Autor: Mirfineth
Reviews 1 bis 25 (von 25 insgesamt):
09.10.2020 | 20:14 Uhr
Hallöchen!

Die Empfehlungen haben mich dieses Mal auf Deine außergewöhnliche Geschichte gestoßen und ich muss sagen, ich bin mehr als glücklich darüber. Du hast einen wunderbar flüssigen Schreibstil, irgendwie so ganz anders als das, was ich normalerweise favorisiere und mag, weil eher sachlich, aber eben auch wunderbar, weil so angenehm zu lesen und die Erzählform von Dir wirklich meisterhaft verwendet wird. Es ist auch sehr angenehm, dass man über keinerlei Rechtschreibfehler und grammatikalische Hindernisse stolpert - wahrscheinlich hast Du die Loblieder auf Dich schon gehört, jedenfalls hoffe ich das!

Auch der „Planet der Blinden“ mit tollen Details und offensichtlich großartigem Hintergrundwissen ausgeschmückt. Das gefällt mir außerordentlich gut und macht es noch einmal spannender - ich jedenfalls lerne viel aus Deinen Worten. Ein „blindes Leben“ (das ist doof formuliert, aber mich hat gerade eine Wortfindungsstörung befallen) ist wirklich etwas, was ich mir für mich selbst gar nicht vorstellen könnte. Nie wieder einen Sonnenaufgang sehen... :o

Das einzige, woran ich mich tatsächlich ein bisschen (sehr) aufhänge, ist die Logik der Raumfahrt in Deiner Geschichte. Es dauert doch Monate bis Jahre (?) manche Strecken zurückzulegen. Mir ist klar, dass das sicher auch stilistisches Mittel ist, um die Szenen kurz zu halten, aber bis zum schwarzen Loch waren es ja nicht einmal Stunden. ^^

Ich freue mich auf die Kapitel, die da kommen und wünsche ein schönes Wochenende. LG Michelle
05.10.2020 | 21:12 Uhr
Also, wenn man nicht wüsste, dass dies hier erst der Anfang der Geschichte ist, wäre das ein ziemlich böser Cliffhanger^^
Mir gefällt der Auftakt jedenfalls schonmal richtig gut. Man merkt, dass du viel recherchiert hast - sowohl zur Raumfahrt, als auch zum Leben blinder Menschen - und allein das hat schon ein Lob verdient. So gelingt es dir auch, dass man in beide Bereiche bereits reinschnuppern konnte und gerade das Leben von Mias Clan eine angenehme... Selbstverständlichkeit erhalten hat. Wie du es im ersten Kapitel selbst gesagt hast: Sie kennt es ja nicht anders. Der Kulturschock wird "nett" werden, wenn die beiden Protagonisten demnächst aufeinandertreffen - und ich bin gespannt, wie das laufen wird. Aber vorerst muss unser lieber Ronald ja erstmal wieder das Bewusstsein erlangen... :)
04.10.2020 | 20:46 Uhr
Hallo!

Ich bin aufgrund der Empfehlungen hier gelandet und auf diesem Planeten hängengeblieben. Ich bin immer auf der Suche nach originellen Themen und das ist eines, und ich werde dranbleiben. Die Hauptsache kommt ja erst noch!
Aber vor allem gefällt mir dein Stil und deine Erzählweise. Obwohl bisher viel von alltäglichen Dingen die Rede war, wird es überhaupt nicht langweilig, denn es liest sich ganz angenehm und flüssig.
Bemerkenswert finde ich auch die völlige Abwesenheit von Fehlern, ich habe nicht mal ein Druckfehlerchen gefunden.
Bis zum nächsten Kapitel!

Viele Grüße
roseta
29.09.2020 | 15:42 Uhr
Hallihallo,

bisher muss ich sagen, ist es ziemlich interessant und macht Spaß zu lesen. Dabei muss ich den Kommentaren recht geben, dass dein Schreibstil sehr leicht ist und das macht es umso angenehmer.
Bisher habe ich aber das Gefühl, dass alles noch sehr vorhersehbar ist: Mia wird sich in Roland verlieben. Roland wird zum schwarzen Loch reisen und bestimmt aus Versehen da reinfliegen und auf Mias Planeten landen. ;) So lautet meine Prognose!
Und dennoch bin ich irgendwie gespannt, wie es weitergehen wird und worauf das alles hinauslaufen soll. Allerdings ist es mir schleierhaft, wie sich die blinden Leute denn organisieren, wenn wirklich niemand sehen kann. Ich hoffe, dass du das näher aufgreifen wirst und die Welt für mich sogreifbarer wird.
Ansonsten gefällt mir die Idee der Geschichte sehr gut und es ist auf jeden Fall etwas, das mir bisher überhaupt nicht über den Weg gelaufen ist, weshalb ich es umso interessanter finde.
Ich bin gespannt auf das nächste Kapitel!

LG,

Johanna-Chan
27.09.2020 | 21:17 Uhr
Liebe Vicky!
Das hast du sehr kompetent erklärt, das Buch scheint die viel Inspiration geboten zu haben.
Ich hab wirklich geglaubt, ich säße mit ihnen im Raumschiff.
Dann endest du noch mit einem total genialen Cliffhanger.
Was wird sie beim Erwachen erwarten?
Alles Gute für die neue Woche!
R ❁
27.09.2020 | 21:02 Uhr
Liebe Vicky!
Da wurden sie anfangs wohl ziemlich durchgerüttelt in ihren Sitzen.
In Schwerelosigkeit haben sie ja schon trainiert, aber im Weltraum ist es halt noch mal ein anderes Gefühl, und das nachlassende Adrenalin macht sie ein bisschen übermütig.
Sehr schön hast du Ronalds Aussicht beschrieben.
Liebste Grüße.
R ❀
07.09.2020 | 12:32 Uhr
Oooh wie spannend!
Jakobs Traum klingt doch stark nach einer Vorahnung ^_^...
Weiters finde ich auch die Vorstellung einer blinden Polizei sehr spannend.
Sicher hat die Technologie auf diesem Planeten sich auch anders entwickelt als unsere (zB Sensornetze in der Kleidung, die vielleicht Polizisten die Arbeit erleichtern, tragbares Echolot etc. pp...)
Es würde mich echt freuen, mehr aus dem Alltagsleben der Menschen dort auf Shinion zu erfahren.
Den Chat hätte ich, einfach um ihn etwas von Rest abzugrenzen, in kursiv geschrieben, weil es für mich im ersten Moment etwas verwirrend war, bis ich verstanden habe, dass es eben eine Chatsequenz war.
Ist nur ein kleiner Verbesserungsvorschlag ;)

GLG!

Antwort von Mirfineth am 26.09.2020 | 16:45 Uhr
Viele herzliche Grüße ins ferne Österreich, <3
Jakobs Traum war wirklich eine Art „Zukunftsvision“ – es wird nicht mehr lange dauern, bis Ronald und seine Astronautenkollegen mit ihrem Raumschiff auf dem Planeten Shinon landen, und dann wird das friedliche Leben von Mia und ihrer Familie beachtlich durcheinandergewirbelt… ^^
Eine andere Leserin hat mir auch schon empfohlen, den Chat in Kursivschrift zu schreiben, aber ich mag Kursivschrift generell nicht besonders gerne und habe deswegen ein paar Leerzeilen in den Text eingefügt, um den Chat optisch ein wenig abzugrenzen – ich hoffe, damit kannst du auch leben. ;-)
Die Polizei auf dem Planeten Shinon nutzt bestimmt jede Menge Technologien, die sich sehr stark von denjenigen auf dem Planeten Erde unterscheiden. Es ist durchaus wahrscheinlich, dass die von dir erwähnten Sensornetze in der Kleidung oder ein tragbares Echolot dort zum Einsatz kommen. Natürlich sind die Polizisten auf dem Planeten Shinon in ihren Fähigkeiten und Möglichkeiten etwas eingeschränkt, verglichen mit den Polizisten auf dem Planeten Erde. Aber man muss bedenken, dass auf dem Planeten Shinon sämtliche Verbrecher ebenfalls blind sind und deswegen gewisse Straftaten von vornherein nicht möglich sind. (Wie sollte beispielsweise ein blinder Mensch präzise mit einer Pistole schießen? Auf dem Planeten Shinon gibt es keine Schusswaffen!) So gleicht sich das wieder aus – die Polizisten sind durch ihre Blindheit eingeschränkt, aber die Verbrecher ebenso. *grins* Die Menschen auf dem Planeten Shinon sind sehr erfinderisch und werden im Lauf der letzten Jahrhunderte Mittel und Wege gefunden haben, einerseits um Straftaten zu begehen, aber andererseits auch um Kriminalität zu bekämpfen. Inwiefern ich im weiteren Verlauf der Geschichte noch näher auf die Polizei des Planeten Shinon eingehen werde, weiß ich noch nicht – Mia und ihre Familie haben schließlich nicht besonders viel mit der Polizei zu tun.
Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass du gerne noch mehr über das Alltagsleben der Menschen auf dem Planeten Shinon erfahren möchtest. Aber die nächsten drei oder vier Kapitel werden ausschließlich von Ronald und seinen Astronautenkollegen handeln, die nun vom Planeten Erde aus aufbrechen, um durch das Schwarze Loch zu fliegen. Diese Mission wird sehr spannend und gefährlich. Sobald die Astronauten auf der anderen Seite des Schwarzen Lochs angekommen sind, wechsele ich wieder zurück zu Mia und den Bewohnern des Planeten Shinon. ;-)
Ich umarme und knuddele dich ganz lieb und verabschiede mich bis zur nächsten Reviewantwort. <3
Deine Vicky Beutlin
16.08.2020 | 16:19 Uhr
Liebe Mirfineth,

nachdem ich mich nach dem letzten Review voll erschrocken habe, weil ich kurz dachte, deinen Benutzernamen falsch geschrieben zu haben, habe ich nun heute das letzte veröffentliche Kapitel gelesen und muss sagen, ich mag es. Du schilderst das Zusammenleben der Familie wirklich wunderbar. Besonders schön finde ich diesen alltäglichen Touch. Für die Menschen auf der Erde sind die Bewohner von Shinon außergewöhnlich und umgekehrt, sobald sie voneinander wissen, aber im Grunde sind alle Menschen – Blinde und Sehende – doch gleich. Sie haben die gleichen Probleme und Herausforderungen zu meistern, erleben Freude, Wut, Trauer, Liebe etc. Sie gehen ihrem Beruf nach, absolvieren die Schule und müssen ihren Weg in der Welt finden. Ich fand es spannend, dass auch Shinon eine Polizei hat, auch wenn ich mir das leider nicht ganz vorstellen kann, so ohne Autos, aber bestimmt haben auch diese Menschen alles perfektioniert. Vielleicht kommt ja noch eine Erklärung, wie das alles funktioniert. Übrigens kann ich Jakob verstehen. Was sich Vanessas Eltern leisten, ist echt nicht schön und leider kenne ich einige Eltern, die so drauf sind. Meine Mum zum Glück nicht, aber dafür einige Bekannten. Stefan hat da recht, jeder soll seinen eigenen Weg gehen. Schön, dass Stefan das durfte, auch wenn es traurig ist, dass er nun arbeitslos ist. Allerdings ist ja nicht gesagt, dass es als Politikwissenschaftler besser gelaufen wäre. Und bestimmt findet er bald Arbeit.

Ich habe nur einen einzigen, kleinen Kritikpunkt, und zwar hätte ich die Chats von Mia/Stefan/Franziska irgendwie hervorgehoben, evtl. durch die Kursiv- oder Fettschrift, so habe ich einen Moment gebraucht, bis ich geschnallt habe, dass das die Unterhaltung der drei sein sollte. Ich hoffe, du nimmst mir das nicht krumm und ich freue mich schon auf das nächste Kapitel und besonders darauf, wie Jakob reagiert, wenn sein Traum praktisch bald wahr wird. Zwar wird kein Haus im klassischen Sinne vom Himmel fallen (ich frage mich aber auch wie so ein Traum bei Blinden aussieht), aber ein Raumschiff kommt ja dem irgendwo gleich.

Damit sage ich mal tschüss und wünsche dir noch einen schönen Sonntag.

Bis zum nächsten Mal

Ira.

Antwort von Mirfineth am 27.09.2020 | 16:41 Uhr
Hallo liebe Ira! <3
Dies ist nun vorläufig meine letzte Reviewantwort an dich, danach habe ich alle deine Reviews abgearbeitet. Es war mir wirklich ein Vergnügen, deine langen, sprachlich wunderbaren und detaillierten Reviews zu lesen. Es freut mich sehr, dass du meine Geschichte auch weiterhin verfolgen möchtest. :-)
Eine andere Leserin hat mir ebenfalls empfohlen, den Chat von Mia/Stefan/Franziska (wobei Franziska ja gar nichts sagt) in Kursivschrift zu schreiben, aber ich mag Kursivschrift (und Fettschrift) generell nicht besonders gerne und habe deswegen ein paar Leerzeilen in den Text eingefügt, um den Chat optisch ein wenig abzugrenzen – ich hoffe, damit kannst du auch leben. ;-)
Ich engagiere mich schon seit dem Jahr 2011 als ehrenamtliche Schiedsrichterin in einem Blinden- und Sehbehindertensportverein und habe im Rahmen dieser Tätigkeit Dutzende blinde und sehbehinderte Menschen kennengelernt. Von daher kann ich bestätigen, dass blinde und sehbehinderte Menschen im Grunde genommen ganz normale Menschen sind, die Gefühle empfinden, soziale Kontakte pflegen, Probleme und Herausforderungen meistern, einem Beruf nachgehen (bzw. Schule, Ausbildung oder Studium) und sich ihren Platz in der Gesellschaft erobern. Die Menschen auf dem Planeten Shinon sind also keine völlig exotischen Wesen, sondern sie sind – abgesehen natürlich von ihrer Blindheit – von den Menschen auf dem Planeten Erde nicht zu unterscheiden. (Du wirst später feststellen, dass die beiden „Menschenspezies“ sogar miteinander fortpflanzungsfähig sind. *grins*)
Ich halte es durchaus für wahrscheinlich, dass eine Gesellschaft aus lauter blinden Menschen funktionieren könnte, wenn diese Menschen seit Jahrhunderten daran gewöhnt sind und es nicht anders kennen. Natürlich braucht der Planet Shinon auch eine Polizei – es gibt schließlich in jeder menschlichen Gesellschaft Individuen, die sich nicht an die Gesetze halten. Die Tatsache, dass die Polizisten auf dem Planeten Shinon durch ihre Blindheit eingeschränkt sind (z.B. nicht Auto fahren können), wird jedoch dadurch ausgeglichen, dass die Verbrecher auf dem Planeten Shinon ebenfalls durch ihre Blindheit eingeschränkt sind. Außerdem geschehen auf dem Planeten Shinon vermutlich generell weniger Verbrechen als auf dem Planeten Erde (es gibt keine Schusswaffen, Sexualstraftäter können sich nicht durch Beobachten der vorbeigehenden Frauen ein Opfer aussuchen usw.).
Das Verhalten von Vanessas Eltern ist in der Tat ziemlich unverschämt und schäbig – meiner Meinung nach sollten sich Eltern in die Berufswahl ihrer erwachsenen Kinder grundsätzlich nicht einmischen. Aber es müssen auf dem Planeten Shinon ja nicht alle Leute sympathisch sein. ;-) Zumindest hat Vanessa den Mut besessen, sich von ihren Eltern nicht negativ beeinflussen zu lassen. Das gilt auch für Stefan. Es ist zwar schade, dass Stefan momentan arbeitslos ist, aber ich finde, dass es für ihn besser ist, arbeitslos zu sein, als einem Beruf nachzugehen, der ihm überhaupt keine Freude bereitet und in dem er sich psychisch nicht wohl fühlt. Wenn er lieber Maschinenbau studieren möchte anstatt Politikwissenschaften, dann soll er das tun. Ich selbst habe auch schon etliche Arbeitsangebote abgelehnt, weil ich genau gespürt habe, dass es für mich nicht das Richtige gewesen wäre (z.B. Nachtarbeit, Arbeit mit kleinen Kindern, pflegerische Tätigkeiten). Übrigens freut es mich, dass sich deine Mutter gegenüber dir nicht so verhält wie Vanessas Eltern gegenüber ihrer Tochter.
Was die Träume blinder Menschen angeht, so kann ich dir versichern, dass blinde Menschen (auch blind geborene Menschen) genauso intensiv und lebhaft träumen können wie sehende Menschen. Da Jakob weiß, was ein Haus ist (er kann es anfassen und darin herumlaufen, er hat eine ungefähre Vorstellung von der Größe und den Proportionen), kann er auch davon träumen, dass ein Haus vom Himmel fällt. Natürlich hat er im Traum nichts „gesehen“, aber er hat den Lärm gehört und wusste intuitiv, dass es sich bei dem Objekt um ein Haus gehandelt hat. Von einem Raumschiff konnte er zwar nicht träumen (Raumschiffe sind auf dem Planeten Shinon unbekannt, die Menschen auf dem Planeten Shinon betreiben keine Raumfahrt), aber ein Haus ist ja in etwa so groß und so schwer wie ein Raumschiff. Noch ahnt Jakob nicht, dass er Recht behalten und sein Traum in Kürze wahr werden wird…
Damit komme ich nun zum Ende und hoffe, dass dir meine Reviewantworten gefallen haben. Ich werde bald zwei neue Kapitel dieser Geschichte hochladen, um dich mit Nachschub zu versorgen. Diese zwei Kapitel werden ausnahmsweise beide von Ronald handeln, der nun gemeinsam mit seinen Astronautenkollegen seine Mission „Schwarzes Loch“ beginnt. ^^
Viele herzliche Grüße und alles Gute wünscht dir deine
Vicky
PS: Ich habe gerade noch mal nachgesehen – du hattest in deinem vorherigen Review meinen Benutzernamen nicht falsch geschrieben, aber wie ich schon in einer anderen Reviewantwort geschrieben habe, kannst du mich auch gerne „Vicky“ nennen. ;-)
14.08.2020 | 13:19 Uhr
Liebe Mirfineth,

ich glaube, ab dem siebten Kapitel habe ich nicht mehr weitergelesen, weil es damals noch nicht hochgeladen war, umso mehr freue ich mich schon darauf, die anderen beiden Astronauten kennenzulernen, die mit Ronald auf die Mission gehen werden und dafür entweder sterben oder aber glorreich nach Hause zurückkehren werden. In jedem Fall werden sie wohl die Helden der amerikanischen Geschichte der Neuzeit sein. Ich könnte ihren Beruf wirklich nicht ausüben, selbst wenn ich vollkommen gesund wäre. Aber mir fehlt wohl die Tollkühnheit und die Abenteuerlust, die für diesen Beruf notwendig sind.

Okay, ich muss mich korrigieren. Ich habe das Kapitel doch schon gelesen. Die ersten Zeilen waren noch irgendwie fremd für mich, doch als du Timothys Homosexualität erwähnt hast, hat es in meiner Erinnerung geklingelt. Ich finde es wirklich toll, wie unterschiedlich die sechs Männer sind und doch können (und müssen) sie sich aufeinander verlassen können und ich bin mir sicher, dass sie das tun. Ich kann Timothys Frust wirklich verstehen, auch wenn ich auch viele alte Bücher mag. Die Menschen damals kannten es leider nicht anders, doch zum Glück ist diese Zeit nun vorbei und alle Menschen können lieben, wen sie wollen. Ob Shinon ähnlich aufgeklärt ist, wie die Erde mittlerweile? Ich bin wirklich sehr gespannt und ein wenig traurig, dass mir der Lesestoff mit dem nächsten Kapitel ausgeht, aber die Geschichte ist auf Alert gesehen und ich werde sie weiterhin verfolgen.

Ira.

Antwort von Mirfineth am 27.09.2020 | 16:39 Uhr
Hallo liebe Ira! :-*
Ja, darauf darfst du gespannt sein, was passiert, wenn die Astronauten (außer Ronald) von ihrer Mission „Schwarzes Loch“ wieder zum Planeten Erde zurückkehren, und ob sie dann wirklich „die Helden der amerikanischen Geschichte der Neuzeit“ sein werden. Ich kann dir aber schon mal zu deiner Beruhigung versichern, dass sämtliche Astronauten diese Mission zumindest überleben werden. ;-) Ich habe generell ein Problem damit, die Protagonisten meiner Geschichten sterben zu lassen, von daher werden Fox, Oliver, Samuel, Timothy und George (und Ronald sowieso) mit dem Leben davonkommen. ^^
Bei einer Gruppe von sechs unterschiedlichen Männern ist es meiner Meinung nach gar nicht unwahrscheinlich, dass einer von ihnen homosexuell ist. Ich denke, dass die Menschen auf dem Planeten Shinon, ebenso wie die übrigen Astronauten, nichts dagegen haben, dass Timothy homosexuell ist. Auf dem Planeten Shinon gibt es ebenfalls homosexuelle Menschen (siehe Kapitel 3), und ich könnte es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, eine Gesellschaft zu entwerfen, in der Homosexualität verboten ist oder als psychische Störung angesehen wird. Das war vor 100 Jahren noch so, aber mittlerweile hat sich die Situation zum Glück geändert. Natürlich gibt es auch auf dem Planeten Shinon homophobe Menschen, aber grundsätzlich ist dort Homosexualität legal, und homosexuelle Menschen haben dieselben Rechte wie heterosexuelle Menschen.
(Kleine Zwischenbemerkung: Da ich mich selbst seit meinem 18. Lebensjahr als asexuell definiere und mich ehrenamtlich für die Rechte „queerer“ Menschen einsetze, kommt es häufig vor, dass ich in meinen Geschichten „queere“ Charaktere einbaue. In meiner Lieblingsgeschichte „Blindgänger“ ist beispielsweise der Protagonist bisexuell, außerdem gibt es dort einen schwulen Mann und eine lesbische Frau.)
Viele herzliche Grüße! Eine letzte Reviewantwort muss ich jetzt noch schreiben, dann bin ich fertig. ;-)
Mach’s gut,
deine Vicky
14.08.2020 | 11:32 Uhr
Liebe Mirfineth,

ich muss sagen, ich habe mich auf dieses Kapitel gefreut, seit ich eine deiner Reviewantworten gelesen habe, denn ich bin gespannt, wie die Kommunikation mit einem taubblinden Menschen abläuft und auch wie du es im Schriftbild umsetzt. Ich muss gestehen, zuerst war ich leicht erschrocken, als ich die Großbuchstaben gelesen habe, symbolisiert es doch im Normalfall, dass die Leute schreien, aber ich denke, es gab keine andere Möglichkeit, es irgendwie kenntlich zu machen, denn Mias Oma spricht ja nur noch wenig, soweit ich das verstanden habe. Auf jeden Fall freue ich mich aber, dass die beiden ein so enges Verhältnis zueinander haben, auch wenn die Tatsache, dass Mias Großvater so schlecht geht, traurig ist. Ich selbst fürchte mich vor dem Tag, an dem mein Opa stirbt, auch wenn es für ihn eine Erlösung wäre, tut der Gedanke doch weh. Ich bin aber sicher, dass die restlichen Familienmitglieder Adelheid auffangen und durch die Trauer begleiten werden. Zusammen werden sie ihre Trauer bewältigen, denn sie sind doch eine sehr verbundene Familie, was ich wirklich zu schätzen weiß, gerade auch im Hinblick auf Ronald, der ja familiär gesehen, auch ein komplettes Gegenteil zu Mia darstellt. Ob er sich jemals mit seinen Eltern aussprechen wird?

Danke noch einmal für das schöne Kapitel und bis zum nächsten.

Ira

Antwort von Mirfineth am 27.09.2020 | 16:38 Uhr
Hallo liebe Ira! :-D
Aus meinem Unterricht in Deutscher Gebärdensprache, den ich an meiner Universität besucht habe, weiß ich, dass man durchgängig große Buchstaben verwendet, wenn jemand in Gebärdensprache spricht. Auf diese Weise wird deutlich gemacht, dass es sich nicht um eine „gewöhnliche Lautsprache“ handelt, sondern um eine besondere Art von Sprache, die „nur“ aus Bewegungen besteht. Anführungszeichen sind nicht nötig, wenn Gebärdensprache verschriftlicht wird.
Mias Oma hingegen spricht weiterhin ganz normal in Lautsprache, auch nicht weniger als hörende Menschen, aber eben sehr langsam und monoton, weil sie ihre eigene Stimme kaum noch hören kann, was durch die Gedankenstriche zwischen den Wörtern dargestellt wird.
Es tut mir sehr leid, dass es deinem Opa so schlecht geht, und ich kann sehr gut verstehen, dass der Tod für ihn eine Erlösung wäre, auch wenn es natürlich für die Angehörigen trotzdem traurig ist. Mein Opa mütterlicherseits, der im Jahr 2004 gestorben ist, war in den letzten vier Jahren vor seinem Tod auch sehr krank, weil er Amyotrophe Lateralsklerose hatte (genauso wie Stephen Hawking), und als er gestorben ist, waren wir einerseits natürlich sehr traurig, aber andererseits auch froh, dass ihm weiteres Leid erspart geblieben ist.
Ich denke, dass es Mias Oma gelingen wird, die Trauer um den Tod ihres Mannes, sobald er gestorben ist, mithilfe ihrer Angehörigen zu verarbeiten. Sie hat immerhin (mindestens) vier Enkelkinder, und vielleicht kommen in absehbarer Zukunft auch noch Urenkelkinder hinzu. Wenn Mia und Ronald einander endlich kennenlernen, dann wird Ronald Mia mit Sicherheit sehr um ihre glückliche und harmonische Familie beneiden. Es ist wirklich schlimm, was mit Ronalds eigener Familie passiert ist. Er wird sich natürlich niemals mit seinen (wahrscheinlich mittlerweile obdachlosen) Eltern aussprechen können, da er ja nicht mehr zum Planeten Erde zurückkehren wird… Wobei Ronalds Eltern bis zu einem gewissen Grad an ihrem Schicksal aber auch selber schuld sind, denn für Eltern, die ein Kind verloren haben und deswegen depressiv geworden sind, gibt es genügend Hilfsangebote, sodass sie nicht zwangsläufig dem Alkohol verfallen müssen.
Viele herzliche Grüße und morgen einen guten Start in die neue Woche, <3
deine Vicky
14.08.2020 | 11:06 Uhr
Liebe Mirfineth,

jetzt lernen wir also Ronalds Kollegen und Weggefährten kennen und ich muss sagen, ich mag jeden Einzelnen von ihnen recht gerne. Sie sind genauso charakterstark und haben einen festen Platz in der Geschichte wie Mia und Ronald. Ich hoffe, wir erfahren noch mehr über Fox, Oliver, Samuel und ihre Freunde. Sie sind echt mutig. Ihren Job könnte ich niemals machen, nicht nur, weil ich es körperlich nicht packen würde, aber mir fehlt auch der Mut für solche Reisen, bei denen immer alles schief laufen kann. Ich hoffe natürlich, dass sie heil zurückkommen, besonders für Oliver und Samuel. Ihre Töchter werden bestimmt stolz auf ihre Helden-Papas sein, doch es wäre noch schöner, wenn die beiden ihre Kinder aufwachsen sehen können und Samuel doch noch näheren Kontakt zu seiner Tochter aufbauen kann. Auch Madeleine ist mir sehr sympathisch und ich muss sagen, zuerst dachte ich, dass sie in Ronalds Alter ist, oder jünger, und war dementsprechend überrascht, als ich ihr Alter gelesen habe, aber sie scheint echt eine gute Seele zu sein. Wie sie wohl reagieren wird, wenn sie erfährt, dass Ronald gar nicht mehr nach Hause kommen wird? Besonders gefallen hat mir aber das Ende des Kapitels. Irgendwie musste ich schmunzeln, als du dieses Sprichwort durch Wissenschaft »entkräftet« hast, dennoch ist die Verbundenheit der Männer deutlich zu spüren und ich denke, sie werden wirklich alles füreinander tun.

Ich bedanke mich für dieses Kapitel und werde mich gleich ans nächste machen.

Ira

Antwort von Mirfineth am 27.09.2020 | 16:37 Uhr
Hallo liebe Ira! :-)
Auch für dein fünftes Review zu meiner Geschichte möchte ich mich ganz herzlich bei dir bedanken. In diesem Kapitel hast du etwas über Ronalds Astronautenkollegen erfahren (oder zumindest über drei von ihnen, die anderen beiden werden in Kapitel 7 vorgestellt). Es freut mich, dass Fox, Oliver und Samuel dir sympathisch sind. Ihr Mut und ihre Abenteuerlust sind wirklich zu bewundern – ich selbst wäre ebenso wie du nicht dazu in der Lage, als Astronautin in den Weltraum zu fliegen, weil ich viel zu große Angst davor hätte, dass dort draußen etwas schief geht und ich auf qualvolle Art und Weise sterbe. Abgesehen davon bin ich relativ übergewichtig und vollkommen unsportlich, weswegen ich von vornherein nicht dafür geeignet wäre, Astronautin zu werden.
Ich finde es irgendwie süß, dass du dir wünschst, Samuel würde in der Zukunft intensiveren Kontakt zu seiner Tochter aufbauen. Aber ich denke, daran hat Samuel kein Interesse. Er hat die Mutter seiner Tochter nie richtig geliebt, er wollte damals nur Spaß und guten Sex, und wenn ich ehrlich sein soll, dann ist es der Mutter von Samuels Tochter hoch anzurechnen, dass sie das Kind überhaupt bekommen hat, anstatt einen Schwangerschaftsabbruch durchführen zu lassen. Die Töchter von Oliver hingegen werden mit Sicherheit sehr stolz auf ihren Vater sein, wenn er von seiner Mission „Schwarzes Loch“ wohlbehalten wieder zurückkommt. Trotzdem ist es für die Töchter natürlich traurig, dass Oliver monatelang nicht zu Hause ist, zumal die Töchter noch ziemlich klein sind. (Da bin ich doch froh, dass meine Eltern keine Astronauten sind – meine Mutter ist nämlich Lehrerin und mein Vater Hausmann.)
Ich habe mir Madeleine absichtlich als alte Frau vorgestellt und nicht als Frau in Ronalds Alter, weil sich eine dreißigjährige Madeleine eventuell in Ronald verliebt hätte, was die Geschichte unnötig verkompliziert hätte. Es ist besser, wenn Ronald, bevor er Mia kennenlernt, nie ernsthaften Kontakt zu einer gleichaltrigen Frau hatte. (Wobei der Begriff „gleichaltrig“ in diesem Zusammenhang sehr dehnbar aufgefasst werden muss, da Ronald neuneinhalb Jahre älter ist als Mia.) Madeleine wird bestimmt ein wenig betrübt sein, wenn Ronald nie wieder nach Hause zurückkommt, aber sie wird sich damit trösten können, dass es Ronald auf dem Planeten Shinon gut geht.
Das Ende des Kapitels finde ich auch sehr gelungen, wenn ich das über meine eigene Geschichte sagen darf. Dieses Sprichwort „für Freunde durchs Feuer gehen“ und die Tatsache, dass es im Weltraum überhaupt nicht brennen kann, haben sehr gut zueinander gepasst. In der Tat müssen sich Ronald und seine Astronautenkollegen jederzeit hundertprozentig aufeinander verlassen können und dazu bereit sein, ihr Leben füreinander zu riskieren, wenn sie gemeinsam im Weltraum unterwegs sind. Wenn die sechs Männer einander vollkommen unsympathisch wären, dann wären sie nicht als Gruppe für diese Mission ausgewählt worden.
Viele schöne Grüße und bis zum nächsten Kapitel, :-)
deine Vicky
13.08.2020 | 16:32 Uhr
Liebe Mirfineth,

ich mag das vierte Kapitel sehr. Du hast zwar in deiner Reviewantwort an Net Sparrow angedeutet, dass das nächste Kapitel Action vermissen lässt (ja, ich lese die Reviewantworten gerne nach, denn ich finde es spannend), aber das ist nicht schlimm. Im Gegenteil, so lernen wir einen wichtigen Menschen in Mias Leben kennen – auch wenn ich mit dem Namen leider etwas negative Erinnerungen verbinde, aber dafür kannst du ja nix – und ich finde es schön, dass du solche alltäglichen Begebenheit einbindest. Oft kommen sie ja zu kurz bzw. werden übersprungen, was vielen Geschichten leider die Glaubwürdigkeit ein wenig raubt. Was ich faszinierend finde, ist, dass ich mich auch in diesem Kapitel mit Mia identifizieren kann. Ich habe zwar nur zwei jüngere (Halb)-Schwestern, von denen ich nur eine persönlich kenne, aber was meine Großeltern angeht (wenn auch mütterlicherseits, väterlicherseits sind sie tot und ich kannte sie nicht) scheinen Mias Großeltern wie ein Spiegelbild zu meinen zu sein. Meine Großeltern können zwar beide sehen, ja, aber mein Großvater hatte ebenfalls mehrere Schlaganfälle hinter sich und ist nun seit 2017 bettlägerig und pflegebedürftig und Oma ist zwar auch krank, aber sie ist genauso gerne auf Achse wie Mias Großmutter. Wenn man sie lassen würde, würde Oma wohl nur rumrennen und alles und jeden verhätscheln. Ich muss sagen, ich bewundere Mias Großmutter. Nichts zu sehen und nichts zu hören, muss sehr belastend sein und ich finde es wirklich schade, dass bei uns die taubblinde Kommunikation an den Schulen so runterfällt. Ich würde es gerne lernen, denn es dient ja nicht nur zur Kommunikation mit blinden und tauben Menschen, sondern es kann auch jeden von uns treffen. Natürlich kann man es privat lernen und sobald sich die Lage (hoffentlich) wieder stabilisiert hat, werde ich mich mal umhören. Wie dem auch sei, ich musste über Felix schon schmunzeln, kann mir super die Szene mit dem Kuchen vorstellen. Hoffentlich ist Herr van Beeck nicht allzu enttäuscht/wütend. Ich muss aber auch meinen Hut vor Felix ziehen. So sportlich wie er, werde ich wohl nie sein. Mir hat da stundenlange Laufen am Wochenende durch Prag schon gereicht (da scheint Corona schon vorbei zu sein -_-), aber jeden Tag 45 Minuten hin und wieder zurückzulaufen, ugh, das musst schon hart sein. Ich könnte es nicht. Was ich mich frage, gibt es da irgendwelche vergleichbaren Transportmöglichkeiten? Du hast ja in einer Antwort geschrieben, dass es keine Autos gibt – was logisch ist – dennoch lässt mich diese Frage nicht los, denn bei Felix klingt das so, als ob nicht alles gleich nahe ist und wenn man nicht so mobil ist wie er, wäre das sicherlich die Hölle. Vielleicht erfahren wir das ja noch? Ich bin auf jeden Fall froh, dass du weitergeschrieben hast, auch wenn die Arbeitslosigkeit weniger schön ist.

Ich werde gleich das nächste Kapitel lesen. Wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, muss es wieder eines mit Ronald sein.

Deine Ira

Antwort von Mirfineth am 27.09.2020 | 16:36 Uhr
Hallo liebe Ira! <3
Wow, das ist nun schon die vierte Reviewantwort, die ich heute an dich schreibe. (By the way: Ich weiß gar nicht, was ich mit den vielen Keksen anfangen soll; das meiste, was man im Bücherregal-Markt kaufen kann, gefällt mir nämlich nicht. Ich wünsche mir schon seit Monaten die Option, Kekse an andere FF.de-User verschenken zu können, aber bis jetzt sieht es leider nicht so aus, als würde es eine solche Option jemals geben…)
Ich finde es sehr interessant, dass du meine Reviewantworten an andere Leser liest (das zeugt von einer gesunden Neugier *grins*), und außerdem fühle ich mich sehr erleichtert darüber, dass du über den fehlenden „Action“ in Kapitel 4 nicht gejammert hast, ganz im Gegenteil. :-)
Es tut mir leid, dass du mit dem Namen „Felix“ eher negative Erinnerungen verbindest. Ich hatte natürlich nicht beabsichtigt, dich zu „triggern“. Hoffentlich kannst du beim weiteren Lesen der Geschichte darüber hinwegsehen, dass diese Person Felix heißt (ich habe mich nämlich schon so sehr an den Namen gewöhnt, dass ich ihn nicht mehr abändern möchte).
Ich finde es auch immer sehr unrealistisch, wenn in einer Geschichte überhaupt keine „normalen Alltagsszenen“ vorkommen – es muss zwar nicht jeder Toilettengang beschrieben werden *grins*, aber es muss auch nicht jedes Kapitel von vorne bis hinten actiongeladen sein. Manchmal reicht es aus, wenn ein Kapitel einfach nur lustig ist, um den Leser „bei der Stange zu halten“ – die Idee mit dem Kuchen kam mir spontan und hat mir so gut gefallen, dass sie sofort Eingang in die Geschichte gefunden hat. Ich denke, Herr van Beeck wird darüber hinwegkommen, dass er am heutigen Nachmittag beim Fußballtraining auf Felix verzichten muss… *grins*
Das Kapitel 4 hatte im Grunde genommen die Funktion, dem Leser zu erklären, wer Felix ist, wobei zusätzlich noch einige weitere wichtige Informationen gegeben werden:
Auf dem Planeten Shinon gibt es in der Tat keine Autos und auch keine sonstigen Verkehrsmittel (Busse, Züge, Flugzeuge usw.), da sich sämtliche Verkehrsmittel von einem blinden Menschen nicht steuern lassen, ohne dass katastrophale Unfälle passieren. Von daher müssen auf dem Planeten Shinon alle Wege zu Fuß zurückgelegt werden, egal ob es sich um Lebensmitteleinkäufe, Arztbesuche oder den Weg zur Arbeit handelt. Felix befindet sich in der glücklichen Situation, dass er sehr sportlich und trainiert ist und es ihm deswegen nichts ausmacht, jeden Tag 45 Minuten zur Arbeit und wieder zurück zu laufen. Es gibt aber natürlich auch Menschen, für die ein so weiter Fußweg mit großen Schwierigkeiten verbunden wäre. Dementsprechend ist es auf dem Planeten Shinon so, dass eine nicht unerhebliche Anzahl von Menschen von zu Hause aus arbeitet (dies kommt auf dem Planeten Shinon sehr viel häufiger vor als auf dem Planeten Erde). Außerdem ist es auf dem Planeten Shinon meistens so, dass es beispielsweise in einem Stadtviertel nicht nur einen einzigen riesigen Supermarkt gibt, sondern stattdessen viele kleine Supermärkte / „Tante-Emma-Läden“, die jeweils nur wenige Straßen voneinander entfernt sind. Auf diese Weise wird dafür gesorgt, dass alle Menschen sämtliche Geschäfte und andere Einrichtungen des täglichen Bedarfs (Frisör, Kneipe usw.) relativ problemlos zu Fuß erreichen können. Es gibt auch spezielle Organisationen, deren Mitarbeiter sich darum kümmern, Besorgungen für solche Menschen zu machen, die aufgrund von gesundheitlichen Einschränkungen keine längeren Fußwege zurücklegen können.
Es freut mich sehr, dass du mir in deinem Review auch persönliche Informationen über deine Familie, die Mias Familie teilweise zu ähneln scheint, mitgeteilt hast. Ich finde es ein wenig schade, dass du eine deiner Halbschwestern und deine Großeltern väterlicherseits nicht kennst bzw. nicht kennengelernt hast. Ebenso bedauerlich ist es, dass dein Großvater schon mehrere Schlaganfälle erlitten hat, seit drei Jahren bettlägerig und pflegebedürftig ist, und dass deine Großmutter auch Krankheiten hat. Dies tut mir alles sehr leid. Wie alt sind deine Großeltern mütterlicherseits denn? Von meinen eigenen Großeltern lebt nur noch die Oma väterlicherseits; meine beiden Opas starben 2004 und 2007, und meine Oma mütterlicherseits ist, wie ich dir bereits in einer anderen Reviewantwort geschrieben habe, vor wenigen Wochen gestorben. Meine Oma väterlicherseits, die ich „Omi“ nenne, ist mittlerweile 90 Jahre alt, kann zwar noch alleine wohnen, nimmt aber zum Saubermachen ihrer Wohnung eine professionelle Reinigungsfirma in Anspruch. --- An Geschwistern habe ich nur eine „ganze“ Schwester, die zweieinhalb Jahre jünger ist als ich. Sie wohnt mit ihrem Ehemann und ihren beiden kleinen Kindern in Bayern, und ich sehe sie nur relativ selten. Wir haben auch nicht das beste Verhältnis zueinander, weil wir vom Charakter / Verhalten / Moralvorstellungen / Hobbys usw. her so verschieden sind wie Tag und Nacht, und weil sie nicht damit klarkommt, dass ich psychisch krank bin. Trotzdem bin ich sehr froh, dass es meine Schwester gibt, und ich fände es sehr schlimm, wenn ich als Einzelkind hätte aufwachsen müssen.
Mias Großmutter hat sich inzwischen höchstwahrscheinlich ganz gut damit arrangiert, dass sie weder hören noch sehen kann. Dass sie blind ist, nimmt sie ja sowieso nicht wahr (die Menschen auf dem Planeten Shinon haben noch nicht einmal ein Wort für „blind“), und „nur“ gehörlos zu sein, ist ebenfalls nicht das Ende der Welt. Taubblindenspezifische Kommunikationsmethoden (Lormen, Taktiles Gebärden) werden auf dem Planeten Shinon in jeder Schule wie Fremdsprachen verpflichtend gelernt. Ich selbst hatte das Glück, an meiner Universität drei Kurse in Deutscher Gebärdensprache besuchen zu können, und das Lorm-Alphabet habe ich mir eigenmächtig beigebracht. Von Oktober 2018 bis April 2019 habe ich sogar als Taubblinden-Assistentin in einem Berufsförderungswerk für Blinde und Sehbehinderte gearbeitet. Du hast Recht – gerade in der heutigen Gesellschaft, wo sehr viele Menschen ein hohes Alter erreichen, nehmen Blindheit und Taubheit aus Altersgründen immer mehr zu, und es ist wichtig, dass die betroffenen Menschen mithilfe taubblindenspezifischer Kommunikationsmethoden weiterhin am normalen Alltagsleben teilhaben können.
Viele herzliche Grüße! Ich werde mich jetzt gleich auf dein nächstes Review stürzen. ;-)
Alles Gute,
deine Vicky
13.08.2020 | 15:52 Uhr
Liebe Mirfineth,

