Reviews 1 bis 25 (von 209 insgesamt):
19.07.2018 | 13:39 Uhr
zur Geschichte
Es ist schon einige Zeit her, dass ich angefangen habe diese Geschichte zu lesen. Irgendwann habe ich aufgehört. Nicht weil sie mir nicht gefiel, sondern weil ich von dem Thema „Trans-Menschen“ keine Ahnung hatte, ich persönlich keine kenne und mich allgemein damit nie befasst hatte. Ich hatte mich deshalb gefragt wie realistisch deine Schilderungen sind.
Inzwischen ist mir klar, dass es ein sehr komplexes Thema ist und ein Roman, eine Liebesgeschichte keinen Anspruch auf Vollständigkeit haben kann. Also habe ich, allerdings mit längeren Pausen, weitergelesen. Manches musste ich tatsächlich erst „verarbeiten“.

Aus meiner Sicht ist die Geschichte stimmig, realistisch und sehr gut geschrieben. Außer vielleicht das Ende. Möchte ein Mann, geboren als Frau, tatsächlich Kinder gebären? Aber es ist ein schönes, sehr positives Ende.

Was mir auch sehr gut gefallen hat, sind deine Beschreibungen der verschiedenen Orte. Ich denke da z.B. an Prora. Wir sind bei unserem Urlaub auf Rügen dort vorbeigefahren. Eine furchtbar beklemmende Stimmung von Anfang bis Ende. Ich wollte gar nicht aus dem Auto aussteigen.

Die Links habe ich noch gar nicht alle angeklickt. Das mache ich jedoch auf jeden Fall noch.

Ich danke dir sehr für diese interessante Geschichte und die zusätzlichen Informationen und hoffe mal wieder etwas von dir lesen zu dürfen.

Herbstlady
felis (anonymer Benutzer)
14.06.2018 | 15:16 Uhr
zu Kapitel 106
Hallo Katze,
ich finde deine Geschichte wirklich beeindruckend. Die Charakterentwicklung, die Liebesgeschichte, aber auch die Art wie du das Thema Transgender aufgegriffen hast.

Deine zusätzlichen Links und Videos sind eine tolle Idee, wenn man aber von deiner Geschichte so gefesselt ist, liest man allerdings weiter. Daher eine kleine Bitte: nicht jeder kennt sich überall aus und kann daher mit Abkürzungen wie die von dem Kasten auf Rügen etwas anfangen. Egal ob Seminararbeit oder Geschichte, man schreibt immer für den "dummen" Leser.

Apropos Links. Der Link zu den Fotos, tausend Dank. Die Menschen wurden beeindruckend dargestellt!

Wegen dem Schluss: Ich kenne persönlich keinen schwangeren Trans*mann und kann mich daher nur auf Interviews im Fernsehen beziehen. Dort schilderten sie die Zeit als sehr schrecklich für sie. Nichts ist weiblicher als schwanger zu sein. Dabei sind sie doch Männer. Das hat sie psychisch ziemlich geschafft. Und ja, ich hab das Video von Elliot noch nicht angeschaut.
Ich stelle es mir außerdem auch schwierig vor als "nicht klassisches" (wie das schon klingt...) Paar ein Kind in Pflege aufzunehmen.
Aus diesen Gründen weiß ich nicht, ob deine Geschichte nicht zu rosarot endet. Gerade weil alles so realistisch wirkte, ist mir das Ende zu strahlend. Es kann ja dennoch alles so gekommen sein, aber bestimmt nicht ohne Tränen, Nerven, Wut und Co. Das solltest du daher kurz erwähnen. Deine Geschichte ist ein Juwel, aber so wäre sie dann echt/perfekt.

Vielen, vielen Dank und liebe Grüße, felis
14.03.2017 | 13:30 Uhr
zu Kapitel 106
Hallo,

ich weiß noch gar nicht, ob ich meine Eindrücke beim Lesen überhaupt schon in Worte fassen kann, aber ich möchte mich bei dir für diese Geschichte bedanken. Als ich gestern Abend aus einer Laune heraus "trans" in die Suchfunktion eingab, habe ich viel erwartet, aber eher nicht, dass ich die halbe Nacht (bis morgens um fünf) lesend verbringen würde. Um ehrlich zu sein, habe ich bei trans* Protagonisten immer ein wenig Angst, dass es in der Geschichten von krassen Fehlinformationen und unrealistischen Beschreibungen nur so wimmelt, aber diese Sorge hat sich hier zum Glück als unbegründet erwiesen (und ich konnte mich in vielem wiederfinden). (Fand es auch sehr schön, dass du immer Erfahrungsberichte uä. von trans* Menschen verlinkt hast, falls Leser*innen sich weiter informieren möchten.)
Auch dein Umgang mit anderen (schwierigen) Themen wie z.B. dem Altersunterschied zwischen Leo und Jules, ungesunden Beziehungen, Leos Schwierigkeiten sich in Hamburg und der Uni zurechtzufinden, Jules' Familiensituation (nur um mal ein paar Punkte zu nennen), hat mir sehr gut gefallen.
Vielen Dank, dass ich in den letzten Stunden in Jules' (und Leos) Leben eintauchen durfte, es wird sicher nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich diese Geschichte lese. Und danke für das Oslo/Norwegen-Fernweh. :D Ich gehe mal für einen Urlaub sparen.
Würde mich freuen, falls es irgendwann noch einmal eine Geschichte von dir zu lesen gibt. :)

Viele Grüße
inmusikverliebt/Noah
prettygirl (anonymer Benutzer)
10.02.2017 | 21:16 Uhr
zu Kapitel 106
Hey,
zufällig habe ich bemerkt, dass du dieses Werk vollendet hast. Gratuliere!!! :))
Sorry, aber ich habe in den letzten Monaten bei FF nur wenige Geschichten gelesen, zur Entspannung und Ablenkung, lustig-flockig-leichte Lektüre. ;)
Darum bin ich bei Jules und Leo auch nicht weiter gekommen, denn ganz so flockig geht's hier ja nicht zu. ^^ Ihr - also du und deine beiden Jungs - seid allerdings nicht in Vergessenheit geraten! Aufgeschoben ist ja schließlich nicht aufgehoben, gell?! ;D

Eigentlich wollte ich dir hier, jetzt und heute auch nur kurz auf die Schulter klopfen und dich beglückwünschen! Du hast es also tatsächlich geschafft und wenn ich das richtig verstanden habe, gibt es sogar ein HE. :)) Das freut mich besonders und motiviert mich enorm, mir endlich die Zeit zu nehmen und die Story weiterzulesen.

Dann....genieße deine neue Freiheit ;) ... die viele Freizeit und das erhabene Gefühl, etwas Großartiges fertiggestellt zu haben.
GlG Phoebe
13.01.2017 | 00:30 Uhr
zu Kapitel 106
Wenigstens zum Abschluss lasse ich dann doch ein Review nach dem ganzen stillen Mitlesen da.

Es ist eine ganz besondere, einfühlsam geschriebene Geschichten, auch wenn sie mich an vielen Stellen schon beim Lesen echt viele Nerven gekostet hat...
gleichzeitig hast du die Unsicherheiten und Ängste sehr gut nachvollziehbar geschildert.
Dementsprechend hab ich den Abschied auch noch ein bisschen rausgezögert, bevor meine Neugierde die Überhand gewonnen hat.
Ein wunderschönes Happy End genau nach meinem Geschmack :-)
Jetzt geh ich glücklich und zufrieden schlafen.

Liebe Grüße,
Snoopy
05.01.2017 | 18:54 Uhr
zu Kapitel 106
Hallo Katze,
Jetzt habe ich den Rip Tide abschiedsblues so weit überwunden das ich auch ein Abschluss Review schreiben kann ( außerdem war ich vorher nur am Handy und das ist unbefriedigend).
Interessanter Kniff mit dem Perspektiv wechsel. Ich kann dir immer noch nicht sagen ob ich es gut oder nicht so gut fand.
Gut daran fand ich:
- mal Leo ‚kennenlernen’ ( wobei da ein Kapitel zu kurz ist)
- Ich kann das schlecht erklären. Versuche es aber mal. Daduch das so viel zeit vergangen ist und so viel geschehn ist hättest du Jules so viel fühlen und erinnern lassen müssen um die Leser wieder auf den aktuellen stand zu holen. Das wäre anstrengend gewesen. So konnte Jules ein wenig geheimnisvoll und nicht erklärbar bleiben.

Nicht so gut fand ich:
- Ich hab so viel zeit mit Jules verbracht und dann ist er plötzlich weg und ich darf nicht noch einmal in ihn schlüpfen. Ich fühlte mich fast ein wenig betrogen. ( „ neeeiiiin ich will dich nicht Leo geht weg! Ich will Jules!“) aber vielleicht war das auch einfach der normale Abschiedsschmerz. Schließlich will man nie das eine gute Geschichte endet.

Inhaltlich fand ich das letzte Kapitel sehr schön und ich freue mich über deinen Mut den beiden so ein richtig fettes Happy End zu gönnen. War das deine Dozentin die gesagt hat das sie sich eigentlich nicht hätten kriegen dürfen? Doch! Wo wenn nicht in der Literatur darf auch mals alles genau so sein wie man sich das wünscht.
Herzlichen Glückwunsch. Du hast es also echt geschafft. Du darfst dir jetzt wirklich stolz auf den Rücken klopfen und das gleich in zweifacher Hinsicht. Du hast das Kunststück vollbracht einen Roman abzuschließen und dann ist es auch noch so ein guter mit so starken Figuren. Ja ich werde Jules und all die anderen sehr vermissen und bin schon gespannt was du mit all der frei gewordenen Zeit anstellen wirst. Jetzt darfst du erst einmal mit fug und recht faule sein und Serien schauen^^
Liebe Grüße
Polly

Antwort von TheLifesIneverhad am 05.01.2017 | 21:39:39 Uhr
Hallo Polly!

Ja, die Arbeit. Irgendwie ist es cool alle wieder zu sehen, aber es ist schon auch ein wenig schade um meine beschnittenen Freiheits/Freizeitsflügel. Es ist doch ein klein wenig einfacher so kreativ zu sein, wenn Schreiben nicht erst abends nach einem ermüdenden Tag mit vielen lärmenden Kindern stattfinden kann.

Ich hoffe ja insgeheim, daß der Schreibflash sich noch ein wenig hält und ich wieder eintauche in "t w o", aber es ist schon auch sehr genial mal keinen Schreibdruck inklusive latent schlechtes Gewissen zu haben und sich einfach nur darüber zu freuen (und gleichzeitig traurig zu sein), daß eine Geschichte abgeschlossen ist.

Ja, die Experimente. Der Ich-Perspektivwechsel kam schon wirklich sehr unerwartet und abrupt - und du warst mit Sicherheit nicht die Einzige, die das nicht komplett gelungen fand. Ich verstehe auch wirklich gut, was du meinst mit irgendwie interessant, aber dann doch nicht genug und außerdem konnte ich mich gar nicht richtig von Jules verabschieden, der auf einmal so uneinsehbar ist wie Leo, die ganze Zeit, aber ... ich musste es dennoch machen. Es hat mich einfach zu sehr in den Fingern gejuckt - also, fast schon so richtig körperlich, nicht nur bildlich ;-) Kennst du das? Wenn Ideen zu so einer Art körperlichen Energie werden beim Schreiben.

