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Autor: Anmiwin
Reviews 1 bis 25 (von 190 insgesamt):
28.07.2020 | 13:19 Uhr
Hi Anmiwin,

besser spät als nie...
Ich habe gerade Deine Geschichte nochmals gelesen; hat mir sehr gut gefallen.

Endlich jemand der so tickt wie ich: FFE- Ende und W darf auch mal richtig glücklich sein!
(Die zwei Kapis mit dem Sex sind so ausführlich nicht so meins, das liegt aber vielleicht auch daran, daß ich sehr streng erzogen worden bin....ich gönn sie unserem W durchaus!) ;D

Lustig wäre es jetzt noch, wenn da noch ein Mädel geboren würde und es später Liebeswirrungen und Irrungen mit den Kiddies gäbe....W als Vater mit allem Drum und Dran....fänd ich seeehr reizvoll! ;)))

Vielleicht kann man ja OS noch mit einer hübschen, drallen Apachin verkuppeln...

Egal, ich bin ja schon froh, wenn W nicht ins Gras beißen muß...

Vielleicht hast Du ja Erbarmen mit mir,
Dein Grashüpfer
12.09.2019 | 18:05 Uhr
Schade, hätte gerne noch gelesen ob es Winnetou gelungen ist, Scharlih bei sich zu behalten.
In dem er ihm Kathlen als Frau an die Seite stellt. Ich glaube das würde Winnetou noch mehr als glücklich machen, wenn sein Blutsbruder bei ihm Sesshaft würde.
Aber es war auch so eine Schöne FF. Schade das von dir da nichts mehr kommt. Mich würde es freuen.

LG
Onlyknow3
29.08.2019 | 23:15 Uhr
Was für eine Aufgabe, der Sie sich unterworfen hat. Kein wunder also das Sie Winnetou und Old Shatterhand so wehement verteidigt hat in der Kneipe.
Weiter so, freue mich auf das nächste Kapitel.

LG
Onlyknow3
29.08.2019 | 21:22 Uhr
Uch ist da einer Eifersüchtig? Aber Scharlih, wie kannst du nur.
Weiter so, freue mich auf das nächste Kapitel.

LG
Onlyknow3
29.08.2019 | 19:10 Uhr
Das nenn ich doch mal gehobener Schutz. Komme endlich dazu diese FF zu lesen.
Weiter so, freue mich auf das nächste Kapitel.

LG
Onlyknow3
Herkarior (anonymer Benutzer)
07.05.2019 | 14:56 Uhr
Tolle Geschichte, ich maße mir vielleicht viel an. Aber dein Schreibstil erinnert mich wirklich sehr an Karl May. Ich kann mich noch gut daran erinnern Winnetou als Hörspiel in genau diesen Stil gehört zu haben. Und es hat mir damals sehr gefallen. Diese Geschichte gefällt mir sogar noch besser. Es ist eine der besten Geschichten die es gibt. Das ist zumindest meine Meinung.

Schöne Grüße Herkarior
16.08.2017 | 00:45 Uhr
Auf ein Letztes, zumindest in diesem Fall
die sonst eher zurück haltenden Apachen lassen ihren Gefühlen völlig freien Lauf. Aber wer kann es ihnen hier schon Übel nehmen? Es sind ja wirklich sehr gute Nachrichten, bzgl. der Tatsache, dass ihr geliebter Häuptling endlich die Frau fürs Leben gefunden hat und auch dass der Frieden besiegelt ist. Drei Tage feiern? - Ich spreche aus Erfahrung – nichts für mich.

Ein Glück, dass Scharlih noch zur Besinnung gekommen ist und die Geräusche aus dem Nebenzimmer identifiziert hat. Trotzdem ist das nicht so prickelnd, so etwas zu hören – somit alle Achtung, dass er versucht, weiter zu schlafen. Obwohl … ich stell mir gerade vor, wie er von einem Stöhnen aus dem Schlaf gerissen wird, denkt, dass es Winnetou wieder schlechter geht und dann im Halbschlaf plötzlich bei diesem rein platzt … peinlich für zwei der drei Personen, denn da die Indianer da ja etwas anders aufwachsen, dürfte es für Winnetou vermutlich nicht ganz so peinlich werden.

Ohkay, was soll ich nun sagen? Ein wenig zu viel des guten? Debbie lernt schnell und ist sich für keine Arbeit zu schade, das wissen wir, aber dass sie die Sprache der Mescalero wirklich so schnell lernt … gut, es gibt wirklich Menschen, die ein Gespür für Sprachen haben und diese quasi fast dadurch lernen, dass sie sich ein Wörterbuch unters Kopfkissen legen.

Ich weiß, deine FFE-Welt. Die Eltern haben Debbie offenbar sehr weltoffen erzogen, aber dass sie wirklich so ohne Probleme akzeptieren, dass ihre Tochter ein Leben im Wohlstand mit sämtlichen Komfort aufgeben will, um – grob gesagt – in einer Höhle zu hausen. Es müsste selbst für ihre Eltern etwas anderes sein, wenn ihre Tochter tatsächlich einen Ureinwohner des Landes heiraten will, statt einen Weißen. Man kann andere Kulturen und auch Menschen durchaus respektieren, aber meiner Meinung nach ist es wirklich etwas anderes, wenn du jemanden mit einer anderen Kultur heiratest (heutzutage ja teilweise noch mit evangelisch und katholisch; jüdisch oder auch muslimisch – und damals war es noch schlimmer als heute). Verstehst du, was ich meine? Dass die Apachen glücklich darüber sind, dass ihr Häuptling endlich jemanden gefunden hat mit dem er den Rest seines Lebens teilen will und vielleicht auch eine Familie haben will, kann ich mir denken, aber ich denke, dass es auch da durchaus den einen oder anderen geben wird, der diese Beziehung (noch) nicht so euphorisch sieht, wie Old Shatterhand. Gut, du hast geschrieben, dass es vielleicht wirklich die ein oder andere Frau gibt, die eifersüchtig sein könnte, aber auch unter seinen Jugendfreunden oder anderen Kriegern müsste es doch jemanden geben, der vielleicht die Frage stellt, ob Debbie das ganze nicht eher als Herausforderung ansieht und wenn sie diese gemeistert hat, weiter zieht.

Scharlih reist also wieder nach Hause und einige Monate später kommt dieser Brief von Winnetou, der so rein gar nichts darüber sagt, wieso Scharlih dringend an den Pecos zurück kehren soll. Und dann die Botschaft bei Mr Henry, die ihn zum warten verdonnert, bis eine Reisegruppe aus Washington eingetroffen ist. Hier frage ich mich, wieso der Indianer, der die Botschaft erst vor wenigen Tagen überbracht hat, Hatatitla nicht mit genommen und in der Obhut Mr Henrys gelassen hat? Winnetou hat die Ankunft seinen Blutsbruders ja erwartet, der Krieger musste eh nach St. Louis um die Nachricht zu überbringen … also wieso nicht? Bis auf die Tatsache, dass Hatatitla sich ja von keinem anderen anfassen lässt, aber bei Mr Henry für einige Tage in Obhut geben, wäre ja auch nicht so ein Problem gewesen, denn Wasser hin stellen und Futter rein werfen hätte er auch können, dazu hätte er Hatatitla nicht einmal anfassen müssen. Oder an einem bestimmten Ort vor der Stadt, wo dieser sich selber versorgen und von Scharlih nur hätte abgeholt werden müssen? Aber ok.

Nachwuchs steht also im Hause (wie ist eigentlich jetzt der Nachname?) an. Winnetou ist also auch nur ein Mensch, der genau das tut, was eigentlich alle werdenden Väter (zumindest bei der ersten Geburt) machen – die Nerven verlieren. Und zwar richtig, als die Wehen einsetzen und er dann daran gehindert wird, bei der Geburt dabei zu sein. Macht keinen sonderlich guten Eindruck auf das Volk, dass ihr Häuptling bei so etwas „alltäglichem“ wie einer Geburt so viel Gefühle zeigt.
Aber sehr nett, dass er Debbie bzgl. der Paten entgegenkommt, denn soweit ich weiß, würde sich der ganze Stamm um das Kind kümmern, wenn den Eltern etwas passiert. Wenn ein Krieger im Kampf oder bei der Jagd stirbt, kümmert sich auch die Familie des Mannes um die Witwe, teilweise wird sie auch von einem der Brüder (sofern es welche gibt) zur Frau genommen.

Ob der Junge jemals Häuptling wird? Wenn er nur annähernd so viel Grips hat wie sein Vater und seine Mutter könnte es durchaus sein, dass er irgendwann mal zum Häuptling gewählt wird.

Und da ist er, der Sonnenuntergang.

Vielen Dank, dass du uns an dieser Geschichte hast teilhaben, Anmi. Und vielleicht liest man sich ja bei deinem neuen Werk – ich bin sicher, da kommt noch was.
13.08.2017 | 20:35 Uhr
Liebe Anmi,

auch ich gratuliere dir herzlich zur beendeten Geschichte!
Über so viele Kapitel bei der Stange zu bleiben und nicht den Faden oder die Lust zu verlieren ist für meine Begriffe wirklich außergewöhnlich!

Und du schaffst es hier in diesem letzten Kapitel, für alle deine Protagonisten ein Happy End zu schaffen - auch dafür gebührt dir meine große Bewunderung. Das muss man erst einmal schaffen und für mich persönlich wäre das alles andere als leicht, denn ich würde immer noch überall ein ABER einfügen (wollen). Bei dir hingegen geht wunderbarerweise alles am Ende gut aus; jetzt habe ich auch gelernt, was FFE heißt - ich hatte schon gerätselt :-D. Ich finde es toll, dass es auch so gehen kann.

Du siehst und schilderst uns Winnetou am Schluss als glücklichen Familienvater mit Frau und Kind, geliebt von seinem Volk, geachtet von seine Schwiegereltern, den treuen Freund an der Seite und mit einer offeneren und mehr in sich ruhenden Persönlichkeit - wer würde ihm das nicht gönnen???

In diesem Sinne sage ich dir ganz herzlichen Dank für dieses gelungene und herzerfrischende Bild und hoffe natürlich darauf, dass es bald eine neue Geschichte von dir gibt, wie du sie ja auch schon angekündigt hast!

Liebe Grüße
Catherine
10.08.2017 | 11:58 Uhr
Meine liebe Anmi!

Zuerst einmal möchte und muss ich dir hier meine allergrößte Bewunderung aussprechen: du hast eine wirklich lange, komplexe Geschichte zu einem schönen Ende geführt – ehrlich, ich weiß nicht, ob ich dazu in der Lage wäre. Ich glaube dir gerne, dass das Setzen des berüchtigten Fähnchens sehr gemischte Gefühle mit sich gebracht hat. Das ist ja schon bei kürzeren Texten der Fall... wie muss das dann erst sein, wenn einen eine Story so lange begleitet hat...

Nun wäre es also an mir, dieses letzte Kapitel in gewohnter Manier „auseinanderzunehmen“ - aber ich kann es nicht. Irgendwie erscheint mir das an dieser Stelle verkehrt. Also sei mir nicht böse, wenn dieses Review ein bisschen anders ausfällt als gewöhnlich :-)

Ich habe eigentlich nie ernsthaft geglaubt, dass du deine Geschichte ohne ein Happy End beschließt. Ich meine, schauen wir uns doch mal deinen Titel an. Der sagt ziemlich deutlich worum es hier geht. Und ich konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ausgerechnet Anmi, die Königin des FFE, den ironisch gemeint haben könnte :-)

Insofern überrascht es mich nicht wirklich, dass alle Beteiligten in einen fulminanten Sonnenuntergang reiten. Naja, bis auf Scharlih. Für den hat sich nicht allzu viel verändert, außer, dass er seinen W so glücklich sieht. Aber ganz ehrlich: es wäre auch des Guten ein bisschen zu viel gewesen, hättest du ihn quasi „nebenbei“ auch noch schnell verheiratet :-))

W hat das große Los gezogen. Sein Leben mutet wie ein lichtdurchflutetes Gemälde an. Plötzlich stimmt alles: Frau, Kind, Familie, Frieden – ein ganz „normales“ Leben. Ich muss gestehen, dass mich dieser Gedanke, so wunderschön er auch ist, ein wenig verwirrt. Irgendwie kann ich persönlich mir unseren Häuptling in diesem Setting nur schwer vorstellen :-D

Ich finde es ganz süß, wie du den großen Anführer aller Apatschen am Ende zu einem Menschen gemacht hast, der über der bevorstehenden Geburt seines ersten Kindes völlig die Fassung verliert. Das ist zauberhaft zu lesen... wirklich ausmalen kann ich mir auch dies nicht. Aber egal. Manchmal braucht es im Leben einfach mal eine kräftige Dosis Glück, Liebe und Sonnenschein – und all das hast du uns im Übermaß geschenkt. Ich hatte gestern beim Lesen die ganze Zeit ein dümmliches Grinsen im Gesicht :-D Nur die „kindliche“ Handschrift, die nehme ich dir übel!!

Ich würde allzu gerne wissen, wie unser W sich nun als Vater schlägt. Dazu sollte es auch mal eine längere Geschichte geben, wenn du mich fragst. Vielleicht gibt es eines Tages eine Fortsetzung? Oder jemand anders traut sich an etwas Ähnliches? Ich muss leider passen, denn obwohl ich es gerne lesen würde, fehlt mir für dieses Thema das Geschick.

Überhaupt würde mich interessieren, wie das Leben im Pueblo weiter verläuft. Ich kann nicht glauben, dass nichts passiert, was gewisse Verstimmungen oder Missverständnisse auslöst – gerade, wenn die erste wilde Verliebtheit verflogen ist. Da gibt es viel Potential für interessante Gefühlskapriolen :-)

Ich bin nicht so gut darin, etwas loszulassen. Es schwirren noch einige vage Bilder durch meinen Kopf, die sich nie mit Leben füllen werden. Ich wäre so gerne dabei gewesen, als der Vizepräsident gelesen hat, dass seine Tochter nicht heim kommt, sondern stattdessen einen Indianerhäuptling zu ehelichen gedenkt.... Der war bestimmt nicht so gelassen, wie es letztlich rübergekommen ist :-)

Liebe Anmi, ich bedanke mich ganz herzlich für die unzähligen schönen Lesevergnügen, die du mir mit deiner Geschichte bereitet hast. Ich weiß genau, wie viel Kampf, Entschlossenheit und Herzblut da eingeflossen ist. Danke, dass du trotz aller Widerstände nie aufgegeben hast :-))))

Natürlich freue ich mich nun auf ganz andere Szenarien.... Blutsbruder Teil III? Ich bin dabei, egal wann! Ich kann gut verstehen, dass du dich dem Druck schreiben zu „müssen“ entziehen und daher deine Strategie ändern möchtest. Schließlich arbeite ich ja auch in etwa so. Allerdings stimmt es mich bedenklich, dass hier nahezu alle, die schreiben und kommentieren, unter enormer Anspannung leiden. Das sollte nicht so sein... aber offenbar kollidiert das, was neben dem normalen Alltag möglich ist, immer wieder mit dem, was wir gerne schaffen würden. Wir hätten Schriftsteller werden sollen :-))

Für heute soll es das gewesen sein. Ich verabschiede mich mit zwei lachenden Augen aus dieser Geschichte, die uns so lange begleitet hat...

Tausend Dank und bis hoffentlich ganz bald

Zorbi

Antwort von Anmiwin am 11.08.2017 | 23:04 Uhr
Meine liebe Zorbi!

Natürlich muss und will ich mich auch bei dir für deine Treue, dein großes Interesse an der Geschichte und vor allem für die tollen Reviews, die mich durch so eine lange Zeit begleitet haben, bedanken – es war eine unglaubliche Bereicherung!

