Reviews 1 bis 7 (von 7 insgesamt):
29.10.2018 | 23:47 Uhr
Krass. Ich bin schwer beeindruckt. Habe die Geschichte jetzt über Tage hinweg mehrere Male gelesen und sie geht mir nicht mehr aus dem Kopf.
Schreibstilmäßig aller erste Sahne, was würde ich geben, so bildlich und emotional schreiben zu können, ohne, dass es in irgendeiner Weise geschwollen oder zu pathetisch ist, sondern einfach passend. Mir fällt auch das Wort "perfekt" ein :D
Beim Pairing war ich ehrlich gesagt sehr, sehr skeptisch. Wie du die Geschichte von der Handlung her allerdings hast verlaufen lassen, war es stimmig und wirkte nicht aufgesetzt.
Ein wirklich herausragender One Shot!
27.10.2016 | 13:03 Uhr
Hallihallo!

Ich bin gerade auf der Suche nach guter deutschsprachiger 'Smutfic' (soll heißen Fanfiction mit erotischen Motive) für eine kleine Sammlung und bin dabei auf deine Geschichte gestoßen. (Black Zora hat mich quasi kürzlich mit Krabat re-infiziert.)

Ja, was soll ich sagen? Perfekt!

Es flasht mich total, wie gut du den Tonfall des Originals getroffen hast, und wie deutlich du gleichzeitig darüber hinaus gehst. Du integrierst Originalformulierungen so geschickt in deinen eigenen Stil, dass es sich anfühlt, als lese man eine Pastiche, aber ich finde deine eigene Wortwahl verleiht der ganzen Sache noch mehr Tiefe und Gehalt und das Ergebnis ist wirklich zauberhaft. Chapeau!

Ich hätte nicht gedacht, dass du mir die Interaktion zwischen dem Müller und Tonda so plausibel machen könntest, aber dir ist es tatsächlich gelungen, meine Zweifel, ob das sich so hätte zutragen können, vollkommen zu zerstreuen. Deine Charakterisierung funktioniert wunderbar mit dem Canon und ist genau die Art von Bereicherung des Originals, die ich mir von Fanfiction wünsche.

Last but not least - deine Beschreibung der Küsse und Berührungen ist fantastisch! Ich hatte (wegen des Ratings) mit expliziterem gerechnet, aber das ist jetzt keine Beschwerde. Du hast das Wesentliche, das sinnlich-emotionale Moment der Begegnung großartig eingefangen. Es war eine Freude, die Geschichte zu lesen! <3

Vielen lieben Dank fürs Teilen!

Herzliche Grüße,
Clementine
11.09.2016 | 21:08 Uhr
Diese Geschichte hat mich sehr berührt.

Ich hätte mir eine solche Entwicklung zwischen Tonda und dem Meister weder nach dem Lesen des Buches noch nach dem Sehen des Films vorstellen können, aber bei dir macht sie Sinn und fühlt sich richtig an. Ich finde beide Charaktere glaubwürdig in dem, was sie sagen und tun. Der Wechsel zwischen Wut und Verzweiflung sowie Nähe und Zärtlichkeit ging auch mir sehr nahe. Dass Tonda am Ende trotz allem sterben musste, weil weder er noch der Meister die wahre Macht über die Geschehnisse auf der Mühle haben, fand ich schmerzlich, aber passend.

Deine Geschichte hat mich ein wenig mit Tondas Tod versöhnt. Sie zeigt, dass es immer eine Möglichkeit zu Heilung und Versöhnung gibt. Sie strahlt Hoffnung und Wärme aus und wird noch lange in mir nachklingen. Ich danke dir dafür, dass du sie mit uns teilst.
16.04.2016 | 19:13 Uhr
"Du irrst dich." - das ist korrekt, nicht: "Du irrst."

