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Autor: Lady Sonea
Reviews 1 bis 15 (von 15 insgesamt):
13.05.2020 | 13:38 Uhr
Hallo nochmals, ich habe heute schon die Beziehung der Zwei in meinem anderen Review angesprochen - ich wusste gar nicht, dass hier ein Oneshot über sie wartet:P
Wie gesagt, ich lese sonst NIE slash, aber mit der Art wie hier von dir könnte ich mich sogar ein klein wenig anfreunden. Es war irgendwie... schön, wie sich zwei Menschen annähern und aneinander Freude und Frieden finden.
Tayends Schwester ist ja witzig, haha, sowas gibts ja wohl auch nur in Elyne! Eine sanfte Verkupplerin ist sie ja nun wirklich nicht, aber es war vielleicht gerade das, was Dannyl gebraucht hat. Angesichts seiner eher traumatischen Vergangenheit braucht er einen Anstoss und vor allem Zeit. Das ist dir gut gelungen!
LG

Antwort von Lady Sonea am 24.05.2020 | 09:19 Uhr
Hallöchen :)

Freut mich, dass dir diese Kurzgeschichte gefallen hat. Ich fand, sie war ein guter Anlass, um diese Kurzgeschichtensammlung noch einmal wiederzubeleben (auch wenn ich nicht glaube, so bald hier wieder etwas hochzuladen).
Ich versuche, Slash möglichst ohne die bekannten Klischees etc. zu schreiben, weil ich das überhaupt nicht mag. Stattdessen versuche ich mich darauf zu beschränken, dass es hier um zwei Menschen geht, die sich lieben und mögliche Schwierigkeiten, die ihre Beziehung mit sich bringt, darstellen. Aber auch hier befinde ich mich noch in der Lernphase.

Behutsam ist Mayrie ganz sicher nicht, aber ich denke auch, dass ein kleiner Schubs in die richtige Richtung Dannyl hier ganz guttut.

LG
Lady Sonea
04.08.2018 | 19:56 Uhr
Hey!
Diese Sammlung ist echt klasse, viele der Fragen, die sich mir während des Lesens gestellt habe, haben sich beantwortet, andere wiederum sind mir erst aufgefallen, als ich diese Sammlung durchstöbert habe.

Ich finde es echt schade, dass du diese Sammlung nicht weiterführen wirst, weil es dich noch so viele Dinge gibt, deren Antwort ich unbedingt wissen würde, allen voran aber eine: Was waren Lorlens Gedanken vor seinem Tod? Hatte er Akkarin komplett verziehen? Hatte er verstanden?

Antwort von Lady Sonea am 05.08.2018 | 09:00 Uhr
Hi,

Ehrlich gesagt hatte ich gar nicht damit gerechnet, nach so langer Zeit hier noch ein Review zu bekommen. Vielen Dank dafür! Und toll, dass dir die Sammlung gefällt :)

Ich habe diese Sammlung damals abgebrochen, weil kein Interesse da war und mir die Rückmeldungen fehlten, die ich als Autorin dieser Kurzgeschichten gebraucht hätte, um zu wissen, ob sie etwas taugen und wo es in der Umsetzung hakt. Mittlerweile hat sich das jedoch zum Glück erübrigt, weil die meisten offenen Fragen entweder in der Schwarze-Sonnen-Trilogie oder meinen Adventskalendern ein neues Zuhause gefunden haben.

Liebe Grüße,
Lady Sonea
23.10.2016 | 20:00 Uhr
Hallo Lady Sonea,

hier kommt jetzt endlich auch mal mein Review.

Deine OS Sammlung ist Klasse. Davon kann ich nicht genug bekommen.

Die Charaktere passen super.
Die OS sind sehr gut beschrieben und sind super "Lückenfüller" zu den Buchstellen, wo man sich fragt: Hat er das wirklich gemacht? Was ist da passier? Wieso war das so?
Man denkt zwar selber drüber nach, was da hätte sein können, was damals passiert ist. Aber deine Ideen und beschreibungen haben das übertroffen :-)
Habe an deiner OS Sammlung nichts auszusetzen.
Bitte mehr :-)

Lg
Lady Kitjara

Antwort von Lady Sonea am 24.10.2016 | 18:22 Uhr
Hallo Lady Kitjara,

Dankeschön! Ich freue mich riesig, dass du an meiner OS-Sammlung Gefallen hast und die Ideen schlüssig findest.

Ich den Büchern gibt es zu viele Stellen, wo etwas nur angerissen, aber nicht weiter ausgeführt wird. Mittlerweile kommt es mir so vor, als würde Canavan ihre Gedanken oft nicht zu Ende denken und den Leser damit vor eben diese Fragen stellen, denen ich mich hier widme.

Vielleicht werde ich der Sammlung noch eine Chance geben, aber das wird frühestens Weihnachten / Anfang Januar der Fall sein. Zu einigen Geschichten habe ich zwar die Rohfassung, aber inzwischen hat sich meine Sicht an einigen Stellen noch einmal verschärft, wo ich mich für meine „Schwarze-Sonnen“-Trilogie damit auseinandersetzen musste.


Liebe Grüße,
Lady Sonea
16.12.2015 | 15:21 Uhr
Hallo Lady Sonea,

ich habe diese Kurzgeschichten nun gelesen und bin weiterhin schwer beeindruckt von deiner Fähigkeit die Charaktere darzustellen und sie das ausleben zu lassen, was sie in der Originaltrilogie so liebenswert macht.

Hier werden Momente thematisiert, die im Original nicht ausführlich verfolgt werden bzw. auch gar nicht vorkommen und trotzdem doch wichtig sind für die Handlung und Charakterentwicklung. Du schreibst in dem Sinne nicht nur eine Fortsetzung der Trilogie (Bin momentan mitten in "Der Spion". Möchte dazu jedoch erst etwas schreiben, wenn ich am Ende bin), sondern führst auch noch die schon vorhandenen Bücher weiter aus. Dabei triffst du den Stil so hervorragend, dass ich mich öfter frage was ich gerade lese: Fanfiction oder Original.

Am liebsten dieser vier Geschichten hier habe ich die dritte "Der Fremde". Das liegt höchstwahrscheinlich einfach daran, dass ich sehr gern Texte zu den Charakteren Akkarin und Lorlen lese. Ich finde das Thema der Freundschaft dieser beiden und auch was diese Freundschaft durchstehen muss wird in den Büchern viel zu wenig behandelt. (Ein klitzekleines bisschen ist auch das "Fangirl" in mir Schuld, muss ich zugeben. Aber wer hat das nicht in sich ? ;) )

Leider hat Frau Canavan einige Stellen der Bücher in meine Augen etwas vergeigt (ganz persönliche Meinung und trotzdem sind es mit meine Lieblingsbücher neben der Harry Potter Reihe). Vom Ende will ich mal gar nicht anfangen ... für mich liest es sich mittlerweile so, als suchte sie nur den Weg Akkarin, und Lorlen im Endeffekt auch, nur schnell umzubringen. Den das Happy End wollte sie ja auf keinen Fall. Das hat sie meines Wissens auch selber zugegeben. Dabei denke ich, dass ein Happy End nicht unbedingt kitschig und "wir haben uns alle lieb" sein muss. Ein Happy End kann auf so viele und auch wirklich durchdachte Arten zustande kommen. Natürlich ist es aber einfacher seine Charaktere zu töten und das Happy End ausfallen zu lassen. Wie gesagt, dass ist nur meine Meinung. Gerade im Bezug auf das Thema Akkarin und Lorlen hat man es sich da einfach zu leicht gemacht um dem zwangläufigen schwierigen Interaktionen der beiden nach dem Kampf gegen die Ichani, die unausweichlich gewesen wären hätten die beiden überlebt, aus dem Weg zu gehen.

Da bin ich abgeschweift, also zurück zum Thema:
Die Formulierung "Am liebsten" ist vielleicht auch nicht ganz richtig, denn im Grunde gefallen mir alle vier Geschichten sehr sehr gut.
Die Handlung und auch das Verhalten der Charaktere ist jeweils stimmig und logisch, wenn man die Trilogie und ihre Handlung dazu im Hinterkopf hat. Ich empfinde das immer als schöner, besonders bei so kürzeren Ausführungen einer bestimmten Szene. An jede deiner Texte hier könnte man nahtlos die Handlung der Trilogie ab dem Punkt X wieder dranhängen. Es würden zumindest aus meiner Sicht keine Unstimmigkeiten auftreten.

Gut lange Rede, kurzer Sinn: Ich halte diese Kurzgeschichten für sehr gelungen und hatte unglaubliche Freude sie zu lesen. Schade, dass das Projekt abgebrochen ist, hätte gern mehr dieser Art gelesen. Aber das ist ja deine Sache wo du deine Arbeit reinsteckst, da will ich dir auch nicht reinreden.
An allem was ich bis zu diesem Zeitpunkt von dir gelesen habe, sieht man wie viel Zeit, Arbeit und ich denke auch Herzblut du da hinein steckst. Das wirkt sich meiner Meinung nach ungemein auf die Qualtität deiner Texte aus und das im sehr positiven Sinne.

