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Autor: Kate Marley
Reviews 1 bis 2 (von 2 insgesamt) für Kapitel 13:
Belakina (anonymer Benutzer)
14.08.2016 | 14:13 Uhr
Da bin ich wieder.

Also: ich liebe dieses Kapitel und habe beim ersten Lesen einen richtigen Lachanfall bekommen!
Vor allem, als du geschrieben hast, dass die beiden eigentlich mal freundlich zueinander seien sollten.
Was genau wollte man mit diesen Haberfeldtreiben erreichen? Wollte man den Angeklagten einfach mal die Meinung sagen oder hatte es ernstere Konsequenzen für sie?
Wurde es immer als Gedicht vorgetragen?

Ich kann mir dieses Kapitel so bildlich vorstellen! Und sicher waren Roderich und Eliza nicht die einzigen in der Straße, die vor Schreck aus dem Bett gefallen sind.
Bezieht sich Theodors Anschuldigung, Österreich würde etwas von Preußen wollen, auf etwas Historisches oder passte es nur gut ins Fandom?

Bei der Gelegenheit : ich bin zwar ein großer Fan von PruAus (meine Autokorrektur schreibt Paulus), aber ich bin durch dich auch auf den Geschmack von Spanien und Österreich gekommen. Hat das Einen anerkannten Namen?

Bis dann!

Antwort von Kate Marley am 14.08.2016 | 14:31 Uhr
Oh, da ist ja schon das nächste Review! ^^

Das Haberfeldtreiben war, wie gesagt, ein Rügegericht, also eine Form der Selbstjustiz, mit dem missliebiges Verhalten sanktioniert wurde. Zum Beispiel wurden Ehebrecher und Ehebrecherinnen mit so einem Haberfeldtreiben "beglückt" und damit vor den Nachbarn und allen anderen bloßgestellt, die mithören konnten. Ernstere Konsequenzen hatte es also insofern, dass der Ruf derjenigen zerstört wurde, die so etwas durchmachen mussten - und dass es überhaupt kein schönes Gefühl ist, so etwas zu erleben, weiß sicher jeder, der mal mitbekommen hat, was Schüler durchmachen müssen, über die in der Schule üble Gerüchte verbreitet werden.

Ob es immer schon RügeVERSE waren, kann ich dir, ehrlich gesagt, nicht beantworten; nur, dass es die überlieferten Texte für Haberfeldtreiben in Versform sind (also ja, das waren Spottgedichte). Ich halte es aber für recht wahrscheinlich, dass man sich immer schon der Versform bedient hat, weil man sich Verse meistens leichter merken kann als einen Prosatext.

Die PruAus-Anspielung bezieht sich eher auf meine persönliche historische Timeline für das Ship (Österreich merkt irgendwann während des 19. Jahrhunderts, dass Preußen doch kein so riesiger Idiot ist), nicht auf etwas Historisches. Außerdem ist es eine Anspielung auf den "üblichen" Zweck des Haberfeldtreibens - siehe oben. ;)

Ooh, das freut mich! Mehr SpAus-Fans! *-* "SpAus" ist auch der Name, der üblicherweise im Fandom für dieses Ship verwendet wird. Manche sagen auch "Habsburg" oder "Habsburg-Paar" dazu, aber als Tag z.B. auf Tumblr oder AO3 finde ich den Namen eher ungeeignet. Wenn man nach "Habsburg" sucht, dürften schließlich eher Vertreter der Dynastie in der Suche erscheinen als Fanfics oder Fanarts zu Spanien und Österreich. xD

Liebe Grüße!
17.02.2015 | 15:21 Uhr
Zu "Haberfeldtreiben":

DAS ist ab jetzt mein neuer Lieblings-OS von dir und um ehrlich zu sein, denke ich nicht, dass sich das so schnell ändert. Da stimmt einfach alles: Das Setting, der Plot, die Charaktere, die Dialekte...

Am besten waren natürlich die Verse! Für den historischen Hintergrund, den politischen Zynismus und die passenden Reime muss ich einfach ein Extralob aussprechen! Mal ganz neugierig gefragt, wie lange hast du denn gebraucht, bis du mit ihnen zufrieden warst? Denn leicht stelle ich mir das nun nicht gerade vor.

