hirn in Sachen Konfliktvermeidung erstaunlich gut - aber auch seine Distanz-Rüstung hat irgendwann einmal Grenzen und ich persönlich wäre ungern die Person, die die Grenze überschreitet und die Konsequenzen trägt. Dass die Stimmung aber so brüchig ist, dass sie irgendwann kippen könnte, hast du gut erfasst - mit allen Konsequenzen die da kommen.
Und vielleicht beginnt man langsam auch Kaito zu verstehen, der ein gewisses Talent hat, Situationen zu erfassen, wie Rin es so schön sagte. Außer mit den Zwillingen gab es bezüglich der Han'yô im Dorf sicherlich noch nicht viel aufhebens (die hat man als Baby gesehen, hat gesehen wie sie größer werden.. die Kinder sind wohl schon akzeptiert). Aber will man dieses Gefühl, gefürchtet, abgelehnt und vielleicht sogar gehasst zu werden jeden Tag erleben, wenn man das eigene Dorf verlässt? Stelle ich mir sehr bescheiden vor.
Vielen, vielen Dank für deine hilfreichen Kommentare - und tut mir leid, dass ich dir in den Rückmeldungen immer so refelktierend ein Ohr abkaue (bzw die Augen...). Es ist einfach zu verlockend, die Thesen und Bemerkungen zu analysieren und das Kapitel damit nochmal Revue passieren zu lassen O=).
Viele liebe Grüße!
Silberfrost
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