Als ob ich dir böse sein könnte, nur weil du diesmal etwas die Art geändert hast, mit der du das Review angegangen bist…! :) - im Gegenteil, für deine intensiven Rückmeldungen MUSS man dich eigentlich ständig ordentlich knuddeln! *gg*

Eben! Der Titel + Anmi + FFE = Happy End – anders kann es gar nicht funktionieren!
Gerade fällt mir übrigens was auf: als ich vor drei Jahren oder so des Öfteren mal meine Friede-Freude-Eierkuchen-Manie erwähnt hatte, war ich ja schnell zu faul geworden, diesen langen Begriff immer auszuschreiben – so ist also FFE entstanden, was sich hier mittlerweile irgendwie zu einem geflügelten Wort entwickelt hat…

Alle Beteiligten reiten in einen fulminanten Sonnenuntergang :)?? Stimmt doch gar nicht – W und OS sitzen auf der Plattform des Pueblos und schauen sich den nur an… *ggg*

Tja, für Mr. Shatterhand hat sich wirklich nicht viel verändert – aber denoch hat er so einiges dazugewonnen: vor allem das neue Wesen seines Blutsbruders, der sich ihm nun viel mehr öffnet und unverhohlen die Kraft und den Schutz von OS einfordert, wenn er sie braucht, und der ungehemmt Halt bei seinem Freund sucht. Außerdem hat OS die Gewissheit gewonnen, dass es Winnetou endlich einmal so richtig gut geht und er rundherum glücklich ist – somit muss OS sich auch nicht mehr so viele Sorgen um ihn machen und kann mehr oder weniger guten Gewissens immer mal wieder die Heimreise antreten!
OS nebenbei auch noch zu verheiraten wäre echt ein wenig unglaubwürdig gewesen – sowas ist selbst mir zuviel!

„Ich muss gestehen, dass mich dieser Gedanke, so wunderschön er auch ist, ein wenig verwirrt. Irgendwie kann ich persönlich mir unseren Häuptling in diesem Setting nur schwer vorstellen :-D“

Ich wohl… *ggg* Liegt aber auch vor allem daran, dass ich dieses endgültige Bild schon so ewig lange im Kopf habe, so dass es für mich einfach dazu gehört!

Dass Winnetou am Ende kurz vor der Geburt beinahe die Nerven verliert, hat sich hingegen erst spät bei mir heraus kristallisiert. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass dabei auch eure Reviews eine Rolle gespielt haben, aus denen immer wieder herauszuhören war, dass ihr richtiggehend Angst davor hattet, dass die Geschichte doch noch ein böses Ende findet.
Irgendwann war dieser Gedanke da, dass es Winnetou genau so gehen könnte. Seit dem Tod seiner Familie hat er ja nur wenig Gutes in seinem Leben erfahren dürfen, und nun prasselt auf einmal so unglaublich viel Glück auf ihn ein, dass er es noch gar nicht richtig fassen kann. Da könnte bei ihm doch tatsächlich die Angst hochkommen, dass zu guter Letzt doch noch etwas Furchtbares geschehen kann: Kind stirbt bei der Geburt, oder Mutter stirbt bei der Geburt, oder beide sterben bei der Geburt… waaahh – gruselig!!!

Hihi – das dümmliche Grinsen hatte ich auch im Gesicht kleben, und zwar beim Schreiben!
Die „kindliche“ Handschrift habe ich übrigens von Karl May übernommen. Ich meinte mich daran erinnern zu können, dass er Winnetous Schrift so bezeichnet hatte, habe aber nicht mehr genau nachgesehen. Das habe ich jetzt nachgeholt, und in „Winnetou III“ kann man in dem Kapitel „Das Testament des Apachen“ folgende Beschreibung lesen:

„… ich kannte also seine Schrift; sie war nicht schön, nicht ausgebildet, aber höchst charakteristisch. Sie glich der Schrift eines vierzehnjährigen Schulknaben, welcher sich Mühe gegeben hat, kalligraphisch zu schreiben.“

Ich sollte also das „kindlich“ vielleicht doch in etwas umwandeln, welches das Wort „Schulknabe“ enthält…

Eine Fortsetzung mit Winnetou als Vater? Ach ja – auch daraus würde sich eine Fülle von Möglichkeiten ergeben… Wer weiß – vielleicht später einmal…?

Übrigens hatte auch ich lange überlegt, wie Debbies Vater auf die Heiratspläne seiner Tochter reagieren könnte. Doch zu Anfang der Geschichte habe ich ja erzählt, dass er sogar der eigentliche Auslöser für Debbies Reise in den Westen gewesen war: Es waren ihm immer mehr Geschichten über die widerlichen Machenschaften den Indianern gegenüber zu Ohren gekommen, und deswegen war er schon länger damit beschäftigt gewesen, sich durch den Sumpf von Korruption und Machthunger in Washington zu arbeiten, um diese Ungerechtigkeiten zumindest etwas einzudämmen.
Weil er selbst in der Hauptstadt unabkömmlich war, hatte er seine Tochter losgeschickt, um Beweise für die ständigen Verletzungen der Gesetze durch die Soldaten zu erhalten, und um auch zu beweisen, dass die bestehenden Gesetze für die Indianer vollkommen unzureichend waren, um auch nur ein halbwegs anständiges und auskömmliches Leben führen zu können.

Außerdem hatte die Familie ja über ein ganzes Jahr diesen alten Indianer beherbergt, so dass sie allein dadurch schon mit den Sitten der Roten durchaus vertraut waren.
Ich denke mir einfach, dass ein kluger Mann, der die Ellenbogengesellschaft und die Habgier in Washington eh schon ziemlich satt hat, dadurch dieses so andersartige Leben der Indianer durchaus zu schätzen lernt. Dort spielt Geld oder Besitz keine oder kaum eine Rolle, jeder sorgt für jeden, ein Stamm hält bedingungslos zusammen – ein besorgter Vater, für den alle Menschen zudem gleichwertig sind, würde seine Tochter, die genauso denkt, wohl viel lieber in die Hände eines gerechten Mannes übergeben, egal welcher Rasse dieser angehört, als sie einem rücksichtslosen Egoisten anzuvertrauen.

Ich bin mir natürlich bewusst, dass das wahre Zusammenleben der Indianer mit Sicherheit nicht so perfekt gewesen war, und dass die rassistische Denkweise doch viel zu tief in den Köpfen verankert war, als dass ein hochrangiger Politiker seine Tochter einem verachteten Indianer anvertrauen würde – doch in meiner Geschichte sind die Verhältnisse nun mal genau so, und deshalb kann der Vater auch guten Gewissens so entscheiden.

Zu deinem letzten Absatz kann ich nur sagen: ich finde es auch schade, wenn wir uns selbst so unter Druck setzen – aber wenn wir Autorinnen uns untereinander nicht mit Reviews beglücken würden, bliebe kaum noch jemand übrig, der diese Aufgabe übernimmt! Die meisten lesen ja nur still mit, wobei ich manchmal den Eindruck habe, dass viele Leser sich gar nicht mehr trauen, eine Rückmeldung dazulassen. Manche Kommentare sind hier schließlich dermaßen genial geschrieben, dass man ihnen dafür sogar eine eigene Rückmeldung zukommen lassen müsste! Ich kann mir daher vorstellen, dass viele Leser sich nicht in der Lage sehen oder schlichtweg keine Zeit haben, solch lange Reviews zu verfassen. Sie werden verschreckt und glauben, wir würden uns nur über solch differenzierte Kommentare freuen – das ist aber garantiert NICHT der Fall!!

So, genug dazu. Übrigens: wenn, dann habe ICH dir zu danken!! Du hast mich so treu begleitet und meine Geschichte mit deinen unglaublichen Bildern und deinen eigenen Worten so toll wiedergespiegelt, dass es jedesmal eine wahnsinnige Freude war, wenn das Glöckchen aufleuchtete und dein Name zu lesen war!

Auf jeden Fall werde ich mich bemühen, dich und Luni ebenfalls weiterhin mit Reviews zu beglücken, die euch auch etwas bringen – und ansonsten freue ich mich echt auf deine nächste Geschichte! Schon jetzt hat mich der winzig kleine Einblick, den du mir bisher gewährt hast, total neugierig gemacht, und somit fiebere ich einem weiteren tollen Lesevergnügen entgegen!

Ja, und ich schreibe indes fleißig am dritten Teil der Blutsbrüder weiter und hoffe darauf, dass wir uns dort auch irgendwann einmal wieder lesen!

Die allerherzlichsten Grüße

Anmi
10.08.2017 | 11:24 Uhr
Liebe Anmi,

wie versprochen, hier nun das "richtige" Review zu Deinem Abschlusskapitel.

Was mit dem "Aufbruch" im vorangegangenen Kapitel gestartet ist, endet nun in "einem neuen Leben".

Und was für ein Leben Du hier zeichnest. Es quillt über - und ich hatte nichts anderes von Dir erwartet ;-) - vor FFE!

Jeder Charakter, der in diesen 26 Kapiteln irgendeine größere Rolle gespielt hat, wird noch einmal beleuchtet und es zeigt sich, dass wirklich alle glücklich und zufrieden sind. Ich fand das gut gelöst, dass Du wirklich auf alle entscheidenden Dinge und Personen noch einmal eingegangen bist. So konnten wir als Leser sehen, dass wirklich alle Hindernisse, die W und D auf einem glücklichen, gemeinsamen Leben im Wege stehen könnten, ausgeräumt sind:

- Ds Eltern haben Erkundigungen über W eingeholt und nur lobende Worte gehört, als sie sich vor Ort selbst von der Edelmütigkeit ihres Schwiegersohns überzeugen können, sind sie restlos zufrieden mit der Wahl ihrer Tochter. Ein Umstand, der ja nun einmal nicht gerade selbstverständlich ist und daher zwingend noch einmal aufgegriffen werden musste.

- Jackson, der treue Leibwächter, der doch so verliebt war und nie eine Chance hatte. Er findet sich mit der Situation ab und bleibt der Familie sogar erhalten.

- Verträge, die die Zukunft der Apachen sichern

- Ein OS, der vor Glück fast zu platzen scheint

- Eine Hochzeit, die sogar vor dem Gesetz und der Kirche Gültigkeit besitzt, obwohl das eigentlich gar nicht möglich ist

- ... und nicht zuletzt: Ein Kind - Ein Sohn und Nachfolger für W! Und OS wird Pate!

HACH ;-) !

Du hast wirklich an alles gedacht, um W und D in eine perfekte, glückliche Zukunft zu entlassen und Du entläßt mich mit einem zufriedenen Grinsen aus Deiner Geschichte.

Besonders gefallen haben mir die Schilderungen des dreitägigen Freudenfestes bei den Apachen. Die haben ja ein ganz schönes Durchhaltevermögen. Ich bin inzwischen schon nach einer Party, die etwas länger geht, am nächsten Tag zu nichts mehr zu gebrauchen ;-)! Gut auch, der kleine Spannungsbogen, den Du aufgebaut hast, als OS diese rätselhafte Nachricht von W erhält, wobei ich schon ganz schnell den Verdacht hatte, dass da ein neuer Erdenbürger unterwegs ist. Das machte aber nichts, da das einfach perfekt zu der Geschichte gepasst hat.

Dann natürlich die kleine Episode mit den seltsamen Geräuschen aus dem Nebenzimmer. Ich musste echt lachen. "Klar OS - W geht's wieder schlechter....! Äh....nö!" ;-)))

Liebe Anmi, ein rundherum harmonischer Abschluss Deiner Geschichte! Du bist zudem die Erste hier, die es geschafft hat W Frau und Kind zu verpassen (zumindest unter den Geschichten, die ich gelesen habe)!

Vielen Dank für all das Herzblut und die Mühe und Zeit, die Du in diese Story hineingesteckt hast, damit wir sie lesen durften!

Liebe Grüße

Danny

Antwort von Anmiwin am 11.08.2017 | 17:33 Uhr
Liebe Danny!

So, zum vorerst letzten Mal darf ich auf eine Rückmeldung von dir zu meiner Geschichte antworten – und als erstes möchte ich mich ganz herzlich für deine Treue, dein ungegebrochenes Interesse und deine vielen Reviews bedanken. Dass es alles andere als einfach ist, eine Geschichte durchweg bis zum Ende zu begleiten und dabei jedes Kapitel zu kommentieren, ist mir selbst mehr als bewusst, und daher bin ich unheimlich dankbar für die Zeit, die du für mich geopfert hast!

Natürlich hast du es schon früh geahnt: Hier gibt es am Ende FFE pur, denn schließlich musste sich der Titel der Geschichte ja auch erfüllen.

Ich hoffe, dass ich tatsächlich an alle beteiligten Personen gedacht habe! Das war nämlich auch einer der Gründe, warum es so lange gedauert hatte, bis ich diesen letzten Teil online stellen konnte – jedes Mal, wenn ich glaubte, endlich alles Wichtige untergebracht zu haben, fiel mir noch dieser oder jener ein, der ja auch noch glücklich gemacht werden wollte!

Seltsamerweise hatte ich beinahe am wenigsten Schwierigkeiten, als es galt, diese Mischehe vor dem damaligen Gesetz und Kirchenrecht so umzusetzen, dass sie einigermaßen wasserfest zu sein schien. Irgendwie ging das alles ineinander über, und am Ende war sogar ich überzeugt, dass es so durchaus hätte klappen können! Aber wer weiß – vielleicht werde ich hier noch ganz schnell eines besseren belehrt und es findet sich jemand, der das alles in Windeseile wieder in die Tonne haut! *gg*

Aber das Kind – jaaaa, DAS war von Anfang an das Ziel! Gegen Ende hat mich dann sogar der Ehrgeiz gepackt, so schnell wie möglich voran zu kommen, um auch ja wirklich die Erste zu sein, die unserem Lieblingshäuptling so ein kleines Bündel Glück verpasst… *hihi*

Schön zu lesen, dass dir auch die Handlung in diesem letzten Teil gefallen hat! Ich hatte übrigens beim Schreiben der Szene mit den Geräuschen aus der Nachbarwohnung die ganze Zeit ein senil-debiles Grinsen im Gesicht – die Vorstellung war einfach zu schön! Ursprünglich wollte ich OS die beiden sogar mittendrin überraschen lassen – aber das war dann doch irgendwie zuviel des Guten… *pprruuust*

ICH habe zu danken – für deine intensive Begleitung!

Ganz liebe Grüße zurück und bis demnächst bei deiner Geschichte – versprochen!

Anmi
Marie (anonymer Benutzer)
09.08.2017 | 21:21 Uhr
Hallo Anmi
also ich bin - ganz ehrlich gesagt - erleichtert dass wir W, Debbie und OS jetzt happily ever after in den Sonnenuntergang reiten lassen können. Schade dass es hier keine Fotos gibt! Wenn du von der Blutsbruder Geschichte schon etwas Neues hättest- als Sneak Preview sozusagen - lass es uns doch wissen!
LG Marie

Antwort von Anmiwin am 09.08.2017 | 23:12 Uhr
Hi, Marie!

Ich meine aus deinen Worten heraushören zu können, dass du vor allem deshalb froh über den Abschluss dieser Geschichte bist, weil jetzt die Chancen wohl wieder höher stehen, dass ich demnächst wieder mit den Blutsbrüdern weiter mache...? *gg*

Aber du hast recht - nun kann ich mich tatsächlich wieder voll und ganz auf diesen dritten Teil konzentrieren, und ich freue mich auch schon wahnsinnig darauf. Tatsächlich habe ich schon einige Szenen geschrieben, aber daraus schon etwas vorab rauslassen? Mittlerweile gibt es so viele unglaublich tolle Geschichten hier, dass ich mich bestimmt nicht mehr mit so einem kleinen Vorab-Oneshot dazwischen wagen werde...

Wahrscheinlich wird es so sein, dass ich das erste Kapitel erst dann hochlade, wenn die gesamte Geschichte steht, einfach, um mir nicht mehr solch einen großen Druck aufzubauen wie es zuletzt der Fall gewesen ist.
Und wenn du dann noch Interesse daran hast, dann würde mich das so sehr freuen!

Vielen Dank für deine Rückmeldung!

Anmi
09.08.2017 | 17:06 Uhr
Hey Anmi,

ich wollte es mir doch nicht nehmen lassen die erste zu sein, die Dir zum Abschluss Deiner Geschichte gratuliert! :-)

Also: Herzlichen Glückwunsch!!!