Aber bei all den Anschuldigungen, die Roderich da zu nachtschlafender Stunde an den Kopf geworfen werden, ist es geradezu bewundernswert, wie ruhig er bleibt. Passt natürlich zu ihm, genauso wie es zu Elisaveta passt, dass sie nach unten rauscht und alle mit ihrer Pfanne vermöbelt. Geschieht denen Recht! Bei den Ausdrücken, die da teilweise gefallen sind... hui! Da könnte man gegen Theo auch gleich ein Haberfeldtreiben anstreben, wenn du schreibst, dass es normalerweise wegen sittlicher "Verfehlungen" passiert^^

Übrigens hast du mich mit Bayerns Namen fast ein wenig erschreckt, nachdem du geschrieben hast, dass du ihn von Sternenschwester übernommen hast. Die hatte ihn vor Ewigkeiten nämlich mal von mir und als ich den Namen gewählt habe, hätte ich nie gedacht, dass er mal so weite Kreise ziehen würde^^" Um ehrlich zu sein, kam mir damals auch zuerst "Josef" mit dem Kosenamen "Sepp" in den Sinn, aber der Name war bei mir zu stark mit Joseph II behaftet, als dass ich ihn für Bayern hätte nehmen können. Dann habe ich ein wenig recherchiert und bin wie du auf die Agilolfinger gestoßen, wonach sofort klar war, dass es "Theodor" werden würde. Und inzwischen finde ich den Namen auch passend, gerade wenn man bedenkt, dass sie das streng katholische Bayern überhaupt erst christianisiert haben. Und dass Bayern streng katholisch ist, kann ich spätestens nach meinem Chiemsee-Besuch nicht mehr bestreiten. Kruzifixe! Überall Kruzifixe! Auch über meinem Bett! Und als ich gefragt habe, ob das wirklich nötig sei, wurde mir sogar eins vors Gesicht gehalten! Ja, Theodor ist schon ein wenig verrückt...

Liebe Grüße,
Kahori

Antwort von Kate Marley am 17.02.2015 | 19:13 Uhr
Danke! Es hat auch besonderen Spaß gemacht, das zu schreiben. :-)

Solange niemand besondere literarische Ansprüche stellt, fällt es mir relativ leicht, Verse im richtigen Metrum zusammenzuzimmern. Wie lange genau ich daran gesessen bin, weiß ich nicht mehr, aber die Dichterei ging einigermaßen flott, weil es ja ruhig derb sein durfte (und sollte). Ich hatte mich schon ganz pragmatisch für den Blankvers entschieden, weil ich nicht ewig daran sitzen wollte und man sich da zumindest keine Reime überlegen muss. ;-)

Na ja, „sittliche Verfehlungen“ heißt in der Regel, dass man als Witwe(r) noch mal geheiratet hat, dass man ein unehelich geborenes Kind hat o.Ä. Die eigene Verwandtschaft blöd anzumachen, zählt eigentlich nicht dazu – aber dafür gibt es ja dann die Sanktionsmaßnahmen à la Elizaveta. ;-)
Roderich bleibt wohl auch vergleichsweise ruhig, weil er schlicht noch müde ist... Zumindest schätze ich ihn als jemanden ein, die nach dem Klingeln des Weckers erst mal die Snooze-Taste betätigt.

Oje, tut mir leid, da war ich dann wohl nicht aufmerksam genug, um zu kapieren, dass der Name „Theodor“ von dir ist! Gleich geändert. Wenn ich einen eigenen Namen gewählt hätte, wäre es wohl „Maximilian“ geworden, weil es dabei so viele Möglichkeiten für Spitznamen gibt: Max, Maxi, Maxerl ... oder, sehr unbairisch wegen des -chen und daher wohl eher als Beschimpfung geeignet, Mäxchen. Es hätte schon auch was gehabt, ihn ausgerechnet nach dem ersten Märtyrer Österreichs zu benennen: dem Heiligen Maximilianus, der im 3. Jahrhundert Bischof von Lorch war. :D Mit „Theodo(r)“ hat Bayern es da wohl besser getroffen, zumal ich sehr mag, dass darin die Wortwurzel für „Volk“ steckt.

Jaja, die Kruzifix-Frage... Bis 1995 musste noch in jedem bayerischen Klassenzimmer ein Kreuz oder Kruzifix hängen, aber seitdem ist das eigentlich vom Verfassungsgericht verboten. Eigentlich. De facto verschwanden die Kruzifixe, die Kreuze blieben. Das mit den Kruzifixen finde ich auch gut so: Vor allem nicht-christliche jüngere Schüler dürften es doch eher befremdlich bis verstörend finden, wenn in ihrem Klassenzimmer ein toter Mann rumhängt... Umgekehrt gehören Flüche mit „Kruzifix“ oder „Jessas...“ wohl zu den häufigsten in den katholischen Gebieten des oberdeutschen Raums. ;-)

Auch heute vielen Dank für deine Reviews!

Liebe Grüße
Kate
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