Autor: Kim Sunshine
Reviews 1 bis 10 (von 10 insgesamt):
20.04.2013 | 00:04 Uhr
zu Kapitel 31
Guten Abend Kim

Das ist also das Ende?
Irgendwie überraschend aber doch passend...
Ich hätte nicht gedacht das es so endet, das sie nach Holland 'auswandern'.
Doch vielleicht tut Janette der Abstand, nach all den lästigen Ballast der hinter ihr
liegt gut.

Ich bin froh das sie Gusibert´s Kinder nichts getan hat, da sie am Wenigsten etwas dafür können.
Die neue Herzogin, hatte ganz Recht mit ihrem Schuldgefühl, auch wenn ihre Vermutungen nicht ganz
richtig waren, was passiert ist. Und Robert kann wohl froh sein, schon gestorben zu sein....

Das Gusibert so ausgeglichen dem Tod entgegen geblickt hat, war auch irgendwie verwunderlich
aber es lag wahrscheinlich daran das er mit Aurelie´s Verlust einfach gebrochen wurde. Somit hat
er wenigstens ihr seine Liebe offenbart, obwohl er ansonsten ein Scheusal war.
Es ist dennoch die Höhe was Janette unterstellt hat! Sie und ihn verführt! Mir kommt es auch generell
bei historischen Erzählung, Geschichten ect. immer so vor als wären die Frauen an allem Unheil Schuld...
Erst daran das kein männlicher Nachkomme geboren wird, dann das irgendwas schiefgeht.... wobei ersters ja eigentlich,
vom Vater abhängt, wie man inzwischen weiß.

Alles Intrigen und Racheaktionen, zwischen den Menschen aus niederen Instinkten wie Habgier, Neid und
Wolllust. Ich kann nur immer wieder betonen, wie froh ich bin in heutigen Zeit zu leben aber lassen wir das...

Es war eine interessante Geschichte, mit einem unerwartet plötzlichen Ende und ich wünsche dir weiterhin viele Ideen für die Folgenden

lg Eva

Antwort von Kim Sunshine am 22.04.2013 | 14:33:20 Uhr
Liebe Eva,

danke für dein abschließendes Feedback.

Ja, du hast ganz recht, die Herren der Schöpfung neigten früher dazu, ihren Hass und ihre Schuldgefühle ganz offen und ohne Scheu den Frauen anzulasten. Das hat aber nicht nur mit der „früheren Zeit“ etwas zu tun, sondern ist eine Strategie im patriarchalischen System, das auch heute noch wirksam ist, wenngleich etwas versteckter (zumindest gilt das für die sog. „westliche“ Welt). Wenn du dich dafür noch weiter interessierst, solltest du dich mit „Genderforschung“ auseinandersetzen, die seit einigen Jahren fester Bestandteil wissenschaftlicher Forschung ist. Dementsprechend gibt es dazu auch eine Unmenge an Literatur.
In dieser Geschichte konntest du sehen, wie schnell man dazu bereit war, eine junge Frau von einem verehren Wesen („reine, unschuldige Jungfrau“) zu einer Sünderin zu machen. Dass sie letztendlich dann wirklich ein Wesen wird, das Menschen den Tod bringt, damit konnte niemand rechnen. Tragisch nur, dass Janette niemals erfährt, dass ihre Tochter gelebt hat.

So, ich hoffe, wir lesen und hören mal wieder voneinander.
Bis dahin wünsche ich dir eine gute Zeit.

Lg
Kim
05.04.2013 | 21:49 Uhr
zu Kapitel 29
Hey Kim

Warum habe ich jetzt rein gar kein Mitleid mit Brullac???
Der Ärmste... nein mal im Ernst, er hat es verdient, nachdem was er sich alles
geleistet hat! Seine neue Frau tut mir auch leid, mit so einem Typen an der Seite,
da ist sie im Kloster wohl besser aufgehoben.

Jannet hat es wirklich in sich, was einen dramtischen Auftritt anbelangt
und ist kaum wieder zu erkennen, obwohl sie vorher auch schon immer aufmüpfig und stark war.
Sie gefällt mir von ihrer Art her und ich werde das Gefühl nicht los, das sie bald in ihrer
Rolle als neugeborener Vampir glänzen wird. Sie ist wie geschaffen dafür!

