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Autor: Mirfineth
Reviews 1 bis 25 (von 269 insgesamt):
16.01.2023 | 18:21 Uhr
Cool, sehr gut gemacht bisher. Eine interessante persönlichkeit
11.01.2023 | 15:29 Uhr
Liebe Vicky!
Jeremy hat in Damien wirklich den allerbesten - und einen sehr empathischen - Freund.
Ich bin sicher, dass auch er dran beteiligt ist, dass Jeremy sich positiv verändert hat.
Das mit dem Bild der Cousine fand ich sehr lieb, und noch schöner ist, dass Jeremy es nun auch würdigt.

Immerhin kann Jeremy noch lesen und so manches heimlich sehen, was andere Blinde auch nicht mehr können!
Aber auch MrsC ist ihm eine große Stütze.
Nun bin ich schon auf die TAB-Organisation gespannt.

Ich wünsche dir, uns allen in diesen schwierigen Zeiten,
eine Hand, die uns festhält, ein Netz, das uns auffängt,
und 1000 Sterne, die uns den Weg weisen und erhellen.
R ღ
17.12.2022 | 19:51 Uhr
Liebe Vicky!
Das glaube ich auch, dass sich durch die Blindheit alle anderen Sinne stärken,
so auch der Geschmackssinn, den Jeremy als ersten bemerkt.
Was Mrs Courteney macht, ist die größte Hilfe:
Dass Jeremy sein Haus wiederentdeckt und sich tastend zurechtfindet.

Damien war immer der zuversichtlichere,
gut dazu passend zu lesen, dass auch er seine schlechten Tage hat.
Es war wieder ein sensibles Kapitel.
Schönes 4. Adventwochenende!
R இ

Antwort von Mirfineth am 27.12.2022 | 21:06 Uhr
Viele herzliche Grüße an meine Lieblings-Spatzen-Dame! :-)
Hiermit erhältst du schon die nächste Reviewantwort, diesmal zu deinen Reviews über die Geschichte „Blindgänger“. Ich habe in den Weihnachtsferien nicht besonders viele Termine und deswegen habe ich relativ viel Zeit, mich FF.de zu widmen und Reviewantworten zu schreiben. Davon sollst du auch heute wieder profitieren.
Gerade weil Jeremy alleine lebt, muss er umso mehr aufpassen, dass ihm in seinem Haus nichts passiert. Ein Hausnotrufgerät (z.B. das Rote Kreuz bietet so etwas an) wäre für ihn sicherlich sehr hilfreich. Mrs Courteney sowie Jeremys Freunde haben ja jeweils eigene Wohnungen und können sich nicht vierundzwanzig Stunden am Tag um Jeremy kümmern. Als blinder Mensch einen Einzelpersonenhaushalt zu führen, ist wirklich eine ganz besondere Herausforderung.
Aber zum Glück hat Jeremy den ersten Vormittag alleine als blinder Mensch in seinen eigenen vier Wänden ganz prima gemeistert. Natürlich wurde er hin und wieder von Panik und Verzweiflung ergriffen, und natürlich sind ihm hin und wieder auch Missgeschicke passiert. Jedoch ist er im Großen und Ganzen perfekt zurechtgekommen. Wenn er jeden Tag tüchtig übt und trainiert, dann wird er es innerhalb kurzer Zeit sehr gut lernen, sich auch ohne Augenlicht zu duschen, zu rasieren und sich Mahlzeiten zuzubereiten. Je mehr Zeit vergeht, desto mehr werden alle alltäglichen Handlungen zu Routinen, über die Jeremy nicht mehr viel nachzudenken braucht, auch ohne die Handlungen visuell kontrollieren zu können. Wie du schon richtig erkannt hast, kann Jeremy zumindest beim Duschen und Rasieren eigentlich gar nicht so viel falsch machen, denn das Badezimmer ist nur ein relativ kleiner Raum, in dem jeder Gegenstand seinen festen Platz hat. Mrs Courteney liegt es gänzlich fern, Jeremys persönliche Gegenstände in Unordnung zu bringen.
Im Lauf der nächsten Wochen und Monate wird Jeremy es auch lernen, sich mehr auf seine Hände und seine Fingerspitzen zu verlassen und seine alltäglichen Handlungen tastend zu erledigen. Mrs Courteney hat ihm hierbei ja schon eine ganz wunderbare Hilfestellung gegeben, indem sie ihm beigebracht hat, wo sich in seinem Haus welcher Gegenstand befindet. Das ist eine gute Basis, auf der Jeremy in Zukunft aufbauen kann. Jeremy war zwar nie ein besonders geduldiger Mensch, aber ein wenig Geduld muss er sich nun wohl oder übel aneignen, sonst wird er ohne Augenlicht kläglich versagen. Das wird teilweise anstrengend und kompliziert werden, aber Jeremy wird es schaffen. :-)
Der Anruf bei der TAB war das Beste, was Jeremy in seiner momentanen Situation tun konnte. Er musste sich zwar wirklich dazu überwinden, dort anzurufen, aber letztendlich hat er es doch getan, und das war die richtige Entscheidung. Die Leute bei der TAB kennen sich mit frisch erblindeten Menschen aus und können Jeremy alles beibringen, was er braucht, um wieder ein glückliches und erfülltes Leben zu führen. Es gab nicht wirklich einen triftigen Grund dafür, Jeremy nicht sofort und auf der Stelle in die Klientenkartei der TAB aufzunehmen. Ich denke, dass sich eine solche Organisation wie die TAB am Telefon gegenüber einem neuen Klienten auch in der Realität so verhalten würde wie Mrs Lomsdearn gegenüber Jeremy. Er wird bestimmt sehr motiviert sein, alles zu lernen, was es während der nächsten Zeit für ihn zu lernen gibt. Du darfst gespannt sein, wie Jeremys blindenspezifischer Unterricht bei der TAB abläuft und wie er mit seiner neuen Rehabilitationslehrerin Alice Moorcer zurechtkommt. Wobei Jeremy selbstverständlich weder Alice Moorcer noch irgendeinem anderen Mitarbeiter der TAB von dem UFO erzählen wird. Das bleibt Jeremys kleines Geheimnis. ;-)
Es gibt heutzutage so viele Hilfsmittel, die blinden Menschen den Alltag erleichtern und die Jeremy bei der TAB kennenlernen kann. Eine tastbare Armbanduhr hat er ja schon von Linda bekommen, und auch im Umgang mit dem Computer sind blinde Menschen nicht völlig „aufgeschmissen“, da es blindengerechte Software, Screenreader, Braillezeile und Sprachausgabe gibt. Ich halte es zwar für ziemlich unwahrscheinlich, dass Jeremy an die Universität zurückkehren und erneut ein Studium aufnehmen wird, aber wenn er eines Tages doch den Wunsch haben sollte, einer geregelten Arbeit nachzugehen, dann steht der Erfüllung dieses Wunsches nichts im Wege, dank Jeremys übernatürlichen Fähigkeiten und dank aller Kenntnisse, welche die TAB ihm vermitteln kann. Jeremy hat wirklich großes Glück im Unglück gehabt, dass er seine übernatürlichen Fähigkeiten hat und dass Dr Williac ihm die Visitenkarte der TAB mitgegeben hat.
Dass sich Mrs Courteney und Jeremy seit dem Tod von Jeremys Eltern ein wenig wie Mutter und Sohn zueinander verhalten, hast du bereits in deinem Review zu Kapitel 23 angemerkt, als Mrs Courteney zum ersten Mal in der Geschichte erwähnt wurde. Mrs Courteney hat Jeremy sehr gern und möchte bis an ihr Lebensende liebevoll für ihn da sein. Und Jeremy weiß diese Zuneigung immer mehr zu schätzen, was sich auch darin äußert, dass er Mrs Courteney eine großzügige Gehaltserhöhung gewährt. Ohne Mrs Courteney hätte Jeremy es in seinem bisherigen Leben deutlich schwerer gehabt, und seitdem er blind ist, nimmt Mrs Courteney in seinem Leben eine noch wichtigere Rolle ein. Mrs Courteney ist sozusagen die gute Seele von Jeremys Haushalt und hat es voll und ganz verdient, dass Jeremy sie mit Respekt und Würde behandelt.
Auch Nicolas, Matthew und Damien wollen Jeremy bei der Bewältigung seiner neuen Lebenssituation als blinder Mensch unterstützen. Sie sprechen ihm Mut zu und bemühen sich, ihm zu helfen. Damien hat ja schon während ihres gemeinsamen Krankenhausaufenthalts alles dafür getan, dass Jeremy nicht völlig am Leben verzweifelt und dass er die Hoffnung nicht aufgibt. Jeremy hat Damien schon immer dafür bewundert, dass er so optimistisch ist und sich von sämtlichen grauenvollen Schicksalsschlägen nicht unterkriegen lässt. Natürlich darf Damien hin und wieder auch mal einen schlechten Tag haben und über seine Unterschenkelprothesen und die damit verbundenen Anstrengungen und Schmerzen jammern. Es wäre schon irgendwie sehr seltsam, wenn Damien niemals auch nur einen einzigen Klagelaut von sich geben würde. Aber er weiß sich diesbezüglich immer rechtzeitig zu bremsen und ist sich immer dessen bewusst, dass jedes Leben schön und wertvoll ist, auch wenn man blind ist oder keine Unterschenkel mehr hat.
Eigentlich war der Geschmackssinn nicht der erste seiner neu geschärften verbliebenen vier Sinne, den Jeremy bemerkt hat. Bereits in Kapitel 101, als sich Jeremy noch im Krankenhaus befand, wurde geschildert, wie sich Jeremys verbliebene vier Sinne durch den Verlust des Augenlichts geschärft haben und wie Jeremy davon profitiert hat und dass er dafür dankbar ist. Das hat die Natur wirklich ganz wunderbar eingerichtet, dass ein blinder Mensch wesentlich besser hören und fühlen und riechen und schmecken kann als ein sehender Mensch. In Kapitel 8 hat Schwester Cathleen Jeremy schon darauf hingewiesen, dass die verbliebenen vier Sinne trainiert werden und den Verlust des Augenlichts nahezu vollständig kompensieren können. Das geschieht ganz automatisch, ohne dass Jeremy bewusst etwas dazu beitragen müsste; er sollte sich einfach nur über diesen Lauf der Natur freuen und sich nicht allzu sehr darüber grämen, nichts mehr sehen zu können.
Die Geschichte „Jolanthe und der Nussknacker“, die du in der Volksoper in Wien angeschaut hast, kannte ich nicht (auch die beiden Originalgeschichten, die in dieser Aufführung zu einer Geschichte verschmolzen sind, kannte ich nicht), aber ich habe das mal gegoogelt und mir bei Wikipedia eine Inhaltsangabe durchgelesen. Ich kann es gut nachvollziehen und es ist auch sehr realistisch, dass Jolanthe zunächst keine Sehnsucht danach hat, sehen zu können, weil sie von Geburt an blind ist und es gar nicht anders kennt. Es ist ebenso realistisch, dass jemand, der von Geburt an blind ist, sich gar nicht dessen bewusst ist, dass er blind ist, es sei denn, dies wird ihm ausdrücklich erzählt. Mir hat es zwar nicht ganz so gut gefallen, dass Jolanthe am Ende der Geschichte operiert wird und dann sehen kann (das erscheint mir ein bisschen zu einfach als Problemlösung, außerdem macht es den Eindruck, als sei ein Leben als blinder Mensch grundsätzlich weniger schön, als wie wenn man sehen kann). Aber es ist natürlich sehr positiv, dass Jolanthe am Ende der Geschichte denjenigen Mann heiraten darf, in den sie sich verliebt hat. Du hast schon Recht, irgendwie erinnert mich das auch an meine Geschichte „Der Planet der Blinden“, außer natürlich, dass in meiner Geschichte niemand von den blinden Bewohnern des Planeten Shinon am Ende der Geschichte sehen kann. Aber dass die Bewohner des Planeten Shinon nicht wissen, dass sie blind sind, weil sie alle von Geburt an blind sind, und dass sich eine geburtsblinde Frau in einen sehenden Mann verliebt… das hat eine gewisse Ähnlichkeit mit meiner Geschichte. Vielen Dank dafür, dass du mich auf die Geschichte von Jolanthe aufmerksam gemacht hast! :-* <3
Mir geht es gut und ich hoffe, dir auch. :-D
Schlaf schön und träum was Schönes.
Viele liebevolle Umarmungen von deiner
Vicky
04.12.2022 | 12:00 Uhr
Liebe Vicky!
Es ist ja sowas von einer Gnade, dass Jeremy noch lesen kann.
Somit könnte er auch weiterstudieren. Und auf Laptops gibt es auch Sprachprogramme.
Die Gehaltserhöhung für Mrs Courteney ist so lieb,
die hat sie sich wirklich verdient, so wie sie immer für ihn da war und ist.
Jeremy ist ein bisschen ihr Ersatzsohn.
Schönen 2. Adventsonntag.
R ஜ
26.11.2022 | 20:54 Uhr
Liebe Vicky!
Es ist sehr gut, dass er sofort in die TAB-Klientenkartei aufgenommen wurde.
Endlich sieht er das sprichwörtliche Licht am Ende des Tunnels.
Klar kann Jeremy nicht sagen, was ihm wirklich passiert ist.

Die TAB-Leute werden ihm eine große Unterstützung und Motivation sein.
Ich fand das Kapitel sehr interessant, weil sehr lebensecht.
Komm gut in den 1. Advent.
R
19.11.2022 | 20:03 Uhr
Liebe Vicky!
Jeremy ist sehr ungeduldig.
Vieles kann man recht gut ertasten, wenn man sich die Zeit nimmt.
Er hat gute Freunde, die ihn nicht alleine lassen!
Und er ringt sich nun doch dazu durch, TAB anzurufen. Gut!
Da freu ich mich schon auf deine kompetenten Tipps.

Ich hoffe, es geht dir gut?
schönes Wochenende.
R
06.11.2022 | 21:35 Uhr
Liebe Vicky!
Das mit der Dusche hast du sehr gut beschrieben.
Aber auch, wie er sich Frühstück macht.
Er wird in den täglichen Verrichtungen noch Routine bekommen.
Schönen Abend und gute Nacht!
R
18.10.2022 | 18:40 Uhr
Liebe Vicky!
Noch ein Nachtrag:
Wir waren gestern in der Volksoper in Wien:
Ein Mix aus Tschaikowskis gesungener Oper Jolanthe und Tschaikowskis getanztem Ballett Nussknacker.
Ich musste dabei an dich und deine Story "Planet der Blinden" denken.

Jolanthe weiß nicht, dass sie blind ist, weil es ihr niemand gesagt hat und auch niemand sagen soll.
Ihr Leben findet in der Fantasie statt, das sind die Nussknacker-Szenen.
Bis ein Außenstehender ihr das sagt. Und ihr eine Augen-OP vorschlägt.
Nun muss sie sich entscheiden:

Will sie die Realität in ihrer Unvollkommenheit sehen oder weiter in ihrer Fantasiewelt bleiben.
Die Lösung war die Liebe!
R
16.10.2022 | 15:06 Uhr
Liebe Vicky!
Der Blindgänger ist wieder da.
So eine Blindenarmbanduhr ist schon extrem praktisch.
Er hat zwar zuerst Panik, aber Badezimmer ist ein sehr kleiner Raum,
und eigentlich weiß man genau, was da wo was ist.
Solange niemand herumräumt.
Ganz besonders liebe Grüße.
R
30.01.2022 | 14:14 Uhr
Liebe Vicky!
Ich glaube, dass es von Vorteil ist, für die Dinge schon Bilder im Kopf zu haben, wenn man das Augenlicht erst verliert.
Wahrscheinlich ist das aber auch eine Fehleinschätzung einer Sehenden.
Aber gleich gar nie was gesehen zu haben, das kann ich mir ja überhaupt nicht vorstellen.
Ich bin ein total visueller Mensch. Der Sehsinn ist der wichtigste Sinn für mich.
Lieben Gruß.
R

Antwort von Mirfineth am 19.07.2022 | 17:14 Uhr
Viele herzliche Grüße ins ferne Österreich! :-*
Jetzt muss ich nur noch deine Reviews zu meiner Geschichte „Blindgänger“ beantworten, dann habe ich sämtliche Reviews von dir beantwortet, die noch vom Januar dieses Jahres übrig geblieben waren. Bei „Blindgänger“ waren es insgesamt acht Reviews, und in den betreffenden Kapiteln ist viel passiert. ;-)
Zunächst einmal ist das Ereignis eingetreten, auf das du wahrscheinlich schon seit längerer Zeit gewartet hattest: Jeremy ist aus dem Krankenhaus entlassen worden und darf endlich wieder nach Hause zurückkehren. Ich kann gut nachvollziehen, dass du an Jeremys Stelle sehr glücklich und erleichtert wärst, das Krankenhaus hinter dir lassen zu können. Trotzdem ist Jeremy ziemlich mulmig zumute, weil es ihm schwerfällt, sich nach fünf Wochen im Krankenhaus wieder an die Welt außerhalb des Krankenhauses zu gewöhnen. Im Krankenhaus wurden Jeremy sämtliche Entscheidungen abgenommen, es wurde sich von früh bis spät um ihn gekümmert, er musste nicht für sich selbst sorgen. Es war quasi wie „Urlaub“ von seinem normalen Alltagsleben, wie eine Art „Parallelgesellschaft“, in der er ganz langsam lernen konnte, mit seiner Blindheit zurechtzukommen. Jeremy hätte bestimmt nichts dagegen gehabt, noch länger im Krankenhaus bleiben zu dürfen, weil für einen frisch erblindeten Menschen das Leben im Krankenhaus bei weitem weniger anstrengend und kompliziert ist als das Leben außerhalb des Krankenhauses. Aber in seinem tiefsten Herzensgrunde weiß Jeremy natürlich, dass er nicht für immer im Krankenhaus bleiben kann, sondern dass er irgendwann in sein normales Alltagsleben zurückkehren muss. Und diese Situation ist nun eingetreten. Nach fünf Wochen im Krankenhaus war Jeremys Entlassung auch wirklich überfällig, da es ihm den Umständen entsprechend wieder gut ging und das Krankenhauspersonal einfach nichts mehr für ihn tun konnte.
Jeremy hat die Personen in seinem sozialen Umfeld anscheinend unterschätzt. Nur weil er, im Gegensatz zu Damien, keine Ehefrau und keine Kinder hat, heißt das nicht, dass zu Hause niemand auf ihn wartet und ihn willkommen heißt. Immerhin hat er mit Nicolas und Matthew zwei sehr gute Freunde, die ihn während seines Krankenhausaufenthalts sehr vermisst haben, und mit Mrs Courteney eine überaus fürsorgliche Haushälterin, die ihn wie ihren eigenen Sohn zu lieben scheint. Von daher braucht sich Jeremy glücklicherweise keine Sorgen zu machen, er würde zu Hause vereinsamen. Im Gegenteil, alle seine Umgebungspersonen sind da und freuen sich, dass er wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden ist. Natürlich gewährt Jeremy Mrs Courteney in absehbarer Zukunft die versprochene Gehaltserhöhung. :-)
Was die Blindenarmbanduhr betrifft, die Linda Jeremy zugeschickt hat: Im Lauf der zwei ausführlichen Telefongespräche, die Linda und Jeremy während Jeremys Krankenhausaufenthalt hatten, haben die beiden erkannt, dass sie einander anscheinend doch noch etwas bedeuten, obwohl sie mehrere Jahre lang keinen wirklichen Kontakt zueinander hatten. Linda hat Jeremy ja sogar zu sich nach Missouri eingeladen, weil ihr klar geworden ist, dass er heutzutage vielleicht nicht mehr ganz so unsympathisch ist, wie er früher war. Bestimmt wird Jeremy diese Einladung irgendwann annehmen, sobald er damit fertig ist, sein Leben neu zu sortieren und blindenspezifische Hilfsmittel kennenzulernen. Wenn Jeremy nicht erblindet wäre (Tür, die sich geschlossen hat), dann hätte er sich nie mit Linda versöhnt (Tür, die sich geöffnet hat). Linda wollte Jeremy helfen und ihm etwas Gutes tun, und deswegen hat sie ihm diese Blindenarmbanduhr geschenkt. Das ist für Jeremy wieder ein kleines Indiz, welches ihm zeigt, dass auch ein Mensch ohne Augenlicht in seinem Alltagsleben nicht völlig „aufgeschmissen“ ist. Man muss als blinder Mensch gar nicht auf so besonders viel verzichten, wie Jeremy nun nach und nach zu seiner großen Erleichterung klar wird. Jetzt, wo Jeremy wieder bei sich zu Hause angekommen ist, hat er ganz viel Zeit und Gelegenheit, blindenspezifische Hilfsmittel auszuprobieren (wie z.B. die von dir erwähnte Audiodeskription für Spielfilme im Fernsehen). Außerdem verfügt Jeremy ja auch über seine übernatürlichen Fähigkeiten, die vieles für ihn einfacher machen, als es bei „normalen“ blinden Menschen der Fall ist (z.B. braucht er kein mit Blindenschrift bedrucktes Monopoly-Spiel. Ich selbst spiele übrigens auch gerne Monopoly *grins*).
Meiner Meinung nach war es sehr mutig von Jeremy, Matthews Angebot abzulehnen, dass Matthew und Nicolas die Nacht bei Jeremy zu Hause verbringen. Ich kann Matthew gut verstehen, dass er sich Sorgen um Jeremy macht, weil dieser die erste Nacht nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus als blinder Mensch eigentlich nicht alleine verbringen sollte. Ich kann aber auch Jeremy gut verstehen, dass er stolz und ehrgeizig ist und sich selbst beweisen möchte, dass er es alleine schafft. Matthew und Nicolas dürfen schließlich nicht gegen Jeremys Willen bei Jeremy zu Hause übernachten. Und es ist mit Sicherheit gut für Jeremys Selbstbewusstsein, wenn er es schafft, am Abend und im Lauf der Nacht und am nächsten Morgen alleine in seinem Haus zurechtzukommen, obwohl er blind ist. Es wäre eher hinderlich, wenn sich Jeremy von Anfang an daran gewöhnen würde, dass immer jemand da ist und auf ihn aufpasst. So lange Jeremy alleine lebt (also z.B. ohne Ehefrau und Kinder), muss er lernen, alleine für sich selbst zu sorgen. Das hat ja während der letzten drei Jahre, also seit dem Tod von Jeremys Eltern, sehr gut funktioniert, und dementsprechend wird es auch in Zukunft sehr gut funktionieren, obwohl Jeremy nichts mehr sehen kann.
Dass Jeremy immer noch hin und wieder sehr traurig über seine Erblindung ist und ihm vor lauter Verzweiflung beinahe die Tränen kommen, ist ganz normal. Ein US-amerikanisches Sprichwort sagt, dass jemand, der durch einen Unfall querschnittsgelähmt geworden ist, sieben Jahre (!!) braucht, um sein Schicksal zu akzeptieren, und vielleicht ist das bei frisch erblindeten Menschen genauso. Bereits während Jeremys Krankenhausaufenthalt haben sich Phasen von Niedergeschlagenheit und Phasen von Lebensmut immer abgewechselt, und genauso wird es nun nach Jeremys Entlassung aus dem Krankenhaus weitergehen. Das heruntergefallene Rotweinglas hat Jeremy sehr mit seinem Schicksal hadern lassen, aber als er später am Abend im Bett lag, war er doch wieder sehr froh darüber, am Leben zu sein. Auch der Kontakt zu Damien, den Jeremy am nächsten Tag fortsetzen wird, wird dazu beitragen, dass Jeremy in all seinem Elend und Schmerz immer wieder schöne Dinge wahrnimmt, über die er sich freuen und für die er dankbar sein kann. Natürlich schreibt Jeremy am nächsten Tag auch Nicolas und Matthew eine SMS, um ihnen zu sagen, dass es ihm immer noch gut geht. Daran, dass sie diese SMS von ihm verlangt haben, kann man erkennen, wie viel Jeremy seinen Freunden bedeutet.
Vor seiner Erblindung war Jeremy in der Tat „der größte Frauenheld von ganz Texas“ (siehe Kapitel 97), doch diese Frauenbekanntschaften waren alle sehr oberflächlicher Natur, waren nur auf Sex und Spaß ausgerichtet und hatten nichts Ernsthaftes, Tiefgründiges an sich. Ich glaube nicht, dass irgendeine dieser Frauen auch dann noch mit Jeremy würde zusammensein wollen, wenn sie wüsste, dass er erblindet ist. Momentan ist die einzige Frau, die trotz seiner Erblindung weiterhin zu Jeremy steht und eine Liebesbeziehung mit ihm haben möchte, Xerenade. Mal abwarten, ob Jeremy in absehbarer Zukunft auch in der Realität eine Frau kennenlernt, die ihn so akzeptiert und mag, wie er nun ist… Das wäre jedenfalls wünschenswert, denn zumindest Nicolas hat ja inzwischen eine Frau gefunden, mit der er wahrscheinlich langfristig zusammenbleiben wird.
Über die Frage, ob es „besser“ ist, von Geburt an blind zu sein, oder erst im Erwachsenenalter zu erblinden, könnte man stundenlang diskutieren. Beides hat Vor- und Nachteile, die jeweils nicht von der Hand zu weisen sind. Ich kann gut nachvollziehen, dass Jeremy froh darüber ist, erst im Erwachsenenalter erblindet zu sein, weil er dadurch eine visuelle, realistische Vorstellung von seiner Umgebung hat. Es gibt jedoch auch Menschen, die froh darüber sind, von Geburt an blind zu sein, weil sie dadurch nichts vermissen und ihrem Augenlicht nicht hinterhertrauern. Menschen, die von Geburt an blind sind, können sich genauso wenig vorstellen, wie es ist, sehen zu können, wie sich sehende Menschen vorstellen können, wie es ist, von Geburt an blind zu sein. (Ich hoffe, dieser Satz ist halbwegs verständlich… Mir ist erst im Nachhinein aufgefallen, dass er ziemlich komisch klingt. ^^ *grins*)
Du bist wirklich nicht alleine mit deinem Empfinden, dass der Sehsinn für dich der wichtigste Sinn ist und dass du ein sehr visueller Mensch bist. Ich denke, dass die meisten Menschen so empfinden. Ich kenne sehr viele Menschen, die sagen, dass Blindheit für sie „die schlimmste Behinderung überhaupt“ wäre. Auf mich selbst trifft dies jedoch nicht zu – ich könnte wesentlich leichter auf mein Augenlicht verzichten als auf mein Gehör oder auf die Fähigkeiten zu laufen und zu sprechen. Wenn ich solche Tests im Internet mache: „Welcher Lerntyp sind Sie?“ o.ä., dann kommt bei mir nie raus, ich sei ein visueller Lerntyp. Ich erhalte meistens die Auswertung „kinästhetischer Lerntyp“, hin und wieder auch „auditiver Lerntyp“. Erhältst du denn immer die Auswertung „visueller Lerntyp“?
Ich wünsche dir und deiner Familie alles Gute und verabschiede mich bis zum nächsten Mal. <3 *Umarmung*
Deine Vicky
PS:
Ich finde es gar nicht schlimm, dass dir beim Hochladen eines Reviews ein Fehler unterlaufen ist und du dann das falsche Review nicht mehr komplett löschen konntest. Ich glaube, ich mache mir nicht die Mühe, deswegen einen Operator zu kontaktieren. Dieses kleine Missgeschick stört mich nicht. ;-)
30.01.2022 | 14:12 Uhr
Liebe Vicky!
Sehr schön, dass Jeremy wieder Lebensmut fasst.
Und bei Damien will er sich auch melden.
Lieben Gruß.
R
29.01.2022 | 15:37 Uhr
Liebe Vicky!
Es ist anfangs sicher gut, wenn Jeremy nicht alleine sein muss.
Einfach, weil auch was Gefährliches passieren kann.
Ich hoffe, er gibt Mrs Courteney die versprochene Gehaltserhöhung.
Liebe Grüße.
R ※
29.01.2022 | 15:27 Uhr
Liebe Vicky!
Ist doch schön, wenn die Freunde wollen, dass Jeremy sich meldet.
Dank Nicolas und Evelyn sind die beiden Gruppen nun sehr verbunden, das ist schön.
Na zumindest bei der Damenwelt war Jeremy sehr beliebt. Ich glaube nicht, dass die Damen in einer Krise auch richtig für ihn da sind. Monopoly ist super!
Liebe Grüße.
R
28.01.2022 | 19:53 Uhr
Liebe Vicky!
Bei Filmen gibt es ja die Beschreibung für Sehbehinderte, wo alles erklärt wird, und die man zuschalten kann.
Ist lieb, dass Matthew anbietet, hier zu schlafen, und ich bin stolz auf Jeremy, dass er es alleine versuchen will. Irgendwann muss er damit ja anfangen.
Liebe Grüße.
R
28.01.2022 | 19:52 Uhr
falsch hochgeladen...
Kann nur mehr den Text ändern, vielleicht löscht es dir ein Operator.
28.01.2022 | 19:48 Uhr
Liebe Vicky!
Jeremy ist sehr berührt, vielleicht auch ein bisschen überfordert nach der Ruhe im Spital, und hat gerade nah am Wasser gebaut.
Die Tastuhr von Linda war ein super Geschenk, es zeigt ihm auch, dass vieles noch möglich ist.
Liebe Grüße.
R
28.01.2022 | 17:42 Uhr
Liebe Vicky!
Wurde schon Zeit, dass Jeremy in der Realität angekommen ist, er war lang genug im Spital.
Alle sind da, sogar ein Päckchen von der Cousine, alle freuen sich,
und vielleicht kann er irgendwann ja nach Missouri fliegen.
Offensichtlich hat Linda erkannt, dass er ein netterer Mensch geworden ist.

Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich manchmal eine andere, heißt es doch.
Herzlichst.
R
28.01.2022 | 17:37 Uhr
Liebe Vicky!
Ich würde glücklich rauslaufen aus dem Spital… nur bloß weg.
Aber ich verstehe, dass es für Jeremy ein sicherer Raum war, wo er auch keine Entscheidungen treffen musste.
Wie schön, dass auch er (nicht nur Damien) daheim erwartet wird.
Liebe Grüße und alles Gute in nächster Zeit für dich.
R ⋈
17.10.2021 | 20:20 Uhr
Liebe Vicky!
Den Abschied im Spital hast du wunderbar geschrieben.

Das wird eine Freundschaft fürs Leben bleiben, und doch sind es 2 so unterschiedliche Männer, die das Schicksal zusammengewürfelt hat.
Damien kehrt in sein altes Leben zurück,
für Jeremy wird es die größere Umstellung, denn Spital war ihm nun vertraut.
Lieben Gruß.
R ღ

Antwort von Mirfineth am 28.01.2022 | 14:33 Uhr
Viele herzliche Grüße ins ferne Österreich! <3
Jetzt beantworte ich noch deine Reviews zu den letzten veröffentlichten Kapiteln von „Blindgänger“, dann habe ich alle deine Reviews beantwortet, die noch vom Jahr 2021 „übriggeblieben“ waren. ;-)
Es war mir wichtig, dass Jeremy und Damien gleichzeitig aus dem Krankenhaus entlassen werden – einerseits natürlich, wie du schon sehr gut erkannt hast, damit sich keiner der beiden an einen neuen Zimmergenossen gewöhnen muss, und andererseits, weil es einfach schöner ist, wenn die beiden diesen Lebensabschnitt gemeinsam beenden und gemeinsam in einen neuen Lebensabschnitt starten können. David Behre (siehe die Links am Ende von Kapitel 51) ist nach elf Wochen aus dem Krankenhaus entlassen worden, von daher ist es durchaus im Rahmen des Realistischen, dass Damien nach zehn Wochen aus dem Krankenhaus entlassen wird. Und was Jeremy betrifft – der hätte theoretisch schon vor geraumer Zeit entlassen werden können, aber vermutlich hat das Krankenhauspersonal irgendwie „vergessen“, ihn zu entlassen… *grins*
Damien kann ohne größere Schwierigkeiten und Probleme in das Leben zurückkehren, welches er vor seinem Unfall geführt hat. Seinem Beruf kann er auch mit Unterschenkelprothesen weiterhin nachgehen, und auch seine Frau und seine Kinder kann er trotz seiner Behinderung weiterhin versorgen. Natürlich muss er noch ein paar Wochen lang an Krücken gehen und an einer ambulanten Physiotherapie teilnehmen, aber im Grunde genommen wird sein Leben in Zukunft dasselbe sein wie vor dem Unfall. Etwaige Schwierigkeiten und Probleme, die sich aus seiner Behinderung ergeben, wird Damien in seiner unerschütterlich optimistischen Art und Weise zu bewältigen wissen, davon bin ich überzeugt. Hin und wieder jammert Damien zwar auch mal über sein Schicksal, aber so lange er in der Lage ist, sich selbst aus eigener Kraft aus solchen seelischen Tiefpunkten zu befreien, ist alles gut.
Jeremy und Damien werden selbstverständlich auch nach ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus weiterhin miteinander in Kontakt bleiben, und es sieht ganz danach aus, als habe sich zwischen den beiden Zimmergenossen wirklich eine Freundschaft fürs Leben entwickelt. Auch wenn die beiden sehr unterschiedlich in nahezu allen Bereichen ihres Lebens sind, können sie trotzdem gut miteinander befreundet sein (siehe die Aussage von Damien in Kapitel 84). Manchmal „würfelt“ uns das Schicksal mit Menschen zusammen, die ganz anders sind als wir selbst, und dennoch stimmt zwischen uns und diesen Menschen die Chemie auf Anhieb… :-) <3
Was Jeremy betrifft, so muss er nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus im Gegensatz zu Damien quasi bei Null anfangen. Er muss fast alles, was er für das Leben braucht, wie ein kleines Kind wieder von neuem erlernen. Nahezu jeder Handgriff wird für ihn unangenehm und ungewohnt sein, wenn er dabei nichts mehr sehen kann. Zähneputzen, ein Butterbrot schmieren, einen Computer benutzen, Kaffee kochen, seine Oberhemden auf Kleiderbügel hängen, seine Manschettenknöpfe zuknöpfen, Fleisch und Gemüse kleinschneiden… Jeremy wird feststellen, dass er plötzlich seine liebe Not mit ganz alltäglichen Handlungen hat und dass alles sehr viel länger dauert, wenn man es ohne Augenlicht machen muss. Das wird noch eine große Umstellung für ihn…
Dies wird auch dadurch zusätzlich erschwert, dass Jeremy alleine wohnt. Nicolas und Matthew und Mrs Courteney können nicht ununterbrochen auf ihn aufpassen – die meiste Zeit des Tages muss er ganz alleine in seinem ziemlich großen Haus zurechtkommen, ohne etwas sehen zu können. Du hast natürlich Recht damit, dass es besser wäre, wenn Jeremy einen Mitbewohner oder eine Mitbewohnerin hätte – aber wer sollte das sein? Nachdem Jeremy nun drei Jahre lang (also nach dem Tod seiner Eltern) komplett alleine gewohnt hat, wäre er vermutlich damit überfordert, sich seinen Haushalt mit einer anderen Person teilen zu müssen (siehe die Aussage von Xerenade in Kapitel 118). Vielleicht wird Jeremy irgendwann einmal, wenn er genug vom Alleinsein hat, mit einer Partnerin zusammenwohnen, aber fürs Erste wird er weiterhin alleine wohnen – und ich denke ehrlich gesagt nicht, dass er sich besonders einsam fühlen und deswegen die Träume von Xerenade umso mehr herbeisehnen wird, denn er kann ja jederzeit seine Umgebungspersonen anrufen, wenn er Gesellschaft braucht.
Von daher ist es wirklich das Beste, wenn Jeremy so schnell wie möglich die TAB kontaktiert, deren Visitenkarte Dr Williac ihm gegeben hat. Von den dortigen Mitarbeitern wird Jeremy alles lernen, was er braucht, um sich in seinem eigenen Haushalt und in seinem gesamten Alltagsleben zurechtzufinden. Wenn er immerzu übt und trainiert und sich nicht entmutigen lässt, dann wird er es schaffen, auch als blinder Mensch alleine zu wohnen. In meinem persönlichen sozialen Umfeld gibt es übrigens auch mehrere blinde und hochgradig sehbehinderte Menschen, die alleine wohnen, und das funktioniert wunderbar. :-)
Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass du Jeremys Meinung über behinderte Menschen als schockierend empfindest. Leider hatte Jeremy vor seiner Erblindung einen sehr schlechten Charakter, was behinderte Menschen betrifft. Doch weil alles auf der Welt irgendeinen Sinn hat und nichts ohne Grund geschieht, so hatte auch Jeremys Erblindung einen Sinn, nämlich, dass er seine menschenverachtenden und diskriminierenden Ansichten ablegt. Dadurch, dass er selbst zu einem dieser behinderten Menschen geworden ist, ist er langsam aber sicher sozusagen „geläutert“ worden.
Die erotischen Träume, die Jeremy von Xerenade hat, sind für mich als Autorin eine Art „Übung“, weil ich selbst aufgrund meiner Asexualität grottenschlecht im Schreiben von erotischen Szenen bin. Ich habe jedoch den Ehrgeiz, meine Fähigkeiten auf diesem Gebiet verbessern zu wollen, und flechte deshalb hin und wieder diese erotischen Träume in die Geschichte ein. Im weiteren Verlauf der Geschichte wird es auch noch die eine oder andere relativ explizite Sexszene geben. Hoffentlich muss ich dann das Rating der Geschichte nicht auf P18 hochschrauben… *grins grins*
Nun haben Jeremy und Damien also voneinander und vom Krankenhaus Abschied genommen, sind von ihren Angehörigen abgeholt worden und können endlich nach Hause gehen. Ich finde es sehr bewegend, wie die beiden einander im Krankenzimmer umarmt haben.
Du darfst gespannt sein, was Jeremy nun erwarten wird, wenn er wieder in seine eigenen vier Wände zurückkehrt. ;-)
Ich wünsche dir und deinen Familienmitgliedern ein schönes Wochenende mit wenig Stress und viel Sonnenschein. *Umarmung* Alles Gute und bis zum nächsten Kapitel,
deine Vicky
15.10.2021 | 22:03 Uhr
Liebe Vicky!
Ich fürchte, Jeremy wird sich furchtbar alleine fühlen.
Es sei denn bis auf die Träume, in denen Xerenade zu ihm kommt.
Dass er den Alltag mit Übung immer leichter schaffen wird, ist keine Frage.
Aber anfangs wäre ein(e) Mitbewohner(in) schon hilfreich.
Lieben Gruß.
R இ
12.10.2021 | 12:29 Uhr
Liebe Vicky!
Wenn es für eines gut war, dann dass Jeremy umgedacht hat.
Manche Menschen bemitleiden Behinderte, was die auch nicht wollen, aber so extrem wie er (Abschaum) denken wohl die wenigsten. Das schockiert mich jedes Mal, wenn ich es bei dir im Zusammenhang mit Jeremy lese.
Ja, die feuchten Träume… *lol*
Lieben Gruß.
R ஜ
11.10.2021 | 16:58 Uhr
Liebe Vicky!
Ich finde es schön, dass beide gleichzeitig entlassen werden und sich keiner an einen neuen Bettnachbarn gewöhnen muss.
Und so traurig es ist, aber es ist gut geschrieben, dass auch Damien nicht immer nur zuversichtlich ist, sondern manchmal jammert.
Damien kommt zu seiner Familie heim, aber für Jeremy wird es die größere Umstellung,
Lieben Gruß.
R
09.08.2021 | 13:22 Uhr
Wahnsinn!
Einen Monat war der Arme jetzt schon im KH und jetzt naht die Stunde der Wahrheit.... Ich kann Jerrys Angst sehr gut verstehen, bin mir aber sicher, er wird es schaffen! Die TAB wird ihm sicher auch weiter helfen und er wird viele neue tolle Menschen kennenlernen, die sein Leben bereichern, wenn er es nur zulässt!
Daumen hoch zu sovielen tollen Kapiteln meine liebe Frau Beutlin, ich hoffe, das ich jetzt wieder mehr Zeit zum Lesen, Schreiben und Reviewen habe!
*Knuddel* ^3^

Antwort von Mirfineth am 21.08.2021 | 18:32 Uhr
Einen wunderschönen guten Abend, meine allerliebste Ravaari! <3
Ich freue mich wirklich von ganzem Herzen über die großartige Menge an Reviews, die du innerhalb von kurzer Zeit zu meinen sämtlichen in Arbeit befindlichen Geschichten geschrieben hast! Ich wusste gar nicht, wie mir geschah, als ich plötzlich von so vielen Reviewalerts „überflutet“ wurde. :-D Es ist ein unglaublich rührender Freundschaftsbeweis, dass du dir extra für mich die Zeit genommen hast, um diejenigen Kapitel zu lesen, die ich während deiner „Abwesenheit“ hochgeladen habe, und dazu so extrem viele Reviews zu schreiben. Vielen herzlichen Dank! <3 *knuddel*
Natürlich sollst du für deine Mühe auch mit ausführlichen Reviewantworten belohnt werden. :-)
Die Reviewantwort zu deinen „Blindgänger“-Reviews werde ich nach Personen unterteilen, damit es übersichtlicher ist.
JEREMY
Der Protagonist dieser Geschichte hat in der Tat viel erlebt, während du „abwesend“ warst. ;-) Er hat sich während seines Krankenhausaufenthalts sehr zu seinem Vorteil verändert. Aufgrund seiner Erblindung ist er nun dazu gezwungen, seinen bisherigen Lebenswandel zu überdenken und in seinem Leben andere Prioritäten zu setzen. Dabei wird ihm auch bewusst, dass er eigentlich noch Glück im Unglück gehabt hat, denn die Explosion des UFOs hätte für ihn bzw. für seinen Körper auch noch dramatischere Konsequenzen haben können. Hinzu kommen die wachsende Freundschaft zu Damien und der wieder aufgenommene Kontakt zu Linda. Dies alles bewirkt, dass sich Jeremy weniger egozentrisch verhält und langsam aber sicher realisiert, dass er in seinem bisherigen Leben viele Fehler gemacht hat. Es ist schön, dass Jeremy dir dadurch zusehends sympathischer wird und du dich besser mit ihm identifizieren kannst.
Der Ausflug von Jeremy und Damien in den Krankenhauspark war als „kleines Abenteuer zwischendurch“ konzipiert, damit die beiden mal aus ihrem eintönigen Krankenzimmer rauskommen. Im ersten Moment war es für Jeremy ziemlich beängstigend, ohne etwas zu sehen in einer unbekannten Umgebung unterwegs zu sein, aber das war eine gute Übung für die Zeit nach seinem Krankenhausaufenthalt, wenn er wieder in die „reale Welt“ dort draußen zurückkehren muss.
Tatsächlich ist es nun am Ende von Kapitel 126 so weit: Jeremy wird morgen aus dem Krankenhaus entlassen werden, nachdem er über vier Wochen dort verbracht hat. Er wird schließlich und endlich diesen „Schonraum“ verlassen und sich mit den Herausforderungen des Alltagslebens als blinder Mensch außerhalb des Krankenhauses herumschlagen müssen. Dabei werden ihn die Mitarbeiter der TAB bestimmt tatkräftig unterstützen und er wird dort wahrscheinlich auch neue Bekanntschaften machen – andere Menschen, die sein Schicksal teilen und die ihm psychischen Halt geben können. Du darfst gespannt sein, wie es mit Jeremy weitergehen wird, nachdem er das Krankenhaus hinter sich gelassen hat, und wie er die auf ihn zukommenden Schwierigkeiten meistern wird.
DAMIEN
Es freut mich sehr, dass Jeremys Zimmergenosse dir so sympathisch ist und dass du dich besser fühlst, wenn du seine Worte liest. Damien ist wirklich der beste Mensch, den das Schicksal Jeremy in dieser schwierigen Lebenssituation an die Seite stellen konnte. Er ist emotional unglaublich stark und charakterlich sehr gefestigt, er kann sehr gut mit Schicksalsschlägen umgehen und strahlt einen unerschütterlichen Optimismus aus – genau das, was Jeremy gerade am nötigsten braucht. Deine Formulierung „elektrisierend-positive Energie“ finde ich in diesem Zusammenhang sehr passend. Damien hat schon als Kind von seinen Eltern gelernt, sich von den Widrigkeiten des Lebens nicht unterkriegen zu lassen und in sämtlichen Erlebnissen immer etwas Positives zu sehen. Hoffentlich färbt das ein wenig auf Jeremy ab. ;-)
Wobei du natürlich Recht hast mit der Meinung, dass Damien sich selbst ruhig auch mal Gefühle wie Wut und Trauer eingestehen sollte, anstatt immer nur für andere Menschen stark zu sein – natürlich könnte Damien selbst hin und wieder angesichts seines eigenen schlimmen Schicksals auch mal Trost und Unterstützung gebrauchen. Gerade solche Phantomschmerzen müssen wirklich schrecklich sein, da sollte Damien in seinem Leid einen lieben Menschen an seiner Seite haben, der ihm Mut zuspricht. Aber so etwas passiert wahrscheinlich, ohne dass Jeremy es mitbekommt (z.B. wenn sich Damien mit seiner Frau oder seinen Eltern auf Französisch unterhält, oder wenn Damien bei der Physiotherapie ist). Außerdem ist ja gar nicht klar, was sich in Damiens Gefühlswelt ereignet hat, bevor Jeremy zu Damien aufs Zimmer verlegt worden ist. Damien wird sicherlich unmittelbar nach seinem Unfall auch zutiefst frustriert und verzweifelt gewesen sein, wobei ihm aber der Gedanke an seine Frau und seine Kinder die Kraft gab, so einen schlimmen Schicksalsschlag wie den Verlust seiner Unterschenkel zu verarbeiten.
