Anzeigeoptionen  Review schreiben Regelverstoß melden Sortieren 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 
Autor: Glaskammer
Reviews 1 bis 25 (von 119 insgesamt):
01.10.2017 | 23:42 Uhr
Liebe Glaskammer,

knapp vier Jahre, nachdem du diese Geschichte fertiggestellt hast, habe ich sie gelesen und schreibe dir nun. Zu sagen, dass ich sie gut finde, reicht nicht einmal aus. Ich würde aber nicht sagen, dass ich aber begeistert bin, dazu ist sie viel erschütternd, an einigen Stellen verstörend und vor allem eines: WAHR.
Vielleicht hat es nicht unbedingt wirklich eine Romanze zwischen einem Partisanenkämpfer und einem SSler gegeben oder einen Soldaten der Wehrmacht, der zwei Brüder gerettet hat. Aber den Zweiten Weltkrieg hat es gegeben.

Vielleicht fange ich ein bisschen lockerer an. Zunächst einmal zum Text.
Fehlerfreie Rechtschreibung und Grammatik, nur hier und da ein paar Flüchtigkeitsfehler, die allerdings nicht weiter auffallen, vor allem wegen der mitreißenden Geschichte. Durch deine bildliche Wortwahl konnte man es sich mühelos vorstellen. Beziehungsweise, man konnte nicht verhindern, dass die Bilder einfach vor der Netzhaut auftauchten. Ich hatte das Gefühl, alles mitzuerleben und dabei zu stehen. Die Gefühle und Gedanken sowie die Handlungen sind nachvollziehbar, allerdings erst, wenn man einigermaßen weiß, was geschehen ist. Doch genau das macht alles so spannend. Man kann gar nicht aufhören zu lesen und wenn man schließlich, geschockt über die unbeschönigte Darstellung der Brutalitäten im Zweiten Weltkrieg, das Fenster wegklickt, drehen sich die Gedanken weiter, im Sinne von: "Oh Gott, was geschieht nur mit ihnen? Was haben Kleve/Mengele vor? Wie wird es nur ausgehen?" Natürlich hofft man auf ein Happy End, aber hier ist die Rede vom Zweiten Weltkrieg – für Millionen von Menschen gab es keines.

Ich gebe zu, ein paar Szenen habe ich absichtlich übersprungen. Ich weiß, wenn ich das gelesen hätte, hätte ich die Bilder nie mehr aus meinem Kopf gekriegt.

Vielleicht ist das eine feige Reaktion von mir. Wegschauen, auch wenn es "nur" ein Fenster aus dem Internet auf dem Display meines Computers ist. Sich abwenden und so tun, als wäre nichts, ist immer einfach. Jetzt kann ich auch sehr gut verstehen, warum fast keiner sich gegen die Nazis gestellt hat.

Deshalb danke ich dir dafür, dass du dieses Verständnis in mir geweckt hast und es mir ermöglichst hast, zu begreifen, was in diesem Krieg geschehen ist. Manchmal kann man über die Berichte nur denken: "Das kann unmöglich gewesen sein. Kein anständiger Mensch tut so was!" Die Realität zu begreifen fällt oft schwer. Es ist jetzt 70-80 Jahre her, aber was ist das schon für eine kurze Zeitspanne angesichts der Menschheitsgeschichte? Deine Geschichte wirkte so real, dass man sich einfach in die damalige Zeit versetzt fühlt. Was dir auch gelungen ist, und dazu gratuliere ich dir herzlichst, ist, dass die Figuren in erster Linie menschlich wirken und nicht wie seelenlose Monster.

In den ersten Kapiteln zum Beispiel wirkte Gilbert für mich wie ein totaler Psycho. Aber dann, im Laufe der Geschichte, wird so einiges klar. Man beginnt, ihn besser zu verstehen, mit ihm mitzufühlen und kann seine Handlungen nachvollziehen. Respekt für den Cliffhanger, als er Ivan wiedertrifft! Erst dachte ich eher, dass es eine Art Katz-und-Maus-Spiel wird, eine Art Verfolgungsjagd, in der es darum geht, dass der eine den anderen tötet. Als sich dann herausstellte, dass ihre Beziehung von ganz anderer Natur ist, war ich in erster Linie baff. Und dann ergab Gilberts widersprüchliches Verhalten einen Sinn!

Dasselbe mit Matthew. Anfangs wirkt er ein wenig – na ja – nicht ganz so wie der schüchterne, zurückhaltene Junge, der leicht übersehen wird. Auch das mit der Kriegsverletzung war ziemlich erschütternd. Aber die Liebe und Loyalität zu seinem Bruder kommen dafür umso deutlicher zum Vorschein sowie seine Verzweiflung, ihn irgendwie zu retten.

Allerdings hat sich das Ganze nicht in eine kitschige Romanze verwandelt. Stattdessen bleibt die Realität immer da. Die ganze Atmosphäre des Krieges ist immer präsent. Das bewundere ich und erfüllt mich mit großem Respekt.

Am deutlichsten hat man das – wie denn auch sonst? – in den Kapiteln, die im KZ spielen, gemerkt. Als Gilbert Roderich trifft, war das ein totaler Schock. Besonders, wenn man sich vorstellt, in welcher Verfassung der Österreicher dort ist. Aber es war auch eine überraschende Wendung, die dir gut geglückt ist. Bei jedem Kapiteln und je höher die Spannung gestiegen ist, desto mehr habe ich in Gedanken gebetet, dass Roderich überlebt.

Dass Ludwig aus der Sache heil herauskommt, war für mich irgendwie klar. Immerhin ist er eine der Hauptpersonen. Als dann in den letzten Kapiteln herauskam, dass er gestorben ist, konnte ich es erst nicht glauben und habe diese Zeilen nochmals gelesen. Auch wenn es zutiefst traurig ist und ich bei der Szene, in der Gilbert sein Grab besucht, fast geheult hätte, muss ich sagen, dass mir dieses Ende doch irgendwie besser ist, als wenn er doch irgendwie überlebt hätte. Ich denke, nach all dem, was er durchgemacht hat, war das vielleicht doch das Beste. Aber um Alfreds Meinung aufzugreifen: Es ist nicht fair. Aber immerhin eine Option der Erlösung.

Trotz allem muss ich sagen, dass es eine gute Geschichte ist. Okay, "gut" ist ein völlig unzureichendes Wort. *Lufthol*

Großartig erzählt, meisterhafte Spannung, detailgetreue Gestaltung des Umfelds, fesselnd, packend, GLAUBWÜRDIG, emotional geladen, aufrüttelnd, dem Leser nahe Charaktere, ein literarisches Meisterwerk.

Antwort von Glaskammer am 22.10.2017 | 12:07 Uhr
Liebe Moonfighter,

hab ganz herzlichen Dank für deinen liebes langes Review - es hat mir den gestrigen Tag sehr versüßt. Ich hänge noch immer sehr an der Geschichte, ich kann noch immer nicht fassen, dass ich Ludwig tatsächlich habe sterben lassen. So bin ich eigentlich nicht und so will ich den Plot der Filme und Bücher, die ich konsumiere, auch eigentlich nicht haben. Und doch ist es irgendwie passiert....

Und ich bin noch immer erstaunt, dass die LeserInnen so beeindruckt sind von der Geschichte, die eigentlich nur zwei oder drei Kapitel lang sein sollte und deren rote Linien sich dann weiterentwickelt und am Ende zusammengefunden haben. Mnhach...da werde ich gleich ganz kribbelig und es juckt heftig in den Fingern mal wieder etwas zu schreiben.

(Natürlich ärgern mich die Fehler auch immer noch maßlos....)

Du hast Recht: 70-80 Jahre sind ein Nichts in der Menschheitsgeschichte und gerade in diesen Zeiten sollten wir uns immer mal wieder vergegenwärtige, wohin es mit bestimmten Entwicklungen gegangen ist und wohin es gehen könnte.

Ach ja....ich danke dir recht herzlich und vielfach, dass du dir die Zeit genommen hast, deine Gedanken und Gefühle in (d)einem Review zu hinterlassen. Das bedeutet für mich immer noch die Welt und das Universum, auch wenn die Geschichte fast vier Jahre alt ist ( =.

Beste Grüße an dich, du kämpfender Mond,

Christin
21.07.2013 | 14:45 Uhr
Liebe Glaskammer!

Von deinen beiden Epilog-Kapiteln hat mir das letzte besser gefallen als das vorletzte. Das Vorletzte war absolut haltbar, nachvollziehbar und irgendwo auch witzig (Gandhi-Kommentar war ein schöner realpolitischer Bezug :)), aber ich finde, dass Mr. Kirkland als Diplomat und Vollblut-Vertreter des British Empire bei dir zu ausgewogen, zu reflektiert herübergekommen ist, zum einen etwas affektiert, zum anderen aber sich dieses Affektes irgendwo bewusst und geneigt, den grundlegenden Regungen wie Dankbarkeit und Nachsicht den Vorzug zu geben. Ich denke, diese Britishness, das Understatement muss subtiler sein, nicht so, als könne man es an - und abstellen.
Und: Arthur tariert nicht aus, welche Kleidung er für den Tag wählen soll. Er wägt ab. Oder so ähnlich. Aber austarieren hat für mich etwas mit der Suche nach dem Gleichgewicht und dem Schwerpunkt bei z. B. Schwertern zu tun, ist ein technischer Begriff.

Es ist nichtsdestotrotz ein gutes Kapitel, da will ich nichts gegen gesagt haben, nur sind Matthew, Alfred und Arthur nun deswegen nicht unbedingt zu meinen allerliebsten Figuren geworden, weil sie zu gut sind, zu weich, zu sehr umeinander besorgt, eher bereit, sich selbst zu quälen als egoistisch zu sein und andere mit ihren Dingen zu belasten. Besonders bei Matthew kann ich nicht umhin kommen, diese Entwicklung beinahe als Verlust zu empfinden, weil er immerhin schon einmal mit so einer erfrischenden Kaltblütigkeit agiert hat. Du hast ja gesagt, dass du von der Version mit den zerschossenen Antihelden im Laufe der Geschichte schon ein bisschen abgekommen bist, und ich kann auch verstehen, dass es notwendig ist, zum Schluss einer Geschichte die Charaktere ein bisschen "rund" miteinander zu machen, damit die Fragezeichen und Befürchtungen der Leser ausgeräumt werden und der Eindruck entsteht, dass die bitteren Opfer letzten Endes für viele Menschen doch zu einem lebenswerten Nachleben geführt haben.
Trotzdem: Für meinen Geschmack, und das ist auch der Grund, aus dem ich Gilbert lieber habe als Roderich, wäre es besser, wenn die Charaktere ihre Schlechtigkeiten stringent an den Tag legen und sich trotzdem gerne haben.

Das zweite Epilog-Kapitel war einfach großartig. Es hat einem noch einmal die Tränen in die Augen getrieben und noch mal zum Schmunzeln gebracht.
Es ist weniger die Trauer um ein Opfer des Krieges, als vielmehr die Trauer um das Verscheiden einer geliebten Person.
Wobei mal interessant wäre zu untersuchen, wie sehr einen der Tod einer nahestehenden Person im Krieg nach einem jahrelangen verlustreichen Krieg überhaupt noch berührt. Wenn so etwas mehrfach passiert... ich bezweifle, dass ein Mensch so viel Leid verkraftet. Vielleicht wird man dann auch einfach gleichgültig und zehrt von den Erinnerungen.
Großartiger Gilbert. Meine Schwester kommentierte dazu, dass sie es für bemerkenswert gutes Gespür auf deiner Seite hält, dass du Ivan erwähnt, aber nicht hast auftauchen lassen, und dem kann ich nur zustimmen. Hach, was für ein Ende!

Meine größten Komplimente für dieses Buch,
Ar-Feiniel

PS: Ich konnte mich zwischendurch des Eindrucks nicht erwehren, dass sich da teilweise religiöse um nicht zu sagen christliche Jenseitsvorstellungen eingeschlichen haben. ;)

Antwort von Glaskammer am 22.07.2013 | 19:52 Uhr
Huhu ( =

Hmm, dann scheint mir Arthur vielleicht nur einfach nicht zu liegen, zumindest nicht in dem Charakterbild, wie ich es hier versucht habe zu skizzieren. Ich könnte mich ja mal an einem fluchenden, sinisteren Piraten ausprobieren.....

Glaubst du also, ich sollte tarieren durch abwägen ersetzen?

Ich hoffe, der Eindruck, dass die bitteren Opfer letzten Endes für viele Menschen doch zu einem lebenswerten Nachleben geführt haben, ist tatsächlich nur ein flüchtiger, denn er ist nicht der, den ich wirklich empfinde und auf den ich es angelegt habe. Ich bin nämlich der Meinung, dass es – selbst wenn es ein „lebenswerteres“ Nachleben der anderen gibt – kein Opfer dafür gerechtfertigt ist, nicht für den lebenslangen Schmerz, den es dann mit sich bringt und auszuhalten gilt, den immensen Verlust. Aber da bin ich glaube ich etwas anders mit meinen Vorstellungen, ich hatte ja, wie schon gesagt, ziemlich Probleme jemanden sterben zu lassen, weil das etwas ist, was ich nicht so einfach wieder rückgängig machen kann (außer wir spielen die uupps-doch-nicht gestorben-Karte und lassen Ludwig irgendwann mit einer Amnesie wieder in irgendeinem Krankenhaus erwachen oder noch schlimmer, mit einer Attitude von Hahaha-hab-euch-alle-verarscht-und-mir-in-Paris-ein-schönes-Leben-gemacht auftauchen..), im echten, wie im geschriebenen Leben. Das hatte ziemliche Nachwirkungen für mich..

Oh man, ich Porzellanzerstörer mache mal Trörö und entzaubere jetzt mal die „Magie“ um mich herum. Es war weniger Gespür, dass ich Ivan nicht mehr habe auftauchen lassen, sondern ABSOLUTE Faulheit meinerseits, weil ich nicht mehr was mit allen dreien schreiben wollte. Und eigentlich hat es dann beim schreiben erst wirklich gepasst, weil die beiden, die Ludwig ja kannten, das Finale unter sich „ausmachen“ sollten, das sollte ihr Moment sein. Denn in meinen Notizen ist nämlich verzeichnet, dass es Ivan ist, der mit den Brief in der Hand in die Wohnung kommt, als Gilbert und Roderich schon da sind und sich unterhalten, der ihn quasi von unten aus den Briefkasten mitbringt. Aber lieb von deiner Schwester, dass sie mir wieder nur gute Sachen unterstellt....^^...

Danke danke, immer wieder Danke für dein kontinuierliches Kommentieren und dafür, mich manchmal an den Rand der Verzweiflung gebracht zu haben, für deine stimmigen Voraussagen.....