Die Mordlust und die Rache steht ihr irgendwie, wenn man ihren bisherigen
Lebensweg so betrachtete.
Eins find ich jedoch etwas Unplausibel: Warum wacht er nicht auf, wenn er
durchs halbe Schloss getragen wird?! Kälte und Nässe schrecken doch normalerweise auf oder?
Er ist doch in den feuchten Geheimgängen, wenn ich das richtig lese.
Aber gut...

Lacrox´s Fähigkeit in den Gedanken des Anderen zu lesen, durch Berührung?,
fand ich auch ganz interessant.
Vielleicht bildet sich bei seinem Zögling ja auch so eine Gabe hervor, oder können alle das?
Sie würden auf jeden Fall ein tolles Paar abgeben, besonders da er jetzt schon so liebevoll
mit ihr umgeht und sie eine 'magische Bindung' haben.

lg Eva

Antwort von Kim Sunshine am 12.04.2013 | 14:10:04 Uhr
Hallo Eva,

danke für dein Feedback.

Ja, kein Mitleid mit Brullac zu haben – so war das auch gedacht. Und so schnell kann man eine Frau zur Witwe machen :-)) Oh, ich bin so gemein… ;.D

Janette ist tatsächlich kein Kuschel-Vampir geworden – der Part kommt dann Nicholas zu, was allerdings gar nicht dem Wesen eines Vampir entspricht (so jedenfalls Lacroix!). Sie ist vielmehr ganz die „Tochter“, die Lacroix sich wünscht – ohne Schuldgefühle und manchmal sehr grausam. Allerdings hat sie doch eine mütterliche Seite behalten, die jedoch nur manchmal aufblinkt, z. B. wenn sie anderen Prostituierten im 20. Jh. zu helfen versucht (in der Folge, zu der die „Flashbacks“ gehören, die ich in dieser Geschichte verarbeitet habe).

Danke übrigens auch für deine berechtigte Kritik. Gemeinhin stellt man sich vor, dass eine Burg von einem Wassergraben umgeben ist. Aber es gibt auch welche mit Trockengräben, sorry. Das ist hier der Fall! Ich sollte den Text wohl noch einmal überarbeiten.
Jedenfalls sind die Geheimgänge nicht nass, sondern nur kalt. Und vergiss nicht, dass Brullac wahrscheinlich angetrunken ist (damit schwer wachzukriegen) und dass diese Vampire körperlich überaus stark und sehr schnell sind. Es dauert nicht einmal fünf Minuten, bis sie ihn in den Geheimgang gebrach haben… ;.)

Lacroix treibt gern seine Spielchen und ja, er versucht komplett in die Gedanken Brullacs durch Berührung beider Stirnen einzudringen, um sicherzugehen, dass dieser nicht lügt. Ansonsten benötigt er nicht unbedingt eine Berührung mit einem Sterblichen – wobei ich mal nicht ausschließen will, dass sich einige darunter befinden, bei denen es ihm nicht gelingt (starker Wille, starke Selbstbeherrschung?), aber dazu gehören Exemplare wie Gaston nicht. Anderen Vampiren hingegen ist es möglich, sich gegen ein Eindringen in ihre Gedanken abzuschotten, allerdings nicht allen – und schon gar nicht seinen „Kindern“.

Wie gesagt, alle Vampire in der Serie können fliegen, hypnotisieren, verfügen über starke Körperkraft und sind sehr schnell. Bei Lacroix ist lediglich angedeutet, er könne Gedanken lesen, bei seinen „Kindern“ nie. Vielmehr ist er es, der sie kontrolliert. Möglicherweise könnten sie eine solche Gabe auch herausbilden, wenn sie es wollten. Aber Janette und Nick scheint das nicht sonderlich zu interessieren. Sie verlassen sich auf ihre Intuition, was sie meist auf die richtige Spur bringt.

Ein interessanter Charakter ist übrigens Natalie Lambert, die Gerichtsmedizinerin, die man nicht hypnotisieren kann. Es gleicht einem Wunder, dass die übrigen Vampire es akzeptieren, dass sie als Sterbliche um ihre Existenz weiß. Aber das will ich jetzt nicht weiter ausführen, sondern dir nun viel Spaß bei den letzten beiden Kapiteln dieser Geschichte wünschen.