Und auch wenn ich mir vorstellen kann und aus eigener Erfahrung weiß, dass es ein seltsames Gefühl ist eine Geschichte zu entlassen, die einen lange Zeit begleitet hat, ist es doch eine enorme Leistung so ein Werk zu Ende zu bringen und verdient meinen vollsten Respekt!

So wenig für jetzt - das eigentliche Review für das Kapitel folgt dann morgen. Ich habe nämlich jetzt Feierabend ;-) !

Liebe Grüße

Danny

Antwort von Anmiwin am 09.08.2017 | 21:16 Uhr
Hallo, Danny!

Ganz, ganz herzlichen Dank für deine schnelle Gratulation!
Du hast recht, es war vorhin wirklich ein komisches Gefühl, als ich nun zum letzten Mal die Speichertaste gedrückt hatte - aber irgendwie auch eine Erleichterung, da erstmals seit Monaten dieser Druck weg ist, unbedingt weiterschreiben zu müssen! Nun kann ich mich hier endlich wieder viel mehr einbringen - es warten ja noch so viele tolle Geschichten auf mich, die nach ihren wohlverdienten Reviews schreien...

Auch deinen Neuanfang habe ich natürlich nicht vergessen, und natürlich werden auch diese spannenden ersten Kapitel entsprechend gewürdigt werden!

Vielen Dank noch einmal für die schnelle Rückmeldung und bis bald

Anmi
31.07.2017 | 16:04 Uhr
Meine liebe Anmi!

Ich weiß, das neueste Kapitel ist schon fast verjährt, aber endlich, endlich kriege ich auch bei dir die Kurve. Und bin schon wieder ganz besorgt, dass du mich nicht längst mit dem letzten Kapitel überholt hast. Ist alles ok? Ich war so glücklich dich hier wieder zu sehen und nun warst du so schnell wieder weg, das macht mir direkt ein bisschen Sorge!

Nun aber zu deinem Text!

Zuerst mal: Ich mag den Titel, denn mir fällt zu dem Wort Aufbruch spontan wenig Negatives ein. Klar, man könnte sowas befürchten wie “...ins Ungewisse“, aber letztlich scheint er mir die Konnotation eines vielversprechenden Anfangs zu tragen, nicht die Erkenntnis, dass es nun kurz vor dem ersehnten Ziel noch bergab geht.

Und ich weiß, dass ich mich wiederhole, aber ich genieße es, dass in deiner Geschichte auch gute und ehrliche „Politiker“ auftauchen, dass du den Apachen eine Zukunft in Aussicht stellst. Ich liebe es zu träumen und ich will mich hier deinem Titel anschließen: Ich liebe es, wenn zumindest in der Literatur „Träume wahr werden“! Und ich liebe das umso mehr, wenn sie für W wahr werden! Lasst den Mann glücklich sein, einmal wenigstens, Hach!

Und genau dieses Bild abschließenden und nicht sofort wieder zerbrechenden Glücks zeichnest du hier sanft zu Ende. Es scheint mir wie ein Bild, das bereits ziemlich fertig ist und auf dem der Maler nun noch die letzten Akzente setzt. Hier und da noch einen Pinselstrich, dann ist das Werk beendet.

Ich muss allerdings ehrlich gestehen, dass ich auf ein bisschen mehr Hach zwischen W und D gehofft hatte. Die kommen mir ja fast zu kurz in diesem Kapitel. Trotzdem blitzt die Liebe immer wieder auf, wenn W zum Beispiel nur seinem Stern zu liebe brav unter aller Augen liegen bleibt oder der Gouverneur erst bei D um Erlaubnis fragt, ehe er dem Quengeln seiner Kinder nachgibt. Und zudem gönnst du stattdessen diese besonderen Momente unseren Blutsbrüdern und das ist eigentlich ebenso schön.

Und ich habe auch durchaus bemerkt, dass du den lieben Jackson nicht vergessen hast, der natürlich erst nach D schaut, aber letztlich doch die Größe besitzt sich ehrlich um W zu sorgen, auch wenn dieser ihm die Herzensdame geraubt hat. Ich hatte da ja mal kurz Sorge, dass sich noch Verwicklungen mit ihm ergeben könnten.

Ja, die Jungs des Gouverneurs. Hier wurde ja schon in diversen Reviews erwähnt, wie passend es ist, dass sie sich in dem großen „Abenteuerspielplatz“ wohlfühlen. Und ich kann mir lebhaft vorstellen wie sehr die Mutter, die ja doch eine eher zart besaitete Dame zu sein scheint, die es mit der Wildnis nun nicht so hat (bei dem, was die alles mit sich schleppt), einen Schreck nach dem anderen bekommt. Die kann wahrscheinlich manchmal gar nicht hinschauen. Dennoch ist es ja mehr als beruhigend zu sehen, dass die beiden Jungs die Schrecken der „Entführung“ scheinbar vergessen haben und nun wieder toben und tollen.

Und natürlich triffst du genau den richtigen Ton, als du sie W gegenüber stellst. Wir wären sicher auch ganz kleinlaut, obwohl wir keine Kinder mehr sind, wenn wir dem Häuptling so unvermittelt gegenüber stünden mit seiner Aura und beim Blick in diese dunklen Augen. Schmacht...

„allein durch seine Art, mit wenigen Worten so unendlich viel zu sagen, hatte er die Jungen sofort für sich eingenommen.“ Na das gaube ich dir aufs Wort, auch ohne „gehört“ zu haben, was denn nun die Worte waren. Und natürlich lässt du hier die Gelegenheit nicht aus, uns gleich was Neues zum Weiterspinnen dazulassen: „Lächelnd hatte ich diese zauberhafte Szene beobachtet, die mein Herz tief berührte. Mir wurde bewusst, dass Winnetou ganz bestimmt ein wundervoller Vater sein müsste – und die Chancen, dass ihm auch dieses Glück irgendwann zuteil würde, standen nun besser denn je!“

Wie wäre es im Anschluss mit einem passenden Oneshot??

Nachdem die Jungs weg sind, beglückst du uns aber erst einmal mit ganz viel Nähe zwischen W und OS. Was ich daran ja ganz geschickt finde: Schon die ersten Gedanken, die OS hegt, zeigen genau das, was W ja nun wiederum seinerseits vermeiden will: „Sofort folgte ich seiner Aufforderung und musterte Winnetou nun meinerseits mit einem Anflug von Besorgnis. Warum nur war er so ernst? Ging es ihm vielleicht wieder schlechter?“

Und dabei ist W ernst, gerade weil OS sich sorgt. Die beiden sind schon niedlich manchmal! Und dann haust du uns diese Sätze um die Ohren, bei denen OS fast zu Tränen gerührt ist. Ich auch!!

„„Mein guter Bruder – Winnetou sieht die Augen seines lieben Scharlih seit seinem Erwachen stets sorgenvoll auf sich ruhen, und er kann in deinem Herzen die quälende Angst um das Leben und die Gesundheit deines Winnetou erkennen. Scharlih – Winnetou wünscht sich aber nichts sehnlicher, als deinen Mund wieder lachen und in dem Blau des Himmels deiner Augen das Strahlen der Freude zu sehen! Mein Bruder darf sich daher nicht weiter um mich sorgen!““

Meine Güte, das ist ja die reinste Liebeserklärung (also hier natürlich auf freundschaftlicher Ebene): Sorge dich doch bitte nicht um mich, denn ich kann es nicht ertragen, wenn du unglücklich bist! Das ist so ein Gefühl, den anderen wichtiger zu sehen als sich selbst, das wir doch alle bei W und OS einfach nur gerne beobachten. Und du bringst es hier ganz wunderbar zur Sprache.

Und du steigerst dieses Gefühl noch, indem W sich selbst völlig zurücknimmt und versucht sich aufzusetzen, obwohl ihm das Schmerz bereitet: „„Aber Winnetou geht es doch wieder gut!“, widersprach er sofort und bemühte sich gleichzeitig nach Kräften, mich von der Wahrheit seiner Worte zu überzeugen, indem er sich noch weiter aufrichtete und mir ein zauberhaftes Lächeln schenkte – doch die für einen winzigen Augenblick erstarrten Muskeln in seinem Gesicht ließen für mich keine Zweifel zu, dass ihm die tiefe Schnittwunde immer noch bei jeder kleinen Bewegung starke Schmerzen bereitete.“ Ach mein lieber W, so wird das nichts mit euch zwei, wenn ihr vor lauter Sorge um den anderen vergesst an euch zu denken! Und zum Glück lässt du OS diesen Unsinn unterbrechen, nicht mit Worten, sondern mit zärtlichen Gesten, die ich in deiner Geschichte so liebe: mal ein sanftes Streicheln über die Wangen oder die Hände, mal eine Umarmung und eben einfach das Gefühl, dass da nichts Trennendes ist zwischen diesen beiden Menschen, die sich so viel bedeuten.

Und das ganze gipfelt dann in meinen Lieblingssätzen für dieses Kapitel: „Mein lieber Winnetou – nichts, aber auch gar nichts kann mich glücklicher machen, als dich lebendig und gesund bei mir zu haben. Ich hatte solch fürchterliche Angst, dich für immer zu verlieren… das könnte ich einfach nicht ertragen…“ So schön!!!!!

Die beiden kommen dann ja später noch einmal auf dieses Thema zurück und ich finde, dass du hier bei W den richtigen Ton triffst: „Aber Winnetou hat doch alles getan, um dir deine Sorgen zu nehmen, alles, was von ihm verlangt wurde“, unterbrach mich mein Freund, entgegen seiner sonstigen Gewohnheit beinahe schon heftig. „Scharlih – ich wünsche mir nichts mehr, als endlich wieder die Sonne in deinem Gesicht und den Himmel in deinen Augen zu sehen!“ Mensch, da lässt er all den Quatsch und die viele Fürsorge über sich ergehen und OS ist immer noch nicht zufrieden :-) Jetzt reicht es aber mal, Mr. Shatterhand!
Die folgenden Abschnitte widmest du dem „Abarbeiten“ der Personengruppen. Die Siedler werden versorgt und es ist wohl wirklich eine gute Idee sich bei denen großzügig zu zeigen, die man schon kennt, als zu warten, bis irgendwer geschickt wird, der am oder im Apachenland siedeln darf.

Und auch das Detail gefällt mir, dass W nicht einfach wie ein mittelalterlicher Monarch entscheiden kann. Natürlich muss er sein Tun und das Unterzeichnen von Verträgen erst abstimmen!

Ganz herzallerliebst fand ich ja, dass OS den umgekehrten Anstandswauwau gibt und auf W und D aufpasst, damit die mal allein sein können. Schade, dass du auch uns Leser aussperrst :-) Ein bisschen Händchen halten und küssen und liebe Worte hätte ich durchaus gerne beobachtet, ähm...

Und wie schön zu wissen, dass zumindest bei Ws Jugendfreunden eine Verbindung zu einer weißen Frau nicht schon direkt auf Widerstand stößt, denn da war ich mir auch nicht so ganz sicher: „Und nun wurde Winnetou wie aus heiterem Himmel ein solches Glück zuteil, ein Glück, welches ihn von innen heraus regelrecht strahlen ließ – und beide, Entschah-koh wie auch Til Lata, dankten Debbie insgeheim auf Knien dafür.“ Echte Freunde, wie schön!

Und andererseits ist D wichtig genug, dass eine Verbindung mit ihr auch tatsächlich eine strategisch günstige Sache sein könnte, mal vom Gefühl abgesehen. Warum also nicht. Und dann lernt die junge Dame mal so nebenbei auch gleich noch ein bisschen apachi, damit es in der neuen Heimat mit der Verständigung klappt. Eine sehr gute Idee!

Und nicht nur sprachlich nähern sich die beiden an, sondern D lernt auch ganz schnell in W zu lesen, was der nicht zeigen will. Klar, mit den Augen der Liebe geht das! Es wird also nach einigen Tagen Zeit, dass man endlich diese Schlucht verlässt. Finde ich auch :-) Und nun lässt du die beiden auch noch nach dem Streben, was ich hier ja auch vermisse: Endlich mal wieder Zweisamkeit.

„Sie hatte aber trotz ihrer weiterhin vorhandenen Sorge um seine Gesundheit vollstes Verständnis für seine Gefühle, denn auch die verliebte junge Frau konnte es wohl kaum mehr erwarten, endlich einmal wieder mit ihrem Gefährten alleine zu sein, und zwar wirklich alleine. Auch in Winnetous Augen konnte ich eine solche Sehnsucht nach innigen Momenten erkennen…“ Ist ihm nicht zu verdenken!

Total lustig ist in dem Zusammenhang ja die werte Gouverneursgattin: Ein Glück, dass D so eine Geduld hat. Ist ja einfach nur niedlich, was die Dame da alles an gut gemeinten Hinweisen mit auf den Weg gegebn will, wenn sie schon keine Kissen und Wärmflaschen (im Ernst? Eine Wärmflasche im Süden der USA für eine Stichwunde und eine Kopfverletzung?? Was bitte soll die denn helfen?) mehr herbeischleppen kann und der große Häuptling sich so gar nicht für einen Urlaub in ihrem Anwesen begeistern mag :-)

Und diese Entwicklung hier, scheint mir hinsichtlich des Einflusses, den der werte Gatte ja nunmal politisch hat, auch sehr sehr nützlich: „Und schon die erste direkte Begegnung mit dem gutaussehenden Apatschen hatte die Dame offenbar noch im gleichen Augenblick alles vergessen lassen, was ihr jemals über Indianer zu Ohren gekommen war – sie war sofort dem Charme des Häuptlings hoffnungslos verfallen und schwärmte seitdem bei jedem, der es hören wollte oder auch nicht, von dem so kultivierten und hinreißenden Lebensretter ihrer Kinder, was uns allen heimlichen Spass bereitete.“ Umso besser, wenn möglichst viele Weiße (hier ja auch noch die Soldaten, die mit den Apachen zusammen in diesem Tal „festsitzen“) ihre Einstellung überdenken und hoffentlich auch nach außen tragen.

Übrigens, ich liebe diese Beschreibung: „Stolz, wortkarg – vor allem Fremden gegenüber – kriegerisch, teils sogar bedrohlich wirkend…“ Das jagt mir einen Schauer über den Rücken, einen angenehmen!!

Auf der Heimreise zeichnest du dann ein sehr friedliches Bild. W lässt sich umsorgen und betüddeln, damit sich seine Lieben endlich nicht mehr sorgen. Dennoch amüsiert er sich auch ein wenig über so viel übertriebene Fürsorge. Nur zu verständlich bei jemandem, um den sich in dieser Weise ja schon lange niemand mehr gesorgt hat.

Und du lieferst gleich selbst eine Erklärung mit, warum W sich so „anders“ verhält, warum er sich umsorgen und umhegen lässt, die ich sehr überzeugend finde: „jetzt allerdings, nachdem die junge Frau Winnetous Herz im Sturm erobert und seine Seele weit geöffnet hatte, war ich mir dann doch nicht mehr so sicher, ob er meine Hilfe und Fürsorge, auch wenn wir nur unter uns wären, weiterhin strikt ablehnen würde.“ Ja, das macht Sinn! W hatte niemandem mehr in sein Herz gelassen, seit dem Tod seiner Familie. Auch OS war da ja schon vorher drin und wurde irgendwie miteingeschlossen, als die Mauer der Unnahbarkeit zum Schutz errichtet wurde. Aber die musste W öffnen, um D rein zu lassen. Und da ist noch ein bisschen mehr Bereitschaft für Nähe und Fürsorge durchgeschlüpft! Wie schön und wie tröstlich! Du lässt deinen OS genau das erklären und ich bin da voll und ganz deiner (oder seiner ;-) ) Meinung!

„Debbies Liebe war ihm mehr als sicher, und die neu abgeschlossenen Verträge versprachen dem Häuptling und seinem Volk erstmals über mehrere Jahrzehnte hinaus ein Leben in Frieden und in Sicherheit – das Glück war also nicht nur zum Greifen nah, nein, es hatte tatsächlich schon Einzug gehalten in das Leben meines Winnetou!“ So, das hätte ich dann gerne auch als Endzustand! Keine neue Katastrophe, kein böses Erwachen, nicht schon wieder Tote oder sonstige Gründe, die das Glück am Ende kippen lassen. Ich bibbere hier schließlich schon seit mindestens 10 Kapiteln!

