Anzeigeoptionen  Review schreiben Regelverstoß melden Sortieren 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 
Autor: Thainwyn
Reviews 1 bis 25 (von 227 insgesamt):
06.05.2020 | 12:20 Uhr
Hallo Thaiwyn,

ich glaube ich kann gar nicht richtig ausdrücken wie gut ich Cwideas finde und wie stark mir die Geschichte und die Charaktere ans Herz gewachsen sind. Und dabei habe ich nur 4 Tage gebraucht um die Geschichte durchzulesen! Ich muss zugeben, dass ich normalerweise keine Review-Schreiberin bin, also wird das jetzt wahrscheinlich total ungeordnet haha
Ich war deiner Geschichte schon in 2015 oder 2016 gefolgt, hatte dann aber irgendwann im Auenland aufgehört weil ich einfach nicht mehr richtig im Mittelerde mood war und es schwer fand wieder in die Geschichte reinzukommen. Was ich jetzt aber umso besser fand, weil ich weder das Ende kannte, noch mich an die Details erinnern konnte und dadurch die Geschichte sowie von Neuem lesen konnte! (Und ich muss sagen es ist wirklich gefährlich fanfiction in der Zeit von Corona und E-Learning zu lesen, weil man die ganze Zeit am Laptop ist und sich einfach ablenken lässt!)
So aber endlich mal zur Geschichte: es ist so so so selten eine derart gut durchdachte, realistische Geschichte im Internet zu finden und vor allem wenn es um diese Real Life/Middle Earth Geschichten geht. Ich habe dieses ganze Abenteuer mit stuntfola mitgelebt, habe mit ihr gefürchtet und gezweifelt, und vor allem mit ihr gelernt. Es ist so einfach durch die ganzen anderen fanfictions das Gefühl zu haben, dass Charaktere die nicht irgendwelche Helden aus den Büchern sind langweilig wären, aber du hast ganz neue Charaktere erschaffen die mir plötzlich genauso wichtig wurden wie „die bekannten Charaktere“ (*hust* Meahred und Creofan). Alle Charaktere in Cwideas haben eine gewisse Tiefe, man kann natürlich nicht auf jeden eingehen aber trotzdem bleibt das Gefühl, dass da mehr an einer Person dran ist als man sehen kann, dass auch dieser relativ unwichtige Charakter seine eigene Geschichte, seine Gedanken und Gefühle hat.
Was ich besonders geliebt habe, war die Entwicklung von stuntfola. Als sie noch mit Grima war, hat man gemerkt, dass sie doch kaum richtig gehandelt hat. Es ging eher um Sachen, die ihr passiert sind, als Sachen, die sie gemacht hat. Aber man war trotzdem als Leser genauso wie stuntfola an Grima gebunden und konnte erst nach seinem Tod sehen, wie ungesund er tatsächlich für sie war. Denn langsam macht sie Entscheidungen, spricht viel mehr, und plötzlich kann man deutlich mehr von ihrer eigentlichen Person sehen (anstelle vom ängstlichen Mädchen, dass nur von Grima abhängig war).
Zu Albert muss ich sagen, dass ich mich ihm nie so richtig anfreunden konnte. Es hat mir irgendwie was gefehlt um ihn wirklich zu kennen und deshalb kam es für mich eher unerwartet und unnatürlich vor, dass stuntfola ernsthaft darüber nachdachte mit ihm zu bleiben. Aber vielleicht mochte ich auch einfach nicht, wie er sie die meiste Zeit ignoriert hat.
Die Hobbits und die Zeit im Auenland fand ich auch richtig gelungen. Bei einer anderen fanfiction hätte die Protagonistin wahrscheinlich irgendwie alles erzählt was sie weiß und wäre plötzlich super mit den vier Hobbits befreundet. Es war wichtig wie du gezeigt hast, dass das die Zeit nach einem Krieg ist, dass Leute misstrauisch sind und dass auch unsere vier Lieblingshobbits nicht einfach direkt beste Freunde mit der Protagonistin werden weil sie ihre Geschichte kennt. Stuntfola muss vorsichtig sein was sie sagt und tut, denn alles hat Konsequenzen.
Oh man, da schwirren noch so viele Gedanken in meinem Kopf herum aber ich weiß gar nicht worüber ich noch schreiben soll. Das Ende kam mir ehrlich gesagt etwas zu schnell und kurz (aber vielleicht liegt das auch einfach daran, dass ich noch 100 weitere Kapitel hätte weiterlesen können, so sehr mag ich Cwideas). Ich verstehe aber natürlich auch, dass du nach den ganzen Jahren die Geschichte endlich fertig kriegen wolltest. Der Abschied von Creofan und Meahred hat mich richtig traurig gemacht :( Besonders nachdem Creofan meinte sie könne auch bei ihnen leben falls das Portal nicht funktioniert! Da würde ich eigentlich auch voll gerne ein what-if One-Shot zu lesen! Auf jeden Fall sind mir die beiden richtig ans Herz gewachsen :)
Gut ich glaube ich höre hier mal auf, ich hoffe es geht dir in dieser besonderen Zeit gut und nochmal Glückwunsch für eine so gelungene fanfiction!

Liebe Grüße,
el0010 :)
27.02.2020 | 22:52 Uhr
Hallo Thainwyn,
dies ist eine der längsten und Fanfiktion die ich seit langem
gelesen habe.
Dein Hauptcharakter Stuntfola, war super ansprechend
und sie war so überhaupt nicht Mary-Sue like, was es super
einfach machte sich in sie und die Geschichte hinein zu versetzen.
Wie gesagt großes Lob an deine Geschichte und deine Schreibkünste
die sind nämlich der Wahnsinn.

Mit besten Grüßen
Jella
01.01.2020 | 14:37 Uhr
Liebe Thainwyn

Ich bin seit langem wieder einmal im Mittelerde-Modus und bin letzte Woche über Cwideas gestolpert. Eigentlich versuche ich ja, mein Lese-Pensum etwas flach zu halten, falls du schon mal etwas von einer Lese-Sucht gehört hast... Ich neige eindeutig dazu.

Lange rede, kurzer Sinn: Ich hab in rund 5 Tagen deine FF über Stuntfola und ihre Reise nach Mittelerde durchgelesen und bin schlichtweg begeistert. Ich finde es toll, wie du Stuntfola beschrieben hast (Übrigens: Ist es möglich, dass sie Melanie heisst?! Am Schluss kommt vor, dass ihre Kopfstimme ihr "Mel" sagt...?). Ich war einige Tage ohne Internet und habe heute herausgefunden, dass Stuntfola rund 20 Jahre ist. Ehrlich gesagt hätte ich sie 4-5 Jahre jünger geschätzt, aber halt auch, da im Mittelalter Mädchen früher als Frauen galten und eine 20-jährige Frau wohl schon ihre Tage hat. Aber natürlich durch Hunger (und ich sehe Stuntfola auch eher als dünne Frau vor mir, so wie sie am Anfange über das "monatliche Problem" dachte) und die Entbehrungen und Dreck und allem ist es schon gut möglich, dass ihr Alter schwierig zum Einschätzen ist.

Ich fand, du hast die Angst, die wohl fast jeder von uns in Stuntfolas Situation haben würde, echt gut rübergebracht. Auch, dass sie sich an Gríma hielt war verständlich - immerhin hat er sie vom "bösen" Krähenfuss beschützt, holte sie aus dem Sturm und alles. Bei mir im Kopf ist da natürlich sofort "Stockholm-Syndrom" laut aufgeploppt und ich denke, dass dieses Krankheitsbild auch nur nachvollziehbar ist. Nur schon, da sie ja 5 Monate mit Gríma und Saruman im Turm festsass. Übrigens hab ich glaub noch einen Logikfehler gefunden: Als Frodo sie auf das Yulfest ansprach meinte sie, dass sie schon über ein halbes Jahr in Mittelerde sei. Wenn ich mich nicht Irre kommt sie aber schon Ende Februar/Anfang März nach Mittelerde, das wären dann eher schon zehn Monate (5 Monate im Turm gefangen, keine Ahnung wie lange Reise ins Auenland, 2 Monate Aufenthalt bei den Hobbits). Und Isengard fiel Anfang März 3019. Naja, nicht schlimmes ;)

Die Figuren finde ich echt genial und ich finde es immer wieder faszinierend, wenn fiktive Figuren ein Eigenleben bekommen. Hab ich selbst schon oft erlebt, darum enden meine Geschichten eigentlich nie so, wie eigentlich geplant... Und sosehr ich Krähenfuss am Anfang verachtete (und Stuntfolas Angst voll nachvollziehen konnte), desto mehr mochte ich ihn am Schluss eigentlich. Und natürlich habe ich um Gríma mitgetrauert, aber irgendwie, so von aussen betrachtet, war es um Grímas Willen vielleicht besser, so zu sterben. Es ging kurz und war wohl schmerzlos, er hat eine "gute" Tat vollbracht (zumindest kann Saruman nun kein Unheil mehr anrichten) und ich denke er hat psychisch gut einen mitgemacht und ich habe ich gefragt, ob und wie es sich wirklich erholen könnte. Nach Rohan hätte er nicht zurückgehen können, also hätte er wohl auch Stuntfola nur bedingt helfen können, wieder zurückzukommen, im Norden gehörte er den ungeliebten Strolchen an und nach Gondor wäre er kaum gekommen, da wäre Rohan dazwischen gewesen. Und auch wenn Éomer gnädig war - so gnädig war wohl nicht einmal er selbst, dafür geschah zu viel.

Ich finde es auch toll, dass du die Buchvorlage übernommen hast. Etwas, was bereits geschehen ist, kann man nicht ändern. Ich hab natürlich auch schon mehrere Weltenwandler-FF gelesen und muss gestehen, die besten fand ich mit sehr wenigen Ausnahmen jene, die die Buchvorlage übernommen hatten oder so dicht wie möglich dran blieben. Auch der Zwiespalt, den die jeweiligen Charaktere haben, immerhin endet das Bucht «gut» und mir kommt auch immer die Frage auf, ob «Gott spielen» (oder eben wissend über die Geschichte und deren Ende) wirklich richtig ist. Oder kann es nicht nach hinten losgehen? Und das auszusitzen, nicht zu wissen, was machen… ich finde, du hast Stuntfolas Probleme echt gut rübergebracht. Sie ist keine Mary-Sue, doch genau das hat das Lesen so interessant gemacht. Auch wenn ich auf der anderen Seite des Bildschirm immer mitgefiebert hatte, dass sie etwas mehr in die aktive Rolle kommen würde, ihretwillen. Auch ihrer psychischen Gesundheit zuliebe. Sachen, die man selbst aktiv mitgestaltet hat, sind einfacher zu verarbeiten als jene, bei denen man passiv geblieben ist. Aber Stuntfola ging ja am Schluss in Therapie – auch ein wichtiger Punkt, den du berücksichtigt hast. Wie viele FF enden entweder damit, dass die Weltenwandler in Mittelerde bleiben oder dann doch nach Hause kommen und «alles war wieder wie zuvor». Eben nicht… Alles sind Menschen und Éomer beschreibt Éowyn die Schlacht ziemlich… eindrücklich. Den Horror vom Schlachtfeld. Als er Éowyn erklärte, dass sie den Hobbit nicht auch noch ermutigen soll. Ich glaub, die Szene könnte auch nur in der Extended Edition sein, ich hab nur die zu Hause..

