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Reviews 1 bis 25 (von 82 insgesamt):
Soosa (anonymer Benutzer)
21.08.2014 | 16:49 Uhr
Hi !
Deine Geschichte hat mir sehr gut gefallen. DANKE
LG
leilalelu (anonymer Benutzer)
13.08.2014 | 18:07 Uhr
Nein, das ist doch kein Alter :)
Das war ein wunderbarer Abschluss für eine schöne, ungewöhnliche Geschichte!
Danke dafür!

lg, leila (vorher nicht angemeldet)
(Ich hab mittlerweile auch "Benjamins Gärten" und "Phillips Bilder" gelesen. Besonders "Benjamins Gärten" hab ich geliebt.)
12.08.2014 | 19:38 Uhr
Hallo,

ein von Dir wirklich sensibel umgesetztes Thema. Ich fand es mehr als nur interessant, weil dieses Thema mich persönlich betrifft. Die Beiden haben sich quasi zu früh gefunden, da während der Studienzeit der Altersunterschied am gewaltigsten scheint. Aber man nähert sich an. Schwierig ist es wohl erst wieder, wenn der Ältere seine Pension plant und der Andere sein Arbeitsleben in Angriff nimmt. Aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!

Wirklich eine schöne Story!

LG
Heike
09.08.2014 | 15:11 Uhr
So, habe es trotz eingeschränkten Internet geschafft deine Geschichte fertig zu lesen.
Asche auf mein Haupt, ich bin kein fleißiger Reviewschreiber, aber zu Geschichten, die mir gefallen lasse ich immer ein Schlussgedanken zurück.
Liebe Jana, danke für eine Geschichte die kein 08/15 Thema behandelt. Die nicht nur Friede, Freude und rosarote Romantik verbreitet, sondern abseits vom Mainstram ein Thema anpackt, das berührt, nachdenklich macht und trotzdem ein "Hach-mach!" Gefühl erzeugt.
Liebe ist in deiner schönen Story keine Frage des Alters sondern eine des Mutes gegen alle fremde Kritiken zusammen zu stehen. Eine Geschichte die Mut macht über den eigenen Schatten zu springen und über den Tellerrand hinaus zu schauen ohne naiv oder blauäugig zu sein. Du hast für die Zweifel und Ängste deiner Protas glaubwürdige Worte gefunden und ihre Liebe gleichzeitig in einer rührenden aber nicht schmalzigen Art und Weise erzählt.
Danke, dass ich die Zwei begleiten durfte und .... danke für das HE. (Das brauche ich mit meinem einfachen Gemüt einfach ;) )

Liebe Grüße

calypso
05.08.2014 | 20:16 Uhr
Hey Jana,

Phillip denkt noch einmal über sein Liebesgeständnis nach und über Christophs Erwiderung. Beides hatte sich gut angefühlt und damit ist auch alles gesagt.
Phillip ist in dieser Beziehung angekommen.

Nun muss er sehr plötzlich Abschied nehmen von den Dingen seiner Kindheit. Es wäre gut gewesen, wenn sein Vater mit ihm noch einmal durch das Haus gegangen wäre und auch die Fotos angeschaut hätte. Dieses Verhältnis hatten sie nur leider nie. Christoph ist nun derjenige, der seine Tränen sieht und Zugang zur Vergangenheit Phillips erhält. Er begleitet ihn auch zum Friedhof.
Ich will hier nicht so weit gehen, zu mutmaßen, dass Christoph die Vaterrolle bei Phillip mit einnimmt, aber einen erfahrenen starken Freund zum Anlehnen kann Phillip tatsächlich gut gebrauchen.

Sie sprechen im Bett noch einmal über das Alter, aber dann sprechen schon ihre Körper und die verstehen sich sehr gut. Da ist keine Grenze, kein Abwarten, nur Blicke, die alles sagen und Christoph wiederholt noch einmal: >Ich auch< und mehr muss er auch nicht sagen.
Sie verstehen sich ohne viele Worte.
>“Das war …”
“Ja.” Phillip lachte. < Satzfragmente, die mehr aussagen als wohlformulierte Sätze.

>„48 ist doch kein Alter“< Auch die Umarmung, welches einem öffentlichen Outing im Dorf gleichkommt, beweist, Phillip hat es plötzlich verstanden. Das ist natürlich ein gelungener Coup, es so enden zu lassen.

Eine Lovestory mit einem Happyend auf dem Friedhof enden zu lassen, habe ich auch noch nie gelesen. Aber es passt. Es war immer eine leicht melancholische Geschichte mit leisen Untertönen.
Auch hat dieser Schluss mich mit der Beziehung der beiden Männer ausgesöhnt, sie gehören zusammen. Ich habe oft gedacht, diese Liebe stört sich am Altersunterschied, weil Christoph mit seinen 48 Jahren schon so schrecklich erwachsen, ja gesetzt daherkommt und Phillip so ein hüpfender junger Hund noch ist. Aber dies zeigt sich nun anders, Phillip braucht diesen erwachsenen älteren Mann an seiner Seite, als Fels in der Brandung, als Stütze für sich und Christoph darf sich an der Jugend erfreuen, seinen jungen Freund unterstützen und verliebt sein.

Ich bedanke mich sehr für diese Geschichte, werde wohl warten, bis es als Taschenbuch erscheint, da ich ein Freund echter Bücher zum haptischen Genuss bin.
Fotos auf dem Cover sind so eine Sache, weil wir als Leser die Protagonisten immer nach unseren Vorstellungen visualisieren. Mir gefiel deshalb auch die Hängematte in Benjamins Garten so sehr.
Aber was ist an einem reifen selbstbewusst lächelnden schönen Mann und einem jugendlichen sehr hübschen Lockenkopf auszusetzen? Nichts, es ist nur eine Frage der Liebe!

Vielen herzlichen Dank für das Posting deiner Geschichte hier auf FF.