Hoffen wir das beste Weiter- und Überleben für diese Erzählung, nisch? ( =

PS: Der Eindruck, der dich überkam, schwebte auf richtigen Flügeln. ALLERDINGS musst du mich da völlig ausklammern, ich hab mit der Sache quasi nichts zu tun. Das ist die Angelegenheit der Figuren persönlich, die ja alle in einem mehr oder weniger christlichen Milieu aufgewachsen sind und das soszusagen unterbewusst in ihre Denk- und Vorstellungswelt mit eingewoben haben. Sollen sie mal machen, hab ich mir gedacht beim Schreiben, ich werde hier bestimmt niemanden in Ketten legen oder Restriktionen auferlegen. Ich bin ja doch so verhalten tolerant, dass ich denen eine gewisse Religionsfreiheit zubillige, thihi. Womit wir damit schon auf das Grundgesetz vorgreifen, was zu der Zeit noch in der Mache ist und noch zwei Jahre braucht...ähem..^^.
18.07.2013 | 22:19 Uhr
Also noch andere FFs als die die du schon hast ^^
Und was mir gerade noch aufgefallen ist, du hast mir mit dem letzten Kapitel ein Geburtstagsgeschenk gemacht!
Ich war nur gestern nicht online..
Naja, trotzdem danke ;)
Und danke, dass du das ganze geschrieben hast!
18.07.2013 | 22:16 Uhr
Woah. Das war jetzt noch mal mitten ins Herz.
Die Details an dem ganzen..
Urgh, Schmerzen.. V.V
Ob Gilbert die Akte und den Brief wohl jemals lesen wird?
Aber ich finde es schön, wie du jetzt aufgehört hast. Es war ein gutes Ende und fühlt sich irgendwie richtig an, auch wenn ich immer noch traurig wegen Ludwig bin..
Immer wenn ich dir hier schreibe weiß ich nie was ich schreiben soll, weil es so viel zu schreiben gäbe!
Ich hoffe du wirst noch irgendwas anderes im hetalia Bereich schreiben! *^*
Dann hoffentlich bis zur nächsten FF!
Gaaaaanz liebe Grüße,
Sweet

Antwort von Glaskammer am 22.07.2013 | 18:28 Uhr
Vielen vielen Dank für dein(e) Reviews ( =

Ich glaube, irgendwann in ferner Zukunft wird Gilbert den Brief und die Akte lesen, wenn noch mehr Zeit vergangen ist, wenn es nicht mehr ganz so weh tut (obwohl ich mir letzteres schwer vorstellen kann). Vielleicht siegt irgendwann die Neugier. Und er ist ja auch nicht allein, er hat ja Menschen um sich, die ihn stützen und auf welche Art auch immer helfen. Eine schwere, innere oder äußere, Last nicht ganz allein schultern zu müssen hilft bestimmt ungemein.

Es wäre ziemlich interessant, seine Reaktion dann in einem OS zu verarbeiten.....

Ich hadere ehrlich gesagt mit dem Ende und Ludwigs Tod immer noch. Aber es ist vorbei, abgeschlossen. Auch ich sollte lernen gehen zu lassen irgendwann.

Das mit deinem Geburtstag hab ich natürlich gewusst und es extra gemacht...^^...haha, nein, das nicht, aber trotzdem nachträglich noch alles Gute und viel Gesundheit und Zufriedenheit ( = !!!
01.06.2013 | 15:36 Uhr
Einen wunderschönen Guten Tag wünsche ich dir Glaskammer!

Der Epilog hat mich wirklich verdammt überrascht. Ich war wirklich überrascht, so richtig wirklich xD
Aber angenehm, yay! Und dann machte meinen Herz gleich wieder einen kleinen Hüpfer als ich las,
dass das ganze in London spielt. Hach ich liebe diese Stadt, da bekommt man ja gleich wieder fernweh...
Und dann Arthur, mir geht es ähnlich wie ihm. Ich wache früh nur auf um kurz darauf den Wecker
auszuschalten und habe eigentlich auch eine unantastbare Routine.
Und Matthew und Alfred sind lebedig und wieder vereint mit der Familie. Herzensrührend.
Das gesamte Kapitel war wahnsinnig bewegend und ich finde es soooo wahnsinnig toll von dir,
dass du uns das noch schenkst!
Ich habe deinen Schreibstil vermisst!

Mit den großartigsten Grüßen
~Yami, ehemals Maria <3

P.S.: Du hast Angst vor dem endenen Leben, ich habe Angst vor der Ewigkeit. Auch Gedanken an
einen Himmer z.B. zerfressen mich, weil ich glaube die Ewigkeit ist es grauenvolles.

Antwort von Glaskammer am 02.06.2013 | 09:06 Uhr
Ein fröhliches Hallo zurück,

wiiiiieee, er hat dich überrascht? Überrascht im eigentlichen Sinne oder "überrascht", dass er gerade zu dem Zeitpunkt kam? Ich bin verwirrt...^^..oder vielleicht hast du das Nachwort nicht gelesen mit der Ankündigung?

Jeeedenfaaaalls freue ich mich super sehr, dass er dir gefallen hat und danke ganz herzlich für dein Review.

Naja, ich "musste" ja quasi noch etwas schreiben, ich habe es eher mir geschenkt als euch. Es ist aber sehr interessant, dass dich die Gedanken an die Ewigkeit oder einen Himmel ängstigen: bist du demzufolge eigentlich relativ "zufrieden" mit Ludwigs Tod bzw. verstört dich das auf einem eher milden Level?

ganz ganz liebe Sonntags-Grüße,

deine Christin
28.05.2013 | 10:10 Uhr
Heyho, Glaskammer,

ich habe mich unglaublich gefreut, in deinem Profil die genau Ankündigung bezüglich der Veröffentlichung des Epilogs (in diesem Fall dem ersten Teil des Epilogs) zu lesen und habe mich sehr bald darauf gestürzt.

Da mir deine Geschichte in jeder Einzelheit, jedem noch so kleinen Detail extrem gut gefallen hat, konnte ich selbstverständlich nicht anders, als eine enorm hohe Erwartungshaltung an den Epilog zu richten. Allerdings habe ich insgeheim und latent damit gerechnet, auf eine merkwürdige Art und Weise enttäuscht zu werden, da ich das Ende in seiner traurigen und trotzdem vollkommenen Version vollends gelungen fand und mir nicht vorstellen konnte, dass ein Zusatz unbedingt förderlich ist.

A l l e r d i n g s - und dies will ich äußerst hervorheben und betonen! - wurden meine negativen Bedenken unverzüglich weggewischt und bereits der erste Teil des Epilogs, der aus einer vollkommen neuen Sicht geschrieben wurde, hat mich schlichtweg begeistert!
Die winzige, schlechte und im Nachhinein auch schwachsinnige Vorahnung, dass du mit dem Epilog irgendetwas Undefinierbares zerbrechen würdest, fiel schon in den ersten Abschnitten von mir ab.

Dies liegt vermutlich daran, dass Artuhrs im Grund genommen ruhiger Tagesablauf in seiner scheinbar heilen Welt, die jedoch durch die Nachkriegszeit geprägt ist, unglaublich gut beschrieben wird - an dieser Stelle wollte ich dir gestehen, dass ich mich in deinen Schreibstil verliebt habe. Der äußerlich perfekte Brite, der - und das wird im Verlauf des Epilogs mehr als deutlich - seine Söhne sehr liebt und sie vor der schmerzlichen Wahrheit, nämlich Ludwigs Tod, beschützen und dem darauf folgenden inneren Leiden bewahren wollte.
So falsch es auch in gewisser Weise sein mag, die Jungen nicht eher über das Ableben ihres Retters informiert zu haben, so nachvollziehbar erscheint es in meinen Augen und die Tatsache, dass Arthur zusätzlich einen derartigen Aufwand betrieben hat, um Ludwig ausfindig zu machen, zeigt doch, dass er ein großartiger Vater ist. Obzwar er natürlich seine persönlichen Fehler aufweist und Dinge in der Vergangenheit getan hat, die nicht unbedingt der feinen englischen Art gerechtwerden. Unser Arthur ist eben auch nur ein Mensch, der unter den schwierigen Bedingungen leidet und - dies hast du in deiner Anmerkung festgehalten - spürt, wie seine gesamte (konservative) Welt zusammenbricht.

Die Darstellung von Alfred, aus dessen Sicht zum Ende hin erzählt wird, ist dir auch äußerst gut gelungen und auf mich macht der direkte Kerl auch einen starken Eindruck auf mentaler Ebene. Natürlich neigt er dazu, sich in Gefühlsausbrüche reinzusteigern und ist beim besten Willen nicht der einfühlsamste Mensch, doch ich schätze seine Aufrichtigkeit und seinen Optimismus, der sich ebenfalls in den letzten Abschnitten zeigt.
Ich war beim Lesen in gewisser Weise berührt, als er unseren Ludwig als Helden bezeichnet hat, was auf jeden Fall der Wahrheit entspricht!

Es mag sein, dass Mathew etwas zu kurz gekommen ist, wobei ich mir wiederum die Frage stelle: wäre es überhaupt sinnvoll gewesen, näher auf seine Gemüts- und Gefühlswelt einzugehen? Ich glaube wohl kaum, dass die Grenzen eines Epilogs dafür ausreichen würden, sein inneres Chaos vor und nach der Erkenntnis, dass Ludwig tot ist, darzustellen. Jeder Mensch, der auch nur im Ansatz dazu in der Lage ist, sich in andere hineinzuversetzen, kann sich ausmalen, wie extrem dieser eigentlich sehr sensible Mensch unter dieser ganzen Geschichte leidet und sich die wohl schrecklichsten Vorwürfe macht. Ich denke auch nicht, dass das Erfahren von Ludwigs Tod ihm endlich die langersehnte Gewissheit - wie es bei Gilbert der Fall war - gebracht hat. Wie denn auch? Das ist etwas vollkommen anderes...

Wobei ich deine Entscheidung, Ludwig sterben zu lassen, trotz der Überwindung, die sie dir augenscheinlich gekostet hat, als die richtige erachte und mir den Deutschen als gebrochenen und innerlich toten Menschen, der zudem in einer schwer entstellten Hülle verweilen muss, einfach nicht vorstellen will...

Um es auf den Punkt zu bringen: Mir gefällt der erste Teil des Epilogs (und diese ganze Geschichte) sehr gut und ich habe auch an dieser Stelle keine negative Kritik zu äußern!
Ich freue mich unglaublich auf den zweiten Teil!

Liebe Grüße und Hut ab,
Scarlett

Antwort von Glaskammer am 02.06.2013 | 09:22 Uhr
Liebe Scarlett,

einen lieben Dank für dein langes Review.

Puuhh, da bin ich ehrlich gesagt immer recht froh, zu hören, dass ich Erwartungen nicht enttäuscht habe bzw. sie einfach umrundet habe mit etwas "unerwarteten" oder sagen wir mal anderem.

Ehrlicherweise muss ich ja auch wieder zugeben: der Instinkt, der meine Schreibprozesse lenkt und beherrscht geht manchmal merkwürdige und viel öfter einfach komplett eigene Wege. Ich hatte die Szene immer im Kopf, in der es nach dem Krieg in irgendeinem englischen Landhaus zu einem Showdown kommt und viele Wahrheiten ans Licht schlüpfen. Besonders gefiel mir das Detail, dass Alfred so abgrundtief enttäuscht von seinem Bruder ist, dass er ganz ernstlich nicht mehr mit ihm redet. Ich mochte diesen Gedanken, dass hatte so etwas einschneidendes, tief symbolisches: wenn schon jemand wie Alfred diesen Weg ging, was mochte dann wohl vorgefallen sein. Jedenfalls hatte ich irgendwann in fern liegender Zukunft einen zusätzlichen One Shot mit genau dieser Szene geplant, aber....wie du siehst hat er sich schon jetzt ausgeformt und Buchstaben und Wörtern verdichtet. Was ein ulkiges Ding doch die Planung ist.....

Schnüff, ich danke dir sehr für das Lob und den abgenommenen Hut (setz ihn bitte wieder auf, du wirst doch ganz nass!!), es ist dennoch schwer einzusehen und zu akzeptieren, dass Ludwig nun tatsächlich tot ist/ sein soll. Doch anscheinend wird es hier allgemein so akzeptiert bzw. "kommt an". (Oh man, ihr hättet möglicherweise das eigentliche Ende, was ich im Kopf hatte, verabscheut.)

Vielen herzlichen Dank noch mal und ganz liebe sonntägliche Grüße,

deine Christin
26.03.2013 | 23:43 Uhr
Hallo, Glaskammer,
ich weiß gar nicht, wie ich mich ausdrücken soll und welche der Dinge, die ich gerne zu deinem Meisterwerk (denn anders kann man diese FF wirklich nicht betiteln) äußern würde, noch nicht bereits ausführlich geschildert wurden. Ich wollte mich - wie so viele- nur noch einmal dafür bedanken, dass du diese Geschichte geschrieben hast, denn sie ist - und ich denke, das ist die Meinung vieler- eine der besten Hetalia-Geschichten, die hier zu finden sind. Dein Talent ist beachtlich und ich empfinde das Ende, trotz seiner augenscheinlichen Offenheit, als äußerst gelungen und der Geschichte als Ganzes würdig.
Über weitere Arbeiten deinerseits würde ich mich sehr freuen und einige andere sicherlich auch!

Antwort von Glaskammer am 27.03.2013 | 10:52 Uhr
Liebe Scarlett,

huuuuch....^^.

Vielen Dank für deine Begeisterung und Er/ Aufmunterung und deinen Dank!!! Eigentlich habe ich ja LeserInnen wie euch zu danken, denn ohne ständige Rückmeldung und Wiedergabe eurer Meinungen hätte die Geschichte nicht so "schnell" zu ihrem Ende gefunden, ihrem vorläufigen zumindest...

Es fühlt sich sehr gut an, wenn man ein solches Lob bekommt und wenn einem dann sogar noch gesagt wird, das sich auf zukünftige Arbeiten gefreut wird: vielen Dank dir dafür!!

ganz liebe Grüße,

Christin

PS: Du bist also auch jemand, dem das offene Ende nicht allzu stört. Das ist ziemlich interessant.....ich hätte - innerlich - Zeter und Mordio geschriehen, wenn man mich nach Monaten so im Regen hätte stehen lassen...wahrscheinlich..^^.
12.03.2013 | 19:24 Uhr
Liebe, liebe Christin,

als erstes tut es mir um jedes Review, das ich aus Zeitmangel und anderen Schweinereien nicht geschrieben habe, leid. Du und diese FF hätten sie auf jeden Fall verdient.
Anderseits, und ich möchte wirklich nicht schleimen, war ich oft genug nach dem ersten Lesen zu überwältigt, als das ich irgendeinen geraden Satz hätte formulieren können, den man getrost in ein Review packen kann.
Wie soll ich sagen? Auch Schweigen kann Ehrfurcht und absolutes Einverständnis bedeuten...

Ich denke mal, ich rede keinen Unsinn, wenn ich sage, dass diese FF mir zu einem sehr geliebten Begleiter geworden ist. Die Handlung, die Charaktere haben mich oft tagelang nicht losgelassen, Ar-Feiniel und ich haben oft über sie gesprochen. Ich habe dem Ende wohl entgegengefiebert und es gleichzeitig gefürchtet. Aber Alles muss ein Ende haben. Ich freue mich auf jeden Fall, dass du es nach 43 Kapiteln geschafft hast, alle Fäden zusammen zu führen und es macht mich offen für etwas Neues.
Es wird garantiert nicht das letzte Mal sein, dass ich ein Kapitel dieser FF von dir gelesen habe, ob du nun einen Epilog schreibst oder nicht.
Was mir ganz besonders am Herzen liegt: Du hast mit dieser FF nicht nur dir geholfen und ich danke dir sehr für kleinen und großen Gefühlsausbrüche, die ich ihr verdanke.

Ich habe natürlich meine eigene Vorstellung vom Ende, aber ich würde gerne einen Epilog lesen, in dem du deine ausführst. An mir soll es aber nicht liegen, ich kann auch ohne es leben, aber Interesse besteht auf meiner Seite bestimmt.

Zum Schluss zu deinen Plänen zur Überarbeitung deines Manuskriptes: Ich glaube an dich!


Ganz, ganz liebe Grüße, ich wünsche dir das Allerbeste,

Fiore~


P.S. Ich freue mich ganz riesig auf die One Shot! ...Und achja, ist es okay, dass ich das hier als Review geschrieben habe??

Antwort von Glaskammer am 25.03.2013 | 09:33 Uhr
Meine liebe Fiore,

vielen lieben Dank für deine tollen Worte, ich habe mich über jede deiner Reviews gefreut und auch über dein ehrfürchtiges Schweigen, auch wenn ich das immer nur dann und wann vermuten konnte..^^..

Es ehrt mich immer wieder, dass es die von mir mit bestimmten Charaktereigenschaften und einer bestimmten Geschichte belegten Figuren euch so beschäftigt haben, selbst noch über das Lesen hinaus. Das ist soo überwältigend.....

Danke, dass du an mich glaubst..( =. Momentan ackere ich mich durch unglaublich viele Kopien von Überlebenden-berichten und Sachbüchern, die ich seit letzten Juli gelesen habe...puhh. Aber es tut der Auffrischung sehr gut und natürlich meinem Anspruch zumindest den historischen Fakten sehr nahe zu kommen und treu zu sein.

Mal sehen, wann ich das mit dem Epilog tatsächlich hinbekomme: jetz kommt ja erst einmal bald dein "One" Shot und dann lugt bei mir schon die Bachelor-Abschlussarbeit um die Ecke.

danke für deine Wünsche, die nimmt man immer gerne...^^...

mit lieben Gruß:

Christin

PS: Klaaaar....^^....
12.03.2013 | 19:03 Uhr
Sooo..
Tut mir leid, dass ich so lange nicht geschrieben habe, aber ich habe mich nochmal hier durchgearbeitet^^
Und OMG, die Story ist zu Ende... T.T
Ich hab diese Geschichte geliebt!! (Tue ich immer noch..) jedes mal wenn sie in den Alerts drin stand hab ich einen Adrenalinstoß bekommen, weil diese Geschichte mir einfach Gänsehaut bereitet. Und dein Schreibstil ist so.. Hm.. Einzigartig? Und so toll!!! *_*
Hm.. Gilbert, Ivan und Roderich haben es also doch noch irgendwie geschafft da rauszufinden.. Nur bei Lutz weiß man es nicht.. Das macht mich irgendwie hibbelig... V.V
Aber was da alles passiert ist!! XuX
So insgesamt...
Ich fand die stelle besonders putzig mit den Kindern und wo Gil danach meinte, dass Ivan schon weiß, dass das nicht möglich sein wird xD das war so knuffig! <3
Haaaa... Ich bin noch so überwältigt, ich weiß gar nicht was ich schreiben soll..
Aber ich freue mich, dass dein "Baby" dir so viel geholfen hat.. Und ich bin wirklich froh, dass du diese FF geschrieben hast!!!!
Mit gaaaaaanz lieben Grüßen,
Sweet *die immer noch irgendwie Ludwig und Mattie hinterher trauert* Die waren so süß..

Antwort von Glaskammer am 17.03.2013 | 19:02 Uhr
Ohhhh...^^....schön, dass die die ganzen Kapitel so gefallen hat, ein größeres Lob kann es fast gar nicht geben, als das jemand die Kapitel - obwohl das Ende schon bekannt ist - erneut lesen möchte.

Ja, Ludwig und Matthew waren süß miteinander, aber irgendwie stand es ja auf einer völlig falschen Basis. Die beiden müssten sich in einer freien, kriegslosen Welt als gleichberechtigte Menschen noch einmal treffen und dann...wer weiß...seufz. Aber darüber zu spekulieren find ich ziemlich berührend, mir werden gleich die Augen ganz feucht. Jemand, der so sehr liebt und enttäuscht wird, ist immer gebrochen (mal ganz abgesehen davon, dass er dann nachträglich und zusätzlich noch von den Schergen der Dunkelheit gefoltert wird....).

Herzlichen Dank für deine Gedanken...^^...

ganz liebe Grüße!!
11.03.2013 | 17:35 Uhr
"ICH BIN BEREIT!" brüllte sie und lehnte sich nach vorne, die Nase schon fast an den Computerbildschirm gedrückt.

Musste jetzt mal sein,
Einen wunderschönen Guten Tag meine liebe Frau Glaskammer!

Das ist es nun also. Ich bin geplättet, aber auch glücklich. Ich weiß nicht. Dein letztes Kapitel dieser Geschichte. Es gibt viel zu sagen, doch vor allem. "Der falsch gegangene Weg" ist die beste deutschsprachige Fanfiktion die ich jemals gelesen habe und du hast wirklich Talent! Du solltest auf jeden Fall ein Buch schreiben, die Leute würden es lieben, schon alleine wegen deinem Schreibstil. Dazu kommt natürlich die großartige, meisterhafte, göttliche Handlung mit all ihrer Komplexität.

Gut, jetzt aber mal zu dem grandiosen Kapitel. Und es ist grandios und ich schleime hier nicht rum, ich meine das Alles todernst. Roderich macht also eine Aussage, gegen Mengele, nicht gegen Gilbert. Das hat mich irgendwie wahnsinnig beruhigt. Und Ludwig, ach Gottchen.... Ludwig.... Er tut mir so wahnsinnig Leid, irgendwie. Sonst ist es immer Gilbert der stirbt in den WW2 Geschichten.
Ivan. Naiver Ivan. Er kann das nicht ernst gemeint haben mit dem oft genug versuchen, aber er hat mich auf jeden Fall richtig zum Lachen gebracht ^_^

Oh my, dann der Part mit den Alpträumen. Armer Gilbert. Mehr kann ich dazu eigentlich nicht sagen. Ich bin wie immer wahnsinnig gefesselt und irgendwie ist es mir nie so schwer gefallen meine Eindrücke in Worte zu fassen... Und dann kommt Ivan und natürlich hat er zwei Schwerstern, doch wieso habe ich vorher noch nie daran gedacht? ... ... ...
Und Ludwig ist tot....

Einatmen. Ausatmen. Einatmen...
Ich freue mich auf das Nachwort...

Mit den großartigsten Grüßen
~Mariechen <3

Antwort von Glaskammer am 12.03.2013 | 18:02 Uhr
Whaaaa...ein lautes intraktives Schreien bläst mir aus dem Bildschirm entgegen, Hilfäääää!! Zumindest weiß ich jetzt, dass du es bist...^^....

Tja, was soll ich sagen...( =...danke für deine aufbauenden lieben Worte. Und deine Begeisterung und deine Sprachlosigkeit und deine Gedanken zum letzten Kapitel. Ivan hat es auf jeden Fall als Spaß gemeint (hoffe ich), wenn nicht, sollte ihm jemand mal gaaaanz schnell erklären, wie das so geht mit der menschlichen Reproduktion und wo die Grenzen des biologisch-natürlich und möglichen liegen...^^. Und Roderich, das Pokerface, hat mich auch sehr gerührt. Es gibt eben eine höhere Idee, ein familiäre Gemeinschaft, die in der Bewertung und Hoffnung noch etwas tiefer geht und anzusiedeln ist, als jede Aussage. Das mag man finden wie man will, vielleicht würden hier einige auch sehr protestieren und sagen "Das ist ja unmöglich, dass er den Namen Gilberts und dessen Funktion nicht verrät, bloss weil er zur Familie gehört, damit macht er sich nicht besser, als die Täter selber. Damt macht er sich, obwohl er Opfer ist, selber zu einem Mitläufer, denn Gilbert hat ja auch andere Menschen gequält oder auf dem Gewissen." Hmm...sehr schwer. Ich habe mich jetzt dafür entschieden, weil ich es - bezüglich der allgemeinen Beziehungsdynamiken in der Geschichte - für wahrscheinlicher halte.

Genau, atmen ist wichtig, schööön langsam und ruuuhig....^^.....

Danke für deine, eigentlich positive, Meinung zum Ende, mit der ich tatsächlich nicht gerechnet hätte...das ist schon die zweite..entweder ich kann die Gefühle/ das Verhalten der LeserInnen nicht besonders genau einschätzen oder ich bin selber ganz komisch gebaut, was Ausgänge von Erzählungen angeht.

(Nun...hihi, ein Buch habe ich vor zu schreiben, bzw. liegt es schon als Manuskript vor und ein Verlag hat eine erste kleine hoffnungsvolle Meinung dazu geäußert, allerdings muss es driiiiiingend noch eingehend überarbeitet werden.)

Was mir gerade noch einfällt, weia: ich hoffe sehr, niemand erwartet von dem Nachwort, dass es so eine Art Abspann oder Ausklang der Geschichte wird.....denn in Wahrheit palavere ich nur über mich selber, vielleicht hätte ich es anders ankündigen und bezeichnen sollen? Nachwort der Autorin, oder so. Das wäre deutlicher gewesen....whaaaaa.

ganz herzlichen Dank und weiße Grüße!!!

Christin
10.03.2013 | 16:10 Uhr
liebe Glaskammer,
ich sitze hier und weine und schluchze!
Danke, Danke, Danke! Danke, dafür, dass du angefangen hast diese Geschichte zu schreiben! Danke, dass du jede Person so schön ausgearbeitet hast! Danke, dass du so wundervolle Stimmungen erzeugen kannst! Danke, dass dies das schönste Ende eines Geschichte ist, dass ich je gehört habe Danke, dass du Hetalia kennst! Danke, danke, Danke!
Du bist einfach unglaublich!
Nochmal vielen Dank
Magika
*schinief*

Antwort von Glaskammer am 11.03.2013 | 09:58 Uhr
Ooooh........( =...........

Ach....mensch.....ich bin gerade so tief berührt.

Nein, also wirklich....bei mir auch noch bedanken ist irgendwie so...unrichtig.....und..geradezu verwirrend. Weil ich damit gerechnet habe, dass dieses Ende auf Empörung und Widerstand stößt.......und jetzt kommt das erste Review dazu und es ist ein positives und...ach...mein Herz, mein armes kleines Herz.

Nicht weinen...ich verspreche, es wird alles besser, vielleicht nicht gut, aber besser!!!

Vielen Dank für deinen Dank, umzirkeln wir uns selber mit Dankesworten, bis der Kreis so klein wird, dass er uns verschlingt...^^..

Haaach, so toll: Danke ( =
01.03.2013 | 21:14 Uhr
Einen wunderschönen Guten Abend Frau Glaskammer!

Herzlichen Glückwunsch zum Jahrestag! Ich bin unglaublich glücklich das miterleben zu
dürfen und fühle mich geehrt. Deine Geschichte ist definitiv die beste FF die ich je mitverfolgt habe
und ich schleime hier nicht nur, das ist einfach nur die Wahrheit.
Tut mir wahnsinnig Leid das ich mir schon wieder Jahrhunderte Zeit gelassen habe um eine
Review zu schreiben. Irgendwie habe ich immer und immer wieder in den Dritten Teil von Zäsur
reingeblickt, doch ich konnte mich nie lange genug konzentrieren um es auch durchzulesen.
Zurzeit ist es eben recht stressig hier, aber jetzt habe ich endlich mal eine freie, entspannte Minute
gefunden :D

Ludwigs Geburtstag... Hach, das ist traurig und rührend zu gleich. Der Anfang des Kapitels war
wieder einmal richtig humorvoll geschrieben und ich konnte mir ein kleines Grinsen nicht verkneifen.
Herrlich, schade das dein Schreibstil mich nicht heiraten wollte. Ich würde ihm wieder einen Antrag machen,
aber irgendwie führe ich ja jetzt schon eine Ehe...
Der Rest dieses Absatzes war äußerst rührend und ich freue mich für Ivan und Gilbert und Gott... Ich
habe mich niemals gefragt ob Ivan eine Familie hatte. Hatte er bestimmt. Man wird nicht einfach ein
Partisanenkämpfer... Ich musste die ganze Zeit an Ivan denken, letzten Montag war ich an der Partisanskaya
(eine Metro Station in Moskau) und mir ist augenblicklich das Bild von Ivan aus deiner Geschichte
in den Kopf geschossen und ich sage mutwillig nicht Ivan aus Hetalia, sondern Ivan aus deiner Geschichte.

Roderich failt beim Kochen. Da muss ich unweigerlich an Arthur denken und dann an mich... Roderich,
du bist nicht alleine. Wir sind alle für dich da. Und Ivan ja auch. Armer Roderich. Ich hoffe er schafft es bald zu
einem Arzt zu gehen. Mit der Zeit heilen nicht alle Wunden, und vor allem seine nicht...
Und Gilbert bei der Polizei. Das ist auch was. Aber ich finde es gar nicht so abwegig wie Roderich, keine
Ahnung warum, muss an der Uniform liegen.

Dann natürlich noch Gilbert... Gilbert der Mann von der SS, irgendwie konnte ich mir vorstellen das seine
Vergangenheit ihn nicht einfach so verlassen kann. Man kann seine Vergangenheit nicht einfach löschen,
vor allem nicht wenn man ein so markantes Äußeres hat wie Gilbert. Gerade in der Zeit sollen das mit dem
löschen ja viele versucht habe...

Dann folgt jetzt wohl das wirklich letzte Kapitel. Ich bin ein letztes Mal gespannt wie es weitergeht mit
dieser Geschichte und spreche dir noch einmal ein großes Lob zu, für Alles. Und danke, das du die Geschichte
hochgeladen hast und ich sie lesen durfte.

Mit den großartigsten Grüßen
~Mariechen <3

Antwort von Glaskammer am 04.03.2013 | 14:22 Uhr
Ein schönes sonnengelbenes Hallo...( =

ich weiß nicht, wie du es gemacht hast (Schiiiicksaaaal), aber du hast dir genau den richtigen Zeitpunkt für dein Review heraus gesucht..^^. Ich bin immer etwas angespannt, wenn ich nach Hause fahre und immer nur ganz wenig und kurz im Internet und war sooo sehr erfreut, als ich gelesen habe, dass jemand seine Meinung dagelassen hat..hihi.

Ich hoffe, du hast deine Facharbeit gut beendet und bist jetzt nicht mehr so in (Schul)streß.....

Jedenfalls - wie immer - vielen Dank für dein Lob, das freut mich immer soooo sehr und macht mich glücklich, dass die Geschichte die LeserInnen so bewegt und beeinflusst (dass du in Moskau stehst und an Ivan denkst..krass) und mal sehen mal sehen, wie du das nächste Kapitel findest...^^....

ganz liebe Grüße und bis bald,

deine Christin
28.02.2013 | 20:16 Uhr
Liebe Glaskammer!

Meine geschätzte Freundin, hast du schon gesehen, dass ich mich dem Bruch des ungeschriebenen Verbotes schuldig gemacht und GerIta produziert habe? Ich muss sagen, es war ein ganz schön dreistes Gefühl, umso mehr, da es überraschend einfach von der Hand ging.

Nun aber zu... Zäsur zum Zweiten! Dieser Kaleidoskopaufbau ist natürlich und schon wieder außerordentlich gut zu reviewen, da kann man das schön in einer Reihe abarbeiten und muss sich nicht fürchten, etwas Wesentliches übergangen haben. Mit Literatur hat das natürlich nicht das geringste zu tun, aber als Kind des tippenden 21. Jahrhunderts vergebe ich trotzdem einen Extrastern für den zweifelhaften Wert der Benutzerfreundlichkeit.

Melodie: Ich glaube, ich habe herausgefunden, weswegen bisweilen mal Leute angemerkt haben, die Sexszenen fänden sie eigentlich etwas graphischer als nötig. Ich möchte nicht darüber diskutieren ob sie nötig sind oder nicht - wir haben schließlich eine Liebesgeschichte am Rande der Obsession, und da es ein homosexuelles Paar geht, das sehr scharf beleuchtet wird, wäre es ganz schön heuchlerisch, auf ein Charakterportrait zu bestehen und doch den Bettteil mit weißen Tüchern zu verhängen - ich meine aber gemerkt zu werden, wo eventuell der schwache Punkt bei deiner Schilderung liegt: Wir behandeln gerade im Deutschunterricht Kafka und die Erzählperspektiven.
Du nutzt den heterodiegetischen Erzähler, d.h. die erzählende Instanz ist nicht Teil der Welt.
Bei der Frage nach der "Wahrnehmung, die die Erzählbarkeit der Ereignisse beschränkt" liegst du eigentlich bei der internen Fokalisierung. Das will sagen, dass du ein Zentrum des Erlebens auswählst und die Wahrnehmung sehr auf das physische und psychische Erleben der handelnden Personen zuschneidest. Dadurch erlebt der Leser hautnah den Prozess des Erlebens - Verarbeitens - Handelns eines Charakters (auktoriale Mitsicht). Weil du aber gleichzeitig keine der Figuren vernachlässigen möchtest, überspannst du häufig wechselnd von Gilbert zu Ivan, von Ivan zu Gilbert, um die Wirkung des einen auf den anderen authentisch mitzuberücksichtigen. Weil das gar nicht so einfach ist und die Leitlinien sonst gar nicht so einfach mehr auszumachen sind, mischst du den Erzählstil "Interne Fokalisierung" mit der "Nullfokalisierung".
Das ist so ein bisschen der klassische auktoriale Erzähler, der, da heterodiegetisch, so eine herausgebende Funktion zukommt. Beispiele dafür wären etwa:

"Ganz wenige Male zuvor haben sie schon gemerkt, dass eine Verlängerung..." Hier etwa sprichst du über die Figuren hinaus, ordnest den Vorgang (Sex) einer Bedeutung zu.

" Natürlich gäbe es viel zu sagen, aber nicht..." Um deutlich zu machen, dass beide betroffen sind, macht sich auch hier die Erzählinstanz bemerkbar, weil Gilbert und Ivan ja immer noch kein Gedankophone angeschafft haben (kann Apple nicht mal so was entwickeln?).

Was ich denke, ist also, dass deine Mischung aus Nullfokalisierung und Interner Fokalisierung dem Bedürfnis entspringt, bloß keine Information außen vor zu lassen, um so ein hübsch stimmiges, pralles Bild zu malen. Sie erlaubt dir, den Lesern Gilbert und Ivan gleichzeitig aufs Herz zu drücken. Mein Tipp wäre: Probier' doch mal aus, wie viele Säulen du weglassen kannst, ohne das Gebäude zum Einsturz zu bringen. Denn die Stimmung, die Charaktere sind stabil - sie kippen nicht sofort um. Dein Schreibstil ist fantastisch, aber mehr musst du auch gar nicht machen.

"...um ihre Neuentdeckung bis zur größtmöglichen Gefühlserschütterung auszukosten." Ich weiß, ich bin auch nicht unbedingt ein gutes Beispiel für bescheidene Sätze, aber ich meine auch hier den Hinweis geben zu dürfen, dass wir einen Nebensatz haben, mit vier vielfältigen, langen, grammatikalisch eingebundenen Worten (Neuentdeckung, größtmöglich, Gefühlserschütterung, auskosten). Daran gibt es ja nun auch nichts zu Kritteln, ich werde einen Teufel tun und die Parataxe zum Maß aller Dinge erheben - Ich wüsste jetzt bei diesem Satz auch nicht, was ich ändern sollte. Aaaber, wie wäre es, vielleicht käme es auch nicht schlecht, wenn du eine Winzigkeit vulgärer, gewöhnlicher würdest, um "das Kind beim Namen zu nennen", wie mein ehemaliger Politiklehrer unermüdlich gepredigt hat.
Das Präsens als Zeitform schafft schon eine ganze Menge Schwung. Wenn du mir zustimmen kannst, dass ein bisschen Verschlankung zumindest kein Fehler ist - ich würde versuchen, genauso präzise in der Wortwahl zu bleiben, aber mit ein bisschen mehr vertrauen auf die Aura, die die Worte bereits mit sich herschleppen wie schweren Duft.
Mich interessiert beispielsweise weniger, welcher Muskel in Gilberts Allerwertesten gerade zuckt, sondern das, was du dann über die Erzählerinstanz vermittelt hast: Die beiden Herren kommen in sich zur Ruhe und nehmen sich Zeit füreinander und finden heraus, dass die Stärke ihrer Emotionen nicht von der Gewalt oder Härte ihres Geschlechtsverkehrs abhängt.

Meine Güte, Schreibart ist nun wirklich sehr persönlich und subjektiv. Ich möchte herausstellen, dass du dein Geschäft wirklich hervorragend verstehst und meine Kritik sehr sehr weit in Details hineingeht, ziemlich pedantisch. (Ansonsten finde ich ja nie etwas zu meckern ;)) Ich hoffe, dass das soweit alles verständlich war, wenn nicht, kannst du gerne eine Präzisierung einfordern...

Ach ja, zu meiner Theorie: Weil man die Präsenz des Erzählers spürt und weiß, dass er nicht mit den Personen identisch ist, nimmt der Leser beim Lesen die Maske des Erzählers ein, identifiziert sich mit der fremden Überpersönlichkeit. Das führt dazu, dass er sich ein bisschen fühlt, als würde er Gilbert und Ivan bespannen, während sie sich da hingeben. Als würden sie neben dem Sofa stehen. Vielleicht erhebt da das schlechte Gewissen Einspruch .) <-- Da! Ein einäugiger Smiley!!


Roderichs Spielen war natürlich die Hauptattraktion des Abschnitts: Sehr gefühlvoll, und in dem Moment, indem Gilbert triumphierend sagt "Ich habs dir ja gesagt!" kommt die Euphorie richtig gut rüber, da wird einem ganz leicht, die Traurigkeit verschönert sich und drückt niemanden mehr nieder, sondern ermöglicht einen seltsamen Höheflug. Ehrlich gesagt und obwohl ich bezweifle, dass Roderich das je wieder spielt, habe ich dazu die Toselli-Serenade gehört, das hat wie ich finde nämlich auch diesen Schwung von überstandenen Härten und dem Leben mit schweren Verletzungen. Wie Sonne auf eine verwüstete Stumlandschaft eben.
(Hihi, bin schon wieder gut am Philosophieren, nicht?)

Aber um meinen Aufsatz von gerade zu unterstreichen: Ich denke beispielsweise, dass es gar nicht nötig wäre, noch einmal deutlich zu rekapitulieren, weshalb es für Roderich so schwer war, es mit der Musik noch einmal zu versuchen - der Leser hat so schon sehr viel Anteil an seinem Schicksal genommen, das Vorwissen ist groß genug, als dass all dies auch ohne einen Hinweis auf Deportation etc. unabdenkbar das Grundgefühl dieser Szene bestimmt.

Nelke: Was ich sehr gelungen finde, ist wie sich das Gespräch zwischen Gilbert und Ivan völlig verselbstständigt, bis hin zu diesen alten Kamellen, auf die vom Professor bis zum Punker am Bahnhof deie Menschen irgendwie immer wieder zurückfallen, wenn sie sich gegenseitig verletzen wollen. Dieser Kurzschluss von Gilbert, dass Ivan unzufrieden mit seiner Inkompetenz zum Verarbeiten ist, ergo er ihn nicht mehr liebt, ergo er nur noch aus Pflichtmotiven bei ihm bleibt, obwohl es ihn eigentlich nach Russland zieht...
Immerhin hat er den Strom erkannt, der mit ihm um Ivans Herz konkurriert, aber das ist ja eine völlige, demonstrative Abwertung des eigenen Selbst zu dem Zweck, endlich sein ganzes Leid dem Rest der Welt um die Ohren zu hauen.

Opfer: Hat mir sehr gut gefallen, von Gilberts neuem Interesse am Leben nach dem Krieg, seiner Erkenntnis, Ludwig wahrscheinlich für immer verloren zu haben, bis zu Roderichs Teil im Adlon. Boaah. Kinnlade auf dem Boden. Es ist so abwegig, so grausam. Was kann vom Hass kurieren, wenn er nicht an der Räson hängt, sondern im Herzen sitzt, weil der Mensch eine Zielgruppe haben, auf die er seine destruktiven Energien loslässt. Ganz ehrlich: Und wenn jeder Jude bis zum letzten Mann umgebracht worden wäre, wo, bei Gott, wo!? hätte die Verbesserung der Welt gelegen? Jetzt wo die miese Ratte durch Roderich das Gegenteil bewiesen bekommen hat, fühlt sie sich etwa, als sei sie aus einem besonders schönen Traum aufgewacht, einem judenlosen?
Verdammmt aaarg das ist doch Mist.

Ar-Feiniel

Antwort von Glaskammer am 05.03.2013 | 10:55 Uhr
Liebste Ar-Feiniel,

für dich gilt das gleiche was ich auch schon Maria geschrieben habe: eine Review zur echten Zeit am rechten Ort. Hast du das bewusst gemacht? Nun, auf jeden Fall ist es genau richtig aufgeschlagen und angekommen. (Was mich ja mal interessieren würde: schreibst du die langen Reviews so aus dem Ärmel heraus oder machst du dir vorher, gedanklich oder gar schriftlich, Notizen?)

Deinen „Verstoß“ gegen meine mir selbst auferlegte Einschränkung, über Veneciano nicht schreiben zu wollen habe ich gesehen, aber noch nicht gelesen. Kommt noch! Allerdings kann man dadurch schön sehen, dass du es wenigstens versucht, wo ich so engstirnig bin und schon den Versuch ablehne – man könnte ja scheitern und Kritik ernten oder nach getaner Arbeit alles verwerfen und sich selber als unfähig bezeichnen. (Wobei es doch eigentlich ein prima Aufgabe wäre, sich mal in Figuren hinein zu versetzen, mit denen man auf dem ersten/zweiten/dritten Blick nicht viel anfangen kann.)

Natürlich hat der Kaleidoskopaufbau nict viel mit Literatur zu tun...wer bin ich, dass du in meinen Geschichten Literatur erwartest, wo ich unterhalten und die LeserInnen für einen kleinen Moment aus ihrer wie auch immer gearteten alltäglichen Lebenswelt entführen will...^^..

Du gehst ja richtig in die Tiefenanalyse, schmeißt mit Fremdwörtern um dich...^^. Ich glaube ich schwanke manchmal ganz schön zwischen den Erzählperspektiven und weiß nicht immer, ob das gut ist oder die richtige Atmosphäre vermittelt. Einmal zwischen der allwissenden Übergeneralität, die alles weiß und dann wieder hin zu der eingeschränkten Sichtweise einer einzelnen Person mit all ihren Unsicherheiten und wirren Gedankengängen und wieder zurück. Und ja, du hast absolut Recht: ich will damit Informationen vermitteln und bestimmte Emotionen zeigen, welche die Personen gerade in den bestimmten Szenen bewegen. (Das ist auch einer meiner größeren Schwachpunkte beim Erzählen....nie mal eine offene Lücke für die Vorstellungskraft zu lassen, sondern alles bis zu letzten Millimeter des aufgenähten Reissverschlusses der graublauen Jacke aufzudröseln und am besten noch deren Herkunft und Entstehung in der Fabrik mit zu schildern, in der die Arbeiter furchtbar geknechtet werden...alles muss vorgegeben sein. Vielleicht kann ich das irgendwann mal abmildern...manchmal nervt es nämlich.)

Oh ja, ich nehme dein Angebot einer Präzisierung gerne an bzw. bin ich nicht der Mensch er sehr gut fähig ist, abstrakt zu denken, ich hätte es gerne an einen Beispiel vorgeführt bekommen, kannst du einen meiner Sätze nehmen und es so drechseln, wie du es meinst, bitte? Eine Erzählsäule weglassen....ich glaube ich weiß entfernt, was du meinst, kann es aber nicht richtig greifen, Verschlankung finde ich abe prinzipiell immer gut (oder einfach mal kürzere Sätze), nur kommt dann wieder das Problem mit den vielen Informationen zutage, die ich weitergeben will, sonst gibt es da einen kleinen Troll in meinen Kopf, der gierig an den Drähten der „Perfektion“ (sagen wir lieber Vollständigkeit) nagt und darauf besteht, noch dies oder das einzufügen (was ich auch des öfteren in der Erst- und Zweitkorrektur mache, eben weil da im Hinterkopf etwas nagt, was sagt „das geht noch nicht so.....vielleicht sollte ich es mal nagen lassen?)

(Mal ehrlich, eigentlich hast du es doch genossen neben dem Sofa zu stehen und die beiden zu beobachten und eigentlich wolltest du noch etwas mehr, etwas drastischeres, mehr Körperflüssigkeiten und und und.....aber das gab es ja, ich habe es bloss nicht beschrieben...^^...)

Ich glaube der Höhenflug nachdem Roderich das erste Mal wieder gespielt hat, kommt daher, dass die beiden in den Tagen vorher über ihn gesprochen haben und gemutmaßt haben, ob überhaupt und wann er denn wieder anfangen wird zu spielen. Und weil eben Gilbert sagt: „Ich hab es dir gesagt“ entsteht der Eindruck, dass trotz aller Widrigkeiten, Streitereien und anderer Umstände Gilbert sehr sehr fest an Roderichs Stärke geglaubt hat und ihm vertraut hat. Das ist so ein wunderschönes kleines Detail, was mich richtig fröhlich macht, etwas hoffnungsvolles, ein tiefes Band zwischen den beiden unter der Oberfläche.

Das es Antisemitismus auch noch nach dem Ende des Krieges gegeben hat, wollte ich unbedingt darstellen, war ein Anspruch an mich und einen Teil der Geschichte wahrheitsgemäß abzubilden an mich selber sozusagen. Mit Roderich dort in dem Hotel, mit der anfänglichen Unschuld der Situation und dem leichten Schlag des Holzhammers später hat es gut gepasst, finde ich.

Nun denn, es war wie immer eine Freude, deine Gedanken und Interpretationen und Analysen zu konsumieren...vielen vielen Dank!!