Ich denke das reicht erstmal mit meinen wirren Gedanken.
Hoffe du kannst aus meinem Review hier irgendwas mitnehmen.
Liebe Grüße,
Lilie93

Antwort von Lady Sonea am 16.12.2015 | 21:15 Uhr
Hallo liebe Lilie93,

Oh wow, jetzt bin ich überwältigt! <3 Mit so einem tollen Review zu dieser OS-Sammlung hatte ich jetzt überhaupt nicht gerechnet. Es freut mich richtig, dass du die Geschichten so gelungen findest :)

Genau das war auch meine Intention hinter diesen Kurzgeschichten. Auch mir geht es so, dass in den Büchern einiges fehlt, worüber man sich als Leser Gedanken macht und wozu man gerne mehr gelesen hätte, weil es in irgendeiner Form wichtig ist. Die Freundschaft von Akkarin und Lorlen ist auch ein solcher Fall. Ich finde es schade, dass sie erst ab da wichtig wird, wo Lorlen Akkarins Geheimnis herausfindet. Für die gesamte Entwicklung ihrer Freundschaft wäre es schön gewesen, etwas darüber im ersten Buch zu lesen. Auch erscheint er mir danach oft als zu emotionslos. Meiner Meinung nach müsste er mehr daran zweifeln, ob Akkarin wirklich der Böse ist.
Aber nun gut :)

Was das Ende der Trilogie und das Thema Happy End angeht, bin ich ganz deiner Meinung. Es hätte genug andere Möglichkeiten gegeben, ein Ende nicht nur kitschig und romantisch zu schreiben. Charaktere zu töten ist immer einfacher, nur war das in diesem Fall die Konsequenzen nicht wert. Zumindest sehe ich das so.
Ich frage mich manchmal auch, was aus Akkarin und Lorlen geworden wäre, hätten beide überlebt. Insbesondere, wenn Akkarin dann auch noch mit Sonea zusammen ist. Vielleicht schreibe ich dazu eines Tages eine Kurzgeschichte. Mich reizt dieses Thema schon ziemlich. In meiner eigenen Fortsetzung hätte es nur leider keinen Platz gehabt, weil es mir dann zu Happy End-mäßig geworden wäre. Konfliktpotential wäre genug dagewesen, ich finde nur dass bei Endkämpfen auch ein paar bekanntere Charaktere sterben sollen oder sogar müssen, damit es realistisch ist und dem Leser auch ein bisschen weh tut. Und wenn ich die Wahl zwischen Akkarin und Lorlen hätte, würde ich mich immer wieder für Akkarin entscheiden. Denn Lorlens Tod ist trotz allem noch eher verkraftbar und zerstört nicht die komplette Story, so wie Akkarins Tod es tut.

Ich konnte wirklich viel mit deinem Review anfangen. Danke dafür :) Vielleicht führe ich das Projekt irgendwann doch weiter. Zumindest, nachdem viele bei meinem Adventskalender den Wunsch nach mehr bzw. ausführlicheren Geschichten dieser Art gefragt haben, halte ich es für einen zweiten Versuch wert.


Liebe Grüße,
Lady Sonea

PS: Ich bin gerade dabei, den Spion sprachlich zu überarbeiten und mittlerweile zu Kapitel 26 vorgestoßen. Keine Ahnung, ob man beim Lesen überhaupt einen Unterschied merkt. Aber ich wollte es trotzdem einmal erwähnen, falls doch :) Viel Spaß noch mit der weiteren Geschichte!
16.05.2015 | 21:50 Uhr
Ah, sie habe es alle nicht leicht, nicht wahr?
Aber fangen wir am Ende an: Lorlen kann einem wirklich leid tun. Zuerst verliert er seinen besten Freund und dann wird es von diesem auch noch erpresst. (Obwohl er das zu diesen Zeitpunkt noch nicht weiß.) Ich muss ja zugeben, dass ich mich schon seit einer Weile frage, was wohl passiert wäre, hätte Akkarin Lorlen alles erzählt. Entweder direkt nach seiner Rückkehr oder eben nachdem Lorlen bereits weiß, dass er schwarze Magie praktiziert.
Ich kann mich nur nicht entscheiden, wenn ich mehr bedauern soll. Lorlen, wegen der oben genannten Gründe, oder Akkarin, weil er nur die besten Absichten für die Gilde hat und trotzdem alle in seiner Umgebung für seine Zwecke ausnutzen muss.
Zu Rothen und Akkarins Gespräch: Ich kann mir gut vorstellen, dass diese Worte von Akkarin kommen und auch, dass Rothen so darauf reagiert. Aber sie sind nicht was ich erwartet hätte. (Nicht dass ich wüsste, was ich erwartet hätte.)
Bei mir kommt an dieser Stelle jedoch die Frage auf, inwiefern Akkarin diese Worte auch zu sich selbst gesagt hat. Ich bin mir nämlich nicht so sicher, ob er ursprünglich überhaupt vorhatte Sachaka zu überleben, solange er noch glaubte Sonea würde in der Gilde in Sicherheit sein.
Und bezüglich Akkarin in Soneas Schlafzimmer: Irgendwie bin ich immer davon ausgegangen, dass er absichtlich dort war und nicht quasi versehentlich dort gelandet ist. Vermutlich weil er immer so kontroliert ist. Aber mir gefällt diese Variante. Sie zeigt, dass auch unser geliebter Hoher Lord seine schwachen Momente hat.
Alle drei sind wie üblich wunderbar geschrieben und verlangen nach Gesellschaft. :D
Übrigens, hast du dir schon Gedanken darüber gemacht was Akkarin mit »[...] du stellst meine Loyalität auf eine harte Probe, Sonea.« (Kapitel 24, Die Meisterin) gemeint hat? Ich kann mir bis heute keinen wirklichen Reim daraus machen.

LG,
flying mirror

Antwort von Lady Sonea am 17.05.2015 | 20:41 Uhr
Hallo flying mirror,

Zumindest nicht bei mir, aber sonst wäre das ja auch langweilig :D

Die Frage, was wäre, wenn Akkarin Lorlen die Wahrheit gesagt hätte, stelle ich mir auch oft. Ich denke, kurz nach seiner Rückkehr war die Scham zu groß und er wollte einfach nur vergessen, so dass er es Lorlen verschwiegen hat. Mir der Zeit ist die Überwindung immer größer geworden und dann hatte Lorlen es für sich selbst herausgefunden. In den Büchern sagt Akkarin, er konnte Lorlen nicht die Wahrheit sagen, weil Lorlen Maßnahmen ergriffen hätte, die den Konflikt erst recht heraufbeschworen hätten. Aber ich glaube auch, das ist nur ein Teil der Wahrheit. Weil mich dieses Thema selbst beschäftigt, werde ich dazu jedoch noch etwas schreiben. Entweder in dieser Sammlung oder in einer anderen Geschichte. Ich denke jedoch, dass sowohl Akkarin als auch Lorlen dein Mitleid verdient haben :)

Die Szene bei der Anhörung ist wirklich schwierig, weil man als Vorlage nur Soneas Beobachtungen hat. Aber ich glaube, dass Rothen in dem Moment einfach zu wütend war, um Akkarin nicht den Tod zu wünschen, zumal er an dieser Stelle keine wirkliche Gefahr mehr für ihn darstellt.
Ich teile deinen Eindruck, dass Akkarin vorhatte, in Sachaka zu sterben. Zumindest zum Teil. Einerseits wird er sicher gewollt haben, dass er vorbei ist, andererseits hat er sich vielleicht auch einfach keine großen Überlebenschancen ausgerechnet. Aber nicht aus Egoismus, dafür ist ihm die Sicherheit der Gilde viel zu wichtig (ihm wird klargewesen sein, dass Sonea den Kampf alleine nicht fortführen kann). Ich glaube vielmehr, dass etwas Selbstzerstörerisches dahintersteckt, weil Sachaka seine Spuren hinterlassen hat.