"Tonda nickt. Dann bleibt der Meister eben namenlos für ihn. Doch der unfassbare Schatten hat Konturen bekommen, ist greifbarer geworden. Er sieht den Älteren an, lässt den Blick über das vernarbte Auge wandern.
„Ist das im Krieg geschehen?“
Der Müller verneint, lächelt kurz, aber bitter. „Das war vorher. Im Zweikampf mit einem anderen Zauberer, wegen eines Mädchens, stell dir vor. Wir waren im gleichen Alter, gerade aus der Schwarzen Schule heraus. Auf einer Kirmes haben wir beide recht ausgelassen mit dem Mädchen getanzt. Und irgendwann hat er im Suff gemeint, er habe mehr Anrecht auf sie und hat mich gefordert. Und geschlagen hat er mich, der Hund. Obwohl ich besiegt war, hackte er mir als Krähe das Auge heraus. Ein Denkzettel, meinte er.“
„War sie's wert?“
„Das Mädchen?“, der Müller schnaubt abfällig. „Nein. Ich kannte sie nicht einmal.“"

-

Eine tragische Geschichte, welche der Meister erlebt hat und Tonda auch. Jeder für sich.

Und dann diese Hassliebe zueinander.

Tonda tritt auf der Treppe fehl, das steht auch so im Buch beschrieben. Doch wie kommt er, von der Kammer des Meisters hinauf auf den Dachboden zu den anderen Mitgesellen ?
Der Übergang zwischen den beiden Schauplätzen fehlt mir.

Der Meister hat irgendwie schon recht: Mit seiner Manneskraft muss er ja irgendwo hin und sei es zu einer Hure. ;)

Ist doch egal, dass die FF nicht zu 100% canontreu ist. Das soll sie ja auch gar nicht sein.

Deshalb heißt es ja auch FF, weil man seiner Phantasie freien Lauf lassen darf und soll.

Herzlichst

Mimi
20.01.2016 | 20:46 Uhr
Hallo liebe tausendschön!
(Ich... kürze das mal so ab. Ja, deinen Nicknamen schreibt man anders, ich habe es gesehen. Aber ich war gerade eher in der Stimmung, das so hinzubasteln, ich hoffe, du verzeihst es mir.)

Deine Geschichte ist der Wahnsinn. Der helle, blinkende Wahnsinn. Und ja, für diese Worte habe ich tatsächlich zwei Tage überlegt, da ich einfach nicht wusste, was ich dir schreiben soll, damit es als passables Lob in die Ewigen Jagdgründe eingehen kann. Oder so ähnlich.

Du triffst exakt den Ton der eigentlichen Erzählung, als wäre diese Kurzgeschichte ein ausgesparter Teil, der zwischen den Zeilen gelauert hat und nur darauf wartete, dass man mit ein wenig Magie dahinter kommen kann. Das fand ich schon nach dem ersten Abschnitt sehr faszinierend und habe mich sofort in die Geschichte eingefunden, als hätte ich das Original nie verlassen.

Man spürt Tondas Nervosität, das stumme Bangen und den Herzschlag in seinem Hals, den kurzen Kitzel des Verbotenen und trotzdem seine eigenwillige, sanfte Entschlossenheit, die ihn zu einem so beständigen und einnehmenden Charakter macht. Die Angst ist zweitrangig, es geht ihm schon hier um das Verstehen, um das Ergründen. Er ist ein urteilsfreier Mensch, der nicht von Bitterkeit geplagt Dingen hinterhertrauert, welche er nicht ändern kann. Und all das gelingt dir in deinen wenigen Beschreibungen so herausragenden an den Leser zu bringen, dass du mich fast zum Zittern bringst. Denn ich habe mich vor dem Meister gefürchtet, obwohl mich Tondas Ruhe geführt hat.

An deinem Stil möchte ich die Details loben. Ah, ich liebe sowas einfach. Es eröffnet einem die fremde Welt in all ihrer Schönheit, entfaltet sie und man blickt trotz der Düsternis und dem schwebenden Mantel von finsterer Vernichtung auf die ausgebreitete Realität der Charaktere, die sich trotzdem erschließt, die da ist, die präsent ist und nicht geht, auch, wenn es Tonda vermutlich tun wird.

