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Autor: Glaskammer
Reviews 26 bis 50 (von 119 insgesamt):
02.01.2013 | 17:10 Uhr
Einen wunderschönen Guten Abend,

Wahnsinn, schon die 92ste Review... Du schaffst die 100 Reviews auf jeden Fall, jetzt bin ich mir zu 100 % sicher!

Ich bin heute übrigens nicht in der Verfassung eine ernsthaft lange Review zu schreiben, aber dir zu Liebe reiße
ich mich mal zusammen. Auf jeden Fall, das neue Kapitel ist wie immer tollig, der Schreibstil grandios und hach Ivan,
der gute, arme Ivan der nur einen Satz hört und für den dann Alles erledigt ist ._. Gilbert hätte ihn tröstend umarmen
sollen oder so... So stelle ich mir das auf jeden Fall ein bisschen einfacher vor, aber na ja, er konnte ja schlecht immerhin
ist Ivan wirklich stark o.O

"Herzlich Willkommen in der Familie" Herrlich! So Herrlich, diese Erkenntnis und dann dieser Satz, einfach genial! Und Gilberts
Plan war auch echt genial. ich freue mich auf die Zwischenstücke, jetzt wo die Schule wieder losgeht werde ich vielleicht
wieder Reviewmotivierter...
Auf jeden Fall, bis Sonntag!

Mit den großartigsten Grüßen
~Mariechen <3

Antwort von Glaskammer am 04.01.2013 | 09:36 Uhr
Hallo ( =

jaaa, ich bin darüber immer noch etwas geplättet. Soviel Resonanz: wenn mir das im Februar jemand prophezeit hätte, hätte ich mir gepflegt an die Stirn getippt. Das hätte ich nie erwartet...und es bedeutet mir wirklich viel....

Ui, ich hoffe du bist/ wirst nicht krank, es fängt doh auch bald wieder Schule an und dein Geist ist gefragt.

Das mit den "Willkommen in der Familie" stand eigentlich gar nicht auf meinem Plan, ich hab die Szene dann einfach beim Schreiben noch etwas weitergesponnen und tada: da kam das auf einmal raus....( =....gefällt mir jetzt aber auch ziemlich, muss ich ehrlich zugeben...^^.

allerliebste Grüße und bis ganz bald,

Christin
AliceMadness (anonymer Benutzer)
02.01.2013 | 17:08 Uhr
Hallöchen :D

Zunächst muss ich ich über mich selber lachen, als ich deine Antwort zu meiner letzten Review gelesen habe xDD
Verdammt, da hab ich aber schön was überlesen und mal munter drauf losgeschrieben, ohne darüber nachzudenken! Ich muss wirklich über mich selber mit dem Kopf schütteln ;)

Beim Lesen des Kapitels, bin ich wie auf Kohlen gesessen. Wirklich, nach jedem Absatz hab ich mir gedacht: So jetzt passierts, die drei fliegen auf. Alle werden erschossen! Eskalation! Tod! Verderben! usw... Mensch, ich bin wirklich froh, dass Roderich und Ivan jetzt aus dem Schneider sind. Vorläufig. Zumindest konnten sie das Lager verlassen.
Es war auch wieder mal schön erfrischend, etwas von Ivans und Gilberts sexueller Spannung zu lesen :D Die beiden hatten es ja nun wirklich nicht leicht.
Und welch typisch männliches Verhalten, dass die beiden tatsächlich noch kein Wort über ihre Liebe verloren haben. Andererseits gab es sicherlich auch keinen geeigneten Moment dazu :) Das wäre doch alles sehr unbefriedigent, wenn man sich zwischen Tür und Angel kurz die Liebe gesteht und dann gleich wieder so tun muss, als wäre alles "normal".
Oh Mann, nun geht es dem Ende zu und ich bin sehr gespannt, wie sich das gestalten wird.

Und zu Gilberts lieblicher Botschaft an den Doktor... Also, sollte ich jemals in meinem Leben so eine Nachricht erhalten, ich müsste vermutlich lachen :D
Welch blumige Wortwahl, die man unserem liebsten Preußen gar nicht zutraut! Da verfällt wohl jeder Mann in Panik :'D
Ach je, man hat ja nun wirklich nicht viel Grund bei deiner Geschichte zu lachen, aber das war dann doch sehr nett.
Hoffen wir mal, dass das alles auch den gewünschten Effekt hat.

Nun denn, ich freue mich dann mal auf Sonntag (aber nur wegen der Fortsetzung, ansonsten finde ich Sonntage furchtbar >__>)
Bis zum Zwischenstück! :D

Liebe Grüße~

Antwort von Glaskammer am 04.01.2013 | 09:41 Uhr
( =.....Es ist immer schön, wenn man über sich selber lachen kann...tihihi.

Ich finde es ehrlich gesagt ganz gut, wenn du Tod und Verderben hinter jeden Absatz erwartest, das zeigt, dass ich durchaus unvorhersehbar schreibe und du mir eine gewisse geistige Flexibilität zutraust...muhahaha. Na mal sehen, wie es ausgeht, nicht wahr?

Ja, ich wollte auf jeden Fall noch ein wenig Auflockerung schaffen und überraschtes Lachen provozieren mit dem Kapitel, ich glaube das war auch mal nötig, nach so viel traurigen und schrecklichen...

Dann bis zum Zwischenstück, hoffentlich hat das die Kraft dir den Tag ein wenig zu versüßen!!

liebste Grüße!!!
02.01.2013 | 16:30 Uhr
mhhhh ~
ich liebe es einfach. WUnderbar mal wieder, so wie jedes kapitel der beiden *O*
Ich hatte allerdings ernsthaft auf eine keline Nummer in Gilberts Büro gehofft xD Was natürlich wohl schreckliche Konsequenzen für
beide gehabt hätte, wenn sie dabei jemand erwischt hätte.
Außerdem kann ich es nur noch einmal betonen, das ich es liebe wie du dinge beschreibst. Allein schon das du dieses mal auf den letzten AUgenkontakt der beiden so intensiv eingegangen bist.
Das hat mir wirklich sehr gut gefallen, an der stelle shconmal großes Lob an dich ;3
Außerdem fand ich die Stelle im Zug, egal wie grausam alles doch mal wider ist ich meine sie sitzen mit so vielen in einem dunklen zug q-q. Da musste ich an der stelle wirklich lächeln weil ich es eifnach unglaublich
niedlich, süß und für herzlich empfand. Und zwar die Stelle wo Roderich Ivan in die Familie aufnahm und herausfand das er und GIlbert sich liebten. Ich fand es unglaublich niedlich o3o
Und dann nicht zu vergessen das mehr als gelungene Ende xD
Natürlich, stimmt, Gilbert konnte nun wieder alles tun was er will. Nicht zu vergessen wenn ihm eben jemand dummkommen würde, könnte er die Karte mit dem Kriegshelden ausspielen oder einfach nur total wahnsinnig und waghalsig darauf reagieren.
egal wie er es anstellen würde, sie könnten ihm nichts oder nicht viel anhaben.
Aber das er grade diesen weg nimmt hätteich nicht gedacht xD
Ich hab fieberhaft überlegt welches Buch bittte eine solche Macht ausüben könnte und dann D.A.S!
xDD ich muste so lachen.
Wenn man allerdings bedenkt was für eine Wirkung dieses Buch zu dieser Zeit haben könnte war es von Gilbert mehr als gewagt XD aber was solls, er ist großartig.
Und wie Mengele dann die ganzen Dinge hinein interpretiert hat :'D
Zu köstlich man konnte sich das alles genau vorstellen.
Ich danke dir das du mir meinen Tag mit dieser Geschichte immer wieder versüßt o3o
Ich freu mich auf mehr ♥

Antwort von Glaskammer am 02.01.2013 | 16:39 Uhr
Thahaha..es ist wie immer schön, wenn man den LeserInnen eine derartige Freude bereiten kann...^^..

Allerdings weiß ich nicht, was genau du mit der kleinen Nummer in Gilberts Büro meinst, der Gute hat doch gar kein Telefon...thahah..zwinker zwinker.

Danke auch an dich, dass du meinen Tag mit deiner Review erfreust...^^....!!!!
30.12.2012 | 16:20 Uhr
Hallo Glaskammer,

es tut mir leid, dass ich dir noch nicht geantwortet habe, aber ich will dir erstmal ein Review für dieses im wahrsten Sinne des Wortes göttliches Kapitel schreiben.
Donnerstags schon hab' ich es gelesen und bin, ehrlich gesagt, fast vom Stul gefallen, so sehr hat mir deine Ausführung der Szenerie mit dem Mädchen gefallen.
Es ist schon etwas her seit ich `Ort der Richter und Henker´ gelesen habe, aber am besten erinnere ich mich noch an das hilflose Mitgefühl, dass die bedingungslose Verehrung, Furcht, Ergebenheit und Zuneigung des Mädchens für ihren `Gott´ in, ich schätze mal jedem, geweckt hat.
Menschlich, aus unserer Sicht, ist das in keinster Weise ein Ausgleich für das, was durch Gilbert mit ihrem Verständnis von menschlichem Umgang passiert ist, aber ihr wird in dieser Beziehung kaum zu helfen sein. Und ob sie das überhaupt will, oder ob irgendjemand das Recht dazu hat, steht auf einem ganz anderem Blatt Papier.
Ich möchte dich in erster Linie für diese eine Szene ganz ausdrücklich loben, ich glaube seit Nelke hat mich kein Kapitel, nicht einmal der Aufbau der Beziehung Gilbert und Ivans in den Opfer-Kapiteln so sehr berührt.
Es sind eben die `kleinen Dinge´, die das Gesamte groß machen.
Der kleine Wortwechsel der beiden Hochgelobten relativ am Anfang war, ich sage mal lustig, weil das Kräfteverhältnis der beiden, das durch ihre momentane Umgebung sowieso etwas durcheinander ist, durch ihre jeweilligen Handlungen und Standpunkte noch etwas durchgerüttelt wurde.
(Ich hoffe sehr, das Roderich selbst auf jeden Fall noch auftaucht, auch wenn du, wie angekündigt, keine weiteren Andeutungen aus der Vergangenheit mit reinnehmen willst...)
Ansonsten: Tja, Ludwig... Ich möchte selber nichts genaues dazu sagen, wenn es schon so viele Andere getan haben, außer, dass das wirklich, wirklich wahnsinnig brutal war. (Ich tröste mich einfach mit dem Gedanken an Kleve in gestreifter Häftlingskleidung vor Gericht.)

Ich wünsche dir schonmal ein hoffentlich frohes neues Jahr und alles Liebe,

Fiore~

Antwort von Glaskammer am 02.01.2013 | 10:39 Uhr
Ein fröhliches Neues liebe Fiore...^^...

ach, lass es ruhig angehen, ich bin ja beim Antworten auch nicht immer die schnellste.

Deiner Schwester hat mir in ihrer Mail schon eine Live-Berichterstattung von deiner (zuckersüßen) Reaktion auf das Kapitel gegeben und ich hab mich sehr gewundert: denn es zeigt mal wieder, dass Schreiber und Leser einen bestimmten Text ganz anders wahrnehmen und mit ihm umgehen. Natürlich hab ich mich sehr gefreut, dass du fast vom Stuhl gefallen bist (und musste ehrlich gesagt eine kleine Winzigkeit nachdenken, was bei Nelke passiert ist ehe ich drauf kam, dass das ja das Kapitel in der Kirche gewesen ist), aber ganz versteh ich es nicht...^^....ich persönlich habe ganz anderes Lieblingsstellen in anderen Kapiteln und die Szene war für mich nur eine unter vielen nahegehenden (puhhh...hoffentlich ist das jetzt nicht zu schmerzlich..) aber nicht die, die mich wirklich richtig böse mitgenommen hat. Dennoch ist es fantastisch, dass man dir auch mit kleinen Dingen eine Freude machen kann....