Dass Akkarin mit Absicht in Soneas Schlafzimmer gegangen ist, habe ich lange Zeit auch gedacht. Das Problem ist nur: Aus welchem Grund soll er das getan haben? Um sie zu stalken? Ihre Gedanken zu lesen? Ihre Kraft zu nehmen? Dafür halte ich ihn zu ehrenhaft. Und wenn er damals schon Gefühle für sie hatte, dann wird er sich erst recht von ihr ferngehalten haben. Deswegen glaube ich, dass es ein Moment der Schwäche war, in dem sein Unterbewusstsein ihn dorthin getrieben hat :)

Über diese Frage habe ich nachgedacht. Irgendwie habe ich diesen Satz ziemlich lange nicht verstanden. Aber ich glaube, man macht sich als Leser zu viele Gedanken. Ich denke, es geht darum, dass Akkarin durch seine Gefühle für Sonea in einen Loyalitätskonflikt gerät. Er will die Gilde und Kyralia vor den Ichani beschützen, aber indem er sich in Sonea verliebt hat, wird er auch sie beschützen wollen. Und das kann bedeuten, eines von beiden opfern zu müssen.
Aber mal sehen, vielleicht schreibe ich einen OS aus seiner Sicht, in dem das deutlich wird.


Vielen Dank für dein Review und liebe Grüße,
Lady Sonea
09.05.2015 | 11:40 Uhr
Hi,
Toll das es hier weitergeht. Ich finde diese OS Sammlung super und fände es wirklich schade wenn du sie vollkommen abbrichst.
Jetzt aber zu dem aktuellen Kapitel:
Du stellst Lorlens innere Zerrissenheit wirklich gut da. Das Gefühl seinen besten Freund überhaupt nicht zu kennen und unter der Berücksichtigung wie ihre Freundschaft schließlich den Bach runtergeht und das nur weil Akkarin nicht in der Lage ist seinem Freund die Gründe für sein handeln zu erklären.
Aber es wird auch klar wieso Akkarin eben letztendlich doch darauf kommt, das Lorlen sein Geheimnis kennt. Eben weil Lorlen sich ihm gegenüber nicht mehr wie immer verhält...

LG lex

Antwort von Lady Sonea am 09.05.2015 | 12:33 Uhr
Hallo Lex,

Vielen lieben Dank für dein Review! :) Ich habe gerade mal nachgeschaut: Lustigerweise hattest du dir bei deinem letzten Review sogar als nächstes irgendetwas mit Lorlen gewünscht. Daran hatte ich gar nicht mehr gedacht, ich hatte nur geschaut, was ich an Geschichten fertig habe und was jetzt gut passen würde. Dieser OS hat mir auf Anhieb gefallen, ohne dass ich ihn mit viel Überarbeitung hochladen konnte. Also Glück gehabt :D

Auf jeden Fall schön, dass dir dieser OS gefallen hat und dass Lorlens Situation so deutlich geworden ist. Es ist einfach sehr schwer, so zu tun als wäre alles wie immer, wenn man plötzlich etwas so Furchtbares über einen Menschen, der einem nahesteht, erfährt. Akkarin kann Lorlen sein Geheimnis nicht anvertrauen, ein wenig darüber erfährt man in den Büchern, aber ich nehme mich diesem Thema auch noch in dieser Sammlung an, weil ich finde, man kann das noch ein wenig deutlicher herausarbeiten.

Der nächste OS wird hoffentlich nicht so lange auf sich warten lassen, da ich beschlossen habe, diese Sammlung nun doch weiterzuführen. Dann wird es aber ein anderer Charakter sein.


Liebe Grüße,
Lady Sonea
27.03.2020 | 16:26 Uhr
Meine liebe Lady Sonea,

Du bist nicht die Einzige, die sich an dieser Stelle im Buch gefragt hat, was Akkarin und Rothen zueinander sagen. Ich dachte ehrlich gesagt beim ersten Lesen, dass Akkarins sich bereits hier bei Rothen entschuldigt, ihm Sonea weggenommen zu haben. Oder Rothen verspricht, auf Sonea aufzupassen. Auf die Idee, dass Rothen zuerst 'spricht' (auch wenn seine Worte nur mental von Akkarin empfangen werden), bin ich gar nicht gekommen. Aber die Szene, so wie du sie hier nun beschreibst, macht SO VIEL Sinn!
Vielen, vielen Dank, dass du diese Szene geschrieben hast. Sie beantwortet eine der vielen offenen Fragen, die ich während und nach dem Lesen der Trilogie hatte.

Liebste Grüße
Nika

Antwort von Lady Sonea am 28.03.2020 | 14:02 Uhr
Hallo liebe Nika,

Über diese Möglichkeit habe ich auch nachgedacht, habe sie jedoch wieder verworfen, weil ich glaube, dass Akkarin einfach viel zu wütend für versöhnliche Worte ist. Immerhin verhält sich die Gilde äußerst unvernünftig und Sonea hat seinen Plan zunichtegemacht. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das bei Rothen in dieser Situation etwas bewirkt hätte. Zumindest laut Buch ist Rothen in dieser Szene sehr wütend auf Akkarin. So kam ich auch auf die Idee, dass er seine Gedanken zunächst nicht laut aussprechen kann.

Sicher gibt es noch andere Erklärungen, die mir nicht in den Sinn gekommen sind ;)

Vielen Dank für das Review & liebe Grüße,
Lady Sonea
15.02.2015 | 11:22 Uhr
Hi,
du schilderst hier Rothens Gefühle über Soneas Entscheidung Akkarin nach Sachaka sehr gut. Ehrlich gesagt habe ich ganz vergessen, das Rothen Soneas Entscheidung im dritten Buch noch nicht nachvollziehen konnte und natürlich auch davon überzeugt war, dass Akkarin sie manipuliert hätte. Aber Dannyls Argument, dass sich Akkarin dann auch eine glaubwürdigere Geschichte hätte ausdenken können ist natürlich auch nicht so leicht von der Hand zu weisen.
Und Akkarin hat recht, wenn er stirbt würde auch Sonea nicht überleben.
Der Gilde wird ja leider bald klar werden, wie wahr Akkarins "Geschichte" ist.
Bitte lade mal wieder ein neues Kapitel hoch. Ich hoffe ja auf eins mit Lorlen und schreibe da bestimmt auch ein Review :) *Bettelblick*

lg lex

Antwort von Lady Sonea am 16.02.2015 | 09:30 Uhr
Hallo Lex,

Oh, um ehrlich zu sein, habe ich nicht mehr damit gerechnet, dass irgendwer diesen OS über Rothen mag <3

Schön, dass dir meine Umsetzung seiner Gedanken und Gefühle gegenüber Akkarin und Soneas Entscheidung gefällt :) Stimmt, wenn man sich durch den Spion durchgekämpft hat, kann man leicht vergessen, dass Rothen einst so über Akkarin gedacht hat, weil sie sich ja später aussprechen und dann doch recht gut verstehen.
Dannyl hat natürlich recht, aber Rothen will das in seinem Zorn nicht sehen. Aber auch die anderen Gildenmagier wollen das nicht einsehen, weil sie sich von ihm hintergangen fühlen. Irgendwie ist das schon ziemlich tragisch, wenn man bedenkt, welchen Preis sie für ihre Ignoranz bezahlen.

Wann es hier weitergeht, weiß ich leider noch nicht so genau. Wenn du gerne etwas über Lorlen hättest, muss ich mal schauen, ich habe einen angefangenen OS mit ihm, den ich bei Gelegenheit einmal fertigschreiben könnte …


Liebe Grüße und vielen Dank für dein Review,
Lady Sonea
27.03.2020 | 17:27 Uhr
Hallo meine liebe Lady Sonea,

Einmal mehr kann ich nur sagen: Danke, danke, danke!!
Danke, dass du erneut eine der großen Fragen aufklärst und uns eine Idee gibst, wieso zum Teufel Akkarin nachts in Soneas Schlafzimmer steht! :D Diese Szene hat mich im Buch echt irritiert. Ich glaube auch, dass sie oftmals ganz falsch aufgefasst wurde und vielleicht auch dazu dienen sollte, dass Akkarin als Bedrohung für Sonea gesehen wird? Sie ständig überwacht ('stalked'?!)? Ich meine, er erwartet sie (fast) jeden Abend im Empfangsraum der Residenz; er 'lauert' ihr in den Geheimgängen auf als sie von Regin und seiner Gang verfolgt wird und dann steht er auch noch nachts in ihrem Zimmer! Das ist ganz schön spooky. ;-)

Die Gedanken, die du hier offenbarst, finde ich so logisch. Rückblickend (oder nachdem man das zweite Mal die Trilogie gelesen hat) fällt es einem vielleicht deutlicher auf, dass Akkarin stets um Soneas Wohlbefinden besorgt und bemüht war. Dass er in Bezug auf Regin und seine Gang nicht interveniert, schlägt für mich in die gleiche Kerbe und wird im Buch ja auch deutlich gemacht, dass diese Tortur das beste Training und Regin etc. die besten Lehrer für Sonea sind. So ist es ja auch!!
Dass er dann in Gedanken versunken unterbewusst zu ihrem Zimmer geführt wird, finde ich eine schöne und vor allem logische Erklärung. Auch dass du anmerkst, dass seine Gedanken sehr oft um Sonea kreisen - und das nicht nur, weil sie sein Geheimnis kennt, sondern weil er eben damit hadert, dass er ihr so viel kaputt macht (im Sinne von: Die Jugend und die erste Romanze verdirbt). In deiner Schwarzen Sonnen Trilogie arbeitest du das Ganze ja nochmal viel umfänglicher auf - und dafür liebe ich deine Geschichten so sehr.

