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Autor: Titanenjaeger
Review 1 bis 1 (von 1 insgesamt):
Spades (anonymer Benutzer)
18.03.2015 | 13:29 Uhr
Puh, du hast es doch tatsächlich geschafft, dass deine Story an mir nagt! Herzlichen Glückwunsch^^

Hallo Son Gohan.
Nein wirklich, das sollte ein Kompliment sein. Deine Story ist sehr gefühlvoll und eindringlich geschrieben, sodass sie im Gedächtnis bleibt. Ich habe sie gestern, als ich noch unterwegs war und kurz Zeit hatte, gelesen und sie hat mich tatsächlich noch bis in die Nacht verfolgt - ich glaube, ich habe sogar davon geträumt^^

Erstmal angefangen beim Titel: Der ist einwandfrei gewählt, wirklich klasse. Hättest dir meiner Meinung nach keinen besseren aussuchen können. Dass in diesem Versuchslabor gezielt ein passender Addam für Mana gesucht wird, war mir ehrlich gesagt so gar nicht klar. Kommt das im Anime vor oder ist das deine Interpretation? Falls Ersteres zutrifft, shame on me. Falls Zweiteres zutrifft: Das ist sehr passend und vor allem logisch. Das Schlimme ist ja, dass Shus Vater und seine Stiefmutter ganz genau wussten, was in der "Einrichtung" hinter den Klippen auf der anderen Seite der Bucht vor sich ging.
Ich möchte nicht wissen, was die für ein Scheißgewissen hatten, als sie Gai/Triton, von dem sie natürlich wussten, wo er herkam, da im Meer haben liegen sehen. Aber das geschieht ihnen recht, man muss ihnen zugute halten, dass sie anschließend gute Eltern waren.

Sehr passend auch, dass die Versuche nur an Jungen durchgeführt werden. Selbst, wenn das nicht aus dem Grund wäre, dass ein Addam gesucht wird, passt das sehr gut. Ich kenne mich mittlerweile ein bisschen mit Versuchsplanung (auf legalem Wege, mit Zustimmung der Versuchspersonen!!!) aus und weiß, dass man für seine Versuchsgruppen entweder nur Männer oder nur Frauen nimmt oder aber, dass man darauf achtet, dass die Geschlechter gleich verteilt sind.

Puh, das ist schrecklich, dass Gai zusätzlich zu den ganzen Qualen auch noch in einer so schmutzigen Zelle hausen muss. Passt zu diesen skrupellosen Verbrechern, wollten wohl zusätzlich Geld sparen, indem sie's mit der Hygiene im Gebäude nicht so wirklich genau nehmen. Haben die Jungs wenigstens was Vernünftiges zu essen bekommen?
Auf jeden Fall kann ich mir denken, dass Gai kaum was angerührt hat. Ich finde es schön, dass du ihn und sein ganzes Innenleben, seine Angst und Wut, Rat- und Hilflosigkeit so deutlich beschreibst. Das macht es lebendiger und einem leichter, sich in ihn reinzufühlen. Auch, dass du die ganzen körperlichen Reaktionen mit reinnimmst, ist klasse (starkes Schwitzen, Puls geht hoch etc.). Und du hast hier wirklich schöne Formulierungen drin: "Ich folgte ihm, auch wenn es mein letzter Weg sein konnte." Oh je, da lief es mir kalt den Rücken runter! Er hat ja recht, aber dass man mit vier oder fünf Jahren schon so reflektiert ist, ist selten und meistens bedenklich. Hier auf jeden Fall.

Was auch sehr passend ist, ist, dass du Gai ein entsprechendes Schlüsselerlebnis gegeben hast, um ihn fliehen zu lassen. Sicher, er hat es eigentlich schon die ganze Zeit satt, aber das hat ihm noch mal deutlich vor Augen geführt, was mit ihm passieren wird, wenn er nichts gegen seine jetzige Situation tut. Und dann natürlich die heimliche Flucht in der Nacht. Alter, warum schließen die die Tür nicht ab! Warum vergisst er im letzten Moment seine Vorsicht, dann wäre es vielleicht leichter gewesen! Hat er das also wirklich geschafft, den Wachmann loszuwerden, das ist echt beeindruckend. Aber ich kann's mir fast vorstellen. Kleine Kinder haben ein Talent darin, sich von Erwachsenen loszureißen, außerdem entwickelt man in akuten Gefahrensituationen oft übermenschliche Kräfte.
Das mit den Wachhunden ist auch übel. Die müssen ihn ja beinahe totgebissen haben. Und dass es dann überall nach Blut riecht, das hab ich sogar selbst schon mal erlebt, als ich mich mal ganz böse geschnitten hab. Ist natürlich kein Vergleich, damit wollte ich nur sagen, dass das sehr realistisch ist.
Was mir noch nicht ganz klar ist, ist, wie er es dann plötzlich zu dem Abgrund schaffen konnte. Ist er vor den Hunden zurückgewichen, als die ihn gebissen haben, haben sie ihn abgedrängt? Auf jeden Fall hat er ein Schweineglück gehabt, dass da zufällig Mana und Shu in der Bucht waren und Mana auch noch in der Lage war, erste Hilfe zu leisten.

