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Autor: Maede
Reviews 1 bis 25 (von 394 insgesamt):
Christin (anonymer Benutzer)
18.04.2021 | 12:29 Uhr
Hallo meine allerliebste Lieblings-Ronja,
ich habe mich wieder sehr über das neue Kapitel gefreut und es hat mir sehr gut gefallen. Ich kenne das nur zu gut, wenn man ewig an einem Kapitel sitzt oder wenn etwas anderes dabei herauskommt, als man eigentlich beabsichtigt hat. Aber genau das ist doch das Spannende daran, oder? ;-) Ich finde, es ist trotzdem humorvoll geworden, auch wenn es eine gewisse Ernsthaftigkeit hat, aber so ist es ja nun mal auch im Leben. Daher spiegelt es die Realität sehr treffend wieder, auch wenn natürlich Geschichten nicht immer genau wie die Realität sein müssen oder auch nicht unbedingt so sein sollten. Das macht diese fiktiven Welten ja so anziehend. Aber ich finde, genau diesen Spagat bekommst du sehr gut hin und ich kann mich immer hervorragend in deine Charaktere einfühlen. Am Anfang musste ich selbst lachen, als genau das eingetroffen ist, was ich erwartet habe und es war wirklich amüsant. Vor allem Dís ihre Ahnungslosigkeit. Da hat man gemerkt, dass Morna ihr diesbezüglich voraus ist. Das Kapitel hatte aber eben auch eine Ernsthaftigkeit und zeigt uns auch wieder die immer währende Stellung von Frerin. Auch hier, so finde ich, wurde wieder klar, dass er gewissermaßen im Schatten seines Bruders steht.
Ich bin gespannt, wie es weitergeht.
Liebe Grüße
deine Christin
15.04.2021 | 12:36 Uhr
Hach ich liebe einfach deinen Schreibstil und jede Ach so kleine Einzelheit die jedes Kapitel so lebendig macht.
Immer wieder eine Freude etwas neues zu lesen :)
Christin (anonymer Benutzer)
16.03.2021 | 20:26 Uhr
Hallo meine allerliebste Lieblings-Ronja,
wie du schon erraten hast, habe ich das neue Kapitel schon gelesen, aber leider komme ich erst jetzt dazu, dir ein Review zu schreiben. Du ahnst, warum. Es ist noch immer viel zu tun, aber es geht schon besser. Die ersten zwei Wochen waren gut, aber es ist halt viel im Moment. Auch für die Schülerinnen und Schüler, denn die armen müssen viele Arbeiten in allen Fächern schreiben, weil das bisher kaum ging und nun viele Leistungsnachweise nachgeholt werden müssen.
Wie geht es bei dir so? Sind deine Kiddies wieder in der Schule oder ist bei euch noch Homeschooling angesagt? Ich hoffe, es hat sich entspannt.

Nun zu deinem schönen Kapitel. Mir hat es gefallen, wieder neue Einblicke zu bekommen. Frerin und Dís sind schon ein spezielles Duo. Aber immer wieder zaubern sie mir ein Grinsen ins Gesicht. Mit Morna würde ich nun gerne tauschen, auch wenn ich neben Thorin keinen Bissen herunterbekommen würde. Schön fand ich, dass er registriert hat, dass Morna in ihrer Bescheidenheit das missglückte Ei genommen hat, er es aber Frerin auf den Teller gegeben hat. Frerin passt das vielleicht nicht so, aber gegenüber Morna war es schön, weil er damit zeigt, dass er der Meinung ist, dass sie Besseres verdient hat. Ich hoffe, dass Morna das bewusst wird.
Breit grinsen musste ich, als man erfuhr, dass Dís so wählerisch mit Essen ist. Das geht mir auch so ;-) . Und besonders lustig fand ich den letzten Satz von ihr! Mal sehen, wie der aufgenommen wird *lach*
Deine Antwort auf das Review von fairness hat mir übrigens auch sehr gefallen. (An dieser Stelle auch ein Lob an die anderen Leser, wie auch die liebe fairness, für all die schönen und vielschichtigen Reviews, die immer sehr interessant sind).
Deine Metaphern, Ronja, über Blümchen und Bienchen waren besonders schön. (jetzt muss ich schon wieder wegen der Zweideutigkeit lachen)
Spaß beiseite, ich finde es wirklich schön, dass du so stilistisch schreibst, selbst in deinen Antworten auf die Reviews. Und deinen Geschichten verleiht dieser Schreibstil meiner Meinung nach viel Tiefe und etwas Besonderes, was einen darin eintauchen lässt. Und ich hoffe, dass ich bald wieder mit einem neuen Kapitel auf "Tauchstation" gehen kann. :-)
Liebe Grüße und eine große Umarmung.
Deine Christin

Antwort von Maede am 23.03.2021 | 12:27 Uhr
Hallo meine allerliebste Lieblings-Christin,

ich kenne dich doch ein wenig nach all den Jahren ;)
Nur weil noch kein Review da ist heißt das noch lange nicht, dass du nicht schon das neue Kapitel verschlungen hast. Ich weiß du hast viel zu tun. Besonders jetzt. Wisse jedoch, ich freue mich immer von dir zu hören. Ob es einen Tag, eine Woche, einen Monat dauert. Fühl dich nie dazu genötigt mir zu schreiben, auch wenn ich es natürlich liebe von dir zu hören. Und ich an dieser Stelle deine Reviews verschlinge ;)
Und schließlich bin auch ich nicht immer der pünktlichste Review-Beantworter, wie man ja leider merkt. Also mach dir keinen Streß, ich bin hier wenn du mir schreiben willst und warte auch gerne, wenn es mal länger dauert.

Mein großer Sohn sitzt auch gerade schräg neben mir (damit er mir nicht auf den Laptop starrt der kleine Bengel, sondern sein Homeschooling macht) und ihm raucht auch regelmäßig der Kopf. Aber er durfte jetzt wenigstens mal eine Woche zur Schule und hoffentlich nächste Woche zumindest nochmal 4 Tage vor Ostern. Das ist dann mal ein kleiner Tapetenwechsel und er kann seiner Lehrerin zur Abwechslung Löcher in den Bauch fragen *lach* Er hat etwas Bammel vor den Klassenarbeiten die noch kommen, denn obwohl wir viel machen fühlt er sich nicht richtig vorbereitet, was ich verstehen kann.
Der kleine Sohn und das Tochterkind gehen wieder regelmäßig in die Kita halbtags, was mir etwas Luft für wichtige Aufgaben verschafft. Doch diese Einrichtung lässt sich jede Woche auch etwas Neues einfallen um sich gefühlt vor der Arbeit zu drücken. Jetzt wollen sie seit gestern das jedes Kind daheim bleibt das eine laufende Nase hat… in einer Kita… ich weiß nicht ob ich das noch lustig finden soll… aber im großen und ganzen läuft es, auch wenn es natürlich noch Luft nach oben gibt was die Optimierung betrifft

Dieses Jahr wird mein kleiner Sohn eingeschult im August. Der Arme tut mir etwas leid, denn unter Corona Bedingungen können nicht alle dabei sein wie damals bei seinem Bruder. Aber wir werden ihm schon einen schönen Tag daraus machen. Gestern hat er sich eine Schultüten mit einer großen Spinne drauf gewünscht… nicht mit Dinos die er so liebt oder Auto mit denen er so gern spielt. Nein, die Spinne soll es sein. Dabei hat er so eine Art Hass-Liebe gegenüber Spinnen. Sie faszinieren ihn durchaus. Von weit weg oder hinter Glas. Dann kann er sie stundenlang beobachten obwohl ich weiß, dass er sie auch dann etwas eklig findet. Aber wehe dem ein kleiner Weberknecht hängt über seinem Bett an der Decke. Die muss da weg, sonst kann er kein Auge zu machen. Man darf sie aber nicht töten! Nein, wir haben extra so eine Lebendfalle angeschafft um dem Krabbler die Freiheit zu schenken *lach* bei uns erlebt man manchmal Dinge, dass sag ich dir! Sein Tod sind ja Kreuzspinnen. Er hat nur einmal eine in unserem Garten gesehen in einem wunderschönen Netz. Die Oma musste natürlich erwähnen das die (geringfügig) giftig sind… ja… seitdem ist der Drops gelutscht und der gefürchtete Todfeind gefunden… Und seitdem fürchtet er auch hinter allen acht Beinen eine Kreuzspinne. Mein Verweis darauf das diese nur im Garten leben und nicht ins Haus kommen wird bei jeder neu entdeckten Spinne in Frage gestellt. In einem uralten Haus wie unserem also beinahe jeden Tag…

Nun zu deinem wundervollen Review:
Frerin und Dís kann man nur gern haben oder? Ich meine, ich möchte nicht mit Morna oder Thorin tauschen und diese Blagen am Hals haben wenn sie sich gegen einen verschworen haben. Aber so als stiller Beobachter finde ich sie hinreißend.

Da gibt es einen kleinen Teil in Morna der ist natürlich völlig aus dem Häuschen. Denn es ist natürlich schön neben ihm zu sitzen. Ihm so nah zu sein. Wenn da nicht so viele Augen wären und so viele Missgeschicke passieren könnten, welche Morna insgeheim doch ein wenig fürchtet. Denn nach dem tollpatschigen Vorabend und dem doch recht schmerzhaften Erwachen fürchtet sie insgeheim das nächste Fettnäpfchen. Vor allem wenn Thorin so nah ist. Das sie ihm heiße Milch über die Hose kippt oder sonst irgendwelche unverzeihlichen Missgeschicke. Und so ist unser Rotschopf innerlich auch sehr nervös und unsicher.

Thorin ist der Meinung das Morna mehr verdient hat. Viel mehr als sie sich selbst zugesteht. Und das nicht nur weil sie sein Mädchen ist. Sondern weil er seit Jahren beobachtete wie sie selbst verzichtet um anderen etwas Gutes zu tun. Wie sie für sich selbst das nimmt, was andere nicht wollen und dies auch noch als gerechtfertigt betrachtet. Das findet er nicht richtig und so nimmt er ihr entschieden Frerins misslungene Versuchseier ab.
Außerdem soll sein Bruder einmal lernen das man seinen Freunden nicht jeden Fraß vorsetzen kann. Das diese auch mal etwas mehr Mühe und Liebe verdienen als das essen zu müssen was andere Leute den Schweinen in den Trog werfen.

Dís war/ist/ und wird immer etwas kritisch sein, wenn um die Füllung ihres Magens geht *lach* Sie ist ein schwieriger Essen und durchaus wählerisch. Ich war als Kind auch so.

Ich schließe mich deinem Lob an alle Leser und Reviewschreiber an. Ihr seid wundervoll und eure Kommentare versüßen mir immer den Tag. Also immer her damit *lach*
Ich muss aber gestehen mit der einen Antwort auf fairness Review habe ich doch etwas… übertrieben???… es war sooo lang wie ein ganzes Kapitel und manchmal frage ich mich hinterher, wer ließt das überhaupt? Ich meine es ist soooo lang. Hält das überhaupt jemand aus, mein seitenlanges Gelaber? Interessiert es überhaupt jemanden? Aber dann lese ich hier deine Zeilen und auch fairness Antworten auf meine Antworten im nächsten Kommentar (war das jetzt verständlich?!) und dann weiß ich wieder, dass nicht eine Sekunde davon verschwendet war. Warum ich es so gerne mache, denn ich liebe diese Austausch mit euch.

*lach* Die Metapher mit den Bienchen und den Blümchen…jaaaaa…. zunächst war das gar nicht so zweideutig gemeint. Es gefiel mir nur als Vergleich. Morna der schlichte Löwenzahn der doch etwas traurig zu den anderen Edelblümchen hinüber schielt und fürchtet ihr Prinz verirrt sich wie alle anderen eben dorthin. Ich hätte auch Schmetterlinge nehmen können, welche mir aber zu feminin sind. Wespen und Hornissen sind Jäger und an Blumen nicht interessiert. Also blieben mir nur die Bienen und Hummel, welche doch recht drollige Zwergenmänner wären, oder? Oh je, ich drifte schon wieder ab… Jedenfalls habe ich es zunächst keineswegs Doppeldeutig gemeint. Naiv von mir… Bis ich eben dein Kommentar gelesen und die Zweideutigkeit auch bemerkt hatte und über mich selbst lachen musste. Tja, so tritt auch der Autor mal in ein Fettnäpfchen. Ich bin mir sicher Thorin und Morna grinsen jetzt darüber.

Aber es freut mich natürlich sehr wenn dir nicht nur meine Geschichte sondern auch meine Antworten so gut gefallen. Dabei weiß ich ehrlich gesagt gar nicht was für einen Schreibstil ich habe?! Ich schreibe wie ich denke. Wie mir der Schnabel oder in dem Fall das Hirn gewachsen ist. Und ich fürchte ich rede auch so *lach* Nicht immer ganz einfach für meine Mitmenschen ;)

Ich wünschte manchmal ich könnte meine Kapitel schneller fertig stellen. Doch dann fehlt mir die Farbe in der Geschichte. Dann sind die Zeilen nur schwarzweiß und das ist mir selbst zu wenig. Ich will immer das ihr es euch vorstellen könnt. So wie ich es sehe oder zumindest so ähnlich. Das dauert manchmal länger und hat mich hin und wieder schon frustriert den Laptop zuknallen lassen, aber letztlich hat es sich immer gelohnt. Dabei höre ich immer Musik. Manchmal singe ich sogar mit - nicht gut wie ich gestehen muss *lach* Aber es hilft mir selbst mich gänzlich in die Zeilen hinein zu fühlen. Zu empfinden was die Protagonisten empfinden. Manchmal etwas zu sehr, aber ich kann einfach nicht anders. Ich kann nur so schreiben. Alles andere wäre für mich lieblos.

So und nun wünsche ich dir noch eine schöne Woche. Ein Review muss ich morgen noch von der liebe Monama beantworten und dann setze ich mich an die Fortsetzung.

Bis dahin ganz liebe Grüße und eine bärige Umarmung zurück ;)

deine Ronja
16.03.2021 | 09:41 Uhr
Hallo liebe Maede,

jüngere Geschwister können die Pest sein, ich wette bei diesem denkwürdigen Frühstück wäre Thorin für sein Leben gerne Einzelkind. Morna hingegen braucht keine Feinde, sie hat Freunde in Form von Dis und Frerin. Die beiden haben natürlich längst erkannt, ebenso wie Thrain und Fundin auch, wie es um Morna und Thorin und ihren Gefühlen steht. Da sind sie den beiden um Längen voraus.
Was für ein hübsch poetisch-botanischer Vergleich. Und gegen Löwenzahn ist nichts einzuwenden, die gedeihen auf dem härtesten und am wenigsten einladenden Untergrund, sind zäh und beinahe unkaputtbar. Genau das was Thorin braucht. Mit einem zarten, zu hegenden Pflänzchen wäre er komplett überfordert bzw. würde er keinen zweiten Blick drauf werfen, weil zu kompliziert und pflegebedürftig. Das ist nichts für ihn. Da ist Morna, ich meine natürlich ein Löwenzähnchen die bessere Wahl für ihn.
Frerin und Dis sind wirklich das Duo infernale schlechthin. Was der Eine nicht erkennt, sieht mit Sicherheit die Andere und weist ihn dann so gar nicht dezent aufs Wesentliche hin. Aber Thrain hat seine Augen überall und unterbindet eventuelle verbale Entgleisungen des Duos.

Und ich bin immer noch der Meinung das Mornas Brüder gar nicht wissen was sie an ihr haben. Sie nehmen alles was die Zwergin für sie macht als selbstverständlich und bin nicht sicher ob irgendeiner da überhaupt drüber nachdenkt.

