Reviews 1 bis 25 (von 1384 insgesamt):
11.09.2020 | 21:25 Uhr
Hallo liebe nothing :)

Nachdem ich entdeckt habe, dass seit meinem letzten Besuch bei NfdB schon wieder so viele neue Kapitel online sind, musste ich unbedingt wieder weiter lesen.

Diesmal scheint John sich ja richtig in seine Theorie "verbissen" zu haben. Allerdings vermute ich, dass er wie üblich daneben liegt...

In diesem Kapitel ist mir tatsächlich mal ein kleiner Logikfehler aufgefallen: im letzten Kapitel ruft John Molly an, die John dann an Sherlock weiterreicht. John steckt daraufhin das Telefon mit dieser Verbindung in seine Tasche. Das würde bedeuten, dass Sherlock problemlos mit seinem Handy Percy hätte anrufen können ohne aufzulegen, weil seins ja nicht verbunden ist. Und Sherlock wäre dann wohl mit Mollys Handy abgedüst. Oder? Ihren verdatterten Gesichtsausdruck sehe ich bildlich vor mir XD

Liebe Grüße, Procrastina (früher Kuckuckskind)

Antwort von nothinghappenstome am 26.09.2020 | 17:34 Uhr
Hallo!
Schöner neuer Nickname!

Ja, ebenso wie bei Connies Katze kann sich John nicht von dieser Idee trennen. War so mein Eindruck bei der Lektüre des Posts auf dem Blog.

Oh, ein Handy-Kuddelmuddel, tatsächlich! Wie viele Leute müssen da schon drüberweggelesen haben! Peinlich! Aber das könnte auch wirklich zu Sherlock passen, dass er im Eifer des Gefechts mit dem Handy von jemand anderem abhaut. Oder heimlich sein Handy mit dem von jemand anderem vertauscht, um den verfolgen zu können - er fand das ja sehr clever von Jennifer Wilson damals...
Wahrschenlich ist das deshalb passiert, weil ich irgendwas nachträglich geändert habe.
Vielen Dank für den Hinweis! Gut aufgepasst!
Dankeschön für dein RV!
LG, deine Nothing
05.09.2020 | 18:30 Uhr
Jetzt ist also endgültig geklärt, warum es den Blogeintrag gibt und was dort drin steht;-) Aber das Erstaunlichste: Sherlock nimmt freiwillig und auf Eigeninitiative hin zwei Mahlzeiten zu sich *lach*
Schön war die kleine Anspielung auf den Film, als Sherlock sich über den Blogtitel mokiert. Hattest du ja glaube ich schon im letzten Review angekündigt.

Zu deiner ausführlichen Reviewantwort: Wow, was für eine lange Erklärung! Ich muss gestehen, dass ich, obwohl ich mich für halbwegs intelligent halte, nur etwa die Hälfte verstanden habe;-) Ich bin in der Materie einfach nicht tief genug drin oder ich stolpere schon allein über die Kürzel.
Wenn ich es recht verstehe, ist das Hauptproblem Eurus. Wenn es diesen letzten Film nicht geben würde, könnte man mit dem Rest halbwegs leben, denn die anderen Fehler sind eher verzeihlich. Oder?
Interessante Überlegung, dass ein Selbstmord nicht zu Jim passt. Hab mich beim ersten Sehen auch gewundert, denn es schien immer so, als wolle er spielen bis zum Schluss und wenn jemand dabei stirbt, dann sollte das Sherlock sein (+ diverse Kollateralschäden).

Wie wahrscheinlich ist eigentlich eine Staffel 5? Weißt du da was?

Andere Sherlock-Filme hab ich schon mal gesehen. Ich glaube es war an Weihnachten, als so eine ganz alte Schwarz-Weiß-Reihe aus den 1920er?-Jahren lief und die echt gut gemacht war!

So, ich weiß ja, dass du zwischen deinen Geschichten hin und her switchst, aber ich hoffe sehr darauf, dass hier bei NfdB bald ein neuer Fall entsteht^^

Liebe Grüße
Xella

Antwort von nothinghappenstome am 19.09.2020 | 15:50 Uhr
Hi!

Na, ich muss mich doch drum kümmern, dass Sherlock wenigstens zwischen den Fällen einigermaßen normal isst - sonst fällt er uns doch noch völlig vom Fleisch. Und wer weiß, wie lange sich der nächste Fall hinziehen wird. Nein, nicht so lange wie der mit der Schutzgelderpressung. Ist zumindest nicht geplant. (Diese Idee hatte ich schon in den Fehlermeldungen, hab mich dann aber dafür entschieden, dass Angelos Problem weniger kompliziert und zeitaufwändig sein muss, daher die Sache mit dem Kredithai und seinem Steuereintreiber. Wen wundert es da noch, dass ich "Mr Miller" schon vor über 5 Jahren eingeführt habe. Auch so eine lange Zündschnur!)

Wenn es Eurus nicht gäbe, hätten wir halt auch immer noch keine Erklärung für so vieles (wie eben zB Moriartys Todeswunsch); und somit statt ihrer einen Haufen loser Enden - und uns war ja zugesichert worden, Mofftiss würden keine losen Enden übrig lassen. Wenn also alle unsere Fragen beantwortet sein sollen, muss das im Umkehrschluss bedeuten, dass Eurus immer die Antwort ist. Denn wie Mycroft immer meint: Das Universum ist selten so faul - es ist also höchst unwahrscheinlich, dass etwas, das nach einem Zusammenhang oder einer Übereinstimmung aussieht, bloß ein Zufall ist. Das Gute an dieser Universalerklärung sind dann solche Schlussfolgerungen wie: Bei einer "normalen" Frau, die ihn anflirtet, wäre John nicht schwach geworden und er hätte nicht so einen Zorn auf Sherlock entwickelt und ihn ganz sicher nicht derart vermöbelt. Zum Beispiel. Übel dagegen sind Schlussfolgerungen wie: Geht vielleicht jeder Mord von Culverton Smith in Wahrheit auf Eurus' Verführungskünste zurück? Oder ist der Exfreund von Ceylan völlig unschuldig gewesen, weil es Eurus war, die in "Death by Twitter" die bedrohlichen Mails usw. schrieb? Dann ist der clevere Detektiv auf einmal bloß noch wie ein Flächenwesen, das feststellen muss, dass die Welt immer schon mindestens dreidimensional war und er vieles bisher missdeutet hat. Also, diese drei spektakulären Coups. Moriartys Prozess, die Demontage des Reichenbachhelden - alles Eurus Plan. Moriarty das doch eigentlich genießen sollen, wie Sherlock vor Gericht gezerrt wird! Oder hätte er nicht Sherlock dazu zwingen können, mit ihm gemeinsame Sache zu machen, um zu verhindern, dass seine Freunde abgeschossen werden? Und auf das Stockholmsyndrom zählen, so dass Sherlock sein williger, ergebener Assistent oder sogar Compagnon wird? Zwei kriminelle Superhirne - gemeinsam sind wir unausstehlich!

Naja, ansonsten habe ich dir ja zum Teil auch schon per PN geantwortet.
Jedenfalls nochmal vielen Dank für dein RV!
Liebe Grüße!
Deine Nothing
02.09.2020 | 18:04 Uhr
Dieses Kapitel hält ja echt ein paar Überraschungen für einen bereit: ein gemütliches Essen, so dass Mrs Hudson sich ganz überflüssig vorkommen muss und ein umgänglicher Sherlock, der sogar für die Gäste Tee kocht;-)
Eine interessante Wendung, dass dieses Helen selbst vorbei kommt und sogar um einen Blogbeitrag bittet - erinnert ein bisschen an den Comic-Fall - und nebenbei klärst du so auch auf, wieso Sherlock nicht mehr von der Polizei verfolgt wird und dass der Fahrer doch nicht so ganz koscher war. Gut, gut! Nun denn, dann ab zum nächsten Kapitel:-)

Antwort von nothinghappenstome am 11.09.2020 | 18:21 Uhr
Hi!

Ja, der Tee-kochende Sherlock war keine leichte Entscheidung! ;-) Macht er ja sonst bloß bei extrem hohem Besuch: Moriarty - oder wenn er John "vergiften" will. (Okay, das war Kaffee... Wie war das mit Johns verlorenen Mittwoch, von dem SH bei seiner Ansprache redet?) Aber hier wollen die Besucher zu John und was eine noch größere Rolle spielt: Sherlock will absolut nichts zu tun haben mit diesem frisierten Bericht, obwohl er es verstehen kann und sich natürlich auch ärgert, dass der Fall nicht mehr bis ins Letzte wird geklärt werden können und Roylott nicht mehr zur Verantwortung gezogen werden kann. (Und wie du dich vielleicht erinnern wirst, veröffentlicht Watson Das gefleckte Band erst nachdem auch Helen gestorben ist, weil er ihr das wohl so versprochen hat (Anfang der Geschichte, die in "die frühen Tage", in denen H&W noch zusammen wohnten, zu datieren sein soll.) Insofern hoffe ich, dass es nicht allzu ooC (out of Character) ist.
Zu erklären, wieso Sherlock nicht mehr gesucht wird usw passte vorher irgendwie nicht so recht rein.
Vielen Dank für dein RV!
LG, deine Nothing
31.08.2020 | 15:56 Uhr
Hallo Nothing.

Gleich drei neue Kapitel in so kurzer Zeit? Da geht es mir ja richtig gut:-) *freu*
Ein bisschen Alltag ohne Drama tut den beiden mal ganz gut! Auch wenn Sherlock schon wieder mit seinem Frust und mit Langeweile zu kämpfen hat. John konnte seine Garderobe auf Vordermann bringen und Sherlock - tja, der ist eben Sherlock mit seinem Kindergarten-Forensikspiel;-)

Ein kleiner Rechtschreibfehler ist mir aufgefallen: „Deine Brauen sind also beim Schuster.“
Das müsste doch 'Braunen' heißen oder?

Um noch kurz auf deine letzte Reviewantwort einzugehen:

"Was den Hiatus anbelangt, da würde ich entweder größere Sprünge zwischendrin machen oder tatsächlich die FF mit vielleicht einem längeren (auch wieder mehrteiligen?) Epilog abschließen."
An größere Sprünge hatte ich auch schon gedacht. Es gäbe nämlich einzelne Ereignisse, die auch noch fernab von Sherlock erzählenswert wären. Wie gehen z.B. die Personen nach dessen "Tod" miteinander um? Wann entscheidet sich John für einen Neuanfang? Wann und wie lernt er Mary kennen?
Ein Auslaufen lassen mit einem Epilog fände ich schade. Aber es ist natürlich deine Entscheidung (und wirklich noch in weiter Ferne).

Nein, das Casebook kenne ich nicht. Ich kannte bisher zwar alle Sherlock-Filme, aber so richtig zum Fan wurde ich erst dieses Jahr, wegen deiner FF und wegen einer Autoren-Freundin von hier, die gerade voll im Sherlock-Fieber ist. Ich besitze daher kaum Hintergrundinfos und auch kein zusätzliches Fanmaterial.

Mich würde übrigens interessieren, was dich an S3 und S4 stört. S3 enthält doch einige interessante Entwicklungen der Figuren bereit. Und S4 ist zwar düster, aber auch sehr spannend. Naja, mMn;-)

Liebe Grüße
Xella

Antwort von nothinghappenstome am 05.09.2020 | 15:59 Uhr
Hallo, Xella!

LOL! Natürlich muss das Braunen heißen! Man stelle sich vor, John hätte künstliche Augenbrauen, die zum Aufarbeiten in ein Perückenstudio gibt, um sie sich dort später wieder fachmännisch aufkleben zu lassen...
Wusstest du, dass es von Agatha Christie eine Kurzgeschichte mit dem Titel Das Abenteuer der Wasserstoffblondine gibt?! Daran haben die doch bei dem Titel sicher auch gedacht - nicht bloß an das Band! Oder man muss wohl sagen „gab“: Sie erschien nur in Magazinen und wurde dann Teil von Die großen Vier – jenem aus der Not geborenen ziemlich übergeschnappten Abenteuerroman, in dem Poirot nicht bloß überraschend sportlich ein Spalier runterklettert, sondern auch noch seinen Tod vortäuscht und sich dann als sein eigener Zwillingsbruder ausgibt...
Übrigens lohnt es sich auch, sich nach dem BBC-Sherlock nochmal frühere Verfilmungen, wie etwa die Rathbone-Reihe anzusehen. Zum Beispiel stammt die Idee, dass Watson einen alten Zausel für den verkleideten Holmes hält und ihn vergeblich zu demaskieren versucht, aus Das Spinnenest. Irgendwann zu Beginn hat Moffat oder Gatiss gesagt, dass sie mit dieser Neufassung Fanfiction schreiben und dass ihnen aktuell die Schlüssel zu 221b Baker Street anvertraut wären. Für mich klang vor allem Letzteres nach einem trotz aller Freiheiten respektvollen Umgang mit dem „alten Kulturgut“.