Munro
04.08.2014 | 21:42 Uhr
Liebe Jana,

sowohl die "Gegenwart" von Michael und Jonathan als auch das letzte Kapitel von Phillips Geschichte haben wohl zu meiner baldigen Genesung beigetragen. Auf jeden Fall geht es mir heute Abend schon ein wenig besser und so kann ich mein Review formulieren. (Feedback auf Lovelybooks kommt dann wahrscheinlich morgen)

Was für ein schönes, emotional ungemein verdichtetes und dennoch realistisches Ende!

Phillip fühlt sich genötigt, mit seinem Elternhaus abzuschließen, weil es dieses in der Form bald nicht mehr geben wird. Dass er diesen Schritt der Loslösung zwar mit schmerzvoller Wehmut, aber dennoch so bewusst gehen kann, liegt sicher auch daran, dass Christoph ihm zur Seite steht. Hierfür braucht es keine großen Worte. Die Nähe des anderen, die durch so viele kleine Gesten und Blicke deutlich wird, reicht aus, um Phillip Halt zu geben, auch als dieser sich mit der wieder aufbrechenden Trauer um seine Mutter konfrontiert sieht. Und Christoph findet die richtigen Worte, um Phillips Gefühlen Raum zu geben. Sehr bewegend und unheimlich schön, wie der ältere Mann seinen jungen Freund hier auffängt!

Philips emotionales Aufgewühltsein wird noch einmal in dem abendlichen Gespräch zwischen den beiden Männern deutlich. Er braucht die Versicherung durch Christoph, dass dieser an ihre Beziehung , an eine gemeinsame Zukunft glaubt. Und Christoph findet auch hier wieder die richtigen Worte, die Phillip in seinen Zweifeln und Ängsten zwar ernst nehmen, ihm aber Mut machen, sich auf den gemeinsamen Weg einzulassen. „Sehen, was die Zeit bringt“ - Was für eine schöne Basis für ihre Liebe! Eine Formulierung, die den Druck wegnimmt und Raum für Entwicklung lässt.
Die umfassende Nähe und Verbundenheit, die sich im Laufe des Tages aufgebaut hat, findet ihren passenden Ausdruck in der sexuellen Vereinigung, die von so viel Zärtlichkeit, gegenseitigem Vertrauen und tiefem Begehren gekennzeichnet ist, dass Christoph die am Nachmittag geäußerte Bestätigung seiner Liebe noch einmal wiederholen muss, und diesmal ohne zu stottern. :)

Der Besuch am Grab seiner Mutter am nächsten Morgen mag für Phillip zunächst dem Wunsch entsprungen sein, sich noch einmal bewusst seiner Trauer zu stellen und den Gedanken an seine Mutter ein wenig mehr Raum zu gewähren. Dass er Christoph um Begleitung bittet, zeigt aber auch, wie sehr er seinen Freund an dem, was ihn bewegt, teilhaben lassen möchte. Wenn die beiden am Grab stehen, wirkt es auch ein bisschen so, als wolle Phillip seiner Mutter seinen Freund vorstellen. Eine berührende Geste. Und ganz nebenbei passiert hier auch noch etwas Bezauberndes. Phillips größtes, mit Ängsten besetztes Problem, Christophs Alter, kann plötzlich aus einer ganz neuen Perspektive gesehen und (zumindest ein wenig) aufgelöst werden: Wenn achtundvierzig „kein Alter“ zum Sterben ist, warum sollte dieses Alter dann nicht gut genug für ein Leben mit der ganzen Fülle von Möglichkeiten sein? Für den Augenblick scheint Phillip dies klar geworden zu sein und so kann er sich in Christophs einladende Umarmung begeben, ohne sich um die Leute zu kümmern, die Zeuge ihrer Liebe werden.

Liebe Jana, du hast die Geschichte von Phillip und Christoph zu einem wunderbaren Ende geführt, das Perspektiven aufzeigt, ohne die Schwierigkeiten ihrer Beziehung zu verklären oder die Unterschiede zwischen den beiden Männern zu nivellieren. Das gefällt mir außerordentlich gut.

Auch wenn ich mich hier wiederhole, spreche ich doch noch einmal meinen Dank aus, dass du die Geschichte mit uns geteilt hast.

Ganz liebe Grüße

Claudia


P.S.: Bei der Szene im Bett war mir einige Male nicht sofort klar, wer jeweils mit „er“ gemeint war. Vielleicht kann das Korrektorat da auch mal einen Blick drauf werfen.
04.08.2014 | 07:36 Uhr
Moin Moin Jana,
danke für eine wunderschöne Geschichte über ein nicht alltägliches Paar. Man sagt so leicht dahin, dass so ein Altersabstand doch kein Problem ist, aber wenn meine Tochter einen Freund hätte, der in meinem Alter ist? Ich könnte gewisse Startschwierigkeiten nicht leugnen...
LG Komet :-)
30.07.2014 | 19:00 Uhr
Nun bin ich gespannt auf das letzte Kapitel. Und ich bedaure, dass das Ende naht, hatte mich gerade so kuschelig in der (der oder die? bin mir nicht sicher) Geschichte eingenistet, denn sie ist wirklich toll und mit Tiefe gut erzählt.
Ich wünsche mir, dass dich die Inspiration für weitere Erzählungen nicht verlässt.
Leider trifft das Buchcover nicht wirklich meine Vorstellungen von Phillip. War er als solch ein nichts sagender Lockenkopf beschrieben? Hätte dieser junge Mann den beschriebenen Christoph wirklich bezirzen können? Natürlich Geschmackssache, die Locken ;-). Muss ich glatt nochmals nachlesen.
Nichts desto Trotz - Danke. blackpine
29.07.2014 | 20:53 Uhr
Liebe Jana,

da Munro schon alles, was mich bei diesem Kapitel ebenfalls bewegt hat, in so wunderbar treffende Worte gefasst hat, möchte ich dir an dieser Stelle einfach nur noch kurz für diese schöne kleine Szene danken, in der du die beiden Männer sich einerseits so nah hast kommen lassen und andererseits auch noch einmal ihre Unterschiede betont hast. Gelungen!

Ich fürchte mich ein wenig vor dem Abschiednehmen, aber ich bin auch gespannt, was jetzt noch kommen wird.

Ganz liebe Grüße

Claudia
29.07.2014 | 20:48 Uhr
Dieses Kapitel enthielt für mein Empfinden wieder ein wenig zu viele abgebrochene Sätze. Allerdings wird dadurch die Angespanntheit der Personen und vielleicht auch eine Unsicherheit in der Kommunikation deutlich. Und man weiß auch immer, was die Personen meinen. Die Lücken / Leerstellen produzieren also keine Verständnisprobleme für den Leser.

Der Besuch bei Phillips Vater ist wohl die letzte Hürde, die genommen werden muss, bevor man die beiden getrost in eine gemeinsame Zukunft entlassen kann. In Bezug auf die Unterschiede zwischen Christoph und Gerd hat Munro schon alles gesagt. Somit kann ich mein Review diesmal sehr kurz fassen.

Dass wir uns nun so bald von Phillip verabschieden müssen, liegt mir schwer im Magen. Ich würde ihn noch gerne ein Stück auf seinem Weg mit Christoph begleiten.
28.07.2014 | 11:20 Uhr
Hallo Jana,

da fange ich doch gerne mit dem Schluss an:
Also wie sollte Christoph auch nicht lächeln, wie sollte er böse oder echauffiert sein, weil Evelyn so befremdlich klingt. Phillip hat ihm ein „Ich liebe dich“ gesagt, einfach so in keiner besonderen Situation. Einfach so, völlig unerwartet. Einfach so als Erster. Wie soll er da nicht lächeln und sich gut fühlen. Da kann doch die Welt umstürzen nebenan, er darf weiter lächeln.
Schön, dass Christoph ES erwidern konnte, ein wenig stolpernd, aber doch sofort.

Ein Kapitel aus Christophs Sicht und deshalb kann ich als Leser auch nur erahnen, warum Phillip gerade spontan in dieser Situation Christoph seine Liebe gesteht. Wobei es gar kein Geständnis war, nur sehr liebevoll gesagt, so als ob es eigentlich keine Frage ist. So wie ein liebendes Paar sich dies manchmal sagen MUSS, einfach so ohne Anlass.

Für Phillip ist sein Elternhaus spießig und eng, Christoph wird dies neutraler sehen können. Er muss nicht bewerten. Phillip darf erleben, dass sein Vater ein neues Leben beginnt. Er muss kein schlechtes Gewissen haben, muss auch keine Eifersucht verspüren. Er darf sein eigenes Leben führen – mit Christoph, den er liebt! Da muss er das auch so sagen!

Evelyn wird also in kein Museum einziehen müssen!
Der Vater akzeptiert die Beziehung zwischen Phillip und Christoph, verstehen muss er diese Liebe nicht. Im Zwiegespräch vertraut Gerd sogar Christoph einige vertrauliche Gedanken an. Ja, er verteidigt die Beziehung später sogar leise vor Evelyn.

Phillip musste zurückkehren um gehen zu können. Noch einmal den Ort der Kindheit erleben, um erwachsen zu werden an einem anderen selbstgewählten Ort. Die Landschaft ist idyllisch und lieblich, das Haus atmet Enge und dem Garten fehlt die leichte Hand Benjamins. Wenn Phillip zukünftig über seine Heimat spricht, wird er eher die Landschaft und das Häuschen von David und Benjamin vor Augen haben.
Er sollte dort wirklich noch hingehen, oder war er schon da? Das war noch unklar.

Phillip mag jung sein, aber er ist nicht unreif. Dies wurde Christoph schon öfter bewusst. Auch ist Phillip nicht wankelmütig, wenn er sich entscheidet, dann ganz. Es fehlt noch ein Kapitel, aber die Entscheidung ist für die Liebe gefallen.

Du badest bis zuletzt nicht in überschwänglichen Gefühlen: Phillip setzt sich jugendlich unbeschwert auf Christophs Schoß, dieser schiebt ihn aus Schicklichkeitsgründen von sich, Phillip darf böse gucken. Solche und ähnliche Situationen wird es ab und an immer wieder geben. Daran werden sie wachsen dürfen. Mal der eine, mal der andere. Liebe ist kein watteweiches Kissen zum Ausruhen und Fliegen. Doch! Auch!

Freue mich sehr auf das letzte Kapitel.

Munro
25.07.2014 | 15:18 Uhr
Hallo Jana,

was soll ich denn nun dazu sagen?
ICH habe einen Gipsfuß und kann mich so gut in Phillips Situation einfühlen und ich war nicht barfuß!
So etwas kann passieren. Und mein Fuß tut verdammt weh, ich hoffe Phillip geht es besser damit.

Die Situation in der Notfallambulanz und auch zu Hause ist schon etwas erdrückend.
Der Vater hatte sich Mühe gemacht mit dem Abendessen, Matjes und Gürkchen sind lecker. Klar ein Antipasti Teller oder einige Tapas wären weniger spießig gewesen, aber es ist gut, dass sich der Vater nicht verdreht.

Ja, der Vater hat Probleme mit Christoph und Phillip als Paar, ansonsten hätte er unbefangen gefragt, wo sie schlafen wollen.
Wahrscheinlich muss der Vater ein wenig Zeit haben, sich an den Gedanken zu gewöhnen.
Der Vater braucht auch noch Zeit sich daran zu gewöhnen, dass seine Freundin bei ihm einziehen wird. Sie tut mir ein wenig leid, Evelyn sollte mitentscheiden dürfen, wie sie zukünftig wohnen wollen, sie muss nicht in ein Museum ziehen. Aber ein Foto mit Evelyn ist ein guter Ratschlag von Christoph und zeigt seine innere Anteilnahme.

Wieder sind es die Bilder, die eine Rolle spielen. Diesmal Familienfotos, von denen sich der Vater nicht recht trennen mag, sich auch nicht traut loszulassen.