Interessanterweise ist mir dadurch Leo wirklich nochmal ganz anders in den Fokus gerutscht. Ich lese selbst gerade nochmal nostalgisch in verschiedenen Rip Tide-Kapiteln herum und - seitdem ich den Epilog geschrieben habe, frage ich mich beim Lesen gerade ständig wie Leo das ganze eigentlich erlebt hat. Und so ungefähr weiß ich das ja auch, weil ich ja immer eine zwischen den Zeilen erkennbare Grundintention seiner Gedanken und Gefühle durchschimmern habe lassen, aber so richtig konkret habe ich dann doch keine Bilder dazu gehabt. Das ist echt eine für mich sehr spannende Konsequenz aus dem kleinen Experiment.

Und dann das Happy Ending! Das musste sein und war ja sozusagen auch im Klappentext (aka Kurzbeschreibung angedeutet.) Ja, sie sind angekommen, in einem ziemlich guten, gemeinsamen Familienalltag, der auf dem kleinen Wochenendausflug schon eher "alles super" gezeichnet wurde, aber ich hoffe in einigen Nebenbemerkungen ist auch klar geworden, daß das jetzt kein vierjähriger Dauerurlaub auf Wolke 7 gewesen ist.
Der Ratschlag (schon auch ein spannender Gedanke) mit "Sie kriegen sich nicht") das war dieses coole Seminar nach dem Motto: Wenn sie sich am Ende nicht kriegen, ist es hohe Literatur ;-))))) Aber - nee! Erscheint mir gerade gar nicht plausibel.

Und Kinder müssen sie einfach haben, weil das halt wirklich eine der letzten Bastionen ist. Der Trans*vater hier in Neukölln hatte so krasse Probleme mit den Ämtern, weil die ihn trotz Personenstandswechsel immer als "Mutter" geführt haben. Solche Dinge eben ... leider. Die sind dann doch so gar nicht richtig Happy Ending immer noch. Aber langsam, langsam ... es wird - es muss gesellschaftlich sich einfach weiter entwickeln. Und vielleicht kann so ein literarischer Familienentwurf ja ein kleines Puzzleteilchen im utopischen Gesamtbild liefern.

Ja, ich bin wirklich ein bißchen stolz beziehungsweise ich fühle mich gerade irgendwie so satt und zufrieden. Das ist echt genial. Aber - kann sich auch schnell wieder ändern, denn ... ich plane von Rostock wieder nach Rocky Beach umzuziehen und mit jetzt zeitnah mit "t w o" weiterzumachen. Auf meinen Arbeitsfahrten mit der U-Bahn schreibe ich gerade an einem Kapitel mit der Überschrift "Stanford" ;-)

Und ja, Serien: da wären einige Folgen "Supernatural" nachzuholen und "Sense8" hat ein Weihnachtsspecial auf netflix herausgebracht, bald geht "The Flash" weiter und "Legends of Tomorrow" (ich hätte nie gedacht, daß ich mal ins Marvel Universum einsteigen würde), aber - gerade habe ich echt Lust auf lesen und schreiben. (Das hört sich echt nach Grundschule an.)

Nochmal ganz, ganz herzlichen Dank an dich, Polly, für deine wunderbar kritische Unterstützung. Ich habe das wirklich sehr, sehr geschätzt.

Allerliebste Grüße und wir sehen uns in Kalifornien am Strand wieder ;-) Die Katze aka Lifes (das ich wohl jetzt erstmal nicht mehr benutzen werde)

P.S. Jetzt werd ich schon wieder sentimental, weil ich jetzt das Gefühl habe, daß ich nach dem Abschied von der Geschicht nun auch so halb endgültig Abschied von diesem Account nehme.
04.01.2017 | 21:43 Uhr
zu Kapitel 106
Hey! :)

Gerade fühle ich mir sogar ein bisschen schlecht, weil du in der letzten Woche so viele Kapitel rausgebracht hast & ich trotzdem erst jetzt dazu kommen dir zu schreiben. Und irgendwie bin ich gerade auch traurig, dass ich die Geschichte nicht von Anfang an hatte begleiten können - irgendwie kommt das Ende dann doch schon sehr schnell und abrupt wenn man mittendrin beziehungsweise erst gegen Ende einsteigt. Und - aber vielleicht bilde ich mir das auch nur ein - die Melancholie ist dadurch irgendwie deutlich größer, dass man jetzt eben nicht mehr ständig auf ein wundervolles neues Kapitel warten kann.. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass es für dich als Autor ein Lebensabschnitt ist, den man auch irgendwann zu Ende bringen muss, damit man den Kopf für andere Dinge frei hat.. .

Ich habe auf jeden Fall den größen Respekt vor dir & davor was du hier für eine tolle Geschichte geschrieben hast. Gerade in den letzten Kapiteln hatte ich so oft eine Gänsehaut am ganzen Körper, weil mich die Zwei mit ihrer Art so sehr berüht haben.
Gerade eben habe ich auch versucht, das von dir verlinkte Video zum letzten Kapitel noch zu schauen, aber: keine Chance.. Ich würde hier als heulendes Bündel enden (und eigentlich bin ich bei sowas einfach null emotional, aber bei dem Gedanken an Jules & Leo passt das Lied einfach so gut & da kamen mir dann fast die Tränen, da musste ich es aus machen) und mein Mitbewohner würd sich bestimmt sehr wundern ^^. Ich mag total, wie es bis zum letzten Satzt zwischen den Beiden immernoch ein bisschen Unsicherheit in manchen Situationen gibt - das ist so unglaublich greifbar wie ich finde & hat das ganze für mich nur noch 'realer' gemacht. Und ja, auch wenn du sagst, dass es ja quasi Jules Reise darstellen soll & du es ja auch nur als Ausenstehende betrachten kannst - ich finde es unglaublich realistisch geschrieben! Auch das Ende hat mir wirklich gefallen, auch wenn ich zuerst gar nicht sofort kapiert habe, das Lux (interessanter Name im übrigend, wie bist du denn auf den gekommen?) der Sohn von den Beiden ist & ein Baby Nummer 2 unterwegs ist. Damit hätte ich wirklich am allerwenigsten gerechnet, aber es passt immer besser, je öfter ich so im Nachhinein darüber nachdenke... .
Und bevor ich vor dem PC wirklich noch in irgendeine peinliche Emotionalität (ist das überhaupt ein Wort? ^^) ausbreche bleibt mir nur noch zu sagen: Danke dir, für deine ganze Mühe! Du kannst so stolz auf dich und die Jungs sein!

Alles liebe, vielleicht hört/liest man sich ja irgendwann wieder,
Muna

Antwort von TheLifesIneverhad am 05.01.2017 | 21:05:38 Uhr
Hallo Muna ;-)

Das mit den vielen Kapiteln an Feiertagen ist aber auch ein wenig schwierig, denn dann sind ja alle auch beschäftigt mit tausend Dingen oder wollen auch einfach mal nur ausspannen und konsumieren statt reviews schreiben ;-) Aber ich habe mich sehr gefreut, daß du dich meldest zum Abschluß.

Ich glaube, ich kann verstehen, was du meinst mit sozusagen nicht den ganzen Weg mitgegangen zu sein, aber ... da waren auch so unglaublich viele Hänger (mit 2-6 Wochen Abständen pro Kapitel) drin - gerade in den letzten Kapiteln vor meinem Schreibmarathon. Ich selber betrachte es immer als Luxus abgeschlossene Geschichten am Stück lesen zu können, aber natürlich begleiten sie einen dann nicht wirklich so lange.

Ist mir jetzt tatsächlich doch noch der Faux-pas unterlaufen, daß ich Lux ein Geschlecht zugeteilt habe??? Und ich habe mich so bemüht "er" oder "sie" zu vermeiden. Ich muss gleich nochmal das Kapitel darauf hin untersuchen, denn eigentlich wollte ich ja genau das offenlassen und habe deswegen händeringend immer wieder neue Formulierungen gesucht.

Der Unisex-Name "Lux" wurde inspiriert durch den Namen von einer der beiden wunderbaren Frauen, die die Geschichte zusammen gelesen haben und deren review genau unter deiner steht ;-)

Das mit dem Kopf frei hast du echt gut getroffen. Ich bin jetzt tatsächlich die letzten beiden Abende von der Arbeit nach hause und war so: "Hm *tüdelü*, mal gucken, was ich heute am Feierabend noch mache." anstatt diesen latenten Druck zu haben, daß da ja eigentlich noch etwas wartet und ich ja eigentlich noch schreiben müsste, sollte, könnte. ;-) Das hat sich wirklich auf eine Art sehr angenehm frei und leicht angefühlt.

Wahrscheinlich ändert sich das aber schon bald wieder, denn ich möchte gerne den Flow nutzen um wieder bei meinem alten Forum "Die Drei ???" einzusteigen. Dort habe ich auch so eine "Riesen"geschichte am Laufen unter dem Psyeudonym "La Chat Noir" und diese habe ich im letzten Jahr sträflich vernachlässigt.

Aber neben der wirklich starken Melancholie über den Abschied von Jules und Leo und dem Rip Tide-Universum, ist es auch echt ein tolles Gefühl, daß ich es wirklich geschafft habe den Plan zu verwirklichen und die Geschichte abzuschließen.

Falls ich mal wieder mit einer eigenen Geschichte um die Ecke biegen sollte, dann werde ich sie auf diesem Profil schreiben. Bin selber schon gespannt, ob das passieren wird und um was es dann wohl gehen wird ;-) Momentan gibt es da nämlich noch keine neue Idee.

Ganz liebe Grüße an dich von der Katze
04.01.2017 | 12:30 Uhr
zu Kapitel 106
Hallo Katze,

da ist es, dass Ende. Das Fähnchen. Ein Abschluss.

Die letzten Wochen haben Lumen und ich viel Zeit mit deiner Story verbracht, so manche Nacht zusammengesessen und geträumt, überlegt, gelitten und gelacht. Das alles war ziemlich intensiv und passiert mir hier nicht häufig.

Leo und Jules, eine außergewöhnliche Liebe und doch irgendwie auch nicht, weil die beiden eben auch nur zwei Menschen sind, die sich begegnet sind und die Liebe dabei gefunden haben.

Ich bin ein bisschen traurig, dass deine Geschichte jetzt zu ende ist und das wird wohl auch noch ein paar Tage so bleiben, aber das ist gut und richtig so, denn sie beschäftigt mich und hat einen Platz in meinem Herzen verdient.

Leo und Jules haben ein Zuhause ineinander gefunden, gekrönt mit einer eigenen Familie. Das ist so schön und so berührend für mich, dass ich mir wirklich die ein oder andere Tränen vergießen muss.

Gerne würde ich dir viel mehr schreiben und gerade jetzt, da kann ich das doch nicht.
Rip Tide ist so viel mehr als "nur" eine Liebesgeschichte für mich, aber was das genau ist, das behalte ich an dieser Stelle für mich.

Mach's gut und Danke,

Katharina & Lumen

Antwort von TheLifesIneverhad am 05.01.2017 | 20:47:36 Uhr
Hallo Ihr beiden!

Das Fähnchen ist echt mit zitternder Hand gesetzt worden und so ein bißchen mit diesem Klischee von "Mein Leben zieht an mir vorbei!" - also, in diesem Fall der Schreibprozess der letzten 2 1/2 Jahre. Wie ich den Account angelegt habe und dann langsam und zögerlich angefangen habe diese eigene Geschichte dort auszubreiten. Davor habe ich ja immer nur im vertrauten "Rocky Beach" geschrieben.