Nach einer kleinen Pause lese ich nun weiter und einmal mehr mag ich den unbeschwerten, leichten Stil deiner Geschichte. Wie du Mia und ihre Freunde skizzierst, ihnen ein Gesicht gibst und eine Geschichte, ist einfach toll. Durch ihre Eigenarten sind sie so gewöhnlich und doch besonders. Sie alle haben eine Tiefe, sind nicht austauschbar, oder ersetzbar. Franziska könnte niemals Mias Part übernehmen und Mia nicht den von Franziska und das verhält sich auch mit den anderen Charakteren, was ich wirklich toll und bewundernswert finde, denn nicht vielen gelingt das. Oft sind die Charaktere (leider nicht nur auf fanfiktion.de) blass und austauschbar, aber nicht bei dir. Ich habe eine konkrete Vorstellung von Mia, Franziska und den anderen, selbst von Herrn Schöndorfer, über den man nun (bisher) nicht viel erfährt. Ich muss dir auch gestehen, dass ich mich einmal mehr in Mia wiedergefunden habe, auch wenn ich sehen kann und nicht mehr 23 Jahre alt bin, aber ich hatte noch nicht *den* Mann gefunden, glaube aber durchaus an die große Liebe und an das gewisse Etwas, das zwei Menschen miteinander verbindet. Ich hoffe, dass Stefan und Franziska ihre Liebe halten können und auch, dass Stefan bald einen neuen Job findet, aber am meisten freue ich mich auf die Begegnung zwischen Mia und Ronald. Seit dem ersten Lesen damals habe ich dahingefiebert und fiebere nun wieder auf diesen Moment hin. Ich muss dem System von fanfiktion.de wirklich dankbar sein, dass es mir deine Geschichte zugewiesen hat.

Schön, dass wir in diesem Kapitel auch Ronald wiedersehen und gleich wichtige Menschen in seinem Leben kennenlernen und auch über den Auftrag mehr erfahren, der ihn zu Mia führen wird. Vielleicht wird diese Begegnung ja nicht nur das Leben der beiden auf den Kopf stellen, vielleicht hat der Vorsitzende wirklich recht und die Mission wird die Geschichte der Raumfahrt genauso reformieren wie es einst mit Armstrong und Gagarin geschah. Und vielleicht wird es eine enge Verbindung zwischen den Bewohnern der Erde und von Shion schaffen. Und ja, vielleicht wird es auch eine Möglichkeit für Stefan sein, endlich wieder beruflich Fuß zu fassen, denn ich stimme Net Sparrow zu (Himmel, ich merke grad, dass das Review meiner Vorgängerin schon fast sieben Jahre alt ist). Arbeitslos in so jungen Jahren zu sein, ist echt zermürbend und ich drücke für Stefan alle Daumen, dass er schon bald wieder einen Beruf hat, der ihn erfüllt.

Einmal mehr danke ich dir für das Lesevergnügen und bin gespannt, wie es weitergeht.

Ira

Antwort von Mirfineth am 27.09.2020 | 16:34 Uhr
Hallo liebe Ira! :-*
Kommen wir nun zu Kapitel 3, in dem Mias beste Freundin Franziska vorgestellt wird und in dem Ronald auf seine Mission „Schwarzes Loch“ geschickt wird.
Es mag sein, dass sich Mia und Franziska von ihrem Charakter her teilweise voneinander unterscheiden, aber trotzdem harmonieren sie als beste Freundinnen gut miteinander. Es ist davon auszugehen, dass die beiden nicht erst „seit gestern“ miteinander befreundet sind, sondern dass ihre Freundschaft schon seit vielen Jahren Bestand hat. Es freut mich sehr, dass du dir sämtliche Personen in der Geschichte lebhaft vorstellen kannst, sogar Herrn Schöndorfer, obwohl dieser wirklich nur in zwei Sätzen überhaupt erwähnt wird.
Ach ja, was die „große Liebe“ angeht, so hat bestimmt jeder Mensch seine eigenen, individuellen Erfahrungen gemacht. Es ist völlig in Ordnung, den Partner fürs Leben bereits während der Schulzeit kennenzulernen und in jungen Jahren zu heiraten (so wie es Franziskas Lebensentwurf entspricht), aber es ist genauso in Ordnung, mit 23 Jahren noch nie einen Freund gehabt zu haben, weil es sich einfach nicht so ergeben hat (so wie es bei Mia der Fall ist). Als Leser dieser Geschichte kann man sich zwar schon anhand der Kurzbeschreibung und der ersten beiden Kapitel ausrechnen, worauf das Ganze hinausläuft (nämlich darauf, dass Mia und Ronald ein Paar werden), aber es bleibt trotzdem spannend, wie sich die Beziehung zwischen den beiden entwickelt und wie Mias Familie/Freunde sowie Ronalds Astronautenkollegen darauf reagieren.
Ich hoffe, dass auch du eines Tages den „richtigen“ Mann findest, mit dem du glücklich werden kannst. Ich persönlich bin seit 14 Jahren mit meinem festen Freund zusammen und bin davon überzeugt, dass wir für den Rest unseres Lebens zusammenbleiben werden. Wir ergänzen einander perfekt und sind sehr froh, dass wir einander gefunden haben. <3
Du stellst ja wirklich viele Vermutungen darüber an, was geschehen könnte, nachdem Ronald und seine Astronautenkollegen den Planeten Shinon entdeckt haben. Ich weiß zwar schon genau, wie die Geschichte enden wird (in meinem Kopf ist die Geschichte größtenteils „fertig“), aber ich möchte dich an dieser Stelle natürlich nicht „spoilern“ und verspreche dir deswegen nur, dass ich weiterhin kontinuierlich für Nachschub an Kapiteln sorgen werde, damit du erfährst, wie die Geschichte weitergeht. Stefan wird auf jeden Fall in absehbarer Zukunft Arbeit finden, denn ich weiß aus eigener Erfahrung, wie unangenehm es ist, arbeitslos zu sein (ich bin nämlich seit dem 1.5.2019 arbeitslos). Bestimmt möchten Stefan und Franziska gerne eine Familie gründen, und dafür wäre es wesentlich vorteilhafter, wenn Stefan einer geregelten Arbeit nachgehen würde.
Was das Review von Net Sparrow angeht, welches schon sieben Jahre alt ist: Ich habe mit dem Schreiben dieser Geschichte im Jahr 2013 begonnen, aber die Geschichte nach nur drei Kapiteln nicht mehr weitergeführt, weil mein Studium so zeitaufwändig wurde, dass ich ca. fünf Jahre lang nicht mehr bei FF.de aktiv sein konnte. Als ich jedoch feststellte, dass auch nach fünf Jahren immer noch Interesse an der Geschichte besteht (eine FF.de-Userin namens Ravaari, mit der ich befreundet bin, hat die Geschichte sogar in ihr Virtuelles Bücherregal gestellt), habe ich beschlossen, die Arbeit an der Geschichte wieder aufzunehmen. Und angesichts deiner wunderbaren Reviews bereue ich es keine Sekunde lang, mir die Geschichte nach der langen Pause wieder „vorgeknöpft“ zu haben. ;-)
Viele herzliche Grüße und weiterhin einen schönen Nachmittag / Abend,
deine Vicky
12.08.2020 | 15:12 Uhr
Liebe Mirfineth,

jetzt bin ich zum Weiterlesen gekommen und was soll ich sagen? Ich bin einmal mehr begeistert und vor allem finde ich es toll, dass sowohl Mias als auch Ronalds Kapitel ähnlich beginnen und doch unterschiedlich sind, genauso unterschiedlich wie die beiden es nun einmal sind. Blind und sehend. Das ist ein Unterschied, der nicht gerade klein sind. Ich finde die Aufzählung der Farben in Mias Kapitel genauso toll wie die Aufzählung von den Berufen in Ronalds Kapitel. Vielleicht denke ich zu abstrakt, aber irgendwie schafft das in meinen Augen eine Verbindung. Ich freue mich sehr, wenn die beiden aufeinander treffen. Ronald wird bestimmt aus allen Wolken fallen, wenn er begreift, dass die »Aliens« ihm nicht unähnlich sind. Auch finde ich es btw. toll, dass du die Klitschee-Aliens eingebracht hast, aber auch, dass du Armstrong und Gagarin erwähnt hast. Auch wenn ich mich persönlich nie wirklich mit dem Astronauten beschäftigt habe, habe ich doch irgendwie eine kleine Verbundenheit zu Gagarin verspürt, vermutlich liegt das einfach daran, dass wir beide russische Wurzeln haben. Ich finde dennoch den Weltraum faszinierend, das muss ich zugeben, auch wenn ich kaum was über den Astronauten-Beruf weiß, aber die Fragen, die sich Ronald stellt, stelle ich mir auch oft.

Ich danke dir für das schöne Kapitel und freue mich schon auf das nächste.

Ira

Antwort von Mirfineth am 27.09.2020 | 16:33 Uhr
Hallo liebe Ira! :-D
Hier folgt die nächste Reviewantwort. Es freut mich sehr, dass dir auch das Kapitel, in dem Ronald vorgestellt wird, gut gefallen hat. Eine Parallele zwischen der Aufzählung der Farben in Mias Kapitel und der Aufzählung der Berufe in Ronalds Kapitel ist mir beim Schreiben selbst gar nicht aufgefallen. *grins* Aber ich habe mich bemüht, Mias Kapitel und Ronalds Kapitel ungefähr gleich zu strukturieren. Von nun an wird es so sein, dass sich Mias Kapitel und Ronalds Kapitel regelmäßig abwechseln, so lange, bis die beiden Hauptpersonen schließlich aufeinander treffen. Sowohl für Mia als auch für Ronald wird diese Begegnung ein „Kulturschock“ sein, wie ich schon in der Kurzbeschreibung der Geschichte geschrieben habe. Mit Sicherheit wird Ronald davon überrascht sein, dass auf dem Planeten Shinon ebenfalls Menschen leben – und nicht etwa kleine grüne Männchen mit Antennen auf den Köpfen und mit einer Roboterstimme. ;-)
Ronald ist zwar US-Amerikaner und kein Russe, hat sich aber wahrscheinlich Juri Gagarin zum Vorbild genommen. Es ist schön, dass du dich auch ein wenig mit ihm identifizieren kannst, auch wenn du dich bisher noch nicht intensiv mit Raumfahrt beschäftigt hast. Ich persönlich habe in meinem realen Leben auch nichts mit Astronauten zu tun, aber mir gefällt die Vorstellung, dass die Menschheit tatsächlich in irgendeiner fernen Zukunft andere vernunftbegabte Lebewesen im Weltraum ausfindig machen könnte.
Viele herzliche Grüße und bis zur nächsten Reviewantwort,
deine Vicky
12.08.2020 | 11:49 Uhr
Liebe Mirfineth,

als du damals deine Geschichte zum Verschieben gemeldet hast und sie bei mir gelandet war, habe ich sie mir bereits durchgelesen und sie hatte mir sehr zugesagt. Leider hatte ich damals nicht genügend Zeit gehabt, um Reviews zu schreiben, sodass deine Geschichte auf meine »Review-Liste« gerutscht ist. Jetzt, da ich endlich Urlaub habe, möchte ich die Reviews nachholen und noch einmal in deine einzigartige Idee eintauchen, denn eine solche Geschichte wie »Der Planet der Blinden« ist mir in den letzten zwölf Jahren hier auf fanfiktion.de noch nie begegnet. Auch nicht in Buchform, wenn ich so darüber nachdenke. Ich werde versuchen, jeden Absatz und jedes Kapitel zu kommentieren, weil ich gerne meine Gedanken mit dem Autoren teilen möchte, die mir so beim Lesen kommen, deswegen entschuldige ich mich schon einmal im Voraus, sollten sich Fragen ergeben, die sich im Laufe der Geschichte beantworten bzw. des Kapitels.

Ich habe mir das Lied angehört bzw. das Video angesehen, das du zu Beginn zitiert hast und muss sagen: Ich hatte voll die Gänsehaut bekommen. Das Buch muss ich auch auf jeden Fall suchen und ich finde es schön, dass du die Geschichte Herrn Kuusisto widmest. Ich kenne ihn bisher nicht, aber ich bewundere blinde Menschen für die Kraft, die sie haben, um in der Welt der Sehenden zu bestehen. Eine meiner Lieblingssängerinnen ist auch blind und ich höre und bewundere sie von Kindesbeinen an. Sie hatte sogar beim ESC teilgenommen, was ich wirklich stark finde. Aber ich schweife ab, bitte entschuldige.

Ich mag den Prolog sehr. Du schaffst es mit wenigen Worten, mich erneut zu packen und in deine Geschichte hineinzuziehen. Ich habe in meinem Leben viele Bücher und Fanfictionen/Freie Arbeiten gelesen, doch es kam nicht oft vor, dass eine Geschichte mich mit den ersten Worten ergriffen hatte, dass sie mich in gewisser Weise durchgerüttelt hatte. Doch deine Geschichte gehört dazu. Mia ist ein Charakter, den ich vielleicht nicht ganz greifen kann, da ich sehen kann, doch sie ist auch ein Charakter, bei dem bereits mit den ersten Worten klar wird, dass sie eine starke Frau ist, dass sie ein Leben lebt und meistert, dass wir Sehenden uns kaum vorstellen können. Ich habe 2017, während eines Auslandspraktikums in einem Blindeninstitut gelebt und gearbeitet, da habe ich erste Eindrücke hautnah erlebt und muss mir eingestehen, dass ich es doch gut habe, auch wenn ich selbst leider auch eine Behinderung habe. Doch ich kann sehen, ich kann die Gegenstände beschreiben, die Farben wahrnehmen. Das ist ein Geschenk und das macht mir deine Geschichte noch einmal bewusst. Ich bin wirklich froh, dass die Geschichte damals bei mir gelandet ist, denn anders wäre ich wohl nie, oder nur sehr spät, auf sie aufmerksam geworden.

