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Autor: Reeba
Reviews 1 bis 25 (von 30 insgesamt):
06.09.2016 | 15:57 Uhr
Hallo, liebe Reeba!

Und zunächst muss ich mich entschuldigen – ich hab ja wirklich schon seit Ewigkeiten kein Review mehr hinterlassen – tut mir leid! Aber du weißt ja selber, wie das ist. Es kommt einfach immer irgendwas dazwischen :)
Aber jetzt hab ich mir etwas Zeit freigeschaufelt, und da wird natürlich reviewt.

Oh, und es geht gleich mit Kaylee los. Irgendwie war das schon mit dem ersten Satz klar für mich… dieses Zurückrechnen, eventuell sogar das leichte Bereuen, das da durchschimmert. Kaylee ist für mich einfach irgendwie die Person, die augenscheinlich am wenigsten mit der Situation zurechtzukommen scheint. Und mit der Erwähnung von Kaylees Kostbarkeiten hast du mich irgendwie voll erwischt. Dieses Kleinod an Normalität, dass sie sich bewahrt – wunderbar gelungen.
Und ich finde es nach wie vor gruslig, dass River so dermaßen von Darnell angezogen wird. Wobei mir der Vergleich mit den Zugvögeln sprachlich sehr, sehr gut gefällt, schon allein deshalb, weil du mit dem Bezug zur Ursprungserde so ganz nebenbei in Erinnerung rufst, wo man sich eigentlich befindet.
(Zoe! Yay! Dieser Spruch passt auch noch wie die Faust aufs Auge!)
Dass Zoe Kaylee anbietet, gehen zu können, zeigt für mich sehr viel von der Beziehung der beiden zueinander. Sie bietet es ihr an, sie verlangt es nicht – das zeugt von Respekt, aber auch von Fürsorge.
Wie du dieses Aufeinandertreffen von Kaylee, River und Darnell schilderst – ich kann ehrlich nur meinen Hut ziehen. Es ist augenscheinlich so ruhig, so… ja, beinahe schon nichtssagend, aber dennoch so dermaßen spannend. Du hast mich wirklich erwischt – es geht mir wie Kaylee. Hinter jeder Geste, jedem Wort vermute ich Böses. Und River, die plötzlich noch verletzlicher wirkt als ohnehin schon, jetzt, da sie sich Darnell gegenüber öffnet. Darnell, der wohl die einzige Person ist, der verstehen kann, was in ihr vorgeht, weil er es selber weiß. Und vor allem eine River, die wieder Hoffnung zu haben scheint. Und ein Darnell, der Pläne offenbart, die gar nicht so weit weg sind von dem, was man als die gleiche Seite beurteilen könnte.
Diese letzte Szene zwischen Kaylee und Darnell – irgendwie hat sich etwas geändert, oder bilde ich mir das ein? Irgendwie ist die Beziehung gerade anders geworden.

Ich mag Simons Gedanken, aber so ist es oft – die Gegebenheiten ändern sich ständig, gerade in derartigen Ausnahmesituationen.
(empfing sie Zoe -> das klingt, gerade im Vergleich zu deinem sonstigen Schreibstil, etwas holprig. Mir persönlich würde „wurden sie von Zoe empfangen“ besser gefallen)
Faszinierend, wie schnell die Stimmung sich ändern kann. Und manchmal braucht es dazu nur einen schlechten Witz. Ich hatte das Bild so richtig vor Augen, wie Malcolm diesen wirklich wahnsinnig schlechten Witz macht und alle, inklusive Darnell, ihn erst mal entgeistert anstarren.
(Aaawww, Simon denkt an Kaylee! :D)
Simons Gedanken… finde ich gerade wahnsinnig interessant. Es zeigt ihn einmal in einem etwas anderen Licht. Irgendwie schade, dass er sich selber unterbricht.
Mir gefällt auch das Gespräch zwischen Simon und Darnell sehr gut. Allgemein sind dir die Gespräche mit Darnell in diesem Kapitel sehr, sehr gut gelungen und sie beleuchten nebenbei eine andere Seite an ihm. Chapeau.

Ich weiß gar nicht, was ich zu dem Abschnitt aus Rivers Perspektive sagen soll. Er ist natürlich, wie immer, wenn du von ihr schreibst, eine Wucht. Und gerade bei Rivers Abschnitten merkt man ganz deutlich, wie extrem gut du mit Sprache umgehen kannst und welches Feingefühl du bei den Formulierungen an den Tag legst. Du fängst mit den (vergleichsweise) wenigen Worten, die Rivers Darstellung zeigen, ihr ganzes Wesen, mit allen Höhen und Tiefen, ein. Ich bin jedes Mal aufs Neue hin und weg und ich muss fast sagen, dass Rivers Perspektive meine Liebste an der Geschichte ist.

Hach, liebe Reeba. So ein gemeiner Cliffhanger und ich weiß nicht, wann ich wieder zum lesen komme. Aber du hast mich eindeutig wieder abgeholt, und ich war sofort wieder in deiner Geschichte drin, obwohl ich jetzt wirklich eine (viel zu!!) lange Pause gemacht habe.
Ich hoffe, du freust dich trotzdem über das Review. Und mehr noch hoffe ich, dass die Pause bis zum nächsten nicht so lange wird :)

Antwort von Reeba am 06.09.2016 | 20:58 Uhr
Liebe Julietta
- na und ob ich weiß, wie das ist XD
Entschuldigungen sind wirklich nicht nötig. Du hältst den ‚Anderen‘ nun schon seit so langer Zeit die Treue, und ich freue mich sehr über jedes Review von Dir, egal, wann es kommt :>
Diese Gespräche im Kapitel habe ich zugegebenermaßen echt gern geschrieben. Es freut mich, dass Du die Charaktere darin gut wiedergespiegelt findest. Aber Whedon hat da meines Erachtens auch so tolle Personen erschaffen, dass es einfach nur das reine Vergnügen ist, sich mit ihnen zu beschäftigen.
Die Beziehung zwischen Kaylee und Darnell hat vielleicht wirklich einen leichten ‚Aufschwung‘ erfahren – wobei ich Kaylee absolut als die mit Skeptischste der Crew haben wollte (neben Jayne), also, skeptisch auf einer ganz privaten Ebene. Sie hat Rivers Wohlergehen, wenn man Simon mal außer Acht lässt, vielleicht am stärksten im Blick, bloß fehlt es ihr an Möglichkeiten, auf die Situation Einfluss zu nehmen.
Rivers Perspektive mag ich inzwischen auch gern. Obwohl sie nicht leicht zu schreiben ist.
Vielen lieben Dank für Dein Lob.
Und mit dem Weiterlesen kannst Du Dir ruhig Zeit lassen. Das wird hier nämlich einfach nicht besser mit der Freizeit *gg*.
LG,
Reeba

P.S.: Die von Dir vorgeschlagene Wendung übernehme ich sofort, danke.
21.08.2016 | 15:05 Uhr
Liebe Reeba, ich bin immer noch völlig Sprachlos!
Es freut mich immer unglaublich von dir etwas zu Lesen!
Deine Geschichten liegen mir sehr am Herzen.
Du hast wirklich meinen allerherzlichsten Dank dafür -
den ich aufbringen kann!
Noch einen wunderschönen Abend!
Liebe Grüße, von mir und Naty.

Antwort von Reeba am 27.08.2016 | 19:25 Uhr
Moin Cantaroo,
mal wieder vielen Dank für Dein nettes Feedback :>
Das beflügelt einen schon sehr.
Liebe Grüße zurück,
Reeba
13.05.2016 | 22:52 Uhr
Liebe Reeba,

da bin ich wieder! Und ich muss ehrlich sagen – das folgende Kapitel war irgendwie bisher mein liebstes in der Geschichte. Ich kann es gar nicht wirklich festmachen, warum, aber ich mag es einfach sehr gerne. Ich mag die Stimmung, und generell bin ich ja irgendwie ein Fan von sogenannten Übergangskapiteln, die nochmal Ruhe in die Sache bringen. Aber jetzt mal von vorne…

Ich mag schon den ersten Satz. Und ich mag auch das Stilmittel, ein Kapitel mit dem letzten Satz des vorigen Kapitel zu beginnen und die Figuren dann über diesen Satz sinnieren zu lassen – sehr gut. Dass Mal diesen Satz gar nicht geplant hatte, hat mich doch etwas überrascht, weil er so durchdacht wirkt, aber es macht in sich schon Sinn.
Dass du Mal hier Schwäche, beinahe schon Angst (wobei mir das Wort hier zu stark ist) zeigen lässt, finde ich eine interessante Wendung. Sein Weg durch die Serenity hat etwas von Flucht, auch, wenn Flucht in einem kleinen Raumschiff mitten im Weltall eher nicht möglich ist. Auch der Vergleich zwischen Mal und Darnell, den er hier für sich selbst zieht, ist gelungen und zeigt irgendwie eine neue Seite des Konflikts auf, die ich so noch nicht gesehen hatte.
Dieser Automatismus, der Mal die Pistole überprüfen lässt, und seine Überraschung und… ich weiß nicht, was das Gefühl ist, aber es ist nicht Verwirrung, die das in ihm auslöst, zeugt nochmal deutlich davon, wie es um ihn steht. Andererseits gefällt mir hier, dass er Simon so selbstverständlich als Mitstreiter bezeichnet – dass zumindest Simon endgültig angekommen zu sein scheint. Das bezeugt auch die kurze Geste des Schulterklopfens nochmal.
Wie viel Mal allein in die Anrede interpretiert und was dies in ihm auslöst – es zeugt nur wieder davon, wie viel in der kurzen Zeit seit sie Darnell gefunden haben, passiert ist, wie ihn das alles beeinflusst hat.
Das Gespräch zwischen den beiden gefällt mir, wieder einmal, sehr sehr gut. Wie Leben in River kommt, wie sie Darnell… ja, beinahe schon beschützen will, obwohl ihr gleichzeitig wohl die Besatzung der Serenity mehr am Herzen liegt und wie sehr sie dennoch leiden muss. Und diese Faszination, die Darnell auf sie ausübt – es ist verständlich, wenn ich versuche, mich in River hineinzuversetzen, und gerade deshalb unendlich traurig.
Die Szene mit dem Kruzifix hat es mir hier besonders angetan, obwohl ich nicht weiß, warum eigentlich.
(Und ich liebe es ja, wie du „You can’t take the sky from me“ eingebracht hast – für sowas bin ich immer total zu haben! Sehr toll!)

Okay, mit dieser Entscheidung hatte ich irgendwie nicht gerechnet, auch, wenn ich sie nachvollziehen kann. Die Entscheidung ist eigentlich auch absolut in character, aber nach den ganzen Superheldenfilmen muss ich mich wohl erst mal wieder daran gewöhnen, dass es in Ordnung ist, sich nicht um das Wohl des Universums, sondern um das eigene zu kümmern ;)
Haha, darf ich ehrlich sein? Ich hab die Stingray auch fast vergessen ;D
Wieder erwähnt Zoe Darnells Trumpf – seine äußere Unscheinbarkeit.
Tja – damit hätte Darnell wohl selbst nicht gerechnet. Das beruhigt mich irgendwie – dass er nicht alles lesen kann, nicht alles versteht, obwohl er es weiß. Und genau das ist wohl die Schwachstelle, die sie so lange gesucht haben. Also, nicht direkt Schwachstelle, aber hier, an diesem Punkt, wird er menschlich.
Und jetzt kommen wir zum wirklichen wichtigen Thema – der Stingray. Und was Darnell darüber weiß, oder besser gesagt eben ausgerechnet nicht weiß, ist nicht gerade beruhigend. Ob Mal wirklich mit der Antwort zufrieden ist, wage ich allerdings zu bezweifeln.
Und tatsächlich scheint das Machtgefälle gekippt zu sein – er bittet, er nimmt nicht einfach.
Irgendwie wirkt alles gerade wahnsinnig ruhig, beinahe schon friedlich. Darnell, der einfach nur die Sterne ansehen will. Zoe und Wash, die ihn dabei beobachten. Und die restliche Crew, die vielleicht versucht, zur Ruhe zu kommen.
Das kann doch nicht gutgehen.