Ich mochte eure Zusammenfassung von Rip Tide sehr, denn genau darum ging es mir: zwei Menschen, die ihre zwei Leben beginnen ineinander zu flechten. (Und eben nicht: Schaut mal her, wie krass ist das denn? Ein Trans*mann und ein soviel jüngerer Mann, der erstmal checken muss, daß er wahrscheinlich auf Männer steht.)

Es war echt interessant wie sehr das Ende der Geschichte auch in mir deutlich wurde. Ich habe gerade in der Antwort an Polly geschrieben, daß ich eigentlich noch ein Kapitel mit eine Szene am Neujahrsmorgen am Strand mit den beiden hatte, aber ... sie hat nicht mehr gepasst. Ich bin einfach "leer" geschrieben und es fühlt sich jetzt aber auch ganz befriedigend rund an - gerade mit dem Epilog.

Vielleicht habt ihr ja auch eine gewissen Ähnlichkeit bei einem Namen entdeckt ;-) der dort aufgetaucht ist.

Ich melde mich in den nächsten Tagen noch per Mail. Jetzt da mich die Schule wieder in Beschlag genommen hat, ist es leider wieder sehr viel anstrengender Zeit am Computer zu verbringen abends.

Ich habe mich wirklich sehr darüber gefreut, wie intensiv ihr mich in den letzten Tagen, Wochen beim Abschluss dieser Geschichte und über meinen feiertäglichen Schreibflash hinweg, begleitet habt. Dafür an euch beide nochmal ein ganz herzliches Dankeschön. Das hat mir richtig gut getan ;-)

Allerliebste Grüße an euch beide auf die große, grüne Insel von der Katze
03.01.2017 | 23:30 Uhr
zu Kapitel 106
Liebe Katze,

Tusen takk.
Danke für die vielen intensiven Lesemomente mit Jules und Leo. Danke für die vielen interessanten Links. Danke für das Nahebringen einer für mich völlig fremden Lebenswelt. Danke für den Schreibmarathon der letzten Wochen. Danke dass es so viele Seitenwege gab. Danke dass du die beiden hast glücklich werden lassen. Danke für den großartigen Epilog mit eigener Familie und einem besonderen Zuhause.

Es macht mich sehr traurig, dass hier jetzt Ende steht. Aber es ist richtig so.
Irgendwann kommt noch ein mehr inhaltliches Review mit ein paar Klugscheissereien.

Ich werde Rip Tide bald mal am Stück lesen- und freue mich darauf. Diese Geschichte hat sich in mein Herz geschlichen, da wo die wirklich guten Leseerinnerungen wohnen.

Herzlichst,
Eplefroeken

Antwort von TheLifesIneverhad am 05.01.2017 | 20:34:54 Uhr
Hallo eplefroeken!

Ich habe mich so gefreut, als ich deinen Namen gelesen habe. Echt schön von dir zu hören.

Und: "Du er velkommen!" (Ich hoffe, google translate hat das so richtig übersetzt.)

So ganz loslassen kann ich die Geschichte auch noch nicht und lese selber gerade an verschiedenen Stellen herum ... Schön, daß du auch nochmal die Seitenwege erwähnst ... Ich sage nur: Oslo!!! ;-)

Aber der Schreibflash war auch großartig - (Fast so wie in den euphorischen Anfangszeiten hier auf FF vor vier Jahren mit einer Geschichte namens "Three" ;-) und würde ihn gerne nutzen, um endlich mal nach Rocky Beach zurück zu kehren und dort den Three-Nachfolger "t w o" nach fast einem Jahr wieder weiter zu führen.

Wobei ... mal nicht das "Oh, ich habe mein Hausaufgaben nicht gemacht"-Gefühl zu haben, daß sich immer einschleicht, wenn man einen Tag lang nicht geschrieben oder eine Woche nicht geupdatet hat, ist auch ganz schön.

Mal sehen ... Es ist auf jeden Fall mein nächstes Herzensprojekt, denn neue eigene Geschichten für die ich eine solche Leidenschaft entwickeln könnte wie für Rip Tide sind nicht in Sicht.

Allerliebste Grüße an dich in den hohen Norden von der Katze
02.01.2017 | 22:56 Uhr
zu Kapitel 106
Ha ha das zweihunderte^^
Man könnte glauben das habe ich genau so geplant gehabt.
Das Kapitel fand ich wunder wunderschon. Ja ein Kanlltrauma ist wohl nicht lustig aber das sich Leo und Jules nur noch per zeichensprache verständigen konnten und sich einfach in ganzn vielen dingen einfach vertrauen mussten das war einfach schön. Man konnte das Band das sich zwischen ihnen gebildet hatte einfach spüren. Es ist so strak das sie an einer kleinen Meinungsverschiedenheit wachsen und sie eben ganz ohne Worte aus dem weg räumen können. Ich mag ja die Hütte. Da hätten sie gleich hingehen sollen. Das mit dem Uhr zurück stellen und noch mal feiern war darum auch so eine niedliche idee.
Ich fand es darum auch nicht kitischig sondern nur schön das beim Bleigießen ausgerechnet ein Ring herraus karm.
Passend dazu die friedliche schöne Szene vor dem ofen. Ja die beiden sind angekommen und wir müssen langsam die Geschichte loslassen. Das wird wirklich schwer. Ach... wie viel Kapitel kommen noch ? 2? Krass.
Liebe Grüße ersteinmal
Wünscht
Polly

Antwort von TheLifesIneverhad am 05.01.2017 | 20:23:10 Uhr
Yeeeeaaaah! Ich habe mich echt richtig gefreut, daß Nummer 200 an dich gegangen ist ;-)

Am Schluß (also die letzten beiden Kapitel) wollte ich echt nochmal so ganz tief in die Trickkiste greifen - sozusagen die letzte Chance nutzen. Das ist einfach das tolle an FF: Wir Schreiberlinge sind nicht so gebunden an die norm-alen Mechanismen wie Literatur zu funktionieren hat. Und ich liiiiiebe Experimente einfach, auch wenn sie immer das Risiko beinhalten, daß sie aus verschiedenen Gründen u.a. Geschmacksfrage, Verwirrung wegen Nicht-Konstanz, zu künstlich herbeigezogen etc. - auch schief gehen können. Aber es war einfach so angenehm mal wieder aus den doch immer wieder gleichen Wörtern und Ideen, die sich bei mir dann doch auch auf die lange Zeit der Geschichte eingeschlichen haben, auszubrechen.

Bißchen blöd, daß ich dafür so extrem werden musste (Hörverlust, wenn auch nur temporär, ist ja mal echt nicht witzig!) aber ... die Begegnung der beiden auf der non-verbalen Ebene zu schreiben hat mir echt Spaß gemacht und mich auch nochmal anders herausgefordert.

Ich habe mal ein Jahr lang mit einer gehörlosen Person zusammengewohnt und wir haben in der großen WG alle ganz wunderbar per eher schlechter, aber dafür sehr theatralischer Gebärdensprache miteinander kommuniziert, was ich sehr geschätzt habe. Im visuellen mit Mimik und Gestik liegt echt nochmal eine Intensität, die über Wörter hinausgeht. Und ein sehr eigener Humor ;-)

Ja, eigentlich hätten sie gleich in die Hütte gehen sollen!!! Nur leider nicht laut der "blöden" Schreibregel, daß es ... genau: immer einen Konflikt braucht.

Und von wegen Ring: Ich musste ja echt lachen, daß wir unabhängig voneinander in unsere Geschichten Ringe hineingezaubert haben. Der McDonalds-Erdbeer-Gefühls-Farbenwechsel-Ring wird mir ewig in Erinnerung bleiben, wenn ich an "Wonderful-Life" denke, wie insgesamt das Setting mit den vieren in Bobs Luxuskarosse und ihre Fahrt von Oregon zurück nach California.

Und ja, daß ist echt immer ganz hart am Kitsch entlang, aber ... Jules hat sich den Ring ja auch nicht von Leo auf den Finger streifen lassen. Das wäre dann doch echt für Rip Tide einen Ticken zuviel gewesen. Da sind die beiden einfach noch gar nicht angelangt. (Oh! Richtiger wäre wohl zu schreiben: ... angelangt gewesen, denn - es ist ja vorbei.)

Mit der Szene vor dem Ofen habe ich ein bißchen gehadert, weil sie nicht mehr so intensiv ist und mehr erzählend, aber dann fand ich, daß sie doch sehr zu einem langsamen Film-Fade-out passt, wo sich die Kamera langsam von den Protagonist*innen zurückzieht und die beiden alleine ihr Leben weiterführen lässt.

Und dann war es nur noch eins. Ich hatte eigentlich wirklich noch zwei Kapitel geplant, aber dann wollte ich Jules und Leo doch nicht mehr am Neujahrsmorgen am Strand herumwandern lassen. Es ist einfach alles gesagt gewesen und so habe ich diese Idee mit einem guten Gewissen fallen gelassen und nur noch den Epilog geschrieben.

Liebe Grüße an dich von der Katze
02.01.2017 | 22:45 Uhr
zu Kapitel 105
Ich war ja fast ein wenig neudisch auf dein Silvester alleine mit Jules und Leo. Na ja meines war auch nett und da ich momentan so im anti flow bin wäre es auch nicht halb so nett gewesen. Es war trotzdem strak Nachts um vier als ich ins Bett gewankt bin so viele neue Kapitel zu lesen und da das ganze auch bei mir nicht ohne ein Gläschen Sekt abgelaufen ist habe ich erst einmal Friedrich statt Frederik gelesen und hatte so ein worste Case senatio vor meinem inneren auge bis mir zwei Sätze später klar war wer da eigendlich war.
Die drausen Stimmung beschreibst du so echt das ich wieder wusste warum ich Silvester nur vom Balkon aus beobachte. Da raus zu gehen das hätten sich Jules und Leo auch nicht antun sollen.
Silvester mit der Oma weit weg von allen klingt da sehr atraktiv und der verlust für Jules wird noch einmal spürbar. Dann gibt es auch noch Sekt und es könnte doch noch ganz nett werden wenn nicht Christofer auftauchen würde den ich irgendwie gar nicht so richtig auf der Rechnung hatte und er so ein scheiß von sich gibt. Das war wirklich zu viel.
Man denkt schon „ ja das war jetzt der Tiefpunkt des arbends „aber nein es geht noch viel tiefer hinab in dem der blöde Lukas auftaucht der es anscheinend liebt sein versagen auf andere Leute zu übertragen. Es war ganz seltsam. Also ja ich fand die Situation sehr bedrohlich aber Leos ‚ wut’ auf Jules konnte ich erst im nächsten Kapitel verstehen. Irgendwie hat mich der Satz ‚ das machen die Männer unter sich aus’ sehr seltsam zurückgelassen weil er so verdreht abwertend gegen Leo war und gleichzeigig es eine gewisse Ironie hatte das das Jules als den Mänlicheren / ehrenwerteren Gegener warnimmt. Ganz selbstsam das ganze . Ich hasse Böller die auf Leute geschossen werden. Echt damit hat schon jeder mal erfahrung gemacht oder? Eigendlich sollte man die Dinger verbieten.

Antwort von TheLifesIneverhad am 05.01.2017 | 19:52:18 Uhr
Silvester mit Leo und Jules hat echt Spaß gemacht und ich habe dadurch, daß ich ja die Atmosphäre beschreiben wollte, nochmal ganz anders auf den Sound, den Geruch und die Farben geachtet als sonst. Allerdings habe ich mich nicht mehr getraut als mein Fenster zu kippen. Balkon war für mich schon vollkommen ausgeschlossen.

