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Autor: Glaskammer
Reviews 51 bis 75 (von 119 insgesamt):
23.10.2012 | 11:44 Uhr
Liebe Glaskammer!

Laufen nicht mittlerweile etwas zu viele gerechte Menschen herum? Ich habe nachgedacht, um das seltsame Gefühl erklären zu können, das mich angesichts des Fortgangs der Ereignisse ergriffen hat. Ich glaube, anfangs hat mich vor allem gestört, dass Ludwig ein so moderater Nationalsozialist ist, aber das ist geklärt, du tust dich schwer damit, einen Fanatiker zu schreiben und außerdem ist es genausowenig richtig, von jedem Wehrmachtsangehörigen zu erwarten, dass er bis in die Wurzel verdorben ist, wie zu sagen, dass dort ehrenwerte Leute arbeiteten. Als Deutschland-Personifikation für Gesamtdeutschland im Sinne von Hetalia taugt Ludwig also nicht. Ist ja auch in Ordnung und liegt im Wesen einer AU-Geschichte.
Ludwig war nie an der Front, sondern hat ein bequemes Plätzchen in der Verwaltung inne. Ihm fehlt das Trauma eines Soldaten, die Entzauberung des Nationalmythos, der da sicherlich viele getroffen hat. Es heißt doch immer, dass Ideologien immer am linientreusten von denen verfolgt werden, die nicht für sie bluten müssen. Ludwig ist in seinem Wesen kein Verräter. Er ist überraschend sensibel, was sich äußerlich in seiner Unsicherheit ausdrückt. Mit Matthew hat er sich das erste Mal in seinem Leben wirklich verschossen und ist auf ganzer Linie gedemütigt und um sein Vertrauen betrogen worden. Dabei ist es doch nun nicht so, dass Ludwig ansonsten alleine ist. Er hat Gilbert, einen halbwahnsinnigen Bruder, um den er sich Sorgen machen kann. Weshalb besinnt er sich nicht darauf zurück, lässt Matthew an die Wand stellen und Alfred hinrichten und regelt als zerstörter Schreibtischheini weiter seinen Schreibtisch?
Ich kann mir vorstellen, dass es sein Trotz ist, Matthew unbedingt noch spüren zu lassen, was er ihm eigentlich angetan hat: "Du behandelst mich wie Dreck, aber ich, ich habe dich so sehr geliebt, dass ich mein Leben aufgebe." Wie gesagt, es ist verständlich.
Aber man kann es doch auch so betrachten: Matthew hat sichvon vornerein vorgenommen, Ludwigs Schwächen auszunutzen. Ludwig hat sich benutzen lassen, hat unbewusst sich in eine abhängige Position begeben. Matthew hat gemerkt, dass Ludwig eigentlich eine gute Person ist. Während er das gemerkt hat, gab es einen sehr komischen Zwischenfall unter der Dusche, an den sich bestimmt keiner von beiden gerne erinnert. Ludwig geht irgendwelchen omniösen Aufgaben erfolglos nach, Matthew lässt sich vögeln, bekommt als Bezahlung eine kalte Spur und lässt seine Wut über diese demütigende Niederlage und die Angst um seinen Bruder an dem unschuldigen blonden Strohkopf aus. Für den bricht eine Welt zusammen.
Er begeht, gleich einem japanischen Samurai, eine faktischen Selbstmord, indem er Alfred befreit, um sein Ansehen wiederherzustellen.

Und ja, er hatte Erfolg, denn als sie ihn verladen haben, ist auch Matthew irgendwo in seinem Spatzenhirn aufgegangen, was ein guter Mann da gerade für ihn getan hat. Vorstadttragödie. Zwei eigentlich rundweg fehlerlose Menschen können nicht zusammenkommen, weil der eine seiner Ziele wegen vergisst, sich zu verlieben. Haben sie denn ansonsten überhaupt keine Schwierigkeiten, über ihre ganzen Unterschiede hinwegzusehen? Nach deiner Schilderung scheint Ludwig ein so einsamer Mensch gewesen zu sein, dass er zu niemanden auf dieser Welt irgendeine Art von engerer Beziehung hat, mit Ausnahme eines psychisch schwachen Bruder, aber selbst die Existenz und das Spiel Roderichs werden als Erinnerung aus weiter Ferne angeführt, nicht wie etwas, nachdem es ihm wieder verlangt. Überhaupt wirkt Matthew neben ihm ein bisschen blass. Er ist zweifelsohne der größere Realist, deswegen kann er diesen ganzen Gefühlskram auch überleben....

Streich den Mist, was ich sagen wollte, ist, dass ich gerade irgendeinen Krimi über Russland zu Stalins Zeiten gelesen habe und seitdem, da es dort um viele Menschen geht, die eigentlich nett wären, sich aber eiskalt gegenseitig an das Messer liefern und nur nach der Maxime des Überlebens handeln, irgendwie die Stirn darüber runzeln muss, dass die beiden eigentlich relativ fehler- und zwanglosen Menschen es nicht schaffen, konstruktiv zu denken. Manchmal denke ich, da spricht eher noch der Wille der Autorin, die ihren Autorenauftrag vollenden muss: den Karren anständig in den Dreck zu fahren.
(Das ging allerdings wesentlich einfacher, wenn Ludwig und Matthew ein Duell der negativen Eigenschaften starten würden!!)


Unter diesen Gesichtspunkten: Go for Kleve. Sein und Ludwigs Showgeplänkel hatte filmische Qualität.

Und Go for Alfred, wenn er sich um seine Affäre mit dem Italiener herumdruckst, das hat mir auch gut gefallen.
Aber ganz ehrlich, ich finde überhaupt nicht, dass Ludwig und Alfred etwas beieinander verloren haben.

Verstehst du, Kleve ist irgendwie der einzige verbleibende hochkarätige Bösewicht.


Ich muss zugeben, dass ich noch nicht ganz verstanden habe, was es mit der umgedrehten Jacke, dem fehlenden Rangabzeichen? auf sich hat und wie bitteschön Ludwig die Résistance dazu bekommen hat, zwei Amis babyzusitten. Er hat doch nicht etwa einen gewissen Gemüsehändler bestochen?
Aber immerhin habe ich eine Theorie, was es mit dem Fleisch auf sich hat, auch wenn sie mir irgendwie nicht perfide genug erscheint: Vielleicht wird der Gefangene damit gefüttert, aber es ist roh und verfault? Unwahrscheinlich. Wird ein Opfer damit eingerieben, um dann den Hunden vorgeworfen zu werden?

Ich freue mich sehr darauf, bald zu lesen wie die Geschichte beendet wird. Trotz meines ganzen Gemeckeres hat es mich betroffen, dass Ludwig abgeholt wurde, ich habe die Lippen zusammengebissen und mir einen Raum geträumt, inder sich Mr. Kanada und er noch mal vernünftig unterhalten können. Sieht so aus als wäre Gilbert bald auf sich allein gestellt.


Ich grüße dich herzlich,
Ar-Feiniel
AliceMadness (anonymer Benutzer)
22.10.2012 | 19:41 Uhr
Ahh, jetzt hab ich extra etwas gewartet, damit ich die beiden Kapitel auf einmal lesen konnte und nicht warten musste.

Viel kann ich eigentlich nicht sagen, denn die Entwicklungen der Ereignisse kamen zwar überraschend und doch war es ja irgendwie klar.
Was ich ja immer so toll an dieser ganzen Geschichte finde, ist dieses reale. Also kein überschwenglich, unnatürlich romantisches Getue, obwohl die Hauptpersonen dieser FF schon den ein oder anderen süßlichen Moment hatten ;D
Aber was ich sagen will, ist das Ende von der "Verrat-Serie". Dieses unmittelbare Auseinanderreißen von Ludwig und Matthew. Mensch, das war sehr dramatisch! Auch dass ein Gespräch zwischen Ludwig und Alfred stattgefunden hat und die Sache mit Ludwig und Matthew bis dato ja überhaupt keine Aufklärung findet. Ich bezweifle irgendwie auch, dass das passieren wird, weil du sicherlich nur darauf hinarbeitest mein Herz bluten zu lassen o___o Ich habe dich durchschaut!
Hab ich schon erwähnt, dass Ludwig mein Liebling ist? Ja? Egal, ich wiederhole mich einfach so lange, bis Ludwig durch meine bloße positive Gedankenkraft gerettet wird :DD
Nein, aber ernsthaft, da das nächste Kapitel ja das letzte vollständige Kapitel mit Ludwig sein soll, mach ich mir sorgen. Okay, vielleicht kommt er ja doch lebend aus der ganzen Sache raus. Irgendwie.
Ach, ich will jetzt wissen wie es ausgeht!
Wie du siehst, habe ich wirklich nicht produktives mitzuteilen, aber du weißt ja, was ich von allem halte und wie sehr ich mir eine Auflösung wünsche ;) Deshalb warte ich jetzt einfach brav weiter und erfreue mich an den folgenden Kapiteln, wo es hoffentlich auch mal wieder Neues zu Ivan und Gilbert gibt, die immer noch im Lager festhängen und ob überhaupt irgendjemand in der Geschichte ein gutes Ende findet .___.
Freue mich schon sehr auf weiteres!

See ya later alligator! ;D *Alfred Zahnpastagrinsen*
20.10.2012 | 15:53 Uhr
Hallihallo, einen schönen Tag,

ich packe hier mal meine Kommentare zu Verrat II und III rein, da ich Teil II noch nicht reviewt hab.

Alsooo, ich weiß nicht, ob ich das schon mal gesagt habe, aber es ist mir hier besonders aufgefallen: Die Art und Weise, wie du von der äußerlichen Erscheinung einer Person, auf die Eindrücke und Gefühle Außenstehender und schließlich auf die Verfassung der Gefühlswelt eben dieser einen Persons kommst, vor dem Hintergrund der Landung der Alliierten, ist irgendwie auf eine bestimmte Weise bezaubernd unpersönlich...
Da beobachtet man diesen jungen Deutschen, leidet, auch wenn man nicht unbedingt mit all seinen Machenschafften in der Vergangenheit einverstanden ist, mit ihm mit und dann bekommt man nicht seine Gedanken serviert, nein, sondern einen Blick aus der Vogelperspektive. Ach jeeeee. (Auch wenn sich das jetzt nicht nach Lob anhört, mir hat es gefallen.)
In einem der letzten Kapitel wurde erwähnt, dass Ludwig es früher mit anderen Kindern nicht leicht hatte, aber hätte eines von ihnen ihn für einen Außenstehenden ebenbürtig beleidigt, hätte es ihm nicht besonders viel ausgemacht. Er hätte sich wahrscheinlich gesagt, dass er eben besser als sie wäre und sich deshalb nichts draus machen sollte.
Matthew wird aber von ihm geliebt und wenn ein geliebter Mensch jemanden so deutlich zeigt, dass er ihn verabscheut, hinterlässt das auch bei einem abgebrühten Seemann Wunden.
Ich glaube, jetzt nachdem ich ausgebig über ihn nachgedacht habe, ist Matthew vielleicht sogar meine Lieblingsfigur in dieser Geschichte. Ich weiß nicht, aber dieser Mann, der so zerschlagen und völlig verfälscht in seinem Charakter durch seine Erlebnisse war, hat mich irgendwie... fasziniert. (Mir fällt gerade kein anderes Wort dafür ein!) In gewisser Weise hat er Ludwig zerstört und seine Hoffnung getötet. Wenn man dann bedenkt, dass Ludwig ihm quasi sein Selbst zurück gegeben hat, gibt das nocheinmal für den hinterletzten Deppen einen Hinweis auf Ludwigs Charakter.
Ich glaube, bei meinem letzten Review habe ich ausreichend an Alfred rumgedoktort, aber das muss jetzt sein: Auch wenn das fies erscheint, ich musste ziemlich über Felicianos Rolle kichern. Nichts mit `Veeeeeeh~´ und `Pastaaaa´, jedenfalls nicht im Kern... Oh weia, der arme Alfred.
Naja. Was ich sonst noch loswerden will: Man wusste ja eigentlich, dass Ludwig auffliegt, er hat es ja selber gewusst, er hat sich ja deswegen bei den Vorbereitungen gesputet, aber... Ja, aber. Keine Ahnung was ich jetzt sagen will, darum lass ich das lieber.
Der Abschied von Matthew und Ludwig und der letzte Absatz haben mir auf jeden Fall ziemlich auf den Magen geschlagen.

(Ludwig und alfred? Zusammen? ^^ Oje, jetzt hast du mir einen Floh ins Ohr gesetzt! (^o^) )

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende,

Fiore~
19.10.2012 | 18:54 Uhr
Greetings~ Fräulein Glaskämmerchen,

ich habs doch geschafft, jetzt kann ich meine gesamte Aufmerksamkeit wieder
dem schreiben einer großartigen Review widmen und nicht nur meiner Banknachbarin
in Informatik. Gut, wo fange ich an? Also am meisten hat mir wohl gefallen: "Quod erat
demonstrantum" Ich freue mich immer so, wenn ich neue Kapitel lese und Sprachen verstehe
die ich niemals gelernt habe. Mir hat auch gefallen wie sich Alfred vorgestellt hat wie Ludwig ist,
die Frage war wirklich berechtigt, ich meine so richtig gesagt hat er es ihm ja nicht. Ludwig ist
aber auch so "Deutsch", nach damaligen Vorstellungen versteht sich, bei ihm kann man
eben nur sagen "Idealbild". Aber so ist das eben bei Stereotypen.
Ich habe mich auch sehr darüber gefreut das mehr aus der Vergangenheit von Matthews und
Alfred und Ludwig ans Licht gekommen ist.
Meine Lehrerin würde jetzt an dieser Stelle wohl sagen, ich sollte nicht die ganzen Zeit
Inhalt sondern auch Sprache bewerten, aber da gibt es wohl nichts mehr zu sagen, außer
das du einen genialen Wissensstand beseitzt, einen wundervollen Schreibstil und die Gabe
Gramatisch wie orthographich fehlerfrei zu arbeiten besitzt :) Es ist mir immer ein riesiges Vergnügen
deine neuen Kapitel zu lesen, schon alleine deswegen. You are indeed awesome.
Ja, ist schon schlimm wenn man seinen Feind mag. Erst Matthews und dann Alfred, Ludwig scheint
echt unverbesserlich zu sein, aber im positiven Sinne. Ich liebe Geschichten bei denen
quasi "Vaterlandsverrat" begangen wird für andere. Gerade im Zweiten Weltkrieg finde ich das irgendwie
immer sehr rührend oder auch den Weihnachstfrieden im Ersten, ist zwar eine ganz andere
Siatuation, aber ich würde sagen vergleichbar :)
Dann kam die SS, diese Arschlöcher, ich muss jetzt doch mal dieses Wort verwenden, aber mal abgesehen
in welchen tausend anderen Beziehungen diese Herrschaften Arschlöcher waren nun haben sie
auch noch Ludwig von Matthews getrennt und ach, diese letzte Nachricht von Ludwig an Matthews
hat mich so gerührt. Endlich hat er es gesagt! Endlich hat er ausgesprochen was ich mir auch schon
seit Kapiteln dachte!
Ich bin wahnsinnig gespannt wie es im nächsten und letzten Ludwig-Kapitel weitergeht und
schmerzlich fällt mir auf das wir uns immer mehr dem Ende des Alphabets nähern ;(
Naja, zu deinem Einwurf am Ende, erstaunlicherweise ja, zumindest in deiner Geschichte
ergeben Ludwig und Alfred ein süßes Paar. Sonst würde ich das zwar nicht unbedingt sagen, aber ja ^-^

So, dann schreiben wir uns wieder im nächsten Kapitel. Ich kanns kaum abwarten.

Mit den großartigsten Grüßen
~Maria

Antwort von Glaskammer am 20.10.2012 | 10:24 Uhr
....und da bin ich auch schon wieder....^^...

Ja, das mit den Vergangenheiten, das war mir auch noch wichtig - als kleines abrundendes Detail - was zur Sprache kommen sollte.

Der Weihnachtsfrieden aus dem 1. WK rührt mich auch immer fast zu Tränen....so schön.
Und ja, endlich hat Ludwig es "ausgesprochen", aber....naja...jetzt hilft es ja nicht mehr wirklich, jetzt ist es ja quasi in den Wind gesagt...) =...vergebens.

Mal abgesehen davon, dass ich ja jeden Charakter gerne mit Ludwig "paare", glaube ich hat AmericaxGermany noch einmal einen ganz besonderen Reiz. Das ist fast wie zwei Seiten: der Stille, Zurückhaltende und dann Alfred..naja, der seinen Mund recht schlecht halten kann. Ich hab auch letztens über die beiden eine schöne englische Fanfiction gelesen fällt mir gerade dunkel ein...
(Muhaha, vielleicht sollte ich die Planung nochmal ändern und die beiden zusammenführen???......Friede Freude Pfannkuchen, mit brüderlichen Maple Sirup oder so...thahhaha..( =...)

Ja, ne? Wir sind jetzt schon bei W....das ist doch ziemlich heftig, hätte ich nie gedacht, diese ganze Entwicklung meines Schreibens bis hierhin....oh man.

Auch hier noch einmal ein dickes "DANKE" und hab ein schönes Wochenende..( =
16.10.2012 | 11:53 Uhr
Greetings~ Fräulein Glaskämmerchen,

dann hinterlasse ich dir jetzt mal deine großartige 65. Review. Ich muss nebenbei gleich mal meinen Infolehrer preisen, weil er mich das machen lässt. Sonst komme ich in nächster Zeit nämlich nicht wirklich zu schreiben. Scheiß Gesundheit und so, kann dir also mit dem Kapitel am Freitag noch nichts versprechen.
Ich freue mich übrigens über die Antwort deines Schreibstils auf meinen Heiratsantrag :3 Dann warte ich jetzt geduldig xD
Soo~, dann will ich jetzt mal wieder anfangen dich niederzupreisen :3 Also, jar, wo fange ich, am besten am Anfang. Die Stimmung wird wie immer top dargestellt und auch das Umschreiben der Situation, wie genau du auf Details eingehst ist wieder immmer einwandfrei. Ach, ich freue mich immer so wenn ich ein neues Kapitel von dir lesen darf. Es ist mir wirklich eine Ehre :D
Der Dialog zwischen Alfred und Ludwig war übrigens auch richtig klasse. Gott preise meine Englischkentnisse xD Ich musste wieder an den Anfang der Geschichte denken, dort wurde Lutz ja auch schon mit den Männern auf den Propagandapostern verglichen. Mir fällt grad auf... ihc vermisse Gilbert und Ivans Teil der Geschichte...
Jar, gut, jetzt ist meine PC-Zeit schon wieder abgelaufen. Tut mir Leid das ich nicht ganz so ausführlich geworden bin beim preisen, das Trostpflaster bekommst du nächste Woche wenn ich mir das Freitagskapitel durchlese ;)

Mit den großartigsten Grüßen
~Maria

Antwort von Glaskammer am 20.10.2012 | 10:15 Uhr
Liebe Maria,

gleich zwei nacheinander....du verwöhnst mich (und meinen Schreibstil) über die Maßen, ist das schon das "Werben"? Wann kommen die Blumen..und die Schokolade...? Thihiiihi...