Ach wie schön ist es über die kulinarischen Vorlieben der einzelnen Zwerge zu lesen, das macht sie uns gleich noch vertrauter. Und jetzt werde ich schön und gemütlich frühstücken, mit einem gekochten Ei. Ohne weißem Glibber, den mag ich nämlich nicht.xD

Das war wieder ein großartiges Kapitel. Ich wünsche dir eine schöne, nicht ganz so stressige Woche und liebe Grüße
Fairness

Antwort von Maede am 16.03.2021 | 11:44 Uhr
Guten Morgen meine liebe fairness,

wir haben etwas gemeinsam. Ich habe mir auch gerade das letzte gekochte Ei geschnappt. Obwohl ich Eier in jeder Form esse (außer roh). Da bin ich wiederum schmerzfrei, ähnlich wie Frerin. Allerdings kenne auch ich so einige Leute, die entweder das Eigelb (habe ich vor allem bei Kindern erlebt) oder in deinem Fall das geglibberte Eiweiß nicht mögen. Menschen sind nun einmal verschieden und das ist auch gut so.

Ich hinke so sehr mit meinen Review-Antworten hinterher, das ist geradezu grausam. Gestern habe ich noch an der Antwort für dein Letztes geschrieben, es wurde dann aber so ausführlich das mir die Zeit davon gerannt war und ich heute daran weiterschreiben wollte. Dann habe ich dieses hier entdeckt und dachte mir, ach das mach ich zuerst. Also an alle Leser und Reviewschreiber da draußen: ich werde alles beantworten! Nicht verzagen! Ich vergesse keinen von euch! Ich bin momentan nur irgendwie eine fußlahme Schildkröte!

Ich bin selbst ein jüngeres Geschwisterkind ohne noch jüngere. Praktisch in Dís Position. Und obwohl ich mich selbst nie als Plage bezeichnen könnte, so liebte und hasste mich meine ältere Schwester in regelmäßigen Abständen *lach* Ich sie allerdings auch, denn die Dame ist zuweilen sehr wankelmütig in ihren Launen *typisch Waage*

Ich habe durchaus Mitgefühl mit Thorin. Und ja, er empfindet seine Geschwister in Momenten wie diesen wirklich als absolute Pest und denkt sich bestimmt, warum bin ich kein Einzelkind geworden. Doch im Grunde seines Herzens liebt er Dís und Frerin. Nur stumm könnten sie hin und wieder sein ;)

Morna braucht wirklich keine Feinde mehr bei solchen Freunden. Die Ärmste leidet auch hin und wieder unter diesem infantilen Duo. Denn in solchen Momenten, wo es darum geht andere in Verlegenheit zu bringen, verstehen sich Frerin und Dís ein wenig zugut. Sind sie sonst wie Hund und Katz, halten sie dabei zusammen wie Pech und Schwefel und man möchte sie am liebten erschlagen. Etwas, dass Thorin und Morna wiederum gemeinsam haben.

Man könnte wirklich sagen, jeder weiß wie es um die Gefühle unserer Protagonisten steht… außer ihnen selbst *lach* Da ist einfach noch zu viel Unsicherheit. Es wird nicht auf das Bauchgefühl vertraut, stattdessen der Verstand mit Zweifeln genährt. Vor allem Morna ist sehr vorsichtig. Fürchtet sie wegen jedem kleinen Fehltritt seine Freundschaft auf ewig zu verlieren. Somit will sie sich auch nicht zu viele Hoffnungen machen und hofft, dass wenn er etwas für sie empfindet, er es irgendwann auch zeigen wird. Von sich aus. Und das wird Thorin, doch auch sehr missverständlich und nicht immer ganz klar. Sorge wird in Wut und Zorn geäußert, die in Streitigkeiten aber auch Versöhnung endet. Liebe wird in Eifersucht und Besitzansprüchen ausgedrückt, was nicht konfliktfrei ablaufen wird. Bis die beiden eine gemeinsame Sprache für ihre Zuneigung zueinander entwickeln, wird es etwas dauern. Aber das schaffen sie auch noch.

Dieser poetisch-botanische Vergleich kam mir ganz plötzlich in den Sinn. Einfach so. Es war nicht geplant. Ich mag Löwenzahn. Von vielen wird er als Unkraut angesehen, den man herausreißen, abflammen und mit Salz bestreuen muss. Ich schätze seine Zähigkeit, sich selbst an den kargsten Orten noch einen Platz zu erobern. So hartnäckig und stur zu sein. Das verlangt meine Bewunderung ab. Und ich finde diese drolligen gelben Blüten hübsch. Gewiss nicht mit Lilien oder Rosen vergleichbar. Aber auf eine einfache Art schön. Unkaputtbar ist dabei das richtige Wort, wie auch Mornas Zuneigung für Thorin unkaputtbar ist.

Dabei hast du mir eine sehr interessante Sichtweise aufgezeigt, wofür ich dir sehr danken muss: Thorin würde sich tatsächlich nicht freiwillig mit einer zwar schönen, aber komplizierten und pflegebedürftigen Pflanze belasten. Die hohe Ansprüche stellt, bei den kleinsten Verfehlungen sofort mit Blattwurf droht und eingeht, wenn man mal ein paar Tage vergisst sie zu gießen. Nein, so etwas zartes kann er nicht gebrauchen, dass ständig seine Aufmerksamkeit fordert. Er braucht etwas, dass was aushält. Das mit anpacken kann und nicht so leicht eingeht. Das sich nicht entwurzeln lässt, wenn mal ein bisschen der Wind weht und auch dann keinen Knick im Stängel hat wenn es hagelt. Einen Löwenzahn eben. Zäh, unnachgiebig und unkaputtbar. Das sein Löwenzähnchen diese Qualitäten hat weiß Thorin und schätzt sie von Herzen. Das es das ist was er sucht und braucht, weiß Morna allerdings nicht und sieht ein bisschen neidisch hinüber ins Rosenbeet, wo sich die Königin der Blumen mit Schneeglöckchen, Vergissmeinnicht und Lilie tummelt. Und sie fürchtet das ihr Bienenprinz sich eher dorthin verirrt, wie alle anderen Bienen und Hummeln auch. Herrje, ich werde schon wieder poetisch, machen wir schnell weiter *lach*

Thráin kennt ja seine Bälger. Dís und Frerin machen ihm mit ihrem Getuschel nichts vor. Und obgleich auch er der Meinung ist, dass Thorin und Morna einen kleinen Schubser durchaus vertragen können, so weiß er auch, dass Dís und Frerin zur Übertreibung neigen und damit eventuell auch alles wieder kaputt machen können. Also zügelt er sie ein wenig. Zumal beide einen Hang dazu haben ihren Bruder bis zur Weißglut zu triezen und das Thorin dann auch unerwartet heftig reagieren kann. Das braucht er nicht schon am Frühstückstisch.

Zu Mornas Brüdern komme ich noch im anderen Review, an dem ich gerade arbeite. Aber du hast recht. Sie wissen manchmal wirklich nicht was sie an Morna haben. Wir sollten ihnen mal ein paar Tage Dís zum Vergleich rüberschicken. Dann würden sie ihre Schwester bestimmt auf Seidenkissen bei ihrer Rückkehr thronen ;)

Ich liebe es solche Szenen zu beschreiben, die uns die Figuren näher bringen und ihnen mehr Farbe verleihen. Jeder von ihnen ist unterschiedlich und dafür liebe ich jeden einzelnen. Sie haben in meiner Fantasie tatsächlich alle ein Gesicht. Für jeden habe ich ein anderes Gefühl und ich mag sowohl ihre guten als auch schlechten Seiten. Und von ihren einzelnen Vorlieben und das was sie unterscheidet zu schreiben bereitet mir dabei immer die größte Freude.

Ich danke dir für dieses wundervolle Review. Es war ein Genuss es zu lesen und beantworten zu dürfen.

Ganz liebe Grüße und noch eine schöne Woche

deine Ronja
15.03.2021 | 20:19 Uhr
... Und Monamas Glück liegt gerade einfach nur darin, diese wundervolle Geschichte zu lesen.

Ich bleibe dabei, ich möchte das verfilmt sehen. Wobei ich glaube, nicht mal Peter Jackson könnte das so vollkommen verfilmen, wie ich das gerade in meinem Kopfkino sehe.
Liebe Ronja,
da hat sich jeder Groschenroman zur Inspiration vollauf gelohnt!!
(Ich habe übrigens auch schon so einige gelesen, vonn der Oma abgestaubt als Teenie usw... :-))

Aber das, was ich hier lese, ist kein Groschenroman, das ist ein Epos und "Schnulze" wird deinem Werk auch nicht gerecht. "Schnulze" ist das, wo Oma beim Heimatfilm ins Taschentuch schluchzt, aber doch nicht diese ausgefeilte und wunderbar feinfühlige Liebesgeschichte mit tausend Zwischentönen und allen Farben der Palette.

Allein dieser Kapitelkomplex mit den Ponys, und wie sie reiten, den Wind im Haar, da ist so viel Lebenslust, versteckte Leidenschaft - zu den Pferden, aber auch zueinander - da hätte ich hier am liebsten jubelnd "Jage mich, Thorin, jage mich" durch die Wohnung gebrüllt, egal was die Nachbarn sagen. :-D
Da hast du mich einmal mehr wieder verzückt. Also nicht nur verzückt, sondern V E R Z Ü C K T!

Nichtsdestotrotz bin ich aber auch sehr gespannt auf die Thrillermomente. Ich bin doppelt gespannt, weil ich das auch gerade miteinander zu verweben versuche, und ich bin roundabout eher der Thrillertyp (beim Schreiben) als der Romanzentyp, also mal sehen, ob mir das gelingt. Ich habe aber keinen Zweifel, dass es DIR gelingt. Mal schauen, wann das losgeht. Du liest von mir. :-)

Liebe Grüße, hab eine gute Woche!
Monama
06.03.2021 | 21:43 Uhr
Liebe Ronja,

und wieder schmökere ich seit gestern Abend begeistert in deinem Epos und schmachte so vor mich hin. Ich wollte gestern eigentlich schon schreiben und dir Anerkennung dafür zollen, wie du die Lazarett-Szene mit der Schulterwunde, die Thorin verarztet hat, beschrieben hast. Ich meine, der näht ihr eine Wunde ohne Betäubung - für einen Zimperling wie mich schon Gänsehaut im Quadrat - aber trotzdem schmachte ich Thorin unvermindert an (andere Szenen solcher Art hätte ich glatt übersprungen). Ich war davon gestern Abend so fasziniert, wie du das schaffst, in solch einer (eigentlich ekligen) Szene so einen Zauber entstehen zu lassen, dass ich das gar nicht in Worte fassen konnte. Da war ich echt baff - und verzaubert. ;-)

Und dann Thorins Abfuhr... Man leidet mit Morna, aber letztendlich ist Thorin so ritterlich, dass man es wiederum versteht, auch wenn man sich doch gewünscht hätte, dass.... Einfach toll.

Hier im Kapitel nun ein nackter Frerin, eine tolle Reaktion von Thorin und Dís Wutanfall und alles so lebensecht, einfach klasse.
Und haben wir das nicht alle mal gedacht, "ich hasse es, ein Mädchen zu sein". Ganz toll beschrieben!
Ha, und den Tauschhandel Mornas Brüder gegen Frerin und Thorin einzutauschen, würden wir doch auch glatt mitmachen, was?

Ich würde es Morna von Herzen wünschen, dass es mit Thorin eines Tages klappt, ich finde sie einfach super sympathisch, genau nach meinem Geschmack, und das ist beileibe nicht bei allen Protagonistinnen der Fall. Manche sind mir zu forsch, andere zu zimperlich oder zu schwach oder was auch immer, aber Morna ist genau richtig!!

Liebe Grüße, danke für das neue Lesevergnügen & bis bald!
Hab ein schönes (Rest-)Wochenende!

Monama

Antwort von Maede am 22.03.2021 | 12:41 Uhr
Liebe Monama,

erstmal vielen Dank für dieses hinreißende Review, welches mir auch ein klein wenig mehr Einsicht in deinen Lesegeschmack beschert hat. Wenn ich dieses Kapitel im Lazarett heute noch einmal schreiben müsste, würde es wahrscheinlich auch detaillierter ausfallen, aber scheinbar habe ich mit der dezenten Erwähnung von Blut und Schmerz deine Toleranzschwelle nicht überschritten und das freut mich wirklich sehr. Denn ich will meine Leser ja auch nicht verschrecken, obwohl es in der Zukunft vielleicht doch das ein oder andere blutrünstige Kapitel geben könnte.

Der Zauber in diesem Moment ist tatsächlich von ganz allein entstanden. Ich hatte das Kapitel so gar nicht geplant. Aber Thorin und Morna machen öfter mal Sachen, die vorher so nicht erdacht waren. Die beiden führen hin und wieder ihr Eigenleben in meinem Kopf und dafür bin ich ihnen insgeheim dankbar *lach* Denn wenn so feine Kapitel dabei herauskommen, die meinen Lesern so gut gefallen, dann lasse ich die beiden gerne die Zügel in die Hand nehmen ;)

Thorins Abfuhr war nicht nett. Das muss ich zugeben. Sie war hart und hat weh getan. Doch man kann es verstehen und nachvollziehen. Auch wenn es für Morna bitter ist. Sie ist ihm einfach noch etwas zu jung und so wirklich gefunkt hat es an dieser Stelle bei unserem Zwergenprinzen noch lange nicht.

Ich mag das Kapitel Zwietracht wirklich sehr gern und hatte enormen Spaß daran es zu schreiben. Es passiert darin einfach so viel was uns den Charakteren noch näher bringt. Es ist witzig, amüsant zu lesen und gleichzeitig voller Spannung. Nicht zuletzt weil es am Ende so richtig knallt. Da herrschen Konflikte und Streit und es steckt so voller Leben. Ich mag dieses Kapitel einfach.

Frerin läuft gerne einmal halbnackt wie ein Gockel durch die Gegend *lach* er ist nicht schamhaft und verschwendet daran keinen zweiten Gedanken. Zumal er mit Morna so vertraut ist, dass er sich nicht vorstellen kann sie damit ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. Sie hat schon mehr als genug von seinem prachtvollen Körper in Augenschein nehmen dürfen ;)

Dís kann ganz schön aus der Haut fahren. Sie hat eine Menge Temperament, ist heißblütig und durchaus streitlustig. Vor allem wenn sie sich ungerecht behandelt fühlt. Und vor Frerin und seinem frechen Schlappmaul macht sie am allerwenigsten halt. Die beiden sind ein wenig wie Hund und Katz. Es kann gut gehen, aber meist jagd einer den anderen.

Ich denke jedes Mädchen hat es insgeheim schon mal verflucht ein Mädchen zu sein. Weil wir eben doch mehr sind als diese vermeintlich zartbesaiteten Wesen. In uns steckt Mut und Tapferkeit. Manches Mal sogar mehr als jeder Mann es aufzubringen vermag. Doch Frauen müssen sich im Leben immer mehr beweisen um zumindest unter Männern dazu zu gehören. Man ist immer erstmal die Kleine, der man nichts zutraut. Das Mädel unter all den Kerlen, die versucht bei den großen Jungs mitzuspielen. Man wird unterschätzt. So geht es Dís ständig mit zwei älteren Brüdern. Noch dazu ist sie das Nesthäkchen. Das einzige Mädchen unter all den Kerlen, denn sie hat auch keine Cousinen, mit welchen sie ihr Leid teilen könnte. Sie ist wortwörtlich das einzige Mädchen in der ganzen Sippschaft. Dwalin und Balin haben keine Schwester. Ebensowenig wie Óin und Glóin. Und Dáin auch nicht. Wenn die Männer aufeinander treffen, fühlt sich Dís nicht selten wie ein Fremdkörper oder Störenfried der einfach nicht dazugehören will. Und die großen Jungs wissen tatsächlich manchmal nichts mit ihr anzufangen, da sie es einfach nicht gewohnt sind, ein weibliches Wesen dabei zu haben. Das geht Dís nicht selten gewaltig gegen den Strich und sie versucht sich ihren Platz wenn nötig auch mit Gewalt zu erkämpfen. Das ihr aber auch einige Privilegien zuteil werden weil sie eben ein Mädchen ist, übersieht sie dabei ganz gern. Denn noch einem jüngeren Bruder würde Thorin bei weitem nicht so viel nachsehen wie seiner Schwester. Ebenso wenig Thráin, welcher seine Söhne um einiger härter rannimmt und ihnen mehr abverlangt als seiner Tochter.

