Autor: LadyCharena
Review 1 bis 1 (von 1 insgesamt):
24.10.2018 | 13:33 Uhr
zur Geschichte
Hej LadyCharena,

auch dieser OS zur Episode „Be My Valentine“ hat mir extrem gut gefallen.
Nicks Gedanken und Gefühle Natalie gegenüber, sein Instinkt, sie zu beschützen und dass LaCroix deshalb nie erfahren darf, was Natalie ihm wirklich bedeutet, und gleichzeitig seine Reue darüber, dass er seine Vampirkräfte eingesetzt hat, um Natalie die Erinnerung an diesen Abend aus dem Gedächtnis zu streichen, hast du extrem passend dargestellt.
Wie LaCroix anfangs mit Nick im Loft umspringt, ist man aus der Serie ja gewohnt. Ich fand es besonders gelungen, dass Nick sich dann wünscht, dass LaCroix geht, denn er ahnt wohl schon, was nun folgen wird. Selbst wenn die letzte Begegnung dieser Art mehr als ein Jahrhundert zurückliegt, wird es nicht das erste Mal gewesen sein, dass LaCroix ihn auf diese Art 'rumkriegt. Und Nick weiß wohl genau, dass er in seinem derartigen emotionalen Zustand zu keiner Gegenwehr mehr fähig ist, und wie er selbst anmerkt, erliegt er LaCroix' hypnotischen Künsten nur allzu schnell.

Ich muss sagen, dass mich der plötzliche Perspektivwechsel zunächst etwas irritiert hat. Den hättest du vielleicht besser kenntlich machen können, z. B. durch einen größeren Absatz. Aber ich verstehe auch, warum du ihn vorgenommen hast, denn das weitere Geschehen aus der Sicht von LaCroix zu erleben, war einfach ein sehr exquisiter Genuss.
Ich finde, es passt zu LaCroix, dass ihn das Menschliche an Nicholas so fasziniert, möglicherweise gerade deshalb, weil es ihm selbst so fremd ist.
Ein interessant Gedanke ist auch, dass LaCroix über Janette quasi mit Nick intim ist, indem er mit ihr Verkehr hat, seit sie auch wieder mit Nick schläft, da ihre Sinne es den Vampiren wohl erlauben müssen, das Geschehen sehr viel stärker wahrzunehmen. Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass sich LaCroix in solchen Momenten zwischen seinen „Kindern“ erlaubt, das Band zwischen ihnen und sich selbst weiter zu öffnen, um so auf emotionaler Ebene Zeuge dieses Aktes zu werden.
Die intimen Momente zwischen LaCroix und Nick wenig später hast du aus meiner Sicht sehr gekonnt dargestellt; genau so könnte ich mir die beiden durchaus vorstellen.  
Zudem war die Schlussszene sehr passend gewählt. Es erwärmt LaCroix' Herz wohl doch, dass Nick seine Geschenke immer noch mit sich führt und gleichzeitig kann ich mir seine diabolische Freude darüber, die Herausforderung zu meisten, Nick wieder ganz zu „seinem Kreuzritter“ zu machen, lebhaft vorstellen. Das Zitat aus „Father's Day“ war der krönende Abschluss dieses wirklich gelungenen OSs.

Lieben Gruß

Arkia