Ich finde übrigens schön, dass du hier auch noch mal den Bogen schlägst zum Thema W verlassen und dass OS hier nicht direkt „umkippt“ und schwört für immer zu bleiben. Dazu hat W ja jetzt auch hoffentlich seine D.

Und zumindest hier endest du ja geradezu in einem Schwall aus Liebeserklärungen, von denen ich besonders diese hier nochmal wunderschön finde und sie herborheben muss: „Dich einmal so glücklich zu sehen, ist für mich das größte Geschenk!“

Kein Wunder, dass W da die Rührung kaum unterdrücken kann, geht mir genauso!

Aber du findest dann ja noch mal zu einem leichteren Ton zurück. Soso, OS mit Ds Cousine verkuppeln :-) Na dann! Auf zum zweiten Teil :-)


Meine liebe Anmi, es hat gedauert und es ist wieder lang geworden, aber du weißt, dass das vor allem der Tatsache geschuldet ist, dass du immer so viel Gefühl über mir ausschüttest, dass ich einfach einige Seiten brauche, um mich davon wieder zu erholen.

Ich hoffe doch, dass nun auch das letzte Kapitel bald seinen Weg hierher findet und dass auch du nicht schon wieder abhanden gekommen bist. Du weißt wie schade ich das fände. Und lass dich durch mein überbordendes Geschreibe bitte nicht davon abbringen auch einfach mal nur kurz hallo zu sagen :-)

Ganz viele liebe und im Gefühl dieser Geschichte weich eingekuschelte Grüße,

Luni

Antwort von Anmiwin am 11.08.2017 | 03:11 Uhr
Meine liebe Luni!

Jetzt endlich komme ich dazu, den letzten Teil meiner „Schulden“ bei dir abzuarbeiten! Ich hoffe allerdings gaaaaaaaaanz dolle, dass ich auch in nächster Zeit trotz neuer Aufgaben weiterhin noch viel bei dir abarbeiten darf… *ggg*

Zu dem ersten Absatz deines Review brauche ich nichts mehr zu sagen, das ist ja alles mittlerweile hinfällig.

Was den Titel betrifft: Mittlerweile weißt du ja, was es mit diesen Pünktchen (Auslassungspunkte – die heißen doch so, oder?) dahinter auf sich hat – das „neue Leben“ passte da einfach zu gut rein, doch vorher mussten die Protagonisten ja erst einmal aufbrechen, ankommen und sich einrichten.

Eben, das war von Anfang an das primäre Ziel: Winnetou musste auch endlich einmal rundum glücklich werden, und das hat der Titel der Geschichte auch von Anfang an so vorgegeben. Auch ich liebe solche Geschichten – zumal in den allermeisten Stories das Leid für Winnetou viel zu oft einfach übermächtig ist!
Sicher, auch ich habe den Häuptling in dieser und auch in den anderen Geschichten ein ums andere Mal malträtiert, aber immer „nur“ körperlich, niemals auf eine solch beklemmende Art und Weise wie in einigen für mich sehr krassen Stories. Körperliche Wunden heilen wieder, seelische nur ganz schlecht…

Und eigentlich ist es wohl eher wahrscheinlich, dass auch in der damaligen Zeit nicht nur die Bösen die Welt beherrschten! Es gab sicherlich auch dort in diesem beinahe gesetzlosen Streifen der USA einige gute Menschen, auch in höheren Positionen, und von daher ist der Rest der Story auch nicht ganz so aus der Luft gegriffen – zumindest in meinen Augen… *g*

Ein bißchen mehr „Hach“ zwischen Debbie und W *kicher*?? Nun, in diesem Kapitel war das dann doch nicht ganz so gut möglich – immerhin waren die beiden von ein paar mehr Menschen umgeben und standen somit unter ständiger Beobachtung…
Wie du aber mittlerweile wissen wirst, gibt es in dem aktuellen und letzten Kapitel dann doch ein wenig mehr „Hach“ zwischen den beiden Turteltauben – und ich hoffe, du bist dabei auf deine Kosten gekommen?!

Was den Leibwächter Jackson und mögliche Verwicklungen durch seine Eifersucht angeht: ja, da hätte es durchaus viel Spielraum für gegeben – aber dann wäre die Story wohl nie fertig geworden. Überhaupt hätte ich dem Liebespaar noch unendlich viele Hindernisse in den Weg legen können, aber eine Über-Einhundert-Kapitel-Geschichte wollte ich dann doch nicht schreiben… *gg*

Auch die beiden Buben sollten nach all den schrecklichen Bildern und Ereignissen wieder Spass am Leben bekommen, schließlich werden in dieser Geschichte Träume wahr. Es wäre natürlich durchaus möglich gewesen, dass zumindest einer der beiden vorerst einen psychischen Knacks davongetragen haben könnte – zumindest dann, wenn er direkt wieder nach Hause gebracht worden wäre. Hier, in diesem Tal allerdings gab es viel zu viel Spannendes zu entdecken, hier gab es unglaublich viel Neues zu sehen und ihnen wurde hier so viel Abwechslung geboten, dass die Jungen darüberhinaus diese eine furchtbare Nacht schlichtweg vergessen haben…

Das freut mich jetzt wirklich sehr, dass auch dir die Szene zwischen w und den beiden Jungen so gut gefallen hat! Dieses Bild hatte ich schon vor Augen, als mir die Kinder erstmals im Hirn herumspukten – und daher lag mir dieser Moment schon lange sehr am Herzen!

Warum passender Oneshot im Anschluss?? *g* Ist das Ende noch nicht zu deiner vollsten Zufriedenheit ausgefallen?? *kicher*

Hach ja – diese Liebeserklärung auf freundschaftlicher Ebene war mir auch so wichtig! Ich sehe die Blutsbrüder ja auch unheimlich gerne in einer körperlichen Liebesbeziehung, aber in dieser Geschichte wollte ich einfach mal sehen, ob diese innige Zuneigung und liebevolle Fürsorge auch in einer brüderlichen Freundschaft funktioniert – und siehe da: zumindest für mich hat es gepasst! *g*

„Ach mein lieber W, so wird das nichts mit euch zwei, wenn ihr vor lauter Sorge um den anderen vergesst an euch zu denken! Und zum Glück lässt du OS diesen Unsinn unterbrechen, nicht mit Worten, sondern mit zärtlichen Gesten, die ich in deiner Geschichte so liebe: mal ein sanftes Streicheln über die Wangen oder die Hände, mal eine Umarmung und eben einfach das Gefühl, dass da nichts Trennendes ist zwischen diesen beiden Menschen, die sich so viel bedeuten.“

GENAU SO sehe ich die beiden auch! Boah, ist das schön zu sehen, dass andere genau so ticken wie ich und diese Beziehung genau so empfinden! Überhaupt freue ich mich jedesmal aufs Neue, wenn ich merke, dass ich nicht die Einzige bin, die von solch liebevollen Gesprächen zwischen den Blutsbrüdern gar nicht genug bekommen kann!

„Ganz herzallerliebst fand ich ja, dass OS den umgekehrten Anstandswauwau gibt und auf W und D aufpasst, damit die mal allein sein können. Schade, dass du auch uns Leser aussperrst :-) Ein bisschen Händchen halten und küssen und liebe Worte hätte ich durchaus gerne beobachtet, ähm...“

Nun ja – gönnen wir den beiden doch mal die wenige Privatsphäre, die ihnen im Augenblick bleibt, hm? Immerhin waren wir ja schon in der ersten Nacht exclusiv und hautnah dabei! *gg*

Wunderbar, dass du ansonsten überall mitgehen kannst! Debbie lernt etwas apachi, außerdem lernt sie, Winnetou auch ohne Worte zu verstehen, die Siedler freuen sich über ein neues und vor allem sicheres Zuhause, und Winnetous Jugendfreunde hätten sich wahrscheinlich auch mit einer hässlichen alten Hexe angefreundet, solange diese nur ihren Häuptling endlich einmal rundum glücklich macht…

Hihihi – die Wärmflasche MUSSTE einfach her! Ich glaube, die hatte man früher für so manches Wehwehchen gebraucht, vor allem bei Leibschmerzen… Winnetou hat schließlich Kopfschmerzen, und so eine Gehirnerschütterung kann auch ganz viel Übelkeit verursachen, und gegen Übelkeit kann so eine Wärmflasche vielleicht auch helfen – das ist halt die bestechende Logik der werten Gattin, und du siehst, die denkt an ALLES!! *kicher*

Ja, das war auch der Sinn der Sache, Hunderte von Soldaten mit beinahe genau so vielen Apachen zwei Wochen lang auf engstem Raum zusammenhocken zu lassen. Man lernt sich kennen, schätzen, respektieren, baut Vorurteile ab, verbreitet die Wahrheit dann bewusst oder auch nur unbewusst weiter – zumindest sofern man nicht völlig verbohrt ist…

„Übrigens, ich liebe diese Beschreibung: „Stolz, wortkarg – vor allem Fremden gegenüber – kriegerisch, teils sogar bedrohlich wirkend…“ Das jagt mir einen Schauer über den Rücken, einen angenehmen!!“

Ja, diese Beschreibung mag ich ebenfalls total gerne und sie ist mir auch ungeheuer wichtig. In all meinen Geschichten wollte ich immer erreichen, dass Winnetou nach außen hin möglichst so kriegerisch und unnahbar herüberkommt wie bei KM, ohne arrogant zu wirken. Gleichzeitig sollte er aber auch ein wenig menschlicher werden, sollte Gefühle zeigen können, wenn auch nur im Beisein seiner engsten Vertrauten. Ich hoffe so sehr, dass mir das hier und da wenigstens etwas gelungen ist…

„Ja, das macht Sinn! W hatte niemandem mehr in sein Herz gelassen, seit dem Tod seiner Familie. Auch OS war da ja schon vorher drin und wurde irgendwie miteingeschlossen, als die Mauer der Unnahbarkeit zum Schutz errichtet wurde. Aber die musste W öffnen, um D rein zu lassen. Und da ist noch ein bisschen mehr Bereitschaft für Nähe und Fürsorge durchgeschlüpft! Wie schön und wie tröstlich! Du lässt deinen OS genau das erklären und ich bin da voll und ganz deiner (oder seiner ;-) ) Meinung!“

Und ich deiner! Wie schaffst du das nur, die Dinge so genial zu erklären, dass auch ich selbst meinen eigenen Text noch besser verstehe?? *gg*

Stimmt – wenn OS auf Winnetous vorsichtiges Herantasten sogleich mit dem Schwur um die Ecke gekommen wäre, ab jetzt für immer bei den Apatschen bleiben zu wollen, wäre das selbst für mich viel zu viel FFE, viel zu viel Kitsch – und viel zu unglaubwürdig gewesen!

„Meine liebe Anmi, es hat gedauert und es ist wieder lang geworden, aber du weißt, dass das vor allem der Tatsache geschuldet ist, dass du immer so viel Gefühl über mir ausschüttest, dass ich einfach einige Seiten brauche, um mich davon wieder zu erholen.“

Und ich hoffe, du weißt, dass du mir mit diesen Sätzen ein Wahnsinns-Kompliment gemacht hast – meinen allerherzlichsten Dank dafür!!! Und übrigens: Deine Reviews KÖNNEN gar nicht zu lang sein – aber sie sind IMMER einsame Spitze!!!

Ganz herzliche Grüße

Anmi
Schnauz (anonymer Benutzer)
21.07.2017 | 02:47 Uhr
Schön das es weitergeht. Aber warum hören Sie auf, wenn Sie die Figuren ins Herz geschlossen haben? Niemand hindert Sie an einer Fortsetzung - einem weiteren Kapitel.

MfG
Schnauz

Antwort von Anmiwin am 21.07.2017 | 22:56 Uhr
Hallo!

Ehrlich gesagt - ich weiß es gar nicht so genau, ob ich diese Geschichte nicht doch noch irgendwann mal wieder aufgreifen werde, eben weil sie mir ein wichtiger Begleiter in den letzten Jahren waren.
Doch zuerst einmal steht der dritte Teil meiner Blutsbruder-Geschichte eindeutig im Vordergrund, und der wird wohl einige Zeit in Anspruch nehmen. Danach... nun ja, wir werden sehen, wie es dann mit meiner Motivation und auch den dazugehörigen Ideen aussieht.

Trotzdem - vielen Dank nochmals für das Interesse!

Liebe Grüße

Anmi
19.07.2017 | 13:10 Uhr
GSD, Du bist wieder da. Ich fing an, mir ernsthaft Sorgen zu machen, ob dauerhaft technische Fehlfunktionen Deine Anwesenheit verhindern oder Du (so nun nicht mehr) abgetaucht bist. Schön, dass es Dich wieder gibt und ich habe Dich nicht vergessen und freue mich, dass Du wieder da bist. :)

Antwort von Anmiwin am 19.07.2017 | 18:36 Uhr
Hi, Amistad!

Mensch - als dein Name hier auftauchte, kam in mir so eine zaghafte Erinnerung an eine bestimmte Mail hoch, die ich vor längerer Zeit nur kurz überflogen hatte - meine motivationslosen Monate haben dafür gesorgt, dass ich die völlig vergessen hatte und somit natürlich auch nicht antworten konnte!

Ich schau mir das später noch mal genauer an, und dann melde ich mich per PN, okay?

Liebe Grüße

Anmi
19.07.2017 | 11:35 Uhr
Hi Anmi,

kurzer Nachtrag:

Das kommt davon, wenn man "mal eben auf die schnelle" ein Review schreibt... Irgendwie hatte ich beim Lesen Deines Kapitels abgespeichert, dass Debbie die Sprache der Apachen ganz schnell lernt. Nachdem ich Deine Antwort auf mein Review gelesen habe und dann auch noch einmal die entsprechende Stelle im Kapitel, ging mir dann ein Licht auf ;-)! So passt es natürlich und ich entschuldige mich in aller Form bei Deiner Debbie ;-) !

Außerdem meinte ich nicht, dass "Akando" am Ende übel wurde, sondern ich wollte damit sagen, dass ich die Story zum Glück fertig bekommen habe, bevor es bei mir zeitlich und auch in Sachen Lust und Motivation ganz übel wurde.

Demnächst sollte ich mir wohl besser wieder mehr Zeit nehmen, um Reviews zu hinterlassen...

Liebe Grüße

Danny

Antwort von Anmiwin am 19.07.2017 | 18:31 Uhr
Hallöchen, Danny!

Hihi - Debbie hat die Entschuldigung natürlich sofort angenommen *gg*! Sie besteht darauf, dass sie wesentlich dümmer ist, als es hier manchmal rüberkommt... *kicher*

Ja-ja, die Sache mit der Zeit... aber im Großen und Ganzen hatte ich dich schon richtig verstanden! Jedenfalls nochmal vielen Dank für diese Rückmeldung!

Liebe Grüße

Anmi
18.07.2017 | 16:28 Uhr
Liebe Anmi,

auch ich habe mich gefreut, dass Deine Story weitergeht. Ich finde diese ganzen unvollendeten Geschichten hier, die irgendwann als Bauruinen in der Versenkung verschwinden nämlich irgendwie traurig. Davon abgesehen, dass ich mich als Leser darüber ärgere eine Geschichte verfolgt zu haben und dann das Ende nicht zu erfahren....grrrr...

Aber das passiert uns hier ja zu Glück nicht, denn Du hast uns ein weiteres Kapitel beschert. Kurz war ich irritiert, als Du oben in der Liste standest und kein Fähnchen wehte, aber das hast Du in der Einleitung ja erklärt.

Keine Zeit und / oder keine Lust - die Phasen haben wir ja alle irgendwann mal. Geht mir gerade auch so, wobei ich froh bin, dass ich "Akando" zumindest noch fertig bekommen habe, bevor es ganz übel wurde.

Im Moment ist allerdings eher Zeit Mangelware, von daher fällt das Review vielleicht etwas knapp aus, aber ich wollte auch nicht nichts schreiben.

So sehr viel passiert in diesem Kapitel ja auch gar nicht. Der Kampf ist gewonnen und alle Beteiligten können endlich zur Ruhe kommen, ihre Wunden behandeln lassen und sich erholen. Klingt in so einer - zugegebenermaßen - sehr groben und vereinfachten Zusammenfassung ja erst einmal ziemlich langweilig.

Das ist es aber gar nicht, weil Du so viele kleine Szenen und Elemente hineingebracht hast, die beim Lesen einfach Spaß machen und einen glücklich grinsen lassen :-) !

Da sind die beiden Jungs, die aus kindlicher Neugier heraus ganz unbefangen mit den Kriegern umgehen. So ganz unbefangen sind sie dann bei der Begegnung mit W nicht mehr, aber wer wäre das schon? ;-) Ich denke aber, dass unser guter Häuptling da einen nachhaltigen Eindruck bei den beiden hinterlassen hat.

Debbie nimmt an dem Seminar "Indianisch für Anfänger" teil. Das fand ich eine ganz, ganz tolle Idee. Allerdings muss ich zugeben, dass es mir wieder einmal too much war, dass sie natürlich total schnell die Sprache der Apachen gelernt hat und sich sozusagen in rekordverdächtiger Zeit bereits mit W unterhalten kann. Das war mir persönlich etwas zu viel "Super-Debbie", auch wenn ich verstehe, dass sie natürlich eine ganz besondere Motivation hatte die Sprache so schnell wie möglich zu lernen. Aber egal, tut dem Gesamteindruck, den das Kapitel bei mir hinterlassen hat nicht weh.

Herzallerliebst war natürlich wieder die gegenseitige Fürsorge der beiden Blutsbrüder und das stetige Bemühen den jeweils anderen das nicht merken zu lassen. Ich glaube, das bekommt niemand anders hier so gut geschrieben, wie Du!!!

Ich gehe dann jetzt einmal davon aus, dass wir nun auf ein lupenreines Happy End zusteuern, komplett mit Geigenmusik, Sonnenuntergang und Sternschnuppen!!!

Ich freue mich drauf!

Liebe Grüße

Danny

Antwort von Anmiwin am 19.07.2017 | 00:14 Uhr
Liebe Danny!

Ja, endlich habe ich es doch noch mal auf die Kette gekriegt, die „Unvollendete“ fertigzustellen! Und da kann ich dir nur zustimmen: Auch ich finde es total traurig, dass hier immer wieder solche „Bauruinen“ entstehen – zumal manche Stories wirklich supertoll geschrieben und wirklich spannend sind…

Und eins lass dir mal gesagt sein: „Akando“ war ja nun mal alles andere als „übel“ – ganz im Gegenteil! Das ist eine von den Geschichten, in die ich immer mal wieder reinlese, weil mir hier ganz viele Szenen so wunderbar gefallen haben!

Als ich die Kapitel geteilt und dieses hier noch einmal durchgelesen hatte, war mir auch mehrmals der Gedanke gekommen, dass es ja eigentlich total handlungsarm ist und auch wegen der großen Harmonie etwas langweilig daherkommen könnte. Dein diesbezügliches Lob macht mich deswegen aber mal so richtig happy!

„Indianisch für Anfänger – Seminar“? *gg* Aber sooo schnell hat Debbie die Sprache dann doch nicht drauf. Ich hatte das so beschrieben:
„Mit meiner Unterstützung brachten wir ihr die Grundzüge der für sie noch völlig fremden Sprache bei, und die kluge junge Frau lernte so schnell, dass sie sich am Ende mit Winnetou sogar schon ein wenig auf apachi unterhalten konnte!“
Folglich konnte sie nur ein wenig, genug, um mit W ein paar Worte zu wechseln – nach etwas mehr als zwei Wochen wäre alles andere nun wirklich „too much“ gewesen. Bei KM bekommt OS ebenfalls gleich von drei Lehrern die Sprache beigebracht – samt verschiedener Dialekte, und das alles in wenigen Wochen. Daher erschien mir meine Version nicht ganz so abwegig…

„Herzallerliebst war natürlich wieder die gegenseitige Fürsorge der beiden Blutsbrüder und das stetige Bemühen den jeweils anderen das nicht merken zu lassen. Ich glaube, das bekommt niemand anders hier so gut geschrieben, wie Du!!!“

Also – für dieses Wahnsinns-Lob muss ich dir gleich mal einen meiner berühmten virtuellen Blumensträuße überreichen! WOW – das rahme ich mir ein, glaube ich!

Hm – ob ich das Ganze mit Geigenmusik, Sonnenuntergang und Sternschnuppen beenden lasse, kann ich dir nun wirklich nicht versprechen. Soviel aber verrate ich schon: am Ende wird es Tränen geben…

Ganz herzlichen Dank für deinen wunderbaren Kommentar!

Liebe Grüße

Anmi
18.07.2017 | 15:40 Uhr
Hallo Anmi,
...... und bis zum bitteren Ende..... Du siehst, ich lese deine Geschichte weiter, auch wenn ich nicht Debbies Fan bin und es auch nicht mehr werde. Aber natülich will ich jetzt auch wissen, wie sie zu Ende geht. Nach wie vor gefällt mir deine Art zu schreiben und die Handlung in eine Geschichte zu verpacken, die auch noch spannend ist, niemals langweilig und uns auch noch ein Happy End verspricht, wenn ich micht sehr irre?
Liebe Grüße und bis bald
Marieschi

Antwort von Anmiwin am 18.07.2017 | 23:12 Uhr
Liebe marieschi!

Ach, wie schön, dass du noch dabei bist – trotz dieser langen Pause und trotzdem du mit Debbie nicht warm wirst!
Um so mehr freue ich mich über das wundervolle Lob von dir! Das baut echt nochmal so richtig auf, und ich sehe, dass mit meiner fehlenden Motivation nicht auch noch mein Schreibstil flöten gegangen ist.

Also – ein großes Dankeschön an dich!

Liebe Grüße

Anmi
18.07.2017 | 14:40 Uhr
Meine liebe Anmi!

Den Jubelschrei hatte ich ja schon am Sonntag losgelassen – jetzt gibt es bei mir aber eine Lücke passend für dein Review!

„Aufbruch in..?“ verkündest du uns ganz zu Beginn... und nach der Lektüre des Kapitels kann ich nicht umhin zu ergänzen: irgendwas mit ganz viel Licht und Freude :-))

Ich kann ( und will! ) mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass du unseren Helden, die wir über eine so lange Zeit in alle möglichen Gefahren begleiten durften, zum Schluss noch eine Katastrophe zwischen die Beine schleuderst. Das passt nicht zu dir, das passt nicht zu dieser Geschichte.

Das ganze Kapitel ist durchzogen von einer Art „Kuschelfaktor“. Alle Schlachten sind geschlagen – nun können und dürfen sich die Beteiligten erholen.

Was für eine schöne Vorstellung, dass Siedler, Soldaten und Apatschen so etwas wie eine große Ausflugsgesellschaft bilden. Ich kann mir das lebhaft vorstellen – und die Bilder wärmen mein Herz. Alle leben und lachen zusammen, wenn auch nur „auf Probe“. Die Zukunft muss zeigen, ob und wie die Allianz sich bewährt. Aber die Tatsache, dass man sich überhaupt erst einmal einigen konnte.. und dass da ganz viel gegenseitiger Respekt herrscht... das gibt Hoffnung. Dafür danke ich dir, Anmi.

Das Symbol für das, was ich im letzten Absatz beschrieben habe, scheint mir hier das Brüderpaar Johnny und Danny zu sein. Die Söhne des Gouverneurs genießen die neuen aufregenden Eindrücke in vollen Zügen – und dürfen sogar als Krönung dieser Zeit, die ihnen wahrscheinlich immer im Gedächtnis bleiben wird, den Häuptling besuchen und sich bei ihm bedanken. Wow, ich denke, dass dieses Treffen für die beiden unvergesslich ist.. Ws Aura sei's gedankt :-)

Besonders niedlich fand ich die Vorstellung, Entschah-Ko und Til Lata erteilen Debbie einen ähnlichen Unterricht, wie ihn auch OS nach seiner Ankunft bei den Mescaleros über sich ergehen lassen musste... nun kann im Pueblo ja nichts mehr schiefgehen, wenn ich mich nicht irre :-DD Und es stimmt mich froh, bewiesen zu bekommen, dass Ws Freunde tatsächlich wahre Freunde sind und sich jetzt, im Angesicht neu gewonnen Glücks, einfach nur mit ihrem Häuptling freuen...

Das Highlight dieses Kapitels ist für mich aber klar die Interaktion zwischen W und seinem Scharlih. Hach! Lange habe ich – auch im Rahmen dieser Geschichte – auf Derartiges gewartet.

W und OS suchen einander davon zu überzeugen, dass es ihnen doch gut geht, wachen aber mit Argusaugen über den jeweils anderen. W ist alles andere als gesund, OS sorgt sich deswegen. Verständlich. Und ich kann auch begreifen, dass es gerade ein solch unabhängiger, stolzer Mann wie unser Häuptling nur schlecht ertragen kann, sich nachhaltig schonen zu müssen – und dabei auszuhalten, dass seine Lieben ( aber auch alle anderen :-DDD) meinen, ihn betüddeln zu wollen. Er fügt sich, doch die innere Unruhe bleibt ja bestehen...

Nun kämpft W also mit der ungewohnten Situation, aus dem Nichts alles erfüllt bekommen zu haben, was er sich immer wünschte, was aber völlig unerreichbar schien. Natürlich muss da die Mauer, die er um sein Herz errichtete, um all den Schmerz ertragen zu können, anfangen zu bröckeln. Ich bin mir sicher, da flutet jetzt bereits jede Menge Licht rein, Debbie sei Dank :-)

Aber ebenso natürlich will W dieses Glück, das er fühlt, auch seinem Blutsbruder zuteil werden lassen. Nur wie? Es ist ganz rührend, dass der Häuptling nun sogar versucht, OS regelrecht zu verkuppeln. Na also das wäre ja was... :-D

Und als wenn das nicht genügen würde: W fasst sogar den Mut, den Freund auf dessen ständige Abschiede anzusprechen! Ich bin gespannt, wie sich das weiterentwickelt. Denn wenn du mich fragst: Letztlich wäre ein Leben OSs bei den Apatschen doch für alle Beteiligten ein Segen...

Liebe Anmi, nur noch ein Kapitel? Ich sehe das mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Eine Geschichte geht zu Ende – eigentlich ein Grund, traurig zu sein. Doch hier steuern wir auf ein solches Glück zu, dass ich mich nur noch freuen kann. Da passiert nichts Böses mehr, oder?! Wie sagst du immer: Bettelblickaufsetz?? :-)

Außerdem hoffe ich zuversichtlich und seit langer Zeit auf eine Fortsetzung der Blutsbrüder-Story.. hach, das wäre zu schön...

Heute freue ich mich zuerst einmal, dass dieses Zwischenkapitel, das dir so viel Mühe bereitet hat, nun hier steht. Vielen Dank für die gute Unterhaltung – und bis zum letzten Streich :-))

Ganz liebe Grüße

Zorbi

Antwort von Anmiwin am 18.07.2017 | 20:44 Uhr
Liebe Zorbi!

Ja – wegen deinem Jubelschrei klingeln mir heute immer noch die Ohren… *hihi*

Dass du Meisterin in der Titelgebung eines Kapitels ausgerechnet meinen Titel als erstes erwähnst, ehrt mich ja richtig! „Aufbruch in…“ ist natürlich ganz bewusst von mir so gesetzt worden, und ich bin so gespannt, was du von dem zweiten Teil dann hältst!

Ja, die liebe Anmi hat sich in diesem Kapitel FFE-mäßig mal so richtig ausgetobt – und ich freue mich immer zu lesen, wenn es doch vielen tatsächlich so gefällt!

Gerade in den Karl-May-Filmen (und teilweise auch in den Büchern) gab es oft solche Szenen, wo Soldaten und Indianer zusammen gegen Feinde in die Schlacht gezogen sind, von daher fand ich dieses dreiwöchige Zusammenleben beider Rassen gar nicht so abwegig. Und darin steckt ja auch ein großer Vorteil: Es sind einige Hundert Soldaten, die nun einmal das Leben der Roten aus nächster Nähe beobachten können, einige treffen wohl zu ersten Mal überhaupt auf einen Indianer, ohne dass irgendeiner kriegerische Absichten hat. Somit wäre es ja denkbar, dass gerade diese Soldaten ihre Vorurteile endgültig begraben haben und diese neue Ansichten weiter in ihre Welt hinaustragen.

Die beiden Jungens dürfen hier tatsächlich dieses ungewohnte Zusammenleben zwischen Weiß und Rot als erstes erleben und auskosten, zusammen mit den Auswandererkindern – und auch hier könnte man hoffen, dass diese positiven Erlebnisse jedem noch so bösartigen Gerücht über die Indianer in Zukunft standhalten werden.

Jetzt, wo nirgendwo mehr eine Gefahr lauert, muss sich Debbie endlich einmal darum kümmern, dass sie sich mit ihren neuen Mitbewohnern auch verständigen kann. OS musste da früher auch durch (der hatte in Winnetou, Intschu-tschuna und Nscho-tschi ja gleich drei Leher), und da Winnetou noch weitestgehend verhindert ist, widmen sich jetzt halt seine drei besten Freunde der Aufgabe, Debbie fit für die Zukunft als Indianer-Ehefrau zu machen.

Ja, ich schreibe total gerne Szenen, in denen die beiden Blutsbruder ganz unter sich sind und sich auch über intimere Dinge unterhalten können! Und in dieser Geschichte hat OS seinen Freund ja zum ersten Mal überhaupt so schwer verletzt erlebt, musste sogar erstmals Angst um dessen Leben haben – daher ist es überhaupt kein Wunder, dass er sich weiterhin sorgt. Er kennt ja den Häuptling nur zu genau und weiß daher sehr gut, dass dieser sich lieber völlig übernimmt als auch nur einmal irgendeine Schwäche zuzugeben. Also muss Winnetou zur Schonung gezwungen werden, bevor er sich selbst wieder gefährdet…

Winnetou erlebt im Augenblick pures Glück – und doch ist da irgendwo noch ein nagender Riss, denn er weiß ja nur zu genau, dass OS irgendwann wieder in seine Heimat zurückkehren will, und er spürt, dass ihm dieser erneute Abschied trotz Debbies Anwesenheit wieder wahnsinnig schwer fallen wird. Aber er hat ja inzwischen gelernt, mit OS über seine geheimen Wünsche zu sprechen – und wer wagt, gewinnt!

Auch ich verabschiede mich von dieser Geschichte mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Sie hat mich über zwei Jahre begleitet – und Debbie habe ich richtig ins Herz geschlossen!

Ganz herzlichen Dank für dein fortwährendes Interesse! Ich freue mich wirklich, dass es mir gelungen ist, dich auf diese Reise mitzunehmen!

Die allerherzlichsten Grüße

Anmi
17.07.2017 | 22:00 Uhr
Liebe Anmi,

ich freue mich sehr, dass die Schreibblockade überwunden ist und du nun wieder Freude an der Sache hast! Schön, dass die Geschichte weitergeht!

Nun überfordert es mich jetzt doch ziemlich, nach 24 Kapiteln des stummen Lesens nun ein anständiges Review zu der gesamten Geschichte zu schreiben, daher will ich mich lieber auf wenige Dinge beschränken, die mir wichtig erscheinen.

Also, zunächst gefällt es mir natürlich super gut, dass es eine normale Liebesgeschichte ist und dass Winnetou endlich einmal eine Frau an die Seite gestellt bekommt! Dass dies ein besonderer, ihm in gewisser Weise ebenbürtiger Mensch sein muss, versteht sich dabei von selbst, also unter der Präsidententochter geht da gar nichts ;-)! Nun, mir persönlich ist Debbie manchmal ein bisschen zu perfekt, vor allem, wenn sie Winnetou beschützt, aber das ist Ansichtssache. Für mich steht der Häuptling eben über allen :-D!

Was mir sehr gefällt, ist deine Fähigkeit, Emotionen hervorzurufen. Und dies nicht durch die unmittelbare Schilderung derselben, sondern durch deine ganze Sprache und Ausdrucksweise. Die Geschichte ist so einfühlsam geschrieben, dass man einfach mitleiden und mitfiebern muss - großes Kompliment dafür!

Weiterhin schaffst du eine Reihe von interessanten eigenen Charakteren, Debbie, ihr Leibwächter, die Kinder... ich will sie gar nicht alle aufzählen, die auch mit kleinen "Rollen" nicht zur Bedeutungslosigkeit verkommen. Auch das ist nicht selbstverständlich, auch, wenn es sich so liest. Bei dir gehören sie ganz organisch einfach dazu.

Und am Ende scheint es ja nun ein Happy End zu geben, was man sich für unseren Winnetou nur wünschen kann. Bleibt die Hoffnung auf die Verwandte von Debbie, so dass auch OS endlich seine große Liebe finden kann. Stoff für eine Fortsetzung?

Liebe Grüße
Catherine

Antwort von Anmiwin am 18.07.2017 | 13:49 Uhr
Liebe Catherine!

Wie schön, dich hier mal zu lesen! Und noch mehr freut es mich, dass du dir sogar tatsächlich die ganze Geschichte reingezogen hast!

Winnetou eine Frau an die Seite stellen – diese Idee ist mir schon ziemlich am Anfang meines Mitwirkens hier gekommen, als ich noch mitten in der Blutsbruder-Story drin war, und somit inmitten einer Slash-Beziehung.
Und ich sehe das genauso wie du: Diese Frau musste dann schon was ganz besonderes sein! Ein liebes Heimchen am Herd wäre unserem Häuptling wohl nicht gerecht geworden, da sein geistiger Horizont doch schon weit über dem seiner Landleute hinausgeht. Irgendwie musste da eine Art weiblicher Old Shatterhand her…

Ich danke dir ganz herzlich für das tolle Lob bezüglich meiner Schreibweise! Dass es mir gelingt, die Emotionen, wie ich sie empfinde, genau so in die Geschichte zu transportieren, und mir dann auch noch die eigenen Charaktere so abgenommen werden, macht mich echt superhappy. Aber dass dir das genauso gut gelingt, hast du ja wohl schon längst bewiesen…

Die nette Verwandte von Debbie als evtl. Heiratskanditatin für OS sollte eigentlich nur ein Gag gewesen sein – ich glaube, das wäre etwas zuviel des Guten, wenn der beste Freund Winnetous nun auch noch genau so ein Wundergeschöpf abbekommen würde. Allerdings… wer weiß?

Vielen lieben Dank für deine lobenden Worte!

Liebe Grüße

Anmi
17.07.2017 | 21:37 Uhr
ANMI!!!!!!!

Da bist du ja wieder! Ich bin total im Dreieck gehüpft, als ich kapiert habe, dass der Alert mir ein Kapitel deiner Geschichte anzeigt!

Leider bin ich aus diversen Gründen hier völlig im Hintertreffen mit Reviews und will auch vor Mitte August noch meinen Anteil an der "Stille" zu Ende produzieren. Dann erwarten mich nämlich noch ganz neue Herausforderungen :-)

Daher hoffe ich, dass du nun nicht allzu enttäuscht bist, wenn es sicher eine Weile dauert, ehe ich mich deinem Kapitel angemessen widmen kann. Aber ich musste doch hier wenigstens meinen Jubelschrei loslassen.

Und schon mal so viel: Wir scheinen tatsächlich auf pures Glück zuzusteuern und das macht auch mich ganz happy!

Liebe Anmi auf ganz bald!

Luni

Antwort von Anmiwin am 18.07.2017 | 13:22 Uhr
Liebe Luni!

Ick freu mir, wenn du dich freust!! *gg* Ich hoffe, dir geht es richtig gut? Genauso wie…?

Wenn DU schon mit Reviews ins Hintertreffen geraten bist – was soll ICH denn dann sagen? *kicher*
Was bei mir mittlerweile so alles aufgelaufen ist, werde ich wohl kaum mehr abarbeiten können…

Ich hoffe doch sehr, dass du es noch schaffst, die „Stille“ fertig zu produzieren – bevor die „neuen Herausforderungen“ dich erst einmal völlig in Beschlag nehmen *g*! Und außerdem hoffe ich doch sehr, dass du uns auch danach noch erhalten bleiben wirst, und das nicht nur sporadisch… (meine Güte, was stelle ich hier wieder Ansprüche… *kicher*)

Also, mach dir keinen Kopf wegen dem Review – das steht nun definitiv nicht an erster Stelle!

Ganz liebe Grüße

Anmi
17.07.2017 | 01:46 Uhr
Anmi, Willkommen zurück
Doch, ich kann mir denken, dass die beiden Jungen zu Anfang doch eher ein wenig ängstlich gegenüber den Ureinwohnern waren, denn vermutlich haben sie „Horrorgeschichten“ über diese gehört. Aber schön, dass sie ihre Meinung geändert haben und nun doch sehr erpicht darauf sind, ein wenig mehr Kontakt mit ihnen zu haben – durchaus zum Leidwesen ihrer Mom (zumindest in Bezug auf diverse Sachen (worunter vermutlich auch noch Bogenschießen zählt und nicht nur das Reiten auf einem blanken Pferderücken). Aber zumindest verbietet sie ihren Söhnen nicht den gesamten Umgang mit den Ureinwohnern.
Und dann noch mit den Siedlernkindern Freundschaft knüpfen – kein Wunder, dass das Tal dann zu einem Abenteuerspielplatz für die Kinder wird und genug Aufpasser sind ja auch da.

Und Winnetou geht es wieder soweit besser, dass er gerne wieder aufstehen würde, aber aufgrund seiner Zuneigung Debbie gegenüber, sagt er nichts und bleibt liegen. Und dann dürfen die Jungen endlich ihren Retter besuchen, wenn auch erst halb hinter ihrem Vater versteckt. Winnetou hat auch auf Kinder diese Art.

Ja, da ist es wieder, diese typische Verhalten auf beiden Seiten. Scharlih, der sich Sorgen um Winnetou macht und Winnetou, der keinen Grund, dass Scharlih sich Sorgen macht und will es ihm natürlich sofort beweisen. Aber netterweise erklärt er sich dann doch bereit, weiter das Bett zu hüten und sich vollkommen zu Genesen – so lange er denn darf.

Stimmt, beide Parteien haben was gewonnen. Die Mescalero, die ihre neuen Nachbarn bereits kennen und die neuen Nachbarn, die somit auch ihre Nachbarn bereits kennen und man auch noch voneinander lernen kann – und natürlich hofft man, dass die Nachbarschaft auf friedlich und gut bleibt. Und er hat ja auch Recht. Lieber so, als wenn plötzlich Fremde auf deinem Land auftauchen und dort ihre Häuser bauen und man die nicht wieder los wird. Und man hofft wirklich, dass der Gouverneur wirklich so ehrlich ist, wie er momentan tut und das er auch eine reelle Chance hat, das alles so durchzuboxen.

Also hütet Winnetou tatsächlich einmal für drei Wochen das Bett?!? Ich bin wahrlich erstaunt. Und ich sehe gerade Til-Lata und Entscha-koh vor Debbie auf den Knien, weil sie ihrem Winnetou so gut tut und sie offenbar wirklich darin bestrebt ist, ihr nettes Heim in Washington gegen das Pueblo einzutauschen – wenn sie da mal nicht doch eines besseren belehrt wird. Aber 250 Mescalero, die so lange bei ihrem Häuptling bleiben? Sorry, aber wer ist dann bitte im Pueblo und kümmert sich um dessen Schutz oder um die Nahrungsbeschaffung? Gut, vermutlich sind nicht alle Krieger mit in der Schlucht, aber ok.
Die Siedler also eher Richtung Roswell und der Gouverneur mitsamt Familie also nach Albuquerque. Ich hoffe wirklich, dass das funktioniert – und ich schätze, ich bin nicht die Einzige.

Die Szene mit der Wärmflasche hätte ich gerne gesehen *g*. Und dann auch noch das Wissen, dass er sich dann doch eher über das gluckenhafte Verhalten amüsierte, selbst als er ihr gedankt hatte, macht das ganze noch einmal wesentlich besser. Aber ich denke auch, dass die Schwärmerei dann doch nicht ganz so ausgefallen wäre, wie sie es nun ist, wenn sie ihn sonst kennen gelernt hätte.
Und auch die guten Ratschläge vor der Abreise – Respekt Debbie, dass du das aushälst, ohne los zu lachen.

Ich kann Winnetou durchaus verstehen, dass er die Schnauze voll hat und endlich hofft, dass die Sorge um ihn endlich aufhört. Er hat alles getan, was man von ihm wollte (wenn auch widerwillig) und dennoch beobachten sie ihn, weil sie denken, er könnte jede Sekunde wieder vom Pferd fallen. Ich wäre auch genervt. Aber auch mehr als verständlich, dass sie sich Sorgen machen.
Wow, Winnetou zeigt ehrlich mal Gefühle und tastet sich sogar an das Thema „Ich würde mich freuen wenn du bleibst, Scharlih“ heran. Ob der „Kompromiss“ von Scharlih aber wirklich so geglückt war? Momentan besucht er seine Eltern ja auch nur. Was also würde es ändern, wenn er es weiter so handhabt? Heimat am Rio Pecos, Besuch bei den Eltern, zurück zum Rio Pecos und dann mal wieder ein Besuch bei Halef.
Aber auch lustig, dass Winntou sich quasi als Kuppler versucht und Debbies Cousine einladen will, damit Scharlih und sie sich kennen lernen und dieser dann seine Meinung ändert.
Das Gesicht von Debbie ist vermutlich wirklich zum lachen.

Antwort von Anmiwin am 17.07.2017 | 19:21 Uhr
Liebe Izzy!

Mensch, meine treue Seele! Da kriege ich es für so lange Zeit nicht mehr auf die Kette, die Geschichte hier fortzusetzen – und kaum tauche ich dann doch mal wieder auf, stehst du schon in den Startlöchern und beglückst mich mit einem Review! Ganz, ganz herzlichen Dank dafür!!!

Stimmt – Bogenschießen! *mirdiehandvordiestirnknall* Boah, bin ich dämlich – ich habe Gott weiß wie lange darüber nachgedacht, was die Jungen außer Wild-West-Reiten noch so alles von den Roten lernen könnten! Schusswaffen hatte ich gleich ausgeschlossen, da hätte Mama Perkins sofort gestreikt – und Messerwerfen fällt aus dem gleichen Grund ebenfalls aus. Ich glaube, das Bogenschießen baue ich noch nachträglich ein!

Winnetou hat die Frau fürs Leben gefunden – und er liebt Debbie so abgöttisch, dass er alles dafür tun würde, um sie glücklich zu sehen. Und wenn dazu gehört, dass er sich viel länger schont, als er es selbst für notwendig hält, nur um ihr die ärgsten Sorgen zu nehmen, dann nimmt er das gerne in Kauf. Er macht es also weniger für OS – vielmehr stelle ich es mir so vor: Winnetou bewegt sich auf seinem Lager, steht vielleicht sogar schnell einmal kurz auf – und dann trifft ihn ein vernichtender Blick aus Debbies blitzenden Augen, woraufhin der Häuptling sofort ganz schuldbewusst den Kopf einzieht und gleich wieder die Schon-Position einnimmt… *kicher*

Der Gouverneur handelt hier tatsächlich ehrlich, da Winnetou nichts weniger als das kostbare Leben seiner Kinder gerettet hat. Zudem hat er den Häuptling als absoluten Ehrenmann kennengelernt, der viel menschlicher und mutiger handelt als die meisten seiner eigenen Untergebenen. Perkins ist sogar mittlerweile der Meinung, dass er sich von Winnetous Haltung ebenfalls eine Scheibe abschneiden kann!

Nun ja – Winnetou hütet nicht tatsächlich drei volle Wochen das Bett, liegen bleibt er höchstens eine. Danach ist halt vorsichtiges Mobilisieren angesagt, immer mal wieder ein wenig mehr Aufstehen, herumlaufen… (was nach Winnetous Meinung natürlich überhaupt nicht mehr nötig ist) und in der letzten Woche halt noch viel Schonung, viel Schlaf usw. (was er ohne Debbie unter Garantie nicht eingehalten hätte… *gg*)

Ich stelle mir Winnetous Stamm seit jeher sehr groß vor, also deutlich mehr als 300 Krieger. Das Pueblo ist ja nur der Stammsitz, um den die Mescaleros mehr oder weniger nah herumnomandieren. Eine sehr große Anzahl von Zelten hat sich meiner Vorstellung nach aber vor dem Bau schon auf Dauer postiert. Die 250 Krieger sind diejenigen, die gegen die Chiricahuas sowieso auf Kriegszug waren; im Pueblo selbst gibt es noch genügend Männer, die für das Wohl des Stammes sorgen können.

Das Thema, warum OS immer monatelang zu Hause ist, kommt im nächsten Kapitel noch einmal zur Sprache, deshalb gehe ich jetzt noch nicht weiter darauf ein.

Klasse, dass du die Szenen mit der Wärmflasche sowie die Heiratsvermittlung von Winnetou *gg* noch mal hervorgehoben hast und auch drüber lachen konntest! Genau das hatte ich gehofft – scheint ja zumindest einmal geklappt zu haben!

Vielen lieben Dank für die Zeit, die du mir mit deinen Reviews immer wieder opferst!

Ganz liebe Grüße und bis bald

Anmi
Schnauz (anonymer Benutzer)
28.06.2017 | 01:14 Uhr
Hieß es nicht in einer Antwort von Anmiwin, dass die Geschichte eigentlich fertig ist und nur noch hochgeladen werden muß? Nun tut sich seit zwei Monaten nichts mehr.

Schade

Antwort von Anmiwin am 17.07.2017 | 20:09 Uhr
Hallo (lieber oder liebe "Schnauz" wollte ich dann doch nicht schreiben - hört sich irgendwie leicht seltsam an... *g*)

Das Ende der Geschichte stand tatsächlich seit beinahe zwei Jahren fest, ich hatte mittlerweile auch den größten Teil davon im Laptop gespeichert - und als ich die oben stehende Aussage gemacht habe, dachte ich, dass es eigentlich nur noch ein Klacks wäre, das Ende mit dem Kapitel 24 zu verbinden... Denkste!!

Ich habe einfach den Dreh nicht mehr gekriegt, und in den letzten Wochen war die Motivation, überhaupt noch etwas zu schreiben, komplett weg (hatte wahrscheinlich schon Ferien... *kicher*)
Nun schreibe ich wieder fleißig, diese Geschichte IST jetzt auch tatsächlich fertig - und somit wirst du nicht lange auf das dieses Mal wirklich allerletzte *g* Kapitel warten müssen.

Vielen Dank für das Interesse an meiner Geschichte!

Liebe Grüße

Anmi
05.05.2017 | 13:18 Uhr
Liebe Anmi!

Was lange währt und so... Ich muss dir endlich eine Rückmeldung zu deinem letzten Kapitel dalassen, das mich ganz glücklich gemacht hat, weil es schon viele Fäden zusammenführt und dabei zumindest in weiten Teilen ein happy end ankündigt.

Die Sorge, dass noch irgendwas Schlimmes nachkommt, ist aber nach wie vor nicht gebannt, bibber! Ich habe immernoch Angst, dass Ws Glück nicht dauerhaft sein könnte...

In diesem Kapitel aber lässt du uns noch einmal daran teilhaben und schaffst es Ws Aufwachen so zu beschreiben, das man beinahe andächtig und still daneben zu sitzen glaubt, voller Freude zu sehen, dass er wieder erwacht und dass er die liebsten Menschen, die er hat, um sich weiß.

Zuvor aber erfahren wir noch etwas über Til-Lata und Entschah Ko. Ich denke, dass OS recht, hat, dass die beiden sicher dem Militär nicht so ganz über den Weg trauen. Aber ob da nicht auch einfach die Tatsache mitschwingt, dass sie W eben auch so sehr mögen und schätzen, dass sie lieber zu viel als zu wenig Hilfe und Schutz an seiner Seite sehen :-) Die sind eben genauso besorgt wie wir.

Und besonders Entschah Ko, der ja schon unter D zu leiden hatte, hihi, gibt dem dann ja auch doch irgendwann deutlich Ausdruck: „Warum lässt es der Blutsbruder Winnetous zu, dass diese weiße Squaw ständig Hand an unseren Häuptling legt? Das würde keine rote Squaw ungefragt tun – warum darf sich eine weiße Frau so benehmen?“ Das ist so niedlich formuliert und zeugt doch auch von so großer Sorge, denn natürlich weiß Entschah Ko, dass W sich nicht betüddeln lassen will. Und OS schafft es genug zu verraten, dass der Unterhäuptling kapiert, was Sache ist, dabei aber auch genug offen zu lassen, dass W später selbst erklären kann, was es mit dieser frechen Dame an seiner Seite auf sich hat :-)

Schön finde ich übrigens, dass, nachdem aus den Spuren der Hergang des ganzen Kampfes noch einmal klar wurde, OS für uns die Überlegung anstellt, ob W denn nicht eigentlich im Sinne seiner Apachen hätte weiter handeln sollen, statt sich um fremde Kinder zu kümmern. Und ich gebe OS hier ganz recht: W wusste, dass er sich auf OS verlassen konnte. Und er wusste, egal wessen Kinder das waren, er musste das Schicksal vereiteln, das sie ereilt hätte, wenn sie in die Hände der Banditen geraten wären. Denn dass es sich um solche handelt, war ja klar. Und dann kam eben jetzt noch das Quäntchen Glück dazu, dass er so bedeutsame Kinder gerettet hat, dass er damit den Apachen einen wirklich großen Dienst erweisen konnte. Das Glück des Tüchtigen und die Belohnung für eine selbstlose Tat. Schön! So wünschen wir es uns doch und ich freue mich, wenn ich wenigstens in Geschichten lesen kann, dass die Welt doch noch gut ist und dass manchmal Gerechtigkeit herrscht! Für meinen Geschmack darf und muss es genau solche Geschichten geben! Egal, wer da gerade Präsident der USA war und egal, wie realistisch das alles ist. Ich will träumen dürfen!

Und es ist so schön, unseren W bewundern zu dürfen. Er ist eben ein echter Held! Das wird auch in Sätzen OSs deutlich, die sich da so harmlos zu verstecken versuchen: „mein Freund hatte seine Feinde noch nie gezählt, und hier ging es um die Rettung von Unschuldigen, da gab es für ihn sowieso keine Wahl.“ oder auch „Mein Blutsbruder musste gekämpft haben wie selten zuvor in seinem Leben, denn die verbliebenen Banditen waren mit äußerst brachialer Gewalt gegen ihn vorgegangen“. Du siehst, wie immer sind es die unscheinbaren Sätze, die mir besonders am Herzen liegen!

Geschickt schaffst du es hier übrigens den Kampfhergang aufzurollen, ohne dass W das später alles erzählen muss, denn der hätte ohnehin sicherlich keine Details preisgegeben, sondern es alles als Selbstverständlichkeit abgetan. So kommt aber zu der Schilderung des Gouverneursjungen nun noch das hinzu, was Til-Lata aus den Spuren gelesen hat und was OS sich zusammenreimt, sodass wir auch ohne Ws Bericht im Bilde sind. Gefällt mir!

Und in dieser Rekonstruktion wird nun auch klar, woher Ws Verletzungen stammen. Ich bin regelrecht zusammengezuckt, als ich von dem „beinahe tödlichen Messerstich“ gelesen habe und habe es diesem Verbrecher, der sich auch noch feige hinter einem Kind verstecken wollte, gegönnt, dass ihn nun seinerseits der tödliche Stich traf (huch, schon wieder meine versteckten Aggressionen, hüstel). Und nicht genug mit dieser Stichwunde, kommt dann auch noch das Pech dazu, dass sowohl der Junge als auch W auf eine blöde Steinplatte aufschlagen: „Fast im gleichen Moment war aber auch der Häuptling der Apatschen offenbar am Ende seiner Kräfte angelangt. Der Kampf hatte ihm alles abverlangt, und die heftig blutende Wunde tat nun ein übriges. [...] Tatsache war, dass mein Blutsbruder direkt neben dem Jungen schwer zu Boden fiel, Major Hamilton direkt auf ihn drauf, und Winnetou mit seinem Kopf gleichfalls auf die Steinplatte prallte, so dass er spätestens hier das Bewusstsein verloren haben musste. Zu dem ganzen Unglück kam jetzt also noch eine tiefe, wirklich heftig blutende Platzwunde am Hinterkopf hinzu – und dieser hohe Blutverlust hätte ihm nun beinahe das Leben gekostet!“ Man weiß gar nicht mehr wohin mit sich vor Sorge und Mitleid und möchte wieder einmal W am liebsten fest in den Arm nehmen.

Gut, dass du OS so etwas Ähnliches für uns tun lässt. Und es sind nicht nur die leisen Sätze, sondern auch die sanften Gesten, die mich immer berühren: „Tief bewegt und zugleich voller Bewunderung für die Heldentat meines Freundes strich ich dem Bewusstlosen mehrfach leise über die Wangen [...]. Auch Debbie war zutiefst beeindruckt. Mit Tränen in den Augen hielt sie Winnetous Hand fest umklammert und strich ihm immer wieder mit dem Daumen über seinen Handrücken.“ Und wie wunderschön, dass es nun zwei Menschen sind, die sich hier so zärtlich um W sorgen, die mit diesen kleinen Beweisen ihrer Zuneigung (mehr wäre ja auch unpassend bei all den Zeugen) zu verstehen geben, dass sie für ihn da sind und ihn beschützen. Das zeigt sich auch in diesem kleinen Nebensatz: „dass die Präsidententochter dem Häuptling keinen Moment mehr von der Seite wich und ständig seine Hand hielt oder anderweitig Körperkontakt suchte.“ Echte Hach-Momente, gerade, weil sie so leise sind!

Und dann habe ich, wieder wie OS, gedacht: Na, nun lass ihn schon aufwachen! Und du tust uns den Gefallen ja auch. Und ich muss sagen, dieses ganze erste Erwachen ist dir einfach nur gelungen. W so verletzlich und ausnahmsweise einmal so wenig Herr der Lage (mal wieder, unser aller Zwangsstörung, hihi), dass es ihn geradzu verrückt machen muss. Aber da sind die Menschen, die ihn lieben und die ihn beruhigen können: „und sofort ergriffen Debbie und ich fest seine Hände, um ihn zu beruhigen und ihm zu zeigen, dass er in Sicherheit war.“

Schließlich machst du es ihm alles andere als leicht sich selbst darüber klar zu werden, wo er ist und was geschehen ist: „Gleich darauf begann er zu blinzeln, allerdings schien ihm die Helligkeit noch große Schmerzen aufgrund der Kopfverletzung zu verursachen, so dass er einmal scharf Luft holte und seine Lider gleich wieder schloss, während auf seinem Gesicht ganz flüchtig ein schmerzverzerrter Ausdruck zu erkennen war.“ Ja, so ein Schlag auf den Kopf verursacht sicher üble Kopfschmerzen und ein sonniger, heller Nachmittag trägt hier wohl nicht zur Besserung bei. Und auch hier sind es wieder die Kleinigkeiten, die einen vor Mitleid vergehen lassen. Wenn es so schlimm ist, dass W scharf Luft holen muss und für einen Moment die Selbstbeherrschung vergisst, dann sollte er wirklich besser noch eine Weile ruhig liegen bleiben. Das verstehen natürlich auch D und OS.

Dass W daher nun auch die Augen geschlossen halten muss, ist ziemlich fies, aber auch ein ganz wunderbarer Trick ihn noch ein wenig als Herr der Lage aus dem Verkehr zu ziehen, sodass D und OS trösten und erklären dürfen und ihn mit Liebe überschütten können! Und zumindest ich will genau das lesen in so einer Situation! Und wie schön, dass D den Vortritt bekommt. Wobei es mich nun gar nicht stört, dass OS dabei sitzen bleibt. Zum einen hat er ja wohl die „älteren Recht“ als einer der wenigen Menschen, denen W so bedingungslos vertraut, zum anderen ist wohl klar, dass W sich auch um OS sorgen wird, zum dritten soll eben deutlich werden, dass D die beiden erweitert, nicht entzweit und noch dazu haben sie gerade in letzter Zeit gelernt, dass sie sich ihrer Gefühle in Anwesenheit des anderen nicht zu schämen brauchen. Und dass D und W in der derzeitigen Lage nun keine wirkliche Privatsphäre ohne OS benötigen, ist ja wohl klar!

Zudem brauchen wir Leser OS als Zeugen, der uns nun exklusiv berichten kann, wie das weitere Erwachen vor sich geht und uns dadurch so wunderschöne Momente zum Mitanschauen beschert. Entsprechend kommen hier auch meine Lieblingssätze:

"„Daraufhin beugte sich die junge Frau ganz tief zu dem verletzten Apatschen hinunter, strich ihm unendlich sanft und zärtlich über die Wange und flüsterte:
„Mein Liebling – ich bin es, Debbie – kannst du mich hören?“
Einen Moment lang lag der Angesprochene wie erstarrt – doch dann glitt ein wunderschönes und gleichzeitig so frohes Lächeln über sein Antlitz, dass es mir vor Rührung das Herz zusammenzog.
„Mein Stern…“ wisperte er so leise, dass ich ihn kaum verstehen konnte“."

Diese erste Ansprache ist dir so gut gelungen. Ich finde, hier hätte es auch leicht kitschig werden können, aber du hast hier genau die richtige Balance zwischen dem Vermitteln unendlicher Liebe und Fürsorge und eben einem Verhalten, das für beide angemessen ist in der momentanen Situation, gehalten. D beschränkt sich auf zarte Gesten, W kann ohnehin noch nicht viel tun oder sagen und so legst du all das, was er an Gefühlen hat, in ein Lächeln und zwei gehauchte Worte. Das fängt mich total ein. Mir geht es wie OS: da zieht sich ja vor Rührung das Herz zusammen!

Ein wenig schmunzeln musste ich über die Tatsache, dass W dann diesen sanften Händedruck ausübt, der aber zur Hälfte beim „falschen“ landet. Klar, er kann wohl gerade nicht auseinanderhalten, wer ihn da anfasst. Aber natürlich ist OS auch nicht wirklich der Falsche, dem würde er diesen Beweis der Zuneigung sicher auch gönnen. Und dass OS einfach ohne lang zu reden reagiert, finde ich auch sehr passend. Zudem lässt du ihn hier unfreiwillig noch ein bisschen mehr sehen bzw. spüren von der Interaktion W und D, als es ohne dieses "Versehen" der Fall wäre, was wiederum ebenso rührend wie stimmig ist. OS darf ruhig wissen, wie sehr die beiden sich lieben, genau wie er auch der erste sein durfte, der einen Kuss gesehen hat.

Und diese sanften Momente voller Fürsorge und Liebe gehen weiter. Die sonst so „laute“ und auch durchaus oft unangepasste D macht hier alles ganz ganz richtig, wird ganz behutsam und wirkt damit beruhigend auf W ein, dessen Schmerzen du immer wieder durchblitzen lässt. Ich finde, D trifft hier genau den richtigen Ton und du hast ihr genau die richtigen Gesten beigelegt: „„Schhhh – bleib ganz ruhig liegen, mein Liebling, und sprich nicht viel, ich bitte dich!“ Bei diesen Worten hatte Debbie meinem Freund sachte ihren Zeigefinger auf den Mund gelegt.“ oder auch „Sofort legte ihm die Präsidententochter ihre Hand auf die Stirn. „Schhh – bitte nicht, mein Liebling, es ist noch zu früh! Lass deine Augen geschlossen, es ist ja alles gut!““

Und ich muss zugeben, dass ich es beinahe schade fand, dass nun der Arzt herbei eilt. Natürlich, der wird gebraucht, aber trotzdem ist er in diesem Moment irgendwie störend. Ich hätte ihn gerne nochmal beiseite geschoben und D und W noch ein bisschen zugeschaut :-)

Aber es gelingt dir gut ihn als sympathischen und mitdenkenden Mann darzustellen, der nun nicht einfach über W herfällt, sondern sich vorstellt, erklärt, nachfragt usw. Sicherlich hätte unsere resolute D auch kein anderes Betragen geduldet, hihi. So aber konnte sie W guten Gewissens bitten sich helfen zu lassen. Und dass der Arzt das teilweise ungefragt tut in Bezug auf die Schmerz- und Schlafmittel, war sicher eine gute Idee. Denn natürlich hätte W nie und nimmer angefangen vor einem Fremden seine Schmerzen zuzugeben. Da wäre er wahrscheinlich lieber aufgestanden und gleich wieder umgefallen, als eine Schwäche, die ja leider eh viel zu offensichtlich ist in seinen Augen, auch noch wörtlich einzugestehen.

Aber andere Worte legst du ihm dann doch in den Mund, die beweisen, dass er sich erholen wird und dass er sich noch erinnert. Ein Gedächtnisverlust wäre nun allerdings auch wirklich fatal gewesen!!! Und wieder weiß D schon nach der recht kurzen Zeit an Ws Seite, was diesem sicherlich gut tut, indem sie auch seinen Erfolg als Krieger betont: „Du hast sie alle besiegt, Winnetou.“ Natürlich, das ist die Wahrheit, aber ich finde es sehr passend, dass sie diese hier so deutlich ausspricht und nicht nur sagt, dass sie alle tot sind.

Und dann gilt Ws Sorge natürlich auch OS. Und wieder zeigst du uns eine so sanfte und so liebevolle Reaktion: „„Ich bin hier, Winnetou! Mein lieber Bruder muss sich wirklich keine Sorgen mehr machen – es ist alles gut!“ Gleichzeitig drückte ich seine Hand ein wenig fester, während ich mit meiner Linken immer wieder über seinen Handrücken strich. [...] Ich ahnte, dass er mich unbedingt ansehen wollte, um sich selbst ein Bild von meinem Zustand zu machen, und legte daher vorsorglich meine Rechte leicht über seine Augen. „Mir ist nichts geschehen, mein Bruder, bitte glaube mir! Aber dir selbst geht es wirklich noch nicht gut, und deshalb bitte ich dich inständig: bleibe ruhig liegen und lass deine Augen geschlossen!“

W gehorcht, auch weil der Doktor nachhilft, hihi, und kann sich erst mal noch ein bisschen gesund schlafen. Ich fand es hier übrigens sehr passend, dass du D den Becher in die Hand drückst und dass OS W stützen darf. Ja, das sind die beiden, die er an sich heranlässt. Die anderen müssen und sollen da bitte zurückstehen. Du erklärst später auch noch einmal eindringlich warum: „dass es ihm noch nicht einmal gelang, sich ohne Hilfe auch nur ein wenig aufzurichten, eine Tatsache, die für Winnetou schon schwer genug zu akzeptieren war. Er, der immer stark und unabhängig gewesen war, hasste es, mit einem Mal schwach und beinahe hilflos darniederzuliegen, aber es war nun einmal nicht zu ändern.“

Und welch niedliches Detail: W hat ein Kissen bekommen! Na ob er sich darüber nicht vielleicht noch wundert, wenn er wieder richtig wach ist :-)

Und nocheinmal blitzt Ws eigentlicher Zustand durch: „Aber das minimale Zittern, welches Winnetou beim Ausatmen nicht unterdrücken konnte, zeigte mir auch hier, dass die Schmerzen ihn beinahe überwältigten. Was hätte ich jetzt darum gegeben, ihm diese abnehmen zu können!“ Ach wie gerne würde man ihm helfen, da verstehe ich OS gut, der sicher wenigstens gerne halbe-halbe machen würde mit den Schmerzen, um ihm die Lage zu erleichtern.