Jaaaaaa, das du das noch weißt aus dem ersten Kapitel, dass diese kleines Mädchen Ludwig mit einem der Poster vergleicht...aaaaahhhhh...
Keine Sorge, Ivan und Gilbert kommen schon auch noch dazu, ihren Teil zum Ende der Geschichte beizusteuern..^^...

ganu lieben ank, dass du deine kostbare Computerzeit für eine Review meiner Geschichte geopfert hast!! Unser Informatiklehrer war damals nicht so locker drauf.....es war immer soo langweilig.

einen lieben Gruß und bis ganz gleich ( =
03.10.2012 | 20:30 Uhr
Entschuldige, aber ich habe momentan so wenig Zeit.
Trotzdem wollte ich hier meine Meinung kundtun... vor allem was Alfred angeht. Fantastisch umgesetzt... Ich hatte ehrlich gesagt ein wenig Sorge, denn der Charakter verleitet dazu, ihn oberflächlich und großspurig zu gestalten und zu behandeln, doch du hast es auf geniale Weise geschafft, ihm eine unglaubliche Tiefe zu geben. Und das innerhalb einiger weniger Sätze. Respekt dafür.
Ebenfalls stimmig war das Aufeinandertreffen der beiden Brüder (vor allem Matthews Angst in den Momenten davor..)
Und natürlich Ludwigs "Abschied" von seinem früheren Leben. Herzergreifend. Auch traurig. Der arme Kerl..
Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen, wie du den Endspurt gestalten möchtest.

lg ♪

Antwort von Glaskammer am 04.10.2012 | 10:37 Uhr
Darum freue ich mich umso mehr, dass du mir ein Review dagelassen hast, obwohl du so wenig Zeit hast: Dankeschön!!

Puhhh, Alfred war wirklich etwas....anders zu erschaffen als die anderen. Ich wollte auf keinen Fall, dass er so oberflächlich und durch die Tür geplautzt dargestellt wird, wie im Großteil der Serie oder in vielen anderen Fanfictions. Deshalb hatte ich große Sorge, ob es mir abgenommen wird, dass ich ihn zwar auch fröhlich und optismistisch großspurig zeige, ihn aber doch auch mit einer gewissen versteckten Tiefe austatte....puuh, hat ja anscheinend geklappt. (Für eine gewisse Entspannung und Auflockerung hat er vermutlich mit seinen Kommentaren trotzdem gesorgt, ist ja aber auch einfach seine Art, einige Menschen können das einfach.)

Und bei Ludwig: ich wollte einfach auch noch unbedingt zeigen, dass er ja nun nicht unbedingt der ist, der Hochverrat begeht, einfach mal so im Wirrwarr der Gefühle. Das da tatsächlich schon höhere Gewalten dahinter stehen, die ihn dazu verleitet haben. Hätte ich das nicht noch mit angesprochen wäre die Diskrepanz zwischen seinen Anfängen in der Geschichte (dem super vorschriftsmäßigen Leutnant, der aber seine Arbeit sehr gemocht hat) vielleicht weniger auffällig gewesen, glaube ich. Ach damn it, ich kann es nicht gut erklären, ich hatte einfach das Gefühl, das musste noch erläutert werden.

Ich bin auch gespannt wie ein Flitzebogen, wie es weiter geht...thaha..Spaß. Ich bin nur gespannt in welcher Stimmung ich bin und wie es mir dementsprechend und in welche Art gelingt, die Fortsetzung umzusetzen. Ich glaube das variiert auch stark.....hmm.

Ich wünsche dir einen schönen Tag!!
02.10.2012 | 11:20 Uhr
Sei gegrüßt Frau Glaskämmerchen,

ich hab mir mal wieder viel zu viel Zeit gelassen eine großartige Review zu hinterlassen, aber das hole ich jetzt nach ^-^ Wo ich doch schon mal krank zu Hause liege und meinen Bruder damit quäle ;)
Gut, was hab ich verpasst, drei Kapitel... Gut, lässt sich machen xD
Untreue I: Ich muss zugeben ich war viel verwirrter als ich es hätte sein sollen, aber ich glaube es lag auch irgendwie daran das ich davor ein wenig nachgelassen habe mit der Motivation zu lesen. Tut mir Leid, Facharbeit und so. Die Idee mit dem Dialog in dieser Weise fand ich aber gut. Und auch, das du das ganze dann im nächsten Kapitel noch einmal aufklären willst. Das hilft meinem unfähigen Gedächtis. Übrigens solltest du ein Buch schreiben, dann sag mir Bescheid, ich würde es auch jeden Fall lesen. Ich liebe deine Schreibstil. Ich werde deinem Schreibstil wohl demnächst noch einen Heiratsantrag machen xD
Untreue II: Ja, das ganze wie im ersten Untreue Kapitel nur mit Fleisch umrundet. Mit einer Menge Fleisch. Ich fands wir immer atemberaubend. Man konnte sich in alles so gut hineinversetzen und obwohl man das ganze ja mehr oder weniger schon im vorherigen Kapitel ein wenig abgehandelt hat, war es trotzdem nicht fade das ganze zu verschlingen. Denn das Fleisch war perfekt durch ;) Ich hab mich auch irgendwie über Alfred gefreut. Zurzeit freunde ich mich nämlich mit ihm an, da freuts mich doch das er vorkommt und das Matthie ihn retten möchte. Alred's awesome!!! Und keine Ahnung, aber ja, er müsste doch eigentlich auch Kirland gehießen haben, nuscht?... Ich verfolge ja sowieso die Theorie das die Namen nur auf HetaOni basieren und im Buch kamen sie ja zumindest bis jetzt noch nicht so vor... Ist wirklich eine interessante Frage....
Irgendwie macht es mich ja fertig, ich finde nicht einmal iregendwelche Fehler auf die ich dich hinweisen könnte...und das obwohl ich mir Mühe gebe... Demnach ist es offiziell: "Sehr geehrter Schreibstil von Frau Glaskammer, willst du mich heiraten? " [Ich sollte soetwas wohl besser erst mit meinem "Ehemann" absprechen].
Verrat I: Wieder ein geteilstes Kapitel? Wenn ich daran denke wie du einmal nur 26 kapiel + - 1 geplant hattest xD Und viel Spaß in der Uni. Da wäre ich jetzt auch gerne.
Alred trägt wirklich eine perfekte Maske. Aber ich glaube an seiner Stelle hätte ich dem ganzen auch nicht wirklich getraut. Ich meine, es ist Ludwig! Der perfekte arische Ludwig der ihn da zusammen mit Matthie raushaut ... Jar, und dann ist ja jetzt auch D-Day, wenn ich es richtig verstanden habe. Gilly und ich haben eine ganze Weile in Unwissenheit gelebt, wir kamen einfach nicht darauf wofür das "D" steht. Zum Glück gibt's Wikipedia, nuscht? ICh stell mir die Ganze Zeit vor wie lutz mit seinem wunderbaren german-accent Englisch mit Al spricht.
Und dann sind die beiden Brüder auch schon wiedervereint. Die inneren Monologe sind klasse. Ich fühle auf jeden Fall mit Ludwig und kann mich irgendwie auch in ihn hineinversetzten. Wir haben doch jetzt schon ein paar Kapitel zusammendurchgestanden Lutz!
So jetzt bin ich auf jeden Fall wie immer total aufgeregt wie es weitergeht. Besonders weil du das offen gelassen hast und ich hoffe das ich das nächste Mal ein bisschen schneller reagieren und gleich weiter lese ^-^

Bis zum nächsten Kapitel, großartige, meisterhafte Frau Glaskammer. Mit den großartigsten Grüßen und imaginären Tee und Keksen für dich.
~Mariechen

Antwort von Glaskammer am 04.10.2012 | 10:53 Uhr
Halli hallo,

ich werde von dir ja immer mit Tee und Gebäck versorgt, es ist die reinste Freude...( =.

Hoffentlich geht es dir etwas besser? Facharbeit...uhh..ich erinnere mich noch dunkel....meine war in Ethik und das Thema war ..(puuuhh..lass mich kurz überlegen..) ob der 11. September einen neuen Kampf der Kulturen ausgelöst hat (bezog sich auf Samuel P. Huntingtons Buch "Kampf der Kulturen"). So oder so ähnlich war die Fragestellung.....ahh...ja, zurück zum eigentlichen Thema..^^.

Ein Heiratsantrag...uuuh...ich soll dir ausrichten, mein Schreibstil freut sich bis über beide Ohren, fühlt sich aber noch nicht richtig erwachsen und reif, um so eine Bindung fürs Leben einzugehen. Da du aber die erste bist die gefragt hat, merke ich mich dir vor, für später...man weiß ja nie...( =.

Jaa, ich weiß, ich hatte eigentlich viiiiel weniger geplant..ohh man. aber das ist wie mit dem Neubau eines Flughafens oder Bahnhofs, da setzt man soundsoviel Millionen Euro für die Planung an und dann wird es am Ende doch noch viiiiiel mehr kosten, als geplant war. (Lausiger Vergleich)

An der Uni würden wir dich als "Ersti" bezeichnen (das ist unsere liebevoll neckische Bezeichnung für die völlig aufgeregten Erstsemester, die in den ersten Wochen völlig aufgeregt auf dem Campus herum streunern, ihre Räume nicht finden und die putzigsten organisatorischen Fragen an die Dozenten stellen...^^...)

Ich freue mich auf nächstes Mal und lass dir dieses Mal auch etwas da: eine nach weichen Apfelzimt riechende Duftkerze, perfekt für den Herbst und für wohlige Gemütlichkeit und dicke Bücher..( =

ganz liebe Grüße!!
30.09.2012 | 18:24 Uhr
Hallo Glaskammer,

also, ich muss schon sagen, Alfred gehört wohl zu einem der wiedersprüchlichsten Charaktere aus Hetalia. Wenn man nicht total Out-of-Character werden will, muss man ihm wohl oder übel eine Frohnatur verpassen, wenn man aber nebenbei ein Kriegsdrama schreiben will, kann man ihn nicht völlig unberührt von Dreck, Propaganda, Kugelhageln usw. lassen.
Hm, hm. Vielleicht habe ich ewas übersehen, aber wie hat Ludwig es geschafft, den verletzten Alfred, der in seinem ramponierten Zustand alles andere als unauffällig ist, irgendwie aus dem SS-Revier rauszuschaffen?
Ich hab zwar keine Ahnung, wie es da so aussieht, (Wahrscheinlich will ich es gar nicht so genau wissen!) aber Ludwig, eigentlich egal wer und auf welchem Posten, kann dort nicht mit einem Gefangenen herausspazieren. Schätze ich mal.
In den letzten Kapiteln über Ludwig und Matthew ist auch der hinterletzte, hängengebliebende Eindruck des gewöhnlichen, meistens geltenden Brüderverhältnis des Amerikaners und des Kanadiers (Alfred tut, was er immer tut, Matthew lächelt leise und wehrt Alfreds Beschützerinstinkte entschieden ab) aufgehoben worden, aber jetzt, aus Alfreds Sicht, der, während sein kleiner Bruder hinter ihm herrannte und wer weiß was tat, um irgendwie an ihn ranzukommen, einige Dinge ziemlich verkorgst hat, scheint es so, als würde er es vielleicht gerne so sehen.
Ich weiß ja nicht, wie die beiden vor dem Krieg zueinander standen, aber Alfred bemüht sich, den Ausstrahlung des `Großen Bruders´ zu wahren... Es lässt sich nicht gut in Worten ausdrücken, ich hoffe, du hast etwa eine Ahnung davon, was ich etwa meine. ^^
Matthew dagegen ist, ich sage mal `erwachsener´. Das ist nicht unbedingt positiv, es kommt natürlich auf die Situation an, aber ich denke mal, die Veränderungen, die ein Krieg bei jedem hervorruft, werden ihm jetzt bei den künftigen Szenen mit seinem Bruder nciht wieterhelfen.
(Oje, wozu habe ich das jetzt aufgeschrieben???)

In meinem ersten Review, glaub ich zumindest, habe ich bereits meine Einstellung zu Ludwig beschrieben... Ich fasse mich kurz, ich denke, er eignet sich so gut für das Ausbreiten von philosophischen Ansichten weil er wie eine Schwalbe im Löwenkörper ist. Feinfühlig und auf eine herzzereißende Art pessimistisch-romantisch.

Naja. Das sollte es sein.

Liebe Sonntagsgrüße,
Fiore~

Antwort von Glaskammer am 04.10.2012 | 11:05 Uhr
Huhu auch hier noch einmal,

ich vermute mal ganz stark, weil Ludwig sowieso den "offiziellen" Befehl in der Tasche hatte (den er jederzeit hätte auf Aufforderung jemanden zeigen können) ist er einfach so erhobenen Hauptes aus dem Gebäude zum Fuhrpark marschiert, mit Alfred im Gepäck. Dazu ein bisschen Körpersprache, die Uniform und besonders der Schein dazu: das alles seinen gewohnten Gang geht und alles seine Richtigkeit haben wird, was hier vor sich geht, dass es gar nicht erst zu einem Anfangsverdacht kommen kann, weil hier in der "Zentrale des Bösen" alle felsenfest davon überzeugt sind - ja beinahe vor arroganter Impertinenz strotzen - das jemand, der Verrat ausführt, es nicht SO offensichtlich machen wird. (Haha. Alle falsch.)

Ich weiß was du meinst, wenn du sagst, Alfred will den Schein des großen Bruders wahren, seine Stärke. Er will sich keine Blösse vor Matthew geben. Ich glaube, das hat auch ziemlich viel mit der Familie zu tun, in der er aufgewachsen ist, vielleicht wird es im nächsten Kapitel noch deutlicher. Vor allem hat es auch damit zu tun, wie und wann er "gegangen" ist.

Deine Beschreibung Ludwigs im letzten Absatz gefällt mir sehr...ungefähr so ist er konzipiert, jawohl.

Danke für dein Review..( =....hach...

ein liebevolles Winken zu dir zurück!!
AliceMadness (anonymer Benutzer)
28.09.2012 | 22:39 Uhr
Da melde ich mich auch mal wieder.
Ich glaube ich habe die letzten beiden Kapitel irgendwie verschlafen oder war einfach nicht motiviert genug, eine ausführliche Review zu hinterlassen. Und das hast du schließlich verdient!

Wir befinden uns ja jetzt schon beim Buchstaben V und wenn ich mich nicht irre, wolltest du ja nach dem Alphabet vorgehen. Da frag ich mich was wohl bei X und Y für Kapitelüberschriften kommen o_o
Mensch, da sind wir ja schon am Endteil vom Alphabet angekommen!
Hoffentlich gliederst du auch die weiteren Kapitel in I II III und von mir aus auch bis X auf :DD
Ach, wenn ich bedenke wie das ganze Geschehen seinen Lauf genommen hat und wie sich alles entwickelt hat... Zu Anfang hätte ich mir solche Ereignisse überhaupt nicht träumen lassen!
Ich dachte ja, mich erwartet ein einziges blutiges Trauerspiel, mit traumatisierten Preußen, verrückten Deutschen und sadistischen Russen O.o Ich liebe es einfach, wie sich alles gewandelt hat, besonders die einzelnen Charaktere :)
Mir gefällt Ludwig am Meisten, weil du ihn so treffend darstellst, ich kann ihn mir gar nicht mehr anders vorstellen! Einerseits so stolz und doch liebenswürdig! Haha ein seltenes Exemplar von Mann xDD
... Okay, jetzt bin ich ins romantische Schwärmen gekommen, von den Anfängen dieser Geschichte. Aber ich freue mich so, dass ich mich damals dazu entschlossen habe, sie zu lesen ;)

Und jetzt wo ich das letzte Kapitel gelesen habe... BITTE LASS LUDWIG NICHT STERBEN! :O
Hahaha bei dir mach ich mir immer Sorgen, dass im nächsten Satz Ludwig tot umfällt. Oder Matthew. Oder Alfred. Himmel, da fallen mir auch Ivan und Gilbert wieder ein!
Das sind so Momente, wo ich eine Zeitmaschine haben möchte, um das letzte Kapitel in der Zukunft zu lesen, damit ich endlich weiß, worauf das alles hinausläuft!
Bin wirklich gespannt, was Ludwig jetzt machen wird, wo er ja jetzt ziemlich alleine dasteht... Aber man kann doch noch auf ein Zusammentreffen mit Matthew hoffen, oder? NATÜRLICH! Sonst wäre es ja langweilig! D:
Eigentlich kann ich gar nicht viel zum Kapitelinhalt an sich sagen, das spricht schon alles für sich und für meine wilden Spekulationen brauch ich mehr Stoff ;D
Da bleibt mir nichts anderes übrig, als auf das nächste Kapitel zu warten, in dem Ludwig wohl jemanden (MINDESTENS) verletzen wird. Das zumindest interpretiere ich mal in die ominöse Vorschau von dir :)

Also, bis zum nächsten Mal♥

Antwort von Glaskammer am 04.10.2012 | 11:17 Uhr
Hihi..kein Problem.
X und Y werden noch früh genug kommen und ich verspreche dir, soooo ungewöhnlich sind sie nicht, ich kann sie dir auch schon verraten, wenn du so darauf brennst. Sie werden dir sicherlich nicht unbedingt viel darüber ezählen, was in den Kapiteln passiert (vor allem, weil du ja auf interpretativer Ebene ja ziemlich aktiv bist, du würdest dir 1001 Gedanken machen, wahrscheinlich..^^...)

Ja, ich gebe zu, zu anfangs war es alles etwas blutiger und heftiger. Aber irgendwann hat es auch nicht mehr gereicht, irgendwann musste es ja mal zu einer "echten" Story kommen bzw. wenn man immer nur die sadistische grausame Schiene bedient, wird es mit der Zeit langweilig und die LeserInnen sind wahrscheinlich bald übersättigt und sehnen sich nach etwas mehr Herz. Oder Hirn.

Ohh...dir gefällt Ludwig am Besten?? (Mir auch sehr dolle...uhhh...) Und auch ich freue mich, dass du die Geschichte damals angefangen hast, zu lesen.
Ich kann dir aber leider jetzt nicht mehr sagen, auch nicht auf deine flehentliche Bitte hinaus. Es wird kommen, so wie es kommt...) =. Es gibt schon kleine versteckte Hinweise darauf in den letzten Kapiteln, wie es weitergeht, man muss sie nur irgendwie richtig zusammen setzen...^^...ich bin schlimm und böse..du wirst es bald sehen, erwarte nicht zuviel von dem nächsten Kapitel und interpretiere in den Ausblick nicht ALLZU viel herein...( :....thahah, wenn ich ich dich jetzt verwirrt habe, tut es mir leid. Wird sich alles aufklären....

wie immer ganz herlichen Dank für deine Review und einen schönen Tag dir!!
16.09.2012 | 13:33 Uhr
Hallöchen,

ich habe mich dann dochmal entschlossen, ein Review zu hinterlassen, auch wenn ich mich bestimmt gnadenlos verhaspeln werde und ich am Ende selber nicht mehr weiß, was ich eigentlich ausdrücken wollte. :-)
Ich versuche einfach mal, alles was mir in den Sinn kommt, runterzutippen.

Alsooo: Ersteinmal finde ich es wirklich toll, wie viel Hintergrundwissen in die Kapitel eingearbeitet ist. Wenn man schon über ein geschichtliches Thema schreibt, sollte man sich mindestens (mindestens!) durch drei Wikipediaseiten durchgearbeitet haben, aber hier steckt schon mehr hinter. (Behaupte ich jetzt einfach mal, korrigiere mich, wenn's nicht stimmt ;-)
Deinen Stil kann ich nicht wirklich beschreiben, jedenfalls ist er ein ziemlicher Kontrast zu dem was ich sonst so lese... Gefällt mir aber und passt auf jeden Fall zu der Handlung.

Der Anfang des ersten Kapitels, das Kursivgeschriebene, hat mich besonders zum Denken gebracht. Schon durch wenige gelesene Sätze ist man schon ein genauer Beobachter, man sieht förmlich die Szenen mit dem zertrümmerten Gilbert und Ludwig, der sich immer verzweifelter bemüht, durch irgendetwas seinen Bruder in dem Wesen, um das er sich kümmert, zu entdecken. Ganz gleich was. (Ich werde mich jetzt mal nicht dazu äußern!)
Ich finde deine Charakterisierung von Ludwig vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkrieges sehr stimmig im Vergleich mit der Mangafigur. Der junge Mann mit den schönen blonden Haaren und blauen Augen, der seine Befehle so rasch und tadellos ausführt, der sich mit seinen eigenen Gedanken quältund sie nicht loslassen kann, der voller Wiedersprüche steckt. Der so ein tiefgründiges Persönchen ist.
Matthew's Darstellung habe ich erst mit einer sehr skeptisch hochgezogenen Augenbraue betrachtet, aber gerade jetzt in den letzten Kapiteln nach seinem `Informationsaustausch´ mit Monsieur Bonnefoy und der Szene mit Ludwig habe ich irgendwie ein etwas verändertes Bild von ihm. (Muss mal gucken, was ich dazu mein'...)

Der `eingeschobene´ Rückblick von Ivan und Gilbert (Ich habe `Opfer I´ zuallererst gelesen, als ich Ar-Feiniel über die Schulter schaute!) hat einem den jetztigen Herrn Scharführer, wie er früher war, mit seinen absolut miesen Charaktereigenschaften gleich im rechten Licht vorgestellt, aber, ich habe keine Ahnung warum, das ist der Gilbert, bei dem man sich die Schläfen massiert und ihn trotzdem irgendwie liebt.
Man kann seine nationalistischen Ansichten in die Tonne treten, aber ich finde es sehr interessant, sie von einem anderen Charakter als Ludwig zu hören. Sie leben nach den gleichen Prinzipien, aber dennoch völlig unterschiedlich.

Eigentlich will ich noch viel mehr sagen, aber ich weiß zum Teil gar nicht, wie ich das formulieren soll, also wird das erstmal alles sein. Fürs erste...

lg Fiore~

P.S. Das Flügelwesen in Gilbert hat mich bezaubert.

Antwort von Glaskammer am 17.09.2012 | 10:14 Uhr
Liebe Fiore,

dann hast du dich ja zur absolut richtigen Zeit dafür entschieden aus den schattigen Tiefen des Forums ins Licht zu treten...( =.

Es stimmt, in der Geschichte steckt etwas mehr als Wikipedia oder Google (obwohl ich zugeben muss, dass ich ab und zu Einzelheiten tatsächlich nachforschen muss - zum Beispiel hatte ich keinen Plan, wo das Pariser Hauptquartier der Gestapo stand und wie es aussah), es steckt fast ein Jahr exzessiver Lektüre diverser NS-Täterforschungsthemen darin. Das klingt jetzt so als ob ich das gelesen habe, WEIL ich diese Geschichte schreiben wollte, aber das stimmt so nicht: ich hab es gelesen (Privatvergnügen, Weiterbildung) und dann kam es irgendwann zu dieser Geschichte (und es war klar, dass ich nur eine Geschichte mit einem WW2-Bezug schreibe, wo ich dann diverse kleine Details einarbeiten kann, von denen ich mir sicher bin, dass sie stimmen und richtig sind und historisch korrekt).

Eigentlich sollte es am Anfang ja nur ein OS oder eine ganz kurze Geschichte werden, darum habe ich auch so viel Dramatik in das erste Kapitel gelegt - auch und besonders mit den im kursiv geschriebenen - ich hätte nie gedacht, dass ich das irgendwann mal noch wirklich ausführlich erklären/ beschreiben muss..aber gut, man wächst mit seinen "Aufgaben", nicht wahr...^^.

Es ist interessant, dass du sowohl Ludwig als auch Gilbert sehr gerne hast, obwohl die beiden doch - zumindest auf den ersten Blick - so verschiedene Persönlichkeiten besitzen. Und Matthew...armer kleiner Matthew...eigentlich wollte ich ihn noch viel "a-sozialer" darstellen (eigentlich sollte die Geschichte aus lauter zerschossenen Anti-helden bestehen, mit denen man sich nicht identifizieren kann), aber jetzt hat mich wohl mein Mitleid eingeholt und jetzt hat er ja bei den LeserInnen sogar einiges Verständnis für sein Verhalten gefunden. Ach Mattie...ist bestimmt auch nicht leicht mit so einem Bruder....

Und jetzt das Wichtigste:

T
R
o
M
M
E
L
W
I
R
B
E
L

Ähem: Tadaaaaaaaaaaaaaaaaa....ich präsentiere, die zweite "Gewinnerin" eines One Shots aus den kümmerlichen Untiefen meiner Vorstellungskraft: DICH!!! Lächeln, Fiore...und Winken, WINKÄÄÄÄN, das hier geht live über 56 Kanäle an die ganze Welt da draußen.....( =!!!!

Ich freu mich für dich!! Bitte erwarte in baldigster Bälde eine Mail mit meinen Konditionen und diversen anderen Dingen...^^.

einen ganz lieben Gruß,

deine Christin
15.09.2012 | 22:15 Uhr
Liebe Glaskammer!
FF.de erzählt einem, man solle sich in einem Review möglichst auch zu verblüffenden Plotwendungen äußern, und jetzt hattest du die Gnade, ein Detail einzubauen, dass verblüffend, wenn auch vielleicht nicht plotwendend war, und mich dazu gebracht hätte, die gesamte Geschichte auch dann zu lesen, wenn sie völliger Unsinn gewesen wäre, hätte ich das vorher geahnt. Ahnst du es? Alfred, der desertiert, und Matthew, der sich fluchend und todesmutig auf den Weg macht, um seinen Idiotenbruder wieder zur Besinnung beziehungsweise in Sicherheit zu bringen! Meine murmelgroßen Augen sahen es und ich lachte,weil ich überhaupt kein Problem mit einem scharfsinnigen Kanada und einem "feigen" Amerika hatte. Wie schade, dass du das ganze auf eine Weibergeschichte relativiert hast! Ich wette, dahinter stand das egoistische, teuflische Vergnügen deinerseits, allen Deutschland/Italien-Fans final und endgültig Tränen der Enttäuschung in die Augen zu treiben.
(Ganz nebenher, ich will nicht sagen, dass ich es feige fände, von der Front wegzulaufen. Ich denke, dass es sehr ungewöhnliche Menschen gibt, die im Krieg völlig aufgehen, und Menschen, die sich aus Pflichtgefühl und Anstand massakrieren lassen, und Menschen, die mit dem blutigen Wahnsinn mental schlichtweg nicht ins Reine kommen, und Menschen, die sich sagen, dass sie, die besonders Klugen und Abgebrühten, das Kollektiv verraten und sich weigern. Aber was für ein Verlust, dass Alfred nicht desertiert ist, weil er es nicht mehr ausgehalten hat! Kann man das nicht noch relativieren, ist das denn wichtig für die Handlung?)

Weißt du, wie sehr es mich juckt, aus meinen drei verspäteten Reviews zwei zu machen, statt einem zusammenfassenden, sodass ich das Recht zugestanden bekäme, dir einen One Shot aus den Rippen zu leiern? Vermutlich ist es schon ein bisschen peinlich, dass ich überhaupt hier darauf aufmerksam mache, aber irgendwas sagt mir, dass das wirklich VERDAMMT schlechter Stil wäre.

Das "Treue"-Kapitel hatte wirklich noch mal das Potential, einem den Hals zum Verknoten zu bringen, wenn Matthew Ludwig die Wahrheit um die Ohren knallt, und Ludwig völlig unvorbereitet trifft, ihm alle Chancen gebend, die er ja gar nicht mehr haben will! Gesetzt den Fall, dass auch Matthew Williams ein junger Mann ist, der es nicht sonderlich spaßig und befriedigend findet, Herzen zu brechen, kann ich trotzdem verstehen (nicht in dem Sinne von Verständnis haben, sondern von Nachvollziehen), dass er seine ganze heillos überreizte Gefühlswelt an Ludwig abreagiert. Diese tumbe Verliebtheit hat auch wirklich das Potenzial, einen madig zu machen.
Was war daran besonders großartig geschrieben? Der Leser wurde durch die beständige drohende Dunstwolke des auktorialen Erzählers schon lange im Voraus auf diese Szene vorbereitet, ganz im Gegensatz zu Ludwig. Das gibt bitteres Mitfühlen.
Dann die stark kontrastierende Sprechweise innerhalb des Dialoges, nicht nur, was die Wortwahl angeht, sondern vor allem dieses hemmungslose um-sich-schlagen seitens Matthew, und Ludwig, der es einsteckt und sich tatsächlich versucht, dafür eine Erlärung zu finden, und zwar eine mit der Voraussetzung, dass er GELIEBT wird.
Dieser Effekt ist eigentlich simpel herbeizuführen und auch schon häufiger gesehen worden, aber er schlägt in 90% der Fälle an- wie ein Hebel, der an guter Stelle angesetzt wurde.

"Untreue I", mit einem Stil, der einen zwingt, die Augen mühsam von der linken Seite zur rechten zu bewegen, zwischendurch in der Mitte zu verharren, um Alfreds unartikulierte Äußerungen zu vernehmen- eine sehr kluge Lösung, um einen räumlichen Eindruck von der Szene zu schaffen, in der das Gespräch von der einen Person zur nächsten flackert.
Schöner, offizieller Stil ,vermittelt Kälte, sowohl in der Szene als auch in der Stimme des Herrn Kleve, ein Eindruck, der sich ja auch im folgenden Kapitel bestätigt hat. Obwohl ich, darüber nachdenkend, so einen honigsüßen Vertreter auch nicht schlecht gefunden hätte.
"Vergessen Sie ihr Fleisch nicht."
Ab da an hatte ich das Gefühl, dass es wie im Schlachthaus zugänge.

Was verwendet Kleve 12 1/2 Stunden Zeit, um einen Gefangenen geringer Wichtigkeit zu bearbeiten, selbst wenn es mit Unterbrechungen geschieht?

Bei der Vollversion in "Untreue II" wäre es für das Lesegefühl doch meines Empfindens nach günstiger gewesen, den Trialog (Ok, schlechter Witz) einzufügen, weil es sonst das Gefühl erweckt, man sei in der Schule und der Lehrer würde prüfen, was die Schüler aus der letzten Stunde noch behalten haben.
Die Geschichte lebt durch ihre Dialoge, weißt du?

Was soll das denn bitteschön sein, ein Geschenk für seinen Liebsten, mit einem gebrochenen Hallelujah?

Ar-Feiniel

Antwort von Glaskammer am 04.10.2012 | 11:33 Uhr
Waaaaaaaa...ich hab dich "übersehen" und glatt "vergessen" dir eine Antwort zu geben hierauf, Schande über mich und meine ganze Sippschaft!!!!!

Ich hab auch kein Problem mit einem feigen Amerika, weil es mal etwas anders ist, als das großartige Hero-Gedöns, das er sonst immer von sich gibt, der gute Alfred. Auch Matthew ist hier in der Geschichte ja nicht so, wie wir ihn kennen. (Hinter der falschen Schlange Italien als verdeckten deutschen Agenten stand auf jeden Fall meine Antipathie gegenüber diesen Charakter, das stimmt schon...ähem...durchschaut!).

Darf ich dir nochmal sagen, wie edel es gewesen ist, dass du deine 3 Reviews auf eins begrenzt hast? Jetzt heißt es statt Griechenland/ Schweiz Schottland/ Frankreich und du, meine Liebe, hast dir obendrein noch eine Menge Arbeit aufgehalst (Mail, Dialekte, kommt noch). Edel geht die Welt zugrunde, nciht wahr...( =....?

Das mit dem Fleisch, ich frage mich,w arum keiner der LeserInnen bis jetzt wirklich nachgefragt hat, was damit gemeint ist (oder ist das klar?). Weil es ja wirklich irritierend ist, das so etwas in einer Zelle rumliegt. Nicht, das es nciht noch aufgeklärt wird, aber ich dachte, da gibt es mehr ganz verstörte Fragen aus ganz zerstörten kleinen Menschenseelen..^^.

Ja, vermutlich sind 12 1/2 Stunden tatsächlich etwas lang.....aber ich nehme mal an, dass er nicht sofort in die Vollen gegangen ist, sondern ganz normal gefragt hat, wie man es eben so macht. Und erst dann, als Alfred nicht unbedingt gesprächig war, hat er nach und nach seine Spielzeuge ausgepackt, um eine richtig kalte Atmosphäre der Angst geschafft, hat sie ein bisschen rumliegen lassen und als Alfred immer noch stumm geblieben ist, hat er sie endlich angewandt und gezeigt, was er wirklich für ein Unmensch ist.

Hätte ich tatsächlich den (hihi) Trialog nochmal einfügen sollen - ich war nicht sicher (und oh man Asche auf mein Haupt, ich war auch zu faul...).....

Ob es ein Geschenk an Matthew ist, oder ob er sich es überhaupt erklären kann, was es ist...ich weiß es nicht.....vermutlich weiß es Ludwig selber nicht, vermutlich will er nur eins: Matthew retten - obwohl der ihm so weh getan hat - und Matthew retten heißt erstmal natürlich Alfred retten....

Müps. Entschuldige die arg verspätete Antwort....
bis ganz bald,

deine Christin
15.09.2012 | 16:42 Uhr
Hallo Glaskammer,
Okay ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll!! Ich LIEBE deine geschichte! Du hast das Niveau auf Fanfiktion.de ganz schön hochgeschoben! Ich habe noch nicht einmal ANSATZWEISE etwas vergleichbar gutes gelesen und ich genieße JEDE neue seite zutiefst. es ist wirklich unglaublich. Du hast mein Interesse für den Nationalsozialismus in der Schule nicht nur gesteigert sondern geradezu in die Höhe katapultiert^^
Gilbert an sich ist unglaublich exakt an den Hetalia-Gibert angepasst. GENAUSO habe ich ihn mir immer vorgestellt! Nur bei Ivan muss ich seltsamer Weise immer an einen großen braunhaarigen Mann denken und nicht an den Hetalia-Ivan. Aber das ist mir auch erst nach einigen Tagen aufgefallen, da sich alles so harmonisch ineinander fügt.
Gilbert und Ivan als Pärchen im 2 WW ist ja an sich nichts Neues, aber hier wird die ganze Geschichte derart geschildert, dass ich TATSÄCHLICH kurz vor dem Weinen stand und mehrere Tage lang leicht traumatisiert! Tja, wie oft im Leben bekommt man die Möglichkeit einen Blick auf die Schönheit der Literatur zu erhaschen?
Auch Ludwig ist dir exzellent gelungen. Seine naive, miitärisch durch organisierte Art ist einfach schön zu lesen und zum Anfeuern! (Los Ludwig, jetzt sag Matthew schon, dass du ihn liebst!)
Die Anzahl der Kapitel, die Qualität der Kapitel und die Handlung der Kapitel machen aus deiner "einfachen" FF ein wahres Meisterwerk. Von deinem schreibstil will ich garnicht erst anfangen. An manchen Stellen etwas übertrieben metaphorisch, gefällt er mir insgesamt total und ist für mich ein Ansporn, ebenfalls so schreiben zu wollen.
ABER ich habe einen Kritikpunkt gefunden: Matthew/Kanada! Er ist sowas von Out-of-Charakter, dass man ihn kaum erkennt. er passt zwar sehr gut ins Bild, man kann ihn aber wirklich nicht als Hetalia-Kanada identifizieren. Vielleicht könntest du ihn ja in Gegenwart von Alfred/Amerika etwas "kanadischer" sein lassen.
Aber trotz dem: Deine FF wird für mich immer auf Platz 1 meiner Literatur-Charts sein!^^
Zum neuen Kapitel: Die Folterszene ist ...gänsehauterregend! schade, dass du den Text des vorherigen Kapitels nicht mit eingebaut hast, denn so musste ich aufgrund meines schlechten Gedächtnisses immer parallel das Gesprochene extra lesen. Alfred ist wirklich sehr naiv und ich bin gespannt, wie Ludwig Alfred zu Matthew bringt und was dieser dazu sagen wird!

lg Magika

Antwort von Glaskammer am 15.09.2012 | 17:56 Uhr
Liebe Magika,

vielen lieben Dank für dein Review (und deine Favoriteneinträge...!!) und dein wärmendes tolles Lob. Das beschwingt mich ungemein!!
(Vielleicht verfolge ich ja sogar das eherne Ziel meine LeserInnen für den NS zu "begeistern", also hat sich bei dir die Mission ja schon erfüllt...^^...)

Das stimmt Matthew ist sehr anders als in der Serie - bis jetzt zumindest. Eigentlich war von Anfang an geplant eine Geschichte mit lauter Anti-Helden und/oder kaputten Hauptfiguren zu schreiben, die sich ganz fürchterlich benehmen und die man überhaupt nicht so kennt. Das hat bei Matthew und Francis zwar geklappt, aber bei Alfred bin ich jetzt ganz schön eingeknickt. Ich hatte vor ihn als einen komplett feigen weinerlichen großmäuligen Unsympathen darzustellen, nun ja. Jetzt gibt es eben diesen etwas bekannteren Alfred, das ist auch ok.

Ich habe tatsächlich mit mir gerungen, ob ich das Gespräch noch einmal in das neueste Kapitel mit hinein baue, mich aber dann dagegen entschieden, weil ich kein Freund von Wiederholungen bin. Aaaaaber auch ich bin mit einem löchrigen Gedächtnis beschlagen und musste mehr als einmal zurückscrollen, was ich wann genau geschrieben hatte...^^.

vielen vielen Dank nochmal und einen schönen Abend,
Christin
11.09.2012 | 16:13 Uhr
Hallo :)

Diesmal etwas kürzer, vermute ich, aber ich muss dringend etwas loswerden;
Wow! Holy Shit! That was awesome!!!einself
Im Ernst, dadurch, dass ich die Geschichte in einem Zug gelesen hatte, konnte ich überhaupt nicht näher auf die einzelnen Kapitel eingehen, weswegen ich mir nicht sicher bin, ob es tatsächlich eines gab, das eine so unglaublich dichte Atmosphäre geschaffen hat. Diese Art, Gespräche darzustellen, hast du schon einmal verwendet und auch da hat es seine Wirkung keinesfalls verfehlt, doch hier, über das gesamte Kapitel gezogen, transportierst du den Inhalt noch einmal völlig anders. Ich habe es jetzt vier mal hintereinander gelesen und es hat immer noch nicht an Intensität verloren. Dein Ziel, damit die Spannung zu steigern und eine ganz bestimmte Atmosphäre zu schaffen, hast du erreicht. Haltung: 10 Punkte. Ausführung: 10 Punkte.
Was mich zuvorderst so gefesselt hat ist die Art, wie du die Personen auftreten lässt. Wie sie miteinander sprechen, dieses Sachliche, Unberührte. Die Worte wurden unglaublich gut gewählt, das macht die Situation so bedrückend authentisch. Dann die Unterschiede zwischen Kleve und Ludwig, wie der Obersturmführer seine Tätigkeit als Folterknecht mit einer solchen handwerklichen Gewissenhaftigkeit betreibt und diese fanatisch kranke Ideologie vollstens vertritt, dabei auch ruhig ausschweifend wird, während Ludwigs Antworten sehr knapp und gezwungen diplomatisch ausfallen. Ich könnte mir vorstellen, dass er sich absolut unwohl fühlt, angeekelt vielleicht, betroffen... In dieser Hinsicht ist allein der erste Satz, den Ludwig sagt, ein Highlight. Vor allem mit dem entsprechenden Hintergrundwissen, wie die Konversation weiter verläuft.
Aber das ist ja das Schöne, du kannst es dir auch völlig anders gedacht haben, als ich es mir vorstelle. Du hast deine Schreibweise so geschickt gewählt, dass du nichts Näheres ausführen musst und sich doch jeder Leser sofort Gedankenbilder dazu machen kann, eine Szene im Kopf, die auf jeden einzelnen zugeschnitten ist, so wie er es verkraften kann. Das unterstreichst du durch die Lautmalerei noch einmal geschickt. Da wird nichts gesprochen, nur geschrien/gestöhnt/gemurmelt und selbst das ist der Interpretation des Lesers überlassen.
Danke für dieses meisterhafte Kapitel, ich bin unheimlich gespannt auf die Fortsetzung. Und entschuldige den viel zu kurzen Kommentar... und nimm dafür die Tonnen an Lob an!

lg ♪

Antwort von Glaskammer am 15.09.2012 | 18:05 Uhr
Hallo zurück

(und sorry für das späte Antworten), ich freue mich auch seeehr über kürzere Reviews bzw. kann mich dann sogar meist besser auf Inhalt konzentrieren/ ihn übersehen, wenn ich antworte.

Ehrlich gesagt war das Dialogkapitel eine spontane Entscheidung, ich wollte was besonderes, weil die 27 meine Lieblingszahl ist und ih wollte etwas, wo die LeserInnen ihre Vorstellungskraft etwas mehr bedienen müssen und was die Spannung steigert und und und. Onwohl gleichzeitig bei mir persönlich die Chance 50/50 wäre, dass ich so ein Kapitel, wenn ich es irgendwo aufschlage, tatsächlich auch durchlesen würde. Ich hab es lieber wenn der Autor mir alles gibt von seiner Welt und wenn ich nicht selbst denken muss..ähem.

Ich hab ein paar lange Momente überlegt, wo ich das mit den intensiven Gesprächen schonmal hatte...bin nicht gleich drauf gekommen. Es stimmt aber, dass es in Melodie - wo Ludwig Matthew kennen lernt - ein anderes Verhör gibt. Oder du meinst Ludwig in dem zweiten Kapitel der "Glieder der Kette", der da auch so eine Art grausamen Monolog führt und absolut nicht auf sein Gegenüber eingeht.

(Haltung 10 Punkte..thaha..der war gut. Meinen Rücken solltest du sehen..schief und krumm ist der...^^..)

ein liebes Dankeschön für deine "Kritik" und bis bald...( =
11.09.2012 | 11:43 Uhr
*hüstel* Also Hallo erstmal ;3

Ich habe schon so viel von deiner Fandiction gehört. Mir wurde stets dringend geraten mal einen Blick hineinzuwerfen und gestern abend um exact 00:10 Uhr habe ich dann tatsächlich (nach dem aufräumen meines Zimmers ._.) Zeit gefunden deine Geschichte zu lesen. Selbstverständlich gemütlich in meinem Bett und über das Handy. xD
Jedenfalls werde ich mich hier zu allererst bei dir Bedanken xD: Danke du hast mich um eine schlaflose Nacht gebracht.
Ernsthaft! Mich hat wirklich noch nie eine Geschichte so gefässelt. Sicher die ein oder andere war Spannend aber nicht in diesem Ausmaß wie du es hier geschafft hast.
Diese ganze Fanficition wirkt so unglaublich durchdacht, ich musste immer wieder denken: "Warte o: Da wurde schonmal drauf angedeutet" und das finde ich wunderbar, denn mir slebst liegt gerade sowas nicht sonderlich gut,
wo ich mich bei solchen Fanfictions wie deiner Frage: WIe planst du sie?

Ich habe mich also innerhalb von 5 Stunden (Ja es war schließlich 5 Uhr irgendwas und Ja ich konnte in einer Stunde für die Schule aufstehen ._.) an deine Geschichte gefesselt. Ich hab ein Kapitel gelesen und dachte mir jedesmal mit einem mahnenden Blick auf die Uhr: "Ach eins geht noch."
Und so wurden aus dem 'einem' dann dummerweise 22 !
Ich konnte es einfach nicht auffhören zu lesen. Allein schon weil ich wirklich riesiger RuPru Fan bin♥
Du hast vorallem die Momente von den beiden wunderbar eingefangen und man hat (ich zumindest) wirklich mitgefühlt.

Dazu kommt dann auch noch dein unglaublich guter Schreibstil! Ich liebe ihn einfach!! Wie du dinge beschreibst, es ist ichtig professionell wie ich finde. Wie lange schreibst du schon, wenn ich mal so fragen kann? o:
Ich habe Bücher gelesen wo der Schreibstil nicht mal annähernd an deinen herankommt. DIese wunderbar treffenden Wörter die die Situation noch nachvollziehbarer machen wie sie es eh schon sind.
Ich bewundere dich wirklich für das Talent das du im Schreiben gefunden hast. Vorallem gefällt es mir wie du es schaffst, zwischenmenschliche Beziehungen darzustellen.
Nehmen wir mal die DInge zwischen Ludwig und Gilbert. Es ist wunderbar! Die unsicherheit Seiten Ludwigs kam am Anfang richtig gut rüber und auch in welcher Verzwickten Beziehung die beiden stehen.
Außerdem schaffst du es mit deinem Schreibstil unbedeutende, kleine Moment so auszuschmücken, das sie vermutlich eine halbe Wordseite lang sind. Das ist etwas was mir sehr gut gefällt. Ich glaube du könntest die noch so langweilste Tätigkeit die es überhaupt gibt, mit deinem Schreibstil so fesselnd beschreiben das man beinahe vergisst, das man vielleicht nur einem Grashalm beim wachsen zusieht und das nun wirklich nicht sehr interessant klingt ;D

Die gesamte entwicklung der Story hat mir wirklich sehr gut gefallen, vorallem aber die Geschichte Gilberts hat mich gefesselt.
Ich liebe es wie du es dargestellt hast, wie es in ihm aussieht. Wie sehr es ihn Zerreißt. Es hat wirklich gepasst und du hast es geschafft selbst mir in einigen Moment ein Gefühl der Verzweiflung und auch Bauchschmerzen zu entlocken.
Vielleicht lag es daran das es tiefst in der Nacht war, sodass meine Warnehmmung vielleicht etwas zu extrem war. Aber nichts desto trotz hast du einen bleiben und nachhaltigen Eindruck bei mir hinterlassen!
Ich komme nicht drum herum zu sagen das diese Fanficiton eine der besten ist die ich bis jetzt gelesen habe.
Vorallem war ich so im Gedanken, das ich beim letzten Kaptel schon zum nächsten wollte, was mir leider Gottes, verwehrt blieb und ich so darauf warten musst, das du uns wieder mit einem göttlichen Kapitel segnen wirst *O*

Vor Kritik an deiner Grammatik und Rechtschreibung brauchst du dich bei mir ehrlich gesagt nicht vor zu fürchten xD Ich bin jemand der da eigentlich überhaupt nicht drauf achtet, esseidenn der Schreibstil ist so voll mit Fehlern, das du dich am liebsten gerade erschießen willst. So sei beruhigt, mich hat nichts gestört und ich fande es wirklich wunderbar zu lesen, grade weil dein Schreibstil so etwas poetisches und lyrisches hat, was ich bei meinem auch zu gerne hätte.
Es ist wirklich wahnsinn wie du es geschafft hast mich so an eine Geschichte zu fesseln.
Und ich würde dir am liebsten hier noch tausende Dinge näherbringen. Wie mich das Schicksal von Adam zu anfangst eigentlich ziemlich berührt hat. Ich hab mich vorallem aber gefragt was er in späterem Verlauf noch zu bezwecken hätte. Und alles hat seinen Sinn gemacht! Du hast ständige Wendungen in diese Geschichte gebracht und ich würde nichts ändern wollen, weil alles genauso richtig ist, wie du es hier niedergelassen hast.

So aber ich werde dich hier nicht zuspamen mit diesem Haufen Lob und Gefühlen und was weiß ich.
Eins solltest du noch wissen: Ich werde diese Geschichte sowas von an meine Freunde und Bekannte, an random Personen auf der Straße weiterempfehlen!!!

Ich hoffe das es bald von dir mehr zu hören gibt ;3
Ich werde also sehnsüchtig darauf warten das in meinen Alerts steht, das du ein neues Kapitel hochgeladen hast.
Ich freue mich jedenfalls rießig darauf.
Und das hier ist wohl das längste Review das ich jemals geschrieben habe, also fühle dich geehrt ^-^

Liebe Grüße ~~

Antwort von Glaskammer am 17.09.2012 | 08:09 Uhr
Liebe Knusperflakes,

erstens einmal vielen vielen Dank für dein liebes, überschwängliches und belebendes Review. Als ich es gelesen habe, schwebte ich erst einmal ein paar Stunde auf einer Grinse-wolke vor mich hin, das kannst du mir glauben.
Und zweitens: bitte verzeih mir, dass ich erst so spät antworte!!

Du hast die Geschichte über das Handy gelesen (stelle ich mir richtig anstrengend für die Augen und die Konzentration vor) und dir dann auch noch eine Nacht um die Ohren geschlagen?! (Das geht doch nicht! Du hattest doch Schule!!...^^...)

Du fragst, wie ich es das Schreiben plane...hmmm. Es gab im Februar mal eine Din A4 Seite, wo ich mir ganz schnell die Kapitelüberschriften und was darin passieren soll, notiert habe. Nach dem Gekritzel gehe ich eigentlich immer noch vor. Zwischendurch (bei den Rückblicks-Kapiteln zum Beispiel, weil die etwas schwieriger waren und weil ich nichts vergessen wollte) habe ich mir noch andere Notizen gemacht, was ich genau wo reinnehme, anspreche, stilistische Mittel, die ich anfange und dann in dem nächsten Kapitel sich weiterentwickeln lasse (das Flügelwesen zum Beispiel). Aber ansonsten gibt es, bevor ich wieder ein neues Kapitel schreibe, immer einen Moment, in dem ich mich in die neueste Entwicklung reinversetze, mir die Zusammenhänge (und das große ganze geschichtliche Bild) vergegenwärtige und dann geht es eigentlich los. Ich glaube es passiert sehr viel intuitiv, ein spezieller Gedanke kommt einfach beim Schreiben und ich denke, das passt haargenau jetzt an die Stelle, das musst du reinnehmen bzw. denke ich dann gar nicht mehr drüber nach, sondern schreibe es einfach hin, so schnell geht das. Hmm....so in etwa also...ob dir das als Information genügend war...?

Wie du aber bestimmt gemerkt hast, haben sich die Kapitel seit dem ersten immer weiter verlängert und verlängert. Ich weiß nicht, ob mir das so gefällt, weil – wie du auch gesagt hast – ich ja einige bestimmte Denk/ Gefühlsszenen tatsächlich immer etwas auswälze und zurückverfolge bis zum Urknall – will es mir scheinen. Das heißt manchmal würde ich gerne auch mal wieder etwas kürzer schreiben, aber das kann ich glaube ich gar nicht mehr so gut, weil dann habe ich das Gefühl, es fehlt etwas. Ich bewundere die, die in kurze Absätze ganze Welten legen können, leicht verständlich, doch trotzdem furchtbar beeindruckend und tiefgründig. So etwas werde ich wohl in meinen Leben nicht zustande bringen.

Netter und witziger Gedanke von dir: es wäre auf jeden Fall eine richtige (und lustige) Herausforderung Gras beim Wachsen zu beschreiben...thahaha.

Und bitte nicht wildfremde Personen auf der Straße anspringen (die holen sonst noch du-weißt-schon-wen die Menschen mit den weißen Kitteln und den langen Spritzen...iiiiehhhhh...), aber wenn du sie deinen Freundeskreis empfehlen willst, freue ich mich natürlich sehr und danke dir dafür noch einmal und sowieso und hast-du-nicht-gesehen...^^.


Einen schönen Montag und einen lieben Gruß,

Christin
AliceMadness (anonymer Benutzer)
04.09.2012 | 19:34 Uhr
Zu nächst möchte ich mich für meine versäumte Review zum letzten Kapitel entschuldigen, aber ich war bis gestern Abend außer Landes, daher konnte ich mich den zwei neuen Kapitelchen erst heute wieder zuwenden :DD

Ich muss gestehen, ich habe nach dieser längeren Pause den Faden verloren, besonders was die Geschehnisse um Ludwig und Matthew betreffen.
Aus nicht ganz erfindlichen Gründen, war ich zudem noch der festen Überzeugung, dass Ivan und Gilbert noch in dem Partisanen-Gefangenenteil drinstcken O.o Aber die beiden sind ja da schon lange wieder woanders :DD
Wie auch immer, ich fand die beiden Ludwig/Matthew Kapitel doch eine schöne Abwechslung^^
Ich halte mich zum "Sonderangebot" mal kurz. Die französischen Dialoge fand ich sehr toll, der Stimmungs wegen. Das macht in meinem Kopfkino dann noch mehr Spaß, weil es einfach "realistischer" kommt. Das ist wie in Inglorious Basterds, wo die auch viel Französisch und Deutsch sprechen. (Haha gut, das Deutsche fällt nicht wirklich auf, weil ich den sowieso auf Deutsch anschaue, aber ich schweife ab.)
Ich persönlich bin ja ein großer Francis-Fan und ich musste erstmal schlucken, als er so ein mieser (*hust*ungepflegter) Bastard war >.< Für mich ist er im Kopf einfach immer dieser romantische, durchaus perverse, ziemlich knilchige Kerl ;D
Aber es ist Krieg und ich will mal nicht so sein, weil er eben das tut, was die meisten in seiner Situation tun würde. An sich selbst denken.

*seufz* Ludwig ist wirklich ein herzensguter Kerl und irgendwie hat er all das nicht verdient. Ich weiß auch nicht, aber von all den dunklen Seiten, die man bisher hier kennen lernen durfte, erscheint mir Ludwig immer noch so lieb, trotz seiner Tat gegenüber Gilbert. Ach Ludwig, ich würde dich jetzt gerne umarmem!
So und da kommen wir auch schon wieder zu meinen interpretierenden Gedankengängen ;D Ich weiß, dass du nur darauf wartest muahaha!
Am Ende von "Treue" hat Ludwig ja seinen monumentalen Zusammenbruch. Das erscheint mir doch sehr ähnlich wie Gilberts Problem, nachdem er aus seiner Gefangenschaft "entlassen" wurde. Er hat ja stark an Ivan und allem gezweifelt, was ihn schließlich dazu brachte, dass er sich ja hintergangen oder so gefühlt haben musste. Und Ludwig wurde ja buchstäblich verarscht. Es wurde ja ein klein wenig auf seinen "Wahnsinn" angespielt und mein geschultes Auge (hahaha) erkennt ein Muster! *wissend nick*
Ich bin doch sehr gespannt auf was das hinausläuft! Oh Mann, du schaffst es wirklich, die Spannungskurve konstant zu halten. :)

Tjaaa und Matthew... Da fällt mir gerade nichts zu ein. Einerseits kann ich seine Handlungen nachvollziehen, andererseits, möchte ich ihn an die Wand klatschen...
Aber ich musste erstmal lachen, als er von seinem feigen Bruder erzählte, der von der Front flüchtete xD Da ich davon ausgehe, dass es sich bei dem Bruder um Alfred handelt, kann ich mir den AMERICAN HERO wirklich nicht vorstellen, wie er das Weite sucht :D

Freue mich schon auf die weiteren Geschehnisse!
Ivan-Gilbert-Ludwig-Matthew achje, ich weiß gar nicht was mich brennender interessiert!

Bis zum nächsten Kapitel ♥

Antwort von Glaskammer am 15.09.2012 | 19:16 Uhr
Liebste Alice,

keine Sorge, auf deine Entschuldigung folgt meine, dass ich dir so spät antworte - also sind wir quasi "quitt"..( :

Das schöne ist ja, dass die LeserInnen sich tatsächlich denken es ist Francis, obwohl ich ja nirgendwo explizit erwähne, er könnte auch ein ganz stinknormaler 08/15 - Franzose ein (was er nicht ist, du hast Recht, es ist Francis...^^.....).

Ja, trotzdem weiß ich gar nicht mehr, was ich jetzt noch erwidern soll: Ja Ludwig ist ein herzensguter Kerl und ja, zu einem kleinen Teil gehört Matthew an die Wand geklatscht. Und ob sich deine Vermutungen bezüglich des Wahnsinns als richtig erweisen...gnaaa... wir werden sehen...jeder Körper, jede Seele verarbeitet eine so tiefe Enttäuschung in der Liebe anders. Aber ich "liebe" deine wilden Spekulationen, also mach ruhig munter weiter damit, thihi.

Auf jeden Fall bin ich froh und freue mich darüber, dass dir die Abwechslung gut getan hat und genauso spannend war, wie der Ivan/Gilbert-Teil. Und mal ganz ehrlich: auch ich musste erstmal wieder nachschlagen, was genau passiert war und wie weit ich es zwischen Ludwig und Matthew getrieben hatte...^^...

ein liebes Danke und bis baaaald,

deine Christin
04.09.2012 | 17:44 Uhr
Mein liebes Frau Glaskämmerchen,

die Schule geht endlich wieder los und ich und mein Gehirn wurden somit reaktiviert. Deswegen bringe ich es jetzt auch endlich mal fertig eine Review für die beiden letzten Kapitel zu verfassen, ich hoffe zu verzeihst mir das ich schon wieder so lange gebraucht habe. Eine Entschuldigung übermittle ich dir auch von meinem Brüderchen Gilly, er bringt es zurzeit auch nicht fertig alles aufzuholen was er in den Ferien verpasst hat. Vielleicht hau ich ihn ja mal das er dir auch mal eine Review hinterlässt :3
Kapitel 25; ein Sonderangebot: Endlich kommen auch Matthie und Ludwig mal wieder vor. Da habe ich mich sofort wieder gefreut, nachdem ich begriffen habe das es dir ja auch gibt. Das hatte ich nämlich irgendwie schon verdrängt. Wie immer muss ich dich für deine großartigen Formulierungen loben. Eigentlich kenne ich nur dich als Autorin die es auf diese Ebene perfektioniert hat, zu beschreiben und lang und viel zu beschreiben ohne das man das Interesse verliert oder ohne das der eigentlich Plot verloren geht. Rechtschreib- und Grammatikfehler habe ich natürlich auch keine gefunden, wie denn auch, du machst ja keine Fehler. Das macht das Reviewn irgendwie schwer. Mit dem Französisch hatte ich so mein Problem weil ich immer runterscrollen musste. Französisch ist nämlich eine der wenigen Sprachen die ich nicht lernen will. Ich finde einfach sie klingt nicht so schön. Wie auch immer, deine Geschichtsfälschung verzeihe ich dir natürlich. Und 2 Jahre sind doch in der Geschichte kaum der Rede wert. ... Mattheus tut mir wahnssinnig leid, mit seiner Zwiespaltigkeit und allem.
Kapitel 26; Treue: Ich bin überwältigt von Gefühlen. Die Person um Mattheus wurde aufgelöst, doch irgendwie kann ich es immernoch nicht ganz glauben. Ja, jetzt bin ich irgendwie ganz perplex. Ich fühl mich schon fast wie Ludwig, weil ich das durch die Geschichte ja selber alles so mitlerlebe... Mhh, ich muss das erstmal verarbeiten.
Ich bin wahnsinnig gespannt wie es mit der Untreue weitergeht. Und ja, ich lass dir mal eben ganz viel imaginären Earl Grey und Scones da.

Mit den großartigsten Grüßen
~Prinzesschen Maria

Antwort von Glaskammer am 15.09.2012 | 18:13 Uhr
Liebe Maria,

bitte entschuldige meine späte Antwort, die auch nicht gerade besonders lang ausfällt, die aber von von fröhlicher Dankbarkeit durchdrungen ist, dass du mich nicht vergessen hast ( =.

Ich hoffe du hast nach "Treue" alles gut verarbeitet und bitte nicht den lieben Gilbert hauen, nach allem was er so erlebt hat, der Arme...^^

Bei der französischen Sprache haben wir etwas gemeinsam - das hast du ja bestimmt gelesen - es ist fast auch das letzte Mal, dass ich sooo viel fremdsprachiges in den Texten verwendet habe.

mit ganz lieben Grüßen zurück,

Christin

PS: Doch doch auf jeden Fall gibt es auch Rechtschreibe- und Grammatikfehler, die sich da irgendwo festgebohrt haben, kleine miese fiese Bösewichte....ahhhrggrgrgr.
03.09.2012 | 05:17 Uhr
Hallo :)

Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich das letzte Kapitel schlichtweg übersehen habe. Daher eine Zusammenfassung meiner Rückmeldung für beide neue Kapitel... Hoffentlich.
Hier geht es ja ausschließlich um Ludwig und Matthew. Wie ich in meinem vorherigen Review schon kurz erwähnt habe, habe ich meine Schwierigkeiten damit, wirklich warm zu werden mit diesem Handlungsstrang, weil er mir von Anfang an ein wenig suspekt war. Vor allem die Art und Weise, wie Ludwig sich plötzlich an diesen völlig Fremden bindet (und ich bin nicht der Meinung, mit dieser Aussage sonderlich zu übertreiben), konnte und kann ich nicht nachvollziehen, aber das liegt weniger am schreiberischen Können und dem Durchdenken der Story als vielmehr an mir, da mir hier die Fähigkeit fehlt, es tatsächlich auch so nachzuempfinden. Bedeutung? Ich finde die Entwicklung seltsam. Konsequenz? Ich übergehe diesen Punkt, finde mich damit ab, dass es so ist und erkenne es als Grundlage des Handlungsstranges an. Lange Rede, kurzer Sinn; Sobald ich meine Differenzen mit der Hinführung zu der Situation beiseitegeschoben habe, kann ich vernünftig über den Hergang philosophieren. Folgendes ist dabei meinem müden Hirn entsprungen:

Die Art und Weise, wie du Matthews Charakter und seine Motive zuerst noch im Dunkeln lässt, immer wieder durch die Maske von Ludwigs Wahrnehmung verzerrt darstellst und so auch nicht wirklich etwas verrätst, macht ihn äußerst interessant. Du lässt von Anfang an durchscheinen, dass seine Intentionen nicht gerade die besten sind, zumindest nicht, was Ludwig betrifft. Hier hat mir vor allem dieser klaffende Schnitt zwischen der Realität und Ludwigs Blick aus der rosaroten Brille gefallen. Ich persönlich empfinde die Auswahl der Informationen, die man zuerst preisgibt, immens schwierig, da sie einerseits ködern und in eine Richtung leiten sollen, andererseits aber nicht zu viel verraten werden darf. Die Uminterpretation durch Ludwig spielt dabei auch eine große Rolle. Auch was diesen Punkt angeht, hast du die Situation wieder meisterhaft gelöst, ähnlich wie den Teil der Geschichte, in dem Gilbert die Hauptrolle spielt. Es kommen immer wieder neue Elemente und Querverweise hinzu und du verstehst es, sie dezent aber dennoch signifikant in die Szenen einzubetten.
Gut, eigentlich war von Matthew die Rede. Beide Kapitel betrachtend, erfährt man im aktuelleren doch mit einem Schlag recht viel über ihn (und auch gleich über seinen nutzlosen Bruder... aber dazu komme ich später). Da war einmal die Informationsbeschaffung aus Ludwigs Sicht, aber, wenn ich mir die Anmerkung erlauben darf, die mehr als unprofessionelle Einstellung seinerseits, stets vor allem und jedem zuerst Matthew betüddeln zu wollen. Diese Reise scheint für Ludwig in erster Linie dazu zu dienen, seinen Angebeteten ausgiebig zu umsorgen und so viel wie möglich von seiner Gegenwart in sich aufzusaugen. Und irgendwie war da ja noch was von wegen Informationsbeschaffung. Was soll man sagen, Luds, die liebe Autorin deiner kleinen Leidensgeschichte hat sich das Sprichwort „Liebe macht blind.“ hier wortwörtlich als Leitsatz herangezogen. Der auf den finalen, alles vernichtenden Paukenschlag hinauslaufen musste, früher oder später. Offensichtlich eher früher. Die Wortgewalt, mit der du Ludwigs inneren Zusammenbruch zum Ausdruck gebracht hast, lässt sich vermutlich nur schwer überbieten. Auch hier hast du viel mit Metaphern und Symbolen gearbeitet, besonders das Schiff, letzten Endes das „brennende Geisterschiff“ (meine Güte, was für ein Bild), habe ich als eine Art Pendant zu dem Flügelwesen angesehen, das in Gilberts Innerem seinen grauenhaften Tod gefunden hat (viel, viel früher… vielleicht hätten sich die Brüder von Arthur einmal auf Naturgeister oder Ähnliches untersuchen lassen sollen). Diese Parallele hat mich gerührt. Genau wie der Punkt, an dem Ludwig sich mitten in seinem Zusammenbruch gewünscht hat, Gilbert wäre bei ihm und an dem er sich auch an Roderich erinnert hat, was die Tragik nur steigert, dass keiner der beiden mitbekommen hat, dass ein ihnen so wichtiges Familienmitglied ins KZ verschleppt wurde. Weil sie so sehr mit sich selbst beschäftigt waren.
Ebenfalls beeindruckend sind diese kleinen Details während des Zusammenbruchs. Dieser mechanische Vorgang des Umziehens, obwohl er nicht einmal einen triftigen Grund dafür hat. Das Schließen der Türe auf diese disziplinierte Art und Weise, diese Dinge, die ihn vor der Sache mit Matthew so sehr ausgemacht haben, dass sie ihm in Fleisch und Blut übergegangen sind und ihm in dieser Situation zumindest sehr kurzweilig noch Halt bieten können. Am eindringlichsten hat auf mich allerdings das Bild der Blässe und Blutleere gewirkt. Diese Projektion des psychischen Zusammenbruchs in einem solchen Ausmaß auf die körperliche Verfassung. Ich denke, dass dieses Bild des Schockzustandes maßgeblich ist für die Stimmungsbildung der Szene.
In die Richtung interpretiere ich jetzt eine der von Gilbert ähnelnde, wenngleich auch nicht übereinstimmende Reaktion von Ludwig auf diese enorme psychische Belastung. Es hat sich auf jeden Fall etwas verändert, doch inwiefern sich dieses Etwas auf seine Handlungen auswirkt, beziehungsweise auswirken kann, steht offen. Genauso wie offensteht, was genau mit ihm geschieht, inmitten der Feinde, denn wirklich zurechnungsfähig ist er nicht und da scheint mir ein Angriff von außen in diesem Stadium äußert verheerend. Die Frage ist, für wen von beiden… den Angreifer oder Ludwig.

Da ich offensichtlich nicht in der Lage bin, chronologisch vorzugehen, kommt jetzt nach dem Schluss eben erst die Suche nach Matthew an die Reihe. Ja. Wie ich gestehen muss, hatte ich anfangs etwas Sorge, wie sich diese Szene entwickeln wird. Aber die war völlig unbegründet. Was ich mir bei deinem Schreibstil eigentlich auch gleich hätte denken können, aber besser wird man eines Besseren belehrt, als enttäuscht, nicht wahr? Was ich damit sagen will, ist, dass du die innere Unruhe, die Ludwig während des Wartens überfällt, die Entwicklung, die Steigerung, all diese kleinen bohrenden Gedanken, die während einer solchen Situation aufkommen und am Betroffenen nagen, authentisch und bildhaft mit seinen Handlungen verknüpft dargestellt hast. Ich kann mich nicht ständig wiederholen, was deinen Schreibstil angeht und ich muss mir auch etwas Raum für eine mögliche Steigerung zurückhalten, also lasse ich hier die sprachliche Analyse wegfallen, weil die Aussage schlussendlich dieselbe sein wird wie bei der Szene zuvor. Sehr gut geschrieben. Ist nun einmal so. Das kann man in Kurzform ausdrücken oder auch, indem man einen ganzen Review-Roman darum herumschreibt.

Aber wir sind ja noch nicht fertig, denn eigentlich ging es ja um Matthew, der (wie in der Serie) schon wieder völlig untergegangen ist. Ich fange, wenn ich ehrlich bin, an, diesen Charakter als Handlungsträger zu mögen. Das liegt unter anderem wohl daran, dass sich das Mysterium um seine Motive und Absichten nur langsam aufklärt und er sich dadurch wie ein Schatten aus dem Nebel erhebt, bevor er tatsächlich ein Gesicht bekommt. Dieses herausschälen der einzelnen Schichten bringst du sehr gut zur Geltung, vor allem, da er im zweiten Kapitel dann plötzlich aus dem Dunst herausspringt, wenn er sowohl Ludwig als auch dem Leser die wichtigsten Informationen geradezu an den Kopf wirft.
Vier Dinge finde ich hier besonders wichtig zu erwähnen (vorhin waren es noch zwei..). Erstens das Klavierspiel. Eine ergreifende Szene, die mich ehrlich gesagt auch etwas irritiert hat. Anfangs zumindest. Was mir allerdings hier und bei Matthew allgemein ein wenig fehlt (was nur meine persönliche Sichtweise ist und in der Geschichte wohl kaum umsetzbar), ist eine neutralere Sicht auf den Jungen, um einerseits die spärliche Innensicht und andererseits dieses verklärte Anhimmeln von Seiten Ludwigs zu kompensieren und das Bild zu vervollständigen. Wie dem auch sei. Der zweite Punkt ist die Informationsbeschaffung. Zuerst einmal hat mich da die Art, wie Frankreich in die Geschichte eingebunden und beschrieben wird, überrascht (positiv, wie ich betonen möchte). Die Szene hat auch ihre Wirkung nicht verfehlt, Matthews Verzweiflung und Opferbereitschaft, die dem abgeklärten Geschäftssinn gegenübersteht, der nun einmal notwendig ist, um dort zu überleben, wo sich der Mann herumtreibt. Das Einzige, was mich an der Szene wirklich enorm gestört hat (mich, als nicht französisch sprechenden Menschen), war die Tatsache, dass die beiden eben diese fremde Sprache gesprochen haben (was dem eine gewisse Authentizität verliehen hat) und dennoch… war es durch den Umstand so nervtötend, dass man eigentlich für jeden einzelnen Satz hinunterscrollen musste, um nachzulesen, was er bedeutet und dann wieder nach oben, um weiterzulesen, nur um bei der nächsten Aussage wieder hinunterzuscrollen. Das habe ich nicht getan, wenn ich ehrlich bin, ich habe das gesamte Gespräch überlesen, das Kapitel zu Ende gelesen, bis ich mir dann im Nachhinein die Übersetzung angesehen habe, eben nur ungefähr wissend, wie sie nun eigentlich genau in die Geschichte eingebunden war. Es ist schade, dass dein flüssiger und eng gestrickter Schreibstil dadurch mehr oder minder auseinandergerissen wurde. Obwohl das wohl eher meiner eigenen Faulheit zuzuschreiben ist, sehe ich es als Minus an, wenn sich der Leser so große Teile eines Kapitels praktisch zusammenbasteln muss. Einzelne Wort kann man da eher verschmerzen, das lese ich auch sehr gerne, weil es eben, wie beabsichtigt, eine gewisse Stimmung hervorruft, aber das ganze Gespräch in diesem Stil war etwas zu viel des Guten. Was nicht bedeutet, dass ich deine Mühe, was die authentische Umsetzung der Situation anbetrifft, nicht zu schätzen wüsste.

Drittens geht es um Matthews Verhalten, vor allem die Gründe und Absichten hierbei sind interessant. Die erfährt der Leser (noch nicht einmal im Detail) ja erst im letzten Kapitel. Das macht die einzelnen Schritte, die er gewagt hat, im Nachhinein beeindruckend. Immerhin wird er zuvor noch als Verräter an seinem Heimatland gehandelt. Die Idee, dass er den Deserteur sucht, ist sehr gut und auch, dass er trotz all der Strapazen und Lügen, die er auf sich genommen hat, gegen eine Wand läuft und überhaupt nichts erreicht, finde ich geschickt aufgezogen. Vor allem deshalb, weil er sich durch sein rücksichtsloses Verhalten Ludwig gegenüber in eine Situation manövriert, wo nicht viel fehlt und alles, was er riskiert hat, mit einem Schlag wieder auf ihn zurückfallen könnte, ohne dass er irgendetwas erreicht hätte.
Viertens widme ich mich der Betrachtung der Szene, in der Matthew alles aufklärt. Die war nämlich längst nicht nur aus Ludwigs Sicht spannend und interessant, sondern auch aus der von Matthew, denn wie er gehandelt hat war purer Impuls aus dieser tiefen Enttäuschung heraus, die er nach allem, was er auf sich genommen hat, erfahren musste. Dass sich so der gesamte Zorn auf Ludwig konzentriert hat, obwohl der ihm am allerwenigsten in irgendeiner Art feindlich gesonnen war, steigert die Zerstörungskraft dieses Impulses noch. Und was diese Szene angeht, kann ich sogar wieder nachvollziehen, wie man auf jemanden, der eigentlich nicht einmal etwas dafür kann, so zornig werden kann, einfach deswegen, weil er so unglaublich naiv und vertrauensselig daherredet. Das könnte auch aus einer gehörigen Portion unterbewussten schlechten Gewissens resultieren, denn Matthew weiß ja, was er getan hat und wie die Wahrheit aussieht, dass er Ludwig nur benutzt und angelogen hat und dass der das noch nicht einmal merkt, nicht wahrhaben will, es sogar abstreitet… Du steckst deine Charaktere gerne in gefühlsmäßige Teufelsspiralen hinein, hm?
Ich bin wieder am Abschweifen… ja… Was das Fluchen angeht (das ich gut und angemessen fand, das würde ich nicht ändern), ich glaube, das war meine Lieblingsstelle im Kapitel: [[„Ich habe mich ficken lassen.....für diesen elenden Narren, das muss man sich mal vorstellen, der erst Gottweißwas macht und dann desertiert, das ist nämlich passiert weißt du, mein feiger Bruder ist von der Front weggelaufen, einfältig wie er ist, oh ihr zwei müsstet euch treffen, ihr seid mit Abstand die einfältigsten Idioten, die diese Welt je gesehen hat, die Krone der verdammten Schöpfung!“]] Im Kopf höre ich nur die Stimme, wie sie sich in Rage redet auf diese zynische und ungerechtfertigt verletzende Art und Weise. Dabei benutzt er noch nicht einmal schlagkräftige Schimpfworte und trotzdem verfehlt es das Ziel nicht. Wie ich schon sagte, du hast ein Talent dafür, Bilder, nein, ganze Filme entstehen zu lassen. Dein Schreibstil trägt diese Empfindungen mit. Daher fand ich diese Interaktion auch unheimlich gelungen.

Es ist schon wieder leicht spät. Oder früh. Ich entschuldige mich für das Chaos und den fehlenden roten Faden … aber diesmal bin ich wirklich müde, deshalb auch die Kurzfassung und… ja, das Chaos. Zum Schluss möchte ich noch einmal ein Lob aussprechen, ich habe mich sehr gefreut, als ich das Update bemerkt habe… In diesem Sinne hoffe ich, dass wir uns bald wieder lesen, auf die eine oder andere Art und wünsche dir sowohl viel Spaß beim Schreiben als auch eine schöne neue Woche.

lg ♪
30.08.2012 | 20:56 Uhr
Liebe Glaskammer!

Habe ich es eigentlich je geschafft, zu erwähnen, dass ich (im Gegensatz zum Rest der Welt, will mir scheinen) die Kapitel über Ludwig und Matthew durchaus vermisst habe? Bestimmt nicht, aber meine Freude war sehr groß, als ich das "Sonderangebot" gesehen und gelesen habe. Der Titel veranlasste mich, meine Miene irgendwo zwischen wissendem Lächeln und spitzmündigem Stirnkrausen anzusiedeln, denn ich dachte mir, dass sicherlich Matthew sich verkauft, was nach seinem bisherigen Auftreten ja durchaus nicht ganz abwegig ist. Denk nur, wie furchtbar klug ich mich gefühlt habe, als das auch noch mehr oder weniger den Tatsachen entsprach!
Die Szenen, indenen sich Matthew auf den Weg macht und tasächlich von Gefühlen der Unsicherheit angerührt ist, sind schön, weil sie den Zwangsmitarbeiter aus dem Loch der miesen Verräter zu einem fühlendem Menschen, der durch die Frage nach dem, was hätte sein können, die Tragik erhöht, macht. Der miese Verräter bezieht sich natürlich auf das ausgenutzte Vertrauen seines Vorgesetzten, seine ausgenutzte Liebe, denn dass Matthew groß über sein Verrat der Deutschen Wehrmacht weint, kann wirklich niemand verlangen.

Zu Ludwig aber, und zwar ehrlich: Er nimmt sich bei all seiner Liebe nicht sonderlich intelligent aus, es fällt einem gar immer schwerer, die Verbindung herzustellen, zwischen diesem träumerischen Mann, der in Paris am Schreibtisch Radio hört und darüber alle seine Pflichten vergisst, und dem Triebtäter, der in Hamburg oder von wo die beilschmidtsche Sippe auch kommen mag seinen Bruder vergewaltigt. Müsste er als der ordentliche, strebsame Mann, der er ist, nicht deutlich mehr Ehrgeiz an den Tag legen, um dem Deutschen Reich den propagierten "Endsieg" zu ermöglichen? Oder hat ihn seine homosexuelle Adersartigkeit bereits so sehr von der "Volksgemeinschaft" entfernt, dass ihm deren Geschicke neuerdings völlig wurscht sind? Hindert ihn sein Realismus daran, weiter an einen günstigen Kriegsverlauf zu glauben? Dann müsste der selbe Realismus ihn auch befähigen, seinen Liebeskram etwas besser zu durchschauen. Wenn Herr Beilschmidt sich seine gesamte Soldatenkarriere so unmotiviert angestellt hat, dann sehe ich absolut nicht, wie sein Vorgesetzter es verantworten kann, ausgerechnet ihn auf Informationssuche in Paris anzusetzen. Zudem ginge er als nettester Nazi aller Zeiten in die Geschichte ein.

Das ist natürlich ein Klischee, aber eins, das der Ludwig der ersten Kapitel so sehr ausfüllt: Der eigentlich biedere und anständige Mann, der eine dunkle Seite versteckt und sie verschmelzen lässt mit den nationalen Erfordernissen bzw Forderungen. Die miese, irgendwie auch filmtypische Seite fehlt mir also.
Was das wohl aussagt. Tihi.
Ich finde es außerdem komisch, dass er als Investigator dem unvertrauenswürdigen Francois nicht nachstellt und ihn von den berechtigten Stellen ausquetschen lässt, um zumindest ein paar Sachen noch herauszufinden, denn ein unkoopertiver Informant ist doch eine wandelnde Gefahrenquelle, besonders wenn zu Vermuten steht, dass er der Résistance gegenüber mit lockerer Zunge redet.

Sehr gut haben mir wieder die französischen Satzpassagen gefallen, aus atmosphärischen Gründen... hach.

