Autor: Lapislazuli67
Reviews 1 bis 25 (von 89 insgesamt):
Bienchen (anonymer Benutzer)
13.06.2019 | 09:52 Uhr
zur Geschichte
Hallo

Was für eine berührende Geschichte das doch ist. Ein schlimmes Thema, natürlich, aber mit den gewählten Worten eben doch sehr einfühlsam beschrieben. Man ist fasziniert und will erfahren, wie das weiter geht, ohne irgendwie abgestossen davon zu sein, was Watson da passiert ist. Das ist wirklich grosse Kunst, wenn man eine Geschichte auf diese Weise erzählen kann.

Dankeschön für die Übersetzung. Die Geschichte steht hier zwar schon einige Jahre online, aber sie verdient dennoch noch viele Reviews. Denn sie ist absolut lesenswert.

xX Bienchen
12.10.2012 | 18:26 Uhr
zu Kapitel 21
Ich bin erst jetzt auf FF gestossen und habe mich ein bisschen durchgelesen. Diese Geschichte ist mir aber wirklich unter die Haut gegangen. Diese Sprache! Genial! Das muss man erst mal können, diese Tonalität aus dem Englischen übernehmen. Absolut professionelle Übersetzung! Ich bin hin und weg ...
10.08.2012 | 03:12 Uhr
zu Kapitel 21
Hi,

die Geschichte hat mich total gefesselt. Das Ende hat mir total gefallen. Deine Wortwahl ist echt klasse. Eine sehr liebevolle Übersetzung. Sherlock und John kamen so authentisch herüber.

LG

Salmandria
03.02.2012 | 19:52 Uhr
zur Geschichte
Hallo! =)

Erst mal meinen herzlichen Glückwunsch zum Finden dieser Perle. Und anschließend sofort der Dank für die Übersetzung.
Ich war kurze Zeit versucht, die Originalgeschichte zu suchen und sie auf Englisch zu lesen, habe mich dann aber entschlossen, erst mal hier reinzulesen, ganz nach dem Motto, warum mir die Mühe machen, wenn’s mir dann nicht gefällt?
Dann hab ich festgestellt, dass deine Übersetzung so gut ist und ich womöglich mit dieser leicht altmodischen Sprache auf Englisch nur meine liebe Not hätte (es war schon recht spät und ich war eigentlich müde) und damit bin ich dann bei der Übersetzung geblieben. Und geblieben. Und geblieben… Soll heißen: Es war äußerst schwer, wieder loszukommen.
(Tatsächlich ist es wirklich etwas schwer, es auf Englisch zu verstehen… habs gerade versucht, wenn auch mit wenig Motivation und nur sehr kurz, da ich ja schon eine wirklich gute deutsche Übersetzung gelesen hatte ;) )

Am Anfang war ich etwas skeptisch dem Thema gegenüber (wie du wohl nachvollziehen kannst), aber deine Anmerkung am Anfang der Geschichte hat mich fürs erste überzeugt. Eine gewisse Skepsis ist wohl die ersten Kapitel geblieben, hat sich dann aber im Laufe der Geschichte irgendwie verflüchtigt.
Das Thema ist wohl anspruchsvoll und ich muss ehrlich sagen, dass ich mich überhaupt nicht damit auskenne, aber mein gesunder Menschenverstand hat mir mitgeteilt, dass alles sinnvoll konstruiert und aufgelöst wurde. :D

Natürlich hat mich der Prozess, den Watson und damit auch Holmes durchmachen müssen, interessiert. Was mich aber noch mehr gefesselt hat (oder noch immer fesselt, ich bin gerade noch am lesen, ich schreib nur schon mal auf, damit ich hinterher nicht die Hälfte vergesse) war bzw. ist die Sprache. Ich liebe den altmodischen Stil und vor allem die gut gewählten Personifikationen.

Deine Übersetzungsarbeit verdient wirklich jedes Lob. Wahnsinnig gut gemacht!
Ich hab ja übersetzen immer gehasst und war demnach auch schlecht darin. Es ist meiner Meinung nach so unglaublich schwer die gleiche Bedeutung zu finden, selbst wenn ich es verstanden hatte (was eigentlich schon meistens der Fall war), hatte ich in meinem Kopf noch lange keine Übersetzung, sondern lediglich den Inhalt des Textes, irgendwie. Und dann das hier zu lesen ist wirklich… wow. Wirklich richtig gut. Da steckt doch sicher eine Menge Arbeit dahinter? An Professionalität mangelt es jedenfalls nicht. Da wurden andere Sachen, mit denen tatsächlich Geld verdient wurde, schon viel viel schlechter übersetzt.

Was ebenfalls interessant war: Die Fußnoten. Da erkennt man, wie viel Arbeit dahintersteckt. Waren die von der Autorin eingefügt oder von dir?
Von wem auch immer: Es war recht hilfreich.

Aber weiter geht’s mit dem Inhalt:
Ich lese ja normalerweise kein Slash, der nicht Canon ist. Da ich mich mit dem Original-Holmes nicht auskenne weiß ich auch nicht, inwieweit das der Fall ist. Offiziell gibt es ja keinen, aber die enge Männerfreundschaft lässt ja schon Spielraum zur Interpretation.
Das Problem bei Slash in FFs ist ja meistens, dass auf einmal alle schwul und glücklich sind und ja. Das wars dann. Es geht nur darum, wie der Protagonist mit seinem Angebeteten zusammenkommt, oder wie die Protagonisten zusammenkommen *schnarch*.
Hier haben wir sofort eine ganz andere Ebene und ich muss sagen, ich war auch sofort überzeugt. Holmes Gedanken sind faszinierend zu lesen. Die Angst, die er hat, dass Watson ihn verachten könnte, wie er an den Kuss denkt (nicht diese elenden superkitschigen Beschreibungen auf Wolke 7), wie er über sich selbst nachdenkt. Einerseits hatte ich zu Anfang das Gefühl, er fände sich selbst irgendwie abstoßend, oder sagen wir eher: unnormal, was für diese Zeit ja auch ganz logisch ist. Andererseits hat er Angst, was andere denken, was irgendwie zu ihm passt, zumindest zu seiner angeberischen Seite (lustig, dass er die selbst irgendwo erwähnt hat und schön zu sehen, dass er sich selbst gut genug kennt).
Was auch gut war: Meine These, dass Holmes an Beziehungen dieser Art schlicht nicht interessiert ist, kam sogar vor, indem Holmes gesagt hat, er hätte „nichts mehr in diese Richtung unternommen“. Einen Sherlock Holmes, der sich heimlich mit seinem männlichen Liebhaber trifft, hätte ich mir nur schwer vorstellen können. Liebeskranker Holmes ist insgesamt nur sehr schwer vorstellbar.
Von daher war die Lösung umso besser. Er ist in Watson verliebt, schon länger, und verbirgt seine Gefühle einfach nur gut. Er selbst sagt ja auch, dass er so gut klarkommt.

Wie die beiden miteinander umgehen ist sowieso ein Punkt für sich. Ich kann mir immer schlecht vorstellen, was Holmes tatsächlich von seinem besten Freund hält. In gewisser Weise muss er ihn schätzen, wie keine andere Person auf der Welt, andernfalls würde er es wohl nicht ertragen mit ihm zu leben und zu arbeiten. Dass er in diesem Maße Bewunderung für ihn empfindet ist irgendwie schön zu lesen. :)
Nur die Tatsache, dass sie sich mit „Junge“ und „Kamerad“ anreden ist echt befremdlich, nicht unrealistisch oder so… nur, es klingt so seltsam :D
Manchmal sind sie mir mit „ich bin Schuld“ – „nein, Sie doch nicht“ – „Sie sind besser als ich“ – „Nein, Sie“ usw. etwas auf die Nerven gegangen. Ich dachte nur: Ach Gott, hört auf euch immer gegenseitig zu loben und euch selbst schlecht zu machen. Ihr kriegt keinen Preis oder so :D

Im Laufe der Geschichte konnte ich dann nicht anders als teilweise ein kleines, quietschiges „süß“ von mir zu geben. Besonders Holmes Blick auf Watson hat mich immer mehr und mehr von seiner Liebe überzeugt.
Schon tragisch, dass die Zeit eine offene Beziehung nicht erlaubt hat. Da wird auch der Gedanke darüber immer wieder angeregt, schließlich haben Homosexuelle heute noch massive Probleme.
Dass es nicht auf die Selbstmitleid-Schiene gebracht wurde war ein weiterer Punkt, den ich lobend hervorheben muss (eigentlich sollte ich das wohl für jeden kleinen Aspekt machen, aber dann würde ich wohl noch lange lange dransitzen). Die Tragik der Einschränkung, die ihre Liebe zu ertragen hat (Oh Gott, das klingt grauenvoll… aber ich denke, du weißt, was ich meine) leidet da jedenfalls nicht drunter.
Das Ende war auch super. Ich fands schön, dass das letzte Kapitel wieder aus Watsons Sicht geschrieben war. So hat man auch seine Sicht auf die Entwicklungen mitbekommen und es gab so was wie einen runden Abschluss, da ja auch schon die Einführung, also die ersten Kapitel aus seiner Sicht waren.
Ich fands super, dass das Ende irgendwie gut war und irgendwie auch etwas bitter, durch die Schilderung der schlaflosen Nacht und auch die Ausweglosigkeit, die ich irgendwo herausgelesen habe.
Andererseits war Watson sich wohl ziemlich sicher, was passieren würde, wenn Holmes zurückkommt ;) Also, insgesamt ein Ende der guten Sorte :D

Gut, jetzt noch ein paar Punkte, die ich besonders hervorheben wollte:

Zuallererst: Holmes Reaktion als er Watsons Schilderung des Vorfalls gelesen hat, ist so unglaublich gut gelungen, wie alles eigentlich. Man kann sagen: Ich bin komplett fasziniert.
Sämtliche Beschreibungen der Gefühle waren so unglaublich gut geschrieben, dass ich wirklich total begeistert war. Nicht so übertrieben kitschig oder in Richtung Selbstmitleid, aber trotzdem war ich immer am Mitfühlen und Mitfiebern.