Vor vielen, vielen Jahren - als ich noch jünger, mutiger und "dümmer" war - war ich aber tatsächlich mal in Rostock im Stadthafen an Silvester und konnte daher noch ganz gut schöpfen aus diesen Erinnerungen von durch die Menschenmassen fliegenden Raketen.

An diese Schreibnacht an Silvester werde mich auf jeden Fall gerne zurück erinnern. (Gerade auch jetzt wo die Schule mit all ihrer bunt-explosiven (gar nicht mal so anders als die Raketen ;-) Lebendigkeit wieder losgegangen ist. Geeez, können Kinder laut sein.

Das muss interessant gewesen sein, die ganze Situation kurz mit Friedrich zu erleben. ;-) Mein "Bauern"opfer für die Buhmann-Rolle war dann allerdings nicht er, sondern Christoph, denn wir ja schon mal in der unschlagbaren Elsa-Kombination in Hamburg erleben durften. Eigentlich wollte ich dem auch noch ein paar mehr Facetten geben (von wegen alle sind als Pärchen unterwegs und er ist der einzige Single - wie sich sowas in solchen Nächten anfühlt), aber dann ist mir das in dem Zeitdruck mit den vielen Kapiteln hintereinander nicht mehr möglich gewesen. So bleibt er hier halt leider wirklich als wenig bedauernswerter, betrunkener Idiot stehen (was mir dann doch fast wieder ein klein wenig leid tat.)

Und dann - Lukas! Es ist echt gut zu hören, daß das verdrehte rüberkam. Lukas war ein bißchen wie der High-Noon-Showdown im Western und eigentlich ist es Jules total zu gönnen der Sheriff sein zu dürfen, aber auf genau das steht Leo (hier als Damsel in distress charakterisiert) nun mal wegen seinen Friedrich-Erfahrungen hatl überhaupt nicht.

Zudem wollte ich auch the final frontier von Leos Seite in Bezug auf Alter/Bevormundung nochmal anschneiden, wenn auch nicht endgültig lösen und da kam der brutale Lukas ganz recht.

Und um auch nochmal zu erleben, daß Leo nun wirklich auch seine ersten homophoben Erfahrungen machen muss und er dadurch Jules wiederum näher rückt. (Was dann wirklich seltsam ist, daß man durch das Teilen von solchen Sch***-Erfahrungen sich näher kommt, aber es ist wirklich ein sehr intensives Näherkommen, da das von Außen einfach nicht nachvollziehbar ist, sich mit sowas auseinander setzen zu müssen.)

Aber er hätte es nunmal wirklich gerne alleine gelöst. Hoffentlich wird das durch das nächste Kapitel nochmal besser verständlich.

Brot statt Böller!, würde wohl Friedrich sagen. Habe irgendwo gelesen, daß die Emissionen der Silvesternacht soviel wiegen wie zwei Monate Autoabgase in der BRD. Super!

Bis gleich ;-)
02.01.2017 | 22:22 Uhr
zu Kapitel 104
Zu dem Kapitel habe ich dir ja schon ganz viel geschreiben darum belasse ich es dabei das ich es in deiner endgültigen Version noch viel runder und besser gefallen hatte. Es war wirklich toll. anders und gefühlvoll ohne blosstellend zu sein.

Antwort von TheLifesIneverhad am 05.01.2017 | 19:37:01 Uhr
Ja! Und dafür auch nochmal ganz herzlichen Dank an dich.

Ich war dann aber auch ganz froh, daß ich noch mehr außenrum um das Kapitel gestrickt habe. Tatsächlich scheint es mir nicht mehr ganz so schwer zu fallen Worte zu finden (außer immer wieder neue) für erotische Situationen. Es ist wohl auch eine Übungssache ...

Mal sehen, ob ich in t w o dann mehr einflechte. Die Valley-Idee spukt mir auch immer noch durch den Kopf ...

Liebe Grüße von der Katze
02.01.2017 | 22:14 Uhr
zu Kapitel 103
Und weiter geht’s,
Ich finde diesen Moemnt des erstmals wieder sehen und wie die Fremdheit dann ganz schnell wieder zur vertrautkeit wird hast du super eingefangen. Genau wie die böse Nachbarin die ich ja auch habe.
Ach das mit den Späzle machen ist so schön weil es so schön mit den Klisches spielt ( ein Mann der kocht?) und es etwas besonderes und mit der Oma verbrindenes ist. Überhaubt jetzt bin ich hungrig weil es so lecker klingt.
Ich fand es sehr mutig von Leo das er so offen darüber gegeret hat das Jules Thema in seiner Familie war. So etwas lässt man ja gerne mal um loyalytätskonflikte zu vermeiden unter den Teppich fallen.
Da war der Schwenk zum Schwanz Thema sehr natürlich und ohne erhobenen Zeigefinger und trotzdem sehr gut erlebbar. Auch Leo hat mit seinem „ das geht niemanden etwas an“ echt dazu gelernt. Schön auch wir nebensächlich dann das Thema auf Beziehung übergeht. Das Geschenkt fand ich auch total toll ( irgendwie sind die einzigen Worte die mir einfallen Toll und schön LOl). Ich hatte ja schon bei Jules ein Fotoalbum vorgeschlagen . Ich mag die ja auch in echt und erzähltechnisch war es ein Kunstgriff um noch mal in der Handlung zurück zu blenden.
Auch wenn ich silvester nich mag das Setting mit den Raketen die drausen vor dem fesnter esplodieren war total schön. Genau wie leo der endlich mal aus seiner Sicht Dinge erzhlt und und damit ganz nahe kommt.

Antwort von TheLifesIneverhad am 05.01.2017 | 19:33:52 Uhr
Rate mal, von wem die böse Nachbarin inspiriert ist??? Grüß sie doch mal ganz "lieb" von mir. *grins*

Das Leo und Jules am Anfang sich ein wenig "awkward" gegenüber stehen, fand ich irgendwie wichtig, um zu zeigen es ist noch nicht alles gut und gemeinsam in den Sonnenuntergang reiten. Das neue Level zwischen ihnen muss auch erstmal seinen Alltag finden. Außerdem war's auch niedlich ...

Ich habe beim "Spätzle kochen" mir schon ausgemalt, daß alle auf einmal Heißhunger auf genau diese bekommen werden. ;-) Und das Spiel mit den Geschlechterklischees find ich ja auch immer gut. Interessanterweise waren in meiner Umgebung wirklich fast durchgehend Männer, die lieber gekocht haben als ich, aber vielleicht ist das auch keine Kunst. Mir ist nämlich aufgefallen, daß das Thema Essen in der langen Geschichte so gut wie nie vorkam. Dafür wurde literweise heißer Tee getrunken ... Und Morgenkaffees.

Den Einblick in das Landmannsche Familiengespräch wollte ich gerne nochmal geben zum Abschluß, um deren Stand zu zeigen und das letzte "Hindernis"-Thema neben Alter, schwul - also Trans* - nochmal zu beleuchten. Und ja, Leo ist wirklich in seine "Rolle" als Trans*Ally hinein gewachsen.

Das Photoalbum war wirklich eine gute Idee, um geschickt am Ende nochmal einen Rückblick einflechten zu können. Allerdings dachte ich dann auch, daß Jules Photographiererei vorher mal öfter hätte Erwähnung finden müssen, denn die Bilder kamen schon ein wenig arg daher gezaubert vor. Aber es war toll sich nochmal durch die Kapitel zu klicken und sie zu komponieren.

Ich muss sagen, am Schluß habe ich ja doch nochmal einen Narren daran gefressen ein bißchen mehr Leos Sicht der Dinge einzuarbeiten. Wie ging's dem eigentlich die ganzen Monate lang? Wo waren seine Meilensteine? Seine Zweifel und Erkenntnisse? Richtig nah kommen, konnte ich(wir) ihm ja immer nur dann, wenn etwas ganz Besonderes war wie "Ich nehm mal Drogen" in Berlin und gerate in den total verräterischen Labberflash oder andere Familienmitglieder oder Freund*innen ihre Sicht auf ihn ausgepackt haben.

Also, Fazit Ich-Perspektive: schon toll mal eine andere Sicht einzunehmen, aber ... sehr beschränkend auf eine ganz eigene Art und Weise. Habe gerade ein bißchen an t w o geschrieben und gemerkt: ich vermisse sie doch tatsächlich. Das typische "er" + Vergangenheitsform kommt mir gerade irgendwie so gewöhnlich vor. Nun ja ... hat auch seine unschlagbaren Vorteile.

Bis gleich, die Katze
02.01.2017 | 21:59 Uhr
zu Kapitel 102
Hallo,
Die Putzwut kenne ich leider immer nur wenn die Wohnung so aussieht das ich RTL2 einladen könnte und später wenn sie wieder aufgeräumt ist nehme ich mir jedes mal vor ab jetzt regelmäßiger aufzureumen. Juels putz aber um sich von Leo abzulenken der so schnell ein so großer Teil seines Lebens geworden ist.
Ich versuche mich selbt zu sabotieren, schmeiße mentale Schraubenschlüssel in die Räder des Uhrwerks, aber sie werden von diesem nur zu grob zermalmten Eisenschrott verarbeitet. Diesen Satz finde ich super und der würde in dem Riptide Kalender stehen wenn es ihn den geben würde. Warscheinlich wollten wir alle öffters mal Schraubschlüssel in Uhrwerke werfen wenn die Gedanken wieder duchdrehen.
Das mit den Denatutionen kenn ich auch. Ich bin ja so gar nicht der Silvester Mensch. Da konnte ich Jules so gut verstehen. Ich mag ja Frederik und seine Sakastischen Sprüche aber das er Jules zu einer Silversterparty nötigt wo der doch eindeutig lieber gleich mit Leo in die Kapatnshütte hätte gehen sollen ist echt fies.

Antwort von TheLifesIneverhad am 05.01.2017 | 19:19:30 Uhr
Hallo Polly!

So, jetzt noch die vermutlich letzten Reviewantworten und dann ist dieser Account, den ich zweieinhalb Jahre recht regelmässig geöffnet habe wohl erstmal - im Winterschlaf??? Schon echt seltsam. Ich mochte das auch irgendwie sehr gerne mit dem "zweigleisig" fahren ;-)

Putzen. Tatsächlich habe ich mich durch Rip Tide zusammen mit Urlaub und Silvester/Neujahr (Besuch ist auch sein Faktor) selbst motiviert und mein Zimmer durchgeräumt. Sehr angenehm, denn sonst neige ich leider doch eher zur Chaotik. Wird aber nicht lange vorhalten ;-)

Jules putzt tatsächlich aus mehreren Gründen: definitive Leo-Abwesenheitsablenkung, aber schon auch dieses Aufräumen des alten Lebens für einen Neustart, bei dem einem noch mal alle "fiesen" Altlasten zur Verarbeitung auf die Füße fallen - in diesem Fall in Form von Tannenharz. Aber das steht schon wirklich sehr zwischen den Zeilen.

Schraubenschlüssel-Weitwurf ist tatsächlich eine sehr wichtig olympische, mentale Gesundheitsdisziplin - gerade bei so vergrübelten Menschen wie Jules (und Leo) und ...

Silvester wirkt so endlos lange her, dabei ist es nicht mal eine Woche. Seltsam. Erstmal schön, daß du an Fredericks Sprüchen Gefallen gefunden hast. Ich hatte auch wirklich immer großes Vergnügen seine Auftritte zu schreiben. Das dir seine dominante Seite (die Jules, aber auch immer wieder den nötigen A***tritt verpasst hat) in diesem Fall wenig sympathisch findest, kann ich echt gut nachvollziehen. Ich hätte auch null Bock auf Freunde, die mich an Silvester da hätten rausschicken wollen.

Liebe Grüße und bis gleich von der Katze
01.01.2017 | 12:31 Uhr
zu Kapitel 105
So, da bin ich schon wieder.

Ich sehe schon, Jules und Leo sind wohl ziemlich leidenschaftlich in ihrer Liebe. Love Bites hier und Zahnabdrücke dort.
Ich hatte während meiner Schulzeit mal ein Knutschfleck, der war geformt wie Australien. Mein Leher hat mich damals gefragt, ob ich eine besondere Vorliebe für Kängurus habe...

Silvester ist wirklich nichts für mich. Ich denke dafür habe ich einfach ein zu nervöses naturell. Ich bin jetzt nicht unbedingt ängstlich, darf ich auch gar nicht sein, schließlich reise ich andauernd alleine durch die Welt für meinen Job und doch, wenn irgendwo etwas knallt, dann schreckt alles in mir zusammen. Ich kann Jules da also verstehen. Zum Glück ist Silvester ja nur einen Tag im Jahr.

"Ich hoffe, dass mit uns hält ausserdem länger als nur bis zum very next day."
Ist das nicht einfach vollkommen niedlich?
Mensch, Leo ist wirklich süß. Da schmelze ich dahin.
"Da mach dir mal keine Sorgen. So schnell wirst du mich nicht mehr los."
So viel Gefühl steckt in diesem Austausch. Nun, andere mögen das als kitschig empfinden. Ich finde, es passt zu Leo und Jules.

Jetzt zum sehr unschönen Teil, bei dem ich beim lesen schon Bauchweh bekommen haben und je länger ich darüber nachdenke, desto entsetzter bin ich, dass es doch Menschen gibt, die wirklich jeden Tag solch dummen, ignoranten Leuten ausgesetzt sind.

Christoph ist eindeutig meilenweit übers Ziel hinausgeschossen und das er betrunken ist, lasse ich als Ausrede einfach nicht gelten. Habe ich nie. Sobald man anfängt Mist daherzulabern, sollte man wissen, dass endgültig Schluss ist. So wenig Kontrolle über sich zu haben ist schon irgendwie...erbärmlich, wenn man mich fragt.
Jules ist sensibel und ich fühle wirklich mit ihm, wenn man so blöd zu ihm ist. Das tut weh und er hatte es so lange so schwer, dass da schnell alte Wunden aufreißen ist nur menschlich.

Diese hässliche Eigenart, seine Fehler nicht einzusehen und sogar noch andere für sein Versagen büßen zu lassen, dass verabscheue ich wirklich zutiefst. Lukas macht Ärger und ich denke, es wird noch unschön werden. Dieser Gedanke macht mich wirklich ganz kribbelig und das sicher nicht im positiven Sinne.
Ich hasse Gewalt, verabscheue sie zutiefst. Konflikte mit Fäusten zu lösen, dass ist nicht menschlich in meinen Augen. Tiere fallen in Machtkämpfen übereinander her, aber doch Menschen nicht. Das habe ich wirklich noch nie verstanden.

Ich musste vor ein paar Jahren leider die bittere Erkenntnis machen, dass es viele dermaßen ignorante Leute gibt, dass mir alleine beim Gedanken daran noch schlecht wird. Sie sehen, dass du bedrängt wirst und doch sehen sie weg. Mischen sich nicht ein, hören nicht auf Rufe.
Auch bei mir musste erst ein Rentner eingreifen, deutlich älter als sechzig. Das war beängstigend und steckt noch heute in mir.

Ich hoffe doch, dass diese Situation Leo und Jules nicht zurückwirft. Ich wünsche mir wirklich sehr, dass die Beiden da mit viel Reden und gegenseitiger Rücksichtnahme durchkommen. Dieser Abend war für Beide mehr als schwer.

Für mich geht es jetzt erstmal ein paar Stunden ins Bett. Mach dir einen schönen Neujahrstag.

Antwort von TheLifesIneverhad am 02.01.2017 | 23:50:15 Uhr
Hello again!

Ja, da habe ich ihnen dann im Nachhinein doch nochmal ein paar äußerlich sichtbare Liebesbeweise ange"zogen". Es ist echt schwierig zu sagen, daß sie gleichzeitig wahnsinnig vorsichtig miteinander sind, aber andererseits sich eigentlich ja schon seit Monaten wünschen, daß da mehr wäre. Sehr körperlich waren sie ja schon immer miteinander und haben immer mal wieder nebeneinander geschlafen.

Knutschflecken sind einfach interessant. Wenn ich jemanden mit einem in der U-Bahn sehe (meistens junge Männer), dann ist das irgendwie so ein Bruch im normalen Geschäftsalltag.

Die beiden wabern ja immer noch ein bißchen herum. So ganz richtig hat eigentlich noch keiner gesagt "Wir sind zusammen" - es spielt immer nur in so Seitenkommentaren von einem von beiden eine Rolle. Aber irgendwie ist es dennoch allen klar. Gut, daß das rüberkommt.

Leider folgt danach der böse Stimmungsabfall, denn Silvester ist die Zeit, in der betrunken sein "normaler" ist als nüchtern sein und man sich ernsthaft dafür rechtfertigen muss, wenn man nichts trinkt. Aber Alkohol holt halt auch sehr schnell die dunklen Seiten der Leute hervor (Ich seh das genauso wie du: Entschuldigt gar nichts!!!) und somit sind wir beim: Auftritt der Idioten!

Ja, das tut echt weh. Ich habe rumüberlegt, ob ich Leo Christoph als einen alten Freund mehr in Schutz nehmen lassen soll, aber - nee, der hatte seine Chance in Hamburg und bringt immer noch diese Mainstream-Loser-Sprüche. Dann muss er wohl alleine weiter trinken.

Dann Volltrottel Nummer zwei - dieses Mal in der gefährlicheren Version. Lukas Geschichte wird nicht mehr weiter erzählt werden. Ein loser Faden. Das er sich am Ende trollt und das Feld räumt, soll aber andeuten, daß er wohl nicht mehr weitermachen wird.

Ich bin beim Thema Eingreifen immer eher vorne weg gewesen. Leider einmal so sehr, daß ich aus der Aktion mit einer gebrochenen Nase herausgekommen bin. Würde ich aber trotzdem wieder tun. Allerdings nicht mehr ganz so planlos.

Jules und Leo geht*s ja ziemlich gut im nächsten Kapitel. Vielleicht sogar ein bißchen zu sehr. Es war ja doch echt schwerwiegend. Aber andererseits schweben die beiden auch ganz schön - und das zählt mehr als ein Lukas und Christoph.

Allerliebste Grüße an euch beide von der Katze
01.01.2017 | 11:39 Uhr
zu Kapitel 104
Guten Morgen Katze,

hast du Silvester gut überstanden?
Bei uns wars hier ganz ruhig, nur zu zweit. So mag ich das am liebsten am letzten Tag im Jahr.
Der Jahreswechsel stimmt mich immer ein bisschen traurig. Schon wieder ein Jahr um, noch weniger Zeit für all die Dinge, die ich noch erleben will. Jetzt gehts wieder und wir stürzen uns gut gelaunt in ein Jahr, dass hoffentlich ein paar Überraschungen für uns bereithält.

Also, der gute Leo blubbert wenn er aufgeregt ist. Das finde ich wirklich so hinreißend, dass ich beim lesen ein fettes Grinsen im Gesicht hatte und das Jules ihm da so auf die Schliche gekommen ist, ist doch wirklich herzallerliebst. Es zeigt doch, finde ich, wie gut Jules aufpasst und Leo lesen kann.
Ich mag so kleine versteckte Botschaften. Es fühlt sich echt an, liest sich echt.

Für mich hast du in diesem Kapitel genau die richtigen Worte gefunden, du bist nie ins vulgäre abgerutscht. Du hast Jules und Leo keine Dinge sagen lassen, die sie so niemals laut aussprechen würden, weil die beiden gar nicht die Typen für derbe Sprüche sind. Das finde ich wirklich schön, denn nur weil ein bisschen sexy Time ansteht, wirft man nicht gleich alle Schüchternheit über Bord. So geht Sex eben nicht, da tastet man sich langsam heran, vor allem wenn Gefühle im Spiel sind.

Du hast mich - uns- in diesem Kapitel sanft an die Hand genommen und durch dieses Näherkommen geleitet. Ruhig und bedacht, ganz ohne Hast.
Ich finde es wirklich schön, da nicht gleich so hineingeworfen zu werden. Leo Und Jules fallen nicht blind übereinander her. Dafür ist Zeit. Später.
Jetzt geht es darum, den Körper des Partners kennen zulernen, dessen Zeichen richtig zu deuten und zu sehen, was passt und was eben nicht. Das braucht Zeit, Einfühlungsvermögen auf beiden Seiten und vor allem Vertrauen. Gerade letzteres baut man nicht von heute auf Morgen auf.

Sex ist immer ein bisschen schwerer, wenn Gefühle mitmischen. Den Kopf auszuschalten, sich hineinfallen und tragen zu lassen, dass ist gar nicht so einfach. Über diesen Punkt hinwegzukommen der zurückhält, aus welchen Gründen auch immer, dafür braucht es gegenseitiges Verständnis und vor allem Mut.

Leo will Jules und Jules will Leo. Nur darauf kommt es an, alles andere wird sich einspielen. Sie werden ihre ganz eigene Dynamik entwickeln, in ihrem Tempo. Wichtig ist nur die gegenseitige Rücksichtnahme, dann ist Sex das wohl schönste Gefühl, dass Paare teilen können.


Und bevor ich es noch vergesse, dieses nette Wort "Grullemuck" wird jetzt in Lumens und meinem Schimpfwörterkatalog aufgenommen. Wir haben seit Jahren so ein Ding am laufen, dass wir uns gegenseitig mit Schimpfwörtern übertrumpfen. Momentan liege ich mich fünf Punkten zurück, vielleicht kann ich ja mit "Grullemuck" ein paar Punkte gut machen. Verrätst du mir, was es bedeutet?
Lumen hat in Frankreich so viele "nette" Schimpfworte aufgetan, dass ich schon rote Ohren bekomme. Dagegen muss ich dringend was unternehmen ;-)
Darf ich ihr eben nicht den ersten Teil des Kapitels vorlesen. Meinst du das ist schummeln? :D

Und zuletzt soll ich noch eben meinen Dank für deinen wirklich fantastischen Musikgeschmack weiterreichen. Lumen hat schon eine Playlist zusammengestellt, die wir uns auf dem Heimflug anhören werden.

Liebe Grüße von uns, wir lesen uns gleich beim anderen Kapitel nochmal

Antwort von TheLifesIneverhad am 02.01.2017 | 23:26:06 Uhr
Hallo Ihr beiden!

