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Autor: Black dove
Reviews 1 bis 18 (von 18 insgesamt):
10.12.2012 | 12:18 Uhr
Hallo Black dove,
hab mich sehr gefreut, dass es wieder weiter geht … und war etwas traurig, dass es schon wieder vorbei sein soll.
Aber: das Ende deiner Geschichte ist dir absolut gelungen – konsequent, offen und auch etwas überraschend. :-) was will man mehr.
Ach, ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll … zum Einen bedauere ich es, dass die Geschichte nun jetzt schon zu ihrem Ende gefunden hat, andererseits passt es auch genau so und hier und jetzt. Kein Wort zuviel, und keines zu wenig. Von Amy würde ich gern noch mehr erfahren, ihr Weg wird durch ihre Flucht sicherlich nicht leichter werden. Aber ich finde es stark von ihr, dass sie diesen Entschluss gefasst hat, Dank unserer coolen Socke. Das hätte ich ihr in den ersten Kapiteln kaum zugetraut, um ehrlich zu sein, dass sie sich so schnell und unwiderruflich entschließt und dies dann auch durchzieht. Bisweilen braucht es eben einen Kick, um sich um die eigene Achse zu drehen und den für sich richtigen Weg zu sehen... Es ist ein trauriger Abschied, wie ich finde, als sie am Ende nochmal kurz zurück blickt und sich an Daisy und die anderen erinnert – aber bisweilen, und gerade in Sin City, sollte man wohl vor allem erstmal das eigene Wohl und Leben vor Augen haben, und dann kommen evtl. die anderen.
Dwight schießt mal wieder den Vogel ab. Was kann man zu diesem Typen noch großartig sagen. Ich bin nach wie vor begeistert wie du diesen Charakter triffst (durchgängig), das ist unglaublich. Seine Dialoge (wie er da Gail am Auto abfertigt, da lief ein Film vor meinen Augen ab und die Stimmen hörte ich, so oder so ;-) ...), seine Gedanken und unnachahmlichen Einschätzungen der Situationen und Menschen – das passt so perfekt. Ich denke nur an: „Einschüchtern kann sie mit dieser Art von Nummer Andere. Mich. Nicht.“, oder die bildhaften Vergleiche, bspw. das Konkurs anmeldende Gehirn … herrlich.
Irgendwie ist dieser Mann eine seltsame Mischung aus Schnoddrigkeit, souveräner Klasse, eigenwilligem Stil, Arroganz und blankem Zynismus... kurz: eine schwierige Type, die du immer wieder erfassen konntest. Dwight könnte meinetwegen das Telefonbuch vorlesen, mit seiner Art und seinen analytischen Bemerkungen wäre selbst das echt ne amüsante Sache.
Ich fand es gut, dass er Gail paroli geboten hat, und ich fand auch deine Idee gut, dass Gail ihn da an seinem eigenen Auto abfängt um sich zu vergewissern, was er veranstaltet hat … alles andere hätte nicht gepasst, weder zu ihm, noch zu ihr. Die zwei mussten sich einfach nochmal begegnen.


formale Anmerkungen:
Gab es dieses Mal nicht. Nicht. Ein. Bisschen. :-)



Danke für diese wirklich schöne Geschichte, es hat viel Spaß gemacht sie zu lesen und mit dabei zu sein. Fazit: Hoch die Tassen! :-)
Dann freu ich mich sehr, wenn du uns irgendwann wieder nach Sin City entführst und wir sowohl von Amy als auch von Dwight Einiges mehr erfahren können …
wir lesen uns.
Mit Sicherheit.

LG

Antwort von Black dove am 13.12.2012 | 17:54 Uhr
Hallo Moosmutzel10,

vielen lieben Dank für dein tolles Review, habe mich sehr darüber gefreut, wieder von dir zu lesen :-)
Es freut mich ungemein zu hören, dass dir das Ende dieser Geschichte wirklich gefällt und dass es mir anscheinend gelungen zu sein scheint, es war mir sehr wichtig, dass diese Geschichte eine Runde Sache wird und an einem Punkt abschließt, der ein passendes und irgendwie auch würdiges Ende darstellt.
Die letzten beiden Kapitel habe ich als passenden Abschluss sowohl für Dwight als auch für Amy empfunden, aber es ist wirklich sehr schön zu lesen, dass du das-als Leser- ähnlich empfunden hast.
Von Amy wird man definitiv noch Einiges erfahren, ich bin schon fleißig an der nächsten Geschichte von Sin City dran, und es freut mich sehr, dass du von ihrem Charakter mehr erfahren möchtest! Ja, ihre Reaktion, quasi in einer Nacht und Nebel- Aktion auf und davon zu verschwinden ist schon etwas extrem, das gebe ich zu- aber es war eben eine wirkliche Kurzschlussreaktion, nachdem Dwight ihr (teilweise) die Augen geöffnet hatte- Amy weiß nun einfach mit absoluter Sicherheit, dass sie niemals als Prostituierte würde arbeiten können, und deswegen musste sie da einfach raus in diesem Mometn- und du hast Recht, ihre Leben in Sin City wird durch ihre Flucht definitiv nicht leichter werden- aber sie will zum ersten Mal aus eigenem Wille heraus etwas allein schaffen und den Mädels von Old Town darüber hinaus nicht mehr länger auf der Tasche liegen und keine Belastung mehr für sie sein.
Ach, es freut mich wirklich sehr, immer wieder aufs Neue zu bestätigt zu bekommen, dass ich Dwight und seine unnachahmliche Art weiterhin
getroffen habe- ich liebe diesen Charakter einfach und es tut gut, wenn du mir als Leser Rückmeldung gibst, dass Dwight immer noch OC ist!
Ich fand auch, dass Dwight und Gail einfach nochmal aufeinander treffen mussten, um diese Geschichte rund zu machen, auch wenn mir
klar war, dass dieses "Gespräch" zwischen den Beiden alles andere als lang oder gar konstruktiv ablaufen würde...;-)
Dafür sind die Beiden gleichermaßen viel zu hitzige Sturköpfe, als das einer dem anderen wirklich mal ein wenig mehr nachgeben würde, zumindest meines Emfpinden nachs.
Es freut mich wirklich sehr, dass du bis zum Ende dieser Geschichte dran geblieben bist, und noch mehr, dass du bei der nächsten Sin City um Amy, Dwight und Co. mit am Ball bleiben möchtest!
Aber diese Story musste für mich einfach so enden, wie sie geendet hat, aber das heißt ja nicht, dass es nicht weiter gehen könnte ;-)
Dann nochmal vielen lieben Dank für dein Review und nochmal ein sehr großes, ganz ehrlich gemeintes DANKE für dein unglaubliches und immer wieder unermüdliche Feedback über all die Zeit, die es gebraucht hat, vom Anfang dieser Story bis hin zu ihrem Ende- es hat mir immer so unglaublich viel gegeben und mich immer wieder motiviert, weiter zu schreiben!
Dafür danke ich dir wirklich von ganzem Herzen.
Und ich freue mich, wenn wir uns wieder lesen.
Mit Sicherheit :-)

LG
Black dove
29.11.2012 | 12:54 Uhr
Hallo,

nachdem ich mich ausreichend geschämt habe, das Ende vorwegzunehmen, konnte ich das Ende der Geschichte ja kaum erwarten und bin vollends begeistert!

Du hast Amys Entwicklung so glaubwürdig und nachvollziehbar zu Ende gebracht, ich danke dir wirklich dafür, dass du zu keinem Zeitpunkt in ein sentimentales Eck gerutscht bist, sondern immer in der gnadenloses Welt von Sin City geblieben bist, die einfach keinen Platz für Selbstmitleid lässt. Das klingt jetzt hart, aber es ist auch ein hartes Comic, und da bin ich mit meiner Definition des Genres FF einfach recht heikel. Rückblickend war das Einzige, das mir nicht so gut gefallen hat, die Rückblende mit Amys erster Liebe, ich weiß zwar wofür du die gebraucht hast, aber für mich hat das nicht ganz gepasst.

Keine Ahnung, ob du das geplant hast, aber so wie du Amys Abgang beschrieben hast, kann ich es kaum erwarten zu lesen, wie es mit ihr weitergeht. Du hast einen absolut glaubwürdigen OC geschaffen, und das ist wirklich eine Leistung, auf die du jetzt mal stolz sein kannst!

Was soll ich zu Dwight groß sagen, die Worte, die du ihm in den Mund legst, der lakonische Wortwitz, das ist einfach so wunderbar und hat eine Leichtigkeit die immer total unverkrampft wirkt. Mich persönlich hat seine Haltung zu Katzen sehr zum Schmunzeln gebracht, weil ich den Viechern auch nicht trau. Das er die Tiere "vor Ava" gerne mochte, finde ich einen total liebenswerten Sidekick!

Gerade seine Schlussworte, machen mich einigermassen sprachlos, weil sie einfach wieder so wunderbar passen (Ich weiß, ich wiederhole mich ...) Der Vergleich, dass alles in Sin City ein Spiel mit hohem Einsatz und tödlichem Ernst ist, ja, das ist dir wieder sehr gut gelungen!

Der letzte Absatz:
"Bis zum nächsten Mal, Baby.
Wir sehen uns.

Mit Sicherheit."

Ja! Ja! Ja! Ich freu mich drauf! Obwohl du mir Amy, mittlerweile so nahe gebracht hast, dass ich mich auf ihre Geschichten fast noch mehr freue, als auf einen weiteren Auftritt von Dwight.

glg
&
vielen Dank für diese wunderbare Geschichte

Kitty

Antwort von Black dove am 01.12.2012 | 14:35 Uhr
Hallo wordsmyweapon,

vielen lieben Dank für dein tolles Review, ich habe mich wirklich wahnsinnig darüber gefreut!
Ich bin gerade ein bisschen sprachlos...und sehr, sehr glücklich, dass diese Geschichte wohl wirklich "eine runde Sache" geworden ist,
wie es so schön heißt ;-) Aber was mich wirklich am allermeisten freut, ist, dass Amy als eigener Charakter anscheind authentisch und vor allen Dingen glaubwürdig rüberkommt, und ihre Entwicklung von Amfang bis zum Ender der Geschichte plausibel und ebenfalls glaubwürdig erscheinen- das war und ist mir sehr, sehr wichtig. Es macht mich unglaublich stolz zu lesen, dass es sich mit Amy allem Anschein nach genau so verhält, wirklich, ein größeres Kompliment hättest du mir überhaupt nicht machen können! *freu*
Und natürlich freut es mich auch weiterhin zu hören, dass ich Dwights Art noch immer ganz gut zu treffen scheine ;-)
Die Sache mit der Katze bzw mit seiner Abneigung gegen diese Tiere ist mir ganz spontan gekommen, fand ich aber aus unerfindlichen Gründen irgendwie so glaubwürdig, dass ich sie Dwight einfach verpassen musste- obwohl ich ganz im Gegensatz dazu Katzen über Alles liebe, selbst bis vor Kurzem noch mit einer eigenen zusammengelebt habe (die dann aber leider im Alter von 16 Jahren verstorben ist)...Manche mögen auch über die Unberechbarkeit dieser Tiere sagen, dass Kazten nun mal schlicht und ergreifend ihren eigenen Kopf haben- positiv ausgedrückt...;-)
Ach, und es freut mich so zu lesen, dass ich anscheind dein Interesse für eine weitere Story zu Amys Werdegang in Sin City wecken konnte- wie gesagt, eine weitere Geschichte war eigentlich nicht wirklich geplant bis vor Kurzem, aber manchmal kommen die Ideen ungefragt und dann muss man sie einfach aufschreiben...
Dann bleibt mir nur noch zu sagen, dass ich mich um ein recht baldiges Wiedersehen mit Amy und Konsorten bemühe und ich mich schon jetzt unglaublich darüber freue, dass du mit am Ball bleiben willst!

GLG,
Black dove
14.11.2012 | 13:52 Uhr
Hallo Black dove,
endlich geht es weiter, ich hab mich sehr darüber gefreut – und ich wurde wieder mal nicht enttäuscht. Klasse.
ABER: die Geschichte neigt sich dem Ende zu, wirklich? o.O Jetzt schon …? Hab das Gefühl, dass sie doch eben erst angefangen hat, das ist echt schade.

Nun zu deinen beiden neuen Kapiteln:
das AMY-Kapitel hatte es in sich, irgendwie ging es hin und her … als sie abgedrückt hat, da war ich zunächst erleichtert, dass die Waffe nicht los ging (hat Amy schonmal getötet? Ich denke, es ist alles andere als angenehm, jemandem ins Gesicht zu schießen...), wie viel doch so ein kleiner verdammter Hebel bewirken kann: Tod oder Leben. Und mir hat gefallen, zu welchen Erkenntnissen Amy hinsichtlich ihrer Wehrhaftigkeit gekommen ist – auch, wenn Dwight, Mr fucking Hyde (ein gelungener Vergleich), da ganz schön nach helfen musste. Und ich konnte Amy verstehen, dass sie in diesem Moment Dwight in die Hölle und noch viel weiter wünscht; was er da mit ihr gespielt hat, das war wahrlich nicht die feine englische Art.
Dennoch hat die coole Socke ja doch irgendetwas in Amy auslösen können, und das ist, bei all den furchtbaren Umständen (du beschreibst Amys Innenleben immer so eindringlich, da zittere und bange ich förmlich mit), doch eine zweifelhafte, aber tröstende, Sache. Als Amy am Ende Dwight ordentlich eine Watsche über die Backe zieht, da musste ich innerlich applaudieren – die hat er mehr als verdient. Bei all seinen Absichten, die am Ende ja doch mehr gut als böse waren, so war seine schonungslose Art und Weise doch mindestens eine Watsche wert. Was mich in einen Zwiespalt bringt, denn im Grunde hat Dwight völlig Recht, mit seiner Art, Amy ihre eigene Wehrhaftigkeit nahe zu bringen – mit lediglich psychologischen Gesprächen kommt man in dieser Stadt sicher keine halbe Meile weit; Amy musste die ganze Angst nochmal spüren, an die Grenzen gebracht werden, um für sich zu kämpfen, in letzter Konsequenz. Willkommen zurück, Killerinstinkt. Da wo er ist, ist die Macht nicht weit, und sei sie noch so klein … diese Wahrheit hast du wirklich gut und schlüssig herbei geführt und demonstriert.
Und gelungen fand ich auch den letzten Abschnitt, als Dwight Amy allein durch sein Flüstern und seinen letzten Satz näher kommt als vorher (sie wird diese Art der Nähe sicher kaum kennen, nehme ich an)… das Ganze hatte eine angespannte, wie irgendwie gelöste Atmosphäre, eben auch, weil man nun weiß, dass Amy zumindest durch Dwight wohl nicht mehr viel Gefahr droht. Nun bin ich gespannt, wie sich Amy in das Spiel einordnet …

Das DWIGHT-Kapitel war wieder der Brüller – yup, mit welcher zufriedenen wie gelassenen Nüchternheit Mr. Coole Socke die Sache für sich resümiert, das war der Hammer. Der Spaß musste halt nur richtig angegangen werden, keine Frage – Selbstzweifel? Fehlanzeige.
Und seine kurze Reflexion hinsichtlich Old Town und seiner Bewohner, hinsichtlich des Fegefeuers und seiner ganz eigenen Auffassung von Umweltschutz (ein absurder, aber in der Konsequenz doch sehr passender Vergleich); das war wieder typisch Dwight. Du hast wieder einwandfrei seinen Stil getroffen, und man sah jedes Bild und auch seine undurchsichtige Mimik direkt vor sich …
Und er hat einmal mehr ein Bild dieses Stadtteils vermittelt, wie man dort ticken muss, um zu überleben. Ich mag die knappen, bisweilen absurden, aber dennoch immer sehr treffenden Bilder und Vergleiche, mit denen Dwight sich so nüchtern und trocken durch seinen Alltag denkt. Herrlich zynisch und abgefahren. Da kann ich mich nur wiederholen.

---

formale Dinge – da gab es dieses Mal nur eines:
AMY – Kapitel
seine Stimme klingt rau und heißer → heiser

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Nun bin ich sehr gespannt, wie das Spiel weiter geht; und wie Amy sich darin schlagen wird ... mittlerweile ist sie mir sympathisch geworden, auch, weil sie sich ihren Ängsten stellt und nicht darin versinkt (zu Beginn sah es ja so aus, dass sie sich darin zu verlieren droht).
auch frage ich mich, welche Geschichte Dwight Gail auftischen wird. Doch ich bin da unbesoargt, ich denke, ihm wird schon was Schräges einfallen... vielleicht ist es so schräg, dass er es mal mit der Wahrheit versucht ;-)

Antwort von Black dove am 15.11.2012 | 18:55 Uhr
Hallo Moosmutzel10,

vielen lieben Dank für dein tolles, wie immer sehr ausführliche Review und deine ehrliche Meinung!
Habe mich wirklich wahnsinnig darüber gefreut!
Ja, diese Geschichte neigt sich langsam dem Ende zu, aber wie in einer anderen Reviewantwort von mir schon erwähnt, hat sich zumindest der Anfang einer indirekten Fortsetzung zu Amys Geschichte bzw. ihren weiteren Werdegang nach diesen Ereignissen in Sin City mehr oder weniger ungefragt in meinem Hirn manifestiert...;-) Eine Weihnachtsgeschichte der etwas anderen Art, sozusagen...(bloody christmas, sage ich da nur) Vielleicht schaffe ich es, das Ganze soweit Formen annehmen zu lassen, dass ich den ersten Teil pünktlich Ende Dezember hochladen kann... aber erst mal muss diese Story hier noch gebührend zum Abschluss gebracht werden.
Es freut mich ungemein, dass du Amys innere Entwicklung als schlüssig betrachtest, es war und ist mir sehr wichtig, dass ihr Charakter an mehr Komplexität gewinnt und vor allem, dass ihre "Wandlung" immer noch für den Leser nachvollziehbar bleibt. Und fast schon diebisch gefreut hat es mich zu lesen, dass du es anscheind genau so siehst Amy- denn Dwight hat diese Ohrfeige von ihr mehr als nur verdient, auch meiner bescheidenen Meinung übrigens nach :-P
Auch wenn es definitiv keinen anderen Weg für die coole Socke gab, ihr das Ganze anders näher zu bringen- denn wie du schon so richtig
erkannt hast, kommt man nur mit Reden in dieser Stadt wirklich keinen halben Schritt weiter- und ein Mann vieler Worte war Dwight ohnehin noch nie- zumindest meines Empfinden nachs. Da sind drastische Maßnahmen schon eher absolut sein Ding.
Womit er meiner Meinung nach auch schon wieder eine große Gemeinsamkeit mit Gail hat- ob Dwight allerdings so schräg drauf sein wird, ihr die Wahrheit aufzutischen- man darf gespannt sein ;-) Und Selbstzweifel bei ihm- absolute Fehlanzeige, völlig korrekt von dir erkannt ;-)
Dieser Mann weiß, was er kann und steht zu seinen Taten- egal ob gute oder schlechte (wobei in einer Stadt wie Sin City da die gängigen Maßstäbe sowieso nicht wirklich gelten...)
Ansonsten freut es mich auch ungemein zu lesen, dass Amy dir mittlerweile symphatisch geworden ist. Als eigener Charakter ist sie mir im Laufe dieser Geschichte doch schon sehr ans Herz gewachsen...
Dann bleibt mir nur noch zu sagen, dass es mich wirklich sehr freut, dass du von Anfang an mit am Ball geblieben bist und ich sehr hoffe, dass du auch bis zum Ende noch dran bleibst.
Und nochmal- DANKE für dein unermüdliches, stetiges und unglaublich motivierendes Feedback!

LG
Black dove
12.11.2012 | 12:56 Uhr
Hallo,

also, ich konnte es ja kaum erwarten, wie die Geschichte ausgeht!
Du hast diese Situation ganz wunderbar aufgelöst, ich liebe dein Ende.

Zum einen lebt einfach jede gute Geschichte von einer gelungenen Entwicklung zumindest eines Protagonisten und hier hast du Amy wirklich an ihre Grenzen getrieben, damit sie ihre eigene Stärke erkennt und solche Storys liebe ich! Du hast meine Erwartungen weit, weit übertroffen! Applaus, Applaus!

Ich liebe starke Frauenfiguren, die ziehen mich an wie ein Magnet und gerade ihre Wandlung vom zitternden Opfer zum ersten Erkennen ihrer eigenen Stärke ist dir einfach fantastisch gelungen. Besonders, das sie selbst es am Ende noch nicht vollends erkannt hat, aber Dwight sieht es. Die klaren Perspektivenwechseln hast du als sehr gelungenes Stilmittel verwendet. Dwight erklärt immer Dinge, die Amy nicht wahrnimmt, weil sie klarerweise verwirrt und überfordert ist.

Er verlässt die Szene und ehrlich gesagt, wäre ich schon sehr gespannt wo sie nun ihren Platz in Old Town (oder sonst wo in Sin City) findet und wie es mit ihr weiter geht, nachdem sie über sich hinausgewachsen ist.

Was mir an deinem Dwight besonders gegen Ende so gut gefallen hat ist, was unter seinem beissenden Zynismus liegt, diese Weltmüdigkeit, fast eine traurige Ernüchterung über die Welt in der er leben muss. Aber trotzdem gibt er Amy die Werkzeuge in die Hand, die sie zum Überleben braucht, mehr durch die Erkenntnis als durch die Waffe an sich.

Gails Rolle verstehe ich durch die Wendung am Schluss nicht mehr ganz, denn was wird sie nun mit Amy anfangen? Wie gesagt, ich würde zu gern wissen wie es weiter geht.

Ein itzibitzi Fehler ist mir aufgefallen, eine S&W 45 ist eine Pistole, kein Revolver. Außerdem blockiert hier der Abzugs wenn gesichert, es kann dann nicht *klick* machen. (Hier bin ich mir aber nicht 100%ig sicher, ist für den dramatischen Effekt auf vollkommen schnurz!)

lg
Kitty

Antwort von Black dove am 13.11.2012 | 17:13 Uhr
Hallo wordsmyweapon,

vielen lieben Dank für dein tolles Review, ich habe mich wirklich unglaublich darüber gefreut!
Insbesondere bin ich gerade wirklich happy, dass dir mein (Fast-) Ende so gut gefallen hat! Ich habe, während ich beim Schreiben etwa in der
Hältfe der Geschichte angelangt war, lange und intensiv überlegt, wie ich gerade Amys (innere) Entwicklung am Besten, nachvollziehbar und immer noch plausibel rüber bringen könnte, denn dass es in diese Richtung gehen sollte, war mir schon so ziemlich von Anfgang klar.
Und ich bin gerade so happy, dass ihre "Wandlung" von zitternden Opfer hin zum ersten Schritt des Erkennens ihrer eigenen Stärke anscheind wirklich ganz gut geglückt ist! *freu*
Denn in Amy bzw in Amys Charkatererschaffung steckt sehr viel Herzblut, sie ist ja mein eigener (erster) OC in der Sin City- Welt.
Und es ist wirklich schön und auch irgendwie lustig, dass du erwähnt hast, du würdest schon gerne wissen wollen, wie es mit ihr jetzt weiter geht- schön, weil es natürlich einfach toll und ein großes Kompliment ist für mich als Schreiberling, wenn der eigens erschaffene Charkakter es geschafft hat, beim Leser (in dem Fall: dir) Lust auf mehr zu wecken, und lustig, weil ich gerade vor ein paar Tagen erst an einer inoffiziellen und noch sehr "rohen" Fortsetzung zu Amys weiterem Dasein in Sin City geschrieben habe...die Idee kam einfach so, ich hatte vor einer Woche noch nicht mal vorgehabt, eine "Fortsetzung" zu schreiben, da gerade auch noch ein paar andere Projekte darauf warten, endlich mal wieder gebührende Beachtung zu finden...aber wie das eben so ist (zumindest bei mir)- manchmal küsst einen die Muse dann doch halt an eher unerwarteter Stelle...;-)
Zu der Sache mit der Knarre- arrgh, danke für den Hinweis! Ich hab soviel in der englischen Wikipedia rumgeklickt und rumgesucht, was Dwights Waffe anbelangt, und bin dann von einem Link zum nächsten gekommen, und da habe ich echt eine Menge unterschiedlicher Aussagen
bekommen...laut Comic ist Dwights Waffe ja eine Halbautomatik, aber als ich dann seine Original- Waffenummer eingegeben habe, war ich plötzlich mit der Aussage konfrontiert, dass diese Waffe eine Vollautomatik sei und wurde wieder auf andere, halbautomatik Modelle verwiesen...ich habe dann in dem ganzen Wust an Informationen das rausgenommen, was noch halbwegs verständlich für mich war in der englischen Wiki (den im RL kenne ich mich mit Schusswaffen nicht wirklich aus)...man möge es mir als künstlerische Freiheit
verzeihen...;-)
Zu deiner Verwirrung hinsichtlich Gail sei an dieser Stelle erwähnt, dass die Geschichte ja noch nicht ganz zu Ende ist (nur fast), und dass die Gute am Schluss natürlich auch nochmal zu Wort kommen darf (in einem quasi "Epilog", sozusagen)!
Bleibt mir nur noch zu sagen, dass es mich wirklich wahnsinnig freut, dass dir mein Fast- Ende so gefallen hat und du schon solange mit am Ball geblieben bist!

LG,
Black dove
02.11.2012 | 09:59 Uhr
Hallo Black dove,
endlich geht es weiter – und du bleibst dir, deinem Stil, den Charakteren, der Geschichte weiterhin wirklich treu. Und vor allem: du bleibst auch konsequent. Insbesondere Dwight bleibt konsequent; das ist zwar heftig, aber es ist in dieser Situation und in dieser Stadt einfach so, es kann nicht anders sein. Alles andere wäre Verfälschung.
ich bin sprachlos … denn, obwohl die beiden nun schon seit einigen Kapiteln lediglich auf dem Bett sitzen bzw. halb liegen, ist die Spannung so unglaublich greifbar, fühlt man jede Sekunde mit – irgendwie mit beiden, sind ja beide in einer besch*** Situation – und am Ende wird man dann doch überrascht.
Ich finde die Idee / den Effekt sehr wirkungsvoll, dass du, wenn Amy etwas sagt oder fragt oder erwidert, ihre Worte meistens erst im Anschluss in Dwights Kapitel dem Leser nahe bringst – und Dwights Antwort natürlich.

Zu Amys Kapitel: über ihre Angst muss man kaum reden, die beschreibst du so ungeheuer tief und bildlich (ich finde die Vergleich, die du immer wieder erschaffst, richtig gut und absolut treffend), dass dem nichts hinzuzufügen ist …
ach, und ich fand die Geschichte um und mit Tobey so schön, ein kleiner Lichtblick, ein kleiner Fleck Farbe in diesem düsteren Kapitel. Am Anfang hatte ich mich sofort gefragt: Ouh, wer ist dieser Junge, der Amy zum Lachen bringen kann / konnte … und ich war dir dankbar, dass du diesem Jungen dann noch einige Zeile gewidmet hast. Auch wenn Amy diese Erinnerung kaum etwas nützt, so finde ich es schön, dass sie da ist und noch nicht vergessen. Was ist aus Tobey geworden?
Im krassen Gegensatz dazu fand ich die neuerlichen Beschreibungen über IHN, was er Amy angetan hat und vor allem ihre Empfindungen waren wieder sehr heftig – auch wenn du dabei nie ins Detail gehst (und vielleicht ist es auch genau das), ist seine Bösartigkeit so greifbar. Auch die Tatsache, dass du ihm keinen Namen gibst, macht ihn unheimlich. Weil das jeder sein könnte ...

Zu Dwights Kapitel:
zuerst einmal hat der Herr ja mal wieder einige Schoten rausgehauen; ich sag nur: „... da zählt nur das Wesentliche. Knete.“, am Besten war aber dieser Vergleich, dass die Stimmung kippt wie schimmlige Milch. Wie kommst du auf so etwas? Ich musste so lachen, obwohl das Kapitel dieses Mal doch sehr düster und heftig gewesen ist; da war kaum Platz für Zynismus (zumindest nicht in dem Maße, wie in den vorherigen Kapiteln des Sprücheklopfers), und das war hier auch gerechtfertigt, denn jetzt geht es um den tödlichen Ernst, um das Handeln – keine Reden schwingen, keine Beobachtungen, keine Zurückhaltung mehr … Dwight ist eben nicht nur Zyniker sondern eben auch ein verdammt harter Kerl, den man durchaus und aus Überzeugung hassen kann. Gut, dass du dafür sorgst, dass man das nicht so schnell vergisst... allein, wie er mit Amy umgeht, wie er zu ihr spricht, da wird endgültig klar, dass das kein Spiel mehr ist, und dass von ihm auch kein Mitleid oder ähnliche Sentimentalitäten zu erwarten sind. Zu Recht. Allerdings scheint dieses Handeln ihm in diesem Moment ja auch aufgezwungen zu sein, zumal er ja Gail mehrfach verflucht und auch indirekt diese Stadt, die die Menschen zu dem macht, was sie sind … er würde also anders handeln, eventuell, wenn er könnte? Das wäre ein bisschen tröstlich, … irgendwie.
Als er die 45er Springfield auf das Nachtkästchen legt, da hatte ich schon eine Ahnung, dass das wohl noch ein Nachteil werden wird – oder kühle Berechnung? Ich vermute nämlich, dass die Waffe nicht geladen ist; auch wenn Amy das sich wohl sehr wünscht.
Ouh, ich bin so gespannt...




nun noch Anmerkungen zu den kleinen Fehlerteufelchen

bei AMY
1) Es ist schon lange her, dass ICH von einem Jungen geküsst wurde → da fehlt das ICH
2) erstaunt, dass es ich dazu fähig bin → ES zuviel
3) Und mich wiederholt verzweifelt an die Erinnerung klammere eines längst vergangenen und unwiederbringlichen Tages → entweder KLAMMERE an den Schluss, oder nach dem „klammere“ ein Komma, und dann vielleicht nochmal wiederholen: „ … klammere, an jene Erinnerung eines längst vergangenen und unwiederbringlichen Tages“
4) wie Kristallglas, dass … → wie Kristallglas, das … oder Kristallglas, welches …(im Übrigen war dies einer der schönen Vergleiche, die so tief gehen und wo ich kaum anders kann, als mit ihr mit zu fühlen)

bei DWIGHT
1) Learing by doing → Learning by doing



So, dann freu ich mich wie immer auf die nächsten Zeilen,
hoffe auch auf weitere Fragmente aus Amys Vergangenheit (Tobey? Ja ja, da lass ich nicht locker),
und vor allem bin ich wahnsinnig gespannt, was jetzt nach dem Abzug kommt … in der Tat, ein gemeines Ende!

Antwort von Black dove am 04.11.2012 | 18:09 Uhr
Hallo Moosmutzel10,

vielen lieben Dank für dein neues, unglaublich ausführliches, in die Tiefe gehendes, kritisches Review und deine ehrliche Meinung!
Habe mich wie immer sehr darüber gefreut! :-)
Insbesondere bin ich dieses Mal wirklich sehr happy darüber, dass Dwight deiner Meinung nach wohl immer noch IC bleibt, trotz oder vielleicht auch gerade wegen seinem heftigen Verhalten gegenüber Amy im letzten Kapitel. Da ich weiß, dass dieser Kerl auch schon mal ein absolutes Arschloch sein kann (sorry für diese etwas deftigere Ausdrucksweise) dachte ich mir, dass es jetzt mal an der Zeit wäre, diesem Aspekt von seiner Persönlichkeit langsam Ausdruck zu verleihen. Und wie schon in einer anderen Review- Antwort von mir erwähnt, war diese Wendung in der Geschichte der einzige mögliche Weg, wie die Story an dem Punkt für mich weiter gehen konnte. Dwight ist nun mal kein Chorknabe, weit davon entfernt. Und ich bin echt froh und auch ein Stück weit erleichtert darüber zu lesen, dass sein Handeln anscheinend immer noch plausibel erscheint und vor allen Dingen auch konsequent geblieben ist!
Was Amys Kapitel betrifft, kann ich sagen, dass ich froh bin, dass dir dieser ehemalige Lichtblick in ihrem Leben gefallen hat.
Ich dachte, langsam sollte ich mal anfangen und diese Momente ihrer an sich wirklich sehr düsteren Vergangenheit wenigstens auchl kurz schriftlich fest halten...was aus diesem Jungen geworden ist, werde ich vielleicht nochmal kurz erwähnen in dem einen oder anderem von Amys nächsten Kapitel(n), sofern es passt. Aber es ist wirlich schön für mich, dass dich dieses kleine Detail interessieren zu scheint :-) Was ihren Peiniger, IHN, betrifft, habe ich dieser Person ganz bewusst keinen Namen gegeben, als ich mich am Anfang zu dieser Geschichte hingesetzt habe. Denn es sollte genau das verbildlichen, was du ganz richtig erkannt und in deinem Review auch erwähnt hast- dass ER wirklich jeder sein könnte. Einfach Jeder.
Nochmal kurz zu Dwights Kapitel- den Vergleich mit der schimmeligen Milch, da du mich schon gefragt hast, kam mir wieder in den Sinn, weil ich irgendwann mal einen Film geshen habe, wo der Hauptprotagonist sich ein Glas Milch einschenken wollte, diese dann aber in so dermaßen verschimmelten Klumpen, regelrechten Brocken aus der Packung geschwappt ist, dass es einfach nur widerlich und eklig war- und irgendwie
wollte ich mit diesem Vergleich genau das ausdrücken, in was die Stimmung nun mal gerade umgekippt ist... schön, dass dir das gefallen hat!
Habe mir halt gedacht, dass so ein Statement durchaus von Dwight hätte kommen können...;-)
Arrgh- diese besch***, unnötigen Rechtschreibfehler- echt schon langsam etwas peinlich für mich, dass ich solche Kleinigkeiten bei mir in meinem Text immer wieder übersehe- Danke für dein aufmerksames Lesen- werde diese auf jeden Fall noch korrigieren!
Ansonsten bleibt mir nur noch zu sagen, dass ich mich wirklich unglaublich darüber freue, dass du nun schon so lange mit am Ball geblieben bist- und dass ich mir Mühe gebe, diesen kleinen Cliffhanger so bald wie möglich wieder "aufzulösen" (aber etwas Spannung muss schon sein *muharharharr*)
DANKE nochmal für dein tolles Review!

LG,
Black dove
29.10.2012 | 16:07 Uhr
Hallo,

ich habe die letzten Wochen mit wachsender Begeisterung mitgelesen und um ehrlich zu sein, habe ich genau diese Wendung abgewartet um ein Review abzugeben.

Allgemein kann ich sagen, dass ich deinen Stil einfach großartig finde. Die kurzen stakkatoartigen Sätze passen wunderbar zu dem Stil des Comics, die (teilweisen) Einwortsätze mit denen Botschaften immer wieder unterstrichen, verstärkt werden, wirklich toll! Der konsequent durchgezogene innere Monolog ist dir bei Dwight einfach wunderbar gelungen, wie meine Vorschreiberin schon erwähnt hat: Man kann ihn praktisch hören und sehen. Die vielen Wortspiele und Methapern die du ausstreust sprühen über vor bitterer Ironie und Pragamtismus, ohne Ausschmückungen, spröde, gerade heraus. Genau so will ich eine Sin City FF lesen und nicht anders!

Mit einem Absatz hast du mich vollends vom Hocker geworfen:
"In diesem kurzen Moment sind wir uns so nah, wie es uns nur die einzigartige, menschliche Natur ermöglichen kann.
Und wie sie und ich es nie mehr sein werden.
Danach.
Selbst wenn es jetzt noch zum Äußerstem kommen sollte.
Unsere Körper sich heute Nacht zu einem lebendem, pulsierendem Etwas verknoten sollten.
In der flüchtigsten, höchst zweischneidigen Lust, die es geben kann.

Die nicht mal annähernd an diese Intimität heran reicht.

Wahrhaftigkeit.
Fast genau so selten wie reine, echte Unschuld."

Das ist unglaublich! Da war ich echt am Ende! Eben weil ganz tief in der grausamen Nüchternheit von Sin City ganz viel Poesie lauert. Ich würde dir gerne bessere Worte hier lassen, aber mir fallen einfach keine passenderen ein. Unglaublich!

Mein Problem, und ich bin ehrlich, ist Amy. Okay, sie leidet, ist misshandelt, traumatisiert in einer Stadt ohne Erbarmen und das passt ja auch wunderbar. Aber sie leidet und zittert und leidet und zittert etwas weniger und dann hat sie Angst und zittert wieder etwas mehr. Das hat mich zermürbt und war auch der Grund warum ich mit meinem Review gewartet habe. Denn ich hatte eine Scheißangst, wie du diese "Initiation" auflöst. (Ich weiß, schreckliche Vorurteile ... *shameonme*)

Aber dann zeigt sie einmal die Krallen, als Dwight ihr den Schnaps wegnehmen will, ihren einzigen Rettungsanker und ich war wirklich gespannt.
Und dann deine Lösung (vorerst), er provoziert sie, schubst sie über die Klippe, platziert den Revolver in ihrer Reichweite, ein geplantes Arrangement. Das Ende des Kapitels trifft genau DAS Sin City Thema: Die Männer scheitern an ihrem naturgegebenen Bedürfnis die Frauen zu beschützen, sind das eigentlich schwache Geschlecht, aufgerieben zwischen wunderschönen Amazonen und hinterhältigen Miststücken in Frank Millers vollkommen verkorksten Sittenbild. Hach, ich liebe es!

Mit dieser Konsequenz müsste die Waffe eigentlich geladen sein, aber das glaube ich nicht.

Trotzdem danke ich dir von ganzem Herzen, dass die Auflösung nicht war, das Amy sich von Dwight (raue Schale weicher Kern), das Trauma aus dem Kopf schmusen lässt. Danke, Danke, Danke!

