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Autor: Liwen
Review 1 bis 1 (von 1 insgesamt) für Kapitel 22:
05.01.2012 | 16:29 Uhr
Hallo, ich hab' mich auch mal wieder her-verirrt und habe natürlich auch hier fleißig aufgeholt und bin jetzt (hoffe ich zumindest) up-to-date. Genug rumgekaspert, jetzt mal ans Review^^

Positiv:
+ fast durchweg gute bis exzellente Atmosphäre (Die Chemie zwischen den Charakteren passt einfach. Das fängt mit Zips Gags an, geht bei den Rumzickerein mit Marianna weiter und schließt schließlich auch Ehepaar Trent mit Sohn Nate ein... ähh, so in etwa jedenfalls xD Das eigentliche Plus steckt jedoch hinter der Mischung aus Spaß und Professionalität - es ist keine reine Ulk-Nummer, aber eben auch keine todernste, verbitterte Tragödie mit Action-Einschlag.)
+ die Figur Marianna (Ich komme einfach nicht drum herum, das hier nochmal in der neuen Review-Form mit aufzuführen und nochmal ganz explizit einzeln zu würdigen. Die Idee hinter der "ein paar Jahre jüngeren, unerfahrenen Lady Croft" ist einfach nur Gold wert. Genauso ihr Rebellentum, ihre Sturheit, ihre Motivation, dieses ganze "straightforward" ohne Rücksicht auf Verluste - einfach genial!)
+ das Konzept hinter dieser "modernen Schnitzeljagd" (Du scheuchst unsere Helden ganz selbstverständlich quer durch die Welt und legst anhand von kleinen Hinweisen munter die Spur aus xD Allerdings hat die Sache auch einen kleinen Beigeschmack.... kommt weiter unten.)
+ regelmäßige Updates

Neutrale/anderweitige Aspekte:
± Kapitellänge (Die Länge an und für sich ist ok soweit und dennoch... wenn ich an "Der Schlüssel zur Unsterblichkeit" zurückdenke, gab's hier auch schonmal "mehr zu holen".)
± ziemlich fadenscheinige Motivation für die Schnitzeljagd (Wie schon gesagt: Es ist schön, dass es eine muntere Schatzsuche kreuz und quer durch die Kontinente gibt, aber die Motivation dahinter ist ein bisschen dünn. Ich meine, reicht wirklich ein vergammeltes Stück Papyrus, um von heute auf morgen nach Marokko zu fliegen und dort in eine Moschee einzusteigen (zumal hier meistens das selbe gilt, wie bei Kirchen: Immer für jeden offen)? Reicht dort wirklich eine beschiss.... verkrümelte Wand, um eine direkte Weiterreise nach Luxor zu begründen? Klar, mit der richtigen Begründung könnte es reichen, aber so ist es immer nur ein Absatz, der mal eben die nächsten zig-tausend Kilometer festlegt. Ohne Zeitdruck - ohne alles - wäre hier ein bisschen Vorbereitung sinvoller, als ein hanebüchenes Losstürzen.)
± Zips vergeigter Witz mit dem "Nate-Seitensprung in der Bibliothek" hätte ruhig als solcher auch kommen können; als Unterstellung wirkt der fast schon unterschwellig.
± Laras Reaktion auf Kurtis zwischen den Kapiteln 13-18 (Sie will nichts von ihm hören, geht nicht auf seinen Anruf ein und ist überhaupt angepisst, wenn sie nur an ihn denken muss. Sorry, aber wozu haben die beiden geheiratet? Ja, jeder von ihnen ist ein Extrem für sich; ja, auch in einer Ehe kann man sich manchmal nicht mehr riechen; aber nein: So nicht, jedenfalls nicht ohne weitere Erklärungen. So verhält sich ein Hollywood-Pärchen kurz vor der Scheidung..... gestörte Harmonie ist ok, aber dafür muss so etwas überhaupt noch vorhanden sein.)
± der Schwangerschaftskonflikt (Plusminus weil: Es ist zwar gut, dass es diesen Konflikt in der Story gibt, der für so einiges an Brisanz sorgt, allerdings ist die Art und Weise, wie er da ist, meiner Meinung nach einfach nur ungelungen.... taucht daher auch nochmal separat bei Negatives auf.)
± das gesamte Kapitel 20 (Es könnte so hammer sein, wären da nicht dauernd diese kleinen Zeitsprünge. Wo wäre das Problem gewesen, die ganze Sache meinetwegen doppelt so groß zu machen und dafür auf diese zeitnot-artigen Überblendungen zu verzichten? Die Meditationsphase ist perfekt - ohne Zweifel - und auch Laras Lachattacke kommt gut, doch dann: "Wir versuchen's nochmal" - baff: Absatz - alles ist zurück auf Anfang. Keine Ahnung, aber für mich hätt's eine geschlossene Sequenz sein müssen, ohne dieses "Überspringen der Werbung".)

Negativ:
– Rechtschreibung (Grammatisch ist überwiegend alles in Butter doch gerade beim Durchlesen vieler Kapitel fällt die Rechtschreibung ins Auge. Gut, bei 3-4 Fehlern pro Kapitel braucht man nicht meckern, aber wieder rechtfertigt hier die Tendenz das Minus..... erste Tendenz: In anderen Stories war's mal besser. Zweite Tendenz: Mit jedem neuen Kapitel wurde's im Schnitt ein halber Fehler mehr. Dritte Tendenz: Es sind immer weniger ernsthafte Fehler, als Vertipper, Buchstabendreher oder gänzlich vergessene Wörter [nichts, was sich nicht durch Kontrolllesen vor'm Upload beseitigen ließe; ergo unnötige Fehler, die den Lesefluss beeinträchtigen]. Korrekturliste steht bereit, wenn Interesse besteht [aber ist wie gesagt nichts Dramatisches; ich will nicht wissen, was ich manchmal für'n Mist fabriziere^^])
– viele Situationen zu kindisch (Das geht bei den Konfliktsituationen zwischen Lara und Kurtis los und schließt das gesamte Schwangerschafts-Problem mit ein. Alleine schon Laras Reaktion auf Kurtis' Bericht... so kann sich ein 14jähriger Teenager verhalten, wenn er ungewollt schwanger geworden ist, aber hey: erwachsene Leute, die ihrem Alter theoretisch auch schon hinterherhängen? "kindisch" jedenfalls ein Stichwort, das ich nicht nur einmal auf'm Notizblock habe... nächste tolle Situation zu dem Thema: Die Raktion, als Lara erfährt, dass Kurtis' Mutter Wind von der Sache bekommen hat.... oh mein Gott, eine Mutter könnte eventuell auf den Gedanken kommen, dass ihr verheiratetes Kind sexuellen Kontakt zu seinem Ehepartner hatte. Goldig.....)
– teilweise löchriger Plott (Manche Dinge wirken einfach nur erzwungen. Beispiel 1: Die "Rechte-Gang-Theorie" - so schön leicht man es sich hier auch gemacht hat, aber spätestens beim Durchlesen wirkt es dann viel zu einfach und banal. Beispiel 2: Das Treibsand-Loch, ähh, das Loch, nein, die Treibsand-Grube, ähh..... du siehst - ich habe keinen Plan, was das nun war. Erst versinkt Lara, dann kommt sie doch wo an, dann kommt Nate hinterher, aber es rutscht ständig mehr Sand nach..... entweder die Klappe geht auf und man ist unten, oder man versinkt mal eben und geht über'n Jordan. Beispiel 3: Gleiche Szene, aber diesmal mit dem Seil. Hatte Nates Seil eine Aufroll-Automatik, oder wieso kann er sich erst durch das Treibsand-Loch zu Lara abseilen, dann auch noch beteueren, er hätte es richtig fest gemacht und später muss dann doch Marianna die beiden wieder raufziehen? Hier wirkte es jedenfalls so, als hätte Marianna mit rein gemusst und deswegen wurde mal eben eine halbgare Begründung für sie zurchtgebogen. Beispiel 4: Eingangssuche mit Kurtis in der Wüste. Erst wühlen Lara und Nate ein paar Trümmer frei, nur um dann "eine Düne weiter" zu müssen, um dort das gleiche zu machen (aber gut, die Stelle würde ich noch zu Neutrales zählen, weil eine versandete Stadt ja doch etwas größer sein kann. Trotzdem hätte hier mal einer etwas eher fragen können: "Sind wir überhaupt richtig?")
– Lara die alte Emanze (Sorry, aber das ist aus meiner Sicht der Haupt-Würger. Das Nate als Schoßhündchen noch brav die Ohren anlegt, wenn er was falsch gemacht hat und dafür einen Brüller bekommt, ist ja noch klar, aber spätestens bei Kurtis geht das zu weit. Es gibt immer Typen, die lieber den Schwanz einziehen, statt Kontra zu geben, wenn sie auf jemanden treffen, der gerade "seine Tage hat", aber wie gesagt: Hier MUSS es 'nen Gegenangriff geben, weil sonst sieht das zu sehr nach einseitiger Liebe aus, womit wir wieder bei dem Thema "Wozu sind die verheiratet?" bzw. "So verhält sich ein Hollywood-Pärchen kurz vor der Scheidung" wären. Entweder es kracht mal gewaltig auf beiden Seiten oder ja.... ohne "oder" eigentlich. Ich meine, wenn es beiden Partnern wirklich nahe geht, wie es in der Beziehung weiterlaufen soll, dann prallt man halt mal etwas härter aufeinander, aber um Gottes Willen nicht so, dass einer im Vornherein den Kürzeren zieht - dann interessiert's ihn nämlich nicht wirklich und das Ganze ist auf kurz oder lang zum Scheitern verurteilt. "Beziehung" stellt hier jedenfalls ein Erweiterungsgebiet dar, welches ausbaufähig ist.

Verdikt:
"Dunkle Wolken am Horizont" - so, oder so ähnlich sollte ich diese Kritik nennen. Es könnte alles so schön sein, wenn man nicht ständig im Hinterkopf hätte, dass es auch schonmal besser ging. An und für sich ist ja auch alles ganz passabel, aber es ist wie mit den "Minuspunkten": Der Grund für die harsche Negativ-Kritik ist nicht der Ist-Zustand (da gibt es nichts zu bemängelen), sondern der Kurs - und der zeigt in diesem Fall steil nach unten.

Yo, soweit mein subjektives Empfinden.....
Dann hoffe ich mal, meine Hanfbandagen nicht allzu hart angezogen zu haben und warte schon gespannt aufs nächste Kapitel (die Story zählt nämlich trotz alledem noch zu eine der schönsten hier ;-)),
kevin22
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