Also ich für meinen Teil würde Frerin und Thorin mit Kusshand nehmen. Und sie vermutlich so sehr verwöhnen, dass es ihnen unheimlich werden würde *lach* oder sie eventuell nie wieder gehen wollen, was mit auch ganz lieb wäre ;)

Ich finde es so schön das dir Morna so gut gefällt. Sie ist mein kleines Herzensprojekt und ich habe sie über die Jahre wirklich sehr lieb gewonnen. Aus dem groben Grundriss eines einfachen, schüchternen Mädchen ist mit der Zeit ein richtiges Gesicht geworden. Ohne das ich es beabsichtigt habe. Es hat sich fast von selbst entwickelt. Ein Persönchen mit Herz und Verstand und unendlich viel Mitgefühl. Ich kann wahrlich sagen, dass ich sie liebe, so wie sie ist. Sie ist ehrlich, schüchtern und gleichsam mutig, wenn es die Situation erfordert. Sie ist klug auf eine einfache Weise und doch urkomisch normal. Ihr passieren Missgeschicke und sie ist alles andere als perfekt. Doch genau das ist es, was ich so an ihr mag. Diese perfekte Unvollkommenheit. Ihre Fehler und Schwächen. Ihre Stärken und ihre unendliche Tapferkeit, welche ihr das Leben immer wieder abverlangt. Und die Kunst ganz oft über den eigenen Schatten zu springen, auch wenn es schwer fällt. Ja zum Leben zu sagen, auch wenn alles nach einem Nein schreit. Und sich immer einen Funken Hoffnung zu bewahren. Selbst in der tiefsten Finsternis. Für all das liebe ich sie von Herzen.

Ich danke dir für dieses wundervolle Review und hoffe bald wieder von dir zu lesen, meine liebe Monama

Ich wünsche dir einen tollen Start in die Woche!

Ganz liebe Grüße

deine Ronja
Christin (anonymer Benutzer)
03.03.2021 | 17:12 Uhr
Hallo meine allerliebste Lieblings-Ronja,
das neue Kapitel hat mir beim Lesen viel Freude gemacht. Besonders interessant fand ich, dass man etwas mehr über Thraíns Vergangenheit und sein Leben erfährt. Amüsant war es auch, insbesondere auch, weil man es dem werten Thronerben zu tun hat, der früher einmal so gar nicht königlich ehrenvoll gehandelt und dafür die Leviten gelesen bekommen hat. Das hat ihn wohl Demut gelehrt. ;-)
Zu süß fand ich, wie Frerin und Dís es eingefädelt haben, dass Morna ja den richtigen Platz bekommt. Was sie und vor allem unser Lieblings-Prinz dazu sagen wird... :-) Kann es gar nicht abwarten, es zu erfahren.
Mein Review fällt heute etwas kurz aus, denn bei uns hat die Schule wieder angefangen und es ist meine erste Woche an meiner neuen Schule (also vor Ort und nicht nur per Homeschooling als Videokonferenz) und es gibt soooo viel, was ich gerade zu tun habe, zumal in dieser Woche noch parallel Online- Unterricht stattfindet, weil immer nur die Hälfte einer Klasse in der Schule ist und der Rest Homeschooling hat. Ich kämpfe vor allem damit, bei 17 Klassen den Überblick nicht zu verlieren (bisher hatte ich max. 12 Klassen (im Schnitt immer 10 bis 11)). Deshalb ist meine Zeit knapp, aber ich wollte es mir nicht nehmen lassen, dir dennoch ein Review zu schreiben. Ich freue mich jedenfalls schon auf die Fortsetzung!
Liebe Grüße,
deine Christin

Antwort von Maede am 16.03.2021 | 12:31 Uhr
Hallo meine allerliebste Lieblings-Christin,

ich freue mich immer wieder riesig von dir zu hören und es tut mir wahnsinnig leid, dass du zur Zeit so viel zu tun hast. Als Lehrerin hat man es im Moment bestimmt auch nicht gerade einfach und wie du diesen digitalen Zirkus stemmst finde ich beeindruckend. Dennoch hoffe ich deine erste „live“ Woche war ein voller Erfolg und hat dir vor allem Freude gemacht. 17 Klassen… da hätte ich den Überblick längst verloren. Ich schaffe es ja kaum die Hausaufgaben meiner Kinder auseinander zu halten oder mir die Namen ihrer Freunde zu merken *lach* Umso mehr freue ich mich, dass du dir die Zeit genommen hast mir ein Review zu schreiben. Fühl dich dafür gedrückt.

Ich weiß nicht warum, aber Thráins Geschichte kam mir auf einmal in den Sinn und hat mich auch nicht mehr los gelassen. Sie war einfach da und drängt sich mir förmlich auf *lach* Und was einen nicht mehr loslässt, dem muss man Beachtung schenken ;)
Ich denke Thráin war ein wilder Typ in seiner Jugend. Durchaus stolz, vor allem auf seine Herkunft, vielleicht auch ein wenig von sich selbst eingenommen, jedoch auch ein treuer Freund und humorvoller Kerl. Ich mag meine Vorstellung eines jungen Thráins, welcher mit Frerin viele Gemeinsamkeiten gehabt hat. Auch ein kleiner Gockel, der umher stolziert ist. Bis er erkennen musste, dass begehrtes Huhn auf sein Gepluster nichts gibt. Das kränkte ihn schon ein wenig und verletzte den Thronerben in seinem Stolz. Und da das Maul zu jener Zeit schneller war als der Verstand hat er seine Quittung dafür auch gekriegt. Das hat ihn eindeutig Demut gelehrt ;)

Frerin und Dís. Mein infantiles Duo. Morna und Thorin können einem schon leid tun mit diesen beiden Unruhestiftern im Nacken. Aber ich gebe dir recht, es war auch süß. Zwei Dumme ein Gedanke, denn diese Aktion sich derart übereifrig auf die Bank zu stürzen war nicht von beiden geplant gewesen, sondern ganz spontan entstanden. Aber in solchen Momenten funktionieren Dís und Frerin wie ein Gehirn. Etwas zu gut, wie Thorin findet. Doch er hat nichts dagegen neben unserer Morna zu sitzen ;)

Mornas Gedanken dazu habe ich bereits im neuen Kapitel veröffentlich, welches du bestimmt schon gelesen hast. Jetzt feile ich gerade an der Fortsetzung, welche aber erst erscheint wenn ich alle Reviews beantwortet habe. Ich bin schrecklich im Rückstand, wie du vermutlich auch schon bemerkt hast. Doch mir rennt in letzter Zeit die Zeit davon. Ich weiß auch nicht. Dreht man sich einmal um ist die Woche rum. Es ist wie verhext.

Ganz liebe Grüße und noch eine wundervolle Woche

deine Ronja
03.03.2021 | 10:09 Uhr
Hallo liebe Maede,

Zahnarzt war nicht schlimm, nur Kontrolle. Jetzt hab ich zumindest wieder ein halbes Jahr Ruhe.xD
Naschkatze bin ich auch, aber wenn ich meinen Vorlieben und Gelüsten zu sehr nachgehen würde, müsste ich den Berg herunterrollen:D Also muss ich mich wohl oder übel ein bisschen kasteien. *seufzt* Und für Nougat lass ich alles andere liegen.

Also ich finde schon das es sich Mornas Brüder ziemlich einfach machen, gut es ist ja nichts dagegen einzuwenden und völlig normal das sie in die Fußstapfen der Mutter tritt und "ihre Männer" versorgt. Mir ist nur die Selbstverständlichkeit aufgefallen mit der die Brüder es erwarten. Und von wegen helfen, das ist ja wohl Fehlanzeige. Da steht das Familienleben bei Durins im krassen Gegensatz dazu. Das finde ich persönlich äußerst interessant. Und es gefällt mir ausnehmend gut. Nach außen hin Königsfamilie und im inneren ein Zusammenhalt hart wie Granit. Was wohl Mornas Brüder machen wenn sie eines Tages einen Zwerg erhört (ja, ich weiß, ist noch in weiter Ferne) und die Familie verlässt? Werden sie Sie fesseln und knebeln und den Verehrer teeren und federn – und ich rede hier nicht von Bofur –

Es stimmt, Diplomatie ist keine von Thorins hervorstechenden Eigenschaften. Aber dafür gibt es ja Balin. Der ist unersetzlich um die verbalen Entgleisungen seines Königs wieder auszubügeln. Überhaupt wirkt Balin in allen Lebenslagen kompetent, außer dieses eine Mal als Thorin völlig von der Drachenkrankheit besessen ist. Du siehst, ich mag Balin schrecklich gerne.
Dis ist den harschen Umgangston wenn ihre Männer in Sorge um sie sind, gewöhnt, sie kennt es nicht anders, der arme Bilbo allerdings kommt da nur sehr schlecht mit klar. Ist ja auch verständlich. Hobbits sind einfach anders gestrickt als Zwerge.xD

Thorin schadet ein Weib wie Morna überhaupt nicht. Er braucht die Herausforderung. Und sind wir mal ehrlich, mit einer ruhigen, vielleicht etwas treudoofen Dame an seiner Seite würde er sich nach zehn Minuten derart langweilen das er sich freiwillig in sein Schwert stürzen würde. Außerdem wollen wir es dem Guten dann doch nicht zu einfach machen.

In unserer Familie gibt es einen Satz der für Thrain passend gewesen wäre. "Vor inbetriebnahme der zu großen Klappe, das Hirn einschalten." Hätte er sich da mal dran gehalten, würden heute noch seine beiden Ohren funktionieren. So musste er auf die harte Tour lernen, das auch ein Mädel aus dem einfachen Volk seinen Stolz hat und es völlig nebensächlich ist ob da ein König oder ein Taglöhner ankommt und eine dicke Lippe riskiert. Eine Backpfeife haben in dem Fall von Dreistigkeit und dämlichen Sprüchen alle verdient. Recht so. So was kommt von so was. Aber irgendetwas scheint Thrain ja dann doch richtig gemacht zu haben, immerhin hat Kychina ihn schlussendlich doch erhört. Und ich denke langweilig war es in dieser Ehe mit Sicherheit nicht.
Diesen Stolz, Eigensinn die Sturheit in Verbindung mit dem Gefühl sich für ihren Stand verteidigen zu müssen, den Morna in ebensolchen Maße besitzt wie seine verstorbene Frau macht die rothaarige Zwergin für den König gleich noch einnehmender und wer weiß, vielleicht wird er seinem Sohn – dem maulfaulen Sturkopf – eines Tages ordentlich die Leviten lesen, wenn der nicht irgendwann mal in die Puschen kommt. Und wie nicht anders zu erwarten muss Morna gegen die geballte Präsenz der Veteranen mit ihrer Überzeugungskraft klein beigeben. Gut so! Eins zu null für Fundin und Thrain.
Dis und Frerin scheinen sich abgesprochen zu haben, beiden ist völlig klar wo Mornas Platz ist.

Das war ein sehr feines, einfühlsames Kapitel, bei dem auch der Humor nicht zu kurz kam. Ich grinse noch immer über den halbseitig-halbtauben König unter dem Berg.

Ich wünsche dir nicht ganz so anstrengende Restwoche und eine schönes Wochenende.
Viele liebe Grüße
Fairness

Antwort von Maede am 18.03.2021 | 11:49 Uhr
Hallo liebe fairness,

da bin ich aber froh, dass es nichts Schlimmes war :)

Ich finde es gut, dass du Mornas Brüder so kritisch beäugst. Denn du hast recht, sie sehen ihre kleine Schwester und das was sie tut als zu selbstverständlich an. Wahrscheinlich haben sich die Strolche niemals groß Gedanken darüber gemacht. Morna ist eben da und hat nichts besseres zu tun, als den Haushalt zu schmeißen und den Kochlöffel zu schwingen. Und wenn es sich zeitlich einrichten lässt, kann sie auch noch nebenbei etwas zur Haushaltskasse beisteuern, in dem sie Ziegen hütet oder anderen Kleinkram macht. Sie wussten ihre Schwester immer gut zu beschäftigen und es läuft doch alles wie am Schnürchen. Geld kommt rein, Essen ist da, Zelt ordentlich, Wäsche sauber. Ist doch alles gut und schön. Das sich ihre Schwester im Herzen etwas anderes wünscht, bemerken sie gar nicht. Ob es ihnen schlichtweg egal ist, da bin selbst ich mir etwas unsicher. Manch einem vielleicht schon, aber nicht allen sechs. Morna müsste halt auch einmal ein wenig lauter den Mund aufmachen. Doch die Gute hat es inzwischen aufgegeben, gegen diese Meute anzuschreien. Bringt ja doch nichts. Und so hütet sie ihre kleinen Geheimnisse in ihrem Herzen und ist eben doch dann und wann nicht die folgsame kleine Schwester, sondern setzt heimlichen ihren Interessen durch.

In Dís Familie sieht es anders aus, da gebe ich dir recht. Die Aufgaben werden größtenteils aufgeteilt, jeder hat etwas beizutragen. Doch auch in dieser Familie herrscht manches Mal mehr Schein als sein. Thrór lebt für sich. Trägt nichts zum Familienleben bei. Thorin und Thráin sind die einzigen mit halbwegs festen und regelmäßigen Einkommen, wovon sie fünf Zwerge durchbringen müssen. Trotzdem ist das Geld immer knapp. Die Last auf Thorins Schultern, der die Hauptverantwortung für seine Geschwister trägt wie es sonst seine Mutter tun würde, ist erdrückend. Frerin muss mit einer kleinen Behinderung vermutlich den Rest seines Lebens zurecht kommen und kann nicht so wie er will. Er möchte Arbeiten doch dieses verfluchte Bein macht es ihm mehr schwer. Und Dís ist eben ein verzogenes Gör welches dann und wann auch uneinsichtig ist und ihrer Familie das Leben schwer macht, anstatt mal von allein mit anzupacken. Ich denke es gibt in beiden Familie Licht und Schatten. Nur jeder hat andere Probleme und handhabt es etwas anders. Und vielleicht keimt bei den Durins innerlich noch mehr die Hoffnung wieder in ein gehobenes Leben zurück zu kehren, während Mornas Familie weiß, wer sie sind und das eine Steigerung dessen was sie jetzt haben nicht sehr hoch sein wird. Etwas besser, doch aus Bauern werden nunmal keine Fürsten. Sie machen sich keine falschen Hoffnungen. Und so behandeln sie ihre Schwester auch nicht fürstlich, sondern sorgen dafür das Morna auf dem Boden der Tatsachen bleibt. Nicht gerade charmant, aber durchaus praktisch.