Also nochmal: tausend Dank für diesen OS. <3

Liebste Grüße
Nika

Antwort von Lady Sonea am 28.03.2020 | 14:52 Uhr
Hallo liebe Nika,

Ich muss gestehen, dass ich schon beim ersten Lesen der Bücher Akkarin an dieser Stelle schon zu sehr gefangirlt habe, um auf die Idee zu kommen, dass diese Szene aus Soneas Sicht wirklich sehr bedrohlich sein muss. Oder dass sie sich gestalkt fühlen muss. Aber du hast natürlich recht. Für sie ist das die Realität.
Rein objekt würde ich Akkarin jedoch nicht als Stalker bezeichen, doch da sind wir uns vermutlich einig ;)

Dass Akkarin sich, wenn auch auf seine ziemlich unorthodoxe Weise um Sonea kümmert, sehe ich auch so. Die Situation mit Regin ist zudem sehr speziell und auch auf die Gefahr hin mich zu wiederholen, wird Sonea nicht lernen, sich gegen ihr zur Wehr zu setzen, wenn es nicht von ihr selbst kommt. Auf ihr lasten so hohe Erwartungen, dass sie sich selbst aus dieser Situation befreien muss, was sie ja später auch beweist.
Darüber hinaus muss Akkarin sie natürlich auch kontrollieren. Anders als Lorlen hat sie keinen Blutring und Akkarin muss sicherstellen, dass sie nicht etwas gegen ihn unternimmt. Eine Möglichkeit wäre sicherzustellen, dass sie denkt, er würde jeden ihrer Schritte überwachen.

Diese Szene war eine Grundlage für "Schwärzer als die Nacht", wobei ich dazu sagen muss, dass ich die ganze Idee für jene Geschichte noch einmal überarbeitet habe, weil mir einige von Akkarins Gedankengängen nicht mehr ganz passend erschienen.

Vielen, vielen Dank für dein Review und liebe Grüße,
Lady Sonea
25.02.2015 | 21:27 Uhr
Hallo Lady Sonea!

Um unangenehmen Aufgaben aus dem Weg zu gehen, habe ich nach einigen Jahren wieder einen rekordverdächtigen Black Magician Trilogy-Marathon hinter mich gebracht und obwohl ich gedacht hätte, über das Genre Fanficition in meiner Lesebiographie hinweggekommen zu sein, verlangte der Schluss des dritten Bands wiederholt nach Geschichten, in denen ER noch lebt. Über dieses nette Empfehlungssystem, das es inzwischen hier auf der Seite gibt (genial!), bin ich auf deine Geschichtensammlung gestoßen und will auf diesem Weg ein ganz herzliches DANKESCHÖN für die bisherigen beiden Kapitel loswerden! Obwohl ich mir auch schon oft überlegt habe, wie die von Trudi Canavan nicht näher ausgeführten Lücken wohl gefüllt sein könnten, hast du mich bei beiden Kapiteln was den Plot angeht überrascht. Zugegebenermaßen war ich anfangs etwas skeptisch (Akkarin war seit seiner Rückkehr in der Gilde NIE MEHR glücklich gewesen? Und verschwendet er zu diesem Zeitpunkt wirklich bereits so viele Gedanken an Dorrien?), aber die Erklärung, dass er aus reiner Gedankenlosigkeit auf einmal in Soneas Zimmer stand (und dort auch viel länger blieb, als das Buch vermuten lässt), hat mich wirklich überzeugt. Großes Kino!

Auch bei dem Gespräch zwischen Rothen und Akkarin habe ich anderes erwartet, aber es war absolut authentisch und gerade der Einfall, dass Akkarin selbst in diesem Moment Rothens Gedanken liest und diese so harsch kommentiert, hat mir sehr imponiert. Ich würde mich freuen, wenn es hier bald wieder ein neues Kapitel zu lesen gibt! :)

Liebe Grüße
Zerah

P.S.: Ich hab mir dein Profil durchgelesen und musste stellenweise herzlich lachen. Die Fortsetzungstrilogie scheint ja wirklich grauenhaft zu sein, danke für die Warnung! Deine übrigen Fanfics klingen vielversprechend, ich hoffe, dass ich demnächst Zeit finde, auch dort mal reinzuschauen.

Antwort von Lady Sonea am 25.02.2015 | 22:55 Uhr
Hallo Zerah,

Wow, vielen Dank für dieses wundervolle Review! :) Dein Bedürfnis nach Geschichten, in denen Akkarin lebt, kann ich absolut nachvollziehen. Das Ende der Bücher ist auch wirklich hart und brutal und meiner Meinung nach vollkommen ungerechtfertigt. Wenn meine Geschichten dir da Abhilfe schaffen, dann freut mich das! :)

So wie ich das aus den Büchern immer herausgelesen hatte, ist Akkarin nach seiner Rückkehr aus Sachaka Junggeselle geblieben und hat auch kein Interesse an Frauen gezeigt. Ich denke, dass neben seinem Geheimnis auch seine Trauer um Isara einfach noch immer zu präsent war. Denn dass er angefangen hat aufzutauen, kam erst, nachdem er mit Sonea zusammen war. So, wie ich selbst Akkarin erlebe, passt es auch gar nicht in mein Bild von ihm, dass er in der Zwischenzeit eine Frau hatte.
In diesem OS vergleicht er Soneas Situation mit seiner, als er ein Sklave war: Sie kann nicht mit dem Mann zusammen sein, den sie ganz offenkundig liebt, so wie er damals nicht mit Isara zusammen sein durfte. Deswegen fühlt er sich schlecht, obwohl er weiß, dass er es nicht ändern kann und gerät in eine Spirale negativer Gedanken. Aber es freut mich, dass das Ende dieses OS dich überzeugt hat :)

Bei dem zweiten OS kann ich mir gut vorstellen, dass du etwas anderes erwartet hast. Wahrscheinlich geht das den meisten so. Ich habe auch sehr lange über diese Szene im Buch gegrübelt und Soneas Beobachtung zu interpretieren versucht, bevor mir diese Idee als Erklärung kam. Ich kann mir nicht viel vorstellen, was Akkarin gesagt haben könnte, dass Rothens Zorn in dieser Situation sich so plötzlich auflöst, wenn für eine Aussprache keine Zeit war.

Zum Thema Geschichten mit Akkarin kann ich dir (auch auf die Gefahr hin, Schleichwerbung zu betreiben, aber da du schon auf meinem Profil warst, ist das hoffentlich ok) nur vorschlagen, einmal in die ersten beiden Teile meiner Fortsetzung oder in meine neue Geschichte ’Unter tausend schwarzen Sonnen’ zu schauen. Dort solltest du zumindest in dieser Hinsicht auf deine Kosten kommen ;) Zu anderen Geschichten in diesem Fandom kann ich leider nicht viel sagen ...

Ansonsten versuche ich, bald wieder einen neuen OS hochzuladen, möchte aber in dieser Hinsicht momentan nicht allzu viel versprechen.


Liebe Grüße,
Lady Sonea

PS: Genaueres zur offiziellen Fortsetzung könnten dir meine Leser sagen, ich kenne einige, die diese Bücher wirklich gelesen haben. Das, was ich gehört habe, reizt mich jedenfalls nicht, die Bücher zu lesen.
08.11.2014 | 14:42 Uhr
Hi,
du stellst Akkarins Gefühle und Gedanken in diesem Kapitel sehr gut dar ohne das ganze überzogen oder kitschig wirken zu lassen. Sein Handeln, dass in "Die Novizin" Sonea gegenüber grausam wirkt, indem er nicht dafür sorgt, dass die anderen Novizen davon abgehalten werden Sonea zu quälen, wird durch seine Gedanken logisch und du nimmst ihm trotzdem nicht seine Mysteriöse Art, weil sein Handeln ja für die anderen Personen in den Büchern undurchschaubar bleibt.

Die Erklärung, das er in Soneas Zimmer gelandet ist, weil er so tief in Gedanken versunken war finde ich auch realistisch, vor allem da seine Gedanken sich ja hauptsächlich um sie drehen. Die letzten zwei Sätze sind wohl für die damalige Situation sehr passend gewählt. Wenn die beiden da schon gewusst hätten, wie sehr sich ihr Verhältnis drehen würde :)

Zuletzt ein kleiner Rechtschreibfehler ist mir aufgefallen du schreibst: hatte Lorlen erbot erwidert - es müsste aber erbost heißen ;)

lg lex

Antwort von Lady Sonea am 09.11.2014 | 19:22 Uhr
Hallo Lex,

Schön, dass dir die Kurzgeschichte zu Akkarin gefällt und du seine Umsetzung so gelungen findest. In den Büchern werden die Gründe für seine Handlungsweise zwar kurz angedeutet, aber ich hielt es für wichtig, aus seiner Sicht noch einmal etwas intensiver darauf einzugehen, weil sein Verhalten gerne als ’zu hart’, ’nicht gerechtfertigt’ oder sogar ’kindisch/stur’ verstanden wird, was seinem Charakter ziemlich unrecht tut.

Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass er mit einer bewussten Absicht in Soneas Zimmer gegangen ist, da er weiß, wie sehr sie ihn fürchtet und verabscheut. Dass es unbewusst geschehen ist, weil er bereits die ganze Zeit über sie nachdenkt, kann ich mir dagegen sehr gut vorstellen. Denn schließlich ist auch der mysteriöse Hohe Lord letztendlich nur ein Mensch ;)


Danke für den Hinweis zu dem Tippfehler :) Ich habe es sofort korrigiert.


Liebe Grüße,
Lady Sonea
24.09.2014 | 13:21 Uhr
Hallo Lady Sonea,
nach Ewigkeiten kommt jetzt auch mal meine Review, sorry!
Also erst einmal muss ich sagen, dass ich es richtig toll finde, dass du die Kurzgeschichte aus Akkarins Sicht geschrieben hast, er ist ja, wie du weißt, mein absoluter Lieblingscharakter und da ist es wirklich schön, wenn man mal was aus seiner Sicht lesen kann. Aber charakteristisch für ihn ist ja auch seine Mysteriösität, dass man sich immer fragt, was hinter diesem schönen Antlitz steckt und damit zusammen ist es oft gefährlich, aus seiner Sicht zu schreiben, weil man ihm ja nicht dieses Mysteriöse nehmen möchte und seinem Charakter ganz treu bleiben sollte. Aber das hast du wundervoll geschafft, ich bin absolut begeistert und hoffe auf viele viele mehr Geschichten aus seiner Sicht!! (aber kein Druck...) :D Die Geschichte hat mich total verschlungen und ich war wirklich traurig, als sie dann zu Ende war. :)
Ich finde auch super, dass du diese paar Stellen im Buch, wo man sich fragt, wieso hat er jetzt so gehandelt, oder was ist da noch passiert, auffüllen möchtest. Ich habe mich wirklich immer gefragt, was macht Akkarin da zur Hölle in Soneas Zimmer??
So, jetzt aber mal konkret zu deiner Geschichte: Ich muss mal wieder deine atmosphärische Beschreibung loben, wie du den Text beginnst, ist wirklich absolut schön, wenn man das so liest, könnte man denken, das kommt aus einem super tollen Bestseller. (obwohl man das eigentlich bei allem von dir denken könnte...)
Wie du beschreibst, dass der Fühling Akkarin nicht diese Leichtigkeit mehr bringen kann, wie den anderen Menschen, das war schon schön beschrieben und zugleich so traurig, man kann so leicht vergessen, was er eigentlich Schlimmes in der Vergangenheit durchlebt hat, weil man ihn ja nur als Hohen Lord aus der Gilde im Wohlstand lebend kennt. Und die Bemerkung, dass der Frühling ja auch die Zeit des Verliebtseins sei und er aber die einzige Frau, die er je geliebt hat, verloren hat, das hat mir doch gleich die Tränen in die Augen getrieben, der arme Kerl! Ich will ihn einfach nur in den Arm nehmen. ;) Dann denke ich dran, dass er ja später die Liebe seines Lebens in Sonea finden wird, und dann denke ich an deine Fortsetzung, wo sie ihm wieder entrissen wird, und dann muss ich noch mehr weinen! :(
Akkarins Gedanken zu Soneas Situation mit den Novizen machen absolut Sinn, sie lernt dadurch mehr, als im Unterricht, dennoch ist es wirklich grausam. Jaja, hier ahnt er noch nicht, wie ergeben Sonea ihm bald sein wird und dass er sie als starke Kraftquelle bekommen wird. Wenn man weiß, wieso Akkarin gehandelt hat, wie er halt gehandelt hat, dann tut er einem wirklich leid, dass er Soneas Hass ertragen muss und selbst die Erwähnung des Essens sie in Panik versetzt. Das war wirklich nicht leicht für ihn. :(
Er kann nicht zulassen, dass Sonea eine Liebesbeziehung eingeht, natürlich macht ihn das nur noch verhasster, ich erinnere mich noch daran, wie ich ihn damals dafür gehasst habe (dafür werde ich mich wohl immer schuldig fühlen müssen), aber was soll er auch machen...
Der Gedanke an Sonea und Dorrien lässt ihn also den ganzen Abend nicht los, hmm, ob da wohl auch schon was anderes dahinter steckt? :D Läuft er einfach mal in ihr Zimmer und bemerkt es erst nicht, also wirklich Akkarin, wo ist denn deine übliche Aufmerksamkeit?? :D Das fand ich schon sehr amüsant muss ich sagen. "Eine Stimme in seinem Kopf befahl ihm "raus hier"" hahaha, herrlich, ach, Akkarin kann auch "normal sterblich" sein und dumme Sachen machen. :D Die Szene war wirklich lustig, ich habe sehr schön gelacht. :D Aber als er daran denkt, dass sie "ein junges, unschuldiges Mädchen ist, dem er ihre Jugend stiehlt" war mein Lachen schnell wieder weg, die beiden können einem zu dieser Zeit wirklich sehr leid tun! :( Akkarin kann einem aber auch wirklich leid tun, dass er nie Novizen aufnehmen konnte, dass er immer sein Geheimnis hüten musste und sich nicht offenbaren konnte.
Auch interessant, dass er wirklich Interesse daran hat, sie zu unterrichten, dass aber aufgrund ihrer Angst vor ihm nicht wirklich möglich ist. Da musste ich ärgerlich dran denken, dass man das in den Büchern von Trudi Canavan auch nie erlebt hat, das hat mich immer so gestört, ich wollte immer so Akkarin/Sonea Unterrichtsszenen haben, die hatte ich dann ja glücklicherweise bei deiner Fortsetzung in den Kriegskünsten, das war nämlich wirklich toll! :)
Akkarin leidet offensichtlich stark darunter, dass er Sonea das Leben so schwer macht, ich muss die ganze Zeit an die Zeit zurück denken, als ich diese Szenen bei Canavan gelesen habe und wie ich ihn für alles gehasst habe... arg, wie das mir jetzt leid tut! Wie konnte man Akkarin nur jemals hassen? :( Obwohl ich ihn damals schon unheimlich interessant und spannend und irgendwie sympathisch fand, aber wegen seiner mysteriösen Art, hauptsächlich habe ich ihn leider nicht ausstehen können... :(
Immerhin hält er davon ab, in ihre Träume zu lauschen, und seine Gedanken da, dass er sich wünscht, dass es einen anderen Weg gibt, man, er tut mir wirklich leid! :(
Uuund sie wacht auf, tja, Pech Akkarin! :D Aber wirklich, er will ihr ihre Furcht so gerne nehmen, aber das geht nur, wenn er die Wahrheit erzählt, was er nicht einmal bei Lorlen schafft, wenn man so drüber nachdenkt, dann tut einem Akkarin immer mehr leid, dass er nach allem, was er Schreckliches in Sachaka erlebt hat, in der Gilde niemanden hat, dem er sich offenbaren kann, mit dem er über seine Gefühle und schrecklichen Erlebnisse sprechen kann und dass er die ganze Zeit so viel zu verstecken hat... Zumindest weiß ich, dass sie später ihr Glück finden werden, aber dann denke ich wieder an die aktuelle Situation, in der Sonea in Marikas Gewalt ist und dann tut mir Akkarin noch tausendmal mehr leid... :'(
Mir hat die Geschichte unglaublich gut gefallen, ich hoffe, es kommt noch mehr dieser Art, ich bin total begeistert!

Ganz liebe Grüße und danke für diesen tollen Einblick in unseren Lieblingscharakter!
Lady Alanna

Antwort von Lady Sonea am 29.09.2014 | 20:57 Uhr
Hallo Lady Alanna,

Wow! Tausend Dank für dieses tolle Review! Es bedeutet mir sehr viel, dass es mir in deinen Augen gelungen ist, Akkarin buchgetreu umzusehen und seine Mysteriosität trotz der Erzählperspektive erhalten bleibt.

Es freut mich, dass die Stimmung des OS bei dir so gut ankommt. Auch wenn die Grundstimmung wieder einmal eher traurig ist. Aber Akkarin ist nun einmal ein sehr tragischer Charakter, der zu der Zeit, zu der die Geschichte spielt, zugunsten eines höheren Wohls wiederholt entgegen seiner Moral handeln musste und er das sicher nicht gerne getan hat.

