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Reviews 1 bis 4 (von 4 insgesamt):
wortlos (anonymer Benutzer)
08.09.2014 | 11:12 Uhr
Von Melancholie getragener Schmerz, eingemauert in einem zerrissenen Herz.
Was wäre der Mensch ohne Gefühl, wenn nicht Stein?

„Was ist Hoffnung mehr,
als einsam fliehende Träume zu Jagen.“

Sehr schöne Zeilen. Hoffnung ist vielleicht einfach das Licht noch Träume in weiter Ferne erahnen zu können. Der letzte Hauch an Kraft, der uns von Vergangenheit fort und der Zukunft entgegen treibt.
Lieber erfolgloser Jäger, als Opfer der Verzweiflung.

Abermals grüßend
wortlos
wortlos (anonymer Benutzer)
08.09.2014 | 10:39 Uhr
Ist es nun ein wenig geteiltes Leid, wenn man die gleichen Gedanken teilt?

Vertrauen ist die Basis einer jeden harmonischen Beziehung.
Deine Sätzen scheinen mir aus dem Leben gegriffen und eine Situation darzustellen, in der durch ein Gespräch versucht wird, Zweifel, Ängste und Einsamkeit zu überwinden. Allerdings wird dieser wohl nur mit sich selbst ausgetragen und verbleibt ungehört in einem inneren Monolog.
Weshalb keine direkte Aussprache? Nach meinen Erfahrungen ist man bereits gescheitert, wenn man sich erklären muss; womöglich aus diesem Grund.
Manchmal trifft man auf jemanden, der die Diskrepanz schließen kann und mehr als nur einen geforderten Schritt auf einen zugeht. Doch diese Menschen sind selten und oft genug ist zuvor der Glaube daran verstorben, vielleicht auch der Wille, abermals umsonst alleinige Anstrengung zu unternehmen.

Die letzte Frage spricht von Hoffnung … vielleicht bleibt sie eines Tages nicht leer.

Ein sehr schöner Einblick, in trüber Aussicht.

Liebe Grüße
wortlos

Antwort von The Rainmakers Voice am 10.09.2014 | 00:23 Uhr
Hallo Frau Grau/Miss Wortlos

Danke für deine beiden neuen Rezessionen es ehrt mich immer wenn du an mich denkst.
Es ist schon aus dem leben gegriffen,und wie immer trage ich es mit mir selbst aus weil
die involvierten Personen sich damit nicht wirklich auseinander setzen wollen/können.
Wie ich schon mal an einer anderen Stelle erwähnte würde ich sogar liebend gerne streiten
(ob wohl ich das echt hasse) so lange es nur ein paar Sachen im Sturm beiseite wirft.Aber bis
her wurde ich einfach nur bei Seite geworfen von da her hat das alles wohl wenig Sinn.Was mich
aber leider nicht davon abhält immer noch mit mir selbst zu streiten: ob wirklich alles mögliche
versuch wurde.

Hoffnung ist sicher schön , ich kenne so etwas jedoch nicht.
In trüber Aussicht trotzdem einen lieben Gruß vom Regenmacher
SoloShadow (anonymer Benutzer)
08.02.2014 | 09:42 Uhr
Wow,
Hast du sehr gut geschrieben.
Den Act mit dem Feuer wie es dich umkreist mit den
Blättern, hat mir am besten gefallen.
Ist wie ein Film in meinem inneren Auge gelaufen.
Großes Lob

lg Solo
Grau (anonymer Benutzer)
25.11.2013 | 13:29 Uhr
Hallo,

die wiederholende Kritik lasse ich an dieser Stelle ^^. Den Titel solltest du aber korrigieren:
„Nicht mehr als ein Blatt-Papier“.
Die Aussage allein bietet bereits ein breites Spektrum an Ansätzen. Ein Blatt Papier ist leer und nichts. Doch kann es beschrieben alles sein. Geschichten, Erinnerungen, Hoffnung, Gedanken, Gefühle, Freiheit. Alles aus Worten, die wiederum nur leer und nichts sind, aber mit allem gefüllt sein können.

„Gedanken schlagen an jedes ende meine Kopfes.
Gefühle brechen durch gezogene Mauern.
Jage ich ihnen hinterher um sie zu ordnen.
Wie ein wirrer Sturm aus beschriebenen blättern,
Kreisen sie wirbelnd umher.
Fetzen die an mir Kleben bleiben.“

Wenn ich das Chaos, welches in mr herrscht, bevor die Tinte Ordnung und Befreiung schafft, beschreiben müsste, dann könnte ich es kaum treffender formulieren.
Die erste Zeile spricht von dem Schmerz quälender Gedankengänge. Die zweite von der unbändigen Kraft der Emotionen und von der Freiheit, die sie suchen. In der dritten Zeile kommt der Schreiber selbst zur Sprache oder vielmehr dessen Geist. Der Vergleich mit dem Herbst ist anschaulich gelungen.

„Ein kleiner funke genügt oft ,und eines ist in Brand geraten.
Wie bei einem Buschfeuer fangen immer mehr Feuer und langsam kreist es mich ein.Hastig Springe von einem Ende zum anderen um des Desaster einzudämmen.“

Auch dieses Gefühl, wenn etwas auf der Seele brennt, ist in seinem Wirken wunderbar in Worten eingefangen. Einmal entfacht, freigelassen und geschürt, verbrennt es einen.

„Vielleicht ein vergebenes vorhaben.Feuer reinigt und oft bekämpft man Feuer mit Gegen-Feuer.Sollte ich es brennen lassen und hoffen das aus der Asche etwas lebendiges erwächst,ein paar liebliche Buchstaben bis zum nächsten Luftzug erhalten bleiben?“

Ich denke die meisten Schreiber finden nach dem Akt eine gewisse Erlösung von etwas, zumindest für eine Weile. Die Asche mag ich hier als Symbolik besonders. Sie ist nicht neu in der Metapher, aber im Zusammenhang findet sich in diesem grauen Überbleibsel für mich mehr.

„So Bleibt nicht mehr viel,
was noch zu verlieren wäre.
Nur noch die Aufrichtigkeit.“

Darüber musste ich eine Weile nachdenken. Verlieren kann man in diesem tiefen Versinken von Poesie sehr viel, einschließlich sich selbst, für einen kurzen Augenblick. Und dieser Augenblick mag tatsächlich der aufrichtigste, vielleicht auch mehr der wahrhaftigste sein.

„Ja ich bin nicht immer stark,
oft sensibel wenn nicht labil.

Ich fürchte mich vor mir
und auch vor der Macht
die jemand für mich bedeutendes
über mich hat.“

Einfache Worte, die viel ausdrücken. Man fragt sich, weshalb die Furcht vor dem eigenen Ich besteht und auch, ob diese andere beschriebe Furcht nun Ursache oder Wirkung ist.

„Ich bin jemand anderes,
aber immer noch ein teil von etwas.
Ab und an bin ich fort,
weiß nicht ob ich wieder komme.

Ich vergesse meine eigene Geschichte,
und rekonstruiere sie mit einem roten Faden.
Versuche sie mit neuen Erkenntnissen
zu vervollständigen aber selbst wenn
sie Plausibel erscheint ,glaube ich
meist nicht daran.Nur wenn gerade etwas
scheinbar unmögliches geschieht.Danach
jedoch weiß ich nicht mehr ob ich meinen
Erinnerung trauen kann. "

Während die Zeilen zuvor recht klar wirkten, bleibt hier mehr ein verwirrtes Gefühl zurück. Den mir fehlenden Sinn der Zeilenumbrüche verstärkt diesen Eindruck.
Für mein Empfinden ist es der Blick danach, wenn man quasi nach dem Eintauchen in eine andere, respektive in die eigene Welt „wieder da ist“. Wenn man Buchstaben betrachtet und weiß was sie einem erzählen, man jedoch kein Wort davon versteht. Erklärungen verlieren sich in Gefühlen, die man nicht erklären kann. Und so beginnt man von vorne.

Ich mag diesen Text. Die Poesie wird nicht konkret benannt, womit auch jeder Schreiberling allgemein angesprochen wird. Nachdem du aber in recht wahllose Verse unterteilt hast, gibt der Inhalt gut wieder, was sich anschließend in einem Gedicht wiederfinden könnte. Es ist so ein bisschen das grobe Erfassen, mit dem man im Nachhinein „arbeitet“.

Sonnige Grüße an den Regenmacher
Grau
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