Den Verehrer teeren und federn und die arme Morna fesseln und knebeln - ich musste bei der Vorstellung so lachen. Und ja ich traue es den Sechs jederzeit zu ;)
Nein, im ernst, es ist etwas schwierig zu erklären.
Einerseits ist da der Beschützerinstinkt, der den Verehrer kritisch beäugt. Der sich fragt ob dieser Mann auch gut zu ihr sein wird und ihr ein anständiges, vielleicht sogar besseres Leben bietet. Denn das wünschen sich Mornas Brüder für ihre Schwester. Sie soll nicht in noch größerem Elend leben als ohnehin schon.
Das innere Misstrauen ob dieser dahergelaufene Hund es auch wirklich ernst meint und ihrer Schwester nicht das Herz bricht und sie dann einfach zurücklässt. Was einmal innerlich zerbrochen ist, kann man nicht mehr reparieren. Und das wollen sie weder Morna, noch sich selbst antun.
Und da ist durchaus der Drang die kleine Schwester nicht hergeben zu wollen. Natürlich verlieren sie dadurch einen Mitverdiener und eine Arbeitskraft. Wirtschaftlich gesehen eine Katastrophe. Aber sie verlieren eben doch auch ein liebgewonnenes Familienmitglied. Denn wie man es dreht und wendet, so lieben sie ihre Schwester doch irgendwie, irgendwo. Ist manchmal schwer zu erkennen, aber nicht alle Geschwister zeigen ihre Zuneigung offen und durch Liebesbekundungen, sondern sind eher hart und herzlich zueinander. Und Mornas Verlust würde ihnen allen weh tun. Natürlich würden die Kerle es abstreiten, doch im tiefsten innern ihres Herzens würden sie ihr mageres Huhn vermissen. Ihr Zuhause wäre nicht mehr das gleiche, wenn Morna nicht mehr da wäre. Es wäre leerer und kälter. Das wissen sie und fürchten diesen Tag der Erkenntnis.
Aber sie wissen auch, dass sie all das nicht aufhalten können. Irgendwann kommt da so ein Kerl daher und möchte ihr kleines Entchen mitnehmen. Und natürlich wollen sie dem Kerl dafür den Hals umdrehen, wie alle Brüder und Väter. Ihn teeren und federn und der Schwester einen Sack überstülpen und sie schnell verstecken.
Doch keimt da auch die Hoffnung sich mit dem Verehrer vielleicht anfreunden zu können. Sich im Gute zu trennen und die Schwester mit einem lachenden und einem weinenden Auge loslassen zu können.
Mit Bofur könnten sich das Mornas Brüder vorstellen. Darüber wären sie sehr glücklich. Er ist ein anständiger, lustiger Kerl der Morna vielleicht kein Leben voller Reichtümer aber voller kleiner Abenteuer bieten würde. Es wäre ein gutes Leben. Ein schönes Leben. Zwar müssten sie mit Bofur erstmal einen über den Durst trinken um den Schreck zu verarbeiten, aber sie würden sich schnell damit arrangieren.
Doch Thorin hat es da wesentlich schwerer. Denn Darbils Worte in der Schänke waren keine Lüge. Obgleich sie Thorin schätzen und achten, so passt das für sie nicht. Sie können sich mit dieser Vorstellung einfach nicht anfreunden und sehen das Herz ihrer Schwester in Gefahr. Das wollen sie nicht und versuchen Morna ihre naiven Träume und kindlichen Fantasien auszureden. Sie solle sich lieber einen Mann ihrer Größe suchen als einem Prinzen hinterher zu rennen.
Doch weder Morna noch Thorin lassen sich etwas vorschreiben und es wird noch gewaltig Krachen zwischen den Familien, als diese erkennen müssen, dass es allen voran unser Zwergenprinz ist, der seinen Platz in Mornas Leben unerwartet schnell einnimmt und diesen auch nicht mehr bereit ist herzugeben. Weder gegen Bofur, noch sonst jemanden. Er wird ihr Beschützer und ihre starke Schulter werden. Der Fels in ihrem Leben, der jedem Sturm trotzen wird. Ungeachtet ob sie einander freundschaftlich zugeneigt sind oder mehr. Und diesen Platz lässt er sich nicht streitig machen.

Das mit der Diplomatie ist so eine Sache bei Thorin. Einerseits ist er sehr stur, unnachgiebig und manches Mal geradezu streitlustig. Siehe die Diskussion mit Bard im Erebor (wobei ich seine Argumente wirklich nachvollziehbar finde, doch versprochen ist versprochen) und allgemein mit Thranduil. Da spielt aber vor allem die tief gehende Abneigung glaube ich eine Rolle. In solchen Moment kann Thorin verbohrt und ja, geradezu unerbittlich sein. Da lenkt oftmals Balin wundervoll ein, ist besonnener und behält den Blick für das große Ganze im Auge. ABER, ich habe es auch schon andersrum gesehen. In Bruchtal zum Beispiel: zögernd gab Thorin die Karte Elrond, während man sie Balin nur aus den kalten, toten Finger hätte entreißen können. Da zeigte Thorin doch etwas mehr diplomatisches Geschick um zu bekommen was er will, nämlich Informationen. Anderswie hätten er diese nämlich nicht bekommen. Oder als Bard sie in seinem Boot mitnehmen sollte. Während Thorin zugleich bereit gewesen wäre dem Menschen mehr zu bieten für eine Überfahrt, war es Balin nicht ganz so recht. Aber zur Not frisst der Teufel eben Fliegen.
Ich denke Thorin schickt Balin in solchen Momenten gerne vor, weil dieser wortgewandter und ja auch irgendwie freundlicher wirkt. Das macht denke ich einen großen Unterschied. Scheinen die Leute eher geneigt sich auf ein Geschäft mit einem auf den ersten Blick freundlich und harmlos wirkenden Zwerg einzulassen, der ihnen gekonnt Honig ums Maul schmiert, als einem der manchmal etwas zu direkt ist und mürrisch dreinblickt. Das ist auch der Grund weswegen sie Dwalin nicht vorschicken *lach* Die Leute würden davon rennen, noch ehe er den Mund aufgemacht und nach Zucker gefragt hat.

Verbale Entgleisungen seines Königs. Ich musste bei diesem Satz grinsen. Denn er ist so wahr. Und auch das Balin versucht die Wogen dann wieder zu glätten. Ich finde Balin ist ein herzensguter Zwerg welchen ich zugleich in mein Herz geschlossen habe. Man kann ihn nur gern haben. Doch dann und wann kommt auch die zwergische Sturheit bei ihm zum Vorschein ;)

Ich denke Balin hat die Drachenkrankheit bei Thorin gefürchtet. Von Anfang an. Und wenn ein Freund, den du dein ganzes Leben schon kennst auf einmal nicht mehr der selbe ist, nur wegen dieses Haufen Goldes und sich dabei deine schlimmsten Befürchtungen bewahrheiten, ich denke da würde jeder ein wenig seine Fassung verlieren. Und es war unglaublich mutig das er zugab sich zu fürchten. Allem voran um die geistige Gesundheit seines Anführers und engen Freundes.

Dís wird immer die Sorge hinter manchem harschen Ton erkennen. Einerseits weil sie es so gewohnt ist, andererseits weil sie es versteht. Das Zwergenmänner manchmal etwas grob sind, es aber lieb meinen und sich nur nicht so ausdrücken können. Was ja auch irgendwie ganz putzig ist. Dennoch wird sie zu einer Frau werden, bei der „ihre“ Männer dessen harschen Umgangston an der schwelle zu ihrer Tür abzulegen haben oder sie sorgt dafür das dieser ihnen im Halse stecken bleiben wird. Was die Kerle draußen machen und wie sie reden oder sich benehmen stört Dís nicht. Aber in ihrem Hause haben sie sich zu benehmen. Das wissen sie alle und genießen dann auch Dís Gastfreundschaft und Warmherzigkeit. Sie wird respektiert werden auf eine Weise, wie sie ihr zusteht, weil auch Dís sich mit dem erwachsen werden verändern wird. Sie wird innerlich etwas ruhig, gefestigter. Und die größte Stütze ihres Bruders werden in einer Zeit, wo sich Thorin so verlassen und einsam fühlen wird wie niemals zuvor. Er wird äußerlich alles haben und innerlich vollkommen leer sein. Und dann wird Dís da sein und die Rolle in seinem Leben einnehmen, welche sonst immer er hatte. Es wird das Band der Geschwister umso mehr festigen.

Der arme Bilbo ist ja nun mal ein Hobbit. Da treffen kulturelle Unterschiede aufeinander die gewaltig sind. Der arme Kerl tut mir immer noch leid. 13 uneingeladene Zwerge die einem die Bude verwüsten und die Speisekammer leer fressen. Das braucht man auch nicht unbedingt.

Das Motto deiner Familie gefällt mir. Verrät mir allerdings auch, dass eine „große Klappe“ ein weitverbeitetes Phänomen in deiner Familie zu sein scheint. Täusche ich mich oder ist es so? Bei meiner Verwandtschaft väterlicherseits trifft es jedenfalls zu. Da wird geschnattert wie der Schnabel gewachsen ist und erst hinterher darüber sinniert, welch verbale Entgleisungen den Mund eventuell verlassen haben. Auch der Spruch das insbesondere die Frauen ein Tageslimit von 100.000 Wörter haben das offenbar aufgebraucht werden muss sonst ersticken sie daran, ist eine unbestreitbare Tatsache. Die Verwandtschaft mütterlicherseits ist dagegen ruhig und neigt eher zur Geheimniskrämerei. Alles ist ein Staatsgeheimnis und wer es verrät wird zugleich ins Fegefeuer befördert. Tja ja, die bucklige Verwandtschaft… was soll man dazu sagen…

In Thráins Fall hätte dieser Satz auf jeden Fall wunderbar gepasst. Doch wer nicht hören will muss eben fühlen und jeder bekommt letztlich was er verdient. Kycina war eine gute Frau. Eine einfache Händlerstochter, doch nichts wofür man sich schämen müsste. Sie war klug, einfallsreich und hatte ein großes Herz. War geduldig und mitfühlend. Doch wenn man so frech daher kommt und erhofft mit Beleidigungen die Gunst einer Frau zu erringen, da riskiert man schon mal sein Hörvermögen. Wie du schon sagtest, so was kommt von sowas.

Wenn seine Kinder etwas von Thráin haben, dann seine Hartnäckigkeit. Ich habe schon einmal in einem Kapitel geschrieben, dass es wohl eher Thráins Sturheit sei, welche ihm nachgesagt wird, als die seines Großvaters. Denn Thrór hatte letztendlich seinem Sohn zu lieben nachgegeben und Kycina widerwillig akzeptiert. Und mit genau dieser Hartnäckigkeit hat Thráin auch nicht nachgegeben als es darum ging seine Frau für sich zu gewinnen. Unermüdlich hat er es wieder und wieder versucht. Denn sie ging ihm einfach nicht mehr aus dem Sinn. Und wenn sie ihn zu einem tauben Krüppel geschlagen hätte. Er wäre am nächsten Tag wiedergekommen. Nein, ich denke nicht das es in dieser Ehe jemals langweilig war.

Ich denke Kycina hätte Morna sehr gemocht. Mädchen des einfachen Volkes verstehen sich eben *lach* Und ich denke es ist nichts schlechtes ein Mädchen aus dem Volk zu wählen, welche ihresgleichen einfach auch besser versteht. Sowohl Thráins Gemahlin als auch Morna sind in einfachen Verhältnissen aufgewachsen. Sie verstehen deren Probleme, deren Sorgen und Nöte und sind dem Volk näher. Das kann wahrlich ein Segen sein.
Zumal ich denke Kycina hätte Mornas Qualitäten gesehen, welche die Schwächen ihres Sohnes ausgleichen und umgekehrt. Wo Thorin leidenschaftlich und impulsiv ist, wäre Morna ruhig und besonnen. Wo Morna unsicher ist, ist Thorin zuversichtlich. Wenn er zornig ist und auf Rache sinnt, ist sie barmherzig. Thorin ist der Kopf, Morna das Herz. So wird es immer sein. Und es braucht beides um ein Volk zu regieren.

Thráin erkennt eine Menge von seiner Frau in Morna wieder. Besonders in diesem Kapitel und das steigert seine Sympathie für unseren Rotschopf umso mehr. Aus eigener Erfahrung weiß er zwar das diese „Wildblumen“ nicht immer so leicht zu handhaben sind, manchmal wehrhaft sind mit ihren Dornen und Stacheln und ganz schön stechen können, wenn man nicht mit vollem Herzen bei der Sache ist. Aber diese kleinen Narben lohnen sich am Ende ;)
Thráin wird mit seiner Meinung über die Untätigkeit seines Sohnes gewiss nicht hinterm Berg halten. Er wird Thorin warnen, nicht zu lange zu warten, sonst könnte sie am Ende doch noch von einem anderen weggeangelt werden. Zwingen kann er ihn allerdings nicht. Er vertraut darauf das diese jungen Leute irgendwann zur Einsicht kommen werden.

Thráin und Fundin als Veteranen zu bezeichnen gefällt mir sehr gut. Ja ja, da hat es unser Rotschopf nicht leicht, denn die alten Kerle kennen alle Tricks und Kniffe ;)

Das war ein sehr feines Review von dir und ich danke von Herzen dafür. Tut mir leid das es mit der Antwort so lange gedauert hat, doch hat es mich dann doch einige Tage beschäftigt *grins*

So und nun wünsche ich dir eine schöne Restwoche und freue mich schon darauf wieder von dir zu hören.

Ganz liebe Grüße

deine Ronja
28.02.2021 | 16:09 Uhr
Liebe Ronja,

was für ein absolut genialer Kapitelkomplex mit dem Bären und Morna und Thorin, ich bin - baff. Genau genommen war das wie ein Thriller, und ich habe ja vorhin was von Märchen geschrieben, glaube ich. :-D Wahnsinn, also welches Genre auch immer: einfach phänomenal!! Die Mischung machts (die Zerstörung des Erebor war ja auch schon Thriller, fällt mir da ein), also das ist hier jedenfalls in allen Disziplinen ganz großes Kino! Ich hätte nichts dagegen, wenn Peter Jackson diese Geschichte verfilmen würde.

Liebe Grüße
Monama

Antwort von Maede am 15.03.2021 | 11:15 Uhr
Liebe Monama,

vielen Dank für dieses Kommentar, welches mich wirklich gerührt hat.

Ich gestehe ich bin ja eher so eine Romanzen-Tante. Ich habe ein kleines Bücherregal voller Groschenromane. Nicht alle sind von mir heißgeliebt, aber sie sind ein netter Zeitvertreib. Ich selbst würde mich in diese Schnulzenecke auch jederzeit einordnen. Wie auch diese Geschichte. Aber ich finde sie hat durchaus auch spannende Momente. Dümpelt nicht nur seicht vor sich hin. Und schon sehr bald wird sie wieder in Richtung Thriller und eventuell sogar Horror abgleiten. Nicht Stephen King Horror, aber durchaus unheimlich und auch blutrünstig. Denn dafür habe ich auch so eine Ader, welche ich bisher aber noch etwas verborgen gehalten habe. Tatsächlich gibt es schon ein Kapitel in meinem Schatzkästchen da ist mir beim schreiben selbst etwas flau im Magen geworden. Ein Kompliment an die Schreibkunst? Vielleicht, wenn auch ein zweifelhaftes *lach* Ich bin jedenfalls gespannt wie dieses „neue“ Genre der Geschichte bei den Lesern ankommen wird oder ob sie mir nicht alle scharenweise davonlaufen ;)

Soso, Peter Jackson soll also meine kleine Geschichte verfilmen. Ich weiß nicht ob ich mich freuen oder in Panik geraten würde *lach* Ein bisschen was von beidem wahrscheinlich, wobei Panik wohl überwiegen würde. Denn ich selbst sehe mein Geschriebenes eher als kleines Wort in einer großen Welt. Und ich denke nicht das es Richard Armitage gefallen würde, was ich da zuweilen mit Thorin anstelle *lach* Zumindest würde ich wohl einen vielsagenden Blick ernten (siehe Kapitel 100 irgendwann) und dann vor Scham im Boden versinken. Ich bin doch ein eher schüchternes Pflänzchen.

Aber ich danke dir für dieses größte aller Komplimente und es freut mich riesig, dass dir diese Geschichte so gut gefällt und das du als Leser dabei bist.

Ganz liebe Grüße und einen tollen Start in die Woche

deine Ronja
28.02.2021 | 15:39 Uhr
Hallo liebe Ronja,

wenn ich nicht direkt das nächste Kapitel weiterlesen könnte und dann gleich weiß, wie der Bär reagiert (ich hoffe ja, dass genau JETZT Thorin auftaucht oder Thrain das Wildschwein ;-)), dann würde ich jetzt aber schimpfen wie ein Rohrspatz über diesen ultrafiesen Cliffhanger. :-D
Nein, im Ernst, tolles Kapitel und der Cliffhanger ist natürlich an der richtigen Stelle (ich nutze selber gern welche, nur in den Geschichten anderer beschwere ich mich zuweilen darüber ;-)).

Deine Geschichte ist einfach wunderschön, und sie hat auch einfach etwas Märchenhaftes für mich! Ich "muss" eigentlich noch eine Vielzahl an Geschichten weiterlesen, die auch alle wirklich toll sind, aber irgendwie zieht es mich doch wieder zu deiner! Ich beachte also mal die Alerts jetzt alle nicht und bleibe hier. :-) Und, ja, ich nehme an, du liest jetzt regelmäßig Reviews von mir *räusper*. :-D

Liebe Grüße, hab einen schönen Sonntag!
Monama

Antwort von Maede am 05.03.2021 | 11:42 Uhr
Hallo liebe Monama,

wieder einmal freue ich mich sehr von dir zu lesen. Gleich doppelt, denn ich sehe du hast mir zwei Reviews da gelassen. Vielen Dank. Fühl dich dafür mal herzlich gedrückt :)

Thráin das Wildschwein - ich musste so lachen. Lass ihn das aber ja nicht hören, ich denke er wäre dezent beleidigt. Ich selbst nenne Dwalin gerne Wildschwein, obwohl ich ihn sehr gern habe. Aber wann immer ich ihn ansehe oder über ihn als Charakter nachdenke, kommt mir unwillkürlich dieser Vergleich in den Sinn, welcher wie ich zugeben muss, auch bei Thráin nicht gar so weit her geholt ist.

Fiese Cliffhanger sind meine Spezialität, wie du noch feststellen wirst, meine Liebe ;) Ich mag es einfach an einer spannenden Stelle aufzuhören, auch wenn ich natürlich weiß wie fies das für den Leser ist. Aber es erhöht eben auch die Vorfreude auf die Fortsetzung, welche in solch einem Fall meist auch schon weitergeschrieben ist. Du kannst gerne schimpfen wie ein Rohrspatz und ich habe auch vollstes Verständnis dafür, aber diese kleine Gemeinheit nehme ich mir als fieser Autor heraus ;)

Ich freue mich riesig, dass dir meine Geschichte so gut gefällt und du sie ein wenig priorisierst unter all den Werken, welche du noch weiterlesen möchtest. Das empfinde ich als große Anerkennung. Du kannst liebend gerne hier bleiben, ich freue mich darüber und natürlich auch noch auf weitere Reviews, denn diese versüßen mir immer den Tag. Also als her damit. Wenn ich könnte würde ich dir sogar Tee und Kekse bereitstellen um dir deinen Aufenthalt ins Mornas und Thorins Welt noch ein wenig angenehmer zu machen ;)

Ganz liebe Grüße und ein schönes Wochenende

deine Ronja
23.02.2021 | 08:50 Uhr
Hallo liebe Maede,

Hach ja, Lebkuchen. Die gibt es bei mir immer erst ab Mitte November. Da bin ich so hart wie ein Zwerg. Dafür kann ich mich dann nur schlecht bis gar nicht beherrschen und wundere mich ernsthaft wenn im neuen Jahr die Hose spannt:D

Es ist immer wieder herrlich zu lesen wie die Männer aus Thorins Familie es schaffen mit ihrer schroffen, maulfaulen Art andere – in diesem Fall Morna – zu verprellen. Natürlich hat Thrain das nicht so gemeint, aber wenn es um ihre Leute, ihre Familie geht ist Morna, wie alle anderen Zwerge auch, entsprechend dünnhäutig. Und ein kleines bisschen schämt sie sich auch für ihre Armut. Und hier muss ich auch anmerken das ihre Brüder es sich reichlich einfach machen. Kein Gedanke ob und wie sie sich fühlt das sie in ihren jungen Jahren in die Rolle der Hausfrau schlüpfen musste. Ein kleines bisschen Nachdenken wäre da durchaus angebracht.

Mir gefällt Mornas Sturheit, die Thorins mindestens ebenbürtig ist. Und ich freue mich das sie später den Thronfolger das eine oder andere mal aus der Fassung bringen wird.xD Es schadet nichts wenn der sein hübsches, aber stures Köpfchen mal ein wenig anstrengen muss.

Das war ein zugegebenermaßen kurzer Kommentar, aber ich habe gleich einen Zahnarzttermin, wollte dir aber vorher unbedingt mein Review dalassen. Bis die Tage bei deiner anderen Geschichte.
Liebe Grüße
Fairness

Antwort von Maede am 01.03.2021 | 12:26 Uhr
Hallo liebe fairness,

ich bewundere deine Willensstärke. Ich werde bei Lebkuchen einfach schwach. Ich gebe zu, es ist mein Tod *lach* Ich bin eben auch eine geborene Naschkatze.

Mit ihrer Schroffe und maulfaule Art andere zu verprellen- besser hätte ich es gar nicht ausdrücken können. Ich gebe zu das Dís Männer eine überaus eigentümliche Art haben ihre Besorgnis auszudrücken. Was uns Thorin im Hinblick auf den armen Bilbo in den Filmen bereits bewiesen hat. Eigentlich sorgt er sich um dieses kleine, zu zarte Geschöpf aus dem Auenland. Denn er weiß das sein gutmütiges Herz den Hobbit auch von einem Baum herunter retten würde wie ein kleines Kätzchen. Doch möchte er sich das eigentlich ersparen. Aber anstatt ehrlich und offen seine Bedenken mit dem Hobbit zu BESPRECHEN, beleidigt er ihn im Grunde in einer Endlosschleife, bis Bilbo beinahe davon gelaufen wäre. Diplomatie scheint diesen künftigen Königen nicht gerade im Blut zu liegen. Deswegen ist auch Balin unersetzlich in dieser Geschichte. Er ist freundlich, mitfühlend und findet eigentlich immer die richtigen Worte.

Morna sieht die gute Absicht hinter Thráins und Thorins Worten. Und es würde ihr irgendwo auch schmeicheln. Doch seine Zuneigung und Besorgnis in eine anmaßende Beleidigung zu verpacken ist nun einmal kein schmeichelndes Gewand. Darüber kann auch unser Rotschopf nicht hinwegsehen. Denn auch Morna liebt ihre Familie. Ihre Brüder, auch wenn diese nicht immer nett zu ihr sind. Doch sie bemühen sich alle nach Kräften zu überleben. Weil sie aneinander hängen und nicht noch mehr auseinander gerissen werden wollen. Doch mehr ist einfach nicht drin. Für Luxus ist eben kein Geld da und das beschämt Morna durchaus. Armut ist niemals etwas, womit man sich rühmt.

Ob Mornas Brüder es sich einfach machen? Hmmmm. Gute Frage, darüber habe ich noch nie so genau nachgedacht. In meiner Vorstellung ist es für Mornas Brüder ganz normal, dass Morna die Rolle ihrer Mutter einnimmt, nachdem diese gestorben war. Selbstverständlich hatte sie früher noch mehr Unterstützung, weil sie damals noch ein Kind gewesen ist. Doch je älter sie wird, desto mehr Eigenverantwortung musste sie übernehmen. Und nun führt sie den Haushalt selbstständig. Das ist für ihre Brüder ganz normal und Morna hat sich nie groß darüber beklagt. Weil auch sie damit aufgewachsen ist. Für ihre gesamte Familie war ihr Familienleben so wie sie es lebten etwas ganz natürliches. Daran zweifelt nun auch Morna, da es ihr als Knechtschaft vorgeworfen wird. Als etwas das falsch ist, obgleich sie immer so stolz auf ihre Fertigkeiten war. Das tut schon weh und weckt ihre Gegenwehr.

Dir gefällt Mornas Sturheit? Mir auch :) Tatsächlich kann sie es mit Thorin aufnehmen, wenn sie es darauf anlegt. Wie nannte Frerin es einst? Eine fröhliche Familie von sturen Huftieren. Der schnaubende Stier und der dickköpfige Widder. Und es wird eine Zeit kommen, wo ihre Sturheit wie das Geweih zweier Hornträger aufeinanderprallt. Das wird Schläge geben, die man im gesamten Wald hört.
Morna wird es auch Thorin nicht immer leicht machen. Tatsächlich wird er auch ihre Grenzen kennen lernen und dabei an seine eigenen geraten. Weil sie ihm eben nicht immer wie ein treudoofes Schäfchen aus der Hand fressen wird. Besonders in den Momenten, in denen es ihm lieber wäre muss sie ihre kleinen Dickkopf durchsetzten und ihn zum schnauben bringen.

Ich fand dein Kommentar ganz wundervolle und danke dir sehr dafür. Ich hoffe beim Zahnarzt ist alles gut gelaufen und er hat doch nicht gar so sehr gequält.

Ganz liebe Grüße und noch einen schönen Start in die Woche

deine Ronja
21.02.2021 | 16:39 Uhr
Liebe Maede,

normalerweise nehme ich mir immer vor, mich bei Geschichten, zu denen ich so spät dazustoße, am Ende zu melden, aber wenn ich dann zwischendrin schon begeistert bin, muss ich mich vorher immer schon melden, drum melde ich mich jetzt schon. :-) Diese Geschichte ist WUNDERSCHÖN!! Ich habe die ersten 14 Kapitel am Stück gelesen, werde gleich auch weiterlesen, aber das Geschenk von Thorin an Morna, das hat noch alles andere übertroffen. :-) Das ist ja wie ein Märchen (die sind auch meine Leidenschaft), also eine hervorragende Mischung, besser geht es nicht!

Erst einmal finde ich die Idee super, beim Angriff von Smaug anzusetzen und die Zeit danach zu beschreiben, und die Umsetzung ist großartig. Ich habe ja noch nicht mal kommen sehen, dass Dís' Geburtstag so enden würde, da war ich schon völlig überrumpelt (obwohl ja im Kapitel schon was mit Flammen stand!), dann diese furchtbaren Szenen - super umgesetzt, und es ist ja nicht leicht, sowas zu schreiben! - und wie sie jetzt hart arbeiten, um im Lager über die Runden zu kommen. Das ist ganz großes Kino für mich, dieselbe Bildgewalt, die auch die Filme haben, ich bin wirklich hin und weg. Ich bin auf jeden Fall hier bei der Geschichte an Bord - habe auch gesehen, da gibt es noch eine zweite - du hast also heute bestimmt nicht das letzte Mal von mir gelesen. ;-)

Ganz herzlichen Dank für diesen Lesegenuss
& liebe Grüße
Monama

Antwort von Maede am 25.02.2021 | 11:58 Uhr
Hallo liebe Monama,

erstmal vielen Dank für dein tolles Review. Ich habe mich riesig darüber gefreut. Und natürlich herzlich Willkommen. Es ist immer schön ein neues Gesicht zu sehen :)
Es freut mich sehr, dass dir meine Geschichte so gut gefällt, dass du mir bereits eine kleine Zwischenmeldung gibst. Und bloß keine Scheu, du kannst mir jederzeit schreiben, ich freue mich schon darauf :)

Ach Gott, Kapitel 14. Zugegeben, ich liebe es auch. Aber es ist schon so lange her, dass ich es geschrieben hatte, dass ich gerade selbst noch einmal nachlesen musste worum es darin eigentlich ging. Bei über 100 Kapitel kann man schon mal leicht den Überblick verlieren *lach* Aber ja, es ist wirklich ein süßes Kapitel und ich hatte damals sehr viel Freude daran es zu schreiben. Es sind die ersten Schritte, welche Morna und Thorin aufeinander zu machen und unser Rotschopf erkennt welch ein großes und wohlwollendes Herz der Zwergenprinz doch hat. Tatsächlich dachte sie an diesem Punkt der Geschichte sie sei unsichtbar für ihn. Nicht mehr als Dís kleiner Schatten. Dabei hatte sie damals tatsächlich schon eine Bedeutung für Thorin. Wenn auch eine andere als zum heutigen Zeitpunkt.

Ich hatte mich immer gefragt wie das Leben unserer Zwerge wohl war, als sie nach dem Angriff von Smaug in Dunland gelandet sind. Es war eine so lange Zeit die sie an diesem Ort verbracht haben. Zumal mich die Idee, dass Thorin seinerzeit als einfacher Schmied unter Menschen gearbeitet hat sehr fasziniert hat. So ist die Grundidee zu dieser Geschichte entstanden. Das es gleichzeitig eine Romanze werden sollte, was auch geplant. Doch alles andere entstand beinahe von selbst und ganz durch Zufall. Ich habe Morna nie wirklich geplant gehabt. Hatte nur eine grobe Vorstellung von ihr. Erst mit der Zeit und beim schreiben wurde tatsächlich mehr daraus. Und nun ist sie, wie auch die anderen Zwerge und diese Geschichte nicht mehr aus meinem Leben wegzudenken.

Ich danke dir für dein vieles Lob. Hach, ich werde tatsächlich rot! Aber es berührt immer mein Herz wenn Leser so begeistert sind und mir schreiben. Ich hoffe doch sehr, nicht das letzte Mal von dir gelesen zu haben, denn dein Review war wirklich wundervoll :)

Tatsächlich gibt es bereits eine kleine Fortsetzung, welche einige Jahre nach dieser Geschichte spielt. Ich habe damit bereits angefangen, weil ich hier ein kleines Kreativ-Tief hatte und einfach nicht weiter kam. Da hilft mir Ablenkung unglaublich und ganz plötzlich ging es auch hier wieder weiter. Also falls dir mal Langweilig ist, in den Untiefen meiner Fanfiktion - Bibliothek wartet noch die ein oder andere Geschichte ;)

Ich habe zu danken für dieses wunderbare Review.

Auf hoffentlich bald und ganz liebe Grüße

Ronja
Sillya (anonymer Benutzer)
17.02.2021 | 11:16 Uhr
Immer wieder witzig Thorin tanzen zu lesen.
Du hast es wie immer sehr gut geschrieben.

Antwort von Maede am 23.02.2021 | 12:26 Uhr
Hallo Sillya,
es freut mich das dir auch dieses Kapitel wieder gefallen hat.
Thorin kann tanzen, aber er tut es nicht sonderlich oft und versucht so oft wie möglich Frerin diese für ihn unangenehme Angelegenheit zuzuschieben. Doch seine Schwester kann durchaus beharrlich sein ;)
Sillya (anonymer Benutzer)
16.02.2021 | 16:03 Uhr
Omg .....schluchz... ich glaub ich Wein gleich die stelle wo sie keine Luft mehr geckrigt hat ....schluchz...

Antwort von Maede am 15.03.2021 | 11:23 Uhr
Hallo Sillya,
ich brauche an dieser Stelle dringend mehr Taschentücher für meine Leser ;)
LG Ronja
Sillya (anonymer Benutzer)
16.02.2021 | 15:49 Uhr
Also ich kann Morna verstehen Ich mag Thorin auch er ist so mutig

Antwort von Maede am 23.02.2021 | 12:09 Uhr
Hallo Sillya
Ich kann Morna auch sehr gut verstehen ;)
Ich vergöttere Thorin. Er ist mutig und loyal und großherzig und tapfer und klug und... du siehst ich könnte die Liste ewig erweitern. Er ist einfach ein toller Kerl für mich. Deswegen ist auch diese Geschichte entstanden.
Sillya (anonymer Benutzer)
16.02.2021 | 15:29 Uhr
Omg... schluchz....so grässlich schön es ist einfach nur toll oder traurig oder ..... beides'_'

Antwort von Maede am 23.02.2021 | 12:02 Uhr
Hallo Sillya,

im ersten Moment musste ich lachen "so grässlich schön", dass ist wirklich eine ausdrucksvolle Kombination.
Aber ich verstehe natürlich was du meinst. Manchmal können Geschichten sowohl toll, als auch traurig oder so schrecklich sein.
Jedenfalls freut es mich, wenn dir wieder ein Kapitel gefallen hat und ich hoffe das auch der Rest dieser Geschichte deinen Zuspruch findet.