Einen dicken Sonnenstrahl gen Norden,

deine Glaskammer
07.02.2013 | 23:16 Uhr
Gut. Ich hatte mir heute doch tatsächlich fest vorgenommen kein Review zu schreiben, weil ich mich immer so urlang an einem aufhalte ... ._. zumindest für meine Verhältnisse
ich schreibe normalerweise keine langen Reviewe... aber bei dir muss man!
Ich würde mich nur wieder wiederholen, das wießt du auch. (ich wiederhole mich eigentlich in jedem Review, nicht wahr?)
Aber ich muss es dennoch mal gesagt haben! (allein weil ich mich selbst auch immer sehr über Wiederholungen freue xD Lob ist Lob)
Und bei dir ... ich bin immer wieder geflasht.
Ich muss sagen ich habe bei jedem deiner Kapitel einen Zwiespalt. ich überlege soll ich jetzt wirklich reinschauen? Diese Gedanken verliegen meist schon nach dem ersten Satz ...
ich kann nicht auffhören zu lesen und saug diese Sätze beinahe auf. Ich ertappe mich selbst dabei wie ich alles andere ausblende und wirklich völlig in dieser geschichte versinke.
Ich habe noch NIE eine FanFiction gelesen die mich so mitgenommenhat. Und mitgenommen ist noch schwach ausgedrückt.
Ich bin einer von den Menschen die nur das lesen was sie interessiert. Ich habe besonders bei Büchern ein gewisses Chema: Ers der Titel. Der muss passen sonst lese ich es nicht. Passt der Titel lese ich den Klappentext. Story, Characktere, Namen und Schreibstil des Klappentextes müssen perfekt sien sonst lese ich es nicht.
Ich habe bestimmt 1000 Bücher angefangen und zuende gelesen habe ich 20 von denen mir 3 im Gedächtnis geblieben sind. Und definitiv wird deine FanFiction mir im Gedächtnis bleiben. Ich bin einfach überrumpelt. Ich weiß nicht.
Das kennst du ja bestimmt, wenn du ein Buch zuende gelesenhast, was dir so super gefallen hat (im besten Fall hast du geweint weil es dich so berührt hat) Dieses Gefühl was man danach hat. Keine Ahnung dieses total deprimierende das das Buch zuende ist. Und dieses Gefühl hab ich bei jedem deiner Kapitel :V
Ich liebe es einfach.
Und ich muss sagen bei den Zwei Kapiteln die du jetzt hochgeladen hattest, zerriss es mir beinahe das Herz. Diese Sache besonders wegen Gilbert, der alles gut vertuscht hat, aber am Ende sich auch der Realität stellen musste. Und Roderich, zerfressen von den schlechten Erinnerungen und dem Aufschwung in ein neues Leben durch seine Musik. Und Ivan, welcher sich völlig fehl am Platz fühlen muss. Allen in allem wunderbar! Ich liebe es wie du die Characktere darstellst und ihnen jeweils eine ganz persönliche Geschichte zuweist.

Zum ersten Kapitel von Zäsur.
Am meisten berührt hat mich wohl das ankommen in der WOhnung. Du baust eine unglaubliche Spannung und Vorfreude auf. Ich selbst hab mir schon das Bild ausgemalt wie Ludwig und Gilbert sich endlich in den Armen liegen, aber nein. Du musstest mich ja mal wieder zum heulen bringen, danke xD <3
Ich bin einfach nur geflasht davon wie gut du schreibs. Ich kann es immer wieder sagen, ich liebe es dinge von dir zu lesen!

Das komplette Zweite Kapitel von Zäsur war herzzerreißend. Ich schreibe dir nicht genaue Textstellen raus, weil ich dann nämlich dein Kapitel hierrein kopieren würde xD das wäre irgendwie unnötig und dämlich (wobei das Review schön lang geworden wäre xD)

So langsam sollte ich allerdings mal den PC ausschalte ... Schule und so DX
Aber ich kann mich nur immer wieder wiederholen:

Ich liebe deinen Schreibstil
Ich liebe diese GEschichte
Ich liebe wie du alles Darstellst

und ich wünschte diese Geschichte würde niemals enden!

Liebe Grüße!♥

Antwort von Glaskammer am 08.02.2013 | 11:24 Uhr
Ohhhh.....dann muss ich mich ja bedanken dafür, dass du es trotzdem gemacht hast, weil dich die Geschichte dazu getrieben hat, sozusagen..^^.

Haha, das ist so süß, ich stelle es mir gerade vor: ich lese nur einen Satz, nur EINEN EINZIGEN......uuups....warum geht es hier unten nicht weiter, warum kann ich mit der Maus nicht tiefer scrollen....aaarrgghhg!!!!

Oh man, dein Lob ist so toll und lieb....da hab ich gar keine Worte für. Ich habe tatsächlich auch mal eine Geschichte gehabt/ lesen dürfen, die mich für Tage danach noch in eine Art apathischen Geisterzustand versetzt hat. Ich bin da aber sehr leicht beeinflussbar, ich träume dann davon, starre vor mich hin und spiele die bestimmten Szenen/ Erzählinien im Kopf nochmal durch usw.. Einmal habe ich "Patton" geschaut (der amerikanische General im 2.Weltkrieg, ein bisschen eigen der Mann, aber fantastisch in dem Fach, wohin hinein ihn das Schicksal und seine Wille gedrängt hat) und das war definitiv kein Antikriegsfilm und ich hab die nächsten 2 Nächte ganz wirr von Panzern und heldenhafter Musik und Glorie allenthalben geträumt.

Whaaa....was ich sagen will, auch wenn ich es schon oft gesagt habe:

Danke!
Danke! Danke!
Danke! Danke! Danke!

Das bedeutet mir sehr viel ( =.

Was kann ich als Trost noch da lassen auf deinen von Herzen kommenden Wunsch, vielleicht ein munteres - mit Pathos behaftetes: in deinem Herzen endet die Geschichte nie!

..( =

herzliche Grüße, vermischt mit ein paar Schneekrümeln!!
07.02.2013 | 21:56 Uhr
Liebe Glaskammer!

Ich mag es nicht wenn sich jemand entschuldigt, obwohl er mir eine große Ehre erweist - du kennst mich, ich bin unzuverlässig und faul und zugegebenermaßen und naturgemäß doch auch weniger reif als du. Du sagst, dass meine Reviews hilfreich gewesen sind, aber ich bitte dich, ich habe dabei immer noch mehr gewonnen als du, da ich sie genutzt habe um deinen Stoff zu verdauen und mir Aspekte bewusst zu machen, die ich mir für gutes Schreiben merken kann.
Mit der Auftragsschreiberei ist es zudem überhaupt so eine Sache, sie hat generell viel mit Anbiederung zu tun und läuft häufig darauf hinaus, dass man dem Empfänger eben das auftischt, was er explizit zu sehen wünscht. Challenges halte ich für sehr sinnvoll, weil die eben Herausforderungen sind, die man freiwillig annimmt und häufig zu Kreativität animieren, aber Belohnungsgeschichten... niemand soll sich den Funken aus den Rippen schneiden müssen. Zudem habe ich großes Vertrauen in die Vorgeschichten- Projekte, die du ja schon angekündigt hast.

Deine Widmung hat mich sehr gerührt: Ich entblöße den Nacken. Danke dafür. Mich begleitet "Der falsch gegangene Weg" nun immerhin auch schon fast ein Jahr und auch wenn ich nicht so tun möchte als hätte ich in dieser Spanne große Vergleiche angehalten, war mir die Erzählung in dieser Zeit der bestimmende Pulsgeber. Ich habe in seinen Kapiteln Moral, Sinn und Wahnsinn gemessen. Sie sind zutiefst menschlich, deine Helden, weißt du das? Sie haben mich vielleicht auch gestärkt - im Idealfall gnädiger gemacht.

Ich spreche jetzt über "Zäsur I", den zweiten Teil knöpfe ich mir später vor.

Letzter Satz in "Bedrohung":
"Dumpfe Stille, dessen nichtssagender Beständigkeit ein bestimmter Sinn gegeben werden muss. Aber....welcher?"
Ich würde dort anstelle von "dessen" "deren" einsetzen, wegen der Weiblichkeit der Stille und so.

Ankunft: Auch hier tauchen automatisch die Bilder aus allen möglichen Kriegsfilmen auf, luftige Atmosphäre und die Ratlosigkeit nach dem Sturm inklusive. Gut gemacht. Ansonsten hätte man mit ein paar diffusen Seitenanmerkungen zu Roderichs gesundheitlichen Zustand noch mehr Sorge in dem Leser hervorrufen können: So ein wehmütiges Drücken, weil dann deutlicher wird zu welchem Preis die neue Freiheit erkauft worden ist und dass nach 12 Jahren ausgestandenem Nationalsozialismus n i c h t s mehr wie früher ist.

Bedrohung: Das Vorwissen des Lesers wird ausgenutzt, weil man weiß, dass Gilbert alles für ein in Grund und Boden gebombtes Haus geben würde, wenn dafür sein Bruder noch lebte. Ein obligatorischer, schwächerer Abschnitt. Hohle, ausgebombte Herzen.

Chamäleon: Ivan benimmt sich seinem Charakter entsprechen, was erfrischend ist und mir ganz warme Gefühle macht... Eigenheiten, die tief verankert sind und wieder ins Gedächtnis rufen, weshalb Ivan ein praktisch-idealistischer Partisanenführer gewesen ist. Roderich spielt Gilberts frühere Verfehlungen gegen ihn aus und führt ihnen allen vor Augen, wo dessen Schwächen und Begrenztheiten zu verorten sind. Aber weil Roderich eben auch Roderich ist, spüre ich überhaupt keine Bösartigkeit dabei, sondern nur ein sanftes Offenbaren. Ungüstig vielleicht in dieser Hinsicht, dass Gilbert nur den schmerzenden, böswilligen Stachel versteht. Macht auf jeden Fall neugierig.

Dolchstoß: Der Name ist Programm. Ich würde "Sichtfeld" dem "Sehfeld" gegenüber den Vorzug geben. Die Fanplakate hoch und eine LaOla für... das Honigglas. Auch wenn seine quälende Sorge verständlicherweise im Vordergrund steht, frage ich mich, ob ihm (glücklicher Matrazenersatz für General Braginsky und einen Kranz aus Nelken um den Kopf gewunden) denn nicht für einen Moment alles Blut aus dem Gesicht fließt, als er sich daran erinnert, was er sowohl sexuell als auch menschlich alles für Grenzen aufgebrochen hat, als ihn der Liebesverrat gequält hat.
Gesetzt den Fakt dass die beiden Täubchen nicht noch tragisch auseinandergehen habe ich eine Forderung für dich: Gilberts zerbrochenes Herz, Labilität und Neigung zum Exzess versus Ivans Dominanz, bisweilen (in der Opfer-Reihe) angedeuteter Sadismus und Hang zum "normalerweise nutze ich Alkohol nicht zum Desinfizieren". Und all den kleinen Sachen, die bestialisch wären außer vor der relativierenden Kulisse des großen Krieges. Und Adam. Rosen auf sein Grab.

Enthüllung: Entweder ich oder du liegen sehr falsch, aber was mich schon seit mehreren Kapiteln stutzig macht ist "wage". Irgendwo habe ich in meinem Kopf verankert, dass das mit "v" am Anfang geschrieben wird. Hihi. Roderich sagt es nett.

Fallen: Schreib die Zahlen bis sechzehn aus. Ich bitte dich. Mein Mitgefühl für Roderich (der im ganzen Kapitel sehr starke Auftritte hat), ich denke dass es in einem solchen Zeitalter, mit einer solchen Frau an der Seite sehr schwierig sein muss, keine Gefühle der Unzulänglichkeit zu entwickeln. Und überhaupt hat Roderich in seinem Leben jede seiner Schwächen, die er beheben konnte, sicherlich behoben und ausgearbeitet, die Fehler die verbleiben sind wohl nicht auszumerzen.

Gelegenheit: Witzig, sehr gelungen! Mehr noch als Gockel-Gilbert, der sich mächtig aufpustet, der wegen "seiner offensichtlich erneuten Fehlleistung beim Hören" konsternierte Roderich. Hach! Alle sind so wie sie leiben und leben öhms. Wofür steht GJ's?

Hemmnis: Wunderschön und nach Zeit riechend geschrieben. Wiederum befällt einen die Besorgnis, dass Roderich es nicht schaffen wird. Gilbert hingegen kann mithilfe von Ivan vielleicht wenigstens Teile herüberretten und Ivan mag das sogar ganz gelingen, wenn er sich Gilberts Liebe sicher ist und seine Sehnsucht nach Russland auf ein erträgliches Maß gedämmt werden kann... hmm.

Insel: Das hat zwar nichts mit dem tieferen Sinn zu tun, aber wenn Roderich jedes Wort aus Gilberts Schlafzimmer mitkriegt, was haben denn die ursprünglichen Bewohner der Wohnung gedacht als es Ludwig damals mit Gilbert überkommen hat? Wäre es möglich, dass der Bombenhagel gar nicht der Grund für ihre jetztige Abwesenheit ist? ^^
Njaaah... man hätte sie ANZEIGEN können. Sie hätten mit rosa Aufnäher im KZ verschwinden können!

Jüngling: Du findest mich weinend.

Krönung: Saiten. Es sind Saiten, nicht Seiten, Gilbert! Uff, ich bin in Besserwisserstimmung heute abend. Gilbert und Ivan proben ja die Perfektion, aber man täuscht sich nicht: Du vermittelst den Eindruck, dass sie sich einfach nur sehr angestrengt bemühen, ihre Sollbruchstellen zu kitten, mit zweifelhaftem Erfolg.

Leerlauf: Das allerbeste Abschnittchen! Ich denke, diese Abwehrhaltung am Beispiel Gilberts war damals sicher ein weit verbreiteter Tenor. Und Gilbert ist nun einmal ein Mensch, der nur mit Menschen leben kann, die ihm im Kampf höchstpersönlich Respekt abgerungen haben - einer wie er wird immer das wohlige Gefühl vermissen, Kreuzritter gespielt zu haben, tödlich, gefährlich, schrecklich, einer wie er mag nicht einfach so Frieden haben und sich dann auch noch schämen... ach, schwierig schwierig!
Dass Ivan plötzlich sich fragt wie attraktiv er für Gilbert ist kann ich, in Beachtung von Ivans Wesen, nur dahingehend auslegen, als dass Gilberts Attraktivität für Ivan sinkt... Es tut mir leid.

Ar-Feiniel

Antwort von Glaskammer am 08.02.2013 | 12:06 Uhr
Gnaaa, ich würde sagen wir haben beide ziemlich viel aus dem jeweils anderen "geholt". Seien es Eingebungen, kleine "Lektionen", neue Sichtweisen und überraschende Entdeckungen. Du hast mit deinen Gedankengängen mehr zur Entwicklung der Geschichte beigetragen, als du dir selber zugestehen tust. Ich hätte sonst zum Beispiel das Mädchen nie noch einmal zurückgeholt und auch in Adams Vorgeschichte wäre ich nie so "tief" eingestiegen.
Es tut mir dennoch leid, weil es natürlich unfair ist und ich mich gegenüber meiner sonstigen Linie untreu, fast schon prinzipienlos aufführe. Ich verspreche One Shots und halte das nur zweimal durch, wie unüberlegt ist das denn bitte? (By the way, um die Inkonsequenz mal etwas zu durchbrechen, du weißt hoffentlich, dass das aktuelle Kapitel und das kommende auch noch die deinigen sind. Siehe Update unter Zäsur II...ähum.). Jedenfalls hoffe ich, dass die Reviews nicht bis zu 120 klettern, sonst muss ich mir wieder eine elegante (tha.tha.) Lösung einfallen lassen. So fühlt es sich zumindest an, denn sonst hätte ich ein schlechtes Gewissen.

Du arbeitest ab, wie ich schreibe? Dann lass mich abarbeiten, wie du abarbeitest...( =.

Doch zuerst: Kannst du mir bitte eine Zyankali-kapsel in den Mund stecken und die Kiefer zudrücken? Ich hasse Fehler so sO SO sehr, danke für deine scharfen Augen!

A: Hmm, ja das stimmt, ich hätte noch etwas auf das gesundheitliche eingehen können, weil Roderich ja sowieso der körperlich schwächste von allen dreien ist. Ich hab mich mal wieder fast nur auf das Innenleben und den seelischen Zustand eingeschossen, bzw. seine Schwäche bestenfalls angedeutet.

C: Thaha...warum die Türknauf benutzen, wenn man mit der ganzen Tür ins Haus fallen kann...? Ich fand es vor allem ungemein witzig, dass da 10 Jahre ein Schlüssen irgendwo verborgen rumliegt und Gilbert einfach mal keinen blassen Schimmer hat. Aber natürlich, dahinter verbirgt sich eine gewisse symbolische Dynamik.

D: Glaub es mir oder nicht, ich habe während der Korrekturen zwischen Sichtfeld und Sehfeld heftigst geschwankt und das Honigglas erst ganz spät, bei der letzten Korrektur, eingearbeitet - irgend etwas, ein Hauch Anschluss an früher fehlte noch. Deine Laola wird herzschmerzenderweise und mit süßbitteren Lächeln zur Kenntnis genommen ( =. Und ja...eigentlich müsste Gilbert jetzt, wo sich soviel verändert hat, vor Scham der Schlag treffen, bei den Gedanken an vor ein paar Monaten, aber....wie es mit der Psyche/ dem Gehirn so ist.....möglicherweise kapselt er die Erinnerung daran völlig weg und hat sie irgendwo tief vergraben und mit Tüchern verhängt? Er hat ja einiges nicht mehr auf den Plan, was er noch so alles getan hat.
(Nelkenkranz um den Kopf...gefällt mir sehr, das Bild!!). Wie eine Forderung?? Schreiben, oder vorstellen. Warum greifst du dir nicht deine wunderschön zusammengefasste Denklinie über Gilbert und Ivan (Alkohol nicht zum Desinfizieren...hahaha, sehr gut...) und versuchst dich an einem bild/wort/tatengewaltigen Spektakel der ganz besonderen Art: ein One Shot, eine ganze Geschichte? Greif zu, das Leben ist dein!! ( =

E: Es ist wahr. Wirklich. Du hast Recht. Das Problem: ich habe wage schon immer wage geschrieben von Anfang an, rechthaberisch, wie ich manchmal mit den Worten jongliere, nie vage. Scheiße, kannst du dir vorstellen, WIE extrem peinlich mir das ist? (Sehr sehr sehr sehr sehr!!!) Vor allem, wer ändert das jetzt, wer liest sich das alles nochmal durch und korrigiert?

F: Gna...jaa...mache ich.

G: Du hast im Übrigen so nebenbei meine I, J, Y - Schwäche entdeckt. Ich meinte GI´s, schrieb aber "GJ´s (sag du mir nochmal, du würdest mir weniger geben als ich dir!). Ein GI ist "eine Bezeichnung für einen Infanteristen der amerikanischen Streitkräfte" (wikipedia...). Aber nett anzusehen, wie ich alle Aufmerksamkeit auf Gilbert zwänge und du dem Mainstream nicht folgst, sondern Roderich mit seinem Hörproblem zur Seite stehst....^^.

H: Bittä! Als ob ich meine Figuren im letzten Kapitel der Geschichte noch grausam abschlachten wollen würde. Der blutige Keks ist gegessen, du hast die entscheidende Frage übrigens nicht gefragt (und das meine ich nicht auf das Kapitel bezogen), weil du dir so unfassbar sicher bist. WIE nur WIE kannst du dir so sicher sein, woher nimmst du deine Sicherheit?

I: Thihi, du findest mich kichernd. Weggezogen wegen besonders gearteter Ruhestörung? Man weiß ja nie, aber nein. Die Wohnzimmer der zwei Wohungen liegen Wand an Wand nebeneinander. Ludwigs und Gilberts Zimmer noch einmal von mindestens einer Wand und dem Flur getrennt.

J: ) =....Selbst wenn es vorbei sein mag, lass mich dir ein Taschentuch reichen!!

K: Aaaahh, dir ist aufgefallen, dass es Gilbert sogar falsch denkt, weil er absolut nichts damit anfangen kann...hihi. Etwas weiter unten, bei Roderich, ist es dann natürlich richtig geschrieben...hihihihi.

Hmm..ich weiß nicht. Ich glaube nciht...diese gewaltige Liebe ist ja noch da, die verschiedenen Teile müssen sich nur aneinander gewöhnen, sich andere Kanäle und Ver/Bearbeitungsmechanismen suchen, wenn sie sie in die Zukunft tragen wollen. Es ist nicht mehr Krieg und sie leben zusammen. Das ist kein Vergleich zu den russischen Wäldern und dem Konzentrationslager. Jetzt sind sie das erste Mal einander gleich und müssen lernen damit umzugehen.

Huuu....wie wäre es jetzt mit einem Imbiss?

( =.....

Und natürlich: Vielen Dank!!
07.02.2013 | 20:08 Uhr
Guten Abend meine Liebe!

Es tut mir wahnsinnig Leid dass ich das neue Kapitel so lange vor mich her geschoben habe. Irgendwie habe ich Angst vor dem Ende. Ich will noch nicht das diese grandiose
Geschichte zu Ende ist... Außerdem muss ich noch so viel an meiner Facharbeit arbeiten. Fucking Ferien die viel zu verplant sind -.-
Jetzt sehe ich aber das schon das zweite Zäsur Kapitel hochgeladen wurde, also muss ich mich wohl doch mal ranwagen. Gut. In die Schlacht! In die letzte Schlacht!

Zäsur 01:
Die Idee wie du die Kapitel dargestellt hast, mit der Aufteilung und den Kapitelnamen ist schon einmal so richtig awesome. Auf so etwas kann nur die Meisterin Glaskammer kommen.
Genial! Ludwig... Nein... Wieso musstest du sterben... Das ist grausam... Armer Roderich... Armer Gilbert... Aber doch ist es genial. Wie du die ganze Geschichte so genial durchgehalten
hast. Am Ende hoffen alle darauf das sich die zwei Astgabelungen kreuzen. Aber Äste kreuzen sich nun einmal nicht wenn sie einmal auseinander gewachsen sind...
Gilbert der Zuhälter... Mal ehrlich, irgendwie hat das was xD Wir haben uns erst vor kurzen in Gemeinschaftkunde, Rechtserziehung & Wirtschaft über die Schwarzmarktstrukturen
nach dem Zweiten Weltrkrieg unterhalten. Ich fand es interessant, deswegen freut es mich das du das hier noch einmal einbaust. Awesome Gilbert. Der hat auch gesessen. Der war richtig gut! Der Vergleich mit der Kapitulation und dem Lehrer... Der war auch verdammt gut! Wer will schon mit einem Lehrer schlafen? ...
Und wieder... Armer Roderich, ich kann seine Gedanken nachvollziehen. Dinge die einem früher Freude bereietet haben und sich dann einfach nur noch wie eine Qual
anfühle weil jemand oder etwas ihnen jedgliche Freude genommen hat...
Alles in Allem ein sehr gelungenes Kapitel und Roderich tut mir wirklich wahnsinnig Leid....

Zäsur 02:
Wie glücklich ich bin das es doch noch ein Drittes Kapitel gibt. So richtig glücklich. Dann war mein Nervenzusammebruch über das entültige Ende dieser Geschichte ja völlig unbegründet... Zum
Glück! Und yes, Roderich for the Win! Du kannst es, du hast es wieder geschaft! ich bin so wahnsinnig stolz auf dich Roddy! Ehrlich mal, du bist so awesome!
Nelke. Es musste so weit kommen. Man hat es eigentlich schon die ganze Zeit über gespürt irgendwann musste es einfach Alles raus, irgendwann musste es einfach mal explodieren.
Das Ende von dem Kapitel war außerdem auch wahnsinnig gewaltig.
Plötzlich war es zu Ende. Schneller als es mir lieb war, ich sauge die Kapitel viel zu schnell auf xD

Ich kann es kaum erwarten wie es weitegeht, das passt, aber ich weiß nicht ob ich mich wieder sofort dazu entscheiden kann auch wirklich zu lesen.

Du bist awesome!

Mit den großartigsten Grüßen
~Mariechen <3

Antwort von Glaskammer am 08.02.2013 | 11:13 Uhr
Huhu Maria,

oh nein, keine Angst vor dem Ende haben, bitte bitte nicht!! (Auch wenn ich das Gefühl mehr als kenne und im hinaus zögern Meisterin bin..^^...).

Aber wiederum ist es gut, dass du dir während deiner Facharbeit mal eine Pause und anderen Input gönnst!!

Psch, pst, hey, ja du! Ich verkaufe dir die "literarische Figur" Gilbert als Zuhälter unter der Hand, was bietest du mir dafür? Thihihi...Schwarzmarktstrukturen im Forum, ich lasse mich nur in Naturalien bezahlen im Übrigen, in duftenden süßen teigigen Naturalien...^^....

Du musst dir vielleicht angwöhnen, langsamer zu lesen (ähehehehm...ich weiß auch nicht, wie das gehen soll, aber hauptsache vorgeschlagen...vielleicht eine spezielle Maschine für die Augen bauen, oder so....?).

Auf jeden Fall danke und fantastisch, dass du dich doch getraut hast, es zu lesen. Und wenn das nächste Kapitel kommt, und du dich irgendwann entscheidest, auch das zu lesen, lass es mich wissen...^^. Nur Mut! Alles, was man fürchten sollte, ist die Angst selber (oder so ähnlich..),

ein ertragreiches Fortkommen bei deiner Facharbeit wünsche ich dir noch!!

Beste Grüße,

Christin
30.01.2013 | 20:39 Uhr
So guten Abend
Als erstes hoffe ich natürlich dir geht wieder besser
und falls, schon dich lieber ;D
Eigentlich wollte ich gestern Abend schon ein kleines Review da lassen,
hat aber dann leider nicht geklappt....
Zum Kapitel:
Wie immer super gelungen! Es war ja bei weitem nicht das
traurigste das du je in dieser FF geschreiben hast (zum Glück) aber dennoch hats
mit 2 mal die Tränen in die Augen getrieben.
Erstmals als Roderich an Elisaveta gedacht hat, und dann nochmal
als Gilbert immer wieder zum Roten Kreuz hin ist.
Aber zum Glück, haben mich Gils nicht vorhandene Englisch-Kenntnisse wieder zum schmunzel gebracht xD
Und Ivan als Englisch-Lehrer, na ob ich bei dem Unterricht haben möcht?
Aber auf jeden Fall ne coole Idee ;D
Ich fand es auch sooo süß, als Gilbert Ivan das Buch aus Luddy Zimmer gegeben hat, och das war sooo rührend!!
Aber Roderich tut mir schon so n bisschen leid, ich hoffe er findet irgendwann seinen Frieden...
genauso wie Gilbert, ich wünsch mir einfach, das er noch irgenwie von Ludwigs Tod erfährt und nicht
bis in die Ewigkeit wartet, zumal Ivans Geduld ja auch nicht ewig hält.
Hach man wüscht sich immer irgenwie ein Happy End....
Ich mein irgenwer muss doch von Luddys Verbleib erfahren, der kann doch da nicht bis in alle Ewigkeit hängen...
oder haben ihn die Hunde aufgefressen...ich hoff ja mal nicht ;D

So das war jetzt irgendwie mehr als ich gedacht habe...
Och, irgendwie freut man sich auf den nächsten Teil und dann will man aber auch nicht,
das so eine großartige Geschichte zu Ende geht :/
Genug erstmal^^

Liebe Grüße Anna

Antwort von Glaskammer am 05.02.2013 | 11:02 Uhr
Huhu..( =,

jaaaa, ein Mini-Husten ist noch hartnäckiges Überbleibsel und will noch nicht ganz gehen, aber sonst ist alles wieder gut, vielen Dank..^^.

Ich wollte es erst richtig traurig machen, aber vielleicht ist es so am besten? Ich weiß nicht ganz genau, kommt ja darauf an, was nun als nächstes noch passiert und ob sich das mit Ludwig entscheidet. Oder nicht. Oder wie oder was. Jedenfalls bin ich durch eure festen Vermutungen per Review und Mail ziemlich ins Schwimmen gekommen und werde jetzt....ahhh....seht selber....^^.
Möglicherweise geht es am Wochenende weiter.....maaaal sehen, wie ich vorwärts komme, versprechen kann ich aber nichts....

danke für dein Review und sorry für die verspätete Antwort!!

ganz liebe Grüße,

Christin
20.01.2013 | 14:10 Uhr
Guten Morgen meine liebe Frau Glaskammer!

Herzlichen Glückwunsch meine Liebe, du hast es geschafft, du hast die
100 Reviews bezwungen und du hast (wie schon einmal oder des öfteren
erwähnt) auf jeden Fall verdient!

Tut mir Leid, das ich sooo lange gebraucht habe um dir eine Review zum
nächsten Zwischenstück zu schreiben, aber ich bin aus irgendeinem Grund
sehr Schreib Faul diese Woche -.- Geht wieder vorbei hoffe ich :D

Buchenwald, das weckt Erinnerungen. Dort war ich schon viel zu oft,
weil jede Schule in jeder Jahrgangsstufe der Meinung ist; wir wohnen nicht
weit weg von einem Konzentrationslager, wir müssen uns das mal ansehen...

Die Stelle mit "dem falsch gegangen Weg" die war wirklich meisterhaft, so
wirkungsvoll, gerade weil du den Titel der Geschichte so geschickt und
einfach großartig erklärt hast.

Den Rest habe ich gelesen und verschlungen, so wie alle deine Kapitel, aber
das hier wart auf jeden Fall eines deiner größten Glanzstücke, das Gedicht
die Erklärungen, der Schreibstil, die Story, die Figuren; Alles ist so atem-
beraubend, das sobald man anfangen hat zu lesen davon verschlungen wird
und an kaum etwas anderes denken kann.
Du weißt gar nicht wie oft Gilly und mein einziges Gesprächsthema deine
Geschichte ist ;)

Das letzte Kapitel steht bevor. Ich kann es nicht abwarten, aber ich werde
auch traurig wenn ich daran denke das die Geschichte dann vorbei ist...
Mach weiter so!

Mit den großartigsten Grüßen
~Mariechen <3

Antwort von Glaskammer am 23.01.2013 | 11:20 Uhr
Huhu..( =

jaa.....wer hätte das jeeee gedacht...hihi.

Echt, ihr sprecht über die Geschichte..ohhh...freufreufreu...^^.
Ich weiß leider nicht wie lange die Fortsetzung noch dauert, ich bin etwas krank....

Aber Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude..^^..hust.