Herzklopfen. Wieder und wieder. Deine Worte fesseln, sie greifen ineinander über. Besonders gelungen fand ich, dass Tonda mit nackten Füßen auf dem Boden steht, ihm muss kalt sein und doch setzt du das erst in Bezug, wenn du den Meister mit kalter Stimme sprechen lässt. Das war zum Schauern schön und unglaublich gut mit der Sprache gespielt. Ebenso, wie er ihn so biestig "Todgeweihten" nennt und damit die Regel der Wahrheit bricht - nur in kleinen Teilen. (Was Tonda ihm ja später näher bringt. War das Absicht?) Andererseits macht es bei jemandem, der sterben wird, ohnehin nichts mehr aus.

Er leugnet sich selbst so sehr. Das ist... Tonda und der Meister stehen in solch einem starken Kontrast. Ruhe und Sturm. Genial.

Oh. Ich glaube, das hier war der Moment, an welchem zu mich komplett gefesselt hattest. Höflinge? Dresden? Eine Stadt? Tamtam? Kutschen? Geheimnisse? Sprich weiter, ich bin sowas von dabei. Ich mag solche Situationen, den kurzen Gedankensprung zurück, das Aufflackern von Erinnerung. Der eine will sie verdrängen, der andere versucht, sie hervorzuholen.
Die Hintergründe zu Tondas Vergangenheit sind sehr glaubhaft. Normalerweise ist es sonderlich und ein wenig grotesk, abgedroschene Hintergründe für Charaktere zu finden, aber du fügst es mit einer sanften, bestimmten Art, als wäre es nie anders gewesen, in den Kontext ein, sodass ich tatsächlich noch einmal mein Buch gesucht habe, ob ich diese Tatsache nicht überlesen habe und es tatsächlich so gehört. Ein großes Lob dafür an dieser Stelle, das gelingt wirklich nicht vielen Schreibern.

Es wäre gelogen, würde ich sagen, dass ich nicht schon zuvor gedacht habe, dass Tonda genau darauf hinaus will, dass er seinem Meister... nennen wir es spaßeshalber besonderen Trost schenken möchte. Aber hier ist es... eigentlich eindeutig und doch zögert der Meister. Was ihn auf seine Art sehr menschlich macht, da man ihm unterstellen könnte, er hätte Angst vor einer Zurückweisung.
Jede Emotion erreicht ihr Ziel. Klamme Finger, das flaue, dumpfe Pochen im Magen. Ich stelle mir vor, wie Tonda unsicher die Beine anzieht. Ein merkwürdiges Bild, das sich doch gut einfügt.

Wie schnell sich ihre Situation ändert und doch dauert es nur einen Wimpernschlag. Eine kurze Unsicherheit, ein Zittern in den Armen und die beiden sprechen doch miteinander. Ihre Worte wirken im Dialog gewählt, als müssten sie sie beide erst kosten, ehe sie sich getrauen, sie wahrhaftig auszusprechen, als wäre ihnen die Wahrhaftigkeit dahinter zu schmerzhaft und zu unsicher. Ein Wandeln auf bröckelndem Eis?

Jede Narbe hat eine Geschichte. Und ich fand diese hier, auch, wenn sie zuerst noch nicht ganz fertig war und es es später wurde, sehr ergreifend und wunderbar gelungen. Nennen wir es eine Rückblende, die man trotzdem bewusst erlebt.
Das Wunder von Berührungen... ich lasse das einfach mal so stehen und sage dir, dass du mich sehr fasziniert hast.

Das war mit Abstand die am besten beschriebenste Zuneigung, die ich seit Langem gelesen habe. Ein unglaublicher Kuss zwischen zwei so verschiedenen und doch gleichen, besonderen Charakteren. Das war wirklich, wirklich gut!

Oh, du greifst die Motive wieder auf. Die Macht, das Leben, den Tod, die Angst. Nur jetzt spricht der Müller sie aus. Eine extrem gut gelungene Wandlung.
Wärme, Leidenschaft. Das ist hinreißend und ich weiß nicht, wie ich dir vermitteln soll, wie sehr du mich damit gepackt hast. Komplett verliebt bin ich in den Satz gewesen, dass der Müller Tondas Namen ausspricht. Er klingt, leise, nicht so rau, eher hell in meinen Ohren nach, anders und einzigartig.