Lg
Kim
20.03.2013 | 21:48 Uhr
zu Kapitel 26
Hallo Kim

erst mal danke für deine ausführliche Antwort, war wirklich sehr aufschlussreich.
Der Gedanke, an eine Krimiserie mit Vampiren als Protagonisten ist wirklich ungewöhnlich, aber
auch irgendwie interessant. Kann mir durchaus vorstellen, das die Serie etwas Besonderes war,
zumal der ganze Vampirhype erst sehr viel später angefangen hat.

Natürlich gab es Mysterieromane und Filme schon immer, man bedenke nur wie 'alt' Dracula ist
aber die richtige Welle gibt es erst seit entsprechende Bücher, auf dem Markt sind. Du weißt welche ich meine oder?
Auf jeden Fall hast du mir ein groben Einblick über die Story gegeben.

Zu dem Kapitel:

Jannet hat mir richtig leid getan, als Anne 'abgeholt' wurde und ich bin sicher Phillipe hätte das
mit dem Ring verstanden. Der Totengräber war ein guter Mann, der sie nicht verurteilt hat, was mir imporniert hat.
Ihre Ahnungen auf den Friedhof machen eins klar, sie ist nicht allein und ihr neuer Freund hat ein Auge auf sie geworfen.
Das er sie dann noch gerettet hat, war sehr löblich und der widerliche Soldat hat nichts anders verdient, als den Tod.
Hat er ihn eigentlich ausgesaugt oder das Genick gebrochen? Bei Erstem würde es mich wundern, da ja vorher immer angedeutet
wurde, das sich Vampire nur an Menschen vergehen, wenn sie in einen Blutrausch verfallen und wirklich durstig sind. Wie läuft das
in der Serie oder besser in deiner Geschichte?

Ich habe auch das Gefühl das unser neuer Freund, durchaus nicht abgeneigt ist und öfters auftauchen wird(wenn er sie nicht gar da
rausholt und verwandelt) Er hat ja reichlich beeindruckt geklungen, da dürfen wir wohl gespannt sein.
Das mit den krummen Zähnen, das irgendso ein Mensch, ich glaub der Zuhälter, keinen Tag als Unsterblicher überleben würde,
hab ich auch noch nicht gehört und ist ein völlig neuer Aspekt in Sachen Vampirismus für mich. Interessant.
Kann der Vampir eigentlich nur die Gedanken der Hübschlerin hören oder von allen Menschen? Genauso das mit der Stimme...
Was sein Kräfte anbelangt bin ich schon sehr gespannt, da es viele Neuheiten zu geben scheint, von denen es bei den 'Neuzeitvampiren' mangelt.

Zu dem Schlusssatz mit 'brav' : Ich wollte damit nicht andeuten, das ich nicht frei meine Meinung äußere
sondern das ich WIEDER meine Meinung äußere, da ich es schade finde da es ansonsten keiner tut
Es sollte so eine Art Aufmunterung? sein, auch wenn ich nicht zu jeden einzelen Kapitel einen Kommentar geschrieben habe

Wie dem auch sei: Einen schönen Abend noch und liebe Grüße

Eva

Antwort von Kim Sunshine am 24.03.2013 | 16:09:18 Uhr
Hallo Eva,

danke für dein positives Feedback. Freut mich, dass du eine Individualistin bist :-))
War nicht böse gemeint, aber bestimmte Ausdrücke wie „brav“ lösen bei mir ungute Gefühle aus. Viele Mädchen und Frauen lassen sich damit nämlich zu ihrem Nachteil manipulieren und ich wollte dich nur vor dir selbst beschützen. Aber ich freue mich natürlich über deine Kommentare. Sie sind für mich auch oft interessant. Vor allem hat es mich sehr erstaunt, dass du vieles aus den alten Vampirmythen nicht zu kennen scheinst. Ist alles gar nicht neu. Aber eins nach dem anderen… ;-)

Nicht alle Männer des Mittelalters haben Frauen verachtet. Es gab schon immer „Frauenversteher“, sonst wäre eine Hildegard von Bingen als Ketzerin auf dem Scheiterhaufen gelandet. Kein Scherz!

Zu deiner Frage, wie der junge Soldat gestorben ist, hast du die Antwort sicherlich schon im darauffolgenden Kapitel gelesen. Ich möchte aber noch erklären, dass es bei dem Blutdurst der Vampire in „Forever Knight“ vor allem darum geht, ihn zu kontrollieren. Sie können eigentlich immer trinken und Lacroix hat auch keine Skrupel, dies unabhängig von seinem Blutdurst zu tun, wenn er sich bedroht fühlt oder irgendjemand bestrafen oder beschützen will. Wenn ich davon schreibe, dass er sich satt trank, wollte ich damit lediglich zum Ausdruck bringen, dass Lacroix ziemlich ausgehungert nach Paris kam. Dennoch ist er einer der wenigen Vampire, die sich selbst dann noch zurückhalten können, um sich und die Seinen zu schützen. Das kann nicht jeder, vor allem nicht die Jungvampire. Deshalb brauchen sie am Anfang einen Meister, der sie vor ihrer eigenen Gier beschützt und sie lehrt, den Blutdurst unter Kontrolle zu halten. Im Übrigen jedoch weist Lacroix seine „Kinder“ darauf hin, nicht mehr zu trinken, als sie brauchen.

In der Serie wird nie konkret eine Begründung geliefert, warum Lacroix ausgerechnet Janette verwandelt hat. Vermutlich war er tatsächlich von ihrer Gegenwehr beeindruckt, womöglich, weil sie den Soldaten herzhaft in die Schulter GEBISSEN hat. Man kann auch annehmen, dass ein starkes Hassgefühl auf den Zuhälter Lacroix (boshaft, verbittert und sehr gefährlich) angezogen hat. Ob die beiden je ein Paar waren, weiß man nicht. Aber ich halte es nicht für ausgeschlossen, da sie ihm gegenüber stets loyal bleibt und in der Serie meist unterschwellig Erotik und Sexualität eine Rolle spielen. Reine Interpretation also. Das erledigt sich dann sowieso, als Janette sich in Nicholas verliebt. Wird in dieser Geschichte jedoch nicht thematisiert. Es geht hier in erster Linie um Janette.

Das mit den „schlechten Zähnen“ war eher eine Witzeinlage von mir :-) und bot sich geradezu an, weil Lacroix eine Figur ist, die sehr ironisch ist bis hin zum beißenden Sarkasmus. Außerdem kann ich Daviau einfach nicht ausstehen! Den Darsteller dieser Figur haben die gut hingekriegt, er sieht wirklich furchtbar aus und die Zähne sind eklig. Werde mal gucken, ob ich Filmlinks auf Youtube von den entsprechenden Szenen finde, die ich hier eingebaut habe. Es sind ja nur ganz wenige. Die maile ich dir dann.

Und zu den Vampireigenschaften: In Legenden und alten Geschichten wird oft davon gesprochen, dass Vampire übersinnliche Fähigkeiten haben. Sie werden oft als eine Art böser Dämon betrachtet. Der Name „Vampir“ stammt auch eher aus der Neuzeit, diese Wesen wurden früher mit vielen anderen Namen bedacht. Deshalb nennt Janette sich „Wiedergängerin“. Ein guter Einstieg zur Information ist Wikipedia, Stichwort: Vampir – viele Literaturhinweise und Links. Ein gutes Buch über die Geschichte des Mythos stammt von Claude Lecouteux: „Die Geschichte der Vampire.“ Kann ich nur empfehlen.

Anne Rice hat in ihren Vampirromanen viel von den alten Mythen verarbeitet und deshalb schimmert dies auch in der Serie manchmal durch. Zum Beispiel bleiben Vampire immer mit ihrem Meister verbunden. Es ist zwar nicht ganz konkret, aber zumindest bei Lacroix ist angedeutet, dass er womöglich Gedanken lesen kann (wenn er will und sich darauf konzentriert). Und deshalb bekommt er bei mir als Figur auch diese Fähigkeit einfach zugeschrieben ebenso wie die Fähigkeit, telepathische Verbindung zu anderen aufzunehmen (das Flüstern), ist ja schließlich Fanfiktion ;-D Des Weiteren haben Vampire ein sehr gutes Gehör und können über Entfernungen hinweg hören, aber auch Gespräche zwischen Menschen, selbst durch dicke Mauern hindurch, belauschen, wenn sie das möchten. Ist nichts Neues.

Ansonsten sind die Vampire bei „Forever Knight“ wie andere Individuen auch ausgestattet mit unterschiedlichen Fähigkeiten. Allerdings verfügen sie alle über übermenschliche Stärke, können hypnotisieren (andere dazu bringen, Stimmen zu hören, u. a m) und fliegen.

Im Übrigen glaube ich (bin mir nicht sicher), dass es zum ersten Mal in den Romanen von Anne Rice auftaucht, dass ein Vampir seinem Opfer die Möglichkeit gibt, zu wählen, ob es sterben oder als Vampir weiterleben will. Das gilt auch bei „Forever Knight“. Üblicherweise berichtet der Mythos, dass jeder, der von einem Vampir gebissen wird, selbst zu einem Blutsauger wird – ob er will oder nicht. Das Dasein als Vampir galt als Fluch. Ganz früher war es ein Daseinszustand, dem nur besonders „böse“ Menschen (z. B. Magier, Schwerverbrecher etc.) zum Opfer fielen. Galt nicht als erstrebenswert.

Natürlich kenne ich auch „Twilight“ (BISS), habe alle Romane gelesen, weil ich sie sehr gut geschrieben finde. Allerdings ist diese Vampirwelt, die Stefanie Meyer erschafft, nicht meine Welt. Ich bin eher Anne-Rice-Fan und finde Tanja Huffs „Vicky Nelson“ ziemlich gut.

Also Vampire waren auch schon mal zur Zeit der Romantik in Mode, und zwar im Zuge der sogenannten „Schauerromane“ (Stichwort: Schwarze Romantik). Es gibt einige, ziemlich bekannte Werke aus der Literatur, in denen Vampire auftauchen. So hat z. B. E.T.A. Hoffmann eine Vampirgeschichte geschrieben, Goethe verarbeitete das Thema in dem Gedicht „Die Braut von Korinth“ und Polidoris „Lord Ruthven“ (Novelle: Der Vampir) wird dir sicherlich auch ein Begriff sein. Damals diente die Figur des Vampirs aber vor allem dazu, in der Literatur erotischen Phantasien in versteckter Form Ausdruck zu verleihen (offen war es ja verboten). Der Vampirbiss ist nämlich u. a. ein Symbol für den Geschlechtsverkehr, was die damalige Leserschaft sehr genau wusste. Und als Dracula Mina Blut von seiner Brust trinken ließ, galt das zur damaligen Zeit als äußerst anstößig… (kein Wunder, diese Anspielung ist auch nicht schwer zu verstehen, nicht wahr?)

Eigentlich bin ich immer davon ausgegangen, dass der aktuelle Vampirhype ausgebrochen wäre, als Polanski seinen „Tanz der Vampire“ zu einem Musical machte. Ich glaube, da begann das Thema hier in Deutschland wieder interessant zu werden. Man kann letztendlich aber auch gar nicht sagen, warum ein bestimmtes Genre aus Film oder Literatur gerade gut ankommt. Das ist und bleibt ein Mysterium :-)

In diesem Sinne wünsche ich dir nun viel Spaß bei der weiteren Lektüre.

Alles Gute und liebe Grüße
Kim
03.03.2013 | 21:40 Uhr
zu Kapitel 17
Hallo

Nein wie du so schön vermutet hast, kenne ich die Serie nicht, was mich zu der Frage bringt:
Gings da wirklich ums Mittelalter? Wer war Janette wirklich?
Wie dem auch sei... ich finde es großartig!
Was mir allerdings schon ein bisschen Sorge bereitet ist, was Guisbert mit den Tuchhändlern vor hat.
Sie alle wegen Hexerei verbrennen lassen, vielleicht? Hoffen wir mal nicht, auch wenn es ganz dannach aussieht.

Soso ein Retter wird kommen, aber vorher muss noch viel passieren... da bin ich mal gespannt.
Bin schon ganz neugierig auf die nächsten Kapitel, die ich noch zu lesen hab.
Du haust ja ganz schön viele auf einmal raus, was wirklich beeindruckend ist, auch aufgrund deren Länge.

Ich werd dann mal schön weiterlesen und wieder brav meine Meinung kund tun

lg Eva

Antwort von Kim Sunshine am 07.03.2013 | 10:52:52 Uhr
Liebe Eva,

danke für dein positives Feedback. Es freut mich wirklich, dass dir die Story gefällt.
Ja, es kommt schlimm… aber zur damaligen Zeit wurden Menschen, die der Zauberei verdächtigt wurden, gehenkt. Die Hexenverfolgungen und –verbrennungen setzten erst zu einem sehr viel späteren Zeitpunkt ein, etwa 15. Jahrhundert, geschürt durch die Autoren des „Hexenhammers“ und unterstützt durch die Inquisition.

Noch ein bisschen Aufklärung über die kanadische Serie, die im Original „Forever Knight“ hieß und aus der man in Deutschland den Titel „Nick Knight, der Vampircop“ machte, obwohl der Original-Titel viel treffender ist:

Produziert wurde die Serie Anfang der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts, Anne Rice diente dabei als Beraterin. Es handelt sich hauptsächlich um eine Krimi-Serie mit mystischem Einschlag, die in der Gegenwart der 90er spielt. Protagonist ist der fast 800 Jahre alte Vampir Nicholas de Brabant, der sich jetzt allerdings Nicholas Knight nennt und für die Mordkommission der Metro-Police in Toronto als Detective in Dauernachtschicht tätig ist. Nur die Gerichtsmedizinerin Natalie Lambert weiß, dass er ein Vampir ist.

Nick wurde 1228 von der schönen Vampirfrau Janette verführt, als er desillusioniert aus dem Kreuzzug zurückkehrte. Sie stellt ihm ihren Meister Lacroix vor (und nun ahnst du gewiss, wer Janettes Retter ist, gell?), der ihm das Angebot der Unsterblichkeit macht. Nick lässt sich darauf ein, bereut es aber bald, denn er findet es schlimm, Menschen zu töten (hier unverkennbar die Ähnlichkeit mit Louis aus ‚Interview mit einem Vampir‘ – damit hat es sich aber auch schon, denn in historischen Rückblicken kann man Nick erleben, wie er durchaus Freude an der Menschenjagd und dem Blutaussagen hat). Darum können Lacroix und Janette ihn wohl auch nicht ernstnehmen, als Nick beschließt, einen Weg zu finden, wieder sterblich zu werden. (Natürlich gelingt es nicht!) Sein Meister versucht ihm umsonst, begreiflich zu machen, dass er einer Illusion nachjagt, was Nick aber dahingehend interpretiert, dass Lacroix ihn nicht „gehen lassen“ will. Er inszeniert von sich aus immer wieder einen Machtkampf mit Lacroix, den er als persönlichen Sündenbock auserkoren hat. Zugegeben ist der charismatische Lacroix (meine Lieblingsfigur) manchmal schon ziemlich gemein zu Nick, aber Nick steht dem in Nichts nach und lässt sich auch von Janette, die ihrem Meister treu ergeben ist, nicht beschwichtigen.

Im Übrigen waren Janette und Nick nach Nicholas‘ Verwandlung eine Zeitlang so etwas wie ein Liebes-/Ehepaar, bis sie eines Tages in der Renaissance beschloss, dass es an der Zeit ist, sich zu trennen, damit sie beide sich weiterentwickeln können. Dennoch kommen sie im Laufe der Jahrhunderte immer wieder zusammen und sind manchmal auch wieder ein Liebespaar. Im Toronto der 90er betreibt Janette einen Nachtclub namens „Raven“. Lacroix, der später nach Toronto kommt, moderiert eine nächtliche Radiosendung als „Nigtcrawler“ (was übersetzt zu „Nachtfalter“ gemacht wurde), wobei er sich mit seinen Beiträgen hauptsächlich an Nick zu wenden scheint. Lacroix fungiert auch als eine Art Vater für ihn und Janette, die beide mit ihm während der Jahrhunderte oft durch verschiedene Länder gereist sind.

Das Besondere an der Serie sind die historischen Rückblicke/Erinnerungen (v. a. von Nick, aber auch von den beiden anderen Vampiren).

Ich hoffe, du hast jetzt einigermaßen ein Bild über die Serie. Wenn du noch mehr Infos haben möchtest, findet du davon eine Unmenge in englischer Sprache unter dem Stichwort: Forever Knight.

Ach ja, noch eine Bitte, weil ich für Individualismus bin: Wenn du deine Meinung kundtun willst, dann bitte nicht „brav“, sondern so, wie es deiner Persönlichkeit entspricht :-D

Bleibt mir nur noch, die weiterhin viel Vergnügen bei der Lektüre zu wünschen.
Alles Gute.

Lg
Kim
26.01.2013 | 22:45 Uhr
zu Kapitel 12
Guten Abend

Dein Intrigendspiel bei Hofe, ist einfach umwerfend!
Ich hätte das nie von Gusibert gedacht, das er seinen Vater ermordet,
es ist einfach unglaublich.
Und nur Leoinett hat einen Verdacht? (Stimmt der Name?? Wenn nicht ,dann tut es mir leid.)

Es ist besser wie in einer Seifenoper und könnte sich, dabei auch genauso abgespielt haben.
Ich liebe es!
So viel Hass, Boswilligkeit, Gier und Intrigen schreibt nur das wahre Leben...
Jeanett tut mir aufrichtig leid, das sie den Herzog heiraten muss.
Ich hoffe, sie findet einen Weg, dem Unheil zu entgehen!!
Überall Verrat und Intrigen um das arme Mädchen, ihr Vater, Gusibert... Einfach schrecklich!
Wie wird sie nur reagieren, wenn sie die Wahrheit erfährt?

Wenn nur der Tuchhändlersohn, wieder auftauchen würde!
Den Graus vor dem alten Herzog kann ich absolut nachvollziehen,
für so ein junges Mädchen.
Allein die Vorstellung von ihm angefasst zu werden, treibt mir die Gänsehaut über den Rücken!
Nein, da könnten wir froh sein in der heutigen Zeit zu Leben und nicht der Willkür, der Männer ausgeliefert zu sein!!
(Zwangs)verheiraten, sonst noch was?! Gut ,dass es das nicht bei uns gibt!
Darüber könnte ich stundenlang diskutieren und mich aufregen, aber ich bin enben sehr emazipiert....´
Ich bete wirklich dafür, das Jeanett diesem Schicksal entgeht.

ANMERKUNG an alle Schwarzleser: Ich bin sicher, dass nicht nur ich diese Geschichte verfolge
und BITTE euch deshalb, mich nicht alles allein machen zu lassen! Es ist doch nicht so schwer ein
Paar Zeilen zu schreiben und außerdem kann das, für den Autor sehr inspirierend sein, also bitte!

Ein schönen Abend noch

Hochachtungsvoll euer Bloody Girl 92

Antwort von Kim Sunshine am 18.02.2013 | 20:00:09 Uhr
Liebes Bloody Girl 92,

Danke für dein positives Feedback. Ich freue mich wirklich darüber zu lesen, dass du derart von der Geschichte gefesselt bist :-))

Also dass Guisbert ein mieser Typ ist, wurde doch immer offensichtlicher. Und wie gesagt, er ist ganz der Sohn seiner Mutter, die ja seinerzeit auch ihren Mann indirekt bedrohte. Allerdings ist er bei seinen Freunden und Bekannten sehr beliebt und auch bei allen anderen angesehen, da er sich der Welt ja stets als guter Sohn präsentierte und es nach außen hin immer so wirkte, als ob sein Vater und er sich gut verstehen. Wer sollte da auf die Idee kommen, dass hinter dem Tod des alten Marquis sein eigener Sohn steckt? Ja, nur Leontine tut das, weil sie Guisbert schon länger kennt und seine Beweggründe erahnt, aber nicht lebensmüde ist und darum schweigt. Nach dem Tod des alten Marquis ist Guisbert selbst ihr nicht mehr ganz geheuer und widert sie an.

Duc de Orly ist wirklich in Janette verliebt, aber das Gefühl des Unbehagens, welches sie in seiner Nähe empfindet, hat sie nicht grundlos, wie noch zu sehen sein wird. Jedenfalls will sie ihr Schicksal nicht so einfach hinnehmen – doch Philippe als Bürgerlicher kann ihr in diesem Zeitalter nicht wirklich helfen, auch wenn er es versucht.

Wirklich lieb von dir, dass du hoffst, Janettes Schicksal wendet sich zum Guten. Aber wie wahrscheinlich ist das? Und es bringt mich zu der Frage, ob du die Serie „Forever Knight“ (Nick Knight) kennst? Ist schon lange her, dass sie mal im Fernsehen lief (Mitte oder Ende der 90er Jahre) und ich habe den Eindruck, dass viele hier in FF sie nicht mehr kennen. Aber das sollte deinem Spaß an der Lektüre dieser Geschichte keinen Abbruch tun, da es sich um die Vergangenheit einer Nebendarstellerin der Serie handelt und man die Serie nicht unbedingt kennen muss, um die weitere Handlung nachzuvollziehen. Ich möchte dir nur so viel verraten, dass Janette schlussendlich „gerettet“ wird (grusel!) und sich mit diesem „Retter“ gut versteht. Aber bis dahin muss sie noch einiges über sich ergehen lassen. Ich empfehle dir, Taschentücher griffbereit in deiner Nähe zu haben ;-))

Und nun wünsche ich dir weiterhin ein spannendes Lesevergnügen.

Alles Gute.
Kim
24.01.2012 | 18:29 Uhr
zu Kapitel 8
Hallo

Mir gefällt wie Servin sich um Jeanett bemüht,
er scheint ernsthaft Interesse an ihr zu haben.
Es war sehr gentalmanlike, wie er sie vor dem Herzog bewahrt hat...
Die Ärmste, konnte sich ja gar nicht herausreden....

Ich stell mir diese Zeit irgendwie schrecklich vor,
besonders da Frauen keine eigene Meinung haben durften.
Die Begründung der Christen, die du am Anfang erwähnt hast ist einfach nur lachhaft.
Über soetwas könnt ich mich aufregen!

Aber gut zurück zur Geschichte: Gusibert und Leonise(bin mir nicht sicher ob es wirklich die Zwei sind) spinnen
ein eigenartiges Nezt, um Jeanett los zu werden, sehr link kann ich da nur sagen
Ihr leiblicher Vater, scheint es leider nicht zu durchschauen, er könnte schließlich helfen

Das ihr "unechter" Vater die Verbindung mit dem Herzog gut findet,
war abzusehen aber es war widerlich zu lesen, dass er deswegen froh ist
Jeanett nicht entjungfert zu haben! einfach wäääääähhhhhhhhhhhh.........

Bin mal gespannt wann sie ihren Phillipe wieder sieht
und wie sich das noch entwickelt

liebste Grüße

Eva
11.10.2011 | 15:17 Uhr
zu Kapitel 7
hey

in diesen kapitel ist ja ganz schön viel passiert
von ihren gefühlen für phillipe zu erzählen war nicht
sehr schlau in meinen augen
noch dazu das sie das mädchen überhaupt nicht kennt...

gusibert scheint einen plan auszuhecken um seine
stiefschwester schnellst möglich los zu werden
es kam mir fast so vor als hätte er sich beinahe verplappert

aber naja ist ja noch gut gegangen

lg Eva
03.06.2011 | 22:01 Uhr
zu Kapitel 5
hy

eine absolut logische erklärung was das verhalten "ihres Vaters" angeht:
der Teufel ist schuld!!! zur damaligen zeit kann ich mir das gut vorstellen...ihr wird noch sehen und hören vergehen, wenn sie die wahrheit erfährt
ich finde es voll eklig/abartig das er sie für so was benutzten wollte!! sie lebt doch in dem glauben sie sei sein leibliches kind!
mir gefällt das sie sich in den bürgerlichen verliebt hat, er würde gut zu ihr passen

aber ihr wirklicher vater hat bestimmt andere pläne
29.05.2011 | 19:00 Uhr
zu Kapitel 4
eine wirklich schöne fortsetztung
der ball rückt näher und ich bin gespannt was alles passieren wird
gusiebert scheint ja irgendwie interesse an seiner stiefschwester zu haben...irgenwie verwirrend
aber war es damals nicht so das königshäuser nur engere verwandte heiraten durften? cousien und cousains zum beispiel
16.04.2011 | 18:14 Uhr
zu Kapitel 1
hallo lady sunshine

ich bin heute auf deine geschichte gestoßen und hab mal ins erste kapitel hineingelesen
mir gefällt wie du schreibst, diese alte sprache hört sich gut an und es wirkt realistisch
die story ist auch gut und ich sehe viel potential darin

lg biss forever