Reviews 1 bis 4 (von 4 insgesamt):
Charlette1234 (anonymer Benutzer)
13.03.2015 | 17:53 Uhr
zur Geschichte
Das neue Kapitel liest sich flüssig. Bis auf ein paar Dinge in der Rechtschreibung (Groß- und Kleinschreibung) sowie Zeichensetzung.

Insgesamt bin ich gespannt in welche Richtung die Geschichte noch verlaufen wird.

Zu dem Kommentar von Anaklysmos und deiner Frage ob die Vegetarier in dessen Klasse die Fleischesser versucht hätten zu missionieren:
Manchmal reicht es schon, dass dem anderen etwas am Auftreten, Aussehen oder sonstigen Dingen eines anderes missfällt, um diesen blöd anzumachen. Hierzu muss man selbst dann noch nicht einmal negativ auffallen. Die negative Assoziation (z.B. Vegetarier sind missionierende Besserwisser, die denken sie wären die besseren Menschen) einer Person auf eine andere Person ist da oftmals entscheidend.

Zum Einwand bekehren. Was verstehst du unter bekehren?
Ist das äußern einer anderen Meinung oder das vertreten dieser in der Öffentlichkeit automatisch bekehren? Oder trifft der Wortlaut bekehren nur dann zu, wenn man sich selbst davon angesprochen fühlt bzw. wenn es das eigene Handeln in Frage stellt?
Ist ein Meinungsaustausch das Thema betreffend dann auch ein Bekehrungsversuch? Falls ja, welche Meinung darf dann vertreten werden und in welchem Maß? Und wie ist das dann mit anderen Themen, die einem missfallen? Ist das Vertreten einer anderen Meinung in anderen Themenbereichen dann ebenfalls mit dem Wortlaut bekehren zu klassifizieren?

Würde mich mal interessieren wie du das siehst.

Lg Charlette

Antwort von BlutfederderDichter am 13.03.2015 | 18:51 Uhr
Ja, dass anderes Auftreten oder Aussehen provozieren kann. Dessen sollte sich jeder bewusst sein. Mir ging es auch so.

Unter bekehren verstehe ich keine Diskussionen. Unter Diskussionen verstehe ich ein Gespräch mit kontroversen Standpunkten zu der sich beide Parteien entschlossen haben. Wenn jedoch der eine Nur auf den anderen Eisregen will ohne, dass sein Gegenpart sich zu dieser Diskussion entschlossen hat, handelt es sich um einen Versuch der Bekehrung.
12.03.2015 | 17:06 Uhr
zu Kapitel 1
Hey,
ich finde deine Geschichten echt gut geschrieben, ABER wieso sind die Veganen, vegetarier, Flexitarier usw. die schlechten??? ich bin selbst Flexitarier und in meiner klasse sind mehrere vegetarier und wir bekommen hauptsächlich abfällige Bemerkungen von den Fleischessern! ich kenne DEINE situation nicht, aber aus meiner Sicht hat diese Geschichte einen falschen Ansatz. Weil das aber jeder selbst und für sich entscheiden kann : Daumen hoch :)
Anaklysmos

Antwort von BlutfederderDichter am 12.03.2015 | 19:20 Uhr
War Castro in den 50ern auf Kuba der Böse?
Waren die Studenten in Ägypten die Bösen?
Ob sie die Bösen sind weiß ich noch nicht.
Inwiefern hat die Geschichte den Falschen Ansatz?
Haben diese Vegetarier in deiner Klasse Versucht die Fleischfresser zu bekehren?
danke für das Abschließende Lob, auch wenn es durch die ideelle Kritik vorher gemildert wird.
27.02.2015 | 16:17 Uhr
zu Kapitel 5
Hej!

Die Idee und Beschreibung deines Szenarios hätte ich bei der Kurzbeschreibung erstmal nicht erwartet. Die Story lässt sich guter Dinge in die reale Welt einbauen, denn in schwacher Form existiert dieser Krieg ja tatsächlich. Manche leben ihr Leben und ihre Philosophie als Veganer oder Vegetarier, Flexitarier usw in Ruhe aus; und andere reicht dies nicht und ächten ‚Fleischfresser‘. Es gibt Demonstrationen und Gewalt. Da fragt man sich, worin liegt deren Ziel und inwieweit sind deren Mittel gerechtfertigt? Keine Gewalt an Tieren und kein Schlachten, dafür kämpft man mit Gewalt gegen die Übeltäter; diese wiederum schlagen natürlich zurück. Es ist dieser eine Kreislauf, aus dem die Menschen nicht herauskommen.

Mir gefällt es dass du die Protagonisten ebenfalls ihr Handeln hinterfragen und ausdiskutieren lässt wie weit sie gehen sollen und dürfen, oder auch müssen.. Rührt zu Anfang die Motivation noch aus der Rache für des Kindstodes her, schlägt es schnell in die Blindheit des Kampfes um sobald man sich darin befindet. Die Forderungen der Veganen Partei sind extrem, lehnen sich an vergangene, totalitäre Systeme mit Zensur und Bestrafung.
Die Kampfhandlungen sind gut geschrieben. Vor lauter Blut und Krieg vergisst man bald wer man ist, oder war. Hass ist ein schneller Selbstläufer.