Vielen, vielen Dank für dieses wunderbare Kapitel! Hat mir wirklich Spaß gemacht und umso mehr freue ich mich auf die nächsten :)

Antwort von Reeba am 26.05.2016 | 20:36 Uhr
Liebe Julietta,
gleich zur nächsten Reviewantwort – samt einem neuerlichen, dicken Danke :>
Freut mich, dass das Kapitel Dir nicht zu ruhig war.
Einer der Gründe, warum ich Lust hatte, etwas wie ‚Die Anderen‘ zu schreiben, war tatsächlich der, die Crew vor eine Bedrohung zu stellen, die einige Unterschiede und Probleme (zum Beispiel zwischen Mal und Simon) in den Hintergrund treten lässt. Sie stehen zusammen gegen die Allianz – zwar nicht direkt, aber ‚inhaltlich‘.
Das Gespräch zwischen Mal und River habe ich wirklich gern geschrieben. Ich finde die beiden zusammen in der Serie immer sehr spannend. Ich habe sie oft als die eigentlichen ‚Tonangeber‘ empfunden, sogar fast als ebenbürtig – River mag die meiste Zeit über geistig und emotional instabil sein, aber sie ist hochintelligent, und sie könnte, wenn sie wollte, viel, viel mehr tun, als sie tut. Das wollte ich in dem, was sie über Darnell sagt, auch ausdrücken. Anders als er wird sie eben nur von ihrem desolaten Zustand und ihrer (wie ich finde) grundsätzlichen Gutherzigkeit ‚zurückgehalten‘.
Dass sie in Mal trotzdem Beschützerinstinkte und Mitleid auslöst, war mir ebenfalls wichtig. (Und ich meine, es ist der Serie ungemein hoch anzurechnen, dass sie vor diesem Hintergrund nie ins Kitschige abrutscht.)
Darnell büßt dann an Überlegenheit ein, wenn es menschelt, genau. Simon hat ihn ja als ‚sozialverträglich und gesellschaftskompatibel‘ bezeichnet, aber das sind nur weitere Fähigkeiten, Seiten, für die er vielleicht ein Talent hat – auf Erfahrungswerte begründen sie sich nicht. Und mit der Crew hat er es m.E. ja auch echt nicht leicht, das ist doch ein einziger großer Haufen Gemenschel XD
…und natürlich kann das, was da am Kapitelende läuft, nicht gutgehen.
Sonst wäre die Geschichte ja schon so gut wie erzählt.
Lieben Gruß,
Reeba :>
15.04.2016 | 22:21 Uhr
Liebe Reeba,

ich lass auch mal wieder was von mir hören. Viel, viel zu lang ists her, aber hey, dafür war die Freude um so größer, dass es endlich weitergeht mit dem reviewen!

Und ich fang gleich mit meckern an – na super, oder? Na ja, was heißt meckern, ich bin nur gerade verwirrt. Heißt das wirklich „sich nach seinen Leuten umdrehen“? Ich kenne es als „zu jemanden umdrehen“, aber ich kann mich natürlich auch irren.
Klar, dass sie alle mitkommen – ich würde da auch nicht zurückbleiben wollen. Schon gar nicht alleine. Der Vergleich mit den Hunden ist zwar nicht gerade nett, aber gerade von Malcolm ausgehend sehr passend. Auch, wie er danach die Veränderungen in seiner Crew beobachtet gefällt mir gut.
Dass Malcolm Darnell immer noch siezt und auch, dass er seine Stimme nicht erhebt, zeigt deutlich, _wie_ wütend er gerade ist. Ich kann es mir wirklich sehr gut vorstellen.
Darnell kommt mir gerade sehr verändert vor. Hatte er im letzten Kapitel noch so deutlich die Oberhand, wirkt er jetzt beinahe ernüchtert, oder bilde ich mir das ein? Und warum so ernüchtert? Dazu kommt, dass er so scheinbar… hm… freimütig mit seiner Geschichte herausrückt. Ich traue ihm einfach nicht, auch, wenn er so offen zugibt, sie alle manipuliert zu haben – wer sagt, dass er jetzt damit aufhört?
Und FUCK! Holy shit, verdammte Mistkacke! So ungefähr war meine Reaktion, als ich das erste Mal den nächsten Absatz gelesen habe. Holy shit, er drückt wirklich ab. Einfach so. Bäm. Gnadenlos in character und grenzgenial und trotzdem hab ich mit offenem Mund das Handy angestarrt und dann beinahe meine Haltestelle verpasst. Wow!
Und diese gnadenlose Ruhe danach, als Malcolm analysiert, wie laut der Schuss in der beengten Umgebung doch ist, und dass er ein guter Schütze sei, dazu das Bild des Blutes auf der hellen Wand.
Und dann dieser, ich will es fast so sagen, trockene Humor, den Mal zur Schau stellt, in dem er feststellt, dass Darnell sehr wohl noch Mensch genug ist, um Schmerzen zu spüren. Hier kommt auch deutlich seine militärische Vergangenheit durch, weil er dem verletzten Darnell zumindest nach außen hin ruhig zusehen kann, wie er leidet. Aber die Sorge um die eigene Crew spielt dabei vermutlich eine sehr große Rolle, wenn ich Malcolms folgende Taten betrachte.
Natürlich beeinträchtigt Jayne die Sache nicht – er hat nie mit etwas anderem gerechnet, wenn ich das alles richtig interpretiere.

Ätherisch ist ein Wort, welches mir als Beschreibung für River übrigens ausnehmend gut gefällt!
Und dass Simon das Wissen fehlt, um zu verstehen, was mit River ist, ist nur logisch. Dass er es trotzdem nicht einsehen will und versucht, es zu verstehen und zum Besseren zu ändern, ist allerdings ebenso logisch, zumindest aus seiner Sicht.
Bwah, diese Vorstellung, dass er River in seinem Kopf spürt – klar, es kommt nicht überraschend. Aber das sind solche Sachen, die mir richtig, richtig Angst machen würden. Nicht allein in sich drin zu sein, dass da jemand anderer ist, wenn auch unabsichtlich und unfreiwillig und nur ganz kurz – nein. Einfach nur nein.
Ja, diese Annahme stellt sich leider als bloßes Wunschdenken heraus.
Es passt übrigens gut zu Simon, dass er nach außen hin ruhig wirkt, auch, wenn es im Inneren (wie auch immer geartet) brodelt, sei es Angst oder Wut oder etwas anderes.
(Gesetzt dem Fall, oder?)
Ja, was mit Francis möglich ist, will man sich lieber nicht ausmalen. (Und ta-daaa, hab ich nicht gesagt, dass es von Vorteil ist, dass er so absolut durchschnittlich wirkt?)
(Es grauste klingt für mich schon arg umgangssprachlich. „grausen“ kenne ich nur als Dialekt und hey, ich bin aus Bayern, ist hamburgerisch da so ähnlich? ;D – da gefiele mir „es graute“ besser)
Dass sich endlich etwas Egoismus in Simon regt, indem er daran denkt, was River ihm (unbewusst) antut, finde ich sehr gut.
Ein Satz ist für mich besonders herausgestochen. „Simon sah sich selbst dabei zu, wie er den Kopf schüttelte.“ Es wirkt so einfach, aber mit diesem Satz beschreibst du Simons Zustand so kurz, so treffend, so… einfach gut. Da ist alles drin, was man wissen muss.
Auch im folgenden Verhör charakterisierst du Simon sehr gut, auch in den Phasen, in denen er nur zuhört. Aber du streust immer wieder Kleinigkeiten ein, die er beobachtet, wie dass er aufgrund des verschmierten Blutes bemerkt, dass sich Darnell an die Wand gelehnt haben musste.
Wow, dieses TC-002 klingt echt gruslig.
„das einsamste Geschöpf im Universum.“ Und irgendwie tut mir dieser Satz weh, weil er unmöglich macht, Darnell einfach nur schwarz zu sehen. Weil er zeigt, dass du mit Graustufen arbeitest (und manchmal mag ich einfach keine Graustufen ._.)
Aha, und zack, wieder was gelernt – von Erra hatte ich davor noch nie gehört. Diese ganze Geschichte, die Darnell da so… relativ distanziert erzählt, lassen mich ihn durchaus irgendwie etwas anders betrachten. Eigentlich macht es ihn zu einer tragischen Figur, aber ich hoffe dennoch, dass die Crew ihm jetzt nicht sofort vertraut. Nicht zu sehr. Ich ahne böses, irgendwie.
Und das war es also mit dem Gespräch – vorerst. Ich bin da auch bei Simon, ich denke nicht, dass es gelogen war von Darnell aus. Aber andererseits bin ich auch bei Malcolm – man kann es nicht wissen. Und Mal geht sogar so weit, den anderen zu erlauben, Darnell zu töten, sollte der Ernstfall eintreten. Wenn nicht mal Jayne sich darüber freut, weiß man, wie ernst die Lage ist.

Liebe Reeba, vielen, vielen Dank für das überaus tolle Kapitel. Es ist immer wieder eine Freude, wenn ich Zeit und Muße (*hust*) finde, wieder weiterzulesen und weiter zu reviewen :)
Ich hoffe, bis zum nächsten dauert es nicht so lange!

Antwort von Reeba am 26.05.2016 | 20:17 Uhr
Liebe Julietta,
jetzt kommt total verspätet endlich die Antwort auf Dein Review. Vorab: sorry - und danke! :>
Die angemerkte Stelle habe ich gleich mal geändert.
Dazu, dass Darnell so offen über seine Geschichte berichtet: ich denke, das kommt dadurch, dass er zwar nicht direkt Gedanken lesen, aber Stimmungen und insofern auch moralische Auffassungen ganz gut einschätzen kann. Mal hat ja nun schon mehrmals gezeigt, dass er es nicht fertigbringt, ihn abzuknallen oder aus der Luftschleuse zu schmeißen.
Ich bin erleichtert, dass der Schuss für Dich IC war. Ich fand, es passt einfach zu Mal und zur Situation, aber ich möchte ihn natürlich nicht als jemanden darstellen, der quasi im Vorbeigehen auf Menschen schießt.
Jau, mit den Vorteilen, die Darnell von seiner äußerlichen Unscheinbarkeit hat, hattest Du absolut Recht. Es ergäbe ja auch keinen Sinn, jemanden als Werkzeug heranzuziehen, der in der Wahrnehmung von Leuten allzu sehr hängenbleibt.
‚Das einsamste Geschöpf im Universum‘ – hiermit und mit Darnells ganzer Charakterisierung begebe ich mich ‚moralisch‘ ein bisschen auf dünnes Eis, aber anders würde es zur Geschichte nicht passen. Es bleibt eben die Frage, ob man Mitleid mit jemandem haben kann/darf, der ‚erwiesenermaßen‘ Menschen umgebracht hat (und hier auch noch im Dienst der Allianz). Inwieweit Darnell an seiner ‚Ummodelung‘ eine Mitschuld trägt, möchte ich eigentlich noch klären. Ich hoffe, das gelingt mir.
Lieben Gruß und nochmals danke!
Reeba
10.04.2016 | 11:30 Uhr
Hallo, liebe Autorin!

Hier transzendierst du die Schrift,
ich werde praktisch eins mit der Lyrik und
dafür danke ich dir.

Antwort von Reeba am 11.04.2016 | 19:12 Uhr
Hallo Cantaroo,
auch wenn ich nicht weiß, was genau mit 'tranzendierst die Schrift' gemeint ist: dankeschön :>
LG, Reeba
28.02.2016 | 21:43 Uhr
Hallo, liebe Reeba!

Ich muss eins kurz vorwegstellen: Ich hab das neue Kapitel schon gelesen (damn, du warst schneller mit der Pause fertig, als ich mit den Reviews ;D) und ich fand es wunderbar! Aber da ich alles der Reihe nach reviewe und ich einfach zur Zeit dermaßen lahmarschig bin, wird das Review für das neue Kapitel wohl noch eine Weile dauern. Dafür nehm ich mir jetzt Kapitel 10 vor. Also dann, frisch ans Werk!