Kurz, ganz kurz, hatte ich die Hoffnung, dass Tonda nicht sterben muss. Dass du ihn am Leben lässt und der Meister, durch seinen Weg zur Selbstkenntnis, den er mit ihm erlangt, eher sein Leben gibt, als dass des anderen.

This. Es war perfekt. Ich danke dir für diese wunderbare Geschichte und, dass ich das Glück hatte, sie lesen zu dürfen.
Die allerbesten Grüße,
Avarantis
17.07.2015 | 17:51 Uhr
Hallo,

keine Ahnung, wie es mich ins Krabat-Fandom verschlagen hat, aber hier bin ich - und lasse gleich mal eine Rezension da, denn deine Geschichte hat sie sich verdient.

Besonders gut gefällt mir, wie du innere und äußere Handlung miteinander verwebst. Es geschieht nicht nur etwas Körperliches zwischen den beiden, sondern auch etwas in ihrem Inneren.

Die Metapher des Wolfswindes/Wolfs/Schafes habe ich beim Lesen zunächst etwas skeptisch beäugt, da der Wolf eine viel verwendete, teilweise schon abgelutschte Metapher ist, jedoch ist es dir gelungen, sie hier in einer Weise einzuflechten, die sie nicht aufgesetzt und abgedroschen wirken lässt. Hut ab!

Auch gefällt mir, dass du den älteren Müller nicht unter seiner Kutte zu einem Adonis gemacht hast, sondern ihn darstellst als alt und gezeichnet - und gerade wegen dieser Natürlichkeit wirkt er lebendig, auf seine Weise anziehend.

Meine Lieblingsformulierung: Die Kälte die zwischen ihnen steht wie eine Mauer.

Einziger Verbesserungsvorschlag für die Geschichte:

Tonda wirkt manchmal etwas allzu unbedarft so unmittelbar vor seinem Tode, ich hätte den Aspekt, dass er mit dem Zusammentreffen auch seine Angst verdrängen möchte, diese aber noch in ihm schlummert, mehr betont - er kann ja am Ende dennoch seinen Frieden mit seinem Schicksal schließen. So wirkt er an einigen Stellen etwas naiv, aber alles in allem noch absolut im Rahmen.

Eine sehr atmosphärische Geschichte, in der Bitterkeit und Lust miteinander tanzen - und dieser Tanz ist durchweg harmonisch. Ich habe sie sehr gern gelesen!

Gruß
Wolkenleopard

Antwort von eintausendschoen am 22.07.2015 | 14:21 Uhr
Hallo Wolkenleopard,

vielen herzlichen Dank für die ausführliche Rückmeldung und die Kritik. Das freut mich doch sehr, wenn mein Geschichtchen dir gefallen hat. Wie ich Gringo schrieb, war sie lange in der Schublade, weil ich mir nicht sicher war, ob sie was für die Öffentlichkeit ist. Umso mehr freuts mich natürlich, dass du den Umweg gemacht hast.

Tonda war recht schwierig zu schreiben und das hast du richtig bemerkt. Er ist in meiner Wahrnehmung ein eher liebevoller Mensch, dem eine positive, harmonische Beziehung zu seinen Mitmenschen wichtig ist. Im Roman tritt er immer wieder als Schlichter auf, als Vermittler mit einem sehr feinen Gespür für sein Gegenüber. Er weiß wie er Krabat behandeln muss, Juro, die anderen Burschen... auch gegenüber dem Meister bleibt er um Freundlichkeit bemüht. Sogar als sein Tod unausweichlich wird, kümmert er sich um das Wohl seiner Lieben, anstatt seiner Angst nachzugeben.
Wie geschrieben haben sich die Charaktere verselbständigt, vor allem der Meister, der schreibt sich praktisch selbst. Es gibt Stellen, mit denen bin ich selber noch nicht wirklich glücklich, und ich glaube die meinst du auch. Ich möchte auf jeden Fall nochmal nachbessern, eine Schlüsselszene konnte ich noch nicht einbauen, die von vornherein geplant war und vom Meister einfach übergangen wurde.