Tja, wie's weitergeht, wissen wir. Aber es ist super, dass du deine Idee, über diese Flucht einmal ausführlich zu schreiben, tatsächlich in die Tat umgesetzt hast. Einige sprachliche Schnitzer hast du leider dennoch drin. Bei der Szene, wo er durch die unverschlossene Tür ist, hast du beispielsweise in drei Sätzen hintereinander "Ausgang" geschrieben. Da hätte eher so was gepasst, wie: "Dann kam ich endlich nach draußen... da vorne war eine weitere Tür, durch die ich auch noch musste..."
Also, so hab ichs an der Stelle zumindest verstanden, dass da zwei Türen waren, durch die er musste. Würde ja auch Sinn machen, die Einrichtung bestand bestimmt nicht nur aus einem Raum.
Oder: "Ein Bild bildete sich vor meinen Augen." Da würde ich sowas schreiben, wie: "Ein Bild manifestierte sich vor meinen Augen" oder "endlich erkannte ich ein klares Bild" oder so was.

Dann noch:

zerfill = zerfiel
austretten = austreten
und einmal hast du einen Buchstabendreher:
feil = fiel
Aber das war wahrscheinlich ein Versehen.

Ansonsten, echt, super Story, gut gemacht^^

LG Bakura

Antwort von Titanenjaeger am 18.03.2015 | 14:08 Uhr
Das meine Geschichten solche Emotionen auslössen könnten.... Wer hätte das gedacht?

Aber auch erstmal dir hallo Bakura Moon.
Dass die Geschichte echt so eindringlich wäre... Das finde ich ja mal sehr cool.

Ja, der Titel ist mir relativ schnell eingefallen, denn den fand ich einfach sehr passend. Dass fur Mana ein paasender Addam gesucht wurde, kam im Anime vor. Also damals bei Gai's recht kurzem Rückblick. Tja, das muss wirklich ein beschissenes Gefühl gewesen sein müssen, aber danach wurden sie ja wirklich recht gute Eltern.

Mir wäre es einfach komisch vorgekommen, wenn man so etwas auch an Mädchen gemacht hätte. Da, so wie du bereits geschrieben hast, Versuche entweder nur an Männern oder nur an Frauen, oder eben getrennt durchgeführt werden. Und überhaupt muss der Addam ja ein Junge sein, da Eve ja bekanntlich ein Mädchen ist.

Nun, es wäre ja wirklich "zu nett", wenn man ihm ein schönes Kinderzimmer spendiert hätte. Oder eben zumindest ein sauberes Zimmer. Was vernünftiges zu Essen? Na ja, mehr so dieser Billigfraß, den es manchmal auch in Krankenhäusern gibt. Kurz gesagt: Auch da wurde "natürlich" an Geld gespart. Deswegen war ja auch die Ich-Form wirklich perfekt für diesen OS. Man sollte Gai's Angst und Wut regelrecht spüren können. Genau, obwohl er ja nur ein kleiner Junge war, war er ja leider schon recht reflektiert und vermutlich auch etwas abgehärtet.

Ja, das Schlüsselerlebnis... der Tod einer der Junge auf grausame Weise und gleichzeitig aus nächster Nähe. Tja, Fehler sind menschlich. Genau, gerade Kinder entwickeln in solchen Situationen meist starke Kräfte. Nun, den Abgrund hatte er anfangs gar nicht wahrgenommen. Da ich ja aus seiner Sicht schrieb, musste das etwas verworren werden. Jedenfalls hatten in die Hunde nach da "gebissen" bzw. vielmehr geschleift.

Nun, bei der Idee warst du ja auch eine nette Hilfe^^ wegen den sprachlichen Schnitzern... Ich werde auf jeden Fall noch einmal darüber lesen und gegebenenfalls verbessern!
Ups, das mit der Türe ist mir jetzt tewas peinlich... Das ist mir anfangs gar nicht aufgefallen.
Nun ja, auch das ist ein guter Vorschlag für diese etwas "langweilige" Formulierung des Satzes.

Ach ja, super und ich will Klassenbeste in Deutsch sein? Dann hatte ich in den letzten Drei Deutsch-Aufgaben wohl doch nur Glück oder ich war zu unkonzentriert zum Schreiben^^ Peinliche Fehler, aber letzterer ist natürlich ein Buchstabendreher, wie ich sie oft habe.

Vielen Dank für das mal wieder so schöne, ausfürliche Review und danke für Verbesserungsvorschläge und Lob! Ich wünsche dir noch einen ganz schönen Mittag!

LG Son Gohan
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