Eigentlich hätte ich nach jedem Kapitel ein Kommentar dalassen sollen, ich finds echt schwierig, im Nachhinein alles auf den Punkt zu bringen. Die gute Charaktergestaltung der Figuren (Frodo hast du meiner Meinung nach unglaublich gut getroffen und auch Éomer ist, auch wenn er nur einen kurzen Auftritt hatte, reell rübergekommen, wie ich ihn mir vorstellte); die Gefühle, die du weder beschönigt noch unnötig ausgeschmückt hast (ich fands «herzig», dass du immer eine Triggerwarnung am Kapitelanfang gemacht hast. Sehr rücksichtsvoll); Stuntfolas Weg und der gute Begründung, WIESO sie sich das angetan hat; WIE du den Weg beschrieben hast (ich fand ihn keineswegs zu ausufernd) und was sie erlebt haben; die Angst von Stuntfola, mit einer Horde Strolchen unterwegs zu sein, sich nie sicher zu fühlen oder sich eben in der Gegenwart «gefährlicher» Menschen sicher zu fühlen durch das Wissen, dass die Strolche sich nicht trauen würden, sich diesen in den Weg zu Stellen (Saruman und zu einem gewissen Grad auch Gríma).

Was ich auch super fand war das Altenglisch. Lernst du das oder hast du einen Übersetzer genutzt? Am Schluss hab ich sogar etwas schlussfolgern können, was etwa gesagt wurde (wenn ich mir die Mühe machte, längere Sätze wirklich genau zu lesen 0:) ). Ich finds auch toll, wenn bei FFs die direkte Rede in Englisch geschrieben ist. Für mich immer eine gute Grundlage zum Üben, zum ganze Bücher lesen ist mein Englisch eher mässig genügend und daher auch eher anstrengend. Aber nur die direkte Rede geht ganz gut. Ich fands echt beeindruckend, wie du dir die Mühe gemacht hast und auch die Übersetzungen gut einbauen konntest, als Stuntfola schliesslich Rohirrisch verstand.
Ja, das einzige, was ich etwas Schade fand, war das Ende. Ich hab die FF jetzt natürlich an einem Stück lesen können, hab natürlich aber mitbekommen, dass sich die Geschichte über mehrere Jahre hinweg zog. Und irgendwann kommt man an den Punkt, wo man nur noch fertig sein will und die Geschichte abschliessen. Von daher hast du auch meinen Respekt, dass du die Geschichte trotz allem anständig zu Ende geschrieben hast und nicht einfach abgebrochen. Darum les ich nur FF, die schon fertig geschrieben sind 0:) Ich finde es immer so frustrierend, wenn geniale Geschichten mittendrin fertig sind, da Schreibblockade, keine Zeit, was auch immer. Kann ich nachvollziehen, ich hab mehr angefangen als beendete Geschichten auf dem Laptop, aber als Leser finde ich es immer schade.

Nun, ich hab das Gefühl, viel geschrieben und nichts gesagt zu haben, darum ganz kurz: echt gute FF, ich hab viel mitgelitten und ich habe sie bestimmt nicht zum letzten Mal gelesen. Grosse Leistung, als ePub-Dokument hast du über 750 Seiten geschrieben, das ist ein ganz ordentliches Buch!

Liebe Grüsse und vielleicht liest man sich wieder einmal,
Trini
28.11.2019 | 00:40 Uhr
Hallihallo,

ich möchte mich nach langer Zeit hier wieder mal melden.
Ich habe gerade gesehen, dass die Geschichte jetzt doch beendet ist - ich habe befürchtet, dass sie nie beendet würde - und ich war so unverschämt, das letzte Kapitel zuerst zu lesen, um zu erfahren, ob die vielgeplagte Protagonistin doch noch glücklich nach Hause gekommen ist. Das hat mich sehr zufriedengestellt.

Was du im Nachwort über Geschichten nach dem Muster "Moderner Mensch kommt nach Mittelerde" im Allgemeinen schreibst, hat mich überzeugt. Deine Geschichte ist in der Tat eine rühmliche Ausnahme, wohldurchdacht und in den Details sehr nachvollziehbar. Ich werde mich wohl nochmal darin einlesen.

Viele liebe Grüße und eine schöne Adventszeit!
roseta
06.11.2019 | 11:44 Uhr
Hallo Thainwyn

mein Gott ich entdecke gerade, dass ich mich bei dir seit, Sage und Schreibe, zwei Jahren nicht mehr gemeldet hab! Dabei hab ich deine Geschichte auch weiterhin verfolgt. Als sehr, sehr still gewordener Leser. Ich schäme mich fürchterlich, denn so hatte ich es wirklich nicht geplant. Ok in diesem Jahr dann schon irgendwie. : ( Ich kam einfach nicht mehr zum Schreiben, weder was ein kurzes Review noch meine eigene Geschichte betrifft. Ist auch nicht ganz der Wahrheit entsprechend, aber so gut wie. Immer ging ich davon aus, das holst du nach, du oller Gurkensalat, hat bei Cwideas nicht geklappt und bei mehreren anderen Gesichten, die ich schon lange verfolge ist es nicht anders. Sorry dafür.
Aber nun, nachdem ich deine Geschichte vor einiger Zeit, lange nach ihrer Fertigstellung dann doch zu Ende gelesen habe, will ich dir dann doch noch einmal einen Kommentar hinterlassen. Nicht nur weil du als Autorin jede Menge Rückmeldungen verdient hast, sondern auch weil deine Geschichte bis zum Schluss großartig ist.
Von Anfang an hat mich an Cwideas schon deshalb fasziniert weil du mit ihr geschafft hast wovon andere nur träumen können. Von vorn bis hinten sind dir Alltagsdinge wichtig geblieben, und schon das allein macht deine Fantasiegeschichte unglaublich authentisch. Stuntfola bleit sich immer treu. Sie mutiert nie zu einer glorreichen Kämpferin, sie verliebt sich nicht in den Superhelden, oder sorgt gar allein durch ihr Auftauchen für eine Veränderung der bereits bekannten Vorgabe. In viel zu vielen Geschichten geschieht genau das, manchmal sehr gut geschrieben, so gut, dass man es den Autoren auch abnehmen kann. Aber du lässt Tolkins Ideen genauso wie er es sich ersonnen hat und das ist wirklich beachtlich und grandios umgesetzt. Ein ganz anderes Vorgehen als bei den meisten und wunderbar umgesetzt.
Jeder deiner Charaktere besitzt eine unglaublich gut fundierte Tiefe. Tatsächlich ist nicht einer dabei der einfach nur flach gezeichnet wurde. Klar nicht alle Strolche der Gruppe können mit einem Hintergrund aufwarten und sind folglich Statistendasein verdammt. Aber in einer großen Masse an Menschen ist das auch normal. Man sieht die Leute, kann sie zuordnen, aber man braucht sie nicht wirklich zu kennen. Natürlich haben der gute alte Saruman, Grima und auch meine Lieblingskrähe noch weitaus mehr Hintergrund und Plastizität bekommen wie manch andere, aber selbst dieser Stallbursche der Stuntfola zweimal anbietet einfach bei ihnen zu bleiben, wirkt wie ein ganz normaler junger Mann, der ihr zugetan ist, aber ansonsten sein ganz normales kleines Leben führt. Ok, ein ganz normaler junger Mann der in einer mittelalterlichen Welt sein ganz normales mittelalterliches Leben führt. Eomer kommt ebenfalls absolut authentisch rüber. Echt jetzt, seine Darstellung von dir gefällt mir richtig gut, mit jedem Satz mit dem du ihn, seine Art zu Sprechen, auf andere zu reagieren beschreibst, spürt man deutlicher das er sich zu einem verantwortungsvollen König gemausert hat. Der dieses, ihm am Herzen liegenden Land die Menschen die daran leben mit viel Überlegung regiert und dabei doch immer ein Mensch wie jeder anderer bleibt. Einfach herrlich.
Als es dann endlich dem Portal entgegengeht, hätte ich mal wieder laut lachen können. Stuntfola scheut sich davor zu reiten. Ich bin mir sicher so etwas konnte tatsächlich nur in deiner Geschichte vorkommen. Und wieder passt dieser (kleine) Umstand wie Faust aufs Auge. Klar Grima hatte sie ganz zu Anfang auf seinem Pferd mitgenommen, ihr später auch ein eigenes Reittier verpasst, was nicht begeistert angenommen wurde und dann ist sie tatsächlich, bis auf diese kleine Rumpelfahrt in der Tonne nur noch per pedes Unterwegs gewesen. Gerade für solche Dinge liebe ich deine Geschichte. Dann bekommt sie ihre alten Sachen wieder und erneut war ich hin und weg was du daraus gemacht hast. Denn natürlich musste gerade so eine dünne Regenjacke auf die einheimische Bevölkerung wie ein Wunderding gewirkt haben, eine Kostbarkeit, ein magisches Utensil das aufs Beste verwahrt und gehortet werden muss. Das halbe Dorf brennt ab, aber diese olle dünne Jacke, vermutlich von Discounter mal eben auf die Schnelle für fünf Euro ergattert, wird aus den Flammen gerettet. Ich bin tatsächlich ganz froh darüber dass wenigstens das Handy während des Feuers das Zeitliche segnete. Sonst hätte Suntfola (Melanie wenn ich mich noch richtig erinnere) womöglich noch auf den Gedanken kommen können nach einem funktionierendem Netzt zu suchen. ; ) Oder auch nicht Akku leer.
Das Portal in der Nähe Fangors anzusiedeln war ebenfalls die einzig richtige Entscheidung die du treffen konntest und selbst der dann recht kurze Abschied passte.
Sehr schön, absolut sympathisch fand ich es das die beiden Strolche, mein liebstes Federvieh allen voran, aber auch Méahred sie nach einigen missglückten Versuchen es zu finden, aber auch schon auf ihrem Weg dorthin, anbieten auch bei ihnen zu bleiben zu können. Wäre interessant gewesen ihr auch dabei über die Schulter gucken zu können. Du hast dich anders entschieden und dafür ist Stantfola sicher, aber auch ich, wirklich dankbar.
Eine grandiose Geschichte!
Nicht nur wegen des immer wieder einfließenden Altenglisch und eines Strolches der sich strikt weigert eine andere Sprache auch nur ansatzweise zu erlernen und, wie ich mich erinnere, auch fast mal in einem von mir ersonnenen Kähengulasch gelandet währe.

