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Autor: Stilzkin
Reviews 1 bis 3 (von 3 insgesamt):
03.03.2018 | 17:39 Uhr
Hallo Stilzkin,

welch wundervolle Kurzgeschichte. Umso passender, dass ich gerade wieder Final Fantasy 9 spiele und diese Cutscene kurz vor dem Lesen deiner Geschichte gesehen habe. Die Stärke und Macht an Emotionen in dieser spiegelst du beeindruckend wieder. Man kann Kuja nachfühlen, wie er sich von Garland und allem lebenden verraten fühlt. So sehr, dass er sich schließlich einen Untergang für alle wünscht. Was im Spiel schon eindrucksvoll wieder gegeben wurde rundest du mit treffenden Gedankengängen des Genoms ab.

Allgemein ist dein Schreibstil sehr angenehm zu lesen. Du beschreibst treffend die Welt von Terra und man kann sich direkt hinein versetzen. Ich habe im Spiel Terra immer als sehr besonders in Erinnerung gehabt. Einen Eindruck, den du mit deiner Geschichte noch einmal unterstreichst.

So bleibt mir nur ein kleiner Kritikpunkt oder eher ein Wunsch: es ist zu kurz. Bei so einem gutem Schreibstil wünscht man sich einfach mehr.

Liebe Grüße
Colaris

Antwort von Stilzkin am 04.03.2018 | 14:12 Uhr
Hallo Colaris,

vielen Dank für deinen Kommentar! Ich hatte nicht mehr damit gerechnet, dass nach der langen Zeit noch ein neuer zu dieser Kurzgeschichte dazu kommen würde.

Ich erinnere mich, dass ich mich beim Schreiben besonders konzentriert habe, da ich jedem Wort eine dieser Szene angemessene Bedeutung geben wollte. Ganz genau wie du finde ich diesen Moment im Spiel eindrucksvoll und kurz vor Ende des Spiels noch einmal als gewaltige Schlüsselstelle für den Verlauf. Gefühle, die ungeahnte Kräfte freisetzen, besitzen hier eine besondere Rolle und es freut mich, dass dies gut herausgekommen zu sein scheint. Kuja ist ein sehr spannend zu schreibender Charakter, der zwar ein ausgereifter Stratege und Intrigant ist, aber emotional unberechenbar wie ein Kind reagiert. Gepaart mit seiner magischen Stärke und dem eisernen Willen ist das für seine Kontrahenten eine echte Gefahr. In diesem Fall für Terra als ganzen Planeten.

Ich hoffe, irgendwann kommt mir mal wieder ein fixer Einfall für eine (vielleicht etwas längere) Kurzgeschichte zu diesem wunderbaren Spiel, das wirklich mehr Geschichten verdient hat.

Beste Mogry-Grüße
Stilzkin
25.10.2015 | 18:51 Uhr
Liebste Stilzi,
dieser Kommentar steht schon viel zu lange auf meiner To-Do-Liste und das kann so nicht bleiben.
Diese überaus runde und hübsche Kurzgeschichte ist so voll von Emotionen und Energie wie der Zustand der Trance selbst.
Ich denke ich muss nicht viel zu der Szene allgemein sagen, sie ist so bekannt, wie die dazugehörigen Umstände, die du, zusammen mit einer tiefgreifenden Betrachtung der vorhandenen Emotionen, nochmal in ganz umwerfender Art und Weise beschrieben hast. Deine Wortwahl ist sehr passend und schafft es ein sehr detailreiches, umfassendes Bild sowohl von den äußeren Geschehnissen als auch von den inneren Gedanken und Emotionen zu erzeugen.
Kujas Gedanken und Gefühle werden im Spiel selbstverständlich nicht so deutlich ausgeschrieben, doch deine Ausführungen hierzu, ebenso wie die zu dem Zustand der Trance, sind verständlich, gut nachvollziehbar und logisch.
Alles in allem bietet deine Kurzgeschichte ein tiefgründiges, gut durchdachtes Bild, welches die bekannten, offensichtlichen Darstellungen der Szene gelungen mit den vorhandenen Emotionen und Gedanken Kujas verbindet und dadurch eine super Ergänzung zu der Cutscene im Spiel darstellt.
Ein wunderschönes Stück, welches wirklich mehr Reviews verdient hätte ^^"

Kupohafte Grüße und alles Liebe,
Dagraiel
06.05.2015 | 02:13 Uhr
Hi, Stilzkin!
Einleitungen liegen mir nicht wirklich, also lege ich direkt mal los!
Der erste Satz ist gut gewählt. Er fasst quasi zusammen, was man von dieser Geschichte erwarten kann, und das Wort "brennen" passt an dieser Stelle auch sehr gut.
Ich mag die Idee, wie sich die Trance in Kuja aufbaut, sich die Energie der unzähligen Seelen in ihm sammelt und konzentriert, und wie du das darstellst. Besonders gefallen hat mir in diesem Zusammenhang folgendes Zitat:
>Sein Herz pumpte das kochende Blut durch seine Adern, als sei sein fragiler Leib ein tosender Fluss aus Lava [...]
Ich gestehe, ich bin totaler Fan davon, wenn Vergleiche "farblich" aufeinander passen, also oftmals auch von den Emotionen her. Damit meine ich natürlich besonders Blut und Lava, die in diesem Moment beide die Farbe rot "symbolisieren" und auf ihre Art böse und aggressiv wirken.
So wirklich detailliert bekommt man im Spiel ja nicht gesagt, wie sich die Trance bei Kuja endlich ausbildet, geschweigedenn was er dabei fühlt und wie er den "eigenen Willen" der vielen Seelen unterdrückt, und ich finde, du hast das sehr glaubwürdig rübergebracht, quasi eine gute Ergänzung zu dem, was man im Spiel erfährt.
Gelungen ironisch finde ich, wie Kuja an Garlant denkt als eine Person, die ihn nur ausnutzt und wegwirft, sobald er ihn nicht mehr braucht - genau das, was Kuja selbst ja eigentlich mit Brane und den Schwarzmagiern gemacht hat; aber bei sich selbst versteht er eben den Grund und fasst das ganz anders auf. Oh, und außerdem:
>Wenn er diese Welt nicht beherrschen konnte wie ein Gott, so würde er sie stattdessen vernichten wie ein Gott.
Genial! Kefka-Anspielung! Und das, nachdem Kuja Garlant schon ebenso hoheitlich runtergetreten hat wie Kefka den Imperator. Schön gewählt! :D
Kujas Lachen hat mich - wie die meisten Situationen im Spiel, in denen er sich überheblich und übermächtig gegeben hat - eher traurig gestimmt, eben weil - wie ja auch kurz darauf erklärt wird - es doch eigentlich ein verzweifeltes Lachen ist. Eine Verzweiflungstat, mit der er über den Fakt hinwegtäuschen will, dass ihm all diese Macht nichts bringt, weil er sich gegen seine Bestimmung und sein Schicksal damit trotzdem nicht wehren kann. :(
Der letzte Satz ist übrigens auch toll gewählt. Ich kann mir auch ziemlich gut vorstellen, dass Kuja am Ende bewusst wird, dass er eigentlich derart verzweifelt ist, weil er lieber einfach nur hätte leben wollen, als so eine bescheidene Existenz führen zu müssen, aber dass er dazu nie mehr die Gelegenheit haben wird. Das ergibt auch Sinn in Anbetracht der Tatsache, dass er im Spiel, als er merkt, dass für ihn alles vorbei ist, Zidane und die anderen im letzten Moment rettet, weil er einsieht, dass es ihm doch eigentlich auch nichts Gutes mehr bringt, irgendwem anderes Leid zuzufügen, der nichts für sein Eigenes kann.
Auf jeden Fall ein schöner, gelungener OS!

Entschuldige, wenn das ein bisschen verwirrt klingt, aber mir war jetzt danach. :3
*stellt einen Plüschdodo zum Abschied hin*
-Valenfield
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