Aus diesem Grund kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Soneas Furcht und Abneigung leicht für ihn zu ertragen sind, auch wenn er vorgibt, als würde ihn alles kalt lassen. Denn diese Maske hat er sich über die Jahre hinweg aus Selbstschutz angeeignet, was ihm zugleich jedoch auch gelegen kommt, weil er durch sie unnahbar und ehrfurchtgebietend wirkt, so dass unbequeme Fragen gar nicht erst aufkommen. In den Büchern gibt es nur wenige Stellen, an denen man erahnen kann, dass unter dieser Maske ein Mensch mit Gefühlen steckt, weil Canavan hier wirklich sehr subtil gearbeitet hat. Und wenn man sich ins Gedächtnis ruft, was er selbst durchmachen musste, wäre es höchst verwunderlich, wenn es ihm leicht fällt, anderen Schaden zuzufügen, selbst wenn es für ein höheres Wohl ist.

Leider wird das auf Grund mangelnder Fähigkeit, die Feinheiten zwischen den Zeilen zu lesen, gerne übersehen, was zu einer Missinterpretation dieses wunderbaren Charakter führt.

Ursprünglich hat Akkarin Sonea nur als Novizin erwählt, weil die Umstände ihm keine Wahl gelassen haben. Aber dabei hat er auch Potential in ihr gesehen, welches er fördern möchte. In Sachaka hat er miterlebt, wie das Talent vielversprechender potentieller Magier vergeudet wird. Schon alleine das ist Grund genug, sich um Soneas Ausbildung zu kümmern, wo er schon die Verantwortung für sie übernommen hat. Zudem ist es ein kleiner Beitrag zur Verteidigung der Gilde. Ich denke, diese Gründe sind für ihn sogar noch wichtiger, als sich um Sonea zu kümmern, weil man es von ihm als Hohen Lord erwartet, so wie man von ihr herausragende Leistungen erwartet.
Ich halte es sogar für möglich, dass er aus obigen Gründen grundsätzliches Interesse daran hätte, Novizen zu unterrichten, seine Position und sein Geheimnis ihm dabei jedoch im Weg stehen.
Aber dazu an anderer Stelle mehr :)

Bei einer Person wie Akkarin kann ich mir nur schwer vorstellen, dass er bewusst in Soneas Zimmer gegangen ist, da er weiß, wie sie auf ihn reagiert und es in jeder Hinsicht unangemessen wäre. Und nebenbei ziemlich gruselig^^ Wir kennen ihn zwar als berechnend, kontrollierend und überlegt in seiner Handlungsweise, aber ich kann mir vorstellen, dass er im Privaten hin und wieder seine schwachen, ’sterblichen’ Momente hat. Und ich denke, das ist so eine Stelle, weil hier sehr viel zusammenkommt, das ihm zu denken gibt.
Ob Akkarin zu diesem Zeitpunkt schon in Sonea verliebt ist, kann man sicher lange spekulieren :D Wenn er es ist, dann ist er sich dessen nicht bewusst. Ihre Persönlichkeit und ihre Fähigkeiten beeindrucken ihn dagegen, seit er ihre Gedanken gelesen hat und ich halte es für wahrscheinlich, dass er insgeheim Mitgefühl für sie und ihre Situation empfindet, weil er ihr eine abgeschwächte Form dessen antun muss, was er selbst erlebt hat. Die Erleichterung, die er verspürt, weil sie Dorrien einen Korb gegeben hat, könnte allerdings ein Indiz dafür sein, dass er bereits latente romantische Gefühle für sie hat. Denn ich glaube, dass auch wenn er unter seiner Maske ein Mensch mit Gefühlen ist, wird er diese unterdrücken, wenn sie unerwünscht sind oder auch gar nicht erst die Möglichkeit in Betracht ziehen, er könnte nach Isara überhaupt noch einmal Gefühle für eine Frau entwickeln. Ganz unterdrücken und wegrationalisieren wird er seine Gefühle jedoch nicht, weil er dadurch zu dem Monster würde, unter dem er fünf Jahre gelitten hat. Zugleich würde das den Büchern widersprechen.
Aber auch dazu an anderer Stelle mehr ;)


Vielen Dank, dass du Akkarins Beweggründe für seine unorthodoxen Unterrichtsmethoden, nachvollziehen kannst, da diese teilweise doch sehr umstritten sind. Deswegen möchte ich die Gelegenheit nutzen, um ein Statement zu diesem Thema abzugeben, das meiner Meinung nach längst überfällig ist.

Die Einstellung mancher ’Fans’ zu diesem Thema macht mich manchmal regelrecht wütend. Denn wenn es um Akkarin geht, verstehe ich keinen Spaß. Ich habe schon des Öfteren mitbekommen, dass seine Methoden als zu ’hart’ empfunden werden. Zugleich werden ihm als Begründung, warum er zulässt, dass Sonea von den anderen Novizen gepiesackt wird, allerhand unreife Motive wie Stolz, Sturheit, Trotz, Unflexibilität, mangelndes Verantwortungsbewusstsein und dergleichen unterstellt.

Ich bin wahrhaftig nicht mit allem bei Canavan einverstanden. In Bezug auf Akkarin hat sie in ihrer ersten Trilogie jedoch durchgehend konsequent und folgerichtig gearbeitet. Seine Beweggründe, warum er nichts gegen Regin und seine Freunde unternimmt, werden in Kapitel 33, ’The Novice’ schwarz auf weiß erklärt: ’Every time they attack her she stretches herself. She’s learning to defend herself in ways neither Balkan or Yikmo can teach her. I’m not going to stop Regin and his accomplices. They’re the best teachers she has.’
In diesem OS habe ich eigentlich nichts anderes getan, als das noch einmal zu wiederholen und die ganze Angelegenheit aus seiner Perspektive darzustellen. Ja, es ist grausam. Aber er wäre nicht Akkarin, wenn er nicht ganz genau wüsste, was er tut und riskieren kann.

Und seine Methode ist überaus effektiv.

Wer nach Abschluss der Lektüre der Trilogie dies noch immer anzweifelt, hat meiner Meinung nach etwas Grundlegendes nicht verstanden. Sowohl in Bezug auf Akkarins Figur als auch in Bezug auf menschliche Denk- und Verhaltensmuster im Allgemeinen.
Oder ist noch nicht seinen Kleinmädchenphantasien entwachsen.

Für mich waren Akkarins Motive von Anfang an klar, auch wenn ich sein Geheimnis beim ersten Lesen der Bücher noch nicht kannte. Wäre ihm seine Novizin egal, würde er sich anders verhalten. Er würde ihr nicht Lord Yikmo zur Seite stellen und ihre Noten in Kriegskunst würden ihn nicht kümmern.
Das Problem liegt nicht bei ihm - weder bei seinem Stolz noch irgendwelchen anderen kindischen Gründen, aus denen er sie angeblich vernachlässigt. Das Problem liegt einzig bei Sonea. Ihr ist an diesem Punkt nicht mehr zu helfen, sie will seine Hilfe nicht einmal, weil sie weiß, dass es nichts ändern würde. Sie muss sich alleine aus dieser Situation helfen und das gelingt ihr schließlich sogar.
Indem sie sich Regin in der Arena stellt, emanzipiert sie sich über ihn und sorgt dafür, dass niemand es je wieder wagt, sie zu schikanieren. Die dazu nötige Entschlossenheit kann sie nur in sich selbst finden und nicht, wenn ihr jemand die Hand dabei hält.

Natürlich hat Sonea völlig recht damit, Akkarin zu jener Zeit zu hassen, aber sie begreift schließlich, wie viel er für sie getan hat, auch wenn das meiste nur indirekt war. Mit Rothen wäre es ihr nie gelungen, sich den Respekt der anderen Novizen zu erarbeiten, weil er viel zu nett und zu weich ist und sie nicht entsprechend gefördert hätte.
Da ich mich in Sonea so sehr wiederfinde, kann ich Akkarin seine Handlungsweise nicht einmal übelnehmen, weil ich selbst schon oft genug in Situationen war, aus denen ich mir nur selbst helfen konnte und Hilfe kontraproduktiv gewesen war. Von daher kann ich ihm seine ’Grausamkeit’ mit Freuden nachsehen.