Mir gefällt, wie du den Speiseraum beschreibst. So wirkt er nämlich auch in der Serie und es ist etwas bekanntes, weil ja die Küche in den meisten Haushalten auch irgendwie der Mittelpunkt ist. Aber ebenso gehst du darauf ein, dass das Leben und Essen auf der Serenity eben oft reichlich karg ist, also eigentlich im Gegensatz zu dem „heimeligen“ einer Küche steht. Ein schönes Spiel mit Extremen, irgendwie.
Dass du erwähnst, dass Zoe gerne Washs Hand ergreifen würde, es aber nicht tut, finde ich ausnehmend schön, weil es wahnsinnig viel über sie aussagt.
Das anschließende, kurze Gespräch zwischen den beiden hat mich schmunzeln lassen. „Schieß dir nicht in den Fuß“, das ist einfach so trocken und so wahnsinnig passend… ich finds gut. Wirklich. Dass sie sich gegenseitig sagen, dass sie einander lieben, unterstreicht die angespannte Situation ein weiteres Mal.
Es ist nicht viel. Aber diese angespannte Stimmung und alles, und dann steht Darnell da und sagt „Guten Abend.“ Das zerreißt irgendwie alles und kommt ausgerechnet deshalb so intensiv rüber, weil es einfach nicht passend scheint, aber gerade deshalb so passend ist. Ich schwafle, denke ich, gerade Unsinn, aber ich will heute die Oscars anschauen und hab jetzt schon ne Überdosis Koffein intus (Gott segne denjenigen, der Africola erfunden hat), also sei bitte gnädig mit mir ;D
Auch Zoes Gedanken zu Francis sind sehr interessant, und vor allem das Schlusswort, dass seine Augen die eines Mörders sind… du spielst hier mit Gegensätzen, die irgendwie unvereinbar erscheinen, und das machst du, liebe Reeba, wirklich hervorragend.
Zoe wirkt in diesem Abschnitt irgendwie hin- und hergerissen in ihrer Betrachtung von Francis Darnell. Einerseits fragt sie sich, was es mit ihm auf sich hat, andererseits scheint sie es gar nicht wirklich wissen zu wollen, was durchaus verständlich ist. Und irgendwie frage ich mich gerade unwillkürlich, wie viel von Zoes Zerrissenheit wohl auf Francis zurückzuführen ist. Aber da spinne ich mir vermutlich nur etwas zusammen ;D
Wie du aber Francis‘ Einfluss auf die anderen einbringst, auch auf Zoe, zum Beispiel durch den Kommentar mit dem Essen und dem unbegründeten Sättigungsgefühl – großes Kino, gerade, weil es eigentlich „kleines Kino“ ist, weil du so schön unaufgeregt beobachten lässt.
(Der Captain der Serenity senkte das Kinn – zwischen „Serenity“ und „senkte“ sind zwei Leerzeichen. Megaluxusjammern, ich weiß, aber ich will auch mal meckern, nachdem ich hier so lobhudel ;D)
Und jetzt fängt es also an. Darnell hat irgendwie die Kontrolle übernommen, ohne, dass es bemerkt wurde und ohne, dass die Mitglieder der Crew sich wehren konnten. Du lässt es langsam angehen, mit ungewollten Antworten und dann sind sie plötzlich weg. Wie Zoe versucht, sich an ihren Verstand zu klammern, ist grandios geschrieben, wirklich. Hut ab, auch, wenn ich gerade keinen aufhabe.
„Ein Fehler. Jemand packte die Realität am Nacken und bog sie so zurecht, wie es ihm gefiel.“ -> der Satz ist wirklich gigantisch. Wahnsinn. Der hat mir irgendwie Gänsehaut verursacht. Toll!
Überhaupt, dieses von Zoe gerade so mitgehörte Gespräch zwischen Darnell und River… ich hab gerade wirklich Gänsehaut gehabt, als ich nochmal drübergelesen hab.

Auch Rivers Perspektive ist dir wieder sehr gut gelungen und unterscheidet sich sehr deutlich von Zoes.
„Angst betrat die Bühne und nahm River bei der Hand.“ Auch das ist wieder so ein wahnsinnig großartiger Satz, danke dafür :)
Dass River Francis Darnell als „der Andere“ bezeichnet, ist sehr interessant für mich und ich frage mich, ob sich das „anders“ auf River, die Crew oder etwas komplett Anderes (haha) bezieht. Aber sie will ihn nicht so bezeichnen, das ist auch wieder so interessant… super!
Dieser kurze Ausschnitt aus Francis‘ altem Leben, den River irgendwie wahrnimmt, ist sehr eindringlich beschrieben und macht neugierig. Wer ist dieser Mann und warum ist das alles passiert? War das bevor oder nachdem er verändert wurde? Klug gemacht, wirklich.
Irgendwie habe ich bei diesem Gespräch zwischen River und Francis ausgerechnet seine Stimme im Kopf. Also, auch Rivers (wobei mir das etwas schwerer fällt, da ich ihre deutsche Synchronstimme nicht kenne ;D), aber vor allem hat Francis in diesem Gespräch in meinem Kopf eine sehr eigene Stimme gekriegt. Hatte ich so, glaube ich, auch noch nie – nimm es bitte als Kompliment, denn so ist es gemeint ;)
Diese Machtdemonstration von Francis… irgendwie… ja, ich kann mir nicht vorstellen, dass es eindringlicher gewesen wäre, hättest du sie nicht ausgerechnet aus Rivers Perspektive geschrieben. Ihre Verworrenheit, die dennoch in manchen Bereichen (durch ihn?) so klar ist, ist der perfekte Hintergrund dafür.

Einen kleinen, sprachlichen Kritikpunkt habe ich vorzubringen: „. Washs weit geöffnete Augen begegneten Mals Augen“ – das zweite „Augen“ ist eigentlich unnötig und überflüssig. Finde ich.
Interessant ist, dass ausgerechnet Rivers Anblick Mal den nötigen Anstoß gibt, weil die beiden ja eigentlich das… hm, wie sage ich es… das distanzierteste Verhältnis in der Crew haben, meiner Meinung nach.
Mals Wut über seine eigenen Fehler, die man ihm eigentlich so nicht wirklich ankreiden kann, bringst du sehr gut rüber. Man kann sie beinahe greifen, und auch seine Sprache hat sich irgendwie verändert. Und auch die Tatsache, dass er alles beiseite wirft und die Pferde mit sich durchgehen lässt und Francis einfach eine reinhaut (was diesem vermutlich weniger Schmerzen bereitet als ihm selbst) zeigt, wie persönlich Mal die Sache nimmt. Verständlicherweise.

Und irgendwie habe ich gerade das Gefühl, dass sich die Lage geändert hat und dass Darnell mit seiner Machtdemonstration irgendwie das Gegenteil erreicht hat. Andererseits ist er so schwer einzuschätzen… vielleicht wollte er genau das erreichen. Ich kann es nicht sagen, und genau das mag ich so gern an deiner Geschichte. Du schraubst mit jedem Kapitel die Spannung weiter an, und obwohl du mit jedem Kapitel auch Antworten gibst, wirfst du neue, drängendere Fragen auf, die einen so sehr bei der Stange halten, dass man überlegen möchte, einen Kurztrip nach Hamburg zu machen und dir deine Kiddies abzunehmen, damit du schnell weiterschreiben kannst ;D
Ne, wirklich. Wieder einmal war es ein wahnsinnig gutes Kapitel und ich danke dir dafür!

Antwort von Reeba am 04.03.2016 | 08:22 Uhr
Moin moin Julietta :>
Lass Dir ruhig Zeit – ich habe mich jetzt dazu entschlossen, endlich mal eine meiner längeren Geschichten fertigzuschreiben, aber es läuft wohl auf insgesamt 19 Kapitel hinaus; also keine Eile.
Ich fand den Speiseraum/die Kombüse auch immer sehr gemütlich. Eben weil die Crew aus ihren bescheidenen Mitteln das Beste zu machen versucht: man denke an diese zusammengepappete Geburtstagstorte in einer Folge (für wen war die noch gleich?) *g*
Mit Francis möchte ich wirklich eine Figur der Gegensätzlichkeiten erschaffen. Wer er vor seiner ‚Ummodelung‘ war, wird in ‚Die Anderen‘ vielleicht nicht vollständig enthüllt, aber sollte ich tatsächlich das Sequel schreiben…
Dass Dir die Beeinflussungsszene so gut gefallen hat, freut mich sehr. Zu Francis‘ Stimme: ich habe beim Schreiben einen sehr bestimmten Schauspieler im Hinterkopf, und der war auch für seine nasale, weiche leise Stimme bekannt. Ich fand, das ist ein netter Kontrast zu Francis‘ latenter Bedrohlichkeit.
Ob Rivers gelegentliche Klarheit auf Francis zurückgeht, sei wesentlich der Fantasie der Leser überlassen, aber zum Teil ist da sicher etwas dran. Wenn auch vielleicht nur, weil die Begegnung mit einem anderen Allianzversuchskaninchen River ein wenig aus ihrer Einsamkeit erlöst.
Den Augen-Satz guck ich mir noch mal an, danke für den Hinweis!
Mal ist in einer ganz blöden Lage… da dachte ich, es ergibt Sinn, wenn er sich an Francis abreagiert. Und ich glaube, an seiner Stelle wäre mir auch die Hand, Korrektur, die Faust ausgerutscht^^
Was Francis mit seiner Session erreichen wollte, wird hoffentlich noch klar.
Ja, wirklich viel Zeit zum Schreiben habe ich leider selten, da neben Familie, Haushalt und Nebenjob auch noch mein erstes ernstgemeintes Manuskript fertigwerden soll/muss. Kurztrip nach Hamburg? Gern – aber dann bitte einfach zum Kennenlernen, nicht zum Babysitten :D
Liebe Grüße und vielen Dank!
Reeba
22.01.2016 | 23:18 Uhr
Hallo, liebe Reeba!

Da bin ich wieder ;) Ich muss ja deine Pause nutzen, vielleicht habe ich aufgeholt, bis du wieder weiterschreibst. Ich glaub zwar selber nicht wirklich dran, aber hey, man/frau kann es doch zumindest versuchen :)

Habe ich eigentlich schon erwähnt, wie gut ich es finde, dass du explizit erwähnst, dass die Tag- und Nachtphasen an Bord _künstlich_ sind? Ich bin ja so ein Anti-Nerd, was alles Technische angeht, und ich find das echt gut, dass du es mir hiermit quasi in Erinnerung rufst, dass es eben keinen „normalen“ Tagesablauf an Bord gibt.
Auch in diesem Kapitel gefällt mir Malcolms Darstellung wieder sehr gut, diese (nicht-)offensichtliche Besorgnis gegenüber seiner Crew bringst du sehr authentisch rüber, ebenso wie die Reaktionen der Crew darauf.
Der Satz „stülpte der gesamten Situation seine Existenz, seine zum Verzweifeln ausdauernde Konstitution und sein geduldiges Warten über“ gefällt mir dabei übrigens besonders gut, weil es jetzt schon impliziert, dass an Bord nichts, aber auch gar nichts geschieht, das Darnell nicht so haben will.
Ich mag die Art, wie du Hintergrundinformationen einbringst, übrigens sehr gerne. Es geschieht immer auf angenehme Art und Weise „nebenbei“, ohne zu viel oder zu wenig zu sein.
(Ähm… müsste es nicht gesetzt dem Fall heißen? Also, Dativ? Bin mir aber gerade selber sehr unsicher)
(hätte sich gerührt kommt mir hier auch etwas sehr umgangssprachlich vor, was irgendwie mit deinem sonstigen Schreibstil bricht)
Die Fragen, die Mal sich selbst stellt, finde ich sehr interessant. Du gibst damit einen faszinierenden Einblick in sein Innenleben wobei ich vor allem interessant finde, dass Mal sich seine Hilflosigkeit selbst eingesteht. Ebenso wie die Tatsache, dass er die Spannung eher voraussetzt, als dass er sie wirklich spürt. Da sieht man auch sehr schön, welch großen Einfluss Darnell auf ihn und die ganze Situation hat, finde ich.
Auch das nachfolgende Gespräch zwischen Mal und Darnell ist dir, wie sollte es anders sein, geradezu wunderbar gelungen.
Darnell bleibt weiterhin nicht wirklich greifbar. Kaum denkt man, dass man weiß, wie er tickt und was er will, macht er etwas anderes – sehr gut geschrieben und kreiert, wirklich. Ein großes Lob!
Dieser Satz: „Die Vision des ultimativen Katastrophenszenarios suchte ihn heim: ein irgendwie von seinen Fesseln befreiter Francis Darnell, der die letzten Reste Menschlichkeit abwarf und die Korridore der Serenity in ein Labyrinth des Wahnsinns verwandelte“ hat mich neugierig gemacht. Ist das wirklich nur Mals Einbildung oder zeigt ihm Darnell hier für den Bruchteil einer Sekunde, was möglich wäre? Egal, wie es ist, es ist ein sehr interessanter Aspekt der Beziehung zwischen den beiden.
(Bei dem Wort „Gallegeschmack“ bin ich, ehrlich gesagt, gestolpert. „Der Geschmack nach Galle“ fände ich persönlich irgendwie schöner)
Immerhin besinnt sich Mal auf seine Stärken.
Die Formulierung, dass er sich den Blicken „aussetzt“, mag ich hier besonders gern, weil es zeigt, dass Mal sich seiner Sache vielleicht doch nicht so sicher ist, wie er es gerne hätte.
(offenkundig, nicht offenkündig, oder?)
Auch die Tatsache, dass er offen eingesteht, dass er nicht mehr weiterweiß, und dass er seine Crew so dermaßen offen um Hilfe bittet – wow. Sehr gut.