Allerdings würde ich doch dazu raten, an der Geschichte eine genauere Datierung vorzunehmen. Am Anfang hieß es mal, die Handlung sei in den vierziger Jahren des 19. Jahrhunderts anzusiedeln. Diese Information wird konkretisiert durch die Erwähnung der "aufgeheizten Atmosphäre" vor dem Aufstand des Warschauer Ghettos und der Information, dass die Partisanenverbände zunehmend in Bedrängnis kommen, die Wende von Moskau und Stalingrad kann also noch nicht erreicht sein. Das würde, angsichts des guten Wetters, ja für Frühling oder Sommer des Jahres 1942 sprechen.
Ich spreche mich dafür aus, weil es deine bestechende Kenntnis der Umstände ist, die mich so fesselt, der Zeit, der Institutionen, der Menschen, des Lebensgefühls. Um einen Rahmen zu erschaffen und die Geschichte auch zu stützen, ihr einen Rahmen zu geben, würde ich eine genauere zeitliche Einordnung vornehmen, damit sie nicht zu einem einfachen Sittengemälde verkommt.

Wie typisch, dass Francois sich in Naturalien bezahlen lässt. Ich habe mich gefragt, ob das denn Not tut, weil es der fünfte homosexuelle Mann von neun namhaften Hauptpersonen ist, wobei ich Roderich noch nicht mal mitzähle. Allerdings wüsste ich nicht, wie es anders gehen sollte, weil Francois Geld offensichtlich nicht interessiert und Versprechen er nicht mehr glaubt. Doch. Ich habs. Matthew hätte ihn mit Zigaretten bestechen können.

Schönes Kapitel, meine demütige Kopfneigung.

Ar-Feiniel (Miau)

Antwort von Glaskammer am 31.08.2012 | 10:50 Uhr
Halli hallo,

uuuuhhhh...ein Reviiiiewww...und ich dachte schon, jetzt habe ich alles verspielt mit der Fortsetzung der Geschichte..^^. Das du Matthew/ Ludwig nach dem ganzen Gilbert/ Ivan-Drama auch ganz gerne mal wieder liest, hast du letztens erwähnt - mich freut es sehr.
Da ist also mein Pulver schon verschossen - oder du kennst mich schon besonders gut - wenn du mich schon so durchschaut hast, dass ich unter dem Wort "Sonderangebot" Mattheus das und das machen lasse, Gratulation meine Liebe, ich kann ihnen nicht mehr beibringen...^^.

Ohhh...Ludwig ist intelligent und professionell und wirklich gut und überzeugend in seinem Job, wirklich. Wenn er sich nicht gerade verliebt und komplett blind seiner Umgebung gegenüber steht. Das ist eine neue völlig fremde Situation für ihn. Genau wie damals als er komplett "ausgeflippt" ist und Gilbert durch eine denkbar schlechte Methode wieder zurück zu den Lebenden holen wollte (mal abgesehen davon, dass es die massive Schuld der Autorin ist, weil sie düsteren Germancest mochte und das ganze eigentlich nur als One Shot geplant war - höchstens noch ein zwei/ drei-Teiler...)
Ich sehe ihn trotzdem eher als normalen Armeeangehörigen (deshalb habe ich ihn in der Wehrmacht verfrachtet), seinem Land mehr zugetan als den gerade regierenden braunen Horden. Und Gilbert..nun ja..Gilbert dreht es sich, wie er es braucht. Also beziehungsweise hätte ich ein echtes Gewissenproblem gehabt, wenn einer der beiden tatsächlich richtig hässlich ideologisch verseucht gewesen wäre (obwohl es dann auch eine bestimmte große Kunst gewesen wäre, gerade solche Menschen den LeserInnen auch noch sympathisch zu machen...).

Zu den Datierungen: also ich brauche ja auch immer eine annähernd genaue Beschreibung wann was stattfindet: ich habe nur wahrscheinlich meine kleinen Hinweise dann immer zu gut versteckt, kann das sein?! Beziehungsweise laufen Gilbert/ Ivan-Geschichten tatsächlich immer paralell ab, so ungefähr. Und zum Beispiel im letzten Kapitel kannst du wegen des Gedichts davon ausgehen, dass wir uns auf jeden Fall in den ersten 2 Wochen des Junis 1944 befinden (beziehungsweise es irgendwann zwischen 3. und 5. Juni ist, weil ich das in Rückkehr I in den Terminplan des Deportationszuges mit eingefügt habe). Glaube mir spätestens in den nächsten zwei Kapiteln wirst du wissen, "wann" wir uns befinden.

Es ist süß, dass du denkst, der Franzose ist Francis, obwohl ich es mit keinen Wort erwähnt habe....(natürlich ist er es..^^...)...zu dem vermehrten Vorhandensein von Homosexuellen...äääähmm...es werden auch, glaube ich, die einzigen bleiben, auch wenn das etwas unglaubwürdig ist, dafür ist es ja nur Fiktion.

Ich verbleibe mit großer Freude und einem (achneinwiesüüüüüßkommmalher) herzlichen Winken!

Bis ganz baaaaaald ( =
22.08.2012 | 12:00 Uhr
Sei gegrüßt Frau Glaskämmerlein,

zu allererst muss ich mich natürlich ehrfrüchtig vor Dir auf die Knie fallen lassen und Dich tausendfach um Vergebung bitten, weil ich mir so ewig lange Zeit gelassen habe dem neuen Kapitel meine Aufmerksamkeit zu widmen. Ich könnte Dir dafür nun auch tausend Gründe nennen, doch im Grunde sind sie für uns beide an dieser Stelle unintersant, deswegen möchte ich mich auch hier nicht weiter darin vertiefen und Dir, große Meisterin der Schreibkunst, lieber weiter huldigen und Dich preisen.
Ich kann es gar nicht zu oft schreiben wie großartig, genial und meisterhaft Dein Schreibstil doch ist. Du schaffst es alles wirklich an die Perfektion des Ausdrucks zu treiben und das ohne das es schon wieder ermüdend zu zu ausformuliert wirkt. Dann muss ich nun natürlich auch einmal erwähnen, das die eigentlich Geschichte für mich schon erschreckend wenig mit Hetalia zu tun hat. Es ist viel eher so, das du Figuren und Aussehen übernommen hast, aber auch beispielsweise am Charakter einiges verändert hast, als Gutes Beispiel nenne ich dir dafür mal unseren lieben Matthew Williams ;) Mich stört dies allerdings überhaupt nicht, da ich sowieso ein Herz für Historien und auf die Realität bezogene Geschichten habe. Besonders wenn sie so gut recherchiert wurden wie die Deine.
Zum neuen Kapitel möchte ich mich nun allerdings auch mal äußern, sonst ist diese Review doch ein wenig zwecklos, nicht wahr? Gilbert scheint ja jetzt eine ganze Menge Besinnung zurückerlangt zu haben. Er wirkt im Vergleich zu vielen der vorherigen Kapitel wirklich ein ganzes Stück menschlicher. Das Mädchen das am Anfang des Kapitels vorkam, kann es sein das es Michaels Schwester ist? Das denke ich mir so. Obwohl am Ende des Kapitels könnte man sich natürlich auch denken das es etwas mit Elisa und dem Mädchen das sie getragen hat zu tun haben könnte.
Das Roderich in dem Lager ist macht mich irgenwie fertig, weil ich bis zu diesem Zeitpunkt immer nur dazu in der Lage war mir den Aristokraten in seinem feinen Häuschen vorzustellen wo er Kuchen bäckt und Klavier spielt. Das er in einem Lager vor Mengele Geige spielt ist ein völlig neues Bild. Vorallem nachdem Gilbert genauer auf Roderichs Verletzungen und seine Haltung einging.
Dann war das Kapitel auch schon zu Ende. Dieses Mal ging es mir wirklich so, das ich noch gar nicht mit einem Ende des Kapitels gerechnet hatte, aber dann sah ich auch schon die mir bekannte Fettschrift.
Wie immer bin ich natürlich wahnsinnig gespannt auf das nächste Kapitel und entschuldige mich noch einmal bei Dir, große Meisterin, das ich mir so unendlich viel Zeit gelassen habe um Dich für das neue Kapitel zu preisen.

Mit den allergroßartigsten Grüßen

Maria

Antwort von Glaskammer am 22.08.2012 | 16:50 Uhr
Oooh, wie lieb, dass hättest du nicht noch machen müssen, sondern gleich auf das neue Kapitel warten sollen...^^.

Und dein überschwängliches Lob ist viiiiel zu viiiiel und macht mich zurück haltenden leisen Menschen komplett verlegen!!!! ( =

Das Mädchen ist weder Mihails Schwester noch Elizas "Kind"........ich empfehle dir meine andere Geschichte zu lesen (Ort der Richter und Henker), dann weißt du auf jeden Fall, wer sie ist. Sie ist zwar in dem Sinne nicht "wichtig" für die Hergang der Erzählung, aber einigen LeserInnen vermutlich doch ans Herz gewachsen - außerdem es gibt einen amüsanten "Aha-Effekt", dass sie jetzt aus einer anderen Perspektive beleuchtet wird, wenn auch nur kurz.

Ich verspreche ganz bald fortzufahren und bedanke mich gaaaanz herzlichst für dein Review!!!

( =
09.08.2012 | 07:19 Uhr
Schönen guten Abend.

Oder Morgen.
Nun, jedenfalls war es Abend, als ich angefangen habe zu lesen, aber die Uhr zeigt halb 5 (mittlerweile schon nach 7 o_O)... was ist da wohl passiert?
Tja, ich habe deine Geschichte in einem Zug gelesen. Und ich kann ehrlich gesagt nicht genau bestimmen, ob ich jetzt zittere und mich elend fühle, weil ich übermüdet bin, oder der Geschehnisse wegen, die du so ausführlich dargestellt hast. Ich bin jetzt momentan schwer versucht einfach nur Laute der Begeisterung von mir zu geben und zu versuchen zu beschreiben, wie unglaublich eindringlich und wirkungsvoll deine Story ist, aber nüchtern betrachtet gab es hier, wie überall sonst auch, gute und weniger gute Aspekte. Nur das die guten Aspekte im Moment so stark überwiegen, dass ich Mühe habe, die weniger guten noch zusammenzubekommen. Trotzdem versuche ich, damit anzufangen, denn das Lob liest man meiner Meinung nach immer gern zum Schluss und das artet, wie ich fürchte, in zusammenhanglose, dahingestotterte Fetzen der überschwänglichen Begeisterung aus (blabla, es geht schon los, also Konzentration...)

Zuerst zu den Charakteren: Da haben wir einmal Deutschland aka Ludwig, dann Preußen aka Gilbert, Ivan aka Russland (und das waren eigentlich die Wichtigsten), sowie noch einige Erwähnungen am Rande. Wie in einer WW2-Story im Fandom Hetalia nicht ganz unüblich findet sich hier dann also Ludwig als das Musterbeispiel des deutschen Soldaten, Gilbert, seines Zeichens extrovertiert, exzentrisch und psychisch labil in einer Führungsposition, die ihm gewisse Freiheiten zugesteht und Ivan als die Verkörperung des russischen Gegenspielers (oder auch nicht). Dabei hat man vor allem in diesem Fandom das Problem (oder eher die Wahl), die Charaktere als personifizierte Darstellungen der allgemeinen Stimmungen und Bewegungen der einzelnen Länder aufzufassen und sie somit stellvertretend für die Menschen agieren zu lassen oder sie als aktive Individuen (will nicht sagen Menschen) einzusetzen und dadurch den Aspekt zu nutzen, dass Leser für Geschichten, in denen es um tragische Einzelschicksale geht, besonders empfänglich sind. Ersteres wäre sicherlich auch im Bereich des Möglichen gewesen und wäre in diesem Fandom sicherlich eher IC, allerdings wären dadurch die Handlungsmöglichkeiten der Charaktere im kleinen Rahmen auch eingeschränkt und das würde sich nicht mit deiner Geschichte vereinbaren lassen. Daher war die Wahl der zweiten Möglichkeit durchaus berechtigt, wenn sie auch mit den Charakteren an sich weniger zu tun hat als viel mehr mit der Tragik des zweiten Weltkrieges und der Aufarbeitung der zerstörerischen Gemütskonflikte der Soldaten im Allgemeinen und im Besonderen (ja, Gilbert, du bist gemeint). Ich denke nicht, dass irgendwer so pingelig wäre und dir deswegen die Berechtigung absprechen wollen würde, die Geschichte gerade mit diesen Charakteren gerade in diesem Fandom zu posten (zumal ich glaube, mit Recht behaupten zu können, dass viele, die diese Story lesen, die Charaktere und vor allem Preußen gerne leiden sehen), und doch denke ich, dass der Aspekt angesprochen werden sollte. So.
Wenn wir schon bei der Charakterdarstellung sind, führen wir die Analyse doch gleich fort, und zwar an den Charakteren an sich, von denen wohl Gilbert (und da werden mir bestimmt Einige zustimmen), der – mit Verlaub – Abgefuckteste von allen ist. Preußen als emotional und psychisch (wahlweise zusätzlich noch physisch) tief geschädigtes Individuum mit krankhaften, sadistischen, morbiden, teilweise auch akut selbstzerstörerischen Anwandlungen und Tendenzen darzustellen, scheint eine allgemein anerkannte Art zu sein, ihn in Geschichten einzubinden und damit habe ich normalerweise keine Probleme, weil man seine neurotischen Persönlichkeitsstörungen, wie auch immer man sie nun umzusetzen gedenkt, durchaus aus der Serie selbst herausziehen und nach eigenem Gutdünken zurechtinterpretieren kann. Die Vorlage ist jedenfalls gegeben. Deine Heranführung an ebendiesen Charakter, den du so gesehen im Laufe der Geschichte ja eigentlich zu deinem eigenen machst (wie alle anderen auch), ist sehr gut gelungen. Du beschreibst anfangs eine krankhafte Ambivalenz, die einerseits in unmenschlicher Grausamkeit, andererseits aber in sehr menschlichen Interaktionen mit seinem Bruder zutage tritt. (Dazu komme ich aber noch.) Auch die Rückblende ist meiner Ansicht nach sehr gut umgesetzt, doch unter anderem stört mich diese Sache; Der Abschied. Beim Lesen war klar, dass alles auf diesen einen Punkt hinauslaufen muss, der Gilbert schlussendlich so sehr zerstört (oder begräbt, wie auch immer man es nennen mag), dass er zu diesem psychisch völlig instabilen Wrack degeneriert, das wir in den ersten Kapiteln vorgefunden haben und von dessen Beschreibung ich, wenn ich ehrlich bin, mehr als nur beeindruckt war. Jedenfalls ging es um diesen einen Moment, in dem er von Ivan so sehr verletzt wurde. Darunter habe ich mir, wenn ich ehrlich bin, eine etwas andere Situation vorgestellt und zwar eine tendenziell kältere, gezwungen distanziertere. Nicht unbedingt weniger verzweifelt und unbeholfen, aber doch besser kaschiert, zumindest von Ivan, sodass Gilberts Hoffnungen, doch mehr gewesen zu sein, schlussendlich schlagartig und vernichtend zertrümmert werden. Und diese Ansicht ist in Anbetracht deines sonstigen, weit ausholenden, sehr detailreichen und tiefschürfenden Schreibstils nicht unbedingt übertrieben, bzw sie wäre weniger berechtigt, wenn du das Gefühlsleben der Charaktere zuvor nicht in den schillerndsten Farben und bis in die horrendsten Tiefen der Seelen hinab auf übermenschlich intensivem Niveau beschrieben hättest. Lange Rede, kurzer Sinn; Obwohl die Szene keineswegs schlecht beschrieben war, war sie doch meiner Meinung nach längst nicht als fundierter Grund genug, um Gilberts nachfolgenden Zerfall angemessen zu erklären.
Was mich darüber hinaus zu der eben angesprochenen Intensität der Gefühlswelt der männlichen Protagonisten führt. Ich sage nicht, dass es schlecht ist (nein! Niemals!). Und ich tue damit lediglich meine Meinung kund, dass mir derartige Ausschweifungen und heftige Reaktionen auf bestimmte Ereignisse und dann darauffolgende Gleichgültigkeiten auf andere etwas überzogen erscheinen. (Du kannst nicht ermessen, wie schwer es mir fällt, hier tatsächlich Kritik zu äußern, aber ich glaube, ich sollte auch ein wenig konstruktive Meinung mit reinbringen, auch wenn ich eigentlich absolut nichts Negatives sagen möchte...) Allerdings würde dieser konstruktive Kritikpunkt ohnehin erst für kommende Projekte gelten, da es fatal wäre, den Schreibstil, was diese Geschichte angeht, jetzt von intensiv auf normal-Niveau herunterzustellen. So wie Gilberts aufgebrachtes Gefühlsleben zum Beispiel.
Ich muss zugeben, dass ich mich vermutlich nicht gut genug mit psychischen Erkrankungen und enormen Stresssituationen auskenne, um angemessen beurteilen zu können, ob das jetzt authentisch ist oder nicht, deswegen kann ich auch hier nur aus eigener Sicht und für mich selbst sprechen; Ich denke, dass die letzten beiden Kapitel (beziehungsweise bereits ab dem Punkt von Ivans Verhaftung in der Kirche) an schreiberischer und eben diese intensiven Inneren Vorgänge betreffender Qualität abnehmen. Das bedeutet konkret, dass ich beim Lesen das Gefühl hatte, aus dieser unglaublich dichten und fesselnden Erzählart der Story langsam in seichte Gewässer auszulaufen und da fiel es mir dann nicht mehr annähernd so schwer, meinen Blick auch einmal vom Monitor zu lösen und mich leicht ablenken zu lassen. Ich denke, dass diese Flaute (die an sich völlig normal ist in einer eindringlichen Geschichte wie dieser), hauptsächlich daher rührt, dass sich plötzlich Gilberts zuvor so ausweglose Situation der Zwiespältigkeit und dem inneren Trümmerhaufen gewandelt hat. Auf einmal, durch eine Wunderheilung ist er wieder ganz. Das ging mir ein wenig zu schnell und zu glatt, zumal du dich zwar bemühst, die bedrohliche Situation, in der sich die beiden nun unmittelbar befinden, angemessen darzustellen, Gilberts Charakter aber plötzlich dennoch eine seltsame Friedfertigkeit oder besser ausgedrückt unangemessene Leichtigkeit ausstrahlt dadurch, wie er mit Ivan selbst in so einer gefährlichen Lage interagiert. Wie schon gesagt, vielleicht geht es nur mir so, aber dieser Eindruck entstand beim Lesen und hat sich gefestigt und er widerspricht eben diesem völlig zerstörten Charakter vom Anfang so sehr und so plötzlich, dass mir das nicht unbedingt gefällt. Meiner Meinung nach dürfte diese eine Begegnung in der Kirche nicht ausreichen, um all die seelischen Wunden so urplötzlich heilen zu können.
Um kurz auf Ivan zu sprechen zu kommen, war die Art, wie du ihn beschrieben hast, wieder auf diese erschlagend intensive Art, dass es mich förmlich mitgerissen hat, wenn auch meiner Ansicht nach nicht unbedingt originalgetreu dem Charakter entsprechend, aber das habe ich ja bereits angesprochen.
Und nun zu Ludwig, denn der sollte ja auch nicht zu kurz kommen; Mir gefällt die Art, wie du ihn dargestellt hast (als diesen pflichtbewussten Soldaten, der er nun einmal ist, ab und an auch ordnungsfanatisch), obwohl ich nicht ganz den Gedankengang nachvollziehen konnte, wie die Frustration wegen der Depressionen seines Bruders schließlich in einer Vergewaltigung ebenjenen Bruders ausarten konnte. Später arbeitest du Erklärungen und Andeutungen mit ein, allerdings wirken diese dann ein wenig hinten angeschoben und holprig. Es hätte sich eventuell logischer lesen lassen, wenn im rückblickenden Verlauf nur Andeutungen der Tat zu finden gewesen wären und du diese Spannung, die du zwischen den beiden beschrieben hast, erwähnt hättest, bevor der Übergriff genannt wird. Zumal es mit dieser Spannung nicht unbedingt allzu weit her gewesen sein kann, wenn Gilbert darin sowieso jemand anderen gesehen hat und Ludwig sich so schnell (Entschuldige, ich kann mich mit der Art, wie diese „Liebe“ entstanden ist, nicht anfreunden, weil ich da keine Entwicklung gesehen habe) an jemand anderen binden konnte. Von diesem Aspekt aus gesehen hättest du, wenn du nicht noch vorhast, darauf später wieder zurückzukommen, auf diese inzestuösen Handlungen verzichten und einen etwas harmloseren Comfort durch schlichte Umarmung etc beschreiben können.
Eben genannte Liebe zu Matthew konnte ich persönlich in der Stärke, in der du sie geschildert hast, nicht nachvollziehen und empfand sie daher zuvorderst als äußerst störend, weil Ludwig Matthew höchstens zweimal gesehen hatte und ihn nicht wirklich als Mensch kannte, sondern ja allein von seinem kurz betrachteten Aussehen so fasziniert war. Vor allem in Anbetracht dessen, dass du durch die Schilderung der Ereignisse zwischen Ivan und Gilbert bewiesen hast, dass du durchaus und auf beeindruckende Weise in der Lage bist, derart tiefe Verbundenheitsgefühle auch auf einigermaßen langer und authentischer Basis zu beschreiben, kam Ludwigs Situation zu plötzlich, was noch durch den Fakt bestärkt wird, dass er eigentlich, wenn man vom originalen Charakterdesign ausgeht, der Rationalere und „schwerer zu Erobernde“ der beiden Brüder sein müsste. Daher war ich, wenn ich ehrlich bin, auch froh, dass dieser Teil der Geschichte zugunsten der Rückblende von Gilbert relativ kurz ausgefallen ist und schnell beendet war.
Als letzten für mich weniger positiven Aspekt möchte ich noch anmerken, dass deine Beschreibungen, was den Geschlechtsakt zwischen deinen Charakteren angeht (und dabei ist es egal zwischen welchen), zwar sprachlich unglaublich gut dargestellt, mir persönlich aber trotzdem zu graphisch und ausschweifend beschrieben war. Wenn dann nur einmal so ausführlich und die folgenden Male nur angedeutet, sodass auf das Wesentliche mehr Wert gelegt werden kann. Die Qualität deiner Geschichte würde sich durch das Fehlen derart detaillierter Beschreibungen keineswegs vermindern.

So, genug gemeckert, denn jetzt kommt, wie schon angekündigt, das Beweihräuchern.
Da fange ich am besten mit den beiden Brüdern an, die Art und Weise, wie sie im Militärgefüge dargestellt werden, finde ich ausgezeichnet. Mit Titel, mit Anrede, viele Details zu Truppenbewegungen, dann zu Umgebung, nebenbei Informationen über die Spannungen zwischen dem Heer und der SS und sogar über die Gleichschaltung bzw die „Entmachtung“ des Heers. All diese Feinheiten sind immer wieder Highlights, die zwischen den Zeilen aufleuchten wie kleine Sternchen und das Ganze noch abrunden. Was das Treffen von Ludwig und Gilbert am Bahnhof angeht, danach die Art, wie sie zuhause miteinander umgehen, fand ich rührend beschrieben, denn du verstehst dich auf kreative Wortwahl genau im passenden Moment. Dein Satzbau ist sicher, deine Grammatik gut, dein Wortschatz sehr umfangreich (großer Pluspunkt, ich liebe einige deiner Formulierungen einfach) und die wenigen Rechtschreibfehler, die mir aufgefallen sind, sind vermutlich Tippfehler und die passieren jedem einmal. Vor allem die Stilmittel, die du benutzt, zum Beispiel die Ellipsen, die aufeinander aufbauenden, abgehackten Sätze, einfach einzelne Worte als Sätze, um die Dramatik und die Wichtigkeit hervorzuheben und zu steigern, sind mir aufgefallen und dabei hat mir das Lesen viel Spaß gemacht. Dein Sprachstil hat nämlich für Fanfiction ein sehr hohes Niveau und Geschichten mit hohem schreiberischem Niveau schaffen es leichter, den Leser zu fesseln, weil er sich nicht über Grammatik- oder Rechtschreibfehler ärgern oder rätseln muss, was damit jetzt eigentlich gemeint war. Was du damit ohne Probleme geschafft hast.
Der nächste Pluspunkt ist Adam, eine Außenperspektive, der sehr viel reflektieren kann, das zwar bemerkt, aber noch nicht recht bewertet werden sollte und durch dessen Beobachtungen, die er nicht einordnen konnte, du erst recht Spannung erzeugen konntest. Vor allem, dass du ihn bis zum Schluss konsequent eingesetzt und ihn dann schließlich in diesem entscheidenden Moment hast sterben lassen, hat ihn als Charakter für die Story unentbehrlich gemacht.

Dann würde ich gern auch auf die Szenen zu sprechen kommen, die du gleichschalten wolltest, die sowohl Gilberts als auch Ludwigs Aufbruch betreffen. Was das angeht, war ich ebenfalls wieder beeindruckt (ich benutze dieses Wort erstaunlich häufig, um deine Geschichte zu beschreiben), wie reibungslos das funktioniert und wie gut es gewirkt hat. Was das angeht brauchst du also keine Bedenken zu haben. Das Verhör mit den darauffolgenden neuen Informationen für Ludwig war auch sehr gut aufgezogen, der Zusammenbruch an dieser Stelle sogar authentisch (mir hat er jedenfalls gefallen.. hehe) und gleichzeitig auch Gilberts Anmaßungen seinen Vorgesetzten gegenüber, sehr gut. Das ist schließlich genau das lose Mundwerk und die Risikofreude, die ich als Leser und Fan von ihm erwarte.
Eine meiner Lieblingsszenen was das angeht ist auch in der Rückblende die Hinführung zur Gefangennahme. Die Beschreibung ihrer Tätigkeiten zuerst, dann das Vertrautmachen mit einzelnen Mitgliedern der Gruppe, einen Statisten herauspicken, der für wenige Szenen wichtig wird, um Sympathien herzustellen, die zerstört werden können… ebenfalls sehr wichtige stilistische Mittel, die du schon beinahe in Perfektion angewandt hast. Ohnehin waren die Rückblenden meiner Meinung nach das Beste bisher, die nicht nur die Wandlung von Gilbert beschreiben, sondern sich auch an diese langsam anwachsende Abhängigkeit der beiden antastet und so vieles erklärt. Allerdings bin ich mir nicht recht sicher, ob du die Art und Weise, wie Gilbert dort ja tatsächlich _gefoltert_ wurde, nicht zum Schluss zu sehr verharmlost hast durch die Tatsache, dass es „ja nur“ Markierungen durch Ivan waren. Es waren immerhin Messerschnitte und die auch nicht zimperlich und die Brandnarben… Prinzipiell solltest du mit solchen Verharmlosungen eher vorsichtig umgehen und die Wunden auch bei Handlungen des Charakters berücksichtigen.
Die Abschiedsszene, sprachlich wieder top und dann die Rückkehr, wie er in sich zusammenbricht. Ein Highlight war ebenfalls die Sache mit der Schere, wie er sich selbst verletzt und ich denke, es zeugt von deiner Liebe zum Detail, wie du neben diesen für ihn verstörenden Vorkommnissen die Krankenschwester beschrieben hast, die Ärzte, die Sache mit der Heeresleitung und wie er darüber befragt wurde.

Was mich jetzt zu meiner ungeschlagenen Lieblingsstelle bringt (und zwar schon als ich sie das erste Mal gelesen habe und immer noch, als ich auch die Vorgeschichte kannte): Dem Wiedersehen von Gilbert und Ivan. Wenn man vorher liest, Rachefeldzug, Trauma, diese innere Zerissenheit, dann ist diese Szene der Höhepunkt, in der sich die gesamte meisterhaft aufgebaute Spannung entlädt. Und zwar auf eine Art, die wirklich ergreifend ist. Ich muss zugeben, dass ich nicht mit jedem Satz mitfiebern konnte, aber vor allem die Gestik und Symbolik, die du verwendet hast haben mich wirklich berührt. Zum Beispiel, als Gilbert mehr oder minder neben den Kirchenbänken zusammenbricht und Ivan nur den Orden entgegenhält, während der ihm den Talisman zeigt. Wunderschön geschrieben. Ich glaube, das war der Moment, in dem ich beim Lesen alles um mich herum vergessen konnte, weil es mich wirklich so eingenommen hat. Danach dann Ivans Reue und diese Bitte um Vergebung, ebenfalls mit dieser überwältigenden Symbolik, dass er die Narben küsst, die er verursacht hat. Diese kurze Störung, in der Gilbert für einen Moment tatsächlich in Lebensgefahr schwebt und du genau diesen Moment nutzt, um zu zeigen, dass diese Seite an Ivan wirklich nur für Gilbert bestimmt ist und er ihn, wenn es dazu kommen sollte, ohne irgendwelche Skrupel verteidigt. Das Bild dieser schnellen Reaktion, dass er in diesem Moment so kaltblütig und entschlossen mordet, ohne sich überhaupt wirklich abzuwenden, ist, denke ich, eines der einprägsamsten Bilder der gesamten Geschichte (und ja, es gab viele einprägsame Bilder, aber auch da tun sich Perlen hervor).
[[[[ „Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Das ist alles, was es an Begründung braucht, um einen Mord zu rechtfertigen. Und noch ehe der Andere etwas darauf erwidern kann, umfasst Ivan den Kopf des Preußen mit seinen riesigen Händen und küsst ihn das erste Mal – das aller allererste Mal in all der Zeit – richtig.“]]]]
Aber meiner Meinung nach ist DAS die entscheidendste Szene. Bevor ich die Vorgeschichte kannte, war es für mich der Satz „Schon von Anfang an“ als Antwort auf die Frage von Gilbert. Jetzt ist es der Kuss. Wieder die Symbolik. So toll.

Eigentlich hatte ich noch vor, eine Menge zu schreiben über die fantastische Art, wie du den Spannungsbogen aufgebaut hast oder darüber, dass mich wahnsinnig interessiert, ob du noch mehr versteckte lose Fäden hast, die du jetzt zusammenführen wirst, weil ich die Plotwendungen unglaublich gelungen fand oder noch tausend begeisterte Ausführungen über andere Dinge, die mir während dem Lesen aufgefallen sind und die mir gefallen haben, die mir jetzt aber leider _ent_fallen sind (Was an der Uhrzeit liegt und daran, dass ich eigentlich heute nen Haufen Termine habe.. worth it.) Tut mir leid.... Allerdings könnte ich mich bei all dem Lob nur wiederholen, immer wieder betonen, wie beeindruckt ich bin, wie hervorragend du die Fäden gesponnen hast (Oh ja, der Puppenspieler, ebenfalls genial) und ich hoffe, dass trotz meiner Kritik deutlich heraussticht, wie mich die Geschichte gefesselt hat und dass das ein riesengroßes Lob an dich ist. Ja ehrlich. Ich sags lieber nochmal, Ich habe dir praktisch gerade einen Lastwagen voll mit Lob vor die Haustüre gestellt. Ich hoffe, er kommt an.

lg ♪

Antwort von Glaskammer am 10.08.2012 | 15:54 Uhr
Liebe/r (?) Failed,

als erstes Mal möchte ich mich in aller Form und Lebendigkeit bedanken für dieses epische 50. Review! Dein Lastwagen voller Lob ist angekommen, mir über und in den Kopf gefahren und hat dort seine Ladung an betörenden Blütenblättern in aller Pracht und Herrlichkeit ausgekippt!!

Vielen vielen Dank, dass du dir die Mühe gemacht hast, dir 1. eine Nacht um die Ohren zu schlagen und gleich alles auf einmal zu lesen und 2. so intensiv darüber nach zu denken und meine Ergüsse so ausführlichst zu kommentieren.
Manchmal bekomme ich regelrecht Zittern davor, dass die LeserInnen sich viel mehr Gedanken über den Erzählungsverlauf etc. machen als ich es je könnte. Ich kann nur wiederholen, ich mache/ schreibe das mehr nach Instinkt und Gutgefühl und einer etwaigen Ahnung, was in jede bestimmte Szene reinpasst oder was dort Erwähnung finden soll. Natürlich mache ich mir Notizen, wenn ich eine Metapher irgendwo „anfange“ und mit ihr herumfuhrwerke, dass ich sie in einem anderen Kapitel auch anständig „beende“ oder zumindest noch einmal in die Entwicklung einfließen lasse, das es einen gewissen „Aha-Effekt“ gibt, aber das war es auch schon.
Bis auf Notizen zu den einzelnen Fäden, die ich hier einflechte, die gibt es natürlich auch.

Deine sachliche Analyse ist mehr als interessant, aber auch eine Spur beängstigend, weil es so erscheint: ein großes professionelles Auge untersucht den drögen Versuch eines Schulmädchens in Deutsch eine pointierte Novelle zu schreiben, untersucht mit dem Scharfblick, mit dem es zum Beispiel auch Goethe und Schillers Werke analysiert......das kann eigentlich nicht gut gehen (und natürlich hast du erzählerische Fehler gefunden..^^...)...aber trotzdem bist du im Allgemeinen des Lobes....das freut mich ungemein...( =.

Gerade lese ich deine Review nochmal Stück für Stück durch....das zweite Mal....ich muss dir für deine konstruktive Kritik nochmals danken und für das aufmerksam machen auf diverse lose Fehler/ Stellen in der Geschichte. Eigentlich sollte es ja am Anfang ein One-Shot werden oder höchstens ein Dreiteiler.....ehrlich gesagt. Deshalb wollte ich am Anfang auch die Story „würzen“ und „interessanter“ machen mit einer erzwungenen extrem engen Geschlechtshandlung zwischen den zwei Brüdern. Vor allem hat es mich gereizt, dass Ludwig der sein sollte, der Druck/ Gewalt ausübt, weil er ja gemein genommen der ist, der sich ganz gut unter Kontrolle hat.......ich dachte, ich müsste das eh nie richtig erklären, aber dann ist der Anfang so gut angekommen und ich war motiviert weiter zu machen und hab mir dann eine Geschichte drum herum ausgedacht.
Aber da ich auf dem Plan sowieso noch einen One Shot über diese bestimmte Nacht habe, verschiebe ich die schwere Aufgabe, wie ich das begründen und die Fäden zusammenführen soll, auf später. Aber ja..irgendwann muss ich diese eingebrockte Suppe auch wieder auslöffeln.

Es ist schade, dass ich Ludwigs Liebe nicht so gut/glaubwürdig rübergebracht habe, denn eigentlich ist er mir der nähere Charakter (ehrlich gesagt sollte Gilbert und Ivans Geschichte nur schmückendes Beiwerk sein, weil ich nicht behaupten kann, jemals hinter diese beiden Charaktere gestiegen zu sein oder der Faszination erlegen bin, die hier viele für das Zusammenspiel der beiden haben). Vielleicht ist es aber auch komplett unmöglich zu schildern, was in dem Augenblick geschieht, in dem man sich verliebt, obwohl man das möglicherweise weder will noch im ersten Moment begreift. Vielleicht liegt die Wahrheit der Liebe tatsächlich ungreifbar hinter den plumpen Worten verborgen...

Zu der Abschiedsszene von Gilbert und Ivan hatte ich mir folgendes gedacht: wenn für Gilbert klarer gewesen wäre, was Ivan fühlt oder eben nicht fühlt, wenn er eine komplett distanzierte Verhaltensweise von Ivan bekommen hätte zum Abschied, wäre es für ihn zwar schmerzhaft, aber klarer gewesen, er hätte sich in seinem Leid baden können, aber irgendwann damit abschließen können. Aber da er eben nicht ganze Zeit gewusst hat, was Ivan fühlt, konnte sich das nie richtig legen und er konnte für sich nie damit abschließen. Es gärte in ihm vor sich hin, dieses ganze Konglomerat an Fragen und gigantischer Unsicherheit, immer wieder sich zu fragen, warum hat er das und das mit mir gemacht, wenn nicht.....
Darum war es auch so wichtig, dass Ivan dann bei dem Treffen in der Kirche gleich gezeigt und gesagt hat: von Anfang an, schon immer sozusagen. (Schön, dass dir diese Szene so gefallen hat..^^..) Das war das wichtigste, das war das, was ihn immer beschäftigt hat und ihn aufgefressen hat, diese Unsicherheit, dieses Schweben. Und ich kann aus Erfahrung sagen, dass das sogar noch schlimmer ist als eine vollendete Tatsache. Man kann damit nicht abschließend, sondern es nimmt das ganze Denken ein und verändert einen und das Denken kreist immer wieder um diesen Vorgang ohne je zu einem wirklich "produktiven" Ergebnis zu kommen.....

Das dir das historische so gefällt, freut mich sehr doll!! Ich mache das immer mit Freude und Begeisterung, weil ich mich in meiner Freizeit sehr sehr viel damit beschäftige, aber es scheint, auch du hast nicht wenig Ahnung davon?

Es ist immer interessant zu sehen, das die verschiedenen Leser ganz verschiedene Szenen mögen. Auch ich hab in der Geschichte meine Lieblingsszenen bzw. Lieblingskapitel (unter anderem zum Beispiel die mit Mengele, ehrlich gesagt, vor allem aber in der anderen Geschichte), meistens sind es die – komischerweise – die von den anderen „übergangen“ oder unkommentiert gelassen werden...^^.
Ich feile auch manchmal wirklich lange und hart um gewisse Ausdrücke, kämpfe, dass sich genau der Eindruck in den Kopf schmiegt und dort hängen bleibt, den ich gewollt habe.
Was ich eigentlich versuche zu sagen ist: einem gefällt die graphische Ausschmückung der geschlechtlichen Handlungen, dem anderen nicht. Aber ich kann dich beruhigen, es kommt nur noch einmal vor (ist zumindest geplant...^^....).

So, jetzt bin ich schon fast mit meiner wirren und bestimmt etwas unzusammenhangslosen Antwort am Ende. Außer noch....:

PS: Ich hoffe das Zittern kam von der Übermüdung?! Das du dich überhaupt noch konzentrieren konntest...noch so eine lange Review zustande bekommen hast nach einer durchlesenen Nacht: meine volle Hochachtung (sagt die, die immer höchst konservativ zu annähernd derselben Stunde im Bettchen liegt...^^..) Und ich hoffe auch, du hast deine Termine alle gutmöglichst hinter dich gebracht!

PS1: Whaaa, nach solchen Reviews habe ich immer Angst weiter zu schreiben, weil die Erwartungen so hoch sind, dass ich sie unmöglich erfüllen kann. Auch kann es sein, dass der Klimax der Geschichte schon vorüber ist, denn jetzt geht es dem Ende zu, ein paar Fäden werden zwar noch versponnen, aber im Ganzen sind „nur“ noch 8 Kapitel geplant...

PS2: Ich muss es nochmal sagen: ich bin beeindruckt davon, wie du einzelne Szenen einer so fachlichen Analyse unterwirfst...und mit Fachvokabular rangehst...Ellipse??..hatten wir bestimmt mal in Deutsch, aber müsste ich jetzt nachschlagen....

