Autor: Kazu22
Review 1 bis 1 (von 1 insgesamt):
22.12.2013 | 22:13 Uhr
zu Kapitel 1
Moin moin Kazu22!

Bin gerade mal wieder auf dem Legacy of Kain-Trip und hab mir gedacht, wenn die eine Geschichte schon gut ist, dann wird es die nächste sicher auch sein.
Daher nehm ich mir mal das Recht des ersten Reviews, ja?
Mach ich nämlich am liebsten!

Soso, es gab also noch eine Statthalterin, interessant und die war auch noch die Geliebte Kains. Die Idee als solche ist ja an und für sich relativ verbreitet Kain in eine Liebesgeschichte zu verwickeln aber wie du es gemacht hast, dass imponiert mir dann doch ganz schön. Die Idee Kelana zu Kains persönlicher Nemesis werden zu lassen während sie zugleich unter ihm gelitten hat gefällt mir sehr gut.
Das Raziel also nicht nur sterben bzw. verdammt wurde weil er seinen Meister in der Weiterentwicklung im wahrsten Sinne des Wortes überflügelt hatte sondern ein relativ klassisches Eifersuchtsdrama der eigentliche Grund war finde ich in diesem Falle sehr gut. Es macht die Sache realer, denn das war etwas was mir in den Spielen nie so richtig gefallen wollte, Kain wurde zwar immer als ehrgeizig und durchaus gnadenlos aber auch als klug und verschlagen dargestellt und dann vernichtet er eine Gelegenheit, wie er eben mal lernen kann Flügel zu kriegen. Fand ich langfristig gesehen nie so toll. Deine Variante nun hat der Sache eine interessante und im Prinzip logische Wendung gegeben. Liebe ist zwar an und für sich sowieso unlogisch aber es ist immer wieder ziemlich logisch, dass sie einen zu mitunter sehr unüberlegten Dingen treibt und so auch den Vampir Kain.
Kelanas Tod war der einzige Wermutstropfen an der ganzen Sache - irgendwie kam mir es etwas zu wenig vor, dass eine Vampirin an einem Schwertstich durch den Unterleib gleich stirbt. Da hätte ich dann schon erwartet, dass Dumah ihr sein Schwert auf klassische Weise durchs Herz sticht, aber gut, es ist wie es ist und so ist es gut. Das Kain übrigens nicht mehr dazu kommt, Kelana seine Liebe zu gestehen finde ich sehr gut, denn so bleibt einerseits Kelanas Rachewunsch erfüllt, hätte sie erfahren, dass Kain sie immer noch liebt, wäre sie sicher deutlich verzweifelter gestorben, andererseits bleibt Kain so in dem dramatischen Bewusstsein zurück, dass er seinen Fehler nicht wieder gut machen kann und so eine deutlich logischere Erklärung für dessen Unzufriedenheit und Grausamkeit entsteht.
Alles in allem also wirklich eine einwandfreie sehr gut geschriebene Geschichte. Meinen herzlichen Dank dafür!

Herzliche Grüße
Keylu-tey

Alle Macht kommt vom Tacitus!