Liebe Grüße, vielen Dank und alles Gute,
Chris
05.07.2015 | 10:12 Uhr
Moin !
Ich hab's gelesen. Deine Schreibe ist so packend, voll Mystik, wie in Deinen anderen Geschichten.

Deine Version von Tondas Herkunft macht diese Handlung einerseits plausibel. Andererseits fage ich mich, ob Tonda dies tatsächlich tun würde, nachdem er ja höchstwahrscheinlich vorgehabt hatte, mit Worschulas Hilfe dem Meister zu entkommen. Ganz klar wird dies allerdings bei Preußler nicht gesagt. Es heißt ja nur, das Tonda ein Mädchen hatte, dessen Name der Meister zu früh - oder überhaupt - erfuhr. Ob Tonda wirklich vor hatte, sich von Worschula freibitten zu lassen, bleibt in der Tat offen. Der Meister hat dann wohl vorsorglich diese Möglichkeit vereitelt, indem er Worschula in den Tod trieb.
Ob Tonda nach ihrem Tod zu der Handlung Deiner Geschichte fähig war, ist Deine Auslegung seines Charakters. Preußler beschreibt ihn als gebrochen, mit eisgrauem Haar.
Ich weiß es nicht. Die Handlung Deiner Geschichte ist möglich - mir bleiben Zweifel. Im Gegensatz zu anderen, teilweise völlig abstrusen, im Sande verlaufenen Ansätzen von Geschichten, ist dies Durchdacht und so, in sich stimmig, zu Ende geführt.

Gringo

Antwort von eintausendschoen am 10.07.2015 | 22:29 Uhr
Hallo Gringo,
vielen Dank für deine Worte und Gedanken und fürs Lesen.

Zugegeben - diese Geschichte lag seit ihrer Fertigstellung im letzten Herbst in meiner Schublade und hat mir beim hadern zugehört. Sie hat sich auch selbst geschreiben, ab dem ersten Satz... ich hab die Tür zur Kammer aufgemacht und ab da haben Tonda und der Meister wirklich ein Eigenleben entwickelt. Es ist eine recht persönliche Geschichte geworden, die ich zum Teil selber gar nicht verargumentieren könne.
Mit deiner Kritik hast du Recht. Was ich mit lauter Schreib-Eifer nämlich nicht getan habe: Tondas Motiv beleuchten. Die Begegnung in Dresden ist ein erfundenes Detail und ermöglicht die schlaue Idee, die Tonda da hat, aber wenn ich mich an den Preußlerschen Plot halte, ist das schlichtweg am Charakter vorbei.
Als sich die Geschichte langsam entsponnen hat, war das Motiv noch eher im Sinn der Buchvorlage: Dass dieser Tonda, dem das Schlimmste widerfahren ist, obwohl gebrochen ist und mit dem Leben abgeschlossen hat, noch immer seinen Gesellen zu Hilfe kommt, noch immer ein offenes Ohr und Schutz und ein warmes Herz für Krabat übrig hat, immer noch lieben kann und keinem seinen Schmerz und seine Trauer aufzwingt. Ich schätze Tonda als eine sehr positiven Charakter ein, sogar im Leid. Als einen, der seine Verantwortung für andere auch dann nicht aufgibt, wenn ihm selber kaum noch etwas bleibt. Als einen, der Leid niemals auf andere abwälzt, weil er weiß, dass es ihm nur selber Leid tun würde. Im Buch begegnet er den anderen Burschen auch nach Worschulas Tod noch freundlich und hilfsbereit, wenngleich er sehr ernst ist.
Und diese Haltung war eigentlich das Motiv, das die Handlung der Geschichte tragen sollte. Bevor... die Charaktere die Handlung übernommen haben.

Ich freue mich dass du sie gelesen hast und danke dir herzlich für deine Gedanken dazu. Du weißt, das ich darauf was gebe.

Viele Grüße,
Chris