Ganz liebe Grüße dir
vielen, vielen Dank für diese zu einem wirklich guten Ende geführte Geschichte

Der Gurkensalat 71
Blauer Eisdrache (anonymer Benutzer)
11.09.2019 | 14:27 Uhr
Hey!
Da deine Geschichte Mal wieder meine (eigentlich ohnehin nicht vorhandene) Produktivität hemmt, lass ich dir nochmal ein Review da! :D
Es hat richtig Spaß gemacht, die Geschichte vor Flocwitas Enthüllung noch Mal zu lesen und zu wissen, um wen es sich wirklich handelt. Auch als Stuntfola dann von Grima redet... Die Brisanz der Szene war mir zuvor gar nicht bewusst, bzw. ich könnte mich auch nicht mehr daran erinnern. Ich bin auch zu den Ergebnis gekommen, dass es sogar schon mehr als vier Jahre her ist, seit ich die ersten Kapitel von Cwideas gelesen habe.
Übrigens auch danke für die Aufklärung des Wortes "Grima" (auch wenn das nicht dieses Kapitel war). Auch wenn es das Wort Grimasse gibt, war mir nicht bewusst, dass der Name Grimas bei einer Marke, die Maskenbildner Bedarf verkauft, einen Sinn hat.

Naja, ich lese dann Mal weiter und melde mich vielleicht unter einem anderen Kapitel noch einmal zu Wort.
LG
Blauer Eisdrache
Blauer Eisdrache (anonymer Benutzer)
08.09.2019 | 22:57 Uhr
Hallo!

Ich habe vor 3-4 Jahren angefangen deine Geschichte zu lesen, habe dann aber irgendwann nach Kapitel 50 (oder eher 60?) den Faden verloren und lange Zeit überhaupt nicht daran gedacht. Vor ein paar Tagen ist mir Cwideas dann irgendwie wieder in den Sinn gekommen, ich habe mich gefragt, ob die Geschichte weitergeschrieben wurde, habe es nachgeschaut und siehe da, du hast sie vor kurzem beendet.
Da dies wirklich die einzige Real Life meets Mittelerde Geschichte ist, die ich je gelesen habe, habe ich also von vorne begonnen.
Es ist interessant, die Geschichte von einem etwas anderen Standort im Leben erneut zu lesen. Als ich die Geschichte zum ersten Mal gelesen habe, war ich selbst noch am reiten und konnte Stuntfolas verkrampfte Beine nach nur so kurzer Zeit kaum nachvollziehen, auch wenn mir natürlich bewusst war, dass reiten Muskelkater gibt. Auch von dem Altenglisch habe ich kaum etwas verstanden.
Jetzt, einige Jahre später habe ich die letzte Gelegenheit, zu der ich auf einem Pferd reiten könnte nicht nur mit Muskelkater, der fast eine Woche anhielt, sondern auch mit einer schmerzenden Schulter und blauen Flecken sind n Erinnerung. (Aber so schlimm hat es Stuntfolas dann ja doch noch nicht erwischt.)
Aber immerhin kann ich mittlerweile, dank des Konsums diverser altenglischhaltiger Serien/Medien (und vielleicht auch dank Shakespeare), mehr von dem erahnen, was die Eorlingas da so sagen :).

Was ich dir eigentlich mit diesen Geschichten aus meinem Leben sagen möchte, ist, dass deine Geschichte mich wirklich begeistert hat, und es jetzt auch erneut tut. :)
Danke, dass du sie zuende geschrieben hast! Vielen, vielen Dank!

Liebe Grüße
Blauer Eisdrache

PS Ich glaube mein damaliger Nickname war Lady of Mirkwood, aber ehrlich gesagt bin ich mir nicht mehr sicher.
EruanMithrandir (anonymer Benutzer)
08.08.2019 | 13:57 Uhr
Ich bin gerührt, du hast mich in deiner Danksagung erwähnt, für diesen einen kleinen Hinweis, den du sicherlich auch irgendwann bemerkt hättest, spätestens bei der X-und-neunzigsten Lektüre des Herrn der Ringe.
Vielen Dank dafür und auch ein herzliches Dankeschön dafür, dass wir alle an deiner Geschichte teilhaben durften.
Mir kam das Ende ehrlich gesagt ein bisschen zu früh. Meinetwegen hätte es noch viel weiter gehen können, auch mit unregelmäßigen Updates und andererseits kann ich dir doch nur dazu gratulieren, es geschafft zu haben. Geschichten von einer Qualität, wie Cwideas gibt es auf FF.de leider nur ganz selten. Dementsprechend kann ich mich auch bedenkenlos den Worten deines Nachwortes anschließen: an Logik, Realismus, zweifelnden & scheiternden Charakteren fehlt es sehr häufig.
Du hast große Spannung erzeugt, ohne epische Schlachten oder Romanzen und dem Leser viele falsche Fährten & Andeutungen zum Nachdenken gegeben.
Wie geht es mit den restlichen Strolchen weiter? Wie kommt Meahred nach Tarbad? Was machen Meahred & Krähenfuß, nachdem sie Stuntfola nach Hause gebracht haben? Und warum kann Stuntfola Krähenfuß auf Westron ansprechen, erhält aber nur eine Antwort in der Sprache der Rohirrim?
Die letzten Kapitel waren stellenweise wieder herrlich ironisch (über Aragorns Steuerpolitik grüble ich immer noch nach) und obwohlnes nicht mal ein Happy End gab, oder alle tot sind ( ;D GRRM lässt grüßen) fühlt es sich nicht so an, als würde noch irgendetwas fehlen, als wäre das Ende zu früh, oder zu spät...

Vieleicht liest man sich mal wieder.
Bis dann, Eruan.
24.07.2019 | 19:48 Uhr
Endlich komme ich dazu, wieder einmal ein Kapitel zu reviewen. Es tut mir leid, dass es so lange gedauert hat. (Keine Entschuldigung, eher Ausdruck meines Bedauerns. ^^“)

Oh, sie dürfen den ganzen Winter über bleiben? Das ist…großzügig.
Hm, Alberts Art mit Stuntfola umzugehen, gefällt mir nicht unbedingt. Ihr aus dem Weg zu gehen ist eine Sache, aber sie zu ignorieren, wenn sie ihn anspricht? Mal sehen, wie lange das so gehen wird.
Ich mag, wie du das Personal vorgestellt hast. Kurz und knackig (es geht ja schließlich nicht um diese Nebenfiguren) aber so hat man doch mehr als nur einen Namen.

Und es wird spannend. Ist da wirklich jemand im Wald? Ein schabendes Geräusch, was könnte das sein? Hier muss ich dem optimistischen Teil von stuntfolas innerer Stimme zustimmen. Ich glaube nicht, dass Krähenfuß sie auslachen würde. Bei allem, was passiert ist, sollten sie wachsam sein. (Ha, ich fühle mich wie Moody.) Okay, etwas stimmt definitiv nicht. Zuerst das Geräusch, dann die Stalltür…
Aha, es ist ein Pferd. Das ist doch weniger dramatisch, als ich erwartet hatte. Naja, das kommt eigentlich darauf an, wer der Reiter ist. Und Albert spricht mit ihr. Hoffentlich ist das ein gutes Zeichen. (Haus-)Tiere haben oft wirklich eine beruhigende Wirkung, obwohl sich das Tier hier eher von stuntfolas Nervosität anstecken lässt. Jetzt habe ich auch Lust, ein Pferd zu striegeln. Oder zumindest eine Katze. :D

Ohhh, DAS Gespräch. Ganz ehrlich, ich beneide stuntfola nicht darum, ihm alles zu erklären. Oder auch nur zu entscheiden, was sie ihm sagt und was nicht.
Dass Albert fast nicht glauben kann, wer Saruman wirklich war, ist für mich weniger ein Zeichen dafür, dass er stuntfola nicht vertraut, sondern mehr ein Beweis, wie überzeugend Saruman sein konnte. Ich habe auch das Gefühl, dass Krähenfuß weniger kalt-berechnend ist als Gríma und Saruman. Auf der anderen Seite wissen wir, dass er gut in eine Rolle schlüpfen kann. In deinen Geschichten weiß man nie. (Ich hoffe, du fasst das als Kompliment auf. ^^)
Alberts beinahe spürbares Entsetzen kann ich nachvollziehen. Ginge mir wahrscheinlich auch so. Glaubt Albert nicht eigentlich, stuntfola wäre aus der Riddermark? Macht sie sich keine Sorgen, dass er beginnt, Fragen zu stellen. Woher wusste sie von Zauberern und Grímas Tod?

Ich bin schon gespannt, was Albert als Nächstes macht. Hoffentlich kann er sie trösten/ermutigen.
LG Pamplemousse
EruanMithrandir (anonymer Benutzer)
01.07.2019 | 22:32 Uhr
Jetzt kommen die neuen Kapitel ja beinahe regelmäßig! Ich hoffe sehr, dass es so weitergeht.
Krähenfuß' Gesellschaft scheint Stuntfola gut zu tun: ihre "Selbstgespräche" werden immer ironischer und ein gesundes Selbstbewusstsein hat sie auch zurück. Ich finde es gut, dass zur Abwechslung auch mal solche lockeren und mehr oder weniger lustigen Kapitel eingebaut sind.
Aus Krähenfuß Verhalten während des Gespräches bin ich aber erst schlau geworden (bzw. konnte es nachvollziehen), nachdem ich -Schatten dunkler Krähenschwingen- noch einmal gelesen habe (ich konnte mich nicht mehr daran erinnern, wer Meahred war und wie er und Creofan zueinander standen). Jetzt nehme ich an, dass Creofan Angst vor Meahreds Eifersucht hat, weil er die ganze Zeit mit Stuntfola unterwegs war und selbst nicht genau weiß, wie sehr er sie mag...

Ein fröhliches Weiterschreiben wünscht Eruan Mithrandir
05.02.2019 | 18:49 Uhr
Alte Freunde und Gemüse, was will man mehr? :D Auch wenn ich mir dabei ein etwas fröhlicheres Zusammentreffen vorstelle, als es stuntfola vermutlich bevorsteht.
Moment. Verwechselt Albert Krähenfuß mit Gríma, weil sie sich tatsächlich ähnlich sehen oder beide einfach in Begleitung von stuntfola waren? In meiner Vorstellung sehen sich Gríma und Krähenfuß nicht ähnlich. ^^
Und Albert scheint wirklich wütend zu sein. Eine Wut, die vielleicht von seiner Angst um stuntfola herrührt. Mir gefällt, dass nicht sicher ist, ob Albert erleichtert seufzt oder ungläubig schnaubt. Das macht die Szene irgendwie noch…echter.

Das sieht man mal, wie überzeugend Saruman war. Albert denkt immer noch, er sei ihr Großvater (gewesen). Ich bin gespannt, wie viel stuntfola ihm erzählen wird. Oh, sie verschweigt ihm zumindest nicht, dass beide tot sind und sagt es noch dazu einfach geradeheraus. Es geht ihr nahe, darüber zu sprechen, das kann ich verstehen. Ihr „War nicht so schlimm.“ ist eine Lüge, das wissen wir, aber vielleicht sagt sie sich das selbst, um besser damit umgehen zu können. Ich denke, es war klug von Albert, die Aussprache zu verschieben. Unter vier Augen können sie vielleicht besser miteinander reden.

