Autor: Natalie Elter
Reviews 1 bis 12 (von 12 insgesamt):
06.11.2016 | 19:54 Uhr
zu Kapitel 23
Hi Natalie,

wirklich schade, dass ich erst jetzt über diese Geschichte gestolpert bin. Seit ich angefangen habe lässt sie mich nicht mehr los. Jetzt bin ich gerade bei den ersten Auftritten von Nessi angekommen und hoffe, sie wird noch ganz lange dabei sein. Herrlich, wie Welten aufeinandertreffen können.

Bei Melville bin ich mir komplett unsicher, ob er mir leidtun soll, weil er ja nichts dafür kann, dass er ist was er ist, oder ob ich ihn verabscheuen soll wegen seiner Skrupellosigkeit. Mal sehen, wohin diese Entwicklung noch geht.

Ein großes PLUS ist deine wirklich exzellente Rechtschreibung und Grammatik. Leider ist das hier eher die Ausnahme, aber ich lege selbst sehr viel Wert darauf und bin sicher als Betaleser deshalb sehr nervig.

Ein kleines minus ist die gelegentliche Ahnungslosigkeit Melvilles, die dann zur Erklärung bestimmter Begriffe aus VTMB führt. Für Kenner der Clans stört es etwas, dass gerade ein Mitglied der Könige nicht immer ausreichend informiert erscheint.

Aber auf jeden Fall ist das eine Geschichte zum Weiterempfehlen.

GLG Moonlord
Herkarior (anonymer Benutzer)
28.06.2016 | 13:52 Uhr
zu Kapitel 129
Tolle Geschichte, die Idee dazu find ich gut. Mir hat die Geschichte sehr gefallen.

Schöne Grüße Herkarior
06.09.2015 | 13:33 Uhr
zu Kapitel 129
So jetzt bin ich mit deiner Geschichte durch.

Hat mir sehr gut gefallen, auch wenn
Geschichten mit so viel Sex sonst eher nicht mein Fall sind. :D
Aber es war spannend und hatte tolle unerwartete Wendungen,
schlüssige Charaktere und ein passendes Ende.
Etwas schade fand ich das zum Schluss nicht mehr so richtig Spannung aufkam,
insofern das ich den letzten Kampf etwas unspektakulär empfunden habe.

Ansonsten kann ich nur sagen weiter so.
20.08.2015 | 23:25 Uhr
zu Kapitel 57
hallihallo,

ich habe deine Geschichte in der letzten Zeit ziemlich verschlungen. Jetzt wo
ich bei der hälfte angelangt bin, wollte ich aber auch mal ein Review schreiben.
Als langjähriger Fan der WoD muss ich sagen das du das feeling des Rollenspiels
sehr gut triffst.Auch wenn manche Dinge wunderlich für mich sind war die
Geschichte bisher auch nach Regelwerken nahezu immer akkurat, kleinere
Abweichungen kann ich bei der guten Story leicht verschmerzen.
Die Clanfehden und Klischees sind super umgesetzt und auch der Protagonist
ist mit seinen "hellen und dunklen Seiten" stimmig.
Ich bin gespannt wie es weiter geht.

Viele Grüße

Vegeta76896
24.06.2014 | 21:21 Uhr
zu Kapitel 2
Hallo :)

Die Kurzbeschreibung und der Beginn des ersten Kapitels hat mich wirlich begeistert :
tolle Ideen, schöne Umsetzung mit viel Liebe und Leidenschaft.
Ich habe mich so darüber gefreut weiterzulesen und dann kam der Hamster ._.
Leider kann ich (fast) alles lesen außer Tierquälerei, deshalb musste ich persönlich die Geschichte an diesem Punkt für mich selber abbrechen.
Ich hoffe aber, dass viele andere deine Geschichte bis zum Ende lesen werden!

Viele Grüße,

Finni

Antwort von Natalie Elter am 26.06.2014 | 15:42:31 Uhr
Hallo Finni,

oh, dass ist natürlich Schade, dass dich diese Szene rausgeworfen hat. Ich sag mal so, die Tierquälerei taucht nur hier auf, aber er wechselt
sein Ziel. Es ist also ein Roman mit menschlich durchaus grausamen Passagen. Dennoch freut es mich sehr, dass dich Melville erst einmal
begeistern konnte. Meine anderen Werke widmen sich sonst eher der Homosexualität zwischen Männern und/ oder dem expliziten SM Genre.
Falls dich diese Themen an sich interessieren, bist du bei mir nicht verkehrt... aber Warnung, es ist alles emotional im Detail erläutert und blendet
beim Schließen der Schlafzimmertür (bzw. der SM-Club Tür) nicht aus.

Danke für deinen Kommentar und weiterhin viele schöne Lesestunden mit den Werken hier auf ff.de

Liebe Grüße
Natalie
03.04.2014 | 19:10 Uhr
zu Kapitel 4
Hey!
Es is schon ein bisschen her das ich hier geschrieben hab. Sry, aber ich hatte wieder mehr mit der Schule zu tun und ich kann das jetzt hier schreiben da ich krank bin. Das Kappi war wieder super. Ich hoffe ich kann dir demnächst schneller schreiben und das die nächsten Kappis genauso gut werden.

Deine Crazy

Antwort von Natalie Elter am 06.04.2014 | 10:08:48 Uhr
Hi Crazy,

ich hoffe, dir geht es mittlerweile gesundheitlich wieder besser. Bei uns leiden auch gerade einige unter heftigen Erkältungen. Mich trifft eher die Allergie, nun ja.
Lass dich weiter von Melville betören und viel Spaß :)

LG
Natalie
31.03.2014 | 11:53 Uhr
zu Kapitel 129
Hallo Natalie,

ich bleibe mal bei dem hier üblichen Duzen, auch wenn es irgendwie komisch ist, weil ich „Melville“ nicht hier zum ersten Mal fand. Ich habe die Geschichte bei amazon gefunden und war von der Kurzbeschreibung richtig angetan. Ich hasse nichts mehr als glitzernde, weichgespülte Vampiretten, deren „böseste“ Eigenschaft ist, Sues anzuhimmeln und Konservenblut zu trinken. Bah. Genug Seitenhiebe, zurück zu deinem Werk.
Erst einmal kann man nur „Wow!“ sagen. So eine umfangreiche Geschichte und dann auch noch für lau zu haben, das ist wirklich awesome. Ich habe „Melville“ mit Freuden gelesen und möchte abschließend eine Bewertung da lassen, als Ansporn für weitere Texte und auch als Dankeschön für die gute Unterhaltung mit dieser Geschichte. :)

Auch wenn die Geschichte auf dem Vampires-Regelwerk beruht, kann man sie getrost ohne Vorkenntnisse lesen. Du erklärst zwischendrin gewisse Begriffe ohnehin, beispielsweise die Unterscheidung von Camarilla und Sabbat, so dass man nicht noch nebenher im Buch nachschlagen muss, was das gleich nochmal war. Fand ich wirklich sehr gut, vor allem, da meine Erfahrungen und Kenntnisse bei Vampires etwas eingerostet sind ^^‘
Was mir auch super gefallen hat, ist Melville als Person bzw. Charakter. Er ist durchdacht und man merkt wirklich, dass du dich Ewigkeiten mit ihm beschäftigt hast und dir Gedanken um seine charakterliche Entwicklung gemacht hast und er nicht mal eben lieblos dahin geklatscht wurde à la „Hat sein Gedächtnis verloren!!!einsdrölf“ oder ähnliches. Nein, gefiel mir wirklich sehr. Außerdem ist Melville ein unheimlich interessanter Charakter, weil er alles andere als der strahlende Held ist. Melville ist hochgradig unsympathisch, ein menschliches Ekel, ein sadistisches Arschloch, ein psychisches Wrack und so vieles mehr. Man erlebt ihn in Höhen und Tiefen, wie er charakterlich reift und doch wieder bricht. Wie er sich entwickelt und – zumindest ging es mir so – konnte ich mich dennoch nie mit ihm identifizieren. Ich habe mit ihm gefühlt, mit ihm gelitten, ganz gespannt seinen Entwicklungsverlauf verfolgt und doch habe ich mich ihm nie „nahe“ gefühlt. Das empfand ich beim Lesen als eine sehr hohe Kunst, den Hauptcharakter so zu gestalten, dass man ihn nicht wirklich mag. Ehrlich, manchmal habe ich mich auch gefreut, wenn es scheiße für ihn lief. Dadurch, dass Melville selbst so unsympathisch war, hat man sich stärker mit den Nebencharakteren identifiziert. Diese sind dir übrigens auch sehr gut gelungen; sie haben Melvilles Weg gesäumt, sind ihn mit ihm gemeinsam gegangen und sie sind irgendwann wieder verschwunden – aber nie so, dass man sich dachte „Pah, unwichtiger Nebencharakter.“. Nein. Alle hatten ihre Bedeutung und auch alle hatten ihre spezielle Persönlichkeit und waren logisch aufgebaut und durchdacht. Das fand ich auch sehr schön, denn oft werden Nebencharaktere nur plump dargestellt und wirken für mich als Leser kaum nach. Bei dir war das anders, gerade Vanessa und Andrew (ich hoffe, ich habe die Namen richtig behalten – das ist immer so eine Sache :‘D) sind mir bis zum Ende hin im Gedächtnis geblieben.
Auch wenn Vanessa nicht gerade nett herüber kam am Anfang, hat man sie ziemlich schnell ins Herz geschlossen mit ihrer ruppigen Art und wie sie sich mit Melville immer kleine Wortgefechte geliefert hat. Das war herrlich und hat unheimlich viel zur Atmosphäre beigetragen. Es kann im Leben eben nicht alles schön sein und man kann nicht jeden mögen.
Andrew war auch ein sympathischer Charakter, auch wenn ich anfangs dachte, er hätte etwas zu verbergen. Sicherlich hat Melvilles grundlegend misstrauische Haltung da auch etwas zu beigetragen ;-) SPOILER Dass sie dann zusammen kamen, war überraschend. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet, aber danach erschloss sich Andrews merkwürdiges Verhalten sofort. Ich fand die Romanze zwischen den beiden gut gelungen – sie war realistisch, nicht kitschig oder irgendwie wie die typischen Yaoi-Klischees mit Uke und Seme oder Frau/Mann und dem ganzen kitschigen Bla. Einfach eben eine „normale“ Beziehung mit dem Unterschied, dass beide männlich waren, na und? Wie gesagt, das fand ich sehr gut gelungen. Es hat die Geschichte wahnsinnig bereichert aber es ging nie nur hauptsächlich um „Lüüüübe!!!“, das fand ich wirklich toll. SPOILER ENDE

Melvilles weitere Entwicklung war wirklich interessant zu verfolgen, wie er sich immer weiter seinen „wirklichen“ Gedanken und der anderen Seite hingegeben hat. Ich habe vermutet, dass da ein Bruch kommt, weil man gemerkt hat, dass dieses Einengen, dieses Korsett von Regeln nichts für Melville ist. Er hat versucht, sich daran zu halten, damit zu leben und ist aber immer auf Widerstand gestoßen. Ich fand es großartig, wie du diesen innerlichen Zweispalt und überhaupt seine Gefühlswelt dargestellt hast. Auch wenn ich als Person eher z.B. die Prinzipien der Camarilla vertreten würde, habe ich immer sagen können „Melville, ich verstehe dich. Ich kann das für dich nachempfinden, auch wenn ich es persönlich scheiße finde.“ Damit ist dir ein ungeheuerlich toller Spagat gelungen, dem Leser ein wirklich blutrünstiges Wesen Vampir nahe zu bringen, ohne dass er zur weichgespülten, glitzernden Fee mutiert. Klasse! Melville war immer ein authentisches Monster. Er hat Gefährlichkeit und Unberechenbarkeit ausgestrahlt und man hat sich wirklich nie gewünscht, ihm nachts allein zu begegnen. Das ist doch das, was Vampire ausmacht, finde ich. Sie sind eben „Monster“ (schreibe ich jetzt mal so, weil mir kein geeigneterer Begriff einfällt).

Allgemein muss ich noch erwähnen, dass du auch einen sehr sauberen und flüssigen Schreibstil hast. Es lässt sich gut lesen und bedient sehr schön das Kopfkino, wobei du dennoch nie zu sehr ins Detail gehst und dem Leser auch die eigene Fantasie lässt. Einige Rechtschreib- und Grammatikfehler haben sich eingeschlichen, waren aber nie so störend, dass ich erbost das Buch zur Seite geworfen hätte. Außerdem sollte man bedenken – du hast es gratis eingestellt, da ging eben kein professionelles Lektorat darüber. Und für eben jenen Umstand ist es wirklich sehr, sehr gut gelungen! Ich habe wirklich schon Schlimmeres gelesen, was angeblich Lektorat hatte und mich auch noch Geld kostete…
Du hast es nicht nur geschafft, die Situationen realistisch darzustellen, sondern auch die Handlungen und Persönlichkeiten der einzelnen Charaktere. Der Handlungsbogen war logisch und wie erwähnt auch realistisch (soweit man solch ein Setting eben „realistisch“ nennen kann). ;-) Melville war auch kein Stu, der alles kann und dem jeder zu Füßen liegt, sondern eher das Gegenteil. Ein unsympathischer Anti-Held, ein Aas, das aber eben ein realer Charakter sein kann. Generell war keiner der Charaktere irgendwie ein klassischer Held oder Bösewicht, du hast dich eigentlich nie irgendwelcher Klischees bedient, was ich sehr erfrischend fand. Deswegen wirkten die Charaktere allesamt authentisch. :)

So, nach der ganzen Lobhuddelei habe ich auch ein bisschen Kritik anzubringen, hauptsächlich was die Entwicklung zum Ende hin anging. Es ist schon ein Weilchen her, dass ich Melville gelesen habe, deswegen werde ich hier nicht jedes Detail besprechen, sondern nur zwei grundlegende Dinge.
Melville hat, für meinen Geschmack, Andrew zu schnell vergessen. Nach seinem „Wechsel“ wurde er nochmal erwähnt, wirkte aber eher wie ein flüchtiger Erinnerungsfetzen als ein grundlegender Pfeiler seiner vergangenen Entwicklung. Ohne Andrew hätte Melville sich nicht so entwickelt und ich denke, er war irgendwie ein prägendes, sehr wichtiges Ereignis in seinem Leben. Da fand ich es schade, wie schnell Andrew vergessen und abgehandelt war. Generell hätte ich mir gewünscht, dass Andrew, Vanessa und Daniel noch mal irgendwie in Erscheinung treten und sei es nur als Hinweis oder ein Wiedersehen, diesmal auch auf feindlicher Ebene. Auch wenn es Ortwechsel gab, ein Hinweis oder irgendeine Nachricht hätte doch drin sein können. Und wenn es nur gewesen wäre, dass Melville sich dunkel daran erinnert und feststellt, dass ihm beispielsweise Andrew doch nichts mehr bedeutet. Oder dass er die Zeit schön fand o.ä.
Was mich zu meinem größten Kritikpunkt bringt: Die Entwicklung am Ende. Ich muss gestehen, ich habe mich mit Melvilles neuen Familienmitgliedern nicht richtig anfreunden können, also seine „enge“ Familie meine ich: Das Mädchen und seine Lebensgefährtin. Seine WG-Mitglieder sozusagen fand ich klasse, weil sie, eben wie in einer WG üblich, alle ihre Eigenarten und liebenswerten Macken hatten. :‘D
Das kleine Mädchen fand ich persönlich fast zu sehr an Claudia von Anne Rice angelehnt oder es kam mir nur so vor; allerdings „böses Raubtier im Körper eines Kindes“ kommt einem schon bekannt vor ;-) Aber wie du siehst, ich habe mich mit seiner neuen Familie so wenig anfreunden können, dass ich nicht einmal mehr ihre Namen weiß o_O
Ich muss sagen, mir hat das Ende nicht gefallen. Um es grob zu sagen, hat die Dame Melville ficktherapiert und er war auf einmal exorbitant happy. Dann entdeckt er doch noch seine Superkräfte, vergisst alles, was bisher war und am Ende wird alles gut und Melville hat seine tolle Familie mit Kind.
Ich habe am Ende des Buches mit einem Fragezeichen im Gesicht dagesessen, weil mir die Entwicklung am Ende wirklich so vorkam. Natürlich ist das jetzt überspitzt formuliert, aber es wirkte wirklich sehr sprunghaft und schnell, als müsstest oder wolltest du dich beeilen, zum Ende zu kommen. Das fand ich sehr schade, vor allem da man ja gewohnt war, dass du ausführlich auf Melvilles Entwicklung eingegangen bist. Da wirkte das am Ende irgendwie zu schnell und hat mir dann doch ein bisschen den Verlauf vermiest. Nicht so, dass ich es nicht trotzdem gemocht hätte, ich hab mich auch für Melville gefreut, dass er jetzt endlich mal „angekommen“ ist – aber so schnell? Wie gesagt, es wirkte auch ein bisschen zu schön. Wenn ich überlege, vorher ist Melville immer alles weggebrochen, was er schön fand und das Leben hat ihm quasi immer in den Arsch getreten, wenn ihm irgendwas gefallen hat und ganz am Ende ist doch alles super? Keine, wirklich keine Kleinigkeit, die die rosa Wölkchen trübt? Das halte ich für unwahrscheinlich, da hätte ich mir noch irgendwie irgendetwas gewünscht.


Das klang jetzt bestimmt sehr negativ am Ende, war aber nicht so gemeint. Ich habe Melville wirklich genossen und empfinde es als wirklich tolle Lektüre und würde es jedem empfehlen, vor allem Leuten, die auf [richtige ;-)] Vampire stehen. Klare Leseempfehlung und ich würde mich auch sehr freuen, mehr von Melville (oder aber lieber den anderen, z.B. Vanessa) zu lesen!

Bis hoffentlich bald & liebe Grüße
Sutah

Antwort von Natalie Elter am 31.03.2014 | 19:44:45 Uhr
Hallo Sutah,

ach du meine Güte, was für eine epische Rezension und beim Lesen kam ich aus dem Grinsen kaum noch heraus. Du hast dir wirklich sehr viel Mühe gegeben und dafür möchte ich dir von Herzen danken. Eventuell sollte ich gleich mit der ersten Nachricht ins Haus fallen: es wird einen zweiten Band zu Melville geben. Und, ohne zu viel spoilern zu wollen, er wird ganz schön aus seinen rosa Wolken gerissen und auch gewisse Personen aus der Vergangenheit, die er so vielbeschäftigt fast vergessen hat, tauchen wieder auf. Es wird dramatisch und grausam. Passend zu Melville *grins*. Sicher wird es Mitte/ Ende 2015 werden, bis dieses Werk dann komplett ist. Aber der gesamte Plot steht bereits, nebst Feinheiten von Diskussionen und Intrigen. Sämtliche Handlungsstränge sind konzipiert und alte als auch neue Protagonisten festgelegt. Ich muss es nur schreiben. Doch leider hat meine Bachelor Arbeit erst einmal Vorrang (Ingenieur, yay). Mir werden insgesamt also ziemlich die Finger glühen. Eigentlich habe ich auch bereits einen unabhängigen Vampirroman in der Schreibstube, aber nach etwa 250 DIN A4 Seiten habe ich jetzt pausiert. Dieser soll auch lizenzfrei werden und eventuell Verlage ansprechen. Mal schauen, dafür brauche ich mehr Ruhe.

Du hast Melville wirklich ganz fantastisch umrissen und beschrieben, ich hätte es kaum besser machen können. Und ich bin sehr froh, dass mir das Übertragen seiner Wesenszüge anscheinend gelungen ist. Interessanterweise haben mir viele Leser berichtet, dass ihnen gerade das letzte Drittel mehr gefallen hat als der Teil davor. Sicher auch wegen den weniger kopflastigen Dinge, die auf der Sabbatseite so beschrieben wurden oder weil endlich heterosexuelle Züge in den Text Einzug gehalten haben. Nun ja, die möglicherweise so unterschiedliche Wahrnehmung dieser 4 großen Hauptkapitel könnte auch daherrühren, dass ich das Buch im Grunde nicht in chronologischer Reihenfolge verfasst habe. Nach dem Ende des aktiven Spielens mit Freunden wollte ich Melville für mich nicht einfach ad acta legen. Somit begann meine Schreibarbeit quasi beim 3. Hauptkapitel und reichte bis zur Mitte des vierten hinein. Dann wurde klar, dass es möglicherweise sogar ein Buch werden könnte. Und dann kam meine Fantasie ganz auf Hochtouren. Ich habe die Arbeit an Kapitel 4 unterbrochen und dann die ersten beiden Teile verfasst. Etwas wirr und konfus, aber ich hatte Lust drauf :) Ich habe nicht einfach den Plot der Rollenspielrunde geschrieben, sondern ganz eigenständig eine Handlung verfasst, die ich so selbst einmal als Meister für Spieler kreiert habe. Hauptkapitel eins spiegelt meine komplette Vorgeschichte vor Einstieg in die aktive Runde mit Melville wider und er war gleichzeitig mein erster Charakter für ein Vampire RPG überhaupt. Ich habe in dieser Welt zuvor noch nie gespielt und voller Begeisterung habe ich gemeinsam mit Melville die Regeln und Grausamkeiten erobert. Ein herrliches Gefühl und noch heute bin ich von diesem Effekt ganz baff, den ich so mit D&D oder Shadowrun nie hatte. "Matthieu" und "Nate" sind auch Ventrue Charaktere von mir, denen ich Texte gewidmet habe und die auch hier zu finden sind (aber bei Weitem nicht so episch, Matthieu ist auch nur eine Sammlung kurzer Einblicke). Mein aktueller Roman, den ich vorher gerade erwähnt habe, ist im Grunde auch nur ein Ventrue Char, den ich durch einen Roman festhalten und würdigen möchte. Ich steh auf männliche, konservative und traditionelle Ventrue, die doch einen fauligen und verachtenswerten Kern besitzen :)

Noch einmal zu deinen Kritikpunkten (die ich sehr ernst nehme, bei deinem Lob bin ich einfach nur geschmolzen): Melville befindet sich jetzt in einem Wolkenbett aus Glückseligkeit und Liebe, doch ich habe ihn emporgehoben, um ihn möglichst tief fallen und hart aufschlagen lassen zu können. Sophia ist zwar eine begehrenswerte, aber auch mächtige und zornige Frau. Andeutungsweise habe ich ihre Haltung ja bereits beleuchtet, als sie ihn für seine Eifersucht mit ihren Fähigkeiten buchstäblich mundtot gemacht hat. Ich war nicht unter Zeitdruck und wollte die Geschichte auch nicht schnell zu Ende bringen. Es wirkte vielleicht einen Tick zu glückselig am Ende, und vielleicht habe ich mich ein wenig zu sehr dazu verleiten lassen, Melville verliebt und selig beschreiben zu können, doch Hochmut kommt vor dem Fall. Und ich quäle ihn gerne, den armen Melville, der durch seine Triebe kaum anders kann, als ein aalglatter und hinterlistiger Arsch zu sein. Ja, er ist ein Monster und er hätte in unserer Welt damit sicher viel Erfolg. Seine "Heldentat" zum Schluss wird auch nicht lange nachhallen, da er es ja eigentlich sehr einfach hatte. Auf diesem Erfolgserlebnis wird er sich also nicht ausruhen können. Aber ich verrate lieber nicht mehr.

Insgesamt ist Melville also ein Teil von mir und manchmal frage ich mich, ob ich nicht gewisse Themen und Dinge in meinem Leben so gar mit seinen Augen bewerte. Nach beinahe 2 Jahren (RP und Buch schreiben) ist mir seine Art so eingeprägt, dass ich aus dem Stehgreif er sein kann. Egal zu welchem Thema oder zu welchen Ereignissen, seine Gedanken sind meist dabei. Und da mein Mann glücklicherweise auch Teilnehmer dieses ganzen Prozederes ist (er spielt ab und an Rollen, damit ich Diskussionen üben und niederschreiben kann), fallen wir öfters in andere Charaktere hinein. Ach, was heißt öfters, eigentlich täglich *lach*.

Ich danke dir von ganzem Herzen für deinen tollen Text und hoffe, dass ich dich eventuell mit meinen folgenden Werken auch begeistern kann. Wer weiß, vielleicht sagen dir ja auch meine anderen Texte hier zu. Melville wird auch in Zukunft weiterhin kostenlos bleiben und auch in den diversen Shops verfügbar sein. So erreiche ich eine große Leserschaft und verteile Melville in vielen Köpfen dort draußen *hehe, finster lächel und Hände reib*.

Ganz liebe Grüße und danke, dass du Melville eine Chance gegeben hast.

Natalie
24.03.2014 | 10:24 Uhr
zur Geschichte
Eine sehr schöne Geschichte. In sich stimmig und gut erzählt. Auch für Leser, die die WoD ncht kennen gut geeignet, da aufgrund der Unerfahrenheit Melvilles die relevanten Begriffe gleich erklärt werden und sich die Welt so gut erschließt.
Der Protagonist ist facettenreich beschrieben und macht eine nachvollzeihbare Wandlung durch.
An einigen Stellen meine ich zu merken, dass es ein SC war. Ich vermute, dass zumindest ein Teil des Plots in London gespielt wurde.
Hach, da müsste ich mal meinen alten Venture aus den 90gern herauskramen :)

Antwort von Natalie Elter am 24.03.2014 | 18:53:12 Uhr
Hallo Herr Werfloh,

ich danke für den Kommentar und bin froh, dass dir (ich duze einfach mal) Melville gefallen hat.
Ja, Melville ist ein SC und zwar mein ganz eigener. Hauptkapitel eins, der Roman ist ja in vier
große Teilbereiche untergliedert, stellt sozusagen die Vorgeschichte vor damaligem Spielbeginn
dar. Damals wurde auch tatsächlich in London gespielt, jedoch ist meine beschriebene Domäne
und auch die Handlung eine gänzlich andere. Er ist sozusagen vom damaligen Setting vollkommen
losgelöst.
Ich persönlich spiele fast ausnahmslos Ventrue und männlich sind sie auch immer. Wer weiß, warum.
Aber ich stehe drauf *lach*.
'Matthieu' und 'Nate' sind Paradebeispiele dafür und auch hier auf FF zu finden. Bei diesen Texten
blieb es aber bei der reinen Vorgeschichte, bzw. einzelnen Augenblicken aus dem Leben der beiden
Ventrue vor Spielbeginn. Einfach herrlich, so verklemmte, aber im Grunde monströse Typen. Immer
ein wenig kaputt und doch irgendwie charmant :)

LG
Natalie
12.03.2014 | 20:34 Uhr
zu Kapitel 3
Der is ja hinterlistig, da hat sein Sohn richtig was geschafft. Und er nimmt Jonathan. Doch Melville hat es ja später zu etwas gebracht und die Firma seines Vater zu übernehmen. Zu Melville's Vater passt eigentlich der Sprich "Wer anderen eine Grube gräbt fällt selbst hinein" Denn sein Vater hat ihm ja viele Gruben gegraben und später is er selbst hineingefallen.

Deine Crazy

Antwort von Natalie Elter am 20.03.2014 | 01:22:21 Uhr
Melvilles Vater hat in ihm nie Potential gesehen. Zu weich, zu weinerlich, zu empfindlich.
Auch Jonathan hat ja keine schöne Kindheit, doch der Vater kann auch nicht aus seiner Haut.
Am bestätigenden Nicken des Großvaters (also der Vater von Melvilles Vater), als Melville
für sein Missgeschick mit der Tasse eine Ohrfeige erhält, erkennt der Leser, dass dies auch
die Mittel waren, die Melvilles Vater als Kind erleben musste. Ein Teufelskreis.
Doch mit der wachsenden Macht von Melville und der finsteren Entwicklung seiner Person
hat der Vater sicher nicht gerechnet. Doch die Prägung durch den Vater ist zu kalt, um Mitleid
empfinden zu können. Es ist vielmehr die Freude über das Leid seines größten "Feindes".

Doch das war nur der erste Schritt von vielen, die Melville noch bevorstehen.

LG
Natalie
12.03.2014 | 20:13 Uhr
zu Kapitel 2
Das ist ja voll traurig das mit seiner Mutter, und das sind sein Vater ihn schlägt nur wegen der Tasse. Der is richtig gewaltätig.
Schon ein bisschen seltsam das Melville sein Hamster umbringt. Das muss sein Vater doch mitbekommen haben. Ich kann auch verstehen das Melville froh is endlich wegzukommen von seinem Vater, ich würde auch nich beiden einem so aggressiven Kerl bleiben wollen, wenn ich woanders meine Freiheit hätte.

Deine Crazy

Antwort von Natalie Elter am 20.03.2014 | 01:17:09 Uhr
Ich denke, dass es Melvilles Vater auch nicht aufgefallen wäre, wenn er plötzlich anstatt einen
Hamster einen Goldfisch hätte. Die Erziehung und Betreuung erfolgt größtenteils durch ständig
wechselndes Personal. Persönlich hat der Vater nicht viel mit Melville zu tun, außer es geht um
Zucht, Ordnung und Anstand. Dies ist auch der Grund für Melvilles Probleme, Vertrauen und
sanfte Zuneigung zu anderen zu empfinden. Erst mit der zwanghaften Bindung (per Blut) überwindet
er diese Hürde und geht ganz in dem Gefühl auf, endlich einen wirklichen Mentor zu haben. Egal,
wie selbstsüchtig und geplant dieses Bündnis auch ist. Aber ich verrate lieber nicht zu viel.

Schreib ruhig gerne weiter deine Leseerlebnisse auf, es freut mich sehr, Feedback zu erhalten :)

LG
Natalie
12.03.2014 | 19:40 Uhr
zu Kapitel 1
Hey!
Ich hab endlich Zeit gefunden, deine ganz lange FF zu lesen.
Sorry das das Review so kurz ist.
Ich fang dann mal an.

Deine Crazy

Antwort von Natalie Elter am 20.03.2014 | 01:11:18 Uhr
Huhu Crazy,

sorry, war verreist und konnte die letzten Tage auf den Spuren von Melville durch
London wandeln. Es war einfach herrlich. Jedenfalls bin ich seit einigen Stunden zurück
und kann dir endlich antworten.
Ich hoffe, dass dir Melville zusagt und du dich von der Geschichte angesprochen fühlst.
Melville war einer meiner Rollenspiel-Charaktere, die ich selbst gespielt habe (also aktiv
gesprochen und mitgelitten). Die Geschichte ist komplett von mir, also nicht das damalige
Abenteuer der Spielleitung. Melville wuchs mir aber als Charakter so ans Herz, dass ich ihm
in 7 Monaten Arbeit diesen Roman widmen musste. Ich arbeite parallel bereits an einem
anderen Vampir-Roman, der dann auch hoffentlich von einem Verlag (mit Print) angenommen
wird. Zurzeit bin ich ja nur durch einen Selfpublishing Verlag am Markt. Aber es läuft :)
Mittlerweile hat Melville mehr als 20.000 aktive Downloads auf den Shopseiten erleben dürfen
und bisher reißt das Interesse nicht ab *yeah*.

Viel Spaß auf jeden Fall weiterhin.

LG
Natalie
07.03.2014 | 16:26 Uhr
zu Kapitel 129
Boah. Ich lese jetzt seit 3-4 Tagen deine Geschichte und bin endlich fertig geworden. Ich fand's sehr spannend und interessant. Es gab viele Überraschungen für mich. Ich kenne mich mit Vampire: the masquerade überhaupt nicht aus, aber das Lesen hat mir wirklich sehr Spaß gemacht. Dein Schreibstil ist sehr gut, hast echt gute Arbeit gemacht :)

LG marzipan

Antwort von Natalie Elter am 09.03.2014 | 19:17:55 Uhr
Hallo marzipan,

vielen lieben Dank für deinen Kommentar. Allzu viele lesen das Buch hier ja nicht, deshalb ist mir eine Bewertung,
gerade zu meinem umfangreichsten Werk bisher, auch so wichtig. Ich freue mich, dass Melville bei dir Anklang
gefunden hat. Vom Konzept her arbeite ich bereits an Teil 2, aber ein anderes, lizenzfreies Werk möchte von mir
vorher noch abgeschlossen werden. Sicher wird es erst 2015 sein, wenn Neues zu Melville kommt. Es bleibt aber
kostenfrei :)

LG
Natalie