Kleve in Häftlingskleidung vor Gericht...? Da bin ich dafür!! ...^^...

wieder ein herzliches Danke für deine Meinung und dicke Grüße aus dem Osten!!!
29.12.2012 | 13:56 Uhr
Liebe Glaskammer!
Ich muss ja ehrlich sagen, in großem Vertrauen auf meine prophetischen Eigenschaften, die ich bezüglich Ludwigs Todeart bewiesen habe (zu vil Fantasie? Das war doch offensichtlich? :-)), war ich mich fast sicher, dass Gilbert sich von Ivan löst und dieser gefrustet den Bordellgutschein einlöst, um sich dort mit Mihails Schwester zu vergnügen. Sie wäre übrigens auch noch ein guter Kandidat für heterosexuelle Wiedergutmachung... na gut, sie muss nicht unbedingt heterosexuell sein... und mich dünkt, Auschwitz ist kein Ponyhof, vermutlich lebt sie noch nicht einmal mehr und sie wird nie erfahren, was mit ihrer armen Seele von einem Bruder passiert ist. Ich fand es aufgrund von Gilberts dunklen Gedankengängen oder der durch dich gelegten bösen Finte nur einleuchtend, wenn er insofern versagt hätte, als dass er sich unfähig fühlt, in einer so lebensfeindlichen Umgebung wie im KL eine Liebe, die er weder beschützen noch pflegen kann, überhaupt aufrecht zu erhalten.
Ich persönlich habe in den letzten beiden Kapiteln immer eine Spannung empfunden, weil Gilbert als potentiell schwächeres Glied der Beziehung durch die Lagerverhältnisse Ivan übergeordnet ist. Ich weiß nicht, ob es beabsichtigt ist, aber mir schien immer, dass beide nicht sehr wissen, wie sie damit umgehen sollen. Damit soll nicht auf ihre Bettverhältnisse verwiesen werden, damit meine ich, dass Gilberts Fragilität dem Leser vertrauter ist, ein Bewusstsein dafür aktiviert, in welchem Ausmaße seine Moralität etc. zerstört wurde. Ganz verantwortungsvoll hat sich der Scharführer also der Aufgabe angenommen, Ivan aus der Schusslinie zu befördern, vermutlich damit er keinen Wutanfall aufgrund des Supanovum Ivan bekommt, der selbst dort noch darin aufblüht, Menschen zu unterstützen, der mal wieder seinen Platz in der Gemeinschaft gefunden - nein, eher eingenommen hat - , wenn die Umstände es zu einem Gnadengeschenk machen sollten, auch nur eine wie auch immer geartete Bezugsperson - Gilbert - zu haben. Weshalb informiert der ihn bloß nicht über seine Pläne? Auch wenn die nicht unbedingt auf Gegenliebe stoßen würden, vielleicht könnte eine Bitte, sich gefälligst etwas unauffälliger zu verhalten, zumindest die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass nicht irgendein dummer Zufall Ivan nicht noch in den letzten Tagen vor der Verlegung von den Lebenden zu den Toten befördert. Bestimmt missfällt noch irgendeinem Typen von der Wache seine verhältnismäßig gute Konstitution, bestimmt meint noch einer in ihm den heiligen Ivan zu erkennen und was der Gefahren mehr sind.
Am Besten hat mir an "Yours" der (vermutlich von mir hereininterpretierte) Gewissenskonflikt von Gilbert gefallen.
Er spürt eine gewisse Loyalität gegenüber dem dritten Reich, die auch nicht durch seine Arbeit im KL, das Marityrum seines Patenonkels und seine Angst um den Geliebten beeinflusst wird. Hitler wird nicht zulassen, dass die Alliierten nach Deutschland kommen - Zu einer Kritik an der Methode, am System kommt es aber auch aus einem KL seitens eines mental genesenen Gilbert nicht. Den Monstern auf der eigenen Seite füht man sich noch immer näher als den Engländern, Franzosen oder Amerikanern.
Genausowenig durchdenkt er einen geplanten Aufstand der Häftlinge, es sei denn auf die Frage, was das für ihn und Ivan bedeutet. Was ist aber, wenn Ivan nicht verschickt werden möchte, sondern sich bei der Niederwerfung des erdrückenden Regimes zu beteiligen gedenkt, weil es in seiner Natur liegt, zu kämpfen?
(Ich bin heute mal wieder gut in Fahrt, was? Von jeder Sachkenntniss ungetrübt decke ich das Archiv mit meiner Meinung ein.)

Sind die beiden Helden eigentlich noch normale Menschen, die durch ihre gewaltige Liebe zueinander so "extrem" fühlen oder haben wir es mit Helden zu tun, weil sie den Durchschnitt überragen an Kraft, Charakter usw.. Ich würde gerne einmal einen vergleichbaren Menschen auf der Straße treffen ... und tue es vermutlich täglich, ohne mir dessen bewusst zu sein.
Tja, reife Leistung auf deiner Seite. Ich tippe darauf, dass Ivan stirbt und Roderich auf wundersame Art und Weise durch kommt, denn für Gilbert darf es keinen glücklichen Ausweg geben, alle Normalität, die sich seit "Nelke" eingespielt hat, ist nur kurze Erholung, bevor es richtig abwärts geht.

Ich liebe sie alle, deine Figuren und Personen, ich liebe alle ihre Gefühle.

Ar-Feiniel
28.12.2012 | 04:12 Uhr
Sooo dann hau ich mal wieder ein Review hierhin o3o

Erstmal hab ich mich wie ein Honigkuchenpferd gefreut als ich sah das ein neues Kapitel kam.
Ich liebe es diese Geschichte zu verfolgen weil sie einfach DIE BESTE IST DIE ICH JEMALS GELESEN HABE!!!!
Ich liebe es deinen schreibstil zu lesen!!! *O* Er ist so wunderbar und ich liebe es wie du dinge beschreibst.
Du beschreibst nicht die direkte Situation sondern baust mit deinen Beschreibungen sie erst nach und nach auf.
Besonders gefällt mir wie du es schaffst Dinge hinauszuzögern, zu beschreiben und genau auf das geschehene eingehst. Auf die Gedanken und was der Protagonist sieht.
Wie beispielsweise als am Anfang Gilbert Ivan nachgeht.
Ich beispielsweise würde wohl sowas dahinschmettern:

Gilbert beobachtete Ivan einen Moment, bis er verschwunden war, ehe auch er sich in bewegung setzte und folgte.

und was schreibst du?

Er kniet vor dem riesigen ersten Haufen persönlicher Besitztümer fremder Menschen und greift gezielt nach den schweren achtarmigen Metallleuchtern, die viele deportierte Familien trotz des Gewichts mit auf ihre letzte Reise nehmen. Diese wunderschön verzierten feinen silbernen oder massiv eisernen Kerzenhalter sind der letzte Beweis religiöser Lebensführung und werden selbst dann noch verlassen in den Regalen stehen, wenn die Menschen, die sie einst an Sabbat und Chanukka mit Kerzen bestückt haben, schon lange verbrannt sind.

Mit einem Arm voller Leuchter, hochkonzentriert darauf, keinen von ihnen fallen zu lassen, begibt sich der große Mann in die Baracke und Gilberts Schritte nehmen bei diesem Anblick Fahrt auf. Vorbei an dem bunten Haufen aus Kleidern, Fotografien, vielen anderen privaten Dingen und vorbei an den stramm stehenden Häftlingen folgt er ihm rasch durch die Tür.

Der Russe läuft im Hauptgang der Baracke an hohen, fast bis zum Umfallen vollbeladenen Regalen vorbei und biegt irgendwann in der Mitte nach links weg. Verschwunden ist er.

Gilbert wandert hinter ihm her, visiert die Stelle an, wo er den Anderen aus den Augen verloren hat und folgt den Geräuschen von klirrenden Metall. An der Ecke des in Gedanken markierten Regals angekommen, lugt er in den engen Gang hinein und sieht Ivan für einige wenige Momente bei der Arbeit zu.



Gut mal abgesehen davon das dein Text um einiges länger ist, ist er auch um einiges besser!
Ganz ehrlich ich beneide dich um soviel können. Ich würde für deinen Schreibstil töten!
Du hast meinen Respekt♥

Antwort von Glaskammer am 29.12.2012 | 10:38 Uhr
Ach, duuuuuuuuuu.....

Lässt du mich wieder erröten....es wird garantiert nicht die beste FF bleiben, die du jemals gelesen hast, es gibt da draußen in der weiten Welt so viele extrem gute AutorInnen, die nur noch nicht wissen, dass sie dieses enorme Talent haben und es anspitzen und damit schreiben üben müssen, wie mit einem guten Bleistift.

Und es stimmt: ich beschreibe die Situationen sehr ausführlich (eine Sache, die mir selber manchmal auf die Nerven geht), aber für einige ist das auch ein "Abturner", weil ihrer Meinung nach die Story darunter leidet und ewig nicht zum Hauptzug kommt (was ja auch stimmt manchmal, schau mal wie viele zweite und dritte Teile ich von einem Kapitel schon einbauen musste), also was ich sagen will: mehr Text ist nicht immer gut, aber des öfteren hilft es dem Hirn eine genaue Vorstellung der Szene zu entwickeln, in der sich die Handlung abspielt - und das finde ich ziemlich wichtig. Man könnte mich also fast als autoritären Schreiberling bezeichnen, der seinen LeserInnen jeglichen Freiraum für kreativere (oder auch nur andere) Vorstellungen nimmt, jemand sollte bei der UNO anrufen und mich anzeigen, sofort...^^...

Ok, ich fange an unsinnige Sachen zu blabbern, man man man.

Jedenfalls: vielen Dank für dein tolles Review, positives ist immer so viel schöner als negatives...^^.....

(Aber bitte nicht wegen mir zum Mörder werden...ahhhh...)

einen ganz lieben Gruß!!
AliceMadness (anonymer Benutzer)
27.12.2012 | 21:58 Uhr
Schönen guten Abend :)

Tatsächlich hatte ich bei Y mir schon so etwas in Richtung "You", "Yours" etc gedacht :D
Es gibt wohl kein schönes deutsches Wort mit Y, das groß Sinn gemacht hätte. Wenn ich es mir recht überlege, fallen mir ohnehin nicht viele Y-Wörter ein und deshalb ist der Titel so wie er ist ganz gut ;)

Ich bin wahrlich auf das Ende gespannt, was dieses Kapitel nur noch verstärkt hat! Da du so unberechenbar schreibst, zerreißt es mich fast, weil ich wirklich wissen will, ob Gilbert es schafft Roderich und Ivan irgendwie zu retten, oder ob nicht wieder eine nicht einkalkulierte Begebenheit alles zerstört. Wirklich, das am Ende lief doch alles viel zu glatt und jeder halbwegs dramatische Leser bekommt bei so etwas ein ungutes Gefühl!
Ich könnte mir vorstellen, dass Ivan tatsächlich vorher noch einen Aufstand anzettelt, bei dem ihm was zustößt. Oder etwas ist mit Roderich. Oder jemand hat Gilberts Pläne durchschaut. Oder...- AAHH! Es gibt so viele Dinge die schief laufen können!
Also, ich sehe dem Verlauf der Geschichte jetzt mal pessimistisch entgegen, damit ich keine Hoffnungen hochhalte, die dann vom harten Realitätsschlag vernichtet werden! :D

Soo, über die Wiederkehr des Mädchens hab ich mich sehr gefreut, sie ist ein deutliches Überbleibsel von Gilberts dunklen Tagen. Da kann man einen herrlichen Vergleich von damals zu heute ziehen^^
Am Ende musste ich dann aber erstmal stutzen. Wie man dem Text entnehmen kann, ist sie schwanger. Aber nicht von Gilbert, oder?! Ich hab die Geschichte von Gilbert und ihr nicht mehr ganz im Kopf, aber sie haben nie miteinander geschlafen, oder?
Und während ich das obere schreibe, ist mir gerade klar geworden, dass das kompletter Blödsinn ist xDDD Hätte sie mit Gilbert geschlafen, wäre ihr der (durchaus keusche) Kuss nicht so wichtig gewesen. *Kopfnuss* Ich hab nicht nachgedacht :D

Tjaa... ich könnte dir da jetzt noch einige Sachen aufzählen, die mir aufgefallen sind, ist aber nichts weltbewegendes und ich bin gerade so schrecklich faul >_>
Im übrigen ist mir Gilberts und Ivans Liebesgeschichte das liebste an der FF :) Neben Ludwigs tragischem Schicksal, über das ich jetzt nicht näher nachdenken will, weil ich sonst wieder wirre Fantasien bekomme.

Das war's dann auch schon wieder von meiner Seite und bis zu Yours Numero 2! :D
Verdammt, das Ende ist ja schon nah!

Liebe Grüße~

Antwort von Glaskammer am 29.12.2012 | 10:26 Uhr
Liebe Alice,

du bist so. so. so. süß. Zuckersüß.

Lies die letzte Hälfte des allerletzten Abschnitts noch einmal nach und dann geh noch einmal in dich und überlege, ob sie tatsächlich schwanger ist (oder nicht.)
Aber lustigerweise habe ich beim Schreiben auf einmal auch die Erkenntnis gehabt, huch, das könnte man ja auch so lesen, wenn nicht danach noch eine genauere Beschreibung kommt, aber neeeiiiiinn....darauf fällt doch keiner herein...aber es wäre auch wieder richtig heftig auf einer übertragenen Ebene zu verstehende Entwicklung gewesen: schwanger durch einen Kuss? Die neue Maria, unbefleckte Empfängnis...usw, was einen noch so einfallen mag dazu. Allerdings wäre diese Entwicklung - also schwanger zu sein - natürlich auch direkt ihr Todesurteil, denn sie ist ja nicht in der normalen Welt, sondern in Birkenau, wo jedes Kind seiner Mutter schon an der Rampe den Tod zugeführt hat.

Ja, das Ende ist sehr nah, aber noch nicht so nah wie du denken mögest (geheimnisvolles Gesicht aufgesetzt und verschwörerisch grinsend..^^...).

Vielen Dank für dein Review - wieder live in allen Formen und Farben deiner Gedankengänge, so wie wir es kennen und lieben...^^

ein schönes Wochenende!!
27.12.2012 | 17:16 Uhr
Einen wunderschönen Guten Abend!

Ich finde "Yours" ist ein schöner Titel, nur fühle ich mich jetzt als ob ich etwas verpasst hätte weil ich deine Profilupdates nicht lese, bitte sag mir das ich nichts verpasst habe... Das Gefühl macht mich ganz kirre ._. Und die Kurzbeschreibung zum Kapitel war doch auch richtig gut, ich bewundere dich das du Selbstkritik wagst, die meisten sind so überzeugt von sich das sie Alles was ihnen in den Kopf kommt einfach hochladen... Wie auch immer, ich finds gut :3

Armer, armer Gilbert, ich habe mal wieder direkt mitgefühlt als es mal wieder keine Post von Lutz gab. Ach Gottchen, wüsste er nur was wir wüssten, dann wäre die Qual den Unswissens zumindest ein wenig verkürzt... „Was politische Häftlinge eben so vor sich hin summen, wenn sie tragischerweise Gefangene eines grausam niederdrückenden Regimes geworden sind.“ Mein Gott, mit diesem Satz hast du mich schon wieder so zum Lachen gebracht, das solltest du eigentlich nicht immerhin sind wir immernoch in einem KZ, aber naja, trotzdem einfach genial!

Honhonhon~ Der Kuss, das war irgendwie beeindruckend niedlich. So ein Augenblick wo mein Herz schneller schlägt und auch wie du ihre Gedanken dargestellt hast und dein Schreibstil beschrieb ich ihn schon als göttlich? Wenn nicht, dann tat ich es jetzt :3 Ich wollte ihn ja heiraten, aber er traut sich ja nicht so recht ;)

Bin gespannt wie es mit Yours II weitergeht und wünsche dir einen Guten Rutsch ins neue Jahr.

Mit den großartigsten Grüßen
~Mariechen <3

Antwort von Glaskammer am 29.12.2012 | 20:08 Uhr
Huhu und einen schönen Abend zurück ( =

du hast absolut nichts verpasst, keine Sorge. Dieses Kapitel hier sollte eigentlich Xenokratie II werden, aaaaber ich habe nochmal was umgeändert, Xenokratie ist ja auch schon lang genug gewesen.

Ja, aber lachen darfst du ja trotzdem, weil Ivan geht es ja nicht sooo schlecht, außerdem versuchte er nur im Überschwung der Gefühle etwas zu flirten..hihihi.

Nein, dass mein Schreibstil göttlich ist hast du noch nicht (oft..kicher..) erwähnt, bitte führe das weiter aus...^^....hahahah...kleiner Spaß am Samstagabend.

Vielen Dank für deine guten Wünsche (und natürlich dein Review..!!) und auch von meiner Seite natürlich einen fröhlichen, leckeren und sicheren Rutsch ins neue Jahr!!
22.12.2012 | 20:13 Uhr
Hallo :D
Ich.Liebe.Diese.Fanfiction.
Für mich ist es eindeutig die beste die ich bisher gelsen habe. Sie wirkt irgendwie real und nicht aus dem nichts gegriffen.
Hier sind keine unlogischen Dinge vorkommen. Alles scheint durchdacht und hinter jeder Handlung steckt auch was.
Einfach undurchschaubar und waw *O*
Vorallem liebe ich *hust* als RuPru Fangirl *hust* Die Ivan und Gilbert stellen umso mehr.
Allein schon deine treffenden Beschreibungen. Alles, deine passend gewählten Adjektive. Ich liebe wie du deine Sätze auschmückst und so mit den passenden umschreibungen.
Es ist wirklich toll und bin mal wieder traurig das das Kapitel vorbei ist Q____Q
Hoffe das nächste kommt bald und hoffentlich gibt es ein Happy-End. Woebei ich nicht wüsste wie das kommen soll, da diese lage wirklich verzwickt ist, aber genau das ist es was mir gefällt.
Freu mich auf mehr!♥

Antwort von Glaskammer am 23.12.2012 | 16:20 Uhr
Hihihihihihi.

Hihihihihihihihihiih.......

Uuhuhuhuhuhu. Vielen vielen Dank ( =!!!!

Dabei ist sie tatsächlich nicht real und echt aus dem Nichts gegriffen...^^....nämlich aus meinem Köpfchen..^^....

Ivan und Gilbert haben eine ziemlich große Fangemeinde hier, aber ich glaube diese Geschichte hat den beiden in der Hinsicht ganz schön geholfen...

Uhhhmm...ein Happy End?? Uhmmm...ähhh....kann ich dir jetzt gar nicht so sagen, musst du abwarten....jeder empfindet ja etwas anderes als Happy End, gnaaa, ich halte jetzt meinen Mund

ich hab mich jedenfalls wie eine kleine Elfin über dein Review gefreut, vielen vielen Dank! Dein Mehr sollst du bekommen, mal sehen ob ich die nächsten Tage zum schreiben kommen.

ein besinnliches Weihnachtsfest und viele Grüße,

Christin
20.12.2012 | 17:07 Uhr
Einen schönen Guten Nachmittag Frau Glaskammer,

Das letzte Kapitel also das im Krieg spielt. Kurze Zeit um in mich zu gehen und es ist überstanden (ist dir aufgefallen das ich die Review immer neben dem lesen schreibe; weil ich mir Mühe gebe, damit's schön lang wird und du dich freust :D)

Mein Gott... Ich glaube ich habe einen Rechtschreibfehler gefunden; bei dem Unentwegt-Satz; verbrannt. Irgendwie bin ich stolz drauf, das ist böse ich weiß. Hier hast du imaginäre Schokolade, weil ich so gemein war. Die Gänsehaut ist übrigens auch wieder da, so richtig extrem ist die Gänsehaut gerade. Du schreibst so genial und es kommt mir tatsächlich so vor als würdest du von Mal zu Mal immer besser und großartiger werden. Ganz schlimm war es bei der Stelle an der du über Roderichs Haare geschrieben hast, ich war nämlich im Sommer in Flossenbürg und da waren direkt in dem Raum mit den Duschen und in dem Raum mit dem "Friseur". Alpträume, ich bekommen wirklich Alpträume von Flossenbürg und das obwohl ich das Alles nicht selbst miterlebt habe...
Sie haben Pohoost! Das klingt seltsam, aber ich glaube bei uns sagen das auch alle so, wenn sie es denn mal sagen. Irgendwie hängt mir der Satz im Kopf fest und die Szene wo Ivan und Gilbert alleine im Zimmer waren, so niedlich und ich habe mich wirklich für die beiden und ihren kleinen Moment Glückseligkeit gefreut :) Und dann... Der Bordellschein... Ich bin erstmal vom Stuhl gefallen und vor allem Ivans Reaktion darauf, ach Gottchen xD

Ich bin froh das Ivan lebt und das es ihm mehr oder weniger gut geht und das nichts böses in dem Kapitel geschehen ist, nach dem Schock des letzten Kapitels war das, genau das was ich brauchte. Vielen Dank großartige Frau Glaskammer *verbeug*

Ich wünsche dir frohe Weihnachten und wenn man sich bis dahin nicht liest, einen guten Rutsch ins neue Jahr~

Mariechen <3

Antwort von Glaskammer am 20.12.2012 | 17:20 Uhr
( =

Iiieeehh, ein Rechtschreibefehler...die Schande...die unfassbare Schande.....danke fürs drauf aufmerksam machen...^^....und natürlich dein Review (natürlich ist mir aufgefallen, dass du nahezu immer die erste bist, nach dem posten eines neuen Kapitels..ich brauche dir wohl nicht zu sagen, wie sehr mich das prompte reagieren erfreut in meinem kleinen Herzen..( =!!!!!!)

Ich überlege gerade ob ich vielleicht noch einige Erläuterungen zu IKL und dem SS-Hauptamt und dem Bordellschein hätte geben sollen...hmm.

Aber wie dem auch sei, ich wünsche dir natürlich auch frohe und besinnliche Festtage ( =, ihr habt ja dann auch erstmal schööön Ferien...genieß die freie Zeit..^^.
Hrotheker (anonymer Benutzer)
11.12.2012 | 21:17 Uhr
Liebe Glaskammer,

Das letzte Kapitel ist einmal mehr der Hammer !!! Ich hab mal wieder an den Wörtern geklebt :D

Wenn ich mir Ludwigs ganze Leidensgeschichte durchlese (hab ich jetzt mehrfach gemacht^^), dann kann ich dir nur ein weiteres Mega-Lob für den Spannungsbogen geben.
Und was es (in meinen Augen) so außergewöhnlich macht ist folgende Tatsache: Du beschreibst seine Martyrium schonungslos und sehr detailliert (was in allen Bereichen (Wortwahl, Aufbau etc.) wieder das volle Lob verdient… um so etwas Gutes zu lesen, musste ich das letzte mal 19.99 Euro zahlen…eigentlich eher das zehnfache, denn wenn man ein Buch kauft bekommt man zu 90% Müll, der auf dem Klappentext gut geredet wird XD)
Alleine das ist schon toll, aber es ist noch nicht alles…

Du schreibst mit keinem Satz etwas von seinen Gedanken über Matthew. Stattdessen konzentrierst du dich darauf, zu beschreiben, wie er alle Gedanken auf die nächste Folter fokussiert. Da hast du dich auch wieder extrem gut eingelesen, oder du hast ein wahnsinniges Einfühlungsvermögen, denn viele Gefolterte berichten übereinstimmend, dass sie sich so (in einem gewissen Maß)vor dem wappnen konnten, was sie erwartete. Gleichzeitig versuchen sie, das tief in sich zu verschließen, was sie verwundbar macht. Und genau das ist es ja, was die Folterknechte suchen (übrigens auch hier wieder ein dickes Lob, denn Kleve ist stark herausgearbeitet. Das gilt nicht nur in den letzten Szenen. Wie alle deine Charas entwickelst du ihn klasse über die ganze Story hinweg…. Bei den ersten Verhören ist es mir eiskalt den Rücken runter gelaufen^^ Stark!!!)
Über eben dieses Suchen und Verstecken berichtest du glaubwürdig .....zwischen den Zeilen.
Das ist…..genial!

Bei anderen Autoren hätte man über die ganze Zeit gelesen, wie sehr er an Matthew denkt, dass ihm der Gedanke an ihn Kraft gibt und dass er sich in eine Zukunft oder eine Wunschvorstellung hinein träumt. Bei dir nicht. Das ist so abwesend, dass es einem regelrecht auffällt (eben weil man es anders gewohnt ist)….was mich wieder zu meinem ersten Review führt: Ich hab bei dir immer den Eindruck, dass du genau weißt, welche medialen Inszenierungen im Kopfkino deiner Leser ablaufen und meisterlich damit spielst. Aber ich schweife ab.
Die Abwesenheit dieser Gedanken macht auf eine wahrhaft kunstvolle Weise deutlich, dass Ludwig genau diesen Punkt verstecken will. Der Leser bemerkt es eher unterbewusst, aber er registriert es doch….und genau das macht es so genial ^_____^
Und der gleiche Kunstgriff führt dazu, dass der Zusammenbruch dieses starken Ludwigs, den der Leser so mitfühlend, mitfiebernd, mithoffend begleitet hat, dann so authentisch wirkt.

An dieser Stelle möchte ich kurz der These widersprechen, dass Gilbert stärker ist als Ludwig. Er ist es eben nicht. Im Gegenteil: Gilbert ist psychisch an seinen Erlebnissen zerbrochen. Er musste seine Persönlichkeit komplett aufgeben, um mit dem, was er erlebt hat zu überleben. Ludwig bewahrt seine Persönlichkeit bis zum bitteren Ende. Ludwig ist eindeutig der Stärkere.

Sein endgültiger Zusammenbruch wird schließlich herbeigeführt, nicht durch irgendwelche perversen Foltermethoden und auch nicht von der eiskalten Berechnung eines Folterbeamten, sondern eben ganz alleine von der Tatsache, dass Kleve das entdeckt hat, was Ludwig die ganze Zeit verbergen wollte. Das Spiel ist aus. Kleve hat gesiegt.
Vollendet beschrieben !!!
Und auch, wenn es dir gelingt, mit den Hunden nochmal einen drauf zu setzen, ist der Höhepunkt an dieser Stelle bereits überschritten. Und dass du den Leser an dieser Stelle alleine lässt mit seinen düsteren Gedanken ist der krönende Abschluss eines vollendeten Handlungsstrangs.

Chapeau ^^

LG

Hrotheker

Antwort von Glaskammer am 27.12.2012 | 18:40 Uhr
Lieber Hrotheker,

etwas verspätet, aber ich möchte auf jeden Fall noch die Gelegenheit ergreifen, mich dazu zu äußern: erst einmal vielen Dank, für alles und besonders für das mehrmalige Nachlesen. Ich kann mir das gar nicht vorstellen, meine eigene Geschichte nochmal durchzulesen, ich glaube die diversen Brüche und Stiländerungen würden mich in den Wahnsinn treiben, auch bin ich ungefähr ab den Rückblickskapiteln sehr viel detaillierter geworden, scheint es, zumindest wenn man den Kapitelnummerierungen folgt.

Ich kann mir das mit den medialen Inszenierungen nur so erklären, dass ich früher ziemlich viele Filme und Fernsehen geschaut habe und vielleicht daher dieser Wille/ Wunsch kommt, szenenartig zu beschreiben, wie in einem Drehbuch, nur sehr sehr viel ausformulierter.

Ja, das kann sein: vielleicht ist Ludwig tatsächlich stärker als Gilbert, zumindest in dieser Hinsicht. Weil er darauf getrimmt ist, in seiner Welt Ordnung zu halten und die Kontrolle über die Entwicklungen in der Hand zu halten, trifft das nicht mehr zu, fängt er an, langsam in die Dunkelheit abzugleiten.
Gilbert würde genau diese Abfolge nicht viel ausmachen, er ist eher an anderen Punkten verwundbar. Vielleicht kann man beide auch gar nicht miteinander vergleichen, weil sie – zumindest in ihrem Inneren – so unterschiedlich sind. Jeder kämpft ja mit ganz anderen Dämonen im Verborgenen seines Seelenlebens.

Das Chapeau nehme ich dankend und errötend an, Danke auch hier nochmal!!

( =
10.12.2012 | 20:52 Uhr
gelungenes Kapitel! Hallelujah! Als die Klamotten kamen, dachte ich mir "Wird er gerettet?? Wird er? Wird er?"
dann eine große enttäuschung und zum Schluss: "Oh Gott!! Stirbt Ludwig jetzte? Nein, er darf nicht sterben!!!!!!!"
ich glaube, ich würde emotional zugrunde gehen!!
Bitte, erhalte meine seele und meine Emotionen und lass ihn nicht sterben!! NICHT sterben! Bitte!
mir fällt grad ein: vielleicht hilft ihm der nette wachmann....könnte ja sein....vielleicht.....
naja, viel erfolg beim nächsten Kapitel
Liebe Grüße von Magika

Antwort von Glaskammer am 27.12.2012 | 18:41 Uhr
Oooh, vielen Dank ( =.
Zu deiner Bitte...uhh....schwer..ich tue, was ich kann, aber manchmal ist der Weg schon gegangen, noch ehe er geschrieben worden ist. Geheimnisvollen Blick aufgesetz.....ähem.
Nein, mal im Ernst....es wird bald zu Ende zu gehen....hab ein wenig mehr Geduld....

Vielen Dank für dein Review und ganz dolle Grüße!!
AliceMadness (anonymer Benutzer)
09.12.2012 | 21:57 Uhr
Nun denn, da sitze ich nun und kann meine Gedanken kaum in Worte fassen.

Allerliebste Glaskammer, du hast mir mit dem letzten Absatz doch tatsächlich beinahe einen Herzinfarkt beschert!
Diese Unwissenheit und unerträgliche Spannung, die sich da auftut, weil man ja wirklich wie Ludwig absolut ahnungslos ist, was da auf ihn zukommt. Ich hab ja schon viel gelesen, gehört und - naja nicht gesehen, aber durch Filme eben visuell angedeutet bekommen, aber das hat mich jetzt wirklich vom Stuhl gehauen.
Ich bin wirklich am Bildschirm geklebt und hab in Gedanken geschrien: NEIN NEIN. DAS PASSIERT NICHT! NEIN OH NEIN! (Ein schöner Einblick in mein Innenleben xD)
Da ich hoffnungslos romantisch bin und an das Gute im Menschen glaube, BETE ich, dass der ominöse ältere Herr auftaucht und Ludwig in letzter Sekunde doch bitte befreien möge!
Nein wirklich, genau wegen solcher Momente, liebe und verschmähe ich deine Geschichte! ;) Und ich garantiere, wenn etwas bei mir diese widersprüchlichen Gefühle auslöst, dann ist das etwas gutes!
An unvorhergesehenen Dingen mangelt es dir anscheinend nicht, was ich sehr zu schätzen weiß.

Puuuh... so viel Angst und Schrecken...
Ich bin jetzt mal wirklich gespannt wie es mit Ivan und Gilbert weitergeht...
Und du hast an mich gedacht! xD "Xenokratie" also. Ja gut, daran hätte ich jetzt niemals gedacht, die einzigen Begriffe die mir bei X eingefallen sind, wären Xylophon und Xanten. Frag mich nicht, wie diese Begriffe zur Geschichte gepasst hätten, aber egal :D Vielleicht noch Mr. X oder Tag X. Oder einfach nur X, wie eine Variable, aber das ist mir zu mathematisch und ich bin da kein großer Fan von^^
Hmmm.... natürlich lädt die Überschrift jetzt wieder zum interpretieren und herumspinnen ein (die ich übrigens erst googeln musste ;D Und schon wieder schlauer!), aber mir fällt nichts ein, was man zu derartigen Herrschaftsrechten denken soll. Vermutlich treffen wir wieder auf den Dr. und seine abartigen Perversionen (und seiner umstrittenen Zuneigung zu Gilbert, die ich - seit Ivan das so angedeutet hat - nie wieder ungesehen machen kann!!!! Danke schön!!!)

Oh bitte schreib schnell weiter, ich bin jetzt wirklich angestachelt!
Wenn ich so darüber nachdenke nähert sich da wohl dann auch das Ende? Ist ja schon X. Hmmm...
Naja, ich freu mich jedenfalls auf die Weiterführung und wie ich dich kenne, machst du es auch Gilbert und Ivan sicherlich nicht leicht (besonders Ivan, der sitzt ja schon in der Höhle des Löwen :/ ).

Daher bis zum nächsten Kapitel wieder und auf die Buchstaben Y und Z :D Ja, auf Y bin ich auch schon sehr gespannt!

(Ziemlich) Eingefrorene Grüße ;D

Antwort von Glaskammer am 27.12.2012 | 18:42 Uhr
Liebe Alice,

nun weißt du auch schon den Namen des Y-Kapitels, der zugegebenermaßen nicht besonders kreativ ist. Ich weiß auch gar nicht mehr, was ich jetzt noch schreiben soll, außer, dass ich natürlich wieder hocherfreut über deine Meinung und dein Lob und deine Gedanken und deine widersprüchlichen Gefühle gewesen bin...^^.

Sorry, dass ich dich mit Mengele und Gilbert auf so einen Pfad geführt habe, aber ich schwöre: hättest du damals nicht so heftig darauf reagiert, würde ein Detail im nächsten Kapitel gar nicht so ausführlichst zur Sprache kommen, ich reagiere auf die Reaktionen meiner LeserInnen....es könnte witzig werden...thiihi, romantisch veranlagt bist du, na da müssten wir doch was für dich finden...ähem...( =.

Bei X musste ich aber auch einige Zeit nachdenken, ich hatte erst, glaube ich, so etwas wie X-Chromosomen...oder so...wha, ich kann mich nicht mehr erinnern, müsste in meinen Notizen nachschauen.

Auf jeden Fall danke für dein Review und ganz milde und windige Grüße zurück!!!
09.12.2012 | 21:18 Uhr
Und ich habe gerade erst gesehen, dass du mir da was drunter geschrieben hattest.
WAS SOLL DAS HEIßEN DA KOMMT KEINER?!?!?!?!?!
HEIßT DAS DU LÄSST LUDWIG EINFACH ÜBER DIE KLINGE SPRINGEN?!?!?!
T.T

Antwort von Glaskammer am 27.12.2012 | 18:42 Uhr
WHAAAAAAAA, schrei mich nicht AAAAANNNNNNN......ich bekomme AAAAAAAAAngst.....( =

Ich kann dazu jetzt gar nichts viel sagen, du musst ein wenig Geduld haben, nur ein klitzefitzekleines wenig, ich verspreche dir, alles wird sich aufklären, auf die eine oder die andere Weise...auch der Tod gehört zum Leben.....aaahhhhhhhh!!!

(Danke für deine Reviews und entschuldige bitte meine arg verspätete Antwort!!)
09.12.2012 | 21:15 Uhr
Autsch...?!
Ich sitze gerade hier rum und quietsche nur "autsch"..,
Armer. Armer! ARMER!! Ludwig!!! T.T Ich hoffe er überlebt das...!!!!
Und jetzt will ich mehr denn je Badass-Gilbert der diesem verdammten ((wegen Jugendschutz zensiert)) Kleve mal zeigt wo's wirklich lang geht!!!
Aber wirklich, Alfred und Mattie gegen ihn zu verwenden und auch seine Familie ist echt scheiße.. Die Folter wurde jetzt nicht beachtet.
Ich hoffe es gibt doch noch sowas wie ein Happy End... :(((
LG Sweet
09.12.2012 | 20:16 Uhr
Good-day meine liebe Glaskammer,

Meine Review wird jetzt leider kurz, weil man Laptopakku
bestimmt nicht mehr lange mitmacht, aber ich bemühe mich
trotzdem mal.

Das letzte Kapitel vom Wegbeschluss also? Es war auf
jeden Fall wieder ein Brilliant :D Dein Schreibstil ist schon
genial, großartig und anbetungswert! Ich liebe es.
Besonders schön fand ich den Teil mit dem Apfel, der war
richtig klasse.

Dann der Teil mit Roderich, der war richtig bewegend,
und ich habe mich dran erinnert das es ja da noch eine
Geschichte mit Roderich und Gilbert im KZ gab... Geht's also
damit auch weiter demnächst?

Gut, jar und dann das Ende. Ich musste fast weinen, aber
da ich zum kaputten Teil der Jugend gehöre der kaum noch
weinen kann, habe ich nicht geweint. Ludwig D: ... .... ... Mehr
fällt mir schon gar nicht dazu ein.

Ich bin gespannt wie es weitergeht, wahnsinnig gespannt und
gespannt vom wahnsinnig sein. Schreib schnell und awesome
weiter und hach, jetzt ist die Review ja doch ziehmlich lang
geworden o.O
Naja, Gute Nacht.

Good-bye,
Mariechen <3
03.12.2012 | 19:50 Uhr
Oh my fucking God!! Das ist verdammt schrecklich, nicht in Worte zu fassen, was Ludwig passiert! Ich glaube, wenn ich irgendwann mal jemanden kennenlerne, der Kleve heißt, würde ich ihm wohl nicht schnell wohlgesonnen sein! Das ist wahrscheinlich übertrieben, aber so fühle ich mich jetzt! Mann, ich hab Angst vor dem nächsten Kapitel.
Auch meine Fantasie ist wohl nicht so gut, wie Ludwigs, denn ich kann mir kaum vorstellen, was noch kommen soll. Oh gott, ich bin emotional total aufgelöst...
Okay, wechseln wir kurz das Thema: Wie bist du auf die ganzen Foltermethoden gekommen? Wurde das wirklich so gemacht? Wo hast du darüber gelesen? Normalerweise lese ich über mittelalterlich Foltermethoden, deshalb frage ich mich, was die Nazis für welche haben. Würde mich über eine Antwort freuen.
lg Magika

Antwort von Glaskammer am 05.12.2012 | 17:39 Uhr
Liebe Magika,

es gibt sogar eine Kleinstadt die Kleve heißt, hoffentlich verschlägt es dich dahin nichtmal..^^.....

Hmm....wie bin ich auf die Foltermethoden gekommen, mein erster Impuls war zu sagen: Huch? Ist das nicht normal/selbstverständlich, dass es SO passiert und nicht anders? Aber das wäre natürlich Blödsinn und würde auch ein gaaaaanz merkwürdiges Bild von mir geben, also musste ich tiefer gehen und jetzt lautet die Erklärung in etwa so: es ist aus verschiedenen Büchern Überlebender entnommen und abgewandelt: also wenn sie da von einer neunschwänzigen Peitsche erzählen, hab ich sie eben noch mit den Eisenkugeln „gekrönt“. Die Vergewaltigung mit in die Geschichte einzufügen schien für mich „normal“, weil ich mir dachte: Kleve will ihn zutiefst demütigen und brechen, und in meinen in Augen ist diese sexuelle Erniedrigung für einen erwachsenen Mann mit das Schlimmste was es geben kann.
Ansonsten gibt es dann natürlich den obligatorischen Prügelknüppel, der auch zum Standardrepertoir der SS-Angehörigen in den Lagern gehörte.

Ich hoffe, ich konnte dich damit zumindest etwas erleuchten(?).....die Beschäftigung mit dieser Thematik ist mir wirklich schon so tief in Fleisch und Blut übergegangen, dass ich bezüglich diverser Foltermethoden gar nicht mehr groß nachdenken muss...was eigentlich ziemlich bedenklich ist.....

Liebe Grüße zurück!!
03.12.2012 | 17:22 Uhr
Mit dem Kapitel hast du mich endgültig zum weinen gebracht...
Jetzt will ich sehen, wie Gilbert oder wer anders ihn da RAUS holt und die Verantwortlichen zur Rede stellt!!!
Ludwig tut mir so leid...
Ich hoffe es geht zumindest Gilbert gut, von dem haben wir ja länger schon nichts mehr gehört...
Die Geschichte ist immer noch so grausam-schön... :(( Und so toll...
Liebe Grüße,
Sweet

Antwort von Glaskammer am 05.12.2012 | 17:40 Uhr
Liebe, liebe Sweet17

Das wollte ich eigentlich wirklich nicht: das die Menschen wegen der Geschichte in Tränen ausbrechen (obwohl ich selber ganz dicht an der Öffnung der Dämme gebaut bin...ganz ganz dicht), lass mich ein besticktes Taschentüchlein zücken und dein Tränchen trocken und dir Mut zusprechen, weil....uhmmm...nein..nein eigentlich nicht, ich nehm das mit dem Mut und der Zuversicht zurück und muss dir leider sagen...da kommt niemand..nicht Gilbert, nicht ein anderer...da gibt es keine Überraschung in der Hinsicht mehr, leider....es kommt niemand...) =, bereite dich also schonmal mental darauf vor. (aber Psssscht...vielleicht liest es ja keiner hier...^^).

Ich wünsch dir trotzdem viel „Härte“ und Lesevergnügen beim nächsten Kapitel!!

Und tausendmal danke für dein liebes tolles Lob, haaaaach...!!!

Liebe Grüße zurück!!!
02.12.2012 | 22:18 Uhr
Awwwk Gott!
Ernsthaft, jetzt dacht ich mir so vorn na Woche,
jetzt ließt mal was dir noch fehlt.
Gesagt, getan.
Super, jetzt wollt ich natürlich wissen, wies weiter geht,
und BAAM, neues Kapitel!
Also ich muss sagen, ich will diesen Kleve echt mal die Leviten lesen!
Wie kann man nur so ein ver*****tes A******* sein.
Bin echt gespannt, wies da jetzt weiter geht^^

Ach ja, was ich dir schon länger mal sagen wollt:
Du bist echt eine der besten Autorinen die ich jemals auf solchen Seiten
gesehn hab!!
Vorallem find ich deinen Schreibstil ganz große Klasse.
Man ließt erst deine FF und dann irgeneine andere und denk so
woah! Was ist mit der Sprache passiert^^

Liebe Grüße Anna

Antwort von Glaskammer am 05.12.2012 | 17:41 Uhr
Liebe Ama Sa,

whaaaa....was für ein krasses Lob, vielen vielen Dank ( =....hihi...ich wird ganz zappelig.

Freut mich enorm, dass dir das Kapitel so gefallen hat, das ist ja der Sinn der Sache, dass die LeserInnen mit den Protagonisten mitfiebern und sich in eine andere Welt entführen lassen.
Hat anscheinen recht gut geklappt...^^..

Einen ganz lieben Vor-nikolausgruß,

deine Glaskammer
AliceMadness (anonymer Benutzer)
02.12.2012 | 18:33 Uhr
Eigentlich wollte ich ja erst weiterlesen und reviewen, wenn Wegschluss Teil III auch draußen ist, aber dann konnte ich doch nicht mehr an mich halten und musste die beiden Kapitel heute lesen :)

Und mir ist wahrlich wieder eine Gänsehaut nach der anderen über den Rücken gerauscht!
Es ist wirklich erstaunlich, dass ausgerechnet die beiden Beilschmidt Brüder in solche Situationen kommen, völlig unabhängig von einander, sogar in verschiedenen Ländern!
Als Ludwig da mehr oder minder Kleve in die Arme gelaufen ist, dachte ich mir schon, dass das noch hässlich werden würde. Ach was red' ich da, es war von Anfang an klar, dass Ludwig leiden würde :(
Eigentlich kann ich auch nicht so viel dazu sagen, es erscheint mir so wie es ist genau richtig.
Ludwigs seelischen Zustand in Teil I fand ich ganz hervorragend getroffen, besonders deine Liebe zum Detail war super! Das mit den Spatzen war sehr Ludwig-like und auch die Vergleiche mit Gilbert (das war dann auch in Teil II glaube ich) waren gut getroffen.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass Ludwig so den Verstand verlieren würde wie Gilbert, im Sinne von andere Leute quälen.
Oh Gott, ich seh ihn schon vor mir als apathisches Wrack nach dem Krieg, sollte er die Tortur überhaupt überleben!
Kleves Perversion hast übrigens sehr treffend hinbekommen, ich weiß nicht ob ich sowas wirklich schreiben könnte, ohne absolut Geschmacklos rüberzukommen. Aber bei dir hatte die Beschreibung das gute Gleichgewicht gefunden, auch das es aus Ludwigs Sichtweise geschildert wurde.
Naja, mir fällt ehrlich gesagt nicht viel ein, was ich dir da noch schreiben könnte ;) Ich wünschte, ich könnte dir einfach meine Gedanken zu projizieren, das wäre einfach und möglicherweise auch aufschlussreicher :D
Jedenfalls bin ich auf Ludwigs Ende sehr gespannt, falls es das denn sein sollte.

Daher freue ich schon sehr auf Teil III :)

Verschneite Grüße♥

Antwort von Glaskammer am 05.12.2012 | 17:42 Uhr
Liebe AliceMadness,

(was mir gerade einfällt) es kommt auch bald dein "großer" Auftritt, nicht wahr? (Ich meine, das du eeendlich erfährst, was ich für ein X-Wort genommen habe, für das nächste Kapitel....da musste ich jetzt ganz spontan dran denken...^^....)

Projezierte Gedanken nehme ich gerne, mit Mayo und Ketchup bitte, und zum mitnehmen...thihi.

Ich danke dir, dass du dir das trotzdem schon durchgelesen und reviewt hast, obwohl es noch nicht zu Ende ist, das Kapitel...aber Sonntag dann.

Ich kann dir leider keine verschneiten Grüße schicken, weil hier nur ein Hauch von Nichts gefallen ist, deshalb:

Verzuckerte Grüße zurück..( =
02.12.2012 | 17:34 Uhr
Liebe Glaskammer,

hm, hm, hm. Deine FF ist garantiert nicht perfekt, hier und da findet jeder ein Eckchen, das kritisiert werden kann, aber ich muss einfach mal sagen, dass es nicht schaden würde, wenn sich ein paar gefeierte Bestsellerautoren hier und da ein Scheibchen bei dir abschneiden würden.
Etwa die Zeit, die du dir nimmst, um einen Charakter bis ins kleinste Detail in Worte zu fassen, ohne dabei langatmig zu werden. (Entschuldige bitte, wenn ich dir zu nahe trete!)
Ich meine zum Beispiel die Szene im vorherigen Kapitel mit den beiden Spatzen. Aus dieser kleinen, vor dem Hintergrund auf ersten Blick fast unbedeutenden wirkenden Begebung eröffnet sich mir sofort der Blick auf so viele vielleicht einmal geschehenen Szenen aus Ludwigs früheren Leben. Und Gilberts.
Was ich sagen will, ist, dass man auch jetzt noch mehr über die jeweilligen Charaktere erfährt, als man sich beim ersten Lesen bewusst wird.
Was mir manchmal etwas auffällt, ist, dass es mittlehrweile in beiden Handlungssträngen ein besonders perfides Monster gibt, also Kleve und Mengele. Mir brennt es jedesmal verbal die Öhrchen weg, wenn einer von beiden anfängt, `Jajaa´, `Soso´ oder sonstige umgangssprachliche, zusammengeschriebene Wörter in den Mund zu nehmen. Ich weiß nicht, aber das ist so... betont normal, dass es schon wieder wie eine weitere abartige Perversion wirkt.
Das Letztere ist nicht so gemeint, dass ich es unpassend fände, es ist eher so, dass es einem nochmal zusätzlich einen Schauder vor Abscheu über die Arme laufen lässt. Ich meine nur, dass es interessant wäre, ein weiteres hohes Tier einzubringen, welches nicht ganz so krank im Kopf, allerdings ein nur zu überzeugter Nationalsozialist ist.

Einen schönen Dezemberanfang,

Fiore~

Antwort von Glaskammer am 05.12.2012 | 17:44 Uhr
Liebe Fiore,

danke danke danke ( =.....tatsächlich flammt bei mir manchmal beim Schreiben der Gedanke auf, wenn es wieder mal ewig lange dauert mit den Beschreiben der einzelnen Szenen und Gedanken: „Booah..komm ausm Knick, Mädchen!“
Das Problem wird irgendwann bestimmt mal sein, dass ich gerne alles sagen und erklären möchte, ganz ausführlich und mich dann nicht mehr kurz und bündig halten kann. Das ist ja auch eine Kunst, mit wenigen Worten viel zu sagen.
Die Szene mit den Spatzen fand ich auch gut..( =....da kann man sooooo viel hinein interpretieren, da steckt auch tatsächlich eine Spur mehr dahinter als die einfachen kleinen Vögel, die sich zufällig da auf dem Rost einfinden und von Ludwig quasi „angefüttert“ werden, damit sie wiederkommen.
Bei deinem nächsten Gedankenstrang musste ich erst selber in mich gehen und spontan, rein vom Gefühl her (in dem Zusammenhang ein bisschen doof, wenn man das nicht logisch erklären kann) muss ich sagen, dass es dennoch einen Unterschied gibt zwischen Mengele und Kleve. Vielleicht in der Art, wie sie an das NS-System glauben....Mengele ist viel mehr „Mensch“ (..ufff) als Kleve. Der Doktor ist zwar gleichgültig/ grausam gegenüber denen, die er nicht mehr innerhalb der „Volksgemeinschaft“ verortet, aber trotzdem gibt es meiner Ansicht nach einen nicht sehr kleinen Unterschied zwischen ihm und Kleve...er ist nicht so indifferent gegenüber allen, nicht so abgeschliffen, routiniert....hmmm..die schattenhaften denkenden Gefühle irgendwie in rationale Argumente umzudeixeln, das ist sehr sehr schwer gerade. Vielleicht bekommst du eine Ahnung davon, was ich meine...?

Auf jeden Fall vielen Dank für deine lieben Worte ( =
Hrotheker (anonymer Benutzer)
02.12.2012 | 15:59 Uhr
Hallo Glaskammer,

Ich verfolge deine Geschichte(n), seit sie mir von einer guten Freundin empfohlen wurden. Und ihrem Rat folge ich jetzt auch, wenn ich dir mal einen Ausschnitt aus unserem Chat sende, in dem ich versucht habe, meine Gedanken zu ordnen, nachdem ich dein letztes Kapitel gelesen habe. Was du da machst ist wahnsinnig gut !!! Mach bloß weiter so

OMG, OMG, OMG .......die frau kann so heftigst genial erzählen....es ist U-N-G-L-A-U-B-L-I-C-H....
...short of words... ich behaupt mal, dass ich schon ziemlich viel gelesen hab....aber, dass ein text so eindringlich unter die haut geht, dass ich merke, wie sich mein herzschlag beim lesen beschleunigt und sich das auch noch steigern lässt, das ist doch extrem selten.... sie schafft es immer wieder, dem leser, der denkt: hmmm...ja, kenn ich schon....so übelst eine in die fresse zu geben, so zu desillusionieren, dass die gefühle der protagonisten greifbar...nein, fühlbar werden... die beschreibung von kälte und schlaf-/ nahrungs-/ lichtentzug sind schon so verdammt krass gut, dass ich kaum glauben kann, dass das von ner studentin kommt (wir haben das bei ner ausbildung zum thema geiselnahme mal gemacht, bevor es verboten wurde... da musste ich in unterhosen mit einem schuhbeutel über dem kopf einfach nur auf ziemlich feinem schotter knien und die hände hinter dem kopf verschränken...und ab und an gabs ne ladung wasser....also eigentlich absolut nichts schlimmes...und es war sogar ne einigermaßen erträgliche temperatur in dem keller, aber es ist unvorstellbar, wie sehr die zeit einem da zusetzt... nach ner halben stunde spürst du jeden stein im knie...und deine arme werden taub und du fängst übelst an zu frieren...und du zitterst...unkontrolliert...und jedesmal, wenn du die position verändern willst, kommt die stimme aus dem off...immer aus ner anderen richtung...und alleine die demütigung, die es darstellt, dass dich jemand da hocken und zittert sehen kann, du ihn aber nicht, macht dir arg zu schaffen...von der orientierungslosigkeit mal vollkommen abgesehen...und du kannst dir trotzdem immer sagen: hey, das ist nur ein spiel...morgen sitzt du zuhause....der eigentliche horror kommt ja erst noch mit dem gefühl der aussichtslosigkeit und dem ausgeliefert sein ...naja, bisher dachte ich, das kann niemand erfassen, der es nicht im ansatz erlebt hat...mit sicherheit hätte ich alles darauf verwettet, dass eine studentin, die das vermutlich nie erlebt hat, das nicht kann...und noch viel sicherer wäre ich gewesen, dass sie es dann nie in worte packen könnte...schon gar nicht in worte, die so präzise treffen....
schon an der stelle hab ich meinen hut gezogen und mich tief verbeugt. geniale beschreibung...ich war förmlich mit ludwig in der situation...awesome....aber so richtig psycho war es dann doch nicht... der horror kommt bei den psychogeschichten ja oft aus der tatsache heraus, dass einen etwas unvorbereitet trifft...und da ist sie noch virtuoser als in ihrer fähigkeit zu beschreiben.... die schreie in der nachbarzelle sind wieder mal übelst krass und authentisch beschrieben...und die tatsache, dass sie die beschreibung so lange zieht, macht es wieder erlebbar, erfahrbar, erfühlbar, wie sehr ludwig das, im wahrsten sinne des wortes, auf die nerven geht. in dieser situation hat sie mich echt förmlich an die hand genommen und in die keller geführt... und sie macht das genial, denn sie führt dich "routiniert" auf der festgelegten strecke, von der sie weiß, dass ihre beschreibungen dein kopfkino in gang setzen....sie macht das so gut, dass es in dolby-surround und 3d abläuft...und sie spielt (und da passt wieder nur dieses eine wort) virtuos mit deiner vorstellungswelt...sie scheint genau zu wissen, welche worte, welche bisherigen medialen erfahrungen (über bücher, kino, fernsehen, geschichtsunterricht) wecken... und die schreie, die sie in der umgebung eines gestapo-kellers beschrieben hat, sind bei uns ja schon klassisch konditioniert mit folter, entwürdigung, demütigung. und jetzt kommt ihre ganze genialität zum tragen: sie weiß, dass der leser sich innerlich jetzt genau in diese richtung wappnet und alle folgenden worte und sätze nach dem grauen abtastet, das er erwartet.... und dadurch zwangsläufig die deckung in alle anderen richtungen vernachlässigt...und nur so kann ich mir erklären, warum sie mit so einem banalem, alltäglichen und eigentlich zutiefst freudigem ereignis, wie einer geburt, so dermaßen treffen kann....der schlag kommt so unverhofft und unvermittelt und sie hat ja vorher schon dafür gesorgt, dass deine deckung unten ist, dass er ungehindert durchdringt und im ziel mit volle wucht die maximale wirkung entfaltet.... an der stelle hab ich echt gemerkt, wie mein herz, das die ganze zeit in einer gewissen gereiztheit schneller geschlagen hat, den sprichwörtlichen aussetzer hatte
.....unbelievable...wahnsinn
ähnlich empfand ich das bei der folter dann noch einmal. das zufügen von schmerzen wird immer perfider und man rüstet sich beim weiterlesen, aber der wirkungstreffer kommt mit der vergewaltigung...das war zwar nicht einmal annähernd so stark, wie bei der geburt, weil man das ja in irgendeinem knastfilm schon mal gesehen hat, aber das muster ist, denke ich, ganz ähnlich. und nachdem ich dich jetzt mit meinen eindrücken zugetextet hab, konnte ich sie doch etwas ordnen und glaub, dass die geburt in diesem zusammenhang etwas ist, was ich bisher so nie in einem buch/ film etc. erlebt hab, was die überraschung natürlich perfekt macht....was für eine geniale symbolik dahinter steckt, fang ich jetzt erst langsam an zu begreifen...und die tatsache, dass sie es im nachwort auch noch der geburt der tochter einer freundin widmet, zeigt, wie authentisch das ist....ich kann mir richtig vorstellen, wie sie nachts an der geschichte gesessen ist und überlegt hat, wie man das gut umsetzen kann (das kennen wir ja auch irgendwo her, ne^^) ...und dann kam der anruf und plötzlich ist da ne verbindung ...und sie schreibt...göttlich !!!!

Sorry, wenn das alles etwas ungeordnet und durcheinander ist, aber dafür ist es spontan und authentisch ^____^
Die ganze Geschichte ist wahnsinnig gut erzählt und klasse recherchiert. Die Zeit erwacht förmlich zum Leben. Die Charas werden über die ganze Zeit hinweg toll (weiter-) entwickelt.
Dir gelingt es immer wieder den Spannungsbogen kunstvoll zu ziehen und Neugier zu wecken. Mit den Slash-Einlagen kann ich mich in der Häufigkeit nicht so ganz anfreunden. Einige sind für die Geschichte von elementarer Bedeutung. Bei anderen erschließt sich mir der Sinn nicht so ganz, aber das ändert nichts daran, mit welcher Kunstfertigkeit du erzählst.
Und abschließend sei noch gesagt, dass ich nicht geglaubt hätte (aber da hast du mich ja jetzt schon bei einigen Beispielen eines Besseren belehrt^^), dass es im Jahre 2012 gelingen kann, eine Fortsetzungsgeschichte im Stil des 50er-Jahre-Klassikers `So weit die Füße tragen` auf den Weg zu bringen. Noch dazu in Schriftform !!! Große Leistung !
Ich fieber den Fortsetzungen entgegen.

lg
Hrotheker

Antwort von Glaskammer am 05.12.2012 | 19:42 Uhr
Liebe Hrotheker, (lieber Hrotheker?)

Als erstes einmal: W.o.w.

Wer hätte je gedacht, dass meine Geschichte je andere Menschen zu solchen Romanen in Chatrooms veranlassen würde, ich meine, wer hätte je gedacht, dass es soviel wert wäre, dass man darüber überhaupt je spricht oder anderen davon erzählt?!

Ich bin dir jedenfalls für diesen Auszug sehr sehr dankbar, unendlich dankbar und du hast recht: er ist furchtbar authentisch!!
Wenn du mir erlaubst würde ich sehr gerne auf einige Punkte eingehen, die du angesprochen hast.
Zu der Entstehungsgeschichte der Geburt bzw. dem Zusammenhang mit meiner Freundin: ich hatte die Idee, dass ich das in die Geschichte mit einbinden wollen würde unabhängig von der Schwangerschaft meiner Freundin (bei solchen Sachen braucht es bei mir immer extrem lange, bis ich da eine Verbindung herstelle, weil das eine Realität ist und das andere Fiktion). Ich wollte noch einmal darauf hinweisen, dass für die jüdische Minderheit von den Nazis keine Menschlichkeit und kein Mitleid mehr empfunden wurde, nichts, nirgends, sie standen eben außerhalb aller Grenzen. Diese spezielle Szene habe ich mir ausgedacht – ich habe noch nie davon gelesen, dass Frauen in Gestapohaft Kinder zur Welt gebracht haben, das heißt aber nicht, dass es nicht passiert sein kann – aber ich kenne das „Prozedere“ wie „damit“ in A.-Birkenau verfahren worden ist. Als erstes Mal wurden natürlich alle sichtbar Schwangeren in die Gaskammern abselektiert und diejenigen, die es tatsächlich schafften es neun Monate zu verbergen, brachten dann das Kind im geheimen in den Barracken zur Welt (oder noch schlimmer: vor aller Augen) und dann gab es zwei Möglichkeiten: entweder sie wurden von der SS/ AufseherInnen/ Kapos entdeckt und starben beide oder die Mutter (oder die Ärzte, falls anwesend) tötete das Kind gleich nach der Geburt eigenhändig. Bei dem Überlebendenbericht (der ungarischen Frauenärztin) Gisella Perl kann man einen Fall von letzteren nachlesen.
Dieses unausprechlich schreckliche Verfahren habe ich für meine Geschichte heraus gezogen, etwas abgewandelt und in die Umstände der Haft übertragen.
Ich war im Prozeß des Schreibens, der erste Teil war fertig und dann kam Mittwoch mittag eine SMS, meine Freundin sei auf dem Weg ins Krankenhaus, es ginge los. Später, nämlich nachts um halb drei kam dann die zweite SMS, das kleine Mädchen sei da. Ich griff mein Handy, las es, freute mich und legte mich wieder schlafen (anders als von dir angenommen....ich bin sooooo wenig nachtaktiv, wie du dir überhaupt nur vorstellen kannst, in fact bin ich richtig richtig boring eigentlich...^^.....). Am nächsten Tag war ich natürlich immer noch von der guten Nachricht beseelt und dachte, ich müsste irgendwie ein Zeichen setzen. Dann schrieb ich einen Brief an die kleine Püppi und entschied, ihr das nächste Kapitel zu widmen (und ihrer Mutter). Und dann erst etwas später kam der Gedanke und die Zusammenführung in meinem kleinen Hirn: hmmm..ist das nicht ein wenig zuuuuu makaber, weil da ja auch diese schreckliche Szene mit vorkommt, sollte sie das jemals lesen, reißt sie dir wahrscheinlich den Kopf ab. Die Leute werden denken, du hast es extra mit eingeflechtet, nachher, oder sie werden denken, was ist denn das bitte für eine unpassende Widmung? Aber dann habe ich es einfach drin gelassen.....(puuh. Lange Rede, kurzer Sinn: die Geburt war zuerst, dann kam die SMS mit der richtigen Geburt...^^....)

Du sagst glaube ich zweimal, dass du dir gar nicht vorstellen kannst, dass eine Studentin das geschrieben hat, die das vermutlich nie erlebt hat. Zum ersten: doch doch leider (kannst du mal sehen, diese faulen Studenten, die sich mit allem beschäftigen, aber nicht dem eigentlichen: ihrem Studium, verdammt nochmal...( =...hahahah) und zum zweiten: nein, ich habe eine derartige Situation nie erlebt. Aber ich habe (scheinbar) ein ziemlich gutes Vorstellungs/ Einfühlungsvermögen, die Fähigkeit, bestimmte Szenarien gut in Worte zu fassen und unglücklicherweise (ich weiß nicht, ob das jetzt da wirklich noch mit reinzählt, würde es aber vermuten) weiß ich, was Angst ist. Richtige Angst, nicht die, die man vor einem Vortrag hat oder bei einem Gruselfilm.

Jedenfalls war ich von deinem Review sehr bewegt und überwältigt und begeistert, tausend dank für dein Lob und deine aufmunternden Worte und einfach alles.

Jetzt bleibt mir nur noch die Frage: um Himmels Willen, in welcher Ausbildung habt ihr denn diese „Simulation“ einer Geiselnahme gehabt?? Polizei? Bundeswehr? Supergeheimer Elitegeheimdienst?

( =

Ich wünsche dir einen schönen Abend und noch einmal aus ganzem Herzen: Dankeschön!!!

PS: Ich habe „So weit die Füße tragen“ gar nicht gelesen, kenne aber merkwürdigerweise die Geschichte. Mich mit so einem Klassiker zu vegleichen..uff...da werde ich ziemlich rot.

PS1: Im Übrigen kannst du dich auch ziemlich gut ausdrücken (besonders da es ja eine spontane Beschreibung aus einem Chatgespräch ist), schonmal darüber nachgedacht auch etwas zu schreiben hier im Forum? Am besten hat mir das „an die Hand nehmen und durch den Keller führen“ gefallen...^^...
02.12.2012 | 11:53 Uhr
Good-Day meine Liebe,

ja, was soll ich sagen. Die 100ste Review schaffst du hundert Prozentig,
weil du sie verdient hast und wenn ich selbst noch zwanzig Reviews schreiben
muss. Hätte wohl doch meine Mosterreview noch öfter teilen sollen als ich
angefangen habe dieses literarische Meisterwerk zu lesen ;-)

Du beschreibst so wahnsinnig gut, ich kann die Zelle in der Ludwig hockt
fast schon selber riechen. Der Gestank geht mir nicht mehr aus dem Kopf,
beziehungsweise aus der Nase. Du bist eben ein richtiges Genie auf dem Gebiet!
Erst vor kuzer Zeit hat mich mein Physiklehrer dafür aufgeklärt das man Gefangene
in manchem Gefängnissen mit Frequenzen quält die das Ohr zwar nicht hören kann,
den Gefangenen aber in den Wahnsinn treibt. Dies kleine widerliche Zimmerchen
in dem Ludwig da hockt, erinnert mich irgendwie daran.

Ich muss zugeben meine Psyche leidet ein wenig dank deiner Geschichte, vorallem
mit Ludwig zusammen. Es ist einfach nur grausam was dort mit der Frau und ihrem
Baby geschah. in solchen Augenblicken versuche ich nicht daran zu denken das
deine Geschichte auf reelll geschehener Geschichte basiert. Das das Dritte Reich und
all seine absurde Grausamkeit reell war...

Ich mag es wie du wieder und wieder wiederholt hast das Ludwig nicht Gilbert ist.
Ich denke immer noch daran was Gilbert bei den Partisanen erlebt hat und wie daraus
eine Art Liebe entstanden ist. Ich traute Ludwig soetwas noch nie zu. Irgendwie, keine
Ahnung, fürchte ich das er an so etwas eher zerbricht...
Was Kleve hier mit Ludwig abzieht erinnert mich an den Anfang der Geschichte,
was Gilbert mit den beiden Zwillingen machen ließ, beziehungsweise was allgemein
so im KZ ablief... Genie und Wahnsinn liegen nah beinander, bei Kleve kann ich
ohne mit der Wimper zu zucken sagen das er dem Wahnsinnangehört, einem solchen Wahnsinn,
wie viele andere Figuren deiner Geschichte. Man sollte sie wegsperren (andere würden
sagen töten, aber dafür bin ich zu sehr paszifist, auch wenn sie das Leben nicht unbedingt
verdient haben...)

Gut, ja und jetzt ist das Kapitel zu Ende aufgerollt von mir und ich rolle es wieder
zusammen und lasse es den anderen zum lesen da. Der Gedanke einer Wittmung
zählt, da hast du Recht. Ich handle oft nach demselben Prinzip :-)

So, nun kann ich es wie immer nicht abwarten das neue Kapitel zu lesen, den
Dritten Teil eines gewaltigen Ganzen und wieder muss ich sagen wie begeistert
ich bin, weil du so megamäßig großartige und vorallem lange Kapitel schreibst :-)

Mit den großartigsten Grüßen
~Mariechen <3

Antwort von Glaskammer am 05.12.2012 | 17:45 Uhr
Liebe Maria,

es freut mich dolle, dass du immer wieder von den langen Kapiteln begeistert bist, das nächste wird es auch, das ist schon abzusehen...trotz meiner „Versprechung“ am Anfang des letzten Kapitels....

Ja, es erschien mir irgendwie richtig, noch einmal darauf hinzuweisen, dass Ludwig eben auf ...hmm....mentaler und seelischer Ebene viel zerbrechlicher ist, als er aussieht und als es den Anschein macht.

Das mit den niederfrequentierten Geräuschen in Gefängnissen finde ich übrigens richtig heftig böse und grausam. Da weißt du ja nicht einmal genau was vorgeht, nur DAS etwas vorgehen scheint, das weißt du bzw. ahnst/ spürst du. Oder du denkst, du wirst jetzt selber schon wahnsinnig...ein schlimmer Kreislauf.

Ich danke dir für deine Review und schicke dir großartige Grüße zurück ( =
24.11.2012 | 14:27 Uhr
Liebe Glaskammer,
du hast ein ganz, ganz schönes Kapitel geschrieben. Zwar spielt die Geschichte im Juni 44, aber in der Szene mit den beiden Spatzen hatte ich das Gefühl, dass die Welt hinter den Gitterstäben noch in Rauhreif getaucht wäre. Logisch unmöglich, ich nehme an, der Eindruck begründet sich in zahllosen Filmen, in denen Gefängnisse grundsätzlich in Blau und anderen kalten Farbgebungen abgelichtet werden. Vielleicht resultierte der Eindruck auch aus Ludwigs Kopf, den du an den Leser weitergibst: Weil er, von Überforderung und quälenden Erinnerungen gepeinigt, allen Bezug zu der Außenwelt missachtet, sehe ich die munteren Spatzen vor einer kalten Kulisse eines nebeligen Vorhofs, der die Umrisse der Welt verschwommen erscheinen lässt, nicht fassbar vielleicht.
Allerdings, wo ich es lese: Belanglose, laue Sommerluft ist vielleicht auch ganz in Ordnung für dieses eine Szenenbild, aber zumindest der 20. Juni dieses Jahres soll wohl brütend heiß und schwül gewesen sein, weshalb man in der Wolfsschanze alle Fenster hatte offen stehen lassen, was unter anderem dazu beitrug, dass die Sprengkraft der Bombe herabgesetzt wurde.