Ich freue mich der Geschichte weiter folgen zu können!

lg
Kitty

Antwort von Black dove am 01.11.2012 | 14:09 Uhr
Hallo wordsmyweapon,

vielen lieben Dank für dein tolles, ausführliches Review, deine Kritik und deine ehrliche Meinung!
Habe mich wirklich sehr darüber gefreut...es tut einfach immer wieder aufs Neue gut, wenn man von dem Leser (in dem Fall: dir) die Rückmeldung erhält, dass der Charakter so rüber kommt, wie er soll! Vielen lieben Dank auch für das Kompliment meines Schreibstiles betreffend- ich habe wirklich versucht, mich ganz bewusst an den doch mitunter extrem kurzen Sätzen im Comic zu orientieren. Das war schon ein Experiment und auch eine kleine Herausforderung für mich, da ich manchmal - zumindest teilweise- eher die Angwohnheit habe, zu Bandwurmsätzen zu neigen...aber in der Kürze liegt bekanntlich die Würze ;-) Und mittlerweile macht es mir einfach nur noch einen Heidanspaß, mich in Dwights kurze, knappe Gedankenwelt hinein zu arbeiten. Er ist für mich der faszinierendste Antiheld der gesamten Sin City- Reihe (wobei Marv und Hartigan wirklich nur ganz knapp dahinter liegen).
Auch freut es mich ungemein zu lesen, dass die etwas "lyrischeren" Passagen dennoch anscheinend zu der Welt von Sin City passen- da war ich mir manchmal hier und da etwas unsicher...doch auch wie du bin ich absolut der Meinung, dass hinter der grausamen Welt von Sin City Poesie lauern kann (um dich mal so treffend zu zitieren)- ganz leise zwar und unspektakulär- aber es gibt sie, und manchmal kann sie kurz durch scheinen, für einen Moment hervor blitzen...
Was meine (vorläufige) Lösung anbelangt, kann ich nur sagen, dass ich froh bin, dass dir diese Wendung gefallen hat.
Ich habe schon ein wenig die Befürchtung (gehabt), dass es einigen vielleicht bitter aufstoßen könnte, wenn ich Dwight mal "die Sau rauslassen" lasse... aber für mich war das der einzige mögliche Weg, wie die Geschichte an diesem Punkt weiter gehen konnte.
Und nein, Amy kann und wird sich das Trauma von Dwight NICHT aus dem Kopf schmusen lassen- schon gar nicht in so einer aberwitzigen und verkorksten, furchtbaren Situation, in der sie sich gerade befindet...ein bisschen bestürzt zu lesen hat mich allerdings, dass dich ihre Parts beim Lesen zermürbt haben (wenn ich das jetzt in diesem Zusammenhang so richtig verstanden habe?)- das war nicht unbedingt meine Intention beim Schreiben... allerdings gebe ich zu, dass ihre Kapitel nicht unbedingt leichte Kost sind.
Was mich aber jetzt mal interessieren würde im Bezug auf die restlichen weiblichen Bewohner Sin Citys - wo würdest du solche Charktere wie Shellie denn einordnen, zwischen den Amazonen und den Bitches?
Ich finde, da gibt es schon noch eine Graustufe, wenn auch zugegeben äußerst schmal- und zu dieser zähle ich auch Amy...(noch).
Zu der Waffe möchte ich hier nur soviel sagen, dass Dwight (zumindest meines Empfinden nachs) schon ein kleiner Adrenalinjunkie ist...;-)
Bleibt mir nur noch zu sagen, dass es mich sehr freuen würde, wenn du weiterhin mit am Ball bleibst...so viele Kapitel sind es jetzt nicht mehr...
Und nochmal- vielen Dank für dein Review!

LG,
Black dove
17.10.2012 | 12:56 Uhr
Hallo Black dove,
ich kann mich erdbeerkaktus nur anschließen, die beiden neuen Kapitel sind wieder herrlich, emotional, zynisch und traurig zugleich. Zu allererst möchte ich dir erneut und wiederholt und immer wieder gern zusichern, dass du Dwights Charakter weiterhin spitzenmäßig triffst und Amy gewinnt nach wie vor mehr und mehr an Persönlichkeit, insbesondere durch die kleinen wie sinnvoll eingestreuten Rückblicke.
Amy ist und bleibt ein bedauernswertes Mädchen, und dennoch habe ich dieses Mal trotz all ihrer Schwäche, der abgrundtiefen Angst und Ergebenheit gegenüber der Situation eine gewisse Stärke spüren können – ich kann das nicht wirklich an etwas Genauem fest machen; es ist nur ein Gefühl. Auf jeden Fall macht das seltsame Hoffnung; obwohl ich absolut nicht weiß, wie diese aussehen soll – da geht es mir wohl wie erdbeerkaktus.
Dass Amy den Sprung aus dem Fenster wagen würde, dieses Mal – dass hat mich kurz inne halten lassen. Sie hat es also bereits in Erwägung gezogen? (wurde das schonmal erwähnt, ich konnte mich leider nicht erinnern) Nun gut, bei ihrem heftigen Leben bisher – ich hoffe allerdings sehr, dass sie weiterhin nicht den Mut für diesen endgültigen Sprung aufbringt. Warum, das kann ich nicht sagen, im Grunde spricht ja leider wirklich alles für diesen Sprung :-( Vor allem, wenn ich Sätze lese, wie: „Der Mann, der mich gleich aufs Neue sterben lassen wird.“ – vielleicht bin ich da hoffnungslos sentimental, aber das hat mich echt berührt.
Auch fand ich den kurzen aber intensiven Rückblick zurück zu der Zeit als Er (eine gutes Mittel, diesen Mann namenlos zu lassen) Amy näher kam ... mit Worten und mit Berührungen. Man liest das und fühlt sich dabei ziemlich hilflos, ...
Sehr gelungen fand ich auch Amys Beschreibung von Dwight, was sie empfindet, als er sich über sie beugt → den Geruch seiner Jacke, der unzähligen Zigaretten und seines Aftershaves … das macht die Nähe unangenehm wie eindringlich deutlich. Und seltsamerweise fand ich es interessant, dass Amy das Gefühl hat, wissen zu wollen, wissen zu müssen, wer dieser Typ ist. Das war überraschend, und irgendwie baut das eine ungewöhnliche, besondere Verbindung zwischen den beiden auf. Weil: normalerweise würde sich Amy um emotionalen wie anderweitigen inneren Abstand bemühen, um das Ganze so distanziert wie möglich über sich ergehen zu lassen … oder?

Die Szene mit dem Alkohol war der Brüller – sowohl Amys als auch Dwights Reaktion auf den Fusel – eine herrliche Situation, wo beide völlig ihrem Typ entsprechen (wie in allen anderen Szenen natürlich auch) - die eine hustet und würgt, der andere denkt sich seinen Teil ...

Nun zu Dwight:
zu dem Typen fällt mir langsam echt nichts mehr ein – dir scheint es da ja gänzlich anders zu gehen (hoch die Tassen!), was Dwight immer wieder so raus haut, das ist wunderbar zynisch und absolut treffend und präzise. Am Besten war seine Feststellung: „Nach zwei Minuten reicht es. Mir.“ das hat echt gesessen und trifft den Kerl auf den Punkt.
Ich fand es gut, dass du Amys Antwort auf seine Frage zuvor erst hier einbaust – weil bis dahin hab ich mich genau das gefragt: was, zur Hölle, hat sie geantwortet?
Dwights Einschätzungen und Gedanken sind zum Teil einfach nur die reine Wahrheit, was schmerzlich zu lesen ist, aber der Typ bringt es damit eben auf den Punkt. Keine Augenwischerei. Feststellungen und Vergleiche wie „prophylaktische Beruhigung“, „fitzeliger Strohhalm“, „war ja klar – ist schließlich kein Eierlikör“ oder „scheinheiliger Beschützerinstinkt“ (da hat es mich innerlich schon ein bisschen geschüttelt) waren mal wieder richtig gut, zum lachen und auch traurig wahr (irgendwie kann ich die Gefühle und Atmosphäre, die du vermittelst meistens nur in solchen konträren Beschreibungen widergeben - eben, weil sie so konträr und dennoch stimmig sind).
Und die selbst formulierte Schlagzeile ist so tragisch komisch – worüber dieser Mann alles noch nachdenken kann, in dieser Situation, …
Sehr eindringlich fand ich dann die letzten Abschnitte des Kapitels, die Beschreibungen sind zwar knapp aber so tief und einnehmend, dass ich da nur den Hut ziehen kann. Du hast mich damit echt mit gerissen, das waren teilweise wirklich starke Bilder: Wahrhaftigkeit und Intimität zu erleben allein durch einen kurzen wie intensiven Blickkontakt – tatsächlich ein schönes und wahres Bild :-) die winzigen, weiß glühenden Punkte haben mir Hoffnung gemacht.
… und noch ein schönes wie trauriges Bild: Amys Augen als unergründlicher See, in dem im Laufe so vieler Jahre Unmengen von Müll hinein gekippt worden ist, der nur durch den inneren Sturm aufgewühlt werden kann....

Nun sehe ich mich in derselben Verfassung wie erdbeerkaktus: wie wird es jetzt weiter gehen? Ich glaube, mich wird nahezu alles überraschen, egal was es ist, weil ich absolut nicht wüsste, wie die beiden aus der Situation heraus kommen, weil es für Dwight ja nun doch etwas anders zu laufen scheint, als er es ahnte … aber Vorsicht vor den Scheinheiligen, denke ich mir da nur.

---

Nun hätte ich noch eine Frage
was ist Pharisäer Manier?

Und noch ein paar rein formale Anmerkungen / Hinweise, ohne dabei den Zeigefinger heben zu wollen (sind oft nur Buchstabendreher):
1) bei dem Amy-Kapitel fiel mir auf:
absützen → abstützen
vorsichtig ging ER vor mir in die Hocke … (das ER fehlt)
Schäztchen → Schätzchen
Außnahme → Ausnahme
2) bei dem Dwight-Kapitel fiel mir auf:
auf gewissen Art → gewisse Art
einem zum Tode – Verturteiltem → einem zum Tode Verurteilten
Ersteres schenkt schenkt Amy ...(ein SCHENKT zuviel)

zum dem Link: ein schönes Video, wirklich. Der Film ist wirklich gut und außergewöhnlich gemacht, hab ich dabei einmal mehr fest gestellt – und die Figuren und Darsteller sind allesamt tatsächlich perfekt besetzt und entwickelt. Schön. Sehr schön. Hoch die Tassen. (ach, ich liebe diesen Spruch!)

Na, dann bin ich gespannt wie es weiter geht, auch darauf, wie Amy den Alkohol verträgt
und wie Dwight damit klar kommt, gerade in einen See voller Müll geblickt zu haben …
freu mich wie immer auf jede weitere spannende, tragische, zynisch, herrlich komische und überraschende Zeile :-)

Antwort von Black dove am 17.10.2012 | 18:35 Uhr
Hallo Moosmutzel10,

vielen lieben und aufrichtigen Dank für dein wie immer unglaubliches, kritisches und super motivierendes Review!
Wieder fehlen mir gerade ein bisschen die Worte...hach...DANKE!
Habe mich wie wahnsinnig darüber gefreut! :-) Und ich bin nach wie vor mehr als happy, dass Dwight immer noch so rüber kommt, wie er soll!
Ich liebe diesen Charakter einfach, er bietet so viel Potential für mich als Schreiberling- herrlich! Aber natürlich freut es mich auch sehr, dass
Amy als Charakter immer mehr Profil anzunehmen scheint- so war es ja auch gedacht ;-) Dass Amy eine gewisse Stärke innewohnt, wollte ich
langsam mal so nach und nach offenbahren...schön, wenn es einigermaßen geklappt hat (bei dir als Leser). Dass sie schon des Öfteren in ihrer Vergangenheit an Selbstmord gedacht hatte, habe ich versucht, immer mal wieder mit einem kurzen Satz oder ein paar Wörtern nur ab und zu in ihren Kapiteln einzustreuen...(kann aber sein, dass es doch zu wenige Anhaltspunkte diesbezüglich insgesamt betrachtet waren...*grübel* werde das selbst nochmal überprüfen bei Gelegenheit). Warum Amy meint wissen zu müssen, wer der Typ ist, der sie gleich wieder erheblichen Leides aussetzen wird, liegt paradoxerweise tatsächlich in ihrer schlimmen Vergangeheit begründet- sie hat es früher ja immer nur so durchgestanden nach dem Motto "Augen zu und durch!", und jetzt hat sie absurderweise das Gefühl hat, sich dem eben langsam mal stellen zu müssen, so gut (oder so schlecht) sie eben in der Lage dazu ist...um sich selbst hinterher nicht als kompletten Feigling betrachten zu müssen, was ihren Selbsthass nur noch mehr fördern würde. Dass das allerdings ein sehr zweitschneidiges Schwert ist, ist Amy auch klar. Aber sie hat die absolut absurde Hoffnung, es würde ihr es vielleicht wenigstens ansatzweise ein biscchen leichter machen, wenn sie in Dwight nicht das Monster (= Ihn/ Er) ihrer Vergangenheit erkennt...die Hoffnung stirbt ja bekanntermaßen immerr zuletzt.
Aber Dwigth wäre nicht DWIGHT, wenn er da nicht noch was in Petto hätte... Er hat es ja schon kurz und zart angedeutet: Dann wohl eben auf die harte Tour! Die hätte er zwar sich und nicht zuletzt auch Amy wirklich gerne erspart, aber Old Town ist eben nicht Kansas (kleiner Insider-
wird aber in Dwights nächstem Kapiel erklärt, versprochen! ;-))
Ach herrje- vielen Dank für die Hinweise auf meine kleinen aber bescheuerten Rechtschreibfehler und Co. Werde das gleich noch korrigeren im Anschluss...waaah! Da gebe ich mir so viel Mühe als Beta- Leserin und bin dann bei meinen eigenen Texten selbst so betriebsblind...(shame on me.)! Ansonsten freue ich mich wirklich wie Bolle, dass auch die letzten beiden Kapitel wieder dein Interesse an dieser Story halten konnten!!
Und ich bin wirklich auch ein Stück weit erleichtert, dass gerade die letzten Abschnitte in Dwights neustem Part troz etwas "lyrischeren" Vergleiche bezüglich Amy wohl doch immer noch soweit im Rahmen sind, dass sie weiterhin zu ihm passen! Das ist jedesmal eine kleine Gratwanderung für mich, weil ich mir doch ab und zu recht unsicher bin, ob diese oder jene Wortart wirklich noch zu Mr Coole Socke passen...umso schöner, wenn ich dann die Rückmeldung erhalte, dass dem anscheind so ist!
Ach, und ich finde es echt schön, dass dir auch das Video gefällt! Ich fand es damals so klasse und gelungen, dass ich es den Lesern dieser Story einfach nicht länger vorenthalten wollte!
Kurz zu den Pharisäern noch- sie entstamten einer (unter anderem) theologischen Schule der Antike, und ihnen wurde Scheinheiligkeit und
Heuchelei nur so vorgeworfen (u. A. deshalb, da sie höchst kleinlich Kritik übten, ohne den großen Zusammenhang einer Sache, Situation, ect....mit einzubeziehen)...und ich fand einfach, dass dieses Wort in Zusammenhang mit Dwights kurzfristigem Sinneswandel (Amy solle keinen
Alkohol mehr trinken) irgendwie recht passend war ;-) Und "Manier" ist eigentlich nur ein etwas anderes Wort für "Art".
Und nochmal- ich freue mich wirklich unglaublich über dein wie immer tolles und extrem motivierendes Feedback!
Da kann ich echt nur noch sagen:
Hoch die Tassen! :-)

LG,
Black dove
15.10.2012 | 19:23 Uhr
Hallo Black dove,

jetzt komme ich also doch mal dazu, dir mal wieder ein kleines Feedback zu hinterlassen...

Ich habe jetzt die letzten Kapitel gelesen, und der erste dominierende Eindruck, bzw erster Gedanke war nur: DWIGHT!
Ich meine, der Mann ist und bleibt wirklich der Hammer! (Kann mich da Moosmutzel nur anschließen.)
Man weiß echt nicht, ob man ihm um den Hals fallen oder ihm diesen lieber umdrehen möchte!
Wirklich genial, wie du den Charakter dieses Typen einfängst!
Seinen Humor, seinen Zynismus... An einigen Stellen musste ich echt laut loslachen - in dem aktuellen Kapitel war das die Stelle, in der er seine Beobachtungen über Amy und den Alkohol macht, er wieder einen seiner Sprüche los lässt ("Nur die harten kommen in den Garten") und dann, total trocken, hinzufügt: "Et cetera".
Oh Mann, was hab ich da losgeprustet! Einfach klasse.

Wobei die Situation ja wirklich alles andere als zum Lachen ist (auch hier Zustimmung an Moosmutzel). Aber auch ich kann mich Dwights absolut treffenden und zynischen Bemerkungen nicht entzhiehen... Und insgesamt ist die Situation ja wirklich so absurd, so aberwitzig, möchte ich fast sagen, dass man einfach nur lachen oder weinen kann (meiner Meinung nach)...
Und trotz allem Zynismus sieht Dwight selbst ja auch das absolut tragische, das hoffnungslose für Amy in dieser Situation - seine Beobachtungen gehen mir in diesem Zusamnenhang schon echt nahe (besonders das Bild von dem gebrochenen Vogel)...
Das macht ihn zu einem absolut komplexen Charakter, der er ja nun mal auch ist. Ob man ihn lieben oder hassen soll bleibt dennoch -oder grade deswegen ;-) - weitherin offen... ;-)

Allerdings frage ich mich (und damit weiter zum Inhaltlichen) wie das weitergehen wird zwischen den beiden...
Es ist ja mehr als offensichtlich, dass Amy total verängstigt ist (mehr kann ich zu ihr an dieser Stelle nicht sagen, du weißt ja, warum)...
Und Dwight merkt das ja auch... Will er das Ding echt durchziehen?
Unglaublich, was Gail da von ihm - und vor allem von ihr(!)- verlangt...

Apropos Gail! Auch hier ergeht es mir wie Moosmutzel - ich kann die Frau nicht leiden...
Sie ist und bleibt zwar immer noch die Killeramazone mit ihren ganz eigenen Moralvorstellungen, aber diese sind doch mehr als... fragwürdig?
Ich weiß es nicht, andererseits ist ihre Einstellung in einer Stadt wie Sin City, und insbesondere Old Town, wohl wirklich einfach nur realistisch... Oh Gott.
Ich würde da nicht leben wollen. Arme Amy.
Bin wirklich sehr gespannt, wie sie UND Dwight aus dieser Sache wieder rauskommen werden...OB sie das überhaupt werden.. Ich hab da wirklich keine Idee, wie das gehen soll. Irgendwie scheint die ganze Situation aussichtslos... Und im Moment sieht es ja danach aus, als würde Dwihgt das Ding durchziehen...
Ich bin wirklich gespannt!

LG

Antwort von Black dove am 17.10.2012 | 19:02 Uhr
Hallo erdbeerkaktus,

vielen lieben Dank für dein tolles Review!
Habe mich sehr darüber gefreut, mal wieder etwas von dir zu hören! Und noch mehr freut es mich zu erfahren, dass du bei der Story wohl tatsächlich mit am Ball geblieben bist! :-) Und natürlich geht es einem runter wie Öl, wenn man erfährt, dass einem der Lieblings- Charakter
wohl weiterhin IC geglückt ist! Vielen Dank also auch nochmal bezüglich deines Komplimentes ihn betreffend!
Dwight ist als Charakter einfach wirklich nur der absolute Hammer, er bietet dank seiner so widersprüchlichen,brutal ehrlichen Art und seines absolutem Zynismus so viel Potential, dass man da als Schreibender nur so aus den vollen schöpfen kann- zumindest geht es mir so!
Es sind schon jetzt viel mehr Kapitel, als geplant war, vorhanden und auch noch in Arbeit, aber mit dem Typ wird einem einfach nie langweilig! ;-)
Ja, das Amy völlig verängstigt ist, hast du ziemlich richtig erkannt- aber auch in ihrem Charakter steckt noch zumindest
die eine oder andere Überraschung, was bald in den nächsten Kapiteln (all zu viele sind es nicht mehr)zum Tragen kommen wird.
Wobei ich damit schon bei dem Inhaltlichem angelangt wäre und der Frage, wie es jetzt wohl weiter gehen könnte mit den Beiden-
Ich möchte hier jetzt nicht meine eigene Story zu sehr spoilern (wäre ja auch vielleicht ein bisschen langweilig, wenn die Spannung weg fallen würde) aber soviel sei hier schon mal gesagt: Dwight wäre nicht Dwight, wenn er sich auch aus so einer offensichtlich festgefahrenen Situation nicht wieder heraus winden könnte- auf seine Art aber, sei hier nochmals betont! Und dass die nicht immer so schön smooth und Gentlemen-like ist, kann sich jeder bestimmt sehr gut vorstellen, der diesen Charakter auch nur ansatzweise kennt, gehe ich mal einfach jetzt von aus. Also hoffe ich, dass es spannend bleibt!
Und ich freue mich wirklich sehr, dass du die Story weiter verfolgt hast in der letzten Zeit und natürlich hoffe ich, dass das auch so bleibt bis
zum Ende dieser Geschichte! Und nochmals- ein ganz großes und dickes DANKE für dein tolles Feedback!

LG,
Black dove
09.10.2012 | 10:21 Uhr
Hallo Black dove,
ah, endlich geht es weiter! :-)
… und gleich so traurig und emotional ...
… die Gedanken von Amy sind echt heftig … wie du ihre Gefühle bildlich erfasst und beschrieben hast, das geht sehr nah. Ich hätte nicht gedacht, mit wie vielen Worten man ein Gefühl wie die Angst beschreiben kann. Und man möchte Amy tatsächlich erlösen, von dem langsamen Sterben und ihr einen schnellen, sanften Tod wünschen. Armes Ding. Aber der Überlebenswille ist eben nicht so schnell auszuschalten, ebenso wie die Instinkte.... Und ich mag ihre Oma, die wenigen Zeilen haben dennoch ein starkes, sanftes Bild von ihr vermittelt - und weil doch immer etwas dahinter steckt, wenn Großeltern etwas sagen, so hoffe ich, dass sich für Amy das Überleben irgendwann einmal, wenigstens für einen kleinen, bunten Augenblick, doch gelohnt haben wird … (?) ich weiß, die Chancen tendieren gegen Null :-( Manchmal bin ich leider honffnungslos optimistisch.
Ich empfand auch die Zerissenheit von Amy nachvollziehbar – einerseits diese unglaubliche Angst, vor dem was unausweichlich kommen wird, und andererseits zugleich die Wut auf sich selbst, dass sie sich und ihre Angst so vor dem anderen bloß legt und dabei womöglich wie eine Witzfigur erscheinen mag … Dwights Beschreibung von ihr, sie sei wie ein junger Vogel, der für immer aus dem Nest gefallen und auf den Beton geklatscht ist, die fand ich als unglaublich treffend, ein seltsam schönes, trauriges Bild.
Als Dwight mit seinen Händen die Geste macht, dass er ihr nichts tun wird – das war, fand ich, eine starke Szene. Es ist zwar nur eine Geste, aber sie hat etwas sehr intensives, in diesem Moment.
Ha, und dann sein „Okay“ und das Räuspern, da hörte ich seine Stimme wieder in meinem Ohr, ganz der ruhige, leise, ernste Diplomat, der eine Situation so schnell und locker wie möglich klären will – und wird. Und dann musste ich wirklich lachen: „Wir sitzen unsere Zeit einfach ab … oder wir machen was draus.“ Das ist so typisch Dwight, herrlich. Wobei er mit „wir machen was draus“ so richtig schön doppeldeutig geblieben ist. Allerdings konnte ich mir nicht vorstellen, dass sie die Zeit tatsächlich gemütlich absitzen werden … und so war es dann ja auch.

Dwights Kapitel ist dieses Mal tatsächlich der Brüller. Ich musste so oft lachen, und hab mich dabei doch irgendwie geschämt, weil die Situation ja alles andere als zum Lachen ist :-( … aber Dwight und seine Sprüche, die sind einfach so treffend und teilweise dermaßen zum Schießen, weil nahezu triefend vor Ironie und Zynismus – das machst du so klasse! Ich kann mich da nur wiederholen.
Ich sage nur:
„Wettbewerb des beliebtesten Bürgers“ - im Übrigen hätte Dwight große Chancen zum Sprücheklopfer des Jahres
„Hoch die Tassen“
„aus der Übung, was leere Worthülsen betrifft“
„traurige Premiere“ … u.s.w.
Auch seine Beobachtungen, und er beobachtet ja wirklich immer sehr genau und präzise – auch so eine Eigenart von ihm, und seine Schlussfolgerungen daraus sind wieder erstaunlich exakt.
Mit „Er weiß Es.“, damit meinte Amy wohl ihre Vergangenheit hinsichtlich ihres verdammten Grandpas, nicht?

Dieses Mal fiel mir positiv auf, wie sehr sich der Stil von Amy und Dwight voneinander unterscheidet, das war ein richtiger Bruch, und man hätte sofort erkannt, wer da gerade spricht, auch wenn nicht „Amy“ oder „Dwight“ über dem Kapitel gestanden hätte :-) – (das war zwar vorher auch schon ähnlich, aber, wie ich fand, noch nicht so absolut auffällig und dermaßen differenziert; du kommst also gerade richtig schön in Fahrt, stelle ich fest ...)


---
Nur noch eine formale Sache; bei Amy: „Am Ende bin ich doch wieder gelandet, wovor ich weg gelaufen bin“ → fehlt da nicht ein „dort“ oder so etwas? (der letzte größere Abschnitt vor der „Oma-Rückblende“)

Ja, dann bin ich jetzt gespannt, wie es weiter geht, und ich hoffe sehr, Amy schafft das irgendwie ... und da sie ja nun richtig verstanden hat, was Dwight mit den Entscheidungsrechten meinte, kann sie vielleicht die Situation noch irgendwie zurecht biegen … (?) ich halte sie für sehr stark, auch wenn sie selbst sich so schwach ansieht – sonst wäre sie nicht so weit gekommen …

Ich freu mich auf die nächsten Kapitel,...
Hoch die Tassen.

Antwort von Black dove am 11.10.2012 | 14:30 Uhr
Hallo Moosmutzel10,

vielen lieben Dank für dein erneutes, tolles und ausführliches Feedback, habe mich wahnsinnig darüber gefreut! Mensch, das ging echt schnell!
Endlich komme ich mal dazu, dir auch zu antworten :-) Es freut mich ungemein, dass ich Dwight und seine Art weiterhin so gut zu treffen scheine- aber im Moment macht es mir einfach auch wirklich einen Riesen- Spaß, seine Parts zu schreiben...als ich die Story zu dieser Geschichte angefangen habe, hatte ich gerade alle Comicbände von Sin City in einem Rutsch verschlungen und dann gleich nochmal den Film rausgekramt und wieder geschaut- also hatte ich bzw habe ich Dwights Simme gut im Ohr gehabt- immer noch ;-) Schön auch, dass dir aufgefallen ist, dass Dwight ein recht guter Beobachter ist- er war ja mal früher Fotograf (zumindest laut den Comics) und wohl ziemlich gut in seinem Job, vor seinem Absturz mit Ava...(aber ich glaube, dass mit seiner Ex- Frau wurde auch nur in den Comics erwähnt, und nicht im Film, wenn ich mich jetzt richtig erinnere ...) Jedenfalls habe ich mir gedacht, dass es zumindest nicht ganz untypsich ist, wenn dieser Typ auch mal ein biscchen "ausführlicher" beschreibt- wobei bei Dwigth ausführlich noch immer recht kurz ist...Auch freut es mich, dass du die Beschreibung von ihm hinsichtlich Amy als jungen, auf Beton geklatschten Vogel deiner Meinung nach noch zu Dwight passt- war mir da am Anfang etwas unsicher...bei dem Typ sollte man ja nicht all zu lyrisch werden...aber wie gesagt, momentan liebe ich es einfach, seine Parts zu schreiben!
Ja, Amy ist schon ein ziemlich gebeutelter Charakter. Aber auch in ihrem Leben gab es ein, zwei vereinzelte, kurze Lichtblicke, sonst wäre sie wohl schon wirklich nicht mehr hier, am Leben...werde diese auch andeuten in den kommenden Kapiteln, sofern es passt. Ich bin erleichtert darüber, dass du als Leser Amys innere Zerissenheit als nachvollziehbar empfinden konntest- mir war und ist es sehr wichtig, dass auch ihr Charakter glaubwürdig erscheint und bleibt ...schön, dass du ihre Oma magst- dass hat mich irgendwie echt gefreut, als ich das gelesen habe...
Ansonsten hast du vollkommen recht, Dwight ist DER Sprücheklopfer des Jahres, ach was, des ganzen Jahrzehnts! ;-) Übrigens bin ich wirklich froh, dass du bei seinem (letzten hochgeladenem Kapitel) auch mal lachen konntest öfters- so ging es mir vor allem während ich die
Comics geleseh hatte- eigentlich sind die Situationen wirlklich nicht lustig, andererseits tireft alles so vor passendem, beißendem Zynismus, dass man gar nicht anders konnte, als irgendwie drüber zu lachen...bin gerade sehr happy, dass das letzte Kapitel von Dwight eine ähnliche Wirkung auf dich hatte...also, nicht schämen! Das war von mir als Autor so beabsichtigt! ;-)
Und ja, Amy hat richitg bemerkt, dass Dwight über ihre schlimme Verganenheit Bescheid weiß (wenn er das auch von Gail hat...)
Vielen Dank auch für den formalen Hinweis, habe es schon im Text korrigiert!
Und es ist ein wirklich großes Kompliment für mich, wenn du sagst, dass die Beiden mitlerweile wirklich total unterschiedlich in ihren einzelnen
Kapiteln rüberkommen und man nicht mehr den Namen über den letzten beiden hochgeldadenen Kapiteln lesen muss, um zu wissen, wer da
gerade "spricht"! Mehr kann ich mir gar nicht wünschen!
In den kommenden Kapiteln (es sind nicht mehr allzu viele) wird man schon merken, ob Amy Dwight wirklich richtig verstanden hat bezüglich ihrer Entscheidungsrechte in Old Town, und was sie daraus macht...es bleibt also noch ein biscchen spannend- zumindest hoffe ich das doch! ;-)
Dann nochmal ein herzliches DANKE für dein ausfürhliches, unermüdliches und immer wieder unglaublich motivierendes Feedback!

LG,
Black dove
01.10.2012 | 16:03 Uhr
Hallo Black dove,

allmählich bekomme ich nun auch von Amy ein optisches Bild - und ich kann es Dwight absolut nachempfinden, dass schwarze Haare und eindringlich blaue Augen eine recht umwerfende Kombination sein können... ich finde es gut, dass du Amy bewusst nach und nach dem Leser näher bringst und auch ihre Vergangenheit nur stückchenweise einstreust; das entfernt nicht aus dem aktuellen Geschehen und informiert dennoch eindrucksvoll - das arme Mädchen; ich bin gespannt, was sich aus ihrer Vergangenheit noch weiter auftut; sie muss viel gelitten haben um am Ende dort zu sein wo sie jetzt ist. Aber vielleicht gab es ja doch noch irgendwie einen kleinen hellen Tupfer in ihrem Leben? Ich würde es ihr sehr gönnen, sie muss ja auch wenigstens IRGENDETWAS Gutes erfahren haben? Dass du bei Amys Rückblick von den Sätzen her ausführlicher geworden bist stört den Lesefluss in keiner Weise, im Gegenteil, es ist hier sogar notwendig, finde ich. (momentan bin ich mir selbst nicht sicher, ob es besser wäre bei den Rückblicken aus einer allwissenden Perspektive zu erzählen - aber vermutlich würde das dann den Bruch ergeben, den du momentan durch Amys konsequente Ich-Perspektive vermeidest...)
Und allein in die Vorstellung in einem Raum ohne Fenster zu sein und warten zu müssen ist schon sehr beklemmend , dies allerdings in der Erwartung auf jemanden wie Dwight tun zu müssen ist noch furchtbarer - da ich mir aber noch immer sehr sicher bin, dass Dwight - die coole Socke - sich irgendwie aus der Situation heraus winden wird, ohne es zum Äußersten kommen lassen zu müssen, bin ich für Amy doch recht zuversichlich... Ich fand es irgendwie nett und auch absolut korrekt, dass Dwight alles tut, um Amy zu beruhigen (ja, auch wenn das ein guter Witz ist!), und sich erstmal ganz besonnen nach ihrem Alter erkundigt (es macht ihn gleich etwas sympathischer)... das mag zwar einerseits erstmal plump erscheinen, andererseits muss ja irgendwie der Anfang gemacht werden - und sich ewig anschweigen können die beiden ja nicht. Und Dwight ganz offensichtlich derjenige, der die Situation kontrolliert - kontrollieren muss.

Dwight ist und bleibt der Hammer ... du triffst ihn so unglaublich gut, und die trockenen Feststellungen seinerseits treffen immer wieder ins Schwarze: klar, dass sich die meisten - naturgemäß - für das interessieren, was auf dem Bett liegt; oder dass Amy aus mangelnder Motivation wohl eher nicht überzeugend die Karriere als Nutte einschlagen wird - gelinde formuliert ... Bei solchen Sätzen hab ich einmal mehr Dwights Stimme im Ohr. Oh Mann, das ist ein Typ, man weiß nicht ob man ihn jetzt verteufeln oder mögen soll (Gail wird ein Lied davon singen können, vermute ich) - und da hat er also tatsächlich eine Waffe aus dem Handschuhfach mit genommen, oder war das der Flachmann?

--

nur eine rein formale Anmerkung: manchmal springen die Umbrüche in dem Fließtext, sodass der Satz ab der Mitte der Zeile plötzlich weg bricht und auf der nächsten Zeile erst beendet wird. Das lässt den Leser manches Mal doch stolpern ...

--

so, dann warte ich noch immer gespannt auf die "Showtime" ;-) und freu mich überhaupt über jede weitere Zeile und Gedanken der beiden - mögen sie absurd, traurig oder einfach nur treffend sein...

Antwort von Black dove am 01.10.2012 | 20:48 Uhr
Hallo Moosmutzel10,

Oh Mann, du kannst dir gar nicht vorstellen, was du mir gerade für eine Freude gemacht hast mit deinem tollen und ausführlichem Feeback!
Mir fehlen gerade echt ein bisschen die Worte im Moment...
Vielen, vielen Dank für dein Review!
Wirklich, ich kann gar nicht sagen, wie sehr du mich mit deinen Worten und deiner ehrlichen Meinung motivierst!
Es tut so gut zu lesen, dass gerade Dwight immer noch so authentisch wie möglich rüber kommt in dieser Story, und dass mir das scheinbar
auch im letzten hochgeladenem Kapitel wieder geglückt ist. Es ist und bleibt mir sehr wichtig, dass dieser Typ- die coole Socke, um dich mal so treffend zu zitieren ;-) - weiterhin IC bleibt. Mehr kann ich mir wirklich nicht wünschen, was das betrifft. Du hast mich gerade sehr glücklich mit deiner Einschätzung diesbezüglich gemacht wie überhaupt mit deinem unermüdlichem Feedback! DANKE!
Und auch bin ich froh zu lesen, dass dieser doch etwas längerer Rückblick aus Amys Vergangenheit nicht den von mir befürchteten Stilbruch
eingeleitet hat... Eine Weile war ich mir nämlich selbst nicht so sicher, ob das so in der Ich- Perspektive beibehalten werden kann...aber, es werden, wie du schon ganz richitg erkannt hast, immer nur ein paar Details eingestreut werden, damit es nicht zu sehr von der Haupthandlung zwischen Dwight und Amy ablenkt. Aber selbst in Amys Leben gab es den einen oder anderen Lichtblick (auch wenn wahrhaftig nicht viele,
doch das wird wie gesagt alles erst nach und nach offen geleg- von daher bitte ich um noch ein bisschen Geduld).
Ach herrje- dass mit dem Umbrüchen im Fließtext habe ich gerade beim Überfliegen selbst nochmal gesehen- ich habe derzeit wirklich Probleme, wenn ich etwas Neues hier hochladen oder etwas schon Bestehendes editieren will, dass mir nicht der vollständige Text bzw zwar der vollständige Text, aber mit Unmengen an kryptischen Zeichen(???) zusätzlich angezeigt wird, wo dann kein Anfang und kein Ende mehr ersichtlich ist in dem Wust aus Buchstaben- und Zeichensalat...ich habe den dringenden Eindruck, dass da was mit meinen Scripten hier nicht stimmt- ich werde versuchen, dass auf alle Fälle zu beheben, denn du hast Recht, diese abrupten Satzunterbrechungen sind echt nicht schön...
Ansonsten bleibt mir nur zu sagen, dass es mich freut, wenn ich die Spannung noch etwas weiter aufrecht erhalten konnte bezüglich der Showtime ;-)...und ja, ich gebe dir Recht- man weiß wirklich nicht, ob man Dwight nun lieben oder hassen soll...vermutlich passt Beides- was den Charkater ja gerade so interessant macht- zumindest für mich ;-)
Un ob es jetzt der Flachmann oder die Pistole war, den/die Dwight noch so schnell aus seinem Wagen geholt hat, lass ich jetzt mal dahingestellt...auf jeden Fall ist er jetzt mehr als bestens vorbereitet- Kippen, Knarre, Alkohol...willkommen in Sin City!
DANKE für dein unermüdliches Feedback und dein ehrliches Interesse an dieser Story.

LG,
Black dove
24.09.2012 | 14:04 Uhr
Hey!
Habe deine Geschichte vor einer Woche oder so entdeckt und melde mich hier jetzt auch mal zu Wort. Erst mal vorweg: ganz ganz großes Kompliment für deinen Schreibstil! Wie schon in einem anderen Review zu dieser Geschichte erwähnt hört man förmlich Dwights Stimme während man sie liest.. Die Wortwahl und die Art wie du die Gedankengänge beschreibst treffen genau ins Schwarze.. Auch die Handlung gefällt mir gut. Alles in allem: tolle Fanfiktion :)

Lg Olive

Antwort von Black dove am 25.09.2012 | 19:54 Uhr
Hallo Olive,

vielen lieben Dank für dein Review!
Es freut mich zu sehen, dass diese Geschichte entgegen meiner Bedenken doch noch ein paar Leser hier gefunden hat, die Sin City
kennen und auch mögen- zumindes hoffe ich das doch stark! ;-)
Ich liebe die Comics, wie auch den wirklich meiner Meinung nach brilliant umgesetzten Film, und es freut mich ungemein, dass ich den Stil von Dwight so gut zu treffen scheine. Wie schon in einer der Review- Antworten weiter unten erwähnt, war und ist diese Art zu Schreiben ein Experiment für mich und ich versuche dabei ganz bewusst, Dwights Stil der kurzen, knappen Sätze aus den Comics wie auch die Stimme aus dem Off beizubehalten und bin wirklich happy, wenn ich vom Leser- in dem Fall, dir- die Rückmeldung erhalte, dass das auch anscheind mehr oder weniger geglückt ist! :-) Vielen Dank also für das Kompliment bezüglich meines Schreibstils! Auch freut es mich natürlich, dass dir die Handlung zusagt.
Bleibt mir nur noch zu sagen, dass es mich sehr freuen würde, wenn du als Leser dieser Story weiterhin mit am Ball bleiben würdest...!