Wie anders war es in Christophs Wohnzimmer, als Phillip Bilder ins Zimmer stellte, von Christoph selbst gemalt. Mit wieviel Begeisterung er dabei war, so engagiert und sicher.

Ich mag es sehr, wie du immer wieder Parallelen ziehst, um uns auf die Gegensätze aufmerksam zu machen.

Ach, ich denke es braucht Zeit und von Phillips Seite aus, den Willen zu Christoph zu stehen.
Wieder sehr feinfühlig beobachtet, die Umgebung, das Haus und die Einrichtung – ein großer Kontrast zum Leben in Berlin und so wie es Phillip sagt, auch zu der ungezwungenen kreativen Umgebung bei Benjamin und David.

Wenn Phillip genau hinsehen will, wird er den Unterschied sehen, zwischen seinem Vater und Chistoph. Es ist nicht das Alter wichtig, sondern die Art, das Leben zu gestalten. Phillip sieht die Enge zu Hause, das Verstaubte, sein Vater führt ein konservatives Leben, für Phillip erstickend.
Für den Vater ist das okay und richtig so.
Christoph ist der weltoffene, jung gebliebene, unkonventionelle Typ, mit ihm zusammen, kann Phillip die Welt neu entdecken. Wenn er will!

Vielleicht muss Phillip auch diesen Unterschied zunächst deutlich erkennen, um Christoph als Liebhaber voll akzeptieren zu können.
Dass er ihn liebt, wissen wir ja.

Munro
15.07.2014 | 14:06 Uhr
Die Vernissage bietet erzähltechnisch den Rahmen, um noch einmal alle wichtigen Figuren des Romans zusammenkommen zu lassen. Das „Wiedersehen“ mit Marek hat mir besonders gut gefallen. Seine Reaktion auf Phillips zögerliche Präsentation von Christoph als seinen „neuen“ Freund, ist einerseits witzig, aber andererseits auch irgendwie tiefgründig, vor allem wenn man die doppeldeutigen Implikationen des Wortes „alt“ bedenkt. Und später gibt er Phillip den nötigen Anstoß, um sich Christoph wieder anzunähern.

Insgesamt beschreibt das Kapitel wieder eine Art Rückschlag im Vergleich zu der Harmonie und Nähe, die in den vorherigen Kapiteln zum Ausdruck kam. Phillip traut sich wieder einmal nicht, seine Beziehung zu Christoph so in der Öffentlichkeit zu zeigen, wie es eigentlich angebracht wäre und wie er es sich letztlich auch wohl wünscht. Seine Unsicherheiten und Zweifel finden ihre Parallele in Evas Verhalten Anna gegenüber. Mit wenigen, aber dafür sehr aussagekräftigen Formulierungen wird Phillips ganze emotionale Zerrissenheit beleuchtet. Auch wenn man es als Leser vielleicht bedauert, dass Phillip seine Nähe zu Christoph nicht so ausdrücken und leben kann, wie es eigentlich sein sollte, so wirkt die ganze Szene doch sehr realistisch. Man kann sich gut in Phillip hineinversetzen und merkt, dass hier keine Schönfärberei betrieben wird, sondern dass verdeutlicht wird, wie zwei Menschen in einer Beziehung, die den Rahmen gesellschaftlicher Normen auf mehrfache Weise sprengt, immer wieder Rückschlägen ausgesetzt sind und kämpfen müssen, unter anderem auch gegen die eigenen normativen Vorstellungen und vor allem gegen die eigenen, tief verwurzelten Ängste. Gerade letztere gehören, denke ich, zu den Hauptursachen für Missverständnisse und Probleme in zwischenmenschlichen Beziehungen. Selbst das „Traumpaar“ Benjamin und David kann innerhalb ihres konservativ geprägten dörflichen Wohnortes nicht so offen mit ihrer Beziehung umgehen. Ein Gedanke, der Phillip hier vielleicht als eine Art Trost oder Rechtfertigung für seine distanzierte Haltung gegenüber Christoph dient, der aber noch eine weitreichendere Aussage impliziert. So kann man in Phillips Unsicherheit primär nicht nur ein persönliches Versagen sehen, sondern eine Form von Gesellschaftskritik.

Nach dem Anschubser von Marek wird Phillip etwas mutiger und umarmt bzw. küsst Christoph sogar vor den Augen seiner Kommilitonen. Dann zeigen sich gegen Ende des Kapitels jedoch noch einmal die Divergenzen in der Lebenswelt Christophs und Phillips, als es um den Besuch in dem „coolen neuen“ Club geht. Phillip kann sich Christoph nicht in einem Club vorstellen und gibt sich deshalb mit einer gewissen Erleichterung schnell damit zufrieden, dass Christoph nicht mitkommen will. Christoph lässt die jungen Leute ziehen und geht allein nach Hause. Und Phillip wird sich bedauernd bewusst, dass er sich eigentlich wünscht, „mit Christoph weggehen und Spaß haben“ zu können. Eine Baustelle, an der die beiden vielleicht noch einmal arbeiten müssen. Denn warum sollte jemand wie Christoph nicht auch in einem Club Spaß haben können???

Bei der Gestaltung des Covers gefallen mir die Farbgebung und der Hintergrund sehr gut, weil sie den Bezug zur Kunstszene herstellen. Auch die Person, die Christoph verkörpern soll, vermittelt dessen Warmherzigkeit, Offenheit und vor allem seine Attraktivität. Phillip habe ich mir anders vorgestellt, besonders nachdem so oft betont wurde, wie hübsch er ist. Aber das ist wohl immer das Problem, wenn die Protagonisten auf dem Cover abgebildet sind. Entweder beeinflussen die Bilder im Voraus die Vorstellung und engen somit die eigene Phantasie beim Lesen ein oder man findet die Coverpersonen unpassend zu dem Bild, das man sich beim Lesen selbst macht. Deshalb mag ich Cover, die auf eine Abbildung der Protagonisten verzichten, in der Regel lieber. Davon abgesehen, gefällt mir jedoch die Anordnung der Figuren auf diesem Cover. Christoph ist im Vordergrund und strahlt eine angenehme Selbstsicherheit und Präsenz aus. Sein Blick scheint zu sagen: Hier bin ich und ich bin für alles offen. Die in den Achselhöhlen versteckten Hände zeugen jedoch davon, dass er sich nicht ganz öffnet, vielleicht aus Angst vor Verletzung oder Zurückweisung. Phillip dagegen, dessen Unsicherheit und Zögerlichkeit immer wieder im Roman zum Ausdruck kommt, steht im Hintergrund und wirkt insgesamt recht skeptisch, auch wenn sein zaghaftes Lächeln dies nicht auf den ersten Blick offenbart.