Vielen Dank für dein liebes Review!!
19.01.2013 | 16:10 Uhr
Wunderschönen Nachmittag von der hartgefrorenen Kuhweide!
(Ostfriesenklischeemodus AKTIVIERT)

Ich schreibe jetzt ein Review zum ersten Zwischenstück, auch weil ich es nicht ganz verstanden habe.
Nachdem im letzten Kapitel alle Aufmerksamkeit der Leser von genaueren Betrachtungen weggetrieben wurde, und das über einen so überaus profanen Trick: Eine Szene zu schreiben, die wie aus einem Film zu sein scheint, inder der eine ohnmächtig aus der Ferne zusehen muss, wie seine Lieben nach seinem sehr eigenen Plan aus Liebe und guten Absichten auffliegen und erst in dem Moment sich ihre Blicke wieder treffen, indenen sie an den Kugeln in ihren Eingeweiden sterben - das ist nicht sehr nett, Frau Glas! Es zeigt mir meine Schwäche sehr deutlich, dass meine Augen sich an dieser Stelle ans Papier saugten und mein Denken sich auf die Frage des Ja oder Neins reduzierte. Leben oder Tod. Wobei ja interessanterweise Leben auch nicht gleichbedeutend ist mit einem positiven Pendant zu der negativen Endstation.
Ach ja, Roderich: Er war da ohne Zweifel sehr süß, aber für meinen Geschmack zu flach, als er davon sprach, dass Ivan in der Familie somit willkommen sei. Mein Widerwille hat zwei Gründe. Zuerst, dass dieser Familienbegriff da angebracht wird: Nach Elizavétas Tod besteht zwischen den Beilschmidts und Edelsteins doch nur noch eine männliche Kaffeegesellschaft, die entfernt miteinander verwandt sind und füreinander viele gestaute Ressentiments über haben. Ludwig ist korrekt, sein großer Bruder in Friedenszeiten nicht zu gebrauchen, Roderich die meiste Zeit in Wien - Homosexualität mag im Militär am Anfang des 20. Jahrhundert eine Art Kavaliersdelikt gewesen sein über das sich in der Künstlerszene und in den entsprechenden Bars in den Städten niemand gewundert hat, im Nationalsozialismus reichte der Vorwurf aber fürs KL und dafür, unliebsame Konkurrenten aus dem Weg zu räumen (siehe Fritsch-Affäre und Röhmputsch).
Also frage ich mich, wie der Inhaftierte Roderich eine erlangte Gewissenheit so frei von Überlebensinstinkten überhaupt herausposaunen kann, denn immerhin müsste Ivan ihm nur eine Weile die magere Gurgel zudrücken, um sich des potentiellen Verräters zu entledigen. Ich meine, Roderich bewegte sich doch in der Wiener Upper Society, was wäre, wenn er sich getäuscht hätte? Wir Leser wissen ja um Gilberts und Ivans Beziehung, aber nur weil Roderich einen Zusammenhang zu begreifen glaubt, kann er damit doch nicht so loslegen - man bedenke die Umstände, die eine so zügellose Anschuldigung den Betroffenen verursacht. Außerdem ist es bis zur Schwulenbewegung noch einige Jahrzehnte hin, weshalb also diese Bemerkung, die nahezulegen scheint, dass sie ab jetzt alle eine große glückliche Familie werden wollen?

Punkt zwei meiner Kritik ist meine Verwunderung über das anscheinend pure Wohlwollen, das Roderich der Gedanke bereitet, dass auch der Mistkerl von einem Neffen Gilbert noch einmal durch die Liebe gebändigt wird. Vielleicht eine übertriebende Päpstlichkeit, aber ich frage mich, wie bei einer derart kontaminierten Beziehung wie der ihren Roderich ein so ausgeglichenes, widerspruchsfreies Statement abgeben kann. Das macht ihn gefühlsmäßig zu einem Gutmenschen, was mir nicht passt, weil ich nicht will, dass die Zerschossenen-Komponente am Ende gar zu kurz kommt!

Das "Zwischenstück I" macht nach der vorhergegangenen Aufregung einen angenehm entspannten Eindruck. Die beiden Brüder sind sehr lustig zu sehen. Seifenblasenvergleich passend, wenn man bedenkt über was die alles lachen können, aufgrund der damit verbundenen Erinnerungen. Bedrückend, wenn man sich den Tod des Jüngeren vergegenwärtigt. Sieht ja so aus, als habe Gilbert über das Erwachsenwerden Ludwigs sehr wohl Unbehagen verspürt, aber nie Sorgen darum gehabt, dass es vielleicht sein Bruder sein könnte, der aufgrund seines Berufs auf der Strecke bleibt.
Mir ist der Bezug zwischen dem Zitat über Hitler und dem Inhalt des Kapitels nicht ganz klar: Wolltest du diese Lebensarten gegenüberstellen: Auf der einen Seite der Diktator, in dem sich nichts als der Wille zur Macht ballt, ohne eine geprägte Persönlichkeit, ein Leben, aber ein Former der Realität Tausender?
Auf der anderen Seite die Beilschmidt-Brüder, die an emotionalen Querverbindungen und Einschneidungen nun wahrlich genug erleben, und die ihr ganzes Leben von einem übergeordneten Schicksal an ihr Ende getrieben werden?

Wer Gilbert und Ludwig Beilschmidt so liest und weiß, was sie noch gemeinsam machen werden, meint ein Muster zu erkennen. Eigentlich das ihrer beider Fehler.
Am meisten nervt mich, dass du mehrfach Köder auslegst, die ich nicht schlucken kann.
Fest steht, dass du meine Neugierde auf die Vorgeschichte der Familie sehr zu steigern weißt (Vermutlich damit wir, deine treuen Fans, keine Depressionen erleiden, wenn dann tatsächlich ein kleiner Balken anzeigt, dass dieser Epos abgeschlossen ist).

Alles Gute, frohes Schaffen!

Lea

PS: Ich hatte bei den beiden letzten Folgen von Band of Brothers eigentlich eher das Gefühl, dass es sich um eine Aneinanderkettung von Werbeaufnahmen für einen Erholungsaufenthalt in Österreich/Bayern handelt.. . :-)

Antwort von Glaskammer am 23.01.2013 | 11:49 Uhr
Halli hallo,

Ich glaube wirklich all deine Verwirrungen und Nichtverständnisse hängen tatsächlich mit dem Köder zusammen, die du (misstrauisch geworden, welche vielleicht richtig sind und welche nicht?) zwar gesehen hast (Extra-sternchen!!!) aber nicht zusammenfügen kannst und dich traust zu schlucken.

Zu Roderich: es ist ja nicht so, dass es früher direkt glühender Hass zwischen ihm und Gilbert gewesen ist. Beziehungsweise liegen die krassen Extreme der Gefühlsspitzen Hass/ Liebe (Zuneigung) ja sehr viel näher beieinander las man denkt. Er - einfühlsam und aufmerksam zwischen den Zeilen lesend - hat ja mehrmals gesehen und wahrgenommen, wie verändert Gilbert reagiert, wenn Ivan in der Nähe war.
Aber sei versichert, zwischen beiden Familien besteht mehr als nur eine männliche Kaffeegesellschaft. Und die kleinen Andeutungen, die ich da nebenbei noch eingefügt habe, bereiten schon das eine oder andere vor, wie zum Beispiel Roderich sein Leben (auch mit seiner Frau) gelebt hat, damit aus ihm genau der Mensch geworden ist, als der er sich in Zug erweist. Er vertraut Ivan, weil Gilbert Ivan vertraut, weil Gilbert ihm sagt, Ivan wird auf ihn achtgeben. Und dann ist es eben dieser letzte entscheidende hochprivate Punkt der Tätowierung, die dem Österreicher endlich klar werden lässt, was sich überhaupt vor ihm abspielt und warum sie BEIDE weggeschickt werden, warum für Gilbert sie beide wichtig und an erster Stelle stehen. (Mal ganz davon abgesehen, dass Roderich ja - wie schon beschrieben - weder besonders gut ausgeprägte Überlebensinstinkte besitzt, noch seinen ersten (positiven) Eindruck, den er von Ivan gemacht hat, unterdrücken kann.)

Hmm, ja...so in etwa war das geplant. Die Lücke, die zwischen Hitlers persönlichen Leben klafft und dem der Beilschmidts. Es war mir sehr interessant, es mal auf diese Weise aufzuzeigen, weil ich das erste Mal sehr erstaunt und überrascht war, als ich das über Hitler gelesen habe. Es war quasi so ein leichtes "Erweckungserlebnis" nach dem Motto: "Huch...stimmt ja...hab ich noch nie so gesehen.."

PS: Ich hoffe (nein nein, ich weiß), du schließt von deinen Werbeaufnahmen für Bayern natürlich die Szenen der Befreiung der Häftlinge aus.
PS 2: Hmm...was du zuerst geschrieben hast: welche Szene meinst du? Die, wo sie auseinander gehen??

Danke und einen lieben Gruß aus dem frostklirrenen fetten B....^^
13.01.2013 | 05:21 Uhr
Ich bin ... ich weiß ehrlich nicht was ich noch sagen soll .___.
Momentan bin ich sowieso schrecklich anfällig für solche sachen (solltest du sicher schon bemerkt haben xDDD)
Das liegt einfach daran, das ich die letzen 2 Wochen ncihts anderes tu als jeden Tag an meiner Hausarbeit für meinen Abschluss zu schreiben,
diese geht um Königsberg und Kaliningrad (sagt dir das was? o:)
Jedenfalls gab es da einen schrecklichen Krieg und auch auf den Ostfeldzug musste ich eingehen und dann nimmt mich sowas dann doch immer wieder schwer mit.
Naja was heißt schwer ... es ist einfach eine Stille Fassungslosigkeit mit dem Drang alles darüber wissen zu wollen, egal wie weh es einem tut und wie schlimm es ist
das es zu dieser Zeit in Deutschland wohl mächtig an Menschlichkeit fehlte.

Ich mag es sehr wie du hier beide Seiten so gut beleuchtest. Vorallem freut es mich das es alles ja nicht aus der Luft gegriffen ist, sondern du weißt wovon du redest.
Ich war selbst schon in Buchenwald im Konzentrationslager und habe ein Referat darüber gehalten und finde es klasse wie du das mit den Amerikanern hier einbringst.
Vorallem bin ich gespannt wie du die generelle befreiung hier darstellst, aber ich bin mir ziemlich sicher das auch diese mir mitten ins Gesicht schlägt, vor Genialität xD

Zwei Sätze haben mich in diesem Kapitel ins Nachdenken gebracht und Emotional ziemlich berührt.

„Bloss weil du keine Uniform mehr hast, oder keinen Orden, heißt das nicht, dass du kein vollwertiger Mensch mehr bist! Verstanden?!“

- dieser Satz von Ivan.
Natürlich waren die Leid tragenden des zweiten Weltkreiges die Todesopfer und Opfer in den Konzentrationslagern, aber wie die Leute von der SS darüber dachten, damit umgingen, daran hat sich noch nie jemand versucht.
Du bist der erste Mensch der soetwas von sich gibt und ich finde es großartig. Ich finde es großartig wie Natürlich, wie Menschlich du es hier darstellst.
Es wird deutlich was für Existensängste Gilbert hat und wie sehr ihn diese Sache doch mitnimmt. Er hat es niemals als etwas schlechtes Erlebt in einem Konzentrationslager zu arbeiten, er dachte er sei einer der Sieger.
Eine Sache für die er Jahrelang alles gegeben hat, für die er Jahrelang gekämpft hat zerfällt zu Staub.
Und Ivan hat es in einem einzigen Satz geschafft ihm diese ANgst ein Stück weit zu nehmen. Wahnsinn.


Dieses merkwürdige Volk in der Mitte Europas. So kultiviert, so berühmt für seine Dichter, Philosophen und Musiker. So anfällig für die ausgeworfenen Netze der Ordnung und Disziplin. So willig, sich in den Befehlen zu verfangen, ihnen ergeben zu lauschen und sie hackenschlagend auszuführen. Geradewegs an den Widersprüchen der Aufklärung scheiternd.

- wunderbar.
Ich weiß nicht warum mich grade diese Textstelle so mitgenommen hat, ich weiß es wirklich nicht. Vielleicht weil sie einfach wahr ist? Es klingt einfach nach Reallität und das ist es, was mich an dieser Geschichte immer wieder und immer wieder Fasziniert.
Diese Realität die sie mitbekommt.
Für einen gewissen Moment bis du nicht mehr vorm PC oder Handy sondern einfach in dieser GEschichte und du kannst nicht auffhören zu lesen, verdammt Q__Q

Ehrlich diese Geschichte hier, könnte Glatt ein Lebensbericht von Jemandem sein, so reallistisch kommt sie für mich rüber.
Ich danke dir für diese Tolle geschichte die mit meine Nacht gerettet hat xD
Ich muss nämlich die Nacht durchmachen -.-''' und dummerweise sind alle meine Freunde eingeschlafen und ich bin alleine wach xD
Aber dann hast du dieses Kapitel ja hochgeladen gehabt und ich war Glücklich ^^
Danke!!!!

liebe grüße <3

Antwort von Glaskammer am 15.01.2013 | 10:34 Uhr
Die gute alte Facharbeit (ich hab damals in Ethik über den 11. September und Huntingtons "Kampf der Kulturen geschrieben..).....dein Thema finde ich höchst interessant und bearbeitungswürdig. Natürlich weiß ich (zumindest im Ansatz), wie es Königsberg im Krieg ergangen ist bzw. dass die Stadt zur "Festung" erklärt worden ist. Was das - abgesehen von den Soldaten, die ja auch Menschen sind - an Opfern auf ziviler Seite gekostet hat, plus die Bombardierungen....ohhh man.....da wird man auf jeden Fall anfällig, wenn man sich damit intensiv auseinander setzt, das kann ich mir vorstellen.

Oooh, ihr wart in der Gedenkstätte Buchenwald oben auf dem Ettersberg...lass mich raten: Einzugsgebiet Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt...irgendwo dort? Wir waren damals in der 9ten auch dort (das schreckliche ist ja, dass, egal wo du in Deutschland bist, es immer in der "unmittelbaren" Nähe so einen Gedenkort gibt, weil es früher einfach mal so verdammte viele Lager gegeben hat)....da war es im Bus zur Hinfahrt ganz ganz still.

Was ich aber trotzdem an mir kritisieren muss, dass ich schon wieder in diese Mainstream-Darstellung abgleite...ich meine es gibt sehr viele Filme zum D-Day und generell zu der Art und Weise, wie die westlichen Alliierten nach Deutschland gekommen sind. Das war ja eigentlich nicht die Kunst, die Kunst wäre gewesen es mal von der anderen Seite darzustellen, wo es bei mir einen riesigen dunklen Fleck von Nichtwissen gibt. Also entweder gibt es bei den Russen auch Filme von zum Beispiel der Befreiung von Auschwitz, oder auf andere Arten ist das in die Erinnerungskultur eingegangen, oder das gibt es nicht (kann ich mir nicht vorstellen), also ist das aus irgendeinem Grund (höchstwahrscheinlich, weil es naturgemäß mit sozialistischer Propaganda durchsetzt sein wird) nicht bis zu uns hinüber geschwappt. Sei es, weil das Interesse gefehlt hat, oder aus ideologischen Gründen (klar, man hört halt die Geschichten von den Guten, den Demokraten sehr viel lieber) oder aber aus einer unbestimmten ungreifbaren Weigerung heraus, weil was dann von den Teilen der Roten Armee hier in den Besatzungszonen (zumindest in der ersten Zeit) an Mädchen und Frauen verbrochen wurden ist, waren ja nicht Einzelfälle.

Uff....ich schalte jetzt den Dozierton aus, geht ja gar nicht!

Jedenfalls zu dem ersten Satz: es ist eben hierzulande auch schwierig die Sicht der Soldaten, besonders der Angehörigen der SS, darzustellen bzw. wird dann wahrscheinlich nur in den Fachbüchern in der Täterforschung gemacht.

Vielleicht bin ich in Wahrheit sogar ein ganz alter Mann und setze hier meine Lebensbeichte und meine eigene Geschichte als Fanfiction um...^^....thahah...

Ich hoffe, du hast dir die Nacht dann noch gut um die Ohren geschlagen und es ging schnell vorbei...

Danke für deine Gedankengänge und deine Empfindungen!!! ( =

PS: Lass mich am Ende noch wie deine Mutter klingen, wenn ich dir sage: Du verdirbst dir die Augen, wenn du zu viel auf dem Handy liest!! Da gibt es nämlich eine wahnsinnig geheime, multimilliardenschwere wirtschaftliche Kooperation zwischen Handy- und Brillenindustrie....^^.
12.01.2013 | 22:57 Uhr
Nun gut, Glaskammer sei stolz auf dich!!
Du hast geschafft, wo die Bildungsbehörde eindeutig versagt hat: Du hast DEUTLICH gezeigt, WAS für eine verdammte Zeit damals war. WAS die Nazis getan haben, WELCHE Ängste und Grausamkeiten sie den Menschen zugefügt haben! Bilder sagen vielleicht mehr als tausend Worte, doch ich habe noch kein KZ-Bild gesehen, was mir so zugesetzt hat, wie die zweite Hälfte von dem Kapitel. Ganz ehrlich! Wahrscheinlich fahre ich mit meiner Klasse noch dieses Schuljahr in ein KZ..... ich bin mir sicher, dass mich dieses Kapitel bis dorthin verfolgen wird. Ich frage mich, wie du es schaffst so tiefe Gefühle durch deinen Schreibstil in mir auszulösen (wenn ich ehrlich bin, beneide ich dich dafür :) ) Auch ist es so toll, wie sehr sich Gilbert auf die Zukunft mit Ivan freut. Ich musste an der Stele wirklich grinsen, weil ich so gerührt war!!
Ich weiß, noch bist du noch nicht fertig mit der Story, aber mein Eindruck nach diesem Kapitel musste ich einfach aufschreiben!
Bis zum nächsten (letzten?) Kapitel,
Magika^^

Antwort von Glaskammer am 15.01.2013 | 10:10 Uhr
Yeah, dann hab ich ja meinen Bildungsauftrag erfüllt und kann das in meiner Liste abhaken!!! Aber wenn dir schon das Bild so zugesetzt hat, hoffe ich nicht, dass du den bestimmten Teil der Serie geschaut hast.....weil es einem danach nämlich richtig böse geht. Oder vielleicht ist das gerade gut, wenn ihr demnächst eine Gedenkstätte eines Konzentrationslagers besucht...ahh..ich weiß es nicht.....lass den Ort einfach auf dich einwirken und dich nicht von so vielen detaillierten Informationen verwirren.....(weißt du schon in welches ihr fahrt?)

Manchmal frage ich mich auch, wie ich es schaffe, euch so "fertig" zu machen und zum weinen, nachdenken und vor euch in zu schreien zu bringen....

Vielen Dank für deine eindrücke...^^...

liebe Grüße und bis zum nächsten Kapitel....
AliceMadness (anonymer Benutzer)
12.01.2013 | 18:36 Uhr
Ich bin letztes Mal überhaupt nicht dazu gekommen "Zwischenstück I" zu kommentieren.
Das tut mir leid, aber viel hätte ich ohnehin nicht beisteuern können, weil ich damit beschäftigt war, mein brechendes Herz zusammenzuhalten :DD
Ich finde es furchtbar, wenn man mit den Beilschmidt-Brüdern so einen schönen Moment teilen kann und aber weiß, dass das alles in die Brüche gehen wird.
Die beiden haben mit ihrer Partnerwahl sich wirklich einen schweren Weg ausgewählt, wobei Gilbert sich noch ein glückliches Ende erhoffen kann...
Ach je, könnte ich dichten oder malen, dann würde ich dir jetzt eine Hommage zu der FF machen :)

Das war es also, das vorletzte Kapitel...
Ich muss ja gestehen, ich kann mir Gilbert und Ivan auch nicht so recht nach den Geschehnissen vorstellen. Oder das die beiden überhaupt mal ein wenig Glück haben .__.
Was ich mich aber frage, macht sich Gilbert denn gar keine Gedanken über Ludwig? Er hat schließlich Monate nichts mehr von ihm gehört.
Oh mann, das ist alles so traurig, wenn ich darüber nachdenke :'(

Viel fällt mir im Moment auch nicht zu dem Kapitel ein, es war wieder ganz wundervoll geschrieben, besonders mit dem Fremdeindruck der amerikanischen Soldaten, der mir doch sehr bekannt vorkam ;D
Das war ganz und gar nicht dilettantisch! xD

Nun denn, bis zum nächsten (UND UM HIMMELS WILLEN: LETZTEN!!) Kapitel :)
Einerseits möchte ich nicht, dass die FF endet, sie hat mich so wunderbar durch das letzte Jahr begleitet. Anderseits, ist es immer gut zu wissen, wie die Dinge enden :D

Ganz herzliche Grüße♥
(In meiner Abschluss-Review, werde ich etwas rumheulen, freu dich darauf! :DD)

Antwort von Glaskammer am 15.01.2013 | 10:00 Uhr
Macht nichts ( =.

Hoffentlich hast du richtig guten Tesafilm gefunden und um dein bröckelndes Herzchen geschwungen....

Ich denke, er macht sich sehr sehr Gedanken über Ludwig (natürlicherweise) aber in dem Moment, wo er so heftig abgelenkt und die Veränderungen ihn so direkt anspringen und ihn betreffen, wird das alles extrem in den Hintergrund seines Geistes gedränkt. Du kennst doch bestimmt Menschen, die, wenn etwas passiert, sich nur darauf konzentrieren können und für andere Geschehnisse weder Blick, noch Zeit haben, erst später fällt ihnen auf, dass ja da noch etwas anderes war. Genau so einer ist Gilbert..

Whaaa...nicht rumheulen...

Danke für deine Lob und die - zumindest in Gedanken - Lieder und Bilder, die du für die FF produzieren wölltest...^^....
10.01.2013 | 01:08 Uhr
Gut ich wollte eigentlich nur mal kurz in FF online gehen und schauen was es neues gibt, aber ohne darauf genauer einzugehen.
Naja ... toll falsch gedacht würde ich mal sagen xD
denn du hast ein neues Kapitel hochgeladen. Erst wusste ich nicht ob ich es lesen sollte, konnte mich aber nicht zurückhalten weil ich sonst wohl in meinem Schlechten gewissen und dem Wunsch endlich zu wissen was du hochgeladen hast, erstickt wäre ._.

Gut nun zum eigentlichen Kapitel.
Also ich habe ja selbst Brüder und ich weiß auch wie shcön es ist wenn man eine enge geschwisterliche Bindung hat und wow, das hier, das tut schon verdammt weh zu lesen weil es einfach so real, so greifbar ist und man dann doch traurig ist das es es eben doch nicht ist. Das hier sind keine Menschen, das hier sind Personen aus einem Internetanime Namens Hetalia, welcher ein haufen zusammengewürfelter Mist ist, aber einfach doch total awesome.
Doch bei deiner Geschichte vergisst man das einfach. Man vergisst das diese Personen hier Gilbert und Ludwig sind, Preußen und Deutschland. Man vergisst es einfach und man vergisst alles was mit ihnen zu tun hat und wird völlig unwissend in diese Geschichte geworfen.
Du baust diese Geschichte nicht auf wie andere und das liebe ich an dieser hier. Ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll.
Ich versuche es aber mal okay? Also:
Viele Leute bauen erst die Geschichte auf. Sie überlegen sich ein Konzept was sich dahinter verbirgt, sie überlegen sich genau was, sie überlegen sich wer drinne vorkommt und wie diese Geschichte verläuft. Und dann setzten sie die Characktere rein.
Doch bei deiner du baust die Geschichte mit und durch die Characktere hier auf und baust alles drumherum. Ein Gerüst, welches perfekt zu den Protagonisten passt.
Dafür bewudnere ich dich mal wieder Q__Q

Und nun doch zum eigentlichen Kapitel
Dieses finde ich persönlich als eines deiner besten, allein weil es mir bauchschmerzen brachte und ich am Ende geheult habe xD
Nein ernsthaft es hat mich unglaublich berührt.
Ich weiß wie es sich anfühlt etwas eigenes mit einem Geschwisternteil zu haben, etwas was sich anfühlt an das die ganze Welt nicht herankommt.
Etwas wie eine eigene kleine Welt die nur für sich slebst und seinen Bruder oder seine Schwester ist.
Sich als eine Einheit zu fühlen und dieses tiefe Bündniss was du hier bei Ludwig und GIlbert beschreibst berührt mich doch immer mehr und immer mehr tut mir dann die komplette Geschichte weh.
Ich meine allein dein Letzter Satz:

"Wie gläsern dieses Selbstverständliche jedoch ist und wie, darüber hinaus, unvorstellbar zerbrechlich die Welt in ihrer Gesamtheit beschaffen ist, in der sie leben, davon wissen sie noch nichts."

Wir, deine Fans ud Leser wissen bereits wie es sich dann zugetragen hat und es tut weh bei diesem Rückblick, aber es vervollständigt das Bild von den Beiden.
Es ist klar wie sie nach Gilberts zurückkommen aus Russland mit den Beiden war. Wir wissen wie sie miteinander umgingen und wie sich ihr Verhältniss gezeigt hat.
Allein in dem einem Kapitel als Gilbert zu dem Mann (ich hab den Namen von dem vergessen der immer um ihn herum schwirrte xD) sagte: Jetzt lernst du den wahren Sadisten unserer Familie kennen.
Ich weiß nicht, so kam am anfang ein Bild der abneigung, der Kälte und des abstandes zustande.
Wir wissen das sich Ludwig bei Gelegenheit bei Gilbert meldet, doch wir wusstne nicht wie sie vor dem allen miteinander umgingen. Wie herzlich ihr zusammenleben und wie eintönig, wie wundervoll, wie alltäglich ihr leben miteinander war.
Doch jetzt wissen wir es und es ist schade was daraus geworden ist, nicht wahr?

Und damit hätte ich mein Review geschrieben .____. was wieder einmal viel zu viel mit Lob umhüllt ist, aber du musst dich damit abfinden xD
Ich bin ein riesen Fan deiner Arbeit *O*

Lg <3

Antwort von Glaskammer am 10.01.2013 | 20:44 Uhr
Ooooh mein lieber Himmel bist du süß...hast du dich von mir "zwingen" (verführen) lassen, ein Review zu schreiben...^^.

Es ist immer wieder wahnsinnig interessant, wie unterschiedlich die LeserInnen auf verschiedene Kapitel reagieren....das du weinen musstest, tut mir trotzdem leid....hach...aber ich kenne das nur zu gut.

Ich selber habe nur eine (emotional etwas sehr weit entfernte) jüngere Schwester, hab mir aber immer immer mindestens einen großen Bruder gewünscht...

Ich hab aber glaube ich auch so angefangen, wie du es beschreibst....also ich habe die Erzähllinie erst ausgebaut, das Konzept und dann ein wenig Funkeldunkelzauberpulver reingestreut, die sich als die Hauptcharaktere entpuppten...

Zu "unwissend in die Geschichte geworden": ja das stimmt, ich spiele gern mit Überraschungen und unerwarteten Wendungen, wahrscheinlich ist das auch der bestimmende Faktor, man weiß nicht, mit was man zu rechnen hat, deshalb ist man beim ersten lesen so heftig bewegt.....

Das was Gilbert damals zu Michail gesagt hat, war wirklich nur ihm ihn riiichtig Angst zu machen bzw. zu "verarschen"....Gilbert kam ja dann während des Besuchs bei Ludwig etwas "herunter" von seinem Berg des Wahnsinns...ein letzter Faden zur normalen Welt, aus der Verbundenheit und Liebe von früher geboren und erschaffen worden...

Hach...vielen Dank für die Versüßung meines Tages ...( =

ganz liebe Grüße!!!!
07.01.2013 | 21:26 Uhr
Einen schönen Guten Abend,

und vielen Dank Frau Glaskammer. Du hast mir meinen Sonntag gerettet mit deinem Kapitel. Ich hatte ja schon wieder vergessen das ein neues
Kapitel angesagt war und da war die Überraschung gleich doppelt so groß und die Freude erst Recht! Tut mir Leid das ich das nicht sofort verkündet
habe, aber Sonntag war so ein Tag... das sind alle meine Reviews nur Trash geworden D:

Die beiden Buchausschnitte die du uns zum lesen gegeben hast war sehr schön und haben einwandfrei zum nachdenken inspiriert, allgemein deine
Idee mit den Zwischenstücken -> echt awesome.

Ach Gilbert, machst Ludwig das Leben wieder schwer, aber eben auch wieder auf eine echt großartige Weise, deswegen kann ich dir gar nicht böse
sein xD. Genial geschrieben wie immer meine Liebe. Man kann Ludwig ja ruhig in eine Uniform stecken und ihn General nennen, aber wehe der gute Herr
will Glüchwein trinken. Dafür ist er doch noch vieeel zu jung. Die Stelle fand ich herrlich. Du machst das richtig toll wie du jetzt am Ende noch eine Menge
Humor rein packst, das lockert die Stimmung. Nach dem letzten Ludwig Kapitel war sie so depressiv und mit einer bösen Vorahnung verbunden, aber jetzt
scheint es wieder aufrecht zu gehen (zumindest denkt das der Leser).

Hach, Weihnachtszeit ist schon herrlich. Einfach himmlich und geborgen. Ich wünschte mein Weihnachten wäre so gewesen wie das der Beilschmidts *-*
Das wäre ein Traum! Mach weiter so. Das Kapitel war super. Du bringst Emotionen so wunderbar rüber und du beschreibst so göttlich und ich liebe es
das deine Kapitel so lang sind~ Aber das weißt du ja Alles schon :D

Mit den großartigsten Grüßen
~Mariechen <3

Antwort von Glaskammer am 08.01.2013 | 10:01 Uhr
Ooooooohhhhhhh.....hihihihihih....

Viiiiielen Dank für soviel Lob und Zuspruch...ich bin ja selber noch nicht so 100% überzeugt von dem ganzen Zwischenstück-Gastspiel...aber mal sehen, nach dem 2. Teil dann vielleicht mehr....das mit Weihnachten passt ja eigentlich nicht so, weil es ein Rückblick auf glückliche positive Zeiten ist, aber glaub mir, ich wünschte mein Weihnachten wäre auch so gewesen wie bei den Beilschmidts ( vielleicht hab ich es gerade deshalb so "heimelig" geschrieben...?..^^..)

Aber schöööön, dass es dir gefallen hat....juchuuuuuuuuuu...!!!!

ganz fettes Dankeschön und einen schönen Tag,

deine Christin
02.01.2013 | 20:16 Uhr
Hallo^^
mal wieder ein Gefühlschaos in mir, nachdem ich dein Kapitel gelesen habe! Der einzige Uterschied ist das ich abwechselnd
nervös war ("Oh Gott! Lass nichts schiefgehen, wenn Ivan und Roderich jetzt gehen!!")
,gerührt war ("Ohhhhh! Wie süß! Roderich hat es endlich verstanden^^")
oder einfach nur lachen musste!! Ich LIEBE Megeles Reaktion und Gilberts Art sich selbst aus dem Lager zu befördern. Ich musste wirklich so lachen, als ich verstanden habe, worum es eigtl. in seinem Brief geht. Mengele entwickelt sich zu meinem Lieblings-Nebencharakter :D
Nun, ich freue mich auf dein nächstes kapitel!!
Viele Grüße
magika

Antwort von Glaskammer am 04.01.2013 | 09:32 Uhr
Huhu,

über dein Gefühlschaos freue ich mich sehr ( =.
Hoffentlich bleibt der Doktor nicht deine Lieblingsnebenfigur - oder nur bin die Geschichte aus ist - das ist nämlich etwas unheiiiiiimlich....^.^......aber gut, dass man erstmal nicht so genau weiß, worum es geht, aber dann der Holzhammer kommt mit dem Buch...ahaha..hat so einen Spaß gemacht, das zu schreiben....( =

ganz liebe Grüße und danke für dein Review!!
 Anzeigeoptionen  Review schreiben Regelverstoß melden Sortieren 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast