Autor: Bihi
Reviews 1 bis 25 (von 47 insgesamt):
07.09.2019 | 15:11 Uhr
zur Geschichte
Aloha,

zuersteinmal, genau nach so einer Geschichte hatte ich gesucht. Alles aus Darcys Sicht.
In manchen Punkten hast du meine Erwartungen voll und ganz erfüllt. An anderen Stellen wiederum nicht ganz. So hatte ich stets das Gefühl, dass er erst wirklich Hoffnung auf Erfolg hatte, nachdem seine Tante Elisabeth überfahren hatte.
Insgesammt war mir Darcy ab etwa Mitte der Geschichte ein bisschen zu rührseelig.
Darüberhinaus hast du meine Erwartungen an anderer Stelle sogar übertroffen. Die Thematik der Pacht fand ich z.b. sehr spannend und geschickt eingewoben.
Besonderst toll fand ich die letzten Kapitel. Die List mit der Hochzeit und die Hintergründe waren wirklich amüsant. Ggf hätte man jedoch Mr. Collins Protest noch etwas weiter ausführen können.
Auch sehr unerwartet aber doch zum nachdenken anregend und auf jedenfall passend fand ich die Hochzeitsnacht. Darüber hätte ich bislang so nicht nachgedacht.

Vom inhaltlichen abgesehen fand ich den Sprachstil nicht ganz passend. Es wirkte Zeitweise doch sehr modern. Als Beispiel in Erinnerung geblieben ist mir "foppen".

Dabei stellt sich jedoch auch die Frage, ob es ein bewusst modernerer Schreibsstil war.
Mir persönlich hätte jedoch ein etwas zu der Zeit passenderer Schreibsstil/Wortwahl besser gefallen.


Alles in allem hat es allerdings spaß gemacht deine Geschichte zu lesen. Sie war auch so fesselnd, dass ich sie in eins durchlesen musste ;)


liebe Grüße

Helena

Antwort von Bihi am 07.09.2019 | 21:19:26 Uhr
Liebe Helena,
in gewisser Weise hast Du recht: berechtigte Hoffnung hatte er erst, nachdem Lady Catherine sich nach Longbourn begeben hatte. Aber wenn man das Original liest, sorgfältig mehrfach liest, sieht man doch die hoffnungsvollen Ansätze schon viel früher.
Da ich weder ein Herr bin, noch in der Denkweise eines stolzen Darcys bewandert, mag es gut sein, dass ich die Entwicklung seiner Gefühle als ein wenig zu rührselig gesehen habe. Da weiß ich nur keine Abhilfe.

Das mit der modernen Ausdrucksweise mag stimmen, aber gerade bei 'foppen' hatte ich mich bewusst für diesen meiner Ansicht nach altmodischen Ausdruck entschieden. Ich dachte an 'to quiz' im Austenschen Sinn und mir fielen sonst nur Ausdrücke ein, die mir moderner klangen. Wenn Du einen besseren Ausdruck weißt, lass es mich wissen, ich tausche ihn gerne ein.

Ich habe ansonsten versucht, mich dem alten Stil anzupassen und der ist mir inzwischen auch vielfach bestätigt worden. Es würde mich dennoch, per PN, sehr interessieren, wo der Stil noch verbessert werden könnte. Ich bin sehr begierig, meinen Stil im Stile Jane Austens zu verbessern. (Selbst, wenn das sarkastisch klingen mag: Ich meine es ernst.)

Von diesen Dingen abgesehen freut es mich natürlich außerordentlich, dass Dir meine Brautschau offenbar so gut gefallen hat, dass Du es in einem Rutsch gelesen hast.
LG Bihi
19.08.2019 | 14:33 Uhr
zu Kapitel 33
Ich mag ja das Ende vom Film, ich weiß schändlich, da ein Film einem Roman nie gerecht werden kann, aber das Treffen am nebeligen Morgen auf der Brücke... es ist nun mal romantischer.
Deine Überlegungen zur Sonderlizenz sind ziemlich logisch und ich meine Austin hatte sich da weit weniger Gedanken gemacht, aber ich habe das Buchende auch nicht mehr so präsent. Jedenfalls liegt es ja nahe, dass die "liebe" Lady Catherine mit Sicherheit alles dran gesetzt hätte, die Hochzeit noch zu verhindern.

Wirklich gespannt bin ich nun, wie es weitergeht und ich habe ja gesehen, da kommt bei dir noch so einiges :)

Antwort von Bihi am 28.08.2019 | 01:55:56 Uhr
Ich muss dich leider enttaeuschen. Mein Antrag entspricht dem Jane Austens und auch dem Film von 1980. Beide haben kein Treffen auf einer Bruecke vorgesehen, weder mit noch ohne Nebel.
Die Sonderlizenz wird bei Jane Austen kurz erwaehnt.
LG Bihi
19.08.2019 | 11:46 Uhr
zu Kapitel 21
Ich glaube schon, dass er nachblickend seinen Antrag als wenig schmeichelhaft erkannt hat, wenn man bedenkt wie er im Roman versucht, seine "Untat" wegen Bingley wieder gut zu machen und darüber hinaus hilft die Schwester zu finden.
Man merkt es nur eben nicht, ich finde deine Geschichte also nach wie vor klasse, schließt sie doch eine riesige Lücke und erweitert ein wundervolles Stück Literatur.

Antwort von Bihi am 06.09.2019 | 01:42:01 Uhr
Man merkt es im Roman wirklich nur indirekt, durch den Brief von Mrs. Gardiner und die Unterhaltung nach dem erfolgreichen Antrag, in der er zugibt, dass er erst einmal lernen musste, sich nicht als Maß aller Dinge zu sehen. Meine Aufgabe war es, sozusagen, zu überlegen, wie sich dieser Lernprozess abgespielt haben könnte, da er ja außerdem ein Herr mit großer Verantwortung in der Gesellschaft war.
Es freut mich, dass Du die Geschichte klasse findest.
LG Bihi
19.08.2019 | 11:36 Uhr
zu Kapitel 20
Ich finde es gar nicht schlimm, dass der Handlungsaspekt so gerafft wirkt, die Hauptsächliche Handlung findet ja eigentlich bei den Bennets statt. Darcys Sicht ist eine wunderbare Ergänzung zum Original ohne langweilig zu wirken, weil die Handlung ja eben nicht doppelt aufbereitet wird.
Es ist ein recht angenehmes Zwischending, zwischen tagebuchähnlicher Perspektive und Handlungserweiterung. ^^

Antwort von Bihi am 28.08.2019 | 02:02:31 Uhr
Ich danke dir sehr herzlich fuer diese Einschaetzung
LG Bihi
19.08.2019 | 10:10 Uhr
zu Kapitel 5
Es ist interessant wie du mit jedem Kapitel seinen Charakter herauszuarbeiten versuchst, wie überlegt er eigentlich versucht zu handeln. Besonders gelungen finde ich, dass dabei dennoch sein Hochmut spürbar ist bzw. die Vorurteile, die er dem niederen Stand entgegen bringt.
Unschlüssig bin ich mir, ob er zu diesem Zeitpunkt bereits eine so "intensive" Zuneigung gegenüber Elizabeth gefasst hat, aber das ist eben das spannende, da man seine Sichtweise aus den Büchern so ja gar nicht kennt.

Antwort von Bihi am 28.08.2019 | 02:01:16 Uhr
Jane Austen gibt schon sehr fruehzeitig diskrete Hinweise auf seine Zuneigung, die ich aber auch erst nach mehrfachem Lesen erkannt habe.

LG Bihi
19.08.2019 | 08:12 Uhr
zu Kapitel 2
Ach ja, die lieben Ansprüche, ich denke es ist nur logisch im Hinblick auf die Vorlage, dass Darcy zum Anfang recht überzogene Vorstellungen und Ansprüche hat. Man bedenke nur seinen "Antrag" später, in dem er mehr oder minder unumwunden zugibt, dass er entgegen seiner eigentlichen Erwartungen einen Antrag an Miss Bennet richtet, die weit unter ihm steht...
Also bis hierhin passt es, auch warum er überhaupt Bingley begleitet.

Antwort von Bihi am 06.09.2019 | 01:46:03 Uhr
Es war mir wichtig, seine Borniertheit, die er ja am Anfang sehr deutlich zeigt, als Ausgangspunkt für meine Geschichte zu untermauern. Nur dann konnte ich eine Wandlung darlegen. Es freut mich, dass Du es auch so siehst.
LG Bihi
19.08.2019 | 08:03 Uhr
zu Kapitel 1
Ich liebe Stolz und Vorurteil und bin doch sehr gespannt, was du aus der Sache machst, die Perspektive von Darcy zu lesen, ist auf jeden Fall sehr interessant und im Hinblick auf das Original bin ich mit Vorfreude dabei.
27.06.2019 | 22:22 Uhr
zu Kapitel 33
Ich habe diese Geschichte gerade entdeckt und stelle zu meinem größten Entzücken fest, dass es sich um eine ganze Geschichtenreihe handelt. Ich bin sehr gespannt, was da noch auf mich zu kommt.
Dieser erste Teil hat mich schon einmal fasziniert.
Es macht Spass, die Story einmal aus dieser anderen Warte zu lesen.

Ich finde, dass deine Art zu schreiben wunderbar zum Stil von Jane Austen passt. Natürlich kann sich mit einer solchen Schriftstellerin niemand von uns messen, aber das erwartet man ja auch nicht. Dein Stil ist aber der Originalgeschichte nicht unähnlich, eine Erzählweise passt gut dazu.

Und du greifst auch die Figuren sehr gut auf. Man erkennt sie einfach wieder.

Ich werde fleißig weiterlesen und dir im weiteren Verlauf der Reihe weiteres Feedback geben.

Lg
DieLadi

Antwort von Bihi am 27.06.2019 | 22:45:23 Uhr
Ich bin absolut hin und weg von Deinem Lob. Anders kann ich es nicht ausdrücken. Vielen vielen Dank!

Ich bin gerade dabei, die bereits existierenden Bände zu überarbeiten. Das bezieht sich nicht auf den Inhalt, sondern auf die Lesbarkeit (andere Absätze) und auf die Akzeptanz der neuen Rechtschreibung für die Öffentlichkeit. ( Ich habe erst vor kurzem entdeckt, dass die Interpunktion bei direkter Rede geändert wurde.) Ich bin jetzt im letzten Drittel von Band XII. Wenn Du also schneller liest als ich korrigieren kann, wundere Dich bitte nicht über den 'Stilbruch', der dann irgendwann kommt.
Zum Inhalt der Serie kann ich nur so viel verraten: Ich beschreibe ein Ehejahr pro Band, mit Freud und Leid und kleineren Katastrophen, versuche aber immer, im Austen-Milieu zu bleiben.

Nochmals vielen Dank für Deine so freundliche Einschätzung meiner Geschichte.

LG Bihi
01.07.2018 | 01:42 Uhr
zu Kapitel 22
Mir fiel es gerade wie Schuppen aus den Augen, dass es im Roman von Jane Austen gar keine Szene gegeben hatte, wo Darcy in den See hüpft... tja, so kann man vergessen! Das Buch habe ich seit Ewigkeiten nicht mehr in der Hand gehabt, jedoch erst kürzlich mal wieder die BBC-TV-Verfilmung von 1995 geschaut. Ist aber ja klar, dass du die Original-Buchversion hier zur Grundlage genommen hast...

Antwort von Bihi am 11.07.2018 | 16:12:18 Uhr
Hallo Deety,
Ich war im Urlaub und habe daher erst heute Deine Reviews gelesen.
Ich war in den USA. Da hätte ich gut nach Deiner Buchempfehlung sehen können. Mal sehen, wie ich das jetzt hinkriege. Aber danke für den Tipp!
Ich kann mich nicht mehr so richtig an die See-Szene erinnern. Ich bevorzuge die ältere, buchgetreuere Version mit David Rintoul - auch von der BBC. Wenn die Szene 'richtig' dargestellt wurde, kann Darcy nicht so wirklich in Unterwäsche dagestanden haben. Unterhosen gab es erst einige Jahre später. Aber wenn seine normale Stoffhose nass wurde, war der Effekt sicherlich vergleichbar.

Das mit den Damen werde ich gleich umformulieren!

Auf alle Fälle freut es mich, dass Dir die Geschichte gefallen hat!!!