„…als zwei der drei Mitglieder der Gruppe noch am Leben gewesen waren.“ Eigentlich waren damals noch alle drei Mitglieder am Leben und jetzt nur noch eines, oder? Ich weiß, was du meinst und vielleicht bin ich es nur ich, die das anders gelesen hat. ^^“

Ich nehme an, Albert meint es nur gut und ist immer noch wütend, aber mir gefällt trotzdem nicht, wie herrisch er mit stuntfola umgeht. Wieso denkt er, er könne über sie bestimmen? Vielleicht ist das zum Teil auch ein Merkmal der Einstellung gegenüber Frauen in dieser Kultur. Ich finde es trotzdem nicht gerade sympathisch. Witzig, wie man bei den Worten „in deinem Zustand“ gleich an Schwangerschaft denkt.

Ich sehe, ich muss mir neue Namen merken. Okay, da haben wir Gerwin, den Schneidebrettmann. Torold, von dem wir noch nichts Genaues wissen. Und Schlüsselblum, den Besitzer des Gasthofes. Hoffentlich bekommt Albert keinen Ärger mit ihm, weil er die beiden hereingelassen hat. Übrigens finde ich es köstlich, dass du dem „Schneidebrettmann“ eine Essens-Metapher in den Mund legst. :D

Hm, ich denke, es muss auch eine bewusste Entscheidung von Krähenfuß sein, dass er die Gemeine Sprache gar nicht spricht. Immerhin versteht er sie mittlerweile sehr gut. Ja, hören und verstehen ist leichter, als selbst zu reden. Aber ein paar Wörter könnte er sicher sagen, wenn er wollte. Vielleicht möchte er sich nicht blamieren? Oder er hegt einen unbewussten Groll gegen andere Kulturen?

Wieder einmal stellt stuntfola ihr beeindruckendes Wissen über Rohan zur Schau. ^^ Hm, ihre Antwort auf Gerwins Frage ist…kryptisch. Ich würde noch neugieriger werden, wenn mir jemand eine solche Antwort gibt. Ist das der Grund, warum Krähenfuß über ihre Antwort nicht gerade begeistert ist? Ich finde nämlich sonst nichts Dummes daran.

Wieder einmal danke für ein wunderbares, lebensechtes Kapitel, Thainwyn. Dieses Mal kann ich ja gleich weiterlesen. Ich hoffe, das nächste Review wird nicht ganz so lange auf sich warten lassen. ^^“
LG Pamplemousse
EruanMithrandir (anonymer Benutzer)
02.02.2019 | 19:48 Uhr
Hallo,
ich melde mich mal wieder, nachdem der Uni-Stress jetzt endlich fast vorbei ist...nur noch eine Woche und eine Prüfung...die letzten Kapitel habe ich - zu meiner Schande- stillschweigend, aber sehr erfreut auf dem Weg zur Uni verschlungen.
Ich finde es bemerkenswert, dass du dir ein eigenes Gasthaus ausgedacht hast und nicht die Steilvorlage aus dem Canon - zum tänzelnden Pony- verwendet hast, obwohl Stuntfola und Krähenfuß sich in meiner Vorstellung dort in der Nähe befinden. Aber das wäre dir wohl zu einfach gewesen ;D Trotzdem ist auch der Gasthof sehr gut gelungen.

Das letzte Kapitel hat für mich die Stimmung eines Abschieds wunderbar wiedergegeben. So etwas ist nicht nur schwer zu schreiben, sondern auch in der Realität knifflig, vor allem, die richtigen Worte zu finden. Und ich finde, das hast du durchaus, genauso, wie du die Empfindungen und Gedanken sehr glaubwürdig und menschlich beschrieben hast.

Viel Spaß beim Weiterschreiben.
Liebe Grüße von EruanMithrandir
08.01.2019 | 18:27 Uhr
Hallo Thainwyn,

Ich möchte dich nur kurz vorwarnen – mein Review ist lang geworden. Sehr lang.^^
Die Geschichte ist – wie eigentlich alles, was ich bis jetzt von dir gelesen habe – sehr, sehr schön. Dein Ziel, das die Geschichte realistisch wirken soll hast du auf jeden Fall erreicht. Außerdem gefällt mir der eher untypische Aufbau. Das die Protagonistin eben nicht auf die freundlichen, sondern auf die „bösen“ Bewohner Mittelerdes trifft und auch noch mit diesen mitläuft. Wobei ich stuntfola da vollkommen verstehen kann, ich würde denke ich auch so handeln.
Auch die Beziehung zwischen stuntfola und Gríma finde ich sehr interessant – das sie nicht aus Vertrauen oder sich entwickelnder Freundschaft, sondern aus Angst so „aneinanderhängen.“

Da ich mich schon ein bisschen selbst gespoilert habe, bevor ich mit lesen angefangen habe wusste ich von Beginn an, das der mysteriöse Reiter, der stuntfola aufsammelt Gríma ist; und auch, dass sie mit Saruman und Gríma ins Auenland geht.
So war es für mich umso schöner, zu sehen wie du deine Leser erst einmal auf eine falsche Fährte lockst. Die Enthüllung von Folcwitas wahrer Identität ist dir sehr gut gelungen – sogar ich war kurz überrascht, obwohl ich es ja eigentlich schon wusste. ^^

Auch die Zeit, die stuntfola und Gríma mit Saruman im Orthanc verbringen hast du gut rumgekriegt. Ich hatte beim lesen nie das Gefühl, das es sich zu lange hinzieht.
Und irgendwie finde ich es niedlich (??) das Gríma stuntfola Rohirrisch lernt. In diesen Szenen mochte ich Gríma richtig gerne (eigentlich auch im Rest der Geschichte, aber hier besonders).

Dann kam der Weg ins Auenland. Auch wenn du sehr viele Kapitel mit diesem Teil von stuntfolas Reise gefüllt hast hat es sich meiner Meinung nach nicht zu lange hingezogen (auch wenn es schon knapp an der Grenze dazu war).
Je näher die Gruppe dem Auenland kam, desto mehr stieg die Spannung – nicht nur bei Gríma und stuntfola, sondern auch bei mir selbst. Ich habe richtig mit stuntfola mitgefiebert und kann auch ihren Wunsch, Gríma vor seinem Tod zu retten sehr gut nachvollziehen.

Eigentlich habe ich bis zum Schluss gehofft, du würdest Gríma überleben lassen; dass stuntfola aufgrund ihres Wissens es irgendwie schafft seinen Tod zu verhindern. Aber eigentlich hätte ich es ja besser wissen müssen, oder? ^^
Außerdem verstehe ich ja auch, warum du es getan hast. Das stuntfola selbstständiger wird und eigene Entscheidungen trifft, ohne von Gríma manipuliert zu werden.
Trotzdem...ich finde es sehr schade. Ich mochte diese Version von Gríma; das du ihn eben schon anders als in der Buchvorlage geschrieben hast aber er trotzdem nicht zu OOC wirkte.
Er wird mir als Charakter im weiteren Verlauf der Geschichte fehlen.
Und ich muss ehrlich sein – ich habe nach Grímas Tod wirklich kurz überlegt, die Geschichte abzubrechen. Eben weil er mir fehlen würde. Aber dann hat meine Neugier gesiegt. Ich möchte doch wissen, wie stuntfola wieder nach Hause kommt! :)
Da hast du sie wegen Grímas Tod aber in eine ganz schön blöde Situation geworfen, vor allem weil er vor seinem Tod so richtig schön creepy war. Du hast ihn da wunderbar geschrieben, mit ist beim lesen wirklich ein kalter Schauer über den Rücken gelaufen.
Zum einen hat stuntfola jetzt diese negative Erinnerung, das er sie kurz vor seinem Tod erwürgen wollte. (Wollte er sie da wirklich umbringen oder hat er das nur getan, um sie abzulenken und an das Messer zu kommen?)
Auf der anderen Seite finde ich, dass stuntfola die Beziehung zwischen Gríma und ihr ein bisschen romantisiert; sie ein bisschen besser macht als sie eigentlich war (nicht so sehr, dass ich es störend finde aber es ist mir irgendwie aufgefallen). Aber vielleicht liegt das auch an ihren Selbstvorwürfen.

Und dann die Sache mit Créofan – ich freue mich, das er noch mal in der Geschichte auftaucht und jetzt vor allem wieder etwas freundlicher ist. Am Anfang mochte ich ihn irgendwie, er ist mir dann aber unfreiwilligerweise immer unsympathischer geworden. Schön, das er jetzt wieder „netter“ rüberkommt.
Ich hätte nie im Leben erwartet, dass die Geschichte eine solche Wendung nimmt! Und ich liebe es, wenn Charaktere (in diesem Fall Gríma) nach ihrem Tod noch präsent sind, noch irgendeinen Einfluss auf den weiteren Verlauf der Geschichte nehmen mitetwas, was sie vor ihrem Tod geplant haben.
Ich bin schon richtig gespannt darauf, was Gríma über stuntfolas Heimweg wusste. Es wundert mich fast ein bisschen, dass er sich doch so sehr um sie gekümmert hat; dass es ihm nicht egal war, ob stuntfola ihren Heimweg findet.

Die Auenland-Kapitel sind das Einzige, was ich nicht 100% gelungen finde. Den Anfang ihres Aufenthaltes dort und auch Grímas Beerdigung fand ich noch gut geschrieben. (Vor allem Grímas Beerdigung.)
Aber die vielen Gespräche mit Créofan und auch den (etwas überstürzt wirkenden) Aufbruch der beiden ließen sich etwas holperig lesen. Und gerade das ganze hin und her mit Créofan hat sich meiner Meinung nach etwas zu lange hingezogen. Wobei ich aber irgendwo auch verstehen kann, dass stuntfola ihm nicht gleich vertraut.
Nachdem die beiden sich dann auf den Weg gemacht haben ließ es sich für mich wieder leichter lesen.
Ich finde es nur schade, dass stuntfola Grímas Amtskette abgeben will. Ich kann sie zwar verstehen, dass sie das blöde Ding loswerden will – immerhin ist sie damit fast erwürgt wurden – aber ich fände es irgendwie schön, wenn sie die Kette als „Andenken“ an ihrer Reise behält und mit nach Hause nimmt.
Das die beiden dann auch noch auf die verbliebenen Strolche treffen – noch so eine überraschende Wendung, die ich nicht erwartet habe. (Aber war das unbedingt nötig?)
Das Kapitel, in dem stuntfola beinahe von Fréareth umgebracht wird ließ sich für mich auch etwas schwer lesen. Ich weiß nicht, woran genau es lag aber es hat sich für mich nicht so gut lesen lassen wie der Rest der Geschichte. Vielleicht lag es auch daran, dass ich während des Lesens keine Ahnung hatte, dass es sich um Fréareth handelt und mich die ganze Zeit gefragt habe, wer oder was das jetzt schon wieder ist.

Das Wiedersehen von stuntfola und Albert hat mir sehr gut gefallen und ab da an haben sich auch die Kapitel wieder leichter lesen lassen. Ich freue mich, das du Albert noch einmal mit in die Geschichte eingebaut hast und stuntfola und Créofan diese Verschnaufpause gegönnt hast. :)
Auch stuntfolas Wunsch, nach Hause zu wollen und am besten sofort aufzubrechen um nicht doch der Versuchung von „Sicherheit,“ die der Gasthof ihr bietet zu erliegen konnte ich gut nachvollziehen.
Ich bin gespannt, wie es mit der Geschichte weitergeht und vor allem auf welchem Weg stuntfola wieder nach Hause kommt.
Und eine Frage ist mir gerade noch eingefallen – warum hast du Gríma blonde Haare und hellgraue Augen gegeben? (Das mit den grünen anstatt von schwarzen Kleidern verstehe ich ja, aber sein warum sein Aussehen?)

Insgesamt finde ich die Geschichte wunderschön und ich bewundere dein Durchhaltevermögen. So eine umfangreiche Geschichte über so lange Zeit hinweg zu schreiben ist sicher nicht leicht.
Ich hoffe es stört dich nicht, dass das Review so ellenlang geworden ist. (Ich habe schon versucht mich kurz zu fassen.^^)

Ganz liebe Grüße
Venja
EruanMithrandir (anonymer Benutzer)
12.11.2018 | 11:34 Uhr
Testat bestanden und ein neues Kapitel von Cwideas hinterher: kann der Tag noch besser werden?
Auch wenn ich mittlerweile ein paar mehr Texte gelesen habe, bin ich nicht gewillt, mein Lob zurückzuziehen. Ohne andere Autoren dadurch herabwürdigen zu wollen, sticht deine Geschichte doch sehr positiv heraus.
Ich fürchte, dass ich es gar nicht weiter begründem kann. Es ist mehr so ein Gefühl, dass die Geschichte wirklich komplett ist. Bei andern Geschichten fehlt meistens noch irgendwas, passt nicht so richtig, ist unschlüssig oder überflüssig, aber bei dir eben nicht.

Ja und mein Pferdchen ist erst 5, er war diese Jahr die erste Saison mit unterwegs. Da darf er sich noch ein bisschen daneben benehmen. Mittlerweile benimmt er sich auch schon fast tadellos.

Liebe Grüße von Eruan
EruanMithrandir (anonymer Benutzer)
25.08.2018 | 11:37 Uhr
Ich glaube, das ist die beste FF, die ich bisher gelesen habe. Ich weiß, ich bin noch nicht so lange dabei, aber puh.... ich hatte teilweise echt Gänsehaut und aufhören zu lesen konnte ich erst recht nicht, sodass ich in 2 Tagen alle 82 Kapitel nachgeholt habe ^^.
Auf einmal kann ich mir Gríma gar nicht mehr anders vorstellen, als wie du ihn beschrieben hast und ich glaube sogar, ich mag ihn, auch wenn ich noch nicht ganz hinter seine Motive gestiegen bin, weshalb er Stuntfola hilft/ geholfen hat. Auch bei Krähenfuß bin ich sehr neugierig, was er Gríma wohl schuldig ist, oder was die beiden miteinander verbindet, dass er die ganze Verantwortung und die Strapatzen, um Stuntfola nach Hause zu bringen, auf sich nimmt.
Einen kleinen Tipp/ Verbesserungsvorschlag hätte ich allerdings: ziemlich am Anfang, während Folcwita/ Gríma und Stuntfola durch den Nebel nach Isengard reiten schreibst du, dass man bei Pferden schon im Wald aufpassen, dass sie nicht fehltreten.
Ich mache gerade Lehrgänge zum Wanderrittführer und ich kann dir versichern, dass genau das Gegenteil der Fall ist: Pferde treten fast immer richtig, teils aus Intuition, teils auch erlernt, aber zumindest gehen sie Pfade entlang und können dabei noch ganz entspannt am Gebüsch fressen, welches ihnen im Weg wächst, während ein Mensch schon lange auf dem Hosenboden gelandet wäre. Mein Pferd ist sogar so freundlich, sich an den unwegsamsten Stellen nich zu schütteln, damit ich mich auch ja ordentlich am Sattel festkralle.
Es gibt sogar im Herr der Ringe - Die zwei Türme eine Szene, die meine These belegt und zwar, als die Uruk-Hai mit Merry und Pippin kurz vor dem Fangornwald von Éomer angegriffen werden. Pippin hat da Angst, dass ein Pferd sie zertrampeln könnte, aber eines mit "besonders guten, nachtsichtigen Augen" macht ein Satz über sie drüber und plötzlich sind sie außerhalb des Kampfes.

Liebe Grüße von Eruan.
Weiter so!