Haha, oh Mann. Ich liebe diese Folge, und vor allem diese Szene :D
Die Interaktion zwischen Zoe und Mal gefällt mir hier auch sehr gut. Wie du in deiner letzten Reviewantwort geschrieben hast, ihre Beziehung ist „schwierig“, weil sie nicht festgelegt ist, und auch hier kommt es rüber. Einerseits der Respekt und Zoes Vorreiterrolle in der Crew, weil sie das Wort erhebt, andererseits hingeschleudertes „Lenk nicht ab“, das man eher zwischen Kumpels vermuten würde. Sehr gut!
„so verrückt wie der Unterwäschemacher meiner Großmutter“ --> großartig! Das ist einfach… so Wash. Ich kann es nicht anders sagen :D
Auch Mals Umgang mit Jaynes (durchaus berechtigtem) Einwand ist einfach dermaßen in character, dass es mir fast die Tränen in die Augen treibt vor Freude.
Bäm. Mal will Darnell also auf die Crew loslassen… das kann doch nicht wirklich gutgehen, oder?
Kaylees Beschreibung ihrer Gefühle bezüglich des anstehenden Abendessens finde ich interessant. Interessant deshalb, weil es irgendwie so nachvollziehbar ist.
Das gesamte Ende… diese stille Prozession, die sich aus allen Ecken des Schiffes auf die Kombüse zubewegt, hat irgendwie eine ganz besondere Wirkung. Eben weil es so… hm… ruhig abläuft, schraubt es die Spannung unweigerlich höher. Und dann dieser letzte Satz! Boah, was machst du mit mir?! :D

Ne, ehrlich, ein sehr gelungenes Kapitel (wieder einmal… ich hoffe, das wird dir nicht langweilig, wenn ich das immer und immer wieder sage?) und ich freu mich wirklich jedes Mal aufs Neue, dass du diese großartige Geschichte hochgeladen hast. Mal schauen, wann ich zum nächsten Kapitel komme. Dankeschön!

Antwort von Reeba am 29.01.2016 | 08:32 Uhr
Liebe Julietta,
heute fällt meine Reviewantwort etwas kurz aus, da meine Kinder krank sind und ich nicht viel Zeit am Rechner verbringen kann, aber ich wollte mich auf jeden Fall ganz fix für Dein ausführliches Feedback und das viele Lob bedanken :)
Ich bin eigentlich auch ein ziemlicher Technikdussel; ich habe nur beim Versuch, mich in die Crew hineinzuversetzen, gedacht, wie anstrengend ich es fände, in einem Umfeld ohne richtige 'Tageszeiten' zu leben (abgesehen von gelegentlichen Landgängen).
Wenn es mir gelingt, Infos einzustreuen, ohne dass die Leser von absatzlangen, knochentrockenen Passagen erschlagen werden, freut mich das.
Gesetzt dem Fall? Echt? Ich geh mal nachgucken. Ich bin grammatisch gar nicht hundertprozentig sattelfest.
'Geschmack nach Galle' übernehme ich so, das klingt wirklich besser, danke.
Nun bin ich mal gespannt, ob Dir das nächste Kapitel auch so gut gefällt wie dieses.
Übrigens möchte ich mich an dieser Stelle dafür entschuldigen, dass ich Deine Captain-America-FF so lange nicht mehr reviewt habe: ich hab sie nicht vergessen!
Vielen Dank und bis bald,
Gruß, Reeba :>
21.12.2015 | 20:34 Uhr
Hallo, liebe Autorin!

Es fasziniert mich immer wieder aufs neue wie unfassbar
Realistisch du deine Geschichte schreibst.
Vor allem sieht man das alles so schön vor sich und
steckt plötzlich mitten drin in deiner Geschichte.
Der Leser liest also nicht nur sondern er erlebt das was er liest.
Dankeschön Reeba, du bist ein Künstlerin der Abstraktion.
Bleib bitte bei diesem Schreibstil, ja?
Du schreibst wunderschön, außergewöhnlich und so
GEHEIMNISVOLL!

Antwort von Reeba am 23.12.2015 | 17:41 Uhr
Liebe(r) Cantaroo,
vielen Dank für Dein Review und die netten Worte. Zu viel des Lobs :)
Ich finde meinen Stil gar nicht so geheimnisvoll. Ich halte mich für einen ziemlichen Erklärbär und versuche immer wieder, mich da am Riemen zu reißen. :D
Auch Dir ein Frohes Fest,
LG, Reeba
10.12.2015 | 23:23 Uhr
Hallo liebe Reeba!

Endlich komm ich mal wieder zu einem Review bei dir. Es wird auch Zeit, ich hinke schließlich immer weiter hinterher.

Okay, wir fangen also mit Zoes Perspektive an. Klar, ich kann Wash auch verstehen – in ihrer Situation würde ich wohl auch auf der Brücke campen. Schließlich ist die Steuerung der Serenity das, was er in der Hand hat und kontrollieren kann, und da die Situation im Allgemein ihrer Kontrolle zu entgleiten droht, ist diese Handlung meiner Meinung nach absolut nachvollziehbar.
Ich mag es, wie du Zoes Art einfängst, gerade im Umgang mit anderen. Auch, dass sie sich ihre Unsicherheit bezüglich der ganzen, eigentlich irrealen, Situation eingesteht, gefällt mir. Das kommt vor allem dahingehend heraus, dass sie ja selbst beobachtet, dass sie gerade Dinge macht, die eigentlich nicht typisch für sie sind.
Hach, und Jayne. Wieder mal ein Highlight für mich, auch, wenn es nur ein halber Satz ist.
Zoes Beschreibung von Francis Darnell als „kein eindeutiger Gegner“ gefällt mir hierbei besonders gut, weil es noch einmal unterstreicht, wie… wenig greifbar dieser Mensch ist.
(Nebenbei: Haha, die Rinder im Frachtraum – ich liebe diese Folge :D)
Dass sowohl Zoe als auch Mal den Gedanken an die Rinderherde mit der Bemerkung „nur ein schöner Traum“ zur Seite schieben, ist zugleich traurig und schön.
Die ganze Anspannung, die diese Situation natürlich mit sich bringt, gefällt mir bisher in Zoes Darstellung am besten – vielleicht auch, weil Zoe als Einzige so ehrlich ist, sich diese Anspannung auch zuzugestehen. Aber alles an ihr und ihrer Beobachtung entspricht einfach der Situation, finde ich.
Ich weiß, ich sage es bei jedem Review, aber ich bin einfach immer wieder erstaunt darüber, wie du Francis mit so wenigen Mitteln so bedrohlich wirken lässt. Diese extreme Gelassenheit, die er an den Tag legt – das ist besser, als dunkle Korridore und Schreie.
Hm… sie nennt Francis also ihren Namen. Ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Irgendwie ist mir, als wäre es nicht wirklich ihr freier Wille gewesen, ihm das zu sagen. Ich bin mir auch nicht sicher, ob es ihr gelingen kann, Francis Informationen zu entlocken. Zumindest nicht solche, die er nicht sowieso hergeben will.
Hm, achtzig Jahre also. Ich muss ehrlich sein, ich hatte mit so etwas gerechnet. Dennoch finde ich es einen interessanten Schachzug deinerseits.
Auch das abschließende Gespräch ist wahnsinnig gut und zeigt noch einmal, wie gefährlich Darnell ist. Er lässt sich nichts befehlen, wird aber auch nicht aufbrausend, sondern bleibt absolut ruhig. Er wirkt, meiner Meinung nach, nicht menschlich, und das macht mir irgendwie Angst.

Beim Gespräch zwischen Zoe und Mal hast du einmal öffnende Anführungszeichen vergessen, bei „Sag mir lieber, was vorgefallen ist“ fehlen sie.
Ich bin, wie wohl schon sehr oft gesagt, immer wieder fasziniert davon, wie du die feinen Unterschiede zwischen den Charakteren herausarbeitest, sei es Körpersprache, Wortwahl oder die Art und Weise, wie sie etwas sagen oder denken. Wirklich sehr, sehr gelungen.
„Gut“ ist wirklich ein Wort, das wohl nur selten mit der Serenity zu tun hat.
Ob Mals Zustand auch direkt von Francis beeinflusst wird, oder ob es nur indirekt mit seiner Anwesenheit zusammenhängt?
Aber Zoes Reaktion auf Mals Überlegungen gefällt mir, vor allem, weil es die doch sehr ernste Szenerie etwas aufzulockern vermag.
Aber die Lockerung hält nicht lange an und das Gespräch mit Darnell ist genau so, wie ich es mir erhofft hatte – gruslig. Mich lässt das Gefühl nicht los, dass Darnell das Gespräch noch mehr kontrolliert, als es bereits jetzt erscheint.
Ich weiß nicht, ob aus dem Gespräch irgendjemand als Sieger hervorgeht, aber ich weiß, dass es sicher nicht Mal ist.

Faszinierend, wie du River darstellen kannst. Ich stelle mir das ja unwahrscheinlich schwierig vor, in einen derartigen Verstand einzudringen, aber es wirkt bei dir sehr authentisch.
(Hier fehlt ein Buchstabe bei „sie konnte sich auf kaum etwas anderes konzentrieren“)
Ehrlich, Rivers Sichtweise flasht mich gerade irgendwie, dieses hin- und herspringen der Gedanken, das plötzliche Aufgreifen von Dingen und Erinnerungen, die so unwichtig scheinen, für River aber so wichtig sind und wie es gleichzeitig wirkt wie die Welt eines kleinen Kindes und einer alten Seele.
Wenn ich Rivers Worte richtig deute, dann kontrolliert Francis Malcolm wirklich irgendwie, kann das sein? Diese finster glimmende Wolke… das wirkt bedrohlicher, als die bloßen Worte es erscheinen lassen.
Und mit den letzten Sätzen haust du es noch so richtig raus. Boah. Wahnsinn, damit hast du mich, trotzdem ich eigentlich dachte, dass ich vorbereitet wäre, eiskalt erwischt.

Wieder einmal ein wahnsinnig tolles Kapitel, vielen Dank dafür!
Hoffentlich brauche ich für das nächste Review nicht auch wieder so lange :)

Antwort von Reeba am 23.12.2015 | 17:39 Uhr
Liebe Julietta,
und mal wieder herzlichen Dank für das so ausführliche Review :>
- und für die Hinweise auf RSF und vergessene Zeichen!
Um ehrlich zu sein, finde ich Zoe schwerer zu schreiben als River :D - Zoes Verhältnis zu Mal ist m.E. nicht immer ganz leicht festzuhalten. Soweit ich mich erinnern kann, gibt es in der Serie sowohl Szenen, in denen sie ihm den Respekt der quasi-immer-noch-Untergebenen entgegenbringt, als auch Szenen, in denen sie ihn fast kumpelhaft behandelt. Da ich Zoe für eine ganz großartige Frauenfigur halte (taff, ohne unweiblich zu sein), ist es mir schon wichtig, sie gut 'einzufangen'. Wenn ich River schreibe, schmeiße ich einfach zusammen, was ich mir in Bezug auf die Weise, in der sie die Welt sieht, so ausmale: punktuell absolute Klarheit und erhöhte Wahrnehmungsfähigkeit, benommene Phasen, Phasen von beinahe-Wahnsinn. Und dann rühre ich ein Mal kräftig um.
Was River da als dunkle Wolke 'gesehen' hat, war natürlich ein Prozess der Beeinflussung von Mal durch Francis.
Was der merkwürdige kleine Mann noch so alles kann, wird ein paar Kapitel später klar.
Also, noch einmal lieben Dank, und: Du brauchst Dich nicht zu beeilen, 'Die Anderen' pausiert ja gerade ;)
LG und Frohes Fest,
Reeba
21.11.2015 | 17:57 Uhr
Nach wie vor lese ich mit, und nach wie vor hat mich die Geschichte in ihrem Bann, sobald ich mir die Zeit nehme, mich wieder darin einzufinden.

