Autor: Mirfineth
Reviews 1 bis 25 (von 209 insgesamt):
27.09.2020 | 20:14 Uhr
Liebe Vicky!
Die beiden sind ein geniales Paar, wie sie einander führen und lotsen.
Das Kapitel hat mir sehr gut gefallen, wie du ihre „Reise“, wie du die Sinneseindrücke von Jeremy beschreibst, und auch, wie Damien mit ihm umgeht.
Rutsch gut in die neue Woche.
R ◍
27.09.2020 | 20:01 Uhr
Liebe Vicky!
Eine gute Idee von Damien.
Der Mensch braucht Sonne und frische Luft,
das hat ja schon Jeremy mit dem Disput ums offene Fenster bewiesen.
Schönen Sonntag-Abend.
R ❁
26.09.2020 | 18:12 Uhr
Liebe Vicky!
Ach nee, Zickenkrieg unter Männern *lol*
Damien soll sich gut zudecken, die Luft ist sowieso unerträglich in Spitalszimmern.
Was ist denn plötzlich in ihn gefahren?
Wobei auch Damien ein Recht hat, mal frustriert zu sein und sich selbst leid zu tun, wenn er schon immer Jeremy so stützt.

In einer anderen Rev-Antwort hast du mir einen Plot beschrieben, und ich finde diesen Entwurf großartig.
Wobei ich die Jungs vielleicht eher bei 16 (zumindest 15, also Sekundarstufe II) ansiedeln würde, im Hinblick auf die Verkuppelei der Eltern.
Mädchen mit 14 sind fast schon junge Damen, Jungs mit 14 irgendwie noch Kinder. Ob sich die wirklich schon verlieben?
Virtuelle Umarmung!
R ❀
26.09.2020 | 18:02 Uhr
Liebe Vicky!
Ich hoffe, du hast ein bisschen Frieden oder Alltag trotz deiner Trauer wieder gefunden.
Ansonsten wünsche ich dir natürlich viel Erfolg bei der Arbeitssuche.
Für dich und deinen Freund (der Mystery-Autor?) freu ich mich auch und wünsche euch das Allerbeste.

Mir gefällt, wie vehement sich Damien gegen seinen und auch Jeremys Freitod ausspricht!
Und dass Jeremy von sich aus erkennt, was alles noch lebenswert in seinem Leben gerade ist… und ich bin sicher, es wird noch viel mehr werden.
Das war sehr schön zu lesen.
Ganz besonders liebe Grüße.
Deine R ✿
07.09.2020 | 12:23 Uhr
Hallo liebe Vicky,
Hier endlich wieder ein Review von mir, ich weiß es ist ja lange her. ; )
Zuallererst: Ich denke, es ist eine große Verbesserung, dass Jerry über seine Zukunft nachdenkt, und auch Damien hat vollkommen Recht.
Im Grunde gibt es nämlich nur zwei Möglichkeiten: Aufgeben, oder sich mit der Realität arrangieren, bzw das Positive zu sehen, es gefällt mir immer sehr, wie die beiden Freunde miteinander umgehen :)

Ich denke übrigens auch nicht, dass Jerry bei seinen ersten "Gehversuchen mit Stock" ausgelacht werden würde, nur wenige Menschen sind wirklich so grausam und/oder ungebildet.

GLG!
Ps. Hast du schon mal über einen Assistenzhund für Jerry nachgedacht?
Haus mit Garten hätte er ja und ein Hund wäre auch gut für seinen Charakter und beugt Vereinsamung vor.

Antwort von Mirfineth am 25.09.2020 | 17:22 Uhr
Einen wunderschönen guten Abend, meine allerliebste Ravaari! <3
Ich freue mich wirklich sehr darüber, dass du nach so langer Zeit wieder einige Reviews zu meinen Geschichten geschrieben hast. Ich sende dir ganz viele digitale Umarmungen und Knuddelungen, um mich bei dir dafür zu bedanken! :-* Angesichts der vielen gravierenden Veränderungen in deinem Leben während der letzten Monate habe ich aber natürlich auch großes Verständnis dafür, dass du FF.de so lange „vernachlässigt“ hast. Willkommen zurück! :-) Ich hoffe, dein Leben hat sich inzwischen wieder normalisiert, und ich wünsche dir viel Vergnügen beim weiteren Lesen meiner Geschichten. ^^
Der Grund, warum es nun schon seit dem 30.7. keine neuen Kapitel meiner Geschichten gab, ist sehr traurig: Meine Oma, die ich sehr gern hatte, ist plötzlich und völlig unerwartet an einem geplatzten Magengeschwür gestorben. Sie war 88 Jahre alt, aber geistig und körperlich noch vollkommen fit und aktiv – überhaupt niemand hat damit gerechnet, dass sie jetzt stirbt. Wir sind alle sehr fassungslos und geschockt.
Voraussichtlich morgen werde ich trotzdem wieder ein paar neue Kapitel von meinen Geschichten hochladen. Außerdem beantworte ich heute sämtliche Reviews, die du und andere Leser zu den vorherigen Kapiteln geschrieben haben.
Da Jeremy höchstwahrscheinlich in Kürze aus dem Krankenhaus entlassen werden wird, ist es an der Zeit, dass er sich Gedanken darüber macht, was er in Zukunft als blinder Mensch mit seinem Leben anfangen möchte. Es ist normal, dass er momentan noch sehr niedergeschlagen und mutlos ist und Angst vor einer Zukunft als blinder Mensch hat. Aber zum Glück schafft es Damien immer wieder, Jeremy neue Hoffnung zu schenken und ihn dazu zu überreden, nicht den Kopf hängen zu lassen, sondern sein Schicksal zu akzeptieren und sich trotz allem seines Lebens zu freuen. Etwas Besseres, als Damien kennengelernt zu haben, hätte Jeremy in seiner Situation gar nicht passieren können. ;-)
Was Jeremys Umgang mit dem Blindenstock betrifft: Es gibt zwar durchaus eine nicht unerhebliche Anzahl von Leuten, die nicht wissen, was es zu bedeuten hat, wenn jemand auf der Straße mit einem Blindenstock herumläuft, und die den Blindenstock für einen Skistock / einen Wanderstab / einen Schäferstab oder sogar für ein „Minensuchgerät“ halten. (Dies ist KEIN Scherz! Sabriye Tenberken, geb. 1970, im Alter von 12 Jahren durch eine Krankheit erblindet, beschreibt alle diese Beispiele in ihrer Autobiographie!) Aber dass blinde Menschen in der Öffentlichkeit verspottet, ausgelacht oder beschimpft werden, kommt nur äußerst selten vor. Diesbezüglich schließt Jeremy zu sehr von sich selbst auf andere Menschen – nur weil er selbst früher behinderte Menschen verachtet hat, bedeutet das nicht, dass sich sämtliche Mitmenschen auch so verhalten.
In Kapitel 68 hat sich Jeremy schon ganz kurz Gedanken darüber gemacht, ob er einen Blindenhund haben möchte oder nicht. Natürlich hätte er genug Platz und genug Geld, um sich einen Hund anzuschaffen, aber man muss auch von der Persönlichkeitsstruktur her für einen Hund geeignet sein. Ich denke, dass Jeremy einfach nicht der „Hunde-Typ“ ist. Abgesehen von den Fischen in seinem Aquarium kann Jeremy auf emotionaler Ebene mit Haustieren nicht besonders viel anfangen. Ein Blindenhund wäre zwar sehr nützlich und hätte viele Vorteile, aber es gibt auch blinde Menschen, die einen Blindenhund grundsätzlich ablehnen (ich kenne einige solcher blinden Menschen sogar persönlich). Jeremy könnte auch im Leben zurechtkommen, ohne einen Blindenhund zu besitzen. Für eine positive Veränderung seines Charakters kann auch Damien sorgen, und wenn sich Jeremy irgendwann doch dazu entschließen sollte, zu heiraten und Kinder zu bekommen, dann wäre er auch nicht mehr einsam.
Viele herzliche Grüße und bis zur nächsten Reviewantwort, <3
deine Vicky Beutlin
30.07.2020 | 19:25 Uhr
Liebe Vicky!
Jeremy wird nie wieder jemand verspotten.
Damien schafft es immer wieder, ihm zu zeigen, dass es noch genug gibt, das lebenswert ist und wofür Jeremy dankbar sein kann.
Damien hat ja auch Physiotherapie um mit den Prothesen laufen zu lernen,
auch Jeremy bräuchte eine Rehab für Alltagsroutinen, was ich schon mal erwähnt habe. Oder eine Assistenz.