P.S.: Ich wäre sehr an weiteren Altenglischlektionen interessiert. :)
11.08.2018 | 23:39 Uhr
Guten Abend oder doch guten Morgen?
Auch egal. Ich habe in den letzten Tagen deine Story gefunden und gesuchtet und möchte dir jetzt einfach mal sagen dass ich sie super finde.
Ich habe schon viele FanFics in diesem Bereich gelesen und bin wie viele andere ein Mary-Sue- Verabscheuer und somit fühl ich mich hier pudelwohl :) Zudem bin ich sehr begeistert davon wie realistisch du diese Story schreibst (ja ich habe mich auch über stuntfolas toilettenhänge gefreut, in dem sinne das viele dieses kleine aber wichtige/realistische detail oft einfach mal auslassen:( ) Von Stuntfolas Charackter bin ich begeistert, kann ich mich doch meist auch gut mit ihn identifizieren und auch die anderen Charas gelingen dir gut ob nun Saruman mit seinem Hang seine Macht zu demonstrieren bei jeder ach so kleinen Gelegenheit oder Merry welcher aufgrund seiner Bindung zu der Königsfamilie Rohans so schlecht auf Stuntfola zu sprechen ist. Von Grima möchte ich erst gar nicht anfangen, dann nimmt das kein Ende mehr unn ich sollte dringend ein bisschen Schlaf nachholen.
Als letztes ist aber natürlich noch anzumerken dass mir dein Schreibstil sehr gut gefällt. Du dchaffst es dich nicht unnötig zu wiederholen und die Übersetzungen des Altenglischen perfekt zu integrieren. Davon bin ich übrigens auch begeistert, also von den altenglischen Gesprächen, da sie dem ganzen einfach nochmal mehr Authentizität verleihen :)
So das ist jetzt aber auch erstmal genug ;)
Ich bin gespannt auf das nächste Kapitel ( hoffentlich mit Stuntfola und Alfred ;) )
Gute Nacht
Merle
01.08.2018 | 18:12 Uhr
Oje, ich hatte mir wirklich für stuntfola gewünscht, dass sie nicht mehr würde hungern müssen. Wie lange werden sie denn noch unterwegs sein, bevor sie sich wieder einer Gegend nähern, in der es Dörfer oder Bauernhöfe gibt, wo sie vielleicht Hilfe finden können?
Es wundert mich nicht, dass auch Krähenfuß unter dem Hunger leidet und schneller ermüdet. Er mag vielleicht kräftiger und robuster sein als stuntfola, aber er ist eben auch nur ein Mensch. Hoffentlich geben wenigstens die anderen Strolche die Verfolgung auf.
Nein, stuntfola, nein! Du kannst doch jetzt nicht aufgeben. In den letzten Wochen und Monaten hast du so viel durchgestanden, da muss es irgendwann doch wieder bergauf gehen. Ich bin gleichzeitig erschüttert über ihre Gedanken (obwohl ich sie auf gewisse Weise auch verstehen kann – du machst es ihr nicht leicht) und erleichtert, dass sie es sich selbst nicht erlaubt, sich darin zu verlieren.
Oh, sie kommen zu einem…Gasthaus? Es gefällt mir, dass auf dem Schild eine Trauerweide abgebildet ist. Und noch viel mehr gefällt es mir, dass Krähenfuß seinen Stolz überwindet und bereit ist, um Hilfe zu bitten. Das ist immer noch besser, als zu verhungern. Ich hoffe nur, dass man ihnen auch tatsächlich helfen wird.
Ein wenig wundert mich das sonnengebräunte Gesicht mitten im Winter. Aber vielleicht muss er trotz der kalten Jahreszeit viel im Freien arbeiten? Und natürlich fragt der Mann zuerst nach der Bezahlung. Ich denke nicht, dass stuntfola und Krähenfuß etwas in ihrem Besitz haben, das als Bezahlung herhalten könnte. Mit Ausnahme der Ratgeberkette natürlich, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass stuntfola bereit wäre, sie herzugeben.
Oh nein. Oh nein, nein, nein. Oh… Fréareths Blut scheint sie gerettet zu haben? Das ist alles irgendwie sehr bizarr (was ich nicht negativ meine). Aber ich bin froh, dass sie letztendlich doch eingelassen werden. (Es gefällt mir übrigens, dass Krähenfuß erst auf das Winken reagiert und nicht schon vorher. Er versteht ja die Sprache nicht.) Ach Gestalten, die einen ganz und gar nicht angenehmen Eindruck machten? Da könnte ich mir schon jemanden vorstellen.
Herr Schlüsselblum? Das erinnert stark an einen gewissen anderen Wirt. Hoffentlich ist dieser ebenso gastfreundlich wie der aus dem Tänzelnden Pony. Moment… Albert? Doch nicht etwa DER Albert? Interessant, dass der Mann diesen Albert um seine Meinung fragt. Entweder er hat eine höhere Stellung inne oder aber der Mann schätzt seine Meinung.
Wow, die Beschreibung der Küche ist dir wirklich gut gelungen, finde ich. Besonders das Detail mit dem Blasebalg mach ich. Man fühlt sich geradezu in die Küche hineinversetzt. Sie dürfte relativ groß sein, wenn es so viele Arbeiter gibt. Aber das muss in einem Gasthof wohl so sein.
Aw, obwohl wir kaum etwas von ihm wissen, mag ich ihren Führer jetzt schon. Er scheint ein großes Herz zu haben. Ich frage mich, warum sie stuntfola und Krähenfuß direkt in der Küche deponieren. Sind sie da nicht im Weg? Gibt es keinen anderen Ort, an dem sie sich ausruhen könnten? Vielleicht nicht. Oder vielleicht sollen sie nur solange in der Küche bleiben, bis sie gegessen haben. Das würde Sinn machen…
Albert! Er ist es wirklich. Du hast uns ganz schön auf die Folter gespannt, Thainwyn. Aber jetzt gibt es keinen Zweifel mehr daran, dass es wirklich DER Albert ist. Ich freue mich, dass wir ihm in dieser Geschichte noch einmal begegnen und hoffe auf ein paar Antworten im nächsten Kapitel. Zum Beispiel frage ich mich, ob er den Gasthof gewechselt hat oder ob sie in demselben Gasthof sind, in dem sie schon waren und stuntfola es nicht gemerkt hat. Wird Albert ihnen helfen können. Was wird stuntfola ihm erzählen? Ich bin gespannt. (Haha, davon dass sie sich schluchzend in die Arme fallen und küssen werden, bin ich nicht ausgegangen. Aber die Vorstellung amüsiert mich. ^^)
LG Pamplemousse
20.06.2018 | 20:05 Uhr
Éala, Thainwyn!
Es ist nun endlich getan, ich bin aktuell. Wie lange ich gebraucht habe, um diese Geschichte zu lesen, weiß ich nicht... es waren wohl ein - bis drei Wochen. Und jetzt komme ich auch endlich zum reviewen - es wurde aber auch Zeit. Ich musste immer wieder schmunzeln, wenn du davon geschrieben hast, wie viele Kapitel du eigentlich geplant hast und die mir angezeigte noch folgende Kapitelzahl etwas völlig anderes sagte :D
Tja, was soll ich sagen? Zuerst einmal, beheald þanc für diese wunderbare Geschichte (secga?)! Ich kann jetzt gar nicht mehr alles aufzählen, weil es schlichtweg nicht möglich ist, aber ich fange mal mit dem Thema Realismus an. Ich meine mich zu erinnern, dass du schon oft dafür gelobt wurdest, und das zu Recht. Und auch wenn ich vorhin in deinem Blog entdeckt habe, dass du nur selten das Wetter beschrieben hast, stuntfola schon viel eher hätte zusammenklappen müssen und so weiter, so gehst du doch auf viele für den Realismus entscheidende Dinge ein (ich sage nur Regelblutung), an die viele andere Autoren im Traum nicht denken. Das fasziniert mich immer wieder aufs Neue.
Dann ist da natürlich das Altenglische, welches ich sehr gerne lese. Und mich immer wieder frage, ob es denn nun so ausgesprochen wird, wie man es liest, oder so wie man manche Wörter im Englischen ausspricht. Aber das nur am Rande. Und es macht mir nach wie vor sehr viel Spaß, zu rätseln, was Créofan und all die anderen denn nun eigentlich sagen. Manchmal klappt das gut, manchmal liege ich meilenweit daneben, aber interessant ist es doch immer wieder. Besonders gelungen finde ich es, wie du die Übersetzung geschickt in stuntfolas Gedankengänge hineinbaust, anstatt sie stumpf an den altenglischen Satz heranzuhängen - was ja nun wirklich ein wenig sinnlos wäre. So eignen sich deine Leser nach und nach einen mehr oder weniger großen Wortschatz dieser Sprache an. (Den Blogeintrag über die vielen Anfangsfehler, die völlig verständlich sind, fand ich sehr erheiternd :D)
Aber vielleicht sollte ich am Anfang beginnen und mich langsam vorarbeiten. An Eomer habe ich nicht wirklich lange geglaubt, der damalige "Folkwita" war mir ein wenig suspekt. Ich habe nicht wirklich auf Grima getippt, ich dachte eher, es wäre ein Oc. Nun, jedenfalls habe ich mich eine ganze Weile gefragt, wann stuntfola ihre Verrückten-Theorie aufgibt und realisiert, dass sie tatsächlich in Mittelerde ist. Was ja dann schließlich auch passiert ist. (Wobei mir hier der Gedanke kommt, dass es sogar recht interessant sein könnte, wenn jemand nach Mittelerde kommt und es aber einfach bis zum Schluss für einen Traum hält und die Geschehnisse nicht ernst nimmt...und ich mir selber sage, dass ich für so ein Experiment absolut keine Zeit habe.) Und ich habe mir überlegt, dass ich an stuntfolas Stelle wohl nicht mit in den Orthanc gegangen wäre (wobei ein Baumbart in echt wohl tatsächlich recht einschüchternd ist), aber vielleicht liegt das auch an der unterschiedlichen Wahl der Lieblingscharaktere.
Es ist doch erstaunlich, dass stuntfola insgesamt so gut weggekommen ist, was Saruman betrifft. Denn sie hätte ihm ja doch so einiges erzählen können, und auch wenn er vielleicht vieles geahnt hat, so hat er sie doch die meiste Zeit in Ruhe gelassen. Dafür hatte sie eben unter Grima zu leiden...und dann hat er ihr wieder geholfen. Das war ja nicht wirklich einfach mit den beiden - und ich wünschte mir, Grima würde überleben und stellte fest, dass du mich erfolgreich manipuliert hast.
Krähenfuß mochte ich aber irgendwie schon fast von Beginn an...also, als er und Grima sich das erste Mal in der Geschichte trafen, noch nicht so, aber trotz seiner zweideutigen Art und stuntfolas Abneigung fand ich ihn irgendwie symphatisch - ganz im Gegensatz zu Fréareth. Irgendwie fand ich es verdient, dass stuntfola in ihrer Wut ihn verletzte und Krähenfuß unverletzt blieb. Und ich hatte befürchtet, Saruman würde Krähenfuß töten...weil er ja das tun wollte, was stuntfola nicht geschafft hat.
Und Grima starb. Schade, auch wenn ich es mir dachte, als er sich von stuntfola nicht mehr aufhalten ließ und aus der Hütte ging. Stuntfola hatte mich mit ihrer "Rettungsgeschichte" doch sehr überzeugt, aber das hat sich ja leider als Trugschluss herausgestellt.
Oh, ich würde so gern zu jedem einzelnen Kapitel ein Review schreiben, aber ob das nicht etwas zu viel wäre...verdient hätte es diese Geschichte allemal! Und ich kann zwar verstehen, dass Leser aufgrund unerwünschter Wendungen abspringen, aber ich finde es einfach viel zu interessant, um nicht weiterzulesen. Auch wenn ich manchmal mit der Wendung der Dinge nicht zufrieden bin.
Immerhin habe ich die Hoffnung, dass stuntfola tatsächlich irgendwann noch nach Hause findet, und ich beziehe mich hierbei auf den Anfang der Geschichte ("Und hiermit werde ich erzählen, was mir dort passiert ist; man könnte auch von „verarbeiten“ reden." - das spricht ja schon dafür, dass sie zurückfindet). Aber bei dir kann man ja nie wissen.
Und ein ganz anderes Thema (tja, wirklich chronologisch gehe ich nicht vor): Grimas Schwester Cene. Ich finde es schön, dass sie sich selbstständig gemacht hat und eine Geschichte bekommen hat - auch wenn die sehr tragisch war, aber Grimas Bitterkeit kommt eben nicht aus dem Nichts. Ich kenne es von eigenen Geschichten, dass Handlungsstränge oder Charaktere sich selbstständig machen und es ist immer wieder aufs Neue erstaunlich, was dabei herauskommt.

Bevor dieses Review noch viel länger wird oder ich völlig den Faden verliere, sage ich lieber noch was zum aktuellen Kapitel. Beim Namen Albert hat es bei mir sofort Klick gemacht... aber ich habe den Namen auch vor kürzerer Zeit gelesen/gehört als stuntfola. Es wird wirklich Zeit, dass sie mal wieder etwas Ordentliches zu essen bekommen. Ich muss da ein wenig mit dir schimpfen - die arme stuntfola! Erst übersteht sie gerade so den Hungermarsch mit Saruman, muss sich dann mit Grimas Tod auseinandersetzen, kann sich nur kurz bei den Hobbits erholen, wird anschließend fast von Fréareth umgebracht und verhungert wieder fast! Und die ganze Zeit hat sie nur männliche Bezugspersonen an der Seite! *kopfschüttel*
Die Frage ist, was wird, wenn die im Gasthof bemerken, dass das gar nicht ihr eigenes Blut ist? Naja, sie ist ja auch so kurz vorm Sterben durch den andauernden Nahrungsmangel (hätte Saruman ihr nicht seinen unendlichen Brotkantenvorrat vererben können?). Aber was wird nun aus Albert und ihr? Ich meine, sie zieht eh weiter, schließlich ist das hier keine Romanze, aber... der taucht ja wohl nicht umsonst noch mal in dieser Geschichte auf. Und ja - werden die Strolche ins Auenland zurückkehren?

Ich hoffe, die Fragen werden bald beantwortet. Vielleicht fällt mir ja noch mehr ein und ich schreibe ein oder mehrere weitere Reviews... das hier ist mein längstes seit langem, aber es gibt einfach viel zu viel zu sagen. Irgendwann werde ich auch deine anderen Geschichten in Angriff nehmen...
Eine Empfehlung hast du jedenfalls von mir.

Ferthu hál!
Elenor
06.06.2018 | 21:43 Uhr
Ganz kurz zu deiner Reviewantwort: Du musst mich natürlich nicht mehr Betalesen lassen, wenn du nicht willst. :D Aber auch wenn ich das Kapitel nicht lese, bevor du es reinstellst, bin ich fast immer zu neugierig und lese es schon vor dem Reviewen. Es liegt also nicht am Betalesen. ^^“