Mir fehlt die Action bisher nicht. Ich kenne ja die Serie nicht. Für mich besteht das Setting daher aus mir unbekannten Figuren, von denen ich nichts Spezifisches erwarte außer das, zu was sie sich im Laufe des Textes vor meinen Augen entfalten. (Ums mal ein bisschen gespreizt und zudem grammatikalisch irgendwie schräg auszudrücken, aber Du verstehst schon.)

Für mich ist die Atmosphäre des Ganzen inzwischen sehr dicht, die Befragung war ein notwendiger Zug, und die Zurückhaltung des "Gefangenen" trägt zu offenen Fragen bei, fühlt sich für mich aber nicht unlogisch sein.
Warum sollte ein ehemaliges Versuchskaninchen seinen unfreiwilligen Befreiern gegenüber nicht so etwas wie eine unangenehme Loyalität empfinden und seinen ehemaligen Optimierern gegenüber Hass?
Vielleicht nur in Spuren, aber wer sagt mir schon, ob alle nicht-kompatiblen Empfindungen so vollständig kanalisiert und/oder ausgemerzt wurden, wie man sich das gewünscht hat?

Und die darüber schwebende Frage, ob man sich dieses Szenario als Leser nicht vieleicht nur erhofft, auch, weil man Sympathie für diesen über die Jahrzehnte ausgegrenzten Mann empfindet, und hinter der Zurückhaltung nicht doch noch etas ganz anderes steht, sorgt gleich für den nächsten Spannungsmoment.

Nein, mir hat dieses Kapitel einmal mehr extrem gut gefallen, absolut großartig - meinem Gefühl nach gehört da eigentlich überhaupt nichts gerafft, alles hat seinen Sinn und Zweck (und jeder Satz, der nicht unmittelbar einem bestimmten Sinn oder Zweck zuzuordnen ist, ist literarisch trotzdem wunderbar).

Liebe Grüße,
Lille

Antwort von Reeba am 22.11.2015 | 19:19 Uhr
Liebste Lille,
vielen Dank für Dein Feedback und das Lob :)
Es stimmt schon, dass sich in der Serie - wie melles angemerkt hat - Action und ruhigere Szenen sehr ausgeglichen die Waage halten, und ich kann es niemandem verdenken, wenn er Action in den letzten Kapiteln ein wenig vermisst. Trotzdem freut es mich natürlich, dass auch dieses Kapitel nicht spannungsarm für Dich war.
Ich denke, Jeder hat da auch einfach andere Erwartungen. Und das ist okay so.
Francis' Intentionen sollen am Ende bis ins Letzte aufgeschlüsselt vor euch liegen (sofern das bei ihm möglich ist). Obwohl ich überhaupt nicht weiß, wann und wie das zeitlich hinhauen soll, würde ich das angedachte Sequel nämlich schon ganz gern schreiben. Na, mal sehen.
LG und Drücker,
Deine Reeba
21.11.2015 | 14:05 Uhr
Hey,
schön, dass es weiter geht!

Allerdings, da bin ich ehrlich, stehe ich mit diesem Kapitel ein wenig auf Kriegsfuß. Der Anfang war wie immer super, doch je länger sich die Unterhaltung mit Francis hingezogen hat, desto unlogischer erschien mir der weitere Verlauf. An einem Punkt ging es mir dann wie Jayne:

„Eins kapier‘ ich nicht.“ Jayne zog die Brauen zusammen. „Wenn er uns theoretisch zu allem bringen kann, was ihm gerade in den Kram passt – wieso hat er nicht verhindert, dass du ihm eine reinhaust? Mal ganz zu schweigen von dem Schuss.“

Irgendwie stehe ich gerade mächtig auf dem Schlauch. Denn Jayne hat gar nicht mal so Unrecht. Wozu noch dieses Verhör? Es ist mittlerweile bekannt, dass Darnell Gedanken und Menschen manipulieren kann. Trauen kann man ihm eh' nicht. Mir erschließt sich die Logik von Darnells Handeln nicht und so langsam werde ich ungeduldig.

Vielleicht liegt es aber auch daran, dass sich die Geschichte ewig lang hinzieht und es noch immer keine konkrete Auflösung zu geben scheint (von "Action" ganz zu schweigen). Ich musste das jetzt einfach mal loswerden.

Antwort von Reeba am 21.11.2015 | 14:19 Uhr
Hey melles,
hm, vielleicht ist dieses Kapitel vom Gehalt her ein bisschen überflüssig, mag sein.
Ich kann ansonsten nur noch einmal sagen, was ich zu Deinem letzten Review schon geschrieben habe: würde ich die Geschichte neu schreiben, würde ich sie wohl raffen . In letzter Zeit habe ich auch das Problem, dass ich eigentlich nicht mehr durchgängig schreiben kann - da schleicht sich evtl. die Gefahr ein, sich zu wiederholen :D
'Ewig lang hinzieht' - na ja, das ist relativ. Wir sind erst bei Kapitel 11 ;)
Danke für das Review,
LG, Reeba
26.09.2015 | 21:45 Uhr
Puh. Sie hatten wirklich Glück und sind nicht durchsucht worden. Es sei ihnen vergönnt, das haben sie eh selten genug. Ganz stark finde ich hierbei übrigens den Satz „Die Leitungen blieben stumm“, der fügt sich großartig ein, ist schlicht und hinterlässt trotzdem ein beklemmendes Gefühl. Dieses Gefühl lockerst du aber im nächsten Moment wieder auf, indem du erwähnst, dass Wash gerade… nicht nach Rosen duftet ;) Find ich lustig, und gerade bei Wash darf es auch mal etwas humorvoller zugehen, finde ich.
Wie Wash Jayne beschreibt – von wegen kein großräumiges Denken und fehlende Rücksichtnahm – trifft es auf den Punkt. Und, es kann sein, dass ich es mir einbilde, aber ich glaube, hier einen leicht sarkastischen Unterton zu vernehmen, was absolut passend ist.
Ah, da wird der Shepherd wieder erwähnt. Ich hätte letztes Mal einfach weiterlesen sollen, dann hätte ich nicht nachfragen müssen – er ist also _im Moment_ nicht an Bord. Das reicht mir absolut aus. Ich freu mich ja schon jetzt auf dein Sequel und seinen PoV :)
Mir gefällt übrigens sehr gut, dass Wash oft „nur“ beobachtet, und nicht sehr viel in die Diskussionen einbringt. Und er beobachtet verdammt gut und zeigt so, wie gut er seine Crew kennt.
Simons Erzählung hat einen unschönen Nachgeschmack. Und sie verwirrt, sowohl die Crew als auch mich, in Bezug auf Francis, aber das ist sicher Absicht. Sie macht die Figur des Francis nur umso geheimnisvoller. Und… unheimlicher. Das wird nur noch unterstrichen durch die Art und Weise, wie du River in der folgenden Szene darstellst und agieren lässt, oder, besser gesagt, eben genau nicht agieren lässt.
Washs Erzählung beendest du mit für ihn sehr typischen Überlegungen, wie der Feststellung, dass sein eigenes Vorstellungsvermögen eher begrenzt ist.

Die Einleitung in Mals Erzählung gefällt mir ausgesprochen gut. Wie du erst die „Normalität“ beschreibst und ein eigentlich recht angenehmes Bild zeichnest, nur um es dann der jetzigen Realität, die das genaue Gegenteil von Ruhe darstellt, gegenüberzustellen.
Francis hat also eine ähnlich starke, vermutlich sogar stärkere Präsenz als River, hm? Und vor allem mit deutlich negativeren Auswirkungen, wie mir scheint.
Auch, wenn es vielleicht jetzt makaber klingt, aber die Inhaltsverzeichnisse der Notepads scheinen mir extrem interessant und irgendwie wünsche ich mir gerade, du würdest Zusatzmaterial veröffentlichen, die eben genau dies beinhalten ;D Aber ich bin da auch komisch ;)
„Sie sind ein Meister der sagenhaften Untertreibung“ hat mich zum Schmunzeln gebracht. Sehr gut getroffen, ehrlich. Und ich stimme zu. Fünfzehn Jahre sind eine wahnsinnig lange Zeit. Da wird nicht viel Menschliches übriggeblieben sein.
Hm… mir kommt gerade ein Gedanke. Vielleicht ist Francis‘… ich sage mal, untypische… Physis genau der Grund, der ihn für die Allianz attraktiv gemacht hat. Weil er so von vorneherein absolut unterschätzt wird. Aber ich denke vermutlich wieder zu viel nach.
Das Ende, wenn auch… irgendwie… ja, traurig, finde ich… ich weiß, ich sage immer dasselbe, aber total gut und absolut passend. Es ist unbefriedigend, dass sie keine Worte finden und dass das alles jetzt ungesagt zwischen Mal und Simon steht. Und gerade deshalb ist es gut, weil es die Beziehung der beiden Männer charakterisiert. Ich habe irgendwie so das Gefühl, als hätte Mal bei jedem anderen Mitglied der Crew (abgesehen vielleicht von River) Worte finden können, doch bei Simon ist das eben nicht der Fall. Weil Simon und Mal aus zu unterschiedlichen Welten kommen.

Danke für ein tolles Kapitel. Hab ich schon mal erwähnt, dass es mir besonders gefällt, dass alles so relativ… ruhig abläuft? Im Hintergrund (und auch immer wieder mal im Vordergrund) ist diese beklemmende Stimmung, aber die Charaktere reagieren ihrer Vergangenheit gemäß und überstürzen nichts. Find ich sehr gut.

Antwort von Reeba am 26.09.2015 | 22:08 Uhr
Liebe Julietta,
danke für das tolle Review :)
Ich weiß gar nicht, wen von der Crew ich eigentlich am liebsten schreibe, aber Wash rangiert definitiv sehr weit oben.
Shepherd rauszulassen, ist mir wirklich - wie schon mal erwähnt, glaube ich - nicht leicht gefallen. Ich freue mich auch auf das Sequel, wo er dann eigens 'zu Wort kommen' wird (auch wenn es bis zu diesem Sequel wahrscheinlich noch dauern kann) ;)
Du hast angemerkt, dass besonders Francis' äußerlich wenig beeindruckende Physis ihn für die Allinaz interessant gemacht haben könnte - da hast Du den Finger genau auf den Punkt gelegt, und das wird ein paar Kapitel später auch noch mal Thema sein.
Es freut mich, dass Dich das 'ruhige' Fortschreiten der Story nicht stört bzw. Dir sogar zusagt - trotzdem meine ich, dass die Gesamtgeschichte vielleicht doch etwas straffer hätte aufgezogen werden können... aber na ja, lies erst einmal weiter, vielleicht kommen wir später noch einmal darauf zu sprechen ;)
Im Augenblick muss 'Die Anderen' mehr oder weniger pausieren. Ich habe seit fast zwei Wochen viel um die Ohren (leider geht es dabei um eine ziemlich unangenehme Sache, die direkt mit meiner Schreiberei in Zusammenhang steht) und setze daher hauptsächlich meine andere längere FF fort.
Sobald ich wieder über den Tellerrand gucken kann, geht's hier aber auch weiter - und Du hast ja noch ein bisschen Lesestoff.
Nochmals lieben Dank und viele Grüße,
Reeba
11.09.2015 | 18:27 Uhr
Schön, dass es weiter geht.

Man kann die Anspannung der Crewmitglieder wieder förmlich greifen. Francis ist und bleibt ein Buch mit sieben Siegeln. Seine mentalen Fähigkeiten sind ja geradezu beängstigend. Und es scheint ja so, als ob Francis die Crew mehr oder weniger von Anfang an kontrolliert hat.