PS3: Danke nochmal vielmals!!!! ( =

Einen lieben Gruß,
Christin
26.07.2012 | 21:56 Uhr
Liebe Christin!
Ich kann mir immer noch nicht vorstellen, wie Gilbert fröhlich mit Schnitten und Brandwunden in den Beinen herumhüpft und erotische Akrobatik vollführt, ohne regelmäßig zu seiner Dose Morphium zu kommen. Ich muss es kritisieren, selbst wenn die Schnitte nur relativ oberflächlich sind und nicht die Muskeln beschädigen, was dann allerdings auch nicht zu der von Ivan gewünschten Nabenbildung führen würde, verheilen Brandwunden nur äußerst langsam. Bei Verbrennungen wird Gewebe nämlich nicht nur beschädigt, sonden zu Nekrosen gemacht. Futsch. Das bildet sich nur ganz langsam nach und schmerzt fies.
Also, Gilbert leidet mir definitiv zu wenig körperlich. Muss ich, den kleinen Mediziner heraushängend, sagen, obwohl es grausam ist, da die psychischen Leiden ja nun nicht eben klein sind.

Außerdem ist mir eine bahnbrechende Theorie gekommen, die vielleicht ein bisschen theoretisch und ganz und gar unspektakulär sich anlässt: Das Flügelwesen ist nicht nur Gilberts Liebe zu Ivan, es ist Gilberts gesunde Liebe zu Ivan. Deswegen stirbt es jetzt. Für immer. Weil Gilberts Gefühle, schon zuvor in eine eigenartige masochistische Form gepresst, unter solchen Umständen nicht mehr ganz gerade und ordentlich und gesund wachsen können, jetzt wird es wahnsinnig, was ja auch zu dem Versagen, dem Transformationsprozess seines Herzens deutlich wird.

Die Szene, in der Ivan in der Hütte umher geht, und nichts sagt, sondern nur seine Sachen zusammensamelt, ist ein Alptraum. Es gleicht meinem Alptraum, von einer geliebten Person herausgeschmissen zu werden.

Ich möchte mit der Bratpfanne ihnen einen Schlag auf den Schädel versetzen, dass es ihnen so schwer fällt, zu geben. Lieben tun sie beide, aber anstatt sich zu lieben, verbrennen sie sich lieber selbst. Typisch Männer, im Zweifel destruktiv.
Irgendwie gefallen mir die Szenen mit besoffenen Charakteren bei dir immer sehr gut, ich vermute den Grund in meinem ausgesprochenen Abscheu gegenüber von Alkohol, weil mir diese Selbstzerstörung an mein Herz geht- es verleiht der Szene zusätzliche Dramatik.


In einer einzigen brutalen Sekunde entgrenzter Empfindungen- das ist Schönheit. Das schätze ich an deinem Stil am meisten. Eigentlich könntest du deine Geschichte auch aufteilen in drei unterschiedliche Teile, der Weg von respektiv Ludwig und Gilbert nach Paris und Warschau, dann Gilberts Reise in den Gedanken zurück, dann alles, was in der realen Jetztzeit passiert.

Warum aber denkt ausgerechnet Ivan mit den Worten Himmlers?

Gilberts Erfahrungen sind für mich eine dramatisierte Form von der Empfindung, die viele Menschen an ihrem wunden Punkt erwischt und auf einen Schatten der ursprünglichen Person reduziert, der Glaube, trotz aller ureigenen Aufopferung in seinem Wesen missachtet zu werden. Mir hat es ganz schön die Augen schwimmen lassen.
Nur nebenher, du hast den Rückblick bravourös abgeleistet, aber ich bin allmählich auch wirklich wieder gespannt, wie es Ludwig derweilen ergeht.

Und ich soll von meiner Schwester ausrichten lassen, dass ihr, obwohl sie Ivan mit angegrautem Haar zwar unheimlich anziehend fand, die Glatze doch ein Stück zu weit ging. Sie sieht ein, dass es das einzig logische und ein KZ-Aufenthalt kein Sanatorium ist, aber irgendwie widerstrebt ihr der Gedanke.

Ich wünsche dir was,
Ar-Feiniel

Antwort von Glaskammer am 27.07.2012 | 13:42 Uhr
Du hast vollkommen Recht, was anderes kann ich gar nicht entgegnen. Vielleicht sagt er es nicht laut und leidet still (...hmmm..ja gut..ist Gilbert oder? Ähem..stimmt also nicht), vielleicht ist alles andere um ihn herum erstmal so überwältigend, dass er die Schmerzen nur so im Hinterkopf wahrnimmt. Später kommt es ja wieder, mit voller Wucht und wird durch das seelische noch verstärkt, beziehungsweise schaukel sich das aneinander hoch.

Du magst das Flügelwesen wirklich über die Maßen gern, oder? ( = Schöner Interpretationsversuch, bzw. Theorie. Warum sollte es auch nicht so sein?!

Warum Ivan die Worte Himmlers benutzt...hmm..sie haben gerade rein gepasst, ich hatte sie im Kopf und soo...führte eines zu anderen.

Ich weiß gar nicht, dass ich schonmal eine Szene hatte mit Alkohol....musste ich jetzt überlegen. Weil ich kann mich da echt immer schwer reinfinden und muss tiefer in meiner Fantasie wühlen. Mir geht es nämlich genauso wie dir bezüglich des Trinkens..^^.

Ich finde die Stelle mit den entgrenzten Empfindungen auch nicht mehr...) =...und erinnern kann ich mich auch nicht mehr...schieben wir es mal auf die Wärme. Aber dankeschön für dein Kompliment..^^.

Sag deiner Schwester vielen Dank und es tut mir leid, aber das musste leider sein. Es wächst auch wieder nach, versprochen!!

( = !!!
AliceMadness (anonymer Benutzer)
25.07.2012 | 19:49 Uhr
Ich weiß wirklich nicht, wo das noch alles hinführen soll... O.o
Schon allein die Gilbert/Ivan Situation ist mehr als kompliziert und lässt die Chancen auf Hoffnung und Freude am Ende der Geschichte auf einem Minimum. Aber Roderich macht das alles ehrlich gesagt unmöglich :O
Wenn mich meine Intuiton nicht trügt, dann glaube ich, überlebt Roderich das alles nicht. Auf jeden Fall nicht in einem Stück. Sowohl pysisch, als auch psychisch :(

Elisas Geschichte fand ich sogar noch trauriger, als das ganze Drama um Ivan und Gilbert :D Ich weiß nicht wieso, aber wenn man sich da den Hetalia-Charakter Ungarn vorstellt, wie sie dickköpfig und stolz mit Roderich mitgeht und dann auch noch das fremde Kind annimmt... Ich liebe die Art wie sie oftmals dargestellt wird :)
Oh Mann, Gilberts Leben ist wirklich ein einziger Scherbenhaufen... Bitte liebe Glaskammer, kleb das alles wieder sorgfältig zusammen!

Und Ivans vermutung bezüglich Mengele und Gilbert... Ich dachte ja: WIE BITTE?! Dann hab ich mir die vergangenen Kapitel mit Mengele und Gilbert nochmal durch den Kopf gehen lassen und finde den Gedanken jetzt gar nicht mehr so abwegig...
Keine Ahnung ob Mengele je solche Intentionen verspürt haben soll, aber er scheint wirklich reges Interesse an Gilbert zu haben, sonst würde er ihm nicht alle diese, naja "Sonderbehandlungen" zugestehen. Damit meine ich jetzt das Mädchen und schon allein die Tatsache, welche Mühe der Doktor sich gibt, Gilbo eine reinzuwürgen. Weiß der eigentlich nichts vom Verhältnis Beilschmidt/Edelstein? O.o

Naja, jetzt hab ich jedenfalls das Bedürfnis, Ivan lieb zu haben und etwas fröhliches zu machen :DD
Bin natürlich auch wieder sehr gespannt darauf, mit was für dunklen Enthüllungen Mattheus uns überraschen wird und ob Ludwig endlich mal etwas merkt. Der Arme ist ja wirklich der Einzige in dieser ganzen verzwickten Situation, der von nichts eine Ahnung hat >_> Zumindest was die neusten Entwicklungen betrifft.

Also, bis zum nächsten Kapitel :)

Antwort von Glaskammer am 26.07.2012 | 10:07 Uhr
Guten Morgen ( =,

Um die Scherben um Gilbert herum tatsächlich irgendwie wieder reparabel zusammen zu kleistern bräuchte es schon einen extra starken Sekundenkleber.

Ich finde es sooo toll, dass du am Anfang dachtest "Iiiehh geht ja gar nicht", mit Mengele...und dann aber nochmal drüber nachgedacht hast..^^...nicht, dass es tatsächlich stimmt - ich will nur dem Doktor noch posthistorisch eine reinwürgen, die Rache der jüngeren Generation sozusagen - aber es freut mich wirklich, dass du darüber nachsinniert hast. Und nein, zum Glück weiß der nichts vom Verhältnis Edelstein/ Beilschmidt....das wäre für den Mann wahrscheinlich gar nicht vorstellbar: von einem Juden "aufgezogen"..ts ts ts.

Hmm..Ludwig, der Arme. Eigentlich wollte ich das die Geschichte sich etwa zu beiden Teilen gleich den beiden Brüdern widmet, aber da haben Ivan und Gilbert mir einen Strich durch die Rechnung gemacht und einfach zu viel Platz eingenommen. Weil mit Ludwig soll ja auch noch was passieren. Muss ich mal nachzählen, wieviel weniger Kapitel der eigentlich gegenüber seinem Bruder hat...

Nun ja, wie du sagst: bis zum nächsten Kapitel (ich werde wohl wahrscheinlich wieder deine Französisch-Kenntnisse einfordern müssen, melde mich aber, wenn ich so weit bin...^^....)

Immer wieder herzlichsten Dank fürs Durchlesen...!!
AliceMadness (anonymer Benutzer)
23.07.2012 | 16:25 Uhr
Zunächst noch meine messerscharfe Vermutung bezüglich Roderich, bevor ich mich zum neuen Kapitel äußere:
Roderich ist der Patenonkel. Ich hab's gecheckt :D (Wenn er es nicht ist, wäre das jetzt ziemlich peinlich, weil ich mich schon in meinem Triumph sonne xDD)

Naja, ich wusste ja, dass du Ivan und Gilbert noch etwas quälen wirst, trotzdem beschwere ich mich mal.
*seufz* Da treffen sich schonmal zwei Leute, die sich vermutlich unter normalen Umständen nie getroffen hätten, beginnen eine schier unmögliche Beziehung unter noch unmöglicheren Bedingungen, werden schmerzhaft voneinander getrennt und finden dennoch wieder zusammen, nur um danach dem schrecklichen Gefühl überlassen zu werden, dass der eine zwar in der Nähe, aber doch in unerreichbarer Ferne ist. Das macht mich traurig >_>
Aber da wären wir ja wieder in Gilberts altem Territorium... Hmm.... Ich könnte mir vorstellen, er trifft da wieder auf "das Mädchen"? Oder Adams/Michails Schwester? Mensch, die hab ich völlig vergessen!
Wenn ich schon so in Gedanken bin, ich frage mich, was eigentlich Ludwig zu der ganzen Sache sagen wird... Oder ob er es überhaupt je herausfinden wird. Es würde der Geschichte sicher noch einmal einen ordentlichen dramatischen Effekt geben, es sei denn, Ludwig nimmt es fröhlich hin :DD Aber der Gute hat ja noch eigene Probleme O.o

Was ich in diesem Kapitel übrigens ganz toll fand, war der kleine, aber feine Einblick in Gilberts Charakter.
Wie er alles daran setzt, dass er bei Ivan bleibt und Ivan auch durch die Selektion kommt. Er hat ja, wohlwissend über das Schicksal des Kindes, dieses weggenommen. Ich frage mich auch, ob die Frau, die das Kind auf den Arm gedrückt bekommen hat, möglicherweise zu den "gesunden" Menschen gekommen wäre und nicht als potenzielles Elternteil angesehen worden wäre.
Hmm... Ich bin jedenfalls sehr gespannt, wo das alles noch hinführen wird und ob es da überhaupt einen Ausweg gibt... assssdgfhjkl!! SO SPANNEND :D
Und es wurmt mich, weil ich weiß dass Mengele davon kommt! D:

>>Bis übermorgen<<?
Heißt das, es geht schon übermorgen weiter? *-*

Freue mich jedenfalls seeeeehr darauf :)

Antwort von Glaskammer am 23.07.2012 | 18:41 Uhr
Huuuuch, du bist manchmal so schnell...^^...

Deine Vermutung stimmt. Oder auch nicht. Gnaa...warten wir es ab..( =

Ja, übermorgen heißt übermorgen, ich hatte mal wieder zuviel für ein einzelnes Kapitel geschrieben und habe es geteilt...kann aber sein, dass der zweite Teil nicht so "fröhlich" ist, wie der erste...) =...

Was Ludwig wohl dazu sagen wird/würde?....ehrlich gesagt habe ich darüber noch gar nicht nachgedacht.....das ist - zumindest bis jetzt - noch nicht geplant...

danke fürs Gedanken mitteilen...( =
18.07.2012 | 13:54 Uhr
Guten Tag!

Ich habe mich gemeinsam mit meiner Schwester wie berichtet schon länger gefragt, wie um Himmels Willen Ivan sein Verhältnis mit dem Gefangenen seinen Leuten rechtfertigt, und beim Nachdenken darüber kamen wir auch auf eine Szene, die sich in etwas so anlässt: Ein Haufen knallharter, aber völlig übermüdeter Partisanenkämpfer findet sich vor dem Hintergrund deutlich hörberer Lustbekundungen auf dem Platz, der am weitesten von der berüchtigten Hütte entfernt ist, zusammen. Dicke Augenringe zieren ihre erschöpften Gesichter, die sich im Feuerschein mal erregt, mal flüstern beraten. "Kann denn verdammt noch mal nicht einer mal was sagen? Ganz diplomatisch?" "Wir können nicht mehr, Ruhe dahinten, wir wollen einfach nur schlafen!!" Und die Abgebrühten unter ihnen analysieren schon anhand der ausgestoßenen Laute, wie lange die Ruhestörung wohl noch währen wird, doch mit Ivan direkt mögen sie sich naturgamäß doch nicht anlegen.

Mir gefällt ein Ivan, der, obwohl Gilbert betreffend Herr über Leben und Tod, an die Grenzen seiner Belastbarkeit gestoßen wird und nicht in der Lage ist, neben Ihm noch andere Dinge von Wichtigkeit zu einem befriedigendem Abschluss zu bringen. Zuzüglich zu seiner offensichtlich maßlosen Eifersucht und zu den Gewaltausbrüchen, zu denen er in emotionaler Aufruhr neigt, kommt dann auf charakterlicher Ebene noch die permanenter Angst dazu, die sich in der Frage manifestiert, wie Gilbert ihn nach all dem Geschehenen überhaupt lieben könnte!? und die ihn in Unruhe treibt. Ivan lässt sich von keinem Schicksal treiben, nimmt nicht hin, was sich so ergibt, er ist ein Gestalter des sozialen Umfelds, der fürchten muss, auf seinem wichtigsten Gebiet einen Fehler gemacht zu haben.

Ich weiß nicht, ob es an der von Menschen unbeeinflussten Umgebung oder an der zweifelsfrei besonderen Art ihrer Beziehung liegt, aber ich kann Ivans Wut nicht völlig über den Vorfall mit Tschuikow erklären (wenn er von bestialischer Kälte ist, ist Ivan dann von bestialischer Wärme?). Er hat furchbaren Druck, die er auslässt, wenn alles andere ihm durch die Hände zu gleiten droht. Sadistische Ausgleichserscheinungen oder so.

Ehrlicherweise habe ich genauso gelesen, wie Gilbert gefühlt hat, nämlich mit einer Mischung aus Ekel und Faszination. Blut und Boden, Blut IST Boden, Erde ist fruchtbar, Sperma zeugend.... Sehr gewagt. Aber kraftvoll wahnsinnig.

Ar-Feiniel

Antwort von Glaskammer am 23.07.2012 | 19:21 Uhr
Ich kann immer noch ganz pubertär über euer kleines Gedankenspiel kichern...^^.

Ich glaube Ivans Wut kommt aus dem Moment des absoluten Erschreckens heraus, dass
1. ein anderer fremder (in dem Fall auch noch blitzgefährlicher) Mensch bei Gilbert ist
2. der ihm womöglich auch noch/schon etwas getan hätte, wenn Ivan nicht so "früh" gekommen wäre..
3. Gilbert frei ist....hätte entkommen können und möglicherweise nicht mehr da gewesen wäre...(denn wie du ja richtig beschreibst, Ivan ist sich ja unglaublich unsicher darüber, ob der andere in seiner (Un)position etwas fühlt oder es nur vorgibt, auf jeden Fall "gezwungen" wird zu vielerlei Sachen....und es sich nicht so entwickelt, wie es sich möglicherweise entwickeln würde, wenn beide frei und auf gleicher Ebene wären..)

Hast du den Anklang an die Blut und Boden-Ideologie heraus gelesen...? Fantastisch..bedenklich, aber fantastisch...das ist das ganz alte Gemisch, die alten Flüssigkeiten und der Boden, den es schon immer gegeben hat und den es (vermutlich) immer geben wird.

euch beiden ganz viel Spaß mit dem neuen Kapitel...( =
13.07.2012 | 17:48 Uhr
Sei gegrüßt Frau Glaskammer,

nun ist es wieder soweit, ich gebe mir Mühe produktiv eine lange und vorallem großartige Review zu den zwei neuen Kapiteln zu schreiben. Bin erkältet, hab einen voll
aufgeladenen Laptopakku und genug Zeit und in diesem Sinne, fange ich jetzt mal an. Yay, erstmal freue ich mich total das das Ganze mit Ivans Sicht anfing, endlich
wird mal seine Denkweise erklärt. Das bringt definitiv Licht ins Dunkel. Ich liebe es wirklich das Ivan Gilbert liebt und auch noch so, so, auf so sprachlose Weise.
Irgendwie tut er mir Leid weil er die ganze Zeit zweifeln musste ob Gilly ihn auch liebt -.- ... Dann aber sind da auch seine "Ausbrüche" und sein shizophrener
Charakter, den du so super rüber gibst. Ehrlich mal, deine Arbeit ist einfach genial. Ich lese deine Geschichte nicht nur wegen dem genialen Plot, sondern auch
wegen den Gefühlen, wegen dem Erzählstil und natürlich wegen der Gänsehaut.
Zweites neues Kapitel: Ich hab die Taschentücher ausgepackt und gebraucht *schluchz*. "Ich hasse dich" Gawd die Stelle hat mir heute irgendwie den Rest
gegeben und danach ging irgendwie alles tatsächlich richtig schnell. Gilbert ist wieder zur Front und wurde dort begafft. Zum Glück hat er das Alles nicht richtig
mitbekommen, allerdings jedoch ist es Gilbert bei seinem Narzismus hätte ihm das Ganze wahrscheinlich auch noch gefallen xD *hust* Wieder zum ernst des
Lebens, mach weiter so klasse und ich finde es klasse das du erklärst welche Zitate du eingebaut hast.Was studierst du eigentlich? Igrendwie vermute ich
Geschichte oder etwas Ähnliches, vielleicht auch Psychologie:)

Mit den allergroßartigsten Grüßen und imaginärem Tee
~Maria

Antwort von Glaskammer am 14.07.2012 | 10:30 Uhr
Oh nein, so viele Tränen?? Und dabei bist du schon erkältet, trink denn Tee mal lieber schön alleine....( =.

Ja, das am Ende mit den Zitaten, das ist der armselige Zwang mich rechtfertigen zu wollen, beziehungsweise "wissenschaftlich" genau zu sein und keine Lorbeeren für mich einzuheimsen mit Formulierungen, die gar nicht von mir stammen. Ich studiere Politikwissenschaft, wenn du es genau wissen möchtest...^^...

lieben Dnak für deine begeisterte Review..dann sollten wir uns mal zum "Endkampf" aufmachen, nisch..?

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