Nächster Punkt: Mycroft. Wirklich gut, dass er vorkam. Die Charakterisierung aus Holmes Sicht hat mir gefallen. Ich kenn ja den Original-Mycroft nicht, aber dieser hier hat mir gut gefallen und dass die Beziehung zwischen Sherlock und ihm thematisiert wurde, besonders im Hinblick auf Watson und unter den Umständen war spannend zu lesen.

Zu guter Letzt: Die Maskenszene. Aww… Einer der quietsch-süß-Momente. Wie ist sie nur auf die überaus originelle Idee mit der Maske gekommen? Ich habs so richtig vor mir gesehen, erst, wie die beiden hinter dem Vorhang gestanden und Zeugen des Mordes geworden sind, wie sie durch die Nacht gerannt sind und dann noch der Kuss. Einfach schön. Ich weiß nicht, was ich mehr dazu sagen soll. Der Moment, in dem Holmes beschreibt, wie Watson seine Maske abzieht und seine Haare durcheinanderbringt war irgendwie… schön :)

Das wars jetzt von mir. Es gäbe sicherlich noch genug Stellen, die man herausheben sollte und eigentlich wäre es mehr als verdient gewesen, nach jedem Kapitel ein Review zu schreiben, um mehr auf Details eingehen zu können, aber das unterbricht immer den Lesefluss und außerdem war es auch eine Zeitfrage (ich saß auch schon lange hier dran und sollte eigentlich lernen…). Ich weiß, ich hätte es auch noch aufschieben können, wie so viel, aber ich hatte das Bedürfnis meine Gedanken sofort mitzuteilen. Ich bin so begeistert :)

Vielen Dank noch mal, dass du dir die Mühe gemacht hast, das zu übersetzen.
Viele Grüße, Ylvi
25.12.2011 | 17:29 Uhr
zu Kapitel 1
Argh - von wegen Rennaissance --> ich meinte viktorianisches Zeitalter... Kommt aber trotzdem aufs Selbe raus.
25.12.2011 | 17:05 Uhr
zu Kapitel 3
Eigentlich schreibe ich nie in der Mitte einer Geschichte ein Review, aber... Ich meine... Ich schmeiße mal eben meine Prinzipien über Bord, weil... Argh.

Mir imponiert hier die unglaubliche Stärke der Freundschaft zwischen Holmes und Watson. Weil... das ist so absolut heftig und... Er hätte auch auf Lestrades gerade noch rechtzeitige Ankunft bevor Sherlock tot ist hoffen können... Ich weiß, dass es für Männer noch auf anderen Ebenen zermürbend ist - Watson lebt ja auch noch in der Rennaissance (was irgendwie unglaublich nebenbei sozusagen
gezeigt ist) und und und - gerade sind mehrere Ebenen dazugekommen, weil.... Auf jeden Fall ist Watson bereit verflucht weit zu gehen und ehrlich - das ist saumäßig ... wunderbar, aber auf schaurige Art und Weise... Argh. Irgendwie klingt das nicht richtig.... Jedenfalls ist dieser Watson... Er imponiert mir. Extrem.

Ich komme aus dem HP-Fandom, in dem es ja wirklich gruselige Badfics gibt - und in jeder zweiten davon wird irgendwer vergewohltätigt. Vergewaltigt nicht, weil... der Plot wird absolut nicht beeinflusst und und und... Versteh mich nicht falsch, es gibt auch beklemmende und "gute" Geschichten zu dem Thema, aber... es macht einen vorsichtiger welche Geschichten man liest (ich hätte das ohne Sandfrauchens Empfehlung im Forum nicht angefangen zu lesen, auch weil ich bisher nur die BBC-Verfilmung kenne).
Aber ich bereuhe es absolut nicht und...Die explizite Szene hat mich fertig gemacht, gerade weil Watson so ... nur vorgängebeschreibend ist, wenn du verstehst was ich meine. Es ist irgendwo eine Art gräusliches... Tauschgeschäft, aber... John wird Sherlock nicht sterben lassen.

Mmh. Ich glaube, ich weiß wieder, warum ich eine Geschichte normalerweise erst mal ne Zeit ruhen lasse, bevor ich ein Review schreibe... Inflationärer Gebrauch der drei Punkte und so... Aber irgendwie wollte ich, glaube ich, die direkte Reaktion loswerden. Ja.

Hoffentlich ergibt das hier für dich einen Sinn, dieses direkte Reaktionsteil da... Äh.
29.10.2011 | 16:14 Uhr
zur Geschichte
Ich kann nicht glauben, dass ich dazu noch nie was geschrieben habe.

Ich will mich zwar eigentlich immer noch vehement dagegen wehren, die beiden miteinander zu verkuppeln (dieses verflixte Fandom macht einem das so verdammt SCHWER!), aber das hier ist eine der Geschichten, die es einem noch viel schwerer machen. Es ist großartig und gut und es ist glaube ich die erste Übersetzung, bei der es mich überhaupt nicht in den Fingern juckt, das Original zu lesen, weil der deutsche Stil einfach so perfekt passt und nichts mehr zu wünschen übrig lässt.

Es ist schon eine Weile her, dass ich sie zuletzt gelesen habe, und ich werde es aus voller Absicht jetzt nicht wieder tun, weil ich dann nämlich nicht mehr davon wegkomme und wirklich keine Zeit mehr habe, jetzt heute vor dem Abendessen noch 21 Kapitel zu lesen. Aber ich weiß noch genau, wie es sich angefühlt hat, sie zu lesen. Sie macht einen traurig, natürlich, aber während dem Lesen wächst in einem drin etwas wie eine Blase, die immer größer wird und von innen gegen alles drückt, womit man atmet. Es gibt diesen Punkt in der Geschichte, an dem man eine Spannung im ganzen Körper hat, deren Vorhandensein man erst merkt, wenn sie dann nachlässt und man spürt, wie müde irgendwelche Muskeln sind, denen man sich sonst gar nicht bewusst ist.

Es ist melancholisch und schonungslos, müde und sanft und voller gesplitterter Kanten. Und wirklich großartig.

[Mal ganz davon abgesehen, dass Henryk Szeryng jetzt aus meinem Headcanon nicht mehr wegzudenken ist und ich Bachs Chaconne jeden Morgen im Bus rauf und runter höre, während ich zur Uni fahre >.<]

Ich hoffe, dass es bald nochmal so etwas Gutes von dir gibt.

Alles Liebe,
Ailin
23.06.2011 | 11:39 Uhr
zu Kapitel 7
Guten Morgen!
Ich bin sehr stolz auf mich, dass ich dir wenigstens nicht schon gestern Abend (heute morgen?) um halb fünf ein Review geschrieben habe, als ich durch war. Eine Runde über die Geschichte zu schlafen war definitiv notwendig.
Zunächst: Ich stimme mit deiner Anmerkung am Anfang total überein. Ich hab in letzter Zeit aus studientechnischen Gründen wirklich viel hier in der Sektion gelesen, aber ich habe um "Einter in London" immer einen weiten Bogen gemacht. Eine Vergewaltigungsgeschichte? Arg bloß nicht! Ich konnte mir nicht vorstellen, dass das nicht wieder einmal zu einer heillosen hurt/comfort Schlach ausarten würde, in der das Verbrechen bloß dazu dient, dass sich Holmes und Watson näher kommen. Ich meine, im Prizip ist es ja auch bei Winter in London so. Aber es ist weder eine h/c Schlacht noch in irgendeiner Weise kopflos. Ich habe, nachdem ich gestern ja schon zwei deiner anderen Übersetzungen gelesen habe, vertrau ihr mal, dass sie sich die richtigen, guten Geschichten raussucht (by the way: Hast du vielleicht noch ein paar LJ Tipps außer waid für mich? Ich bin eine absolute Niete im finden solcher Perlen;)). Wie du vielleicht schon gemerkt hast, daran, dass ich die Story gestern abend tatsächlich in einem Zug lesen 'musste': Du hast mich nicht enttäuscht. Die Geschichte ist wieder so fabelhaft geschrieben (und übersetzt!) - niemals überdramatisch, immer feinfühlig, prezise und melancholisch. Ich finde, sie versetzt den Leser in genau die richtige Stimmung, um so etwas überhaupt 'ertragen' zu können. Sie schafft es wirklich als bisher einzige Vergewaltigungsszenerie, dass ich sie bis zum Ende lese. Sie verquickt einfach das eigentliche Thema großartig mit der Liebesgeschichte, gepaart mit dem tollen Stil: Wirklichgrandios. Ich musste immer lachen, wenn ich deine Anmerkungen über den Kapiteln gelesen habe, wie die irgendwann die Ungeduld gepackt hat. Kann ich verstehen, ich wollte so eine tolle Story-Entdeckung auch schnellstmöglich mit allen teilen.
Einerseits bin ich etwas sauer auf mich selbst, dass ich der Geschichte nicht schon vorher die Chance gegeben habe, die sie verdient. Andererseits bin ich auch wirklich froh, dass ich nicht auf einzelne Kapitel warten musste. Ich kann zwar Englisch und werde die Story vermutlich so in eins, zwei Wochen auch nochmal im Original lesen. Aber gestern war mir das Deutsch einfach bequemer.
Wie du auch schon am Anfang angemerkt hast, es fällt schwer, aus der Geschichte die absoluten Highlights rauszupicken, weil in jedem Kapitel Sätze sind, die einen direkt treffen. Wow. Ich kann mich auch jetzt noch sehr gut an einige Szenen erinnern. Zum Beispiel der Vergewaltigungsszene: Sehr einfühlsam, nicht so krass. Die Szene, in der Holmes Watsons Bericht liest und der Besuch bei seinem Bruder - irgendwie spitze. Dann Formulierungen wie "Ich scheine eine natürliche Begabung für solche Dinge zu besitzen", wie von Watson nach dem Juwelenraub geäußert. Da ist mir richtig schlecht geworden, da es sich ja wieder auf Holmes' Gespräch mit dem Vergewaltiger und dessen Aussagen bezieht. Die 'richtige' Kussszene fand ich auch einfach phantastisch. Die Autorin und du als Übersetzerin schaffen es, dass man die Spannung zwischen den beiden Figuren richtig fühlt. Zunächst in Holmes' Ohnmacht gegenüber dem Geschehenen (auch ein dicker Pluspunkt! Die menschliche Überforderung des ach so übermenschlichen Genies), dann seiner Schuldzuweisungs, seines Zorns und seiner wachseden Zuneigung. Ich muss zugeben, ich war froh, dass nicht die komplette Geschichte aus Watsons Sicht geschrieben ist. So nimmt man dann doch die Position des "Beobachters" ein - etwas, mit dem man sich doch viel mehr identifizieren kann als mit der des Opfers. Eine Geschichte allein aus Watsons Sicht wäre vermutlich auch wieder Gefahr gelaufen, zu "schnulzig" zu werden. Ich finde es auch gut, dass die Sicht am Ende zu Watson zurückkehrt - handlungsmotiviert. Ich liebe das Ende: Präzise, 'hoffnungmachend', aber es wird klar, dass es für das eigentliche Problem keine Lösung geben wird. Die beiden müssen sich annähern und Holmes muss sich eingestehen, dass es weder seine Schuld war, noch, dass Watson es jemals wirklich überwinden können wird. Eine besonders netter Versuch, in einer Geschichte die harte Schale des Herrn Detektivs zu brechen. Auch die Szenen, in denen er Emotionen zeigt, fand ich niemals übertrieben.
Kritik habe ich wirklich wenig. An einigen Stellen fand ich die Formulierungen etwas seltsam. Aber das liegt auch am Original.
Gestolpert bin ich z.B. über Kapitel 7, erster Satz "Ich stürmte mit der Zurückhaltung einer Abrissbirne in unser Wohnzimmer." Irgendwie passt die Formulierung vom Geschmack her gar nicht zum Rest der Geschichte. Irgendwie zu plump, ein viel zu moderner Vergleich. Ich habs mit dem Original verglichen und auch keine Ahnung, wie man es hätte anders übersetzen können, bzw. liegt die Formulierungsschwäche in meinen Augen hier echt bei der Vorlage. Das ist das Beispiel, dass mir am besten in Erinnerung geblieben ist. Dazwischen waren auch immer mal eins oder zwei Sätze, aber an die kann ich mich kaum mehr erinnern.
Bezüglich der Handlung habe ich mich als gefragt, wann Watson vor Holmes zurückschrecken würde: Wenn er ihn küsst, muss er dann nicht an die Vergewaltigung denken? Ich habe bis jetzt nicht beschlossen, ob ich es gut oder schlecht finde, dass der Doktor damit anscheinend keine Probleme zu haben scheint. Ich glaube, da muss ich nochmal drüber nachdenken:-).
Ich finde den Stil großartig. Eine Kleinigkeit ist mir aber aufgefallen: Ich glaube, die Geschichte wäre noch ein wenig perfekter gewesen, wären die stilistischen und gedanklichen Unterschiede zwischen Watsons Ich-ErzählPerspektive und Holmes' Ich- Erzähl Kapiteln etwas deutlicher gewesen. Das ist verdammt schwierig und ich gestehe Winter in London schon zu, eine der wenigen Geschichten zu sein, in denen ich einen ich-Erzähler Holmes überhaupt ertragen konnte. Normalerweise habe ich damit große Schwierigkeiten. Aber es ist genial, dass man aus Holmes hier praktisch den "Näher zum Leser Stehenden" macht. Im Original fungiert Watson ja durchaus auch als Bindeglied. Hier fällt diese Rolle Holmes zu: Zwischen dem Leser und der unerhörten Position, in der sich Watson befindet. Echt ein interessanter Gedanke. Die Wortwahl und Formulierungen innerhalb ihrer Erzählstrukturen sind mir noch einen kleinen Ticken zu ähnlich. Wenn man nicht die Ansprache etc und die unterschiedlichen Gedankengänge hätte, dann könnte man sie kaum von einander unterscheiden. Ich finde, dass das nicht unbedingt etwas an der Geschichte zerstört, es wäre nur eine noch größere Herausforderung/Leistung gewesen, wenn Waid auch das geschafft hätte.
So, alles in allem habe ich meine Zeit gestern abend wieder auf die sinnvollste Weise verschwendet;)
Vielen Dank für das Übersetzen dieser einzigarten Story!
Joanne
Spiegelmosaik (anonymer Benutzer)
02.05.2011 | 13:35 Uhr
zu Kapitel 8
Hallöchen Lapis!
Ich melde mich dann auch endlich mal wieder *hust* War alles bisschen stressig, aber - I'm back! Und ich werd jetzt erst einmal dort weitermachen, wo ich aufgehört hab - bei Kapitel 8. (:
Die Geschichte hat mir schon richtig gefehlt. (Und sie "fertiggestellt" zu sehen, ist irgendwie mies. /:)

Erst einmal - Bach! Wunderbar … ich liebe Bach so sehr. Das steigert meine Freude auf das Kapitel gleich noch mehr.

Hier in diesem Kapitel fällt mir irgendwie zum ersten Mal auf, dass ich die Erzählweise an sich richtig beeindruckend finde. Sie passt zu Holmes - sehr nüchtern, selbst wenn es um seine Gefühle geht.
Hier ist es mir aufgefallen: "Er atmete tief ein und entzog mir - zu meinem Bedauern - seine Hand." Dieses "zu meinem Bedauern" ist erstens irgendwie einfach nur "aww", und zweitens … ja, wirklich nüchtern geschrieben, einfach, weil es eben zu seinem Bericht gehört.

Und Holmes ist süß *leicht grins* "Ich werde ihn umbringen." So unbeherrscht kennt man ihn sonst gar nicht, aber sobald es um Watson geht… ^^

Aber die beiden machen mich mal wieder wahnsinnig *seufz* Bzw vor allem Watson in diesem Kapitel. Denkt er wirklich, er könne das einfach so vergessen? >__< Diese Hoffnung ist zum einen so naiv und und und … keine Ahnung, dämlich, aber gleichzeitig einfach nur traurig und mal wieder herzbrechend. ):

Ach … ja, "vergessen", Holmes hätte da ja schon so seine Hilfsmittel. Irgendwie ist das mies … Holmes hat ja durchaus auch seine Probleme, aber im Moment ist er so auf Watson fixiert, und das ist schön zu lesen, aber gleichzeitig wieder so tragisch und … hm. ):
Ich glaub, das ist der Zeitpunkt, zu dem meine Review mal wieder wirr wird *lach* Aber anders kann ich nicht in Worte fassen, was ich beim Lesen so empfinde.
Noch immer geht mir die Geschichte zu nah … hier endlich wieder zu lesen, ist bisschen wie nach Hause kommen. (:

Ohhh. *blinzel* Dieses Gespräch, wie Holmes es Watson unbedingt Recht machen will, aber gleichzeitig auch unbedingt für ihn da sein will … Watsons Reaktion auf Holmes Worte: "Ich wünschte, Sie wären nicht all die Zeit allein damit gewesen."
(Ich weiß übrigens nicht, ob das nur an mir liegt bzw Geschmacksache ist, aber hier finde ich die Satzstellung etwas … befremdlich? Da hätte ich das "damit" wohl entweder nach hinten genommen oder vor das "allein".)
Jedenfalls - wie er da die Tränen wegblinzeln muss, das ist so traurig. Überrascht/Berührt ihn das zu dem Zeitpunkt so sehr? Das ist traurig - die ganze Situation ist überhaupt so traurig. *seufz*
Die Erwiderung "Sie sind so freundlich" wirkt da irgendwie total … "falsch", wenn man als Leser bemerkt, wie selbstverständlich es für Holmes eigentlich ist, für ihn da sein zu wollen und helfen zu wollen, und wie viel Watson ihm bedeutet.
Und das, obwohl er, wenn es um zwischenmenschliche Beziehungen und Empathie geht, ja nun wirklich … äh, naja, nicht gerade ein Spezialist ist.
Da ist auch seine aufkommende Panik sehr gut zu verstehen … ich kann mir gar nicht vorstellen, wie wahnsinnig hilflos er sich fühlen muss.

Ein Satz, der mir mal wieder sehr gefallen hat, war übrigens: "Und die Zeit war nicht stehen geblieben, wie ich es mir gewünscht hätte, die Minuten verflossen weiterhin und wir mussten mit ihnen gehen."
Vor allem der letzte Teil - ich liebe solche Sätze irgendwie; das ist so simpel, aber wenn man darüber nachdenkt, werden da so viele Informationen und Emotionen transportiert. Solche Sätze kann ich dann immer wieder lesen.

Das Gespräch danach, über diesen Artikel, ist so absurd normal. Ich kann mich nicht entscheiden, ob mir das eher wie ein Traum vorkommt, oder ob es bewirkt, dass es für die paar Absätze so scheint, als wäre das 'andere', mit Gilfoyle, nicht passiert.
Irgendwie … bitter, wie sehr Watson sich an diese normalen Dinge klammert, um sie bloß nicht zu verlieren; um halt eben doch zu vergessen …
Mal wieder so realistisch geschrieben und absolut nachvollziehbar, einfach toll.
Und gleichzeitig KANN es nicht normal sein - wie er ja auch selber bemerkt, ganz kurz, als er erwähnt, dass er sich nicht konzentrieren konnte. *seufz* Der leere Ausdruck in seinen Augen … ):

Als Holmes dann doch irgendwie in das Gespräch reinkommt, musste ich irgendwie lachen. xD Ich meine - "Sie müssen ein sehr beunruhigendes Kind gewesen sein, Holmes."
Das ist herrlich, ich liebe es, wie waid es schafft, da noch irgendwie Humor reinzubringen, der nicht einmal deplatziert oder gestellt wirkt. *grins*

Ich glaube, das tut den beiden, und vor allem Watson, dann doch irgendwie gut, so ein normales, wissenschaftliches Gespräch. Schon nur, weil sie da über etwas reden, von dem sie beide Ahnung haben - Wissenschaft und das alles, das ist berechenbar, damit kann man umgehen, wenn man sich nur genügen informiert etc, und das bildet sicher einen angenehmen Gegenpol zum … anderen Zeug, zumindest kurzfristig.
Auch wenn Watson es ja scheinbar nicht ganz hinkriegt … *seufz* Ich würde mir wirklich wünschen, sie würden reden. Über die wichtigen Dinge.

"Alle Dinge sind Gift und nichts ist ohne Gift."
Das und Holmes' Reaktion auf diese Worte … ich kann grad gar nicht sagen, wieso, aber dieser Satz hat mich, glaube ich, aus dem ganzen Kapitel am meisten berührt. Da steht irgendwie … viel dahinter.

Geige spielender Holmes! <3 Me loves.
Ich liebe waids Beschreibungen, und ich liebe es, wie du die ganzen Worte übersetzt und sie so … leuchten lässt.
Haydn klappt nicht. ): Holmes' Absichten, mit seiner Musik bisschen Wärme und Ruhe und Friede in den Raum zu bringen, sind süß, aber irgendwie war es auch klar, dass es nicht klappen würde.
Da kommt mir das Zitat "Musik ist die Sprache der Seele" in den Sinn - kein Wunder, dass gerade nichts geht, als dieses traurige Stück von Bach. Das ist irgendwie zum Weinen. ):
Ich glaube irgendwie, etwas anderes würde halt nunmal auch nicht passen, und Watson wird das wohl auch selbst wissen - ich seh ihn genau vor mir, wie er dasitzt, den Kopf auf den Armen … *seufz*

Ich fand die Szene richtig beeindruckend, wie Holmes sein Kästchen zu Mrs. Hudson bringt. (: Find ich sehr gut.
Und ich kann seine Gedanken, dass er irgendwo gar nicht ganz davon loskommen will, zumindest nicht zu diesem Zeitpunkt/wegen den vorangegangenen Ereignissen, irgendwie auch verstehen.

Der Schluss des Kapitels dann hat mir wirklich Gänsehaut verursacht. Ein sehr beklemmender Traum. /:

Alles in allem war das Kapitel wirklich toll, ich liebe die realistische Darstellung, und Holmes' Gedanken - über Gilfoyle, die Rachegedanken diesbezüglich, Watsons Lippen auf seinen, die Spritze - sind alle sehr nachvollziehbar.

Ich bin wie immer total beeindruckt von der Geschichte. *seufz*

Gut … das wäre dann, glaube ich, alles für dieses Kapitel. ^^
Liebe Grüße
Sandfrauchen
20.04.2011 | 18:14 Uhr
zu Kapitel 21
Ich habe diese Geschichte innerhalb von knapp 24 gelesen. Es ist die erste Fanfiction, die ich zum Thema SH lese.
Und sie hat mich gefesselt und nicht mehr losgelassen! Es war für mich der reinste Horror, heute nicht sofort nach dem
Aufstehen weiterlesen zu können. Und obwohl die Geschichte die erste Zeit recht depremierend war, liebe ich sie für ihr Ende.
Es ist zwar schade, ich hätte gerne noch weitergelesen, besonders nach Watsons schönen Ausführungen, aber nun denn ;)
Du hast mit deiner Übersetzung eine klasse Arbeit geleistet. Wüsste ich nicht dass das hier eine Übersetzung ist, es wäre mir vollkommen egal.
Deine Wortwahl hier ist klasse und ich finde auch, es ist fast schon liebevoll übersetzt worden (allein deinen Vorworten nach zu urteilen *gg*).
Ich liebe den Stil der Geschichte, Holmes und Watson wirken so authentisch als wäre das hier ein Original.

Alles in allem eine wirklich, wirklich tolle Geschichte & Übersetzung! :)

Liebe Grüße,
Hertzleid~

Antwort von Lapislazuli67 am 21.04.2011 | 10:12 Uhr
Danke für das Übersetzerlob :-).
Ja, die Geschichte ist mit Liebe übersetzt. Mit Liebe und Leidenschaft ^^. Ich hab wochenlang in meiner Freizeit so ziemlich nichts anderes gemacht... *lach*. Und ich kann absolut nachvollziehen, dass du am liebsten sofort morgens weiter gelesen hättest - ging mir genauso.
Lieben Gruß zurück
Lapislazuli
20.04.2011 | 14:15 Uhr
zu Kapitel 21
Was für ein Ende :))
Ich habe mich absolut in diese FF verliebt und jetzt ist es vorbei...
Vielen Dank, dass du dir diese Mühe beim Übersetzen gegeben hast, das war toll!! :))

LG, Linda

Antwort von Lapislazuli67 am 21.04.2011 | 10:08 Uhr
Vielen Dank!
Ich bin auch immer noch in die Story verliebt (vermutlich wird das auch noch eine Weile so bleiben)... ^^
18.04.2011 | 23:11 Uhr
zu Kapitel 21
"And I am so lost for words
And I am so overwhelmed"

.. um mal eine weitere Stelle aus dem unten genannten Lied zu zitieren, die nun aber MICH beschreibt.
Das letzte Kapitel, aus der Sicht von Watson. Seltsamerweise habe ich gar nicht mehr daran gedacht, dass Watson im Verlauf der Geschichte ja wieder anfangen könnte zu schreiben, und dass ein erneuter Sichtwechsel stattfinden könnte. Dabei ist dies der perfekte Abschluss. Besser geht's nicht.
Es war toll nun zu erfahren, wie Watson über die ganze Sache denkt. Überhaupt liebe ich den ganzen Aufbau dieses Kapitels. Watson macht sich Notizen über das Château (woran man sofort erkennt, wo die beiden nun sind und dass die Reise stattgefunden hat ^^), verbringt dann die Zeit, in der Holmes nicht da ist, damit, seine Gedanken und die letzten Ereignisse niederzuschreiben, und schließlich kommt Holmes und er legt den Stift nieder. Wunderbar =') Aber wenden wir uns dem genaueren Inhalt zu:

Ich bin mehr als erleichtert, dass es zu keinem schlimmen Rückfall bezüglich das Chlorals kam und dass Watson nun so tapfer durchhält. Albträume, Zitteranfälle... oh je, ich kann mir viel zu gut vorstellen, wie er gequält in seinem Bett liegt und darum bemüht ist, einzuschlafen. Was er wohl noch schreiben wollte? Und Holmes... sorgt dafür, dass ich mich nicht aufgebe? Passt auf mich auf? Ist bei mir? Vermutlich weiß er es selber nicht.