Aber immerhin das Medikament hilft: „Und noch während Debbie ihm zärtlich etwas ins Ohr flüsterte, so leise, dass niemand außer Winnetou es verstehen konnte, konnte ich erkennen, wie seine Atmung tiefer und ruhiger wurde und kurz darauf auch seine Hand in der meinigen erschlaffte. Der für ihn so dringend nötige Schlaf hatte ihn wieder gnädig in die Arme genommen, so dass ihm weiteres Leid erst einmal erspart blieb.“ Ein Glück! Und einerseits wäre man gerne Mäuschen, um zu hören, was sie geflüstert hat, andererseits ist es aber auch gerade deshalb berührend, weil du ihnen hier etwas lässt, was nur die beiden angeht. Jeder darf sich selbst überlegen, was man der großen Liebe nun wohl gerade zuflüstern würde.

Die Worte des Arztes, dass W sich nun schonen müsse, kommen mir irgendwie bekannt vor. In deinen beiden anderen Geschichten gelingt dies immer nur so semioptimal... Wollen mal hoffen, dass D und OS es hier besser schaffen, zumal die äußeren Bedingungen dafür ja dieses Mal gar nicht so schlecht sind.

Perkins ist ja übrigens irgendwie allerliebst. Kommt herbeigerannt, weil W erwacht ist, ist ganz enttäuscht, dass der schon wieder schläft. Bedrängt den Arzt, ja alles zu tun, was er kann und dann dieses Anerbieten: „Und solltet Ihr etwas benötigen, was Ihr nicht bei Euch tragt, so gebt Bescheid – ich lasse es so schnell wie nur möglich besorgen!“ Für einen Moment ist der Schalk mit mir durchgegangen und ich dachte: Na dann holt mal eine große Portion Schokoladeneis, das hilft immer :-)))) Sorry!

Aber schön zu wissen, dass der Gouverneur es ernst meint und nicht gleich wieder einen Rückzieher macht, nun wo es seinen Söhnen besser geht und er weiß, dass W das alles ja überleben wird. Und so schenkt er D ein offenes Ohr, damit die ihren Bericht loswerden kann und erfährt von immer mehr Heldentaten, die ihn unbedingt für unseren W einnehmen müssen. Und auch, dass das Verhalten der anderen Apachen dazu beiträgt, ist eine gute Idee. Klar, wann sieht so ein Gouverneur schon mal Indianer unter sich in der Natur. Sehr geschickt gemacht!

Und dann lässt du Perkins etwas sagen, was wir Verrückten hier doch alle denken: „Ich glaube, Ihr wisst gar nicht, was für ein besonderer Mensch Ihr seid.“ Stimmt, sonst würden wir nicht alle so an ihm hängen! Oder, um es mit den Worten KMs zu sagen, die auch du hier verwendest: Es ist nicht zu bestreiten, was für einen „tiefen, unauslöschlichen Eindruck“ W auf alle macht.

So schaffen es unser Häuptling und der Gouverneur schließlich sich gegenseitig mit Dank und Beteuerungen der Selbstverständlichkeit des eigenen Handelns zu überhäufen und sich dabei gegenseitig so zu rühren, dass es Zeit wird, dass die mal wieder das Thema wechseln, ehe noch einem die Tränen über die Wangen rollen :-) Ich hatte nur die ganze Zeit gedacht: Mensch, Gouverneur, nun lass doch endlich mal wieder seine Hand los. Du bist weder D noch OS, lass das, hihi. Aber W scheint es ja nicht zu stören, der reicht ja auch noch die andere.

Nebenbei darf dann auch W übrigens mal ein bisschen Liebe austeilen, was mir wiederum sehr zusagt: „„Winnetou kennt viele Weiße, für die es selbstverständlich ist, ebenso zu handeln – allen voran sein lieber Blutsbruder Old Shatterhand!“ Ein liebevoller Blick aus seinen samtig-schwarzen Augen traf mich, den ich gerührt lächelnd erwiderte.“ Wieder so ein Hach-Moment in einem ganzen Hach-Kapitel, das sich hier wie Balsam aufs Gemüt legt! Du wirst schon gemerkt haben: Ich mag es total gern!!!

Bleibt das Fragezeichen im Titel... Ich wäre rundum zufrieden, wenn das da nicht stünde. Gut einerseits kann es einfach nur bedeuten, dass W das alles so ungeheuerlich vorkommt, dass es nur ein Traum sein kann. Aber könnte es auch sein, dass es bedeutet, dass dieser Traum sich doch nur als Seifenblase entpuppt? Dem Gouverneur traue ich, aber wer weiß.... Andererseits ist die Geschichte ja ziemlich zu Ende, was soll also noch groß geschehen. Und mir ist durchaus aufgefallen, dass du mal ganz dezent den Hinweis einbaust, dass W NOCH keine Kinder hat :-D

Ach Anmi, wollen wir hoffen, dass es doch einfach alles gut geht. Und mir persönlich würde ein „kitschiger“ Schluss gefallen. Ja, lass ihn doch einfach mal glücklich werden, ich hätte nichts dagegen und könnte sämtliche Realität, die uns eines Besseren belehrt in Bezug auf die Zukunft der Indianer, prima ausblenden!

Ich harre der Dinge, die da kommen und bin aber zumindest mit dem derzeitigen Stand deiner Geschichte ganz selig! Vielen lieben Dank für so viel Gefühl und Hach-Momente. Einfach was fürs Herz!

Liebste Grüße,

Luni

Antwort von Anmiwin am 10.08.2017 | 00:00 Uhr
Meine allerliebste Luni!

Ich hoffe so sehr, dass bei dir noch (oder schon wieder) alles in Ordnung ist – schon seit ein paar Tagen hört man von dir gar nichts mehr, so dass ich mir vorstellen könnte, dass deine „neue Aufgabe“ nun doch schon früher zugeschlagen hat als erwartet…?

ENDLICH ist es soweit: Die Geschichte ist beendet und hochgeladen, und nun finde ich auch tatsächlich mal die Zeit, auf deine einfach nur grandiosen Reviews zu antworten! Also, dann mal los:

Ich finde deine andauernde Sorge, dass es doch nicht zu einem Happy End kommen könnte, einfach nur total rührend – zumal mir das zeigt, wie sehr du doch mit der Geschichte mitgehst! Und gerade das ehrt mich total, da du für mich – zusammen mit zwei, drei anderen hier – die wirklich beste Autorin bist!

„Aber ob da nicht auch einfach die Tatsache mitschwingt, dass sie W eben auch so sehr mögen und schätzen, dass sie lieber zu viel als zu wenig Hilfe und Schutz an seiner Seite sehen :-) Die sind eben genauso besorgt wie wir.“

Du hast vollkommen recht – genau so war es gemeint! Die Unterhäuptlinge sind halt auch wahre Freunde…

Es haben mir ja schon viele bescheinigt, dass ihnen die Szene gut gefällt, wo Entschah-koh mehr oder weniger empört fragt, warum diese seltsame weiße Squaw da eigentlich ständig an dem wehrlosen Häuptling rumfummelt *gg* - und somit freue ich mich einmal mehr, dass auch du diese Stelle noch einmal so lobend erwähnst!

„Schön finde ich übrigens, dass, nachdem aus den Spuren der Hergang des ganzen Kampfes noch einmal klar wurde, OS für uns die Überlegung anstellt, ob W denn nicht eigentlich im Sinne seiner Apachen hätte weiter handeln sollen, statt sich um fremde Kinder zu kümmern.“
Ich fand es einfach notwendig, diese Überlegung noch einmal anzustellen, denn sonst hätten sicherlich viele gefragt, warum W sich einfach um fremde Kinder bemüht, während seiner eigener Stamm gerade in großer Gefahr schwebt. Schön, dass du hier auch wieder so leicht mitgehen konntest! Die Art und Weise, wie du diesen Teil dann noch einmal so präzise analysierst, war einmal mehr so sehr gelungen und hat mich total happy gemacht – danke dafür!

„Geschickt schaffst du es hier übrigens den Kampfhergang aufzurollen, ohne dass W das später alles erzählen muss, denn der hätte ohnehin sicherlich keine Details preisgegeben, sondern es alles als Selbstverständlichkeit abgetan.“

Genauso ist es! Doch da ich unbedingt wollte, dass jeder über diesen heldenhaften Kampf Bescheid weiß, mussten sich die anderen Anwesenden halt alles aus den Spuren zusammenreimen.

Hihi – ich kann dich beruhigen: deine versteckten Aggressionen in Bezug auf den Messerstich gegen den Banditen verstehe ich nur zu gut – ging mir nämlich genauso… *gg*

„Und wie wunderschön, dass es nun zwei Menschen sind, die sich hier so zärtlich um W sorgen, die mit diesen kleinen Beweisen ihrer Zuneigung (mehr wäre ja auch unpassend bei all den Zeugen) zu verstehen geben, dass sie für ihn da sind und ihn beschützen.“

Genau – es sind jetzt ZWEI Menschen, die alles Menschenmögliche für Winnetou tun würden. Das war mir während der gesamten Geschichte total wichtig: Die beiden stehen in keinster Weise in Konkurrenz zueinander um die Gunst Winnetous, sondern sie lieben ihn beide, wenn auch auf unterschiedliche Art und Weise – und daher verbünden sie sich, um dem geliebten Häuptling die bestmöglichsten Freunde und Gefährten zu sein, die er sich nur wünschen kann.

„Und ich muss sagen, dieses ganze erste Erwachen ist dir einfach nur gelungen.“

Ganz, ganz herzlichen Dank für dieses tolle Lob! Es ist immer wieder eine riesige Freude zu lesen, dass es nicht immer nur Leid, grausamer seelischer Kummer oder sogar der Tod sein muss, was die Mitleser fesselt, sondern dass auch die leisen Momente oftmals auf Interesse stoßen und dem ein oder anderen Freude bringen!

„Dass W daher nun auch die Augen geschlossen halten muss, ist ziemlich fies, aber auch ein ganz wunderbarer Trick ihn noch ein wenig als Herr der Lage aus dem Verkehr zu ziehen, sodass D und OS trösten und erklären dürfen und ihn mit Liebe überschütten können! Und zumindest ich will genau das lesen in so einer Situation!“

Ich auch!! Ich liebe solche Szenen einfach, und daher schreibe ich sie auch. Wie toll es es dann, wenn man feststellt, dass es noch andere gibt, die genau so irre sind wie ich selbst?? *kicher*
Du selbst hast ja in deiner (leider immer noch unvollendeten) Geschichte auch mehrere solcher Szenen eingebaut, vor allem zwischen W und OS, und die finde ich einfach nur toll! Vor allem weil du die Gabe hast, das Ganze so echt aussehen zu lassen, dass man trotz solch für KM ungewöhnlicher Szenen immer noch seine Figuren voll und ganz wiedererkennt!

„Zum einen hat er ja wohl die „älteren Recht“ als einer der wenigen Menschen, denen W so bedingungslos vertraut, zum anderen ist wohl klar, dass W sich auch um OS sorgen wird, zum dritten soll eben deutlich werden, dass D die beiden erweitert, nicht entzweit und noch dazu haben sie gerade in letzter Zeit gelernt, dass sie sich ihrer Gefühle in Anwesenheit des anderen nicht zu schämen brauchen.“

Meine Güte – wo hast du nur gelernt, so dermaßen präzise zu analysieren, so dass der Autor seine eigene Geschichte nachher noch besser versteht als vorher???
„Diese erste Ansprache ist dir so gut gelungen. Ich finde, hier hätte es auch leicht kitschig werden können, aber du hast hier genau die richtige Balance zwischen dem Vermitteln unendlicher Liebe und Fürsorge und eben einem Verhalten, das für beide angemessen ist in der momentanen Situation, gehalten.“

Für dieses supertolle Lob und auch die darauffolgenden Sätze möchte ich dich am liebsten jetzt abknutschen, aber sowas von! Danke, danke und nochmals danke! <3

Und ebenfalls ein riesiges Dankeschön gibt es für dein Lob bezüglich der weiteren Interaktion zwischen Debbie und Winnetou während seines ersten Erwachens. Ich bin heilfroh, dass sie für dich als absolut passend herüberkommt! Deinen Kommentar bezüglich des Arztes fand ich dann auch einfach nur herrlich:

„Und ich muss zugeben, dass ich es beinahe schade fand, dass nun der Arzt herbei eilt. Natürlich, der wird gebraucht, aber trotzdem ist er in diesem Moment irgendwie störend. Ich hätte ihn gerne nochmal beiseite geschoben und D und W noch ein bisschen zugeschaut :-)“

„Ich fand es hier übrigens sehr passend, dass du D den Becher in die Hand drückst und dass OS W stützen darf. Ja, das sind die beiden, die er an sich heranlässt. Die anderen müssen und sollen da bitte zurückstehen.“

Hach – es ist so toll, wenn ein Leser so voll und ganz versteht, was man sich bei dieser oder jener Szene gedacht hat – oder die Sätze heraushebt, die einem selbst total wichtig sind! Auch hier wieder mein riesengroßes Dankeschön!

„Für einen Moment ist der Schalk mit mir durchgegangen und ich dachte: Na dann holt mal eine große Portion Schokoladeneis, das hilft immer :-)))) Sorry!“

*Kicher* - also manchmal bringst du mich wirklich dazu, mit schallendem Lachen beinahe vor dem Bildschirm zusammenzubrechen! Und seitdem kriege ich dieses Bild von dem schokoladeneisschleckenden Winnetous echt nicht mehr aus dem Kopf!! *hihihi*

„Wieder so ein Hach-Moment in einem ganzen Hach-Kapitel, das sich hier wie Balsam aufs Gemüt legt! Du wirst schon gemerkt haben: Ich mag es total gern!!!“

Und dafür danke ich dir von Herzen – gerade weil mir solche Szenen wichtiger sind als alles andere, ist es ein tolles Gefühl, nicht die einzige Irre hier in diesem Universum zu sein!

„Ach Anmi, wollen wir hoffen, dass es doch einfach alles gut geht. Und mir persönlich würde ein „kitschiger“ Schluss gefallen. Ja, lass ihn doch einfach mal glücklich werden, ich hätte nichts dagegen und könnte sämtliche Realität, die uns eines Besseren belehrt in Bezug auf die Zukunft der Indianer, prima ausblenden!“

Hihi – und wie du vielleicht schon weißt, ist dein Wunsch in Erfüllung gegangen. Wie sollte ich auch etwas anderes schreiben können – zumindest am Ende?
Ich kann mich nur wiederholen und dir zum Xten Mal meinen allergrößten Dank für deine Wahnsinns-Rückmeldungen auszusprechen – es ist wirklich eine unglaubliche Freude und auch eine große Ehre, wenn du dich mit meiner Geschichte so dermaßen ausführlich auseinandersetzt!

So, und nun mache ich mich daran, endlich dein Review zu Kap. 25 zu bearbeiten, und schicke dir gleichzeitig einen kompletten Blumenladen auf virtuellem Weg als Entschuldigung, dass ich dich so lange habe warten lassen!

Bis später

Anmi
Heinis (anonymer Benutzer)
02.05.2017 | 23:27 Uhr
Hallo Izzie, Hallo Anmiwin;

wann spielt die Geschichte denn?

Buchanan/Lincoln waren 1861 Präsident als sich W und OS laut Karl May kennenlernten. Während des Bürgerkrieges 1861-1865 war OS laut eigener Erzählung nicht in den USA. Es kommen also nur Johnson oder Grant in Frage. Hoffen wir auf Johnson, denn Grant ist der Präsident unter dem die Prärieindianer Dakota, Cheyenne usw. endgültig unterworfen und eingesperrt wurden. D.h. Die endgültige Unterwerfung der Apachen begann als die Truppen im Norden frei wurden, also 1878 und dauerte bis 1890 - aber vielleicht läßt Anmiwin Grant in einem seiner berüchtigten Alkohol Exszesse vom Dach des Weißen Hauses springen und die Indianer bekommen eine Chance?
Für Anmiwin mag es ein Ende sein, aber eigentlich beginnt der spannende Teil der Geschichte hier, wo er die bekannten Westernpfade verlässt. - Wie sagt der sterbende Winnetou in der Neuverfilmung zu OS und seiner Schwester - Wir sind nicht das Ende, wir sind der Anfang.
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