Zum Glück finde ich persönlich Silvester meistens nicht so schlimm wie Jules ;-) Und dieses Jahr waren die fiesen Böller echt weniger hier in Berlin und dafür gab es mehr schönes Feuerwerk. Und nicht rausgehen (und stattdessen schreiben) hilft auch ungemein, denn vor sowas wie einem Knalltrauma (das hier ja noch sehr harmlos dargestellt war) habe ich echt Angst. Ab und zu knallts hier noch und gerade habe ich nochmal einen Funkenregen über den Dächern gesehen, aber für Berliner Verhältnisse war es ein sehr ruhiges Silvester.

Das Phänomen der dahinschmelzenden Zeit (The lives I never had ...) habe ich zum Glück seit einem halben Jahr mit diesem für mich echt hilfreichen "Achtsamkeits"-Prinzip etwas stoppen können. (Youtube spielt mir gerade Alphaville - Forever young nebenbei vor. Schöner Zufall ;-)

Es ist echt toll von euch so viel wertschätzende Rückmeldung zu erhalten. Schön, daß das mit Leos Redeflash genauso angekommen ist wie er gemeint war - nämlich hinreißend ;-) Ja, wenn er positiv aufgeregt ist, redet er "zuviel", bei negativer Aufregung gar nicht mehr. Ich versuche oft so zwischen den Zeilen zu schreiben, aber bin mir oft unsicher, ob das auch verstanden wird. Um so schöner durch deine Rückmeldung zu sehen, daß es ankommt.

Gerade bei diesem Kapitel. Das war schon kribblig (nicht nur im guten Sinn), das hochzuladen. Die Gratwanderung zwischen erotisch und vulgär, gefühlvoll und mechanisch ist eine absolute Herausforderung gewesen. Ich war auch lange am rumüberlegen, ob es realistisch ist, nicht zuviel, nachdem sie solange umeinander herumgetanzt sind, aber ... Jules ist ein durchaus sehr sexueller Mensch und Leo ist jung und sehr verliebt.

Deswegen habe ich sie dann doch (nachdem ich sie nochmal intensiv befragt habe ;-) das machen lassen, was sie wollten. Und sie waren schon sehr mutig (genau wie die Katze, die sowas noch nie sooooo explizit geschrieben hat ;-), aber es war eben auch noch viel langsames Erkunden. Leo hat ja nun wirklich nicht die beste Geschichte zum Thema Sex bisher in seinem Leben gehabt. Es ist faszinierend, wie mich - gerade auch in Rip Tide - die Charaktere oft an der Hand genommen haben und MIR gezeigt haben, wo es lang geht.

Was du mit "den Kopf ausschalten" meinst, habe ich dann versucht im letzten Kapitel nochmal anzudeuten. Es ist mir dort aber sehr viel schwerer gefallen dieses "sich fallen lassen" in Worte zu fassen - vielleicht gerade weil der Punkt ist, das es nicht mehr um Worte geht.

Awwww, ich habe mich sehr gefreut, daß euch die Musik gefällt. Vielen Dank für das Kompliment, Lumen. Ich schreibe ja fast ausschließlich Songfics und freue mich jedes Mal tierisch, wenn die Leute in den reviews auch die Lieder erwähnen (was ja eigentlich seltsam ist, denn die sind ja nicht von mir ;-) Aber sie sind einfach ein so integraler Bestandteil meines Schreibprozesses - mein wichtigster Motor - daß sie wie gute Freund*innen sind und ich mich oft wegen ihnen noch sehr genau an die Zeit erinnern kann, in denen ich das jeweilige Kapitel geschrieben habe.


Ich wünsche euch, daß 2017 großartige Überraschungen für euch bereit hält.

Ganz herzliche Grüße an euch von der Katze

P.S.: So, jetzt noch ganz geheim für dich ein paar bayerische Schimpfwörter. Leider weiß ich nicht genau, was Grullemuck bedeutet. Es wird gesagt, wenn zum Beispiel die Tasse mit dem heißen Morgenkaffee runterfällt, also wenn man sich über etwas oder jemanden ärgert. Es wird meistens nicht zu einer anderen Person gesagt, sondern mehr so vor sich hin.
Also, "bluadige Hennagrepf" = blutige Hennenkröpfe (Warum? *Mit den Schultern zuck*) ist mir aus meiner Jugend noch bestens bekannt.
Sehr schön ist auch "Du bist ja bleder ois a Meder Foidweg" = Du bist ja blöder als ein Meter Feldweg.
Und die überkatholischen Bayer*innen schimpfen unglaublich gerne christlich: "Herrgottsakrament" Das dann teilweise in "Herrgottsackelzement" umgewandelt wird, wahrscheinlich weil das andere zu blasphemisch ist.
"KreizBirnbaumundHollerstaun" = Kreuz, Birnbaum und Holunderstrauch - keine Ahnung, warum das verwendet wird, aber wenn es gesagt wird, zum Beispiel Hammer auf Fingernagel statt auf echten Nagel, dann mit Verve und Elan ;-)
So, das sollte doch locker 5 Punkt geben. Ich bin ein bißchen neugierig: versteht Lumen eigentlich deutsch oder übersetzt du ihr Rip Tide???
Dann viel Glück damit bei eurem kleinen Schimpfwort-Wettbewerb ;-)
30.12.2016 | 00:25 Uhr
zu Kapitel 101
Hey,

ich glaube ich hab mich hier noch nicht gemeldet. Ich bin seit ein paar Wochen dabei diese Geschichte zu Lesen und mittlerweile auch auf dem aktuellen Stand angekommen.

Diese Geschichte ist nicht ganz so schnell und leicht 'wegzulesen' wie andere Stories hier, aber ich denke das soll sie auch gar nicht sein. Ich finde es auf alle Fälle schön mal wieder eine Geschichte zu lesen die nicht so oberflächlich ist und versucht tiefer in verschiedenste Themen einzudringen. Ich selbst habe die weiterführenden Links zwar noch nicht oft benutzt, aber es zeigt mir, dass du dich wirklich mit der Thematik auseinander gesetzt hast. Und wenn ich mehr Informationen brauche, dann weiß ich wo ich schauen kann.

Ich finde es spannend die Geschichte von einem Trans*mann zu lesen. Ich glaube das hab ich vorher auch noch nicht getan und es ist interessant mehr über die Probleme, Freuden und auch den Alltag zu erfahren der damit einher geht. Ich überlege, ob ich nicht mal aktiv nach anderen Büchern dazu suchen sollte. So muss ich mich darauf verlassen, dass deine Darstellung die 'richtige' ist und ich bin mir sehr sicher, dass sie nicht die ganze Geschichte erzählt, schon allein aus dem Grund, dass jeder anders ist und damit auch die Geschichte eines jeden Trans*mannes anders ist. Aber in den Mainstream Büchern hat man ja selbst Probleme größere Randgruppen repräsentiert zu finden.

Ich finde zwar, dass die Geschichte schon ziemlich lang ist. Über 100 Kapitel und die auch nicht kurz (hast du schonmal darüber nachgedacht das auf mehrere Geschichten aufzuteilen?), aber ich freue mich schon auf die nächsten Kapitel, auch gerne nochmal 100 :D

Antwort von TheLifesIneverhad am 02.01.2017 | 22:15:41 Uhr
Hallo Sunny!

Ich freue mich immer über Nachrichten. Es ist für mich einfach spannend zu wissen, wer Rip Tide eigentlich liest. Also, vielen Dank, daß du dir die Zeit genommen hast für eine Review.

Es ist wirklich ein großes Kompliment zu hören, daß Rip Tide Tiefe hat. Eigentlich bin ich wohl auch ein wenig "falsch" unter den Liebesromanzen gelandet, aber irgendwie ist es ja doch auch eine Romanze. Doch für mich war es wirklich wichtig viel Hintergrund und Politik einzuflechten.

Ich kenne selber auch nur ein paar Romane / Bücher zum Thema Trans*mann/-junge:
* Jenny mit O von Karen Susan Fessel - Der Protagonist wohnt am Anfang in Rostock und zieht dann nach Berlin, genauer nach Kreuzberg ;-)
* Balian Buschbaum: Blaue Augen blieben Blau - Autobiographie. Er schreibt echt ganz gut.
* Leslie Feinberg: Träume in den erwachenden Morgen
http://www.genderwunderland.de/medien/buecher/buecherkategorien.html
Falls du mal Interesse hast mehr zu lesen ;-) plus ein Buch bei dem ich leider den Titel vergessen habe - über einen Skaterboy* in Berlin - muss ich nochmal recherchieren.

Rip Tide / Jules / ich erheben natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Das Thema ist unglaublich komplex, da sich "Gender" ja wirklich durch alles, alles, alles in unseren Leben zieht / gezogen wird. Es gibt da somit keine richtige Darstellung. sondern nur Myriaden von Mosaiksteinchen, denn auch wenn Trans*menschen viele Erfahrungen teilen, so ist ja doch jede*r von ihnen ein Individuum, wie du so treffend geschrieben hast.

Es kommt jetzt nur noch ein Kapitel (hoffentlich morgen) und damit ist Rip Tide abgeschlossen - zumindest hier auf FF. Mich wird es wahrscheinlich noch ein wenig begleiten, da ich noch ein paar Details umarbeiten möchte und es mir gerne selber als Buch ausdrucken. Und dann werde ich feststellen wie viel es ist. Du hast vollkommen recht - es ist eine wirklich lange Geschichte geworden. Eventuell fast zu lang für eine ...

Ganz liebe Grüße an dich von der Katze / Lifes
29.12.2016 | 14:07 Uhr
zu Kapitel 101
So und weiter zum nächsten Review,
Das mit den Pferde Stellen ^^. Interessant war ja schon einmal das ich an der Stelle als Leo gesagt hat das er schon mal solche Bilder gegoogelt hatte auch das Bedürfnis hatte zu googeln. Dabei war es mir enorm wichtig unporno Worte zu benutzen weil ich nicht so bloßstellende sensationsseiten wollte. Ich glaube meine Anfrage war ' wie wirkt Testosteron auf weibliche Geschlechtsorgane?". Fazit ich habe nichts gefunden aber das war letztendlich auch gut weil es sioch wirklich sehr Grenzüberschreitend und Vojoristisch für mich anfühlte als würde ich jemanden zu nahe treten.
Zu den Pferdchen Beschreibungen an sich kann ich nur sagen das sie sich sehr natürlich anfühlten. Ich mochte das es so frisch und unklischeehaft war, das man die Gefühle spürte und auch das sich die Szenen unauffällig in die allgemeine Handlung einfügten.
Liebe Grüße
Polly

Antwort von TheLifesIneverhad am 30.12.2016 | 00:09:09 Uhr
Hello again!

Die Pferdchen ... ein paar sollen noch galoppieren. Mal sehen, wie ich das dann dort mache ...

Du sprichst genau das an über das ich mir länger Gedanken gemacht habe. Mache ich für die sehr sensible Frage: "Wie wirkt Testosteron auf weibliche Geschlechtsorgane?" einen Link??? Mir ging es exakt wie dir und ich habe mir dann überlegt es zu lassen.

Andererseits ... ich hatte in der ursprünglichen Antwort noch ein paar Namen von tollen, sexpositiven FTM-Pornodarstellern gehabt, aber jetzt fand ich mich dann doch ein bißchen zu mutig damit. Also, ich sag jetzt einfach nur, daß es unglaublich tolle sexpositive Trans*männer gibt. Aber das ist halt wirklich sehr explizites Material, also sehr wenig unporn, aber ich würde sagen gut gemacht und sensibel für die Probleme, die in diesem Business existieren. Dennoch ein kleiner Tipp --> https://pbs.twimg.com/media/Cjekh0gUkAAWKh-.jpg - Kein explizites Bild! von Viktor Belmont. Er arbeitet als Escort und dreht auch Porn.

Aber den Zwiespalt mit Sensation und Voyeurismus kann ich echt verstehen. Die oben genannten sind wirklich toll und gehen sehr offensiv mit dem Trans*thema um, aber es ist wirklich das Allerbeste immer dem Bauchgefühl bei sowas zu folgen.

Schön, daß die Pferdchen anscheinend gut in den Lauf der Geschichte gepasst haben. Das ist aber auch schwer zu schreiben ....

Wenn du gerade Zeit hast, würde ich dir gerne morgen nacht nochmal was schicken bei dem ich mir unsicher bin, ob es nicht zuviel ist.

Ganz liebe Grüße an dich vom milchstraßen-sternenübersäten Dorfhimmel, Die Katze
29.12.2016 | 14:06 Uhr
zu Kapitel 100
Hallo Katze,
und immer noch so fleißig. Also ich finde nicht das die Geschichte qualitativ abfällt oder so und die neuen Leser die sich melden ja auch auch nicht also scheint das beenden wollen eine gute Idee zu sein^^. Ich bin ja ganz neidisch. Ich wollte doch auch alles zu ende bringen puu aber zeit und motivationstechnisch ist es bei mir grade illusorisch außerdem ist es zu mindestens Reviewtechnisch bei den Drei Fragezeichen grade so ruhig das man die Grasbüschel durchs Bild fliegen sieht. Ich weiß ja das es nicht zwangsläufig an meiner Geschichte liegt und das die mit einem mal alle doof finden, schließlich komme ich ja selber kaum hinterher mit den Kommentieren aber trotzdem....
So und jetzt zu deiner Geschichte.
Ich finde das du die Weihnachtsstimmung bei den Landmanns toll rüber gebracht hast. Ich war dieses Jahr durch das reisen gar nicht so in Weihnachtsstimmung da ist es schon nett durch deine Kapitel wenigstens ein bisschen was mitzubekommen. Das mit den " wir schenken uns nichts" unterstreicht noch einmal die Eigenheit der Familie. Das mit dem Kiffen auf den Balkon fand ich noch einmal sehr witzig weil es auch so etwas lebendiges, besonderes war. ( also nicht das Kiffen an sich war gut sondern das die Charas echte dinge tun LOL). Ich mochte auch die Interaktion der Geschwister unter einander und wie sie bestimmte Dinge aus der Vergangenheit sehen.
Das mit dem Geschenk hast du sehr gut hinbekommen. Es war genau richtig.
Liebe Grüße
Polly

Antwort von TheLifesIneverhad am 29.12.2016 | 23:52:54 Uhr
Hallo Polly!

Cool, das du wieder da bist. Ich hatte dich echt vermisst. ;-)

Das mit dem Beenden der Geschichte ist irgendwie großartig, da ich wirklich total im Flow stecke (was ich sehr genieße), dafür tatsächlich auch Zeit habe, aber - es wird wirklich hart werden die letzten Zeilen zu schreiben und zu wissen, daß war es mit Jules und Leo. Ich bin mir zu 90 % sicher, daß ich keine Fortsetzung schreiben werde. Wenn ich die beiden nochmal besuche, dann nur durch die Überarbeitung der schon bestehenden Geschichte.

Ich habe ja momentan eigentlich auch nur eine Geschichte ( t w o kann man nach über einem halben Jahr Abwesenheit gerade nicht mitzählen), so ist das mit dem Beenden ja auch sehr viel einfacher. Du hast ja noch einige Feuer am kochen. ;-)

Das mit den Reviews liegt glaube ich an einer generellen Feiertags-Überforderung gepaart mit Krank sein etc., aber ich musste sehr über das Grasbüschel /Tumbleweed-Bild lachen.

Schön, daß ich dir noch ein wenig Weihnachtsstimmung vermitteln konnte. Mein Problem ist gerade Silvester. Da ist auch nicht ein Funke Vorfreude / Feiergefühl in mir. Ich stecke immer noch in Weihnachten fest. Naja, Berlin mit seinen Böllern (die ersten am 20.12.) und Raketen dürfte das schnell beheben.

Die Landmanns sind schon echt besonders und gerade deswegen hatte ich so Bock die "Pfarrerskinder" zum Kiffen auf den Balkon der Kirchenwohnung zu schicken *grins*

Und ich war heilfroh, als mir das mit der Polarstern in einem Gespräch mit meiner Mutter als Erleuchtung gekommen ist. Davor war ich echt aufgeschmissen.

So, morgen nacht geht es (hoffentlich) weiter.

Ganz liebe Grüße an dich von der Katze
28.12.2016 | 22:12 Uhr
zu Kapitel 100
Hallo,

ich will gerne große Worte finden für deine Story, doch da sitze ich nun und wie so häufig, wenn mir etwas wirklich ans Herz geht, dann weiß ich gar nicht wie ich mich ausdrücken soll.
Deine Geschichte habe ich schon vor ein paar Tagen gefunden. Zuerst nur für mich, dann hat sie mich so berührt, dass ich meiner Frau jeden Tag etwas vorgelesen habe. Und jetzt liegen wir hier auf dem Sofa, vollgefuttert mit Pizza und einem Lächeln im Gesicht, weil deine Story uns ein gutes, warmes Gefühl schenkt. Sie begleitet uns eine Weile, deine Geschichte, und fühlt sich mittlerweile an wie Vertrautheit, wenn ich mein Handy hervorhole und zu lesen beginne.
Wir sitzen hier jetzt weiter im schummrigen Kerzenschein und diskutieren darüber, wie es mit Jules und Leo weitergehen wird.

Also, danke für ein warmes Gefühl. Wir lieben Wärme, die von innen kommt.

Liebe Grüße,
Katharina

Antwort von TheLifesIneverhad am 29.12.2016 | 23:39:57 Uhr
Hallo ihr beiden!

Das war wirklich die charmanteste Rückmeldung, die ich je erhalten habe. Das Bild, daß du von eurem gemeinsamen Leseabend gezeichnet hast, Katharina, war einfach ... so richtig Leo & Jules mässig, die lesen sich ja auch immer wieder gegenseitig vor.

Es hat mich unglaublich gefreut und sehr gerührt zu hören, daß ihr die Geschichte zusammen lest.

Ich wünsche dir und deiner Frau noch gemütliche Vorlesestunden. Es wird sich leider jetzt sehr schnell lösen, wie es mit den beiden weitergeht, denn es sind leider nur noch 3-4 Kapitel. Es macht mich selbst schon ganz traurig von Leo, Jules, den Landmanns, Frederick, Zora und allen anderen nach 2 1/2 Jahren Abschied zu nehmen ...

Schön, daß ich mit Rip Tide für Wärme und kuschlige Abende sorgen konnte. Das nächste Kapitel kommt morgen Nacht ... ;-)

Vielen Dank nochmal an euch für eure herzerwärmende Review. Die hat mir so richtig gut getan und es ist einfach schön zu wissen, wer die Geschichte liest.

Ganz liebe Grüße an euch beide von der Katze
28.12.2016 | 14:07 Uhr
zu Kapitel 100
Hey! :)

Ich hab mir tatsächlich viele Gedanken um ein Geschenk gemacht, bin aber irgendwie auf nichts gekommen (und alles, was mir eingefallen ist, fand ich eine zu schlechte Idee um sie überhaupt aufzuschreiben - ich hatte immer das Gefühl, es würde die Gesamtkomposition deiner Geschichte zerstören.. und daran wollte ich natürlich nicht Schuld sein :) ).
Umso schöner ist es jetzt, als ich lesen konnte für was du dich schlussendlich entschieden hast - ich finde es sehr passend & ich glaube auf die Idee wäre ich gar nicht gekommen.. .

Ich persöhnlich finde, dass es vielleicht sogar gerade dieses 'Amateurhafte' ausmacht, warum ich deine Geschichte so gerne lese. Es ist nichts vorgegebenes, dass einem bestimmten Plan folgen muss (wie du ja schon mal erwähnt hast, dürfte man 'professionell' den Ausflug nach Oslo ja gar nicht mit einbringen) und ich finde gerade dieses Unvohersehbare macht es so schön zu lesen!

Ich bin einfach immer wieder fasziniert, wie viel Sorgfalt und Recherche (alleine die ganzen Links, die du immer postest...) du in deine Geschichte steckst - das merkt man sehr!

Liebe Grüße,
Muna (heute ein bisschen kürzer, ich hoffe du verzeihst mir.. )

Antwort von TheLifesIneverhad am 28.12.2016 | 19:51:49 Uhr
Hallo Muna!

Das ist echt toll, daß du dir die Zeit nimmst schon wieder eine Review zu schreiben. Feedback ist für mich in diesem heftigen Schreibmarathon wirklich besonders wertvoll. Also, ganz herzlichen Dank an dich.

Auch, daß du dir Gedanken über ein Geschenk gemacht hast. Es ist echt schwer, oder? Ich habe mir wirklich vier Tage den Kopf zerbrochen und alles was rauskam war ein Herbarium. Dann habe ich das meiner Mutter erzählt (die nur weiß, daß ich schreibe - nicht was ;-) und ich hatte die Frage kaum fertig forumuliert, als sich die kleine Polarstern wie von Zauberhand vor meinen Augen materialisiert hat. Geniale Hilfe ;-)

Von wegen Recherche ... Da habe ich leider gerade mal Jugendhilfegesetz-technisch elegant daneben gelangt. ;-) Was mir echt ziemlich peinlich ist. Ich muss, daß wirklich nochmal umarbeiten. Aber dramaturgisch hat es so gut rein gepasst ...

Vielen Dank für deine wertschätzenden Worte. Das tut echt gut nach Stunden - äh, Tagen am Computer.

Einen schönen Abend wünscht dir Die Katze

P.S.: Eigentlich wäre heute abend noch ein Kapitel dran, da ich eh schon in Verzug bin, aber ich bin damit leider noch nicht ganz zufrieden.
27.12.2016 | 22:40 Uhr
zu Kapitel 100
Gnarh, das ist jetzt nicht dein Ernst Leo! Wir lange soll das denn noch dauern? So langsam müsst ihr Mal in die Pötte kommen! Dauert ja sonst noch Jahrhunderte und wir sind schon bei Kapitel 100!!!

Antwort von TheLifesIneverhad am 28.12.2016 | 19:46:01 Uhr
Doch ist es! *grins*

Vielleicht erklärt sich das Tempo der beiden in einem der nächsten Kapitel nochmal besser. Aber andererseits sollte in den letzten 100 Kapiteln ja auch klar geworden sein, daß es sich hier nicht um hedonistische Teenager handelt.

Obwohl ... ich schreibe gerade an den "Pötten". Ich hoffe nur sie passen dann auch wirklich zur Geschichte.