Ganz liebe Grüße

Ronja
Sillya (anonymer Benutzer)
16.02.2021 | 15:18 Uhr
Hallo,
Du hast das wirklich soooo schön gemacht so richtig wie eine autorin(ist mein traum )sehr toll mach weiter so.
LG Silva die Fee

Antwort von Maede am 23.02.2021 | 11:55 Uhr
Hallo Sillya,

huch, schon das nächste Kommentar. Vielen Dank :)
Vielen Dank für dein vieles Lob. Ich gebe mein Bestes.

Ganz liebe Grüße

Ronja
Sillya (anonymer Benutzer)
16.02.2021 | 14:42 Uhr
Das ist eine schöne Geschichte und eine gute Story.

Antwort von Maede am 23.02.2021 | 11:54 Uhr
Hallo Sillya,

vielen Dank für dein liebes Review. Ich habe mich sehr darüber gefreut und es freut mich sehr, dass dir meine Geschichte gefällt :)

Viele Grüße

Ronja
hallo (anonymer Benutzer)
11.02.2021 | 17:24 Uhr
allso wenn ich mit 10 einen schwarm gehabt hätte dannn uiiiiiiiiiii nicht gut

Antwort von Maede am 15.03.2021 | 11:24 Uhr
Danke für diesen Kommentar zu meiner Geschichte
Christin (anonymer Benutzer)
11.02.2021 | 10:21 Uhr
Hallo meine allerliebste Lieblings-Ronja,
ich habe mich sehr über das neue Kapitel gefreut. Der Einstieg mit dem Zitat aus Robin Hood in der Kapitelüberschrift hat mir sehr gut gefallen, da es den Kern des Kapitels so treffend, aber auch so stilistisch getroffen hat. Morna hat es wirklich nicht leicht, wie wohl alle Mitglieder ihres Volkes; selbst die Königsfamilie. Aber irgend wie scheinen alle nur Mitleid mit ihr zu haben. Obwohl ich denke, dass das nicht Thráins Beweggrund gewesen ist. Aber Morna empfindet es in diesem Moment so. Als sie dann gegen seine Anweisung verhalten, aber dennoch spürbar, aufbegehrt, habe ich die Luft angehalten. Jetzt bin ich total gespannt, wie es weitergeht.
Schön, aber auch wieder mit einem innerlich resignierten Aufseufzen habe ich Mornas und Thorins Gedanken verfolgt. Was sie über einander dachten und wie sie sich gegenseitig sahen. Nicht wissend, dass sie beide dieselben Gedanken und Empfindungen umtrieben. Man möchte ihnen zurufen, dass sie es aussprechen sollen. Wie überrascht sie dann wohl voneinander wären. Aber das wird wohl so schnell nicht geschehen. Oder doch? In deiner letzten Antwort auf das Review von fairness´s (ja, ich lese immer noch alles mit ;-) ) hast du ja ein klein wenig Hoffnung gemacht, dass zumindest Morna etwas aus sich herauskommen wird, was das angeht. Ich bin gespannt!
Liebe Grüße und fühl dich gedrückt
deine Christin

Antwort von Maede am 22.02.2021 | 11:36 Uhr
Hallo meine allerliebste Lieblings-Christin,

wie schön das dir dieses Kapitel wieder gefallen hat. Die Idee zur Kapitelüberschrift kam mir noch während dem schreiben. Wie auch Mornas unerwartet trotziges Verhalten, welches ursprünglich gar nicht geplant war. Es entwickelte sich einfach so. Da hat unser lieber Rotschopf mal wieder ihr Eigenleben in meiner Feder geführt *lach* Doch tatsächlich fühlte es sich für mich einenMoment lang so an, als würde sich ein Lamm plötzlich in einen Löwen verwandeln. So unerwartet und auch untypisch, dass ich es nicht besser hätte beschreiben können.

Morna weiß natürlich das viele Mitleid mit ihr und ihrer Familie haben. Weil sie so arm sind und dazu noch so viele. Das es in ihrem gesamten Leben niemals groß anders war. Mitleid begleitet Morna schon ihr ganzes Leben. Sie hat sich daran gewöhnt. Weiß das es die Leute meist nur gut mit ihnen meinen. Und so versucht Morna es auch immer zu sehen. Von der positiven Seite. Doch in diesem Moment, als sowohl Thráin als auch Thorin zu ihr sprechen fühlt es sich für Morna schrecklich an. Vorwurfsvoll, tadelnd und boshaft. Und auch wenn unser Rotschopf nur ein kleinesLicht ist, so hat auch sie ihren Stolz. Und dieser wurde eben in jenem Moment verletzt. Weil Morna keinerlei Schuld in sich selbst findet. Selbst wenn sie noch so tief in sich gräbt. Sie kam in dieser Familie auf die Welt. Das kann sich niemand aussuchen. Sie arbeitet seit sie denken kann. Sie tut und macht und nun hört sie Tadel und Missfallen. Das kränkt sie durchaus.

Natürlich hat es Thráin nicht so gemeint. Männer klingen in ihrer Sorge manchmal hart und erbarmungslos. Doch sie meinen es nicht immer so.

Es tut mir leid dich zum resignierten Aufseufzen gebracht zu haben. Ich weiß wir sind nun an einem Punkt wo ihr Leser euch wünscht es würde in großen Schritten voran gehen. Doch ich habe noch so einiges vor und diese Geschichte ist wie du weißt ein Marathon und kein Sprint. Und auch ich sehne mich nach etwas mehr, aber das wäre zu überstürzt. Bald (um mal etwas für dich zu spoilern und jaaaa ich habe mir schon gedacht das du mit ließt und genauso wie früher bin ich überaus entzückt davon ;)) wird es Momente zwischen Thorin und Morna geben, die deine Resignation ein wenig zur Ruhe bringen werden. Morna wird uns wahrlich tollkühn überraschen, doch auch Thorin, welcher besitzergreifender und gefährlicher sein kann als man ihm auf dem ersten Blick zutraut. Sie werden sich streiten und wieder versöhnen und dabei einander näher kommen als zuvor. Denn sie müssen auch erst die Grenzen des jeweils anderen kennen und verstehen lernen. Es wird Leben geben und auch Tod. Es wird Verlust geben und schöne Momente. Und nur noch ein paar Kapitel und unsere Geschichte erfährt eine neue Wende.

Morna wird bald tatsächlich etwas aus sich herauskommen. In einem Moment, der für Thorin so unerwartet ist, dass er tatsächlich ein wenig vom Donner gerührt sein wird. Doch das wird dem armen Kerl noch häufiger passieren.

So und nun danke ich dir ganz herzlich für dein wunderschönes Review und freue mich schon drauf bald wieder von dir zu lesen. Ich kann es kaum erwarten :)

Ganz liebe Grüße und fühl auch du dich gedrückt

deine Ronja
17.01.2021 | 09:55 Uhr
Hallo liebe Maede,

du hattest hoffentlich einen guten Rutsch ins neue Jahr, trotz Homeschooling, arbeiten im Homeofficce oder sonstige garstige Widrigkeiten. Natürlich konnte ich den süßen Versuchungen über die Feiertage nicht wiederstehen und jetzt muss ich mich – nur ein bisschen - kasteien, da selbst meine Reithose spannt. Und die ist aus Stretch!!!

Es ist einfach schön zu lesen wie die Familie in die Morna so selbstverständlich aufgenommen wurde, harmoniert. Jeder, auch enge Freunde, hat seinen Platz und es herrscht eine friedliche, gelöste und so ganz andere Stimmung als sonst üblich.
Verschlafen zu haben ist für Morna, die sonst funktioniert wie ein Uhrwerk, schlichtweg der Supergau. Auf die Idee das es von ihren Gastgebern gern gesehen und gefördert wurde das sie mal ausschlafen kann, kommt sie einfach nicht. Schüchternheit, Erziehung und Achtung vor der Königsfamilie stellen ihr da ein Bein.
Was für ein herrlicher Anblick; zwei Zwergenkrieger die sich von einem jungen Mädchen in die Geheimnisse der (nicht ganz so) hohen Kochkunst einweihen lassen.xD Aber Morna gibt dies das Gefühl sich für die Gastfreundschaft revanchieren zu können und diese, nur in ihren Augen, kolossale Verfehlung verschlafen zu haben, wieder wett zu machen.

Frerin mit seinem Gespür für zwischenmenschliche (oder schreibt man da zwischenzwergische) Töne hat natürlich sofort auf den zweiten Blick entdeckt das sich zwischen seinem älteren Bruder und der kleinen Freundin der Familie etwas geändert hat. Etwas grundlegendes, mit solchen Blicken kennt er sich aus, da ist er Fachmann diese zu deuten. Und er wird den Teufel tun dem ganzen so schnell wie möglich auf den Grund zu kommen. Wenn ihm da nicht etwas dazwischen kommt. Ich kann mir vorstellen das Thrain in Kürze mit der hochnotpeinlichen inquisitorischen Befragung über Frerins Verfehlung von letzter Nacht starten wird.
Thorin und Morna sind zumindest soweit das beide verstanden haben das da mehr zwischen ihnen ist als Freundschaft. Auch wenn Thorin wie wir ja bereits wissen die nächsten fünfzig Jahre den Mund nicht weiter aufbekommen wird. Glaube ich zumindest.

Das war wieder ein wunderschönes Kapitel.
Ich wünsche dir eine gute Zeit und liebe Grüße
Fairness

Antwort von Maede am 10.02.2021 | 11:02 Uhr
Hallo liebe fairness,

es tut mir so leid, dass ich mich erst so spät melde. Ich habe so fleißig an den neuen Kapitel geschrieben und habe die Frau Muße, über die wir uns schon unterhalten haben „die anstrengende Lady“ mal so richtig gepackt und nicht mehr losgelassen. Und dann ist die Katastrophe passiert. Ein Teil davon war unwiederbringlich gelöscht. Ich habe natürlich in Panik versucht alles zu retten, an das ich mich noch erinnern konnte und so kommt es, dass ich so lange nichts habe von mir hören lassen. Das tut mir so leid. Aber nun wird es hoffentlich wieder besser. Ich hoffe es ist dir inzwischen gut ergangen und du bist gesund und munter.

Das mit den spannenden Hosen, welche die Wichtel über Weihnachten gewiss enger genäht haben in meinem Schrank, kenne ich zu genüge, meine Liebe. Mir geht es jedes Jahr auch so. Und jedes Jahr schwöre ich mir, dass ich im nächsten nicht mehr so viel sündigen werden und das Weihnachtsmahl bescheidener ausfällt. Bis heute konnte ich diesen Vorsatz nicht einhalten. Spätestens wenn im September die ersten Lebkuchen im Regal stehen drehe ich durch, um meinen Mann einmal zu zitieren. Er kennt keinen Menschen auf der Welt der derartig viel Lebkuchen und andere Weihnachtsleckerein in sich stopfen kann ohne irgendwann zu platzen. Oder die Lust darauf zu verlieren. Aber gut, dafür mache ich dann immer Anfang des Jahres eine Obst und Gemüse Diät, weil ich keine deftigen Speise mehr sehen kann. So gleicht sich das wieder aus :)

Morna liebt es Thorin und seine Familie zu beobachten. Das könnte sie stundenlang tun. Wenn sie unbeobachtet sind und einmal ganz daheim, verhalten sie sich auch ganz anders. Auf herzerwärmende Weise natürlich und das gefällt Morna einfach. Lässt es sie alle greifbarer und echter erscheinen.
Für Morna ist es tatsächlich der Supergau schlechthin verschlafen zu haben. Es erscheint ihr selbst dreist und unverschämt ihren Gastgebern gegenüber und sie fürchten das diese nun schlecht von ihr denken könnten. Doch in Wahrheit stört sich niemand daran außer Morna selbst *lach* Und jeder von ihnen, der um den harten Alltag des Mädchen weiß, gönnt es ihr von Herzen.

Ich hatte schon vor ein paar Jahren die Idee zu eben jenem Bild, wo Frerin und Thorin mit Morna in der Küche stehen und ihr dabei zusehen, wie sie Eier voneinander trennt. Dieses Bild hatte sich so in mein Gehirn eingebrannt das ich gar nicht anders konnte als es zu schreiben. Es ist auch eine herzallerliebste Vorstellung. Gewiss es ist keine hohe Kochkunst, doch Eier trennen muss man auch erstmal können. Tatsächlich habe ich mehr als eine Bekannte in meinem realen Leben, die nicht wusste wie das geht und versucht hat das aufgeschlagene Ei mit einem Löffel vom Eigelb zu trennen. Und wir sprechen hier nicht von den zu unrecht verschrieenen Jugendlichen die angeblich nichts anderes können als aufs Handy zu starren. Sondern erwachsene Damen in ihren späten Dreißigern.

Frerin ist wirklich ein schlauer Fuchs. Dem entgeht nichts so schnell. Und er kennt sowohl Thorin als auch Morna sehr gut. Er spürt das sich etwas zwischen ihnen verändert hat. Wieviel wird er vielleicht schon bald herausfinden.

Oh ganz so unschuldig wird es zwischen den beiden dann auch wieder nicht ablaufen die nächsten fünfzig Jahre. Da wird es durchaus Moment geben die mehr in der Zukunft versprechen. Dabei sollten wir die liebe Morna mal nicht unterschätzen. Thorin wird sich ganz schön in Acht nehmen müssen.

Die Fortsetzung habe ich gestern hochgeladen und ich hoffe sie wird dir gefallen. Ich freue mich schon darauf wieder von dir zu lesen.

Bis dahin lass es dir gut gehen und ganz liebe Grüße

deine Ronja
10.01.2021 | 00:59 Uhr
Hallo liebe Maede,

... Du bist wieder zurück!

Morna hat mir sehr gefehlt, und ich merke schon jetzt, dass ich mehrfach in der Woche spickle, ob es weiter geht.
Danke, dass Du weiterschreibst...

Viele Grüße
Molly

Antwort von Maede am 10.01.2021 | 21:20 Uhr
Hallo meine liebe Molly,

es ist so schön wieder von dir zuhören.
Und jaaaa, ich bin wieder da. Ich weiß ich war lange weg, aber irgendwie hatte mich die Muße komplett verlassen. Oder sie kam immer genau in dem Moment wo ich einfach nicht schreiben konnte. Und Abends war ich dann zu erledigt auch nur einen Finger noch zu rühren.

Morna, Thorin und all die anderen Charaktere hatten mir auch unglaublich gefehlt. Und ihr Leser auch, denn ich wusste das ich noch so viel zu erzählen hatte und da wurde ich immer ganz wehmütig wenn ich daran dachte, dass all diese Worte noch nicht geschrieben waren.

Doch nun bin ich mit gleich zwei Fanfiktions zurück. Ich weiß nicht ob du die Fortsetzung zu So nah schon entdeckt hast? Sie spielt einige Jahre nach der jetzigen Geschichte und ich hoffe sie wird dir ebenso gefallen wie diese hier :)

Danke das du noch hier bist und all das hier ließt. Das bedeutet mir wirklich ganz viel.