Da ich keine Juristin bin, kann ich dir leider nicht hundertprozentig sagen, ob Damien Schmerzensgeld von der Bahngesellschaft zusteht. Darum kann er sich ja auch dann noch kümmern, wenn er wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden ist. Bei Personen, die beidseitig unterschenkelamputiert sind und ansonsten keine weiteren Behinderungen haben, ist es jedoch nicht notwendig, das ganze Haus behindertengerecht umzubauen. Mit Unterschenkelprothesen kann man Treppen steigen und ein normales Badezimmer benutzen (man muss nur einen Hocker o.ä. in die Duschkabine stellen, auf dem man während des Waschens sitzt, da man die Prothesen zum Duschen ablegen muss). Auch beruflich wird Damien keine nennenswerten Schwierigkeiten haben, da er wahrscheinlich die meiste Zeit ohnehin in seinem Büro am Schreibtisch sitzt. Schließlich ist er der Chef der Firma und nicht nur irgendein Lagerarbeiter. Notfalls kann er sich auch von seiner Frau oder seinem Vater vertreten lassen. Seine berufliche Zukunft wird Damien problemlos meistern, davon bin ich überzeugt.
Ohne Damien wäre Jeremy in diesem Krankenhaus jedenfalls hoffnungslos verloren, so viel steht fest. ;-) Die beiden ergänzen einander perfekt, harmonieren sehr gut miteinander und werden mit Sicherheit auch nach ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus miteinander befreundet bleiben. Und eines Tages werden sie wirklich miteinander auf einem Tandem Fahrrad fahren, so viel kann ich schon mal verraten… ^^
An dem Abend, als sich Jeremy und Damien um das offene Fenster gestritten haben und einander Beschimpfungen an den Kopf geworfen haben, ist einfach ihr Temperament mit ihnen durchgegangen. Wochenlang mit einem bisher fremden Menschen im selben kleinen und relativ engen Zimmer leben zu müssen, außerdem die eigene mühsame Schicksalsbewältigung bzw. Umgang mit der eigenen Behinderung, Angst vor der Zukunft… Da kann ich es voll und ganz verstehen, dass das Fenster der Tropfen war, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat… Aber zum Glück haben sich Jeremy und Damien ja bereits am nächsten Morgen wieder vertragen. :-)
LINDA
Jeremy und seine Cousine sind einander während der zwei Telefongespräche, die sie während Jeremys Krankenhausaufenthalt geführt haben, wieder deutlich näher gekommen. Sie haben festgestellt, dass sie einander in ihrem tiefsten Herzensgrunde immer noch etwas bedeuten, und möchten den Kontakt zueinander wieder intensivieren. Auch über Lindas Familienmitglieder erfährt der Leser nun etwas mehr, weil Jeremy beginnt, sich ernsthaft für sie zu interessieren.
Linda wird sich mit Sicherheit auch nach Jeremys Entlassung aus dem Krankenhaus weiterhin ab und zu bei ihm melden, und vielleicht klappt es ja tatsächlich eines Tages mit einem Besuch von Jeremy in Missouri… :-)
Auf jeden Fall tut es Jeremy gut, mit Linda zu telefonieren – so hat er das Gefühl, dass er wenigstens noch eine kleine Familie hat, die sich Sorgen um ihn macht. Gute Freunde zu haben ist schön, aber es geht doch auch nichts über liebevolle Familienmitglieder. <3
Genauso wie bei Damien freut es mich auch bei Linda, dass sie dir so sympathisch ist und dass du ihre Ansichten teilst.
XERENADE
Jeremys außerirdische Freundin hat sehr gut durchschaut, dass Jeremy zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht ganz reif für eine „richtige“ Beziehung ist – immerhin hatte er jahrelang hauptsächlich flüchtige Affären und One-Night-Stands; selbst diejenigen Frauen (und Männer ^^), mit denen er länger liiert war, scheinen ihm nicht besonders viel bedeutet zu haben. Jeremy muss nun in seinem Kontakt zu Xerenade lernen, dass eine Beziehung nicht nur aus gutem Sex und knisternder Erotik besteht. Deine Formulierung „Gut, dass sie sein jungenhaftes Gemüt hier etwas bremst“ finde ich sehr lustig und auch irgendwie süß – daran zeigt sich, dass Jeremy momentan alles durch die rosarote Brille sieht und gar nicht weiß, wovon er spricht. Immerhin kennt er Xerenade erst seit wenigen Wochen… Später, irgendwann in der Zukunft, werden Jeremy und Xerenade bestimmt zusammen wohnen, aber zum jetzigen Zeitpunkt ist es dafür noch zu früh. Zumal Jeremy erst mal lernen muss, mit seiner Blindheit zurechtzukommen, bevor er sich auf Liebesbeziehungen konzentrieren kann.
Natürlich begegnen sich die beiden auch in der Realität, nachdem Jeremy aus dem Krankenhaus entlassen worden ist, aber das dauert noch eine Weile. Du darfst gespannt sein, wie sich ihre Beziehung weiterhin entwickelt. Xerenade bemüht sich jedenfalls beständig, Jeremy neue Lebensfreude zu schenken und ihm zu zeigen, dass das Leben auch dann noch lebenswert sein kann, wenn er sein Augenlicht verloren hat.
Die Träume von Xerenade (während derer Jeremy natürlich normal sehen kann, schließlich sind es Träume ^^) beziehen sich in der Tat manchmal auf Erlebnisse, die Xerenade früher auf ihrem Heimatplaneten hatte (den Film, den Jeremy und Xerenade zusammen anschauen, hat Xerenade irgendwann im Lauf ihres Lebens schon einmal gesehen).
SONSTIGE PERSONEN
Ja, es ist wirklich sehr niedlich, wie Jean-Pierre von seiner ersten großen Liebe schwärmt – so etwas haben wir alle schon mal erlebt und gönnen es ihm und seiner Celestina von Herzen. <3 Es bleibt abzuwarten, wie lange es die beiden miteinander aushalten werden… ;-)
Ich kann verstehen, dass du froh darüber bist, mehr Erfahrung in Liebesangelegenheiten zu haben als Damien und Aurélie. Aber Damien und Aurélie dachten sich vermutlich schon in jungen Jahren: „Warum sollten wir uns wieder trennen und mehr Erfahrung mit unterschiedlichen Partnern sammeln, wenn wir derartig gut miteinander harmonieren und uns sicher sind, dass wir füreinander bestimmt sind?“ Meine Eltern sind auch schon seit dem Jahr 1977 ein Paar und werden voraussichtlich bis zu ihrem Tod glücklich miteinander verheiratet bleiben. Zum Glück darf jeder Mensch selber entscheiden, ob er mehr auf One-Night-Stands und beständig wechselnde Affären steht oder auf eine langfristige, monogame Partnerschaft. Auch die Entscheidung, überhaupt keine Beziehung eingehen zu wollen, ist völlig legitim, so lange die betreffende Person damit zufrieden ist.
Was die Freundschaft zwischen Jeremy und Nicolas angeht: Die beiden kennen einander nun schon seit ungefähr siebzehn Jahren und stehen einander inzwischen so nah, als ob sie tatsächlich Brüder seien. (Was beispielsweise daran zu erkennen ist, dass Nicolas einen Zweitschlüssel für Jeremys Haus besitzt.) Nicht nur bei Liebesbeziehungen, sondern auch bei platonischen Freundschaften ist es sehr schön, wenn sie über mehrere Jahrzehnte hinweg Bestand haben. Es freut mich sehr für dich, dass du eine gute Freundin hast, die du schon seit 28 Jahren kennst und zu der du heutzutage immer noch Kontakt hast. Ein intaktes soziales Netz ist das Wichtigste, was es überhaupt gibt – meiner Meinung nach ist das sogar wichtiger, als viel Geld oder eine Arbeitsstelle zu haben.
Du und ich kennen einander seit Juni 2018 und ich bin ebenfalls sehr froh darüber, dass das Schicksal uns hier bei FF.de zusammengeführt hat! *knuddel* <3 Ich habe dich sehr lieb und hoffe, dass es dir gut geht! <3
SONSTIGE VON DIR ANGESPROCHENE THEMEN
Das Non-24-Syndrom ist bisher nur recht wenig erforscht und es gibt nur wenige Medikamente dagegen. Ich selbst bin vor einigen Jahren auf einer Ausstellung zum Thema Blindheit und Sehbehinderung darauf aufmerksam geworden. Ob das Non-24-Syndrom ausschließlich bei Menschen auftritt oder auch bei blinden Tieren, weiß ich leider nicht. Auf jeden Fall ist es gut möglich, dass die Langeweile und Eintönigkeit im Krankenhaus das Non-24-Syndrom zusätzlich verstärkt. Das Medikament Tasimelteon hat zum Glück keine besonders schlimmen Nebenwirkungen. Es können auftreten: Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindelgefühl und Albträume. Davon wird Jeremy aber verschont bleiben. ;-)
Ich kann sehr gut verstehen, dass Blindheit für dich die „schlimmste“ Behinderung wäre und dass Jeremy dir sehr leid tut… Ich denke, dass die meisten Menschen so empfinden. Ich persönlich würde jedoch lieber blind sein wollen als gehörlos oder querschnittsgelähmt, weil ich mich mit Blindheit am besten auskenne bzw. am besten damit identifizieren kann und genau weiß, wie ich mir selbst in einer solchen Situation helfen könnte. Dass Jeremy gar keine Augen mehr hat und deswegen nur noch Schwarz „sieht“, ist wirklich eine ziemlich gruselige Vorstellung, aber wenigstens hat er keine Schmerzen und sieht auch äußerlich nicht entstellt aus.
Es freut mich sehr für dich, dass du so eine problemlose, schmerzfreie Geburt hattest. Die Geburt des ersten Kindes meiner Schwester hat 27 Stunden gedauert und ging leider nicht ohne Schmerzen vonstatten… Es ist bewundernswert, dass du sogar noch während des Geburtsvorgangs etwas essen konntest. Dass du die Geburt trotzdem als relativ unangenehm empfunden hast, ist durchaus nachvollziehbar. Ich muss dir an dieser Stelle gestehen, dass im Jahr 2018 bei mir „Tokophobie“ diagnostiziert wurde – darunter versteht man krankhafte/extreme Angst bzw. krankhaften/extremen Ekel vor der Schwangerschaft, vor der Geburt, ja sogar vor dem Stillen. Diese Störung belastet mich sehr und ich leide sehr darunter. Ich müsste vermutlich zuerst einmal an einer jahrelangen Psychotherapie teilnehmen, bevor ich es mir zutrauen würde, ein leibliches Kind zu bekommen. (Das ist in Arbeit – ich befinde mich momentan bei drei verschiedenen Therapeuten auf der Warteliste.) Aber ich träume trotzdem davon, eines Tages ein leibliches Kind zu bekommen, weil ich beispielsweise an den Kindern meiner Schwester sehe, wie viel Glück und Freude es bereitet, Kinder großzuziehen – obwohl jedes Kind hin und wieder seinen Eltern ganz schön auf die Nerven geht, da hast du ein wahres Wort gesprochen… *grins*
Ich bin ebenfalls der Meinung, dass die Menschen in früheren geschichtlichen Epochen wesentlich unkomplizierter mit dem Thema Tod umgegangen sind als die Menschen heutzutage. Früher war der Tod allgegenwärtiger und man musste quasi jederzeit damit rechnen, dass man selbst oder ein Angehöriger durch eine Krankheit oder einen Unfall stirbt. Auch Fehlgeburten kamen häufiger vor und die Säuglingssterblichkeit war deutlich höher. Heutzutage wird der Tod mehr oder weniger tabuisiert, man versucht den Tod so lange wie möglich hinauszuzögern, man möchte sich gedanklich nicht mit dem Tod auseinandersetzen. Viele Menschen verdrängen die Tatsache, dass sie selbst eines Tages auch mal sterben müssen, und wollen dies nicht wahrhaben. Umso weniger können sie es dann verkraften, wenn sie beispielsweise plötzlich an einer unheilbaren Krankheit erkranken. Heutzutage sterben die meisten Menschen in Krankenhäusern, Altenheimen oder Hospizen, im Gegensatz zu früheren Zeiten, wo man zu Hause in vertrauter Umgebung im Kreise seiner Angehörigen sterben konnte. Was das Thema Umgang mit dem Tod angeht, bin ich mir wirklich nicht sicher, ob der diesbezügliche Unterschied zwischen Tieren und Menschen als Fortschritt der Menschheit anzusehen ist… (Ich persönlich besitze eine Patientenverfügung, in der steht, dass ich am liebsten zu Hause sterben möchte, sofern dies irgendwie möglich ist.)
Es gibt in meinem Leben auch einige Geschichten/Bücher, die ich bereits mehrere Male gelesen habe und immer wieder aufs Neue genieße (z.B. „Herr der Ringe“ oder deine „TWISTED“-Oneshots); gerade wenn ich eine Geschichte/ein Buch nacheinander in mehreren Sprachen lese, fühlt es sich an wie ein komplett neuer Text. (Manchmal lasse ich meine eigenen Geschichten von einem Übersetzungsprogramm in eine Fremdsprache übersetzen und lese sie dann erneut – dann kommt es mir immer so vor, als habe ein völlig anderer Mensch diesen Text geschrieben… ^^)
Es freut mich sehr, dass du jetzt wieder mehr Zeit zum Lesen, Schreiben und Reviewen hier bei FF.de hast. <3 :-D Ich werde voraussichtlich Ende September/Anfang Oktober wieder neue Kapitel meiner Geschichten hochladen und weiß es sehr zu schätzen, wenn du dann wieder „dabei bist“ und mit meinen Protagonisten mitfieberst. :-)
Damit komme ich zum Ende dieser meterlangen Reviewantwort und verabschiede mich bis zum nächsten Mal.
Ich umarme dich liebevoll und sende dir viele herzliche sonnige Grüße. <3
Deine Vicky Beutlin
09.08.2021 | 13:01 Uhr
Och, Jean-Pierre war ja wahnsinnig süß, du hast das wirklich gut beschrieben und ich hoffe, dass die junge Liebe lange hält, schön, wenn man solange zusammen ist wie Damien und Aurélie, wobei ich schon sagen muß, dass ich persönlich froh bin, mehr Erfahrung zu haben, aber das ist natürlich Ansichtssache und es ist gut, dass wir die Freiheit haben zu lieben wen und wie wir möchten! :).
09.08.2021 | 12:25 Uhr
Schön mehr über Lindas Familie zu erfahren, ich finde es auch gut, dass Jerry seinen Sinneswandel endlich anderen Menschen gegenüber ausspricht.
GLG!
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