Liebe Grüße von der Katze
27.12.2016 | 19:49 Uhr
zu Kapitel 99
Hallo Katze,
So schön dein neues Schreibpensum ist so antiproportinal war es mit Weinachten und all den Dingen die man da so immer zu tun hat. Lesen ging grade noch aber Reviews schreiben....
Na ja das gibt es jetzt. Zwar nur eines weil sich alle Kapitel in meinen Kopf zu einem vermengen aber immerhin.
Die Raunächte waren interesant , da habe ich mich erst mal wieder ganz in der Linksamlung verloren weil ich die so nicht kannte. Ich finde es macht die Geschichte immer sehr rund und dreidimensional wenn solche Nebenhandlungen wie Bayern ( also erinnerungen an Oma und liebeskummer) darin vorkommen. Das sind ja alles Dinge wo Dozenten oft sagen: Hat es eine direkte funktion? nein? dann streich es. aber ich finde das grade duch so etwas eine Geschichte tiefe bekommt und Jules wie jemand wirkt den man kennen könnte.
Genau wie Leos ausflug nach Lübek der sich ja zukünftig öfters einstellen wird. Ich warne gelich mal vor das dieses Review alles andere als geortnet oder Chronologisch ist aber egal. Also du weißt ja das ich den einen Rückblick früher auf die Abtreib ungssache nicht so gelungen fand aber jetzt in den letzten Kapiteln wurde das Thema richtig rund und stimmig. Leos gedanken darüber . weil er Kinder mag aber auch um einen Fehler wieder gut zu machen, genau wie der Konflikt mit Friedrich und das aussprechen es schon sehr endscherft hat war sehr echt.
Echt war auch Weinachten im Flüchtlingsheim und wie du die Stimmung die grade in Deutschland herscht eingefangen hast. Ich bewundere dich wirklich dafür das du immer mit so vielen Personen jo9ngliren kannst und jeder real wirkt.
Zorra wirkt auch sehr real auch wenn... na ja... Hab ich dir davon erzählt das es tatsächlich besonders vore den Sommerfgerien schon öfters vorgekommen ist das Eltern ihre Kinder bei uns im Heim abgeben wollten? da graut es mir. Einmal na klar menschlich aber dann ist es so das Unterbringungen immer über das Jugendamt laufen. Jules und Leo wären in jedem Fall verflichtet gewesen ihre Mutter als Sorgeberechtige zu informieren und dann eine Meldung beim Jugendamt zu machen. Ob eine Inoputnahme sattfindet endscheiden die dann gemeinsam mit Eltern und Kind es sei den es ist eine direkte gefahr im verzug was ja aber nicht der Fall war. Sie hätten sie niemals in ihrem eigenen PKW transportieren dürfen. Egal das hat für die Geschichte gar keine Relevanz. Ich wollte nur mal meine Fachlichkeit raushängen lassen. Auserdem wer weiß vieleicht ist das in Rostock ja anders ^^
So weiter im Text. Doff nur das sich mein Gehirn nie an die Dinge erinnert , in den Momenten in den es sich erinnern soll ( den Gelesen habe ich die Kapitel natürlich immer sofort).
Ach ja ich fand du hast das Reagieren von den Eltern auf die neue Situation sehr gut und weit abseits von Klischees beschreiben. Die Landmanns sind eh in ihren Stäkten und fehlern eine sehr echte Familie. Auch weinachten bei ihnen konnte ich direkt mitfühlen. Ich war froh das die Jules mit hoch geboten hatten wobei ich richtig fühlen konnte wie schwer es für alle ist mit der neuen Situation umzugehen. Jetzt ist alles anders und jeder sucht seinen Platz.
Über die annäherung also in sexueller Hinsicht hatte ich dir ja schon etwas geschreiben. Auch hier ist alles angenehm anders.
So mehr fällt mir erst mal nicht ein ( wetten erst wenn ich es abgeschickt habe). Jetzt wo hier weider alltag eingekert ist schaffe ich es auch hoffendlich wieder regelmäiger zu schreiben.
Liebe grüße
Polly

PS: Das Geschnek sollte etwas nicht Materielles sein. Ein Foto oder ein versprechen für ein Ausflug oder so

Antwort von TheLifesIneverhad am 28.12.2016 | 19:38:38 Uhr
Hi Polly!

Ich hoffe du hattest eine gute Reise und schöne Weihnachtsfeiertage.

Es ist echt verrückt, daß ich nach der langen Pause hier schreibe wie ein ... "Berserker"? Hm, eher schlechter Vergleich, aber viel auf jeden Fall. Und es ist echt schön Rückmeldungen dazu zu bekommen, da es sich doch ein wenig nach Blindflug anfühlt, wenn ich so schnell schreibe und nicht immer alles 50 Mal durchsehe und hin- und herwälze. Ich hoffe, die Qualitätseinbußen deswegen sind nicht zu eklatant. Ab und zu überkommen mich nämlich doch die Zweifel, ob das hier eine so gute Idee war.

Dann passieren nämlich so interessante Dinge, daß der Pädagoge Jules illegaler Weise Zora entführt. Ich hatte da auch wirklich an deine Beratung gedacht, aber wollte jetzt mit meiner tollkühnen Idee dir nicht in der stressigen Vorweihnachtszeit bzw. im Urlaub tausend Fragen über deine Arbeit stellen.

Ich hab's dann selbst recherchiert und dachte es damit gesichert zu haben, aber von wegen ... Ich hatte gelesen, daß Kinder sich auch selber "einweisen" können, in den Kindernotdienststellen, aber das habe ich wohl missverstanden (ich denke bzw. hoffe sogar, daß das in Rostock nicht anders ist). Die Einordnung von "Gefahr im Verzug" wird ja auch noch dadurch erschwert, daß überhaupt nicht klar ist, was zuhause bei Zora abläuft. Nichts gutes auf jeden Fall, aber ich wollte da nicht zu tief eintauchen und habe es bei den paar Andeutungen belassen, durch die man sich etwas zusammen reimen kann.

Auf jeden ganz herzlichen Dank für deine Hinweise. In einer überarbeiteten Version (ja, ich würde (Betonung liegt auf "würde") das echt gerne machen) arbeite ich das definitiv um, sonst kommt Jules ja wirklich als der komplett verantwortungslose Vollhoschi rüber. ;-)

Gerade die "Funktions"-Frage hat sich mir in den letzten Kapiteln doch immer wieder sehr stark gestellt. Ob es jetzt nicht zu sehr blablabla wird durch mein schnelles Schreiben.

Dafür ist es gut zu hören, daß die Geschichte zwischen Leo und Hannah jetzt mehr Sinn ergibt und auch deutlicher wird, was Leo da mit sich herumgeschleppt hat - herumschleppt. Den Bogen hatte ich von Anfang an im Kopf, aber er schließt sich jetzt er mehr.
So, ich "bastel" gerade an den Pferden, aber sie lassen sich noch nicht wirklich genügend zähmen ... Deswegen bin ich leider nun doch auch in Verzug gekommen. Außerdem spielten die letzten beiden Kapitel an einem Tag und das hat mich dann echt aus dem Rhythmus geworfen.

Heute abend werde ich es leider wohl auch nicht mehr schaffen, daß nächste Kapitel zu posten, da ich damit noch nicht zufrieden bin. Deswegen vergrößert sich die Asynchronität wohl weiterhin.

Außerdem bin ich immer noch in totaler Weihnachtsstimmung und kann mich gerade gar nicht in Silvester für die nächsten Kapitel einfühlen.

Das mit den Rauhnächten fand ich auch super spannend. Ich kannte die zwar so ein bißchen, aber gerade die Themen sind echt spannend und wären fantastische Grundlagen für die Kapitel. Aber das ist eine andere Geschichte ... ;-) Denn Jules (und auch ich) sind einfach nicht "esoterisch" genug veranlagt, daß wir den letzten Kapiteln auf einmal ein Rauhnachts-Konzept aufoktroyieren könnten. Aber wie gesagt: echt interessant.


Vielen Dank für deine Rückmeldung. Die ist in der Schreibflut gerade echt nochmal besonders willkommen, damit ich weiß, ob das soweit noch alles okay läuft.

Ganz liebe Grüße an dich von der Katze
24.12.2016 | 00:42 Uhr
zu Kapitel 97
Oh Gott, eines meiner liebsten Stücke (und Musikvideos überhaupt) von Anthony, nun Anohni! <3
Das passt wirklich so gut zur momentanen Lage und Gefühlswelt Jules'.

Leo meint es echt so richtig ernst mit Jules (denkt jetzt schon an Kinder, mit ihm! :O ). Man merkt, dass er einfach schon reifer ist für sein Alter, und deshalb ist ihm wohl auch der Altersunterschied schnuppe.
Warum hat Leo so viel "Angst"(?) vor Friedrich, er denkt wohl echt, Friedrich würde Leos neuen "Love interest" nicht gut heißen, es tragisch finden, nun einen schwulen Sohn zu haben?!
Aber man merkt ja deutlich, dass Friedrich einfach nur um Leo besorgt ist, und nicht um dessen sexuelle Orientierung. Da ist wohl dringend ein klärendes Gespräch nötig.
Es ist schön zu sehen, dass Jules jetzt Nähe zulässt und begehrt. Das zeugt von Vertrauen und, dass er so langsam aber sicher mit der Vergangenheit abschließt.
Der letzte Abschnitt war echt sehr elektrisierend, ich bin gespannt wie weit die beiden "fürs Erste" noch gehen werden.

Und Zora tut mir echt Leid, was geht da nur Schreckliches bei ihr Zuhause ab? Das war so herzerweichend als sie vorschlug, adoptiert zu werden. *schluchz*

Ganz liebe Grüße und frohe Festtage, liebe Katze!

Antwort von TheLifesIneverhad am 26.12.2016 | 15:11:24 Uhr
Hallo Schwan!

Oh, wie schön, daß du die Sänger*in kennst. Sie ist ja gar nicht mal sooo bekannt. Es ist echt toll, wenn das jemand so ähnlich erlebt wie ich, wenn ich schreibe. Das Lied passt fantastisch zur Geschichte insgesamt und speziell zu dem, mit was sich Jules herumplagt, aber auch immer mehr für sich löst. Ich war so glücklich als ich es entdeckt habe.

Es scheint "uns" ja anscheinend klar zu sein, daß Leo es so richtig ernst meint. Jetzt ist nur noch die Frage, ob Jules, daß auch wirklich versteht und was er dann damit macht.

Warum Leo soviel Mißstimmung (oder auch Ärger) mit Friedrich hat, wird mehr oder weniger nur zwischen den Zeilen herauskommen, auch wenn der ein oder andere größere Grund deutlich wird. (Ich spoiler mal, daß ich da keine große Bombe um Friedrich platzen lassen werde. Der ist generell schon sehr okay.) Es ist so ein typisches "Eltern-Kinder"-Ding, daß wohl viele mit sich herumtragen.

Auch das mit Zora werde ich so angeschnitten lassen wie es ist, nicht alles auserzählen. Zum einen da ich mich gerne in - professionelle würden sagen - "Nebenschauplätze" verrenne.

Also, dann mal ran an die P16-Szenen, die ich versprochen habe *Schluck* ;-)

Ganz liebe Grüße an dich und schöne Tage zwischen den Jahren wünscht dir Die Katze
23.12.2016 | 00:34 Uhr
zu Kapitel 85
Ach wie gut mich dieses Kapitel an mein Leben erinnert... Über Lande ich ständig in solchen Bussen der Polizei und nie bin ich wirklich Schuld! Das mein ich ernst, was kann ich den dafür, dass ich anderen immer helfen will?!

Antwort von TheLifesIneverhad am 26.12.2016 | 15:36:13 Uhr
Hallo KiwiMaus!

Tja, das ist immer interessant, wenn man in einer Geschichte durch reale Erfahrungen anknüpfen kann. In dem Fall ist es - wie Justus Jonas sagen würde - wohl nochmal ein spezialgelagter Sonderfall.

(Ich kenn das im übrigen durchaus auch noch von früher ;-)

Schöne Grüße von der Katze