Allerdings muss ich sagen, so langsam fehlt mir etwas "Action". Gerade in der Serie, bzw. Spielfilm ging es recht actiongeladen her. Vor allem Malcolm hat so einiges einstecken müssen. Sein Angriff auf Francis war ja schon mal ein guter Anfang, dennoch würde ich gerne etwas weniger "Worte" und viel mehr "Taten" sehen.

Antwort von Reeba am 11.09.2015 | 18:39 Uhr
Liebe melles,
danke für Dein Review :)
Ich denke, Du hast den Finger auf die eine große Schwäche der Geschichte gelegt: es wird sehr viel geredet. Mir ist das durchaus bewusst, und wenn ich 'Die Anderen' noch einmal schreiben würde, würde ich die Dialoge definitiv straffen oder teils auch weglassen. Aber völlig umgestalten möchte/kann ich die FF jetzt nicht mehr, dazu fehlt mir die Zeit *g*.
Ich kann Dich aber beruhigen bzw. vertrösten (hoffe ich): ab Kapitel 13 etwa ist Sense mit der vielen Laberei und es geht actionmäßig ans Eingemachte. Ich werde Deine Kritik zum Anlass nehmen und mal schauen, ob ich den weiteren Verlauf noch etwas umändern kann, damit die Taten schneller folgen.
Ernsthaft: vielen Dank. Das ist konstruktive Kritik, wie ich sie mir wünsche :)
LG, Reeba
06.09.2015 | 00:24 Uhr
Na also.
Es hätte mich auch schwer gewundert, wenn jemand wie Mal einfach so einschlafen würde, ganz egal, wie fertig er wäre.
Und jetzt frag ich mich gerade, wer hier noch wen unterschätzt.
Hat Francis wirklich geglaubt, seine Machtdemonstration würde sich nicht negativ auf ihn auswirken? Oder lässt ihn alles völlig kalt, weil die Crew ihn ohnehin mit gar nichts ernsthaft bedrohen kann?
Stellt die Arrestzelle ein Hindernis für ihn dar? Kann ich mir nicht vorstellen.

Und wieso geht die Crew davon aus, dass sie Francis mit ihren Waffen in Schach halten könnte, sollte er sich ihnen entgegenstellen wollen?
Er hat ja nun sehr eindrücklich klargemacht, dass er in ihren Hirnen schalten und walten kann, wie es ihm gerade passt. Es las sich ja, als würde er gerade sogar noch ein wenig Rücksicht auf alle nehmen - ihnen klarmachen, über welche Möglichkeiten er verfügt und dabei gleichzeitig ein paar Informationen abgreifen, aber niemanden verletzen wollen.
Dabei sind Skrupel und Mitgefühl ganz sicher das absolut Letzte, was ihn in irgendeiner Form zurückhalten würde, oder?

Eigentlich müsste Mal ihn jetzt tatsächlich töten. Der Sicherheit von Crew und Schiff zuliebe.
Ich hab' erst "eliminieren" geschrieben, aber sagen wir, wie's ist: Francis D. ist eine intelligente Waffe, die niemand im Griff haben kann. Wo soll das hinführen?

Reeba - könntest Du bitte was auch immer Du sonst noch tust einstellen, um Dich einzig und allein dem zu widmen, wofür Du auf Erden wandelst, und SCHNELLER schreiben?
Und mehr?
Und überhaupt?

Antwort von Reeba am 08.09.2015 | 17:04 Uhr
Liebe Lille,
und wieder einmal danke für Dein Review :)
Francis' Beweggründe für seine Handlungen werden in den nächsten ein, zwei Kapitel etwas klarer. 'Intelligente Waffe' - das drückt es treffend aus. Aber eine Waffe braucht eigentlich auch jemanden, der sie führt - oder?
Ich schreibe, so schnell und so viel ich kann :D
Versprochen :D
Es freut mich, wenn ich euch mit meinem Kram unterhalte. Sehr.
Danke :)
LG, Reeba
02.09.2015 | 17:02 Uhr
Hallo! Da bin ich wieder. Endlich. Wurde ja auch Zeit…

Ja, „das Experiment“ ist zu Francis geworden. Das macht wahrscheinlich nichts leichter, sondern nur alles umso komplizierter. Nur verständlich, das Mal mehr erfahren will. Es verwundert mich auch überhaupt nicht, besonders in seiner doch extremen Situation, dass er keinerlei Skrupel gegenüber Francis hat… oder besser gesagt, haben würde. Denn einen Bewusstlosen kann man halt doch nicht verhören.

Diese… wie soll ich es sagen… gewisse Abhängigkeit, die sie an Francis bindet, muss schrecklich sein. Vor allem, weil sein Überleben alles andere als gewiss ist. Es wäre wirklich interessant, was gerade in Simons Kopf vorgeht, auch, wenn mir persönlich Mals Perspektive sehr gut gefällt. Aber man kann halt nicht alles haben :D
Man sieht auch, wie… hm… verzweifelt passt nicht ganz, aber irgendwie doch, also… ich hoffe, du weißt, was ich sagen will? Jedenfalls merkt man, dass die Situation ihren Tribut verlangt von allen Beteiligten, wenn Mal sich von Simon Befehle geben lässt.
Den Begriff „Fremdkörper“ für Francis finde ich übrigens extrem gut gewählt.

Tja, und dann kommt die unausweichliche Erkenntnis, dass sie für Francis nichts mehr tun können und warten müssen.
Simons Erklärung über die Allianzprobanden klingen sehr schlüssig für mich. Und gruslig. Sie lassen dieses verdrehte, menschenverachtende System der Allianz greifbarer wirken. Ob das so… positiv ist, lasse ich mal dahingestellt, aber es wirkt einfach passend. Auch logisch, dass er nur selten an etwas anderes denkt. Genau das hätte schließlich River erwartet, wenn er nicht eingeschritten wäre.
Mals Gewissensbisse, diesen Zwiespalt, in dem er steckt, das hast du alles wirklich, wirklich gut dargestellt. Es ist logisch, es passt einfach. Auch die Erkenntnis über die Entscheidung, die eigentlich schon lange gefallen ist.

Auch Zoe hast du (wieder einmal) sehr gut charakterisiert. Sie lächelt für Simon, damit er sich auf die Arbeit konzentrieren kann, beruhigt ihn mit der Tatsache, dass es River gut geht, und sobald er ihr glaubt und sich abwendet, wird sie wieder ernst.
Und dann stellt sich heraus, dass sie ihn angelogen hat, was River angeht. Was für mich eindeutig Zoe ist, also ein großes Lob an dieser Stelle.
Das Zoe Angst vor Francis hat, spricht Bände. Und ich stimme ihr zu. Ich muss ganz ehrlich sagen, ich habe in einer Fanfiction noch nie einen besseren Antagonisten gelesen. Ganz einfach dadurch, dass ich Francis bisher noch absolut gar nicht einschätzen kann. Er macht nichts, und trotzdem macht er mir Angst. Oder vielleicht auch gerade deswegen? Ich weiß es nicht, aber ich finde ihn genial geschrieben, wirklich. Noch dazu, weil du ihm den Namen „Francis“ gegeben hast, der einfach so total harmlos wirkt, obwohl man weiß, dass der Name trügt.
Mir gefällt auch, dass Malcolm Zoe gegenüber ehrlich ist. Es unterstreicht, welche Beziehung die beiden zueinander haben.

Wieder wäre es hier interessant, Simons Gedanken zu kennen. Indem er an Francis experimentiert, ist er irgendwie auf einer Ebene mit der Allianz, und andererseits auch wieder nicht. Simon macht es schließlich, um ihm zu helfen, oder es zumindest zu versuchen. Und weil ihm keine andere Wahl bleibt.

Haha, und Malcolm schiebt dem Universum den schwarzen Peter zu? Finde ich überaus passend. Ich bin nur etwas verwirrt von der Erwähnung von Shepherd Book. Weil du ja mal meintest, er spiele hier nicht mit, aber eventuell in einer Fortsetzung. Heißt das aber jetzt, dass sie ihn schon einmal an Bord hatten? Wird noch erklärt, was mit ihm passiert ist? Sorry, wenn ich da so dreist nachfrage, aber ich bin gerade verwirrt. Das ist auch nicht böse gemeint, ehrlich. Ich bin nur verwirrt :)
Oh Gott, und jetzt kommt auch noch die Allianz ins Spiel? Na danke. Du ersparst ihnen aber auch gar nichts ;)

Auch Kaylee stellst du wunderbar da, mit all ihren Ängsten und Sorgen, ohne sie schwach wirken zu lassen.
Hm. Eine Patrouille also. Macht die ganze Sache aber nicht wirklich besser für die Crew. Die Art, wie Kaylee Mal wahrnimmt, finde ich spannend. Es passt total, auch, wenn ich es selbst wohl nie so gesehen hätte.
Die kleine Geste von Simon Kaylee gegenüber, und was diese in ihr auslöst, finde ich sehr schön beschrieben. Sehr eindringlich. Auch, wenn es irgendwie traurig ist, dass Kaylee dem nicht so nachgeben kann oder will.

Kaylee Gedanken in den letzten vier Absätzen finde ich wahnsinnig gut. Es passt alles, sowohl die Ängste, als auch die Wut und die Verzweiflung. Die Fragen, die sie aufwirft, sind allesamt berechtigt, und ich bin gespannt, ob und wie du sie beantworten wirst.

Alles in allem war es wieder ein großartiges Kapitel, für das ich mich bedanken möchte. Tut mir leid, dass ich schon so lange nicht mehr reviewt habe, aber ich hoffe, mit dem nächsten brauche ich nicht so lange. Du hast ja genug Lesestoff für mich hochgeladen :)

Antwort von Reeba am 02.09.2015 | 20:17 Uhr
Moin Julietta,
danke für Dein Review :)
Schön, wenn sich die Charaktere in der Geschichte so verhalten, dass es einigermaßen zu dem Eindruck passt, den man durch die Serie von ihnen erhält/erhalten hat.
Dass Francis in Deinen Augen ein guter Antagonist ist, freut mich ungemein. Ich bin in Bezug auf ihn nämlich etwas 'betriebsblind', und wenn einem Charaktere sehr wichtig werden, läuft man ja bekanntlich leicht Gefahr, sie zu überzeichnen oder ihre Rollen breitzutreten.
Zu Shepherd Books Erwähnung: Meine Story soll natürlich irgendwie 'nach' der Serie spielen, wobei ich aber die Ereignisse und Offenbarungen der ca. letzten drei, vier Folgen ganz dreist 'ausgeklammert' habe. Book ist in 'Die Anderen' nicht vertreten, weil ich ihn als Charakter zu interessant und anspruchsvoll finde, um ihm eine reine Nebenrolle zu verpassen. Also habe ich ihn - genauso wie Inara - 'entfernt', um mehr Platz für den Rest der Crew zu haben. Dass ich dabei in ein chronologisches Stolperfeld geraten bin, ist durchaus möglich. Ich hoffe, es stört nicht allzu sehr.
Im Sequel soll Book ja einen eigenen POV bekommen. Dort soll auch erklärt werden, wo er sich während der Ereignisse von 'Die Anderen' aufgehalten und was er dort so getrieben hat.
Kein Problem, wenn Du für die Reviews lange brauchst. Wenn jemand Verständnis für Zeitmangel oder andere Hinderungsgründe hat, dann ich ;)
Nochmals vielen lieben Dank,
LG, Reeba
21.08.2015 | 14:45 Uhr
Es bleibt weiterhin spannend und das Rätsel um Francis wird wohl so schnell auch nicht gelöst; im Gegenteil, je mehr man über ihn erfährt, desto mehr Fragen ergeben sich zu seiner Vergangenheit und Person.

Die Ungewissheit, die Ratlosigkeit der Crew hast du gut dargestellt. Ich wüsste auch nicht, wie man sich in so einer Situation verhält. Auf der einen Seite möchte man Antworten, auf der anderen Seite spielt man mit dem Gedanken, die unliebsame "Fracht" einfach irgendwo abzusetzen.

Der Gewissenskonflikt von Mal ist nachvollziehbar. Immerhin muss er abwägen, ob er die Sicherheit der Crew riskiert oder Gefahr läuft, kein Geld für seine Arbeit zu bekommen. Dass sich sein Geschäftspartner nicht meldet, macht mich etwas nervös. Steckt da doch mehr dahinter? Und auch die allseits drohende Gefahr der Allianz macht das Unterfangen nicht leichter.