Akkarin tut für Sonea, was er kann, damit sie lernt, sich selbst zu helfen, weil er selbst nur allzu gut weiß, dass dies manchmal der einzige Weg ist. Da sie ihn hasst und fürchtet, sind seine Möglichkeiten jedoch beschränkt. Die Alternative bestünde darin, sie vorzeitig in sein Geheimnis einzuweihen und so ihr Vertrauen zu gewinnen. Aber das würde zu viele Risiken mit sich bringen.
Und an dieser Stelle wird ihm gerne ein weiterer kindischer Grund untergeschoben: Er schweigt, weil er sich für seine Vergangenheit schämt.
Es ist richtig, dass er sich schämt. Niemand, der noch ganz bei Sinnen ist, wäre auf eine solche Vergangenheit stolz. Schon gar nicht ein Ehrenmann wie Akkarin. Aber wenn es um Kyralias Sicherheit geht, kümmert ihn sein Stolz herzlich wenig. Und auch hier werden die Gründe für sein Schweigen in den Büchern erklärt (siehe auch Kapitel 7, ’The High Lord’): Wenn er jemandem von seiner Vergangenheit berichtet, geht er damit das Risiko ein, dass die Ichani die Bestätigung erhalten, dass die Gilde schwarze Magie verboten hat und dann wäre die Katastrophe da, die er zu verhindern versucht. Und genau das passiert, als sein Geheimnis ans Licht kommt. Weil er vorausgesehen hat, dass niemand ihm glauben würde. Nicht einmal Lorlen hätte er sich anvertrauen können. Denn er kennt seinen Freund zu gut, um zu wissen, dass er Maßnahmen ergriffen hätte, die genau dahin geführt hätten.


Ich reagiere ziemlich allergisch, wenn ich mitbekomme, wie dieser großartige Charakter, der Akkarin ist, weichgespült wird und seine Denk- und Handlungsweisen so zurechtgebogen werden, dass es in die heile Welt des kleinen Fangirl-Hirns passt. Am besten noch, wenn er dabei vom tragischen zum strahlenden Helden mutiert und zu Sonea Rettung herbeieilt, was die obenzitierte Aussage hinter seinen Absichten und Soneas Emanzipation über Regin ad absurdum führt.

Würde es einen anderen Weg geben, wie Akkarin ihr aus dieser Situation mit den anderen Novizen helfen kann, so hätte er ihn gewählt.


Es war eine regelrechte Freude, deine Gedanken zu dieser Geschichte, die zu schreiben mir so viel bedeutet hat, zu lesen, und ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal bei dir bedanken, weil du meine Denkweise und meine Verärgerung über diverse Fehlinterpretationen dieses wunderbaren Charakters teilst :)


Liebe Grüße,
Lady Sonea


PS: Weil ich es für wichtig halte, habe ich der Fragstellung der Geschichte noch hinzugefügt: „Warum unternimmt Akkarin nichts gegen Regin und seine Freunde?“
06.09.2014 | 11:45 Uhr
Hallo Lady Sonea
Ich finde den OS auf seine traurige Weise sehr schön. Das Akkarin sich so sehr Gedanken um Sonea macht... Würde ich nicht wissen das die beiden doch noch zu ihrem Glück kommen (wenn im Moment auch ähh unterbrochen^^) dann wäre es wohl noch trauriger. Ich war ja am Anfang ein wenig skeptisch ob Alkarin so als Erzählcharakter taugt, aber sowohl der Prolog von "Die zwei Könige" als auch dieser OS haben mich vom Gegenteil überzeugt, wenn es denn so gut umgesetzt ist wie bei dir.
Freue mich auf jeden Fall auf das nächste Kapitel, lg Leene

Antwort von Lady Sonea am 06.09.2014 | 16:51 Uhr
Hallo liebe Leene,

Ja, irgendwie ist es traurig. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass sich Akkarin keine Gedanken um Soneas Wohlergehen macht. Nach außen wirkt er zwar bis auf ein paar eingestreute Hinweise in den Büchern so, als würde ihn das alles kalt lassen, ich halte es jedoch für unwahrscheinlich, dass dies sein Inneres widerspiegelt. Sachaka hat ihn härter gemacht, aber dadurch hat er nicht seine Menschlichkeit verloren.
Und auch, wenn er tut, was getan werden muss, und dabei nach außen skrupellos wirkt, so würden fehlende Schuldgefühle einfach nicht zu dem passen, was man aus den Büchern über ihn erfährt. Jemand, dem es leicht fällt, eine Novizin ihrem Ziehvater zu entreißen und seinen besten Freund zu kontrollieren, würde sich komplett anders verhalten. Doch das kann er niemandem zeigen, sondern versteckt es hinter seiner Maske, auf die er nicht nur auf Grund seiner Erlebnisse in Sachaka angewiesen ist, sondern auch um den finsteren Teil seines Geheimnisses zu wahren, was er nur kann, indem er Furcht verbreitet.
Und das finde ich wirklich traurig.

So, bevor ich dich mit meinen Charakteranalysen langweile: Ich freue mich, dass dir meine Umsetzung von Akkarin gefällt. In dieser OS-Sammlung wird er noch öfter als Erzählcharakter auftauchen, weil einige Fragen nur so beantwortet werden können und ich es selbst auch unheimlich spannend finde, aus seiner Perspektive zu schreiben.


Vielen Dank für dein Review und liebe Grüße,
Lady Sonea
07.05.2015 | 17:57 Uhr
Hey LadySonea

Ich habe mich gerade riesig gefreut als ich gesehen habe, dass du diese Geschichte geupdatet hast.
Mir wurde wieder schmerzlich bewusst wie sehr ich Lorlen vermisse in deiner Fortsetzung (ich weiss ihn überleben zu lassen wäre zu viel des Guten gewesen)
Aber ich mag Lorlen sehr gerne, und du beschreibst ihn so toll dass ich mir echt mehr von ihm wünsche :)
Besonders die Akkarin-Lorlen Interaktion gefiel mir, man merkte super Lorlens Zwiespalt in dieser Situation und ihm wird bewusst wie wenig er doch seinen besten Freund kennt. Aus diesem Grund finde ich es so Schade hatten die zwei nie die Möglichkeit sich auszusprechen am Schluss. :)

Ich muss dir auch sagen, dass ich bis jetzt jeden von deinen Lücken füllenden OS der Bücher toll fand. Die Trilogie hat so viele Szenen die es Wert gewesen wären geschrieben zu werden und ich bin glücklich über jeden den du hier rauflädst egal wie lange es dauern wird. :)

Zu den letzen Kapitel der zwei Könige werde ich hoffentlich in den nächsten Tagen die Zeit finden dir wieder mal ein Review zu hinterlassen. Und zu meiner Schande muss ich auch gestehen das ich mit der Akkarin Vorgeschichte noch nicht anfangen konnte, da mir einfach die Zeit fehlt.

Liebe Grüsse
Anna

Antwort von Lady Sonea am 08.05.2015 | 18:08 Uhr
Hallo liebe Anna,

Oh, vielen Dank für dieses liebe Review! :) Ich freue mich, dass dir diese OS-Sammlung und insbesondere auch dieser über Lorlen und Akkarin gefällt. Ich mag Lorlen auch sehr gerne, aber wie du schon sagst, es wäre für die Fortsetzung zu viel des Guten gewesen. Ein paar Charaktere müssen sterben und so ist das Weiterleben auch für Akkarin etwas schwerer. Für diese OS-Sammlung habe ich jedoch noch ein paar Geschichten mit ihm geplant, darunter einen über die letzten Minuten seines Lebens. Falls du Wünsche hast, über welche Situationen aus seinem Leben ich noch schreiben sollte, darfst du die gerne äußern :)

Über seine und Akkarins Freundschaft werde ich zumindest noch der Fortsetzung meiner Akkarin-Story schreiben (allerdings nur Akkarins Perspektive) und es reizt mich, eine Geschichte über ihre Zeit als Novizen zu schreiben, wo Lorlen dann auch Erzählcharakter wäre. Aber das wird noch dauern.

Tut mir leid, dass du so viel Stress hast. Ich hoffe, das legt sich bald wieder. Wenn du zwischendurch Zeit findest, würde ich mich auf jeden Fall sehr über deine Meinung zu den zwei Königen freuen. Aber mach dir deswegen nicht noch mehr Stress! Die Kapitel von ’Unter tausend schwarzen Sonnen’ sind übrgens sehr viel kürzer und daher vielleicht eine Alternative zum Lesen für zwischendurch, wenn es dir mit der anderen Story zeitaufwändig wird?


Liebe Grüße,
Lady Sonea
Epsilonte (anonymer Benutzer)
28.06.2015 | 21:00 Uhr
Hallo Lady Sonea,

nachdem ich mir mittlerweile einen Überblick über deine Werke verschafft habe, wollte ich zum ersten, von mir beendeten ein Review schreiben.
Doch zuerst: vielen Dank für die Rettung einer, für mich sehr fesselnden Geschichte. Zugegebenermaßen fand ich die ursprüngliche Trilogie zwar zum Teil, was den Schreibstil anbelangt ein wenig holprig, allerdings schaffte Trudi Canavan mich durch die Charakterentwicklung bestimmter Charaktere richtiggehend zu fesseln. Doch es gab auch einige Schwächen, zu denen ich aber erst nach (mindestens) einem weiteren Lesedurchgang Stellung beziehen möchte.
Und dann kam das Ende, und die Fragen, die einfach in der Luft hängen blieben. Ich war entsetzt, dass ich überhaupt so entsetzt über den Ausgang eines Buches sein kann. Gerade wenn man ein Faible für G.R.R. Martin hat, ist man eigentlich ein regelrechtes Charaktergemetzel gewöhnt, durchaus auch mit ordentlichen WTF Momenten, aber nachdem der erste Schock sich gelegt hat, sickert ein gewisses Verständnis für das zuvor Geschehene. Ganz im Gegensatz zum Ende von „The High Lord“.