All die Gedanken über seine Beziehung zu Holmes und die Gefahren und das unterdrückte Verlangen und Holmes' Befürchtungen und die einzigen zwei Wege, welche die beiden nun gehen können, sind so wunderbar direkt und doch gefühlvoll in Worte gefasst. Watson kennt Holmes wirklich ganz genau, und dass er sich seiner Liebe bewusst ist, war spätestens klar, als er ihm in eben jener Nacht seine Zuneigung offenbarte. Er schien genau zu wissen, dass Holmes nicht abgeneigt sein würde. Aber seit wann weiß er, dass Holmes ihn liebt? Ich nehme stark an, dass es ihm klar wurde, als Holmes ihm von seiner Homosexualität erzählte. Wir erinnern uns:

„Ich kann sehr schwer von Begriff sein“, sagte er leise. „Oh, Holmes.“

Du meintest damals (wenn ich mich noch richtig erinnere), dass du dich an dieser Stelle immer fragst, wie viel genau Watson da eigentlich klar wird, und genau das frage ich mich nun auch. Ich denke wirklich, dass dies der Moment der Erkenntnis ist. Oder auch der Moment der wagen Annahme.

>>>Und doch beschäftigt mich selbst diese Erinnerung weniger als die angenehm dringliche Erwartung seiner Rückkehr. Ich frage mich, wann er losgegangen ist? Wäre er an meiner Stelle, würde er es vermutlich deduzieren. Aber ich bin zu faul, es auch nur zu versuchen – ich sitze lieber träge hier und sehe, wie sich die Tinte über das Papier schlängelt und frage mich 'wann wird er zurück sein?' ohne den Versuch einer Antwort.<<<

Diese Stelle muss ich jetzt einfach nochmal zitieren bevor ich fortfahre, weil ich sie so toll finde =) Hier steckt so viel Liebe für Holmes drin.

Watson hat ganz recht mit dem, was er schreibt. Er und Holmes würden keine getrennten Wege gehen, und sie können nicht ihr Leben lang so tun, als wäre nichts zwischen ihnen. Dass die zwei - und besonders Holmes - so auf Distanz gehen und, wie Watson schrieb, Angst voreinander haben, ist mehr als nachvollziehbar und ich könnte die beiden für diese Zurückhaltung knuddeln. Gleichzeitig möchte ich sie aber auch in die Richtung des jeweils anderen schubsen.. ^^
Was mir zudem sehr gefällt, ist Watsons realistischer Blick auf das Ganze und dass auch er nicht ganz furchtlos ist. Er erkennt das Risiko, schreibt von einer gegenseitigen Zerstörung, und doch ist ihm klar, dass all diese negativen Gedanken sinnlos sind, denn die beiden lieben sich nunmal und dieses Gefühl lässt sich nicht unterdrücken.

>>>Warum kämpfen wir so heftig darum, diesen Abstand zwischen uns zu erhalten, wo wir ihn doch schon überwunden haben und der Himmel nicht eingestürzt ist?<<<

Ein toller Satz =) Ach, da sind mir schon wieder fast die Tränen gekommen...

Der nächste Abschnitt hat mir ein sehr breites Grinsen entlockt ^^
Holmes, der strenge Französischlehrer xD Ich musste lachen, als kam, dass er Watson stur ignoriert hat, solange dieser nicht auf Französisch gesprochen hat. Das ist so.. Holmes ^^
Und dann diese wahnsinnig tolle Szene, in der die beiden unter der Weide sitzen, Holmes zunehmend ungeduldiger mit Watsons Fehlern wird, Watson ihn mit vorgespielter Unwissenheit ärgert, lachen muss und von Holmes dann einen Klaps auf den Hinterkopf bekommt. Schööön :D (Andererseits ist hier auch eine gewisse "erzwungene Normalität" spürbar. Ich weiß nicht, wie ich das ausdrücken soll. Sie wirken so normal und wunderbar vertraut, und doch ist da diese Barriere, die beide überbrücken wollen, es aber nicht können. Wobei Watson es mit ein wenig mehr Wein ja fast gekonnt hätte... ^^).

Wie Watson auf jedes Detail in Holmes' Gesicht achtet. Süß <3

Schön auch, dass Watson mit all diesen schrecklichen Gedanken nicht im Bett geblieben ist und Holmes' Rat befolgt hat. Und natürlich lässt Holmes ihn nicht alleine. Das könnte er doch gar nicht =)

>>>Als ich im Morgengrauen erwachte, entdeckte ich, dass wir ineinander verschlungen auf dem Sofa lagen, ich halb auf ihm, und schämte mich, dass ich ihn von seinem bequemen Bett ferngehalten hatte. Und ich glaube, das war alles, wofür ich mich schämte.<<<


Zum Ende: Ich LIEBE es! Mein Gott, so ein hervorragendes, stimmiges Ende! Watson entscheidet sich, den Schritt mit Holmes zu wagen ("Wann sind wir beide je vor einer Gefahr zurückgeschreckt?" ♥), Holmes kommt zurück und Ende. Jetzt kann man sich seine eigenen Gedanken machen, und ich für meinen Teil glaube fest daran, dass die zwei danach eine schöne Zeit zusammen haben werden =) Diese Geschichte hat wirklich an der perfekten Stelle aufgehört (haben zwei Menschen zusammengefunden und es geht immer noch weiter, ist die Gefahr, dass die Storie kitschig und langatmig [oder auch überdramatisch] wird, sehr hoch). Gerade auch der letzte Satz, "Schließlich ist es nicht kalt", gefällt mir wahnsinnig gut, besonders im Zusammenspiel mit dem Titel der FF. Das sagt mir nämlich, dass der Winter nun vorüber ist, und zwar nicht nur der Winter als Jahreszeit, sondern auch der Winter in Holmes' und Watsons Herzen. Jaaa, wahrscheinlich übertreibe ich mit meiner Interpretation, aber ich mag diese Vorstellung ^^
Geweint habe ich, und wie ich das habe. Der Schluss hat mich unglaublich berührt, die FF als Ganzes hat mich berührt und das kam dann alles hoch ^^" Und natürlich auch die Trauer darüber, dass "Winter in London" zuende ist, auch wenn ich nicht wollen würde, dass es hiernach weitergeht. Ich hätte nie erwartet, dass ich die FF am Ende SO SEHR lieben würde. Aber sie hat mich vollkommen in ihren Bann gezogen...

An dieser Stelle auch von mir nochmal ein ganz großes Dankeschön für diese wundervolle Übersetzung, ohne die ich wohl nie auf dieses Meisterwerk aufmerksam geworden wäre. Du weißt, wie sehr mich deine Wortwahl begeistert und wie wundervoll ich deine Umschreibungen finde. Wäre dies nicht so, hätte ich mich kaum ausschließlich auf die deutsche Version dieser FF konzentriert.
Nun werde ich das Ende erst einmal eine kleine Weile auf mich wirken lassen, und dann wird auch das Original vollständig gelesen. Wahrscheinlich werd ich es mir ausdrucken, zusammen mit deiner Übersetzung. So habe ich "Winter in London" stets in greifbarer Nähe, auf Deutsch und auf Englisch ^^ Waid werde ich auf jeden Fall auch noch schreiben. Ich kann's kaum erwarten :D

So "lost for words" war ich ja nun doch nicht, ein Glück xD Menno, ich will aber irgendwie noch nicht aufhören zu schreiben ^^" Mein letztes Review.... es hat mir immer so eine Freude bereitet, meine Begeisterung hier loszuwerden. Hach... ^^"

Übrigens habe ich dank dieser FF jetzt große Lust, mir wirklich alle Sherlock Holmes Bücher durchzulesen <3 Meinem Onkel fehlen da einige, deswegen werde ich sie mir selber zulegen, wenn sich die Gelegenheit dazu bietet. Ich glaube aber, wenn der Milverton Fall angeschnitten wird, werde ich enttäuscht sein xD" *g*

Btw., wäre ich jetzt in diesem Augenblick in Frankreich, ich glaube ich würde ständig an Holmes und Watson denken müssen und mit einem breiten Grinsen durch die Gegend laufen XD

So. Jetzt wird's aber wirklich mal Zeit, dieses Review zu beenden. ............................................. Wirklich! Ich beende es. Jetzt gleich. Ernsthaft. Ich.. schaffe es! ._."

*seufz*

Also gut, ich muss mich zusammenreißen. Man schreibt sich =)

LG, Sey-chan

~♥♥♥♥♥♥♥♥~
17.04.2011 | 12:24 Uhr
zu Kapitel 1
Ein wundervolles Ende. Schön dass Waid uns an den Gedanken Watsons teilhaben lies. Er ist also bereit das "Risiko" einzugehen und ich denke er wird bei Holmes Erfolg haben.
Gefallen hat mir, dass der Phantasie hier Raum gegeben wurde und Jeder sich den Ausgang selbst vorstellen kann. Wie gesagt denke ich, die Beiden kommen doch zusammen als Paar.
Ich für meinen Teil, benötige keine entsprechende Demonstration dieses Miteinanders.
Somit hört die Geschichte genau an der richtigen Stelle auf. Schade dass sie zu Ende ist, aber alles Schöne muss mal enden...so wie diese FF.
Ich danke Dir für Deine Üerbsetzungsarbeit, ich hatte eine sehr unterhaltsame Zeit.

LG von Penelope
15.04.2011 | 23:39 Uhr
zu Kapitel 20
"Thank you for being such a friend to me
Oh I pray a friend for life,
And have I ever told you how much you mean to me?
Oh you're everything to me.
Thinking all the time how to tell you what I feel,
Contemplating phrases.... I'm gazing at eternity,
I am floating in serenity..."

Du musst entschuldigen, momentan verbinde ich alle möglichen Lieder mit Holmes und Watson und der FF im allgemeinen, und das hier schwirrt mir gerade ganz besonders im Kopf herum. Musste ich loswerden ^^ ("Broken Wings" von Flyleaf ist das)

Das vorletzte Kapitel.. uff. Ich meine, die FF ist ja schon lange beendet, und ich hätte sie quasi an ein oder zwei Tagen durchkriegen können, aber da ich ja nun Woche für Woche deinen Übersetzungen entgegen fiebere und sie damit sozusagen ein (besonderer) Teil meines Alltags geworden ist, geht mir das verdammt nahe. Und das ist schön =) Aber genug jetzt von dem Geschwafel, davon wirst du im Review zum letzten Kapitel garantiert noch genug lesen müssen xD"

Der Anfang war sehr schön. Ich fand es klasse, dass Holmes nicht gleich mit der Gegenwart weitergemacht hat, sondern zu gegebenem Anlass einmal zum Beginn seiner stärkeren Gefühle für Watson zurückkehrt ist. Er kennt sogar noch das genaue Datum.. ^^
Tatsächlich hatte ich mich schon gefragt, wann genau das eigentlich angefangen hat. Nun wissen wir, dass es nach ca. einem Jahr des Zusammenlebens geschah.

>>>Ah, dachte ich. Verdammt.<<<

Ein kurzer, simpler Gedanke, der doch mehr als genug aussagt. Ich konnte seine Gefühlslage übrigens sehr gut nachvollziehen, als kam: "In einem abstrakten Sinn war mir bewusst, dass dies schmerzhaft werden würde, aber ich war immer noch zu beschwingt, als dass es mich in diesem Moment groß gestört hätte."
Bittersüß, wie man so schön sagt. Es tut fast weh zu erneut lesen, wie er seine Zuneigung die darauffolgenden Jahre dann verdrängt und geschluckt hat. Nach all der Kraft, die er aufgebracht hat, um seine Gefühle der Freundschaft wegen unter Verschluss zu halten, ist seine Unsicherheit vollkommen verständlich, so sehr ich mir auch wünschte, er würde sich nicht so viele Gedanken machen (meine Güte, einige Aussagen waren so schmerzhaft, dass es mir im Herzen wehtat, sie zu lesen).
Teils hatte ich auch richtig Angst, dass die Gegenwart schon etwas düster aussiehst, aber das ist zum Glück ja nicht so :>

Wie schön - sie gehen ganz normal miteinander um, necken und kabbeln sich, Watson muss sich bei Lestrades Besuch ein Lachen verkneifen... herrlich <3 Und dass Watson Holmes erneut geküsst hat, macht deutlich, dass es wohl nicht in seiner Absicht liegt, zu einem rein freundschaflichen Verhältnis zurückzukehren.

>>>Dies ist mehr, als ich je zu hoffen gewagt habe und zur gleichen Zeit ist es nicht genug und viel zu viel.<<<

Ah, diese widersprüchlichen Gefühle... sie sind immer so verdammt nahegehend (<- wie oft verwende ich dieses Wort eigentlich in meinen Reviews? XD"") in Worte verpackt. Holmes... =( Ich hoffe, er wird bald in der Lage sein, seine Unsicherheit abzulegen. Wenigstens zum größten Teil...

Die Szene, in der Gilfoyle versucht zu lächeln, es aber nicht so wirklich kann, und Watson seinen Blick erwidert, hatte ich ganz deutlich vor Augen, denn mir erschien die Stelle sehr intensiv. Ich nehme an, dass dies der vorläufige Abschluss dieses "Schreckenkapitels" ist (in zwei Jahren ist es dann sicherlich irgendwo wieder Thema, aber darüber möchten wohl weder Watson noch Holmes nachdenken). Es ist gut, dass das Thema Gilfoyle hier nochmal Erwähnung fand und man nun endlich erfahren hat, welches Urteil gefällt wurde. Zwei Jahre sind enttäuschend, dieser Mistkerl hat bei weitem mehr verdient. Zudem muss Watson damit leben, dass er nicht für das, was er IHM angetan hat, zur Rechenschaft gezogen wird. Doch nun ist es endlich raus und Watson muss sich nicht länger mit der Frage quälen, wie der Prozess wohl ausgeht. Ungewissheit ist manchmal qualvoller als ein enttäuschendes Ergebnis.
Dass dieser wichtige Teil der Geschichte nun damit endet, dass die beiden sich ein (hoffentlich) letztes Mal in die Augen schauen, ist in meinen Augen perfekt. Und sollte Gilfoyle im letzten Kapitel doch noch eine Rolle spielen, habe ich nichts gesagt und verkrieche mich beschämt in eine Ecke ^^"

>>>Ich ließ meine Fingerspitzen über seine Stirn und seine Wange gleiten und obwohl seine Augen zufielen, sobald er schwieg, fühlte ich den Puls an seinem Hals heftig und rastlos klopfen.<<<

Hierzu muss ich folgendes sagen (ich MUSS es einfach, auch wenn ich's mir erst verkneifen wollte xD"): Ich bin mir fast sicher, dass die meisten Autoren nach dieser Szene genau das hätten eintreten lassen, mit dem die meisten (inklusive mich xD) hier rechnen. Nicht, dass ich das sonderlich schlimm gefunden hätte, doch ich LIEBE Holmes' Reaktion und sein Vorhaben einfach. Ob Waid hier wohl bewusst mit den Erwartungen der Leser gespielt hat? Sie hat jedenfalls ein unglaublich gutes Händchen für die Charaktere und für Wendungen, die den Leser mitreißen und berühren. Wenn eine Slash Geschichte das genaue Gegenteil von 0815 ist, dann ist es diese hier! (Ah, ich werde schon wieder zu allgemein ^^" Das habe ich glaube ich schon gefühlte 5Mal gesagt.)
Jedenfalls fand ich's wie gesagt einfach klasse, was Holmes sich da gedacht und wie er Watson "genötigt" hat, mitzukommen ^^
Lachen musste ich bei folgenden Zitaten:

"Ihre Papiere sind also 'doch' nicht nach einem System sortiert, das zu raffiniert und esoterisch ist, als dass ein gewöhnlicher Verstand es begreifen könnte und werden 'nicht' unwiderruflich in Unordnung geraten, wenn ich sie anfasse. Wie mir scheint, sind sie einfach ein Durcheinander, das Sie seit zwei Jahren“, er fuhr mit einem Finger über eine feine Staubschicht auf der obersten Seite, „'unter Ihrem Bett gelagert haben'.“

"Nein, unter dem Ankleidetisch (XD) und ich habe nicht gesagt, dass kein System existiert, sondern nur, dass ich wünsche, dass Sie ein neues etablieren."

Herrlich ^^
Hach, was danach kam, war wieder so verdammt schön =) Holmes spielt auf seiner Geige (und man erfährt, was genau sein wundervoller Plan ist <3), Watson liest aufmerksam und muss bei einer Erinnerung lächeln, und irgendwann fällt der Bleistift zu Boden und Watson schläft. Holmes kümmert sich so rührend um ihn, dass ich weinen möchte :')

Sehr schön, Lady Eva hat richtig gehandelt und alles ist gut. Klasse, wie dieser Fall ausgegangen ist (er war zudem wirklich perfekt für den Abschluss geeignet) ^^
So, und nun soll es also nach Frankreich gehen. Es ist sicher gut, wenn die zwei London eine Weile verlassen. Eine schöne Überlegung von Holmes, mit einer noch schöneren Begründung *g* xD
Als er auf den Juwelenraub von Watson zu sprechen kam, fand ich es einfach unheimlich süß, dass er dessen Reaktion darauf inzwischen ganz genau kennt und deswegen "ununterbrochen mit ihm über Diamanten und ihren Diebstahl plaudern möchte" =) Aw.

Na, ich nehme sehr stark an, dass Holmes recht behält und Watson mit ihm kommen wird ^^

„Und falls es stimmt, was sollte ich dort ohne Sie anfangen?“

Nach diesem Satz musste ich weinen, ganz ehrlich. Ja, was sollte Holmes in einem solchen Fall ohne seinen Watson anfangen. Ach... *nach Taschentuch greif* Wie rührend das ist.

Nun denn - ich erwarte das letzte Kapitel mit großer Spannung. *tief ein- und ausatmet* XD"

LG, Sey-chan
14.04.2011 | 20:39 Uhr
zu Kapitel 20
Hallo,

und da bin ich wieder. Unser Holmes macht es sich wirklich schwer, dabei könnte es doch so einfach sein...
Unser Watson würde ihn nicht abweisen, so wie das sehe.
Und es ist schön zu wissen, dass der Fall an dem deinen Beiden gearbeitet haben, so ein gutes Ende nimmt...Eva heiratet nicht, besser geht es nicht.
Schön fand ich die Szene in der Holmes Watson von seinen trüben Gedanken ablenkt. Genau das war die Medizin die sein Freund brauchte. Die Beiden stimmen einfach überein - sind auf der gleichen Wellenlänge. Ich hoffe sie schaffen es, die Kluft noch zu überspringen und sich zueinander zu bekennen...das wäre ein schöner Abschluss.
Es kommt ja leider nur noch ein Kap.
Ich habe mich übrigens im Original bis Kap sieben vorgekämpft. Langsam geht es etwas besser...:-)

LG von Penelope
14.04.2011 | 13:06 Uhr
zu Kapitel 3
Hi!

Ähm, dies ist übrigens einer der Geschichten, bei der man manche Kapitel mit Schriftgröße 17 nicht lesen kann, da wegen des Trennstrichs vor dem Kapitel die Sätze dann über der Seite hinausragen. ;-) Wenn ich mir also die Augen verderbe, bis du schuld. ;-)

Sprachlich finde ich die Geschichte immer noch recht merkwürdig, mag aber sein, dass ich vom selbstschreiben noch so sensibilisiert bin, dass ich quasi mit Beta-Augen lese. Manche Formulierungen finde ich, passen nicht zum Erzählstil, und einige sind logisch recht fragwürdig, wie z.B. "Während mein Ich sich von meinem ungläubig erstarrtem Körper zu entfernen schien, ..." - Wie kann ein Körper "gläubig" oder "ungläubig" sein?

Trotzdem ist die Geschichte interessant genug, dass ich weiterlesen werden.

LG
rune
14.04.2011 | 12:47 Uhr
zu Kapitel 2
Hallo!

Wieder mal eine Sherlock Holms Geschichte, die sicherlich lesenswert ist, wenn du dich dazu entschieden hast, die zu übersetzen. ;-)

Ich bin ja noch nicht weit gekommen, und kann zum Inhalt nicht viel sagen. Ansonsten bin ich im Moment noch etwas verwirrt durch die doch wirklich SEHR verschachtelten Sätze. (Das muss nicht leicht gewesen sein, beim Übersetzen. *g*)

Was mir sprachtechnisch noch aufgefallen ist: Um den "Aus dem gleichen Grund bringe ich es nicht über mich, diese Räume gänzlich zu verlassen, trotz der seltsamen und ziellosen Furcht, die mich dazu drängt." - Absatz herum ist ein Tempuswechsel ins Präsens, da sowohl die Schilderung des zurückliegenden als auch die Beschreibung des gegenwärtigen Geschehens danach in der Vergangenheitsform sind, ist das etwas verwirrend. War das Absicht?


LG
Rune
13.04.2011 | 00:25 Uhr
zu Kapitel 1
So ein wundervolles Kapitel...

Der Dialog zu Beginn war wie immer wunderbar unterhaltsam und nahegend. Watson wollte ihm schon gratulieren, oh je XD
Seine Reaktion, als Holmes von seinem Plan erzählte, fand ich absolut klasse. Erst die Sorge, und dann „Nun, es gefällt mir nicht, aber ich schätze, es muss sein. Wann gehen wir?“
Ich musste schmunzeln, als diese Aussage kam. Genau das hatte ich nämlich erwartet (und gehofft ^^). Holmes geriet natürlich in den uns bekannten Konflikt, der so schmerzlich und nachvollziehbar ist. Er möchte Watson bei sich haben, will ihn aber keiner Gefahr aussetzen.. ach ._. Es geht mir immer so nahe, wenn er diese Gedanken umschreibt.
Watsons Drohung fand ich übrigens sehr beeindruckend. Ein guter Schachzug.

>>>Und dann kam mir zu Bewusstsein, dass ich mich nicht erinnern konnte, wann jemand zum letzten Mal etwas so Wunderbares zu mir gesagt hatte.<<<

Einfach schön. Das Gespräch, das nach dieser Erkenntnis folgte, fand ich dann sehr erheiternd und ich musste dabei die ganze Zeit lächeln. Es war plötzlich so eine positive, lockere Atmosphäre zu spüren. Watson, der eine gewisse Vorfreude verspürte, und Holmes, der so glücklich wegen Watsons Anwesenheit, seiner Entscheidung und seinen kleinen Gesten war.
Dass es ihm dann keine Ruhe ließ, woher Watson dieses Talent zum Nähen hat, war dann auch nochmal toll. Ein Rätsel für den Meisterdetektiv, das Watson einfach mal provokant offen lässt =)

Den Einbruch fand ich sehr spannend, mit so einer Wendung hätte ich nämlich keinesfalls gerechnet. Da wird der Milverton einfach erschossen o_o *schluck*

>>>Ich fühlte, wie Watson beim ersten Schuss zusammenzuckte und sich dann in einem mitfühlenden Instinkt vorwärts bewegen wollte.<<<

Oh Watson ._. Dieser hilfsbereite Charakterzug ist einfach wunderbar, und ich kann sehr gut nachvollziehen, dass Holmes ihn dafür liebt. Ein Glück jedoch, dass er Watson rechtzeitig zurückgehalten hat.
Bei der Flucht hatte ich wirklich Angst um Watson, muss ich zugeben. Ich dachte, sie würden es auf jeden Fall schaffen, aber als Watson nicht über die Mauer kam und Holmes Geräusche einer Auseinandersetzung hörte, hatte ich mir das Schlimmste für die letzten Kapitel ausgemalt.
Aber es ging ja alles gut. Was für eine Erleichterung ^^"

Watson fühlt sich nach diesem Erlebnis lebendig. Ach, das ist so schön =D Ich dachte (mal wieder ein wenig angsterfüllt xD") "Verdammt, was ist das für ein Unterton? Was ist los mit ihm?"
Aber es war Begeisterung. Da war ich dann schon irgendwie ergriffen :')
Mein Gott, bei der Sache mit den Juwelen war ich genauso begriffstutzig wie Holmes xD
Gedanke 1: Er hat sie für sich und Holmes gestohlen..? o.O Watson? o_o""""
Gedanke 2: Er will sie den urprünglichen Eigentümern zurückgeben..? o_O Das wird aber sicher verdammt schwierig..
Gedanke 3: Er will- o_o" Aaaah, natürlich! Ach Watson ;_;
Klasse, wie er seine wahre Absicht erst am Ende deutlich gemacht hat. "Ja Holmes, was machen wir denn mit den Juwelen? Gehen wir doch mal die Möglichkeiten durch..." *g*
Der Moment der Erkenntnis war großartig. Holmes lacht, möchte Watson am liebsten küssen. Ich habe mich wahnsinnig über diesen tollen Ausgang gefreut.

"Sie sehen aus wie ein Straßenräuber.“
„Sie sind der Dieb hier“, gab ich zur Antwort. „Ich bin leer ausgegangen.“

Aw, die beiden <3
Ja, und dann.... hach, ich kann gar nicht ausdrücken, wie verdammt glücklich ich war, als Watson dieses "Holmes" von sich gab, denn da war mir bewusst, dass es zu einer Annäherung kommen würde, die Holmes bestimmt sehr glücklich machen würde. Es ist so verdammt schön, dass Watson seine Zuneigung scheinbar wirklich erwidert.

„Das-“, begann ich. „Sie wollen nicht-“ Wieder ein falscher Beginn. Ich zwang mich, ihn anzusehen. „Das sind nicht Sie-“

Seine Anspannung ist hier ganz deutlich spürbar. Ich glaube, ich musste an der Stelle kurz den Atem anhalten.
Alles folgende war ganz einfach wunderschön. Watson, der seine Maske abnahm und "doch" sagte. Holmes, der sich nicht länger zurückkhalten konnte und Watson küsste. Watson, der seinen Kuss erwiderte und ihn noch näher an sich zog..
RICHTIG ergriffen war ich dann, als Holmes „Oh, mein Herz“ flüsterte. Mein Gott, das sagt so viel aus. So lange hat er seine Gefühle vergraben müssen, so lange lebte er in dem Glauben, seine Liebe wäre einseitig und würde dies auch für immer bleiben... und dann passiert etwas derart unglaubliches. Ich freue mich so für ihn.
Und ja, mir scheint auch, als hätte Watson nun das Schlimmste überstanden, was ein ebenso großer Grund zur Freude ist. Wobei... man weiß nicht, was die letzten zwei Kapitel noch so bringen.

Das Ende des Kapitels ist ja wohl mehr als perfekt. Schweigend erklimmen sie eine Anhöhe, blicken auf London hinab und dann löst Watson das Rätsel um seine Begabung. Toll! =)

Was uns nun wohl in den letzten beiden Kapiteln erwartet? Ah, da fällt mir ein - Holmes muss glaube ich noch ein paar Stücke auf der Violine spielen! =)

LG, Sey-chan
11.04.2011 | 21:36 Uhr
zu Kapitel 19
Hey...,

ein wunderbares Kapi. Ich freue mich, dass die Beiden die Situation zusammen durchgestanden haben und so wieder zusammenfinden.
Das wurde auch langsam Zeit...:-)
Watson scheint nun das Schlimmste überstanden zu haben.
Er sollte sich im nächsten Schritt nun klar werden, wie er zu Holmes steht. Kann er in ihm mehr sehen, als einen Freund und Partner.
Könnte aus dem freundschaftlichen Partner, auch ein Lebenspartner werden? Ich bin gespannt...

LG von Penelope

Antwort von Lapislazuli67 am 13.04.2011 | 09:16 Uhr
Ach, irgendwie habe ich das Gefühl, dass Watson eigentlich schon weiß, was er will...
Holmes wollte ihn ja zurückhalten, der scheint viel mehr hin und her gerissen zu sein *lach*.

Wir werden sehen...
11.04.2011 | 19:14 Uhr
zu Kapitel 19
Wunderbar! Das Ende des letzten Kapitels war entzückend:D Ich kann es nicht abwarten mehr zu lesen!
11.04.2011 | 02:29 Uhr
zu Kapitel 18
Hallo =) So, endlich komme ich wieder dazu, etwas zu schreiben.

Einfach toll, wie Waid diesen Fall ausgebaut hat. Holmes' Konflikt ist schon sehr nachvollziehbar, wie ich finde. Es würde mich an seiner Stelle ebenfalls ärgern, den Fall nicht gänzlich zum Guten wenden zu können, aber er hat nunmal nicht viel Zeit auch nicht die Möglichkeit, Liebe in diese Heirat zu bringen. Ich kann verstehen, dass er Evas Anliegen, ihre Schwester zu befreien, ernst nimmt und unterstützt, auch wenn das eine Ehe mit einem ziemlichen Mistkerl zur Folge hat. Watsons Notizen in Kapitel 18 haben waren da ein ziemlicher Schlag in die Magengrube. Die arme Schwester...

Holmes' Gedankengänge waren nahegehend und schön ausformuliert wie immer. Watson fehlt ihm als Partner, was verständlich ist :/ Ich habe mich dementsprechend gefreut, als Watson beschloss, beim Gespräch mit Milverton anwesend zu sein. Nun ja, am Ende war er dann zurecht aufgebracht, der ärmste. Holmes' Leben befand sich mal wieder kurzzeitig auf Messers Schneide und Watson wurde erneut Zeuge einer solchen Situation. Den finsteren Blick, den er Holmes danach zugeworfen hat, kann ich mir nur allzu gut vorstellen.

Hach, ich liebe es, wie Holmes' von der Erschaffung Escotts berichtet und seine Verkleidung immer deutlich als eine andere Person bezeichnet. Und nun hat er es durch gewohnt cleveres Vorgehen also geschafft, an Informationen über Milverton zu gelangen. Er weiß, wann Milverton tief und fest schlummert und kennt auch einen Weg in sein Haus. Was hat der gute Holmes bloß vor? ^^ *g* Na, hoffen wir mal, dass sein "Besuch" gut ausgehen wird ._.

Ich finde es übrigens sehr bewegend, wie Holmes' seine Genauigkeit beim Abmessen der Menge des Chlorals beschreibt.
>>>Ich bin absolut fähig, meinen Freund zu verärgern, indem ich mich mehrere Minuten lang weigere, es ihm zu reichen, bis ich absolut sicher bin, dass der Inhalt des Glases auch nicht um eine Haaresbreite höher ist, als er sein sollte.<<<
Aw~ 'D
Es beruhigt mich zudem ungemein, dass er das Chloral mitnimmt und Watson nicht alleine damit lässt.
Als er beschrieb, wie er sich stets in Watsons Zimmer schleicht und wie er sich dabei fühlt ("wie eine finstere Gestalt, ein Eindringling, ein Einbrecher oder ein Dämon aus einer Kindergeschichte"), war ich schon ziemlich mitgenommen (wobei ich zeitgleich dachte, dass die Tat an sich einfach wahnsinnig süß ist ._.), und als dann kam "Und wenn er ruhig und entspannt liegt – wie es hin und wieder geschieht – dann versuche ich zu ignorieren, wie schön sein Gesicht im Kerzenlicht erscheint" wollte ich Holmes wieder ganz fest drücken ;_; So schön und traurig zugleich..

Das Ende von Kapitel 18 war genauso toll und bewegend.
Schon allein die Umschreibung, dass der Kuss Escott umgebracht hat. Und dann das Gefühl von Einsamkeit und der Drang, zu Watson zurückzukehren.....
Ach, Holmes. Ich würde dir so sehr wünschen, dass deine Gefühle erwidert werden ._.

Oh, der Endspurt naht. Das heißt wohl, dass ich die kommenden Kapitel noch langsamer lesen werde als ohnehin schon xD"

LG, Sey-chan
10.04.2011 | 16:59 Uhr
zu Kapitel 18
hm..
ein wirklich gutes pitel
da is mal wieder in gefühlskonflikt
wenn man das bei ihm so sagen kann
bin gespannt
08.04.2011 | 19:11 Uhr
zu Kapitel 18
Schön, dass es so schnell weitergeht.
Das Kapi, las sich wieder richtig flüssig und ja, Watson fehlt schon sehr. Aber so wie Du es ankündigst, ändert sich das jetzt.
Am Ende musste ich schon schmunzel,...was ein Kuß von der falschen Person so anrichten kann. Ich denke mal, da hat Holmes seine Lektion gelernt. So schnell wird er sich nicht mehr dafür hergeben, nicht mal im Rahmen seiner schauspielerischen Talente.

Eine Stelle fand ich ein wenig eigenartig - diese hier:

Ich glaube, sie hoffte, dass er sich mit mir über sie streiten würde.
Ich weiß nicht, ob dass so sein soll, liest sich iwie komisch, ich würde sonst sagen:

Ich glaube, sie hoffte, dass er sich mit mir UM sie streiten würde? ...

LG von Penelope

Antwort von Lapislazuli67 am 08.04.2011 | 19:28 Uhr
Ha, du hast recht... irgendwas hat mir an dem Satz die ganze Zeit nicht gefallen. Klar, falsche Präposition...

Ja, wie schnell man "Escott" umbringen kann, indem man Holmes küsst... ;-)
07.04.2011 | 21:33 Uhr
zu Kapitel 17
Sehr spannend und mitreißend geschrieben :D
Ich freu mich auf mehr :)))

GLG
07.04.2011 | 16:09 Uhr
zu Kapitel 17
klar kenn ich die geschichte
der adlige erpresser heißt sie glaube ich
bin mir aber grade nich hundertprozentig sicher
auf jedenfall wurde die geschichte auch von granada verfilmt
leider schon mit einem sehr angeschlagenen jeremy brett...
na ja zurück zum kapitel
wirklich oh mann
bin gespannt