Autor: Fuck0ff
Reviews 1 bis 2 (von 2 insgesamt):
Spheria (anonymer Benutzer)
24.02.2014 | 18:33 Uhr
zu Kapitel 1
Guten Abend :)
Nun, ich stand meiner Mama schon immer unglaublich nahe, weswegen ich mir dein Gedicht natürlich gerne ansehen wollte.
Es ist komisch, dass man sich in manchen Situationen nicht traut zu seiner Mutter zu gehen, obwohl man Angst hat, obwohl sie einen ernst nehmen würde, obwohl es einem danach besser gehen würde. Aber irgendwie will man groß und stark sein und beweisen, dass man kein kleines Kind mehr ist. So oder so, ob man es sagt oder nicht - vieles wissen Mütter einfach. Manchmal beichtem sie es einem, manchmal sofort, manchmal erst nach zehn Jahren, wenn man über die alten Tage spricht. Vieles Wissen behalten sie auch für immer für sich. Und genau das kommt toll in deinem Werk zum Vorschein.
Wegen der Angst vor der Dunkelheit hatte ich sofort das Bild vor Augen, wie ein Kind sich mit Nachtlicht unter die Bettdecke verkriecht und nach langer Zeit endlich einschläft und die Mutter vorsichtig den Kopf ins Zimmer steckt um zu gucken, ob ihr Kind schön schläft :)

"Lass mich in der Menge nicht allein.
Ich finde doch nicht allein nach Hause.
Schick mich nicht so weit weg von dir, dass du mich am Ende noch vergisst.
Bin ich wirklich so schlimm, Mama?
Bin ich wirklich so schlimm... Mama?"
Diesen Teil finde ich am Besten gelungen, denn es ist eine der Naturängste von Kindern, von ihren Müttern verlassen zu werden. Gerade, wenn sie noch sehr klein sind, erkunden sie ja die Welt, drehen sich aber immer wieder um, um zu sehen, ob ihre Mama noch da ist, und nur durch das Wissen, dass ihre Mama genau da bleibt trauen sie sich, weiter zu gehen und mehr zu entdecken - weil sie Wissen, wo sie hinmüssen, wenn sie Sicherheit, Geborgenheit, Erholung brauchen.

Dein Werk ist wirklich, wirklich schön. Es hat einen zeitlosen Hauch - ja, beim ersten Lesen denkt man direkt an ein Kind wegen der Unsicherheit, der Schaukel, der typischen Angst (.... dieses Wort kommt echt oft in meinem Review vor) eines Kindes vor der Dunkelheit.
Die Frage, ob man wirklich so schlimm ist könnte jedoch auch von einem Teenager stammen. In einer Situation, wo der Wunsch nach Abgrenzung und Rebellion nicht anwesend ist und man sich vielleicht gerade gestritten hat und der Teenager ehrlich zu sich selbst ist, kommen solche Gedanken.
Und ich glaube, je älter man wird, desto besser kann man reflektieren, was die Mutter wirklich alles für einen getan hat - und ist umso dankbarer. Und genau deswegen schwingt etwas Erwachsenes in den Zeilen mit.

Mamas sind bezaubernde, unglaubliche, wunderbare Frauen.
29.01.2014 | 01:40 Uhr
zu Kapitel 1
Oh schön..
Ja, sowas wissen Mütter einfach, ohne es je gesagt zu bekommen :)
Man sollte seiner Mutter öfter sagen, wie viel sie doch wert ist =)

LG