Viele liebe Grüße

Ronja
Christin (anonymer Benutzer)
09.01.2021 | 10:50 Uhr
Hallo meine allerliebste Lieblings-Ronja,
zunächst wünsche ich dir ein schönes und gesundes neues Jahr! Hach ich freu mich auch so sehr, dass ich dich wiederhabe. :-)
Es hat mich getroffen, zu hören, dass es dir im letzten Jahr nicht gut gegangen ist. Das mit dem Verlust eines geliebten Hundes kenne ich auch. Das ist immer schwer. Auch, dass es deinem Papa und deiner Oma nicht gut geht, tut mir leid. Ich hoffe, dass dieses Jahr besser für dich wird. Immerhin hast du eine Familie, die dich liebt und bei dir ist. Und es gibt bald neuen Zuwachs? Wie schön!
Ich bin froh, dass du wieder in deine Geschichte reingefunden hast. Ich hoffe, dass es so bleibt und du uns neue schöne Momente mit unseren geliebten Charakteren bescherst. So komme ich auch gleich zu dem neuen Kapitel. Es hat mir wieder sehr gefallen und es war zu schön und auch amüsant, als Morna den „großen Jungs“ noch etwas beibringen konnte. Gerade auch weil Männer ja öfter mal der Meinung sind, sie würden alles können (*Augen verdreh*). Dieser Moment, als Morna und Thorin angelächelt haben, war zu schön. Vor allem auch, weil es so vertraut war und obwohl sie nicht allein waren, jener Moment nur sie beide betraf. Nun ja, auch wenn Frerin etwas gemerkt hat. Bin sehr gespannt, wie er seinen Bruder darauf ansprechen wird, was er ja offensichtlich vorhat. Ich kann das nächste Kapitel kaum erwarten!
Ich wünsche dir ein schönes Wochenende! Fühl dich gedrückt!
Liebe Grüße,
deine Christin

Antwort von Maede am 09.02.2021 | 11:21 Uhr
Hallo meine allerliebste Lieblings-Christin,

ich weiß ich habe länger nichts von mir hören lassen. Asche auf mein Haupt, aber ich habe an beiden Geschichten gearbeitet um euch schnell wieder mit neuen Kapitel zu versorgen und dann ist der totale Super-Gau geschehen. Ein Teil davon wurde unwiederbringlich gelöscht. Das war so ärgerlich, ich hätte mir am liebsten in den Hinter gebissen, wenn ich denn dran käme. Und so habe ich beinahe in Panik alles versucht neu zu schreiben, ehe ich etwas vergesse. Was mir leider schnell passieren kann. Mein Leben ist so voller Leben, dass ich mir immer alles aufschreiben muss, damit es nicht in den unendlichen Weiten meines Gehirns verschwindet. Arzttermine, Schulekram und auch Fanfiktionideen. Aber das meiste davon haben meine grauen Zellen retten. Somit kannst du schon sehr bald auf ein neuesKapitel hoffen :)

Ja, dass letzte Jahr war wirklich kein Knüller, aber es hätte auch noch schlimmer kommen können, also will ich gar nicht so sehr klagen. Angenehmer hätte es aber auch sein können. Und nun schneit es hier bei uns und ich fahre so ungern Auto bei Schneefall. Habe dafür einfach schon zu viele schlechte Erfahrungen gemacht. Aber gut, der Winter wird auch nicht ewig anhalten. Wir sind schließlich nicht in Narnia ;)

Also neuer Zuwachs ist geplant. Ob es den auch wirklich geben wird… mal schauen. Normalerweise habe ich nie Probleme damit, aber auch ich werde älter und vielleicht tickt meine biologische Uhr dann auch etwas anders. Wir werden es sehen ;)

Ich bin auch ganz beseelt endlich wieder meiner geliebten Schreiberei frönen zu können. Ich hatte das so sehr vermisst. Und auch den Austausch mit euch Lesern.

Tja, auch unsere liebe Morna kann mal etwas. Und ja ich muss dir recht geben: Männer glauben öfters sie können alles. Meiner zum Beispiel wollte mir mal einen Lehrgang für die Spülmaschine erteilen. Ich würde sie nicht so einräumen, dass möglichst viel reinpasst. Dass das Geschirr dann nicht richtig sauber wird, wenn man es zu dicht aneinander stapelt wurde als Unsinn abgetan. Das Wasser käme schon überall dran. Ich habe ihn in dem Glauben gelassen und nach dem Spülgang lediglich die halbe Geschirrladung wieder in die Spüle zurückgelegt, die (oh Wunder), noch dreckig war. Seitdem habe ich nie wieder ein Wort über falsche Spülmaschinenbefüllung gehört. Ich glaube die lieben Männer meinen das gar nicht böse. Und ja, manchmal sind sie uns in praktischen Vorgängen voraus, weil sie nicht so kompliziert denken wie wir. Da beneide ich sie. Für sie gibt es nur sauber oder schmutzig. Sie jagen keinem imaginären Schmutz hinterher wie es Frauen gern mal tun. Dafür liebe ich Männer einfach. Aber hin und wieder wissen wir Frauen es halt auch einfach besser. Vor allem wenn wir öfter diese praktischen Haushalthelfer a la Spülmaschine, Waschmaschine ect. benutzen. Und so konnte auch unsere liebe Morna einmal mit ihrem Wissen in Sachen Haushalt und Kochen glänzen und tatsächlich den beiden großen Jungs noch etwas beibringen. Frerin musste in seinem Leben noch nie Eier trennen. Folglich kann er es einfach nicht. Aber er hat gut aufgepasst und wird sich beim nächsten Mal gewiss daran erinnern. Spätestes wenn Dís wieder Eier ohne Eigelb möchte ;)

Für mich war dieses Wiedersehen am Morgen ein wichtiger Moment zwischen Morna und Thorin. Ist zumindest für Thorin in der vergangenen Nacht so viel geschehen. Hat der Abend zuvor alles für ihn verändert. Er hat sich verliebt. Hals über Kopf wie er es niemals zuvor erwartet hatte. Morna nun gegenüber zu stehen, leibhaftig und echt, nachdem er zu jener alles verändernden Erkenntnis erlangt ist, ist natürlich ein besonderer Moment. Und auch unsere Morna spürt das sich etwas zwischen ihnen verändert hat. Aber ins positive. Ist da eine Vertrautheit, auf welche unser Rotschopf niemals zu hoffen gewagt hatte. Und obwohl sie nicht allein sind, gehört dieser Moment ganz ihnen beiden.

Frerin ist ein schlauer Fuchs, dem entgeht nichts. Er spürt schon lange das da etwas zwischen den beiden ist, doch an diesem Morgen umso deutlicher. Er wird mit seiner Neugier nicht hinterm dem Berg halten, so viel ist sicher.

So und nun verpasse ich dem neuen Kapitel noch den letzten Schliff, damit du es diese Woche noch lesen kannst. Bis dahin wünsche ich dir lieben Christin eine wundervolle Woche. Das du nicht eingeschneit wirst und drücke dich herzlichst.

Ganz liebe Grüße

deine Ronja
Christin (anonymer Benutzer)
27.12.2020 | 11:31 Uhr
Hurra, hurra meine allerliebste Lieblings-Ronja ist wieder da! :-)
Oh du glaubst gar nicht, wie sehr ich mich gefreut habe, als mir gestern aufgefallen ist, dass Thorins und Mornas Geschichte tatsächlich weitergeht! Habe so sehr darauf gehofft und nun hat sich mein Wunsch endlich erfüllt. Und noch dazu in zwei Geschichten; eine, an die man anknüpfen kann und eine, die uns einen Blick in die Zukunft ermöglicht (dazu ein Review an der anderen Stelle).
Oh, du glaubst gar nicht, wie sehr ich dich vermisst habe. Und als dann auch dein Twitter-Account nicht mehr existierte, dachte ich, du kommst wirklich nicht wieder. Umso mehr freue ich mich, dass du wieder da bist! :-)
Ich hoffe, dir ist es dennoch in den letzten Monaten im Großen und Ganzen gut ergangen, auch wenn die Zeit dir einiges abverlangt hat. Wie geht es dir denn jetzt so? Ich hoffe, du genießt die Zeit mit deinem Sohn und hattest ein schönes Weihnachtsfest.
Mein Interesse bzgl. der Welt um Mittelerde hat sich nicht verändert und ganz besonders im Hinblick auf Thorins und Mornas Geschichte. Für mich ist sie nach wie vor die schönste Geschichte, die zu diesem Thema existiert. Daher habe ich mich auch sehr gefreut, dass ich mich sofort wieder reinfinden konnte und es sich anfühlt, als habe es nie eine Unterbrechung gegeben. Du schreibst nach wie vor so schön und ich habe nichts vergessen, sodass ich mich sofort wieder voll und ganz in die Geschichte einfinden konnte. Es war so schön, zurückzukommen und ich kann es gar nicht fassen, dass ich es gestern erst gemerkt habe, obwohl ich immer regelmäßig vorbeigeschaut habe. Aber irgendwie ist es an mir vorbeigegangen; vielleicht auch wegen dem Stress in der letzten Zeit (dazu siehe unten). Ich habe mich dann gestern Abend gemütlich in meine Kissen gekuschelt und all die tollen Kapitel gelesen, die ich verpasst hatte. Oh, ich wollte gar nicht mehr aufhören, weil es so schön war. Ach, der arme Frerin. Hin und her gerissen zwischen Schuldgefühlen und dem Wunsch, sich bei seinem Bruder wirklich zu entschuldigen, aber auch mit dem Wissen, was ihn daran in gewisser Weise hindert, da er ihm nicht sagen möchte, warum konkret all das passiert ist. Er wüsste, dass Thorin dann noch besser verstehen könnte, warum er das getan hat und dass es nicht sein üblicher Übermut war, sondern dass er ihn quasi verteidigen wollte und es für ihn selbst getan hat. Mal sehen, was da noch kommt. Und er hat mir so leid getan, als er ihm das mit dem Hemd gesagt hat. Und es war so typisch Thorin, dass er ihm dieses Missgeschick nachgesehen hat, obgleich Frerin es lieber gewesen wäre, er würde es nicht hinnehmen, denn es hat sein Schuldgefühl noch verstärkt. Ich kann gar nicht erwarten, dass es weitergeht.
Nun, bei mir gibt es noch Neues. Mein Neffe ist nun „geschlüpft“ und mittlerweile 9 Monate alt. Und ich werde ihn nun auch öfter sehen können, da es tatsächlich endlich mit der Versetzung geklappt hat und ich ab Februar wieder in meiner Heimat bin. Dort habe ich eine Stelle an einem Gymnasium bekommen. Du hast also durch mich einen anderen Blick auf meine Berufsgruppe. Das freut mich aber. :-) Ja, es gibt sicher solche und solche, wie in jedem Beruf. Ich bemühe mich, zur positiv empfundenen Gruppe zu gehören (und bisher ist mir Gott sei Dank nichts Negatives entgegengebracht worden). ;-) In der Schule ist derzeit die Hölle los, was das Arbeitspensum und die Organisation angeht. Immer wieder neue Bestimmungen aufgrund der derzeitigen Situation und kaum hat man einen Plan ausgearbeitet, wird auch schon wieder alles umgeschmissen. Oder am Freitagabend kommen Bestimmungen raus, die am Montag dann schon umgesetzt werden müssen. Die Flut an dienstlichen Mails ist erschlagend. Die Politiker haben anscheinend keine Ahnung, was in Schulen Tag für Tag geschieht und sind diesbezüglich völlig realitätsfern. Der Spagat zwischen Präsenzunterricht und Homeschooling ist enorm. Man muss quasi alles doppelt machen und immer wieder neu organisieren, weil auch immer wieder einzelne Schüler oder ganze Klassen in Quarantäne müssen. Da muss man den Unterricht ganz anders strukturieren, was aber häufig dann nicht dauerhaft funktioniert, weil dann gleich wieder alles anders kommt. Ganz zu schweigen von Klassenarbeiten, die man auch irgendwie in diesem Chaos unterbringen muss… Mal sehen, wie es dann in der neuen Schule wird.
Danke für deine positiven Worte bzgl. meinen eigenen Geschichten. Bisher habe ich mich noch immer nicht zu einer Veröffentlichung durchringen können. Mal sehen, was sich ergibt. Aber das 5. Buch ist schon fertig. Ich habe es in nur 9 Monaten geschrieben, was Rekordzeit war, weil ich damals unter anderem nur Teilzeit gearbeitet habe. Nun bin ich wieder in der Vollzeit, schreibe aber auch gerade nichts Neues.
So, nun schreibe ich dir noch ein Review zu deiner neuen Geschichte, die ich nicht weniger toll finde als „So nah“.
Liebe Grüße und eine gaaanz große Umarmung!
Deine Christin

Antwort von Maede am 02.01.2021 | 22:58 Uhr
Christin!!!!!! Ich hab dich wieder!!!! Du glaubst gar nicht wie ich ausgeflippt bin als ich nur deinen Namen gelesen habe. Ich bin durch unser Wohnzimmer gerannt wie eine Verrückte und habe getanzt!!! Ich war so glücklich. Das war das beste (nachträgliche) Weihnachtsgeschenk!!! 2020 ist doch nicht fürs Klo gewesen, ich hab meine Christin wieder! Da macht das Schreiben gerade nochmal so viel Spaß! Hach! Wie wundervoll! Willkommen zurück, meine allerliebste Lieblings-Christin.

Es geht tatsächlich in Thorins und Mornas Leben weiter und das gleich doppelt. Denn diese Fortsetzung, vor welcher ich mich so lange erst gesträubt hatte, hat bei mir tatsächlich den Knoten platzen lassen. Es war ein befreiendes Gefühl das neue Ideen hat entstehen lassen. Und mich vor allem meinen Zwergen wieder näher gebracht hatte. Ich muss gestehen dass das reale Leben sie mir etwas entzogen hatte. Ich hatte einfach so viele Sache im Kopf und Abends, wenn ich eigentlich Zeit dafür gehabt hatte, war ich immer so müde, dass mit mir einfach nichts mehr los war. Der Kopf war leer, der Geist ausgebrannt. Doch zum Glück kann man eine Flamme immer wieder neu entzünden. Und nun schreibe ich mit Feuereifer weiter und muss mir tagsüber immer wieder Notizen machen, weil ich einfach so viele Einfälle und Ideen habe. Es ist wirklich großartig und wundervoll.

Euch brave und fleißige Leserchen habe ich immer sehr vermisst. Doch zum Glück war die liebe fairness zur Stelle als ich mit dem Wiedereinstieg begonnen habe und hat mich mit wunderbaren Reviews versorgt. Sie war mein kleiner Anker, der von Anfang an dafür gesorgt hat, dass ich die Flinte nicht ins Korn werfe und dafür bin ich ihr sehr dankbar.
Nun weitere und vor allem bekannte Gesichter hier wieder zu sehen lässt mein Herz natürlich höher schlagen. Ich habe dich unglaublich vermisst und jedes Wort deines Reviews förmlich aufgesogen und war danach, ich gebs zu, auf irgendeiner Wolke und schwelgte in dem wundervollen Gefühl von früher. Es war himmlisch! Etwas das ich gar nicht mehr missen möchte.

Ach du Schreck, dass mit dem Twitter-Account habe ich ganz vergessen. Ich hatte den Account nicht gelöscht, sondern nur ein wenig umbenannt, weil es wohl zahlreiche Verwechslungen mit anderen Autoren gab. Ich habe ihn nun in meinem Profil neu verlinkt, hatte aber ganz vergessen das zu tun *lach* Entschuldige bitte.

Ich bin wie Unkraut, man wird mich nicht so leicht los *lach* Ich komme immer wieder und das noch dreister als vorher. Siehe die Fortsetzung ;)

Ich wünschte ich könnte schreiben das es mir/uns in den letzten Monaten gut oder zumindest teilweise erträglich ergangen wäre. Aber ich will ehrlich sein, dieses Jahr war der absolute Alptraum. Der reinste Reaktorunfall. Außer finanzielle. Da hatten wir Gott sei dank keine Sorgen. Jedoch sind zwei Familienmitglieder (meine Omi 92 Jahre und mein Vater 64 Jahre) nun an ihrem letzten Abschnitt im Leben angekommen. Es geht beiden immer schlechter und der Gesundheitszustand lässt sich leider auch nicht mehr verbessern.
Mein Hund, der Gáliwa so ähnlich war, ist dieses Jahr im April plötzlich gestorben. Er war zwar schon 15 und auch nicht mehr so fit, doch der Tod hat ihn wie einen Blitzschlag ereilt und mich damit auch. Bis heute habe ich Schlafstörungen seitdem.
Viele Monate war ich mit den Kindern auf mich selbst gestellt. Musste zusehen wie ich Haushalt, Einkaufen, Kleintierzoo, meine Kitakinder und ein Schulkind unter einen Hut bringe. Von mir selbst ganz zu schweigen.
Homeschooling hatte eher was von Homelearning, denn es waren de facto keine Hausaufgaben sondern ganze Lerninhalte, die ich vermitteln musste. Und ich bin leider keine Lehrerin, sondern nur eine Mutter die versucht zu überleben. Wir haben uns sehr bemüht und meiner Meinung nach auch wirklich schöne Fortschritte gemacht. Zum Dank hat mein Sohn eine vier ins Zeugnis gedrückt bekommen. Die Enttäuschung kannst du dir ausmalen und meinen unermesslichen Zorn ebenfalls.
Jeden Tag neue Bestimmungen, neue Regeln und immer diese unterschwellige Kritik, warum man überhaupt da ist. Es war wirklich keine schöne Zeit, vor allem zum Jahresende wieder hin, als unsere Kita flux die vier Tage Woche eingeführt hat. Jeden Freitag einfach zu, weil sie es mit dem Personal nicht geregelt kriegen. Man merkt, Familie und Beruf lassen sich wunderbar vereinbaren *Ironie off*
Und dann kamen auch noch andere Muttis mit ihren Kids, die alle Langeweile habe und hatten mir den letzten Nerv vor Weihnachten geraubt. Das Ergebnis all dieser Dinge ist eine Herzmuskelentzündung die ich seit Dezember mit mir rumschleppe. Auslöser Stress.

Doch zum Glück habe ich meinen Wald. Mein Versteck vor Idioten in welchem ich Stellen kenne wo man meine Opfer niemals finden würde, sollten mir tatsächlich die letzten Nerven auch noch kaputt gehen. Dort kann ich meine Seele heilen und in meinen Gedanken zu Thorin und Morna flüchten und dann geht es mir wieder besser. Und dann komme ich Abends hier her und schreibe und dann ist die Welt wieder ein klein wenig in Ordnung.

Unser Weihnachtsfest war sehr schön und ruhig, sofern man das mit drei Kindern sagen kann *lach* Es gab viele Geschenke und ich musste mir tatsächlich mehrfach auf die Zunge beißen um meinem Mann seine nicht schon alle vorher zu verraten oder zu schenken. Ich konnte es kaum erwarten ihm diese zu geben und war so aufgeregt wie ein Eichhörnchen *lach*
Auch Silvester haben wir ganz ruhig verbracht und beim Mensch-Ärgere-dich-nicht beinahe das neue Jahr verpasst.

Danke für deine liebe Worte bezüglich dieser kleinen Geschichte. Da werde ich ja ganz rot bei all deinen Komplimenten! Dabei ist das hier doch nur ein kleiner Zeitvertreib. Meine kleine Rettung vor dem Wahnsinn im realen Leben. Ein Herzensprojekt, aber mehr ein Hobby, wenngleich es keinen Tag gibt, an dem ich nicht an Thorin und Morna denke. Sie sind beide immer da. Und auch oft Frerin. Vor allem in albernen Momenten *lach*
Es freut mich unglaublich, dass du gleich wieder Anschluss an die Geschichte finden konntest. Das war auch so eine Befürchtung von mir. Das die Leser sich denken „Moment wo waren wir denn da gerade, am besten lese ich erst nochmal rein… was?! 106 Kapitel??? Neee, darauf hab ich jetzt echt keinen Bock…“. Denn man muss zugeben es ist inzwischen ein ganz schöner Wälzer geworden *lach* Den will man erstmal bewältigen.

Oh nein, du hast auch Stress, aber wie könnte es anders sein in diesen unsteten Zeiten? Fühl dich mal kräftig gedrückt von mir! Ich bin im Geiste bei dir und nun wo wir uns wiedergefunden haben, schaffen wir das!
Dein Neffe ist geschlüpft, wie wundervoll!!!! Ich freue mich sehr für dich und natürlich deine Familie! Und dann ist er auch noch niedliche 9 Monate alt. So süß! Im ersten Jahr sind Babys einfach nur hinreißend und zum knuddeln. Dieses Gebrabbel und wie sie mehr oder weniger zahnlos lächeln. Da schmelze ich einfach dahin. Kinder sind so etwas wunderbares. Ich hoffe nächstes Jahr ebenfalls auf weiteren Nachwuchs. Also sollte ich ein paar Wochen durch Abwesenheit glänzen liegt es wieder an dieser verfluchten Übelkeit, die es mir nicht gestattet etwas anderes zu tun als zu schlafen und über einem Eimer zu hängen. Aber danach sprühe ich immer vor Energie und Tatendrang und das wird meinem Geschreibsel sehr zuträglich sein ;)

Wunderbar, es hat mit deiner langersehnten Versetzung geklappt! Ich freue mich so sehr für dich. Endlich bist du wieder in deiner Heimat und näher bei deiner Familie. Eine Stelle an einem Gymnasium, meine Hochachtung. Das klingt nach viel Arbeit, aber auf eine positive und spannende Art. Ich bin mir sicher sie werden dich gut zu beschäftigen wissen ;)
Und ja, dank dir habe ich ein anderes Bild für den Beruf des Lehrers entwickelt, denn ich muss unweigerlich an dich denken und dann mildert sich mein Groll und ich empfinde Mitgefühl für diesen Menschen, der es bestimmt auch nicht immer einfach hat mit dieser wilden Bande. Der vielleicht ebenso ein liebenswerter Mensch ist wie meine geschätzte Christin und das lässt mich wesentlich diplomatischer werden *lach* Alle Lehrer die meine Kinder jemals haben werden sollten dir also dankbar sein ;)

Ihr Lehrer hatte es unter Corona ja auch nicht gerade einfach. Eher das Gegenteil war der Fall. Alle haben erwartet das ihr funktioniert in einer Situation in welcher NIEMAND mehr wirklich wusste was er tun sollte und was richtig oder falsch war. Ehrlich gesagt hatte ich öfter mal das Gefühl die Regierung denkt entweder überhaupt nicht an euch oder verpäppelt die Schulen nach Strich und Faden. Und die Schüler gleich mit. Was euch abverlangt wurde war wirklich nicht mehr schön. Nicht nur Lehrer sondern auch Pausen/Schulbus-Masken-Kontrolleure. Was heute gilt, gilt morgen längst nicht mehr und technisch waren viele Schule einfach nicht für dieses Dilemma ausgerüstet. Und so manches Elternhaus auch nicht. Unsere Schule hier im Ort hat souverän reagiert und versucht jedem Schüler zu helfen. Sei es mit E-Mails oder ausgedruckten Arbeitsblättern, welche sich die Schüler noch in der ersten Woche abholen konnten. Aber das war mit viel Arbeit verbunden, von welcher du gewiss auch ein Lied singen kannst.
Ich drücke dir jedenfalls ganz fest die Daumen das es in der neuen Schule gleich rund läuft und du dich wohl fühlst.

Realitätsfern - ein Wort das meiner Meinung nach das vergangene Jahr geprägt hat! Mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen… außer vielleicht noch jenseits von gut und böse.

Ich bin mir sicher deine Geschichten sind wundervoll. Aber das Wichtigste ist immer, dass sie dein eigenes Herz zum klopfen bringen. Das sie deinen Geist beflügeln und dir ein wunderbares Gefühl verleihen. Dann ist alles richtig, selbst wenn andere es nicht mögen. Es ist ein Teil von dir und an dir ist niemals etwas falsch.
Jede Veröffentlichung beginnt mit dem ersten, kleinen Schritt. Mit dem ersten kleinen Kapitel. Man ist nervös, unsicher, möchte am liebsten den Schritt zurückgehen und alles löschen und dann kommt das erste Review. Ganz gleich wie klein. Und dann beginnt die Freude am veröffentlichen und man kommt meist nicht mehr davon los. Es macht süchtig ;)
Aber es gibt immer einen Unterschied zwischen schreiben und veröffentlichen. Schreiben tut man für sich selbst. Weil man seine Gedanken in Worte fassen will. Um ihnen Gestalt zu verleihen und sie gleichsam niemals zu vergessen. Diesen Schritt bist du bereits in großen Schritten gegangen. Veröffentlichen tut man für andere. Weil man hofft andere Menschen mit den eigenen Ideen und Gedanken zu erfreuen. Dazu fehlt dir noch der Mut, aber das ist gar nicht schlimm. Irgendwann wirst du diesen schon finden und dann würde ich zu gerne lesen, was du geschrieben hast. Wenn du mir die Ehre erweist?

Es freut mich so sehr, dass dir die neuen Kapitel gefallen habe. Frerin sitzt ganz schön in der Klemme, dass will ich nicht leugnen. Er empfindet Schuldgefühle für alles, was an diesem Abend geschehen ist. Aber er denkt auch das Richtige getan zu haben. Die Ehre seiner Familie und seiner Freunde zu verteidigen. Er ist sich sicher, dass Thorin ihn verstehen würde, doch wagt er es nicht, seinem Bruder reinen Wein einzuschenken. Wurden zu viele Dinge an jenem Abend gesagt. Zu viele gemeine Worte gesprochen und Mornas Familie in jenen Vorfall involviert. Dies würde zu viel böses Blut schüren und Frerin hofft innerlich das sich Glóin nicht irgendwann verquatscht. Denn Thorins Zorn wäre unermesslich und Mornas Kummer ebenso.

Das Hemd musste Frerin früher oder später wieder rausrücken*lach* Dann besser gleich und die Strafpredigt hinter sich bringen. Doch diese blieb für den Jüngere zu dessen eigener Überraschung und vielleicht auch Enttäuschung aus. Vielmehr sieht er sich Thorins Enttäuschung gegenüber die ihn mehr trifft als alle harten Worte und Schläge es je hätten tun können. In den Augen seines Bruders will Frerin jemand anderer sein. Jemand besseres. Und er hofft das irgendwann zu schaffen.

So und nun beende ich meine Antwort auf dein wundervolles Review und möchte noch einmal Danke dafür sagen. Es war mir mehr als eine Freude dieses zu lesen. Mehr als ein Genuss dieses zu beantworten. Es war die Erfüllung eines Wunsches, welchen ich lange hegte. Dafür danke ich dir von Herzen.

Ganz liebe Grüße und die größte und bärigste Umarmung

deine Ronja
26.12.2020 | 10:33 Uhr
Hallo liebe Maede,

Morna ist auch hier wieder ein Stückchen weiter als Thorin. Sie hat erkannt das der Übergang von Freundschaft zu Verlangen und Leidenschaft längst vollzogen ist. Sich dies einzugestehen ist ein weiterer Schritt zum Erwachsen werden.
Auch so eine Eigenart von Männer untereinander; sich beständig auf die Schultern zu klopfen, je doller desto gerührter. Kein Wunder das sie alle verrutschte Bandscheiben und Rücken haben.xD
Es reicht nicht das Morna verschlafen hat, nun ist auch noch ihr Haarband verschwunden. An diesem Morgen scheint es knüppeldicke zu kommen. Es ist nicht nur ein einfacher Stoffstreifen, da hängen Erinnerungen dran und ein kleines bisschen von Thorin selbst. Verständlich das dieser Verlust einer Katastrophe gleich kommt. Schweren Herzens muss sie irgendwann ihren Schlafplatz verlassen und sich den neugierigen Blicken ihrer Zweitfamilie stellen. Da wird sie bestimmt einiges an Spott zu hören bekommen.

Das war wieder ein wunderschönes Kapitel in dem du auf gewohnt einfühlsame Weise die Gefühle deiner Protagonistin beschreibst und die familiäre Interaktion der Familie in ihrem Privaträumen wiedergibst.

Ich wünsche dir einen guten Rutsch ins neue Jahr und
Liebe Grüße
Fairness

Antwort von Maede am 28.12.2020 | 22:16 Uhr
Hallo meine liebe fairness,

ich hoffe du hattest schöne Weihnachten und fühlst dich nicht so endlos vollgestopft wie ich zur Zeit. Ich habe eindeutig zu viele Lebkuchen und anderen Süßkram gegessen. Aber von deinen Reviews bekomme ich niemals genug und für dieses hier muss ich dir danken, meine Liebe.

Morna ist tatsächlich an diesem Punkt weiter als Thorin. Für sie selbst ist da nicht nur reine Freundschaft. Ihr Herz will schon lange mehr, was Thorins Herz ihm erst am vergangenen Abend offenbart hat. Somit dürfen wir dem armen Kerl nicht böse sein ;)
Aber wie das bei der Liebe eben so ist, so will Frau auch irgendwann mehr. Auch Morna möchte nicht als alte Jungfer sterben. Zumal die jugendliche Neugier da auch noch mitspielt. Bisher kann Morna dieses Verlangen in sich noch bezähmen. Doch kann sich selbst hin und wieder nicht trauen. Tatsächlich neigt unser Rotschopf zu tollkühnen Einfällen und im beschwipsten Zustand ist bei ihr mit allem zurechnen. Dazu aber später mehr ;)

Ich denke Zwergenmänner sind in ihren Bekundungen von Wertschätzung und Zuneigung doch ein wenig grob. Nach außen hin. Doch so ein Zwerg hält auch einiges aus.

Zu verschlafen ist Morna unendlich peinlich. Selbst Dís ist schon auf den Beinen und ihre Freundin gilt wirklich als Langschläferin. Nun selbst diejenige zu sein, die als Gast noch in den Federn liegt und keinen Handschlag tut um sich für die Gastfreundlichkeit von Dís Familie erkenntlich zu zeigen ist Morna wirklich unangenehm. Zumal sie selbst niemals damit gerechnet hätte, dass ihre innere Uhr sie derart im Stich lässt. Wenn man jeden Morgen zur selben Zeit von allein wach wird glaubt man an seinen inneren Rhythmus. Doch dieser hat Morna an jenem Morgen vollkommen im Stich gelassen. Stattdessen hat ihr Körper (dieser miese Verräter wie sie ihn eines Tages betiteln wird) es schamlos ausgenutzt einmal auszuschlafen. Doch Dís Familie macht das nichts aus. Im Gegenteil. Zeigt es ihnen das Morna sich durchaus wohl bei ihnen fühlt und das ist schließlich ein Kompliment.

Der Verlust ihres Haarbands trifft Morna wirklich tief. Hat ihr dieser einfach Stofffetzen wirklich eine Menge bedeutet. Immer hat sie gut darauf aufgepasst. Dessen Ränder sorgsam bestickt, damit dieser so lange wie möglich hält. Und ja, sie hat ihn nicht gewaschen, weil sie auf alberne Art innerlich fürchtete damit Thorin auszuwaschen. Dieser einfache Stoff war für sie eine Kostbarkeit und der Verlust sticht ihr Mitten ins Herz.

Ihre Zweitfamilie. Wie schön du das geschrieben hast. Aber ja, es ist auch irgendwie wahr. Dís Familie ist für Morna Familie. Sie liebt Frerin wie einen Bruder. Dís wie eine Schwester. Thráin hat sie ebenfalls in ihr Herz geschlossen und was sie für Thorin empfindet, wissen wir hinreichend*lach* Sie sind Morna Familie und deren Heim zumindest zeitweise so etwas wie ein Zuhause. In welchem sie tatsächlich weiß, wo beinahe alles hin gehörte oder zu stehen hat. Es ist für Morna ein schönes Gefühl, welches sie auch nie mehr missen will.

Ich wünsche dir, liebe fairness, einen guten Rutsch ins neue Jahr und hoffe das dieses besser wird als das vergangene.

Ganz liebe Grüße

Ronja
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