Wieder 2 gelungene Kapitel.
Liebe Grüße.
R ♪ ♫ ♪♪

Antwort von Mirfineth am 25.09.2020 | 17:19 Uhr
Sei herzlich gegrüßt, meine liebe Frau Internet-Spatz! <3
Es hat nun schon seit dem 30.7. keine neuen Kapitel meiner Geschichten mehr gegeben, einerseits weil es mir aufgrund des Todes meiner Oma psychisch nicht besonders gut ging, und andererseits weil ich während der letzten Wochen eher nach potenziellen Arbeitgebern gesucht und Bewerbungen geschrieben habe, anstatt mich um meine Geschichten zu kümmern.
Mittlerweile ist es mir aber gelungen, ein paar neue Kapitel meiner Geschichten fertigzustellen, die ich voraussichtlich morgen hochladen werde. Ich hoffe, sie gefallen dir. :-) Außerdem beantworte ich heute sämtliche Reviews, die du und andere Leser zu den vorherigen Kapiteln verfasst haben.
--- „Man darf Beziehungen nicht wegwerfen, wenn es mal hakt, sondern man muss sie – wie wertvolle Gegenstände – zu reparieren versuchen.“
Dieser Meinung stimme ich voll und ganz zu. Du sprichst mir aus der Seele. Ich hätte das selbst nicht treffender formulieren können. Leider versuchen in der heutigen Zeit die wenigsten Leute, ihre Beziehung zu retten (z.B. durch eine Eheberatung / Psychotherapie), wenn diese dabei ist zu scheitern, sondern sie trennen sich sofort von ihrem Partner, ohne ihm/ihr eine zweite Chance zu geben.
Zu diesem Thema habe ich vor einigen Wochen ein Buch gelesen, welches ich dir wärmstens empfehlen möchte: „Für immer die Deine“ von Jana Voosen. Das Buch handelt von einem Mädchen namens Klara und einem Jungen namens Fritz, die im Jahr 1939 beide 17 Jahre alt sind. Sie kennen einander seit ihrer frühesten Kindheit, da sie im selben Dorf wohnen, und führen seit ihrem 15. Lebensjahr eine Liebesbeziehung. Im Mai 1939 stellt Klara dann fest, dass sie ungeplant schwanger ist. Fritz erklärt sich sofort dazu bereit, sie zu heiraten, und obwohl die übrigen Dorfbewohner ziemlich lästern, freuen sich die beiden auf ihr Kind. Im Januar 1940 bringt Klara einen Sohn zur Welt, doch das Glück der jungen Eheleute ist nur von kurzer Dauer, denn Fritz wird für den Zweiten Weltkrieg als Soldat eingezogen und nach Russland geschickt. Während er an der Front ist, macht Klara Bekanntschaft mit einem Zigeuner, der sich in der Nachbarschaft versteckt hält, um der Verfolgung durch die Nationalsozialisten zu entgehen. Klara, die sich einsam fühlt und befürchtet, Fritz nie wiederzusehen, beginnt eine heimliche Affäre mit diesem Zigeuner – und wird ungeplant schwanger. Der Zigeuner beschließt, nach Schweden auszuwandern, und parallel dazu kommt Fritz, der an der Front eine schwerwiegende Armverletzung erlitten hat und deswegen für kriegsuntauglich erklärt wurde, wieder nach Hause zurück. Als er sieht, dass seine Frau ein Kind von einem anderen Mann erwartet, ist Fritz zunächst am Boden zerstört, enttäuscht und völlig fassungslos. Nachdem jedoch der Zigeuner wirklich nach Schweden gegangen und der Kontakt zwischen ihm und Klara zum Erliegen gekommen ist, beschließt Fritz schweren Herzens, seiner Frau diesen Seitensprung zu verzeihen. Anstatt sich von Klara scheiden zu lassen, bleibt er weiterhin bei ihr und hört nicht auf, sie zu lieben. Um Klaras Tochter, die ein paar Monate später zur Welt kommt, kümmert sich Fritz so aufopferungsvoll, als sei er ihr leiblicher Vater. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs verbringen Klara und Fritz noch viele glückliche Jahrzehnte miteinander, bis sie im Alter von weit über 90 Jahren kurz hintereinander sterben.
Ich musste richtig vor Rührung weinen, als ich dieses Buch zu Ende gelesen hatte. An diesem Fritz sollte sich so mancher Ehemann der heutigen Zeit ein Beispiel nehmen. Ich denke, dass es in der heutigen Zeit wahrhaftig nicht viele Ehemänner gibt, die mit ihrer Frau weiterhin zusammenbleiben würden, wenn diese ein Kind von einem anderen Mann erwartet. Zusätzlich sollte noch erwähnt werden, dass auch Klara sich nicht von Fritz scheiden lassen wollte – das Angebot des Zigeuners, ihn nach Schweden zu begleiten, lehnte sie ab, und anschließend versuchte sie sich, so gut es in dieser Situation möglich war, bei Fritz zu entschuldigen. Klara und Fritz wollten trotz dieser schweren Krise ihre Beziehung retten – mit Erfolg. Das muss wahre Liebe sein… Ein wunderschönes Buch. <3
Ich bin auch sehr glücklich darüber, dass die Beziehung zwischen mir und meinem Freund nun schon so lange gehalten hat. Offiziell ein Paar sind wir seit dem Jahr 2006, aber kennengelernt haben wir uns sogar schon im Jahr 2004 (ich war damals 14 Jahre alt!). Hoffentlich bleiben wir bis an unser Lebensende zusammen. Dasselbe wünsche ich auch für dich und deinen Mann. :-)
Ja, da hast du Recht: Bei „Blindgänger“ poste ich im Gegensatz zu meinen übrigen Geschichten immer zwei Kapitel auf einmal, weil „Blindgänger“ meine Lieblingsgeschichte ist und ich sie unbedingt eines Tages fertigstellen möchte. Relativ lange Kapitel (mehr als 2.000 Wörter) finde ich persönlich ein wenig unangenehm, von daher achte ich darauf, dass die Kapitel meiner Geschichten meistens nur knapp 1.000 Wörter umfassen. (Dies gilt natürlich nicht für meine Mystery-Kurzgeschichtensammlung, da ich die dortigen Geschichten ja nicht selbst verfasst habe.)
Nachdem Jeremy nun schon mehrere Wochen im Krankenhaus verbracht hat, wird es allmählich Zeit, dass er sich von seinen Verletzungen erholt. Die Rippenbrüche werden zwar erst vier Wochen später (also Anfang bis Mitte August) vollständig verheilt sein, aber die Muskelschwäche (durch die wochenlange Bettruhe) und die Gehirnerschütterung sind inzwischen verschwunden. Jetzt geht es Jeremy körperlich wieder gut, und er kann sich umso mehr darauf konzentrieren, sich an seine Blindheit zu gewöhnen, denn die bleibt ja leider für immer. Aber mit einem solchen Zimmergenossen wie Damien dürfte es Jeremy nicht allzu schwerfallen, sich trotz seiner Behinderung an den schönen Seiten des Lebens zu erfreuen. Natürlich ist das Leben auch für einen blinden Menschen lebenswert, und Jeremy könnte beispielsweise dafür dankbar sein, dass er aufrichtige und treue Freunde hat, dass er viel Geld hat und nicht zu arbeiten braucht, dass Mrs Courteney ihm den Haushalt führt, oder dass er äußerlich sehr attraktiv ist.
Sobald Jeremy wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden ist, wird er sich darum kümmern, einen Rehabilitationstrainer bzw. eine Assistenzperson zu bekommen. Jeremy ist nämlich intelligent genug, um zu begreifen, dass ein blinder Mensch gewisse Dinge des Alltagslebens behinderungsbedingt nicht selbstständig erledigen kann. Aber es ist keine Schande, sich von anderen Menschen helfen zu lassen, auch wenn dies Jeremy am Anfang noch ziemliche Überwindung kostet. Du darfst gespannt sein, wer diese Person ist, von der Jeremy professionelle Hilfe bekommt… Eines Tages wird es bestimmt so weit sein, dass sich Jeremys Leben nicht mehr nur um seine Blindheit dreht, sondern dass Jeremy seinen Alltag wieder als ganz normaler, glücklicher Mensch bewältigen kann, der nur nebenbei auch noch blind ist.
Ich denke auch, dass sich Jeremy nie wieder in seinem Leben über einen behinderten Menschen lustig machen wird. Diese Lektion hat er ein für alle Mal gelernt. Jeremy hat eingesehen, dass es falsch, ja sogar ziemlich asozial war, damals mit Nicolas in der Fußgängerzone die blinde Frau zu verspotten. Hoffentlich nimmt es sich Jeremy in Zukunft nicht allzu sehr zu Herzen, wenn sich fremde Leute über ihn als blinden Menschen lustig machen.
Am Ende des nächsten Kapitels wird übrigens dein Wunsch erfüllt werden, und Damien wird Jeremy tatsächlich aus der Zeitung vorlesen. Damien hat nämlich auch noch eine Zeitung in englischer Sprache. *grins*
Ich wünsche dir viel Freude beim Lesen der folgenden zwei Kapitel von „Blindgänger“ und verabschiede mich bis zur nächsten Reviewantwort.
Viele schöne Grüße und – wenigstens – digitale Umarmungen, <3
deine Vicky
30.07.2020 | 19:00 Uhr
Liebe Vicky!
Man darf Beziehungen nicht wegwerfen, wenn es mal hakt, sondern man muss sie – wie wertvolle Gegenstände – zu reparieren versuchen.
Aber dir und deinem Freund muss ich auch gleich gratulieren, das ist auch schön und schön lange schon.

Schön, dass es Jeremy schon wieder soweit gut geht mit den anderen Verletzungen.
Ich hoffe, Damien erzählt ihm wenigstens, was so in der Welt der Nachrichten vor sich geht.

Ich finde deine Kapitellänge übrigens überall sehr angenehm, wobei du hier ja dann doch 2 Kapitel postest.
Und ganz toll immer deine Review-Antworten. Danke.
Herzlichste Grüße.
R ♡
16.06.2020 | 19:48 Uhr
Liebe Vicky!
100 Kapitel! Gratulation!

Damien ist ein toller Mensch!
Irgendwie therapiert er Jeremy fast wie ein Psychologe.
Vielleicht gibt Jeremy wertvolle Ratschläge irgendwann auch anderen Menschen, wenn er gefestigter ist.
Dass er es kann, hat er doch schon bei Jean-Pierre schon erfolgreich geschafft hat.
Lieben Gruß.
R ⋈

Antwort von Mirfineth am 29.07.2020 | 16:25 Uhr
Viele herzliche Grüße an meine liebe Frau Internet-Spatz! <3
Ich finde es wirklich wunderbar, dass du und dein Mann nun schon seit 40 Jahren gemeinsam durchs Leben geht. Ihr scheint perfekt zusammenzupassen und ich wünsche euch aufrichtig, dass eure Ehe bis an euer Lebensende Bestand hat. Ein Ehepaar, welches mit meinen Eltern befreundet ist, feiert dieses Jahr im September ihren 40. Hochzeitstag, und die Eltern meiner Mutter waren ganze 48 Jahre miteinander verheiratet, bis mein Opa gestorben ist. Ich selbst bin mit meinem Freund nun auch schon seit 14 Jahren zusammen. Ich könnte für solche sehr lang andauernde Beziehungen noch mehrere weitere Beispiele aus meinem persönlichen Umfeld nennen. In der heutigen Zeit ist es leider oft so, dass Liebespaare nicht bis zu ihrem Tod zusammenbleiben, sich aufgrund von „Kleinigkeiten“ sofort scheiden lassen, und dass die meisten Leute im Lauf ihres Lebens jede Menge unterschiedlicher Partner haben, ohne jemals „den/die Richtige(n)“ zu finden. Dies finde ich sehr bedauerlich. Von daher beglückwünsche ich dich zu deiner jahrzehntelangen, harmonischen Beziehung! <3
Das bisher Gesagte hatte eigentlich nicht wirklich etwas mit Jeremy & Co. zu tun, von daher muss ich jetzt eine Verbindung herstellen: Jeremy war während der letzten siebzehn Jahre überhaupt nicht der Typ für ernsthafte, lang andauernde Beziehungen oder gar für eine Ehe. Aber vielleicht wünscht er sich in seinem tiefsten Herzensgrunde ja allmählich doch, eine solche Familie zu haben wie Damien, damit er in seiner momentanen elenden Situation nicht alleine sein muss. Und dabei fragt er sich fast automatisch, ob er überhaupt noch flirten und sich verlieben kann. Was Damien betrifft, so tut es ihm sicherlich gut, dass seine Familienmitglieder ihn immer noch lieben und zu ihm halten, obwohl er keine Unterschenkel mehr hat. Auf diesen sozialen Zusammenhalt innerhalb von Damiens Familie ist Jeremy ein bisschen neidisch, weil er selbst keine Familie (mehr) hat. Das muss aber natürlich nicht heißen, dass Jeremy für immer ohne Familie bleiben wird. Wenn er seinen Charakter / sein Sexualverhalten / seine generelle Einstellung zu Liebesbeziehungen ändert, dann wird sich irgendwann trotz seiner Blindheit eine Frau für ihn interessieren, und dann spricht nichts dagegen, dass er mit dieser Frau eine Familie gründet, wenn er das wirklich möchte. In mehreren vorherigen Reviews bzw. Reviewantworten haben du und ich bereits Vermutungen darüber angestellt, ob sich Jeremy eines Tages dazu entschließt, zu heiraten und Kinder zu bekommen. Da er ein Mann ist, hat er ja noch alle Zeit der Welt, um sich darüber Gedanken zu machen…
Ich stimme deiner Aussage voll und ganz zu, dass blinde Menschen sehr wohl eine ziemlich genaue Vorstellung vom Aussehen ihres Partners entwickeln können. Sehr viele Merkmale kann man durch sorgfältiges Abtasten des Körpers erkennen (z.B. Lange oder kurze Haare? Rundes oder schmales Gesicht? Deutliches Übergewicht? Auffällige Narben, Pickel, Ekzeme…?). Außerdem können sich blinde Menschen das Aussehen ihres Gegenübers auch von einer anderen Person ihres Vertrauens beschreiben lassen. Der blinde Mann in dem Cartoon wäre in der Tat sehr dumm, wenn er überhaupt nicht wüsste, wie seine Freundin aussieht. Wenn er jedoch weiß, wie unattraktiv sie aussieht, und trotzdem mit ihr zusammensein möchte, dann hat sie höchstwahrscheinlich einen sehr angenehmen Charakter, und das ist noch viel wichtiger als ein attraktives Aussehen (siehe das, was Damien in Kapitel 92 zu Jeremy gesagt hat).
Wer Damien Griseau zum Zimmergenossen hat, der braucht in der Tat keinen Psychologen mehr… *grins* Normalerweise ist es ja so, dass in jedem Krankenhaus mindestens ein Psychologe angestellt ist, der sich um Patienten kümmert, die beispielsweise durch einen Unfall eine dauerhafte Behinderung davongetragen haben, die vergewaltigt wurden oder die nicht mehr lange zu leben haben. Eigentlich hätte das Krankenhauspersonal veranlassen müssen, dass sich Jeremy mal mit diesem Psychologen unterhalten darf, aber da sich momentan überdurchschnittlich viele Patienten in diesem Krankenhaus befinden (siehe Kapitel 49), hat der Psychologe ohnehin schon genug zu tun… Man könnte sogar so weit gehen, zu behaupten, dass das Krankenhauspersonal Jeremy deswegen ausgerechnet zu Damien ins Zimmer verlegt hat, damit sie im Fall von Jeremy den Krankenhauspsychologen „einsparen“ können. *grins* Damien findet wirklich immer die richtigen Worte, um Jeremy neue Hoffnung zu schenken. Ein solcher Freund ist mehr als Gold wert, und Jeremy sollte das zu schätzen wissen und Damien für seine Ratschläge danken.
Jean-Pierre hat ja keine Ratschläge zur Bewältigung eines schlimmen Schicksals gebraucht, sondern zu einem anderen Thema, aber du hast natürlich Recht damit, dass Jeremy durchaus dazu in der Lage ist, anderen Menschen sinnvolle Ratschläge zu geben. Das ist auch sehr gut für Jeremys Selbstwertgefühl. Vielleicht findet sich irgendwann in der Zukunft ein anderer blinder Mensch in Jeremys Umfeld, der mit seinem Schicksal nicht zurechtkommt, und dann kann Jeremy die aufmunternden Worte von Damien an diesen Menschen weitergeben. Wer weiß?
Ich bin auch sehr beeindruckt davon, dass „Blindgänger“ nun schon 100 Kapitel und deutlich über 90.000 Wörter umfasst. Aber ein Ende ist vorläufig nicht abzusehen – vermutlich wird die Geschichte noch dreimal so lang werden. *grins* Ich bin hier bei FF.de mal auf eine Geschichte gestoßen, die fast 700 Kapitel und über 4 Millionen Wörter umfasste… Davon bin ich noch weit entfernt. Wenn man bedenkt, wie kurz meine Kapitel sind, dann sind 100 Kapitel gar nicht soooooo spektakulär. ;-)
Alles Gute, vielen Dank für deine beiden neuesten Reviews, und bis demnächst. :-*
Deine Vicky
16.06.2020 | 19:21 Uhr
Liebe Vicky!
Mein Mann und ich sind auch schon seit 1980 ein Paar!
Es ist auch schön, wenn die Ehe der Eltern lebenslang hält.

Es tut jedem Menschen gut, wenn seine Meinung gefragt wird und dann auch respektiert und angenommen.
Jeremy tut es umso besser in seiner derzeitigen Situation, wo er sich so unnötig vorkommt.
Bei Damien erlebt er ja, dass Familie auch in schlimmen Zeiten zueinander steht.

Der Cartoon ist böse, aber nur, wer so denkt wir Jeremy.
Denn Blinde wissen sehr wohl, wie ihre Partner aussehen, die Haare, das Gesicht, und vor allem der Körper. Man spürt ein Sixpack und sehr wohl Übergewicht. Aber vermutlich ist dieser Blinde aus dem Cartoon sehr glücklich mit seiner Frau, denn beide sehen nur ihre Herzen.

Auch Jeremy ist immer noch so viel mehr als sein Handicap,
wenn er einen guten Charakter entwickelt, wird er auch wieder geliebt werden.

Mir gefiel, welche Fragen sich Jeremy zunehmend stellt.
Lieben Gruß.
R இ
14.05.2020 | 18:11 Uhr
Liebe Vicky!
Jeremy hat sich auf jeden Fall verändert, ist sensibler geworden.
entweder weil er selbst verletzlicher ist, oder weil ihm Damiens Familie einfach gut tut.
Sie beziehen ihn auch so schön ein bei ihren Besuchen.
Die erste Liebe war die große Liebe, das ist wunderschön und gar nicht so selten.

Beide Kapitel waren wieder sehr schön geschrieben.
Lieben Gruß.
R ஜ

Antwort von Mirfineth am 16.06.2020 | 13:22 Uhr
Viele sonnige Grüße an meine Lieblings-Spätzin, <3
natürlich werde ich dir deine Frage gerne beantworten: Es fühlt sich für mich irgendwie „einfacher“ an und ist mit deutlich weniger Stress verbunden, sämtliche Kapitel auf einmal hochzuladen, anstatt dies auf mehrere Wochen zu verteilen. Auf diese Weise muss ich mich nicht so häufig mit dem Hochladen von Kapiteln beschäftigen, was verhindert, dass ich mich von mir selbst unter Druck gesetzt fühle. Ich erledige generell meine Aufgaben am liebsten in einem einzigen intensiven Durchgang, anstatt den Prozess unnötig in die Länge zu ziehen. Es dauert übrigens nur ca. fünf bis sieben Tage, sämtliche Kapitel für einen Monat inklusive der Reviewantworten zu schreiben. „1 x pro Woche posten“ stimmt ja nicht so ganz, weil ich normalerweise nur 1 x pro Monat poste (während der letzten zwei Monate ging es etwas schneller, weil ich aufgrund der Coronavirus-Situation sehr viel freie Zeit hatte).
Aber wie du schon richtig sagst: Du brauchst selbstverständlich nicht alle neuen Kapitel noch am selben Tag zu lesen und dazu zu reviewen. Hier ist schließlich niemand zum Schreiben eines Reviews „verpflichtet“, schon gar nicht dazu, das Review zu einem bestimmten Zeitpunkt „abzuliefern“. Es würde mich überhaupt nicht stören, wenn du dir mit dem Lesen und Reviewen meiner Kapitel mehr Zeit lassen würdest – dadurch könntest du bestimmt die Kapitel noch besser genießen. ;-)
Dass dir meine Reviewantworten so gut gefallen, freut mich sehr. Ich gebe mir mit den Reviewantworten auch immer genauso viel Mühe wie mit den eigentlichen Kapiteln.
Leider ist im Mai, kurz nachdem ich zum letzten Mal Kapitel und Reviewantworten hochgeladen hatte, mein Laptop irreparabel kaputtgegangen. Ich hatte dann ziemlich viel Stress, weil ich mir von heute auf morgen für 600 € einen neuen Laptop kaufen und mithilfe meines Schwagers meine sämtlichen Dateien von meinem alten Laptop auf meinen neuen Laptop übertragen musste. Das hat einige Zeit in Anspruch genommen, jedoch habe ich mich inzwischen an den neuen Laptop gewöhnt und komme damit gut zurecht. :-) Zum Glück waren mein Schwager, meine Schwester und die beiden Kinder ohnehin bei uns zu Besuch, sodass mein Schwager mir bei dieser Gelegenheit bezüglich des Laptops helfen konnte. Ich habe während dieser Zeit auch meinen kleinen Neffen zum ersten Mal leibhaftig zu Gesicht bekommen – ein sehr niedlicher, aufgeweckter und prächtig entwickelter kleiner Junge. <3 :-*
So, nun folgen noch ein paar Worte zu Jeremys Erlebnissen in den Kapiteln 97 und 98:
Ja, da hast du Recht – es ist deutlich erkennbar, dass Jeremy während der vergangenen drei Wochen im Krankenhaus eine charakterliche Veränderung durchgemacht hat. Sein ganzes bisheriges Leben lang hat er immer den starken Mann markiert, dem nichts und niemand etwas anhaben kann, dem alles gelingt und der überall beliebt ist. Nach der Explosion des UFOs musste Jeremy auf schmerzhafte Art und Weise realisieren, wie schnell so ein perfektes Leben vorbei sein kann. Dies hat ihn sensibler und nachdenklicher gemacht. Und auch der Kontakt zu Damien und dessen Familienmitgliedern zeigt Jeremy, dass diejenigen Wünsche und Ziele, die er in seinem bisherigen Leben hatte, vielleicht gar nicht so erstrebenswert waren.
Wenn sich Jeremy und Damien bereits vor Jeremys Erblindung unter anderen Umständen kennengelernt hätten, würden sie höchstwahrscheinlich nichts miteinander zu tun haben wollen und hätten sich auch nicht angefreundet. Jeremy musste sozusagen seine Augen hergeben, um Damien und dessen Familienmitglieder in sein Herz hineinlassen zu können. Letztendlich profitieren alle Beteiligten davon – Jean-Pierre wird Jeremy bestimmt auf ewig dankbar sein, wenn er durch Jeremys Ratschläge erfolgreich ist und Celestina für sich gewinnen kann. Und Jeremy stellt zu seiner Beruhigung fest, dass er selbstverständlich trotz seiner Blindheit immer noch ein wertvoller Mensch ist, der andere Menschen unterstützen kann. Es wird zwar noch einige Kapitel dauern, bis ich wieder auf Jean-Pierre und Celestina zu sprechen komme, aber ihre Beziehung wird im weiteren Verlauf der Geschichte noch mehrfach thematisiert werden.
Was Damien und Aurélie betrifft, so können sie sich wirklich glücklich schätzen, dass sie einander gefunden haben. Bei meinen Eltern und meinen Großeltern war es übrigens auch so, dass sie füreinander die erste große Liebe waren und ab diesem Zeitpunkt zusammengeblieben sind. Heutzutage kommt es leider nicht mehr allzu häufig vor – zumindest ist das mein Eindruck –, dass jemand mit dem ersten Freund bzw. der ersten Freundin aus der Teenagerzeit bis ins Erwachsenenalter hinein zusammenbleibt und diese Person sogar heiratet. Dies finde ich sehr schade. Ich würde mir wünschen, dass es mehr Liebespaare gäbe, die bereits als Jugendliche spüren, dass sie einfach vom Schicksal füreinander bestimmt sind. Ach ja, ich schwärme sehr für romantische Liebesbeziehungen, die ein Leben lang Bestand haben. <3 *seufz* <3
Ich wünsche dir alles Gute und verabschiede mich bis zum nächsten Mal. Fühl dich ganz lieb umarmt. :-*
Deine Vicky
14.05.2020 | 18:10 Uhr
Liebe Vicky!
Hat es einen Grund, dass du nur 1 x pro Woche postest und dann gleich 5 Kapitel auf einmal + die dazugehörigen sehr langen Review-Antworten?
Denn schreiben tust du ja sicher viele Tage dran? Und auf die Woche aufgeteilt fände ich persönlich ein bisschen schöner.
Es interessiert mich aber nur, ob es einen Grund gibt. Denn natürlich muss ich nicht alles an 1 Tag lesen.
Und ich freu mich auch über die tollen Review-Antworten immer, die ich nicht missen möchte.
Und Gratulation zu dem Neuankömmling in der Familie, du bist ja auf jeden Fall eine begeisterte Tante.

Gebraucht zu werden ist in Jeremys Situation etwas sehr schönes und psychologisch wichtiges.
Und seien Ratschläge waren allesamt gut!
Dann drücken wir Jean-Pierre mit die Daumen :)
Lieben Gruß.
R ⌘
07.05.2020 | 14:24 Uhr
Oh, Jean-Pierre ist hier richtig süß,
Schön dass Jerry mit ihm redet, musste echt ein wenig schmunzeln. XD

Was die Träume betrifft denke ich dass sich die Realitäten irgendwann mischen werden, sprich, dass Jerry "blinde", aber auch "sehende" Träume haben wird.
Liege ich denn da richtig?
GLG!

Antwort von Mirfineth am 14.05.2020 | 15:36 Uhr
Viele herzliche Grüße an meine Lieblingsautorin von phantasievollen Animorphs-FFs! :-*
Ich hoffe, dir und deiner Familie geht es gut und du freust dich darüber, dass die Beschränkungen bezüglich des Coronavirus nach und nach wieder gelockert werden. Mir geht es gut – du kannst nähere Informationen darüber, was momentan in meinem Leben passiert, in meiner E-Mail vom 6.5. nachlesen. :-) Ich bin nämlich gerade zu faul, das alles noch einmal hier hinzuschreiben. *grins*
Um deine Frage zu beantworten: Nein, blind geborene Menschen können auch in ihren Träumen nicht sehen. Sie nehmen in ihren Träumen die Welt genauso wahr, wie sie es auch im Wachzustand tun – anhand des Gehörs, des Tastsinns, des Geruchssinns und des Geschmackssinns. Diese Sinneseindrücke „erzählen“ ihnen die Traumgeschichte – genauso intensiv, wie auch sehende Menschen träumen. Das Augenlicht „fehlt“ in ihrer Wahrnehmung einfach und erscheint auch in ihren Träumen nicht.
Anders ist es natürlich bei blinden Menschen wie Jeremy, die erst im Erwachsenenalter erblindet sind und deswegen noch ganz genau wissen, wie es ist, sehen zu können. Jeremy wird noch mehrere Jahre lang, wenn nicht sogar Jahrzehnte, dazu in der Lage sein, wie ein Sehender zu träumen, da seine visuellen Erinnerungen nicht so schnell verblassen. Allerdings hast du auch Recht mit deiner Vermutung, dass Jeremy später auch Träume haben wird, in denen er blind ist – besonders dann, wenn er von Menschen träumt, die er erst nach seiner Erblindung kennengelernt hat (z.B. Damien und seine Familie oder das Krankenhauspersonal). Je älter Jeremy wird, desto mehr werden diejenigen Träume zunehmen, in denen er blind ist.
Juliette verhält sich in diesem Kapitel beinahe so wie Petras Tochter, also die kleine Elli aus „The Conversion“, die auch neugierige Fragen an Lou stellt. Ein Erwachsener hätte sich vielleicht nicht getraut, Damien zu fragen, ob er auch in seinen Träumen auf Prothesen läuft (es sei denn, dieser Erwachsene gehört zu Damiens engsten Familienmitgliedern), aber für ein elfjähriges Mädchen ist diese Frage vollkommen in Ordnung. Und Damien hatte ja auch überhaupt kein Problem damit, sondern hat die Frage ausführlich beantwortet. Die Wissbegierde von Kindern sollte man als Elternteil nämlich nicht unterbinden.
In den Kapiteln 97 und 98 von „Blindgänger“ geht es weiterhin um Jean-Pierre und seine Schwärmerei für Celestina – ich finde es wirklich herzerwärmend, darüber zu schreiben, wie ein vierzehnjähriger Junge zum ersten Mal verliebt ist, da werden Erinnerungen aus meiner eigenen Jugend wach… <3 :-* Jeremy kann Jean-Pierre bestimmt helfen und dafür sorgen, dass er und Celestina ein Liebespaar werden. Das wäre jedenfalls wünschenswert. ^^ Und es tut Jeremy sicherlich gut, mit Jean-Pierre zu sprechen und sich auf diese Weise von seinem eigenen schlimmen Schicksal abzulenken.
Ich knuddele dich liebevoll und verabschiede mich bis zum nächsten Mal. <3
Deine Vicky Beutlin
07.05.2020 | 14:16 Uhr
Hallo liebe Vicky,
Leider Presse ich hier etwas verspätet...
Ich fand das Kapitel mindestens so interessant wie Jerry.
Die kleine Juliette hat eben noch nicht dass Schamgefühl eines Erwachsenen und das ist auch gut so!
Frage mich übrigens auch öfters ob blindgeborene Menschen vom Sehen träumen.
Falls ja können sie damit wahrscheinlich nichts anfangen.
GLG!
26.04.2020 | 17:55 Uhr
Liebe Vicky!
Ich finde es schön, dass Jean-Pierre Jeremy nun als großen Bruder auserkoren hat.
Manches bespricht sich mit Fremden anders. Überhaupt, wenn die einen dabei nicht anschauen können, ein bisschen wie Beichtstuhl.
Oh ja, er ist verknallt, so wie er von Celestina schwärmt.

Das waren 2 schöne Kapitel aus dem Krankenzimmer.
Schönen Sonntag!
R Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ

Antwort von Mirfineth am 14.05.2020 | 15:35 Uhr
Sei herzlich gegrüßt, meine allerliebste „Frau Internet-Spatz“! <3
Was gibt es bei dir Neues? Zum Glück werden ja nun die Beschränkungen aufgrund des Coronavirus Schritt für Schritt rückgängig gemacht und es ist wieder ein Hauch von Normalität spürbar. In Deutschland kehren immer mehr Schüler in die Schulen zurück (ob innerhalb der Schulen eine Mundschutzpflicht gilt oder nicht, darf jeder Schuldirektor für seine Schule individuell entscheiden). Meine Mutter (Lehrerin an einer Gesamtschule) unterrichtet nun wieder an zwei Tagen pro Woche für jeweils zwei Stunden. Die allermeisten Geschäfte im Einzelhandel haben nun wieder geöffnet, jedoch ist die Anzahl an Kunden, die gleichzeitig im Geschäft sein dürfen, begrenzt und es gilt eine Mundschutzpflicht. Auch mein Nachhilfeinstitut nimmt langsam den Betrieb wieder auf, und das Training meines Blindensportvereins kann voraussichtlich Anfang Juni wieder beginnen. Ich selbst verlasse immer noch nur äußerst selten das Haus, da ich es als extrem unangenehm und lästig empfinde, beständig einen Mundschutz tragen zu müssen (davon wird mir sogar schwindelig und übel). Hoffentlich geht die Anzahl der Infektionen mit dem Coronavirus in Kürze so weit zurück, dass die Mundschutzpflicht wieder aufgehoben wird. Zumindest denke ich nicht, dass ich am Coronavirus sterben würde, selbst wenn ich mich tatsächlich infizieren würde, da ich vollkommen gesund bin und zu keiner Risikogruppe gehöre. Sobald ich das Gefühl habe, dass sich die Situation wieder entspannt hat und das Alltagsleben wieder normal funktioniert, kann ich auch endlich meine Bemühungen, eine Arbeitsstelle zu finden, wieder aufnehmen.
Darüber hinaus kann ich dir noch von einem freudigen Ereignis in meiner Familie berichten: Am 25.4. hat meine Schwester ihr zweites Kind bekommen! Es ist ein Junge namens Konstantin, er entwickelt sich prächtig und wir sind alle sehr glücklich und zufrieden. Ich finde es sehr schön, nun zum zweiten Mal Tante geworden zu sein, und bin begeistert von meinem kleinen Neffen (den ich bisher leider nur auf Fotos bewundern konnte, weil meine Schwester in Bayern wohnt). <3 :-)
Jetzt möchte ich mich deinen beiden neuesten „Blindgänger“-Reviews zuwenden:
Damiens Sohn Manuel ist ja erst zwei Jahre alt und kann deswegen noch nicht so richtig begreifen, was mit seinem Vater geschehen ist, warum er im Krankenhaus liegt, und wie es zu erklären ist, dass sein Vater „seine Füße abnehmen“ kann. Ich finde es auch sehr niedlich, wie sich Manuel mit einer unbefangenen kindlichen Neugier für Damiens Prothesen interessiert. Dass sie andere Menschen mit Absicht beleidigen wollen, kommt bei so kleinen Kindern ohnehin nur äußerst selten vor. Später wird sich Manuel gar nicht mehr daran erinnern können, dass Damien jemals Unterschenkel aus Fleisch und Blut hatte – er wird seinen Vater nur mit Prothesen kennen, und für ihn wird das völlig in Ordnung sein.
Ich persönlich habe nicht den Eindruck, in meinen Träumen „alterslos“ zu sein – ich kann immer mit Sicherheit sagen, ob ich in meinen Träumen noch ein Kind bin oder schon erwachsen. Aber das ist wahrscheinlich von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Was Jeremy und Damien betrifft, so werden sie noch eine gewisse Zeit lang von sich selbst als nicht behindertem Menschen träumen, aber je mehr Jahre vergehen, desto häufiger werden jene Träume, in denen Jeremy blind ist und Damien keine Unterschenkel mehr hat. Jeremy und Damien erklären gegenüber Jean-Pierre und Juliette sehr gut, wie es sich mit den Träumen von Menschen verhält, die im Erwachsenenalter von einem Tag auf den anderen eine Behinderung bekommen haben.
Dein Vergleich mit dem Beichtstuhl wäre mir von selbst gar nicht eingefallen, aber ich finde diese Assoziation sehr passend. Da Jeremy Jean-Pierre nicht anschauen und keinen Blickkontakt zu ihm aufnehmen kann, braucht sich Jean-Pierre vor Jeremy auch für nichts zu schämen – Jeremy kann es gar nicht wahrnehmen, wenn Jean-Pierre beispielsweise errötet oder nervöse Bewegungen mit seinen Händen macht, während er spricht. Von daher ist es allein aufgrund der Tatsache, dass Jeremy blind ist, für Jean-Pierre weniger peinlich, mit ihm über seine Schwärmerei für Celestina zu sprechen, als etwa mit seinen Eltern oder mit seinen Kumpels aus dem Basketballverein. Jean-Pierre hat vermutlich einfach eine „neutrale Instanz“ gebraucht, der er gestehen kann, dass er sich zum ersten Mal verliebt hat, jemanden, der ein wenig älter ist als er selbst, der schon Erfahrung in solchen Angelegenheiten hat. Und da Jean-Pierre weder ältere Geschwister noch ältere Cousinen oder Cousins hat, kam ihm der einunddreißigjährige Zimmergenosse seines Vaters gerade recht. Jetzt ist nur zu hoffen, dass Jeremy Jean-Pierre dabei helfen kann, Celestina für sich zu gewinnen und ihr Herz zu erobern… :-D
In den zwei nächsten Kapiteln von „Blindgänger“ setzen Jeremy und Jean-Pierre ihr Gespräch fort, und du wirst feststellen, dass am Ende des Gesprächs nicht nur Jean-Pierre etwas Wichtiges gelernt hat, sondern auch Jeremy… ;-)
Alles Gute und bis bald! *Umarmung*
Deine Vicky
26.04.2020 | 17:38 Uhr
Liebe Vicky!
Eine neue Frisur kann viel ausmachen.
Und es war Kurzweil an den immer gleichen Tagen.
Der kleine Manuel ist süß, wie selbstverständlich er alles nimmt. Das ist nicht beleidigend!
Juliettes Frage über die Träume fand ich toll.
Ich glaube auch, dass man sich "komplett" träumt. wie man in den Träumen ja auch irgendwie alterslos ist.
Schönen Sonntag!
R ◍
06.04.2020 | 17:28 Uhr
Oh, du warst wirklich fleißig meine Liebe, Gratulation!
Stéphie mit ihren rosa Haaren fand ich ja besonders lustig und niedlich zu lesen.
Sie hat eine angenehme Art und Jeremy hat es wirklich sooo verdient, sich endlich wieder wie ein Mensch fühlen zu dürfen und einen ordentlichen Haarschnitt zu bekommen.
Ich selbst hatte auch ca. 4 Jahre lang sehr lange (und schöne) Haare, sie reichten mir bis zur Hüfte.
Ich liebte diese Haare!

Igendwann wurde mir die Pflege dann aber zu aufwendig und ich fühlte mich, auch wenn es natürlich nicht stimmte, irgendwie einfach nicht mehr sauber und unwohl.
Der Friseurbesuch der mich dann schließlich von der "Pracht" befreite, war wohltuend und ein bisschen traurig zugleich, von dem her verstehe ich Jerry also sehr gut ;)
LG!

Antwort von Mirfineth am 25.04.2020 | 15:41 Uhr
Einen wunderschönen guten Nachmittag, meine liebste Animorphs-Expertin! <3
Hoffentlich hast du dich am 5.4. nicht allzu sehr „erschlagen“ gefühlt, als ich kurz hintereinander fünf Kapitel zu unterschiedlichen Geschichten hochgeladen habe. Während der Coronavirus-Ausgangssperre habe ich anscheinend eine besonders rege und ausgeprägte Kreativität entwickelt… :-)
Ja, Stéphie ist ein freundlicher und sympathischer Mensch, und es ist irgendwie schade, dass Jeremy ihre süßen rosa Haare nicht sehen kann, aber er kann sie sich zumindest in seiner Phantasie lebhaft vorstellen. :-D Stéphie hat Jeremy einen großen Gefallen getan, indem sie ihm die Haare geschnitten hat. Jetzt sieht Jeremy viel hübscher und attraktiver aus und fühlt sich trotz seiner Blindheit sehr viel wohler in seiner Haut. <3
Wow! :-) :-) Deine Haarpracht, die du früher hattest, scheint ja wirklich sehr beeindruckend gewesen zu sein! Kannst du mir davon ein Foto schicken? :-D ^^ Bestimmt sah das sehr hübsch aus! <3 Ich kann gut verstehen, dass du diese Haare geliebt hast, aber ich kann genauso gut verstehen, dass die Pflege solch langer Haare sehr viel Zeit kostet und dass du dich deswegen irgendwann nicht mehr wohl gefühlt hast. Ich selbst hatte nie in meinem Leben längere Haare als bis zu den Schultern, und die habe ich mir im Alter von elf Jahren abschneiden lassen, weil sie krankhaft fettig waren (und auch immer noch sind). Seitdem reichen meine Haare nur noch bis knapp über die Ohren. Zum Frisör gehe ich ca. alle vier bis fünf Monate, und ich mag das Gefühl sehr, mit frisch frisierten und kürzer geschnittenen Haaren den Frisörsalon wieder zu verlassen. ;-)
In den nächsten beiden „Blindgänger“-Kapiteln geht es erst noch eine Weile um Stéphie, und anschließend kommen Damiens Ehefrau und sämtliche Kinder wieder zu Besuch. ^^
Viele wunderbar sonnige Frühlingsgrüße von deiner
Vicky Beutlin
05.04.2020 | 15:58 Uhr
Liebe Vicky!
So, Jeremy ist nun sicher wieder eine Augenweide mit den frisch geschnittenen Haaren.
Und wenn er ehrlich ist, war Stephie doch auch eine Abwechslung im langweiligen Alltag des Krankenhauses.
Liebe Grüße.
R ❁

Antwort von Mirfineth am 25.04.2020 | 15:40 Uhr
Viele herzliche Grüße an meine Lieblings-Spatzen-Dame! :-*
Hier in Nordrhein-Westfalen dürfen Frisöre seit dem 20.4. trotz des Coronavirus wieder geöffnet haben, allerdings unter strengen Sicherheitsvorkehrungen (nicht mehr als zwei bis vier Kunden gleichzeitig im Geschäft und die Frisöre müssen einen Mundschutz tragen). Glücklicherweise war ich selbst am 10.3. noch beim Frisör, also ganz kurz bevor die Frisöre schließen mussten. Von daher hatte ich während der letzten Wochen keine Probleme mit meiner Frisur. Aber bei euch in Österreich scheint es ja wirklich schlimm zu sein, wenn die Frisöre erst im Sommer wieder öffnen dürfen…
Bereits vor einigen Tagen, in Kapitel 79, als Jeremy zum ersten Mal alleine im Krankenhaus duschen und sich die Haare waschen durfte, hatte er den Wunsch, mal wieder zum Frisör zu gehen. Wenn man normalerweise eine Kurzhaarfrisur hat, dann fällt es umso mehr auf, wenn man längere Zeit nicht mehr beim Frisör war. Und Jeremy hat begriffen, dass auch blinde Menschen ihr Aussehen nicht vernachlässigen dürfen, nur weil sie sich selbst nicht im Spiegel angucken können.
Das Leben im Krankenhaus ist meistens wirklich sehr langweilig, und Jeremy und Damien können sich daher glücklich schätzen, dass Stéphie heute zu ihnen kam. Mit ihrer aufgeweckten, humorvollen, warmherzigen Art und Weise hat sie den beiden Zimmergenossen einen schönen Vormittag beschert.
Nachdem Stéphie ihm einen ordentlichen Haarschnitt verpasst hat, sieht Jeremy nun bestimmt wesentlich attraktiver aus als vorher. Und das ist auch gut für sein Selbstwertgefühl.
Ich umarme dich ganz lieb und bedanke mich für deine beiden Reviews. <3
Deine Vicky
PS: Ich bin mal gespannt, wann das Nachhilfeinstitut wieder öffnet, bei dem ich – seit mittlerweile über zwei Jahren – als Nachhilfelehrerin tätig bin. Zwar erhalte ich seit dem 1.4. Arbeitslosengeld 2, jedoch finde ich es irgendwie besser, das Geld selbst zu verdienen, anstatt es einfach so vom Jobcenter zu erhalten, ohne etwas dafür getan zu haben… Na ja, eventuell geht es mit der Nachhilfe ab dem 4.5. wieder los. ;-)
05.04.2020 | 15:57 Uhr
Liebe Vicky!
Frisör wäre nun für uns alle in Corona-Zeiten auch bald nötig.
Keine Chance, dass in Österreich vor dem Sommer aufsperren dürfen.
Und bei uns haben sie schon länger zu als bei euch.
Stephie ist ein offfener, sympathischer Mensch.
Und weiter geht's...
Liebe Grüße.
R ❀
05.04.2020 | 14:02 Uhr
Hi
Wieder zwei schöne Kapitel.
Jeremy gefiel mir gut.
Bin gespannt wie es weitergeht.

LG

Antwort von Mirfineth am 25.04.2020 | 15:40 Uhr
Hallo liebe Nessi, :-)
es freut mich, dass du dich jedes Mal so positiv über die neuen Kapitel äußerst, obwohl ich es ein wenig langweilig finde, dass du in fast jedem Review exakt dieselben Formulierungen verwendest. Als besonders konstruktives Feedback würde ich das nicht bezeichnen, aber zumindest scheint Jeremy dir ja sympathisch zu sein. Ich würde es bevorzugen, wenn du ausführlicher auf den konkreten Inhalt des Kapitels bzw. der Kapitel eingehen würdest – aber letztendlich bleibt es dir überlassen, was du mir in deinen Reviews mitteilen möchtest.
Viele schöne Grüße,
deine Vicky
14.03.2020 | 22:15 Uhr
Liebe Vicky!
Damien hat das sehr einfühlsam beantwortet.
Und Jeremys Frage zeigt ja nur, dass er doch wieder nach vorne blickt.
Auch die Idee mit dem Tandem ist ein super Bild für ihre sicher auch zukünftige Freundschaft noch.

Und diese Freundschaft führst du ja auf andere Art, aus anderer Perspektive und wohl als Liebesgeschichte in deiner Werner-Story weiter aus.
Ganz besonders liebe Grüße.
R ✿

Antwort von Mirfineth am 26.03.2020 | 15:52 Uhr
Einen wunderschönen guten Nachmittag, meine liebe R.! <3
Ich muss zugeben, dass diese schreckliche Coronavirus-Krise doch zumindest einen klitzekleinen Vorteil hat: Dadurch, dass wir die allermeiste Zeit des Tages zu Hause verbringen müssen, können wir uns umso intensiver unseren Aktivitäten bei FF.de widmen… ;-) Ich bin bereits fleißig damit beschäftigt, an neuen Kapiteln für „Blindgänger“ weiterzuschreiben, sodass du während der Ausgangssperre durch ein wenig Lesestoff von dieser elenden Situation abgelenkt wirst. Bis zum 20.4. habe ich überhaupt keine Termine mehr, weil der Coronavirus fast das gesamte öffentliche Leben lahmgelegt hat… Zum Glück kann ich mich auch sehr gut zu Hause beschäftigen, dazu brauche ich eigentlich nur meinen Laptop. ;-)
Was das äußere Erscheinungsbild von Jeremys Cousine Linda angeht, so darf sich jeder Leser dies in seiner eigenen Phantasie ausmalen; ich mag es generell nicht besonders gerne, in meinen Geschichten das Aussehen von Personen detailliert zu beschreiben. Hinsichtlich ihres Charakters und ihres Verhaltens Jeremy gegenüber hat man als Leser aber nun bestimmt eine deutliche Vorstellung. Auch wenn zwischen Jeremy und Linda während der letzten Jahre ein Verhältnis herrschte wie zwischen Hund und Katze *grins*, scheint Jeremys Erblindung dafür gesorgt zu haben, dass sie einander wieder vorsichtig „beschnuppern“ und wieder besser miteinander klarkommen.
Ich denke, dass es wirklich genau so ist, wie Linda Jeremy erklärt hat, nämlich dass Tiere durchschnittlich weniger unter Schicksalsschlägen leiden als Menschen. Keine blinde Katze, kein querschnittsgelähmter Hund und kein dreibeiniger Löwe würde auch nur im Entferntesten darüber nachdenken, sich das Leben nehmen zu wollen. Natürlich brauchen Tiere, denen so schlimme Schicksalsschläge widerfahren sind wie den Tieren in Lindas Beispielen, aber auch sehr viel Zuwendung und Unterstützung, entweder durch den Menschen oder durch andere Tiere. In der Natur kommt es leider häufig vor, dass schwache, behinderte und kranke Tiere von ihrem Rudel ausgestoßen werden und nicht die Fürsorge erfahren, die sie eigentlich benötigen. Die betroffenen Tiere sehen diese „natürliche Auslese“ jedoch als normal an und würden den anderen Mitgliedern ihres Rudels deswegen nie einen Vorwurf machen. Ich persönlich finde es gut, dass es heutzutage sogar Vereine und Initiativen gibt, die sich um Tiere kümmern, welche in freier Wildbahn keine Chance mehr hätten (z.B. einen „Verein für behinderte Hunde“ in der Schweiz). Was auf behinderte Menschen zutrifft, trifft auch auf behinderte Tiere zu: Das Leben kann auch dann schön und lebenswert sein, wenn man eine Behinderung hat. Keine Verwandte oder Freunde zu haben, die auf liebevolle Art und Weise für einen da sein könnten, ist viel schlimmer, als eine Behinderung zu haben. Und nicht vergessen: Auch ein gehörloses Kaninchen freut sich darüber, gestreichelt zu werden. :-)
Grundsätzlich stimmt es schon, dass Lindas Telefonnummer nun bei Jeremy angezeigt wird und er sie speichern könnte, aber Linda hat Jeremy ja nicht auf seinem Handy angerufen (Jeremys Handy befindet sich seit der Explosion des UFOs im Besitz von Nicolas), sondern Linda hat auf dem Festnetz des Krankenhauses angerufen. Von daher müsste Jeremy erst mal den Umgang mit dem Krankenhaustelefon lernen, um eventuell Lindas Telefonnummer herausfinden zu können. Ich denke aber, dass Jeremy ohnehin irgendwo in seinem eigenen Handy oder in einem Adressbuch in Papierform Lindas Telefonnummer stehen hat, auch wenn er sich schon seit mehreren Jahren nicht mehr telefonisch bei ihr gemeldet hat. Außerdem muss Linda auch im Telefonbuch verzeichnet sein, wenn sie eine eigene Tierarztpraxis hat. Von daher dürfte es Jeremy keine besonders großen Probleme verursachen, Lindas Telefonnummer in Erfahrung zu bringen.
Mittlerweile befindet sich Jeremy schon seit drei Wochen im Krankenhaus, und allmählich wird es Zeit, dass er sich darüber Gedanken macht, wie es nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus für ihn weitergehen kann. Wird er weiterhin mit allen möglichen attraktiven Frauen hemmungslos flirten können, oder wird sich nie wieder eine Frau für ihn interessieren, weil er aufgrund seiner Narben hässlich aussieht? Damien hat sich große Mühe gegeben, Jeremy zu beruhigen und ihm zu versichern, dass er immer noch gute Chancen bei den Frauen hat. Und überhaupt: Wenn eine Frau nichts mit Jeremy zu tun haben würde wollen, nur weil er Narben auf den Augenlidern hat, dann wäre das nur ein Zeichen für die Oberflächlichkeit und den schlechten Charakter dieser Frau, und auf solche Frauen sollte Jeremy sowieso verzichten. Die Frauen sollten Jeremy um seiner selbst willen lieben und nicht nur wegen seines äußeren Erscheinungsbildes.
Jeremys „Zukunftsvision“ einer gemeinsamen Tandem-Fahrradtour mit Damien wird sicherlich in ein paar Monaten Wirklichkeit werden. Warum auch nicht? Jeremy und Damien haben einander inzwischen so liebgewonnen, dass sie auch nach ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus weiterhin in Kontakt bleiben werden. Und dann spricht nichts dagegen, dass sie zusammen Fahrrad fahren und sich dabei gegenseitig unterstützen – Damien kann lenken und Jeremy kann in die Pedale treten. ;-)
„Blindgänger“ und die Geschichte von Werner und Marie-Laure haben auf den ersten Blick nicht besonders viel gemeinsam, aber bei näherer Betrachtung gibt es dennoch einige Parallelen. Während „Blindgänger“ eine Liebesgeschichte zwischen Jeremy und Xerenade darstellt und Jeremy im Krankenhaus Freundschaft mit Damien schließt, werden Werner und Marie-Laure ebenfalls ein Liebespaar und Werner freundet sich im Lauf der Geschichte mit einem anderen deutschen Kriegsgefangenen an, den er im Krankenhaus kennenlernt. Generell mag ich sehr gerne Geschichten, in denen jemand durch einen Unfall eine Behinderung bekommt und durch die Liebe zu einer anderen Person wieder genug Lebenswillen aufbringen kann, um diesen Schicksalsschlag zu bewältigen. Von solchen Geschichten habe ich auch einige in meinen Favoritenlisten.
Ja, da hast du wohl Recht: Mehrere parallel laufende Geschichten über blinde Protagonisten hochzuladen, die einander inhaltlich relativ ähnlich sind, wäre ein bisschen zu viel des Guten. Da würde man als Leser durcheinanderkommen, wer welche blindenspezifischen Hilfsmittel nutzt, wer welche Unterstützung erhält und wer auf welche Art und Weise mit seinem Schicksal fertig zu werden versucht. Wahrscheinlich ist es sinnvoller, sich nur auf eine blinde Person (oder maximal zwei) zu konzentrieren, und dies mit voller Aufmerksamkeit. Mit „Der blinde Kommissar“ geht es dann weiter, wenn ich mit „Blindgänger“ fertig bin. Das dauert aber noch ein paar Jahre. ;-)
Du hast ja mittlerweile schon beeindruckend viele Buchrücken in deinem virtuellen Bücherregal gesammelt. Ich wünsche dir viel Freude beim Erweitern deiner Sammlung! :-D Hinsichtlich meines eigenen sandsteingelben Buchrückens bin ich noch unschlüssig, mit welcher Geschichte ich ihn verknüpfen soll. Ich werde bei Gelegenheit mal meine Favoritenlisten nach einer passenden Geschichte durchstöbern. ;-) Unter „chronischem Keksemangel“ leide ich eigentlich nicht, weil ich FF.de-Sponsor bin und deswegen jeden Monat 10.000 Kekse erhalte. Ich kaufe auch nicht soooooo viele Buchrücken oder andere Objekte für das Bücherregal, weil das meiste, was im Bücherregal-Markt erhältlich ist, mir nicht gefällt. Trotzdem hat sich während der letzten Monate in meinem Bücherregal doch eine beträchtliche Anzahl an Buchrücken und anderen Objekten angesammelt… :-D
So, das war’s für heute wieder. Ich umarme dich ganz lieb und wünsche dir alles Gute. <3 Bis zum nächsten Mal!
Deine Vicky
14.03.2020 | 22:06 Uhr
Liebe Vicky!
Zu deiner letzten, lieben Rev-Antwort:
Ja, erwähnt hattest du Linda, aber ab dem letzten Kapitel ist sie erst richtig zu einer Figur mit Profil hier geworden.
Blindgänger und Kommissar und Blindfahrer finde ich gut, nicht parallel zu posten,
denn auch beim Lesen möchte ich lieber 1 blinden Charakter meine volle Aufmerksamleit widmen, die sie sich ja alle in unterschiedlichen Verarbeitungsstufen befinden.

Dass du den gelben Sandstein schon in deinem Regal hast, hab ich natürlich gesehen, also musste er dir wohl gefallen :) Und da ich den rötlichen selbst schon hatte und den Lapislazuli, wollte ich mir den gelben sowieso auch nehmen. Ich hatte gehofft, dass du mit der Wahl zufrieden bist, zumal für den langen Titel nicht jeder Buchrücken passend ist.
Im Laufe der "Jahre" werde ich noch viel mehr Geschichten verlinken können aus meinen Favo-Listen. Momentan leide ich unter chronischem Keksemangel :)

Lindas Motivationsansprache hat mir gut gefallen, obwohl es schlimm ist, was den Tieren zustößt.
Tiere ertragen es aber auch nur, wenn sie jemand haben, der gut zu ihnen ist, sie streichelt,
nicht in einem Tierheim oder in einer Herde, wo sie als schwaches Tier zum Sterben zurückgelassen werden als natürliche Auslese.
Und so ist es wohl auch bei Menschen. Wir brauchen alle diesen körperlichen oder emotionalen Kontakt.