Dann bin ich mal auf das gemeinsame Essen gespannt.

Antwort von Reeba am 21.08.2015 | 16:18 Uhr
Liebe melles,
schön, dass Du die Geschichte immer noch spannend findest. :)
Ich hoffe, dass es auch so bleibt. Von nun an wird es etwas ereignisreicher weitergehen - wie schon angekündigt, ist Francis ja jetzt 'runter vom Tisch'.
An Dich und die sonstigen Leser: Respekt, wenn ihr bis hierhin durchgehalten habt. Die letzten Kapitel waren m.E. sehr gesprächslastig. Würde ich 'Die Anderen' noch einmal neu schreiben, würde ich das eventuell etwas anders gestalten.
Aber nun gut... et is wie et is, sagt der Rheinländer :D
Vielen Dank für Dein Feedback,
LG, Reeba
15.08.2015 | 17:45 Uhr
Da fragt man sich die ganze Zeit, ob Francis überhaupt geistig da ist...und dann fängt er eine Unterredung mit Zoe an, die einem trotz allem die Nackenhärchen aufstellen lässt. Obwohl er ja im Grunde nichts Schlimmes sagt, strahlt er trotzdem etwas bedrohliches aus. Was wahrscheinlich auch daran liegt, dass man sich unsicher fühlt, sobald der Gegenüber einem private Dinge über einen erzählt, die sonst niemand wissen kann.

Und dann kommt noch River ins Spiel...bin gespannt wohin uns die Reise führen wird. Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass noch viel mehr passieren wird.

Wie viele Kapitel hast du eigentlich geplant?

Antwort von Reeba am 15.08.2015 | 20:57 Uhr
Moin, liebe melles :)
Die Probleme der Crew mit Francis haben gerade erst angefangen - insofern eine Reise ins Ungewisse. Und es wird auf jeden Fall noch eine ganze Menge passieren.
Die genaue Kapitelanzahl habe ich noch nicht vorliegen, aber ich schätze, es dürften insgesamt etwa zwanzig werden.
Danke für Dein Review,
LG, Reeba
11.08.2015 | 23:44 Uhr
Liebste Reeba,

eigentlich will ich Dich an dieser Stelle ja gar nicht allzu sehr beflügeln, weil Du gefälligst all Deine Zeit und Energie in "Schlafende Hunde" legen sollst, damit ich endlich damit aufhören kann, darüber nachzugrübeln, was dort wohl als nächstes passiert, allein - es geht nicht.
Du hast mich also jetzt mit gleich zwei von Deinen Geschichten an der Angel hängen, und ganz ehrlich, es gibt kaum ein Alert-Signal hier bei FF.de, bei dem ich mich mehr darüber freue, endlich zu erfahren, wie es weitergeht. (Streich das "kaum" und mach' "kein" daraus.)

Wenn ich hier jetzt festhalte, dass Du absolut großartg schreibst, dann hab' ich das zwar bereits mehrfach gesagt, aber es schadet ja nicht, es noch einmal zu erwähnen. :o)

Mit diesem Kapitel hast Du mich übrigens wieder umgerissen, was Francis betrifft. Ist ja schon interessant, um wie viel sympathischer man jemanden findet, dessen Namen man erfährt.
Aber ihn mir jetzt wieder so lauernd auf dem Behandlungstisch vorzustellen … also ICH hätte ihn ja schon lange in eine Arrestzelle verfrachtet.

Hab' ich angemerkt, dass ich mich auf die Fortsetzung freue? :D
Lille

Antwort von Reeba am 12.08.2015 | 16:05 Uhr
Liebe Lille,
ich werde mir auf jeden Fall Mühe geben, beide Stories so schnell wie möglich weiterzuschreiben. Zeit- und Aufwandmäßig bin ich mit den zwei FFs allerdings echt am Limit angelangt :D
Danke für Dein Lob :)
Inhaltlich: So langsam wird es Zeit, Francis vom Tisch herunterzuholen, glaube ich, und ihn auf die Serenity loszulassen.
Schauen wir mal, wie er sich gegen (oder mit...?) die (der) Crew bewährt...
Thx für das nette Feedback,
Drücker,
Deine Reeba
02.08.2015 | 19:08 Uhr
Gut, okay, meine Hoffnungen, dass Francis der Crew verbal Informationen liefern könnte, haben sich vorerst in Luft aufgelöst.
Aber ich nehme an, die Geschichte ist noch lange nicht zu Ende?

Du verstehst es meisterhaft, die Spannung zu halten, ohne dass man sich wie in einer Endlosschleife vorkommt. Die Identität von Francis ist immer noch geklärt und schon kommt das nächste Problem daher: Ein Schiff der Allianz. Du lässt weder die Crew noch die Leser zur Ruhe kommen. Kompliment!
02.08.2015 | 18:29 Uhr
Zunächst einmal muss ich mich für die verspätete Review entschuldigen. Irgendwie komme ich nicht mit Lesen und Kommentieren hinterher.

Der Fremde ist und bleibt geheimnisvoll. Die angespannte Situation nagt an allen und das hast du wunderbar umgesetzt. Ich muss immer wieder über Jaynes Kommentare lachten. Einfach perfekt!

Und ich bin beeindruckt über die detailreiche Beschreibungen. Vor allem hast du dir viel Mühe mit dem Handlungsstrang gemacht; ich bin gespannt wie ein Flitzebogen wie sich das alles am Ende auflösen wird!

Zum Schluss dann zwei Überraschungen auf einmal: Der Fremde hat einen Namen und er spricht. Vielleicht gelingt es der Crew, noch mehr Informationen aus Francis rauszukriegen.

Na, dann gehe ich gleich mal zum nächsten Kapitel über!

EDIT:
Ich glaube, ich habe noch einen kleinen Fehler entdeckt:
Die Verfassung ihres Kontrahenten war mindestens ein ebenso großes Geheimnis wie Rivers Verfassung, und River hatte ihnen schon oft >>beweisen<<, dass sie auf alle möglichen Arten von Menschen heftig reagierte.

Ich denke, da müsste ein "bewiesen" stehen.

Antwort von Reeba am 02.08.2015 | 21:25 Uhr
Hallo melles,
danke für Deine Reviews - ich antworte hier mal auf beide :)
Den Fehler gehe ich sofort beseitigen, thx!
Ich persönlich finde die Handlung eigentlich gar nicht so speziell; im Grunde reite ich ja seit mehreren Kapiteln auf derselben Situation an Bord herum. Aber wenn Du findest, dass es noch unterhaltsam zu lesen ist, freut mich das natürlich.
Ich mag Jaynes Kommentare auch. Wie schon JuliettaVendetta gegenüber erwähnt, liebäugle ich mit einem Sequel, und darin soll Jayne dann auch seinen eigenen POV erhalten.
Die Geschichte befindet sich, soweit ich das derzeit abschätzen kann, etwa am Ende des ersten Drittels. Es kommen also noch einige Kapitel, und ich hoffe, darin alle Fragen zur Zufriedenheit beantworten zu können.
Nochmals danke, LG,
Reeba
27.07.2015 | 16:04 Uhr
Hallo liebe Reeba!

Es wird wirklich Zeit, dass ich dein neues Kapitel reviewe – nachdem es mir eine Zugfahrt versüßt hat und das ich seitdem noch zwei Mal gelesen habe.

Gleich der Anfang ist wieder sehr fesselnd. Allein der Gedanke an den Mann aus dem Lifepod, der einfach nur _starrt_ ist beunruhigend. Noch beunruhigender ist, dass er sein Starren auf einen anderen Punkt fixiert. Und der Punkt ist natürlich River.
Jayne hast du mit seiner Beschreibung des Toilettengangs wirklich 1:1 getroffen. Es passt wie die Faust aufs Auge, und ich denke, dass Jayne mit dem Vergleich zufrieden wäre.
River muss sich schon wirklich außergewöhnlich verhalten, wenn sogar Jayne besorgt scheint.
Ich weiß nicht, inwiefern du Probleme hast, wenn man an einzelnen Formulierungen etwas zu mäkeln hat, aber ich muss ehrlich sein, dass ich über „Tam warf sich neben River auf die Knie“ gestolpert bin, da es mir etwas zu theatralisch scheint, wenn er sich eben hinwirft. Es scheint mir etwas… naja, too much. Er ging neben ihr auf die Knie würde mir, persönlich, besser gefallen.
Bah, der Kerl. Ich find das so gruslig, wenn ich es mir vorstelle. Dadurch, dass du ihn nichts wirklich „Schlimmes“ machen lässt, sondern dadurch, dass er einfach nur starrt… das macht diesen Mann so schwierig einzuschätzen und so verstörend, das ist dir wirklich extrem gut gelungen. Hättest du ihn irgendetwas anderes machen lassen, glaube ich, wäre diese verstörende Wirkung verloren gegangen.

Auch Mals Verhalten in der Situation ist sehr gut getroffen. Nach außen hin bleibt er total ruhig, aber innen drin rumort es. Es zeigt sich nur dadurch, dass er den Mann bedroht… auf seine eigene Art. Ich möchte nicht in seiner Haut stecken. Also, möchte ich allgemein niemals, aber jetzt in diesem Moment erst recht nicht.
Die Veränderung des Mannes finde ich irgendwie beunruhigend, aber mindestens genauso spannend. Ich bin gespannt, was du daraus machst. Kann es sein, dass es dem Mann erst jetzt bewusst wird, dass er eine besondere Wirkung auf River hat? Dass das alles bisher nicht bewusst geschehen ist? Und was genau bewirkt der Schnitt in den Arm? Es hat eindeutig eine Wirkung auf River, und ich bin gespannt, wie das aufgelöst wird. Aber keine Sorge, ich habe Zeit.

Simons Einwand ist berechtigt. Auch, wenn der erste Angriff nur auf den Mann selbst gerichtet war, könnte der nächste eine andere Person zum Ziel haben. Ich verstehe auch, dass Kaylee und Jayne sich an Simon wenden und ihm blindlings zu vertrauen scheinen. Das macht man, wenn man selbst überfordert ist und einer den Anschein erweckt, er wüsste mehr. Ob dieser Anschein wirklich da ist, oder eingebildet oder vorgetäuscht spielt dabei eigentlich keine Rolle.
„doch wenn man sich in den Grauzonen dieser Welt bewegte, streckte die Theorie vor der Realität die Waffen.“ --> dieser Satz ist wirklich gigantisch. Ehrlich, ich muss den extra erwähnen, weil er einfach so verdammt gut ist. Und so absolut passend zu Simon. Und im nächsten Absatz zeigst du gleich noch auf, wie sehr sich Simon und Jayne unterscheiden, denn während Simon versucht, Grauzonen auszumachen, sieht Jayne nur schwarz und weiß. Oder überinterpretiere ich gerade? Gut möglich…

Die anderen sind, natürlich, nicht unbedingt von Mals Plan begeistert, aber wer kann es ihnen auch verübeln? Dennoch zeigt diese kurze Szene, dass Mal als Autorität absolut respektiert wird, denn der Befehl wird nicht weiter in Frage gestellt. Hier hast du mit sehr wenigen Sätzen eine wichtige Tatsache charakterisiert, die mit mehr Worten vermutlich nur aufgezwungen gewirkt hätte. Großes Lob an dieser Stelle.

In den nächsten Absätzen konnte ich sehr gut mit Simon mitfühlen. Wie viel Überwindung es ihn kosten muss, diesen Menschen, nachdem, was mit River passiert ist, zu berühren. Der Vergleich mit der Distanz zwischen verschiedenen Welten ist hier sehr gut gewählt und unterstreicht Simons Widerwillen, finde ich.
Mit der Auswahl der Medikamente zeigst du deutlich, wie es um die Serenity steht. Sie schwelgen nicht im Reichtum, absolut nicht. Alles andere als das. Und manchmal sind deshalb Kompromisse nötig, auch unschöne Kompromisse. Wie eben die Behandlung von Menschen mit Medikamenten, die für Tiere gedacht sind. Das unterstreichst du auch etwas später nochmal mit der Erwähnung, dass sich die Crew schwer damit tut, Geräte (oder irgendetwas vermutlich) wegzuwerfen.
Hm… das Metall in dem Körper des Mannes erinnert mich irgendwie an Wolverine aus X-Men. Und die Vorstellung, dass etwas in der Art mit dem Mann gemacht wurde, finde ich unheimlich. Es zeigt einmal mehr, wie skrupellos die Allianz vorgeht, wenn sie ihre Opfer sogar markieren.

Und plötzlich hat der Mann einen Namen, und irgendwie ändert sich damit alles. Denn eine Person, die einen Namen trägt, kann man vermutlich nicht so leichtfertig opfern.

Ich muss sagen, es war wieder ein großartiges Kapitel. Du hast mich überrascht, mich erstaunt und sogar zum schmunzeln gebracht. Ich kann nur sagen, dass ich mich wirklich auf das nächste Kapitel freue. Dankeschön :)

Antwort von Reeba am 02.08.2015 | 15:17 Uhr
Liebe Julietta,
DAS nenne ich aber nun wirklich ein ausführliches Review - vielen Dank :)
Die von Dir bemängelte Formulierung ändere ich ab - ich bin an sprachlicher Kritik genauso interessiert wie an inhaltlicher.
Ansonsten: fein, dass Dir das fünfte Kapitel zugesagt hat. Es passiert ja eigentlich nicht wirklich viel.
Wieviel Francis von seiner eigenen Wirkung auf River bewusst war und ist und was der Stunt mit der Selbstverletzung sollte, werde ich auf jeden Fall noch beantworten. Es gibt ja auch noch andere offene Fragen, z.B., was eigentlich mit der Stingray und ihrer Crew passiert ist.
Für das - angedachte - Sequel werde ich Jayne vermutlich einen eigenen POV geben. Mir machen die Szenen, an denen er etwas aktiver beteiligt ist, eigentlich immer mit am meisten Spaß :D
LG, Reeba
17.07.2015 | 13:59 Uhr
Ich klebe weiterhin gebannt dran.
Noch mehr Lobeshymnen spare ich mir - ich bin wirklich schwer zu begeistern, aber derzeit bin ich es.

Ich habe in meinem Leben übrigens noch nie auf RSF aufmerksam gemacht, weil ich das entweder kleinlich oder aber ob der schieren Menge der Mühe nicht wert finde, aber bei einer tadellos überarbeiteten Story wie der Deinen:
"Dann schrie River auf – mit einem hellen, vibrierenden Ton, in dem, wann Mal sich nicht sehr irrte, neben Schock auch ein luftschnappendes Losgelassenwerden mitklang."
Es muss "wenn" heißen.

Und übrigens, Rivers Zustand: Ich kann da irgendwie gar nichts "Quälendes" herauslesen. Sie ist mental in irgendeiner Weise mit dem Fremden verknüpft, aber erst, als Mal davon spricht, selbiger würde "die kleine Schwester des Schiffsarztes quälen" kam bei mir der Gedanke auf, dass diese Verbundenheit in irgendeiner Form unangenehm für River sein könnte - zuvor wirkte sie auf mich gebannt, meinetwegen hypnotisiert, aber nicht gequält.
Keine Ahnung, ob Du an solchen Informationen Interesse hast - sag Bescheid, falls nicht.

Und nachdem ich bisher noch nicht weiß, ob Dich solche Gedankengänge eher nerven, oder ob sie Dir weiterhelfen:
Das Zitat "Francis … ich heiße Francis." ist ein recht bekanntes in der Filmgeschichte, und viele aus der 70er/80er Generationen werden bei diesen Worten unweigerlich an "Dirty Dancing" und den Dialog zwischen Frances "Baby" Houseman und Johnny Castle denken:
"Wie heißt du eigentlich richtig?"
"Frances. Ich heiße Frances, wie die erste Frau im Kabinett."

Okay, okay, zwischen Frances und Francis besteht immerhin ein buchstabenkleiner Unterschied, trotzdem sah ich unmittelbar nach dem letzten Satz unpassenderweise die Dirty Dancing-Kuschelszene vor mir.
;o)

Antwort von Reeba am 17.07.2015 | 16:13 Uhr
Moin Lillesol,
den Rechtschreibfehler habe ich sofort ausgemerzt, danke :)
Ich bin grundsätzlich an all euren Gedanken zu meinem Zeug interessiert, und ihr könnt mich jederzeit gern auf Fehler, Unklarheiten oder Sonstiges, das auffällt, hinweisen. Zu Mals Wertung von Rivers Zustand: man könnte es so sehen, dass ihm seine Wut etwas übertriebene Begriffe in den Mund legt, und Mal drückt sich auch gern etwas salopp/blumig aus, aber es stimmt natürlich, dass River nicht konkret Schmerzen leidet oder so. Ich lasse 'quälen' trotzdem stehen - mir fällt jetzt ad hoc kein besseres Wort ein (bin für Vorschläge natürlich offen) :)
'Dirty Dancing' habe ich genau ein einziges Mal gesehen *g* - und sofern da nicht unterbewusst etwas bei mir hängengeblieben ist, handelt es sich hier wirklich um einen Zufall. Nachdem Mal und Co. schon mehrmals 'Name' gesagt haben, wollte ich Francis nicht auch noch erwidern lassen: 'Mein Name ist Francis'.
Ich hoffe, das Ende des Kapitels übersteht die versehentliche Heraufbeschwörung der Kuschelszene, ohne zu viele Federn zu lassen :D
Vielen Dank für das ausführliche Review,
LG, Reeba
16.07.2015 | 17:53 Uhr
Hallo Reeeba!

Ich hab letzte Woche alle deine bisherigen Kapitel gelesen. Aus Zeitmangel gibt es allerdings erst jetzt ein Review, und leider auch nicht so ausführlich, wie ich eigentlich gerne schreibe.
Vorneweg: Wow. Wirklich, wirklich gut. Ehrlich!

Sprachlich muss ich dir, denke ich, nichts sagen. Das hast du wirklich drauf. Die Sätze sind treffend gewählt, und du findest für jeden PoV-Charakter eine eigene Stimme. Vor allem bei River.

Du fängst die Atmosphäre der Serie sehr gut ein, und du triffst die Charaktere wirklich, wirklich gut. Vor allem deine Darstellung von Rivers Sicht - das war genial. Sie kommt haargenau so rüber, wie in der Serie. Kann ich mir schwer vorstellen, sich in jemanden wie River hinein zu versetzen, aber dir ist es wirklich gelungen.

Die Handlung verspricht, echt spannend zu werden, denn ich vermute, du fängst gerade erst richtig an. Der Ausflug zur Stingray war... toll. Atmosphärisch dicht beschrieben und die Sichtweise von Mal und Kaylee war jeweils gut nachvollziehbar. Mir hat es gut gefallen, dass Kaylee nicht stark sein musste sondern auch Angst zeigen durfte - sowas wird ja oft gerne in den Hintergrund geschoben, weil Frauen ja stark sein müssen. Oder so ähnlich.
Der Mann aus dem Lifepod... nachdem Zoe ihre Befürchtungen mitgeteilt hat, lief mir wirklich etwas Gänsehaut. Gruslige Vorstellung, so jemanden an Bord zu haben. Und auch, wie er dasteht und die anderen aus dem Krankenzimmer heraus beobachtet, ist ein ziemlich... wie soll ich sagen... verstörend.
Was dann allerdings mit River passiert - Wow!
Mann, ehrlich, ich bin so gespannt darauf, wie es weitergeht! Ich freu mich schon darauf - ehrlich.

Nur eine Frage habe ich noch: Was ist mit Inara und Shepherd Book? Sie wurden bisher nicht erwähnt, und wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, dann redet Kaylee auch mal von den sieben Mitgliedern der Serenity-Crew. Spielen die beiden in deiner Geschichte also nicht mit? Wird ihre Abwesenheit erklärt, oder existieren sie in deiner Geschichte einfach nicht? Versteh mich nicht falsch, ich bin mit jeder Erklärung dazu zufrieden, auch, wenn die Erklärung "Keks" lautet. Ich bin nur neugierig.

Also, vielen Dank für die bisherigen, wirklich großartigen Kapitel.

Antwort von Reeba am 16.07.2015 | 18:28 Uhr
Hallo JuliettaVendetta,
auch an Dich lieben Dank - und wenn das für Dich ein 'knappes' Review ist... Oha. *g*
Dass River Deiner Ansicht nach einigermaßen gut getroffen ist, freut mich, weil ihr PoV für mich bisher die größte Herausforderung war.
Inara und Shepherd Book werden in dieser Geschichte nicht auftauchen - nicht, weil ich sie nicht mag (im Gegenteil), sondern weil ich mir nicht zu viel vornehmen wollte. Jaynes PoV habe ich z.B. komplett gestrichen, da ich dachte, das gerät mir bei einer ersten Firefly-Story sonst aus der Hand. Ich liebäugle aber bereits mit einem Sequel, und darin werden auch Inara und Book vorkommen.
Mit den 'sieben Besatzungsmigliedern'.... Moment: Mal, Zoe, Wash, Jayne, Kaylee, River, Simon. Das sind die sieben, die ich meinte. Aber ich suche die Stelle im Text noch einmal, vielleicht habe ich mich da verfranst. :)
Lg, Reeba
15.07.2015 | 22:18 Uhr
"Gleichzeitig war da eine seltsame Vorahnung – oder nein, eher ein Gefühl, als sei seine Haut zu klein für seinen Körper und werde ihm von einer gestaltlosen Hand am Rücken zusammengezogen."
"Ihre Helme hoben sich geisterhaft vor der Dunkelheit ab, wie Lampions mit lebenden Exponaten darin."
"Plötzlich durfte der Blick wieder schweifen und vorwärtsstürzen, wo er zuvor nach kurzer Reise gegen Wände geprallt war."
"Er konnte sie nur festhalten und an ihrer wilden Angst teilhaben. Denn jetzt sandte sie Wellen dieser Angst aus, wurde zur Stimmgabel eines Grauens, das er nicht begriffen und sogar ignoriert hatte."

Ich LIEBE solche Sätze, und ich bewundere Dich für Dein Sprachgefühl. Es ist wirklich ein Genuß, Deine Story zu lesen.
Woher weißt Du denn eigentlich so etwas zum Beispiel?:
"Da sie sich in einer fast komplett sauerstofflosen Atmosphäre befanden, machten nicht einmal ihre Schritte Geräusche."
Muss man dazu nur oft genug die Serie gucken?
(Wobei ich beinahe glaube, ich will lieber Deine Geschichten lesen als den Film dazu sehen. ;o)

Ich glaube, das 4. Kapitel hebe ich mir noch ein bisschen auf.
Dann hab' ich etwas, auf das ich mich freuen kann. :o)

Antwort von Reeba am 16.07.2015 | 16:14 Uhr
Moin Lillesol,
und nochmal dankeschön für Dein Lob. Na ja, Sprachgefühl... Manchen Leuten schreibe ich zu verschwurbelt, und ich muss z.B. unglaublich aufpassen, es mit so Dingern wie 'es war, als ob...' oder 'es sah aus wie...' nicht zu übertreiben. Ich persönlich bewundere Leute, die auch mit ganz schlicht konstruierten Sätzen eine große Wirkung erzeugen können. Daran werkele ich gerade herum.
Was die Geräuschlosigkeit in sauerstoffloser Atmosphäre angeht... In einem Vakuum kann es zwar Licht geben, aber halt keinen Schall. Dafür haben meine desolaten Physikkenntnisse so eben noch ausgereicht. Ansonsten kann es aber durchaus vorkommen, dass mir bei Technik, Physik und allgemeinen Naturwissenschaften, Mathematik usw. derbe Fehler unterlaufen. Darum schreibe ich Sci-Fi eigentlich auch gar nicht so gern :D
LG, Reeba
15.07.2015 | 16:10 Uhr
Das ist mit weitem Abstand das Beste, was ich hier bisher gelesen habe.
(Und ich kenne die Serie nicht einmal.)

Antwort von Reeba am 15.07.2015 | 16:17 Uhr
Oha, vielen herzlichen Dank :)
Firefly lohnt sich m. E., auch wenn die Mischung aus Sci-Fi und Western etwas gewöhnungsbedürftig ist. Die Beziehungen zwischen den Besatzungsmitgliedern finde ich einfach gut dargstellt.
Gruß, Reeba
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