Bis dato ging der Sektor Fanfiction ziemlich spurlos an mir vorbei. Unter anderem fand ich, der Gedanke, die Geschichte eines Autors einfach umzuschreiben, entbehrte nicht unbedingt einer gewissen Anmaßung. Doch dann kam der Präzedenzfall, die Autorin hatte zwar einen wunderbaren Kondensationskeim gelegt, allerdings fiel die Wolke sprichwörtlich in sich zusammen. Als pragmatische Leserin habe ich schließlich begonnen das Internet zu Lösungsvorschlägen, zu diesem Thema zu befragen und schließlich landete ich hier und wurde eines besseren belehrt.
Es war eine regelrechte Erleichterung, dass es nicht nur mir so ging. Weiters war ich äußerst erfreut, als ich den Wortumfang deiner Werke zur Kenntnis nahm; Lesefutter für Leseratten.

In meinem Review will ich jedoch nicht auf die Fortsetzung eingehen, sondern auf das elegante Verarbeiten offener Enden.
Gleich im ersten Abschnitt hast du eine für mich brennende Frage aufgegriffen, für die ich mir, mangels Alternativen von Autorenseite, selbst Erklärungen zurechtlegen musste. Die Szene, in welcher Akkarin des Nachts in Soneas Schlafgemach steht, war in meinen Augen zugleich berührend, wie beängstigend. Als Leser erlebt man diese Situation aus Soneas Blickwinkel und ich konnte zu gut ihre Empfindungen nachvollziehen.

Bitte korrigiere mich, falls mich meine Erinnerung trügt: Es wird im Buch, glaube ich, nicht ganz klar gesagt, ob er denn tatsächlich in ihrem Zimmer war, oder ob sie einen Albtraum hatte?! (Wie gesagt, mir fehlt mindestens ein Lesedurchgang ;) ) Auch wenn ich davon überzeugt war, dass es kein Traum war.
Für ersteren Fall hast du eine hervorragende und konsistente Erklärung für seine Beweggründe geliefert, die in der Tat auch meinen eigenen Gedankengängen entsprochen haben!

Du hast es geschafft, dem Charakter Akkarin, in dieser und in anderen Szenen, Worte zu geben, die mir von der ursprünglichen Autorin gefehlt haben. Es kann vielleicht sogar als ein gewisses Stilmittel interpretiert werden, dem Leser die Aufgabe anzuvertrauen die Bedeutung hinter den Kulissen selbst zu interpretieren und man will ja auch niemand eine gewisse Ratlosigkeit unterstellen….
Trotz der Worte, welche du ihm in den Mund legst, bleibt die wunderbar, durch Canavan skizzierte Figur bestehen. Im Gegenteil er bekommt sogar mehr Tiefe. Während man im Ursprungswerk Akkarins Intelligenz und Überlegtheit meist nur erahnen kann (nun gut, das hanebüchnene Ende… kopfschüttel), wagst du es dem Ganzen tatsächlich Form zu geben, ohne dabei den Bogen zu überspannen. Doch nicht nur seinem Charakter hat diese, ich nenne es mal "Überarbeitung" gut getan. Wie zum Beispiel Rothen, welcher als interessante Figur eingeführt wurde, doch im Laufe der Reihe wohl in die Schublade "liebenswürdig, aber nicht sonderlich intelligent" verfrachtet wurde.

Die Trilogie hat durch dein Zutun definitiv an Qualität gewonnen!

Für detailreichere Reviews möchte ich das Ende von "Die Bürde der Schwarzen Magier 1" abwarten. Soviel sei bis jedoch gesagt: es bewegt, und das mit Logik und Konsistenz! Ich ertappe mich immer wieder dabei, den Text einfach nicht aus de Hand legen zu können (mir sind ein paar kleine Tippfehler aufgefallen, was aufgrund das Umfanges kein Wunder ist).

Ich muss allerdings jetzt weiterlesen, die Spannung drängt! ;)

Ganz liebe Grüße ich freue mich auf weitere Arbeiten von dir, wenn ich dann durch alles durch bin!
Ursula

Antwort von Lady Sonea am 29.06.2015 | 20:25 Uhr
Hallo liebe Ursula,

Oh, vielen lieben Dank <3 Es freut mich zu hören, dass meine Geschichte die Bücher für dich retten konnten!

Was die Trilogie betrifft, so kann ich dir nur zustimmen: Der Schreibstil ist vor allem zu Beginn etwas holprig, wird aber mit der Zeit besser. Es war Canavans erste Trilogie und wenn man „The Magician’s Apprentice“, was sie danach geschrieben hat, liest, merkt man, dass dieser sich entwickelt hat. Einige Schwächen haben die Bücher wirklich, obwohl ich sie trotzdem liebe. Ich bin gespannt, was du dazu zu sagen hast :)

Ich habe „A Song Of Ice And Fire“ erst nach Black Magician gelesen und hatte vorher nur die Tode einiger Lieblingscharaktere in „Harry Potter“ zu verarbeiten, was nicht halb so schlimm war wie Akkarins Tod. Als ich dann gehört habe, dass bei Martin so viele Charaktere sterben, war ich skeptisch, da ich durch Akkarin schon vorgeschädigt war, zumal irgendwie niemand nachvollziehen konnte, warum ausgerechnet sein Tod so schlimm für mich ist. Auch bei ASOIAF habe ich oft geflucht und das Buch am liebsten in die Ecke gepfeffert, aber sämtliche Tode ergeben bei Martin einen Sinn und haben ihre Richtigkeit. Bei „The High Lord“ kann ich diese Richtigkeit jedoch auch nach 6 Jahren und unzähligen Lesedurchgängen der Trilogie nicht finden. Und wenn man sich Trudi Canavans Statement auf ihrer Homepage dazu durchliest, wird es auch irgendwie klar.

Aber das ist eigentlich kein Thema für ein Review und ich würde das lieber bei Gelegenheit, sowie das Thema Fanfiction und Respekt gegenüber dem Autor, in einer Mail weiter ausführen.

Im Buch wird tatsächlich nicht genau gesagt, ob Akkarin wirklich in Soneas Zimmer stand, oder ob sie sich das zusammengesponnen hat. Sie wird wach, weil sie etwas gespürt hat, und sieht ihn dann dort stehen. Dann verschwindet er ganz plötzlich und sie redet sich ein, dass es nur ein Traum war. Für den Rest der Nacht wird sie von ihm jedoch tatsächlich in ihren Träumen verfolgt. Es hätte also auch nur ein sehr realistischer Traum sein können, indem sie glaubt, gerade aufgewacht zu sein.
Allerdings glaube ich, dass sich in diesem Fall eine solche Szene eher in den ersten Wochen in der Residenz ereignet hätte. Aber Sonea lebt nun schon seit ein paar Monaten dort und so wie der Zeitpunkt gewählt ist, glaube ich, dass Akkarin wirklich dort war, weil er anfängt, sich Gedanken über seine Novizin zu machen. Wahrscheinlich wollte Canavan, dass der Leser hier über Akkarins Absichten nachdenkt. Allerdings finde ich, dass sie wirklich sehr viel der Interpretation überlässt.

Auf jeden Fall danke, dass meine Interpretation der Szene und meine Umsetzung Akkarins deine Zustimmung finden! :)

Hm, Rothen … ich weiß nicht, ob ich ihn wirklich als unintelligent bezeichnen würde. Ich finde vor allem, dass er als Charakter ziemlich blass bleibt und sich nicht weiterentwickelt. Leider hat Canavan ihm damit einen Weg vorgegeben, der mir selbst wenig Möglichkeiten bietet, seinen Charakter glaubhaft weiterzuentwickeln, so dass ich ihn z.B. nicht einfach auf Abenteuer schicken kann ;)

Oh Gott, jetzt traue ich mich gar nicht zu fragen, wie weit du mit dem „Spion“ bist … Aber schön, dass du so begeistert bist! Mal schauen, wann ich es schaffe, dich zu vergraulen. Aber wenn du George Martin liest, könnte das schwierig werden ;)


Liebe Grüße,
Lady Sonea

PS: Ich glaube, die meisten Fehler schleichen sich tatsächlich beim Editieren ein. Mir fällt immer auf den letzten Drücker irgendeine Formulierung auf, die mir plötzlich nicht mehr gefällt und dann bleiben Wörter oder Buchstaben übrig :D
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