LG Bihi
30.06.2018 | 20:35 Uhr
zu Kapitel 22
Ich muss mich nochmals spontan melden, denn gerade habe ich die Szene gelesen, wo Lizzy mit den Gardiners im Park von Pemberley auf Darcy trifft... und du hast irgendwie überhaupt nicht erwähnt, in welchem Aufzug Mr. Darcy ihr begegnet - nämlich in seiner Unterkleidung, da er gerade in den See getaucht war. Dieser Umstand macht ihn doch hauptsächlich verlegen, zusammen mit der überwältigenden Überraschung, die ihm Elisabeths Anwesenheit bereitet hat, wenn ich das richtig verstanden habe.
30.06.2018 | 18:42 Uhr
zu Kapitel 11
Hallo,
aufgrund der Empfehlungen habe ich zu dieser Geschichte gefunden und bin momentan dabei, sie mir einzuverleiben. Du vermittelst in der Tat größtenteils jenes tolle "Jane-Austen-Feeling" in deinem Schreibstil, nur selten durchbrichst du diesen Stil... Aber darauf wollte ich gerade gar nicht hinaus. Eigentlich hatte ich vorgehabt, dir ein Abschluss-Review zu schreiben, nur soeben bin ich echt in lautes Lachen ausgebrochen! Folgendes hattest du geschrieben:
"Das Dinner war angenehm. Es gab zwei junge Damen. [...]"
Waren sie der Hauptgang oder gab es sie zum Nachtisch? :D

Als ich im Profil las, dass du durchaus über fließende Englischkenntnisse verfügst, habe ich mich gefragt, ob du die Buchreihe von der Pamela Aidan gelesen hast. Die Autorin ist Amerikanerin, hat aber stilistisch durchaus mit JA mithalten können. Ihre drei Romane, die halt leider nie ins Deutsche übersetzt wurden, behandeln genau wie diese Geschichte die Perspektive von Mr. Darcy, zusammen mit einigen Hintergrundabenteuern, die er genau in der Zeitspanne erlebt, die P&P umfasst. "An Assembly Such As This", "Duty And Desire" und "These Three Remain" - Jedenfalls eine Buch-Empfehlung für mich an dich, falls du sie noch nicht kennst.
Bis demnächst -
LG Deety
26.06.2018 | 13:42 Uhr
zu Kapitel 33
Hey,

ich habe erst durch die Social-Media-Empfehlung von dieser FF erfahren - normalerweise verirre ich mich nicht in dieses Fandom, vielleicht, weil ich Sorge habe, dass es mir meine Lieblingsbücher verdirbt. Schön, dass ich mir bei deiner Geschichte keinen Vorwurf zu machen brauche, sie gelesen zu haben!

Ich musste an vielen Stellen wirklich herzlich lachen, denn obwohl du dich sehr eng ans Buch gehalten hast (was auch ein riesen Pluspunkt ist), hast du deinen ganz eigenen Charme in die Geschichte gebracht. Ich finde es total cool, wie du auf Stellen eingegangen bist, die Austen relativ fix abhandelt und sie ausgeschmückt hast - aber immer so, dass sie noch perfekt in die Geschichte passen.

Deine FF hat mir eine andere Sichtweise auf die Ereignisse gegeben - schön, dass Georgiana etwas mehr Platz einnimmt, ich finde, dass sie im Buch zu kurz kommt. Und auch, wie Darcy sich einfach Stück für Stück mehr verliebt und warum er den ersten Antrag so selbstverständlich stellt, wird aus deiner Geschichte klarer als aus dem Buch. Zum Schießen und gleichzeitig sehr nachdenklich machend fand ich das letzte Kapitel - was Mrs Bennet so alles in der Erziehung ihrer Töchter vermasselt hat, wird einem da nochmal ordentlich deutlich. Ich weiß zwar nicht, ob Austen ähnliches im Hinterkopf hatte, aber die Interpretation passt auf jeden Fall gut!

Ich werde mich mal ein wenig durch dein Profil wühlen und bin mir sicher (und fürchte ob meiner universitären Lernverpflichtungen), dass da noch ein paar feine Geschichten auftauchen!

Liebe Grüße und bis zum nächsten Review,
Sara

Antwort von Bihi am 11.07.2018 | 16:39:57 Uhr
So, jetzt schreibe ich die Antwort zum dritten Mal, weil mir mas Programm immer wieder verschwindet. Wenn es also komische Doppelungen gibt: mitunter kriegen die Cyberheinzelmännchen nicht mit, was sie nun aufnehmen und was löschen sollen. 'Seite wiederhestellen' verstehen sie auch nur halb.

Ich freue mich, dass Dir mein Buch gefallen hat. Ja, die feinen Hinweise von Jane Austen aufnehmen und erweitern war mein Ziel gewesen.

Wenn Deine Zeit sehr beschränkt ist: Anne Elliot spart zwar das Original aus, aber ich habe jeden kelinen HInweis aufgenommen und verwertet. Die Cantervilles sind sehr viel eigene Phantasie, ich wollte sie aber nicht in freier Prosa versinken lassen und habe daher die Anbindung an Stolz und Vorurteil gewählt.

LG
Bihi
04.05.2018 | 14:09 Uhr
zur Geschichte
Hallöchen, das ist eine wirklich tolle Geschichte. Sie liest sich sehr flüssig und kommt auch total realistisch rüber. Vor allem war es schön mal alles aus Darcy seiner Sicht zu erleben.
LG sailorsnape

Antwort von Bihi am 05.05.2018 | 22:46:38 Uhr
Vielen Dank für das nette Lob. Ja, es ist nur ein Märchen, aber wenn es an die Realität angelehnt ist, ist es doch noch viel schöner. Freut mich, dass Du das auch so siehst.
Ich kam auf die Idee, weil Darcy häufig ein wenig vernachlässigt wird, definitiv im Original, wo man doch sehr zwischen den Zeilen lesen muss, um ihn zu verstehen.

LG Bihi
04.05.2018 | 12:13 Uhr
zu Kapitel 33
So, ein abschließendes Wort.
Ich habe es geliebt diese Geschichte zu lesen. Es ist dir wirklich gut gelungen Darcy Gedanken wiederzugeben. Es war spannend, herzerfrischend und einfach nur wundervoll. Alles in allem eine sehr gelungene Geschichte :)
Aller liebste Grüße
Tk

Antwort von Bihi am 05.05.2018 | 22:40:13 Uhr
Da hast Du Dir aber nicht nur mal zwischendurch zehn Minuten Zeit genommen, wenn Du die Geschichte jetzt schon 'durch hast'. Was für ein Kompliment an meine Geschichte!
Ich danke Dir für das direkte und das indirekte Lob.
LG Bihi
03.05.2018 | 14:24 Uhr
zu Kapitel 3
Ich wollte nur anmerken, wie herrlich erfrischend ich das Gespräch der beiden Geschwister jetzt am Ende fand. Einfach super geschrieben! :)

Antwort von Bihi am 05.05.2018 | 22:34:02 Uhr
Ich freue mich über die Rückmeldung. Erfrischend war das Gespräch sicher für die Leser. Ob auch Georgiana das so empfand, möchte ich bezweifeln. ;)
LG Bihi
03.05.2018 | 14:18 Uhr
zu Kapitel 2
Hallöchen!
Bisher gefällt mir deine Geschichte sehr gut. Sie ist vom Schreibstil sehr ansprechend und macht Lust auf mehr. Mir gefällt vor allem, wie du die Gedanken aller darstellst und sie miteinander verbindest. Wirklich sehr, sehr gut und ich bin gespannt, wie es weiter geht. :)
Liebste Grüße
Tk

Antwort von Bihi am 05.05.2018 | 22:31:47 Uhr
Ich freue mich sehr über Dein Lob und wünsche Dir weiterhin viel Spaß beim Lesen. Da ich von der Handlung her ja gebunden war, verlegte ich mich auf die Gedankenwelt, die die Handlung des Buches stützt. Und später ist Darcys Wandlung sowieso nur durch innere Monologe zu zeigen.

LG Bihi
Riley Valentino (anonymer Benutzer)
10.04.2018 | 12:28 Uhr
zu Kapitel 33
Hallöchen Bihi!

Ich habe deine Geschichte vor gut einer Woche gefunden und mich auf Anhieb in sie verliebt. Nachdem ich das erste Kapitel verschlungen hatte, habe ich mir deine Geschichte direkt auf meinen Kindle importiert und am Wochenende viele, glückliche Lesestunden damit verbracht. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und konnte mich sehr gut in die Geschichte einfinden. Auch deine Art und Weise, Mr Darcys Sicht zu schildern, hat mir gut gefallen. Alles wirkt sehr authentisch und nachdem ich neugierig in deinen anderen Geschichten geblättert habe, ist mir auch klar geworden, warum. Du steckst Herzblut in deine Geschichten und kennst dich bestens aus, auch wenn du dir mal irgendwo unsicher sein solltest, holst du die Wissenslücken auf. Ich glaube, dass es mir deshalb das Gefühl gab, dass die Geschehnisse tatsächlich so passiert sein konnten. Da ich nebenbei noch deine Informationssammlung zu den Darcys gelesen habe, konnte ich mich umso besser einfinden und mir ansatzweise eine Vorstellung davon machen, wovon überhaupt die Rede war (unter anderem, weil das letzte Lesen von P&P gut zwei Jahre her war).

Ich muss gestehen, ich habe zwar den Roman gelesen, fand aber immer irgendwie, dass der Leser zum Schluss ein wenig zurückgelassen wurde. Allein, mit seinen Gedanken. Umso schöner ist es, dass ich jetzt etwas habe, wo ich nach Belieben weiterschmökern kann. Mir kribbelt es schon in den Fingern, weiterzulesen, aber ich wollte dir dennoch sagen, wie gut mir deine Geschichte gefallen hat und dass mir sogar jetzt, Tage später, immer noch die Worte fehlen, dieses Werk zu beschreiben, wie gut es mir tatsächlich gefällt. Es ist dir gänzlich gelungen und ich hab oft herzhaft gelacht und manchmal auch wie ein Teenager gekichert, weil es so typisch - tyyypisch - P&P ist.

Ich liebe deine Geschichte, wirklich! Und ich kann es kaum erwarten, weiterzulesen. Tatsächlich kann ich mich glücklich schätzen, dich durch Zufall gefunden zu haben!

Liebe Grüße,
Riiru
(immer noch ein wenig überwältigt, wie du siehst)

Antwort von Bihi am 10.04.2018 | 18:54:41 Uhr
Liebe Riiru,

Ich danke Dir sehr herzlich für die so direkt übermittelte Begeisterung.
Ich beneide Dich um die vielen Stunden, die Du Dir Zeit für meine Geschichten nehmen konntest. Ich habe leider nicht mehr so viel Zeit zum Schmökern. Schreiben und überarbeiten ist inzwischen ziemlich zeitaufwändig geworden. (Ich habe gerade meine Geschichten in ein anderes Format übertragen, um zu viele Leerstellen und geänderte Interpunktionstypen besser erkennen zu können. Ich bin jetzt erst bei XII und werde wohl nicht so schnell bis XXIV vorstoßen können, da ich leider nicht nur Hobbyzeit habe.)

Es ehrt mich natürlich, dass Du weiterlesen willst. Falls Dir dabei einmal ein Kapitel unterkommt, das Dir zu abrupt endet, teilweise mitten im Wort oder mitten im Satz, sage bitte Bescheid, damit ich das schnell reparieren kann. Wenn ich nun auch noch wöchentlich diese Kontrolle durchführen wollte, könnte ich gar nichts mehr schreiben. Dieses 'Korrekturlesen' soll Dir aber keine Verpflichtung sein!

Jane Austen machte immer im letzten Kapitel so einen Rundumschlag, weil sie an dem Eheleben ihrer Titelhelden nicht so sehr itneressiert war. Sie wollte Liebesgeschichten erzählen. Das tat sie in Perfektion, finde ich, auch wenn auch mir das jeweils letzte Kapitel mitunter ein wenig lieblos angefügt vorkam.

Liebe Grüße und nochmals herzlichsten Dank (auch mir  fehlen die adäquaten  Worte!)

Bihi
21.03.2018 | 00:29 Uhr
zu Kapitel 33
Danke für diese tolle Geschichte. Ich werde jetzt auch die anderen Teile lesen. Es ist nahezu köstlich und ich amüsiere mich prächtig beim Lesen.
Deine Antwort auf mein Review fand ich herzallerliebst. Ich gebe dir Recht, so schnell war sein Eingeständnis dass er Lizzy liebt dann doch nicht.
Doch im Original hatte ich immer das Gefühl (Aus Lizzys Sicht) dass er sie gar nicht sogern hat. Ich war sehr verwundert beim 1. Lesen (vielleicht auch weil ich es vor 10 Jahren mit frischen 15 gelesen hatte ) über den 1. Heiratsantrag. Der kam für mich genauso überraschend wie für Lizzy.

Ich habe deine Serie ( wie ich nun zu meiner Freude feststellen konnte, hast du viele Folgeserien geschrieben) direkt nach Stolz und Vorurteil angefangen. Also bin ich jetzt komplett im Pemberly Fieber :).

Ich empfehle diese Geschichte nur zu gern. Sie ist sprachlich, stilistisch und geschichtlich sehr passend. Auch wenn es nicht an Jane Austen rankommt. Aber man muss fairer Weise sagen, dass niemand an sie herankommen kann. Es haben ja viele Autoren versucht ein Nachfolgewerk zu schreiben.
Und ich muss sagen: Dir ist es sehr gut gelungen. Ich freue mich auf das weitere Lesen und bin gespannt was nun als nächstes kommt.

Super!!

Antwort von Bihi am 21.03.2018 | 00:49:27 Uhr
Ich gebe Dir recht. Beim ersten Lesen hatte ich mich auch ein wenig gewundert, dass er sie auf einmal liebt. Na, wenn man seinen ersten Antrag als Zeichen der tiefen Liebe werten will ... Der war und ist empörend und eigentlich hätte er einen Tritt vors Schienbein dafür verdient. Aber dafür war Elizabeth dann doch zu wohlerzogen. Aber wenn man ab Kapitel VI mit Hauptaugenmerk auf Darcy liest, findet man die vielen kleinen Hinweise. Da ich das Buch nun seit gut 40 Jahren immer wieder lese (und danach sieht es auch aus - Taschenbücher sind nun mal nicht für die Ewigkeit gemacht) finde ich die Hinweise fast schon im Schlaf.
Ich weiß, dass ich keine Chance habe, Jane Austen zu kopieren. Mein Ziel ist es, ihr keine Schande zu machen. Und ich empfinde es als großes Lob (eigentlich wollte ich sagen 'große Ehre', aber das klingt zu hochgestochen), wenn Du sagst mir sei das Nachfolgewerk sehr gut gelungen.
Ich hoffe, Dir gefällt, wie ich das Leben der beiden weitergesponnen habe.
LG Bihi
20.03.2018 | 14:25 Uhr
zu Kapitel 25
Ich muss ein großes Lob aussprechen, die Geschichte aus Darcys Sicht finde ich dir sehr gut gelungen. Meine Überlegungen, wie er wohl denken könnte ( als ich Stolz und Vorurteil las), überstimmen fast den deiner Erzählung. Nur dass Mr. Darcy in meiner Vorstellung länger gebraucht hat um sich einzugestehen dass er Lizzy liebt.

Aber tolle Geschichte ich kann gar nicht aufhören zu lesen...

Antwort von Bihi am 20.03.2018 | 21:51:28 Uhr
Erst einmal herzlichen Dank für Dein Lob!!

Nun, in meiner Geschichte hatte er ja auch ziemlich lange gebraucht - so richtig eingesehen hatte er es doch erst auf Rosings - und das ist wie im Buch. Die Zeit vorher merkt er ja eigentlich nur, dass Elizabeth gar nicht so schlecht ist, wie er am Anfang gedacht hat.

Und hier weiche ich wirklich vom Buch ab. Beim Ball meinte er noch, sie wäre so gerade noch akzeptabel. Dann besuchen die Bingley Schwestern die Bennets, beim Gegenbesuch sieht Darcy - anders als in meiner Geschichte - vieles zu kritisieren und erst danach (ab Kapitel VI) findet er sie interessant, bereits bei ihrem Aufenthalt auf Netherfield hat er das Gefühl, dass er in Gefahr geraten könnte, ihr zu viel Aufmerksamkeit zu schenken. Ich habe also seine Liebe maximal 14 Tage beschleunigt. Der Ball auf Netherfield war jedenfalls am 26. November, lt. Jane Austen und Netherfield wurde ab Ende September, aber noch vor Michaelis gepachtet, der Ball in Meryton müsste also in der ersten oder eher zweiten Oktoberwoche gewesen sein. Dann Zeit zum weiteren Kennenlernen und die Krankheit Janes müsste spätestens Anfang November gewesen sein.
Wie gesagt, dann hatte er nur das Gefühl, dass sie ihm gefährlich werden könnte. Das Gefühl der Liebe entdeckte er erst auf Rosings. Wenn er sich schon vorher der Liebe bewusst gewesen wäre, hätte er doch nicht die anderen Damen in London 'auf Tauglichkeit geprüft'. :-)
Wie gesagt, ein wenig schneller als im Buch bin ich schon, aber maximal vierzehn Tage.

Das ist nur eine Erklärung, keine beleidigte Rechtfertigung. Wie könnte ich auch beleidigt sein, wenn Du so lieb schreibst, dass Du gar nicht aufhören kannst zu lesen!

LG Bihi
01.01.2018 | 23:12 Uhr
zur Geschichte
Hallo Bihi,

schneller als erwartet bin ich mit "Brautschau" fertig und verfasse - wie versprochen - ein Review.
Wie ich bereits sagte, bin ich begeistert davon die Geschichte noch einmal aus Darcys Sicht erleben zu können. Da "Pride & Prejudice" nun einmal Elizabeths weibliche Perspektive von ihrem Standpunkt und -ort aus vermittelt, bestehen auf der anderen Seite selbstverständliche Lücken, die du hier hervorragend gefüllt hast.
Schön dabei war vor allem wie nah du dich am Werk bewegst: Ich finde es gut, dass du aus Austens Geschichte nicht 'deine' Version machen musst, damit es dir gefällt! Dadurch, dass du originalgetreu bleibst, nimmt man dir die ganze Geschichte perfekt ab, alles ist stimmig und es gibt keine Logikfehler oder Lücken in der Handlung. Die Dinge, die das Werk aus Darcys Sicht offen lässt hast du sehr gut drumherum "gebastelt", ohne dass es unrealistisch gewirkt hätte. Daumen hoch für so viel Authentizität!! Die findet sich übrigens auch in deinem Schreibstil wieder: Du versuchst Jane Austen nicht zu kopieren (was eh keinem gut gelingen würde) sondern orientierst dich eher und hast trotzdem noch eine eigene Note (zum Beispiel die direkten Gedankeneinschübe). Das ist gut gemacht. An keiner Stelle musste man stocken, denn man merkt wie sehr du dich in der etwas älteren Sprache zurecht findest, genauso wie du natürlich alles, was man über die Etikette und Zustände der damaligen Zeit weiß, beachtet hast (das hat mich allerdings nach einem Blick in das "Nachschlagewerk" nicht im Geringsten gewundert...).

Ein paar Punkte, die mich besonders von deiner absolut tollen Geschichte überzeugt haben, möchte ich noch einzeln erwähnen:
Der Vergleich zu Shakespeares "Ein Sommernachtstraum" war so dermaßen super und treffend! Ich musste wirklich bei jeder Erwähnung von Puck grinsen, da das so gut zu Lizzies Charakter passt! Und der Gegensatz zu Titania ist natürlich perfekt, wie auch die Erwähnung des "Elfchens" (das hat Darcys Gefühle sehr liebevoll wirken lassen!). Ich weiß nicht wie du darauf gekommen bist, aber es passt aus meiner Sicht wirklich toll (vielleicht auch weil ich ein großer Fan des Stückes bin, aber nun ja mich hast du zumindest damit gekriegt).
Zweitens: Kapitel 20, 21 und 22 haben mir super gefallen, da das Buch ja doch recht offen lässt wie und warum Darcy sich zum Positiven wandeln konnte. Was du ergänzt hast hat sehr gut zu meiner Vorstellung gepasst und gestaltet seine "Verwandlung" deutlich nachvollziehbarer. Elizabeths Ablehnung im April treibt ihn zu Verbesserungen seinerseits an - wirklich liebenswert! (Natürlich auch weil er es schafft das umzusetzen...)
Besonders toll fand ich den Einfall, dass Darcy eigentlich Elizabeth schon den zweiten Antrag machen will, als sie im Sommer auf Pemberley ist. Falls es im Buch darauf Anspielungen gibt, wären sie mir entgangen... Natürlich traurig, dass seine Pläne von dem überraschenden Ereignis mit Lydia und Wickham durchkreuzt werden, aber auch hier wieder sehr realistisch. Das macht sein Bemühen um einen gelungen Antrag im Herbst nur noch nachvollziehbarer.
Schön ausgestaltet ist auch die Beziehung zwischen Darcy und seiner kleinen Schwester! Genauso hatte ich es im Kopf, als ich "P&P" gelesen habe und du hast mich damit einige Male zum Lächeln gebracht! Georgiana wirkt durch und durch sympathisch, trotz ihrer Schüchternheit keineswegs naiv und du schaffst es sie sowohl als Dame, wie auch als Kind wirken zu lassen...Und Darcy geht auch genauso - mit diesem kleinen Zwiespalt - mit ihr um und ist ein fabelhafter Bruder.
Der Spagat zwischen dem "alten" und "neuen" Darcy ist dir super gelungen, das zeigt sich ganz deutlich wenn man die ersten Kapitel mit den hinteren vergleicht...ich habe mich sehr gefreut dann ab dem zweiten Antrag mehr von 'dir' zu lesen, was weniger an die Vorgaben des Werks gebunden ist. Nicht das mir der Rahmen, den Jane Austen gestaltet nicht gefällt, aber ich war und bin einfach neugierig zu sehen was du in Zukunft aus Lizzie & Fitzwilliam "machst". Deshalb natürlich hier schon mal ein ganz dickes Lob an die Hochzeit, die erste Nacht, die Reise und das Ankommen an Pemberley. Du hast auf jeden Fall gezeigt, dass du die Geschichte leicht weiter entwickeln kannst (sieht man ja an den vieeelen Folgeteilen) und auch wie sehr du in der Welt, die Jane Austen beschreibt drin bist. Deswegen ist das alles auch so besonders gut: man merkt in jedem Satz wie sehr du dich auskennst und in die Charaktere, ihre Gefühle, Motive und Gedanken hineinfühlst. Diese Geschichte ist "nicht mal eben" runtergeschrieben, sondern mit Bedacht und Sorgfalt verfasst und das kommt beim Leser definitiv an. Genauso wie man auch merkt, wie sehr du dieses Buch magst! Wow.
Also vielen vielen Dank für die "männliche Perspektive" von P&P, oder eher eine Ausgestaltung von dir. Du hast mich damit zum Lächeln gebracht, aber ich habe mich auch mit den Charakteren geärgert oder war enttäuscht - deswegen hast du die Empfehlung von mir für diese Geschichte auf jeden Fall verdient! Ich bin gespannt wie alles weitergeht und bin mir sicher du wirst mich nicht enttäuschen.
Ich hoffe das war hilfreich (auch wenn ich keine Kritik geübt habe, was nur daran lag, dass ich es wirklich nicht als nötig empfinde...),
Charlie

Antwort von Bihi am 02.01.2018 | 03:14:52 Uhr
Liebe Charly,

Mannomann, ich bin geplättet - so ein langer  Review und ich kann nicht entsprechend lang darauf antworten. Mir fällt leider nur 'Wow - danke!!!' dazu ein.

Besonders gefällt mir Deine Anerkennung meines Schreibstils. Klar, Jane Austen ist unerreichbar, aber es freut mich, dass Du die Nähe anerkennen kannst.

Dein Lob zum 'Sommernachtstraum' geht mir runter wie Butter. Ich habe schon mehr Kritik als Anerkennung gelesen, dass Elfen nicht in die damalige Zeit passten. Hey, Shakespeare war damalige Zeit -  auch, wenn er 200 Jahre vorher gelebt hatte. Die Entwicklung war damals eben langsamer. Ich freue mich, dass Du das auch so siehst. Wie ich darauf gekommen bin, kann ich ehrlich nicht sagen. In dieser Geschichte entwickelt sich so eingies aus meinen sponatnen Einfällen. Wenn ich schreibe, denke ich hinterher nur 'Huch!'. Lasse ich es bestehen, merke ich häufig erst in späteren Teilen, wie gut dieser Einfall gewesen war. Oob es eine Muse ist, oder Jane Austens Geist oder was auch immer - ich vertraue einfach.

Ich freue mich über Deine Resonanz, und Dein Lächeln, das Du erwähntest, ist auch auf meinem Gesicht zu finden - aus einem anderen Grund natürlich, aber immerhin.

Ich danke Dir mehr als meine armseligen Worte ausdrücken können für diesen wundervollen Start in ein neues Jahr!
LG Bihi
30.12.2017 | 23:44 Uhr
zu Kapitel 33
Hallöchen ^^,
Zwar ist es eine Weile her, dass du diese Fanfiction verfasst hast, doch hiermit siehst du, dass auch sie noch gelesen wird. Ich habe vor kurzem erst "Stolz und Vorurteil" zuende gelesen und war so begeistert, dass ich schon Angst hatte keine ordentliche Fanfiction dazu finden zu können. Deine Reihe sah ganz ordentlich aus und ich muss sagen, dass du dir damit ganz schön viel Mühe gemacht hast, wobei ich für diesen Teil sagen kann, dass sie sich echt gelohnt hat. Sicher kommt niemand so schnell an den Schreibstil von Jane Austen heran, allerdings hast du dich sehr gut geschlagen. Besonders gefallen haben mir deine Charakterbeschreibungen von Anne de Bourgh (hoffe das wird so geschrieben ^^') und Georgiana Darcy. Die Geschwisterliebe zwischen ihr und Mr. Darcy habe ich mir fast genau so vorgestellt. Vielleicht ein bisschen weniger offen, aber nach deiner Beschreibung ist er das ja dann anscheinend auch so, also dürfte das passen. Was ich am Ende etwas merkwürdig fand, war dass Mr. Bingley von seiner Jane als Miss Bennet spricht und von Elisabeth als Miss Elizabeth, was bei ihm ja wohl eher andersherum der Fall sein sollte. Außerdem etwas seltsam war der Vergleich mit Puck und Titania aus "Ein Sommernachtstraum", was wohl daran liegt, dass ich die beiden Charaktere etwas anders verstehe. Puck ist zwar frech, allerdings wird er auch schnell übermütig und verschusselt sich auch gerne mal, was wohl eher weniger auf Elizabeth zutreffen dürfte. Titania ist zwar hoheitsvoll und eine echte Schönheit, nur wird sie im Laufe des Stückes auf eine herabwürdigende Weise hereingelegt, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass der stolze Mr. Darcy seine Elizabeth jemals so vergleichen würde. Generell kann ich mir nicht sonderlich gut vorstellen, dass er sie überhaupt mit irgendjemandem vergleichen könnte.
Was mir hin und wieder aufgefallen ist, sind die leicht veränderten Dialoge, die etwas moderner klingen, jedoch nimm es mir nicht übel, wenn ich das Original bevorzuge ;).
So und jetzt noch einmal zum Inhalt: mir hat gefallen, wie du neue Handlung dazugedacht hast, wie zum Beispiel Annes Kaffeeabenteuer oder das mit den Pachtverträgen, was ich sehr autentisch fand. Auch der Briefwechsel zwischen Mr. Darcy und seiner kleinen Schwester war interessant mit zu lesen. So viel hätte sich nicht jeder getraut hinzuzufügen, vorallem bei der Vorlage. Die Hochzeitsnacht war mir dann doch etwas zu privat, vorallem für den Zeitpunkt der Handlung, aber das handhabt jeder, wie es ihm beliebt ;). Ich bin schon gespannt auf "Die Darcys auf Pemberly" und freue mich auf deine Vorstellung von den weiteren Ereignissen, vor Allem auf die Sache mit Lydia, da sie deiner Charakteraufzählung nach wohl noch jemand anderen geheiratet haben muss? ^^'
Es empfielt sich
~ Arhea von Acapella Lavandia

Antwort von Bihi am 31.12.2017 | 01:34:57 Uhr
Liebe Arhea,

Vor allem erst einmal vielen Dank für die Meldung und für Dein Lob.

Nein, an Jane Austen kann ich nicht heranreichen. Da bin ich wohl die erste, die das zugibt. Aber ich wollte mich annähern, und das ist mir wohl nach Deinen Worten auch gelungen. Nur nähern, nicht gleichstellen!!

Anne de Bourgh wird mal so und mal Anne De Bourgh geschrieben - bei Jane Austen. Auch sie konnte sich wohl nicht so recht entscheiden. Macht nichts. Ich habe versucht, das bei mir einheitlich zu halten, ob es gelungen ist, weiß ich nicht.

Das mit der Geschwisterliebe war ein wenig schwierig, Jane Austen betont mehrfach, dass er ein liebevoller Bruder war, also nicht nur verantwortungsvoll, sondern liebevoll. Da habe ich mir diese dichterische Freiheit genommen, weil ich wirklich nicht weiß, wie vor 200 Jahren ein liebevolles Geschwisterverhältnis aussah. Ich habe zwar einige ihrer Briefe als Vorstellung, aber 'nichts genaues weiß ich nicht.'

Nein, die älteste unverheiratete Dame hieß immer 'Miss + Nachname' und die zweitälteste 'Miss + Vorname' oder auch 'Miss + Vorname + Nachname'. Das hat nichts mit verlobt oder nicht zu tun. Das war damalige Anredegepflogenheit. Diejenigen Herren bei Jane Austen, die ihre Zukünftigen mit Vornamen ansprachen, hatten es schon lange vorher getan, also nicht erst, nachdem sie als Erwachsene vorgestellt wurden.

Titania ist die Feekönigin, wird aber von Oberon 'besiegt' und so sieht es Mr. Darcy anfangs - zumindest in meiner Vorstellung. Er erfreut sich an ihrem unkonventionellen Verhalten und ist trotzdem der Überlegene. Dass er sich als Oberon sehen könnte, ist aus Jane Austen nicht zu ersehen, jedenfalls nicht ohne gewaltige Interpretationen. Da hast Du vollkommen Recht, aber so, wie er sie in Meryton betrachtet - nach dem ersten Ball - lag für mich Puck einfach nahe, ein Kobold, der aus der Reihe tanzt. In den Unterhaltungen auf Netherfield war sie nicht verschusselt, aber ansonsten trifft Deine Beschreibung meiner Ansicht nach. Aber das ist eben nur meine Sichtweise. Bis dahin war sie gewiss keine Titania gewesen. Das ist wohl auch nur Darcys Projektion, weil er doch eine repräsentative Gutsherrin braucht.
Bezüglich der moderneren Dialoge: Ich nehme Dir das nicht übel, ganz und gar nicht. Ich hatte nur vorher mir keine Erlaubnis zur Übersetzung eingeholt und musste nun paraphrasieren.
Die Hochzeitsnacht ist wirklich erst ganz ganz zum Schluß gefolgt, nicht nur in der Geschichte. Dieses Kapitel war ursprünglich in groben Stichworten auf meinem Kladdezettel und sollte nicht zur Anwendung kommen. Das Kapitel sollte ausfallen und die Fahrt nach pemberley gelich nach der Hochzeit kommen. Dann las ich eine Hochzeichtsnachtversion, die klang fast so, als ob Elizabeth sich zur Belehrung ein paar Pornos angesehen hätte, und da wollte ich zeigen, dass es auch dezenter geht. Darüber kann man streiten, das sehe ich ein, aber inzwischen stehe ich dazu. Ich bin mir relativ sicher, dass Jane Austen schlucken würde, obwohl einige ihrer Briefe nahelegen, dass sie nicht in Ohnmacht fallen würde.

Das mit den Pachtverträgen ergibt sich indirekt wirklich aus dem Original, wie anders sollte er wohl ein guter Gutsherr sein? Und dass er das ist, wird mehrfach erwähnt. Auch die Traute zur Ergänzung mit Georgiana basiert letztendlich auf dem Original. Ich wollte seine Geschichte erzählen, und da gehört das irgendwie mit dazu, um seinen Charakter in sich schlüssig zu zeigen, mit den leider etwas dünnen Hinweisen aus dem Text wäre das nicht zu schaffen gewesen.

Ja, bei Lydia Bennet habe ich mich wirklich einen Riesenschritt von der Vorlage entfernt. Sie war eine flippige Sechzehnjährige, nach damaligem Standard absolut unschicklich, aber eben erst sechzehn Jahre. Und da habe ich ihr ein besseres Leben gegönnt als immer nur von dem verantwortungslosen Spieler Wickham abhängig zu sein. Nach damaliger Vorstellung wäre sie wahrscheinlich noch vor ihrer Volljährigkeit an Unterernährung, Geschlechtskrankheiten (durch ihren Mann) oder Geburtskomplikationen gestorben. Aber das mochte ich nicht. Das ist ein großer Unterschied, aber sie ist ein Nebencharakter und wird nicht sehr häufig vorkommen.

Ich freue mich, ein so verständiges Review von Dir bekommen zu haben. Meine Antwort ist keinesfalls eine Rechtfertigung, nur meine Sichtweise.
LG und ein gesundes 2018
Bihi
03.11.2017 | 14:32 Uhr
zu Kapitel 32
He, du beobachtest das Paar im Schlafzimmer, beim Vollzug der Ehe. ;)
Das ist gegen alle Privatsphäre. ;)

Die Beschreibung der Szene gefällt mir sehr gut, da sie weder zu detailreich, noch zu abgehakt ist, sondern genau richtig. Einiges beschreibst du gut, anderes kann ich mir von selbst vorstellen.

Herzliche Grüße

Mimi

Antwort von Bihi am 03.11.2017 | 21:50:29 Uhr
Gut so, schließlich will ich ja nicht die Phantasie der Leser lahm legen.
LG Bihi
03.11.2017 | 14:29 Uhr
zu Kapitel 31
Endlich: Die Doppelhochzeit. Einfach herrlich und wunderbar.

Elizabeth hat echt keine Ahnung, was in der Hochzeitsnacht auf sie zukommen wird. ;)
Ihre Gefühle hast du sehr toll beschrieben.

Miss Bingley ist die böse in der Geschichte und hat immer mal wieder ihre tollen Auftritte.

Herzliche Grüße

Mimi

Antwort von Bihi am 03.11.2017 | 21:48:30 Uhr
Ich danke Dir für das Lob. Solche Szenen sind nicht einfach zu schreiben. Einerseits weiß wohl jeder Leser, was passiert, da brauche ich nicht deutlicher zu werden. Andererseits ist das die Geschichte, die ich am dichtesten an Jane Austen konzipiert habe. Und die hätte vielleicht erstaunt die Luft angehalten, wie tollkühn ich mich an die Beschreibung wage.

Miss Bingley ist die zutiefst enttäuschte Verliererin. Soweit passt es noch zu Jane Austen. Aber sie schrieb im Abschlusskapitel, dass Miss B. sich von dem Schock erholte, schmeichlerisch wie eh und je um Georgiana und Fitzwilliam herumstrich und sogar Elizabeth gegenüber sehr höflich wurde, um sich weitere Einladungen nach Pemberley zu sichern.

Das fand ich aber unrealistisch. Als Verliererin würde ich sicher nicht vor der Siegerin katzbuckeln.
Und als Siegerin würde ich genau so sicher nicht meine ehemalige Rivalin als Gast in meinem Haus dulden, wenn man bedenkt, dass damals die Besuche mindestens eine Woche und durchaus bis zu sechs oder acht Wochen dauern konnten.

Darum wich ich in diesem Detail vom Original ab.
LG Bihi
03.11.2017 | 14:20 Uhr
zu Kapitel 25
"Durch ihr Verhalten in Lambton hatte er inzwischen erkannt, dass seine Blindheit gegenüber Miss Elizabeths wahren Gefühlen mindestens genau so zum Misserfolg des ersten Antrags beigetragen hatte wie seine Arroganz. Wie hatte er nur ihr zögerliches Eingehen auf seine fast schon unverschämt persönlichen Fragen als Entgegenkommen werten können? Wie hatte er ernste statt neckische Antworten für ein Zeichen der Zuneigung deuten können? Warum war er überzeugt gewesen, dass sie ihn zwangsläufig lieben müsste, wenn sie ihn näher kennenlernte? Er war sich nicht sicher, ob er sich diese Überheblichkeit jemals verzeihen konnte." Fitzwilliam ist dumm oder von Blindheit geschlagen: Elizabeth liebt ihn doch, das ist offensichtlich. Jetzt hält er sie für überheblich, obwohl das gar nicht stimmt.

Hoffentlich kann das Missverständnis bald geklärt werden.

Herzliche Grüße

Mimi

Antwort von Bihi am 03.11.2017 | 21:35:17 Uhr
Das ist ein Missverständnis Deinerseits. Er wirft sich seine eigene Überheblichkeit vor. Wenn Du Dein eigenes Zitat noch einmal genau ansiehst, wird es deutlich.
LG Bihi
03.11.2017 | 14:14 Uhr
zu Kapitel 10
Fitzwilliam ist lustig bis zu einem gewissen Grad. Als ob Elizabeth je eine Pfarresfrau geworden wäre. Ganz bestimmt nicht. Es passt nicht zu ihrem Charakter.

Herzliche Grüße

Mimi

Antwort von Bihi am 03.11.2017 | 21:31:16 Uhr
Das ist nicht wirklich Fitzwilliams Schuld. Der Roman spielt in der Zeit, in der die wirtschafltiche Absicherung nicht mehr das alleinige Merkmal einer Ehe war. Jetzt war auf einmal auch Liebe 'erlaubt'. Er ist aber in der alten Weise erzogen worden und hat jetzt Probleme, die modernen Ideen in das alte Muster zu integrieren.
Charlotte Lucas verhält sich - mehr oder weniger notgedrungen - nach dem alten Muster, Elizabeth aufgrund ihrer Aufgewecktheit und Intelligenz nach dem neuen. Aber woher soll Fitzwilliam das denn wissen? Er ahnt zwar, dass sie anders ist, aber er ist sich nicht sicher, da er sie bereits einmal so gründlich missverstanden hatte. Er sieht nur, dass es fünf Töchter und keinen Erben gibt. Die logische Schlussfolgerung wäre eine Vernunftehe.
LG Bihi