In jedem Fall mal ein neuer, interessanter Einfall wie du dieses Thema behandelst!
Bin gespannt wie es weitergeht.
ganz liebe grüße,
c.

Antwort von BlutfederderDichter am 01.03.2015 | 00:10 Uhr
Danke dafür.
Ich wollte es garnicht so Vielschichtig machen, wie du es beschreibst, ich habe einfach irgendwann angefangen und es so angelegt wie die Geschichten "Goldrausch in Alaska" die auch jede einzeln entstanden sind und auch für sich stehen können.
auch lasse ich die Geschichten sich organisch entwickeln. Einfach mal sehen was passiert.
Jedoch danke, dass sie dir gefallen. Ich werde bald weiterschreiben.
Charlette1234 (anonymer Benutzer)
17.02.2015 | 22:03 Uhr
zu Kapitel 1
Hallo Lorenz,

ich lese jetzt schon einige Zeit ein paar deiner Sachen. Und ich muss echt sagen, in dieser Sache lässt du es wirklich kreativ angehen ;).
Veganer als Extremisten, die Anschläge verüben bis es schließlich zu einem Krieg kommt. Oder anders formuliert: Wenn eine Lebensphilosophie in Wahnsinn umschlägt.

Ich finde es wirklich interessant zu beobachten welche Wellen das Thema doch immer wieder schlägt. Und wie unterschiedlich es thematisiert und auch verarbeitet wird.
Im realen Leben und auch im Internet sind die Fronten ja manchmal schon verdammt verhärtet, sodass mitschwingende Aggressionen im Wortgebrauch auf beiden Seiten manchmal keine Seltenheit sind. Ich denke, es gibt kein Thema, das so viel Aggression auslösen kann wie das Thema Fleischverzicht. Schließlich wird damit das eigene Handeln und das was als gesellschaftlich akzeptiert gilt, nämlich Fleisch zu essen, in Frage gestellt. Vegetarier sind da ja noch einigermaßen angenehme Zeitgenossen. Doch Veganer, die sind dann schon die extremere Sorte. Die sehen ja in jedem Fleischesser den implizierten Feind.

Nun ja, dann muss ich mich wohl in die Reihe der extremen Exemplare der Fleischabstinenzler mit eingliedern. Nur kollidiert das irgendwie mit meiner Weltanschauung, die Gewalt an sich grundlegend ablehnt. Doch ist Mord gerechtfertigt, wenn er dem Wohle von Tieren gilt? Doch sind Menschen nicht gleichermaßen Tiere?
Wenn Veganer also das Töten von Tieren ablehnen, warum sollten sie dann das Töten von Menschen als gerechtfertigt betrachten?
Doch das ist wohl wie bei jedem Wahn. Der Zweck heiligt die Mittel. Oder so ähnlich.

Ich finde es jedenfalls interessant deine Gedanken zu dem Thema, in einer fiktiven Kulisse verpackt, zu lesen.
Extreme gibt es überall. Egal ob bei Veganern oder Fleischessern. Doch manchmal möchte man, genauso wie als Fleischesser, als Veganer auch einfach nur seinen Frieden haben ohne Kampfgespräche zu führen.

Ich bin jedenfalls gespannt welchen Verlauf deine Geschichte noch nehmen wird. Und ob es einen Sieger geben wird. Falls es bei einem solchen Szenario überhaupt so etwas wie einen Sieger geben kann.

Lg Charlette

Antwort von BlutfederderDichter am 18.02.2015 | 10:02 Uhr
NAtürlich lasse ich es Kreativ angehen. Jedoch ist es nunmal so. Veganer und diese Schwachmaten von PETA (oft treffen beide Faktoren zusammen) brechen in Mastanlagen ein und "befreien" die dortigen Tiere. Das ist Extremismus. Was die Fleischfresser dagegen halten, geht auf die humoristische Schiene, meist über mehr oder minder lustige T-Shirts oder wirklich gelungene Sketsche wie bei der diesjährigen Stunksitzung: https://www.youtube.com/watch?v=01Ox3z-KHfA Das bei diesem Thema meist die Fronten so verhärtet sind, ist der Tatsache geschuldet, dass eine Seite der anderen einreden will, dass sie alles Falsch macht und gefälligst anders Leben soll. Wobei auf der Seite der Fleischfresser die besseren Argumente sind. Unter anderen die Anatomischen Gegebenheiten.
Ich habe auch schon Vernünftige Vegetarier und Veganer kennengelernt. Eine Vegetarierin war zum Beispiel gleichzeitig Jägerin und die damalige Freundin des Jagdpächters meines Heimatdorfes. Eine andere aß kein Fleisch, weil es ihr nicht schmeckte, hat aber immer alles Probiert. Als ich einmal eine perfekt gereifte Wildschweinsalami auf einem Mittelaltermarkt dabei hatte, musste man ihr das Ding entwinden, damit die anderen noch etwas abbekamen.
Das das Töten der Fleischfresse Legitimiert wird, habe ich ja in Kpitel 2 erklärt und gleichzeitig für die unverbesserlichen Parzifisten eine dritte Partei geschaffen.

Diese Geschichte ist entstanden kurz nach deiner jüngsten Auseinandersetzung mit Malvin. Denn eure dauernden Anfeindungen erinnern mich an einen Krieg.

Viel Spass bei den nächsten Kapiteln und danke für deine Review.