Und damit wären wir bei der Frage, was mir nach S2 so alles weniger und weniger zusagt. Übrigens waren so einige Fans von S3 enttäuscht und viele von S4. Hier zum Beispiel Curiosity (S3) und Sam96 (S4) und haben dann dem Fandom den Rücken gekehrt. Es gab außerdem einen Haufen von tiefsinnigen Interpretationen und Theorien, wie zum Beispiel die M-Theorie von TheLoudestSubtextinTelevision. https://fanlore.org/wiki/M-theory Soweit ich sie verstanden habe, fand ich sie in großen Teilen ziemlich einleuchtend, ich hatte TLSiT sogar mal eine lange Mail auf Englisch mit weiteren Beobachtungen geschickt – aber da hat es sicher tausende Anfragen gegeben, jedenfalls habe ich nie eine Antwort bekommen. Mir war zB aufgefallen, dass Kitty Sherlock fragt: „Sign my shirt, would you?“, Mary meint, dass sich John auf ein T-Shirt drucken lassen soll: I don't shave for Sherlock Holmes und schließlich kommt auch noch Magnusson mit diesem Gag um die Ecke (I don't understand – I still don't understand) und erweitert ihn um die Idee, dass auch die Rückseite von Johns Shirt bedruckt werden soll. Aber würden bedruckte T-Shirts nicht eher zu Jim passen? Er liebt Zeitungen, das verbindet ihn mit Magnusson – usw. Es entstand also die Theorie, dass auch Jim seinen Tod nur vorgetäuscht hat und Mary in seinen Diensten steht, dass er eine Verbindung zu Magnussen hat – ebenso wie vorher schon zu Irene, die ja vielleicht Sherlocks Halbschwester ist (the other one). Janine könnte Jims Schwester sein. Er hat sie auf Mary angesetzt – ebenso wie er Mary und Magnussen quasi aufeinander hetzt. Hatte er nicht schon zuvor den Wunsch geäußert, Sherlock möge doch die langweilige Seite der Engel verlassen und sich ihm anschließen? Indem Jim Sherlock dazu treibt, CAM zu ermorden zieht er ihn auf die Seite der Teufel... Mycroft hat nicht bloß irgendwann 2010 oder 11 Jim schon einmal eingelocht und in einer Weise verhören lassen, die man schon als weiße Folter bezeichnen kann – es muss darüberhinaus noch mehr geben. Die Erklärung mit der abgeriegelten Straße ist völlig absurd – sogar noch absurder als der Trick mit der Riesenluftmatratze. Man kann die West-Smithfield-Street nicht so abriegeln! Man müsste die Gebäude ja auch noch räumen und das hätte Jim bemerkt. Wenn das allerdings Jims eigener Plan war, weil er wollte, dass Sherlock seinen Tod vortäuscht, wieso hätte er selber dann nicht weiterleben wollen sollen?
(Aber nein: Der arme Teufel hat doch längst den Überblick verloren und keinen eigenen freien Willen mehr, der ist nur noch fremdgesteuert von Eurus! Alle sind bloß Schachfiguren in ihrem Spiel! Was für eine Riesenenttäuschung! Aber zurück zu der Zeit nach S3:...)
Jim hat Mycroft wegen irgendetwas in der Hand. Möglicherweise droht er ihm, Sherlock umzubringen oder ans Licht zu bringen, dass Irene seine Halbschwester ist. - Nunja, inzwischen bin ich ziemlich raus aus dieser Materie und müsste mich erst wieder einlesen...
Man darf ja hier keine „Metas“ veröffentlichen, was mich damals auf die Idee brachte, mit „Der Geschichtenerzähler“ anzufangen. So war es ja auch unterhaltsamer.
Was mich nun an S4 so stört, ist nicht so sehr die Tatsache, dass wir mit unseren Theorien falsch gelegen haben (oder gar, dass es wohl doch keine TJLC = the Johnlock Conspiracy hinter all dem gibt; der Vorwurf des „queerbaiting“ ist nochmal ein anderes Thema, finde ich), sondern dass die ganze Zeit schon eine eigentlich hinter Schloss und Riegel befindliche übersinnliche Superschurkin im Hintergrund die Fäden zieht. Ich hatte recht, letztlich: Todessehnsucht passte nicht zu einem erfolgreichen Narzissten wie Jim. Es sei denn vielleicht, wenn er wie Emelia todkrank gewesen wäre. Eurus hat ihn irgendwie dazu überredet, sich eine Kugel in den Kopf zu jagen. Und ohne ihr Zutun hätte John Sherlock in TLD niemals derartig vermöbelt. Aber macht es das wirklich besser? Ja, ACD hat auch The Parasite geschrieben und schon in der Rathbone-Reihe gab es Die Frau in Grün, eine umwerfende Hypnotiseurin, zu der The Parasite die Vorlage war, und bei Agatha Christie bekommt es Poirot in seinem letzten Fall mit einem Mr Norton zu tun, der die Leute in seinem Umfeld unbemerkt dazu treibt zu morden und sich dadurch selbst ins Verderben zu stürzen. Er wird mit Iago in Shakespeares Othello verglichen. Übrigens sieht sich Poirot gezwungen, diesen Norton eigenhändig umzubringen, denn er kann ihn zwar nicht überführen, kann ihn aber auch unmöglich weitermachen lassen. (Wegen seines Ordnungs- und Symmetrie-Ticks schießt er ihn übrigens mitten in die Stirn – obwohl es doch nach Selbstmord aussehen soll!) Zuvor hat er übrigens seinen alten Freund Hastings heimlich betäubt, weil der nämlich auch schon soweit war, einen Mord zu begehen. Auch CAM konnte schon im Original nur auf illegale Weise zur Strecke gebracht werden und der Gedanke, dass Watson diese Mörderin letztlich bloß erfunden hat und es doch Holmes und er selbst waren, die ihn umgebracht haben, gibt es auch schon lange. Wieso hat denn kein Zeuge diese Frau gesehen – wenn doch Watson so treffend beschrieben werden konnte? Also, da die Idee zu Eurus nicht neu ist – wieso bringt sie mich derart auf die Palme? Weil sie nicht in ein weitgehend realistisches und naturalistisches Gegenwarts-Universum (mit idealisierten Helden) passt. Sie durfte also immer mal wieder ins Internet (theimprobableone) und sie durfte sich 5 Minuten unbeaufsichtigt mit Jim unterhalten. Sie redet dem Gouverneur ein, sie könne seine Frau „reparieren“ und Dr Taylor, er müsse erweiterten Suizid begehen – da haben wir Iago wieder! Aber um es kurz zu sagen: In einem Sherlock-Universum kann es kein echtes locked-room-mystery geben: Entweder es war wirklich kein Mord oder der Raum war doch irgendwie zugänglich, bzw, es war zu einem früheren Zeitpunkt möglich, eine Falle einzubauen, etwas zu vergiften oder es sah hinterher bloß so aus, als müsse der Raum zur Tatzeit unzugänglich gewesen sein. Und es muss prinzipiell möglich sein, diesen „Trick“ herauszufinden, weil es nämlich Spuren gibt; „handfeste“ Beweise. Aber wenn es diese Eurus gibt, dann kann man sämtliche Fallakten der letzten 30/35 Jahre in die Tonne treten. Sie könnte schlicht für alles verantwortlich sein, was da passiert ist. Vor allem in den letzten 5 Jahren, denn wer weiß, wie oft Jim bzw sein Nachfolger durch einen harmlos aussehenden Trigger, vielleicht in einem Tweet „ferngesteuert“, seinen Hubschrauber schickte, um Eurus von der Insel zu holen? (und wer könnte denn beweisen, dass das wirklich fünf Jahre zuvor an Weihnachten gewesen ist? Vielleicht hat Eurus die Erinnerung daran manipuliert? Und was kann sie mit ihrem Geigenspiel anrichten? Der eine Wächter behauptet: „Bringt einen irgendwann um“.)
Vielleicht war Culverton Smith wirklich der große Philanthrop, der den Friedensnobelpreis verdient hätte, vielleicht war es einzig Eurus' Eingebung, dass er süchtig nach Morden wurde? (Was ist mit Faith`s Notiz und mit der hinreißenden Küchenfenster-Deduktion? Wer hatte diesen Zettel wirklich, dass er in einer kleinen Küche an einer Pinnwand hängen konnte? Vielleicht hat Eurus diesen Zettel jemandem zur Aufbewahrung überlassen und sie instruiert: Häng den Zettel gegenüber deinem Küchenfenster auf...! Dieser Schwester Cornish vielleicht? Der Gouverneur (Direktor) sagt:
"Wenn jemand wie Eurus Holmes existiert, zu wem könnt' ich da beten?"
Genauso könnte – nein: umso mehr MUSS man doch sagen:
"Wenn jemand wie Eurus Holmes existiert, wer könnte da noch Verbrechen aufklären? Täter überführen? Entscheiden, ob irgendwer verantwortlich oder schuldig eines Verbrechens ist?"
Oder lass es mich so sagen:
Wenn jemand wie Eurus Holmes existiert, kann Sherlock Holmes nicht funktionieren. Es kann dann ganz einfach jeder von diesem Dämon besessen sein und man kann absolut nichts mehr wissen, niemandem vertrauen, am wenigsten sich selbst, es gibt weder Beweise noch Gerechtigkeit und die Gefängnisse sind voller Unschuldiger, denn sie waren alle bloß willenlose Mordwaffen. Zumindest wird man sie alle aus Mangel an Beweisen freisprechen müssen, denn die Möglichkeit, dass letztlich irgendwie Eurus die Urheberin war, besteht ja immer!
Mycroft sagt: „Jede Wahl, die du getroffen hast, jeder Pfad, den du eingeschlagen hast, der Mensch, der du heute bist, führt quasi zurück zu Eurus...“ und dass es schon immer so war, „als ob sie irgendwie Zugang zu Wahrheiten jenseits des Normalen habe“. Natürlich wussten wir längst, dass die arrogante Behauptung des TAB-Holmes „I made me!“ Quatsch ist, aber wenn Eurus Holmes existiert, dann ist Sherlock bloß eine Illusion, eine optische Täuschung, so wie der Lauf der Sonne am Himmel suggeriert, dass sie sich um die Erde dreht, er ist bloß eine Lebenslüge ein Don Quixote; alles wovon er je überzeugt war, dass man Rätsel lösen kann und Fälle aufklären, ist bloß ein albernes Märchen – und irgendwie bin ich jetzt schon wieder bei Iago, aber jetzt bei dem sogenannten Credo aus Arrigo Boitos Libretto für Verdis Otello, wo es heißt: „Ich glaube an einen grausamen Gott, der mich ihm zum Bilde erschaffen hat... (…) Der Tod ist nichts und ein Lügenmärchen der Himmel.“
Ich weiß nicht, ob ich mich verständlich machen kann, aber wir hatten gedacht, dass Mofftiss richtige Fanboys sind, die Sherlock und John lieben – die sie natürlich auch mal quälen und demütigen würden, vielleicht sogar am Ende wirklich sterben lassen, die sie vielleicht heimlich CAM beseitigen lassen würden, weil es anders nicht geht, mit einer Mary, die böse ist oder untreu wird – die vielleicht sogar (endlich einmal) ein schwules Paar sein würden...
Aber dass sie sie so zerstören könnten und alles, was diese Welt eigentlich ausgemacht hat komplett aus den Angeln heben würden, das kann ich ihnen nicht verzeihen. (Hinzu kommen noch einige „Nebenschauplätze“, aber das würde jetzt zu weit führen und die haben auch längst nicht dieses Gewicht. Teils sind es Fragen, die immer noch nicht geklärt wurden – zB wie Sherlock am Ende von HLV an Drogen gekommen sein soll, Marys Tattoo... und gewisse Handlungsstränge/bzw Charakterentwicklungen andererseits.) Damit bin ich nicht allein, das zeigt schon die Entstehung der EMP, der Extended Mind Palace-Theory https://fanlore.org/wiki/The_Extended_Mind_Palace_Theory . Gegen Ende von TAB hat Sherlock ja so seine Schwierigkeiten, wieder in die Realität zurückzufinden, also ist er am Ende und zu Beginn von S4 vielleicht immer noch im „Traumland“? Die Idee kam bald nach TAB auf – eben weil diesen Fans die Entwicklung nicht zusagte, das setzte sich dann fort, als S4 herauskam und sie hofften immer noch, dass Sherlock irgendwann aufwacht und sich die Realität nun doch deutlich anders darstellt – und dass wie in TAB auch gar nicht so viel Zeit vergangen ist (der Flug dauerte bis zu Mycrofts Anruf bloß 4 Minuten (HLV), da muss sich Sherlock diesen etwa einstündigen Schauerroman innerhalb von fünf Minuten haben durch den Kopf gehen lassen, wie er dann ja nach der ersten Unterbrechung selbst sagt. Seltsam, dass er sich über das Zeitverhältnis völlig im Klaren zu sein scheint – aber vielleicht täuscht auch das!)
Wahrscheinlich gibt es immernoch Fans, die zumindest im Stillen hoffen, dass S5 zeigen wird, dass S4 niemals passiert ist, sondern sich bloß in Sherlocks MP abgespielt hat.
Kurzum: Ja, als SH für die Bühne adapriert werden sollte, hat ACD zu Gilette gesagt, er könne alles mit Holmes anstellen – ihn umbringen, ihn verheiraten...
Aber man würde sich doch daran stören, wenn in einer Pastiche mal ein „echtes“ Gespenst oder überirdisches Monster, bzw eine funktionierende Séance vorkäme oder ein „richtiger“ tatsächlich untoter Vampir, lebendige Dinosaurier wie in The Lost World, oder eine echte Hellseherin usw. – Ja, ACD wollte zumindest später auch an Elfen glauben und hoffte, dass Séancen wirklich funktionieren können (was man sich halt so vorstellt, wenn ein geliebter Mensch, noch dazu das eigene Kind gestorben ist), aber er hätte doch wohl nie eine SH-Geschichte geschrieben, in der es nicht mit rechten Dingen zugeht! Und auch wenn es Hypnose und ähnliches in gewissem Umfang tatsächlich gibt, kommt mir Eurus noch um vieles schlimmer vor, als wenn zB der Hund der Baskervilles dann doch eine Art Gespenst gewesen wäre, weil ihre Existenz nicht bloß ein Einbruch in Holmes' Welt, nicht bloß eine Störung seines Weltbildes wäre – sondern die Grundlagen seiner Welt zerstören würde.
Ohweh! Ich hoffe, das war einigermaßen verständlich...

Was die Phase von Sherlocks „Tod“ angeht: Ja, da wären so einige Fragen zu klären! MHR zeigt uns zwar einen reuigen und vor Verzweiflung übergeschnappten Anderson, aber was ist mit Donovan? Ich habe während dieser Teaser-Episode vor dem Vorspann zu Tso3, auch „Lestrade – The Movie“ genannt, drauf gewartet, dass dann zwischendrin die Info kommt, dass Sherlock wieder aufgekreuzt ist und Donovan wenigstens darauf irgendwie reagieren müsste. Aber nein!
Müssen nicht alle Fälle, in denen Sherlock seine Finger drin hatte, völlig neu aufgerollt werden? Müssen nicht alle Verurteilten wegen grober Verfahrensfehler freigesprochen werden? Muss Lestrade nicht vielleicht zurück in den Streifendienst, oder wird zumindest zum Sergeant degradiert? Ebenso wie Dimmock, Gregson, Carter...
Mary lernt John bestimmt bei der Arbeit kennen. Er wird sich irgendwann dazu zwingen, wieder einem geregelten Leben nachzugehen, sich in Arbeit stürzen etc. Allerdings frage ich mich, wieso er keinen Ärger bekommt und wieso ihn noch irgendwer einstellen oder sein Patient sein wollen würde, wenn die Öffentlichkeit Sherlock für einen Scharlatan hält. Er versucht dann ja auch, mithilfe des Blogs seine Trauer zu verarbeiten und gleichzeitig dagegen anzugehen, dass Sherlocks Andenken so in den Schmutz gezogen wurde (damals fand ich diese Art von Ruin noch eine großartige Idee! Inzwischen war es bloß noch ein Foreshadowing, weil sie ihn am Ende komplett, samt seinem ganzen Universum vernichten wollten!). Gut ein halbes Jahr bevor Sherlock zurückkommt, kehrt John zurück zu seinem Blog und inzwischen trifft er sich mit einer gewissen Mary http://www.johnwatsonblog.co.uk/blog/20april . Den Entschluss, den Blog weiterzuführen, hat er offenbar mit Ella vorher abgesprochen (während Harry jetzt ebenso wenig weiß, wer Mary ist, wie sie sich zu Beginn jemanden unter dem Namen Ella vorstellen konnte! Allein schon die Vorstellung, dass ich diese 2 Jahre schildern müsste, ohne dass Harry auftritt – bloß weil sie ja in einer möglichen S5 immer noch tatsächlich endlich mal auftreten KÖNNTE, ist doch ziemlich absurd, oder?). Auch Mary ermutigt ihn – deshalb ist ihre Bemerkung in TEH so absurd: Als hätte sie den Blog vorher nie lesen dürfen oder können!? Theimprobableone spielt den schüchtern-depressiven Nerd, der deswegen womöglich sogar selbstmordgefährdet ist (Death by Twitter). Und wie übrigens wurden da plötzlich Beweise lanciert – anscheinend von Mycroft! – die Sherlock zweifelsfrei rehabilitieren konnten, damit der Weg für ihn frei ist, zurückzukehren, um diese „Untergrundterrorzelle“ auszuheben? http://www.johnwatsonblog.co.uk/blog/07november
Ja, es wäre schon schade – aber noch viel mehr schade, ist, was Mofftiss aus dieser vielversprechenden Show letzten Endes gemacht hat.
Ich habe versucht, mich mit dem Thema Eurus auseinanderzusetzen: Die Überfliegerin und auch The Abominable Fright – das Interesse ist allerdings auch nicht besonders, wie schon beim Geschichtenerzähler. Vielleicht werde ich bei allen Dreien mal noch je ein Kapitel mit dem Thema: „Wie es hätte weitergehen sollen“ hochladen.

Vielen Dank für dein RV!
LG, deine Nothing
17.08.2020 | 11:32 Uhr
Hi Nothing.

Nun bin ich tatsächlich durch! Ich hätte ehrlich gesagt nicht erwartet, dass es für Roylott so endet. Im Original wird er ja von seiner eigenen Schlange gebissen; gut, wenn man das Bademittel bzw. das Gift darin nimmt, dann ist die Lösung sehr ähnlich, aber dass der Fall so gar nicht öffentlich gesühnt wird, muss Sherlock und John wirklich wie ein Misserfolg vorkommen. Zwischenrein, als der Verdacht kurzzeitig auf den Chauffeur fielt, dachte ich kurz, es wäre Rover und dass Sherlock auf geheimem Wege John warnen wollte, doch so ist es auch okay;-) Seinen Gefängnisausbruch mit den vielen Stunden im Schrank stelle ich mir allerdings mehr als unbequem vor. Gilt Sherlock dadurch eigentlich noch als flüchtig oder hat sich das aufgelöst?! Bin gerade nicht mehr sicher, was du dazu geschrieben hast.
Auf jeden Fall bin ich froh, dass bis Kapitel 541 der Fall (großteils?) abgeschlossen ist. Es wäre frustierend, hier mit dem Lesen enden zu müssen und keinen Nachschub zu haben;-) Und trotzdem muss ich mir jetzt etwas Neues suchen - das ist nach all den Monaten sehr ungewohnt!

By the way: Ich habe eine letzte Frage, auch wenn sie erst Staffel 3 betrifft und es daher weit entfernte Zukunftsmusik ist. Wie wirst du die Geschichte während Sherlocks zweijährigem Verschwinden (bzw. scheinbaren Tod) weiterführen? Hast du einen Zeitsprung geplant? Oder willst du trotz allem konsequent an Johns Leben dran bleiben, auch wenn es dann keine Detektivstory wäre?

Bleibt nur noch zu sagen: Danke für all die vielen Kapitel bisher!!! Es war richtig guter Lesestoff:-)

Liebe Grüße
Xella

Antwort von nothinghappenstome am 26.08.2020 | 17:17 Uhr
Hi!

So, jetzt ist die Blondine wirklich fertig - von ein paar Kommis abgesehen, die erst am nächsten Tag eintrudeln und von denen ein Teil schon zum "Flug der Toten" gehört (wie ja zuvor schon der Typ mit der Urne). Die Frage, ob Sherlock noch als flüchtig gilt, war durchaus berechtigt. Dass Roylott sich aufhängt, steht ja so im Blog; auch davon abgesehen habe ich es wieder möglichst originalgetreu übersetzt. Ich hätte es anders geschrieben.
Was den Hiatus anbelangt, da würde ich entweder größere Sprünge zwischendrin machen oder tatsächlich die FF mit vielleicht einem längeren (auch wieder mehrteiligen?) Epilog abschließen. Aber das dauert ja noch! Kennst du das Casebook? Also, nicht das von ACD, sondern das von Guy Adams. (Kannst ja auf Amazon mal reingucken). Das ist natürlich auch zu dem Zeitpunkt erschienen, da gab es einfach noch nicht mehr. Es enthält ein paar kleine Fehler und sagen wir unautorisierte neue "Fakten", aber im Großen und Ganzen ist es schön gemacht (allerdings finde ich die Fließtexte in Johns Handschrift schon im Deutschen recht anstrengend zu lesen - obwohl er für einen Dokter noch ganz ordentlich kritzelt!) und ich finde es auch stimmig, dass John das später nicht mehr machen würde. (Auch wenn er in S4 dann den Blog doch noch fortzuführen scheint. Eine von vielen seltsamen Diskrepanzen. Vielleicht hat Lidster mit Mofftiss Krach bekommen? - k. A.!)
Da mir die Entwicklung in S4 noch viel weniger zusagt, als die von S3 habe ich es da auch gar nicht eilig. Und dann habe ich ja auch noch andere Baustellen.
Vielen Dank für deine RVs!
Ich hoffe hier bald mit einem neuen eigenen Fall anzufangen.
Liebe Grüße!
Deine Nothing
05.08.2020 | 00:05 Uhr
Puh! Der Schutzgelderpressungs-Fall hat wie lange gedauert? Zwei Jahre - oder mehr?!? Ich hatte immer schon ganz viel Mitleid mit John und Sherlock, weil sie soooo lange keinen Schlaf mehr bekommen haben und noch dazu nahezu jegliches Essen verschmäht hatten;-) Sherlock färbt echt übelst auf John ab!

Zum Glück hat sich meine Befürchtung nicht erfüllt, dass der Lesestoffnachschub ausgeht, noch während du in dem Fall drin steckst. Das erleichtert mich sehr;-) Stellenweise war es ja doch ein wenig verworren und manchmal hat man auch gemerkt, dass lange Schreibpausen dazwischen lagen. Es gab zwar nicht direkt Anschlussfehler, aber die Schreibstimmung schien sich manchmal zwischendurch geändert zu haben. Kein Wunder, muss ja auch mega-schwer gewesen sein, wenn Monate dazwischen liegen und dann soll man in der Story so weitermachen, als wären nur wenige Stunden vergangen - wenn überhaupt.

Was ich noch unbedingt zu John loswerden will: er nimmt zu viel Rücksicht auf Sherlocks Befindlichkeiten und macht sich selber viel zu schlecht. Ja, Sherlock scheint manchmal nicht zu bemerken, welchen positiven Beitrag sein Freund leistet, aber dass er sich selbst auch klein macht, ist fast unangenehm zu lesen. Er ist doch so viel mehr als der Tee-Kocher und hat außerdem auch eigene Bedürfnisse (Schlaf - Essen - Freizeit), die er sich doch berechtigterweise erfüllen dürfte! Doch er passt sich da unglaublich selbstaufgebend an seinen Freund an.

Cool fand ich den Abschluss bei Mycroft. Das gemeinsame Klavierspiel (ein winziger Moment von brüderlicher Harmonie) und danach die sofortige Rückkehr des Gekabbels. Durch dich kann ich mich übrigens immer mehr auch für Mycrofts Sichtweise begeistern. Er mag es nicht immer richtig machen, aber mit seinem kleinen Bruder hat er es auch wirklich nicht leicht.
Genial fand ich auch die TARDIS. Als derzeitigem Doctor Who Fan hast du mir damit eine unerwartete Freude gemacht:-)

Und dann, ich glaub es kaum: fängt hier auch gleich schon der Fall des gefleckten Bandes seinen Anfang. Das ist zufälligerweise der einzige Originalfall, den ich kenne und in der Schule behandelt habe. Bei der Erwähnung von Julia Stoner hat es sofort Klick gemacht:-))) Jetzt bin ich natürlich mega gespannt auf deine modernisierte Umsetzung - und bange aufs Neue, wie weit du damit wohl gekommen bist, bis zum derzeit letzten Kapitel.

Liebe Grüße
Xella

Antwort von nothinghappenstome am 22.08.2020 | 11:56 Uhr
Hi!

Ja, dieser Fall hat sich schrecklich gezoooogäään! Ich hätte vielleicht besser planen sollen, wie sie denn dann wirklich auf das eigentliche Motiv stoßen. Wäre wohl einfacher gewesen, nicht wirklich die Nigerianische Botschaft zu "benutzen" sondern irgendwas anderes. Würde man allerdings von einer real existierenden Straße oder Ladenzeile lesen und dann käme doch noch etwas Fiktives vor, würde man den Braten sofort riechen. Andererseits wollte ich tatsächlich, dass sich der Fall ein paar Tage hinzieht, damit es umso bedrohlicher für Angelo wird und auch, damit ich rechtzeitig mit der Blondine loslegen kann. Noch einen weiteren Fall dazwischen zu quetschen wollte ich lieber nicht versuchen. Aber zu Blondine dann später.
Wegen der Stimmungsbrüche, müsste ich mir das Ganze wohl nochmal ansehen. Eigentlich lese ich immer das letzte Kap nochmal durch, bevor ich weiterschreibe, aber möglicherweise genügt das nicht immer. Ob sich mein John hier zu unwichtig nimmt und zu schlecht macht, weiß ich nicht. Ich denke, er fühlt sich öfters mal überfordert, wenn er noch gar keine Zusammenhänge sieht, aber Sherlock schon mit größter Selbstverständlichkeit seine Deduktionen präsentiert. Und oft muss er sich ziemlich blöd vorkommen, weil sich durch Sherlocks Erklärungen vieles am Ende als gar nicht so kompliziert bzw erstaunlich herausstellt. Aus seinem Job kennt er überlange Schichten, Bereitschaftsdienst, Schlafmangel und sonstige Opfer etc und auch, wenn er zuletzt Captain gewesen ist, ist er mindestens ebenso sehr daran gewöhnt, Befehle zu befolgen wie welche zu geben, denn ersteres hat er deutlich länger erlebt und bis zuletzt gab es noch reichlich Dienstränge über ihm. - Vielleicht lasse ich mich aber auch bei der Umsetzung meiner Plots zu sehr treiben: siehe Stimmungsbrüche. Anschlussfehler passieren mir durchaus auch mal, es weist mich nur fast nie jemand drauf hin und meistens merke ich es dann so 1, 2 Tage später doch noch und bessere nach.
Da tatsächlich Mrs Turner selbst Johns Post über der Mordfall Stoner kommentiert, kam mir die Idee mit dem Magazin. Ich hab dann recherchiert, was da in Frage käme. Bis dahin hatte ich noch nie etwas vom Tatler gehört.
Ich hoffe, ich bekomme, die Blondine dann morgen endgültig fertig, denn es fehlt ja noch die Veröffentlichung auf dem Blog (und wie es dann doch noch dazu kam)
Vielen Dank für dein RV!
Liebe Grüße!
Deine Nothing
23.07.2020 | 20:09 Uhr
So, bitte wundere dich nicht, warum gleich nochmal ein Review kommt, und dieses dann hier: das ist mein eigentlicher Lesestand, aber ich fand einfach, dass das, was ich zuvor geschrieben habe, eher noch zum alten Fall passt, als zum neuen;-)

Also Sherlock hat ja wohl ein Rad ab! Was will er mit dieser Chilisache beweisen? Er kann so genial und auch (oh Wunder) vernünftig und fürsorglich sein, und dann macht er sowas! Geht's noch? Junkie hin oder her, er hätte sich und John diese Erfahrung wirklich ersparen können.