LG,
Black dove
21.09.2012 | 14:13 Uhr
Showtime!
Was für eine Schlußzeile.

Hallo Blach dove,
es ist bemerkenswert, mit wie wenigen und absolut treffenden Worten Dwight seine Situation, seine Gedanken und somit seinen Charakter beschreibt und uns Lesern mitteilt. Herrlich. Der Typ ist seltsam furchtbar und faszinierend zugleich.
Ich denke, es ist nicht einfach, die beiden Charaktere Amy und Dwight so kurz und knapp immer wieder auf den Punkt zu bringen. Das erstaunt mich immer wieder, du machst das prima ... Bisweilen hab ich bei den letzten beiden Kapiteln ein bisschen die Details vermisst - es kam mir (zunächst) alles doch sehr knapp gefasst vor, und war irgendwie nicht ganz so athmosphärisch wie die voran gegangenen Kapitel. Dann hab ich mir die bisherige Geschichte nochmal im Ganzen durchgelesen und fand, dass ich falsch lag: die Athmosphäre hast du zuvor hinreichend erfasst, und die Knappheit der letzten Kapiteln tat den Charakteren sogar gut, weil man absolut auf sie und ihre Gedanken fixiert wurde. Wenn sich dann die Orte ändern oder andere Figuren hinzu kommen, dann kannst / solltest du (meiner Meinung nach) wieder "athmosphärischer" und weit schweifender werden.
Amy und ihr Gefühlschaos, nachdem Dwight so plötzlich gegangen ist, waren irgendwie ergreifend. Das arme Ding - wo doch sowohl der Leser als auch Amy selbst wissen, dass alles beten und hoffen nicht helfen wird. Nichts ist schlimmer, als auf das Unvermeidliche nur warten zu können, ohne eine Chance dagegen zu haben ... und je länger sich das Unvermeidlich hinaus zieht, umso heftiger. Ich hoffe sehr, die "Showtime" wird irgendwie erträglich werden - wobei ich keine Ahnung habe, wie das gehen soll. :-( (es sei denn die gute Amy, ist nicht mehr dort, wo sie sein sollte; die angelehnte Tür hat mich hoffen lassen ... und zugleich fand ich das grausam, dass Amy die Auseinandersetzung zwischen Gail und Dwight offenbar halb mit bekommen hat - zu hören, wie über sie als Person auf diese Weise "verhandelt" und bestimmt wird, muss wahnsinnig erniedrigend sein; aber vermutlich hat sie schon viel mehr solcher Erniedrigungen erdulden müssen. Allerdings kann ich derzeit noch kaum einschätzen, wie wehrhaft Amy sein kann, wenn sie muss ...
Zumal ich gespannt bin, was Dwight da aus dem Handschuhfach geholt und mit hinauf genommen hat (normalerweise kann es ja kaum etwas anderes als eine Schusswaffe sein, aber ich glaube, das ist es dieses Mal nicht?) ...

noch eine winzige Kleinigkeit - ich weiß selbst nicht, weshalb ich darüber "gestolpert" bin: Dwight sagt, dass die Tür einen Spalt offen steht und nicht zu gemacht ist. Dieses "zu gemacht" würde ich entweder durch "geschlossen" ersetzen oder gleich ganz weg lassen. Irgendwie passt zumindest diese Ausdrucksweise nicht ganz so zu Dwight (wie gesagt, das war mein erster Eindruck und ist lediglich meine Meinung :-) bitte nicht übel nehmen, aber das tust du sicher nicht, hoffe ich ...).

Dann bin ich wahnsinnig gespannt auf die "Showtime"
und ich freu mich auf weitere Zeilen und Gedanken von Amy und Dwight und womöglich noch anderen (?)...

Lg

Antwort von Black dove am 25.09.2012 | 19:35 Uhr
Hallo Moosmutzel10,

vielen lieben Dank für dein ausführliches, tolles und kritisches Review und für deine ehrliche Meinung!
Habe mich wie immmer sehr darüber gefreut und es ist mir wirklich wichtig, wie du -als Leser- die Story wahrnimmst. Ja, die beiden letzten Kapitel sind tatsächlich ganz bewusst kürzer gehalten worden, weil ich irgendwie das Bedürfniss hatte, "nur" auf die Stimmung der Beiden nochmal unmittelbar und näher einzugehen, bevor sie dann richtig "aufeinander treffen" (was Dwight für sich eben Showdown nennt ;-) - wobei, bitte jetzt nicht zu viel oder alles auf einmal erwarten, die Geschichte ist doch länger geworden, als ich ursprünglich geplant hatte- soll heißen: es werden noch ein paar Kapietel folgen, bis zum (bitteren?) Ende...)
Und du hast Recht- die doch etwas holprige Formulierung bei Dwight in Bezug auf die nicht geschlossene Tür hat mich eben beim Nachlesen
selbst drüber stolpern lassen irgendwie- das wird nochmal editiert, ganz klar.
Ansonsten kann ich mich nur wiederholen, ich freue mich wirklich wahnsinnig, dich als Leser für diese Story gewonnen zu haben und wünsche dir viel Spaß bei den weiteren, folgenden Kapitel, die da noch kommen werden...
es sind auch definitv wieder längere mit dabei, auch mit dem hoffentlich doch vorhandenem einem oder anderem Farbkleckser...;-)
und nochmal- DANKE für dein unermüdliches Feedback!

LG,
Black dove
07.09.2012 | 17:26 Uhr
Hallo Black dove,
ich hoffe, es ist ein Kompliment, wenn ich sage, dass ich nach wie vor Dwights Stimme im Kopf hab, wenn ich deine/seine Zeilen lese... :-) da du ja befürchtet hast, Dwights Stil würde durch längere Gedankengänge durchbrochen werden, kann ich dich beruhigen. Selbst wenn er neben den Hauptsätzen auch noch in einigen Nebensätzen denken würde, wäre das nicht schlimm. Im Gegenteil, solange er dadurch weiter seine typischen, festen Standpunkte äußert kann diesen Typen nichts entstellen - es sei denn Gail rutscht doch nochmal die Hand aus ;-)
Du schreibst sehr nüchtern, schmückst nur das aus, was auch für die Atmosphäre wichtig ist (eben wie die Farbakzente in dem Film), das lässt viel eigenen Raum und bietet doch einen gelungenen Leitfaden. Ein schöner, seltener Stil.
Wirklich, bei den letzten beiden Kapiteln lief das Kopfkino ohne Störungen und Tonausfällen in meinen Kopf weiter ab. Das ist und bleibt ein spannender, atmosphärischer Film, denn du da gerade schaffst ... und ich sehe beim Lesen auch alle Bilder schwarzweiß, mit einigen flächigen (Farb)Akzenten. Das gelingt dir wirklich sehr gut.

Amy scheint interessant zu sein / zu werden, ihr Charakter wirft viele Fragen auf, und das finde ich klasse. Die angedeutete Hintergrundgeschichte von Amy ist sehr traurig (Schritte zu hören, ohne den Menschen dazu zu sehen, Schritte zu hören, und den Menschen daran zu erkennen, die Gewissheit zu haben, diesen Schritten nicht zu entkommen - das macht schon Angst; dieses Bild hast du gut eingefangen und es erzeugt eine bedrückende, angespannte Stimmung), und dennoch wäre es wohl eher ungewöhnlich, wenn es dort in dem Viertel ein Mädchen gebe, welches eine andere Geschichte von sich erzählen kann (?). Mir gefällt es, dass du Amys Charakter llangsam aufbaust, keiner Chronologie folgend (Kindheit, Jugend, Erwachsen), sondern der Situation entsprechend. Andere Dinge aus ihrem Leben wird man sicher nach und nach erfahren - eben, wie es sich ergibt. Man leidet mit ihr mit - und ich kann mir absolut nicht vorstellen, dass Dwight ihr Trauma, ihre Angst auch nur im Entferntesten etwas abmildern kann. Amys Erfahrungen haben sie geprägt, leider, und ich bin gespannt, wie sie auf Dwight reagiert - Hysterie wäre sicherlich ein verständlicher Anfang o.O Es ist vielleicht eine heftige Frage: Hat sie denn jemals Selbstmord in Erwägung gezogen? Warum will sie überleben, an einem Ort, wo doch absolut nichts besser werden kann? Gibt es eine kleine Hoffnung, dort irgendwie heraus zu kommen? Ich würde es ihr sehr wünschen ...

Und: Gail ist wie im Film, ich mag sie nicht sonderlich (du hast sie also gut getroffen ;-)) man hat ständig das Gefühl sie kann nicht mit Dwight, aber ohne ihn erst Recht nicht. Da werden sicherlich noch ne Menge Fetzen fliegen. ... (im Übrigen fand ich die Formulierung des "persönlichen Hirsohima" für Dwight recht treffend, auch wenn ich bei "Hiroshima" und solchen Sachen doch etwas Bauchweh bekomme ... in Sin City passen solche Vergleiche auch zu den Menschen, die dort leben - das ist jetzt nicht abwertend gemeint).

... ich bin sehr gespannt wie es weiter geht, freu mich auf die nächsten Zeilen / Gedanken / Nebensätze / Farbtupfer ... :-)

DANKE

Antwort von Black dove am 08.09.2012 | 12:28 Uhr
Hallo Moosmutzel10,

vielen lieben Dank für dein tolles und ausführliches Review!
Habe mich sehr darüber gefreut! Ich bin wirklich froh und auch wahnsinnig erleichtert darüber, dass die doch im Schnitt deutlich längeren Sätze im dritten Kapitel (als noch im ersten Kapitel) Dwights Gedankengänge deiner Meinung nach nicht unterbrechen. Das war mir sehr wichtig- dass
Dwight immer noch so wie im Film als auch im Comic rüber kommt, also IC bleibt. Und es ist ein RIESEN-Kompliment für mich, wenn du beim
Lesen weiterhin seine Stimme im Kopf hast! Mehr kann ich mir gar nicht wünschen! Danke auch für das tolle Kompliment bezüglich meines Schreibstils- wie gesagt, habe ich mich beim Schreiben dieser Story sehr an den kurzen Sätzen im Comic und auch an die Stimmen aus dem Off im Film orientiert, und bin froh, dass mir dieser Methode anscheinend die typische Sin Citty- Athmosphäre rüberzubringen doch geglückt ist!
Auch freut es mich sehr, dass Amy dein Interesse als Leser geweckt hat. Ja, von ihr wird man nach und nach noch einiges erfahren, aber mit
Sicherheit nicht alles- dazu würde die Story dann doch zu lange werden...ursprünglich sollte das nur eine Kurzgeschichte werden, aber dafür ist sie jetzt schon zu lang, wenn man das Material bedenkt, dass schon auf meinem Rechner dazu schlummert.;-)
Und deine Frage bezüglich Amy ist völlig gerechtfertigt- natürlich hat sie auch schon an Selbstmord gedacht- habe auch versucht, das kurz anzudeuten im zweiten Kapitel an der Stelle, wo sie beschreibt, dass sie sich für das Gehen entscheiden wollte- das Gehen ist in diesem Zusammenhang sehr weit zu interpretiern...aber dieser Art von symbolischem Hinweis war dann in diesem Zusammenhang wohl leider doch ein wenig zu vage....werde darauf achten, diesen Aspekt in ihrem Charakter nochmal etwas deutlicher hervorzuheben, sofern es passt. Ansonsten habe ich auch schon festgestellt, dass ich in dieser Story sehr krasse, extreme Vergleiche anstelle und gebrauche für
die Protagonisten...mal schauen, ob ich das in Zukunft etwas abmildern werde...
Ansonsten bleibt mir nur zu sagen, dass ich wirklich sehr froh darüber bin, dich als Leser für diese Story gewonnen zu haben!!
Und nochmal- DANKE für dein Review!

LG,
Black dove
28.02.2015 | 13:21 Uhr
Wow. Ich bin echt ... baff. Kann mich den vorigen Reviews nur anschließen und deinen Schreibstil loben, was das Zeug hält. Spätestens bei dem Satz "All meine Kräfte schmelzen wie Eiswasser im März unaufhaltsam aus meinem Körper, während der Selbsthass sich mit schwindelerregender Geschwindigkeit ein rohes Loch durch meine Eingeweide frisst." war ich über alle Maßen begeistert. Ich hab die Kapitel aus Dwights Sicht sozusagen mit seiner Stimme in meinem Kopf gelesen! :D Du hast den Sin City-Stil echt perfekt getroffen. Respekt!
Also: einfach wunderbar. Ich bin hin und weg. Weiter so! :)
LM

Antwort von Black dove am 04.03.2015 | 17:33 Uhr
Hallo LucyMalfoy,

wow, vielen lieben Dank für dein tolles Review und vor allem auch ein dickes Sorry, dass ich erst jetzt darauf antworte, aber das liebe Real Life hat es zurzeit echt in sich...*hust*
Ich bin wirklich immer wieder positiv überrascht, wenn sich mal jemand hier in dieser Sparte Kinofilme "verirrt", ist ja schließlich nicht das Mega- Fandom auf dieser Seite ;-)
Danke für dein Kompliment, besonders, was Dwight betrifft- ich liebe diesen Charakater heiß und innig, in den Comics wie in den Filmen (wobei auch ich leider zugeben muss, dass
mir der erste Sin City deutlich besser als der Nachfolger gefällt, inclusive Dwights Besetzung) und bin immer wieder froh zu hören bzw. zu lesen, dass ich ihn als Charakter im Großen
und Ganzen richtig getroffen habe. :-)
Jaah, (Vorsicht, es folgt schamlose Eigenwerbung) eine Fortsetzung dieser Story ist in Arbeit (auch wenn es mal so gar nicht danach aussieht im Moment), und wenn Zeit und Lust
vorhanden sein sollten, würde ich mich sehr freuen, wenn du auch da mal reinschaust ;-)

LG,
Black dove
03.10.2013 | 11:16 Uhr
...so, muss erst mal tief luft holen ;-) die intensität deiner sprache hat etwas überwältigendes... tolle story, richtig gut geschrieben und in-character... sehr packend (habe die ganze zeit überlegt: wird er wohl...?) und atmosphärisch dicht, produziert die richtigen düsteren bilder...
wow.

Antwort von Black dove am 03.10.2013 | 21:26 Uhr
Hallo,

wow, habe ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, dass meine erste und älteste Story hier überhaupt nochmal gelesen werden würde- und das auch noch ganz und am Stück, wenn ich das jetzt richtig interpretiert habe...;-)
Vielen lieben Dank für deine Rückmeldung und besonders für das Lob bezüglich meiner Sprache!
Habe versucht, mich ganz bewusst an den kurzen, knappen Sätzen in den Comics zu orientieren, welche ja auch im Film ganz wunderbar funktioniert haben (zumindest meiner Meinung nach).
Eine indirekte Fortsetzung zu dieser Story hier ist in Arbeit, auch wenn es gerade ein bisschen stagniert...*flöt*
Falls also Zeit, Lust und Interesse bei dir bestehen sollten, würde es mich sehr freuen, wenn du auch da mal vorbeischaust...;-)

LG
27.08.2012 | 19:42 Uhr
Hallo Balck dove,
oh Mann, das ist richtig gut, ganz ehrlich! :-)
erdbeerkaktus war mal wieder schneller, und hat meine Meinung zu deinem Text auf den Punkt gebracht. Da fällt mir kaum mehr dazu ein...
Ich habe lediglich den Film als Vergleich, und ich muss sagen, dass nach den ersten Worten der Film erneut eingelegt war und vor meinem geistigen Auge ablief. Du hast sowohl Dwight und seine Art richtig richtig gut getroffen (ich hatte seine Stimme im Ohr), als auch die Atmosphäre von Old Town mit den knappen Beschreibungen toll eingefangen (du vermagst es wirklich so zu beschreiben, dass man sofort ein Bild im Kopf hat; und du beschreibst an den richtigen Stellen, das ist, glaube ich, auch nicht so einfach - was bedeutet eigentlich lobotomiert?). Sehr schön fand ich auch, dass du Jackie-Boy nicht vergessen hast - ich vermute, er wird Dwight noch einige "gute Ratschläge" geben; so eine Unterhaltung mit einem toten Kopf auf dem Beifahrersitz muss ja irgendeine Bedeutung haben.
Deine Wortwahl passt absolut zu Dwight, zumindest wie ich das einschätzen kann: er klingt recht abgeklärt, nüchtern, unverfroren, selbstsicher, kann Situationen treffend einschätzen (auch wenn's schlecht für ihn ist), ist charakterstark (wenn er etwas für falsch hält, dann macht er es nicht - es sei denn, Gail ist da anderer Meinung; die Beziehung der beiden ist irgendwie spannend, weil vermutlich ständig auf Touren - denn obwohl die beiden zunächst irgendwie doch recht ähnlich (zumindest in ihrer Derbheit) rüber kommen, sind sie doch verschieden), und: er benennt die Dinge wie sie sind (und die Dinge in Old Town sind ja meistens recht düster und bisweilen unterhalb der Gürtellinie); - hätte nie gedacht, wie vielfältig Geldscheine beschrieben werden können, oder Feststellungen wie "tödliche kleine Miho" (das gefiel mir schon im Film, das hat so etwas Vertrautes wie auch Unheimliches), Bezeichnungen wie "Cowboy", ... das stellt (zumindest für mich) u.a. auch den Bezug zum Film her.
Durch deine kurzen, präzisen Sätze hat man bisweilen das Gefühl wirklich Dwights Gedanken zu verfolgen, ohne viel Geschnörkel und Umschreibungen. Das macht die Geschichte sehr dicht und auch rasant - obwohl ja noch nicht viel passiert ist.

was bleibt mir anderes übrig als: weiter so! :-)
Ich bin gespannt, wie die Dinge nun ihren Lauf nehmen ...
DANKE

Antwort von Black dove am 29.08.2012 | 11:56 Uhr
Hallo Moosmutzel,

Vielen lieben Dank für dein tolles Review! Ich bin sprachlos...du hast Dwight in deinem Feedack meiner Geschichte so treffend beschrieben, wie er sowohl im Film als auch in den Comics rüberkommt, dass ich mir gar nicht mehr wünschen kann- ich bin total happy, dass er so wirkt in der Geschichte, wie er sollte! Wie schon bei meiner Antwort zu erdbeerkaktus unten erwähnt, war der Stil ein wirkliches Experiment für mich und ganz bewusst so gewählt. Ich wollte die kurzen Sätze aus dem Off bzw aus den Comics in meine Story transportieren, und bin echt froh, dass mir das anscheinend auch mehr oder weniger geglückt ist! *happy* Alles andere hätte meiner Meinung nach auch nicht wirklich so richtig zu der Sin City- Atmosphäre gepasst...da, wie du schon so treffend erwähnt hast, alles doch sehr unmittelbar, direkt und schnörkellos erzählt wird.(ach ja- lobotomiert bezeichnet ein Gehirn, in dem Nervenstränge und teilweise auch graue Masse mit einem Schnitt durchtrennt worden sind- was früher leider Gang und Gebe war bei psyschichen Störungen und bisweilen sehr, sehr unschöne Nebeneffekt hatte- ganz laienhaft und grob ausgedrückt: man wurde blöd. Ich weiß nicht, ob Goldfische wirklich ein Hirn haben, bin aber davon ausgegangen und wollte eigentlich mit diesem zugegeben doch sehr drastischem Vergleich ausdrücken, wie blöd jemand Blödes sein muss, um sich Ärger in Old Town einhandeln zu wollen...ein bisschen zu krass vielleicht, gebe ich gerne zu. Aber in dem Moment, als ich es schrieb dachte ich mir, es würde zu Dwight passen...)
Bleibt mir nur noch zu sagen, dass es mich unheimlich freuen würde, wenn du mit am Ball bleiben würdest- sind noch ein paar Kapitel vorhande, die gepostet werde wollen...! :-)
Und- nochmal DANKE für dein tolles Review!

LG,
Black dove
21.08.2012 | 22:25 Uhr
Hallo,

nachdem ich gesehen habe, dass du auch etwas veröffentlicht hast, musste ich natürlich sofort mal reinlesen.
Und was soll ich sagen? Ich bin begeistert!
Sin City ist zwar nicht mein Hauptfandom, aber den Film fand ich damals klasse, und ich hab auch ein, zwei Comics gelesen.

Wo ich auch gleich bei deinem Stil wäre - der mir wirklich sehr gut gefällt, er ist sehr unmittelbar, kurz und knapp, zynisch, aber immer auf den Punkt gebracht. Damit schaffst du es wirklich diese ganz spezielle Frank Miller/Sin City Atmosphäre wiederzugeben - ich hatte schon nach den ersten paar Zeilen die Film- als auch die Comic-Bilder vor Augen.
Auch die Charaktere selbst hast du wunderbar eingefangen - allen voran natürlich Dwight (was widerum deinem phantastischen Schreibstil hier zu verdanken ist)!
Seinen Zynismus, seinen sehr eigenen, speziellen Sinn für Humor ("Klingt nach Entstadium") - ich hab ihn absolut wieder erkannt, hatte schon nach den ersten par Zeilen seine (Film)Stimme im Kopf.
Ehrlich, die meisten deiner Sätze hier hätten wirklich genau aus einem Sin City Comic (über Dwight) selbst stehen können! Sehr cool!

Auch Gail als eine Art Killer-Amazone, die, trotz allem, noch so etwas wie Mitgefühl besitzt, ihre ganz eigene Moral zu haben scheint, ist dir gut gelungen.
Ist ja schon ein ziemlich krasser Gefallen, um den sie Dwight bittet, aber... Es passt echt zu Sin City.
Und man merkt wirklich, dass du Ahnung vom Fandom hast, diese ganzen kleinen Referenzen zu Dwights Geschichte mit Jacky Boy, seine gemeinsame Vergangenheit mit Gail... Gefällt bisher mir sehr gut!
Ich bleib mit Sicherheit dran!

LG

Antwort von Black dove am 23.08.2012 | 14:25 Uhr
Hallo erdbeerkaktus,

vielen lieben Dank für dein tolles Review!!
Habe mich wirklich unglaublich darüber gefreut! Ich weiß ja, dass Sin City ein nicht wirklich großes Fandom hier ist- umso schöner, dass du meine Geschichte angeklickt und tatsächlich auch gelesen hast :-)
Vielen Dank auch für das Kompliment meines Schreibstiles betreffend- das war ein wirkliches Experiment für mich, ich habe ganz bewusst versucht, den Comic Stil rüber zu bringen, was die Sätze anbelangt...hoffe, es ist mir auch ein bisschen geglückt (zumindest schon mal deiner Meinung nach-Danke!) Ja, Dwight ist schon ein schöner zynischer Brocken...dass er als Charakter so rüber kam bei dir, wie er sollte, freut mich wirklich ungemein! Und wie du Gail beim Lesen empfunden hast, wollte ich ebenfalls genau so rüberbringen! (Oh Mann, hoffe, dieser Satz ergibt
überhaupt etwas Sinn...) Weiß gerade gar nicht, was ich noch sagen soll auf dein tolles Review...mir fehlen gerade ein bissel die Worte...Vielen Dank nochmal, ehrlich.
Würde mich wahnsinnig freuen, wenn du weiter mit am Ball bleiben würdest!

GLG,
Black dove
30.05.2018 | 20:17 Uhr
Eigentlich wurde in den anderen Reviews schon alles über diese Geschichte gesagt, was ich hätte sagen können (und noch viel mehr) aber ich kann nicht anders, als trotzdem meine Bewunderung über diese über alle Maßen gelungene Erweiterung des Sin-City-Universums auszusprechen.
Es ist für diese Review schon viel zu spät, aber, naja, besser spät als nie :D  
Ich bin nicht in der Lage, irgendetwas daran zu kritisieren, ich finde nur, du sollst so viel Lob bekommen, wie du kriegen kannst!
Großen Respekt!

Antwort von Black dove am 31.05.2018 | 21:47 Uhr
Hallo,

vielen lieben Dank für dein so liebes, lobendes Review! *rotwerd*
Es freut mich unglaublich, dass diese, meine älteste und aller erste Fanfiction von mir, die ich im Netz gepostet habe, anscheinend manchmal immer noch hin und wieder gelesen wird.
Und natürlich geht es runter wie Öl, wenn die eigene Geschichte dann doch so gut ankommt. :-) Ich liebe Sin City- die Comics, wie auch den Film- der zweite Teil "Sin City: A Dame To Kill For" hat mich als alter Comic-Purist leider doch recht enttäuscht- und bin echt happy, wenn meine Story sogar als Erweiterung des Sin City- Universum durch gehen kann, das ist wirklich ein riesengroßes Kompliment für mich!
Also nochmal vielen Dank!
Und ich freue mich über jedes neue Review, völlig egal, wie "alt" meine Geschichte(n) hier schon sind- du siehst, es ist also nie zu spät für etwas Feedback. ;-)
Eine indirekte Fortsetzung dieser Story hier habe ich ja schon vor einer gefühlten Ewigkeit angefangen und auch zum Teil schon gepostet, und auch wenn sie schon das x.te mal auf "pausiert" steht, ich werde sie irgendwann noch zu Ende schreiben, da ich schon zig Kapitel dazu geschrieben habe, sogar schon das letzte. Oo
Vielleicht liest man sich da ja auch mal wieder, es würde mich freuen!

LG,
Black dove
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