Jana, auf deinem Blog ist zu lesen, dass der Roman schon im August 2014 herauskommen soll? Dass es so schnell geht, habe ich nicht erwartet, aber ich freue mich natürlich sehr darauf, das Buch in seiner Endfassung noch einmal zu lesen.

LG

marstraveller
15.07.2014 | 14:00 Uhr
Ich kann Munro nur zustimmen. Lorenz/Laurent ist in gewisser Weise Christophs Seth, genauso ignorant und selbstbezogen. Allerdings ist mir Seth doch noch ein ganzes Stück sympathischer als dieser eingebildete „Laurent“, was vielleicht daran liegt, wie er in „Phillips Bilder“ präsentiert wurde. Da hatte er ja durchaus auch liebenswerte Seiten.
Die Begegnung mit Lorenz schwemmt bei Christoph alte Erinnerungen an die Oberfläche und er beginnt Phillip mit seinem Ex zu vergleichen. Schön, dass das Ergebnis dieses Vergleichs zu Phillips Gunsten ausfällt. Die Szene ähnelt in ihren Grundzügen dem Kapitel, in dem Phillip auf Seth trifft und sich von ihm endgültig trennt. Die jeweilige Konfrontation hilft den Protagonisten noch einmal, sich über ihre wahren Gefühle klar zu werden und zu ihrer (vorher bereits getroffenen) Entscheidung für den neuen Partner zu stehen.
Das bevorstehende Zusammentreffen zwischen Phillip und Lorenz macht Christoph nervös. Als sein junger Freund schließlich eintrifft, fühlt Christoph sich jedoch ein wenig stolz und genießt es, dass er seinem Ex gegenüber einen Freund präsentieren kann, der „jung und hübsch“ ist und Lorenz dadurch etwas aus dem Konzept bringt. Lorenz' unverschämte Frage an Phillip zeugt von gekränkter Eitelkeit und lässt den egozentrischen Gockel eigentlich nur noch armselig wirken. Dennoch findet die Spitze durchaus ihr Ziel und verletzt. Der Vorfall erinnert ein wenig an die Reaktion der älteren schwulen Männer in dem Restaurant und zeigt, dass Phillip und Christoph innerhalb einer Gesellschaft, die in festgefahrenen Bildern denkt und in Bezug auf Beziehungsmuster sehr enge normative Vorstellungen vermittelt, wohl immer wieder mit solchen Reaktionen rechnen müssen. Auch nachdem Lorenz längst weg ist, merkt man Christoph den Schmerz an, den der Auftritt seines Ex verursacht hat. Die Gedanken, die Christoph beschäftigen, und die Gefühle, die die Begegnung hervorgerufen hat, werden für den Leser wieder einmal wunderbar veranschaulicht. Besonders gefallen haben mir die kleinen Gesten und wenigen Worte, die am Ende des Kapitels den Umgang zwischen Phillip und Christoph beschreiben. Christophs Trauer, die dieser nicht gut zeigen kann, wird von Phillip mit so viel Zuneigung und stummem Verständnis aufgefangen, dass man noch einmal in dem Empfinden bestärkt wird, dass diese beiden Männer einander gut tun und füreinander einfach „richtig“ sind.
15.07.2014 | 13:50 Uhr
Hallo Jana,

ich bin mit den Reviews mal wieder im Rückstand, die Urlaubszeit erlaubt es mir jedoch, mein Feedback zu den letzten drei Kapiteln jetzt zu formulieren, auch wenn ich extra in die Hotellobby gehen muss, um Internetanschluss zu haben. Und so sitze ich hier nun in der Bar mit Blick aufs Meer, während draußen die Sonne unbarmherzig brennt, und richte meine Gedanken auf Phillip und Christoph, die auch ein wenig Sonne nötig hätten :)

Die Freundschaft zu Moritz wird also in Frage gestellt. Nach den letzten Kapiteln kann man gut verstehen, dass Phillip sich sehr unsicher ist, ob die Freundschaft zwischen den beiden Bestand haben wird angesichts der divergenten Ansichten in Bezug auf lebbare Beziehungsmuster. Dass sich bei Phillip Menlancholie ausbreitet, wenn er an die lange gemeinsame Zeit und das, was ihn mit Moritz alles einmal verbunden hat, denkt, ist gut nachzuempfinden. Es wäre sehr schmerzvoll, wenn sich die Freundschaft zu Moritz als beendet herausstellen sollte. Das käme einer Art endgültigem Abschied von der Kindheit und Jugend gleich. Dass Phillip bei dem Gedanken daran bereits die Tränen kommen, zeigt einerseits, wie verbunden er sich Moritz einmal gefühlt hat, und deutet andererseits an, dass er dieser Jugendfreundschaft eigentlich keine Chance mehr gibt. Und dennoch: Die Erinnerung kann ihm niemand nehmen, was ein kleiner Trost ist, wenn auch mit bitterer Wehmut versetzt.