Angenehm, dass Matthew in Ludwigs Gedankenwelt nicht auftauchte, auch wenn er diese Erinnerungen wahrscheinlich unbewusst ganz weit weggestoßen hat. Ludwig muss keine Schuldgefühle haben, muss nicht wahnsinnig werden, denn er hat geliebt und als Beweis für seine Liebe mit dem Preis seiner sozialen Position die Rettung Matthews bezahlt. Saubere Sache. Es ist so bewegend, anrührend, zu sehen, wie Ludwig sich auf sein bares Sein zurückzieht, sein Innerstes ohne die umgebenden äußeren Umstände größer wird und, von dem Leser ganz aus der Nähe betrachtet, so sympathisch wird, dass man nichts mehr möchte, als in sich selber einen ebenso guten, friedvollen Kern zu finden, sich zu ihm in die Zelle zu setzen und sich über den Besuch der Vögel zu freuen.
In Ludwigs Erinnerungen nimmt Gilbert eine überlegene Position ein, die, auch wenn Ludwig dessen Verhalten nie zu seinem Maßstab gemacht hat, charakterlich die Person ist, die ihm näher steht als alle anderen. Gilbert hat Ludwig den Hund verboten ohne Gründe zu nennen und damit seine finanzielle und familiäre Überlegenheit demonstativ ausgespielt. Ich denke, dass Ludwigs Vergewaltigungsakt an ihm dann wohl erklärbarerweise davon herrührt, dass er auch in der Familie immer nur das Gebot von Stärke als Parallele zu Achtung/Würde kennengelernt hat. Als Gilbert die Selbstbehauptung unterlassen hat, also schwach war, ist seine Würde, die er in Ludwigs Augen genossen, ebenso geschwunden, bis in ihm nur noch ein bedauernswerter Ekel für den Bruder übriggeblieben ist, gepaart mit dem Gefühl von Verrat. Gilbert als Vorgesetzter in Ludwigs Leben ist mal einfach so nicht mehr zu sprechen, lässt ihn alleine: Der, der ihn dazu erzogen hat, Einschränkungen und Schwierigkeiten zu erdulden und sich zielstrebig durch eigene Kraft in der gesellschaftlichen Hirarchie nach oben zu bringen, zerbricht selber an den Schwierigkeiten, die er erdulden müsste, hätte er über all die Jahre zu Recht seine Machtposition beansprucht.
Gut, dass Ludwig darüber nicht nachgedacht hat. Er benötigt Sicherheiten, dünkt mir. Früher oder später wären die schwarzen Löcher seines Weges sowieso aus der Versenkung zurückgekehrt, um seinen Geist zu zerfressen und von ihm nichts gesundes mehr übrigzulassen.

Eine technische Frage: Weshalb meiden die französichen und englischen Kreigsgefangenen die deutschen Fallbeispiele von Ungehorsam und Verbrechen in der Armee? Ich hätte als gegeben angenommen, dass sich die hochrangigen Offiziere der Aliierten nicht übel mit den Deutschen verstehen, die wegen Verrats einsetzen.


Des Stils wegen: Anhand des General-sonstwas vom Beginn hast du ein schönes Fallbeispiel für die instbrünstige Abneigung der Wehrmachtvertreter gegen die SS geliefert und erklärt. Weil sich das Willensduell nur zwischen Kleve und ihm abspielt, Ludwig nur etwas verwirrt ist, scheint das ganze Szenario so seltsam abgekoppelt von der "Farbenpracht" der Aufregung dieser Tage, selbst von ihm selber und seinem Verrat. Er fragt sich nicht mehr, ob oder wie er was wem erzählen, ob er sich rechtfertigen sollte, sein Verrat scheint ihn gar nicht mehr sehr zu peinigen. Diese Empfindung Ludwigs ist in seiner Lage ja auch ganz passend, aber durch die Beschreibung der Szene zwischen dem Wehrmachtsoffizier und dem Obersturmbannführer(?) entsteht, da danach ja wieder Ludwig fokussiert wird, der Eindruck, dass Ludwig in dem Moment tatsächlich nichts Besseres zu tun hätte, als über das Verhältniss von Wehrmacht und SS theoretisch-historische Betrachtungen anzustellen. Und das in seinem tauben Zustand. Junge, Junge, der ist ganz schön vielseitig ;)!

Mir schwant nichts Gutes- Kleve dürfte mitlerweile kochen und sich die Hände reiben vor Erregung (zivil ausgedrückt, wohlgemerkt, ich wollte erst etwas anderes sagen. Er ist der Typ dafür). Gilbert wird ihn nicht retten können, weil er nichts weiß. Und Kleve, das wäre meine Vorstellung von dem Schlimmsten, was er tun könnte, Kleve wird Ludwig mit Akte und Foto beweisen, dass Matthew und Alfred doch noch aufgeflogen, gefoltert, vergewaltigt und durch eine Kugel im Arsch verblutet sind.


Ich sende nebelige Grüße von den Kuhweiden - danke für deine liebe Aufmerksamkeit- und als zweites der Aufmerksamkeit für v. Haeften und v. Stauffenberg, sie leben hoch!
PS: Kennst du Joachim Fest? Ist er ein guter Historiker, wissenschaftlich besehen? Mich haben seine Arbeiten über Hitler bisher sehr beeindruckt.

Ar-Feiniel

Antwort von Glaskammer am 26.11.2012 | 12:01 Uhr
Halloooooo Cherie,

neblige Kuhweiden?? Huch....Bist du noch zu Hause oder schon campen...^^...

Da sprichst du so einfach von Fest....haaaaach schwärm, sein „Gesicht des dritten Reiches“ ist eines meiner Top 3 Bücher, die ich auf eine einsame Insel mitnehmen wollen würde/ müsste. Wenn ich jeeeeeeeemals so schreiben könnte, wie er, dann ......träum... keine Ahnung, hätte ich den Olymp der Perfektion beschritten. Aber vermutlich muss man dafür erst ein gewisses weises Alter erreichen.
Ähum hüstel, aber nun gut. Vielen Dank für dein langes und liebes Review, ich freue mich, dass die das Kapitel gefallen hat, ich wusste nicht so recht, ob..und überhaupt....und eigentlich passieren tut ja nicht viel, irgendwie.
Der Spatzenakt soll eigentlich in all seiner Pracht das genaue Gegenteil seiner niedlichen Umsetzung zeigen: wie tief Ludwig geistig „gesunken“ ist, das er sich an etwas erfreut, was ihn früher nicht mehr als 2 Sekunden Aufmerksamkeit gekostet hätte. Das ihm ein derartiges kleines Ereignis für Stunden und Tage bewegt, ihn körperlich sogar auf eine Weise mitnimmt, zeigt wie schrecklich schnell und unaufhaltsam sein Niedergang begonnen hat. (Auch das mit dem Gedicht...wie lange muss der Mensch da drauf gestarrt haben, um sich so etwas aus den Untiefen seiner Phantasie zusammen gereimt haben...)
Es ist natürlich auch ein extremer Ausdruck für seinen eingesperrten Zustand in dem Gefägnis, dem fehlenden Umgang mit anderen, dem er sich ja auch bewusst verweigert. Außerdem gibt es hier auch noch andere Untertöne/ Andeutungen: es sind 2 Vögel, vermutlich ein Paar. Und natürlich müssen die Gedanken nicht besonders weit fliegen zu seiner eigenem Wunschdenken, seiner eigenen Geschichte und seiner Liebe – bevor er sie unterdrückt und vedrängt. Was dennoch immer zurückbleibt und Spuren hinterlässt, ist ein ferner unbewusster Schmerz und ein kindliches Staunen darüber, dass Liebe bei anderen einfach so möglich ist. Deshalb ist er so völlig weggetreten von den zwei Besuchern und so gerührt. Der Gedanke an Matthew schwimmt dort mit drin und wenn er sie füttert und für sie sorgt, leben die beiden weiter und können zusammen sein. (Es sind tatsächlich eine Vielzahl an Ebenen, die ich mit den Spatzen anzutippen versucht habe, die armen unschuldigen kleinen Süßen...^^....)

Interessanter Gedankengang mit Gilbert....das dich die Geschichte immer zu solchen Gedanken/ Interpretationen hinreißen kann...^^...finde ich toll.

Die ausländischen Kriegsgefangen halten sich deshalb so fern von den einheimischen, weil 1. darunter auch Spitzel für die Gestapo oder gleich direkt „undercover“-Beamte sein könnten und 2. weil...uff..nunja, es trotzdem und dennoch nur Deutsche sind. Und die tiefen Gräben zwischen Reich und Alliierten auch vor den Gefängnismauern nicht aufhören, man bleibt selbst dort lieber bei seiner eigenen „Art“, in seinen eigenen Reihen. Das ist übrigens mehrheitlich auch in den Konzentrationslagern so gewesen, es gab eine ziemliche Lücke zwischen deuschten politischen Gefangenen und anderen (ich rede gar nicht mal von den jüdischen Häftlingen.)

Und jaaa, die zwei Widerständler leben noch, in irgendeiner parellelen Dimension vielleicht auch richtig und zusammen und vereint...schnüffeldischnüff. Hach..

Ein lieben Gruß zurück aus einem sonnengoldenen Berlin!! ( =

PS: Obersturmführer und Generalleutnant. ( : Es sei denn, ich habe wirklich den dummen Fehler gemacht und irgendwo als ich meinen Verstand mal nicht bei mir hatte, Kleve als Obersturmbannführer in ungeahnte Höhen seines Berufsstandes katapultiert.
20.11.2012 | 12:04 Uhr
Greetings~

Herzlichen Glückwunsch zur 70. Review! Wahnsinn, ich wünschte ich könnte
mit einer Geschichte mal so lange durchhalten das ich die 100 Reviews knacke :3

Ich war das ganze Kapitel über wahnsinnig gefesselt, habe nicht mitbekommen
was um mich herum passiert ist (zum Beispiel hat der Unterricht vor fünf Minuten
begonnen, aber was soll's? Wofür hat man den Informatik).
Dein göttlicher, nicht nachzuahmender und so wundervoller Schreibstil hat mich
wie immer entzückt und dieses Kapitel war wahnsinnig spannend. Irgendwie
musste ich schmunzeln als ich mir den kleinen Ludwig vorgestellt habe wie er
um einen Hund bittet... :3

Leider muss ich jetzt doch schon abbrechen, scheiß Schule -.-

Mit den großartigsten Grüßen
~Marichen <3

Antwort von Glaskammer am 26.11.2012 | 11:13 Uhr
Liebe Maria,

vielen vielen Dank für dein Lob...( =.

Ich glaube nicht, dass ich 100 Reviews bekomme ( mal abgesehen davon, dass ich dann ja auch das 90.zigste noch für einen One Shot ausschreiben „müsste“, ich hab noch nicht einmal den für das 60.zigste geschrieben...ahh!). Aber schau mal, du hast schon sooo viele Rückmeldungen für deine Geschichten bekommen, insgesamt schon weit mehr als 100.....das sollte dir an kalten Tagen dein Herzlein wärmen...^^..

Schule...du bist oft dort, oder? (...Scherzfrage...was ich meine ist eigentlich: du machst viele technischen Dinge an den Schulcomputern, kann das sein?)

Ich schick dir blendend hellen Sonnenschein und liebe Grüße!
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