Herzlichen Glückwunsch zu vier Jahren Cwideas! Manchmal geht es schneller und manchmal dauert es eben länger. Ich hoffe, du kommst im Moment gut voran. :)
Wow, es muss wirklich unangenehm sein, so getragen werden. Vor allem über längere Strecken. Ich schätze, Krähenfuß kann sie nur so tragen, weil sie klein und leicht ist.
Das sind allerdings gute Fragen. Wie weit sind sie gekommen?
Auch wenn stuntfola nicht ganz sicher ist, habe ich immer noch Fréareth in Verdacht. Er ist der Einzige der Strolche, der meiner Meinung nach einen wirklichen Grund hat, wütend auf sie persönlich zu sein. Und dass er leicht aggressiv wird, haben wir ja damals schon gesehen. Die Beschreibung des Messers, das durch den Widerstand hindurchgleitet, lässt mich schaudern. Ich habe geahnt, dass stuntfola eine Weile brauchen wird, bis sie das verarbeiten kann. Natürlich war es Notwehr, daran besteht kein Zweifel. Aber das heißt nicht, dass stuntfola deswegen nicht traumatisiert ist. Vielleicht ist es gar kein Vorteil, dass sie nicht weiß, wie schwer sie den Mann verletzt hat. Ungewissheit lässt einem manchmal keine Ruhe.
Hm, Krähenfuß hat schlechte Laune. Ob das wohl mit der Begegnung mit dem mysteriösen Eorling zusammenhängt? Oder liegt es ganz allgemein an ihrer Situation?
Die Szene mit dem „Tada“ sehe ich richtig vor mir und trotz allem, was geschehen ist, muss ich schmunzeln. Das passt zu stuntfola, dieses etwas Unbeholfene. Während ich sie für ihr Durchhaltevermögen bewundere, scheint Krähenfuß nicht gerade beeindruckt. Aber immerhin macht er Feuer. Und das mit feuchtem Holz, Feuerstein und Messer, was mit Sicherheit nicht einfach ist.
Oh, es muss wirklich unangenehm sein, dass stuntfola sich nicht waschen kann. Das mag ich so gerne an deinen Geschichten. Du sprichst Dinge an, die oft nicht beachtet werden und mir manchmal auch nicht bewusst wären. Daran sieht man, wie viele Gedanken du dir beim Schreiben machst. Und das weißt du natürlich schon, weil ich mich wiederhole. ^^
Hm, ich frage mich, wie lange die Strolche sie wirklich jagen werden. Ich schätze, es kommt unter anderem darauf an, wie schwer stuntfola Fréareth wirklich verletzt hat…
Moment… Weint Krähenfuß etwa? Damit hätte ich nicht gerechnet. Aw, die Begegnung scheint ihn mehr mitgenommen zu haben, als ich dachte. Ich frage mich, ob es einen großen Streit zwischen Krähenfuß und Fréareth gab. Fréareth ist zwar ganz allgemein kein sehr angenehmer Zeitgenosse, aber irgendwie wittere ich da noch eine Hintergrundgeschichte. Kann sein, dass ich mich täusche.
Hm, Krähenfuß weiß, dass Gríma Angst vor stuntfola hatte. Für mich ist das ein weiterer Beweis dafür, dass sie sich nahe standen. Entweder er kannte Gríma gut genug, um es zu erkennen oder Gríma hat ihm genug vertraut, um es ihm zu erzählen.
Sie wollen also immer noch in die Mark. Dann wird Das Gespräch wohl wirklich stattfinden. ^^“
Hm, stuntfola könnte die Kette eigentlich auch abnehmen und in einer Tasche aufbewahren (vorausgesetzt ihre Kleidung hat Taschen). Gerade frage ich mich, ob ich bisher wirklich nie die Parallele zu Frodo und dem Ring, den er an einer Kette um den Hals trug und der ihm eine Last war, bemerkt habe. Oder wäre das zu offensichtlich?
Moment mal, hat stuntfola Krähenfuß immer schon in der Höflichkeitsform angesprochen? Irgendwie kommt mir das hier seltsam vor…
Sowohl Krähenfuß als auch ihr Messer sind verschwunden? Das ist allerdings…seltsam. Und ich befürchte, wir werden nicht herausfinden, wo er war. Aber dafür geht es weiter. Hoffentlich kommen sie bald aus der Gefahrenzone. Ich denke nicht, dass die anderen Strolche ihnen bis in die Mark folgen würden?

Danke für dieses Kapitel. Wie immer bin ich gespannt auf das nächste.
LG Pamplemousse
11.05.2018 | 11:32 Uhr
Stuntfola scheint in diesem Moment wirklich alles zu ignorieren, was ihr gesunder Menschenverstand und das Buch vorgeben… Sie befindet sich im Schockzustand und du beschreibst diese erste Phase des Nicht-wahrhaben-wollens sehr gut.
Bei der Beschreibung seiner Augen gruselt es mich kurz. Einerseits ist es ein verhältnismäßig guter Tod gewesen – Grímas langer Leidensweg ist nun vorbei und es ging relativ schnell. Für stuntfola ist es jedoch eine Katastrophe. Dank Sarumans Verschwinden steht sie nun völlig allein da und es ist logisch, dass sie sich einfach nicht mit Grímas Tod abfinden kann. (Hey, Créofan to the rescue, würde ich sagen!)
Wegzurennen, wenn sich Hobbits mit Bögen in der Nähe befinden, ist tentenziell keine gute Idee… Eigentlich ein Wunder, dass stuntfola nicht auch von einem Pfeil getroffen wurde.
Ich habe doch geahnt, dass er nicht wirklich vorhatte, sie umzubringen… Und Saruman mit einer Amtskette zu strangulieren würde wahrscheinlich nicht funktionieren, hab ich recht? Also blieb nur das Messer. Arme stuntfola. Jetzt wird sie sich noch schuldiger fühlen.
Die Vorstellung, dass Gríma die Ermordung Sarumans schon länger geplant hatte, ergibt im Kontext deiner Geschichte Sinn – er ist ein Stratege und jemand, der sehr gut darin ist, andere für seine Zwecke zu manipulieren. Im Buch hate ich es immer eher als Akt der Verzweiflung wahrgenommen, durchgeführt mit einem Messer, das wahrscheinlich eher zur Selbstverteidigung dienen sollte als zum Töten. Wieder einmal ist es interessant, wie du die Geschichte interpretierst und diesen eigentlich triumphalen Moment der Befreiung des Auenlandes als Quelle für Horror und Verzweiflung darstellst.
Ebenfalls faszinierend finde ich, wie du einen Teil von Grímas Attributen auf stuntfola überträgst. Sie ist nun diejenige, die im Dreck herumrutscht, die von anderen benutzt und erniedrigt wurde. Während Gríma in dieser Geschichte stärker wirkt als im Buch, geht vieles von seiner „Schwäche“ auf stuntfola über. Vielleicht ist es nur die Art, wie du seinen Charakter schreibst, aber vielleicht hat ihm auch die Anwesenheit eines anderen Charakters, der noch weiter unten in der Hackordnung steht und auf den er seine Talente anwenden konnte, ein wenig geholfen.
Ich frage mich, warum du gerade diesen Titel für das Kapitel ausgewählt hast – klar, er klingt gut, mit der Anspielung auf Schach und Saruman – aber eigentlich geht es hier ja um stuntfola und ihre Verzweiflung angesichts Grímas Tod. Der Zauberer wird nur am Rande erwähnt. Vielleicht kannst du mich diesbezüglich erleuchten? :)

LG
Sulime

PS: Hast du die Geschichte "Cwideas" genannt, damit man einen Hamlet pun bringen kann? :D Du weißt schon. "What do you read, my lord?" - "Words, words, words."
11.05.2018 | 11:28 Uhr
Es wundert mich, dass Théoden den Brandstifer enthaupten lassen hat. Ich sollte nicht immer reale Geschichte als Maßstab nehmen, aber das ist eigentlich eine Hinrichtungart, die Adligen vorbehalten war.
Es ist tragisch, dass der Mann sich seines eigenen Handelns gar nicht bewusst war. Soweit ich weiß, haben Menschen mit Tourette-Syndrom keine Einschränkungen, was ihre Intelligenz angeht, deshalb wundert es mich ein wenig, dass du den Mann in der Geschichte als eher zurückgeblieben beschreibst.
Stuntfolas Vorstellung ist manchmal ein wenig zu bildlich… Und woher kommt eigentlich diese Idee, dass ein jeder Herrscher seine Todesurteile selbst vollstrecken sollte? (Okay, ja, Eddard Stark. Ich weiß.) Die meisten haben ihre Urteile noch nicht einmal selbst gesprochen, geschweige denn, sie in die Tat umgesetzt. Wozu gibt es auch so wichtige Menschen wie Sheriffs und Constables? (Na gut, Rohan ist vielleicht entschuldigt. Aber es wundert mich schon, dass es in Fantasygeschichten kaum juristische Exekutive gibt.)
Grímas Philosophieren über die Natur von Wissen und Büchern gefällt mir. „Irgendwann ist auch ein Buch an seinem Ende angelangt, und dann bleibt es dem Leser überlassen, neue Hinweise hinzuzufügen. Doch wird dies deine Aufgabe sein?“ Ein wenig Meta, das Ganze. :D
Es fällt mir gerade schwer, zu glauben, dass Gríma stuntfola tatsächlich umbringen würde. Aber andererseits, was würde er inzwischen nicht tun, um Saruman zu schaden?
Bis darauf, dass ich mir „flüsternde“ Pfeile nicht so ganz vorstellen kann (vielleicht sind es seeehr leise Pfeile), ein rundum gelungenes Ende. Ich kann dein Kichern nachvollziehen. Es besitzt eine gewisse Ironie, wie Gríma da kurz davor steht, stuntfola umzubringen, sie verhöhnt, weil sie sein Ende vorausgesagt hat… und dann stracks in seinen eigenen Tod läuft.
Umso zynischer wird es natürlich, wenn man dann noch den Kapiteltitel beachtet. Wirklich schockiert bin ich aber nicht, auch wenn es am Ende plötzlich sehr schnell ging. Aber es gefällt mir, was du als letzte Szene mit ihm ausgewählt hast - diesen Rückblick in seine Vergangenheit, ein Hinweis auf den Menschen, der er einmal war. Und auf die Familie, die vielleicht irgendwo jenseits des Erdkreises auf ihn wartet. Wenn man so sentimental werden möchte.

LG
Sulime
11.05.2018 | 11:23 Uhr
Ich glaube, stuntfola steht inzwischen ein wenig zu sehr unter Grímas Einfluss. Ihre Reaktion, das Gefühl, von einem Hammer getroffen worden zu sein, obwohl Gríma noch nicht einmal direkt gesagt hat, dass Théoden Cénes Tod verursacht hat, kommt mir jedenfalls extrem vor. Allerdings ist das auch eine schwierige Situation, in der stuntfola sich hier befindet und es kann durchaus sein, dass sie so heftig reagiert, weil sie einfach mit den Nerven am Ende ist.
Ich mag die Metaphern, die du in diesem Kapitel verwendest und wie sie Stuntfolas Horror einfangen und die Reaktion des Lesers auf die Geschichte vorwegnehmen. Grímas nüchterne Antwort auf ihre Frage nach dem Schicksal seiner Schwester hat mich innehalten lassen. Es passt zu ihm, dies so knapp zu sagen. Und Stuntfola hat recht, er muss diese Erzählung zu lang mit sich herumgetragen haben, bis er sie jemandem anvertraute.
Somit erklärst du also einen Teil seiner Motivation, für Saruman zu arbeiten… Neben der Gier und dem Neid spielt also auch seine Vergagenheit mit hinein und ein persönlicher Hass auf Théoden, der wahrscheinlich noch tiefer geht als alles, was Saruman empfindet. Und trotzdem kann ich nicht anders, als mich zu fragen, ob der Mann aus der Geschichte das Dorf auch angezündet hätte, wenn man ihn nicht ausgegrenzt, festgenommen und misshandelt hätte. Nur auf Théoden kann man das jedenfalls nicht schieben.
Tapfere stuntfola… Ihre Welt ist gerade dabei, unterzugehen, und sie tut alles, um Gríma abzulenken… Warum sehe ich jetzt die Musiker auf der Titanic vor mir?
Alles in allem ein schön-schauriges Kapitel.