Antwort von nothinghappenstome am 07.08.2020 | 18:04 Uhr
Hi!

Naja, was sagte Stamford noch so schön über Holmes in STUD "Ich halte es nicht für undenkbar, dass er einem guten Freund eine Prise des neuesten vegetabilischen Alkaloids eingeben würde – nicht etwa aus Bosheit, nein, aus Forschungsdang – um die Wirkung genau zu beobachten. Ebenso bereitwillig würde er freilich die Probe an sich selber machen, das muss ich gerechterweise zugeben."
Und genau das ist es ja. Nur er hier bei John einfach die Klappe gehalten hat und dass er sogar schon weiß, dass das Zeug für einen gesunden Menschen nicht wirklich gefährlich ist... XD
Kein Holmes ohne schrullige Einfälle...
Vielen Dank für dein RV!
LG, deine Nothing
23.07.2020 | 20:05 Uhr
Hi Nothing.

Ich bin traurig. So langsam nähere ich mich dem Ende der Story (auch wenn du natürlich noch an ihr schreibst), aber ein täglicher Wegbegleiter seit Wochen - nein, was sage ich - seit Monaten fällt bald weg!!!
Ursprünglich hatte ich ja angenommen, du bist längst irgendwo in Staffel 3 oder 4, aber wir sind immer noch am Anfang von Staffel 2 :o Das ist unglaublich. Wie gerne hätte ich den Fall von "der Frau" gelesen und es hätte mich brennend interessiert, wieviel John davon überhaupt mitbekommt. Schließlich laufen auch Treffen ohne ihn und die ganzen SMS von ihr wird Sherlock ihn wahrscheinlich auch nicht lesen lassen (zumindest laut Film). Neulich hab ich ihn mir reingezogen und erst da festgestellt, dass am Anfang von Staffel 2 ja so unglaublich viele Monate vergehen, dass ich nun annehme, dass die Wirkung auf den Leser ganz anders sein wird als auf den Filmeschauer. Dort ist alles gerafft, hier bei dir bekommt man die täglichen Abenteuer und Ablenkungen des Alltags mit. Doch wirst du es überhaupt schaffen, zuende zu schreiben? Du hast ja auch noch andere Projekte und wenn ich die Veröffentlichungsdaten vom Anfang mit denen von jetzt vergleiche, dann hat dein Tempo nachgelassen. *seufz* (Kein Vorwurf, nur verfrühter Loslassschmerz;-))

Obwohl es noch LANGE hin ist, glaube ich zwei/drei Kleinigkeiten erkannt zu haben, die du für den nächsten Film schon angelegt hast (mal abgesehen, von Johns Blogeinträgen und einzelnen Kurzfällen), z.B. dass Sherlock nun ab und zu nackt oder leicht bekleidet im Morgenmantel in der Wohnung herumrennt und dass er Fällen Zahlen je nach seiner privaten Interessenslage vergibt. Das kommt ja dann später wieder.

Doch nun zum aktuellen Fall: die Chandlers haben ja wohl ein Rad ab!!! Sie waren ja schon immer schräg, aber was sie da in dieser Nacht inszeniert haben, das hätte wirklich böse enden können und mit einem Prozess. Überhaupt war der Fall lange sehr verworren, es musste irgendeine absurde Auflösung geben und die zumindest hast du geschafft. Lange Zeit dachte ich ja, irgendwann werden Sherlock und John den beiden Chandlers am Wochenende nicht mehr ausweichen können und es wird doch noch irgendwann zu einem "Doppeldate" kommen, doch da sieht es nach diesem Theatervorfall schlecht aus. An Johns Stelle wäre ich auch angepisst.

Nun nochmal zu einem meiner letzten Reviews und Mycroft. Hat mich gefreut, dass er noch aufgetaucht ist. An seiner Stelle hätte ich mich da auch lange zurückgehalten, doch ausbaden musste es natürlich sein Fahrer/Handlanger. Sherlock kann manchmal wirklich SEHR unbeherrscht sein!

Danke auch noch für die Links, die du mir neulich geschickt hast. War unterhaltsam:-)

Zu deinen aufwendigen Recherchen in den letzten Jahren: bist du einfach anglophil oder hast du mal in England gelebt oder sonstige private Verbindungen dorthin? Das, was du betreibst, geht ja über jedes normale Maß hinaus, was sonstige FF-Autoren bieten^^

Liebe Grüße
Xella
(und bitte schreib bald weiter)

Antwort von nothinghappenstome am 28.07.2020 | 12:11 Uhr
Hi, Xella!

Tut mir leid, dass es dich traurig macht – obwohl es natürlich ein großes Kompliment ist – zumindest für längst vergangene Zeiten!
Ja, früher war ich schneller/produktiver; was eine ganze Reihe von Gründen hat. Der Frust über die Entwicklung der Show ist davon wahrscheinlich der Größte. Allerdings bi ich deshalb auch ganz froh, dass ich eben nicht „straffer“ erzählt und nicht öfter mal Tage übersprungen habe. So bleibt mehr „Raum“ aus der „guten, alten Zeit“, den ich verbraten kann.
ASiB mag ja eine großartige Episode sein, aber wie du schon erkannt hast, eignet sich meine Perspektive und Erzählweise dafür nicht. Einmal, weil die Story schon im Sommer anfängt (mit dem Typen, des sicher ist, dass sich in der Urne nicht die Asche seiner Tante befindet – bzw. wohl schon mit dem mysteriösen Anruf, den Jim am Pool erhält) und erst im Frühling darauf endet, wenn John eigentlich nichts Konkretes in seinem Blog schreiben darf. Dadurch wird die ganze Story natürlich ziemlich zerstückelt werden müssen. Und natürlich bekommt John bloß die Hälfte mit und hat während dieser Zeit mindestens drei Freundinnen (bis Weihnachten) – darauf habe ich auch so gar keinen Bock! (Gar nicht zu reden von der unerklärlichen Streichholzschachtel, wo sich Sherlock obendrein als Clown verkleidet (WTF?!) und dem 6 Thatchers-Fall im Blog, von dem in S5 niemand mehr was zu wissen scheint. Immerhin zählt John die Textnachrichten Signale – vielleicht sieht er dann doch einmal nach, was sie schreibt? Mal sehen...

Ja, die Chandlers haben sich da wirklich viel zu sehr in ihr Projekt reingesteigert – und mir tat es schließlich leid, dass sie dann in so einem schlechten Licht dastehen! Andererseits: Wer sonst hätte den Jungs so eine verrückte Falle stellen können oder wollen, wenn nicht diese Beiden? Und ihr Verhalten begünstigt Johns Ablehnung gegenüber den Verdächtigungen, dass er in Sherlock verliebt sei. Anfangs schrieb er ja noch so. „Ich bin nicht schwul. Er vielleicht. Ich weiß nicht. Spielt keine Rolle.“
Dass Sherlock Mycrofts Fahrer vermöbelt, war natürlich quasi ein Vorgeschmack auf die Aktion gegen diesen CIA-Typen Neilson, den SH natürlich nicht mehrfach aus dem Fenster wirft, sondern zuerst verdrischt und dann in den Hinterhof schmeißt, was Lestrade sehr wohl durchschaut hat.

Ja, ich bin einfach nur anglophil und habe in den letzten 8a zunehmend gelernt, GoogleMaps, -StreetView und anderes für die Recherchen zu nutzen. Ansonsten war ich aber auch schon ein paarmal in L. Und auch wenn ich natürlich weiß, dass das gar keine Rolle spielt, ob ich irgendwelche Locations usw erfinde oder nicht, versuche ich auch gerne immer wieder mal die örtlichen Gegebenheiten einzubauen und zu sehen, was sich daraus ergibt. (Übrigens stimmt es, dass Henry den 1. Zug genommen hat – es fährt zwar noch einer früher ab, kommt aber später in L an, weil es eine „Bummelbahn“ ist – und das Speedy's hat wirklich sonntags geschlossen. Was den Fall angeht, den du da zu lesen begonnen hast: Die Patisserie war schon letzten Sommer geschlossen und der Herrenausstatter Nigel Hall neben der Brindisa ist auch raus. Ich möchte lieber nicht wissen, wer da jetzt inzwischen noch wegen des Lockdowns Pleite geht...)

Aktuell bin ich etwas im Zwiespalt. Aus gegebenem Anlass sollte ich mich jetzt wohl an meine Corona-Story ranhalten. Andererseits ist das Interesse daran schon wieder stark abgeflaut, dabei geht die Handlung da gerade erst so richtig los... (immerhin kam es besser an, als die Eurus-Geschichte...)

Ich hoffe, du unterhältst dich bei den verbliebenen Kapiteln noch gut und bleibst dran, auch wenn du dann nur noch gelegentliche, kleine Häppchen bekommst!

Vielen Dank für dein RV!
Liebe Grüße!
Deine Nothing
06.07.2020 | 22:39 Uhr
Hey, ich finde es echt schade, dass zu deinen neuesten Kapiteln gar keine neuen Reviews mehr kommen! Haben alle Leser irgendwann aufgegeben? Oder stecken sie wie ich irgendwo zwischendrin fest? Leute, das ist eine beachtliche Leistung so lange treu an einer Geschichte zu schreiben, viel Recherche, Kreativität und Herzblut reinzustecken: das sollte zumindest ab und zu gewürdigt werden!

Wie auch immer, ich meld mich mal wieder von meinem aktuellen Lesestand aus;-)

John tut mir echt leid!!! Auch wenn mir Sherlock ebenfalls leidtun sollte - tut er aber nur bedingt. John ist allein, muss vollkommen planlos als Detektiv ermitteln, ohne Unterstützung außer Sir Simon und der Fall ist extrem unübersichtlich. Außerdem sagt ihm die Umgebung so gar nicht zu und vor lauter Sorge vergisst er sogar das Schlafen und Essen. Sherlock färbt hier echt negativ auf ihn ab!

Hab dir ja beim letzten Mal geschrieben, dass ich mich wunderte, wie oft Mycroft auftaucht. Schon seit einer ganzen Weile ist das nicht mehr so und ich vermisse ihn sogar! Eigentlich schon seit dem Comicbuch-Fall und dort ist er ja auch endlich mal wieder aufgetaucht, aber nur kurz in der Limo, quasi als Taxi, das war ja wohl kaum der Rede wert! Und jetzt im aktuellen Fall verhält er sich unbrüderlich und lässt sogar seinen unschuldigen Cousin schmoren! Da kann man ja nur ahnen, dass es zu einem Knall kommt, sollte er doch noch auftauchen ... und doch hoffe ich irgendwie darauf;-)

Übrigens: in einem der letzten paar Kapitel gab es einen Link zu dem Smaug-Interview. Ich hätte es mir gerne angesehen, aber der Link ist inzwischen ungültig geworden. Wollte es nur sagen, falls du sowas ab und zu überarbeitest.

Auf ein paar deiner Anmerkungen in deinen letzten Reviewantworten will ich noch eingehen:

"Du wirst noch merken, dass ich irgendwann dann doch anfange, mit drohenden Wiederholungen zu kämpfen."

Noch sind es keine zu großen Wiederholungen. Manche Aspekte des Alltags vielleicht, aber es gibt trotzdem kleine Varianzen. Trotzdem merkt man, dass sich die Beziehung der beiden verändert hat. Am Anfang war es dramatischer, mehr Schlag auf Schlag, aber sie kannten sich auch nicht so gut. Inzwischen haben sie ein halbes - sehr aufwühlendes und ereignisreiches - Jahr miteinander verbracht und kennen sich viel besser. Da läuft das Zusammenspiel anders. Daher passt es, das Dramatempo ein bisschen zu drosseln.
Ich finde es aktuell (gerade in Bezug auf wiederholungsgefahr) interessant, dass du Sherlock eine Weile im Knast schmoren lässt und John allein als Ersatz-Detektiv einsetzt. Es ist etwas Neues und Ungewohntes.

"Na, und wenn man sich mal diverse Krimiserien ansieht, dann gibt es in vielen zB eine Das Fenster zum Hof-Geschichte"

Das ist mir auch schon aufgefallen. Manchmal denkt man bei Krimi-Serien: kennste eine, kennste alle;-)

"Inzwischen denke ich, dass ihn doch schon alleine der Umstand, dass John eine Schwester hat, in Alarmbereitschaft versetzen müsste. Das hätte ja dazu führen können, dass auf Sherlocks „Festplatte“ Dateien zum Thema „Schwester“ wiederhergestellt werden"

Ou, das ist interessant. Das hab ich mir noch nie überlegt, aber eigentlich wäre es denkbar gewesen. Doch da es bei Sherlock nicht 'Klick' gemacht hat, muss er die Information 'Schwester' mit irgendetwas anderem verknüpft haben. Sonst könnte er ja auch bei jeder x-beliebigen Schwester getriggert werden.
Da fällt mir gerade ein, wie erklärst du dir eigentlich Cousin Franks Schweigen zu diesem Thema? Oder kommt das noch irgendwann in deiner Story zur Sprache? Hat Mycroft sich dessen Schweigen erkauft?

"Bloß schade, dass anscheinend niemand Merlin kennt"

Kennen ist zuviel gesagt, aber ich weiß, dass es die Serie gibt. Ich mag allerdings keine Serien, in denen die Schauspieler wie Milchbubis aussehen. Finde ich einfach nicht so interessant, auch wenn sie vielleicht inhaltlich gut sein mag.

"Da mir dann auch einfiel, dass wir mal gelernt haben, dass man einen Tempuswechsel als Stilmittel durchaus einsetzen darf, habe ich das dann auch gelegentlich zugelassen. Also, um deine Frage zu beantworten: spontan aber bewusst."

Danke für die Erklärung^^ Manchmal passt's und manchmal nicht. Ich finde aber, dass du im Laufe der Zeit immer stimmiger geworden bist, was das angeht. Schreiben lernt man halt einfach durch Schreiben.

Liebe Grüße und bis zum nächsten Mal!
Xella

Antwort von nothinghappenstome am 11.07.2020 | 11:28 Uhr
Hi, Xella!

Ja, ich würde auch manchmal gerne wissen, ob überhaupt noch jemand die neuen Kapitel liest. Vielleicht habe ich die letzten mit dem einen oder anderen Fall verloren? Könnte sein. Es ist dann zwar tröstlich, zu sehen, dass die Aufrufe doch immer noch etwas steigen und eine 60. Empfehlung eingegangen ist – aber ich hab halt keinen Schimmer, ob in den neusten Kapiteln überhaupt noch jemand dabei ist.
Von vielen „alten“ Lesern habe ich natürlich schon mitbekommen, dass sie nach S3 oder 4 zu enttäuscht waren, um dieses Fandom überhaupt weiter zu verfolgen, aber bei den Neueren habe ich keine Ahnung.

Mal eine neue Situation für John. Es hat wohl seinen Grund, wenn SH in ASiP nicht im Polizeiauto an den Tatort gefahren werden will – kann dann schnell so aussehen, als wäre man verhaftet worden; oder einen zumindest an solche Gelegenheiten erinnern. (Auch wenn es ihm ja angeblich egal ist, was die Leute denken...)
Genaueres will ich mal über den Wald-und-Wiesen-Tatort und Mycrofts Haltung noch nicht sagen, denn du bist ja noch dran.

Danke für den Hinweis wegen des Smaug-Interviews, da werde ich mich demnächst mal auf die Suche machen, vielleicht finde ich es wieder, dann gebe ich Bescheid. Ständig verschwinden irgendwelche Quellen – das nervt! Soll ja schließlich keine Doktorarbeit werden!

Anfangs hab ich noch so einige Ideen verwurstet, die man nicht wirklich als „Fälle“ bezeichnen kann. So etwa die Sache mit den Glückskeksen. Dafür waren die halt actionreicher. Außerdem hab ich, was das Googlen angeht allmählich auch einiges dazugelernt. Natürlich habe ich das vorher auch schon genutzt, aber man bekommt dann halt immer mehr Übung (...und Google Cookies! Wenn ich zB mit Ecosia suchen will, merke ich oft, dass diese Suchmaschine mich nicht kennt und keinen Schimmer hat, worauf ich hinaus will! Irgendwann steht mal Polizei oder BND vor meiner Tür und will wissen, wozu ich die ganzen Gifte und Waffen recherchiere! XD).

Ich finde das eigentlich ganz witzig und auch okay, gerade mit Fenster zum Hof – das ist dann halt eine Hommage und irgendwie auch ein Ausdruck von Demut: Wir sind alle eigentlich bloß Epigonen oder Fan-Fiction und manches ist so genial, dass man es einfach immer wieder erzählen muss – auch wenn man es dafür modernisieren muss.

Dass Sherlock getriggert werden könnte, nur weil irgendwer eine Schwester hat, ist insofern unwahrscheinlich, weil ihm die meisten Menschen reichlich egal sind. Wir werden halt von den Machern ab Folge 1 dafür sensibilisiert, dass man sich (im Englischen) im Geschlecht täuschen kann. Wie eben in HLV mit „the other one“. (Auch Sherlocks Reaktion auf die Anrede „Nurse“ in Tso3, die in der deutschen Synchro einfach mit „Schwester“ anstatt mit „Pfleger“ übersetzt wird, gehört hierher. Und natürlich auch, dass – wie sich in HLV herausstellt – die überdurchschnittliche Intelligenz von der mütterlichen Seite kommt!) Aber John ist nun mal nicht irgendwer. Und wie gesagt: Ich habe nicht vor, NfdB auch noch an (TAB und vor allem) S4 anzupassen. Nach S3 war es schon schwierig genug!
Da hast du natürlich recht: Obwohl es denkbar wäre, dass man Frank genau wie Sherlocks Eltern „reingelegt“ und dann zum Schweigen verpflichtet hat, würde er dann ja immernoch davon ausgehen, dass Sherlock weiß, dass da mal eine fiese, gruselige, kleine Schwester war, die seinen Spielkameraden hat verschwinden lassen, später das Haus in Brand gesetzt hat und dann irgendwann nicht mehr da war. Aber was ist mit weiteren Menschen? Den Nachbarn der Holmes? Den Trevors?Den Forschern, die Mycrofts und später Eurus' IQ evaluiert haben sollen um festzustellen, dass die Kleine noch weit cleverer war als Newton? Dann müssten Onkel Rudy und später Mycroft auch bei all diesen Wissenschaftlern und sonstigen Personen dafür gesorgt haben, dass niemals etwas an die Öffentlichkeit kam. Eurus' Tod bei einer 2. Brandstiftung vorzutäuschen, wäre vielleicht noch machbar (gewesen), aber wie verhindern, dass irgendwer von ihnen mal auf Sherlock trifft und einfach voraussetzt, dass der noch weiß, dass er eine Schwester hatte?
Aber wer weiß, ob ich überhaupt jemals soweit komme, dass ich mich da endgültig entscheiden müsste.
Es ist aber auch einfach so, dass ich TFP mit dieser hyperintelligenten Superschurkin, deren übermenschliche Kräfte weit über Hypnose und Suggestion hinausgehen für ein SH-Universum zu surreal finde. Ist sie aus dem Marvel-Universum ausgebrochen, oder was?! Oder aus dem Arkham Asylum von Gotham City!? In TBB scheint der Killer durch Wände gehen zu können – zumindest klettert er Hauswände hoch „wie Spiderman“. Das ist im Rückblick von TFP aus betrachtet, nicht bloß ein klassisches (scheinbares) locked room mystery (wie auch the Bloody Guardsman u. a. Fälle bis hin zu dem Blog-Fall mit der Streichholzschachtel) darstellt, sondern jetzt als foreshadowing auf die unglaubliche Eurus zu verstehen ist. Eurus kann perfekte Verbrechen begehen und das darf es in einem SH-Universum nicht geben: Irgendwelche Spuren, Indizien MÜSSEN vorhanden sein, die den wahren Täter überführen.
Was im Hinblick auf Eurus und mögliche Trigger auch problematisch werden könnte, wäre ein Fall mit Brandstiftung. Nach TFP wissen wir jetzt auch, wieso Mummy Holmes ein Buch über The Dynamics of Combustion (frei nach Moriartys The Dynamics of an Asteroid!) geschrieben hat – aber das war ja wohl noch, bevor sie Eurus bekam!
Ach ja und "Initially he wanted to be a pirate...": Ist das auch ein Test? Erwähnt Mycroft das, weil John, ohne davon etwas zu ahnen, sicherstellen soll, dass sich Sherlock nicht erinnert, dass Redbeard kein Hund war? Und war das wohl auch Mycrofts Hauptsorge während THoB...?


Naja, das ist natürlich Geschmackssache, aber dass Merlin derselben Generation wie Arthur angehört und dann zugleich auch Gwen und Morgana kennenlernt, ist einfach ein genialer, wenn auch eigentlich simpler Kniff. Und dass sie sich fast noch als Teenager kennenlernen und vor allem, dass Merlin geheimhalten muss, dass er zaubern kann und den linkischen Diener spielen muss, weil es seine Bestimmung ist, Arthur zu beschützen, schafft eine ganz neue Situation und Dynamik. Und obwohl es auch viele witzige Momente gibt, hat man manchmal den Eindruck, es wäre wie bei einer klassischen griechischen Tragödie: Egal wie sich Merlin dieses Mal entscheidet, irgendwann wird sich doch wieder rausstellen, dass er da „falsch abgebogen“ ist. Gerade wenn er zB den unschuldigen kleinen Druidenjungen Mordred rettet u. ä.

Ja, das mit dem Tempuswechsel ist schon subjektiv – und kann auch zeitweise an meiner „Lektüre“/Beta-Leserei gelegen haben (zB Sam96 und Urahara-Girl). Ich stelle mir meine Texte (und auch die Belletristik, die ich lese – Bühnenstücke sowieso) immer „vorgelesen“ vor. Ich würde eine actionreiche Stelle u.ä. schneller vorlesen als zB eine idyllische Landschaftsschilderung – und beim Schnell-Vorlesen stören diese ganzen -te-Endungen der schwachen Verben ja auch. Kann aber gut sein, dass ich heute manche Stellen nicht mehr im Präsens schreiben würde. Aktuell schreibe ich allerdings bei The Abominable Fright ganz absichtlich in der Gegenwart...
Vielen, lieben Dank für dein ausführliches Rv!
Ich wünsche dir ein schönes WE!
Deine Nothing
20.06.2020 | 12:29 Uhr
Du bist so fies!!! Und mit fies meine ich verboten gut!;-) Wie kannst du nur immer solche Cliffhanger einbauen! Nie kann man sagen, nur noch dieses eine Kapitel, dann ist gut für heute. Ständig muss man weiter lesen. Ich weiß nicht, wann es passiert ist, aber ich suchte deine Geschichte sooo sehr, dass ich jeden Abend zu spät ins Bett komme und morgens beinahe zu spät zur Arbeit. Ich bin fassungslos, denn es ist ne Weile her, seit mir das beim letzten Mal bei nem Roman passiert ist. Gefangen in der Welt von Sherlock und John *seufz*

Der überaus verwirrende Fall auf dem Kreuzfahrtschiff empfinde ich als eines der größeren Highlights unter den anderen Fällen, denn es enthält einen Ortswechsel und selbst Sherlock kommt bis kurz vor Schluss nicht dahinter, um was es eigentlich geht. Am Anfang war ich mega-gespannt, ob sie den Fall überhaupt annehmen würden oder nicht. Du hattest ihn so intensiv vorbereitet und mit Mrs Hudsons Schicksal verknüpft, dass ich kaum glauben konnte, dass sie nur aus der Ferne ermitteln würden, wenn überhaupt, doch irgendwann hat man es trotz Johns Besessenheit vom Zeitplan geglaubt. Umso größer die Überraschung, dass sie doch noch an Bord gegangen sind ... und, dass du es geschafft hast, im Rahmen ihrer Tarnidentität, die beiden zu shippen. In dieser Geschichte hätte man damit nicht gerechnet *lach* Mycroft an Bord war aber auch nicht schlecht! Respekt^^

Ich glaube ja, inzwischen hinter dein Geheimnis gekommen zu sein, warum man immer wissen will, wie es mit den beiden weitergeht: sie geraten immer abwechselnd in Gefahr, so dass man sich immer Sorgen um einen der beiden machen muss. Außerdem ist es immer dieses Spannungsverhältnis zwischen Freundschaft und sich austricksen, um den anderen zu schützen.

Du merkst, ich bin sehr beeindruckt! (und gequält ... und beeindruckt ...)

Liebe Grüße
Xella

Antwort von nothinghappenstome am 08.07.2020 | 14:55 Uhr
Hehe! ...sorry! XD
Du hast ja ein ordentliches Lesetempo, meine Liebe!

Achja, der Kreuzfahrtfall, das waren noch Zeiten!
Übrigens, was Wiederholungen und Einfälle anbelangt: Es bleiben halt auch nach jeder weiteren Folge weniger Möglichkeiten übrig, logischerweise. Und zB hat man bei TRBF den Eindruck, SH hätte vorher noch keine Entführung oder gar Kindesentführung gehabt. Abgesehen davon, dass John ein paar Mal geschnappt wird. Dazu noch die „blinden Flecken“, die man dann vielleicht nutzt und dann stellt sich raus: Geht nicht: John lernt Walzer erst in Staffel 3 und keiner von beiden hat schon mal eine Bombe entschärft. Und es würde hier auch nicht reinpassen, wenn sie zB mal Molly retten müssten. Aber naja, ich habe ja diesbezüglich auch schon so einige Bedenken über Bord geworfen...
(Und wie ich, glaube ich, irgendwo vermerkt habe, werde ich wegen S4 nicht mehr nachbessern. Dass Sherlock noch nie simuliert haben soll, würde jetzt aber auch größere Reparaturen erfordern!)
Vielen Dank für dein RV!
LG
Deine Nothing
09.06.2020 | 18:48 Uhr
Hi hi, witzig, dass du den typischen Fanfiction-Autor ein bisschen aufs Korn nimmst;-)

Was ich dich längst fragen wollte: Machst du das mit dem Wechsel der Zeitformen eigentlich bewusst? Alle paar Kapitel wechselt die Erzählzeit zwischen Präsens und Präteritum, in seltenen Fällen auch innerhalb eines Kapitels. Da ich deine Geschichte am Stück lese, ist es mir aufgefallen und ich stolpere beim Lesen ein wenig darüber. Falls das zu deinem Plan gehört, der erschließt sich mir noch nicht so ganz^^

Antwort von nothinghappenstome am 02.07.2020 | 12:38 Uhr
Hallo, Xella!

Bloß schade, dass anscheinend niemand Merlin kennt (auch damals nicht, und da lief die Serie noch!) Aber ich hätte mir jetzt nichts anderes aktuelles vorstellen können für Slash-Geschichten. Und da ja auch noch eine „seriöse“ Erwachsene in dem Fandom aktiv sein sollte, kam mir eine Geschichts- und Literaturlehrerin glaubwürdig vor,die sich mit dem Serienstoff sowieso schon viel auseinandergesetzt hat.
Collin Morgan hätte ich mir übrigens gut als „Sherlock als Student“ vorstellen können, damals...
(okay, vielleicht ein kleines bisschen diese markanten Ohren anlegen lassen...)

Also, eigentlich gehören Romane etc ja im Präteritum geschrieben, aber gerade in der ersten Zeit hab ich hier sehr oft Präsens gelesen (und auch gebetat). Anfangs ist es mir dann, glaube ich, unbewusst passiert. Präsens suggeriert dem Leser halt stärker, dass er/sie unmittelbar mit im Geschehen steckt – oder dass der Erzähler so von seinen Erinnerungen mitgerissen wird, als ob er die Ereignisse nochmal durchlebt. Da mir dann auch einfiel, dass wir mal gelernt haben, dass man einen Tempuswechsel als Stilmittel durchaus einsetzen darf, habe ich das dann auch gelegentlich zugelassen. Also, um deine Frage zu beantworten: spontan aber bewusst. (genauso kann man ja auch bei einer Rückblende im Plusquamperfekt anfangen und sich dann ins Präteritum „zurückschleichen“, um dann gegen Ende der Passage wieder ins Plusquamperfekt zurückzuwechseln, denn dieses ständige „ge... hatte“ und „ge... war“ klingt auf Dauer einfach furchtbar holprig. Zukunftsvisionen analog.)

Vielen Dank für dein RV!
LG, deine Nothing
09.06.2020 | 18:42 Uhr
Hallo Nothing.

Nun gebe ich auch mal wieder ein Lebenszeichen von mir;-) Ich bin bei deiner Geschichte noch immer am Ball. So unwahrscheinlich es scheint, aber es funkioniert tatsächlich, dass man über jeden einzelnen Tag, den die beiden durchleben, schreiben kann! Ich glaube jeder andere Autor wäre daran gescheitert, oder es wäre irgendwann zu langweiligen Wiederholungen gekommen, doch du schaffst es, genügend Varianten in den Alltag einzubauen - die Fälle selbst bieten sowieso ja eine gewisse Abwechslung.
Bei deinen Beschreibungen und Ergänzungen zu den Filmfällen habe ich sehr viel Hintergrundwissen mitbekommen und achte nun im Nachgang ganz anders auf die Details. Mir war z.B. auch gar nicht klar, wie nahe die Fälle zeitlich beieinander liegen.

Noch viel besser gefallen mir allerdings die Fälle dazwischen. Sie bieten natürlich einen gewissen Neuheitswert, aber hier kannst du dich als Autorin auch viel mehr austoben, die Beziehung der beiden ausloten. Der Fall zum Obdachlosennetzwerk war wirklich erschreckend und es war enorm spannend, von welcher neuen, düsteren, aber auch menschlichen Seite man nun Sherlock kennengelernt hat. Und dann natürlich der Schock: Sherlock will seinen Beruf an den Nagel hängen. Sehr, sehr spannend!
Neu für mich war, wie viel Kontakt Sherlock und Mycroft dann doch regelmäßig miteinander haben. Allein durch das Schauen der Filme hätte ich das etwas anders eingeschätzt.

Liebe Grüße
Xella

Antwort von nothinghappenstome am 01.07.2020 | 12:47 Uhr
Hi!

Sorry, dass es so lange gedauert hat, aber ich war so mit meiner aktuellen Baustelle beschäftigt – aber an dem Thema werden wir ja leider noch eine ganze Weile Spaß haben, also ist es vielleicht doch nicht sooo dringend dort derart am Ball zu bleiben. Ich finde es nur grade ziemlich seltsam, wie schnell man zum Teil Erinnerungen „wegräumt“ und dann erst wieder hervorkramen und zeitlich einordnen muss – wie eben jetzt Ereignisse und Lockdown-Gefühle von Anfang April.

Du wirst noch merken, dass ich irgendwann dann doch anfange, mit drohenden Wiederholungen zu kämpfen. Allerdings sage ich mir dann auch, dass das völlig normal ist, zumal in der Show auch eine ganze Menge doppelt vorkommt. Zeitweise hab ich mich gefragt, ob das ein Stilmittel oder ein versteckter Hinweis auf irgendwas sein soll (wahrscheinlich habe ich zu viele hyperkluge Metas über die M-Theory* und Extended Mindpalace-Theory und so gelesen...), aber spätestens seit die 6 Thatchers, die ja im Blog schon kurz vor dem ersten Weihnachtsfest in einem völlig anders gelagerten Fall verbraten worden sind nochmal aufkreuzten, befürchte ich, dass ich (wie viele andere auch) den Machern da doch zu viel „Kunst“ zugetraut habe. Na, und wenn man sich mal diverse Krimiserien ansieht, dann gibt es in vielen zB eine Das Fenster zum Hof-Geschichte (die bei Castle finde ich besonders gelungen!). Und schließlich hat sogar Shakespeare vieles nicht frei erfunden, wie zB Romeo und Julia.
Bei deinen Beschreibungen und Ergänzungen zu den Filmfällen habe ich sehr viel Hintergrundwissen mitbekommen und achte nun im Nachgang ganz anders auf die Details. Mir war z.B. auch gar nicht klar, wie nahe die Fälle zeitlich beieinander liegen.
Als ich mit dem Projekt angefangen habe, war mir auch noch nicht klar, dass Blog und Filme oft nicht so recht zusammenpassen – vor allem in der Chronologie. Schon die Anzahl der Tage für TBB und TGG ist einfach ein Chaos und natürlich wurde nie in der passenden Jahreszeit gedreht.

Für mich war der Gedanke, dass sich der Golem rächt sozusagen unumgänglich, aber als ich dann erstmal in diesem Fall „drinsteckte“ hat er mich selber schockiert; so im Sinne von: „Was mache ich denn nur mit dem armen Sherlock, wie soll der denn da wieder drüber wegkommen?“ XD

Ja, vielleicht lasse ich Mycroft wirklich zu oft auftreten – so viel Zeit hat der doch auch gar nicht! Man hat auch in TGG wirklich nicht den Eindruck, dass er zwischenzeitlich mal in Erscheinung getreten wäre, aber nach seiner Skepsis am Ende von ASiP müsste er ja die Aktivitäten der beiden in der Zwischenzeit genaustens verfolgt haben, um es rechtzeitig mitzubekommen, falls John doch eher eine Gefahr für seinen Bruder darstellen sollte. Durch meine „Zutaten“ bekommt diese Szene am Morgen nach der Explosion gegenüber natürlich einen anderen “Ton“. Seine „Smalltalk-Fragen“ an John haben dadurch zwischen den Zeilen eher so eine geheime Botschaft wie: „Sorry, wegen der Iran-Mission – reden wir nicht mehr davon, ja? Ist ja sowieso top secret und niemals passiert!“
Inzwischen denke ich, dass ihn doch schon alleine der Umstand, dass John eine Schwester hat, in Alarmbereitschaft versetzen müsste. Das hätte ja dazu führen können, dass auf Sherlocks „Festplatte“ Dateien zum Thema „Schwester“ wiederhergestellt werden; also zB wenn John sich erkundigt, ob Sherlock außer Mycroft noch Geschwister hat. Aber John fragt so etwas wohl nicht, er denkt sich bloß seinen Teil, wie etwa, dass Sherlock bestimmt nie einen Hund hatte, weil er Garry und Billy sonst besser verstehen könnte. Nun...: Er hatte ja tatsächlich nie einen Hund...
So: inzwischen hab ich ja endlich die gefleckte Blondine (bis auf einen Epilog, von dem John gerade noch nichts ahnt) hinter mir und kann mich dann bald mal dem dem nächsten eigenen Fall widmen...

Vielen Dank für dein Review! Ich wünsch dir eine gute zweite Jahreshälfte und hoffentlich weiterhin gute Unterhaltung hier!
Liebe Grüße!
Deine Nothing

*
https://web.archive.org/web/20150215024233/http://loudest-subtext-in-television.tumblr.com/post/79041544289/m-theory-mycroft-moriarty-and-magnussens
08.05.2020 | 21:35 Uhr
Ich finde das sich der fünfte September 2011 am logischsten anhört. Warum kann ich nicht sagen. Ist bloß irgendwie so...

Antwort von nothinghappenstome am 28.06.2020 | 20:41 Uhr
Hi!

Ja, nicht? Das ist wohl die einzig passende Möglichkeit.
(When you have eliminated the impossible...)
Ich hab auch erst gedacht, dass Hounds erst im (2.) Frühling stattfindet, aber das passt nicht (auch wenn man nicht danach gehen darf, nach welcher Jahreszeit es gerade aussieht!). Da sind natürlich die Hinweise mit Mrs Hudsons neuem Kleid und dem Cluedo - aber die Blog-Posts machen es halt nicht besser.
Mal sehen, wie lang es noch dauert, bis ich da wirlich hinkomme...!
Vielen Dank für dein RV!
LG, deine Nothing
07.05.2020 | 19:41 Uhr
Hi!
Verrücktes Kapitel!
Nicht schlecht oder so sondern einfach... Dämlich und kurzsichtig von Sherlock, oder er ist so wahnsinnig weiß was folgen wird und das nur macht um sich mit John zu versöhnen... Wäre ja noch nicht mal undenkbar, vorallem bei NfdB na klar auch in den Filmen bzw der Serie aber hier wird die Freundschaft einfach vertieft und besser erläutert. Es tut mir leid aber ich kann es nicht anders ausdrücken. Ansonsten gibt es das wirklich, mit Chilis auf einer Karte im Restaurant. Das ist für Touristen die entweder großmaulig sind und behaupten das wäre nicht scharf oder aber die etwas lebensmüde, verrückt oder zumindest experimentierfreudig sind. Eine einzelne Chili kann auch eine Challenge bilden. Die Reize des ungesunden bzw gefährlichen. Wie bei einer Achterbahn. Egal! Shippst du eigentlich Johnlock? Hat meine Schwester die mit NfdB schon durch ist, mal in einem Nebensatz erwähnt. Wenn ja, könntest du vielleicht mal eine realistische Johnlock Fanfiction schreiben, bitte? Ich kenne bisher keine Fanfiction die den Charakter der beiden trifft. Dir traue ich das allerdings zu, da du auch hier in NfdB den Charakter, die Stimmungen und überhaupt alles der beiden triffst. Also ich persönlich würde mich über eine Johnlock oder unter Umständen auch einer Mystrade Fanfiction freuen. Vielleicht hast du auch Empfehlungen für mich. Wenn nicht auch okay. Ich finde halt das es theoretisch passen würde, aber praktisch halt niemand den Charakter der beiden triffst. Also danke für noch weitere hundert Kapitel die ich jetzt lesen kann. Ich musste das bloß los werden.
Schönen Abend dir noch.
Penny

Antwort von nothinghappenstome am 20.06.2020 | 23:25 Uhr
Hi!
Ja, diese Chili-Challenge ist schon irgendwie ziemlich dämlich! Aber in STUD warnte Stamford Watson, dass Holmes auch vor Selbstversuchen nicht zurückschreckt. Ja, gut - da meinte Stamford natürlich richtig giftige Alkaloide.
Okay - es war schon eine recht schräge Idee von mir - aber das war der Theater-Prank erst recht - vielleicht ist Sherlock davon noch etwas...gebeutelt?
Gibt's das tatsächlich auf Speisekarten? Keine Ahnung - dann hatte ich diese Idee wohl einfach später! XD
Aber auf Youtube habe ich solche Challenges natürlich schon gesehen.

Ob ich die Jungs shippe?
Nun jaaa...!
Hier, in NfdB muss ich sie immer wieder irgendwie auseinandertreiben, weil es hier nicht ins Konzept passen würde...!
Deshalb habe ich es dann in tax_returns ja auch durchgezogen...

Sorry, dass ich hier so hinterherhinke - ich hoffe, bald weiterzuschreiben, aber gerade hab ich drei Baustellen und die Jüngste ist halt einfach total aktuell...

Vielen lieben Dank für dein RV!
LG, deine Nothing
07.05.2020 | 16:32 Uhr
Hi Nothing.

Ich nehme hier mal auf ein Zitat von dir in Kapitel 95 Bezug, auch wenn ich längst schon weitergelesen habe:
"Ich weiß, dieses harmlose Abenteuer liegt mir nicht so - obwohl es davon eigentlich mehr geben müsste - wäre "kanonischer"..."
Hoffentlich denkst du über über dieses Elster-Abenteuer inzwischen ganz anders als damals, denn es ist alles andere als langweilig!!! Selbst als man noch dachte, dass es "nur" um eine diebische Elster geht, war es gut. Gerade der Kontrast zum Iran macht es spannend. Doch du hast es zusätzlich noch geschafft, Juwelendiebe und korrupte Geheimdienstmitarbeiter, die selbst vor Folter nicht zurückschrecken, einzubauen, was wirklich ein unerwarteter Plottwist war. Ich klebe noch immer an deiner Geschichte fest und lese jeden Tag ein Stückchen vorwärts. Mal sehen, für wie viele Tage das noch Futter bietet. Ich glaube für viele;-)

LG Xella

Antwort von nothinghappenstome am 10.05.2020 | 19:23 Uhr
Hi!

Freut mich, wenn es dir trotzdem gefällt. Aber vielen Krimilesern geht es da anders - wie ja auch der Zeitungsverkäufer in TAB meint. Erst so ein richtiger Mord macht es wirklich spannend! Wenn ein unbekannter Killer umgeht, der jederzeit wieder zuschlagen kann. Das sorgt für Zeitdruck und Dringlichkeit. Ein verschwundener Edelstein dagegen: Gääähn! Davon wird so eine reiche Dame ja schließlich nicht verhungern. Sie hat eben ein Schmuckstück weniger, du liebe Zeit...! ;-)
Natürlich habe ich mir damals die Frage gestellt, ob Sherlock jemals ein Haustier gehabt hat. In THoB klingt es eigentlich nicht danach - obwohl Sherlock viel schneller durchschaut, dass Billy und Gary den Hund gar nicht haben einschläfern lassen...
Später hab ich Sherlock dann ein Pferd angedichtet - aber das ist eine andere Geschichte, oder besser gesagt zwei.
Vielen Dank für dein RV!
LG, deine Nothing
03.05.2020 | 11:39 Uhr
Nope.... Diese Geschichte wird nicht meine Lieblingsgeschichte... Ich schäme mich viel zu viel fremd. Aber gut geschrieben! Ich mag bloß die "Armleuchter" nicht. :-D

Antwort von nothinghappenstome am 06.05.2020 | 16:42 Uhr
Ja, vor allem Ally ist echt anstrengend! XD Der würde mir irl bestimmt auch großenteils auf den Keks gehen!
Übrigens: Du hast ja sicher schon mitbekommen, dass weite Teile dieses Machwerks aus der Feder von Don Candelabros hier ebenfalls nachzulesen sind.
https://www.fanfiktion.de/s/55f58f8300027713309eb0b6/1/Ein-Mittsommernachtsregenbogen
Geht aber sicher auch so.
Vielen Dank für dein RV!
LG, deine Nothing
02.05.2020 | 23:37 Uhr
Ha! Ich kann Geschichten empfehlen! Habe ich auch sofort gemacht, obwohl ich diese Geschichte persönlich nicht mag. Viel zu viel ja keine Ahnung was?! Freundlichkeit?! Die sind irgendwie alle einfach viel zu nett.... Und aufgedreht! Allerdings fühle, ich, Penelope, mich persönlich durch die dort aufgeführte Rolle beleidigt! Ne Spaß, gut geschrieben ich mag bloß keine aufgedrehten Mitmenschen...

Antwort von nothinghappenstome am 03.05.2020 | 18:20 Uhr
Ieso solltest du das nicht können? Muss man dazu irgendwas "geleistet" haben? Ich weiß nicht, die Empfehlungen gibt es ja noch nicht so lange. Also: von meiner Warte aus betrachtet. Jedenfalls: Vielen Dank dafür!
Das dachte ich mir schon, dass du diese Geschichte nicht mögen wirst, wie du dich das erste Mal zu Ally geäußert hast. Da seid ihr schon 2, die die Geschichte nicht mögen: Du und John! ;-P
Was die Aufgedrehtheit betrifft: Das sind Laienschauspieler, die dabei sind, ein richtig großes Projekt auf die Beine zu stellen; ihr mit Abstand größtes bisher - und das im Vorfeld ihres absoluten Lieblingsfestes. Da müssen die ja aufgedreht sein - zumal sie sich gegenseitig noch hochschaukeln.
Vielen Dank für dein RV!
LG, deine Nothing
28.04.2020 | 14:16 Uhr
Wie?! Du hast noch nie von den berühmt-berüchtigten Windschutzscheinen gehört? Und wie du es schreibst: Autopsiebericht wird eigentlich Autoubziehperiächtt geschrieben... Das weiß doch jeder! ‍♀️ (Wer nicht gemerkt hat das es Ironie es, hier steht es schwarz auf weiß.)
25.04.2020 | 17:13 Uhr
Oh, das Iran-Abenteuer war einfach klasse! Es war spannend vom Anfang bis zum Ende und die vielen Kniffe und Wendungen! Zwischendrin wusste ich schon gar nicht mehr, wie viele Mordanschläge sie nun überlebt haben;-) Ohne gegenseitige Hilfe hätten sie es allerdings sicher nicht geschafft.
Mycrofts Aussage zu Beginn deiner Geschichte zu John, dass er an der Seite Sherlocks London (und andere Orte) als Schlachtfeld erleben würde, trifft hier sicherlich zu. Wohlweislich hatte er aber damals verschwiegen, dass er in hohem Maße daran beteiligt ist, dass es so ist!! Und wie er die zwei manipuliert und ausspielt, so dass sie tun, was er will, ist auch nicht ganz ohne. Deshalb gefiel mir am Schluss deine Erwähnung, dass er Sherlock (wenn auch sehr ungelenk) in die Arme nahm. Endlich war ihm bewusst, wie knapp das war. Was mich sehr irritiert, ist Sherlocks Einstellung zum Schlaf und zum Essen. Zum einen ist es lebensgefährlich, zum anderen lebt der Detektiv doch für sein Gehirn und auch wenn dieses besser funktioniert, als bei vielen anderen Menschen, muss er doch merken, wie sehr sein Potenzial nachlässt, wenn er ihm keine Ruhe und keine Nahrung gönnt. Oder wie siehst du das?
So oft, wie er hier geraucht hat, ergeben die Filme allerdings endlich einmal Sinn, wenn über Pflaster und einzelne Zigaretten gesprochen wird.
Ganz am Schluss ist John wieder etwas zu sehr Glucke - denn was bringt es, 24/7 über Sherlocks Schlaf zu wachen? Witzig jedoch, dass er seinen Freund Bill für die Glucke hält;-) Ansonsten war diese Woche Iran für das Wachsen des Vertrauens und der Freundschaft zwischen Sherlock und John nicht unerheblich, auch wenn man ihnen menschlich etwas weniger dramatische Tage gewünscht hätte *lach*

Um noch auf deine Reviewantwort vom letzten Mal einzugehen: Ich denke, dass sowohl Männer gute Frauenfiguren schreiben können als auch umgekehrt. Das hat eher was mit guter Beobachtungsgabe und Einfühlungsvermögen des Autors zu tun und weniger mit Geschlecht.

Beeindruckend fand ich diesmal besonders deinen Rechercheaufwand. Orte, literarische Zitate, Maßeinheiten, Fachsprache, alles wird penibel aufbereitet und von scheinbar leichter Hand in die Geschichte eingeflochten. Das schaffen nicht viele so gekonnt und glaubhaft. Coole Sache:-)

LG Xella
15.04.2020 | 01:05 Uhr
Was meinst du eigentlich mit tbc? Frage ich mich schon länger... Da das einzige was mir dazu einfällt ist Tuberkulose kurz auf Englisch... Fragen über Fragen...

Antwort von nothinghappenstome am 19.04.2020 | 12:18 Uhr
Hi!

Ja, okay, das ging mir auch so, dass ich mich erstmal an einen Haufen Abkürzungen gewöhnen musste, dabei kannte ich den Ausruck, für den tbc steht sogar schon. Soll nämlich heißen: to be continued - also auf Deutsch würde man schreiben "Fortsetzung folgt".
Du wirst das hier auf FF sicher noch öfter lesen; manchmal auch mit Fragezeichen versehen. Dann soll das soviel heißen wie:
"Ich weiß nicht? Soll ich weitermachen? Möchtet ihr mehr davon? Oder gefällts euch nicht? Sagt mal was dazu!"
Bei mir ist das zumindest hier eher so eine Abschiedsfloskel, ich könnte genauso gut c u (see you) schreiben oder Auf Wiedersehen...

So, heute hab ich mal an einer anderen Story weitergeschrieben - aber du hast ja hier noch etwas Vorrat!
Bis bald mal wieder!
LG, deine Nothing
14.04.2020 | 12:35 Uhr
Hallo Nothing.

Das ist ein unglaubliches Projekt, an dem du dich hier seit Jahren austobst und es zeugt von unglaublichem Durchhaltewillen. Respekt! Ich selbst bin erst vor kurzem darauf gestoßen und stecke sozusagen noch in den Anfängen deiner Geschichte;-)
Obwohl ich die Filme kenne, tun sich bei mir des öfteren Wissenslücken auf, so dass es mir manchmal schwer fällt, zwischen Film-Fall und Blog-Ereignissen zu unterscheiden. Doch je mehr ich hineinlese, bessert es sich langsam.
Du schreibst alles in allem unglaublich und dein Wortschatz gefällt mir gut. Auch in die Figuren denkst du dich super hinein bzw. hast sehr gut zu ihnen recherchiert.
Am besten gefallen hat mir bisher, als John mit Norma den Tag verbringt und sein Handy ausschaltet und wie sehr das Sherlock und Mycroft zum Ausrasten bringt. Johns Schuldgefühle danach fand ich zunächst ziemlich ooc, denn es wirkte so (nicht falsch verstehen) weiblich und liebesbeziehungsmäßig, aber die folgenden Kapitel haben das wieder korrigiert. Dieser Plottwist, dass die SMS nicht aus willkürlichem Ärger oder Kontrollzwang geschickt wurden, sondern im Zusammenhang mit diesem schrecklichen Banküberfall, war einfach genial. Hatte mich schon gewundert, wie es sein kann, dass Sherlock und Mycroft so eng getaktet in Verbindung stehen. Das ist schließlich nicht ihr Alltagsverhalten, doch so ergab es Sinn. War spannend zu lesen bisher.
Dir viel Spaß beim Weiterschreiben!

Liebe Grüße
Xella

Antwort von nothinghappenstome am 18.04.2020 | 10:59 Uhr
Hi, Xella!

„Willkommen im Club!“
Ja, ich hatte halt den Eindruck, dass zwischen AsiP und TBB eine Menge passiert und auch schief gelaufen sein muss. Da ist am Ende von ASiP diese skeptische Bemerkung von Mycroft, der noch so gar nicht weiß, was er von diesem Armydoc halten soll und vor allem sind die Jungs in TBB so anders zueinander als am Ende von ASiP. Und dann in TBB die Sache mit Sarah. Da müssen sie Sherlock in diesem Zirkus schon mehr oder weniger retten, aber anschließend klinkt sich John aus den Ermittlungen aus und bestellt für sich und Sarah Essen. Also bei mir wäre da anschließend Sherlock in Gefahr geraten – und letztlich wäre ja auch genau das passiert, wenn Shan die beiden Jungs nicht verwechselt hätte!
(Bitte nicht falsch verstehen: TBB ist ein sehr ordentlicher, durchdachter und gut konstruierter in sich abgeschlossener Krimi, von denen diese Show noch ein Dutzend hätte vertragen können – so zwischen den „großen“ Episoden, in denen die wirklich folgenschweren, schicksalhaften Dinge passieren, wie Sherlocks vermeintlicher Selbstmord oder Johns Heirat. Und die Verwechslungsgeschichte ist wirklich geschickt eingefädelt und wirkt absolut schlüssig.)
Natürlich darfst du bemängeln, dass „mein“ John zu weiblich wirkt. Würde man bei so einem "alten Haudegen" schon mal gar nicht vermuten. (Seine psychologische Halbbildung wendet er ja gerne mal auf andere an, aber selbst ist er eigentlich nicht so reflektiert, was seine eigene Psyche angeht! Diesen Eindruck macht er in der Serie und im Blog zumindest nach außen.)
Anfangs hatte ich das auch eher als eine Art geheimes Tagebuch – eben im Gegensatz zu dem Blog – gesehen, aber schon zu diesem frühen Zeitpunkt war es dazu viel zu ausführlich geraten – das ist aber noch nicht der Hauptpunkt: John denkt und fühlt Dinge, die er nicht niederschreiben würde (ja, die er sich nicht mal zu denken erlauben würde). Also, ich habe auch nie in mein Tagebuch geschrieben, was ich wirklich denke, bzw wie schlecht es mir manchmal tatsächlich ging – ob mit einem Schlösschen versehen oder password-geschützt, auch wenn man denkt, dass Eltern oder andere Mitbewohner ein Tagebuch respektieren würden – die Bedrohung, dass etwas Geschriebenes eben auch Gelesen werden könnte, ist immer da – und daher gibt es Dinge, die ich einfach nicht in ein Tagebuch reinschreiben würde. Ich würde sie allenfalls einer Kunstfigur als deren Nöte usw andichten...!
Aber mal davon abgesehen: Ja, es mag vermessen sein, wenn ich als Frau aus der Sicht eines Mannes schreibe – ob in der Ich-Form oder als „Allwissender Erzähler“, der die Gefühle und Gedanken einer Figur wiedergibt, ist egal – aber es gibt seit 2 Jahrtausenden Romane für Frauen, die von Männern geschrieben werden – und noch länger maßen es sich die Herren Dichter an, sich Theaterstücke und epische Dichtungen über oder zumindest mit Frauengestalten aus den Fingern zu saugen. Also, da habe ich manchmal auch meine Zweifel!
Abgesehen davon ist das hier ja bloß eine FF und deswegen werde ich mir wegen dieses Mangels sicher keine Vorwürfe machen.
(Genauso könnte man übrigens fragen: Wieso haben die denn einen schwulen Autor diesen Blog schreiben lassen?
Aber ich möchte jetzt nicht auf das Thema Queerbaiting kommen...)

Ich hoffe, du fühlst dich weiterhin gut unterhalten.

Vielen Dank für dein RV!
LG, deine Nothing
11.04.2020 | 21:30 Uhr
Einfach aus Interesse frage ich mal: „Schreibst du noch etwas zu diesem "Früher" von John? Oder gibt es dazu schon etwas und ich habe es verpennt. Würde mich einfach interessieren... Ich meine sowohl vor dem Militär als auch besonders die frühere Folter. Und wie ist es dazu gekommen? Fragen über Fragen...

Antwort von nothinghappenstome am 17.04.2020 | 08:50 Uhr
Hi, Penny!

Tja, mal sehen! Bis 2014 wussten wir ja bloß Armydoc, Captain, Afgh, guter Schütze, Treffer in der Schulter, trotzdem Probleme mit dem Bein anfangs; dazu der kanonische Hinweis auf Bill Murray und das CV aus seinen Bewerbungsunterlagen in TBB
https://archiveofourown.org/works/503732 (auf tumblr etc gibt es dazu auch einiges).
Ich finde es schwierig - noch dazu in der Ich-Form - nichts über die Vorgeschichte zu "wissen", aber wenn ich "Fakten" erfinde, die dann nicht zu neuen Informationen aus der nächsten Staffel passen, hab ich mal wieder ein Problem. Ich hätte es zum Beispiel cool gefunden, wenn John sich zumindest mit gewissen Bombentypen ausgekannt hätte oder zumindest mal mit Minenräumung zu tun gehabt hätte, aber schon in TGG hat man den Eindruck, dass das nicht gerade sein Fachgebiet ist. Könnten diese Sneakers eine Bombe/einen Zünder verbergen? Denkbar, aber John warnt nur, macht aber keine Anstalten, sich die Stelle als Erster näher ansehen zu wollen. Wieso hört er in TBB eigentlich nicht, dass in dem Museum bloß Platzpatronen abgefeuert werden? (man müsste ja in einem Innenraum nicht bloß den Knall sondern auch den nämlich Treffer (oder auch Querschläger) ebenfalls hören. Und hat er schonmal eine Scheinhinrichtung erlebt? Klar, er ist Arzt und in Sherlocks Rede wird das dann endlich mal angemessen gewürdigt (eine der besten Stellen in S3, wenn nicht die beste!), aber es wäre schön gewesen, wenn John darüberhinaus noch irgendeine Fähigkeit, Kenntnisse etc gehabt hätte, die SH beeindruckend findet (weil sie für seine Arbeit nützlich ist - klar, das gibt es im Original auch nicht).
Davon abgesehen: Ich habe von Militär usw herzlich wenig Ahnung, würde also spätestens bei den Details Fehler machen. Andererseits: Ausführliche Erzählungen würden in dieses Projekt halt auch nicht passen, aber ein Albtraum geht immer ;-) da muss dann ja auch nicht alles stimmen! Kleine Episoden sind durchaus drin, vielleicht später auch noch mehr, wenn ich auf verwertbares Material stoße (etwa eine TV-Doku zu Afgh-Einsätzen oder so).
Viel wissen wir inzwischen immer noch nicht. Und dass sie Major Sholto in Johns Vorgeschichte untergebracht haben, hätte ich jetzt natürlich auch nicht erwartet!
Der langen Rede kurzer Sinn: Ich würde selbst gerne mehr wissen! (aber zum Waterboarding hätte ich wirklich nochmal genaueres schreiben sollen. Vielleicht ergibt sich doch nochmal eine Gelegenheit, bei der das bei John wieder hoch kommen könnte.)
(Übrigens:
Ziemlich zu Anfang bekommt John ja eine Nachricht von einem Kameraden namens Alistair - und wie heißt der Darsteller des Major Sholto? Alistair - noch dazu in genau der Schreibweise. Klar, zu irgendwelchen Übereinstimmungen kommt es ja immer mal. Find's trotzdem witzig!)
Vielen Dank für dein RV!
LG, deine Nothing
11.04.2020 | 18:59 Uhr
Gutes Kapitel, mal wieder :-D aber Lob ist besser als Kritik... Ich wundere mich bloß immer wieder wieso das John danach/ im Nachhinein das Angebot nicht angenommen hat. Am Anfang kann ich es verstehen. Aber nach aSiP verstehe ich es nicht mehr... Ich hoffe das ändert sich noch, also dass John irgendwann doch den Job annimmt. Weil: er müsste nicht viel mehr als im Moment machen und bekommt dann dafür Geld. Anyways. Ich wollte dir noch mitteilen: du musst nicht auch jedes Review antworten. Du musst es noch einmal lesen. Ich will einfach nur meinen Senf dazu geben. Mehr nicht. Da ich dann vermutlich dir nicht antworten werde (einfach weil es auf dieser Seite nicht möglich ist...) Also fühl dich bitte nicht dazu gezwungen oder so :-)

Antwort von nothinghappenstome am 16.04.2020 | 10:01 Uhr
Hi!

Tja, warum? Also, hier zunächst mal natürlich einfach, weil diese Story eigentlich bloß die kleinen und großen Lücken füllen und eventuell Unebenheiten ausbügeln sollte. Also konnte ich mir jetzt zB nicht erlauben, dass es SH mit einer Kindesentführung zu tun bekommt, denn in TRBF ist es nur zu offensichtlich, dass zumindest seit John Sherlock assistiert, er niemals so einen Fall hatte und auch von früher keine solche Gelegenheit bekannt ist.
Aber in der Show würde es, finde ich, auch nicht passen, auch wenn Myc in TGG nochmal einen Vorstoß wagt, Johns Handynummer ermitteln lässt und SH dann über John und Mycroft spöttelt "Wie drollig...na: Sie - Königin und Vaterland!" (das Pendant dazu ist, dass später John sagt: Ich hoffe Sie werden glücklich miteinander! - SH hat kein Verständnis dafür, dass John den "grässlichen" Myc so wichtig nimmt und John hat kein Verständnis dafür, dass SH von dem sadistischen Moriarty so begeistert ist - und ein kleines bisschen Eifersucht ist es auch.). Man merkt dann ja in der folgenden Szene, dass John sich zwar brav förmlich angezogen hat und unterwürfig lächelnd zu Mycroft begibt - aber doch nur, um Sherlock zu decken, ihm den Rücken freizuhalten. "Er ermittelt wie verrückt!". John ist nicht gut im Schwindeln, das weiß er wahrscheinlich auch. Er hat da einfach ein viel zu schlechtes Gewissen. (Selbst wenn er gefragt wird: "Sind Sie von der Polizei?" bekommt er nur sowas raus wie: "So ähnlich..." und das klingt jedesmal so kleinlaut, verlegen genuschelt.
Natürlich merkt Mycroft das, aber daran kann er ja auch zumindest ablesen, dass Sherlock sich eben nicht um den Fall West kümmert. Myc weiß inzwischen, dass John tatsächlich seinem Bruder gegenüber loyal ist (hat er ihm ja gleich zu Anfang schon unterstellt!) und das ist unbezahlbar - und in ASiB beantwortet Myc Johns Frage "Sie trauen Ihrem eigenen Geheimdienst nicht?" mit "Natürlich nicht: Diese Leute spionieren alle für Geld." Ich denke, da haben wir die Antwort: John ist nicht käuflich und deshalb ist er der wertvollste "Aufpasser", den sich Myc für Sherlock wünschen kann - auch wenn er den Detektiv nicht von jeder waghalsigen Aktion abhält usw. Myc hat akzeptiert, was er nicht ändern kann und nutzt diese Umstände so gut es geht für seine Interessen. (Bis auf Weiteres zumindest - und damit meine ich bis in TRBF hinein.)

Vielen Dank für dein RV!
LG, deine Nothing
10.04.2020 | 19:07 Uhr
Ich lese dieses Kapitel, höre im Hintergrund Musik und was spielt?! Natürlich Paralyzed... Und jetzt liege ich hier und stelle mir vor „Was wäre gewesen wenn das echt das Ende gewesen wäre?” (Also auch in der Serie) Du kannst einen echt schocken. Auch schon im letzten Kapitel... Aber gut geschrieben, fühlt sich echt real an. Sorry aber ich bin etwas zu geschockt um was längeres zu schreiben.

Antwort von nothinghappenstome am 15.04.2020 | 10:28 Uhr
Hi!

Ja, sorry, mich hat das selber runtergezogen, aber ich dachte eben, der Golem würde da doch bestimmt Exempel (durchaus mehrere) statuieren wollen und: Wer war denn sein Chauffeur?!? Vielleicht ein "Dauerkomplize"?
Es wird schon eine Weile dauern, bis SH aus dem Tief wieder herauskommt!

Hast du eigentlich auch nach 210 vorschriftsmäßig den Exkurs gemacht?!

Vielen Dank für dein RV!
LG, deine Nothing
10.04.2020 | 01:57 Uhr
Gutes Kapitel! Aber der Cliffhanger ist brutal! Ich wollte schon letztes Kapitel das Licht ausmachen. Allerdings war mit die Spannung doch zu groß so dass ich weiter gelesen habe. Großer Fehler... Naja, ich hoffe ich komme vor 3 Uhr noch zu einer ruhigen Stelle....

Antwort von nothinghappenstome am 14.04.2020 | 12:20 Uhr
Hi!

Es ist ja dann später SH, der Jim auf das Dach des Barts "zum Spielen" einlädt. Er weiß natürlich längst, dass man da rauf kann, hat es vielleicht schon oft für Zigarettenpausen genutzt. Ansonsten hab ich mich gefragt, ob Jim hier versucht, NLP anzuwenden ("Sie schulden mir einen Fall" usw.), damit sich Sherlock später diese Art Selbstmord aussuchen soll. (Also, ein Vorgeschmack von Eurus' Fähigkeiten letztendlich)

Hab mir jetzt diese Original-Drehbücher nochmal im Netz gesucht. Da gibt es nämlich 2 kleine Szenen, die es nicht in den Final Cut geschafft haben.
http://downloads.bbc.co.uk/writersroom/scripts/Sherlock-A-Study-in-Pink-final-shooting-script.pdf - sei es einfach aus Zeitgründen oder weil sie fanden, das wäre jetzt doch too much. Oder beides.
S 10 Szene 14f. Gleich nach der PK zieht sich Lestrade in sein Büro zurück, wo er eine einzelne Zigarette vorfindet. - das ist eine Art Einladungs-Code, den er schon kennt - L begibt sich auf das Dach der Scotland Yards Zentrale, wo ihn SH schon erwartet. Erst reden sie übers Rauchen (L überlegt, auf Pfeife umzusteigen) und so, dann natürlich über die Serienselbstmorde: Keine Vorzeichen, keine Abschiedsbriefe - an Orten, mit denen sie noch nie etwas zu tun hatten. Und SH sagt - während er schon die ganze Zeit an der Kante des Dachs steht - abschließend:
"That's not how I'd kill myself."
Diese Bemerkung findet L dann doch beunruhigend und fragt: "...so. How are you doing these days?"
Vielleicht kennst du das Buch The Casebook von Guy Adams, wo ich dann einige Deleted Scenes abfotografiert sind und wo ich dann diese Szene 15 zuerst sah. Ich weiß nicht, ob ich sie schon kannte, als ich diese Kaps geschrieben habe - ich hatte das Casebook jedenfalls noch nicht, als ich hier TBB abgeschlossen habe, denn da wusste ich noch nichts von der Stiftung einer Gedenktafel...

Ja, sorry, dieser Fall ist schon sehr deprimierend!
Ich hoffe, du hast inzwischen nicht auch aufgegeben...
Vielen Dank für dein RV!
LG, deine Nothing