Autor: Maria Conrad
Reviews 1 bis 3 (von 3 insgesamt):
03.07.2014 | 16:14 Uhr
zu Kapitel 4
Hey!
Zuerst einmal bin ich echt beeindruckt, wie viel Mühe du dir gibts, um alles möglichst authentisch wirken zu lassen. Echt super!
Du hast auch Sinn für Humor, ich muss immer noch schmunzeln...
Alles in allem: Sehr gelungen!

Klara
14.12.2013 | 18:53 Uhr
zu Kapitel 4
Hallo!

Da hast du dich ja doch getraut mit der Geschichte - freut mich! Der Anfang ist schon super lustig. Ich glaube, es war nicht ganz leicht, mich heute zum Lachen zu bringen, aber die Entstehungsgeschichte dieser Zeitmaschine hat es geschafft. Mein Lieblingsmoment dabei war, wie Leonardo da Vinci, ganz aufs Wohl der Menschheit bedacht, zu seiner Zeit auf den Bau der Maschine verzichtet, damit sie nicht den Falschen in die Hände fällt - aber fest überzeugt ist, die weiseren Menschen der Zukunft würden die Maschine, frei von machtgierigen Motiven, zum gemeinsamen Guten zu nutzen wissen. SO typisch Renaissance-Gelehrter! Tja, und was offenbart dann der Wechsel zum zweiten Prolog, wer die Maschine baut? Ein amerikanischer Geheimdienst! Armer da Vinci...
Wenn man nicht wie ich vorgewarnt ist, was einen erwartet, ist es durch den Überraschungseffekt vermutlich noch lustiger. Ebenso bei der Stelle im ersten Kapitel, mit Brutus, dem Hund *prust* Ja, nun ist er von Brutus ziemlich angepisst... Fast könnte er mir ja leid tun - und das soll was heißen, immerhin habe ich auch mal mit Mühe und Frust ein ziemlich mittelmäßiges Latinum gemacht und kann weder den berüchtigten Übersetzungstext noch seinen Autor leiden. Aber von einer Klasse von "Unterweltschülern" mit Getränkedosen beworfen und dann von einem Brutus auf ausgerechnet solche Weise enttäuscht zu werden, das ist schon bitter.

Zwei Kleinigkeiten sind mir noch aufgefallen: Einmal ein Tippfehler im ersten Prolog: "Als mir der Bote den dicken Umschlag überreichte, fand sich zu meiner großen Überraschung nur eine aus wenigen Zeilen bestehende Botschaft sowie einen weiterer versiegelter Umschlag darin." Da müsste es heißen: "...fand sich nur eine aus wenigen Zeilen bestehende Botschaft sowie EIN weiterer versiegelter Umschlag darin."
Und dann im ersten Kapitel die Stelle, als Caesar seinen Lorbeerkranz zurechtrückt: Kann er den überhaupt noch, egal wie verrutscht, auf dem Kopf haben, nachdem er sich so heftig losreißen musste, dass sogar seine Kleidung ganz zerfetzt ist? Falls er ihn unbedingt noch auf haben soll, weil das Bild so witziger ist (und das ist es wohl wirklich), wenn ihn der Hund ausgerechnet in dem Moment überrascht, als er den Kranz zurechtrückt, um halbwegs würdevoll (!) auszusehen, hilft vielleicht eine kleine Bemerkung, dass Caesar sich selbst wundert, dass er ihn bei seiner Flucht nicht verloren hat.

Ich freue mich auf jeden Fall darauf, wie du die anderen angekündigten Figuren in ebenso aberwitzige Situationen bringst!

Viele Grüße,
Melmoth

Antwort von Maria Conrad am 14.12.2013 | 19:30:47 Uhr
Hallo,

vielen lieben Dank für ein ausführliches Review. Freut mich, dass es dir so weit gefällt und dir keine wirklich groben Schnitzer aufgefallen sind.

Kommt also rüber, dass die drei Erbauer der Zeitmaschine drei Menschen aus der Liste sind? Dann bin ich ja froh. Ganz so viel hatte ich für den Prolog noch nicht recherchiert, aber halt sämtliche Zitate durchgelesen, die ich finden konnte und ein paar Details sicherheitshalber noch einmal nachgeguckt. "Typischer Renaissance-Gelehrter?" Danke, da war ich trotz der ganzen Zitate doch etwas unsicher, ob das glaubhaft rüberkommt. Das mit der Unterschrift "V." unter dem Brief hatte übrigens auch eine Bewandtnis. Sollte einerseits eine Anspielung auf den Film "V" sein, andererseits die Abkürzung von "Valentino".

Das mit dem Lorbeerkranz ... danke, dass du mich darauf hinweist. Stimmt schon, ist ein Wunder, dass er den nicht verloren hat. Aus den genannten Gründen wäre es mir lieber, wenn er ihn noch hat (und sich nur wundert bzw. erleichtert ist). Der Satz im Prolog ... autsch. So etwas passiert, wenn ich Sätze umformuliere, statt "sich" stand da mal "ich" ... Lässt sich aber zum Glück relativ einfach korrigieren. Beides.

Über das "angepisst" musste ich gerade selbst wieder lachen. Ja, Caesar ist das von Brutus - buchstäblich. (Hatte schon befürchtet, das Kapitel sei nicht lustig genug.) So sehr ich ihn damals in der Schule nicht leiden konnte, jetzt tut er mir richtig Leid, der arme Kerl. Viel besser wird es im nächsten Kapitel auch nicht. Dichte ihm zwar an, dass er Griechisch zumindest versteht, aber wenn er für einen der größten Philosophen aller Zeiten stellvertretend eine Rede halten soll (weil den seine Frau nicht aus dem Haus lässt), kann das ja nur schief gehen ... Frage mich gerade, was mit der Dose Flying Horse passiert ist, die brauche ich eventuell später noch (bin mir nicht ganz sicher).
08.12.2013 | 10:56 Uhr
zu Kapitel 3
Hallo!

Ich bin grade über Umwege auf dieses Projekt hier gestoßen und finde die Idee auf jeden Fall interessant. Es ist schon ein wenig absurd, Persönlichkeiten aus der Weltgeschichte aufeinandertreffen zu lassen, aber ich bin auf jeden Fall gespannt, was dabei rauskommt.

Die "Vorgeschichte" mit der Zeitmaschine, die über etliche Generationen erforscht und nie genutzt wurde, war schon irgendwie witzig, kam mir aber ein wenig lang vor. Vielleicht ist es nur meine Meinung, aber ich fand den Schreibstil erstmal ein wenig gewöhnungsbedürftig. Es gab irgendwie recht viele unwichtige Seitendetails (sah Agent Smith jetzt aus wie Agent Jones oder wie Paul Gray?) und der "danebenstehenden, allwissenden Ich-Erzähler" (ich weiß nicht genau, wie man das wirklich nennt) formuliert das Ganze ein wenig "schwulstig". Bei der Erwähnung der NSA musste ich dann aber wieder ein wenig schmunzeln. Überhaupt mag ich diesen unterschwelliger Humor, der überall drin war. Gut, ist auch als Parodie eingestuft.

Aber wie gesagt, die Idee ist interessant und ich will mal sehen, wann die Zeitmaschine läuft und die eigentliche Geschichte denn wirklich losgeht.

Lg, Mona

Antwort von Maria Conrad am 08.12.2013 | 11:26:36 Uhr
Liebe Mona,

vielen Dank dafür, dass du dir Gedanken über diese Geschichte gemacht hast, auch wenn noch nicht viel hochgeladen ist.

Wegen "zu lang" hatte ich bereits überlegt, den ersten Teil des Prologes ganz weg zu lassen (da hatte ich lediglich damit experimentiert, in den Köpfen der drei Genies zu stecken). (Mich würde mal interessieren, ob sich erraten lässt, wer die drei sein sollen ...) Zu viele Details? Dass der eine Agent aussah wie der andere war eher als Witz gemeint und als Anspielung auf einen Roman über Zeitreisen, in dem der Autor sich immer ellenlang darüber auslässt, was er alles *nicht* zu beschreiben gedenkt, weil es mit der eigentlichen Geschichte nichts zu tun hat. Nun ja, wenn es stört, lasse ich so etwas lieber. Der Teil mit der NSA bestand in der Rohfassung aus "nacktem" Dialog, hatte sogar Bedenken, dass ich zu wenig Details drin habe ... gut, dann kann ich mich ja kürzer fassen. Ist mir nicht unrecht. Wenn die Story komplett ist, gehe ich vielleicht noch einmal alles durch und schreibe das eine oder andere um. Für den Moment lasse ich den Prolog mal so, wie er ist - sonst komme ich nie zu den Kapiteln. Schön, dass du es wenigstens ein bisschen witzig fandest. Mit meinem Humor kommt nicht jeder klar.

Tue mich im Moment ein wenig schwer mit dem Schreiben, die Grundideen für einige der Kapitel sind jedoch da. Weitergehen wird es auf jeden Fall, ob ich die Rohfassung für Kapitel 1 allerdings heute noch hinbekomme oder erst in Laufe der nächsten Woche, kann ich allerdings nicht versprechen. Die acht Hauptfiguren sind wirklich sehr bekannt, und auch wenn ich absichtlich Unsinn verzapfe, will ich doch unabsichtlichen Unsinn vermeiden (ist also Recherche angesagt).