LG
Sulime
06.05.2018 | 19:21 Uhr
Haha, ich bezweifle, dass es dir geholfen hat. Naja, immerhin habe ich ca. ein Drittel der gesuchten Wörter auf Altenglisch gefunden. :D
Das ist gerade so spannend, weil ich das Kapitel vor dem Reviewen noch nicht gelesen habe. Ich weiß nicht, warum ich mir so lange Zeit gelassen habe. ^^“ Es ist also Krähenfuß, wie ich vermutet hatte. Seiner Reaktion zufolge scheint stuntfola ziemlich übel auszusehen. Kopfverletzungen bluten bekanntlich ziemlich stark und eine Gehirnerschütterung könnte sie auch haben. Dennoch hoffe ich, dass es nicht so schlimm ist, wie es aussieht.
Irgendwie weiß ich nicht, ob Krähenfuß einfach nur überrascht ist oder ob er sich tatsächlich um stuntfola sorgt. Ich schätze, ich traue ihm trotz allem immer noch nicht ganz über den Weg. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Vielleicht. :D
Daran, was mit den Hobbits geschehen würde, falls die Strolche noch einmal angreifen, dachte ich bisher gar nicht. Es ist sehr nobel von stuntfola, dass sie die Hobbits warnen möchte. Allerdings frage ich mich, wie ihr das in ihrem Zustand gelingen soll. Mal sehen, was Krähenfuß macht…
Aha, er möchte „fort“ gehen. Würden die Strolche ihnen wirklich folgen? Hm, bei Fréareth könnte ich es mir vorstellen. Er scheint mir der Typ für Rache. Vielleicht kommen sie auch gar nicht so weit, wenn die drei Strolche sie bemerken.
Warum sollten sie Verdacht schöpfen, wenn stuntfola und Krähenfuß stehen bleiben? Wäre das nicht am sichersten? Oder folgen sie ihren Spuren und würden sie finden? Hm. Oje, man scheint entdeckt zu haben, dass etwas nicht stimmt. Zum ersten Mal frage ich mich, was geschehen würde, wenn man sie erwischt. Ich bin sicher, die Strolche sind nicht erfreut darüber, dass sie geflohen sind. Und schon gar nicht, dass stuntfola einen von ihnen verletzt hat. Das lässt mich hoffen, dass Krähenfuß und sie es irgendwie schaffen, zu entkommen.
Und erneut frage ich mich, ob Krähenfuß das alles nur aus Loyalität zu Gríma macht. Ich meine, ohne stuntfola könnte er wahrscheinlich schon längst über alle Berge sein. Natürlich freue ich mich, dass er ihr hilft; ich verstehe es nur nicht ganz.
Die Spuren sind etwas, das auch mir Sorgen bereitet. Sie müssen großes Glück haben, dass man sie noch nicht gefunden hat. Obwohl stuntfola irgendwo schon recht hat, wäre es wohl besser, wenn sie sich zuerst einmal in Sicherheit bringen, bevor sie besprechen, ob sie den Hobbits helfen können und wollen. Krähenfuß scheint das auch so zu sehen, bloß sind seine Methoden etwas…rauer. Aw, die arme stuntfola. Schmerzen, Übelkeit, Schwindelgefühl, Angst. Ich leide mit ihr.
Eine neue Figur? Ich ahne, wer das ist. Krähenfuß kennt ihn jedenfalls. Und er scheint nicht viel von Gríma gehalten zu haben. Oder interpretiere ich sein Schnauben falsch? Hm, er hilft ihnen also. Außerdem scheint er von Fréareth auch nicht viel zu halten, interessant. Wenn er sein Versprechen hält, werden die zwei sich ja wiedersehen.
Oh, schöner title drop. Gefällt mir. Genauso wie die Stille vor seiner Antwort. Das macht die Szene irgendwie…echt.
Danke für dieses Kapitel, liebe Thainwyn. Ich freue mich schon auf das nächste! :)
LG Pamplemousse
13.04.2018 | 21:09 Uhr
Ah, es tut mir leid, dass dieses Review so lange auf sich hat warten lassen. D:
Hm, rættwíte. Ein interessanter Titel für das Kapitel. Die Frage ist, wer die Ratte/Plage ist. ^^
Eine Falle, wie ich es mir gedacht hatte. Die Arme stuntfola gerät aber auch von einer brenzligen Situation in die nächste. Ich leide mit ihr. Ehrlich gesagt weiß ich nicht, wie lange ich mich in ihrer Position halten könnte. (Es ist anzunehmen, dass das Wissen um die Möglichkeit der angespitzten Stöcke und das Adrenalin helfen.) Hoffentlich kommt ihr bald jemand zu Hilfe. Krähenfuß (um ein Haar hätte ich Gríma geschrieben) sollte ihr ja eigentlich nachgegangen sein, wenn sie ihn richtig verstanden hat.
Wie du ihre Gedanken beschreibst gefällt mir. Ich habe das Gefühl, sie durchläuft unterschiedliche Phasen – Schmerz, Frustration, Beinahe-Aufgeben, neue Entschlossenheit. Zwar weiß ich nicht, was man in einer derartigen Situation denkt und fühlt, aber ich könnte mir vorstellen, dass es so oder ähnlich aussieht. Nur eben…schneller als man es liest.
Und es kommt doch noch jemand und rettet sie. Obwohl das vielleicht zu früh gesagt ist. Das klingt nicht nach Krähenfuß. Der Schlag gegen den Hinterkopf gefällt mir gar nicht. (Aber ich mag, wie sie die Hände hebt, um sich zu schützen. Meiner Meinung nach hast du das hier gut eingebaut.)
Ähm, stuntfola, ich bezweifle, dass es ein Ast war. Obwohl sie so viel durchgemacht hat, scheint sie sich doch etwas ihrer Naivität (und damit ihres alten Selbst?) erhalten zu haben. Das ist wahrscheinlich nicht schlecht.
Alles in allem mag ich die Szene immer noch nicht, wobei mir bewusst ist, dass es keine Szene ist, die man mögen soll. Ich sehe es einfach nicht gerne, wenn stuntfola verletzt wird, schon gar nicht hinterrücks, ohne zu wissen, was geschieht.
Hm, manche Menschen haben vielleicht eher einen freeze-or-flight-Reflex. Es gefällt mir, dass du hier die Erklärung einbringst, warum stuntfola zuerst nicht reagiert und sich dann zu wehren beginnt. Allerdings klingt der Absatz für mich nicht ganz wie stuntflas Gedanken, sondern ein bisschen…distanziert? Kann sie trotz der Umstände ruhig genug bleiben, um so sachlich darüber nachzudenken? Womöglich wirkt das aber auch nur auf mich so. ^^“
Oh, ich hatte vergessen, wie oft sie getroffen wird. Während mir das immer noch mehr als genug Gewalt ist, gefallen mir hier der Ablauf und das Timing hier sehr gut. Du hast die Szene wirklich gut beschrieben, finde ich. Ein Glück, dass sie ein Messer hat. Ich hoffe wirklich, sie hat es noch.
Das klingt nach viel Blut. Es muss schlimm sein, wenn man jemanden aus Notwehr verletzt und dann nicht weiß, was mit ihm passiert ist. Hoffentlich kann sie das verarbeiten…
Hm, bei einer derartigen Kopfwunde ist es kein Wunder, dass ihr Gleichgewichtssinn beeinträchtigt ist. Das sieht wirklich nicht gut aus. Sie kann sich nirgends sicher fühlen und das ist eines der Dinge, wofür sie mir am meisten leidtut. Es gab schon seit so langer Zeit keine Verschnaufpause für sie, keinen Ort, an dem sie sich wirklich sicher fühlen konnte. (Obwohl das Auenland dem vielleicht noch am nächsten kam.)
Oje, Schritte. Das könnte entweder der namenlose Angreifer sein oder aber Krähenfuß, auf den ich immer noch warte. Hm, interessant, dass sie hier an Éowyn denkt. Ich glaube schon, dass diese in den Häusern der Heilung an einem Tiefpunkt war.
Ach, du machst es wieder einmal spannend. Obwohl ich schon weiß, wer es ist, bin ich immer noch gespannt. Eben mehr Suspense. Ich schätze die Anrede „stuntfola“ verrät, um wen es sich handelt. Zumindest wissen wir, dass Krähenfuß sie immer so nennt.
Das war auf jeden Fall ein ereignisreiches und spannendes Kapitel. Ich persönlich hoffe trotzdem, dass es für stuntfola in den nächsten Kapiteln wieder ruhiger (und sicherer) wird.
LG Pamplemousse
02.04.2018 | 19:41 Uhr
Das heißt also "sterben" auf Altenglisch. Ich hatte mich das schon einmal gefragt, nachdem "deyja" ja aus dem Altnordischen stammt. In irgendeiner Vorlesung von mir wurde, glaube ich, "steorfan" als die ursprüngliche Form angegeben, aber wahrscheinlich gibt es mal wieder mehrere Wörter, nicht wahr? (Wenn auch nicht ganz so viele wie für "töten" auf Latein...)
Im ersten Moment war ich verwirrt über Grímas so offensichtliche Angst vor dem Tod - man könnte meinen, dass ein Mann in seiner Lage nichts mehr zu verlieren hat. Aber dann erinnerte ich mich an sein Wimmern und Flehen, als er entlavt wird. Ich bin nicht verwundert, dass du seinen Charakter besser kennst als ich. :)
Bei Stuntfolas Erwähnung, dass er zu feige wäre, um sich selbst umzubringen, konnte ich mir ein schiefes Grinsen nicht verkneifen. Was bringt es auch, Suizid zu begehen, um seinem eigenen Tod zu entrinnen? Natürlich gibt es gute Gründ, aber ich schätze Gríma als jemanden ein, der lieber unter den widrigsten Umständen leben würde als zu sterben. Und ich mache ihm dafür keinen Vorwurf.
Überall dieser Wunsch nach dem Freitod... Nicht nur hier, sondern auch in anderen Geschichten, die ich kürzlich gelesen habe. Man könnte fast meinen, an Stuntfola wäre eine Römerin verloren gegangen. Gut, dass Gríma zurückkehrt und sie erst einmal davon abhält, dies weiter in Erwägung zu ziehen.
"Das war ja beinahe noch schlimmer, als mit Éowyn verglichen zu werden!" An der Stelle musste ich lachen. Es ist fies, aber in einem so düsteren Kapitel muss ich mich wohl mit schwarzem Humor zufrieden geben.
Ah, Gríma kennt keine Bücher mit Belletristik? Nun, es verwundert mich nicht. Auch nicht, dass er dies für eine Verschwendung von Pergament hält.
Ist es so abwegig zu denken, dass er u.a. wegen des Goldes auf Sarumans Seite wechselte? Immerhin hat er eine ganze Truhe voller Diebesgut bei sich herumstehen. Behaupten zumindest die Wachen.
Ja, da steckt in gutes Stück Antiheld in deinem Grima und ich ahne, dass du ihm eine Motivation, auf Sarumans Seite zu wechseln, geben wirst, die nichts mit Gold oder Éowyn zu tun hat... Aber letzten Endes ist das auch eine Selbstdarstellung und wer ist schon reflektiert genug, um anzuerkennen, dass er ein schlechter Mensch ist?

LG
Sulime
 Anzeigeoptionen  Review schreiben Regelverstoß melden Sortieren 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast