Anzeigeoptionen  Review schreiben Regelverstoß melden Sortieren 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 
Autor: Fortigan
Reviews 1 bis 4 (von 4 insgesamt):
A l e x (anonymer Benutzer)
31.12.2011 | 13:50 Uhr
◘◘◘ Wir präsentieren: Das Review, an dem wir wochenlang gebastelt haben und das trotzdem klingt, als hätten es zwei Volltrunkene unter Zeitdruck vor einer drohenden Bombenexplosion verfasst. Wir haben unser Bestes gegeben und trotzdem versagt. Was lernen wir daraus? Viel Spaß! ◘◘◘


Lieber Sven,

oh je, also echt - dir morgens zuzuschauen, muss ziemlich lustig sein, wir sind da ja beinahe neidisch. (Wir = Georg und ich; wenn ich also »wir« schreibe, meine ich uns beide; wenn ich »ich« schreibe, habe ich allein was anzumerken; und wenn ich »Georg« schreibe, meine ich natürlich Georg. [Das nur, damit keine Verwechslungen auftreten; manche Menschen haben irgendwie Schwierigkeiten, Namen auseinanderzuhalten und nennen Georg plötzlich Gerhard und denken auch, wenn ich irgendetwas von ihm ausrichte, dass er in Wahrheit wahrscheinlich gar nichts dazu gesagt hat, weil sie ja allgemein denken, dass Leute mit Behinderungen keine eigene Meinung haben. *grins* Die Menschen sind meistens nicht allzu intelligent, aber wie Adenauer schon wusste (und vor ihm bestimmt auch einige), gibt es nun mal keine anderen.]) Das wird also ein sehr seltsames Schachtelreview, aber wir sind uns absolut sicher, dass du damit gut klarkommst. Die vielen Klammern sind vielleicht etwas störend, auch oder besonders für angehende Lehrer, deshalb bemühen wir uns, das jetzt nicht mehr zu machen, zumindest nicht so oft. :D

Müdigkeitsinduzierte Gedanken - sehr schön, auf so was muss man erst mal kommen. Wenn man mit Jade zusammen ist, fallen einem wahrscheinlich leichter so coole Wörter ein, besonders, wenn sie mit Müdigkeit zu tun haben. ;-) Soooo chaotisch war es aber doch gar nicht bei dir, wir finden, du hast alle deine Aufgaben souverän gemeistert und warst am Nachmittag bei uns dann trotzdem sehr fit.

»Bei ihr angekommen, ist sie ‚natürlich‘ noch nicht startbereit. Zwar bin ich fünf Minuten zu früh, jedoch ist schon abzusehen, dass diese fünf Minuten nicht ausreichen werden, bis sie fertig ist.«

=> Was hat sie denn noch so gemacht? :D

»Denn nicht nur, dass ich keine Karten besitze, ich kann sie auch einfach nicht lesen.«

=> Dass kenn ich. -.- Ich meine, ich besitze zwar nicht mal mehr ein Auto, aber Karten und ich sind zwei Welten, die einfach nicht zusammenpassen.

Hmm, deine Familie klingt ziemlich stressig. Wir finden uns in der Szene beide auf unsere Weise wieder - Georg im Bezug aufs Meckern und die ständige Erwartungshaltung der Familie, ich im Bezug auf den offenbar extrem rüden Umgangston und die Art von Geschwistern, die nur dann da sind, wenn sie was brauchen. Kann man die nicht alle zusammen irgendwo einsperren? Ins (über den Winter leere) Ochsengehege zum Beispiel? Besser wär das. Echt.

Oh, da fällt uns grade ein (vielleicht über die Verbindung Ochsengehege => Ochsen- bzw. allgemein Rinderkacke => Gestank): Warst du denn nun eigentlich mit unserer Heimatstadt-Stinktasche shoppen und hast ein Foto für uns? *pfeif* Die Leute in dem Laden haben uns versichert, die Tasche würde nach einiger Zeit nicht mehr stinken, aber irgendwie haben wir die Hoffnung aufgegeben, nachdem Jade uns vor einiger Zeit geschrieben hat, dass sie immer noch genauso stinkt wie am Anfang. Nun ja. Wir sind unschuldig. Und du darfst die Tasche natürlich gern auch entsorgen, wenn du möchtest, Hauptsache es gibt ein Erinnerungsfoto. *hust* Jades Vorschlag, die Tasche mit Parfum einzusprühen ... ich weiß nicht, ob du dich damit so gut anfreunden kannst. ;D