Linda hat ihn angerufen, nun müsste ihre Telefonnummer auf seinem Handy angezeigt sein zum Speichern.
Lieben Gruß.
R ㋡
14.03.2020 | 16:03 Uhr
Hi
Wieder ein schönes Kapitel.
Damien gefällt mir.
Bin gespannt wie es weitergeht.

LG

Antwort von Mirfineth am 26.03.2020 | 15:51 Uhr
Hallo liebe Nessi, :-)
vielen Dank für deine positive Rückmeldung! Es freut mich sehr, dass Damien und Linda dir sympathisch sind und dass du meine Geschichte weiterhin mit Interesse verfolgst. Bald werde ich die nächsten beiden Kapitel hochladen und dann wirst du erfahren, wie es weitergeht. Momentan habe ich ja aufgrund des Coronavirus ein wenig mehr Zeit, um zu Hause an meinen Geschichten weiterzuschreiben. ;-)
Viele schöne Grüße,
Vicky
14.03.2020 | 16:02 Uhr
Hi
Ein schönes Kapitel.
Linda gefällt mir.
Freue mich schon auf mehr.

LG
28.02.2020 | 19:32 Uhr
Oh, das war jetzt wieder richtig traurig :'(...
Wird Linda Jerry denn auch besuchen kommen?
Viel Familie hat der Arme ja nicht mehr und genau das bräuchte er jetzt so dringend.
Dringender als alles andere...
Ich glaube unbewusst will Jerry eigentlich dass Linda kommt, für ihn dass ist und ihn ein bisschen bemitleidet, auch wenn er das natürlich nie zugeben würde, man kann nicht immer den starken Mann spielen ;)
GLG!

Antwort von Mirfineth am 05.03.2020 | 16:17 Uhr
Einen wunderschönen guten Nachmittag, liebste Ravaari, :-)
vielen herzlichen Dank für deine beiden neuesten Reviews, deine beiden PNs und deine E-Mail! <3 Ich freue mich jedes Mal wirklich sehr, wenn du mir schreibst! Du brauchst keine Angst zu haben, du könntest mich damit nerven. Eigentlich müsste ICH mich bei DIR entschuldigen und nicht umgekehrt, da ich mich schon seit dem 19.2. nicht mehr bei dir gemeldet habe, obwohl du mir seitdem mehrfach geschrieben hast. Aber das hole ich jetzt alles auf einmal nach. ;-)
Ich habe während der letzten Wochen eigentlich nichts Besonderes erlebt. Leider habe ich immer noch keine neue Arbeitsstelle. Hin und wieder kommt es vor, dass ein Arbeitgeber durchaus daran interessiert ist, mich einzustellen, ich die Arbeitsstelle jedoch ablehne, da die Arbeitsbedingungen nicht meinen Vorstellungen entsprechen (z.B. bin ich mit Nachtschichten oder mit der Beaufsichtigung von 20 Kindergartenkindern gleichzeitig nicht einverstanden). Ich will schließlich nicht jede beliebige Arbeitsstelle annehmen, sondern es ist für mich auch wichtig, dass ich mich mit meiner Arbeitsstelle identifizieren kann, mich dort wohlfühle und mir vorstellen könnte, dieser Arbeit mehrere Jahre lang nachzugehen. Eine solche Arbeitsstelle habe ich seit Mai 2019 zwar noch nicht gefunden, aber ich suche fleißig weiter und habe während der nächsten zwei Wochen auch noch zwei Vorstellungsgespräche. Ich lasse mich nicht entmutigen. :-)
Deine Idee, dass Andaliten hinsichtlich homosexueller Beziehungen eventuell nicht so „verklemmt“ sind wie viele Menschen, hat mich jetzt dazu inspiriert, in mein Tagebuch von Arbron(-Galuthor-Lessirop ^^) eine kleine Romanze zwischen Arbron und einem anderen – männlichen – Taxxon einzubauen. ;-) Dieser Taxxon gehört ebenfalls zu den „Mountain-Taxxons“ und hilft Arbron dabei, mit seinem Leben auf dem Heimatplaneten der Taxxons klarzukommen (z.B. dass er ihm die Sprache der Taxxons beibringt und ihn generell mit der Kultur der Taxxons vertraut macht), und mit der Zeit entwickelt sich mehr als Freundschaft zwischen den beiden… :-D
Von dem Animorphs-Comic, der im Oktober erscheinen wird, habe ich schon gehört (ich habe davon in einer Animorphs-Facebookgruppe erfahren), und ich habe diesen Comic ebenfalls schon vorbestellt. <3 Wirklich super, dass selbst fast 25 Jahre nach dem Erscheinen des allerersten Animorphsbuchs immer noch neue Animorphsprodukte auf den Markt gebracht werden! Ich bin total begeistert! <3
Worüber ich mich außerdem sehr freue, sind die Tatsachen, dass du mein Gedicht „Der wohlverdiente Ruhestand eines Lehrers“ favorisiert und mit einem Sternchen versehen hast, und dass du am 29.2. ein neues Kapitel von „The Conversion“ veröffentlicht hast! Vielen herzlichen Dank dafür! <3 Es ist für mich immer wieder schön, wenn meine Geschichten und Gedichte in den Favoritenlisten anderer Leute auftauchen. Ich fühle mich sehr geehrt, dass dieses kleine Gedicht dir so gut gefallen hat. ^^ Und das neue Kapitel von „The Conversion“ war ja an Spannung nicht zu überbieten! Natürlich weiß ich schon aus deinen Geschichten vom 120er-Projekt, dass Lou und Issrin letztendlich heil aus der Sache rauskommen, aber der Weg dorthin ist bestimmt noch mit viel Nervenkitzel verbunden… Dass du dabei bist, „The Conversion“ zu überarbeiten, habe ich schon vor einiger Zeit gemerkt und ich finde, dass die Geschichte durch die Überarbeitung sogar noch gelungener und faszinierender geworden ist. Eine Social-Media-Empfehlung hat „The Conversion“ meiner Meinung nach wirklich verdient! <3
Da dieser Text offiziell eine Reviewantwort zu „Blindgänger“ sein soll, wird es jetzt allmählich höchste Zeit, dass ich auf Jeremy & Co. zu sprechen komme. ;-) In den Kapiteln 89 und 90 ging es ja um Jeremys Cousine Linda, die ihn im Krankenhaus anruft, um sich nach seinem Befinden zu erkundigen, nachdem die beiden viele Jahre lang so gut wie keinen Kontakt zueinander hatten. Mir schwebt es in der Tat vor, dass Jeremy und Linda einander wieder näher kommen und feststellen sollen, dass sie einander doch irgendwie gern haben, obwohl sie hinsichtlich Charakter / Verhalten / Berufsleben / Familienplanung usw. sehr unterschiedlich sind. Da sie nicht im Streit auseinander gegangen waren, sondern sich einfach nur „auseinander gelebt“ hatten, wird es ihnen trotz allem relativ leicht fallen, ihre Differenzen zu begraben.
Da Linda beruflich immer sehr viel zu tun hat und außerdem zwischen Missouri und Texas hunderte Kilometer liegen, könnte es für Linda ein wenig schwierig werden, ihren Cousin in naher Zukunft zu besuchen. Irgendwann später, wenn Jeremy wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden ist, sich an seinen Alltag als blinder Mensch gewöhnt hat und sich das Verhältnis zu Linda wieder stabilisiert hat, dürfte einem Besuch jedoch nichts mehr im Weg stehen. Mal abwarten, ob Linda, ihr Ehemann und ihre drei Kinder dann Jeremy in Texas besuchen kommen, oder ob sich Jeremy ein Herz fasst und sich trotz seiner Blindheit alleine ins Flugzeug setzt, um Linda und ihre Familie in Missouri zu besuchen… Du hast aber hundertprozentig Recht damit, dass Jeremy Linda jetzt als „seelischen Beistand“ braucht, weil er außer ihr und ihrer Familie keine lebenden Angehörigen mehr hat. Es tut Jeremy sicherlich gut, mit seiner Cousine reden zu können, sich von ihr trösten zu lassen und zu wissen, dass sie wohlwollend an ihn denkt. Jeremy darf ruhig zugeben, dass er unter seinem Schicksalsschlag leidet und dass er Unterstützung haben möchte, dafür braucht er sich nicht zu schämen – es ist vollkommen in Ordnung, wenn auch „starke Männer“ ab und zu Gefühle zeigen. ;-)
Ich hoffe, ich habe jetzt nichts vergessen zu thematisieren, und verabschiede mich bis zum nächsten Mal. <3
Ganz viele liebevolle Knuddelungen von
Vicky Beutlin
28.02.2020 | 19:23 Uhr
Uuuh das ist ja schön und spannend dass Linda sich nach all den Jahren meldet.
Ich finde besonders die Hintergrundgeschichte sehr gut erklärt, schade, dass sie sich so aus den Augen verloren haben, na ja vielleicht kommen sie sich ja jetzt wieder näher
GLG!