Die kurze, zufällige Begegnung mit Anna, die erzähltechnisch geschickt noch vor dem Treffen mit Moritz eingefügt ist, spricht noch einmal die Grundprobleme der beiden außergewöhnlichen Liebesbeziehungen an. Interessant ist, dass Anna Phillip dazu bringt, das Problem mit dem Altersunterschied einmal aus Christophs Perspektive zu betrachten. Dass Phillip bei dem Gedanken, von Christoph einmal Aktfotos zu machen, Anna etwas verunsichert fragt, ob sie der Meinung ist, dass Christoph darauf „schlecht“ aussehe, erinnert an seine Unsicherheit vor dem Schwimmen mit Benjamin und David. Es stimmt einen schon nachdenklich, dass Phillip immer wieder befürchtet, andere Menschen könnten Christophs Körper, der eben nicht mehr der eines Zwanzigjährigen ist, unattraktiv finden. Man wünscht sich für ihn, dass er doch mit jedem Winkel seines Bewusstseins daran glauben kann, dass Christoph ein attraktiver Mann ist. Schließlich findet er ihn doch körperlich anziehend. Warum sollten andere das nicht auch so sehen?

Das Treffen mit Moritz verläuft glücklicherweise positiv. Moritz gibt sich Mühe. Er zeigt Verständnis dafür, dass Phillip sich von Seth getrennt hat und dass er in Christoph offensichtlich einen Partner gefunden hat, mit dem es ihm „ernst“ ist. Auch wenn der Alkohol sicher das seine dazugetan hat, dennoch ist das Ausschlaggebende für die folgende Annäherung zwischen den beiden sicher die tief verwurzelte freundschaftliche Basis, die über so viele Jahre gewachsen ist. Das wollen sie nicht aufgeben und so finden sie neue Wege, um offen miteinander zu sprechen und sich zu zeigen, dass sie einander wichtig sind.
Wie Christoph am anderen Morgen damit umgeht, die beiden völlig verkaterten jungen Männer auf dem Küchenboden vorzufinden, ist köstlich und zeigt seine Souveränität und Gelassenheit. Es unterstreicht außerdem, wie sicher er sich in Bezug auf Phillips Gefühle ist. Keine Spur von Eifersucht. Stattdessen Zärtlichkeit und Begehren. Sehr schön!

LG

marstraveller
10.07.2014 | 13:00 Uhr
Hey Jana,

Och, du machst es den beiden nicht leicht.
Ich habe mich diesmal sehr gefreut, auch die anderen Personen einordnen zu können.
Nein, es läuft nicht glatt, wellig und holprig dürfen Beziehungswege schon sein, alles andere wäre langweilig. Aber die Wege sollten schon gemeinsam begangen werden und man sollte sich an die Hand nehmen können, bevor jemand stolpert.
Nun, das war hier ganz und gar nicht der Fall, das in den Arm nehmen wurde verweigert. Phillip zeigt sich zwar gern an Christophs Seite, wenn dieser seine Bekannten, wie hier den Nachbarn, bei sich hat, aber bei seinen eigenen Freunden ist er deutlich zurückhaltender.
Gefällt mir ganz und gar nicht und ehrlich gesagt, langsam wird es Programm.
Also mit solch einem attraktiven Mann im grauen Anzug mit Phillips T-Shirt, wie Phillip ja auch selber feststellt, sollte er sich gerade in der Galerie gerne zeigen mögen.
Vor allen und jeden.
Wenn Phillip jetzt noch einen Club braucht um sich auszutoben, dann ist das wohl so, aber nicht sehr förderlich für ihre Beziehung. Gerade auch dann nicht, wenn er Christoph insgeheim nicht dabei haben will. Natürlich möchte er auch seine Freunde begegnen, wäre hätte dafür kein Verständnis.
Aller Anfang ist schwer, aber irgendwann muss man sich entscheiden, ob diese Liebe eine Chance haben soll oder nicht.
Ich möchte Christoph empfehlen, sich einen netten Abend in einem altersgerechten Club mit Marek zu machen. Wobei „altersgerecht“, was ist das eigentlich für ein blödsinniges Wort!
Na, ich bin sehr gespannt, wie es weitergehen soll.

„Er wünschte, sie wären normaler“ Welch ein trauriger Satz. Phillip wird sich entscheiden müssen, letztlich bleibt es eine Frage, wie stark seine Liebe ist. Nicht jede Liebe erhält eine faire Chance.
Oft hilft ein Schlüsselerlebnis, meist erst im Nachhinein als solches erkennbar, eine Entscheidung zu treffen - aber leider nicht immer.

Munro

Zum Cover werde ich mich erst äußern, wenn das Buch fertig ist.
Das Cover weckt Erwartungen, die ich noch nicht einzuordnen weiß.

@ Danke Skrimir: ein wunderschönes Lied von einem leider zu früh verstorbenen genialen Künstler. Robert Long, der sich in den Niederlanden offen und engagiert für die Rechte homosexueller Menschen eingesetzt hat.
10.07.2014 | 11:57 Uhr
Oh,oh,
beginnt nun ihre letzte Strophe ?
Ich hab schon immer Du bist erst siebzehn von Robert Long im Hinterkopf,wenn ich diese Geschichte lese.
Kann Mann/Frau sich auf Youtube anhören.
Grüße Jojo

Antwort von BenjaminsGarten am 12.07.2014 | 15:06 Uhr
Hallo Jojo, wow, es gibt wirklich ein Lied zum Thema, kannte ich noch nicht. Das passt wirklich sehr gut.
Der Papa steht jetzt noch aus - quasi der "Schwiegervatertest" :-)
Liebe Grüße
Jana
Klavier (anonymer Benutzer)
09.07.2014 | 18:18 Uhr
Hallo,

habe die Geschichte jetzt erst angefangen und bin recht angetan, habe allerdings auch ein Favoriteneintrag gemacht. Hoffe allerdings, dass die Geschichte weitergeht.

Die Idee des Altersunterschiedes finde ich nett und hoffe noch auf einige Missverständnisse bzw. Unterschiedliche Ansichten, wie es z.b. Bei dem Thema AIDS war.

Antwort von BenjaminsGarten am 10.07.2014 | 11:11 Uhr
Hallo und vielen Dank für Deine Review!
Weiter geht es sofort :-) Allerdings nähert sich die Geschichte jetzt mit großen Schritten dem Ende. Ist ja so schon weit länger als meine anderen Romane *stöhn*

Es ist immer so, dass man gegen Ende denkt 'es hätte noch dies und jenes reingemusst' - 'Habe ich diesen Aspekt genug beachtet' - 'Ist das genug vertieft' - 'Läuft es nicht zu glatt...' - aber man muss auch einen Schlusspunkt setzen.
Liebe Grüße
Jana
01.07.2014 | 23:16 Uhr
Moin Jana,

Lorenz erscheint.
Merkwürdig wie manche Menschen denken, man kann einfach so ohne Anmeldung Jahre später auftauchen und nahtlos an Vergangenes anknüpfen. Diese Menschen müssen denken, die Welt hat sich nur für sie selber gedreht und ist ansonsten stehengeblieben. So ein Mensch ist Lorenz.
Christoph ist wohl zu verblüfft und sicherlich auch ein wenig zu erfreut, als dass er ihn sofort rausschmeißt.
Auch die Attacke am Morgen wird verziehen, allerdings schmeißt Christoph ihn schon von der Bettkante. Aber wer weiß, wie er reagiert hätte einige Wochen zuvor. Nun ist es jedenfalls klar, Christoph wird nicht fremd gehen.

Lorenz ist eindeutig Christophs Seth.
Im Vergleich genauso unverschämt, genauso attraktiv und genauso unbedacht.
So wie Seth sich ignoranterweise erlaubt, Phillip zu fragen, seit wann dieser mit alten Männern fickt. So fragt Lorenz, wie viel Geld Phillip als Escort erhält.
Die Frechheit hält sich die Waage. Wobei Seth wirklich einen großen Jugendbonus bekommt von mir. Laurent, alias Lorenz (welch ein eingebildeter Gockel!) sollte erwachsener sein. Selbst einen Escort Profi fragt man nicht nach dem Preis, so viel an Anstand muss sein!

Mozart hatte schon immer mehr Menschenkenntnis. Das ist mal klar.
Es ist gut, dass Christoph sich bei Phillip verletzlich zeigen kann und weint.
Es ist ebenfalls gut, dass Phillip Verständnis mit wenigen Worten zeigt und die Situation nicht zerreden muss. Ein extrascharfes Essen ist eine gute Lösung, sie sollten neben Knoblauch noch eine Chilischote ans Essen geben. Christoph sollte auch noch einen Whisky trinken, aber bitte nicht wieder kippen, sondern schön langsam genießen. Danach dann noch einen sehr langen Kuss, unbedingt noch einmal wiederholen.

Sie tun sich gut. Christoph und Phillip.
Dir gelingt es wunderbar, die ständig wachsende Nähe zu zeigen. Gerade jetzt wären sie auf einem Bild in der Küche fotografiert, sehr eng und innig nebeneinander zu sehen.
Du kannst also nicht nur in der Natur wunderschöne Stimmungsbilder festhalten mit Worten, sondern auch in der Stadt setzt du deine Protagonisten mit Wortbildern leise und fein in Szene.


Munro

Tröste dich: 16 treue Reviewer zu ca 200 Favos sind ein sehr guter Schnitt, weiß ich.
Wer ein Favo setzt, liest auch in der Regel. Andere User klicken nur an.
Deine Story hat ja auch keine Kapitel, wo LeserInnen einfach nur fangirliemäßig kurz jubeln können.
Wer bei dir reviewt, sagt schon ein wenig mehr.
Aber ich verstehe dich schon, ein kleines Feedback ist was Schönes.
28.06.2014 | 19:19 Uhr
Ich finde die Geschichte toll! Erst war ich skeptisch... Wegen dem Altersunterschied der Beiden muss ich gestehen... Aber mittlerweile bin ich ein Fan von ihnen...

Und der Auftritt von Christophs Ex.... Ayayay... Schlimm, schlimm... Der war garantiert nicht so naiv, wie er behauptet hat.
Ich finde es gut, dass Christoph ihn so konsequent rausgeschmissen hat. Die Frage davor war auch unter aller Sau...
Die Beiden sind toll. Und sie wachsen mit ihrer Beziehung und den - leider manchmal vorhandenen - Unannehmlichkeiten. Aber sie meistern das schon ;) hab ich so im Gefühl.

So... Noch n schönen Abend und viele Grüße,
Das tapfere schreiberlein
27.06.2014 | 20:10 Uhr
Woah... Dieser Laurent ist ja ein freches Früchtchen.
Wie man sich in einem Menschen doch täuschen kann.
Mir tat Chris schon ziemlich leid.
Du hast uns diese Gefühle sehr autentisch rüber gebracht. Zumindest emfinde ich es so.
Ich habe jetzt ein paar Kapitel aufgespart und sie am Stück gelesen. Ich freue mich auf das fertige Buch, wenn ich es komplett noch einmal lesen kann. Dann kommt alles noch viel emotinaler rüber und man hat nicht das Gefühl, dass etwas eventl. nicht stimmig ist.
Ich freue mich wirklich, dass die beiden so weit sind, das sie diese Situation vom Morgen gemeinsam meistern können. Bin auf die nächsten Kapis gespannt.

GLG Bettina
27.06.2014 | 20:08 Uhr
Zu Anfang war ich ja etwas skeptisch, was denn das hier für eine Story wird
und habe mir erst einmal ein paar Kapitel "gesammelt".
Aber dann...von Kapitel zu Kapitel wurde diese Geschichte für mich spannender.
Jetzt muß ich mich zurückhalten, nicht jedes mal ein Reviw zu hinterlassen
in dem steht:
Schreib schnell weiter !
**Wahlweise die Peitsche zücke oder doch eher eine Bestechung mit
Keks und Kaffe versuche??**
26.06.2014 | 23:00 Uhr
Hey Jana,

Sommererinnerungen an eine Freundschaft, die fragil geworden ist. Ob Moritz immer noch zu Phillip stehen wird? Wie viel an Individualität kann Moritz verkraften?
Aber auch, wie viel an Zurückweisung kann Phillip ertragen?

Anna ist anders, aber auch sie hat ihre individuelle Grenze, sie ist bereit, ihre Grenzen zu übertreten. Es ist gut, dass Phillip weiß, die Altersfrage funktioniert auch umgekehrt und dass, Christoph genauso seine leisen Zweifel hat ab und zu.

Phillip und Moritz. So ganz einfach ist es nicht für Moritz und Phillip hat schon recht, nur Mühe geben, reicht leider nicht. Man muss es auch wollen tief im Herzen.
Nun, manchmal klappen Männergespräche besser mit einem Tequila oder zwei oder zehn Jägermeister. Da wird so ein Gespräch geradezu inniglich und Moritz traut sich Fragen zu stellen, boah.

Es war köstlich zu lesen.
Ziemlich wenig köstlich hätte die Reaktion von Christoph am nächsten Morgen sein können, aber der ist Profi und hat mit einem Blick die Lage sondiert. Er ist ziemlich cool, natürlich darf er Moritz Schnucki nennen, da muss der durch. Grins.

Hoffentlich duscht Moritz lange genug!

Immer wieder taucht Seth noch auf. So ganz ist er nie weg.
Ich bin gerade in dieser Story für ein klares Ja seitens Philipp für Christoph und umgekehrt.
Die morgendliche Szene mit Moritz hat noch einmal deutlich gezeigt, dass Christoph kein alternder Moralapostel ist.
Phillip stellt sich auch immer klarer zu Christoph.
Es ist immer noch nur eine Frage der Liebe.

Mir gefallen die einzelnen Szenen, die du hier zu einer Story zusammenstellst. Genauso wie die Fotos von Phillip zu einem großen Szenarium zusammengestellt, eine Geschichte erzählen, so tun es auch deine Kapitel.

Munro
16.06.2014 | 13:47 Uhr
Hi,
ich denke, ich hab wahrscheinlich mit mehr Schwierigkeiten gerechnet. Deine Geschichte ist toll,und du schreibst wirklich vorzüglich, nur ist für mich zu wenig Spannung drin.
Deswegen liebe ich ja Slash Geschichten, weil dort die meisten Probleme und Hindernisse auftauchen, die überwunden werden müssen um zueinander zu finden.
Ich lese trotzdem gerne weiter mit. :-)
Lg chryed
10.06.2014 | 20:01 Uhr
Liebe Jana,

bei diesem Kapitel hatte ich anfangs ein wenig Schwierigkeiten, mich darauf einzustellen, dass aus Christophs Sicht erzählt wird. Immer wieder ertappte ich mich dabei, dass ich Phillips Blickwinkel einzunehmen versuchte. Das lag vielleicht daran, dass wir in den vorangegangenen Kapiteln Phillips Innenleben so intensiv erleben durften.

Es hat mir jedoch gut gefallen, dass der Fokus auf Christophs Sichtweise gelegt wird und dass wir erfahren, dass auch er durchaus Zweifel in Bezug auf den Altersunterschied und das Funktionieren der Beziehung mit Phillip hat. Genau wie im vorherigen Kapitel dient das Foto, das Benjamin gemacht hat, der Rückversicherung. Und die Tatsache, dass es jetzt bei Christoph im Regal steht, wo zuvor lange Zeit noch das Bild von Laurent seinen Platz hatte, zeigt, welche Rolle Phillip jetzt in Christophs Leben eingenommen hat. Das weckt Hoffnung.

Die Restaurantszene bildet ein Pendant zu dem Restaurantbesuch nach dem Spaziergang im Park, der damit endete, dass Phillip durch die Bemerkung des Kellners völlig verstört und verunsichert worden war. Entsprechend der veränderten Perspektive wird jetzt die Reaktion der älteren schwulen Männer geschildert, die es offensichtlich amüsant finden, dass Christoph den jungen Phillip als seinen Freund vorgestellt hat. Auch wenn das Tuscheln und Grinsen der anderen vielleicht mehr eine gewisse Anerkennung ausdrückt, dass es dem Älteren gelungen ist, sich einen so jungen Mann geangelt zu haben, so spiegelt sich darin dennoch wider, dass auch hier nicht die Beziehung zweier Menschen und deren Gefühle füreinander gesehen werden, sondern die verinnerlichten gesellschaftlichen Normen zu vorurteilsbehafteten Sichtweisen führen. Man hat den Eindruck, dass hier von vornherein unterstellt wird, dass nicht partnerschaftliche Gefühle, sondern irgendwelche anderen Beweggründe zu dieser Beziehung geführt haben (z. B. der junge Künstler, der von dem Einfluss des älteren Galeristen profitiert und dafür seinen jugendlichen Körper verkauft).

An diesem Kapitel hat mir besonders gut gefallen, dass es auf so realistische Weise zeigt, dass eine Beziehung nicht von selbst läuft, sondern dass es immer wieder notwendig ist, miteinander offen zu sprechen und abzuklären, was beide möchten. Realistisch wirkt auch die Szene im Bett. In den meisten Romanen werden solche Szenen ausgespart. Es wird immer der Eindruck erweckt, dass der Sex leidenschaftlich, glatt und harmonisch und vor allem ohne abtörnende klärende Gespräche zwischendurch verläuft. Ich finde es mutig, dass du einmal eine andere und wie ich finde durchaus realistische Variante darstellst. Damit hast du das literarische Muster auf beeindruckende Weise erweitert. Ich kann zwar auch Munro verstehen, wenn er sich für die beiden ein wenig mehr Leichtigkeit und Verliebtheit wünscht, aber ich finde es realistischer, dass sie nicht auf Wolke Sieben schweben.

Liebe Jana, dir ist wieder ein Kapitel der leisen Töne und unauffälligen Nuancen, die es zu entdecken galt, gelungen. Tausend Dank für diese Leseerfahrung!
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