Autor: Duffy 1
Reviews 1 bis 3 (von 3 insgesamt):
11.07.2012 | 14:38 Uhr
zu Kapitel 1
Hey Bette,

Mit deinen Zeilen hast du mich zu Tränen gerührt und wie ich dir schon einmal sagte um das zu erreichen,
muss einiges passieren.
Bette so wie Du deine Mum beschrieben hast, wäre sie mit Sicherheit Tot traurig, dich so zu sehen.
Zu sehen, wie Ihre Tochter sich unnötig quält. Deine Eltern haben viel durchgemacht und doch hatten
Sie etwas um was sie heute beneidet werden, Ihre Liebe, Ihre Güte, Ihre Stärke egal was kommt, gemeinsam
zu trotzen. Deine Mum war schon ein Engel auf Erden. Sie würde sich grämen, Dich so voller Zweifel zu sehen.
Dein "schlechtes Gewissen" ist unnötig. Deine Mutter hat sicherlich verstanden warum Du Zeit brauchtest. Sie
eine Weile nicht besuchen konntest. Sie wollte Dich sicherlich auch nicht leiden sehen.
Für Dich und für Ihre Enkel wäre sie geblieben, hat immer wieder gekämpft, auch weil Sie gespürt hat, das
Du sie brauchst, das Ihr Sie braucht.
Anderseits war da aber auch Ihr Liebster, der Ihr fehlte.
Bette Du warst mutig genug zu sagen, das es Dich überfordert. "Ich kann in dem Augenblick nicht so für sie
da sein, wie sie es verdient". Das ist nicht schwach, das ist mutig. In einer Zeit wo alle sich nur um sich selbst
sorgen. Wo sie die Stärke in Person versuchen dazustellen, sind solche Sätze kostbar.
Deine Mutter wird die letzte sein, die dies verurteilt. Also tu es bitte auch nicht.
Ich wage zu behaupten, das Deine Mum sicherlich stolz auf Dich ist. Sie sagt, das Du stark bist. Denn Du hast
sie begleitet, hast ihr den Übergang erleichtert. Und das soll "schwach" sein.
Das ist es nicht und wenn Du deine negativen Gefühle, Deine Selbstkritik, die unnötig ist, beiseite schiebst. Wirst
auch Du es so sehen. So spüren.

glg. Nicole

Antwort von Duffy 1 am 18.02.2015 | 10:18:32 Uhr
Liebe Nicole

Heute ist wirklich ein schlechter Tag und wieder einmal habe ich es gelesen.
Noch immer denke ich das es schwach war zu sagen, ich kann nicht mehr.
Denke ich habe etwas verpasst, war nicht da als sie mich brauchte.
Verdammt ich heule, hier schon wieder rum,
doch es tut einfach nur weh.
Gleich fahre ich zum Friedhof, werde mich wieder auf die gleiche Bank wie immer sitzen und auf die Wiese sehen wo sie
jetzt liegt.
Auf den Ohren, Musik die auch sie gemocht hätte. ( Adoro, ja lach nur)

Vermisse sie einfach immer noch

GLG Babette
09.07.2012 | 16:33 Uhr
zu Kapitel 1
Liebe Babette,
für Beileidbekundungen ist es wohl schon ein wenig spät und so richtig helfen sie sowieso nicht.
Glaub mir - ich weiß wovon ich rede. Mein Vati ist 2004 im Alter von nur 68 Jahren an Krebs gestorben und meine Mutter hat sich danach regelrecht aufgegeben. 2009 ist Sie mit nur 64 Jahren an den Folgen eines lächerlichen Beinbruchs verstorben. Kein Mensch stirbt an einer gebrochenen Kniescheibe - wenn er noch leben will.
Dein Abschiedsbrief hat mich unendlich bewegt, weil er mich so ungeheuer an meine Mutti erinnert hat. Sei es die Vertreibung (mit dem Unterschied, dass meine Mutti das Pech hatte, im Osten zu landen) oder die Wahl des Berufes (auch sie ist Krankenschwester geworden). Mir sind die Tränen gekullert und ich habe meinen Schwestern den Link zu Deinem Abschiedsbrief geschickt.
Glaub mir, Du wirst noch eine ganze Weile brauchen, bis Du Dich daran gewöhnt hast. Bei mir sind es jetzt drei Jahre und noch heute erwische ich mich dabei, darüber nachzudenken, doch einfach mal meine Mutter anzurufen und mir das leider vergessene Rezept geben zu lassen ......
Mittlerweile bin ich über die gröbste Trauer hinweg, auch weil ich selbst erwachsene (zwei ganz und eins fast) Kinder habe, für die ja nun einmal ich die Mutti bin.
Ich hoffe, Dein "Abschied" hat Dir gut getan und ich wünsche Dir Kraft, damit Du weitergehen kannst.

Im Übrigen mag ich Deine Stories sehr und finde es bewundernswert, wie Du es trotz Deiner Sorgen und Trauer geschafft hast, an Ihnen weiterzuarbeiten.

GGVLG Arty

Antwort von Duffy 1 am 18.02.2015 | 10:12:44 Uhr
Liebe Arty

Ja es ist schwer und genau jetzt fließen wieder die Tränen,
zu lesen wie ihr mir Zuspruch gebt hilf mir wirklich.
Zu meiner Schwester hat sich das Verhältnis noch nicht sehr gebessert, schade doch es gibt halt noch immer etwas das zwischen uns steht.

Schlimm ist es eigentlich immer wenn ich neben meinem Mann sitze und er mit seiner Mutter telefoniert. Ich kann das nicht mehr und das tut weh.
Drei Jahre sind halt keine lange Zeit und es tut noch immer weh.

Es tut mir leid, das du durch meinen Brief an deine Mutter erinnert wurdest, vor allem durch die ganzen Parallelen, die sie verbinden.

Also ich wollte dir heute danken, das du mir mit deinen Worten versucht hast zu helfen.

GLG Babette
09.07.2012 | 13:39 Uhr
zu Kapitel 1
Babette,ich habe nur geweint.Welche Liebe und Achtung aus Deinen Worten spricht.
Ich hatte eine etwas andere Mutter als Du,aber ich vermisse sie auch noch immer.
LG und ich nehme Dich in den Arm.

Antwort von Duffy 1 am 18.02.2015 | 10:03:23 Uhr
Liebe Christel

Endlich kann ich Dir für deine lieben Worte danken.
Noch immer fällt es mir schwer, an sie zu denken, ohne gleich zu weinen.
Vor allem deine Name, tschuldige, doch er bringt immer wieder die Erinnerungen hoch.

Deine Worte haben mir trotzdem den Trost gegeben, den du dir bestimmt erhofft hast.

GLG Bette