Ich bin schon gespannt, wie sehr sich Mias Leben nach der Begegnung mit Ronald verändern wird. Die Namen sind übrigens toll gewählt, auch wenn ich Mia als Namen mehr mag als Ronald.

Ich freue mich schon auf das nächste Kapitel.

Ira

Antwort von Mirfineth am 27.09.2020 | 16:32 Uhr
Hallo liebe Ira! :-)
Ich bin vor Freude vollkommen überwältigt und weiß gar nicht, was ich sagen soll. Ich möchte mich ganz herzlich bei dir dafür bedanken, dass du mir innerhalb kurzer Zeit acht (!!) ausführliche Reviews geschrieben hast, die sich sprachlich auf einem sehr hohen Niveau bewegen und in denen du dich intensiv mit meiner Geschichte auseinandersetzt. Es gibt für einen Autor bei FF.de nichts Schöneres, als solche Leser wie dich zu haben! <3 :-*
Leider komme ich erst jetzt dazu, deine Reviews zu beantworten, da meine Oma, die ich sehr gern hatte, plötzlich und völlig unerwartet an einem geplatzten Magengeschwür gestorben ist. Sie war 88 Jahre alt, aber geistig und körperlich noch vollkommen fit und aktiv – überhaupt niemand hat damit gerechnet, dass sie jetzt stirbt. Wir sind alle sehr fassungslos und geschockt.
Trotzdem werde ich mir heute endlich die Zeit nehmen, auf deine vielen Reviews einzugehen. Wie gesagt, es freut mich sehr, dass du deine Gedanken mit mir geteilt und dabei auch persönliche Dinge von dir selbst erzählt hast. Deine Reviews wirken auf mich sehr sympathisch und ich würde gerne mit dir in einen Austausch treten. ^^
(Kleine Zwischenbemerkung: Du bist schon seit 12 Jahren bei FF.de? Wow! Ich selbst habe hier seit November 2009 einen Account – meine Güte, wie schnell die Zeit vergeht… *grins*)
Es war anscheinend eine glückliche Fügung des Schicksals, dass meine Geschichte „Der Planet der Blinden“ ausgerechnet bei dir gelandet ist, als ich sie zum Verschieben in eine andere Kategorie gemeldet habe. Das war für dich wie der Fund der berühmten Nadel im Heuhaufen. Ich schließe mich deiner Meinung an, ohne meine eigene Geschichte auf übertriebene Weise loben zu wollen – die Idee eines Planeten, auf dem nur blinde Menschen leben, scheint einzigartig zu sein.
Diese Idee kam mir als Reaktion auf den Roman „Die Stadt der Blinden“ des Portugiesen José Saramago. Darin geht es um eine nicht namentlich genannte Großstadt, in der sämtliche Bewohner nach und nach erblinden, bis auf eine einzige Frau, die gegen diese „Seuche“ immun zu sein scheint. Die Blinden werden unter Quarantäne gestellt und streng bewacht, was einen – erfolglosen – Versuch darstellt, die Infizierung / Erblindung weiterer Sehender zu verhindern. Während dieser Quarantäne kommt es unter den Blinden zu Gewalteskalationen, Vergewaltigungen, Prostitution und sonstigen kriminellen Handlungen. Die gesamte Situation gerät mehr und mehr außer Kontrolle, bis am Ende des Buches die Blinden urplötzlich einer nach dem anderen ihr Augenlicht zurückerlangen.
Von der in dem Roman geschilderten dystopischen Gesellschaft, die mit Ausnahme einer einzigen sehenden Frau aus lauter Blinden besteht, habe ich mich inspirieren lassen. Ich wollte als Kontrastprogramm zu dem wirklich sehr düsteren Roman eine Gesellschaft entwerfen, die ebenfalls aus lauter Blinden besteht, aber trotzdem perfekt funktioniert, sogar wesentlich besser als das Zusammenleben der Menschen auf dem Planeten Erde.
Ich habe generell die Angewohnheit, jeder längeren Geschichte, die ich hier veröffentliche, einige Zitate voranzustellen, von denen ich meine, dass sie gut zum Inhalt der Geschichte passen. Der Film „Erbsen auf halb sechs“, aus dem das Lied „Blind“ der Band „Wolfsheim“ stammt, gehört schon seit mehreren Jahren zu meinen Lieblingsfilmen, und auch das Buch von Stephen Kuusisto kann ich dir wärmstens empfehlen. Ich habe in meinem Leben schon über 100 Bücher gelesen, die von blinden Menschen handeln, und ich finde es ebenfalls immer wieder aufs Neue bewundernswert, wie souverän blinde Menschen trotz ihrer Behinderung ihr Leben meistern.
(Noch eine kleine Zwischenbemerkung: Wenn du dich für Geschichten über blinde Menschen interessierst, dann möchte ich dich auf meine Geschichte „Blindgänger“ aufmerksam machen, in der es um einen jungen Mann geht, der durch die Explosion eines UFOs erblindet und lernen muss, damit zurechtzukommen.)
Wie heißt denn deine blinde Lieblingssängerin, die sogar am ESC teilgenommen hat? Ich würde gerne ihre Musik hören – es gibt in der Tat viele blinde Sänger und Sängerinnen, deren Musik mir sehr gut gefällt (Ray Charles, Andrea Bocelli, Joana Zimmer u.a.).
Ich erröte vor Verlegenheit, wenn ich lese, wie du meine Geschichte lobst, schon von den ersten Worten des ersten Kapitels an. Ich hätte gar nicht erwartet, dass meine Geschichte eine so intensive emotionale Wirkung auf die Leserschaft haben kann. Übrigens halte ich es für einen sehr schönen Zufall, dass du im Jahr 2017 ein Auslandspraktikum in einem Blindeninstitut gemacht hast – ich selbst habe im Rahmen meines Studiums der Blindenpädagogik ein ähnliches Praktikum gemacht, nämlich für sechs Wochen im Februar/März 2012 bei der „Kent Association for the Blind“, einem Verein in Großbritannien, der blinde Menschen bei allen Aktivitäten des alltäglichen Lebens unterstützt. Während dieses Praktikums habe ich sehr viel über blinde Menschen gelernt, was mich in dem Wunsch bestätigt hat, Geschichten über blinde Menschen schreiben und eines Tages auch beruflich mit blinden Menschen arbeiten zu wollen.
Mia Jonevsky hat kein anderes Leben kennengelernt, als blind zu sein. Sie weiß noch nicht einmal, dass sie überhaupt blind ist, da es auf dem Planeten Shinon „normal“ ist, blind zu sein, und es deswegen den dortigen Menschen gar nicht auffällt. Mia ist genauso selbstbewusst und selbstständig wie sehende Frauen auf dem Planeten Erde. Ich kann mich sehr gut mit Mia identifizieren, da wir gleich alt sind – als ich im Jahr 2013 mit dem Schreiben der Geschichte begonnen habe, war ich 23 Jahre alt, genauso alt wie Mia in der Geschichte. Außerdem habe ich ebenfalls eine Behinderung, auch wenn ich nicht sehbehindert bin – während der letzten 14 Jahre wurden insgesamt 11 (!!) verschiedene psychische Störungen bei mir diagnostiziert. Welche Behinderung hast du denn, wenn ich das fragen darf? Du musst auf diese Frage aber natürlich nicht antworten.
Den Namen „Mia“ habe ich einfach nur deswegen gewählt, weil ich diesen Namen schön finde, aber beim Namen „Ronald“ ist anscheinend das Harry-Potter-Fangirl mit mir durchgegangen… :-D :-D *grins*
Viele herzliche Grüße und alles Gute,
deine Vicky
PS: Im realen Leben heiße ich „Victoria“, deswegen kannst du mich auch gerne „Vicky“ nennen, zumal ich meinen richtigen Namen gegenüber jeglichen erfundenen Nicknamen bevorzuge. ;-)
30.07.2020 | 20:13 Uhr
Liebe Vicky!
Ich hab einige LGBTIQ-Menschen in meinem Freundeskreis und habe auch einen Soft Spot für schwule Männer. In Slash-Geschichten gefällt mir aber vor allem, dass Beziehungen zwischen 2 Männern viel eher auf Augenhöhe geschrieben werden von den ja meist weiblichen Autorinnen dabei.

Das mit der Oma war sehr liebenswert geschrieben, auch die häusliche Familienszene.
Ich denke, sie werden schon bald etwas sehr aufregendes erleben.
Vielleicht, wenn sie ein „Haus“ im Wald finden? Manche Träume werden Realität :)
Oder war es wirklich eine Vision, eine Zukunftsprophezeiung?

Ich wünsche dir alles Gute für deine Bewerbungen
Und freu mich, dass du so schönen Familienbesuch hattest.
Einen schönen Sommerabend noch.
Deine R ❀

Antwort von Mirfineth am 26.09.2020 | 16:44 Uhr
Einen wunderschönen guten Nachmittag, meine liebe R.! <3
So langsam aber sicher steigert sich die Spannung: Nachdem bei Ronald und seinen Astronautenkollegen im vorherigen Kapitel schon eine deutliche Aufbruchsstimmung spürbar war, hatte nun Mias Bruder Jakob eine Art „Zukunftsvision“ von der Landung des Raumschiffs. Ich kann Kathrin verstehen, dass sie Jakobs Traum nur für eine Spinnerei hält, aber es wird nicht mehr lange dauern, bis sich herausstellt, dass Jakob Recht hatte. Dann wird das Leben von Mia und ihren Familienmitgliedern in der Tat sehr aufregend werden. Ich persönlich bin generell davon überzeugt, dass Träume etwas zu bedeuten haben und „schicksalshaft“ sein können – deswegen hatte ja Jeremy aus „Blindgänger“ schon sehr häufig Träume, die von der Realität nicht besonders weit entfernt waren… ;-)
Ich bin schon seit dem Jahr 2012 in einer studentischen AG meiner Uni engagiert, die sich für die Rechte lesbischer, bisexueller und queerer Frauen* einsetzt. Eine meiner besten Freundinnen definiert sich als lesbisch und befindet sich momentan in einer festen Beziehung mit einer anderen Frau. In meinen Favoritenlisten bei FF.de habe ich zwar deutlich mehr Nicht-Slash- als Slash-Geschichten, aber es gibt durchaus auch einige Slash-Geschichten, die mir außerordentlich gut gefallen und die ich sehr gerne gelesen, favorisiert und mit einem Sternchen versehen habe.
Ob Liebesbeziehungen zwischen zwei Männern eher auf Augenhöhe beschrieben werden als heterosexuelle Liebesgeschichten, kann ich nicht beurteilen. Ich selbst habe mir aber irgendwann vor einigen Jahren mal den Plot für eine homosexuelle Liebesgeschichte überlegt, die ich gerne schreiben würde, wenn ich mit meinen aktuell laufenden Geschichten fertig bin. Ich schreibe eine Zusammenfassung dieser Geschichte im Folgenden für dich auf:
Zwei jugendliche Jungen (ca. 14 Jahre alt), die beide blind sind (ich weiß allerdings noch nicht, wie alt sie bei ihrer Erblindung waren, oder ob sie von Geburt an blind sind), sind seit ihrer frühesten Kindheit sehr gut miteinander befreundet, sind im Prinzip schon seit der Krabbelgruppe unzertrennlich. Sie gehen in dieselbe Schulklasse und selten sieht man den einen ohne den anderen. Mit dem Beginn der Pubertät verändert sich jedoch plötzlich alles: Unabhängig voneinander bemerken die beiden Jungen, dass sie sich in den jeweils anderen verliebt haben. Sie trauen sich aber nicht, ihrem besten Freund ihre Liebe zu gestehen, weil sie befürchten, dass ihre Freundschaft dadurch kaputtginge: „Der XY ist bestimmt selber nicht homosexuell und es wäre wohl das Ende unserer Freundschaft, wenn ich ihm sagen würde, dass ich mich in ihn verliebt habe, weil er mich dann für pervers halten und den Kontakt zu mir abbrechen würde!“ Hinzu kommt, dass die Blindheit der beiden Jungen für Kommunikationsprobleme sorgt und Flirtversuche schwierig werden lässt. Jeglicher Kontakt zwischen den beiden Jungen gestaltet sich mit einem Mal zu einer Art „Eiertanz“, da sie nun ein Geheimnis voreinander haben und penibel darauf achten, dass der andere es niemals herausfindet. Im weiteren Verlauf dieser angespannten Situation entwickeln sich einige tragikomische und dramatische Szenen: Einer der Jungen beginnt aus Verzweiflung eine unglückliche Liebesbeziehung zu einem gleichaltrigen Mädchen, das herausfindet, dass er in Wirklichkeit homosexuell ist, und droht, dies in der gesamten Schule öffentlich zu machen; der andere Junge läuft von zu Hause weg, übernachtet für einige Nächte unter einer Brücke und denkt über Suizid nach; die Eltern eines der Jungen finden im Zimmer ihres Sohnes Hinweise darauf, dass er homosexuell ist, und sprechen ihn darauf an; die Eltern des anderen Jungen wollen ihren Sohn mit seiner ebenfalls blinden Cousine dritten Grades verkuppeln… Letzten Endes geht jedoch zum Glück alles gut aus. Durch Zufall erfahren die beiden Jungen im Rahmen eines Internet-Chatforums für homosexuelle Jugendliche, dass der jeweils andere die Liebe erwidert, anstatt diese abzulehnen; die beiden finden zueinander und werden ein glückliches Paar.
Was meine Bewerbungen betrifft, so habe ich leider immer noch keine neue Arbeitsstelle gefunden, aber zumindest wurde mein Antrag auf Arbeitslosengeld 2 für die nächsten sechs Monate problemlos verlängert. :-)
Fühl dich ganz lieb umarmt und geknuddelt, auch wenn dies wegen der Entfernung zwischen uns beiden sowie wegen der Coronavirus-Regelungen leider nur digital möglich ist… <3
Bis bald! :-*
Deine Vicky
16.06.2020 | 18:20 Uhr
Liebe Vicky!
Das war wieder super interessant, was du mir über die Kommunikation der Blinden geschrieben hast.
Was für Talente, die wir sehende Menschen nie perfektioniert oder geübt haben.
Doch, ich meinte schon Morsen, weil ich dachte, die Klopfzeichen klopfen sie eben auf den Handrücken oder so. Funktioniert ja auch mit kurz und lang. Von Lorm hab ich eben noch nie was gehört. Jetzt weiß ich es dank dir.

Mein Papa war am Schluss schon dement und hätte das alles nicht mehr lernen können oder verstanden.
Er war eben am Schluss schon ein Pflegefall. Vor allem sein letztes dreiviertel Jahr war sehr heftig. Aber er ist ja fast 90 geworden.

Mit Timmy als homosexueller Charakter hast du eine sehr sympathische Figur geschaffen.
In den Weltall zu fliegen und Kinder zurückzulassen ist schon heftig. Aber es ist wohl Berufung.
Ronald weiß noch gar nicht, wie recht er haben wird.

Das war ein friedliches Kapitel in Aufbruchsstimmung, hat mir gut gefallen.
Ganz besonders liebe Grüße.
R ✿

Antwort von Mirfineth am 29.07.2020 | 16:21 Uhr
Sei herzlich gegrüßt, meine Lieblings-Spätzin! :-*
Da während des vergangenen Monats meine Schwester mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern für fast drei Wochen bei uns zu Besuch war, komme ich leider erst jetzt dazu, mich dem Schreiben von neuen Kapiteln meiner Geschichten sowie dem Beantworten der Reviews zu widmen. Ich hoffe, du hast noch nicht allzu sehnsüchtig darauf gewartet, dass es mit Mia & Ronald, Werner & Marie-Laure sowie Jeremy & Co. endlich weitergeht.
Wie geht es dir denn und was machst du im Moment? Nachdem sich die aktuelle Situation bezüglich des Coronavirus wieder einigermaßen normalisiert hat, könnte ich meine Arbeitssuche (Bewerbungen schreiben, an Vorstellungsgesprächen teilnehmen) wieder fortsetzen, aber nun ist Hochsommer, alle Leute sind im Urlaub, und meine E-Mails an potenzielle Arbeitgeber werden wochenlang nicht gelesen und erst recht nicht beantwortet… Das finde ich schon sehr ärgerlich. Aber natürlich muss ich trotzdem weiterhin Bewerbungen schreiben, zumal sonst auch die Gefahr besteht, dass das Jobcenter mir das Arbeitslosengeld 2 kürzt.
Du hast ja sehr interessante Ideen! Es wäre einen Versuch wert, auszuprobieren, inwiefern sich taubblinde Menschen mittels Morsezeichen verständigen könnten, die in die Hand geklopft werden. Bisher wird so etwas aber meines Wissens nach nicht praktiziert. Wenn du dich detailliert über das Lorm-Alphabet informieren möchtest, welches eine der bekanntesten und beliebtesten Kommunikationsmethoden taubblinder Menschen ist, dann empfehle ich dir folgende Internetseite:
https://de.wikipedia.org/wiki/Lormen
Normal sehende und hörende Menschen, die nie mit Taubblindheit in Kontakt gekommen sind, staunen in der Tat oft darüber, was sich taubblinde Menschen alles einfallen lassen, um sich das Leben zu erleichtern… ;-) Natürlich muss man aber, wie du schon richtig erkannt hast, geistig relativ gut begabt sein, um so etwas wie das Lorm-Alphabet erlernen zu können. Für Menschen, die schwer geistig behindert oder (wie dein Vater) dement sind, ist das Lorm-Alphabet leider nicht geeignet.
Außerdem gibt es zur Kommunikation mit taubblinden Menschen noch die Technik der sogenannten „Referenzobjekte“; diese Methode wird vor allem bei taubblinden Kindern angewandt und besteht darin, der betreffenden taubblinden Person einen bestimmten Gegenstand in die Hand zu geben, woraufhin von der Person eine dazugehörige Handlung erwartet wird (z.B. ich gebe der Person eine Zahnbürste in die Hand – die Person entnimmt daraus, dass sie sich jetzt die Zähne putzen soll). Die Kombination „Gegenstand – Handlung“ muss mit der Person natürlich vorher geübt werden.
Taubblinde Menschen, welche die Blindenschrift beherrschen, können auch mittels eines speziellen elektronischen Geräts kommunizieren, in welches die nichtbehinderte Person auf einer normalen Tastatur etwas eintippt und das Gerät wandelt das Geschriebene dann in Blindenschrift um, sodass die taubblinde Person es lesen kann. Diese Kommunikationsmethode eignet sich auch zur Verständigung zwischen „nur“ blinden und „nur“ gehörlosen Menschen.
Ich weiß ja, dass du gerne Geschichten liest, in denen homosexuelle Männer vorkommen, von daher dachte ich mir schon, dass du Timothy sympathisch findest. :-D Es spielt zwar für die Geschichte im Prinzip keine Rolle, ob Timothy homo- oder heterosexuell ist (sein Lebensgefährte ist bei der Mission im Weltraum schließlich nicht dabei), aber warum sollte bei einer Gruppe von sechs Männern nicht auch einer dabei sein, der homosexuell ist? Jeremy aus „Blindgänger“ ist schließlich auch bisexuell und sein Kumpel (und Ex-Freund) Matthew ist homosexuell, obwohl dies für die Geschichte eigentlich belanglos ist.
Die Kinder von Oliver und George – die Tochter von Samuel kann an dieser Stelle vernachlässigt werden, da sie keinen Kontakt zu ihrem Vater hat – haben vermutlich im Lauf der Zeit gelernt, sich mit der Situation zu arrangieren. Ihnen ist bewusst, dass ihre Väter sie trotzdem lieben, auch wenn die Väter des Öfteren mehrere Monate lang nicht zu Hause sind. Natürlich wäre es für die Kinder ein schwerer Verlust, wenn ihre Väter irgendwo im Weltraum tödlich verunglücken und nie wieder nach Hause kommen würden. Aber dies führt im Endeffekt nur dazu, dass die Kinder die gemeinsame Zeit mit ihren Vätern, sofern diese nicht gerade auf einer Mission sind, umso intensiver genießen.
Ronald hat sich schon seit vielen Jahren dafür interessiert, ob es außer den Menschen auf der Erde noch andere vernunftbegabte Lebewesen im Weltraum gibt (siehe Kapitel 2), und er hatte in diesem Moment einfach eine gewisse „Vorahnung“, dass es ihm und seinen Astronautenkollegen bei ihrer Mission gelingen wird, „echte Aliens“ ausfindig zu machen. Mit der Entdeckung des Planeten Shinon und seiner allesamt blinden Bewohner, und mit der Tatsache, dass er selbst nie wieder zur Erde zurückkehren wird, hätte Ronald jedoch in seinen kühnsten Träumen nicht gerechnet. ;-)
Das nächste Kapitel dieser Geschichte schwenkt wieder zu Mia und ihrer Familie, und du wirst feststellen, dass es auch auf dem Planeten Shinon jemanden gibt, der bereits eine gewisse Vorahnung von den spektakulären zukünftigen Ereignissen hat…
Damit verabschiede ich mich für heute wieder. Fühl dich ganz lieb umarmt! <3
Deine Vicky
14.05.2020 | 18:45 Uhr
Liebe Vicky!
Was man nicht kennt, und wenn alle so sind, behindert nicht.
Wieder viele interessante Details, wie das Schnalzen, die Vibrationsklingel und das Morse-Alphabet.
Denn wenn jemand im Alter dann noch schwerhörig oder taub wird, ist das besonders einschränkend.
Mein Papa, der seine letzten 8 Jahre bei uns gelebt hat, als er alleine nicht mehr konnte, war am Schluss ganz taub und hat sehr, sehr schlecht gesehen, und das hat seinen geistigen Abbau auch noch beschleunigt.
Wieder ein sehr gut nachvollziehbares und sympathisches Kapitel!

Wir, deine 2 Stammleserinnen sind also beides Österreicherinnen :)
Lieben Gruß.
R ㋡

Antwort von Mirfineth am 16.06.2020 | 13:23 Uhr
Einen wunderschönen guten Nachmittag, meine liebste R.! :-D
Ja, das hast du richtig erkannt: Ravaari und du kommen beide aus Österreich. ;-) Schade, dass du die Fandoms nicht kennst, in denen Ravaari schreibt, sonst würdest du an ihren Geschichten sicherlich auch Gefallen finden. ^^ Ravaari und ich kennen einander jetzt ziemlich genau zwei Jahre, also seitdem ich das Schreiben an „Blindgänger“ wieder aufgenommen habe.
Ich glaube, du hast in deinem Review ein bisschen was verwechselt: Das Morse-Alphabet dient zur Übermittlung von Buchstaben und Zahlen per Telegraphie, Lichtsignalen o.ä., nicht zur Kommunikation mit taubblinden Menschen. Das, was du meinst, nennt sich „Lorm-Alphabet“. Es handelt sich dabei, wie auch in dem Kapitel beschrieben wird, um Berührungen der Finger oder der Handinnenfläche, wobei jede Berührung einen anderen Buchstaben symbolisiert. Der Erfinder des Lorm-Alphabets, übrigens auch ein Österreicher, war selbst taubblind und entwickelte dieses Kommunikationssystem, um sich weiterhin mit seinen Mitmenschen verständigen zu können.
Den Vibrationsalarm, der einem taubblinden Menschen anzeigt, wenn jemand an der Haustür / Wohnungstür klingelt, kenne ich aus meiner eigenen Tätigkeit als Taubblinden-Assistentin. Der junge Mann, dem ich damals assistiert habe, nutzte ebenfalls einen solchen Vibrationsalarm, da er ansonsten seine Klingel nicht gehört hätte. Auf dem Planeten Shinon sind solche Hilfsmittel natürlich sehr viel weiter verbreitet als auf dem Planeten Erde, da es auf dem Planeten Shinon ja sehr viel mehr taubblinde Menschen gibt.
Das Schnalzen mit der Zunge, was viele blinde Menschen machen, um durch Schallwellen beispielsweise die ungefähre Größe eines Raumes zu erkennen, nennt man „Echolokation“ und wurde von dem blinden Daniel Kish in den USA entwickelt. Mittlerweile gibt es auch in Deutschland zahlreiche Mobilitätstrainer für Blinde und Sehbehinderte, die ihren Klienten diese Technik beibringen. (Nebenbei bemerkt wäre das auch eine große Hilfe für Jeremy aus „Blindgänger“… ^^)
Ich denke nicht, dass sich Mias Oma in der Bewältigung ihres Alltagslebens besonders eingeschränkt fühlt, da es auf dem Planeten Shinon als nicht wirklich problematisch angesehen wird, taubblind zu sein. Bei deinem verstorbenen Vater war es natürlich etwas anderes. Es tut mir sehr leid, dass er während seiner letzten Lebensjahre erstens taubblind war und zweitens auch geistig enorm abgebaut hatte. Hoffentlich geht es ihm gut, dort wo er sich jetzt befindet.
Ich grüße dich und deine Familie ganz lieb und kündige hiermit an, dass sich das nächste Kapitel wieder mit Ronald und seinen Astronautenkollegen beschäftigen wird, die sich auf ihre Mission „Schwarzes Loch“ vorbereiten. Darauf kannst du dich schon mal freuen. :-)
Alles Gute,
deine Vicky
07.05.2020 | 10:52 Uhr
Hallo liebe Vicky,
Ich mochte dieses Kapitel über die Astronauten sehr.
Du hast jeden von ihnen sehr gut beschrieben, ich mochte besonders die Details und die Freundschaft zwischen Sam und Ron <3
Man merkt hier einfach, das du dir sehr viele Gedanken gemacht hast und du deinen Figuren eine Existenz vor der Geschichte mitgeben willst, das finde ich auch sehr wichtig!

Ich bewundere diese Männer, wobei ihr (e) Beruf (ung) aber nichts für mich wäre, auch könnte ich mit jemanden mit so einen Job nicht zusammen sein.
Ich hänge viel zu sehr an meinen Lieben, an meiner gewohnten Umgebung und bin noch dazu sehr introvertiert...

Entdecker sind das wahrscheinlich alles nicht und einfach ein bisschen verrückt.
- Auf eine gute und liebenswerte Weise ;)
GLG!

Antwort von Mirfineth am 14.05.2020 | 15:42 Uhr
Sei herzlich gegrüßt, meine allerliebste Yirkexpertin, <3
wie schön, dass dieses Kapitel über Ronald und seine Astronautenkollegen dir so gut gefallen hat. Ich musste amüsiert lächeln, als ich gelesen habe, dass du „Sam und Ron“ geschrieben hast anstatt „Samuel und Ronald“. :-D Grundsätzlich ist Ronald mit allen seinen fünf Astronautenkollegen gleichermaßen befreundet, aber wenn er sich wirklich entscheiden MÜSSTE, wer sein bester Freund ist, dann würde er sich vermutlich für Samuel entscheiden. Ich stelle mir die Freundschaft zwischen den beiden ungefähr so vor wie die Freundschaft zwischen Jeremy und Nicolas aus „Blindgänger“, also dass sich die beiden schon seit der Highschool kennen und bei Bedarf alles füreinander tun würden. <3
Ich mag es sehr gerne, die Protagonisten in meinen Geschichten relativ detailliert zu charakterisieren, sogar noch bevor die eigentliche Handlung richtig losgeht. Es gibt zwar Leser, die dieses Vorgehen als unangenehm empfinden, aber für mich persönlich ist es genau richtig. Ich möchte, dass sich die Leser meiner Geschichten sofort von Anfang an die Protagonisten gut vorstellen können und einen deutlichen Eindruck davon bekommen, „mit wem sie es zu tun haben“. (Diesem Zweck dienen übrigens auch die ersten beiden Kapitel von „Blindgänger“.)
Ich glaube, du und ich sind einander vom Charakter her ziemlich ähnlich, da ich es sehr schlimm fände, aus meiner gewohnten Umgebung herausgerissen und von meinen geliebten Menschen getrennt zu werden. (Deswegen käme es beispielsweise für mich nicht in Frage, in ein anderes Bundesland von Deutschland umzuziehen.) Außerdem würde ich mich ebenfalls als eher introvertiert und zurückhaltend, beinahe schüchtern, bezeichnen. Aus diesen Gründen würde ich weder selbst Astronautin werden wollen, noch würde ich eine Liebesbeziehung mit einem Astronauten eingehen. Die Frau von Oliver Brickfield hat höchstwahrscheinlich im Vorhinein gewusst, auf was sie sich mit ihrem Partner einlässt, und das ist natürlich okay, aber ich persönlich würde einen solchen Mann ablehnen. Ich würde auch mit einem Polizisten, Soldaten, Feuerwehrmann oder Geldtransportfahrer nicht zusammen sein wollen, da ich immer viel zu viel Angst hätte, dass meinem Partner bei seiner Arbeit ein Unglück widerfährt und er dabei stirbt…
Meiner Meinung nach gehört wirklich jede Menge Verrücktheit (vielmehr Tollkühnheit?) dazu, sich freiwillig für eine Karriere als Astronaut zu entscheiden, aber auch solche Menschen sind wertvoll und wichtig für die Entwicklung der Gesellschaft. ;-)
Im nächsten Kapitel wandert die Perspektive wieder zurück zum Planeten Shinon – du wirst Mias Oma kennenlernen und bestimmt fasziniert davon sein, auf welche Art(en) und Weise(n) taubblinde Menschen miteinander kommunizieren… ^^
Viele Umarmungen und Knuddelungen von deiner
Vicky Beutlin
26.04.2020 | 15:02 Uhr
Liebe Vicky!
Du sagst das richtig, die Astronauten sind im Herzen Abenteurer und Entdecker.
Ich könnte nicht als Ehefrau zurückbleiben, aber vermutlich haben sie ja gewusst, auf was sie sich mit ihren Männern einlassen, und ändern kann und soll man niemand.
Gut hast du nun diese unterschiedlichen Männer der Astronautengruppe beschrieben.
Schönen Sonntag!
R ☆

Antwort von Mirfineth am 14.05.2020 | 15:41 Uhr
Viele herzliche Grüße an meine „Lieblings-Spatzen-Dame“, :-*
ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich mich auf eine Liebesbeziehung mit einem Astronauten höchstwahrscheinlich nicht einlassen würde… Ich hätte immer viel zu viel Angst, dass meinem Mann dort draußen im Weltraum irgendetwas zustößt, dass er tödlich verunglückt und nie wieder nach Hause kommt. Diese Ungewissheit darüber, wo sich mein Mann gerade befindet und wie es ihm geht, könnte ich nicht aushalten. Hinzu kommt, dass eine „Fernbeziehung“ sowieso nichts für mich wäre – ich hätte einfach das Bedürfnis danach, mehr Zeit mit meinem Mann zu verbringen, als dies der Frau eines Astronauten möglich ist.
Von daher bewundere ich die Frau von Oliver Brickfield zutiefst, dass sie psychisch dazu in der Lage ist, zusammen mit den beiden Töchtern auf dem Planeten Erde zurückzubleiben, während sich Oliver im Weltraum herumtreibt. Es wurde in dem Kapitel nicht erwähnt, wie lange Oliver und seine Frau bereits ein Paar sind, aber die Frau scheint kein Problem damit zu haben, dass Oliver einem derartig gefährlichen Beruf nachgeht. Sie liebt Oliver so sehr, dass sie die Sorgen und Entbehrungen auf sich nimmt, welche damit einhergehen, mit einem Astronauten verheiratet zu sein. Für mich persönlich käme das nicht in Frage, aber das muss jede Frau für sich selbst entscheiden. Wenn der Mann unbedingt Astronaut sein möchte, dann kann ihm die Frau das schließlich nicht verbieten, denn er ist alt genug, um sich seinen Beruf freiwillig auswählen zu dürfen.
Nun hast du also Fox, Oliver und Samuel ein wenig kennengelernt – zwei weitere Astronauten fehlen allerdings noch, denn es handelt sich ja um insgesamt sechs Astronauten (Ronald und fünf andere). Im übernächsten Kapitel der Geschichte (denn das nächste Kapitel spielt wieder auf dem Planeten Shinon) werden dann Timothy und George vorgestellt, damit ist die Astronautengruppe vollzählig. :-)
Ich wünsche dir alles Gute und verbleibe bis zum nächsten Kapitel, <3
deine Vicky
06.04.2020 | 17:12 Uhr
Oh ein schönes Kapitel,
Zu meiner Schande habe ich eben entdeckt, dass ich diese Geschichte von dir früher einmal gelesen, aber noch nicht kommentiert habe. (Habe mir eingebildet, ich hatte es getan ;) )
Na ja, erst mal zur Geschichte: Sie ist sehr spannend, besonders wie die Erde (oder hier Shinon) sich ohne sehende Menschen entwickelt hätte. Ich mag Surreales und wie du Mia und ihr Leben beschreibst.
Auch bin ich gespannt, wie die Shinonaner auf einen sehenden Menschen reagieren.
Wissen sie denn überhaupt, was sehen ist, bzw wie lange schon?
Für sie muss das ja ähnlich fremdartig sein, wie es für die Leute im Mittelalter Viren oder Bakterien waren.
Unbegreiflich, wie das Sonar der Fledermaus für die frühen Wissenschaftler, die den Tieren zu experimentellen Zwecken die Augen verklebten und sich wunderten, das sie im Flug dennoch nirgends anstießen.
Wie ein Wunder, im wahrsten Sinne des Wortes.
Weiters gäbe es noch viele andere interessante Details.
Beispielsweise dürften Kinder dort später sprechen lernen, bzw würde es Sinn machen, wenn die Leute dort generell auch das Klicksonar anwenden. (habe da mal eine sehr faszinierende Doku gesehen.)
Das mit Mias Oma ist traurig.
Stelle es mir schwierig vor, nicht sehen & nicht hören zu können.
Gut aber, dass generell eine Technik ähnlich dem Lormen erlernt wird, so bleiben auch Taube oder Schwerhörige in Gespräch, wortwörtlich :).
GLG!

Antwort von Mirfineth am 25.04.2020 | 15:42 Uhr
Sei herzlich gegrüßt, meine wunderbare Yirk-Wissenschaftlerin, <3
zunächst einmal möchte ich dir vielmals dafür danken, dass du nicht nur so ein langes Review zu dieser Geschichte geschrieben, sondern die Geschichte auch favorisiert, ihr ein Sternchen gegeben und sie in dein virtuelles Bücherregal gestellt hast! :-* Es freut mich ganz außerordentlich, dass dir die Geschichte soooooo gut gefällt! Als besonders positiv ist hervorzuheben, dass du dich der Geschichte überhaupt so intensiv zugewandt hast, obwohl ich sie schon seit dem Jahr 2013 nicht mehr fortgeführt hatte. :-)
Nein, die Menschen auf dem Planeten Shinon wissen nicht, was Sehen ist. Jedes Lebewesen auf diesem Planeten ist blind, sogar sämtliche Tiere – von daher sind die Shinonianer nie jemandem begegnet, der sehen konnte. Mit Sicherheit werden sie sehr schockiert und bestürzt sein, wenn Ronald Cerstyn und seine Astronautenkollegen auf dem Planeten Shinon landen und die Shinonianer zum ersten Mal erfahren, dass es im Universum auch sehende Menschen gibt. Die Shinonianer haben zwar normale Augen (siehe Kapitel 1), aber für sie sind die Augen im Prinzip so etwas wie der Blinddarm – ein Körperteil, welches einfach nur da ist und keine nützliche Funktion erfüllt. Selbstverständlich ist das Sehen für sie mysteriös und unbegreiflich, ein wenig wie Zauberei (oder wie die übernatürlichen Fähigkeiten von Jeremy Stinger ^^). Aber ebenso wie Viren / Bakterien und das Sonarsystem von Fledermäusen heutzutage wissenschaftlich erforscht sind, werden sich die Shinonianer mit der Zeit an den Gedanken gewöhnen, dass es möglich ist, die Welt auch visuell wahrzunehmen. Einige Shinonianer werden sich sogar wünschen, ebenfalls sehen zu können, und mit ihrer Blindheit nicht mehr zufrieden sein…
Wann die Kinder auf dem Planeten Shinon das Sprechen erlernen, und ob sie es durchschnittlich später erlernen als auf dem Planeten Erde, darüber habe ich mir bisher noch keine Gedanken gemacht. Was den Gebrauch der Echolokation (Klicksonar) betrifft, so ist jedoch davon auszugehen, dass diese Technik auf dem Planeten Shinon sehr häufig angewendet und den Kindern von Geburt an beigebracht wird. Ich habe während meines Studiums schon mehrere Filme über die Echolokation gesehen und fand dies immer genauso enorm faszinierend wie du. :-) Wenn ich selbst erblinden würde, dann würde ich die Echolokation auf jeden Fall erlernen wollen.
Ich denke, dass Mias Oma nicht allzu sehr unter ihrer Situation leidet, da es auf dem Planeten Shinon logischerweise wesentlich mehr taubblinde Menschen gibt als auf dem Planeten Erde, und sie sich deswegen nicht aus der Gesellschaft ausgeschlossen fühlt. Jeder Mensch auf dem Planeten Shinon beherrscht das Lormen bereits seit seiner Kindheit (weil es ein fester Bestandteil des Schulunterrichts ist); von daher fällt es den taubblinden Menschen auf dem Planeten Shinon leichter, aktiv am alltäglichen Leben teilhaben zu können.
Im nächsten Kapitel der Geschichte lernst du Ronalds Astronautenkollegen kennen, die sich nun auf ihre Mission „Schwarzes Loch“ vorbereiten. Zum jetzigen Zeitpunkt ahnt Ronald ja noch nicht im Geringsten, dass er nie wieder zum Planeten Erde zurückkehren wird… ;-)
Ich wünsche dir noch einen schönen Nachmittag und knuddele dich ganz lieb. <3
Deine Vicky Beutlin
05.04.2020 | 16:13 Uhr
Liebe Vicky!
Dieses Alltagskapitel war angenehm zu lesen.
Besonders beeindruckt hat mich das mit den Taubblinden.
Denn nichts zu sehen und nichts zu hören, stelle ich mir extrem isolierend vor.
Und bei uns sicher noch mehr, denn wer kann hier schon Gebärdensprache, geschweige denn diese Kommunikationsform, die du erwähnst.
Aber schön, dass Mias Großmutter dadurch noch aktiv sein kann.
Schlimm genug, dass es der Opa nicht mehr kann.
Liebe Grüße.
R ₪

Antwort von Mirfineth am 25.04.2020 | 15:41 Uhr
Sei herzlich gegrüßt, meine liebe R., <3
endlich habe ich mich wieder dazu motivieren können, an dieser fast sieben Jahre brach liegenden Geschichte weiterzuarbeiten, wie ich ja schon angekündigt hatte. Es freut mich sehr, dass dir das Kapitel 4 gefallen hat. Während meiner Tätigkeit als Taubblinden-Assistentin in einem Berufsförderungswerk für Blinde und Sehbehinderte von Oktober 2018 bis April 2019 (und auch schon davor während meines Studiums) habe ich viel über die Kommunikationsmethoden von taubblinden Menschen gelernt. Es gibt z.B. das Lormen (jeder Buchstabe wird durch eine bestimmte Berührung der Finger oder der Handinnenfläche symbolisiert). Außerdem gibt es die Tadoma-Methode (der taubblinde Mensch legt seine Finger auf die Lippen und den Kehlkopf des Gegenübers und fühlt auf diese Weise, was gesprochen wird). Und es gibt das taktile Gebärden, die von den meisten taubblinden Menschen am häufigsten verwendete Kommunikationsmethode (jemand spricht in Gebärdensprache, der taubblinde Mensch legt seine Hände auf die gebärdenden Hände des Gegenübers und fühlt auf diese Weise, was gebärdet wird).
Leider sind viele taubblinde Menschen sehr stark von der Außenwelt abgeschnitten, weil sie so wenig von ihrer Umgebung wahrnehmen können. Dies wird sich hier bei uns auf dem Planeten Erde in absehbarer Zukunft wohl auch nicht ändern. Auf dem Planeten Shinon ist es zum Glück anders, denn dort gibt es wesentlich mehr taubblinde Menschen – jeder gehörlose Mensch ist dort automatisch taubblind; „nur“ gehörlose Menschen gibt es dort ja nicht. Aufgrund dessen werden taubblindenspezifische Kommunikationsmethoden auf dem Planeten Shinon in jeder Schule verpflichtend gelehrt. Da in meiner Vorstellung auf dem gesamten Planeten Shinon dieselbe Sprache gesprochen wird (von einigen regionalen Dialekten abgesehen, vergleichbar mit z.B. Bayrisch oder Sächsisch), musste ich mir etwas einfallen lassen, um die freigewordenen Kapazitäten für den Fremdsprachenunterricht an Schulen irgendwie sinnvoll zu füllen. ;-)
Mias Oma braucht sich also keine Sorgen zu machen, dass sie wegen ihrer Taubblindheit aus der Gesellschaft ausgeschlossen werden könnte. Ihre Familienmitglieder kümmern sich darum, dass sie weiterhin aktiv am Leben teilhaben kann. Obwohl es für die Oma natürlich traurig ist, dass sie bald ohne ihren Ehemann durchs Leben wird gehen müssen, da der Opa im Sterben liegt und im Prinzip nur noch „dahinvegetiert“. Hoffentlich wird er von seinem Leiden erlöst, bevor sich sein Zustand noch weiter verschlimmert.
Im nächsten Kapitel wechselt die Perspektive dann wieder auf den Planeten Erde und zu Ronald Cerstyn, der sich gemeinsam mit seinen fünf Astronautenkollegen auf seine Mission vorbereitet, das Schwarze Loch zu durchqueren. Wenn die wüssten, dass sie bei dieser Mission den Planeten Shinon entdecken und die merkwürdigste aller zivilisierten Gesellschaften kennenlernen werden… ;-)
Ich wünsche dir noch einen schönen Nachmittag und verabschiede mich bis zum nächsten Mal. :-*
Deine Vicky
21.08.2013 | 10:38 Uhr
Liebe Vicky !
Als junger Mensch wie Stefan arbeitslos zu sein, ist leider ein Schicksal der heutigen Zeit von zu vielen Menschen,
aber gerade in jungen Jahren, wenn man noch keine Familie hat, gehört Arbeit und Entlohnung ganz entscheidend zum Aufbau des Selbstwertes und auch zum eigenständigen Leben dazu.

Ich stimme Mia zu, es gibt für jeden Topf einen Deckel.
Es ist einfach nur lästig, wenn Freundinnen ständig kuppeln wollen.

In schwarze Löcher zu fliegen ? Ich hätte ja sowas von Angst. Und überhaupt, was wenn man nie wieder zurück kann ?
Aber klar wird man immer wieder so abenteuerlustige Typen finden. Nur leider haben die ja auch Eltern, Freunde, usw.

Gut geschriebenes Kapitel.
Ich hoffe, es finden sich noch mehr Reviewer hier ein.
Liebe Grüße.
R ◆

Antwort von Mirfineth am 04.04.2020 | 17:16 Uhr
Sei ganz herzlich gegrüßt, meine liebe R.! <3
Drei wundervolle Reviews von dir zu meiner Geschichte „Der Planet der Blinden“, die ich vor fast sieben Jahren begonnen, aber nach nur drei Kapiteln nicht mehr fortgeführt habe. Mittlerweile habe ich jedoch – dank der Coronavirus-Ausgangssperre und meiner Arbeitslosigkeit – wieder etwas mehr Zeit, die ich auch dazu nutzen möchte, um diese Geschichte wieder aus der Versenkung hervorzuholen. Das Kapitel 4 werde ich noch in diesem Monat hochladen und ich plane, sofern meine zeitlichen Kapazitäten es erlauben, ab jetzt jeden Monat ein neues Kapitel dieser Geschichte hochzuladen. In meinem Kopf ist die Geschichte nämlich schon komplett fertig, da ich generell nie mit dem Schreiben einer Geschichte beginne, ohne zu wissen, wie die Geschichte enden soll. Du darfst dich also darauf freuen, die Erlebnisse von Mia Jonevsky und Ronald Cerstyn in Zukunft weiterhin verfolgen zu können. :-D Jetzt beantworte ich erst einmal deine drei Reviews, die du mir im Jahr 2013 zu dieser Geschichte geschrieben hast. Bestimmt habe ich mich damals schon dafür bedankt, aber öffentlich geantwortet habe ich bisher nicht, was ich hiermit nachholen möchte.
Kennst du den Roman „Die Stadt der Blinden“ von José Saramago aus dem Jahr 1995? Darin geht es um eine nicht namentlich genannte Großstadt, in der sämtliche Bewohner nach und nach erblinden, bis auf eine einzige Frau, die gegen diese „Seuche“ immun zu sein scheint. Die Blinden werden unter Quarantäne gestellt und streng bewacht, was einen – erfolglosen – Versuch darstellt, die Infizierung / Erblindung weiterer Sehender zu verhindern. Während dieser Quarantäne kommt es unter den Blinden zu Gewalteskalationen, Vergewaltigungen, Prostitution und sonstigen kriminellen Handlungen. Die gesamte Situation gerät mehr und mehr außer Kontrolle, bis am Ende des Buches die Blinden urplötzlich einer nach dem anderen ihr Augenlicht zurückerlangen.
Von der in dem Roman geschilderten dystopischen Gesellschaft, die mit Ausnahme einer einzigen sehenden Frau aus lauter Blinden besteht, habe ich mich zu meiner Geschichte „Der Planet der Blinden“ ein wenig inspirieren lassen. Ich wollte als Kontrastprogramm zu dem wirklich sehr düsteren Roman eine Gesellschaft entwerfen, die ebenfalls aus lauter Blinden besteht, aber trotzdem perfekt funktioniert, sogar wesentlich besser als das Zusammenleben der Menschen auf dem Planeten Erde: Beispielsweise gibt es auf dem Planeten Shinon keine Umweltverschmutzung durch Autos (da Blinde auf normalen öffentlichen Straßen unmöglich Auto fahren könnten), und Schusswaffen sind auf dem Planeten Shinon gänzlich unbekannt (da man sehen können muss, um eine Schusswaffe erfolgreich bedienen zu können, vielleicht mit Ausnahme des Biathlons für Blinde).
Da es auf dem Planeten Erde, wie du schon richtig beschrieben hast, jede Menge Tierarten gibt, die entweder gar nichts oder nur sehr schlecht sehen (zusätzlich zu den von dir genannten würden mir noch Maulwürfe, Blindschleichen, Igel und Hamster einfallen) und trotzdem im Leben zurechtkommen, bin ich davon überzeugt, dass auch eine Kultur aus lauter blinden Menschen gut funktionieren würde. Die Menschen auf dem Planeten Shinon sind ausnahmslos alle von Geburt an blind – und das schon seit vielen Jahrhunderten –, sodass sie das Augenlicht nicht vermissen. Im Gegenteil, sie können sich gar nicht vorstellen, dass es irgendwo im Universum andere Spezies gibt, die mit den Augen sehen können. Die Bewohner des Planeten Shinon fühlen sich wertvoll und vollständig so, wie sie sind. Wenn die Astronauten vom Planeten Erde auf dem Planeten Shinon eintreffen, wird diese Begegnung auf beiden Seiten zu einem gewaltigen Kulturschock führen. Vielleicht werden sich dann einige Bewohner des Planeten Shinon wünschen, ebenfalls sehen zu können, und werden mit ihrem bisherigen Leben nicht mehr zufrieden sein… Ich kann dir aber schon mal versichern, dass die Geschichte auf jeden Fall ein Happy End haben wird, auch wenn bis dahin noch viele Hindernisse und Schwierigkeiten aus dem Weg geräumt werden müssen. :-)
Es ist natürlich sehr bedauerlich, dass Stefan nach der Beendigung seines Studiums bisher keine Arbeitsstelle gefunden hat, aber abgesehen von den sechs Monaten meiner Tätigkeit als Taubblinden-Assistentin ist es mir selbst ja genauso ergangen. (Das wusste ich im Jahr 2013 aber natürlich noch nicht… *grins*) Wenn Stefan sich jedoch weiterhin Mühe gibt, fleißig Bewerbungen schreibt und sich nicht entmutigen lässt, wird sich bestimmt in naher Zukunft für ihn die Möglichkeit einer Arbeitsstelle ergeben, und dann können er und Franziska endlich heiraten. <3 Einer geregelten Arbeit nachzugehen, dient schließlich nicht nur zur Sicherung des Lebensunterhalts, sondern es verleiht dem Leben auch einen Sinn, indem man sich der Gesellschaft nützlich macht. Und es hilft der betreffenden Person, ihren Tagesablauf zu strukturieren und Verantwortung zu übernehmen. (Wobei ich aber gleichzeitig sagen muss, dass all dies einer Hausfrau bzw. einem Hausmann genauso gut möglich sein kann.)
Auf den ersten Blick mag es sehr traurig erscheinen, dass Ronalds Schwester Rachel in so jungen Jahren ums Leben gekommen ist, dass seine Eltern daraufhin dem Alkohol verfallen sind und dass Ronald zum jetzigen Zeitpunkt keinen Kontakt mehr zu seinen Eltern hat. Jedoch ist es für den weiteren Verlauf der Geschichte wichtig bzw. notwendig, dass Ronald keine nahen Familienmitglieder mehr auf dem Planeten Erde hat. Wenn Mia und Ronald ein Liebespaar werden und Ronald beschließt, für immer auf dem Planeten Shinon zu bleiben, dann wäre ihm diese Entscheidung bestimmt wesentlich schwerer gefallen, wenn er seine Familienmitglieder auf dem Planeten Erde vermisst hätte. Und die Familienmitglieder hätten damit leben müssen, Ronald für immer „verloren“ zu haben. Von daher ist es eigentlich sogar gut, dass Ronald keine Familienmitglieder mehr hat, die ihn an den Planeten Erde „binden“ würden.
Die US-amerikanische Buchserie „Animorphs“ (darüber habe ich hier bei FF.de vor einigen Monaten ein Gedicht veröffentlicht, zu dem du auch reviewt hast) thematisiert das Leben von sehr vielen außerirdischen Spezies, deren Heimatplaneten sich irgendwo im Weltraum befinden, sowohl humanoide als auch nicht-humanoide Spezies. Ronald würde diese Serie bestimmt gefallen. Auch ich selbst halte es durchaus für möglich und vorstellbar, dass es in den Tiefen des Universums noch andere intelligente Lebensformen außer dem Menschen gibt. Ich fände es irgendwie beruhigend und tröstlich, zu wissen, dass wir Menschen nicht alleine in diesem endlosen Universum sind. Und so habe ich beschlossen, gleich zwei Geschichten zu verfassen, in denen außer dem Planeten Erde noch mindestens ein anderer bewohnter Planet im Universum existiert: Einerseits „Der Planet der Blinden“ mit dem Planeten Shinon und andererseits „Blindgänger“ mit Xerenades Heimatplaneten (der heißt übrigens „Thurow“, auch wenn dieser Name bisher noch nicht in der Geschichte vorgekommen ist).
Furchtlos und unerschrocken muss Ronald als Astronaut auf jeden Fall sein, schließlich ist das ein sehr gefährlicher Beruf, bei dem auf jeder Mission irgendetwas schief gehen könnte, irgendein Unfall passieren könnte, der den Tod eines oder mehrerer Astronauten zur Folge hat. Auch wenn Ronald und seinen Astronautenkollegen vielleicht ein wenig mulmig zumute wurde bei der Vorstellung, mit ihrem Raumschiff in ein Schwarzes Loch zu fliegen, haben sie sich trotzdem geehrt gefühlt, dass gerade sie für diese schwierige Mission ausgewählt wurden. Ich selbst hätte ebenso wie du auch nicht das Bedürfnis danach, auf diese Weise mit meinem Leben zu spielen, aber es ist meiner Meinung nach dennoch gut und richtig, dass es Menschen gibt, die sich dazu bereit erklären, den Beruf des Astronauten zu ergreifen.
Die in dieser Geschichte verwendete Erzähltechnik nennt man übrigens „Engführung“. Das bedeutet, dass immer abwechselnd über den einen und über den anderen Protagonisten berichtet wird, so lange, bis die beiden Protagonisten (in diesem Fall Mia und Ronald) einander begegnen. Außerdem verwende ich in dieser Geschichte auch das Stilmittel der sogenannten „dramatic irony“, worunter verstanden wird, dass der Leser mehr weiß als die Personen innerhalb der Geschichte. Der Leser kann sich nämlich vom Beginn der Geschichte an denken, dass Mia und Ronald ein Liebespaar werden, aber Mia und Ronald wissen das natürlich noch nicht. Glücklicherweise ist es Franziska bisher nicht gelungen, Mia mit irgendeinem Mann zu verkuppeln, sodass Mia ihrem „Mr Right“ erst dann begegnet, wenn Ronalds Raumschiff auf dem Planeten Shinon landet. Insofern hat es sich gelohnt, dass Mia so viele Jahre lang geduldig auf ihren Traummann gewartet hat… Und ich stimme dir voll und ganz zu, dass es für jeden Menschen den passenden Partner gibt, auch wenn es hin und wieder ziemlich lange dauert, bis man diesen gefunden hat. ;-)
Das nächste Kapitel wird zwar nicht besonders spannend werden (es wird „nur“ von dem ganz normalen Alltagsleben in Mias Familie handeln), aber ich hoffe, dass es dir dennoch gefällt.
Alles Gute und bis bald, :-*
deine Vicky
25.07.2013 | 20:31 Uhr
Liebe Vicky !
Ronald konnte ich mir gleich gut vorstellen.
Traurig, was mit seiner Familie passiert ist.
Auch ich glaube daran, dass wir Menschen nicht so etwas Einzigartiges sind, dass es keine anderen vernunftbegabten Wesen in anderen Galaxien geben könnte.
Zumal ja auch Tiere durchaus eine Intelligenz haben.

Das 2. Kapitel ist nun im Stil ganz anders, handelt es doch von der Erde.
Man fühlt, dass hier bald 2 Kulturen aufeinander stoßen werden.
Hat mir sehr gut gefallen.
Liebe Grüße.
R ♪ ♪♪
19.05.2013 | 21:10 Uhr
Hallo, liebe Vicky !
Da schreibe ich dir gerne das 1. Review.
Ich freu mich auf die Geschichte, auch wenn ich noch das Ende vom "blinden Kommissar" vermisse.

Eigentlich eine sehr logische Sache, die du hier beschreibst.
So wie es allein auf der Erde bei den Tieren welche gibt, die extrem gut sehen (z.B. Fliegen, Spinnen, generell Insekten, aber auch Vögel), gegen die wir Menschen zumindest schwer sehbehindert scheinen,
so gibt es auch eine Menge Arten, die gar keine Augen und Ohren haben (z.B. Würmer, die wohl nur Bodenvibration wahrnehmen) oder extrem schlecht sehen (Delphine, Fledermäuse, Faultiere und Ameisenbären u.a.).
Jede Spezies nimmt die Welt nur so wahr, wie es für sein Überleben sinnvoll ist.

Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass eine Kultur aus lauter blinden Menschen sehr gut funktioniert.
Und ganz bestimmt vermissen diese Menschen nichts in ihrem Leben.
Auch wir nehmen nicht alle Töne wahr, die z.B. ein Hund hört, wir haben nicht den Gleichgewichtssinn einer Katze, und fühlen uns nicht unvollkommen.

Ich fürchte wirklich den Kulturschock und habe Angst, dass die von dir angekündigten Astronauten Begehrlichkeiten wecken, die in Unzufriedenheit münden.
Ich möchte diese fremde Kultur so gerne beschützen.

Du hast das 1. Kapitel wundervoll geschrieben.
Herzlichst.
Deine R ♡