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Autor: halfJack
Reviews 1 bis 25 (von 126 insgesamt):
Spades (anonymer Benutzer)
11.09.2017 | 10:48 Uhr
Die Antwort auf alles ist 42.

Hallo, halfJack, dies ist mein erstes von hoffentlich noch vielen Reviews zu deiner Geschichte.
Ich muss dazu sagen, dass sie mir bereits mehrmals von der Userin Dornentanz empfohlen wurde, die mich auch an Death Note selbst herangeführt hat. Bislang kenne ich nur den Anime, weiß aber um die wichtigsten Unterschiede zwischen Anime und Manga, weswegen ich doch denke, entsprechend mitreden zu können. Dann mal los.

Ich habe bereits mehrere Geschichten von dir gelesen und muss mich gleich vorweg entschuldigen, dass ich noch keine davon kommentiert habe. Du hast eine Art zu schreiben, mit Worten und Symbolen, die scheinbar unbedeutende Elemente des Alltags sind, zu spielen, dass einem die Worte im Halse stecken bleiben. Was keine Entschuldigung ist und niemals sein sollte. Gerade deshalb ist es ja nun an der Zeit, mein Schweigen zu brechen.

42 ist also genau wie die 4 eine japanische Unglückszahl und mit dem Tod assoziiert. Danke für diese Information, von der 4 wusste ich es, von der 42 nicht. So war es dieses profane Zitat, welches ich aus dem Buch/Film "Per Anhalter durch die Galaxis" beisteuern konnte und mir demnach natürlich als erstes einfiel. Was in diesem Fall aber keinen Sinn ergibt, schließlich geht es hier die Symbolik der Bahre, des Sarges und des Lebendig-Begraben-Seins, was Light durch die Anzahl der Platten, die seinen Sarg formen, noch einmal umso deutlicher wird. Das Zitat, um damit nun abzuschließen, ist aber vielleicht doch nicht ganz unpassend, überlegt man sich schließlich, dass es die eine objektive Wahrheit häufig nicht gibt, dass Erklärungen vielerart für einen Sachverhalt gelten können - beispielsweise bei der Frage, was denn nun gerecht sei. Jeder hat darauf seine ganz eigene Antwort, diese Antworten lassen sich systematisieren und kategorisieren, je nach Kultur, politischer Gesinnung, Mentalität und sonstwie gerichteter Denkweise einordnen und, damit nicht genug, irgendwann sogar ziemlich treffend vorher sagen. Wahrheit verliert dadurch ihren Gehalt und wird arbiträr wie eine Zahl. 42. Selbst, wenn man sie als Menge betrachtet, kann man nicht einmal sagen, ob das viel oder wenig ist. Das funktioniert erst, wenn man die Menge in ein Verhältnis setzt - und schon haben wir wieder das Problem, dass diese Antwort nicht für sich alleine stehen kann. Insofern sagt sie nichts aus.

Lights Niedergang liest sich wie eine Abwärtsspirale, der der Leser langsam folgt, indem er durch sehr gute Beschreibungen der tatsächlichen und vorgestellten Umgebung, sowie Lights innerem Zustand alles miterlebt und mitfühlt, was auch der Protagonist Light erlebt. Trotzdem bleibt der Erzählstil nüchtern, sodass es in keiner Weise pathetisch wirkt, zumindest nicht mehr oder weniger, als der Leser sich das wünscht. Es bleibt dem Leser offen, das Ganze als reine Information aufzufassen oder stumm vor dem Computer mitzuleiden und sich von Zeit zu Zeit umzusehen, um erleichtert festzustellen, dass da immer noch die Wände des geliebten Wohnzimmers sind, die der eigenen Wohnung/Haus oder Arbeitsstelle, in der eigenen Heimat, in der man auch nicht frei ist, aber zumindest weitaus freier als Light. Und das ist doch schon mal was.
Light verliert Stück für Stück alles, was ihn ausmacht - bis auch er irgendwann so arbiträr, so austauschbar und unbedeutend wird, wie etwa eine Bezeichnung, die genauso gut auch anders lauten könnte (siehe die Kindergeschichte von Peter Bixel: Stuhl könnte genauso gut auch Tisch heißen etc.). Doch das lässt L nicht zu. Er möchte ihn mürbe machen, doch er verhindert, dass Light zur leeren Hülle wird. Ist dieser ein Akt der Gnade oder doch der vollendeten Grausamkeit? Wahrscheinlich denkt L über derlei gar nicht nach. Für ihn ist nur wichtig, dass Lights Geist nicht vollends verloren geht, schließlich braucht er ihn noch. Oder sollte ihm doch etwas an Light liegen? An diesem Punkt der Geschichte kann man das noch nicht wissen. Genau genommen kann man es niemals genau sagen, selbst, wenn es eindeutige Anzeichen dafür gibt. Doch so ist es schließlich mit vielem im Death Note Universum, nicht wahr?

Wie aus einem Tunnel fährt Light im Wagen seines Vaters auf dem Weg zu seiner Hinrichtung. Licht am Ende des Tunnels? Aber dann sind es nur die Scheinwerfer des entgegenkommenden Zuges? Auch, wenn du das nicht gemeint hast, fände ich es passend, um ehrlich zu sein. Die Wirklichkeit also ist ein Meer aus Dunkelheit, das nur mit einem mit Stahlplatten gepanzerten Schlachtschiff zu durchqueren ist. Wird also der Sarg aus 42 Platten nun zum Schlachtschiff? Wünscht Light sich die Umklammerung des Todes zurück, weil er weiß, dass er nur dort letztlich vor dem Tod sicher ist? Oder kommt er deshalb darauf, weil L jenes Schlachtschiff genutzt hat, um zu versuchen, die Wahrheit zu erpressen?

Wie auch immer, anhand der gefälschten Waffe sieht man erneut, wie arbiträr die Wahrheit ist. Es hätte alles dafür gesprochen, dass L den Verstand verloren hätte/seinem Instinkt vertraut hätte, schließlich hatte er ja die ganze Zeit recht. Stattdessen hat er genau das getan, was er glaubt, dass auch Light tut - er hat ihm etwas vorgespielt und nun sind sie endgültig beieinander gefangen. Da bleibt mir nur eines zu den beiden zu sagen: Wohl bekomm's!

Ich bin fasziniert von deiner Art, zu schreiben, gerade, weil sie so einnehmend ist und es schafft, aus alltäglichen Dingen Symbole zu erschaffen, sodass sich sofort mein Blickwinkel darauf ändert. Das klappt nicht immer, manche Symbole kann ich nicht nachvollziehen, manches erschließt sich mir nicht. Dazu komme ich noch in Reviews zu anderen Geschichten von dir, die ich bald nachhole. Doch auch generell liest es sich wahnsinnig angenehm. Es ist einfach schon ein Wunder, auf ff.de jemanden zu treffen, der einen Text schreibt, welcher einem einen durchgehenden Lesefluss ermöglicht und dabei noch die Logik bewahrt, aber deine Texte sind schon etwas Besonderes. Ich freue mich darauf, zu lesen, wie Light und L von nun an 24/7 miteinander auskommen werden.

Auf bald! Liebe Grüße, Spades

Antwort von halfJack am 16.11.2017 | 17:01 Uhr
Irgendwo, zwischen den Zeilen, ist das eine Frage, die auch Death Note aufwirft und die dort genauso einfach beantwortet wird. Nicht allein die Frage nach Gerechtigkeit, sondern nach dem Sinn von allem. Vielleicht ist die Antwort tatsächlich so einfach wie die Zahl 42.

Es tut mir leid, dass ich selbst so lange zum Antworten brauche. Das ist für mich leider nichts Ungewöhnliches, dabei schätze ich ungemein, wie extrem viel Mühe du dir damit gemacht hast, allein auf den Prolog so ausführlich einzugehen. Vielen, vielen Dank! Ebenso für dein Interesse an meinen anderen Texten. Ich brauche nicht unbedingt eine Rückmeldung, obwohl ich mich natürlich darüber freue, doch allein die Tatsache, dass sich jemand damit auseinandergesetzt hat, bedeutet mir viel.

Ich finde, dass das Zitat aus "Per Anhalter durch die Galaxis" sehr gut passt, sowohl in Bezug auf eine der Grundaussagen meiner Geschichte als auch auf ein meines Erachtens wichtiges Thema des Mangas. Ich schreibe bewusst Manga, da es eine Sache ist, die im Anime fehlt; nämlich die letzte Aussage Ryuks darüber, was ein Death-Note-Benutzer im Gegensatz zu einem normalen Menschen nach seinem Tod als Konsequenz zu fürchten habe. Es ist das, was für mich die schwarzen Seiten am Ende des Manga oder der schwarz geblendete Bildschirm im Anime oder Realfilm zum Schluss symbolisieren. Einerseits geht es hier zwar um den Tod, um das Bewusstsein der eigenen Sterblichkeit, das Nichts und die Sinnlosigkeit der eigenen Existenz, doch andererseits führt nur diese Erkenntnis überhaupt zum Nachdenken über den Sinn von allem. Diese Interpretationen gehen für mich Hand in Hand. Somit hast du Recht, dass es nicht um die eine Wahrheit geht, sondern um ein bewegliches Heer von Metaphern. Oder allenfalls um die eine Antwort, die jeder Einzelne für sich allein findet.

Am spannendsten ist für mich, dass jeder Leser in einem Text andere Bilder sieht, unterschiedliche Assoziationen und Interpretationen entdeckt. Sind die Platten des Gefängnisses ein Sinnbild für einen Sarg, für den Tod? Oder für das Leben und die Mauern von Konventionen, die Grenzen der Gesellschaft oder die Unfreiheit jeglicher Existenz? Oder für die Bedeutung von allem? Oder sind es einfach nur irgendwelche Platten an der Wand, die rein gar nichts bedeuten? Ist der Tunnel ein Sinnbild oder ist es einfach nur ein Tunnel? Ist es ein Symbol oder reine Information? Mir gefällt diese Uneindeutigkeit und es ist mir durchaus bewusst, dass nicht alles sich aufklärt, dass manche Bilder einfach unentschlüsselbar bleiben. Dabei geht es nicht nur darum, dass man als Leser nicht zwangsläufig erkennen kann, was mir als Autor vorschwebte oder welche Assoziation mich dazu bewog, ein bestimmtes Bild in Worte zu fassen. Umgekehrt sieht man auch als Leser ganz andere Dinge, zieht Verbindungen, die mir selbst völlig fremd sind und die den Text mehr bereichern, als ich selbst das hätte tun können.

Was die eventuelle Nüchternheit meiner Formulierungen anbelangt, so muss man sich in der Tat vom geschriebenen Wort nicht mitnehmen lassen; manches kann vielleicht gerade dazu dienen, sich davon zu distanzieren. Ich denke schon, dass ich ab und zu gefühlsduselig und pathetisch schreibe, aber das liegt eigentlich nicht in meiner Absicht. Ich will genauso wenig gefühlskalt schreiben, sondern nur so, dass man beim Lesen die Emotionen empfindet, die man ohnehin mit den Situationen verbindet, je nachdem, wie sehr man sich davon angesprochen fühlt, wie sehr man mitleiden kann oder möchte oder sich selbst involviert fühlt oder gar wie sehr man sich selbst investiert. Auch wenn ich mich nicht immer daran halte, aber es ist mir wichtig, dem Leser nicht irgendwelche Emotionen aufzudrücken, meine Intention zum Beispiel umständlich auszuführen, dass etwas traurig oder lustig sein soll, indem ich das Innere der Figuren seziere. Wenn man das beim Lesen nicht ohnhin schon so empfindet, könnte man das sonst womöglich noch als unnötig übertrieben oder gar lächerlich auffassen. Diese Balance finde ich persönlich sehr schwierig und ich weiß nie, ob es zu viel oder zu wenig ist.

Zum Schluss bleibt mir nur, dir noch einmal fürs Lesen und deinen Kommentar zu danken. Über weitere Rückmeldungen würde ich mich zwar freuen, aber am wichtigsten wäre mir, dass du aus eigener Motivation weiterlesen wollen würdest. Danke!
BreakMySoul (anonymer Benutzer)
09.09.2017 | 17:32 Uhr
Hallo halfJack,

wow, also dieses Ende… ich habe deine Geschichte gestern Nacht zu Ende gelesen und muss sagen… Es wühlt mich emotional noch immer auf…
Ich war etwas überrascht, da ich dachte, es würde sich mehr am Manga orientieren, aber ich nehme an, dass du die Live-Action-Filme als Vorlage genommen hast? Leider habe ich diese nicht ganz gesehen, nur Ausschnitte davon. Ls Vorgehen, seine Begründung hast du hervorragend dargestellt und ich wünschte so sehr, dass es wirklich so gekommen wäre… aber wahrscheinlich hatte er einfach nicht genug Zeit dafür… bzw. war es ja wirklich riskant Rem einzuweihen, ohne ihre Zustimmung zu erfahren. Die Gefühle von Light und L in diesem Finale… Einfach Wow, mehr fällt mir dazu nicht ein. Sie sind so komplex und du verdeutlichst sie so wahnsinnig gut, dass mir wirklich die Luft weg bleibt und ich noch immer total eingenommen davon bin. Gestern Nacht konnte ich ewig nicht schlafen, weil es mir so nah gegangen ist, und ich ewig über L und Light nachdenken musste. Lights Worte gegen Ende, dass nichts mehr sein wird wie zuvor und sie nicht mehr ihre Art der Freundschaft fortsetzen werden können und Ls Reaktion darauf… das hat so weh getan… Dass die zwei einfach nicht eingestehen können, dass sie sich gegenseitig brauchen… das ist so schade.
Ich habe es ja ewig hingezogen, deine Geschichte zu beenden, weil ich ja weiß, was sie mit mir anstellt. Sie wühlt mich wirklich emotional total auf. Es ist Wahnsinn, was für ein Werk du hiermit geschaffen hast. Ich danke dir so sehr, dass du es geschrieben hast und es hier auf dieser Seite teilst <3 <3 <3

Ich bewundere es wirklich, wie du die Komplexität von L und Light so wahnsinnig gut darstellen kannst und ihre widersprüchlichen Gefühle zueinander… Ich glaube, dass besonders Light wahnsinnig schwer darzustellen ist, doch du hast das so gemeistert, es ist wirklich einfach nur Wahnsinn (das scheint mein Lieblingswort zu sein ^^° aber leider bin ich einfach nicht in der Lage es anders auszudrücken). Ls Darstellung ist ebenso absolut hervorragend und beide sind so ultra authentisch, dass… Wirklich mir fehlen einfach die Worte.

Der emotionale Trip, den ich durch deine Geschichte durchwandelt habe ist nicht in Worte zu fassen. Wirklich, deine Geschichte ist so dermaßen gut… Ich…
Es tut mir leid, dass ich es nicht ausdrücken kann, WIE wahnsinnig wundervoll (und gleichzeitig schmerzlich) deine Geschichte ist. Ich hatte jedes Mal angst, weiterzulesen, gleichzeitig verfiel ich aber immer, wenn ich gelesen habe in eine Art Sucht, dass ich nicht aufhören wollte… Das ist… sehr kompliziert.

Die Themen die du aufgegriffen hast und über die Light und L diskutiert haben waren für mich persönlich wirklich spannend und interessant, dein Schreibstil sucht seines Gleichen und jede Szene und jede Handlung, jedes Denken der zwei Protagonisten hast du hervorragend dargestellt und hatte seinen Zweck in der Geschichte. Noch immer bin ich einfach überwältigt davon, wie du L und Light darstellst.

Wirklich, vielen, vielen Dank für diese Story <3

<3
Die aller <3-lichsten Grüße,
BreakMySoul

Antwort von halfJack am 16.09.2017 | 17:03 Uhr
Hallo BreakMySoul,

du hast bis zum Schluss durchgehalten, herzlichen Dank dafür!
Manche Szenen und Gespräche sind meines Erachtens zu theoretisch und langwierig, dass man daran leicht die Lust verlieren kann, weil die Relevanz und die Verbindung zum Kontext nicht klar wird. Ich kann mir vorstellen, dass manch einer diese Geschichte deswegen abgebrochen hat. An anderen Stellen kann ich selbst nicht beurteilen, ob ich zu pathetisch oder abgehackt geschrieben habe. Sicherlich empfindet das jeder anders, aber ich weiß selbst nicht mehr, wie ich das überhaupt auffassen soll. Vielleicht ist auch die Aufklärung am Ende zu sehr in die Länge gezogen, umständlich oder unverständlich. Aber ich wiederhole mich... ^^;
Ja, das Grundgerüst orientiert sich an den Live-Action-Filmen, allerdings habe ich hier einige Aspekte miteinander vermischt und ein paar Dinge geändert. Beispielsweise werden die anderen Ermittler im Film tatsächlich mit dem Death Note losgeschickt. Als L meint, er wolle das Death Note ausprobieren, hätte Rem eigentlich schon in Aktion treten müssen. Im Film tut sie das nicht, sondern erst, nachdem die Polizisten weg sind und Watari mit Misa auftaucht. Warum sie so lange zögert, ist nicht ganz ersichtlich. Meine Variante ist wohl auch nicht völlig konsistent und basiert, wie erwähnt, auf vielen Zufällen, Spekulationen und Glück. Doch ich wollte diverse Aspekte erwähnen und ändern, bei denen ich glaube, dass L darauf hätte kommen können oder dass sie in Bezug auf Lights Handlungen nicht richtig Sinn ergeben.
Ursprünglich wollte ich wirklich alles am Manga orientieren und nur die Lücken füllen, dann hätte die Geschichte damit ihr Ende gefunden, dass Light seine Erinnerungen zurückerhält. Ich glaube, zu dieser Zeit kannte ich nicht einmal die Regenszene aus dem Anime, geschweige denn die Bücher und Filme. Im Laufe der Zeit nahm meine Vorstellung von den Dimensionen dieser Fanfiction längst groteske Formen an. Vom ursprünglichen Gerüst war kaum mehr etwas vorhanden, die einst geplanten zehn oder zwanzig Kapitel wurden zu einer lächerlichen Vorannahme. Doch selbst an diesem Punkt dachte ich noch, dass ich es wie im Manga enden lassen würde. Meine Meinung habe ich erst in den allerletzten Kapiteln geändert.
Mittlerweile bin ich sehr dankbar dafür, dass das fast jeder erwartet und nicht damit rechnet, dass L überlebt. Und selbst wenn man den Film wiedererkennt, sollte man den Ausgang erwarten, dass L Rem nur entkommt, weil er seinen eigenen Namen aufschrieb. Sogar dann, wenn der festgelegte Todeszeitpunkt eher sein sollte, gilt immer der Eintrag in einem Death Note, der zuerst vorgenommen wurde. Im Film schreibt sich L selbst auf, um mindestens 23 Tage zu haben, in denen er vor einem Eintrag seines Namens durch wen auch immer sicher ist, um Kira auf die Spur zu kommen. An sich mag ich dieses Vorgehen, aber gegen Ende meiner Geschichte habe ich mir nur noch den Kopf darüber zerbrochen, wie das alles anders gelöst werden könnte. Damit nicht nur L überlebt, sondern auch Light.
Worüber ich sehr froh bin, ist die Tatsache, dass du offenbar am meisten Augenmerk auf die Darstellung der Beziehung zwischen L und Light gelegt hast, die mir bei allen Themen von 24/7 am wichtigsten ist. Jedes Ende von Death Note (das amerikanische Remake nicht mitgezählt) nimmt mich jedes Mal mit, weshalb die... Verzweiflung darüber bei mir zu dem starken Wunsch wurde, es irgendwie gut für die beiden enden zu lassen. Zumindest für diesen Moment. Obwohl niemals alles super sein kann, weil ihre Ideale zu ihrem Charakter gehören und L und Light sich selbst verraten würden, wenn sie nicht miteinander im Konflikt stünden. Dieses Dilemma finde ich einerseits schmerzhaft, aber andererseits auch gerade so spannend an ihrer Beziehung.

Ich danke dir wirklich sehr für jeden einzelnen Kommentar, dass du dich hierauf eingelassen hast, dass meine Intention bei dir ankam und dass du deine Gedanken mit mir geteilt hast.
Vielen Dank.
BreakMySoul (anonymer Benutzer)
04.06.2017 | 03:25 Uhr
Hallo halfJack,

es tut mir leid, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe… ich habe deine Geschichte nicht vergessen und ich liebe sie immer noch so abgöttisch, wie zuvor auch, aber das Ende ist schon in Sicht und das macht mir Angst. Gleichzeitig habe ich auch vorm Weiterlesen Angst. Und dann habe ich irgendwann weitergelesen aber kein Review hinterlassen, weil es einfach so unglaublich schwer war, etwas zu den gelesenen Kapiteln zu sagen. Doch jetzt muss ich einfach etwas schreiben. Ich muss. Bevor ich vergesse, was ich auf dem Herzen habe und ich will es dir doch unbedingt sagen. Ich weiß nicht, ob ich mich hierin vlt wiederholen werde aber… ich schreibe nun einfach das, was mir auf der Seele liegt.

Deine Geschichte ist so unglaublich gut, dass mir die Worte fehlen um auszudrücken, wie wundervoll sie ist. Jedes einzelne Wort, jede Beschreibung, jeder Gedanke von L und Light sind einfach perfekt und beschreiben den Widerspruch in ihrer Beziehung und die Komplexität so authentisch und einfach grandios. Ich habe geweint. Bei Kapitel 53 glaube ich, war es. Die Hilflosigkeit und die Situation in der Light und L stecken… ihre Zuneigung, ihre Freundschaft, ihre Feindschaft, ihr Verlangen,… der unausweichlich bevorstehende Tod von L. Kiras und Ls Kampf. Lights und Kiras Konflikt. Light, der sich durch sein Handeln immer mehr selbst zerstört; und L, der dies nicht verhindern kann. Lights Wahnsinn, den du durch den imaginären Ryuk verkörperst. Alles ist so wahnsinnig komplex und durchdacht, dass es mir die Sprache verschlägt, wirklich. Deine Geschichte ist so wundervoll, so anspruchsvoll und berührt mich <3 bringt mich zum Weinen, zum Nachdenken, verleiht den Charakteren so viel Tiefe und macht uns Lesern mit ihren widersprüchlichen Gefühlen vertraut. Es ist fast unglaublich, was du mit dieser Geschichte schaffst… welche Gefühle ich beim Lesen habe…
Light und L sind so komplexe Charaktere und du schreibst sie so authentisch… das ist Wahnsinn.
Wie du vergangene Szenen wieder aufgreifst (z.B. Ls Satz darüber, dass eine Entschuldigung Geschehenes nicht rückgängig machen kann so viele Kapitel später von Light erwähnt), wie du jede einzelne Szene beschreibst und ein inneres Bild beim Leser kreierst… die Umgebung, das Geschehen, die Gefühle und Gedanken von L und Light… das ist einfach so unglaublich gut. Du schreibst so wundervoll, jedes einzelne Wort der beiden kaufe ich dir ab, jeden Gedanken, jede ihrer Handlungen… Ich weiß wirklich nicht, wie ich das sagen soll, was deine Geschichte mit mir macht. Ich finde es so traurig, dass ich nicht ausdrücken kann, wie sehr mich deine FF bewegt. Auch wenn sehr viel Zeit vergeht bis ich zum Weiterlesen komme… bitte glaube mir, dass deine Story einfach nur wundervoll ist und ich sie so so so so sehr liebe <3 Ich weiß nicht, wie es möglich ist, dass ich Angst davor habe, eine Geschichte weiterzulesen und gleichzeitig Angst davor habe, dass sie endet… das ist… verwirrend.

Die Szene, in der L auf Watari trifft und die Worte, die dieser ihm sagt (Ich habe den genauen Wortlaut leider nicht mehr im Kopf… aber es waren die lateinischen Wörter darüber, dass der Tod bestimmt ist, nur der Zeitpunkt nicht festliegt), hat mich so berührt. Es war so traurig.
Dass L aufgibt, sich seinem Tod hingibt… das war so traurig zu lesen und du hast das so wundervoll dargestellt.
Dass er seinen Kampfgeist durch Light wiedergefunden hat, war ebenfalls so wunderschön <3
Allgemein war diese Szene in Lights Zimmer so wahnsinnig gut. Einfach alles daran war…. Unglaublich… perfekt *___* mir fehlen die Worte.
Dass L Light fragt, wofür sie denn kämpfen sollen… dass L sich seinem Tod hingibt, dass Light sich an den Gott und dem Wahnsinn in sich verliert… das ist so traurig und so komplex und du bringst das alles so wunderschön zu Papier…
Ich musste weinen. Irgendwo zwischen alldem musste ich wirklich weinen, es hat mich so berührt…

Ich bin gerade so durcheinander und so traurig und glücklich… alles gleichzeitig, da ich deine Geschichte lese.

Die Gespräche zwischen Light und L haben es mir richtig angetan <3 z.B. das über die Langeweile. Oder das über den Angstkuchen von L <3
Oh und die Szene als L auf dem Dach zu Light gesagt hat, Light würde wohl immer wissen, wo er zu finden wäre und Lights Verzweiflung am Abend danach, als er L nirgends finden konnte… Dass Light wusste aber sich nicht eingestehen kann/will/darf, dass er L braucht… Ls Resignation und Lights Reaktion darauf… All das war so wahnsinnig gut. So authentisch, so echt!
So viele Szenen davor ebenso, die ich nicht mehr benennen kann…
Deine ganze Geschichte ist einfach so wahnsinnig gut, dass es keine Worte dafür gibt. Ich wünschte wirklich ich könnte es besser sagen, als ich in der Lage bin, es zu tun, wie absolut wunderschön deine Geschichte ist… meine Worte sind unzureichend.

XD Gott, ich brauche Schlaf ^^ Aber ich musste das jetzt noch schreiben. Ich musste mich schon zwingen, mit dem Lesen aufzuhören, da ich echt ins Bett sollte ^^ aber ich konnte nicht und jetzt wollte ich unbedingt noch das hier schreiben.
Wieso lese ich immer, wenn es so spät ist?

Ich liebe deine Story wirklich <3
Und ich danke dir so sehr dafür, dass du sie hier teilst und dass ich sie lesen kann <3

Vielen, vielen Dank für dieses wahnsinnig tolle Werk <3

<3-lichst,
BreakMySoul

P.S. ich hoffe meine Worte hier machen noch irgendeinen Sinn… XD ich bin zu müde für die Welt.
Entschuldige bitte noch einmal meine Späte Rückmeldung…
Und Danke, danke, danke für dieses Meisterwerk <3 <3 <3

Antwort von halfJack am 16.08.2017 | 12:30 Uhr
Oje, jetzt hat es doch knapp zwei Monate mit meiner Antwort gedauert, tut mir wirklich leid. (Wir sind die ganze Zeit nur dabei, uns zu entschuldigen. o.o;)

Vielen lieben Dank für deinen erneuten Kommentar!
Ich weiß mal wieder gar nicht recht, was ich zu so viel Lob sagen soll... Es freut mich ungemein, dass ich in etwa das an Gefühlen vermitteln konnte, was diese beiden Charaktere in ihrer Konstellation im Original bei mir auslösen. Diesen Konflikt, einander enorm gut zu verstehen, gleichberechtigt zu sein und die Gedanken des anderen quasi lesen zu können, wie es häufig im Manga/Anime beschrieben wurde, im Grunde für die gleiche Sache zu kämpfen (nämlich für das Ideal der Gerechtigkeit), aber trotzdem auf gegnerischer Seite zu stehen, miteinander gegeneinander zu arbeiten, das finde ich ziemlich tragisch. Man wünscht sich schon manchmal, dass sie sich vielleicht unter anderen Umständen kennen gelernt hätten oder es sogar das Death Note nicht gäbe, aber dann wäre ihre Beziehung nie so intensiv (nicht im sexuellen Sinne gemeint) geworden oder sie hätten sich gar nicht erst so kennen gelernt. Ihre Ideale können sie aber auch nicht hintergehen und sich auf die Seite des jeweils anderen schlagen, weil sie sich sonst selbst verraten würden. Hierbei geht es nicht nur darum, sich selbst treu zu bleiben, sondern ebenso um den Stellenwert, den L für Light und Light für L einnimmt. Das heißt, dass sie sich letzten Endes meiner Meinung nach selbst nicht wünschen, der andere würde (sich) aufgeben.
Man bewegt sich im Kreis, eine Lösung gibt es nicht. Das macht dieses Pairing so interessant, mitreißend und traurig...

Ich hoffe wirklich sehr, dass du dir den Schluss noch... antust. ^^
Nochmals vielen, vielen Dank für deine Worte!
BreakMySoul (anonymer Benutzer)
16.11.2016 | 18:37 Uhr
Hallo halfJack,

es tut mir leid, dass ich mich schon so lange nicht mehr gemeldet habe, aber ich wusste einfach nicht, was ich schreiben soll ^^° um ehrlich zu sein, weiß ich es immer noch nicht, aber ich versuche mal, das was ich empfinde in Worte zu fassen ^^° also los!

Wahnsinn... also erst mal bin ich immer noch sprachlos und überwältigt von deiner FF.
Ich erwähne es hier gleich mal am Anfang: deine Charakterdarstellung von L und Light ist einfach makellos. Du triffst ihren Charakter perfekt und alles, was sie sagen, denken, fühlen oder tun wirkt auf mich völlig echt! Das ist so beneidenswert und ich finde es richtig klasse, dass ich deine Geschichte entdeckt habe und lesen darf :3
Ihre Gespräche sind immer interessant (zumindest für mich) und anspruchsvoll, ebenso die Entwicklung deiner Geschichte.
Dein Schreibstil ist atemberaubend schön und so viel Gedanken, Arbeit und Tiefe stecken in deiner Geschichte, dass mir die Worte dafür fehlen, um hier wirklich etwas sinnvolles zu schreiben ^^° hoffe aber, dass du trotzdem mit meinem Geschwafel etwas anfangen kannst...

Es war Kapitel 25, das ich drei Mal lesen musste, um den Inhalt zu verdauen ^_^°
was genau mir so schwer viel zu verdauen, kann ich nicht sagen. Aber dieses Kapitel ist (so wie alle deiner Kapitel übrigens) so grandios geschrieben und dargestellt.
L hat mir da irgendwie so leid getan und Light habe ich so gehasst (aber irgendwie auch nicht... ^^°)

Ich kann wirklich so wenig zu deiner Arbeit schreiben, weil sie mich komplett sprachlos lässt ^^° es tut mir so leid, ich würde dir gerne mehr sagen, aber ich kann einfach nicht ^^° glaub mir bitte einfach, wenn ich sage, dass ich deine Story wirklich liebe und super gerne verfolge und lese. Deine Darstellung von Light und L ist perfekt, die Umsetzung deiner Idee, die Gespräche, das Handeln, Denken und Fühlen der zwei Protagonisten... einfach alles ist so wahnsinnig gut geschrieben <3

Besonders diese Szene fand ich sehr schön, aber zugleich auch unsagbar traurig:
>>"Ich will nicht gegen Kira verlieren." Er holte Luft und senkte den Blick hinab auf die farblose Emaille unter seinen Füßen. Mit Aufgabe seiner Zwanglosigkeit legte er Nachdruck und Härte in seine folgenden Worte. "Und ich will dich nicht verlieren."
L ließ eine kurze Pause zwischen ihnen verstreichen, bevor er teilnahmslos eine Antwort gab.
"Das hat noch nie jemand zu mir gesagt, Light-kun. Niemand hat mir je gesagt, dass er mich nicht verlieren will, sondern nur, dass ich nicht verlieren darf."
Niemand wusste von dem ungestillten Hunger, der auf Ls trockenen Lippen lag. Er brauchte Zucker, denn Zucker war genügsam. Zucker war liebevoll.
"Du wusstest also, dass ich dich fragen wollte, ob du deinen Tod in Kauf nimmst", fasste Light kühl distanziert zusammen, "im Tausch gegen den einzigen Sinn, den dein Leben jemals hatte. Aber ich weiß nicht mit Sicherheit, was du damals sagen wolltest. Falls es so weit kommt..."
"Falls es so weit kommt", wiederholte L und leckte den fehlenden Zucker von seinen Lippen, "dann möchte ich lieber durch die Hand Kiras sterben als durch irgendeinen anderen."
[...] "Warum willst du durch seine Hand getötet werden? Warum willst du nicht durch meine gerettet werden?"<<

Die Szene, in der Light seine Erinnerungen zurück bekommen hat fand ich hervorragend dargestellt! Wie er in seinem Kopf immer wieder den Selben Gedanken hatte 'ich kann nichts anderes sein als ein Monster', einfach wundervoll dargestellt. In meinem Kopf ging es die ganze Zeit: 'Nein, nein, nein... Nicht! Light du darfst dich nicht erinnern...'

Einerseits freue ich mich wahnsinnig aufs Weiterlesen, andererseits habe ich auch richtig Angst davor, weil Light ja jetzt wieder die Erinnerungen zurück hat...

Liebe Grüße,
BreakMySoul

Antwort von halfJack am 30.11.2016 | 12:30 Uhr
Vielen Dank mal wieder für deinen Kommentar!
Es ist schön, dass du noch dabei bist. Dir muss nichts leidtun, vielmehr muss ich mich entschuldigen, dass meine Antworten ständig so lange auf sich warten lassen. Ich musste tatsächlich sogar von einer Leserin auf einer anderen Seite darüber informiert werden, bevor ich merkte, dass ich überhaupt ein Review bekam. ^^;

Dass du L und Light als charaktergetreu empfindest, freut mich sehr. Mittlerweile habe ich 24/7 schon so oft gelesen, dass ich manche Verhaltensweisen und Dialoge einfach unnatürlich und eben nicht mehr charaktergetreu finde, aber letztlich dürfte ich eigentlich fast nur den Manga nacherzählen, damit das nicht passiert. Man möchte ja etwas vermitteln und den Charakteren mehr Tiefe verleihen, sie mit Interpretationen anreichern, doch gleichzeitig frage ich mich, ob ich ihnen in dieser Darstellung nur meine Meinung und Wunschvorstellung oktroyiere, andererseits ist eine Fanfiction ja gerade dazu da, um seiner Fantasie freien Lauf zu lassen.

Kapitel 25, das ist "Der kleine Tod", oder? Ich glaube, ich kann nachvollziehen, was dieses Kapitel so schwer verdaulich macht. Lights Verhalten grenzt ja schon haarscharf an sexuelle Nötigung, nur dass L anfangs noch genügend in der Lage gewesen wäre, sich zur Wehr zu setzen, es aber nicht getan hat. Sonst hätte Light wahrscheinlich aufgehört, abgesehen von den Nuancen, die in Ls Verhalten durchscheinen, die von mir gedacht wirklich vorhanden sind, auf deren korrekte Interpretation sich Light jedoch nicht hätte verlassen können/sollen. Da Gewaltausübung zwischen den beiden schon im Original nicht ungewöhnlich ist, hielt ich das nicht für überzogen, aber es bleibt trotzdem grenzwertig. Ich wollte zeigen, dass die Situation Light zusetzt, ohne dass er es selbst genau benennen kann. Er möchte keine kühle Fassade, sondern eine menschliche Reaktion von L, das ist der Auslöser für das ganze. Gleichzeitig spielt diese Machtübernahme auch auf Kiras Gewalt gegen L an.

Übrigens weiß ich auch manchmal nicht, was ich nun eigentlich noch schreiben soll. ^^; Ich freue mich sehr, wenn man mir die Szenen mitteilt, die man mochte usw. Ich persönlich sehe alles zwar recht kritisch, aber das ändert selten etwas an meiner Freude. Dann könnte ich auch immer nur "danke, danke, danke" schreiben, weil es mich glücklich macht, doch sonderlich aussagekräftig wäre das nicht. ^_^; Ich hoffe, es kommt trotzdem an, wie viel mir die Stellungnahmen bedeuten.
BreakMySoul (anonymer Benutzer)
26.08.2016 | 08:33 Uhr
Wow

Mir fehlen die Worte. Ein Review zu einem so hochgradig anspruchsvollem und charaktergerecht-werdenden (okay, das Wort gibt es nicht ^^° sorry) Werk zu verfassen, fällt mir nicht leicht, denn ich weiß: Egal was ich schreibe, es kann deiner Arbeit einfach nicht gerecht werden und nicht im Ansatz ausdrücken, was ich fühle. Deine Arbeit ist Perfektion pur <3

Was ich an ihr so liebe (und sie für mich sogar besser, als das Originalwerk macht) ist, dass hierin Ls und Lights Charaktere und ihre Beziehung zueinander eine tragende Rolle spielen. Im Original war der Kampf zwischen beiden im Vordergrund, du jedoch stellt ihren Charakter, ihre Persönlichkeiten, ihre Denkweise und Verbindung dar und zwar so perfekt und Charaktertreu, dass deine FF mich total in ihren Bann zieht und ich dich und deine Arbeit einfach nur bewundere. Du verleihst L und Light mehr Tiefgang, als sie es im Original hatten, die Entwicklung ihrer Beziehung erfolgt so natürlich und du beschreibst sie absolut wundervoll, dass ich wirklich nicht anders kann, als dich aufrichtig dafür zu bewundern und dein Werk zu vergöttern *___*

Die Dialoge zwischen Light und L sind sehr tiefgründig und (für mich persönlich) wahnsinnig interessant, da mich die Themen, die beide bereden, selbst sehr interessieren und die Interpretationen, die du ihnen gibst, einfach perfekt zu L und Light passen.

Die Wortwahl der beiden ist perfekt, dein Schreibstil makellos und absolut wundervoll *___*
Deine Beschreibungen der einzelnen Szenen, die Dialoge, die Gedanken und Gefühle von Light und L faszinieren mich auf eine Weise, die ich nicht ausdrücken kann. Du schreibst wirklich fantastisch und absolut wunderschön <3

Das Gespräch über Ls Gefühle vor dem Fenster; das Date zwischen Misa, Light und L (Ls Sicht zur Erinnerung, die mich an die Subjektivität der Wahrnehmung aus dem Konstruktivismus erinnert); das Es und Über-Ich und alle anderen psychologischen und soziologischen Aspekte, die du aufgreifst und L und Light diskutieren lässt, sind wundervoll dargestellt. Ihre Dialoge liebe ich, genauso wie die Szenen, die zwischen den Tagen, zwischen den original-Szenen stattfinden, in Lights und Ls Zimmer. Die zwischenmenschliche Beziehung der beiden veranschaulichst bzw. verdeutlichst du auf eine Art, die absolut natürlich (ich glaube ich wiederhole mich dabei zwar, aber egal ^^) wirkt [z.B. als Light Ls Hand genommen hat, damit dieser aufhört an seinen Fingern zu kauen, oder wie er sagte, L müsse aus seiner nassen Kleidung raus, um sich nicht zu erkälten (der Dialog dabei war übrigens fantastisch!)] und ich freue mich jedes Mal, mehr über die ‚offscreen-Momente‘ zu erfahren.
Deine Darstellung der zwei ist absolut perfekt! Wie du in der Lage bist, dich in sie hineinzuversetzen und sie sprechen und denken zu lassen, sodass es absoluten Original-Charakter besitzt ist erstaunlich und bewundernswert.

Schon zu Anfang deiner Geschichte lässt du gekonnt eine Art Intimität zwischen beiden entstehen, die natürlich und weder zu intensiv, noch zu schwach ist und noch nicht von beiden gedeutet werden kann. Deine Charakterdarstellung ist fabelhaft und Light und L besitzen so viel mehr Tiefe, als im Original. Ich vergöttere deine Darstellung der beiden.

Leider Gottes, habe ich die letzten Kapitel heute früh (so zwischen 4 und 6) gelesen, obwohl ich heute Nacht kein bisschen geschlafen habe (Jet Lag lässt grüßen… -__-), war also total übermüdet und nicht ganz so aufnahmefähig, wie sonst… doch deine Geschichte war so fesselnd, dass ich sie trotz brennender Augen einfach nicht weglegen konnte. Allerdings ist mir dadurch leider entgangen, was genau es war, das Light in Ls Augen erkannt hat, nachdem er ihm die kalte Dusche verpasst hatte… Es war eine meiner absoluten Lieblings-Szenen (eigentlich ist es wirklich schwer, aus deiner Arbeit Lieblingsszenen herauszupicken, da alles einfach so abgöttisch wundervoll ist). Könntest du mir das evtl nochmal erläutern? ^^° Sorry, sorry, sorry ^^°

Es tut mir wahnsinnig leid, dass ich mich so lange nicht mehr gerührt habe, aber immer kam etwas dazwischen…

Vielen, vielen Dank für dein wunderbares Werk <3
Ich liebe es einfach! Ich kann nicht sagen, wie sehr…

Ich freue mich schon wahnsinnig aufs Weiterlesen :3

<3-liche Grüße,
BreakMySoul (ehemals DreamHopeLive)

Antwort von halfJack am 13.09.2016 | 19:23 Uhr
Vielen, vielen Dank für deinen erneuten Kommentar! Ich bitte um Entschuldigung, dass meine Antwort so spät kommt...

Perfekt ist meine Geschichte sicherlich nicht. Zwar hatte ich damals, als ich mit Schreiben anfing, eine gewisse Vorstellung davon, doch zu dieser Zeit habe ich einiges noch nicht als Fehler empfunden. Zumindest das will ich irgendwann noch verbessern, aber perfekt kann es wohl niemals werden. Ich glaube, viele Autoren kämpfen trotz des Lobes immer mit Selbstzweifeln und der Text und die Reviews schlagen die Brücke zum Leser. Darum wird jedes Feedback, über das sich jemand Gedanken gemacht hat, der Geschichte auch gerecht! Würde ich mich nur in meinem eigenen Kosmos bewegen wollen, hätte ich meine Texte nicht online gestellt. Jede Rückmeldung freut mich!

Ich muss zugeben, dass Death Note für mich, als es erstmals erschien und mich mit jedem neuen Mangaband mehr in seinen Bann zog, so etwas wie ein Geschenk war. Auch schon vorher schrieb ich Fanfictions, aber so sehr habe ich mich nicht um Charaktertreue oder Bereicherung der Vorlage bemüht. Eher war es so, dass ich nach Serien suchte, die zu meiner Idee passten, anstatt dass ein Original mich mit so zwingender Notwendigkeit zu einer Idee beflügelt. Warum es nun ein Geschenk war, ist vor allem L und Light zu verdanken. Ich finde es absolut toll, moralische, philosophische oder ähnliche Gespräche zu schreiben und zu lesen. Unterhaltungen machen überhaupt einen Großteil dessen aus, was ich schreibe, was mitunter dröge wirken kann, wenn der Rest handlungsarm ist. Ich lese so etwas selbst gern, aber es passt nicht zu sonderlich vielen Charakteren und wandelt sich dadurch nicht selten zu Erklärungen, weil einer die Führung übernimmt und dem Gegenüber irgendeinen Sachverhalt zu erklären versucht, welcher Natur auch immer. Sicherlich ist das für den Leser ebenfalls interessant und informativ, aber man kann nicht tiefer in die Materie eindringen. Dafür braucht es einfach zwei gleichberechtigte Persönlichkeiten wie L und Light, darum sind sie für mich in dieser Hinsicht ein Geschenk, weil ich weniger vom vorgegebenen Charakter abweiche, wenn ich einfach so tue, als wüssten die beiden nahezu alles. ^^

Zu deiner Aussage:
> [...] Ls Sicht zur Erinnerung, die mich an die Subjektivität der Wahrnehmung aus dem Konstruktivismus erinnert [...]
Ich vermute, dass du dich auf das Gespräch beziehst, in dem L meint, Light und Misa könnten sich ihrer Erinnerungen nicht sicher sein? Ja, das mag stimmen, in philosophischer wie psychologischer Hinsicht, doch es gibt viele konstruktivistische Theorien. L geht zwar gern mal weg von der schnöden Wissenschaft und lässt seine Gedanken ins Leere laufen, nachdem er sich vorher absurderweise nur auf Fakten und Zahlen berufen hat, aber hier geht es ihm vor allem um die neurologische Grundlage. Es ist nun mal so, dass wir uns unseres Wissens und der Vergangenheit niemals sicher sein können, unsere Erinnerungen werden nicht abgespeichert wie in einem Archiv und können dann etwa mit Hypnose wieder einwandfrei hervorgerufen werden, so funktioniert das in den meisten Fällen nicht. Unser Gedächtnis katalogisiert nicht, es erzählt Geschichten. Und diese Geschichten verändern sich, wachsen und schrumpfen, je häufiger wir uns an sie erinnern. Das ist ein Thema, das ich für Death Note sehr wichtig finde, weil ich mir stets die Frage stelle, wie der Gedächtnisverlust wohl funktioniert.

Zu deiner Frage:
> [...] was genau es war, das Light in Ls Augen erkannt hat, nachdem er ihm die kalte Dusche verpasst hatte [...]
Keine Sorge, es ist dir nicht entgangen, ich habe es nur nicht festgelegt. Eindeutige Antworten, gerade in solchen emotionalen Auseinandersetzungen, gibt es meines Erachtens nicht. Jeder fühlt und denkt in derartigen Situationen anders, man versteht seinen Partner nicht oder gar sich selbst nicht, nicht alles ergibt Sinn und nicht immer handelt man sinnvoll. Bei dieser Szene könnte ich zwar erzählen, was ich selbst dazu denke, aber das ist nur meine Sicht und die muss für einen anderen nicht wahr sein. Ich möchte solche Sachen lieber offen und interpretierbar lassen, jeder soll selbst festlegen dürfen, was er sieht und wie er etwas auffasst.
BreakMySoul (anonymer Benutzer)
23.06.2016 | 22:27 Uhr
Hallöchen nochmal ^^

hm... wo fang ich bloß an ^_^°
Deine Ausdrucksweise, sowohl als L, als auch als Light ist wahnsinnig schön *___* Ihr Gespräch über das Leben und die Sterblichkeit war einfach nur grandios geschrieben <3 Ihre Wortwahl, die Art, wie sie sprechen,... <3 <3 <3 Du triffst den Charakter der beiden hervorragend, deine Szenenbeschreibungen (z.B. mit L und dem Zucker) sind wundervoll und die Gedankengänge/Gefühle der Charaktere sehr schön beschrieben. Ich kann die einzelnen Abschnitte klar vor meinem inneren Auge sehen. Deine Art zu schreiben ist bemerkenswert, ebenso deine Darstellung von Light und L <3

Deine Geschichte ist wundervoll und ich freue mich herauszufinden, wie sie sich entwickeln wird!

Ganz liebe Grüße,
Dream

Antwort von halfJack am 02.07.2016 | 13:18 Uhr
Auch für deinen zweiten Kommentar danke ich dir. :)

Mir fällt es beim ersten Kapitel ein wenig schwer, das alles in einem positiven Licht zu sehen, weil es einfach so stark am Original orientiert ist. Als ich das schrieb, kannte ich nur die englische Übersetzung aus dem Internet, dieser Band war in Deutschland damals noch nicht erschienen und ich wollte den Lesern die Szene möglichst genau vor Augen führen. Heutzutage kennt jeder (oder zumindest die meisten) diese Szenen schon, man kann sie kürzer fassen, die Bedingungen sind demnach ganz andere. Dennoch möchte ich sie so stehen lassen, denn ich glaube oder hoffe, dass diese nah am Original orientierten Situationen in Kombination mit meinen eigenen Ideen die Grenzen am meisten verwischen lassen zwischen dem, was tatsächlich passierte, und dem, was passiert sein könnte.
Solche kleinen Bilder wie L mit dem Zucker sind meistens metaphorisch gemeint, doch habe ich persönlich das Gefühl, dass es in der ersten Beschreibung noch nicht richtig rüberkommt, was ich damit als Sinnbild ausdrücken wollte, darum wird sich in der Überarbeitung die Formulierung hier auch ein bisschen ändern.
Was das Gespräch zwischen L und Light anbelangt, davon wird es in Zukunft noch mehr geben. Sehr viel mehr. ^^;
BreakMySoul (anonymer Benutzer)
23.06.2016 | 15:21 Uhr
Hallöchen ^_^

ich habe deine FF erst jetzt entdeckt (durch eine Empfehlung) und begonnen sie zu lesen!
Der Prolog ist wahnsinnig gut geschrieben. Durch deine detailreichen Beschreibungen der Kammer und Lights 'Traumreise' durch Japan, sowie sein Gefühlsleben in der Zelle, wird die Trostlosigkeit, die die Gefangenschaft von Light in ihm hervorruft (hervorrufen muss - was leider weder im Manga, noch im Anime genug Aufmerksamkeit bekam - zumindest meiner Meinung nach) wundervoll verdeutlicht. Du schaffst es grandios dem Leser dieses Gefühl zu vermitteln und mit Light mit zu leiden. Hervorragend! Deine Szenenbeschreibungen sind wahnsinnig gut, ebenso deine Ausdrucksweise, sowie dein gesamter Schreibstil, der einen mitreist und fesselt!

Ich freue mich, deine FF gefunden zu haben und sie zu lesen ^_^ auch wenn das bei mir immer ein wenig dauern kann... ^^°

Liebe grüße,
Dream

Antwort von halfJack am 02.07.2016 | 13:04 Uhr
Hallo und vielen Dank fürs Lesen und Kommentieren bislang! Es freut mich, dass du aufgrund einer Empfehlung hierher gefunden hast, selbst nach Jahren bin ich froh, wenn das passiert. :)
Andererseits kann ich es nachvollziehen, wenn es mal länger dauert. Ich brauche auch meist viel Zeit zum Lesen, Schreiben, Kommentieren, Antworten etc. Darum möchte ich nur anmerken, dass du dich nicht unter Druck gesetzt fühlen sollst, zu jedem Kapitel etwas zu schreiben. Es wäre natürlich gelogen, zu sagen, dass ich mich nicht darüber freuen würde, weil ich gern die Gedanken erfahren möchte, aber ich bin auch nicht beleidigt, wenn jemand sich nur ab und zu zu Wort meldet oder lediglich am Ende kurz oder wenn das sogar komplett ausbleibt. Ich habe im Laufe der Jahre auch viele Fanfiction zu lesen angefangen, ohne sie bisher zu beenden, auch wenn ich es noch nicht aufgab. Das wird einem immer wieder passieren, darum bin ich schon zufrieden mit jedem ersten Wort.

Aber nun zum Inhalt: Den Prolog habe ich ja nachträglich geschrieben, aus verschiedenen Gründen. Er führt besser in die Geschichte ein und greift etwas auf, an das ich ganz am Anfang selbst gar nicht wirklich gedacht habe, dass nämlich Light körperlich und psychisch stark abbauen müsste. Wir wissen nicht genau, wie die Gefangenschaft die ganze Zeit über war, aber falls Light kaum Bewegung hatte, ist es ziemlich unrealistisch, dass er danach gleich wieder fit ist. Diese Unstimmigkeit lässt sich nur schwer ausmerzen, da sie schon im Manga vorgegeben ist. Damit Light in dieser Zeit nicht komplett durchdreht, muss er sich viel mit L unterhalten haben, denn als Mensch oder generell als Lebewesen braucht man nicht nur Bewegung, sondern auch geistigen Input.
Zum Prolog muss ich noch hinzufügen, dass mein Schreibstil dort schon ein wenig anders ist. In der Fanfiction findet man noch diverse Unarten des Fanfictionstils, die ich in der Bearbeitung (welche hoffentlich irgendwann mal voranschreitet) verbessern bzw. auslöschen werde.
08.03.2016 | 19:20 Uhr
Hallo^^
Das wird kein so langes oder aufschlussreiches Review wie die meiner Vorgänger.
Ich will dir aber unbedingt sagen, was ich von dieser Geschichte halte.
Erst einmal hat sie mich lange begleitet und mein philosophisches Grundinteresse deutlich erweitert. Ich habe mir tausende von Lesezeichen an den Quellenangaben gesetzt, damit ich das später googlen kann, weil es mich interessiert.
Wo wir beim nächsten Punkt sind: Du hast immer alle Quellen angegeben, was wirklich toll war.
Außerdem liebe ich Ls und Lights Gespräche über diese tiefsinnigen Themen.
Ich kann mich nicht erinnern, Rechtschreib- oder Logikfehler gefunden zu haben, auch das neue Ende war interessant und überraschend!
Lights innere Monologe waren toll, seine innere Zerrissenheit.
Du hast alle Charaktere sehr originalgetreu dargestellt, was das Verhältnis von L und Light einschließt. Ich habe das Gefühl, dass es genau so gewesen ist.
Alle Handlungen waren sehr gut nachvollziehbar und ich muss sagen:
Das ist die qualitativ hochwertigste Geschichte, die mir in Jahren Fanfiktion je untergekommen ist.
Du hast in so vielen Punkten mein Interesse geweckt (ich werde mich mit vielen Dingen näher befassen), ich habe so viele neue Standpunkte gesehen, so viel Neues auch gelernt.
Ich habe mich immer wieder erwischt, wie ich in L und Lights Diskussionen mein Ebook (auf dem ich gelesen habe) weggelegt habe und mir Gedanken über ihr Gesprächsthema gemacht habe.
Zwei Sätze machen mich immer noch fertig: Wer nicht lügen kann, kennt die Wahrheit nicht. Wer die Wahrheit nicht kennt, kann nicht lügen.
Ich habe so viele Leute gefragt, aber keiner konnte sie zu meiner Zufriedenstellung beantworten.
Vielleicht ist das auch einfach der Sinn der Frage.

Vielen Dank, dass du diese Geschichte mit uns geteilt hast.
LG Yato

Antwort von halfJack am 29.06.2016 | 12:02 Uhr
Lange hat es gedauert, aber nun antworte ich endlich. ^^;
Wieso meinst du, das sei kein aufschlussreiches Review? Ich fand das durchaus lang und aufschlussreich. Also herzlichen Dank für deinen Kommentar und es freut mich, dass ich Anstoß dafür geben konnte, sich mit einigen Themen näher zu beschäftigen. Ich persönlich finde meine Quellenangaben mittlerweile nicht mehr wirklich gut eingebunden. Da ich es noch immer nicht aufgegeben habe, die Geschichte zu überarbeiten, werde ich nach und nach erstens die Quellen unter dem Text aufführen, nicht darüber, und zweitens genauer darauf eingehen, was denn woher stammt, anstatt einfach nur aufzuführen, auf wen ich mich im Ganzen beziehe. Wenn man mit den Autoren nichts anfangen kann, weiß man natürlich auch nicht, was zu wem gehört. Das führt dazu, dass man zwangsläufig erst mal die einschlägigen Seiten (also Wikipedia, haha) zu Rate zieht, um sich ein allgemeines Bild von jemandem zu machen und daraufhin herauszufinden, welcher Teil eines Kapitels denn wohl auf ihn Bezug nimmt. Das habe ich vorher nicht bedacht, denn diese zusätzliche Arbeit ist nicht unbedingt angenehm, wenn man sich als Leser eigentlich nur für einen bestimmten Bereich interessiert. Die meisten haben schließlich auch keine Zeit dazu, jedem kleinen Hinweis nachzugehen und dann doppelt und dreimal so lange zu brauchen. Das werde ich auf jeden Fall noch verbessern. Außerdem sind bestimmt noch ein paar Rechtschreibfehler drin. *lach*
Nun gehe ich noch direkt auf den Gedanken ein, den du aufgegriffen hast: Wahrheit und Lüge. Ein ungemein spannendes Thema. In Nietzsches Zarathustra heißt es: "Wer nicht lügen kann, weiß nicht, was Wahrheit ist." Wir müssen die Wahrheit kennen, um sie hintergehen zu können. Natürlich kann man allein am Begriff Wahrheit ansetzen, weil auch hier nicht leicht festgelegt werden kann, was das bedeutet. Ist Wahrheit das, was wirklich ist? Dann stellt sich die Frage, was Wirklichkeit bedeutet. Ist Wahrheit das, was wir für wirklich halten? Dann hängt sie vom Einzelnen und dessen Blickpunkt ab, doch wie sieht es mit Menschen aus, die aufgrund psychischer Krankheit etc. in einer ganz anderen Wirklichkeit zu leben scheinen als der normale Rest? Gibt es überhaupt diesen "normalen Rest", sieht nicht jeder Einzelne die Welt auf eigene Weise und unterscheiden sich diese Welten womöglich alle voneinander? Es ist nicht möglich für uns, in den Kopf eines anderen zu schauen und zu erkennen, ob er dasselbe sieht wie wir, ob er die gleichen Dinge meint wie wir, wenn er von seiner Wahrheit und Wirklichkeit spricht. Das sind grundsätzliche Probleme, über die man etliches schreiben könnte, über die schließlich auch schon etliches geschrieben wurde, ohne jemals zu einem Ende zu kommen. In der Philosophie gibt es ein paar einfache Gedankenexperimente zu Wahrheit und Wissen: Ich kenne zum Beispiel die Person A und sehe diese Person vermeintlich durch das Fenster in einem Haus, dann kann ich die Aussage fällen, dass diese Person sich in dem Haus befindet. Was ich aber nicht weiß: tatsächlich hat Person A einen Zwilling, den ich nicht kenne und den ich durch das Fenster sah. Habe ich etwa gelogen, wenn ich meine Aussage doch im besten Gewissen gemacht habe? Wahrscheinlich würde niemand es als Lüge bezeichnen, weil ich nicht wissentlich das Falsche sagte, aber ist es deshalb gleich Wahrheit? Das würde wohl auch jeder verneinen und es eher als Unwahrheit bezeichnen, oder? Was ist nun aber, wenn sich die Person A neben dem Zwilling B tatsächlich in dem Haus befindet, ohne dass ich sie sehen kann? Dann wäre meine Aussage trotzdem zutreffend, auch wenn ich sie aus einem völlig anderen Grund getätigt habe. Sie hätte auch falsch sein können und ist es nur durch Zufall nicht. Allein die Definitionen werden durch solche Einwände sehr komplex und kompliziert. In Bezug auf Light bedeutet das, wenn er bei seiner Aussage, er sei nicht Kira, nicht lügt, sogar überhaupt nicht lügen kann, dann kennt er schlichtweg die Wahrheit nicht, dann muss er als Konsequenz sein Gedächtnis verloren haben. Es ist ein und dieselbe Aussage, ihr Wahrheitsgehalt ändert sich nicht, aber solange Light sein Gedächtnis nicht hatte, hat er L auch nicht angelogen. Später jedoch hat er es wissentlich getan. Es wird wohl nie eine zufriedenstellende Antwort zu diesen Grundsatzfragen der Philosophie geben. Ich kann sie natürlich auch nicht liefern, aber ich freue mich, zum Nachdenken darüber anzuregen.
Nochmals vielen Dank für deine Stellungnahme. :)
Ruezaki (anonymer Benutzer)
31.07.2015 | 20:29 Uhr
Hallöchen :)

Auch wenn du schon länger nichtmehr geupdatest hast, möchte ich dir ein paar schöne Zeilen hinterlassen.
Ich finde, deine Geschichte überragend GUT. Ich finde sie umwerfend. Mit Abstand eine der besten, wenn nicht sogar die BESTE FF, die ich je von Death Note gelesen habe.
Ich meine das auch völlig ernst. Ich durchkämme schon lange die FFs von Death Note und keine hat mich so dermaßen gefesselt wie deine. Die Art und Weise, wie du die Charakter beschreibst, die Atmosphäre, die Dialoge und Gefühle...es passt alles so unglaublich gut zu den Figuren, dass man denken könnte, hey, das hätten sie tatsächlich in die Geschichte mit aufnehmen können. Ich liebe diese Geschichte! Vermutlich werde ich sie auch nocheinmal lesen. Und nochmal. :D
Ich möchte mich bei dir bedanken, dafür, dass du eine so gefühlvolle, wenn auch dramatische, spannende und abwechslungsreiche Geschichte niedergeschrieben hast.
Was mir vor allem gefallen hat war zum Beispiel, dass Light Wahnvorstellungen von Ryuk bekommen hat. Wie er in Panik verfallen ist, als er L nicht gefunden hat. Dieses Hin und Hergerissensein, unbeschreiblich gut. Genau so stelle ich mir das vor. Auch wie du Ls Gefühlszustand beschrieben hast, dieses kindische in ihm, nahezu trotzige und freche aber doch auch ernthafte und nachdenkliche Charakterzüge mitreingebracht hast. Klasse. Alles in allem ist die Geschichte ja auch "düsterer" als diese rosaroten Sachen, die man manchmal lesen kann. Ich habe da wirklich nichts gegen, im Gegenteil. Aber ich finde halt, dass diese düstere Atmosphäre, dieses zwielichtige, viel besser zu Death Note passt und mir persönlich deswegen besser gefällt und mir mehr Spaß macht, zu lesen! Ich wünsche mir sehr, dass du mit deiner Fortsetzung "Jenseits verkehrter Wahrheit" weitermachst. Ich habe auch überlegt, ob ich nicht sogar einen Doujinshi dazu zeichnen könnte...? ;) Das ist mein Ernst! Ich liebe L und Light und finde die Story genial!

Liebe Grüße,
Annett.

Antwort von halfJack am 29.06.2016 | 10:48 Uhr
Zwar habe ich dir für deinen Kommentar schon persönlich in einer Mail gedankt und dir jetzt noch einmal hier zu antworten, ist sicherlich lächerlich und zudem unhöflich. Es tut mir wirklich leid, dass ich nicht dazu kam; wahrscheinlich hast du mittlerweile schon das Interesse verloren. :/
Dennoch, ich danke dir unheimlich für deinen Kommentar. Mich freut jede Stellungnahme, insbesondere dann, wenn man mir mitteilt, dass ich mit dieser Geschichte berühren konnte. Ich weiß, dass ich vieles sehr theoretisch schreibe, dass manche dieser Themen auch zu sehr ausgearbeitet wurden und man beim Lesen möglicherweise manchmal nicht mitkommt, weil ich schlecht formulieren konnte, wie etwas gemeint ist und was es im Gesamtkontext zu suchen hat, warum manche Gespräche also überhaupt derart stattfinden. Ab und zu bekomme ich Kommentare, die sich nur auf die philosophischen Themen stützen, was mir natürlich ebenso gefällt, da ich solche Auseinandersetzungen spannend finde. Nichtsdestotrotz geht es mir neben den moralischen Debatten, die einfach zu Death Note gehören, in erster Linie darum, die Emotionen zu übertragen, die die Serie für mich immer unweigerlich ausstrahlte. In Death Note steckt eine Menge Tragik; wenn man das in einer Fanfiction nicht vermittelt, kommt sie mir automatisch unrealistisch vor, obwohl ich grundsätzlich gar nichts gegen "rosarote" Geschichten habe. Genauso finde ich, dass zwischen den Protagonisten, also speziell zwsichen L und Light, ein Gleichgewicht bestehen muss. Mir gefällt es nicht so sehr, wenn einer von beiden in eine passive Rolle gedrängt wird, ihre Initiative sollte möglichst ausgewogen sein.
Also, ich werde sicherlich weiterschreiben, nur im Moment fehlt es mir an Zeit und Muße. Auch eine Überarbeitung des ersten Teils ist meines Erachtens noch nötig. Selbst wenn du dann nicht mehr hierher zurückfinden solltest, freue ich mich sehr, dass du das alles gelesen hast. Ein Doujinshi wäre natürlich eine große Ehre für mich, aber auch enorm viel Arbeit für dich. Ich würde selbst gern manches zeichnen, wenn ich das Talent dazu hätte. ^^;
19.05.2014 | 14:45 Uhr
Ich habe den Prolog nun drei mal gelesen und auch das erste Kapitel noch einmal wiederholt, um zu sehen, inwiefern der Prolog notwendig ist und was er der Geschichte hinzufügen kann, das notwendig wäre.

Trotz deiner eigenen Skepsis halte ich diesen Prolog für sinnvoll. Nicht nur, weil er mit dem Epilog gemeinsam eine inhaltliche Klammer schließt. Ein Beginn und ein Ende mit Atemluft in einer Geschichte, die nahezu erstickend klaustrophobisch ist, wobei natürlich die Freiheit in diesem Prolog einen doppelten Boden hat, da sie ja nicht wirklich erlebt, sondern lediglich erträumt wird. Dieser Einstieg in Lights Kopf hat mich ein wenig beschämt, weil mir dadurch aufging, dass ich mich von der Vorlage stets dahingehend habe täuschen lassen, dass Light solche Träume nicht hätte, womit ich ihm in gewisserweise seine Menschlichkeit abgesprochen habe. Aber nun gut, das tut er ja auch selbst zu Genüge.
Genauso hat es mich erschreckt, dass ich niemals über die Situation der Isolationshaft in diesem Maße nachgedacht habe. Während mir die Umstände von Misas Haft grausam erscheinen, habe ich Lights Gefangenschaft einfach hingenommen.

Während dieser Zeit macht er im Prolog den Eindruck, als wäre nicht er eingesperrt, sondern sein Verstand. Mir ist nicht ganz klar, warum sich mir dieser Gedanke so sehr aufdrängt, wo ich eigentlich sagen würde, dass beides identisch ist. Es erinnert mich an eines der späteren Kapitel, in denen du über L schriebst, seine Gedanken sein eine Maschine, die zerbrechen müsse, sobald sie zum Stillstand käme. L kennt also diesen Zwang und setzt Light bewusst dieser Situation aus, weil er selbst weiß, welche Qual es ist, natürlich, weil er darin ein Instrument sieht, die Wahrheit zu erfahren, was die Tat aber nicht weniger grausam macht; gerade durch diese Bewusstheit wird sie ja grausam.

Das Ungleichgewicht zwischen der ereignisarmen Zeit innerhalb der Zelle, die erzählerisch ausgedehnt wird, und dem ereignisreichen Teil dessen, was im Anschluss geschieht, im Kontrast zur zusammenfassenden Erzählform dieses Parts (die natürlich auch der Tatsache geschuldet ist, dass wir schon ausreichend darüber im Manga gelesen haben), verdeutlicht die Gefängniszeit und die Unwirklichkeit der Zeit danach, als habe Light sie wahrgenommen, wie ein Schlafwandler, betäubt durch den geistigen Rost.

Insgesamt empfinde ich den Prolog als gerechtfertigt, weil er sinnvoll den Zustand erklärt, in dem es zu den späteren Verwicklungen kommen konnte, aber eben, als Prolog, sich inhaltlich abgrenzt vom Rest der Geschichte, sowohl durch die Erzählstruktur, als auch durch die zeitliche Ansiedlung, als auch durch das Thema.
Manchmal fühle ich mich, als müsste ich zwanghaft etwas Negatives schreiben, damit du mein Lob ernst nehmen könntest. Aber es fällt mir nichts ein.
Ist ein Prolog ein Klischee? Kann sein. Aber sofern es der Geschichte dienlich ist sollten wir uns nicht von diesem oberflächlichen Gedanken abschrecken lassen. Und ich denke, dieser Prolog ist der Geschichte dienlich.

Antwort von halfJack am 21.05.2014 | 14:30 Uhr
Dreimal? Bist du des Wahnsinns? Na ja, ich habe ihn bestimmt an die dreißig Mal gelesen und mir dabei überlegt, wie ich ihn irgendwie unterjubeln könnte, ohne dass jemand weiß, dass er neu ist. Irgendwie habe ich gehofft, man könnte ihn bemerken und denken: Ach ja, der Prolog, der war ja schon immer da.
Angesichts des ersten Kapitels finde ich ihn auf jeden Fall notwendig. Der Anfang ist sonst so mies, zumal ich mir vorstellen kann, dass es einen ganzen Lastwagen voller Geschichten gibt, die so oder so ähnlich anfangen. Die Handschellenzeit ist nun mal sehr beliebt. Als ich mit dem Schreiben anfing, ging der Hype um Death Note in Deutschland gerade erst los und einige wussten noch nicht einmal, dass Light und L bald aneinandergekettet sein würden und Light seine Erinnerungen verliert. Darum habe ich mir darüber keine Gedanken gemacht; bei den wenigen Fanfictions nahm ich an, solch ein Start würde garantiert ausreichen und das Interesse wecken, gerade bei solchen, die noch nichts von den Handschellen ahnten. Ich bekam sogar von diesen Nichtsahnenden zu Beginn Rückmeldungen, dass die Idee mit den Handschellen zwar cool sei, aber doch ziemlich absurd und nicht gerade dem Original entsprechend. XD
Huh? Ich schweife ab.

Jedes Mal im Original frage ich mich, was denkt Light jetzt wohl gerade, wenn er zu einer Aussage der Umstehenden schweigt und man nicht einmal seine Augen sieht oder sein Blick lediglich ins Leere geht. Er wirkt beherrscht, aber nicht unberührbar. Kühl und distanziert wirkt er also nicht, weil er keine Gefühle hat, sondern weil er sie stets unter Kontrolle hält und nur manchmal zum Ausbruch kommen lässt. Aber was davon ist echt? Waren seine Tränen echt, als sein Vater starb? Irgendwie weiß man nur, dass zumindest Wut und Euphorie nicht vorgetäuscht sind und ganz zum Schluss seine Todesangst. Wie viel ist wahr und wie viel ist Überinterpretation? Ich wüsste es wirklich gern, weil es schwer ist, Light zwischen den Zeilen und den ganzen Widersprüchen zu finden.

Toll, wie sehr ich auf den Prolog eingehe... Aber du hast ja auch schon alles gesagt, was ich rüberbringen wollte.
Zuerst habe ich mir über die Zeit in der Zelle auch nicht so viele Gedanken gemacht. Sie wird zu schnell übergangen, dabei ist es eigentlich Folter. Schon allein körperlich müsste Light stark abbauen, er sieht auch in der Tat im Original abgemagert aus. Nähme man es genau, dürfte er nach seiner Freilassung gar nicht so fit sein, wie es im Manga dargestellt wird.
16.05.2014 | 14:18 Uhr
Hallo!

Ich bin froh, dass du zurzeit fleißig in der Überarbeitung steckst – nicht viele Autoren, die ich kenne, überarbeiten ihre alten Geschichten. Außerdem bin ich erleichtert, dass ich 24/7 gerade aus diesem Grund noch nicht ein zweites Mal gelesen habe – weil ich die gesamte Geschichte möglichst erst dann lesen möchte, wenn sie komplett überarbeitet ist. Allerdings ist es schade, dass das wohl noch eine ganze Weile dauern wird …

Wie auch immer, ein paar Worte zum neuen Prolog möchte ich trotzdem sagen. Zugegeben finde ich die Existenz eines Prologs beinahe schon klischiert, weil ich mich dann i m m e r frage, wozu die Geschichte überhaupt einen Prolog braucht.

Auch der „Wetteranfang“ ist nicht gerade interessant, doch du machst aus ihm trotzdem etwas besonderes, weil du mit ihm etwas beschreibst, was Light eben n i c h t (beziehungsweise nur in seinen Träumen) erlebt. Es ist so wunderbar ironisch, dass Light, in der Zelle hockend, fest an seine Unschuld glaubt. Seine Gefühle, von Zorn zur Verzweiflung zur Resignation, hast du sehr gut geschildert, ich konnte mich hervorragend in ihn hineinversetzen und habe ihn bedauert.

Dazu kommt noch L, der Light (wenn auch korrekt) einredet, dass er Kira sei. Hier gefiel es mir übrigens vor allem, dass Light inzwischen schon angefangen hat, zu zählen, was sich so alles im Zimmer befindet, weil das eine sehr natürliche Reaktion ist, um die Langeweile wenigstens ein bisschen zu vertreiben. In seiner Situation hätte ich ja fast schon zugegeben, Kira zu sein, nur, damit das alles aufhört.

Umso irritierender – schöner – bitterer – was auch immer – war die Szene, in der Light, der kurz vorm Aufgeben ist, Besuch von L bekommt, der ihm doch tatsächlich sagt, dass er nicht aufgeben soll. Ich glaube nicht, dass er dabei an Light denkt, sondern eher an sich selbst, aber trotzdem gefällt mir dieser Satz. Vielleicht auch gerade deswegen.

Dass du alles eher zusammenfassend schilderst, unterstreicht meiner Meinung nach sogar den Ernst der Lage, hier am Beispiel der scheinbaren Exekution, zu der die Polizisten ihn abholen. Auch die Exekution selbst hast du ja nur kurz geschildert, aber da wir diese schon kennen, ist das auch logisch.

Insgesamt war das also ein schönes Kapitel, allerdings wird mir nur teilweise klar, aus welchem Grund es als „Prolog“ bezeichnet wird. Könntest du mir vielleicht deine Gründe hierfür nennen?

Liebe Grüße,
Tatjana

Antwort von halfJack am 16.05.2014 | 18:19 Uhr
Willkommen zurück und herzlichen Dank. Es ist schön, von dir zu hören.

Dieser Prolog geistert schon seit mehreren Wochen auf meiner Festplatte herum und ich habe mich fast jeden Tag in letzter Zeit für ein paar Minuten damit beschäftigt, hier ein Wort zu streichen, da ein Wort hinzuzufügen, alles recht sinnlos und meinerseits ängstlich. Ehrlich gesagt habe ich gehofft, dass es gar keiner mitbekommt. *lach* Ich sehe das nämlich ähnlich. Ein Prolog, gerade ein nachträglich hinzugefügter, ist Klischee und meistens überflüssig. Das ist er auch bei mir, aber ich wollte unbedingt einen schreiben, weil ich den bisherigen Anfang im ersten Kapitel besch... äh, nicht gelungen finde. Zu sehr aus der Luft gegriffen. Gute Anfänge liegen mir ohnehin nicht, war schon immer ein Problem von mir. Jetzt ist es zwar nicht viel besser, aber es gestaltet die Sache runder. Es gibt einen Epilog, also ist die logische Konsequenz ein Prolog, habe ich gedacht.
Hinzu kommt - auch wenn ich noch immer nicht besonders viele Fanfictions zu Death Note kenne - dass die Zeit in der Zelle nicht sonderlich oft beschrieben wird. Man könnte meines Erachtens eine lange Geschichte dazu verfassen, weil sich einige Fragen aufwerfen. Auf ein paar Dinge wollte ich gern ansprechen, aber letztlich hätte es wieder nicht gepasst, wenn ich zu ausführlich geworden wäre. Gleiches gilt für die vorgetäuschte Exekution.
Die Gelegenheit konnte ich außerdem nutzen, um 24/7 einen Untertitel zu verpassen, weil der zweite Teil nämlich ebenfalls einen hat. Hinter dem Prolog verbergen sich zwei Verweise. Einmal auf die "Schachnovelle" von Stefan Zweig, der sehr anschaulich beschrieb, wie schnell man in Gefangenschaft wahnsinnig werden kann, wenn man keinerlei Beschäftigung für seine Gedanken hat. Das Zählen der Wandplatten hängt bei Light auch mit der genannten metaphorischen Bedeutung der Zahl 42 zusammen, die in Japan ähnlich wie die 4 eine Unglückszahl ist; man liest sie zusammen nämlich "shini" wie "sterben" oder den Tod in "Shinigami". Die Zelle wird zum Grab seiner Psyche. Zum Zweiten ist der letzte Satz eine minimale Anspielung auf Faust, somit haben wir den ersten Teil der Tragödie, wenn man so will. Ich war fast versucht, "Prolog im Himmel" zu schreiben und am Schluss dann "Epilog in der Hölle". ^^

Jedenfalls freut mich deine ehrliche Stellungnahme und dass du es nicht verurteilst, wenn ich noch einmal alles überarbeite, was vermutlich aber wirklich nicht der Rede wert sein wird...
15.02.2014 | 21:37 Uhr
Abend!






So...ich muss sagen, dass es leider schon ein wenig her ist, dass ich diese FF gelesen habe und ich mich deshalb auch kürzer fassen werde als sonst, weil ich nicht mehr alles im Kopf habe ^^'

Zu Beginn bin ich wirklich von deiner Rechtschreibung, deinen Grammatikkenntnissen, der Interpunktion und deinem Schreibstil begeistert!
Man findet wirklich nicht so oft Autoren und Autorinnen hier, die so einwandfrei schreiben!
Besonders haben mich auch wirklich Lights und Ls Diskussionen begeistert XD
Ich kann verstehen warum dem armen Matsuda beinahe der Schädel geplatzt ist :P
Ich selbst habe die FF meistens abends und nachts gelesen und musste feststellen,
dass ich nach 4 Uhr morgens nicht mehr genügend Denkvermögen aufbringen konnte, um allen Gedanken der FF zu folgen XD
Das allein zeigt schon, dass sie ganz anders ist als der Großteil der FFs, die man hier so findet.
Was mir auch gut gefallen hat waren die ganzen Gedanken, Ansichten und Weltanschauungen berühmter Autoren und Philosophen, die du eingebaut hast.
Mich hat das alles sehr amüsiert wie du die Theorien verarbeitet hast.
Ich muss gestehen, dass mir nicht alle Theorien vertraut waren, aber einige.
Du hast wirklich sehr viel Arbeit mit der Geschichte gemacht!

Ich fand - so weit es mir im Moment in den Sinn kommt - dass alles sehr logisch aufgebaut war und ich glaube,
dass ich auch keine Logiklücken gefunden habe.
Aber ich bin im Logiklückensuchen ziemlich schlecht ^^'
Trotzdem bin ich mir sicher, dass du das sehr gut gemacht hast.
Ich fand die Geschichte wirklich toll und ich war auch begeistert wie Light sich gegen Ende entschieden hat.
Einige Tage nach dieser FF sah ich dann den Death Note Film und habe dann natürlich auch das Ende erkannt ^^
Mal abgesehen davon, dass in dieser FF Light und L überleben.
Ich fand das echt so klasse und auch der Epilog war super.
Light mag die Menschen wirklich sehr.

Insgesamt war die FF sehr stimmig und leider kann ich mich nicht mehr an alle Einzelheiten gerade erinnern sondern nur noch an das Große und Ganze.
Vielleicht lese ich die FF ja irgendwann nochmal und werde dann etwas ausführlicher oder es gibt etwas, das ich dann noch unbedingt kommentieren muss :P
Die FF hat mich jedenfalls sehr lange beschäftigt und mich auch wach gehalten ^^
Ich fand sie wirklich super!









Cath
Lindo (anonymer Benutzer)
30.01.2014 | 00:23 Uhr
So, ich schreib jetzt auch endlich mal ein review.
Ich bin total begeistert von deiner Fanfic. (Welch Überraschung :D ) Das ist bei weitem die beste, die ich bis jetzt gelesen habe.
Ich habe ehrlich gesagt kurz vor dem Ende eine Pause mit lesen gemacht, weil ich dachte, dass die Geschichte auch so enden würde, dass L stirbt. Ich bin so unendlich froh, dass ich weitergelesen habe, das Ende war genial! Manchmal wünsch ich mir, dass es im Original auch so hätte enden können. Vor alledem, weil dieses Ende so realistisch gestaltet ist.

Ich liebe es, wie du Light und L charakterisiert hast. So gut hätte ich es mir nicht erdenken (oder in Worte fassen) können. Beim lesen dachte man oft nach, wie man die beiden anfangs eingeschätzt hat. Einem vielen immer wieder neue Facetten auf, die mir beim groben Betrachten nie aufgefallen wären. Ich finde, dass man beide doch ein wenig objektiv betrachtet hat. Doch hier entwickelt man meiner Meinung nach richtige Gefühle für die Charaktere. Ich hatte zum Beispiel beim lesen der Mangas so gut wie immer das Gefühl gehabt, dass Light schon längst 'gestorben' wäre und dass er sozusagen bereits von Kira in Besitz genommen wurde und dass alle Hoffnung bereits zu spät kommen würde. In den letzten Kapiteln hat man bei dir erkennen können, dass Light noch nicht ganz hilflos war, er suchte meiner Meinung nach unterbewusst Hilfe (oh Gott, hoffentlich interpretiere ich jetzt nichts zu falsch).

Ich finde das offene Ende sehr gut, wenn die Fanfic jetzt noch viel länger geworden wäre, wär es irgendwie ausgereizt gewesen. Ich liebe allgemein offene Enden, wo sich jeder selbst ausmalen kann oder muss, wie es weitergeht. Und dieses Ende regt auf jeden Fall zum Nachdenken an, wie es weitergehen kann.

Ich hab beim lesen so viele Ideen für mein Review gesammelt, doch wenn man es jetzt schreibt, fällt einem kaum noch etwas ein. Aber ich hab mir mal ein paar Reviews durchgelesen, eigentlich ist schon alles gesagt.



Ich hoffe, dass meine Gedanken nachvollziehbar sind, ich bin echt mieserabel in sowas :D Ich wollte einfach nochmal danke sagen. Für die gesamte Arbeit, die du in dieser Fanfiction investiert hast. Ich denke, dass es sich doch sehr gelohnt hat ^-^
26.01.2014 | 01:14 Uhr
Hallo,

ich denke, ich kann es mir sparen, zu betonen wie gut der Schreibstil dieser Story ist. Das steht außer Frage. Auch wäre es nur eine banale Wiederholung einer gängigen Tatsache zu sagen, dass diese Geschichte etwa 95% mehr Niveau hat als andere Stories zu diesem Thema oder Stories dieser Art überhaupt.

Deine Geschichte ist fast perfekt, zumindest für eine Geschichte dieser Art.

Deine Charakterzeichnung ist beispielslos, dein Gefühl für die Charaktere sehr gut und deine Ausdrucksweise ebenso wie deine Gedanken zu diesem Thema hervorragend, hingebungsvoll, ausdrucksstark und natürlich von großer philosophischer Natur. Du hast es vermocht Fiktion mit "Realität" perfekt zu vermischen, eine Fusion, die ihres Gleichen sucht. Jeder Wunsch, was dieses Pairing anbelangt, wurde bedient, ohne sich gänzlich darauf einzulassen, was alleine eine Leistung für sich ist.

Was Ausdruck und Stil anbelangt... Ich habe die Story auf Animexx gelesen, aber das macht keinen Unterschied zu dieser Plattform. Was den Lesefluss anbelangt, hätte ich mir die Story gern in einem andern Format oder zumindest mit einer anderen Absatzführung gewünscht. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau und nur eine sehr subjektive Meinung. Da ich sehr, sehr schnell lese, kümmert mich dergleiche nur bedingt. Dennoch wäre eine andere Form der Darstellung ansprechender. Doch wie gesagt, das ist Jammern auf hohem Niveau.

Deine Charakterdarstellung ist zu 98% perfekt. Du schildert die Charas von Anfang bis zum Ende auf jeden Fall IC, was eine Kunst für sich ist. Respekt!

Die Story an sich beinhaltet wie gesagt alles, auch wenn ich der Ansicht bin, dass sie sich nur für anspruchsvolle Leser eignet.

Du bringst eine Menge philosophisches Gedankengut mit hinein, was mir sehr gefällt, auch wenn es nicht immer passt und manchmal in den Dialogen auch ermüdend wirkt, unabhängig der Tatsache, dass du mit deine Aussage im Prinzip Recht hast und sie auch auf Beide zutrifft. Es wirkt an diesen Punkten überladend, nicht für mich, da ich verstehe worauf du hinaus willst, aber für deine Leser allgemein. Es wirkt einfach zu versteift, auch wenn es zweifelsohne genial ist und ich diese Ansätze zum Teil teile. Hobbes lässt grüßen. Die Inhalte an sich erörtere ich jetzt nicht näher. Kann aber auch nicht umhin dir allein dafür Punkte zu vergeben. Jemand der u. a. Thomas Hobbes kennt, muss in der Lage sein, sein Hirn zu benutzen.

Wobei wir beim Thema Anspruch wären.

Deine FF ist sehr anspruchsvoll. Was ich mehr als nur begrüße. Und Respekt dafür so ein Projekt zu verwirklichen. Persönlich habe ich auch darüber nachgedacht etwas gehobeneres zu schreiben, mich jedoch letztlich dem gängigen Leser angepasst. Allerdings schreibe ich beruflich auch schon genug sachliche Texte.

Deine FF ist ein Kleinod unter unzähligen dämlichen LxLight-Stories. Dein Niveau ausgezeichnet. Deine Gedankenwelt nötigt mich fast schon dazu, jene zu besuchen. Und was Stil und Anspruch betrifft, bedarf es sicher nicht meiner Meinung. Immerhin vermagst du es unglaublich intensive Szenen zu beschreiben, nein, zu scheiben. Oder genauer gesagt, zu definieren. Und in der Hinsicht bist du perfekt.

Wenn es deine Absicht ist, ein philosophisches Werk mit dieser Geschichte zu "Papier" zu bringen, dann hast du meinen Respekt für den Versuch und ich gebe dir 98% dafür. Aber ich weise dich auch darauf hin, klarer zu schreiben. Geschehnisse mehr zu offenbaren. Das hast du nämlich nicht, aber ich bin sicher, dass du eben dies kannst. Auch hast du nicht wirklich für die breite Masse das Vergnügen geschafft, dir zu folgen, und auch in der Hinsicht glaube ich, dass du es kannst. Weniger ist manchmal mehr, wenn du verstehst was ich meine.

All deine philosophischen Gedanken sind grandios, die Umsetzung allerdings nur zweite Klasse. Liebhaber mögen deine Story, oder aber Leute, die nur die Dialoge überfliegen und auf die Stelle warten an der L und Light intim werden. Dabei ist deine Story so viel mehr. Und eben in der Hinsicht bekommst du nicht den Bogen. Du fesselst Menschen, die auf deiner Ebene sind. Aber sonst fesselst du niemanden. Doch das könntest du mit deinem Gefühl für Intensität. All deine philosophischen Gedanken, die zweifelsohne interessanter sind als das was Phoenix in einem Jahr zum Besten gibt, gehen unter dieser Story oder aber werden einfach überlesen. U. a. wegen deiner Ansage bei Mexx, dass diese Dialoge nicht essenziell sind.

Sorry, wenn ich dich beleidgit habe, das war nicht meine Intension. Ich mag deine Geschicht und ihr Potential, aber ich finde eben du bleibst hinter deine Möglichkeiten. Banal, sehr, sehr banal ausgedrück und ich bitte dich mir diesen Vergleich zu verzeihen, ist deine Story eine Art Maria Stuart im Vergleich zu Elisabeth I. D. h. die Geschichte steht darauf, aber letztlich gibt es nur eine Queen, wenn du verstehst was ich meine.

Um es noch einmal zu wiederholen, deine Story ist gehobenes Niveau und ganz ehrlich, all das was du zu "Papier" gebracht hast, ist näher an dem ultimatien Werk, "Die Brüder Karamasow" als es Thomas Mann mit seinem bullshit je geschafft hat. Dein Talent steht außer Frage. Und bei all meiner Arroganz bin ich sicher, dass du mir jederzeit überlegen bist. Rhetorisch gesehen auf jeden Fall. Inhaltlich, nein. Dafür musst du erst etwas erkennen, was dir weder Hobbes noch Co. mitzuteilen vermögen.

Deine Story ist der Hammer, um es einmal banal auszudrücken, aber sie fesselt nicht. Dabei könntest du fesseln Und nicht nur Menschen, die zu denken gewillt sind.

Aber ich schweife ab, entschuldige.

Light und die Menschen

Ich bin zwar ein L Anhänger, aber ich liebe Light und somit auch Kira, aber Lighbt als jemanden zu betrachten, der Menschen liebt, die Welt liebt, ja, sogar gutmütig ist... Diesen Blickwinkel kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Ich finde ihn hübsch und passend für LxLight, aber absurd was die Person von Light anbelangt. Das ist übrigens auch der Grund warum ich dir keine 100% geben konnte. Ich habe den Manga gelesen und den Anime gesehen, aber nichts deutet wahrlich darauf hin, dass Light ein positiver Charakter ist. Light und gutmütig erscheint mir daher als absurd, unrealistisch und dämlich. Light als Antagonist, großes Kino. Light als mehr als das... fuck off. Megamies.

Und wenn jetzt die Aussage kommt, dass Light im Grunde seines Herzens gut ist, er nur gegen die Bösen kämpfen will und es Opfer bedarf auf diesem Weg, dann kann ich persönlich nur sagen, dass ich auch mal an so einen Light geglaubt habe, ihn liebte und am Ende auf einer Krankenstation landete.

Wie gesagt, super Story. Tolle Umsetzung. Philosophie lässt grüßen. Vieles davon wurde nicht nur benannt oder zitiert sonder modern verpackt, mit wunderbaren Ansätzen, bedauerlicherweise auf eher banlemm Niveau..

9,5 Sterne

Antwort von halfJack am 02.02.2014 | 16:38 Uhr
Vielen, vielen Dank für deine positive wie negative Kritik.

Bei dem Wunsch nach einem anderen Format oder einer anderen Absatzführung kann ich nur vermuten, dass du wahrscheinlich den gängigen Aufbau einer Fanfiction mit mehreren Absätzen oder eingerückten Zeilen damit meinst, möglicherweise auch mehr Zeilenumbrüche bei diversen Blöcken. Zumindest wurde ich darauf schon häufiger hingewiesen. Ich kann durchaus verstehen, dass es das Lesen am Computer vereinfachen würde, allerdings habe ich mich all die Jahre vehement dagegen geweigert, weil ich persönlich exzessiv gesetzte leere Zeilen überhaupt nicht mag. Bei Texten anderer Autoren sehe ich darüber hinweg, trotzdem gefallen mir einheitliche Abschnitte besser, weil meines Erachtens Absätze eine Szene abschließen. Durch diese übliche Formatierung sieht man einer Geschichte, wie ich finde, den Fanfictioncharakter gleich auf den ersten Blick an. Dabei gibt es in meinen Geschichten noch genügend Fanfictionunarten, die ich mittlerweile ganz furchtbar finde und die ich beim Überarbeiten nach und nach ausmerzen möchte.
Insofern danke ich dir für den Hinweis und hoffe, du kannst meine Argumentation/Abneigung nachvollziehen.

Klarer schreiben. Geschehnisse mehr offenbaren. Das habe ich nicht. - Diese Feststellung gibt mir zu denken auf. In Bezug auf die Ereignisse? Bei der Beschreibung dessen, was geschieht? Aber vermutlich ist noch am meisten gemeint, Einzelaussagen auf den Punkt zu bringen und sie klarer in Bezug zueinander zu setzen, damit man erkennt, wozu sie überhaupt thematisiert werden, welches Fazit sich verbirgt und was das für den Gesamtinhalt bedeutet. Es fällt mir immer schwer, zu erkennen, ab wann ein Gedanke klar genug ist oder mehr Erklärung bedarf. Sicher wäre es leichter für mich, wenn ich einen Betaleser hätte, der mich an den entsprechenden Stellen zum Kürzen oder Erläutern auffordert. Leider sehe ich persönlich nicht, wo es zu kompliziert und unnatürlich wird.
Zwischen den Zeilen lese ich aus deinem Review heraus, ich hätte vielleicht den Arsch in der Hose haben sollen, diejenigen Leser abzuschrecken, die lediglich eine Shonen-Ai-Geschichte lesen wollen, denn dafür ist 24/7 nicht romantisch, brutal oder spannend genug. Andererseits wollte ich im Vorwort keineswegs behaupten, die Diskussionen seien nicht essentiell. Mich fragte vor einiger Zeit jemand, ob man die Unterhaltungen alle verstehen müsse, deshalb wollte ich gern im Voraus Entwarnung geben. Die Wortwahl war allerdings ungünstig, da hast du Recht.

Was mir am meisten zu schaffen macht, ist deine Aussage, dass die Geschichte nicht fesselt. Ich wollte nie bloß ein staubtrockenes Philosophiewerk abliefern, aber genauso wenig nur eine kriminalistische Liebesgeschichte. Es scheint, als habe ich in deinen Augen lediglich Ersteres getan und beides miteinander verbinden zu wollen war von meiner Warte aus vermutlich blauäugig, zumindest so, wie die Geschichte jetzt ist. Ob sich daran durch eine Bearbeitung etwas ändern würde, wage ich zu bezweifeln.

Lights Charakter:
Darüber wurden schon etliche Debatten geführt und viele Argumentationen erscheinen mir schlüssig, auch in Bezug auf die abweichende Persönlichkeitsdarstellung im Realfilm. Seine emotionale Gedankenwelt wird im Original so gut wie ausgelassen. Man kann nur beobachten, wie er vom intelligenten Schüler zum skrupellosen Monster wird. Ich halte niemanden wirklich für gutmütig, auch den erinnerungslosen Light nicht. Darum wollte ich weniger zeigen, dass Kira gutmütig ist - angesichts der in diesem Fall negativen Auslegung von Gutmütigkeit ist das ohnehin bedauerlich - sondern im Gegenteil die bereits vorhandene Veranlagung von Kira in Light heraustellen. Der Bruch zwischen seinen beiden Persönlichkeiten kam mir immer zu extrem und unglaubwürdig vor. Ein Fehler von Ohba? Perfekte Schauspielkunst oder Selbstbetrug eines Lights ohne Death Note, der die Tendenzen eines Psychopathen schon längst in sich trägt? Schizophrenie oder irgendeine andere Form von Dissoziation? Ein Schockzustand oder Fluch des Death Notes? Wie man es auch wendet, es schien ständig etwas zu fehlen, obwohl man bei fiktiven Figuren sicher nicht davon ausgehen kann, dass sie sich nachvollziehbar oder realistisch verhalten. Diese Lücke wollte ich jedenfalls gern füllen und beide Lights einander annähern lassen, damit seine Charakterisierung mehr Sinn ergibt, ohne auf den Einfluss der Bessenheit vom Todesgott zurückzugreifen.
Ich denke, wenn Light der Welt gegenüber gleichgültig eingestellt gewesen wäre, hätte er sie nicht verbessern wollen. In "How to read" erklärt Ohba, Langeweile sei nicht der einzige Grund, warum er überhaupt damit begann. Außerdem hieß es, Light könne sich nie in eine Frau/Einzelperson verlieben, weil er nur Liebe für sich selbst, seine Familie und die Menschheit als Ganzes empfände. Sicher habe ich diese Vorgabe mit einer Slash-Geschichte uminterpretiert, aber dass davon unabhängig Light keinerlei Liebe für die Menschen an sich als einer formbaren, schicksalhaft in seine Verantwortung gerateten Masse empfinden soll, kann ich mir nicht vorstellen. Er hält sich für Gott und Gott ist gütig und allmächtig, er liebt sein Volk und weiß, was gut für es ist. Für eine Megalomanie in diesem Ausmaß gehört meines Erachtens ein solches Denken dazu. Die meisten monotheistischen Gottheiten haben ihre geliebten Schäfchen in Intervallen hingeschlachtet, aus Gerechtigkeit, weil es gut für sie war. Güte und Gutmütigkeit haben für mich einen sehr bitteren Beigeschmack. Wäre Light einfach nur ein ehrgeiziger Egoist gewesen, kein wahnhafter Weltverbesserer, dann wäre die Sache vermutlich glimpflicher ausgegangen, er hätte ein paar unliebsame Individuen und Leute, die ihm im Weg standen, getötet und hätte es sich dann bequem eingerichtet, anstatt Strapazen zu riskieren. Ich frage mich in der Tat, wo Lights mieser Charakter hin ist, als er seine Erinnerungen verliert. Sein Gerechtigkeitssinn und sein anfängliches Schuldbewusstsein haben jedenfalls mehr Opfer gefordert, als ein purer Egoismus es je hätte schaffen können. Was nach Ls Tod und den Jahren der uneingeschränkten Herrschaft von Light noch übrig bleibt, ist weder gutmütig noch menschlich. Er mausert sich zu einem größenwahnsinnigen Irren, der am Ende erbärmlich scheitert.
Irisviel (anonymer Benutzer)
19.11.2013 | 20:46 Uhr
Ich denke schon dass ich die Fortsetzung lesen werde, schließlich hab ich 24/7 auch noch ziemlich lange (sprich einige Monate) weiter verfolgt obwohl ich aus dem DN Fieber schon seit einiger Zeit draußen war und so gut wie nie auf FF.de online bin. Irgendwann hab ich aufgrund der seltenen Updates und komplett andrer Fandoms drauf vergessen. Und ja, ich konnte mich an den Titel der FF erinnern, ich habe gar nicht versucht die via Suchfunktion zu finden, hab mich einfach nur ein bisschen durchgeklickt. Du hast Recht, die Suchfunktion bringt leider keine Ergebnisse...
Wenn ich fragen darf, können wir dieses Jahr noch mit der Fortsetzung rechnen?

Antwort von halfJack am 20.11.2013 | 18:34 Uhr
Du kannst mir auch direkt per ENS schreiben, wenn du möchtest.
Es wird sicher einige Zeit dauern und die Updates kamen in der zweiten Hälfte von 24/7 ja auch nur so schnell, weil ich fast am Ende war und die Fanfiction endlich zu einem Abschluss bringen wollte. Ich kann mir vorstellen, wenn ich den nächsten Teil verfasse, werden die Updates wieder langsamer kommen. Ich sehe es selbst so, dass es besser ist, wenn man viel an einem Stück lesen kann, als jedes Mal nur häppchenweise ein Kapitel, bevor man herausgerissen wird, während man lange auf das nächste wartet. Lass dir also ruhig Zeit.
Es ist nur meine persönliche Einschätzung und mit der liege ich sehr, sehr oft falsch, aber ich nehme an, dieses Jahr wird es mit der Fortsetzung nichts mehr. Es kann auch anders sein, allerdings will ich noch ein paar andere Projekte bearbeiten.
Irisviel (anonymer Benutzer)
11.11.2013 | 17:21 Uhr
Ich hab deine Geschichte vor 2, 3 Jahren, als meine Anime/Manga Phase erst angefangen hat das erste Mal entdeckt und glaube ich sogar mal ein oder zwei Reviews dagelassen. Ich kann mich erinnern dass mich die Geschichte schon damals hat fesseln können und ich begeistert davon war, wie überaus IC du die Charaktere dargestellt hast. Dann habe ich nach einiger Zeit das Interesse an Death Note verloren und mich anderen Serien zugewendet. Vor etwa einer Woche habe ich mich dazu entschieden mir DN nochmal anzusehen und deine FF fiel mir sofort wieder ein. Ich hätte nicht erwartet dass ich sie auf der zweiten Seite des DN Archives finden würde! *g* Ich hätte mir eigentlich vorgestellt, dass sie schon längst beendet oder einfach weiter hinten unvollständig vor sich hinvegetiert. Aber nein, sie ist fertig und doppelt so lang als ich sie in Erinnerung hatte. xD Ich finde es erstaunlich wie lange du durchgehalten hast, 6 Jahre lang an einer Geschichte zu schreiben ist bei weitem nicht einfach. Vor allem für mich, die schnell ein Interesse an einem Fandom verliert ist das echt beeindruckend! Gratulation dass du es bis hierhin geschafft hast!

L und Light sind sehr komplexe, schwierig zu schreibende Charaktere (meiner Meinung nach) und du hast sie genau getroffen. Ich konnte sie mir während des Lesens bildlich vorstellen, beinahe alles von dem was sie gesagt haben hätte auch im Original stehen können. Ich schreibe nur "beinahe" weil ich finde, dass L und Light in den ersten Kapiteln zu sehr gefachsimpelt haben. Mir fallen jetzt aus dem Kopf heraus keine direkten Beispiele ein, aber ich erinnere mich dass die beiden lange, komplizierte Sätze mit vielen Fachwörtern verwendet haben die ich an manchen Stellen als "too much" empfunden habe. Mag auch daran liegen, dass ich mir während des Lesens immer vorstelle, wie Charaktere etwas sagen und die Sätze geschrieben völlig okay sind, aber laut ausgesprochen dann selbst für L und Light etwas gestelzt klingen. Später habe ich den Eindruck nicht mehr.
Anschließend daran, dass ich die Charakterisierung von L und Light toll finde, muss ich auch noch sagen dass du die Beziehung der beiden perfekt getroffen hast. Die Progression ihrer Freundschaft zu etwas mehr als nur Freunde ist absolut glaubwürdig. Bis auf den Schluss fügt sich die FF nahtlos in die DN Timeline ein, ich kann mir gut vorstellen dass sich deine Geschichte so hinter den Kulissen abgespielt hätte. Oder hat. Wir erfahren ja gar nichts darüber wie das alltägliche Leben der beiden außerhalb der Ermittlungsarbeiten ablief.

Ich hätte nicht erwartet dass die Geschichte ein anderes Ende nimmt und L am Leben bleibt. Die ganze Zeit über habe ich angespannt auf den Moment gewartet in dem L sterben wird. Zeitweise wollte ich gar nicht weiter lesen weil ich Angst davor hatte. *g* Es war doch eine ganz schöne Überraschung dass er wieder aufgetaucht ist. Jedoch keine unangenehme, von mir aus hätte Death Note gerne so enden können! Nach Ls Tod war irgendwie die Luft raus und ich konnte mich mit Near und Mello nicht so recht anfreunden.

Vielen Dank für diese tolle Geschichte die ich ganz sicher öfters lesen werde!
Ich freu mich auch schon auf die Fortsetzung, vor allem da wir diesmal nicht womit L und Light sein konfrontiert werden.

Antwort von halfJack am 13.11.2013 | 21:49 Uhr
Danke für dein Review! Schön, dass du das Fandom für dich wiederentdeckt hast und dir meine Geschichte dabei einfiel.
Konntest du dich etwa an den Titel erinnern? Man kann den leider nicht über die Suche finden. Meine Wahl war dahingehend ein bisschen ungünstig. ^^°
Ich persönlich komme selten von einem Fandom los, wenn ich mich erst einmal für eine Serie begeistern kann. Das gilt ganz besonders für Death Note.

24/7 hat einige Startschwierigkeiten, das ist mir selbst klar. Ich empfand es nie so, als würden die beiden zu sehr fachsimpeln; stellenweise war das sogar bewusst humoristisch übertrieben gemeint, was zwischen den anderen komplizierten Inhalten dummerweise unterging. Deshalb habe ich überlegt, ob ich vor dem Einstellen der nächsten Geschichte - was sicherlich noch ein wenig auf sich warten lässt - einen Prolog hinzufüge und die ersten Kapitel überarbeite. Vielleicht findest du zu diesem Zeitpunkt zufälligerweise wieder hierher zurück. Es würde mich freuen.
Wenn nicht, dann danke ich dir jedenfalls, dass du 24/7 komplett gelesen und kommentiert hast.
08.11.2013 | 21:41 Uhr
Hallo,

wow...ich muss zugeben, dass ich gar nicht so richtig weiß, wo ich anfangen soll...
Ich bin erst seit kurzem wieder hier auf FF.de unterwegs und hatte daher nicht die Möglichkeit deine FF zu verfolgen –aber dafür hatte ich das Vergnügen sie in einem Stück lesen zu dürfen.

Ich hoffe du verzeihst mir, wenn ich meine Gedanken zu deiner Geschichte ein wenig unsortiert aufschreibe und dass ich wahrscheinlich nur Dinge wiederhole, die meine Vorposter schon ausgeführt haben, aber ich muss dir einfach etwas zu dieser FF schreiben, denn sie hat mich wirklich umgehauen:

Ich hatte teilweise den Eindruck, dass ich hier nicht eine FF von einer Hobbyautorin lese, sondern einen Roman einer gestandenen Autorin, die ihr ganzes Leben lang nichts anders gemacht hat als zu schreiben. Du hast eine Wortwahl, die mich oft zum Stauen gebracht hat - ab und zu musste ich die Sätze sogar zweimal lesen, um zu verstehen, über was sich da L und Light unterhalten.
Du stellst die beiden so unglaublich authentisch und real dar – genauso wie ich mir die beiden vorstellen würden, wenn sie in Natura vor mir stehen würden. Wahnsinn. Deine FF ist so erwachsen. Das gefällt mir ungemein.

Und auch die Handlung. Es ist alles so wahnsinnig gut durchdacht, so viele Details, so viele Szene, die einen fesseln und hungrig auf mehr machen. L und Light sind für mich das aufregendste Paar, das man aus einem Manga (aus denen, die ich kenne – für alles andere kann ich ja nicht sprechen) herausholen kann. Da steckt so viel darin… Und DU – du hast das alles herausgeholt und so wunderbar genial geschrieben. Meine Güte, ich kann gar nicht genug loben. Irgendwie gehen mir auch schon die Worte aus…

Ich muss auch zugeben, dass ich lange Geschichten sehr, sehr gerne mag und ich verbeuge mich vor dir für dein Durchhaltevermögen, über drei Jahre an dieser Geschichte zu sitzen und sie durchzuziehen.

Ich habe mir auch gewünscht, dass du mit dem Gedanken spielst eine Fortsetzung zu schreiben (Jaaa!!! Bitte bitte!!!).

Danke für diese wunderbare Geschichte!
Tu alles, was du möchtest – aber hör nicht mit dem Schreiben auf!!

Liebe Grüße
Lumi

Antwort von halfJack am 09.11.2013 | 18:48 Uhr
Vielen herzlichen Dank für dein Review.

Eigentlich bin ich ganz froh, dass du sie an einem Stück gelesen hast, das ist mir generell aus verschiedenen Gründen lieber. Ich bin tatsächlich nur eine Hobbyautorin und gebe mir bloß viel Mühe, um mit meinem Geschriebenen in irgendeiner Weise zu berühren. Eigentlich möchte ich gar nicht, dass man sich in meinen Sätzen verfängt. Ich versuche wirklich sie verständlich zu formulieren, weil komplizierte Sätze den Lesefluss hemmen, finde ich.

Für mich sind L und Light auch ein ideales Paar, obwohl einige Fans der Serie das nicht so sehen und behaupten, die beiden hätten einander lediglich gehasst. Aber selbst ohne Slash bin ich der Meinung, dass zwischen ihnen schon immer eine innige, außergewöhnliche Beziehung bestand, wenigstens in Bezug auf eine offensichtliche Rivalität und eine unmögliche Freundschaft. Ich hoffe, in 24/7 wurde das auch ohne den Aspekt der Liebe klar.
Mit dieser Geschichte habe ich angefangen, weil mich der Tod von L ungemein frustrierte. Damals las ich das noch als englische Scanlation, der Manga war im Deutschen nämlich noch nicht bis dorthin fortgeschritten. Jedenfalls wollte ich daraufhin die letzte Zeit ausführlicher aufschreiben und abgesehen von den moralischen Aspekten zeigen, was zwischen den beiden möglich ist. Was bei ihnen möglich ist, nahm allerdings ziemlich viel Zeit in Anspruch, darum ist die Geschichte so lang geworden... wirklich zueinander gefunden haben sie außerdem nach wie vor nicht. ^^°

Ich freue mich wahnsinnig über jeden Leser, der sich hier durchgequält und nicht gleich bei den ersten drei, vier Kapiteln aufgegeben hat. Danke!
31.10.2013 | 23:07 Uhr
Ich schäme mich.
Trotz meines guten Vorsatzes, die letzten Kapitel Stück für Stück zu lesen und zu jedem eine Rückmeldung zu geben, habe ich es nicht geschafft. Aber mal ganz ehrlich: Du hast mein Vorhaben mit Cliffhanger um Cliffhanger aber auch ziemlich untergraben. Ich bin ausgesprochen dankbar, dass du mir geraten hast, alle in einem Rutsch zu lesen, sonst wäre ich wohl wahnsinnig geworden.

Deine unheimliche Werktreue und das Stück für Stück rekonstruierte Ende waren einfach so eng mit dem Original verknüpft, dass ich immer das Gefühl hatte, all das hätte so stattfinden können. Und so bin ich dann auch niiiieee auf die Idee gekommen, dass du uns tatsächlich ein anderes Ende schenken könntest.

Immer, wenn Light erwischt wird, habe ich Angst um ihn, und leide fürchterlich, egal, welche Variante ich sehe oder lese (habe gerade erst den Anime zuende geschaut und meine Tränen sind noch nicht ganz getrocknet, kein Witz, ist erst ein paar Minuten her). Umso schrecklicher war auch das erste deiner letzten Kapitel: Light hat Ryuuzaki geopfert und es hat ihm dennoch nichts genützt. Schlimmer als das Originalende, und dann auch noch der Verrat an seinem Vater, eine furchterregende Mischung. Ich hätte mich am liebsten hingebeamt, ihn am Arm gepackt, und ihn aus der Situation herausteleportiert.
Dann kommt Ls Geist. Kein Wunder, bei Lights Geistesverfassung. Und dann ist er doch tatsächlich echt... Ach, ich muss all das nicht wiederholen, schließlich weißt du selbst, was du geschrieben hast.
Hier nur die bemerkenswerten Dinge. Während der Auflösung, bis kurz zum Schluss, hat Ryuuzaki wirklich mein Herz gebrochen, weil auch ich wie Light geglaubt habe, nichts davon sei echt gewesen. Wäre das geschehen, hätte wohl alle Schokolade der Welt mich nicht mehr gerettet. Auch hier habe ich wieder ein Tränchen verdrückt (kann es sein, dass man mit zunehmendem Alter sentimentaler wird?).
Dann aber hast du uns doch ein Happy End spendiert. Ich bin froh, dass Ryuuzaki Kira kennengelernt, und ihn ausgefragt hat, ihn sogar als Teil von Light akzeptiert und versteht, dass er zu seiner Gesamtheit gehört. Mir ginge es an seiner Stelle ganz genauso. Sehr gut, dass du den Epilog noch eingebaut hast, denn ich dachte, dass L Light das Buch sofort wiedergeben würde, sodass Kira zurückkommen würde. Im Epilog dachte ich dann zuerst, er habe gelogen, und wolle doch das Kira-Risiko nicht eingehen. Gott sei Dank ist es anders, aber diesen Konflikt hast du dir für später aufgespart, und das finde ich noch deutlich besser, denn der ist eigentlich zu groß, um ihn zwischen zwei Geschichten zu verstecken.
Ich habe immer das Bild vor Augen, wie die zwei an Mordfällen arbeiten, und der vollständige Light hinter ihm steht und sein typisches, finsteres Siegeslächeln aufgesetzt hat. Wahrscheinlich wird er versuchen, L weichzukochen und langsam auf seine Seite bringen. Stell dir vor, L und Light würden gemeinsam als Kira arbeiten. Das wäre dann wahrhaftig schauerlich schön.
Ich fand die ganze Auflösung sehr gelungen. Textlastig, aber gelungen. Ich bin leider wahnsinnig schlecht darin Logiklöcher zu sehen, daher ist mein Urteil dahingehend wohl wenig wert, aber für mich Plothole-Blinde klang alles sehr schlüssig.
Sogar Soichiro hat noch einmal seinen Abschnitt bekommen, und die Erweiterung, die du vorgenommen hast, um Lights Weg auf die dunkle Seite der Macht zu erklären, finde ich wirklich schön. Zeigt wieder einmal, dass die DN-Charaktere für dich nicht Konzepte, sondern Menschen sind.
Und ich mochte Kiras Rede, trotz der Verzweiflung und den Wiederholugen und den teilweise unlogischen Gedankengängen. Wer kann es ihm in dieser Situation verübeln? Ich finde einfach, dass Kira eine Berechtigung hat, auch wenn alle Welt genau so reagiert, wie Light es schon gesagt hat: Brav entsetzt den Kopf schütteln. So, dann jetzt mal weg von meiner finsteren Seite.

Mein Herz hat vor Beigeisterung einen kleinen Satz gemacht, als ich gesehen habe, dass du tatsächlich eine Vortsetzung planst. Mit allem hatte ich gerechnet, nur damit nicht. Erstens natürlich, weil ich glaubte, am Ende sei L ohnehin tot, und zum anderen, weil du an diesem Monster von Story jetzt schon 6 Jahre schreibst, und ich glaubte, dass du davon sicher die Nase voll hättest.
Du hast ja schon gesehen, dass ich sofort bei deiner Umfrage mitgemacht habe, auch wenn ich sonst nichts bei Animexx schreiben konnte. Ich finde Light und Ryuuzaki sind ein tolles Paar, dass noch soooo viele zwischenmenschliche Konflikte autragen kann.
Die zwei sollten Verbrecher jagen. Ryuuzaki sollte Light vor die Wahl stellen, ob der das Death Note berühren will, was Light ja schon vor erste Gewissensbisse stellen müsste, besonders, wenn gerade alles gut läuft. Er muss sich aber zwangsweise dafür entscheiden, es zu berühren. Denn nach all den schrecklichen Dingen, die er getan hat, wäre es einfach eine zu große Gnade, diese selig vergessen zu dürfen. Und wenn er es dann getan hat, würde er ja nicht nur versuchen, L auf seine Seite zu ziehen, sondern gerade auch die Verbrecherjagd in Frage stellen, vielleicht sogar sabotieren. Ich denke da besonders daran, dass du mit dem Gedanken spielst, die zwei Dexter Morgan jagen zu lassen. Ich habe die Serie noch nicht gesehen (nehme das aber zum Anlass, das endlich zu tun), aber ich weiß, was er tut. Das ist ja gar nicht mal soweit von Kiras Gerechtigkeitssinn entfernt.... *schwärm* Was da alles möglich ist... Ich habe auch darüber nachgedacht, dass es vielleicht interessant wäre, die zwei nach BB suchen zu lassen. Dann wäre nämlich L mit einer Art finsteren Seite von sich selbst (naja, halbwegs, je nachdem, wie du es aufziehst) konfrontiert, was ein logischer nächster Schritt wäre. Auch wenn ich weiß, dass der Fall in einer korrekten Timeline schon abgeschlossen wäre. Mir gehts hier erst einmal um die Dramaturgie. :) Mehr will ich aber dazu nicht sagen, weil ich den Roman noch nicht gelesen habe. (Oh Mann, so viele Storys, so wenig Zeit! Ich wollte doch auch noch Code Geass schauen. T_T)

Das wären also die Überlegungen, die sich in meinem Kopf so überschlagen, wenn ich an eine eventuelle Fortsetzung denke. Du bist natürlich die Chefin, aber vielleicht sind die Überlegungen für dich trotzdem interessant.

Ich möchte dir noch einmal vielmals für diese Geschichte danken. Ich habe ja schon alles Wichtige dahingehend gesagt, aber um deiner chronischen Unsicherheit vorzubeugen: Du bist ein echtes Vorbild für mich geworden. Ich werde diese Geschichte noch mehrfach lesen. Du hast nicht nur Denkanstöße gegeben, sondern mich auch tief berürhrt, und sogar vielleicht ein bisschen mein Leben verändert. Mann, klingt das schmalzig, aber es ist dennoch wahr.

Ich hoffe, bald wieder etwas von dir zu hören, egal, in welcher Form.

Dornentanz

Antwort von halfJack am 04.11.2013 | 14:37 Uhr
Was habe ich gesagt? Die Handlung in den letzten Kapiteln ist so zusammenhängend, dass ich es als Leser auch blöd gefunden hätte, es nicht am Stück lesen zu können. Generell habe ich durchaus mal drei oder vier Kapitel lieber am Stück hochgeladen, damit man im Lesefluss nicht unterbrochen wird. Ich neige ja ohnehin zu komischen Kapitelenden, bei denen eine Aussage direkt im Anschluss fortgesetzt wird. Im Endeffekt ist es mir lediglich wichtig, dass man sich mitreißen lassen kann, anstatt mit Cliffhangern Kommentare zu evozieren. Man kann als Leser jederzeit eine Pause machen, wann immer man will, aber wenn es nicht weitergeht, dann kann man nur vom Autor fordern, er solle weiterschreiben. Klingt vermutlich absonderlich, ich selbst denke aber, durch Wartezeiten wird man aus dem Kontext geworfen und die Emotionen flachen bis zur Fortsetzung ab. Es ist meines Erachtens etwas anderes, wenn man sich in einem Text verlieren und richtig einfühlen kann. Darum finde ich es immer besser, am Stück lesen zu können.
Es hat schließlich etwas für sich, wenn man anstatt mehrerer Reviews aufgrund des Leseflusses nur ein einziges Feedback erhält, finde ich. Die Menge des Feedbacks ist ohnehin nicht entscheidend.
Deshalb habe ich dir diesen Tipp gegeben, denn im Grunde kann man zu den restlichen Kapiteln nicht wirklich viel sagen. Es ist eben eine Erklärbär-Auflösung, in der viele vorige Inhalte erklärt werden und eine Lösung angeboten wird, die hoffentlich schlüssig ist. Mir war es in erster Linie wichtig, alle Medien des Originals sinnvoll miteinander zu verknüpfen, Lücken zu füllen und dabei auch die Fehler im Realfilm ein wenig auszumerzen. Darin gibt es meines Erachtens nämlich einige Sachen, die ich komisch finde. Warum schleppt Misa gleich das ganze Death Note mit sich herum? Light hätte ihr doch wie im Manga sagen können, sie solle lediglich ein paar Seiten entnehmen. Das wäre weniger gefährlich und auffällig gewesen. Wie kommt L überhaupt darauf, dass Misa ihn gleich vor Ort töten würde? Wenn sie seinen Namen sieht und ihn aufschreibt, dann würde ihm das nichts anhaben können, weil er im Film seinen Namen bereits selbst eingetragen hat, in Ordnung. Aber was für einen Grund hätte sie, es sofort in der Zentrale zu tun? Warum sollte sie es überhaupt selbst tun? Light hätte ihr auftragen können, sich den Namen zu merken, dann hätten sie später eine günstige und schlüssige Situation für Ls Ermordung aussuchen können. Mit Ls Erklärung, Misa würde sicher Angst haben, kurz darauf erneut festgenommen zu werden, ergibt das ein wenig mehr Sinn. Was hat er außerdem erwartet? Was hätte passieren können? Misa hätte sein Gesicht gesehen und wäre dann gleich auf die Toiletten gerannt, um ihr Death Note herauszukramen und den Namen auf dem Klodeckel sitzend einzutragen? Sind dort etwa auch Kameras? Ebenfalls absurd war im Film die Reihenfolge von Lights Erkenntnissen. Ich habe es in meiner Fanfiction so gestaltet, dass er das Death Note von Misa als Fälschung enttarnte, als sein Vater ihm nicht gehorcht. Logisch, denn er hat dessen Namen schließlich dort eingetragen. Im Film allerdings dreht sich Light erst erschrocken um und hält das Notizbuch für eine Fälschung, als L lebend auftaucht. Warum? L wurde dort gar nicht eingetragen, sondern hätte von Rem erledigt werden sollen. Wenn es darum geht, dass L in dieses Death Note seinen Namen eingetragen hätte, er aber nicht darin zu finden war und man deshalb auf eine Kopie hätte folgern können, auch das ist Unsinn, denn L hätte noch das andere Notizbuch gehabt, um sich einzutragen. Dann noch später die Szene, als Light im Realfilm nach seiner Uhr greift, das verstehe ich auch nicht. Ist das nur ein Reflex? Ich habe ihn in 24/7 während seiner Überlegungen relativ unbedacht danach greifen lassen, aber im Film orientiert man sich einfach am Manga bzw. Anime, obwohl die Handlung an sich gar keinen Sinn ergibt. Wen wollte Light denn aufschreiben? L? Dessen Name stand doch schon längst im Death Note. Wollte er versuchen alle anderen Mitglieder auf einen Streich zu töten, mit diesem winzigen Stück Papier? Dazu fehlten Zeit und Platz auf dem Zettel. Wollte er Beweise vernichten? Wo hätte er den Zettel verstecken sollen? Die Uhr war das beste Versteck, das er hatte, die ist ja noch nicht einmal aufgeflogen, als man ihn das erste Mal festnahm, obwohl man seine persönlichen Gegenstände eigentlich genau unter die Lupe hätte nehmen sollen. Wollte er sich selbst töten? Das würde Light nicht tun. Wie ich es auch drehe und wende, dass er im Realfilm seine Uhr zu benutzen versucht, ist völlig schwachsinnig. Falls dir dazu eine Erklärung einfällt, kannst du sie mir gern mitteilen.
Versteh mich nicht falsch, ich liebe die beiden ersten Realfilme und habe sie mir schon etliche Male angeschaut. Außerdem finde ich sie besser konzipiert, weil L und Light einen finalen Kampf verdient hätten, ohne dass einer von beiden in der Mitte des Originals stirbt. Das war einfach... falsch. Es war ihr Kampf. Kira gegen L. Nicht Kira gegen irgendwelche halbgaren L-Nachfolger. Sorry, das frustriert mich bloß ungemein. Wer auch immer gewonnen hätte, das hatten sie nicht verdient. Zumindest hatte Light es nicht verdient, gegen jemand anderen als L zu verlieren. Und L hatte es nicht verdient, dass man ihm den Sieg über Kira wegnimmt.

Übrigens ist das fast das einzige richtige Happy End von mir. Normalerweise schreibe ich nie ein glückliches Ende, wobei ich natürlich hoffe, dass es nicht vollständig blumig und rosig wirkt. In der Regel lasse ich es offen oder meine Figuren sterben, meistens wird der eine vom anderen umgebracht. Im Laufe des Schreibens konnte oder wollte ich das aber nicht mehr so umsetzen. Die beiden sind mir vielleicht zu sehr ans Herz gewachsen.

Zum Schluss möchte ich dir danken, für deine Stellungnahmen, deine ausführliche Kritik und dafür, dass du dich auf 24/7 bis zum Ende eingelassen hast. Vielen, vielen Dank.
31.10.2013 | 18:26 Uhr
Hallo! *O*

Wow. Der Epilog. So episch. Für das offene Ende liebe ich dich. Es ist schwer, für eine Death-Note-Fanfic ein 'gutes' Ende zu finden, aber dir ist es wirklich hervorragend gelungen.

Was kann man sagen? Eigentlich nicht viel. Light und L scheinen Freunde und auf der Suche nach Kira zu sein und weil Light seine Erinnerungen verloren hat, ist er nicht mehr Kira, sondern hat 'nur' noch Kira-Tendenzen. Ich fand es süß, wie er das Mädchen davor abgehalten hat, das mit Schwefel besetzte Wasser zu trinken und war fasziniert davon, dass so ein netter Mensch gleichzeitig so … verrückt sein kann.

Nur: Inwiefern ist Light gutmütig? Diese Aussage Ls konnte ich überhaupt nicht nachvollziehen.

Am meisten hat mich begeistert, wie du eine Weiterführung der Geschichte angedeutet hast: Light wird herausfinden, dass er Kira war, L wird ihm das Death Note zurückgeben (wenn man seinen Worten glaubt) und dann … Tja, was dann? Es ist sehr, sehr schön, dass jeder Leser sich seine eigenen Gedanken machen kann!

Diese Geschichte ist meines Erachtens die beste im Death-Note-Fandom. Du hast dir unglaublich viele Gedanken zu ihr gemacht, du hast die Charaktere wunderbar IC dargestellt, Reviews schön ausführlich beantwortet, recherchiert … und für all das danke ich dir. Ich werde die Geschichte sicher noch oft lesen und jedes Mal wieder begeistert von ihr sein.

Vielleicht sieht man sich ja noch bei einer anderen Geschichte? ;-)
Liebe Grüße,
Tatjana

Antwort von halfJack am 04.11.2013 | 13:17 Uhr
Du fragst, inwiefern Light gutmütigt ist, obwohl du einen Satz darüber schreibst, dass er ein netter Mensch ist? *lach* Light ist hilfsbereit, idealistisch und aufopferungsvoll. Wenn er das nicht wäre, hätte er das Death Note niemals verwendet, um eine bessere Welt zu erschaffen. Er liebt die Menschen in ihrer Gesamtheit. Hinter dieser Liebe und Uneigennützigkeit treten sogar Einzelpersonen zurück, zum Beispiel seine Familie oder eben L. Er kann nicht einfach die Hände in den Schoß legen und behaupten, dass es ihm egal sei, was um ihn herum geschieht. Ohne Death Note hätte er daher ein Mitglied der Polizei werden wollen. In dieser Situation ohne Erinnerungen will er Kira fangen. Mit Death Note hingegen will er die Welt verbessern. Das liegt einfach in seiner Natur und von diesem Drang kommt er schlichtweg nicht los.

Zum Schluss möchte ich dir für deine kontinuierlichen Reviews danken und dafür, dass du dich nicht gescheut hast, Fragen zu stellen. Es war interessant für mich, zu sehen, an welchen Stellen Verständnisprobleme vorliegen. Die Antworten habe ich übrigens gern gegeben.
Und vielen Dank, dass du 24/7 bis zum Ende verfolgt hast.
31.10.2013 | 18:18 Uhr
Hallo!

Pünktlich zu Ls Geburtstag kommen hier die letzten beiden Reviews zu dieser Geschichte. Das Ende kam ungewöhnlich plötzlich und ich kann immer noch nicht glauben, dass diese Geschichte tatsächlich vorbei ist.

Ich habe fast Mitleid mit Light. Fast. Als er verzweifelt und in Wiederholungen dachte, dass L ihn niemals geliebt habe, war ich nahe dran, Mitleid für ihn zu empfinden, aber ich kann es einfach nicht.

Trotzdem freue ich mich irgendwie, dass, wenn Light stirbt, auch L sterben muss, weil Misa Selbstmord begehen würde – einfach ein genialer Konflikt. Es ist schön, dass Rem so viel Macht hat, bisher zeigte sie sie ja nicht besonders.

Und dann L und seine verrückt-genialen Pläne! Zwar habe ich nicht ganz verstanden, was er mit „Ich will Lights Existenz eliminieren“ meint, aber seinen eigentlichen Plan kann man unmöglich missverstehen: Er will, dass Light an seiner Seite kämpft! So besitzergreifend und genial, wie L ist, wird Light gewiss nie eine Möglichkeit haben, es ihm zurückzuzahlen.

Loben muss ich L dafür, dass er sowohl Light als auch Kira haben will. Wie gesagt, ist das ganz schön besitzergreifend, aber mir gefällt es, dass er sich beide Seiten zu Eigen machen will und sich nicht nur mit einer begnügt. Ob er sich wohl jemals von Light manipulieren lässt? Theoretisch wäre es ja möglich.

Die Maßnahme der elektronischen Fußfessel macht Ls Standpunkt wirklich deutlich O_O Jetzt kann Light nie wieder weg und ist gezwungen, L zu helfen … Oha. Ich finde nicht einmal Worte dafür.

Im Anschluss gleich das Review zum Epilog. Wahrscheinlich merkt man mir meine Sprachlosigkeit im Review an *lacht*
Liebe Grüße,
Tatjana

Antwort von halfJack am 04.11.2013 | 12:46 Uhr
Das Ende kam plötzlich? Ich fand eigentlich, es sei alles Wichtige gesagt worden, wobei ich sogar versucht habe, es nicht unnötig in die Länge zu ziehen. Der ganze Endpart umfasst schließlich mehrere Kapitel, viele Erklärungen und Interaktionen zwischen Light und diversen Figuren, die alle noch einmal Raum erhalten sollten. Eigentlich nahm ich an, man würde denken, es solle jetzt endlich mal zu einem Schluss kommen. Zumal ich dachte, man könne ohnehin schon vermuten, dass L Light verschont. Ich bin mir nicht sicher, ob er das auch getan hätte, wenn Rem ihn nicht dazu zwingen würde. Aber dieser Vorschlag kam ursprünglich von ihm selbst. Wahrscheinlich hätte er Light trotzdem nicht hinrichten lassen, aber die Bedrohung durch Rem war eine gute Ausrede für ihn.

Ich habe ziemlich mit Light mitgefühlt, als er zu dem Schluss kommt, L hätte ihm etwas vorgespielt. Mitleid ist zwar laut Nietzsche und einiger anderer Philosophen erniedrigend und Hohn etc., aber nichtsdestotrotz mag ich Light sehr. Wirkt er etwa unsympathisch, nur weil man Kira so deutlich bei ihm erkennt? Ich kann ihn einfach nicht nicht mögen.

Misa würde nicht unbedingt Selbstmord begehen, wenn Light stirbt. (Im Realfilm hat sie das gar nicht getan.) Oder zumindest könnte man diesen Selbstmord dann schon jetzt in ihrer Lebenszeit erkennen. Es bestünde nur die hohe Wahrscheinlichkeit, dass sie es tut, wenn Light durch das Death Note stirbt, wie es im Manga und Anime schließlich auch geschieht. Das Death Note ist eine Möglichkeit, in die natürliche Lebensspanne eines Menschen einzugreifen, direkt oder indirekt. Man kann die Lebensspanne eines anderen verlängern, indem man jemanden tötet, der dessen Leben bedroht. Man kann sie aber auch verkürzen, wenn man jemanden tötet, dessen Leben für das Überleben eines anderen notwendig ist. Würde Light hingerichtet werden, durch Menschenhand, nicht durch das Death Note, dann dürfte sich an Misas Lebenszeit rein gar nichts ändern. Sie würde sich nicht umbringen, wenn sie das in der vorgegebenen Zeit nicht ohnehin getan hätte. Rem wirkte im Manga nicht so, als könne sie bei Misa eine sonderlich kurze verbleibende Lebenszeit erkennen. Sie tötet L, weil sie einerseits befürchtet, Misa könne im Gefängnis landen, andererseits drohte mit der Überführung auch ein Einsatz der Notizbücher. Man hätte Misa oder Light den eigenen Namen in das Death Note schreiben lassen können oder etwas ähnliches hätte passieren können, was eine unvorhergesehene Veränderung herbeiführt. Es hätte demnach gereicht, Rem zu versichern, man würde bei Lights Hinrichtung keine Notizbücher benutzen. In meiner Vorstellung hat L ihr das sogar als Option unterbreitet, woraufhin Rem aus ihrer Verschwiegenheit heraus eine knappe Bemerkung dazu fallen ließ, dass Kira von seinem eigenen Todesgott getötet werden könnte, wenn er versagt. Das wiederum hat L dazu veranlasst, Ryuk auf diesen Sachverhalt später anzusprechen und ihn zu bitten, Light zu verschonen, er könne dann in der Menschenwelt bleiben, Äpfel bekommen und beobachten, was weiterhin geschieht. Ich glaube, es war sogar eine festgesetzte Regel, dass jener Mensch, der das Death Note eines Todesgottes zuerst berührt, nachdem es Teil der Menschenwelt geworden ist, von ebendiesem Shinigami, von dem er fortan besessen ist, aufgeschrieben werden muss, bevor der Todesgott in seine Welt zurückkehrt. Da bin ich mir jetzt aber nicht so sicher. Vielleicht hat Ryuk das auch nur für sich selbst festgelegt. Ein Todesgott soll offenbar den Tod des Notizbuchbesitzers verfolgen und dann dessen Namen in sein eigenes Death Note schreiben, bevor er in seine Welt zurückkehren darf. Er kann den Besitzer natürlich auch gleich selbst aufschreiben, insofern er ein eigenes Heft besitzt. Na ja, L hätte das alles nicht wissen brauchen. Ryuk hätte Light auch so verschonen können. Weil es nicht nötig war, das alles auch noch einzufügen - man kann sich als Leser seinen Teil schließlich denken - habe ich es lieber gleich weggelassen, um den Abschluss nicht noch mehr in die Länge zu ziehen. Er ist ohnehin schon textlastig genug.
Jedenfalls ging es Rem nicht darum, dass sich Misa umbringen könnte, sondern um deren Wohlbefinden. Sie wollte Misa nicht unglücklich weiterleben lassen.
Ich finde es auch gut, dass Rem mal ihrer Position als Todesgott gerecht wurde, aber die Einschränkungen sind trotzdem gegeben. Das eine Death Note ist gerade dem Anschein nach herrenlos, gehört aber zu Ryuk. Das zweite wird nach dem Tausch ebenfalls Ryuk gehören. Wenn es L danach besitzt, darf Rem ihn nicht töten, nicht einmal, wenn sie dafür die Welt der Todesgötter verlassen würde. Sie müsste schon selbst ein Death Note fallen lassen und das darf nicht ihr eigenes sein, weil es ihr nicht gestattet ist, dieses wegzugeben.

Dass die Existenz von Light eliminiert wird, ist auf seine Einbindung in die Gesellschaft bezogen. Light wird zuerst als verschollen gelten, später womöglich sogar offiziell für tot erklärt. Seine Familie wird, abgesehen vom Vater, denken, dass er durch die Verwicklung in den Kira-Fall ums Leben kam, ähnlich wie Naomi Misora von Kira manipuliert wurde. Soichiro hingegen geht davon aus, sein Sohn sei verhaftet worden und würde irgendwann hingerichtet werden, ohne dass er je etwas davon erfährt. Für seine Familie, für die Außenwelt ist Light damit gestorben. Außer Misa wird er niemanden von ihnen je wiedersehen. Darum eliminiert L quasi seine Existenz.
Im Grunde macht L hier fast das Gleiche, was Light im Original mit ihm gemacht hat.
30.10.2013 | 18:27 Uhr
Hallo,

ich bin gerade unglaublich froh, dass die Geschichte so ein Ende gefunden hat, wie ich es gehofft habe, auch wenn ich nie damit gerechnet hätte.
Du hast es aber auch ganz schön spannend gemacht. Erst denkt man L stirbt, dann scheint alles darauf hinauszulaufen
das Light hingerichtet wird und im Endeffekt kommt doch alles anders. Worüber ich verdammt froh bin. Das Ende ist dir perfekt gelungen.
Besonders spannend fand ich in den letzten Kapiteln zu sehen wie L und Light miteinander interagieren nachdem Light als Kira entlarvt wurde.
Und wie L auf Kira reagiert. Ich fand deine Beschreibung davon sehr gelungen. Am meisten hat mir gefallen, als L sagte er wolle alles von Light auch Kira.
Ich finde, nach diesem Ende wird es jetzt nochmal richtig spannend, denn wie du selbst ja schon geschrieben hast, bietet dieser Abschluss natürlich
viele Möglichkeiten für eine interessante Fortsetzung. Wie wird Ls und Lights Beziehung sich jetzt entwickeln?
Was passiert, wenn Light seine Erinnerung zurück erhält? Einerseits fände ich diese Situation wahnsinnig spannend, andererseits wird es für die
beiden dann ganz schön kompliziert.
Im Manga war es ja so, dass Light zwar vergessen hat das er Kira ist, aber sich dennoch an das meiste erinnern konnte was während seiner Zeit als Kira
passiert ist. Das heißt er müsste ja noch wissen, dass er mit L geschlafen hat und seine Gefühle sind sicher auch nicht verschwunden. Das finde ich ziemlich
interessant, weil sich mir auch in Hinblick auf die Fortsetzung die Frage aufdrängt wie er jetzt ohne das Wissen darum Kira zu sein mit dieser Situation umgeht.
Insgesamt war diese Geschichte wirklich genial und ich freue mich wie verrückt, dass du eine Fortsetzung planst.

LG

shiori03

Antwort von halfJack am 03.11.2013 | 16:52 Uhr
Ich hätte anfangs auch nicht damit gerechnet, dass es mal so enden wird, denn ursprünglich sollte es in meiner ersten Version mit "Halbes Ende" aufhören und in meiner zweiten mit "Quo vadis?", woraufhin sich das jetzige Ende nur schrittweise herauskristallisierte. Ich habe mir viel Mühe gegeben, etliche Male die Mangas gelesen und die Shinigami-Regeln rauf und runter studiert, damit alles so schlüssig, nachvollziehbar und vor allen Dingen sinnvoll wie möglich erscheint, ohne zu sehr vom eigentlichen Ende abzuweichen. Trotzdem wollte ich, dass man den Abschluss im Kopf behält, als L vermeintlich stirbt. Bis zu diesem Punkt entspricht nämlich alles, was ich geschrieben habe, meiner emotionalen Vorstellung von Death Note. Man könnte sich durchaus denken, dass sich die Beziehung zwischen ihnen vielleicht wirklich so entwickelt hat. Oder man malt sich aus, Lights mentaler Zustand und Niedergang entspräche dem Dargestellten lediglich in Bezug auf eine rivalisierende Freundschaft. So oder so, ich bin der Meinung, von diesem Augenblick an hat Light tatsächlich den Verstand verloren und hätte kaum mehr die gutmütige Seite seines Plans in die Tat umsetzen können, weil er sich zu sehr selbst zerstörte. Auch wenn ich seine Idee richtig finde, macht er sich mit ihr kaputt. Das finde ich am traurigsten an der gesamten Serie.

Danke jedenfalls für deine Reviews und die Teilnahme an meiner Umfrage. Es wird ein wenig dauern, bis ich weiterschreibe. Falls du irgendwann das Interesse verlieren solltest, so hat es mich trotzdem gefreut, dass du 24/7 bis zum Schluss gelesen hast. Vielen Dank.
27.10.2013 | 23:46 Uhr
Wohin gehst du, Geschichte?

Deinem Wunsch entsprechend habe ich nach diesem Kapitel einen Halt eingelegt (was viel, viel Disziplin erfordert), und warte auf die letzten Kapitel. Wobei ich mich ernsthaft frage, was da noch so kommen soll.
Egal ob Manga, Anime oder Film, nie darf L gewinnen. Es ist geschehen wie erwartet, und in mir hat sich, nach dem Toben und Brausen der vorangeganenen Kapitel eine bittersüße Stille breitgemacht. Sie erinnert mich an das Piepen, dass Light im Anime nach Ryuuzakis Tod im Kopf hatte. Was zu sagen war, wurde gesagt. Alle Kämpfe ausgefochten und verloren. Der Ton des (für mich vorerst letzten) Kapitels beinahe nüchtern und sachlich, wie ausgepumpt.

Die vorangegangene Sexszene war wohl so ziemlich die schmerzlichste, die ich bis dato gelesen habe. Mehr kann man kaum sagen.
Die Uhr war für mich ein tragendes Element hier. Denn, obgleich man beim Sex immer nackt ist, hat die mir das Gefühl vollkommener Nacktheit gegeben. Nicht nur Schutzlosigkeit, sondern auch eines bereitwilligen sich Bloßstellens. Um so schlimmer, dass Ryuuzaki dieses Symbol auch noch küsst, denn andererseits ist er ja mit dieser Aufmerksamkeitszuwendung auf genau diesen Gegenstand, der Abwendung des Unglückes, das gefolgt ist, so nahe. Übrigens der bisher erschreckenste und spannendsten Moment war, wie Ryuuzaki sie Light abnimmt. Ich habe zuerst geglaubt, er würde jetzt das Geheimfach entdecken, und war begeistert und entsetzt zugleicht. Damit dürften meine Gefühle wohl nahe an Lights dran sein.
Dass Light sie einfach dort liegenließ, und Ryuuzaki in seiner Intelligenz und seinem Spieltrieb sie nicht genau genug angesehen hat, um den Mechanismus zu entdecken, könnte man schon fast als Logiklücke auffassen. Ersteres könnte einem inneren und gut verborgenen Wunsch von Light entspringen, L möge ihn doch noch aufhalten, aber letzteres kann ich nur mit der Ausnahmesituation, in der L sich befindet, erklären. Ich habe so sehr gehofft, dass er es entdeckt hätte, besonders, als er Light sagte, dass dieser verlieren würde, es war zum Schreien.
Mir fällt auf, wie oft sich beide in diesen Kapiteln entschuldigen oder um Verzeihung bitten, obwohl Ryuuzaki doch betont hat, dass ihm Entschuldigungen doch angeblich nichts wert sind. Hat er das damals aus einer rein aggressiven Defensivposition heraus gesagt, obwohl er in Wahrheit anders darüber denkt? Oder ist seine Beziehung zu Light die einzige, die so beschaffen ist, dass es seiner Meinung nach doch wertvoll ist?

Ich habe mich ein bisschen gefreut, dass Light in Ryuuzakis letzten Momenten noch mit ihm spricht. Ich war im Manga froh, dass L wenigstens mit seinem letzten Atemzug in Erfahrung bringen durfte, dass er die ganze Zeit über Recht hatte, umso schlimmer fand ich es, dass das im Anime nicht so deutlich wurde (habe das jetzt mal nachgeholt, um die Lücke vor den letzten Kapiteln zu füllen).
Da hier ja die Beziehung zwischen den beiden noch so, so viel stärker hervorgehoben wird, war es für mich wichtig, dass die beiden wenigstens noch ein letztes, ehrliches Wort miteinander gesprochen haben. Wenigstens hier konnte Light ehrlich sein. Andererseits war mir auch sehr mulmig zumute dabei, wie gedankenlos er dort handelt. Er hat sich überhaupt nicht mehr unter Kontrolle, sonst hätte er doch ahnen können, dass L, der ja offensichtlich so sehr mit seinem Tod gerechnet hat, dass er sogar seinen Herzschlag kontrollieren lässt, alles verwanzt hat (davon gehe ich jetzt mal zumindest stark aus). Er hat gestanden, ziemlich offen.
Wie gesagt, für die Beziehung der beiden und deren Abschluss finde ich es gut. Aber mein für Light schlagendes Herz schmerzt dabei.

Was wird jetzt kommen? Das Leben ohne L? Eine Überführung von Light, und damit doch eine Abweichung vom Kanon? Das würde mich stark überraschen. Und ich wünsche es Light nicht. Durch Ls Tod hat er schon zu viel verloren, dieses Opfer darf einfach nicht umsonst gewesen sein.
Ich würde so gerne schon jetzt weiterlesen. Bitte, bitte, spann mich nicht mehr zu lange auf die Folter. Bei den letzten Kapiteln werde ich wohl zu jedem einzelnen etwas schreiben. Bis dahin,
Dornentanz

Antwort von halfJack am 03.11.2013 | 12:06 Uhr
Es ist schwierig, auf diesen Kommentar zu antworten, in Anbetracht der Dinge, die dann noch passieren. Ich bin wirklich, wirklich froh, dass bisher jeder erwartet hat, L sei tot. Das war mir sehr wichtig, damit man Lights spätere Verwirrung und das Zweifeln an seinem eigenen Verstand nachvollziehen kann. Das Piepen des EKGs habe ich im ersten Kapitel der letzten Auflösung extra penetrant und für Light nervenzehrend eingebaut wie ein hämmerndes Schuldeingeständnis.
Die Sexszene kurz vor Ls vermeintlichem Ableben ist ein Konstrukt, wie du sicher mitbekommen hast. Die Situation ist insgesamt zu absurd, um so etwas zuzulassen, aber gerade dadurch wird es umso schmerzlicher. Innig, sicherlich. Aber nicht erotisch, zumindest nicht in erster Linie. Sex geht auch ohne zwischenmenschliche Gefühle. Man muss jemanden nicht lieben, um mit ihm zu schlafen, genauso wenig wie man mit jemandem schlafen muss, wenn man ihn liebt. Eigentlich mochte ich es nie, in den Reviews von "Trieben" zu lesen. Triebe kann man auch an der nächsten Straßenecke mit der erstbesten Professionellen ausleben. Irgendwo habe ich mal die Definition gehört, Sex sei die körperliche Auslebung der mentalen Leidenschaft füreinander. Genau das wollte ich rüberbringen, anstatt über Triebbefriedigung, Selbstbestätigung oder Unterwerfung zu schreiben. Ich habe versucht mehr zu vermitteln als das.
Für Sex muss man außerdem nicht nackt sein. Es würde reichen, die "wichtigen" Stellen zu entblößen. Doch auch das war für mich in dieser Szene wichtig. Die beiden tragen nicht einmal Socken. Okay, L trägt nie Socken, aber es dürfte klar sein, was ich meine. Das alles ist sehr intim und entwaffnend gemeint, auch in Bezug auf die Uhr. Auf der anderen Seite, mit dem Wissen, was noch geschieht, muss L seinem Freund natürlich die Uhr abnehmen, um vielleicht die Chance zu haben, später auf sie zurückzugreifen. Ein unerwarteter Glücksfall. Sonst hätte er Light sicher resoluter aufgehalten, als dieser schließlich flieht. L küsst die Uhr wegen der Assoziation zu Light, weil sie das Einzige ist, das er in diesem Moment von Light erreichen kann. Andererseits küsst er sie jedoch ebenso aus Dankbarkeit. Dieser Umstand macht die folgenden Geschehnisse nämlich einfacher.

Im zweiten Realfilm ist es ebenfalls so, dass L und Light noch ein paar Worte miteinander wechseln. Weil ich sie gleichermaßen, erst recht wegen der enger geknüpften Beziehung, etwas austauschen lassen wollte, auch wenn es nicht viel ist, habe ich mir das zum Vorbild genommen. Ob Light allein anhand dieser oder jener paar Worte hätte überführt werden können, bezweifle ich. Vielleicht hat er sogar so leise gesprochen, dass man es gar nicht hätte hören können. Zudem muss er nach seinem Wissensstand lediglich seinen Vater dazu bringen, das Death Note auszuhändigen. Watari hätte tot sein sollen und sonst war niemand weiter in der Zentrale. Für Light ist es ein Leichtes, die Videoaufnahmen zu löschen oder zu ersetzen. Er hätte behaupten können, Kira hätte alle drei Männer umgebracht. Entweder wären die Polizisten darauf hereingefallen und Light hätte wiederum Ls Position einnehmen können oder er hätte die restlichen Polizisten eben auch noch aus dem Weg geräumt.
26.10.2013 | 11:51 Uhr
26.10.2013, 11:28 Uhr

Ende Kapitel 52

Soooo viele Kapitel, so wenig mabe ich von mir hören lassen. Hatte ich nichts zu sagen? Natürlich, aber noch lieber wollte ich einfach nur lesen.
Seit gestern hat die Melancholie deiner Worte wohl auch mein Innerstes erreicht, auf jeden Fall hat sie sich auch in meinen Träumen breit gemacht. Die Fiebrigkeit, die mich zwischenzeitig ereilt hatte, ist einer eiskalten Ertarrung gewichen.

Ursprünglich hatte ich den Manga gelesen, und dann in den Anime reingeschaut. Allerdings nur bis Folge 15, da ich keine großen Unterschiede gesehen habe und die Druckform bevorzuge, habe ich an diesem Pnkt nicht weitergeschaut, weil ich jemanden haben wollte, mit dem ich es wenigstens gemeinsam sehen kann.
Aber schon mehrfach wurde hier in den Kommentaren von "dieser Dachszene" gesprochen, also habe ich, noch bevor ich Kapitel 52 gelesen habe, die erste Viertelstunde der 25. Episode nachgeholt. Was mir eindeutig gezeigt hat, dass ich doch den Rest sehen sollte. Meine Güte, fällt diese ganze Folge aus dem Rahmen. Endlich verstehe ich, warum überhaupt so viele Fans auf die Idee kommen, die beiden zu verkuppeln. Schon beim vorherigen schauen hatte ich das merkwürdige Gefühl, das all das merkwürdig zusammengeschnitten ist, und die wichtigsten Teile fehlen, und habe mich dann umso mehr auf dein Kapitel gefreut. In diesem Kontext und mit Ergänzungen ergibt es so viel mehr Sinn, ganz besonders der Fußmassage-Teil. Der Anime lässt einen da mit einem recht deutlichen WTF-Gefühl zurück, da fällt mir auch leider kein eloquenterer Ausdruck ein. Aber auch die Tatsache, dass Light nach Ryuuzaki auf dem Dach sucht, als wäre es das normalste der Welt, die Tatsache, dass Ryuuzaki bei Watari vorbeischaut, oder Lights eigentümliches Verhalten. Die Episode für sich genommen ist da ein großes Rätsel.

Überrascht hat mich, dass du geschrieben hast, dass die anderen FF, die du gelesen hast, und sich damit befasst haben, sich nicht mit der Fußwaschung im religiösen Kontext oder den Todesglocken auseinandergesetzt haben. Diese beiden Verweise sind so starke, symbolträchtige Bilde, dass einem sich diese Deutung ja nahezu aufdrängt, und die auch anders wenig Sinn ergeben.

Du hast übrigens wirklich gute Arbeit geleistet. Bisher hatte ich Angst vor Ls Tod, aber jetzt fühle ich mich bereit, das durchzustehen. Die letzten Kapitel waren ein wenig so, als treibe man in einem Meer, und sehe auf eine immer näher kommende, riesige Welle, die auf einen zurollt. Ich hatte jetzt genug Zeit, tief Luft zu holen, damit mir beim Abtauchen gleich nicht die Puste ausgeht.

Spätestens am Ende des letzten Kapitels werde ich mich noch einmal melden, vielleicht auch zwischendrin. Ich muss mich schon mal entschuldigen, der Lesedrang ist einfach zu groß, es ist schwer erträglich, abzubrechen um eine Nachricht hier zu lassen. Wie soll das nur nach Kapitel 60 werden...?

Dornentanz

Antwort von halfJack am 02.11.2013 | 22:55 Uhr
Eben, mir kommt die Folge "Stille" auch zusammengewürfelt und unpassend vor, obwohl sie wirklich toll ist, ein wenig anders als der ganze Rest, eher surreal, aber auch melancholisch. Natürlich wollte ich diese Atmosphäre nicht verlieren, all das neu Eingefügte, was noch übrig geblieben ist, als sich die Macher einen "würdigen" Abgang und eine stärkere Verbindung zwischen L und Light gewünscht haben. Denn das ist es meines Erachtens. L war und ist wahnsinnig beliebt. Es ist ohnehin merkwürdig, dass eine Hauptfigur (Light) als Antagonist konzipiert und charakterlich so vielschichtig ist, dass viele keine Sympathie mehr für ihn empfinden können. L dagegen in der Mitte zu töten, stieß auf Empörung und Abneigung. Im Film ließ man ihn gewinnen. Man schrieb sogar Bücher über ihn und schenkte ihm einen weiteren Kinofilm. Man hätte stattdessen, rein theoretisch, auch im Manga die Lücke von mehreren Jahren füllen können, die zwischen dem Tod von L und dem Auftauchen seiner Nachfolger vergeht. Warum hat man es nicht getan? Weil niemand noch mehr über Light lesen wollte, außer seine immer und immer wieder erfolgende Niederlage ganz am Schluss jeder Variante von Death Note?
Jedenfalls wollte ich diese Animefolge, die ich so absonderlich finde und doch so sehr mag, auf sinnvolle Weise in die Gesamtsituation der Handschellenzeit einbinden.
25.10.2013 | 14:59 Uhr
25.10.2013, 14:06 Uhr

Ende Kapitel 45

Eigentlich habe ich mir ja angewöhnt, in Abständen von drei bis vier Kapiteln zu schreiben. Aber der Countdown nähert sich dem Ende, und ich zittere mit jedem Kapitel vor Ryuuzakis Tod. Und wenn es dann soweit ist, könnten die zuvor gelesenen Kapitel in den Hintergrund treten. Besonders das Kapitel Dissoziation hat aber den ein oder anderen Kommentar verdient.

Ryuuzakis Zustand ist desolat. Auch die neckische, kleine Anspielung mit der Erdbeere kann nicht darüber hinwegtäuschen, wie ausgezehrt er ist, und Light wirkt nahezu katatonisch.
Je mehr er lächelt, desto schlimmer wird es. Übrigens schön, dass du das aufgreifst. Scherzhaft kursieren im Internet ja Kommentare, Lights Lächeln könne Hundewelpen töten, aber irgendwo ist da wirklich was dran. Wenn er lächelt, ist die Situation schlimm, und wenn er mal richtig lacht, dann weißt du, das gerade Lebenswelten zu Schutt und Asche zerfallen sind.
Der Rest der Polizeieinheit wirkt auf mich nur noch wie eine Pappkulisse, bestenfalls, meist sogar eher ärgerlich. Wie sie sich in diesem inszenierten Drama gefügig in ihre Statistenrolle begeben, ohne auch nur jemals auf die Idee zu kommen, auszubrechen. Auf Soichiro habe ich sogar mittlerweile einen richtigen Groll entwickelt, aber dazu später.

Dem Gesprächsthema von Light und Ryuuzaki konnte ich dieses mal so gut wie gar nicht folgen, aber ich hatte auch nicht das Gefühl, dass die beiden besonders ernsthaft bei der Sache waren. Das übliche Geplänkel, bis der Ermittlungstag vorbei ist. Erschreckend, wie sie ihre Zeit verschwenden. Sehr interessant, dass Light glaubt, Ryuuzaki würde dieses Theater "mitspielen" - als ginge dieses nur von ihm aus! L braucht es doch selbst genauso sehr, sonst würde er sich so etwas nicht hingeben. Sieht Light das nicht, oder will er es nicht sehen?
Beim Thema "L ist nicht das, was ich bin, sonder das, was ich tun kann." dachte ich zuerst, der Mensch, von dem Ryuuzaki redet, sei Kira. Erschreckend, dass ich so eine Verbindung herstelle, wo er doch von dem Sprecher als jemandem redet, der sich für die Menschheit aufopfert. Das lässt wohl bei mir tief blicken - ist anscheinend aber auch eine von ihm beabsichtigte Botschaft an Light, die einen viel bittereren Humor beinhaltet, als oberfächlich zu erkennen ist. Denn irgendwo ist Superman schon eine Witzfigur. Wenn Light den gleichen Gedanken hatte wie L, dann müsste ihm dies die Lächerlichkeit von Kiras Größenwahn vor Augen führen.

Dieser ganze Abschnitt hat mich traurig gemacht, aber statt jetzt die Last von den Schultern deiner Leser zu nehmen, ziehst du die Daumenschrauben in diesem Kapitel nur immer weiter an. Zum Glück habe ich neue Schokolade.

Wahn-Ryuk, ich nenne ihn mal Kira-unmasked, ist wirklich furchteinflößend. Ich verstehe nur zu gut, dass Light sich danach sehnt, sich ihm nach Ryuuzakis Tod hinzugeben. Nicht nur als Selbstbestrafung, sondern weil dies das einzig Ehrliche hinter den Automatismen und Masken ist, das ihm bleibt.
Und wie schön Light sich danach den Freudschen Fehlhandlungen hingibt, von denen L im genau gleichen Moment redet, witzig, witzig... Wie wenig Kontrolle er noch hat...
Und dann kommt der richtige Ärger. Soichiro bringt mich so auf die Palme, dass es nicht mehr gesund ist. Das kann nichts mehr mit Bindheit zu tun haben, das ist doch wissentliche Ignoranz! Und damit ist es ja schon fast fies, wie er dann auch noch von Ryuuzakis "Ausgelassenheit" redet, und ihm vorwirft, das Ideal aus den Augen zu verlieren. Ich hätte ihm wohl eine gescheuert. Aber bei dieser Aussage kam mir auch Kira durch Soichiros Worte sehr ertappt vor. Warum hat er Rem nicht schon längst gesagt, was sie zu tun hat? Das er es selbst tun will ist doch nur ein vorgeschobener Grund. Er könnte es schon lange nicht mehr.

Und wieder ein Witz, dieses mal von L. Hört doch auf damit, es zerreißt einem wirklich das Herz.
L benutzt seinen Namen, um Light aus der Schockparalyse zu reißen. Ich weiß noch, wie bitter ich es fand, dass er im Manga nie genannt wurde. Wie viel bitterer ist das für Light? Das erinnert mich an "Der Name der Rose". Andererseits würde er, wüsste er den Namen, auch die Ausrede verlieren, die ihm als letztes übrig bleibt, L am Leben zu lassen. Hätte Ryuuzaki es tatsächlich getan... das wäre zu viel gewesen. Ich hätte vermutlich erst mal zwei Stunden Lesepause einlegen müssen.
Außerdem beschäftigen mich diese eingeschliffenen Floskeln, mit denen Light sich Ryuuzaki entzieht. "Wir haben noch was zu tun, müssen noch Kira fangen, etc." Das ist kein Humor mehr, sondern finsterster Zynismus. Aber wahrscheinlich kann Light einfach nicht mehr ohne die dicke Maskenschicht, die er trägt. Sagte Kira-unmasked nicht sogar, dass, sollten ihm die Masken abgenommen werden, auch der Rest mit abgerissen würde?

Ein Blick auf die folgenden Kapitelnamen (jaja, ich spoiler mich selbst), zeigt mir, dass in den so wenigen verbleibenden Stunden wohl noch viel geschehen wird. Das beruhigt immerhin meine Angst, dass es schon im nächsten Kapitel so weit ist. Ich frage mich, wo du aufhören wirst... Letztendlich gibt es selbst nach Ls Tod noch eine Geschichte zu erzählen.

Dissoziation ist übrigens eines der Kapitel, in dem die Tragik bisher am stärksten... ähm... zum tragen gekommen ist (klingt irgendwie doof, aber es ist so). Sehr, sehr starkes Kapitel in einer ohnehin schon enorm starken Geschichte. Welches ist eigentlich dein Lieblingskapitel?

Dornentanz

Antwort von halfJack am 02.11.2013 | 19:35 Uhr
Den Groll Soichiro gegenüber kann ich gut nachvollziehen. Es ist für mich aber eher ein milder, trübsinniger Groll, weil ich Lights Vater sehr mag und er für mich das Abbild von Gerechtigkeit und Gutmütigkeit ist. Weder Light noch L erfüllen diesen Aspekt, auch wenn ich auf Kiras Seite bin und L häufig im Denken zustimme.
Der Rest des Ermittlungsteams sollte in "Dissoziation" tatsächlich wie Beiwerk eines Theaterstücks wirken. Ich mag deine Umschreibung einer Pappkulisse. Das trifft es ziemlich gut.

Bei dem Gesprächsthema, das nur nebensächlich ist, geht es um Vermittlung und Bedeutung von Worten und dass jede Aussage interpretierbar ist. Das wiederum passt zu dem, was L später über Performativität erzählt. Deine Interpretation ist natürlich korrekt. Obwohl das Gesprächsthema absichtlich übertrieben und nebensächlich ist, soll der Inhalt darauf hindeuten, dass sich hinter Worten mehr verbirgt und dass einen das Verhalten eines Menschen häufig täuschen kann, wie eben das Fehlverhalten, die antrainierte, fast schon ungewollte Dissoziation von Light. Ich glaube, L kann da ebenso wenig anders.

Sehr gut, dass du an Kira gedacht hast! Wahrscheinlich kann man bei einer Person, die sich ohne Identität für die Menschheit aufopfert, um Gutes zu tun, nur als Kira-Anhänger an ihn denken. Schade eigentlich. Dabei ist er wirklich beinahe ein typischer Superheld. Wie L.

Als Light sagt, sie hätten noch einiges zu tun, versucht er sich selbst ins Gedächtnis zu rufen, dass er als Kira nicht zweifeln darf. Natürlich wirkt das in diesem Kontext so, als würde er die Arbeit am Fall meinen, aber häufig sind seine Aussagen nicht gelogen, sondern einfach nur in einem anderen Kontext (als dem offensichtlich vorgeschobenen) wahr.

Mein Lieblingskapitel...? Ist im ersten Teil "Im Namen Gottes", weil ich mir dabei viel Mühe gegeben habe. Am emotionalsten im ersten Teil finde ich "Kaltes Wasser". Der Abschluss von "Halbes Ende" hat mich auch viel Mühe gekostet. Im zweiten Teil ist "Letzte Aufgabe" sehr gefühlslastig. Aber am allermeisten mag ich "Sinn im Wahn", sowohl wegen der Mühe als auch wegen der Emotionalität. Das ist jedenfalls schwierig zu beantworten.
24.10.2013 | 02:02 Uhr
24.10.2013, 01:12

Ende Kapitel 43.

In diesem Abschnitt hätte ich am liebsten am Ende jedes Kapitels etwas geschrieben, und wollte doch gar nichts schreiben, sondern immer nur weiter lesen, lesen, lesen.

Lights Geständnis am Ende eines der vergangenen Kapitel hat mir fast die Luft aus den Lungen getrieben. Selbst, dass er es sich am Anfang des nächsten schöngeredete hat, ändert gar nichts, und das wissen beide, sonst wäre das folgende nie in dieser Intensität geschehen. Damit hat L ja was er will, was ihm so recht uns so unrecht zugleich sein dürfte. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie es ist Sexualität mit einer Person zu teilen, von der ich weiß, dass sie so zerstörerisch ist. Was gibt es schöneres, schmerzhafteres, privateres, aufregenderes, und das an einem so finsteren Abgrund.
Und Light fragt sich ernsthaft nach dem Grund für Ryuuzakis Aufregung?

Der Abschnitt in dem Light ganz klar und für sich selbst seine eigenen Beziehungen zum Rest der Welt bespricht, hat mich ein wenig erschrocken, nicht um seinetwillen, sondern weil mir der Gedanke an diese Entfremdung nur allzu bekannt vorkommt, damit einhergehend kann ich den Drang nach Beherrschung und Unterwefung zwischen den zweien nur umso besser verstehen.
Wer wünscht sich nicht, den einen Menschen, der auf seinem Niveau hinter diese Fassade blicken kann und will, und einen gerade für all das, was wir verabscheuen, schätzt (wahrscheinlich wünschen sich das tatsächlich weniger Menschen, als ich glaube). Ein Ideal, das zu schön ist, um wahr zu sein, und welches mir bei seiner Beschreibung leider etwas vor Augen führt, das ich, zusammen mit dem Wunsch eine Superheldin zu werden, vor langer Zeit irgendwo begraben habe und lieber nicht ausbuddeln möchte.

Mich wundert es gar nicht, dass sich die Beziehung zwischen den beiden nach Kiras Rückkehr so dramatisch intensiviert hat, aber das habe ich ja schon zuvor ausführlich geschrieben.

Und - ha! - dieses mal habe ich einen Kritikpunkt! >In dieser Position war es für L leichter, einen seiner benetzten Finger so vorsichtig in Light hineinzuschieben, dass dieser es in seiner Umnachtung kaum mitzubekommen schien.< Also... wer das nicht mitbekommt... wirklich, dass sollte er mitbekommen, egal wie groß die Umnachtung ist. :D

Übrigens hier noch einmal Hut ab vor deiner Fähigkeiten, lange, ausgedehnte Sexszenen zu schreiben, die voller Konflikte stecken, und mir klar machen, was an Slash gut ist: Die Gleichwertigkeit der Partner verhindert vollkommen jegliches Abrutschen in abgenutzte Rollenklischees und gibt allen Beteiligten den gleichen Handlungsspielraum. Sogar Gewalt ist in so einer Konstellation viel einfacher zu vermitteln, womit man das Konfliktpotential noch einmal erhöhen kann. Eigentlich sollten wir doch mittlerweile emanzipiert genug sein, sodass das auch in gegengeschlechtlichen Paaren möglich sein müsste. Traurig.
Light fragt sich, ob sich Rache tatsächlich so anfühle... Meiner Meinung nach mit einem ganz klaren 'Ja' zu beantworten, ohne großes Wenn und Aber. Aber nicht nur Rache fühlt sich so an, das ist das einzig Schwierige an der Fragestellung.
Auch das Ende, Lights Umschalten auf diese kalte Pseudofreundlichkeit und kranke Normalität, mit der er von Misa anfängt und alles banalisiert, ist einfach schlecht, verletzend und richtig, die meiner Meinung nach brutalste Szene bisher.
Damit hat diese Geschichte eine emotionale Komplexität erreicht, die mich meiner Worte beraubt.

Akute Schwere liegt auf meinen Augenlidern. Als ich noch klein war, habe ich immer zu meiner Mutter gesagt: Ich bin noch gar nicht müde. Nur meine Augen sind müde. Dennoch rät mir meine Vernunft, mich ins Bett zu verabschieden, was mir umso schwerer fällt, weil ich nicht weiß, wann ich weiterlesen kann. Und das gerade jetzt... von wegen, wenn es am schönsten ist, soll man aufhören! Wer erfindet eigentlich immer diese bescheuerten Sprichwörter?

Dornentanz

Antwort von halfJack am 24.10.2013 | 17:16 Uhr
Spätestens jetzt hätte ich Abneigung erwartet, du hast schließlich geschrieben, dass du Slash und explizite Szenen nicht magst bzw. nicht liest. Du wirst dich vielleicht wundern, aber in den meisten Fällen mag ich das auch nicht. Gerade diese anatomischen Umschreibungen interessieren mich nun wirklich nicht. Wenn ich so etwas in einem Text lese, denke ich mir immer: Danke, zu viel der Informationen. Darauf kann ich echt verzichten.
In 24/7 schreibe ich zum ersten Mal wirklich ausführliche Sexszenen. Auch das war nicht geplant. Es hat sich einfach ergeben, weil ich mit der Zeit zunehmend mit den beiden Figuren mitleide und dabei eine noch stärkere Sympathie für L und Light entwickelt habe. Überraschenderweise haben die beiden füreinander ebenso stärkere Gefühle entwickelt als geplant. Deshalb war es mir auch so wichtig, diese unerträgliche Verbindung auf intime Weise auszuarbeiten. Es geht mir gar nicht unbedingt um Erotik, sondern wirklich um die emotionale Abhängigkeit, die sie sowohl positiv als auch negativ empfinden. Daher spielen wiederum Schmerz und Gewalt eine große Rolle, aber eben auf merkwürdig erstrebenswerte Weise.

Nun zu deinem Kritikpunkt. Ich musste echt grinsen, als ich das gelesen habe. ^^
Als meine Freundin diese Szene gelesen hat, teilte sie mir erst einmal mit, es würde relativ brutal und abwehrend klingen. Ich war echt erstaunt, weil ich dachte, man könnte die Innigkeit ihrer Gefühle füreinander doch bestimmt erkennen. Außerdem fragte mich meine Freundin, ob Light das denn überhaupt gefallen hätte. Also... die Sache mit den Fingern. Daraufhin meinte ich, sie solle sich den Satz noch einmal durchlesen: "...dass dieser es in seiner Umnachtung kaum mitzubekommen schien." Die Betonung liegt auf dem "kaum", denn wer würde wohl nicht merken, wenn jemand einen Finger usw... *hust*
Selbstverständlich merkt Light das. Wenn ich von "unerträglich" und "verglühen" schreibe, dann meine ich das äußerst positiv in Bezug auf die Intensität seiner Gefühle für L, gegen die er sich da gerade nicht wehren kann. Er belügt sich selbst, wenn er sich vormacht, etwas nicht "mitzubekommen". Was da geschieht, will er mehr als alles andere, aber er weiß, dass er es nicht wollen darf, weil er Kira ist, weil er die Distanz zu L wahren muss, weil L ihn nicht derart unterwerfen darf. Für Light ist Sex aus seinen vorigen Erfahrungen nun einmal eine Form von Unterwerfung, Demütigung, Selbstbestätigung für den aktiven Part. Dennoch resultiert diese Abwehr nicht daraus, dass Light sich tatsächlich erniedrigt fühlen oder L ihm ein solches Gefühl geben würde. Dafür ist L ohnehin viel zu sorgsam und umsichtig. Stattdessen glaubt Light lediglich an die Möglichkeit, dass L ihre Intimität auf diese erniedrigende Weise interpretieren könnte. Obwohl auch das nur zur Hälfte wahr ist. Im Grunde weiß Light, dass L nicht so denkt. Vielleicht befürchtet er es nur und allein das reicht schon aus, damit er sich L nicht hingeben will, obwohl Light das alles andererseits trotzdem will, während er es gleichzeitig nicht will, denn wenn er es komplett nicht wollen würde, hätte er sich erstens erfolgreich gewehrt und zweitens hätte L sowieso aufgehört, um Light nichts aufzuzwingen, was dieser wirklich, wirklich nicht möchte. Vieles darf man nicht wortwörtlich nehmen, meine Formulierungen sind dahingehend ein wenig unpassend, differierend zwischen Ausdruck und Aussage. Ich weiß, wie es gemeint ist, aber ich schreibe es nicht exakt so auf, wie ich es meine, weil man das als Leser auch anders interpretieren können sollen darf... äh, können dürfen soll... nein, also, man soll es halt so interpretieren können, wie man will.
Ich höre besser auf. Meine Erklärungen werden unverständlich.
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