»Den Wohnort von Jades Freunden haben wir uns beide etwas anders vorgestellt. Die Hauptstraße führt einmal quer durch den Ort und verläuft nicht durchgehend asphaltiert, sondern um ein Gebilde herum als Pflastersteinstraße, ist jedoch stark befahren, was wahrscheinlich an der Uhrzeit liegt. Ich habe mir die Gegend städtischer vorgestellt, denn allgemein finde ich die Landschaft und das Stadtbild sehr ländlich. Meine Freundin hat sie sich ländlicher vorgestellt. Das Interessante an diesen Interpretationen ist, dass ich seit je her ein Landkind bin und Jade schon immer in einer Stadt wohnt, wodurch eigentlich zu erwarten wäre, dass ich den Ort schon als riesig beschreibe und sie als dörflich. Leider helfen beide Ansichten nicht, einen geeigneten Parkplatz zu finden.«

=> *prust* Ja, das ist wahr. Im Bezug darauf bin ich recht froh, dass wir kein Auto haben. Wir haben im Hof zwar eine Garage, die aber in einem so dämlichen Winkel liegt, dass es kein Vergnügen ist, da einzuparken, es sei denn, man hat einen Smart. Selbst mein Onkel, jahrzehntelang geübter Autofahrer, kam aus dem Fluchen nicht mehr heraus, als er mal seinen Wagen in unsere Garage stellen wollte. Wenn dann auch noch Nachbarn auf die Idee kommen, ihr eigenes Auto vor die Garage zu stellen (ehe sie in die Unauffindbarkeit verschwinden), wird es ganz besonders lustig. Also ist es tatsächlich am Klügsten, sich einen Hauptstraßenparkplatz zu suchen. Im Bezug auf städtisch oder ländlich: Ich glaube, wir sind hier ziemlich in der Mitte, was euer beider Empfinden betrifft. Der Stadtkern ist tatsächlich sehr städtisch geprägt; hier gibt es (bis auf ein Kino und einen Mc Donald’s) wirklich ALLES. Ich hatte hier noch nie das Gefühl, in eine größere Stadt fahren zu müssen, um irgendetwas zu bekommen. (Oh, und die medizinische Versorgung ist nicht soooo toll; in die Uniklinik müssen wir nach wie vor.) Sobald man aber aus dem Stadtkern raus ist, dauert es nicht lange, bis man auf freiem Feld oder mitten im Wald stehen kann. Von uns aus ist man in zehn Minuten im Wald. Das ist wirklich etwas, das wir an dieser Wohngegend sehr schätzen.

»Jade ist sichtlich aufgeregt und freut sich auf die lang ersehnte Begegnung. Ich bin auch schon sehr gespannt, weil sie mir viel von den beiden erzählt hat. Es wäre fast schon gelogen, wenn ich verschweigen würde, dass ich nicht auch explizit auf Georg gespannt bin, weil er eine stärker ausgeprägte körperliche Behinderung hat. Davon hat Alex Jade in Emails berichtet. Dabei wurde deutlich, dass er geistig auf einem hohen Level spielt. Die Kombination aus körperlicher Behinderung und einem scharfen Verstand ist für die meisten Menschen, die nicht täglich damit zu tun haben, eben sehr spannend und ich gehöre zu diesen. Stolz bin ich nicht darauf, dass mich das so sehr beschäftigt, aber Menschen sind eben neugierig und sensationsgeil. Total abscheulich, finde ich.«

=> Hmm. Abscheulich ... nein, ganz so krass sehen wir das nicht. Es ist für Menschen, die täglich damit zu haben, überraschend, wie überraschend es für die anderen oft ist. Abscheulich aber ist ein zu großes Wort dafür; da gibt es wirklich Schlimmeres.

»Alex öffnet uns die Tür und empfängt uns in einer gemütlichen Wohnung. Im Esszimmer erwartet uns dann auch Georg. Ich muss ganz ehrlich zugeben, dass ich mir die Behinderung weniger schlimm vorgestellt habe.«

=> Echt? Inwiefern? Ich dachte irgendwie, ich hätte euch ausreichend vorbereitet. ;D (Oh, und nun frage ich dich etwas, was ja bedeutet, dass du schon wieder schreiben musst - tut mir leid! Du kannst deine Antwort natürlich gerne auch Jade ausrichten lassen. *grins*) Oh, und schade, dass du doch nicht »Alex öffnete MIR die Tür« geschrieben hast, darüber hätte ich mich noch lange amüsieren können. *hust*

»Und genau diese beiden Wörter sind es auch, die dafür sorgen, dass ich im ersten Moment, oder auch die ersten Momente, etwas überfordert bin mit der Situation. Behinderung und schlimm. In unserer Gesellschaft verbindet man diese Wörter zwangsläufig miteinander, wenn man nicht oft mit diesem Thema konfrontiert wird, denn was soll eine Behinderung sonst sein, außer schlimm?«

=> Hmm. Wir verraten dir jetzt mal, was wir darüber denken, auch wenn wir es uns damit vermutlich mit der Vereinigung der superstarken, heldenhaften, immer gut gelaunten und gaaaanz tapferen Behinderten verderben würden, die die Welt mit ihrer Stärke und ihrem Optimismus vom Hocker reißen: Eine Behinderung ist immer schlimm. Nicht schlimm im Sinne von: man muss unentwegt darüber jammern. Aber mal ehrlich: Findet es irgendjemand »nicht so schlimm«, wenn er sich vor versammelter Mannschaft in die Hose pisst? Das ist nicht lustig, wenn man so drüber nachdenkt. Was nicht bedeutet, dass man sich nicht darüber lustig *machen* darf - Galgenhumor hat noch niemandem geschadet und ist das beste Mittel, auch mit weniger schönen Situationen klarzukommen. Aber die Strahlemänner und -frauen, die als Motivationskünstler die Welt bereisen oder Leser mit ihren Bleib-tapfer-Blogs beglücken - wir halten sie für subjektiv ehrliche Lügner. Man kann sich natürlich immer einreden, dass alles gar nicht so wild ist, und NATÜRLICH ist das Leben durch eine Behinderung nicht verwirkt oder gar weniger lebenswert. Aber es ist anstrengend, und wer diese Anstrengung verleugnet und einen auf immer glücklich macht, kann unserer Meinung nach im innersten Kern zu sich selbst nicht ehrlich sein.

Ein Filmtipp dazu: »Die Kunst des negativen Denkens«, ein norwegischer Kinofilm aus dem Jahr ... 2006? Ja, 2006. Zumindest wurde er da produziert; in die deutschen Kinos kam er erst später und lief auch nur in so typischen kleinen »Kunstkinos«, wo die große Masse (Variation A: »Buhu, der ist behindert, der Aaaarme!«; Variation B: »Meine Behinderung hat mich nur stärker gemacht, ich bin der lebende Beweis dafür, dass Glück und Behinderung eins sind!«) sowieso nicht hingeht. Guck:
http://www.youtube.com/watch?v=b_ZKmEicZmw
Der letzte Satz im Trailer ist am besten. xD
Den gucken wir heut Abend mal wieder an (also den Film, nicht den Trailer) - lohnt sich wirklich sehr! Viele Originaltonfans meckern über die deutsche Synchronisation, aber ich kenn den Film auch im Original und find die Synchro wirklich okay.

Wo waren wir jetzt eigentlich? Ach ja, Behinderung und schlimm. Also, wie du siehst: Georg findet es nicht schlimm, wenn Menschen seine Behinderung schlimm finden. Irgendwie wär es doch übler, wenn du gesagt hättest: Scheiß drauf. Ich glaube, so kann man das aber erst sehen, wenn man sich selbst eingestanden hat, dass »normal« nicht mehr drin ist. Unser Leben ist nicht normal. Unsere ganze Beziehungsstruktur ist schon lange nicht mehr normal; nicht in dem Sinn, was normal eigentlich bedeutet. Und wir sehen darin auch nicht nur das Positive. Wenn man auch die negativen Aspekte sieht und sie vor allem ausspricht, als immer bloß blöd Heile Welt zu spielen, kommt man unserer Erfahrung nach einfach besser damit klar. Damit meinen wir nicht, dass man rund um die Uhr darüber jammern soll. Aber wir finden, man darf ruhig sagen, dass eine gravierende Behinderung scheiße ist, ohne fürchten zu müssen, als lebensverneinende Absturzgestalt gesehen zu werden. Die Wahrheit zu sagen, hat nichts damit zu tun, das Leben nicht mehr schön zu finden. Es ist halt anders als vorher. Und in meiner eigenen ersten Herbstimpression habe ich geschrieben, dass es eine Garantie auf ein leichtes Leben nie gibt, für niemanden - das relativiert für mich vieles sehr stark. Krankheit oder Behinderung sind kein Grund, etwas zu lassen, was man gern tun möchte, sofern das körperlich noch möglich ist.

Was viele Menschen nicht wissen, ist, dass ich selbst ja auch nicht komplett gesund bin. Wäre ich nicht so lange in der Klinik gewesen 2005, hätte ich beruflich einen ganz anderen Weg eingeschlagen und Georg nie kennengelernt. Ich bin also schon auch dafür, die positiven Aspekte auch zu sehen - nur eben nicht ausschließlich, denn so lustig ist es dann halt doch wieder nicht, lebenslang Tabletten zu schlucken. ;-) Aber es geht. Nichts, was dramatisiert werden muss.

»Ich muss mich sogar zurückhalten, den Satzbau und die Wortwahl nicht derart anzupassen, als ob ich mit einem Kindergartenkind reden würde. Ich schäme mich wirklich für mich selbst, was für unbeholfene Gedanken in mir aufkommen. Hoffentlich merkt er das nicht …«

=> *lach* Nein, das ist uns nicht aufgefallen. Wohl deshalb, weil es tatsächlich einige Zeitgenossen gibt, die das so handhaben. Und das nervt. Sehr. Denn wie du sagst (und wir sind froh, dass das für dich so deutlich wurde), ist Georg in seinem Denken und dem sprachlichen Ausdruck dem Durchschnittsbürger schon ziemlich voraus. Finde ich. Das sind nicht unbedingt Otto-Normalbürger-Gedanken, sondern welche, für die es eine fundierte geistige Grundlage braucht. Und das kriegen Menschen im Kopf oft nicht zusammen. Dass beides geht. Dass eine körperliche Behinderung nicht automatisch auch eine geistige bedeutet. Haben wir euch das mit dem Zahnarzt erzählt? Als die Arzthelferin mich fragte: »Versteht er uns?« Glücklicherweise fallen mir in solchen Situationen meist schnell passende Antworten ein. ;-)

»Erst dachte ich mir: „Der arme Georg. Wenn er mit Alex unterwegs ist, steht er bestimmt nur in ihrem Schatten.“ Jetzt kann ich fast schon „die arme Alex“ sagen, denn bei Georgs Erzähldrang kommt sie nur schwer zu Wort. Er ist eben die geborene Eloquenz. Aber unglaublich süß sind die beiden. Wüsste ich es nicht besser, würde ich behaupten, sie sind frisch verliebt, erst vor kurzem zusammen gekommen.«

=> Aww. Das Kompliment können wir allerdings zurückgeben. :-)
(Böse Zungen behaupten, ich hätte mir Georg nur deshalb ausgesucht, weil er so viel quatscht, dass niemand merkt, wie ich mich bei »normalen« Pärchentreffen besaufe. Bei euch war eine solche Maßnahme aber keineswegs nötig. ^^)

Nachdem Georg gerülpst hat, fandest du noch mehr, dass ich in seinem Schatten stehe? *prust* Nächstes Mal rülpse ich dich auch an, Sven. So. xD

Ich finde aber auch, dass Georg es einfach drauf hat. Ist einfach so. :-)

Ah, und das Brot bzw. den Belag mit Brot. Im Bezug auf den »feudalen Genuss« (der Jade und mir vermutlich für eine Woche reichen würde) ist uns aufgefallen, dass du noch überhaupt kein Profilbild hast. Wie wär’s mit dem hier?
http://imageshack.us/photo/my-images/266/georgbrot.jpg/
Es ist farblich vielseitig und unterstreicht deinen Nahrungsmittelgeschmack. ;D

»Entweder ist der Ort erst ein paar Jahre alt, oder das Kartenmaterial stammt aus der Zeit, als Bayern noch ein Königreich war … der Hass auf dieses Stück Plastik mit Chip steigt.«

=> Ich tippe auf Letzteres ... ich mein, guck dir unser Schloss an! ^^

»Irgendwie fehlt mir die entscheidende Motivation für Schreiben als Freizeitbeschäftigung. Nicht, dass ich es langweilig finde, aber vieles macht eben mehr Spaß. Ich habe Lust, Lust zum Schreiben zu haben.«

=> *lach* Sollen wir dazu viel Glück wünschen oder es lieber lassen? Also, von uns aus kannst du gerne noch mehr schreiben!

»Jeder, der einen solchen Menschen auf der Straße sieht und anstarrt, sollte sich vor Augen halten, dass ebendieser womöglich genau so denkt wie man selbst und wer wird schon gerne angestarrt?«

=> Das sehe ich auch so, ja. Und auch dazu fallen mir glücklicherweise fast immer Sprüche ein, die die Betreffenden dazu bringen, beschämt wegzuschauen. Georg ist diesbezüglich - wie könnte es auch anders sein - wesentlich gechillter. Ich meine, der Kerl entschuldigt sich sogar, wenn jemand anders IHN anrempelt! Ich habe Angst vor dem Tag, an dem bei uns mal Zeugen Jehovas klingeln, denn er hat bestimmt Mitleid mit den armen Menschen und will, dass wir ihnen Kaffee machen, weil sie ja von vielen anderen immer weggejagt werden. Ähm, aber ich schweife ab. *hust*

Und nun sind wir auch tatsächlich am Ende unseres Reviews angekommen. Deine Impression hat uns sehr gefallen (und nicht nur deshalb, weil wir so gut dabei weggekommen sind *grins*); deine Ausführungen waren wirklich interessant zu lesen!

Herzliche Grüße aus dem Ex-Königreich an dich und Jade!
Alex und Georg
13.12.2011 | 22:48 Uhr
Also ich muss sagen, ich hatte sehr viel Spaß bei der Lektüre. Du hast den Ausflug sehr lebendig geschildert, man konnte den Tag regelrecht miterleben. Besonders den Anfang fand ich sehr unterhaltsam und trotz der teilweise ausführlichen Details wurde es nie langweilig.

Interessant fand ich, dass du die Notizfunktion am Handy benutz, ich habe dafür immer noch die guten alten Notizzettel, ohne die ich vermutlich völlig den Überblick verlieren wurde, was ich denn eigentlich so tun sollte. In der Früh schaff ich es immer irgendwie am Ende doch nicht spät dran zu sein. Keine Ahnung wie das geht, aber ich bin allgemein schon nicht die Schnellste, wenn dann noch was unerwartetes passiert… keine Chance, dass sich dann noch irgendwas rechtzeitig ausgeht.
Müdigkeitsinduzierte Gedanken habe ich meistens nur am Abend, da kommt es schon vor, dass mir selbst von meinen Gedankengängen schwindlig wird.

Mit Zigarettenrauch verbinde ich die Wohnung meiner Oma, auch noch Jahre nach dem sie aufgehört hatte roch es in der Wohnung noch nach kaltem Rauch. Der Duft weckt immer noch Kindheitserinnerungen. Ich finde es toll, dass du es schaffst den Zigaretten zu widerstehen, wie schwer es ist standhaft zu bleiben man wohl erst nachvollziehen, wenn man selbst in so einer Situation war.
Die Situation auf der Autobahn hat mich zum Lachen gebracht, schnelle Autos sind schon was Schönes! Du hast jedes Recht dich darüber zu freuen, so hält man sich jung. ;-)

Besonders beeindruckt hat mich deine Schilderung von deiner Begegnung mit Georg, deine Ehrlichkeit war erfrischend. Ich denke die Gesellschaft geht darauf viel zu wenig ein, aber nur wenn man darüber spricht kann man aufeinander eingehen, Erfahrungen sammeln und austauschen. In dem wenigen Umgang den ich bis jetzt mit behinderten Menschen hatte, aber ich nur gute Erfahrungen gemacht. Es ist erstaunlich was für nette und herzliche Menschen das sind. Echt bewundernswert.

Zumindest kannst du die Lust am Schreiben nachvollziehen, das ist auch schon mal was und vielleicht wird aus der Lust zur Lust ja irgendwann mal was. Sorry, ich fand die Aussage nur einfach so genial!! War auf jeden Fall ein Lesevergnügen.

lg Hermine
29.11.2011 | 00:35 Uhr
Heyho!

Nachdem ich mir gerade einen recht traurigen Oneshot angeschaut habe, passt deine Herbstimpression nun wunderbar, um die nachdenkliche Stimmung wieder abzuschütteln. Kritikpunkte haben wir schon ausführlich besprochen, also folgen jetzt meine positiven Eindrücke zu deinem Text.

Fünf Stunden liegen über dem Schnitt – ich wäre für nichts mehr zu gebrauchen! Wahrscheinlich würde ich einfach irgendwann umfallen und ein Jahr lang schlafen. :D
Oh ja! Früh morgens nachdenken ist völlig umsonst. Stelle ich immer wieder fest, wenn ich dann doch die Hälfte daheim liegen lasse … ^^ Vielleicht sollte ich mir auch Notizen machen.

24/7 erreichbar sein – never ever! ^^ Nachts will ich pennen und bis auf Ausnahmen/Notfälle werde ich bei Störungen wirklich grantig.

Anstelle deines gepimpten PCs hättest du dein gepimptes Netbook erwähnen sollen. xD (Maaah, Autokorrektur, mach das x von meinem xD nicht immer groß – ich will nicht die Korrektur korrigieren! :D)

Guuute Packmethode! ^^ Geht schnell … leider bekomm ich dann Koffer/Tasche nicht mehr zu. ^^ Also für mich wohl nicht ganz so tauglich.

Im TV läuft selten was Gutes. Und ich bin stolz, dass du den Zigaretten widerstehen kannst.

Auto aufräumen und waschen – ja … bald dann … irgendwann … nächstes Jahr. :D Am besten, bevor du wieder ausflippst, weil du meine Windschutzscheibe von innen abwischst (man hat da noch genug durch gesehen!). ^^
Ist dein Dad wegen den Sachen im Flur ausgeflippt?
Geliebtes Auto … pff! Und zum Thema Stern fällt mir gerade die Aktion von eurem Hund ein. ^^ Ich hab damit gerechnet, dass du wütender reagierst. ^^

Stress ist oft selbstgemacht … ja. Aber nicht immer und auch nicht zwingend meist. Und äußere Faktoren bestimmen mit, wie viel man sich selbst noch macht.

Als du mir das Sprechen vom Werkstatttypen vorgemacht hast, klang das cooler. ^^

Wie?! Ich bin 'natürlich' noch nicht startbereit? Was soll das denn heißen? :D War noch früh! ^^ Und hetzen im Urlaub geht gar nicht! ^^

Die Navi-wieder-abgeb-Szene war nervig. Und irgendwie hat es mich nicht gewundert. Es gibt Situationen, die erwartet man irgendwann einfach.
Keine Karten lesen können … tz, und das mit deinem Studiengang. :D Aber mach dir nichts draus, für mich sind sie auch mehr oder minder kryptisch. ^^

LOL – ich bin mir auch ganz sicher, der Porsche konnte einfach nicht schneller. ^^ Hat man ja eindeutig gesehen. Er hat's versucht, aber da war einfach nichts zu machen. ^^

Der unterschiedliche Eindruck von Alex und Georgs Wohnort war wirklich interessant. Und zum Thema widersprechen: Ich weiß halt, wann's nichts bringt und wenn du sicherstellen wolltest, dass die beiden auch ja dein Auto sehen … :p
Und aufgeregt war ich wirklich. Aber hey, ist doch wohl verständlich. ^^

So, nun wird’s kurz ein bisschen allgemeiner, auf die gesamte HI bezogen, weil's gerade passt:
Dass du deine Gedanken zu Georg, aber auch generell zu jedem der Abschnitte, gerade am Morgen, so genau aufschreibst, gefällt mir. Man bekommt so ein gutes Bild von dir (und du sparst dir den Profiltext, um dich vorzustellen – wobei die meisten wohl eher weniger hier reinschauen ^^). In dieser gründlichen Form würde ich das wohl nicht machen. Ich bin ein bisschen vorsichtiger, was ich im Netz so von mir präsentiere. Aber ich finde Menschen bemerkenswert, die es schaffen, so offen zu sein und sich dabei dann auch noch wohl zu fühlen.
Neugierig ist der Mensch, ja. Sensationsgeil meiner Meinung nach bedingt. Ich glaube nicht, dass dieses negativ konnotierte Adjektiv wirklich auf jeden passt. Denn für mich würde das bedeuten, nun auch überall breitzutreten, was wir 'Tolles, Spektakuläres' in Bayern gesehen haben und dass wir das tun, wäre mir neu.
Aber deine allgemeinen Gedanken zum Thema menschliche Eigenschaften sind sehr interessant, ebenso wie deine Selbstreflexion.

So, genug ernste Überlegungen für den Moment. Weiter geht’s mit Einzelheiten. ^^

Das Essen war lecker, ja! Mjammi. Und du hast dich richtig erinnert. Lieb von den beiden, uns so zu verwöhnen.
Teuerste Abnehmmethode aller Zeiten … du würdest sie mögen. Ich meine … lange im Auto sitzen? :D

„Und von der Gastfreundlichkeit und Offenheit können sich die meisten auch eine Scheibe abschneiden.“ - Definitiv! Ich habe mich auch sehr wohl bei den beiden gefühlt.
Und süß finde ich ihren Umgang miteinander auch. (Poah, die wollen uns Konkurrenz machen! :D) Und sie ergänzen sich gut, ich würde nicht sagen, dass einer im Schatten des anderen steht. Es passt einfach.

„Ich merke bei meiner Freundin, dass ich seit über acht Monaten täglich frisch verliebt bin.“
– Waaah! <3 Mehr sag ich dazu besser nicht, sonst wird’s kitschig.

Elternführerschein wäre mal eine feine Idee. ^^
„Dann würde die Menschheit zwar aussterben, aber wenigstens wären die letzten Generationen glücklicher.“ – *prust*

So ein Mist, dass wir die Männlichkeit vom Ochs nicht gesehen haben! ^^ Habe ich dir erzählt, dass Alex meinte, dass er inzwischen schon wieder ein Kälbchen gemacht hat? (Maaah, was für eine Ausdrucksweise. LOL Aber ist spät und ich bin schon müd! Als Alternative fällt mir gerade nur 'produziert' ein und das klingt auch nicht besser. :D)

Oh ja … ihr mit eurem Belag! Schon … speziell. Aber gut, dass du jetzt einen Gleichgesinnten gefunden hast. ^^

„... der Hass auf dieses Stück Plastik mit Chip steigt.“ – Mein armes Navi! Du warst einfach zu grob zu ihm. ^^ Aber irgendwie mag ich den Satz. Klingt … unheilvoll cool. ^^

Der Abschluss des Textes gefällt mir gut, eine gute Ergänzung zur Selbstreflexion von vorhin, zu der ich mich bereits geäußert habe. Und der letzte Satz rundet schön ab.

Fazit (nach fast zwei Seiten *hust*):
Mir gefällt deine Herbstimpression! Sie ist offen und ehrlich, lustig, in einem flüssig zu lesenden Stil und hat mich zu einem seeehr langen Review verleitet. Ich finde es toll, dass du dich an dem Projekt beteiligt hast – auch wenn du mehr oder minder zwangsbeglückt worden bist. ^^ Hm, wenn du wirklich Spaß am Schreiben haben willst, kommt er ja vielleicht irgendwann sogar. Und wenn nicht, was soll's? Es kann sich ja nicht jeder für dasselbe begeistern. Mit diesem Text hast du jedenfalls (bei mir) für Spaß und Nachdenken gesorgt – dafür danke.

Liebste Grüße. <3
Jade

Antwort von Fortigan am 20.02.2012 | 18:42 Uhr
Besser spät als nie, aber ich nehme somit mal zur Kenntnis, dass du mir ein Review geschrieben hast, obwohl ich das schon vom ersten Tag an weiß xD
Warst aber nicht die erste :-P
Und vielen Dank für die positiven Eindrücke. Mal schauen, ob ich noch mal was schreibe in absehbarer Zeit. Das hier hat ja schon ewig lange gedauert, weil ichs irgendwie nicht hin bekomme, wenn ich sowas mit auf einen fixen Termin hin schreibe. Aber wird schon laufen ^^
G e o r g (anonymer Benutzer)
27.11.2011 | 16:42 Uhr
Hallo lieber Stinktaschenbesitzer!

Cooool! Da bist du gerade noch mal ums Ochsengehege herumgekommen. ;-)

Nein, im Ernst, wir haben sehr gelacht beim Lesen der Impression, obwohl sie teils doch auch ernst und nachdenklich war.

Ein "richtiges" (d.h. ausführliches) Feedback schreiben wir dir im Januar, wenn sich bei uns hoffentlich der Stress wieder etwas gelegt hat. :-)

Ganz liebe Grüße an dich und Jade
Georg und Alex
 Anzeigeoptionen  Review schreiben Regelverstoß melden Sortieren 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast